Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 753866
Eingetragen
31.8.2015
Branche
Gas-, Wasser-, Heizungs- sowie Lüftungs- und KlimainstallationGroßhandel mit Installationsbedarf für Gas, Wasser und HeizungTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Installationsbedarf für Gas, Wasser, Heizung und Klimatechnik
Gegenstand
Vertrieb und Installation von Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Feuerlöschanlagen sowie die Bauflaschnerei einschließlich des Handels mit Zubehör und Ausstattungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Staudacher
seit 29.11.2024
Prokura
Stephan Müller
seit 29.11.2024
Prokura
Patrick Bezner
seit 13.7.2022
Geschäftsführer
Dirk Duldhardt
seit 16.2.2017
Prokura
Ilona Kolb
seit 16.2.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

2.10% identifiziert97.91% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
M****** F******* v** D******+3
1.20%
0.90%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Buittech Süd GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hertner GmbH

Heilbronn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Hertner GmbH mit Sitz in Heilbronn ist im Vertrieb und der Installation von gebäudetechnischen Anlagen tätig. Das Geschäftsgebiet umfasst die gesamte Bundesrepublik Deutschland. Das Unternehmen betreibt keine eigenen Forschungs- oder Entwicklungsaktivitäten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Während die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahr 2020 um 2,9% stieg, soll laut Konjunkturprognose des ifo-Instituts vom 14.12.2021 die deutsche Wirtschaft im Jahresdurchschnitt 2021 um 3,7% wachsen.

Tatsächlich zeichneten sich im abgelaufenen Jahr einige Schwierigkeiten für deutsche Unternehmen wie z.B. Verzögerungen in den Lieferketten, geringere Verfügbarkeit und gestiegene Preise für Material sowie der gegen Jahresende einsetzende Anstieg der Inflation ab. Besonders ab dem zweiten Quartal 2021 sahen sich die Baufirmen mit teils extremen Lieferengpässen bei etlichen Baumaterialien konfrontiert. Außerdem verteuerten sich die Vorprodukte aus Holz, Stahl, Kunststoff oder Kupfer derart, dass bereits im April die Kostensteigerungen an die Auftraggeber neuer Vorhaben weitergeben werden mussten. Die Baubranche blieb unter diesen Bedingungen im Vergleich zu anderen Branchen jedoch stabil und konnte weiterhin gute Ergebnisse erzielen. So ließ im Vorjahr die Beurteilung der Geschäftslage durch die Unternehmen vor allem im Hochbau eine wachsende Skepsis erkennen, während sich die allgemeinen Geschäftslageindikatoren in 2021 teilweise weiter stabilisierten.

Der Auftragsbestand bei den Gas-, Wasser- und Heizungsinstallateuren blieb in 2021 auf hohem Niveau.

(Quelle: ifo Branchen Dialog 2021)

2.2 Geschäftsverlauf

Die Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr von 56,7 Mio EUR um ca. 10,6 Mio EUR (+ 18,7%) auf 67,4 Mio EUR gestiegen. Das Rohergebnis (ohne sonstige betriebliche Erträge) beträgt 24,0 Mio EUR und hat sich damit etwas verbessert (+ 0,3 Mio EUR). Das Ergebnis vor Steuern hat sich von ca. 9,5 Mio EUR in 2020 leicht verschlechtert und beträgt in 2021 ca. 9,0 Mio EUR (- 0,5 Mio EUR). Aufgrund des erstmal im Geschäftsjahr 2021 wirksamen Ergebnisabführungsvertrags sind jahresüberschussbasierte Kennzahlen nicht mehr vergleichbar.

Die Anzahl der im Jahr 2021 durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter ist im Berichtsjahr um 3 auf 135 leicht gesunken. (Vorjahr: +12). Um auch zukünftig über qualifiziertes Personal verfügen zu können, bildet die Hertner GmbH in verschiedenen Berufsbildern aus. Im Jahr 2021 hat die Hertner GmbH durchschnittlich 21 Auszubildende beschäftigt. Damit wurden 2 Auszubildende mehr beschäftigt als noch im Vorjahr. Die Fluktuation im Unternehmen ist weiterhin unterdurchschnittlich. Dem Unternehmen gelingt es durch verschiedene teambildende Maßnahmen seine Mitarbeiter zu halten.

2.3 Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage der Gesellschaft

2.3.1 Ertragslage

Das Umsatzziel für 2021 i.H.v. 60 Mio EUR konnte erreicht werden. Die Gesamtleistung erreichte eine Höhe von 67,4 Mio EUR und lag damit rund 3,7 % über der geplanten Leistung von 65 Mio. Trotz Planungsunsicherheiten - auch in Folge der Corona-Krise auf die bereits im Vorjahr hingewiesen wurde - konnte das Unternehmen somit weiter wachsen, und dies trotz der hohen personellen Ressourcen, welche eine umfassende Software-Umstellung über das Wirtschaftsjahr hinweg band.

