LE-Prozessfinanzierung GmbH
Selbe AdresseErbringung sonstiger juristischer Dienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Langer seit 6.10.2011 | Prokura |
Stefan Nowack seit 6.10.2011 | Geschäftsführer |
Peter Bauknecht seit 6.10.2011 | Prokura |
Andreas Sterzinger seit 15.2.2010 | Prokura |
Gerhard Schwab seit 15.12.2009 | Geschäftsführer |
Ulrich Dreefs seit 15.12.2009 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Swiss Post Solutions GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Swiss Post Solutions GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20101.) Wirtschaftliches Umfeld 1.1.) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Mit dem Ende der Weltwirtschaftskrise in 2009 und der damit verbundenen schwersten Rezession seit dem zweiten Weltkrieg zeigte sich 2010 wieder eine wachsende Weltwirtschaft. Gerade die ersten beiden Quartale 2010 weisen einen hohen Wert für die Konjunkturentwicklung aus (ifo Weltwirtschaftsklimaindikator 4. Quartal 2010). Für das dritte und vierte Quartal trübte sich der Indikator leicht ein. Dies deutet auf eine verlangsamte Erholung der Weltwirtschaft für die nächsten Monate hin. In Deutschland hat sich der Aufschwung weiter fortgesetzt, wenn auch im Verlauf des Jahres mit abgeschwächtem Tempo. Somit trägt Deutschland mit überdurchschnittlichen Wachstumsbeiträgen zum Bruttoinlandsprodukt der Währungsunion bei. Die Wirtschaftsleistung des Gesamtjahres in Deutschland stieg gegenüber dem Vorjahr um 3,7 % (ifo Konjunkturprognose 2010 / 2011). 1.2) Branchenentwicklung Seit dem Jahr 2007 lässt das Werbewachstum nach. Die Werbespendings lagen 2009 bei 77,0 Mrd. €; dies entspricht einem Rückgang von 4,8 % gegenüber dem Vorjahr und einem Anteil am BIP von 3,2 % (vgl. Direktmarketing-Monitor 2010 der Deutschen Post AG). Der gesamte Werbemarkt folgte somit nicht der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Die markant zurückgefahrenen Werbebudgets schlugen sich seit 2008 europaweit in deutlich verringerten Auftragsbeständen nieder. Daneben verschärfte sich der Wettbewerb seitens der Anbieter der digitalen Drucktechnologie und der Onlinewerbung. Folglich gelten die nachfolgenden Aussagen des Direktmarketing-Monitors 2010 der Deutschen Post AG uneingeschränkt für das Geschäftsjahr 2010: Der Gesamtwerbemarkt und das Dialogmarketing sind tendenziell rückläufig. Die Budgets für fast alle Werbeinstrumente sinken. Die Nutzeranteile stagnieren oder gehen leicht zurück. Die Strukturen des Gesamtwerbemarkts bleiben relativ konstant. Analog zum Vorjahr wird fast zwei Drittel der Aufwendungen für Werbung wird in Dialogmedien investiert. 2.) Geschäftsverlauf der Swiss Post Solutions GmbH, München 2.1) Wesentliche Sachverhalte des Jahres 2010 Das Jahr 2010 war geprägt von Anstrengungen, mit den Angeboten des Bereichs E-Business Solutions (EBS) auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen und relevantes Wachstum zu erzielen. Die wesentlichen Einzelmaßnahmen aus dem Jahr 2010 waren hierbei auf Ebene der Swiss Post Solutions GmbH, München: - Verstärkung der vertrieblichen Ausrichtung durch die Übernahme mehrerer Mitarbeiter der Client Vela GmbH (Bereich Solution Management) - Gründung einer eigenen Marketing-Abteilung im Bereich Solution Management zur Bearbeitung der für EBS relevanten und spezifischen Marktbotschaften und Zielgruppen Bezüglich der Struktur des operativen Geschäfts vollzieht sich weiter die strategische Entwicklung hin zum Lösungsanbieter; weg vom reinen Projektgeschäft. Historisch übernommene Lösungen und entsprechende Kundenverträge wurden soweit wie möglich optimiert mit dem Ziel, Qualität wie Rentabilität zu verbessern. In einigen Kundenbeziehungen, die aufgrund ihrer ungünstigen Preis- Kosten- und Vertragssituationen eine dauerhaft unrentable Lage für die Swiss Post Solutions darstellten, gelang es nicht, die Kunden von einer Neuausrichtung zu überzeugen, mit der Folge der Beendigung der Vertragsbeziehung. Die Restrukturierung des Geschäftsmodells