Autoneum Germany GmbH
Im Mittelbruch, 64380 Roßdorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sieglinde Wöhrle-Morgenroth seit 2.2.2026 | Prokura |
Theresa Neutze seit 27.1.2025 | Prokura |
Dirk Wilhelm Schneppen seit 12.7.2024 | Prokura |
Bruno Bittis seit 15.5.2024 | Prokura |
Raphael Lohse seit 6.2.2024 | Prokura |
Bernd Lautenschläger seit 6.2.2024 | Prokura |
Markus Reichmann seit 6.2.2024 | Geschäftsführer |
Cem Mercan seit 5.12.2022 | Geschäftsführer |
Christian Dietzel seit 31.3.2020 | Prokura |
Birgit Faig seit 31.3.2020 | Prokura |
Harald Kolb seit 17.1.2019 | Prokura |
Frank Zorn seit 16.12.2016 | Prokura |
Michael Roth seit 29.12.2010 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Autoneum Holding AG | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autoneum Germany GmbHRoßdorf-GundernhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Die Autoneum Germany GmbH - im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt - mit Sitz in Roßdorf, Hessen, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter der Nr. B 2101 eingetragen. Der Jahresabschluss für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr der Gesellschaft ist auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Alleinige Gesellschafterin ist die Autoneum Holding AG, Winterthur, Schweiz. Der am 6. Januar 2023 unterzeichnete Kaufvertrag zur Übernahme der Vermögensgegenstände der insolventen Borgers-Gesellschaften durch den Autoneum-Konzern konnte nach Vorliegen aller kartellrechtlichen Freigaben mit Wirkung per 1. April 2023 vollzogen werden. Damit übernimmt Autoneum mit Wirkung vom 1. April 2023 im Rahmen eines Asset-Deals unter anderem die Vermögensgegenstände der Borgers-Gesellschaften in Deutschland. Die Borgers-Standorte in Deutschland in Berlin, Bocholt, Ellzee, Krumbach und Holzgerlingen sind seit diesem Zeitpunkt Teil der Autoneum Germany GmbH. Aufgrund des erwähnten Asset Deals im Geschäftsjahr 2023 wird zur Verbesserung der Transparenz und Verständlichkeit für die kommenden Ausführungen die folgende Zuordnung der beschriebenen Gesellschaften bzw. Unternehmensteile gewählt:
Die Aufwendungen und Erträge des Berichtsjahres sind daher nur sehr eingeschränkt mit denen des Vorjahres vergleichbar. Die sich aus dieser Differenzierung ergebende Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:
Auch die Bilanz zum 31. Dezember 2023 ist angesichts des Erwerbs nur sehr eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar:
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen unverändert die in den weiteren Ausführungen dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf Basis der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") erstellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Aufwendungen sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten und den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis abgeschrieben. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen wird von einer Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren ausgegangen.
1 Siehe hierzu Kapitel "Finanzlage".
2 Siehe hierzu Kapitel "Finanzlage".
Bei den Sachanlagen wird von folgenden Nutzungsdauern ausgegangen:
Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu den fortgeschriebenen Durchschnittseinstandspreisen bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Einbeziehung von Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Abschläge für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Die in den fertigen Erzeugnissen und Waren enthaltenen fremdbezogenen Werkzeuge werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zum Nennwert, soweit nicht wegen bestehender Einzelrisiken Bewertungsabschläge vorzunehmen sind. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine entsprechende Pauschalwertberichtigung von 3 % bei Inlandsforderungen, unter Absetzung der darin enthaltenen Umsatzsteuerbeträge, und von 4 % bei Auslandsforderungen auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Pensionsrückstellungen werden unverändert auf Grundlage einer versicherungsmathematischen Berechnung nach dem versicherungsmathematischen Teilwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, bewertet. Sie werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB), und der zum Abschlussstichtag 1,83 % (i. Vj. 1,79 %) beträgt. Die erwarteten Gehaltssteigerungen werden wie im Vorjahr mit 0,0 % p. a., die erwarteten Rentenanpassungen mit 2,2 % p. a. berücksichtigt. Daneben werden eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze zur Rentenversicherung unverändert mit 1,75 % p. a. sowie eine Fluktuation von unverändert 0,0 % unterstellt. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei langfristigen Rückstellungen werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden auf Basis der Abzinsungssätze der Deutschen Bundesbank nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB diskontiert. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wird das Wahlrecht betreffend Abzinsung nicht ausgeübt. Bei den sonstigen Rückstellungen sind alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und Verpflichtungen angemessen berücksichtigt worden. Für das am Standort Roßdorf-Gundernhausen angewandte Lebensarbeitszeitkonten-Modell gilt weiterhin, dass die auf ein Treuhandkonto eingezahlten Geldbeträge insolvenzgesichert sind und in einer aufgeschobenen Rentenversicherung mit Beitragserhaltsgarantie im Rahmen eines Gruppenversicherungsvertrags für die Mitarbeiter angelegt werden. Es besteht eine vertragsabhängige Garantieverzinsung von zurzeit 0,9 %, bzw. 0,25 %. Da die Vermögensgegenstände dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von mit Altersversorgungsverpflichtungen vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (sog. Deckungsvermögen), werden diese mit den zugehörigen Verpflichtungen verrechnet. Dementsprechend werden zugehörige Aufwendungen und Erträge verrechnet. Das Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden auf Grundlage einer versicherungsmathematischen Berechnung nach dem versicherungsmathematischen Teilwertverfahren unter Berücksichtigung der Parameter analog den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, jedoch unter Abzinsung mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, und der zum Abschlussstichtag 1,75 % (i. Vj. 1,45 %) beträgt, ermittelt. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Entstehens eingebucht und am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Bei auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger finden das Anschaffungskosten- und das Realisationsprinzip keine Anwendung. Erläuterungen zur Bilanz Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 einschließlich der kumulierten Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) verwiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen, analog Vorjahr, im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen gegen das Finanzamt und geleistete Anzahlungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Lieferungen und Leistungen und sind innerhalb eines Jahres fällig. Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen. Bei der Ermittlung wurde ein kombinierter Ertragsteuersatz aus Körperschaft-steuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von 30,0 % angewandt. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, analog Vorjahren, keinen Gebrauch, sodass ein Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz unterbleibt. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Die Rückstellungen für Pensionen betreffen die im Rahmen des Erwerbs des Geschäftsbereichs "RUS-Projekt" von der Rieter Nonwovens GmbH, Süssen, im Geschäftsjahr 2009 übernommenen Verpflichtungen für drei aktive Mitarbeiter dieses Bereichs. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83 % statt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 1,75 % beträgt TEUR 3 (i. Vj. TEUR 11). Dieser unterliegt nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre, soweit er die Summe aus freien Rücklagen, Gewinn- und Verlustvortrag und Bilanzgewinn übersteigt. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für sonstige Personalaufwendungen inklusive Kosten für Restrukturierung (TEUR 19.324 (davon TEUR 930 für AGER "alt"); i. Vj. TEUR 1.150), für ausstehende Rechnungen (TEUR 9.661 (davon TEUR 370 für AGER "alt"); i. Vj. TEUR 1.431) und für Preisdifferenzen und Gewährleistungen (TEUR 3.558 (davon TEUR 576 für AGER "alt"); i. Vj. TEUR 382). Ferner wurde unter dieser Position die Rückstellung für potenzielle Umweltrisiken für die, zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023, im Verkauf befindliche Liegenschaft in Krumbach in Höhe von TEUR 6.500 berücksichtigt. Die Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten in Höhe eines Erfüllungsbetrags von TEUR 725 (i. Vj. TEUR 606) wurden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert, der gemäß der Bewertungshierarchie den Anschaffungskosten entspricht (TEUR 713), des Aktivwerts der Rückdeckungsversicherung saldiert. Die verrechneten zugehörigen Aufwendungen und Erträge betragen jeweils brutto TEUR 113. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten werden im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt. Sicherheiten bestehen neben den üblichen Eigentumsvorbehalten, analog zum Vorjahr, nicht.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betreffen Verbindlichkeiten aus einem aktualisierten Kreditvertrag vom 22. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 5.500, einer weiteren Vereinbarung vom 26. August 2023 über TEUR 55.624 zur Finanzierung des Asset Deals zur Übernahme der AGER "Borg" und einer Vereinbarung vom 26. September 2023 über TEUR 50.000 mit einer Inanspruchnahme von TEUR 19.000 zum Bilanzstichtag. Der Zinssatz beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2023 5,45 % bzw. 5,85 % für die Vereinbarung mit AGER "Borg" und wird halbjährlich angepasst. Weitere gegenüber der Gesellschafterin bestehende Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten aus der Einbeziehung in das Cash-Pool-System des Autoneum Holding AG-Konzerns. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin betreffen daher zum 31. Dezember 2023 ausschließlich Darlehen (i. Vj. TEUR 5.500 Darlehen und TEUR 5.350 Verbindlichkeiten aus der Einbeziehung in das Cash-Pool-System des Autoneum Holding AG-Konzerns). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 wurden neue Service- und Lizenzvereinbarungen geschlossen, die die Weiterbelastungen von Vertriebstätigkeiten, EDV-Dienstleistungen, projektbezogenem Ingenieurwesen und übrigen Dienstleistungen von Mitarbeitern der Gesellschaft an Gesellschaften der Autoneum-Gruppe sowie weitere Umlagen nach konzernintern einheitlichen Verteilungsschlüsseln regeln. Diese Regeln wurden mit Wirkung vom 1. April 2023 für die AGER "Borg" übernommen und angewandt. Die daraus resultierenden Umsatzerlöse belaufen sich auf TEUR 2.500 (i. Vj. TEUR 948) und sind in den Umsatzerlösen dargestellt. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.867 (i. Vj. TEUR 928) umfassen im Wesentlichen Gewinne aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 205 (i. Vj. TEUR 332). Periodenfremde Erträge belaufen sich auf TEUR 1.262 (i. Vj. TEUR 564) und betreffen Positionen aus den Vorjahren zur Risikovorsorge bei Preisdifferenzen, Lieferantenzahlungen, Personalkosten sowie Energiesteuererstattungen und Schadenersatzkompensationen. Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung und/oder Bedeutung sind im Geschäftsjahr 2023 nicht angefallen. Unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 5.449 (i. Vj. TEUR 1.280) sind im Wesentlichen Aufwendungen im Rahmen der Service-Vereinbarungen ausgewiesen. Die AGER "Borg" wurde in die bestehenden Service-Vereinbarungen einbezogen und ist in den Aufwendungen enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 88.683 (für AGER "alt" TEUR 18.980; i. Vj. TEUR 18.545). Die ausgewiesenen Verluste aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 141; i. Vj. TEUR 154). Außergewöhnliche Aufwendungen von beachtlicher Größenordnung und Bedeutung sind im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die Integration AGER "Borg" und in dem Zusammenhang notwendiger Restrukturierungs- sowie Konsolidierungskosten in Höhe von TEUR 29.272 angefallen. Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 14 (i. Vj. TEUR 8) enthalten. Sonstige Angaben Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen von insgesamt TEUR 7.975 (i. Vj. TEUR 1.631) betreffen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 7.786 (AGER "alt" TEUR 1.254; i. Vj. TEUR 1.355) sowie aus dem Bestellobligo in Höhe von TEUR 189 (AGER "alt" TEUR 38; i. Vj. TEUR 276), die sämtlich innerhalb eines Jahres fällig sind. Miet- und Leasingverträge stellen eine Finanzierungsalternative zum Kauf der ihnen zugrunde liegenden Vermögensgegenstände dar. Vorteile der Miet- und Leasingverträge sind insbesondere die niedrigere Kapitalbindung und der Wegfall des Verwertungsrisikos sowie die Planungs- und Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die Laufzeit fest vereinbarten Miet- und Leasingkonditionen. Risiken können sich insbesondere aus der Vertragslaufzeit ergeben, sollten Objekte nicht mehr vollständig nutzbar sein. Das Bestellobligo dient der Preissicherung und der Gewährleistung der Verfügbarkeit von Waren. Risiken bestehen hinsichtlich der Abnahmeverpflichtung sowie einer nicht vorhersehbaren Preissenkung für die betreffenden Waren. Haftungsverhältnisse bestehen, analog Vorjahr, nicht. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende) betrug:
Geschäftsführer der Gesellschaft sind: Herr Markus Reichmann, Head of Operations Central & Eastern Europe, seit 1. Januar 2024 Herr Bodo Schmid, Head of Sales Business Group Europe, seit 1. April 2023 Herr Cem Mercan, Head Group Operations, seit 16. August 2022 Ausgeschiedene Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 bzw. 2024: Herr Valéry Beulné: Von 1. April bis 31. Dezember 2023 Herr Dr. Matthias Häberle: Von 1. April 2023 bis 31. März 2024 Nicht alle Geschäftsführer haben im Geschäftsjahr 2023 Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Herr Cem Mercan wurde direkt von der Muttergesellschaft, der Autoneum Holding AG, Winterthur, Schweiz, vergütet. Da für die übrigen Geschäftsführer ein Rückschluss auf die Bezüge eines einzelnen Mitglieds möglich ist, unterbleibt die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Gesamthonorar Abschlussprüfer Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer beträgt für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 204 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Nachtragsbericht Mit notarieller Beurkundung vom 14. Mai 2024 wurde das Produktionsgelände der Liegenschaft in Krumbach mit einem Verkaufserlös von TEUR 5.000 veräußert. Mit Zahlungseingang des Kaufpreises vom 22. Juli 2024 erfolgte die Besitzübergabe an den neuen Eigentümer. Damit einhergehende Erträge, die über den aktuellen Buchwert hinausgehen, werden im laufenden Geschäftsjahr 2024 berücksichtigt. Des Weiteren wird die Rückstellung in Höhe von TEUR 6.500, die im Rahmen der Übernahme für potenzielle Risiken aus Umweltschäden gebildet wurde, ohne weitere Einschränkungen aufgelöst und gleichermaßen den periodenfremden Erträgen zugeführt. Am 4. Juli 2024 wurde im Unternehmensregister die Bekanntmachung zur Bildung und Zusammensetzung eines Aufsichtsrates nach Maßgabe der §§ 1 Abs. 1 Nr.3 und 4 Abs. 1 des DrittelbG veröffentlicht. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe von EUR 81.869.270,21, bestehend aus dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 59.211.343,62 und dem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 22.657.926,59, auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Autoneum Holding AG, Winterthur, Schweiz, zum 31. Dezember 2023 einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im Internet auf der Homepage der Muttergesellschaft veröffentlicht.
