Interprecise Donath GmbH

Ostring 2, 90587 Obermichelbach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 1954
Eingetragen
23.7.1980
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Präzisionsteilen aller Art insbesondere von Wälzlagern und Wälzlagerkomponenten sowie alle damit im Zusammenhang stehenden und förderlichen Geschäfte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marion Süß
seit 31.10.2002
Prokura
Yvonne Witte
seit 31.10.2002
Prokura
Christian Witte
seit 31.10.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
49.46%
31.54%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
28.500 €
95.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Interprecise Donath GmbH

Obermichelbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

I. Grundlage des Unternehmens

1. Firmenstruktur und Geschäftstätigkeit

Interprecise Donath GmbH ist nach §267 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft mit Sitz in Obermichelbach.

Geschäftsfelder sind die Herstellung von Wälzlager und wälzlagerbasierten Baugruppen, insbesondere Zylinderrollenlager, Axial-Zylinderrollenlager, Stützrollen, Kurvenrollen, Axial-Radiallager, Pendelrollenlager, Kegelrollenlager, Rillenkugellager, Umlenkrollen, Spannrollen, Führungsrollen, Verlegerollen und Druckwalzen. Die Produkte werden unter dem Markennamen "IDC" und "IDC Germany" vertrieben.

Am Standort Obermichelbach sind Entwicklung, Fertigung, Vertrieb und Verwaltung vereint.

Wichtigster Absatzmarkt ist Deutschland gefolgt von den Staaten der EU und Drittländern.

Kunden sind vorwiegend Direktkunden aus dem Bereich Maschinen- und Anlagebau, sowie unsere eigene Vertriebsgesellschaft IDC Germany GmbH. Diese übernimmt die Belieferung des allgemeinen Wälzlagerhandels.

Interprecise Donath GmbH sieht sich als Nischenanbieter. Der Fokus wird auf Sonderlagerungen gelegt, welche aufgrund von Nachfragemenge und/oder Komplexität nicht von den marktbeherrschenden Unternehmen angeboten werden.

2. Unternehmensziele und Strategie

Die Bevorratung der als Standard definierten Produktreihen wird weiter forciert, um der Erwartungshaltung des Marktes nach immer kürzeren Lieferzeiten zu entsprechen. Durch gezielte Bevorratung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie unfertigen und fertigen Erzeugnissen soll auch kurzfristig auf spezielle Kundenwünsche reagiert werden können.

Durch permanente umfassende Verbesserungsmaßnahmen soll die Liefertreue weiter gesteigert werden. Damit unsere Produkte weiterhin auf höchsten Qualitätslevel gefertigt werden können, wird auch weiterhin in neue Mess- und Fertigungstechnologie investiert.

Besonderer Focus liegt auf den Ausbau des mittelständischen Kundenstamms. Dieser soll sowohl direkt als auch in enger Zusammenarbeit mit dem qualifizierten Wälzlagerfachhandel erfolgen.

Die Neugewinnung von qualifizierten Mitarbeitern für das Unternehmen, sowie die Weiterqualifizierung aller Mitarbeiter im Unternehmen durch diverse Schulungsmaßnahmen.

Kontinuierliche Modernisierung und Erweiterung unser Fertigungsanlagen, um weiterhin ein organisches Wachstum gewährleisten zu können.

3. Forschung und Entwicklung

Die Aktivitäten für Entwicklung konzentrieren sich auf die Erweiterung und Verbesserung bestehender Sortimente sowie Anpassung an neue Kundenbedürfnisse. Hierfür wird kontinuierlich in neue Produktionsmittel und effizientere Produktionsverfahren investiert.

Für spezielle Forschungsprojekte gibt es Kooperationen mit der Industrie, Instituten und Universitäten.