zugunsten strukturiert implementiertem und betriebenem Lösungsgeschäft wurde mit Augenmaß fortgeführt. Durch eine Kündigung seitens des Housing-Dienstleisters T-Systems wurde ein ungeplanter Umzug des Rechenzentrumsbetriebs erforderlich und entsprechend Ressourcen gebunden. Dieser wurde termingerecht erfolgreich umgesetzt; durch eine zuvor realisierte Umstellung auf virtuelle Betriebssysteme und Speichereinheiten konnte der Umzug zugleich mit geringstmöglichem Finanzmitteleinsatz durchgeführt als auch Investitionsschutz betrieben werden. Mit dem Rechenzentrumsbetrieb der SPS München steht eine leistungsfähige und skalierbare Plattform für das künftige Kundengeschäft der Gruppe bereit. Die vertrieblichen Anstrengungen waren im Sinne von Neuvertragsabschlüssen in 2010 noch nicht in ausreichendem Maße erfolgreich. Hauptgründe lagen im geringen Bekanntheitsgrad am Markt, verbunden mit langen Verkaufszyklen. Weiterhin erschwerten auch das risikofreudige, preisaggressive Wettbewerbsumfeld sowie die Notwendigkeit, neu zu schaffende Lösungen über Neugeschäft zu finanzieren den Abschluss von Neuverträgen. 2.2) Umsatzentwicklung Für den Berichtszeitraum 2010 wurden von der Swiss Post Solutions GmbH, München, Nettoumsatzerlöse in Höhe von rd. 6,0 Mio. € erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 10 Mio. € weniger. Bedingt durch den Verkauf von Geschäftsbereichen in 2009 sind die Umsatzerlöse allerdings nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Das Bestandsgeschäft hatte im Geschäftsbereich Kampagnenmanagement mit dem Verlust einzelner Altkunden einen Umsatzrückgang von 93 T€ zu verkraften. Mit dem Gewinn einzelner Kundenbindungsprogramme konnten erste relevante Neukunden im Bereich des Kerngeschäfts Loyalty & CRM verbucht werden. Das Geschäft der Swiss Post Solutions GmbH, München, konzentrierte sich in 2010 regional auf Deutschland. Für 2011 werden voraussichtlich im Rahmen der Internationalisierungsstrategie auch Kunden aus der Schweiz sowie dem EU-Raum hinzukommen. 2.3) Produktion In der Standortstruktur ist Bamberg für die Delivery und Operations Organisation, Lichtenau als Außenstelle für Teile der Operations im Bereich Kampagnenmanagementlösungen sowie ab dem 1.1.2010 München für das Solution Management verantwortlich. 2.4) Investitionen Das Geschäft ist nicht anlagen-, sondern personalintensiv. Dies zeigt sich auch in der geringen Veränderung des Sachanlagevermögens zum Vorjahr um ca. 53 T€. 2.5) Finanzierung Die Finanzierung der Swiss Post Solutions GmbH, München, wurde wie in den Vorjahren weitgehend im Rahmen des Konzerns abgewickelt. Bereits seit 2004 wird in der Swiss Post Solutions-Gruppe ein gruppenweites Cash-Pooling-Verfahren praktiziert, in das auch die Swiss Post Solutions GmbH, München, eingebunden ist und das sich bewährt hat. Die Verzinsung erfolgt gemäß vertraglicher Vereinbarung. 2.6) Personal Der Personalbestand zum 31. Dezember 2010 betrug inklusive Auszubildende 66 Mitarbeiter nach 396 Mitarbeitern im Vorjahr. Die Reduktion im Personalbestand ergibt sich aus den erwähnten Verkäufen einzelner Geschäftsbereiche. Großer Wert wird auf die Motivation und Qualifikation der Mitarbeiter gelegt. In 2010 wurde wiederum eine Personalzufriedenheitsumfrage durchgeführt, deren Ergebnisse systematisch in Maßnahmen und Zielvereinbarungen einfließen. 2.7) Darstellung der Lage 2.7.1) Ertragslage Zur Entwicklung der Umsatzerlöse verweisen wir auf die Darstellung unter Punkt "2.2 Umsatzentwicklung". Die Material- und Personalaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr entsprechend reduziert. Die Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere durch den Wegfall der Wertberichtigung auf Forderungen gegen die Swiss Post Solutions, Pulsnitz, in 2009 auf 0,1 Mio. € deutlich reduziert. Im Geschäftsjahr wurden die Forderungen gegen die Swiss Post Solutions GmbH, Pulsnitz, aufgrund der Zahlung in Höhe von 1,1 Mio. € zugeschrieben. Die Zuschreibung erhöhte die sonstigen betrieblichen Erträge. Darüber hinaus waren Gewinne aus dem Verkauf der Beteiligung GHP Far East Ltd. für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2010 konnte aufgrund der oben dargestellten Sachverhalte ein positives Betriebsergebnis von 1,6 Mio. € (Vorjahr: - 2,0 Mio. €) erzielt werden. Das abgeführte Ergebnis der systemform MediaCard GmbH betrug 3,9 Mio. € (Vorjahr: 5,1 Mio. €). Insgesamt ergab sich ein Jahresüberschuss von 4,4 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €). 