Roßdorf, den 24. Oktober 2024 Autoneum Germany GmbH Die Geschäftsführung Markus Reichmann Bodo Schmid Cem Mercan Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen des Unternehmens Infolge der mit Wirkung zum 1. April 2023 erfolgten Übernahme von, unter anderem, Vermögensgegenständen der Borgers-Gesellschaften in Deutschland im Rahmen eines Asset Deals durch die Autoneum Germany GmbH hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 bzw. zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 bzw. zum 31. Dezember 2022 signifikant verändert. Bezog sich die Berichterstattung im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 auf die Tätigkeiten der Gesellschaft am Standort Roßdorf-Gundernhausen, so sind infolge des Asset Deals nun Aktivitäten und Betätigungen weiterer Standorte einzubeziehen. Die Autoneum Germany GmbH produziert und vertreibt in ihrer neuen Struktur Kfz- und LKW-Teile, insbesondere Innenraumteile, Isolier- und Schalldämmteile, sowie Teile und Folien für den Kfz-Außenbereich. Darüber hinaus entwickelt sie unter Einbindung von Fachabteilungen verbundener Unternehmen der Autoneum-Gruppe zusammen mit dem Kunden bzw. auf deren Vorgabe die dafür benötigten Werkzeuge, welche anschließend fremdbezogen (teilweise von verbundenen Unternehmen) und an die Kunden weiterveräußert werden. Die Entwicklungsaktivitäten der Autoneum-Gruppe werden weiterhin zur Hebung von Synergieeffekten zentral über die Autoneum Management AG, Winterthur, Schweiz, abgewickelt. Kernabsatzmärkte der Gesellschaft sind Europa und Nordamerika. Als Automobilzulieferer ist die Entwicklung der Autoneum Germany GmbH insbesondere auch von der allgemeinen Entwicklung der Automobilbranche sowie der Entwicklung der Nachfrage einiger weniger, wesentlicher Kunden nach Produkten der Gesellschaft abhängig. Die Beschaffung der wesentlichen Produktionsgrundlagen, welche insbesondere Kunststoffprodukte betreffen, erfolgt zum Großteil über einige Kernlieferanten. Wesentliche Beschaffungsmärkte sind Europa und Asien. Die Produktion erfolgt an den Standorten in Berlin, Bocholt, Ellzee und Roßdorf-Gundernhausen, in Holzgerlingen finden Montagearbeiten statt. Die Gesellschaft wird als einhundertprozentige Tochtergesellschaft der Autoneum Holding AG, Winterthur, Schweiz, in deren Konzernabschluss einbezogen. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Entwicklung der weltweiten Konjunktur hat sich im Jahr 2023 trotz der ausgeprägten Inflation und der damit einhergehenden verschärften Geldpolitik sowie multiplen Krisen als relativ robust erwiesen und lag gegenüber ersten Prognosen leicht oberhalb der Erwartungen. Insgesamt wurde ein globales Wachstum von 3,2 % erreicht. 1 Eine deutliche Belebung der weltweiten Industrieproduktion und des Welthandels ist derzeit noch nicht erkennbar, wobei die Unterschiede der konjunkturellen Dynamik in den Volkswirtschaften beträchtlich sind und eine steigende Wachstumsdynamik nicht überall zu spüren ist. 2. Während sich die Wirtschaft der Vereinigten Staaten als äußerst robust erwies, fiel das Wachstum im Euroraum mit einer Steigerungsrate von 0,5 % gegenüber dem Vorjahr sehr gedämpft aus 3. Nach einer Erholungsphase im Zuge der überwundenen Coronakrise haben die gestiegenen Lebenshaltungskosten mit einhergehender Dämpfung des privaten Konsums, die Straffung der Geldpolitik zur Gegensteuerung der Inflationsentwicklung, und eine Vielzahl von Krisen mit ausbleibenden außenwirtschaftlichen Impulsen dazu geführt, dass wirtschaftliche Auftriebskräfte ausblieben und die Entwicklung stagnierte. Erst in der zweiten Jahreshälfte 2024 dürften Reallohnsteigerungen und deutlich sinkende Preistendenzen in Verbindung mit sinkenden Zinsniveaus und Lockerungen in der Geldpolitik wieder zu einer Belebung führen. In Deutschland ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die für den Euroraum maßgeblichen Faktoren der Stagnation haben vor allem in Deutschland aufgrund fehlender Impulse aus dem Ausland sowie bestehender Unsicherheiten in den finanzpolitischen Rahmenbedingungen zu einem Ausbleiben der Erholung der deutschen Wirtschaft nach der Coronakrise geführt. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Coronapandemie, lag das BIP 2023 um 0,7 % höher. 4 Die Produktion von Kraftfahrzeugen lag im Jahr 2023 bei einem Volumen von 93,5 Mio und stieg gegenüber dem Vorjahrswert von circa 85 Mio Fahrzeugen weiter kräftig um 10 % an. 5 China blieb auch 2023 mit 30,2 Mio Fahrzeugen mit Abstand das weltweit größte Automobilherstellerland und hat damit einen Deckungsanteil von 32 % der weltweit produzierten Kraftfahrzeuge. Mit einem Anstieg von 11,6 % gegenüber dem Vorjahr liegt der Zuwachs oberhalb der globalen Entwicklung, wodurch die herausragende Stellung gegenüber den traditionellen Automobilherstellerländern, wie USA, Deutschland, Frankreich, Italien oder Japan, weiter unterstrichen wird. 6
1 Statista; Wachstum des weltweiten realen BIP.
2 (Kieler Konjunkturbericht Q4_2023, S. 2/3).
3 Kieler 'Konjunkturbericht Q4_2023; Seite 8.
4 Statistisches Bundesamt Bruttoinlandsprodukt
15.01, S1 (destatis.de).
5 Produzierte Kraftfahrzeuge bis 2023; Statista.
6 Anzahl Fahrzeuge nach Ländern 2023;
Statista
Geschäftsverlauf Für die operative finanzielle Leistungsmessung der Autoneum Germany GmbH werden insbesondere die Größen Umsatzerlöse und Jahresergebnis als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen und daher ist ihre Entwicklung fester Bestandteil der nachfolgenden Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Mit Wirkung zum 1. April 2023 hat die Autoneum Germany GmbH im Rahmen eines Asset Deals unter anderem die Vermögensgegenstände der Borgers-Gesellschaften in Deutschland übernommen. Damit sind die ehemaligen deutschen Borgers-Standorte Deutschland in Berlin, Bocholt, Ellzee, Krumbach und Holzgerlingen Teil der Autoneum Germany GmbH. Aufgrund des erwähnten Asset Deals im Geschäftsjahr 2023 wird zur Verbesserung der Transparenz und Verständlichkeit für die kommenden Ausführungen die folgende Zuordnung der beschriebenen Gesellschaften bzw. Unternehmensteile gewählt:
Die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis stellen sich vor diesem Hintergrund wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse belaufen sich für das Geschäftsjahr 2023 auf EUR 313,8 Mio, wobei EUR 78,1 Mio auf die AGER "alt" entfallen (i. Vj. EUR 68,3 Mio). Die damit verbundene Steigerung der Umsatzerlöse von 14,4 % in Bezug auf die AGER "alt" übertrifft die Prognose eines moderaten Anstiegs deutlich, da die Absatzvolumen für die belieferten Modelle deutlich oberhalb der Planungen lagen. Die in Bezug auf die Autoneum Germany GmbH (in der Zusammensetzung für das Geschäftsjahr 2023, d.h. nach dem Asset Deal) erwartete deutliche Steigerung der Umsatzerlöse ist eingetreten. In Bezug auf das Jahresergebnis ergab sich für das Geschäftsjahr 2023 für die Autoneum Germany GmbH (in der Zusammensetzung für das Geschäftsjahr 2023, d.h. nach dem Asset Deal) ein Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 22,7 Mio (i. Vj. EUR 3,5 Mio). Dieser ist maßgeblich auf übernahmebedingte Kostenentwicklungen zurückzuführen. Die erwartete deutliche Verbesserung des Jahresergebnisses (Jahresüberschuss nach Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2022) wurde nicht erreicht. Innerhalb der Geschäftsstrukturen vor dem Asset Deal (AGER "alt") konnte ein positives Jahresergebnis von EUR 3,1 Mio erzielt werden. Dies entspricht der erwarteten deutlichen Verbesserung für das Geschäftsjahr 2023 (erwartet worden war ein Jahresüberschuss nach Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2022). Neben der Absatzsteigerung waren vor allem positive Preisentwicklungen bei Rohstoffen und Energie in Verbindung mit Effekten aus den eingeleiteten Preissteigerungsmaßnahmen gegenüber den Automotive-Kunden als auch das im Vorjahr initiierte, weiter optimierte, Kostenmanagement ursächlich für diese Entwicklung. Die Entwicklungen bei der AGER "Borg" wurden im Wesentlichen durch zeitliche Verzögerungen bei der Konsolidierung und Zusammenlegung der Werke in Ellzee und Krumbach, der Berücksichtigung einer Rückstellung für Umweltschäden am Standort Krumbach und einem Restrukturierungsprogramm am Standort in Bocholt massiv negativ beeinflusst. Ertragslage Zusammenfassend stellt sich die Entwicklung bzw. Zusammensetzung der Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt dar:
In den folgenden Absätzen wird zunächst auf die Entwicklungen der AGER "alt" eingegangen. Im Bereich der Eigenproduktion erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr von EUR 49,6 Mio um EUR 13,2 Mio auf EUR 62,8 Mio. Dabei stieg das Umsatzvolumen der materialintensiven Produkte an Schwestergesellschaften aus der Schwerfolien-Fertigung von EUR 20,0 Mio um EUR 5,2 Mio auf EUR 25,2 Mio. Das Umsatzvolumen der direkt an die Kunden verkauften Erzeugnisse aus der Eigenproduktion erhöhte sich von EUR 29,6 Mio um EUR 8,0 Mio auf EUR 37,6 Mio. Im Bereich der Kundenwerkzeuge verminderte sich der Umsatz um EUR 3,1 Mio von EUR 5,0 Mio auf EUR 1,9 Mio. Im Bereich der Handelswaren konnte ein leichter Umsatzanstieg von EUR 5,0 Mio im Vorjahr um EUR 0,2 Mio auf EUR 5,2 Mio im Geschäftsjahr 2023 verzeichnet werden. Die betrieblichen Weiterbelastungen von erbrachten Serviceleistungen innerhalb der Konzernstrukturen umfassen für die AGER "alt" EUR 7,0 Mio und liegen um EUR 0,5 Mio unter dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich für das Jahr 2023 auf EUR 1,2 Mio nach EUR 0,9 Mio im Vorjahr. Hierin enthalten sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen (EUR 0,4 Mio), Schadenersatzkompensationen aufgrund eines verspäteten Serienanlaufs (EUR 0,4) und Fremdwährungsgewinne (EUR 0,2 Mio). Der Materialaufwand erhöhte sich um EUR 0,2 Mio auf EUR 31,9 Mio (i. Vj. EUR 31,7 Mio), was eine minimale Steigerung um 0,5 % darstellt. Die daraus resultierende Materialaufwandsquote 7 beträgt 40,8 % nach 46,4 % im Vorjahr, bei einer gleichzeitigen Umsatzsteigerung um 14,4 %. Hierbei haben insbesondere rückläufige Beschaffungspreise für die Rohmaterialien, vor allem bei den materialintensiven Produkten aus der Schwerfolien-Fertigung, zu deutlichen Kostenentlastungen geführt. Die Personalaufwendungen blieben im Geschäftsjahr 2023 im Vorjahresvergleich, bei höheren Umsatzerlösen, mit EUR 19,5 Mio (i. Vj. EUR 19,5 Mio) konstant, wodurch sich die Personalaufwandsquote 8 von 28,5 % im Vorjahr auf 25,0 % reduzierte. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von 270 Mitarbeitern auf 268 Mitarbeitern. Kostensteigerungen durch die tariflich vereinbarten Gehaltsanpassungen und die Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie ließen sich mittels eines weiter optimierten Personaleinsatzes kompensieren. Die erfolgten Investitionen innerhalb der unterschiedlichen Produktionsbereiche dienten im Wesentlichen Maßnahmen zur Optimierung und der Bestandserhaltung, sodass die Abschreibungen der AGER "alt" mit EUR 3,0 Mio nahezu auf dem Vorjahresniveau lagen. Die leichte Steigerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf EUR 19,0 Mio gegenüber EUR 18,5 Mio im Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus umsatzbedingten Mehraufwendungen, die durch Energiekostenreduktionen kompensiert wurden, sodass sich die Relation der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zum Umsatz von 27,2 % auf 24,3 % reduzierte. Im Detail bestehen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen aus Kostenverrechnungen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 4,9 Mio (i. Vj. EUR 4,7 Mio), Energiekosten in Höhe von EUR 4,0 Mio (i. Vj. EUR 5,8 Mio), Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 3,6 Mio (i. Vj. EUR 3,5 Mio) und übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 3,6 Mio (i. Vj. EUR 2,3 Mio). Die Aufwendungen für Zinsen sind im Geschäftsjahr 2023 maßgeblich zur Finanzierung der Übernahme der ehemaligen deutschen Borgers-Gesellschaften