II. Wirtschaftsbericht

4. Überblick über den Geschäftsverlauf

Die Weltwirtschaft wurde 2022 vom Krieg in der Ukraine überschattet. Die Folge: signifikant gestiegene Energiekosten, hohe Inflationsraten, deutliche Preissteigerungen für Rohstoffe, Transport, Logistik und wieder zunehmende Lieferengpässe. Die geopolitischen Unsicherheiten und die strikte Null-Covid-Politik Chinas beeinträchtigten die weltweite Konjunktur im Laufe des Jahres zudem erheblich. Nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel wuchs die Weltwirtschaft nur noch um +3,2 % (Vorjahr: +6,1 %).

Trotz eher schwierigen Rahmenbedingungen erhöhten sich unsere Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 15,4 % und wir konnten unser Jahresergebnis um über 480 T€ steigern, dadurch konnten wir unsere Ziele beim Umsatz und Jahresergebnis noch übertreffen.

Erwartungsgemäß reduzierte sich der Auftragseingang gegenüber 2021 um 17,8 %, blieb aber weiterhin auf einem erfreulichen hohen Niveau.

5. Ertragslage

Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das Rohergebnis zum Stichtag 31.12 um 16,7 %.

Der Personalbestand lag mit 96 Mitarbeitern im Jahresdurchschnitt über Vorjahresniveau. Die Personalkosten erhöhten sich durch den Personalaufbau und Lohnerhöhungen um 16 % gegenüber dem Vorjahr.

Das Betriebsergebnis lag um 52,2 % über Vorjahresniveau. Die Eigenkapitalrendite lag bei 14,9 %.

Der EBIT erhöhte sich um 665 TEUR auf 2.112 TEUR.

6. Finanzlage

Die Liquidität war im Geschäftsjahr immer ausreichend vorhanden, darüber hinaus bestanden zusätzliche Liquiditätsreserven, so dass unsere Gesellschaft zu jeder Zeit den Zahlungsverpflichtungen in voller Höhe nachkommen konnte.

Ausfälle von Forderungen waren nur in sehr geringem Umfang zu verzeichnen. Aufgrund unseres aktiven Mahnwesens reduzierten sich die Forderungen, trotz deutlicher Steigerung der Umsatzerlöse. Die durchschnittliche Zielgewährung an Kunden betrug 30 Tage.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung diverse quantitative und qualitative Kennzahlen heran. Es erfolgt ein laufender Abgleich mit unseren Planungen und Budgets.

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2022 betragen im Bereich immateriellen Vermögensgegenstände 23 TEUR, bei den technischen Anlagen und Maschinen 570 TEUR sowie bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung 153 TEUR. Die Abschreibungen betrugen 800 TEUR. Bei unserer Beteiligung in China haben wir 2.000 T€ in eine Kapitalrücklage eingezahlt.

7. Vermögenslage

Die kontinuierlich positiven Erträge sind die Grundlage für die stabile und solide Vermögenslage. Die Erhöhung des Eigenkapitals wurde fortgeführt und liegt deutlich über den Branchendurchschnitt. Die Eigenkapitalquote lag bei 60,5 %.

Die Bestände an Fertigerzeugnisse und Waren zum Bilanzstichtag erhöhten sich um 11,4 % aufgrund anhaltender Auftragseingänge und stark gestiegener Fertigungskosten.

Die Gesamtverbindlichkeiten reduzierten sich um 5,8 % zum Vorjahr, während die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 8,5 % erhöhten. Das Eigenkapital konnte gegenüber dem Vorjahr um 36,9 % erhöht werden.

8. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt sehen wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 als positiv an.

III. Prognosebericht

Beginnend mit dem zweiten Quartal 2023 stellen wir einen deutlich reduzierten Auftragseingang fest.

Aufgrund des stark gestiegenen Zinsniveau, der anhaltenden weltweiten Krisen sowie der hohen Inflation ist eine deutliche Zurückhaltung bei Neuinvestitionen zu verspüren. In Kombination mit Abbau von Lagerbeständen bei unseren Kunden, rechnen wir für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 mit rückläufigen Umsatzerlösen. Trotz rückläufiger Umsatzerlöse erwarten wir für beide Geschäftsjahre weiterhin ein positives Jahresergebnis.