Das Betriebsergebnis vor Steuern in Höhe von ca. 9,0 Mio EUR konnte trotz der höheren Leistung nicht gesteigert werden, was insbesondere an dem stark gestiegenen Materialaufwand liegt (+ 10,7 Mio EUR / + 33%). Die Personalaufwendungen sind dem gegenüber weitestgehend konstant geblieben mit 10,5 Mio EUR gegenüber 10,4 Mio EUR im Vorjahr (+0,1 Mio EUR / + 1%).

Die gesamte Material- und Personalkostenquote hat sich mit ca. 79,1 % der Gesamtleistung im Vorjahresvergleich deutlich verschlechtert (Vj: 76,2 %). Insgesamt betrachtet, agiert das Unternehmen nunmehr im Branchendurchschnitt (ca. 79 %).

Da das Unternehmen ausschließlich in Euro einkauft und fakturiert, ist es von Wechselkursschwankungen nicht direkt betroffen.

2.3.2 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zum Jahresende 2021 beträgt das Eigenkapital rund 9,8 Mio EUR. Damit beträgt die Eigenkapitalquote ca. 29 % (Vorjahr ca. 35 %). Aufgrund der Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft blieb das Eigenkapital absolut unverändert. Die Eigenkapitalrentabilität (vor Steuern) beträgt über 92%.

Insgesamt wurden in die Geschäftsausstattung inkl. Betriebssoftware ca. 343 TEUR investiert. Dem stehen Abschreibungen i.H.v. insgesamt TEUR 737 gegenüber.

Das Unternehmen hat weiterhin annähernd keine Bankverbindlichkeiten (TEUR 8,4). Der Bestand an Bankguthaben und liquiden Mitteln beträgt ca. 11,5 Mio. EUR. Das Unternehmen war jederzeit in der Lage, die fälligen Verbindlichkeiten zu bedienen.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Unternehmens ist im Vergleich zum Vorjahr von 27,6 Mio EUR auf 33,7 Mio EUR gestiegen (+ 6,1 Mio EUR; + 22,1 %). Das Anlagevermögen hat sich von 2,2 Mio EUR um 10,2 Mio EUR auf 12,4 Mio EUR erhöht. Die Erhöhung der Bilanzsumme und des Anlagevermögens wurden primär durch den Zugang an Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 10,6 Mio EUR verursacht.

2.4 Gesamtaussage

Die Leistungs- und Ertragsziele für 2021 konnten trotz der Corona-Krise gehalten werden. Die Bilanzstruktur ist weiterhin sehr solide, die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist insgesamt sehr gut.

3. Prognosebericht

Ausgehend von den aktuellen Einschätzungen der Bundesregierung wird von einem Wachstum des BIP in Höhe von 2,2% gegenüber dem Vorjahr ausgegangen. Aufgrund der Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten, des Kriegs in der Ukraine und lockdownbedingten Lieferengpässen aus China sowie unter anderem daraus folgenden finanzpolitischer Entwicklungen (Inflation) wurde die Prognose bereits von 3,6% gesenkt. Es wird mit weiteren Auswirkungen, die hauptsächlich aus dem Konflikt mit Russland resultieren, gerechnet.

Den negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen in Folge der Corona-Pandemie, des Ukraine-Kriegs und des Inflations-/Rezessionsrisikos ist auch unser Unternehmen ausgesetzt.

Gleichzeitig treiben die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen, auch als Reaktion auf die o.g. Krisen die Nachfrage im Segment der Technischen Gebäudeausstattung. Die Elektrifizierung der Energieversorgung, sowie die Klimaschutzprogramme und das Umrüsten der Gebäude im Rahmen der Energiewende sind Markttreiber, von denen die Gesellschaft positiv profitieren wird.

Wir rechnen für das Jahr 2022 mit einer Steigerung der Gesamtleistung und des Ergebnis im Bereich des Marktwachstums im Segment der technischen Gebäudeausstattung.

Maßgeblich für das Eintreten unserer Planung sind die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und eine möglichst störungsfreie Materialbeschaffung.

4. Chancen- und Risikobericht

Unser Unternehmen hat aufgrund seiner bisherigen Stärken, Qualität und Termintreue sowie der hohen Kundenzufriedenheit die Chance, bei einer weiteren Expansion unserer Auftraggeber mitzuwirken und hierdurch weiterhin Wachstum zu generieren. Daneben bieten die weiter ansteigenden Kosten für Energie die Chance, dass zunehmend Investitionen in effizientere Klima- und Gebäudetechnik erfolgen, in deren Konsequenz sich auch unser Unternehmen einer weiter ansteigenden Nachfrage gegenübersehen wird. Diese positive Entwicklung gibt uns langfristig die Chance, Umsatzsteigerungen zu realisieren und am allgemeinen Aufschwung zu partizipieren.