von EUR 0,2 Mio auf EUR 2,8 Mio gestiegen (Finanzierung des Asset Deals durch die Autoneum-Gruppe). Die Entwicklungen der AGER "Borg" im Geschäftsjahr 2023 werden im Folgenden erläutert. Im Bereich der Eigenproduktion lag der Umsatz bei EUR 197,5 Mio. Davon entfielen EUR 179,4 Mio auf direkt an die Kunden verkaufte Erzeugnisse aus der Eigenproduktion und EUR 18,1 Mio auf Halbfertig-Erzeugnisse im Bereich der Teppichware, die an Konzerngesellschaften geliefert wurden. Im Bereich der Kundenwerkzeuge zeigte der Umsatz ein Volumen von EUR 9,8 Mio, wobei EUR 5,1 Mio auf direkt an die Kunden verkaufte Werkzeuge entfielen, und EUR 4,7 Mio an die Konzerngesellschaften verrechnet wurden. Betriebliche Weiterbelastungen für die erbrachten Serviceleistungen innerhalb der Konzernstrukturen, die in die bestehenden vertraglichen Rahmenbedingungen integriert wurden, beliefen sich auf EUR 24,2 Mio; sonstige konzerninterne Weiterbelastungen für Lizenzen und Administration beliefen sich auf EUR 1,3 Mio. Im Bereich der Handelsware wurde ein Umsatzvolumen von EUR 0,3 Mio erzielt und für an die Kunden verkaufte Entwicklungsleistungen wurden EUR 1,3 Mio erreicht. Die Summe aller Positionen in Verbindung mit sonstigen Umsätzen aus Mieten, Kantine und Administration in Höhe von EUR 1,3 Mio ergeben einen Gesamtumsatz für AGER "Borg" von EUR 235,7 Mio. Der Materialaufwand betrug EUR 108,4 Mio und setzt sich aus EUR 104,3 Mio für bezogene Waren sowie Roh- und Betriebsstoffe und EUR 4,1 Mio für bezogene Leistungen mittels Lohnbearbeitung sowie Fremdmontagen zusammen. Die daraus abgeleitete Materialaufwandsquote beträgt 46,0 %. Die Aufwendungen für Personal beliefen sich auf EUR 67,0 Mio und führten zu einer Personalaufwandsquote von 28,4 %. Die Zahl der Mitarbeiter umfasste 1.543 Personen. Die Abschreibungen betrugen im relevanten Zeitraum des Geschäftsjahres, d.h. in der Folge des Asset Deals, EUR 2,2 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen EUR 83,2 Mio und setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Aufwendungen in Höhe von EUR 13,7 Mio. für ein Restrukturierungsprogramm am Standort Bocholt, EUR 12,8 Mio für Kostenverrechnungen mit verbundenen Unternehmen, EUR 9,2 Mio für Leiharbeit, EUR 8,3 Mio für Instandhaltung, EUR 7,8 Mio für Energie, EUR 6,5 Mio für potenzielle Risiken aus Umweltschäden für die Liegenschaft in Krumbach, EUR 5,8 Mio Verlust aus Erwerb der Borgers-Gruppe und EUR 5,5 Mio für Verwaltung. Insgesamt ergab sich für die ab April 2023 im Rahmen eines Asset Deals übernommene AGER "Borg" ein negativer Beitrag zum Jahresergebnis der Autoneum Germany GmbH in Höhe von EUR 25,8 Mio. Darin enthalten sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung in Höhe von EUR 29,3 Mio: Restrukturierungsprogramm an Standort Bocholt (EUR 13,7 Mio), potenzielle Umweltschäden am Standort Krumbach (EUR 6,5 Mio), Verlust aus Erwerb der Borgers-Gruppe (EUR 5,8 Mio), Beratung im Zuge der Integration (EUR 2,3 Mio), Kosten der Integration des Standorts Krumbach in den benachbarten Standort Ellzee (EUR 1,2 Mio).
7 Materialaufwand in Relation zu
Umsatzerlösen.
8 Personalaufwand in Relation zu
Umsatzerlösen.
Vermögenslage Der signifikante Anstieg der Bilanzsumme der Autoneum Germany GmbH im Vergleich zum Vorjahr, von EUR 28,1 Mio auf EUR 159,0 Mio, ist per Saldo praktisch komplett auf den Asset Deal betreffend den Erwerb der ehemaligen Borgers-Standorte in Deutschland zum 1. April 2023 zurückzuführen. Zusammenfassend stellt sich die Entwicklung bzw. Zusammensetzung der wesentlichen Positionen auf der Aktivseite wie folgt dar:
9 Siehe hierzu Kapitel "Finanzlage".
Der wesentliche Teil des Anlagevermögens (82,0 %) entfällt zum Bilanzstichtag auf die ehemaligen Borgers-Standorte. Die Investitionen in Anlagevermögen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 4,1 Mio (davon entfallen EUR 3,4 Mio auf die ehemaligen Borgers-Standorte). Diesen Investitionen stehen (planmäßige) Abschreibungen in Höhe von EUR 5,2 Mio gegenüber (davon entfallen EUR 2,2 Mio auf die ehemaligen Borgers-Standorte). Anhaltspunkte für wesentlichen außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf in Bezug auf das Anlagevermögen haben sich für das Geschäftsjahr 2023 nicht ergeben. Das Vorratsvermögen entfällt zum Bilanzstichtag im Wesentlichen (87,3 %) auf die ehemaligen Borgers-Standorte. Der Anteil der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe am Vorratsvermögen beläuft sich dabei auf 36,7 % (im Vorjahr 29,7 %), der Anteil der unfertigen Erzeugnisse auf 29,7 % (im Vorjahr 11,8 %) und der Anteil der fertigen Erzeugnisse und Waren auf 25,4 % (im Vorjahr 58,5 %). Die Verschiebungen in der Zusammensetzung der Vorräte resultiert aus einem veränderten Produktportfolio mit einer höheren Fertigungstiefe und aus einer gesonderten Bevorratungssituation aufgrund der Konsolidierung und Zusammenlegung der Standorte in Ellzee mit Schließung des Standortes in Krumbach. Auch in Bezug auf die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände entfällt der wesentliche Teil (77,6 %) auf die ehemaligen Borgers-Standorte. Der Anteil der Forderungen gegen verbundene Unternehmen an den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen beläuft sich auf 31,4 % nach 25,0 % im Vorjahr. Die Forderungen im Verbund betreffen, wie im Vorjahr, den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Entwicklung zeigt insofern die weiter steigende Bedeutung der Autoneum Germany GmbH im Autoneum-Verbund. Die Entwicklung bzw. Zusammensetzung der wesentlichen Positionen auf der Passivseite stellt sich zusammenfassend wie folgt dar:
10 Siehe hierzu Kapitel "Finanzlage".
Der überwiegende Teil der Rückstellungen (94,0 %) entfällt zum Bilanzstichtag auf die ehemaligen Borgers-Standorte. Wesentliche Einzelsachverhalte betreffen dabei mit EUR 13,7 Mio ein Restrukturierungsprogramm am ehemaligen Borgers-Standort Bocholt und mit EUR 6,5 Mio die Vorsorge für Risiken aus potenziellen Umweltschäden am ehemaligen Borgers-Standort Krumbach. Im Geschäftsjahr 2024 erfolgte der Verkauf des Produktionsgeländes der Liegenschaft in Krumbach. In dem Zusammenhang konnte die für potenzielle Umweltschäden gebildete Rückstellung aufgelöst werden. Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 9,6 Mio (davon entfallen EUR 9,2 Mio auf die ehemaligen Borgers-Standorte) nach EUR 1,4 Mio im Vorjahr. Die Rückstellungen für personalbezogene Sachverhalte (ohne Restrukturierung) belaufen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 5,5 Mio (davon entfallen EUR 4,6 Mio auf die ehemaligen Borgers-Standorte) nach EUR 1,2 Mio im Vorjahr. Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt weiterhin ausschließlich über die Gesellschafterin, die Autoneum Holding AG, Winterthur, Schweiz. Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten aus Darlehen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von EUR 80,1 Mio (nach EUR 5,5 Mio zum Bilanzstichtag des Vorjahres). Der deutliche Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert zum einen aus einem im Geschäftsjahr 2023 ausgereichten Darlehen für Zwecke der Finanzierung des Asset Deals betreffend die ehemaligen Borgers-Gesellschaften in Deutschland (EUR 55,6 Mio) und zum anderen einer Darlehenszusage in Höhe von EUR 50,0 Mio zur Sicherstellung jederzeit verfügbarer Liquidität für die übernommenen ehemaligen Borgers-Standorte in Deutschland, die zum Bilanzstichtag im Umfang von EUR 19,0 Mio in Anspruch genommen wurde. Mit Gesellschafterbeschluss vom 17. August 2023 wurden EUR 21,0 Mio von der Gesellschafterin in die Kapitalrücklage eingebracht, um die notwendige Ausstattung der Gesellschaft mit Eigenkapital sicherzustellen. Die Kapitalrücklage erhöhte sich entsprechend von EUR 54,8 Mio auf EUR 75,8 Mio zum 31. Dezember 2023. Gegenläufig, in Bezug auf die Entwicklung des Eigenkapitals, wirkte insbesondere der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 22,7 Mio (nach einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 3,5 Mio im Vorjahr). Das Eigenkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag auf EUR 5,1 Mio nach EUR 6,8 Mio zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich, entsprechend der deutlich gestiegenen Bilanzsumme, signifikant von 24,3 % auf 3,2 %. Des Weiteren ist die Autoneum Germany GmbH für Zwecke der laufenden Finanzierung in das Cash-Pooling des Autoneum-Konzerns (Autoneum Holding AG, Winterthur, Schweiz) und die zentral gesteuerte Liquiditätsversorgung des Konzerns eingebunden. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Autoneum Holding AG geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Liquidität der Gesellschaft über die Cash-Pooling-Vereinbarung und die Einbindung in die Darlehensverträge im Prognosezeitraum sichergestellt ist. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen, wie in den Vorjahren, nicht. Der Bestand an liquiden Mitteln ("Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten") erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich von EUR 0,1 Mio auf EUR 16,1 Mio. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die oben erwähnte Liquiditätsausstattung der ehemaligen Borgers-Standorte im Rahmen einer Finanzierung durch die Gesellschafterin. Die außerbilanziellen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie dem Bestellobligo und belaufen sich insgesamt auf TEUR 7.975 (i. Vj. TEUR 1.631). Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 war die Autoneum Germany GmbH jederzeit in der Lage, ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Gesamtaussage Das Geschäftsjahr 2023 war maßgeblich durch die Integration der ehemaligen deutschen Borgers-Gesellschaften in die Autoneum Germany GmbH in Folge des Asset Deals zum 1. April 2023 geprägt. Unter Berücksichtigung der Ertragsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 bzw. der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sind die mit der Transaktion verbundenen Erwartungen noch nicht eingetreten. Die Geschäftsführung ist insofern mit dem Geschäftsverlauf 2023 und der Lage zum Bilanzstichtag nur bedingt zufrieden. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risikomanagementsystem Die Autoneum Germany GmbH ist in das Risikomanagement der Muttergesellschaft Autoneum Holding AG einbezogen und in diesem Zusammenhang werden in einem monatlichen Reporting- und Kennzahlensystem stetig die aktuellen Entwicklungen innerhalb vorgegebener Konzernrichtlinien berichtet. Ferner wird im Rahmen des jährlichen Budgetierungsprozesses eine Ein- bzw. Mehrjahresplanung erstellt, die in regelmäßigen Abständen überprüft und ggf. aktualisiert wird. Wesentliche Chancen und Risiken sowie Prognosebericht Die folgenden Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen über den zukünftigen Geschäftsverlauf und der daran orientierten Planung der Autoneum Germany GmbH für das Geschäftsjahr 2024. Die Wachstumsprognosen zur Entwicklung der Weltwirtschaft spiegeln eine Steigerung der weltwirtschaftlichen Produktion von 2,5 % wider, da sich die Erholung der Weltwirtschaft von den multiplen Krisen als erstaunlich widerstandsfähig erwiesen hat. Im Euroraum belebte sich die Konjunktur im ersten Quartal merklich, insgesamt wird jedoch lediglich eine Steigerung um etwa 1 % erwartet. 11 Ein anhaltender Rückgang der Inflation, Zuwächse bei den Realeinkommen, die Lockerung der Geldpolitik und eine erwartete höhere Dynamik der Export- und Investitionsnachfrage werden eine weitere positive Entwicklung vor allem zum Jahresende entfalten. Für die deutsche Wirtschaft wird auch 2024 mit einer Rezession gerechnet. Die Bundesregierung hat die Konjunkturprognose kürzlich deutlich nach unten korrigiert: Sie geht nun von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,2 % in diesem Jahr aus. Damit steckt die deutsche Wirtschaft in der Konjunkturkrise fest; es wäre das zweite Rezessionsjahr in Deutschland. 12 Auf Ebene der Unternehmen zeigt sich eine angespannte Stimmung, da strukturelle Probleme wie Fachkräftemangel, unsichere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, eine Zunahme geopolitischer Konflikte, ein weiterhin hohes Preisniveau für Energie und hohe Arbeitskosten dazu führen, dass der Index zur Bewertung der Geschäftsrisken durch die Unternehmen weiterhin steigt. 13 Daher bleibt es die vordringliche Aufgabe der Unternehmen, wirksame Mechanismen zu entwickeln, mit denen möglichst flexibel auf aktuelle Marktentwicklungen und kurzfristige Änderungen reagiert werden kann.