2.7.2) Vermögenslage Das Anlagevermögen ist bedingt durch den Verkauf der Beteiligung an der GHP Far East Ltd. um 0,2 Mio. € auf 3,2 Mio. € gesunken. Das Umlaufvermögen hat sich vor allem bedingt durch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 10,6 Mio. € auf 11,7 Mio. € erhöht. Die Bilanzsumme erhöhte sich zusätzlich durch die Bildung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge auf 16,8 Mio. €. Die Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr nicht mehr überschuldet. Zum 31. Dezember 2010 besteht ein Eigenkapital von 5,0 Mio. €, welches durch das positive Jahresergebnis sowie die gebildeten Gewinnrücklagen aus der erstmaligen Aktivierung aktiver latenter Steuern um 6,9 Mio. € anstieg. 2.7.3) Finanzlage Die finanzielle Steuerung des Unternehmens erfolgt durch die Swiss Post Solutions GmbH, Bamberg. Finanzmittel werden zentral beschafft und konzernintern über das Cashpooling verteilt. Oberstes Ziel des Finanzmanagements ist die Sicherung der Liquidität sowie die Reduzierung der Kapitalbeschaffungskosten. 3. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Allgemeines Unternehmensrisiko Der Fortbestand des Unternehmens ist aufgrund der positiven Geschäftsaussichten und der Einbindung in die Schweizerische Post sowie der Beseitigung der bilanziellen Überschuldung gegeben. Der Geschäftsleitung sind keine Änderungen innerhalb der Konzernstruktur bekannt, die dem Fortbestand des Unternehmens entgegenstehen. Die Finanzierung der Swiss Post Solutions GmbH, München, erfolgt über das Mutterunternehmen Swiss Post Solutions GmbH, Bamberg. Somit ist eine Abhängigkeit von der Liquiditätsausstattung des Mutterunternehmens gegeben. Branchenrisiko Der Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft in Deutschland, mit dem Trend zu verstärktem Outsourcing, eröffnet der Branche, in der die Swiss Post Solutions GmbH, München, aktiv ist, langfristig eher positive Perspektiven. Dennoch ist mit konjunkturell bedingten Schwankungen zu rechnen. Die Gesetzesnovelle zum Datenschutz erhöht die Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsinvestitionen; eine deutlich negative Auswirkung auf das Lösungsgeschäft im Rahmen der Auftragsdatenverarbeitung sowie personalisierten Kampagnen ist jedoch nicht abzusehen. Beschaffungsrisiko Da die Swiss Post Solutions nur in geringem Umfang Material bezieht, scheiden klassische Beschaffungsrisiken für sie aus. Sofern man die Beschaffung von hoch qualifiziertem Fachperso nal als Risiko betrachtet, ist angesichts der allgemeinen Arbeitsmarktsituation in Deutschland von temporären Engpässen bei der Erweiterung der Personalkapazität auszugehen. Produktionsrisiko Risiken im IT-Bereich und Datenschutz wird durch Ausschluss von unbefugten Zugriffen auf IT-Systeme z.B. durch die Einrichtung von mehrschichtigen Sicherheitsarchitekturen, physischen Sicherheitszonen und externen Firewalls sowie die Sensibilisierung des Personals (Unterweisung und Abschluss von Verschwiegenheitserklärungen) vorgebeugt. Die Swiss Post Solutions GmbH, München, ist PCI zertifiziert und besteht die turnusmäßigen Requalifizierungsaudits regelmäßig. Eventuelle Betriebsunterbrechungen sind durch Backup Konzepte möglichst abgesichert. Es besteht zudem eine Betriebsunterbrechungsversicherung. Absatzrisiko Die Swiss Post Solutions GmbH, München, übernimmt im Outsourcing wesentliche Geschäftsprozesse von Kunden. Insofern besteht eine wechselseitige Abhängigkeit, die überwiegend auch vertraglich langfristig abgesichert ist. Insofern sind die Absatzrisiken