IV. Chancen- und Risikobericht

9. Risikobericht

Sollte sich zukünftig die Konjunktur durch die diversen weltweiten Krisen weiter abschwächen, ist zu erwarten, dass die wirtschaftliche Situation unserer Kunden hiervon zunehmend negativ beeinflusst wird. Durch die gleichzeitig eingetretene Stabilisierung der Lieferketten wird es dann vermehrt zu Preiskämpfen mit unseren Marktbegleitern kommen. Dies könnte die Umsatz- und Ertragssituation unseres Unternehmens negativ beeinflussen.

Der immer stärker spürbar werdende Mangel an Fachkräften am Arbeitsmarkt wird kurz- und mittelfristig zu stark steigenden Lohnkosten führen. Es besteht zusätzlich das Risiko, das Wachstumsziele aufgrund Fachkräftemangel in Deutschland nicht realisiert werden können.

Kaufende Kunden werden kreditversichert, somit ist mit keinem wesentlichen Forderungsausfall zu rechnen. Die Abhängigkeit von einzelnen Kunden konnte weiterhin durch konsequente Neukundengewinnung reduziert werden.

Eine Betriebshaftpflicht- und Produkthaftpflichtversicherung liegt vor. Währungsrisiken können weitestgehend ausgeschlossen werden, da hauptsächlich in Euro fakturiert und eingekauft wird.

Zinsrisiken wurden dahingehend minimiert, das bestehende Darlehen einer festen Zinsbindung unterliegen.

Die Währungsrisiken sind unbedeutend, da derzeit im Liefer- und Leistungsbereich weder Forderungen noch Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen. Sofern sich die wirtschaftliche Währungssituation in 2023 und 2024 nicht verändert ist hier mit keinem Risiko zu rechnen.

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Ertragssituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Kurzfristige Liquiditätsbedarfe können mit den bestehenden Kreditlinien bei unseren Hausbanken abgedeckt werden. Zusätzliche Liquiditätsbedarfe könnten aufgrund längerer Zahlungsziele bei Kunden entstehen.

Redundante Systeme sichern unsere IT sowohl für Datenverlusten, technischen Ausfällen als auch vor unerlaubten Zugriffen von außen. Die Systeme unterliegen einer fortlaufenden Überwachung.

10. Chancenbericht

Wir gelten als zuverlässiger Partner unserer Kunden. Durch die Nähe zu unseren Kunden bieten sich große Chancen für ein zusätzliches Wachstum und Diversifizierung in der Zusammenarbeit bei neuen Produktlösungen. Dem Wettbewerb am Markt begegnen wir durch Erfahrung, Einsatz sowie einem hohen Anspruch an die Qualität unserer Produkte. Als zukunftsorientiertes und nachhaltig agierendes Familienunternehmen sind wir entlang der Wertschöpfungskette sehr gut aufgestellt. Die für Mitte 2023 geplante Inbetriebnahme unserer neu gebauten Produktions- und Vertriebsstätte in Changzhou, China wird uns kurz- und mittelfristig helfen neue Marktanteile weltweit zu gewinnen.

11. Gesamtaussage

Aufgrund der aktuell weltweiten Krisen und des volatilen Marktumfelds gehen wir von einem tendenziell rückläufigen Geschäftsjahr 2023 und 2024 aus.

Risiken für den Fortbestand unseres Unternehmens sind aus heutiger Sicht aber nicht zu erkennen.

 

Obermichelbach im März 2024

Christian Witte, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 6.692.692,00 4.747.923,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 816,00 1.373,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 816,00 1.373,00
II. Sachanlagen 3.078.876,00 3.134.050,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.143,00 10.363,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.141.070,00 2.187.353,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 930.663,00 936.334,00
III. Finanzanlagen 3.613.000,00 1.612.500,00
1. Beteiligungen 3.613.000,00 1.612.500,00
B. Umlaufvermögen 14.553.679,01 13.469.315,66
I. Vorräte 11.325.828,67 10.144.608,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.105.597,70 3.186.726,71
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 577.143,71 560.333,70
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.151.675,00 2.000.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 151.675,00 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 376.778,99 626.393,01
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 579.743,71 560.233,70
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 122.252,64 137.980,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 38.578,28 34.142,22
Bilanzsumme, Summe Aktiva 21.284.949,29 18.251.380,88