Risiken der zukünftigen Entwicklung sind vor allem im Auftraggeber- und im Personalbereich zu sehen. Zwar besteht durch die breite Kundenstruktur keine Abhängigkeit von einzelnen Auftraggebern, doch könnte der Ausfall einzelner Kunden auch Auswirkungen auf unser Unternehmen haben.

Im Personalbereich besteht das Risiko, dass der Ausfall von Fachpersonal nicht zeitnah kompensiert werden kann, was zu Verzögerungen bei der Fertigstellung mit entsprechenden Konventionalstrafen bzw. zum Abwandern von Kunden führen könnte. Zudem gestaltet sich die Suche nach qualifiziertem Fachpersonal als immer schwieriger.

Neben den dargestellten Risiken bestehen aus heutigem Wissenstand keine Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie Risiken mit bestandsgefährdendem Charakter.

 

Heilbronn, den 7.7.2022

gez. Roland Hertner, Geschäftsführer

gez. Patrick Bezner, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 12.370.488,73 2.153.945,28
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 37.068,00 121.203,77
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.066,00 60.970,06
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2,00 2,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 60.231,71
II. Sachanlagen 1.482.910,00 1.793.212,51
1. technische Anlagen und Maschinen 9,00 9,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.482.901,00 1.793.203,51
III. Finanzanlagen 10.850.510,73 239.529,00
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 10.600.000,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 15.581,73 4.600,00
3. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 234.929,00 234.929,00
B. Umlaufvermögen 21.306.663,02 25.398.469,15
I. Vorräte 42.500,33 28.333,33
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 42.500,33 28.333,33
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 33.748.582,02 26.864.436,00
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 33.748.582,02 26.864.436,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.729.340,03 8.510.123,68
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.694.857,32 8.371.708,54
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 35.966,78
3. sonstige Vermögensgegenstände 34.482,71 102.448,36
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.534.822,66 16.860.012,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.547,46 16.136,81
Bilanzsumme, Summe Aktiva 33.690.699,21 27.568.551,24

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 9.759.458,89 9.759.458,89
I. gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Kapitalrücklage 1.275.000,00 1.275.000,00
III. Gewinnvortrag 8.234.458,89 1.386.449,47
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 6.848.009,42
B. Rückstellungen 8.869.036,89 8.188.704,98
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.252.009,00 5.638.117,00
2. Steuerrückstellungen 938.000,00 938.000,00
3. sonstige Rückstellungen 1.679.027,89 1.612.587,98
C. Verbindlichkeiten 15.058.303,79 9.620.387,37
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.400,47 5.497,95
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.038.103,54 6.057.414,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.664.315,78 2.223.638,27
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.344.889,96 489.521,41
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.002.594,04 844.315,74
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.899,64 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 33.690.699,21 27.568.551,24

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Umsatzerlöse 60.015.281,39 61.380.667,93
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 6.884.146,02 -5.558.507,00
3. sonstige betriebliche Erträge 535.355,80 607.561,83
4. Materialaufwand 42.900.557,71 32.151.136,03
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 23.903.391,10 18.842.921,73
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.997.166,61 13.308.214,30
5. Personalaufwand 10.460.617,70 10.391.157,05
a) Löhne und Gehälter 8.773.421,17 8.788.286,36
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.687.196,53 1.602.870,69
6. Abschreibungen 737.256,92 674.292,52
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 737.256,92 674.292,52
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.947.904,86 3.228.380,65
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 149.944,84 479,92
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 539.922,82 490.468,02
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -48.249,48 2.608.828,37
11. Ergebnis nach Steuern 9.046.717,52 6.885.940,04
12. sonstige Steuern 26.881,13 32.179,50
13. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 9.019.836,39 5.751,12
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 6.848.009,42

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Hertner GmbH hat Ihren Sitz in Heilbronn. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 753866 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Hertner GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH - Gesetzes zu beachten.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk einheitlich im Anhang gemacht.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Gliederungsgrundsätze nach den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 2, 266 ff. HGB).

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: Ausleihungen wurden mit dem Nennbetrag und Rückdeckungsansprüche wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen wurden aktivisch von den Beständen an unfertigen Leistungen abgesetzt.

Die unfertigen Leistungen wurden mit den Einzelkosten unter Einbeziehung notwendiger Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten bewertet.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen, Tantiemen sowie Rückstellungen für Resturlaub und Überstunden enthalten.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Besondere Angaben zu Bewertungsvereinfachungen

Zur Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde gemäß § 240 Abs. 4 HGB das Durchschnittswertverfahren angewandt. Zwischen den Werten dieses Verfahrens und den auf der Grundlage von Marktpreisen festgelegten Werten ergaben sich keine wesentlichen Unterschiede.