überschaubar und kurzfristige Einbußen eher unwahrscheinlich. Angesichts der aktuellen Wirtschaftslage sind Risiken aufgrund drohender Insolvenzen von Kunden nicht auszuschließen. Durch die Vielseitigkeit der Kundenstruktur wird dieses Risiko allerdings zurzeit nicht als sehr wahrscheinlich eingestuft. Professionell strukturierte Verkaufsprozesse mit definierten Freigabestufen nach den Standards der Schweizerischen Post beugen der Akquisition riskanter Projekte vor. Voraussichtliche Entwicklung Die oben beschriebenen Entwicklungen und strategische Ausrichtung lassen auf eine weitere Verbesserung der Geschäftslage schließen. Für das Jahr 2011 wird aufgrund der verstärkten Internationalisierungsstrategie sowie signifikant intensivierten Vertriebsaktivitäten mit einem weiteren Anstieg des Umsatzes und einem positiven EBIT gerechnet. Die Wettbewerbsfähigkeit soll durch Investitionen in skalierbare Lösungsarchitekturen weiter verbessert und die Rentabilität der eingesetzten Ressourcen dadurch erhöht werden. Die periodisch erstellten Analysen für die kurz- und langfristige Entwicklung des Unternehmens ergeben keine Risiken für den Bestand des Unternehmens sowie für die Finanz- und Ertragslage. 4. Weitere Berichterstattung Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres Wesentliche Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ergeben.
München den 30. März 2011 Swiss Post Solutions GmbH Gerhard Schwab Olivier Fuchs BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2010AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010A. GRUNDSÄTZE DER BERICHTERSTATTUNG Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Gesellschaften gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Die Wertangaben im Anhang werden auf volle EUR gerundet. Für die Abwicklung von Kundenaufträgen werden die hierfür erforderlichen Portokosten von den Kunden teilweise auf separat geführte Bankkonten überwiesen, von denen die Deutsche Post AG den Portoeinzug vornimmt (sog. Portotreuhandkonten). Die Swiss Post Solutions GmbH, München, verwaltet diese Konten nur treuhänderisch; sie ist nicht wirtschaftliche Eigentümerin der überwiesenen Gelder. Die Verwaltung der Konten erfolgt getrennt von den übrigen Konten in einer gesonderten Buchführung. Sie werden aufgrund des treuhänderischen Charakters nicht in der Bilanz ausgewiesen. Die Portotreuhandkonten weisen zum 31. Dezember 2010 einen Stand von 74.098,43 EUR aus. Im Rahmen zweier Asset Deals wurde zum 1. Juni 2009 der Teilbereich Customer Care sowie zum 1. November 2009 der Bereich Document Services (DocS) auf Gesellschaften der Swiss Post Solutions-Gruppe übertragen. Demzufolge ist eine Vergleichbarkeit der Gewinn- und Verlustrechnung zum Geschäftsjahr 2010 nicht gegeben. B. AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES Der Anteilsbesitz der Swiss Post Solutions GmbH, München, stellt sich zum 31.12.2010 wie folgt dar:
(1) Ergebnisabführung C. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN, WÄHRUNGSUMRECHNUNG Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer (zwischen zwei und vierzehn Jahren) abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einen Anschaffungswert von 150,00 Euro werden als sofortiger Aufwand erfasst. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten netto 150,01 bis 1.000,00 Euro betragen, werden im Jahr der Anschaffung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jährlich um ein Fünftel abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Als Herstellungskosten werden die produktionsbezogenen Vollkosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Ausfallrisiken durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung beträgt 1 % und entspricht damit dem tatsächlichen Ausfallrisiko. Die liquiden Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) werden zu Nominalwerten ausgewiesen. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben/Einnahmen zu den Beträgen ausgewiesen, soweit sie Aufwand/Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Latenten Steuern wurden aufgrund bestehender zeitlicher Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Die Bewertung erfolgte mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bzw. der Nutzung der Verlustvorträge. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf den vorliegenden finanzmathematischen Gutachten. Die Pensionsrückstellungen wurden nach der projected unit credit Methode unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 5,15 % und eines Rententrends von 2,5 % ermittelt. Zudem wurden die Sterbetafeln 2005G nach Heubeck verwendet. Die zugesagten Rentenanpassungen, soweit diese nicht in der "Allgemeinen Betriebsvereinbarung betreffend die Versorgungsordnung für die Betriebsangehörigen" geregelt sind, betragen 3 % alle 3 Jahre ab Rentenbeginn. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwenigen Erfüllungsbetrags gebildet worden, um alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen abzudecken. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Durchschnittskurs ihres Buchungstages bewertet. Buchverluste aus Wechselkursänderungen zum Abschlussstichtag werden auf der Grundlage des Devisenmittelkurses ermittelt und ergebniswirksam berücksichtigt. D. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS l. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010 ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Der Posten Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten betrifft entgeltlich erworbene EDV Software. II. Umlaufvermögen In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 492.013 (Vorjahr: EUR 8.066.458) enthalten. Die in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthaltenen sonstigen Vermögensgegenstände betragen EUR 8.994.855 (Vorjahr: EUR 2.249.067), die Forderungen gegen Gesellschafter EUR 0 (Vorjahr: EUR 2.540.048). Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben Forderungen aus Mietkautionen in Höhe von EUR 30.438 (Vorjahr: EUR 30.438) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. III. Aktive latente Steuern Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Abweichungen zwischen der Handels- und der Steuerbilanz im Anlagevermögen, Rückstellungen für Pensionen und den sonstigen Rückstellungen. Einbezogen wurden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuern. Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 29 % bewertet. IV. Eigenkapital Der Ausschüttungssperre unterliegt der Betrag, um den die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern übersteigen (EUR 1.828.342,64). V. Rückstellungen Von den sonstigen Rückstellungen entfallen EUR 371.755 (Vorjahr: EUR 275.175) auf den Personalbereich. Im Wesentlichen setzt sich dieser Wert zusammen aus Rückstellungen für Prämien in Höhe von EUR 286.923 (Vorjahr: EUR 195.297) und Urlaubslöhne und -gehälter in Höhe von EUR 74.756 (Vorjahr: EUR 55.378). Weiterhin enthalten die sonstigen Rückstellungen eine Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von EUR 535.294 (Vorjahr: EUR 116.210) sowie eine Rückstellung für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 20.999 (Vorjahr: EUR 0). VI. Verbindlichkeiten Der Verbindlichkeitenspiegel der Gesellschaft stellt sich zum 31.12.2010 wie folgt dar:
In Bezug auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen im branchenüblichen Maße Eigentumsvorbehalte. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 62.989 (Vorjahr: EUR 2.603.680) enthalten, sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 8.929.969 (Vorjahr: 10.738.329). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten weiterhin sonstige Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Swiss Post Solutions GmbH, Bamberg, in Höhe von EUR 8.811.638 (Vorjahr: EUR 10.775.587). VII. Gewinn- und Verlustrechnung Von den Umsatzerlösen entfallen EUR 5.534.619 (Vorjahr: EUR 14.707.141) auf das Inland und EUR 507.218 (Vorjahr: EUR 1.291.170) auf das Ausland. In den sonstigen periodenfremden betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung in Höhe von EUR 1.139.800 (Vorjahr: EUR 55.700), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 72.723 (Vorjahr: EUR 133.030) und Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 1.671 (Vorjahr: EUR 2.688) enthalten. In den sonstigen periodenfremden betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für die Einstellung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von EUR 19.200 (Vorjahr: EUR 328.874) sowie von Pauschalwertberichtigung in Höhe von EUR 1.000 (Vorjahr: EUR 0), Verluste aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 2.581 (Vorjahr: EUR 1.783), Forderungsverluste in Höhe von 11.385 (Vorjahr: EUR 1.763) sowie übrige sonstige periodenfremde betriebliche Aufwendungen in Höhe von EUR 615 (Vorjahr: EUR 86.694) enthalten. Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen die Anpassung der Rechnungslegung an das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen in voller Höhe das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftsjahres. E. SONSTIGE ANGABEN Die Gesellschaft hat im Jahresdurchschnitt 57 Mitarbeiter (Vorjahr: 389) beschäftigt, die ausschließlich aus Angestellten bestanden (Vorjahr: 113 gewerbliche Arbeitnehmer und 276 Angestellte). Zum 31.12.2010 bestand für die bestehenden Kreditlinien bei der UniCredit Bank AG, und bei der Commerzbank AG jeweils in Höhe von bis zu EUR 2.500.000 eine gesamtschuldnerische Haftung der Swiss Post Solutions GmbH, Bamberg, der Swiss Post Solutions GmbH, München, und der systemform MediaCard GmbH, Prien. Zu Geschäftsführern der Gesellschaft bestellt sind die Herren - Gerhard Schwab, Geschäftsführer, wohnhaft in Ittingen/Schweiz, - Olivier Fuchs, Geschäftsführer, wohnhaft in Köln Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung werden im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Zum Abschlussstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Immobilienmietverträgen in Höhe von insgesamt EUR 484.635 (Vorjahr: EUR 383.419) sowie aus Leasingverträgen in Höhe von EUR 39.131 (Vorjahr: EUR 666). Von den Verpflichtungen aus Immobilienmietverträgen bestehen Verpflichtungen in Höhe von EUR 121.839 (Vorjahr: EUR 60.235) und Leasingverpflichtungen in Höhe von EUR 21.783 (Vorjahr: EUR 0) gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Swiss Post Solutions GmbH, Bamberg, ist das Mutterunternehmen, das zum 31.12.2010 den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist beim elektronischen Bundesanzeiger offenzulegen. Die Schweizerische Post, Anstalt des öffentlichen Rechts, Bern, ist das Mutterunternehmen, das zum 31.12.2010 den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Gesellschaft zum 31. Dezember 2010 nicht verpflichtet, da die Swiss Post Solutions GmbH, Bamberg, in ihrer Eigenschaft als deutsche Konzernleitung zum 31. Dezember 2010 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die Swiss Post Solutions GmbH, München, erstellt. Dieser ist beim elektronischen Bundesanzeiger offenzulegen. Die Angaben zu dem vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Honorar sind im Konzernabschluss der Swiss Post Solutions GmbH, Bamberg, enthalten. Auf eine Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB wurde daher verzichtet.
Bamberg, den 16.03.2011 Gerhard Schwab, Geschäftsführer Olivier Fuchs, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010Swiss Post Solutions GmbH, München
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSDer Jahresabschluss wurde unter Inanspruchnahme der Erleichterungsmöglichkeiten der §§ 325 ff. HGB in verkürzter Form offengelegt. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen, ungekürzten Jahresabschluss. Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Swiss Post Solutions GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, den 20. Mai 2011 Rödl
& Partner GmbH
Dehner, Wirtschaftsprüfer Nestmann, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 wurde am 26. Juli 2011 festgestellt. |
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