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 12.881.746,39 9.408.082,49
I. gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 3.570.583,74 1.498.500,00
III. Gewinnvortrag 7.879.582,49 6.958.886,35
IV. Jahresüberschuss 1.401.580,16 920.696,14
B. Rückstellungen 528.694,72 512.168,87
C. Verbindlichkeiten 7.873.715,18 8.331.129,52
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.506.782,38 5.996.309,73
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.842.754,98 2.074.341,17
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.664.027,40 3.921.968,56
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 254.529,28 163.623,90
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 254.529,28 163.623,90
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.112.403,52 2.171.195,89
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.112.403,52 2.171.195,89
D. Passive latente Steuern 793,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 21.284.949,29 18.251.380,88

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 11.379.959,63 9.473.454,88
2. Personalaufwand 5.955.367,24 5.169.367,31
a) Löhne und Gehälter 4.948.283,51 4.315.730,22
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.007.083,73 853.637,09
davon für Altersversorgung 40.129,95 49.081,45
3. Abschreibungen 800.389,57 762.737,69
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 800.389,57 762.737,69
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.599.194,71 2.178.282,97
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 591,57 264,98
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 91.485,01 88.561,91
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 176.727,36 173.598,12
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 533.890,90 352.743,26
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 793,00 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 1.405.874,86 925.287,44
9. sonstige Steuern 4.294,70 4.591,30
Jahresüberschuss 1.401.580,16 920.696,14

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die interprecise Donath GmbH hat ihren Sitz in Obermichelbach und ist in das Handelsregister des Amtsgericht Fürth unter HRB 1954 eingetragen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages beachtet.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 II HGB. Sie nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Erleichterungen gem. §§ 274a, 276 und 288 HGB teilweise in Anspruch.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und soweit sie der Abnutzung unterlagen, vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- und Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko, die Kosten des Forderungseinzuges und der Zinsverlust durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % ausreichend berücksichtigt.

Der Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten und die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennbetrag angesetzt. Bei den Bankguthaben wurden zwei Bankkonten in Höhe von EUR 25.162,56 an Eurofactor abgetreten.

Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten mit den Devisenkassamittelkursen und die zu Ihrer Kurssicherung abgeschlossenen Währungsderivate mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden je Währung miteinander verrechnet. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet; Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "projected unit credit method" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,87% bei der Bewertung zugrunde gelegt. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung beträgt EUR 202.516,00. Erwartete Gehalts- und Rentenanpassungen sind mit 0,00% p. a. eingerechnet. Die zu erwartenden Steigerungen für laufende Leistungen sind mit 0,0% p.a. berücksichtigt. Neben den Verpflichtungen aus laufenden Pensionen und den am Bilanzstichtag bestehenden Anwartschaften sind auch Verpflichtungen für Deputate und Altersübergangsgeld im Ansatz berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen der zehnjährigen und der siebenjährigen Abzinsung aus dem Vorjahr beträgt EUR 2.597,00 und unterliegt gem. § 253 VI S. 2 HGB einer Ausschüttungssperre wegen geänderter Bewertungsvorschriften.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerung berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die bis zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Forderungen haben sämtlich, bis auf eine Kaution von € 3.000,00, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen entfallen auf:

Rückstellung für Urlaubsansprüche € 62.500,00
Rückstellung Tantiemen € 46.324,01
Rückstellung für Abschluss- und Prüfungskosten € 37.000,00
€ 145.824,01

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten entfallen auf:

davon Restlaufzeit
Gesamtbetrag
EUR
bis 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.506.782,38 2.342.754,98 1.743.803,82 2.420.223,58
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 613.849,23 613.849,23 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 254.529,28 0,00 254.529,28 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 498.554,29 498.554,29 0,00
- davon aus Steuern (393.437,56)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (0,00)
7.873.715,18 3.455.158,50 1.998.333,10 2.420.223,58

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Zinserträgen entfallen € 16.810,01 auf Zinserträge verbundene Unternehmen.