11 IFO Konjunkturprognose Sommer 2024
Im Folgenden werden zunächst die aus Sicht der Gesellschaft sich abzeichnenden wesentlichen Chancen dargestellt.
Die im Rahmen des Risikomanagementsystems identifizierten und bewerteten Risiken für die Autoneum Germany GmbH werden nachstehend erläutert. Die Darstellung der Risiken erfolgt dabei unter Berücksichtigung von Risikobegrenzungsmaßnahmen (Netto-Darstellung). Bestandsgefährdende Risiken zeichnen sich aus Sicht der Geschäftsführung für den Prognosezeitraum nicht ab.
Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt unverändert ausschließlich über die Gesellschafterin, die Autoneum Holding AG, Winterthur, Schweiz. Die Autoneum Germany GmbH finanziert sich zum einen aus einem aktualisierten Kreditvertrag vom 22. Dezember 2022 in Höhe von EUR 5,5 Mio, einer Vereinbarung vom 26. August 2023 über EUR 55,6 Mio zur Finanzierung des Asset Deals zur Übernahme der deutschen Standorte der Borgers-Gruppe und einer speziell für die übernommenen Borgers-Standorte aufgesetzten Finanzierung (aktualisiert am 26. September 2023) über EUR 50,0 Mio, die zum Bilanzstichtag im Umfang von EUR 19,0 Mio in Anspruch genommen war. Zum anderen ist die Gesellschaft für Zwecke der laufenden Finanzierung weiterhin in das Cash-Pooling des Autoneum Holding AG-Konzerns und die zentral gesteuerte Liquiditätsversorgung der Gruppe eingebunden. Mit Gesellschafterbeschluss vom 17. August 2023 wurden ferner EUR 21,0 Mio von der Gesellschafterin in die Kapitalrücklage eingebracht, um die notwendige Ausstattung der Gesellschaft mit Eigenkapital sicherzustellen. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend, es sind im Prognosezeitraum keine Engpässe zu erwarten. Die kontinuierliche Abstimmung mit der Muttergesellschaft und eine regelmäßige rollierende Liquiditätsplanung gewährleisten im Rahmen des Finanz- und Risikomanagements der Autoneum Germany GmbH die Absicherung gegen finanzielle Risiken. Die Autoneum Holding AG hat sich verpflichtet, die bestehende Darlehensfinanzierung und die Einbindung in das Cash-Pooling bis mindestens 30. September 2026 aufrechtzuerhalten. Die Autoneum Germany GmbH ist von zentraler Bedeutung für die Business Group Europe der Autoneum Holding AG-Gruppe. Nach Übernahme der ehemaligen Borgers-Standorte in Deutschland zum 1. April 2023 hat sich die Gesellschaft deutlich vergrößert und stellt damit einen wesentlichen Teil der Autoneum Holding AG-Gruppe dar. Vor diesem Hintergrund hat die Geschäftsführung der Gesellschaft keine Zweifel an der auch künftigen Aufrechterhaltung der Finanzierung. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsführung mit einer leichten Steigerung der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr. Unter Berücksichtigung der voranschreitenden Konsolidierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen für die übernommenen Borgers-Standorte in Deutschland wird für das Geschäftsjahr 2024 ein leicht positives Jahresergebnis erwartet. Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Informationen, die auf die Zukunft ausgerichtet sind, und auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen beruhen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der Autoneum Germany GmbH liegen, beeinflussen den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft. Aufgrund dieser Unsicherheiten können die tatsächlichen Ergebnisse des Geschäftsjahres 2024 der Autoneum Germany GmbH von der Planung deutlich abweichen. Erklärung zur Unternehmensführung (ungeprüft) Mit dem "Zweiten Führungspositionengesetz" wurden die betroffenen Unternehmen verpflichtet, Zielgrößen zur Erreichung eines Frauenanteils in den beiden Führungsebenen unter der Geschäftsführung festzulegen. Aufgrund der flachen Hierarchieebenen liegen bei der Autoneum Germany GmbH zwei Führungsebenen unter der Geschäftsführung vor. Zum 31. Dezember 2023 liegen die Frauenanteile in der Geschäftsführung sowie in den beiden Führungsebenen unter der Geschäftsführung bei 0 %. Als Zielgröße für den Zeitraum 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2027 wurde für jede dieser drei Ebenen eine Zielgröße von Null festgelegt. Grund für die Festsetzung einer Zielgröße von Null ist, dass bei der Neubesetzung von Führungspositionen als oberste Maxime die Qualifikation der Bewerber, wie die Führungs- und Managementfähigkeiten, die Fachkompetenz in den jeweiligen Geschäfts- und Verantwortungsbereichen, sowie die gewonnene berufliche Erfahrung, gilt.
Roßdorf-Gundernhausen, den 24. Oktober 2024 Autoneum Germany GmbH Bodo Schmid Markus Reichmann Cem Mercan Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Autoneum Germany GmbH, Roßdorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Autoneum Germany GmbH, Roßdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autoneum Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung (ungeprüft)" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ulm, den 24. Oktober 2024 KPMG
AG
Dr. Faul, Wirtschaftsprüfer Söll, Wirtschaftsprüferin |
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