E. Sonstige Erläuterungen

Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3 HGB

Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen die nicht in der Bilanz erscheinen beträgt aus Leasingverträgen für Maschinen und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung insgesamt € 171.885,51 Darüber hinaus beträgt der jährliche Aufwand aus zeitlich nicht begrenzten Pachtverträgen insgesamt € 260.610,98.

Beteiligungen

Die Gesellschaft ist mit 50% an der IDC Germany GmbH beteiligt, das Stammkapital beträgt EUR 85.000,--, das Ergebnis des Vorjahres EUR 535.474,11. In 2021 wurde eine Beteiligung an der neu gegründeten Changzhou IDC Bearing Man. in Höhe von 51% angeschafft, Abschlüsse aus China lagen noch nicht vor.

Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

Geschäftsführer

Familienname Vorname Funktion Vertretungsbefugnis
Witte Christian Geschäftsführer Einzelvertretung

Prokura

Familienname Vorname Funktion
Witte Yvonne Einzelprokura
Süß Marion Einzelprokura

Arbeitnehmer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt (ohne Organmitglieder):

2022
Anzahl
2021
Anzahl
Mitarbeiter 88 79
Aushilfen 8 8
Insgesamt 96 87

Sonstiges

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs i. S. d. §285 Nr. 33 HGB aufgetreten.

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Ergebnisverwendungsvorschlag aufgestellt und der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Das Anlagevermögen entwickelte sich wie folgt:

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 288.542,53 22.940,40 0,00 311.482,93
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 288.542,53 22.940,40 0,00 311.482,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. d. Bauten auf fremden Grundstücken 47.446,04 0,00 0,00 47.446,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.530.227,04 570.407,96 25.090,65 6.075.544,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.454.900,91 153.356,21 0,00 2.608.257,12
Summe Sachanlagen 8.032.573,99 723.764,17 25.090,65 8.731.247,51
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.612.500,00 2.000.500,00 0,00 3.613.000,00
Summe Finanzanlagen 1.612.500,00 2.000.500,00 0,00 3.613.000,00
Summe Anlagevermögen 9.933.616,52 2.747.204,57 25.090,65 12.655.730,44
Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 287.169,53 23.497,40 0,00 310.666,93
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 287.169,53 23.497,40 0,00 310.666,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. d. Bauten auf fremden Grundstücken 37.083,04 3.220,00 0,00 40.303,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.342.874,04 614.644,96 23.044,65 3.934.474,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.518.566,91 159.027,21 0,00 1.677.594,12
Summe Sachanlagen 4.898.523,99 776.892,17 23.044,65 5.652.371,51
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 5.185.693,52 800.389,57 23.044,65 5.963.038,44
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.373,00 816,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.373,00 816,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. d. Bauten auf fremden Grundstücken 10.363,00 7.143,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.187.353,00 2.141.070,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 936.334,00 930.663,00
Summe Sachanlagen 3.134.050,00 3.078.876,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.612.500,00 3.613.000,00
Summe Finanzanlagen 1.612.500,00 3.613.000,00
Summe Anlagevermögen 4.747.923,00 6.692.692,00

F. Unterzeichnung Jahresabschluss

 

Obermichelbach, den 24.10.2023

Interprecise Donath GmbH

Geschäftsführer

Gez. Christian Witte

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Für den vollständigen Jahresabschluss habe ich folgende Bestätigungsvermerke erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die interprecise Donath GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der interprecise Donath GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der interprecise Donath GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

[genaue Bezeichnung z.B: "Die gesetzlichen Vertreter" oder "Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat"] sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen lediglich die allgemeinen Ausführungen zur wirtschaftlichen und politischen Weltlage.

Meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend gebe ich weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit meiner Prüfung habe ich die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder zu meinen bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Nürnberg, 28.05.2024

Gesiegelt Stefan Rademacher, vereidigter Buchprüfer

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