IV. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Bruttoanlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen.

Im Anlagevermögen sind Ausleihungen an verbundene Unternehmen (Gesellschafter) in Höhe von TEUR 10.600 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten eine Forderung gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0,36).

Pensionsrückstellung

Für die Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde die PUC-Methode angewandt. Dafür wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 2,30 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 2,00 %
Rententrend 2,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck

Sonstige Rückstellungen

In den Rückstellungen sind die folgenden wesentlichen Beträge beinhaltet:

Rückstellungen für Personalkosten TEUR 1.100
Rückstellungen für Gewährleistungen TEUR 276

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 3.257 (Vorjahr: TEUR 490) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten in Höhe von TEUR 303 (Vorjahr: TEUR 267) Verbindlichkeiten aus Steuern und in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 0) aus sozialer Sicherheit.

Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für die Altersvorsorge i.H.v. TEUR 107

(Vorjahr: TEUR 102).

Zinsen

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind i.H.v. TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 0) Zinsen von verbundenen Unternehmen enthalten.

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 526 (Vorjahr: TEUR 489) enthalten.

V. Sonstige Pflichtangaben

Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Roland Hertner, Gas- und Wasserinstallateurmeister, Herrn Oliver Vogt (04/21-12/21) sowie Herrn Frank Blanz geführt.

Vergütungen der Geschäftsführer

Von der Befreiungsvorschrift § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 135. Diese verteilt sich auf 48 angestellte Mitarbeiter und 87 gewerbliche Mitarbeiter.

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 620 sonstige jährliche finanzielle Verpflichtungen aus Mietverhältnissen.

Abschlussprüferhonorar

Das Honorar für den Abschlussprüfer beträgt im Geschäftsjahr 2021 TEUR 25 ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen.

Mutterunternehmen, Konzernabschluss

Mit dem Mutterunternehmen Contus Süd GmbH, Heilbronn, existiert ein Ergebnisabführungsvertrag.

Name und Sitz des Mutterunternehmens, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt: Contus Holding GmbH, Berlin

Name und Sitz des Mutterunternehmens, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt: Contus Süd GmbH, Heilbronn.

Ausschüttungssperre

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 672 (Vorjahr: TEUR 672). Dieser unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Bilanz noch in der GuV Berücksichtigung fanden, lagen nicht vor.

 

Heilbronn, den 7.7.2022

gez. Roland Hertner, Geschäftsführer

gez. Patrick Bezner, Geschäftsführer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen          
Immaterielle Vermögensgegenstände          
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 233.678,41 1.417,50 0,00 1,00 235.096,91
Geschäfts- oder Firmenwert 56.993,11 0,00 0,00 0,00 56.993,11
geleistete Anzahlungen 60.231,71 0,00 0,00 -1,00 60.230,71
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 350.903,23 1.417,50 0,00 0,00 352.320,73
Sachanlagen          
technische Anlagen und Maschinen 53.353,31 0,00 0,00 0,00 53.353,31
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.626.544,55 342.295,58 115.470,88 0,00 4.853.369,25
Summe Sachanlagen 4.679.897,86 342.295,58 115.470,88 0,00 4.906.722,56
Finanzanlagen          
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 10.600.000,00 0,00 0,00 10.600.000,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Ausleihungen 4.600,00 14.381,73 3.400,00 0,00 15.581,73
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 234.929,00 0,00 0,00 0,00 234.929,00
Summe Finanzanlagen 239.529,00 10.614.381,73 3.400,00 0,00 10.850.510,73
Summe Anlagevermögen 5.270.330,09 10.958.094,81 118.870,88 0,00 16.109.554,02
kumulierte Abschreibungen 01.01.2021
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen        
Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 172.708,35 25.322,56 0,00 198.030,91
Geschäfts- oder Firmenwert 56.991,11 0,00 0,00 56.991,11
geleistete Anzahlungen 0,00 60.230,71 0,00 60.230,71
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 229.699,46 85.553,27 0,00 315.252,73
Sachanlagen        
technische Anlagen und Maschinen 53.344,31 0,00 0,00 53.344,31
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.833.341,04 651.703,65 114.576,44 3.370.468,25
Summe Sachanlagen 2.886.685,35 651.703,65 114.576,44 3.423.812,56
Finanzanlagen        
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.116.384,81 737.256,92 114.576,44 3.739.065,29
Buchwert 31.12.2021
EUR
Buchwert 31.12.2020
EUR
Anlagevermögen    
Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.066,00 60.970,06
Geschäfts- oder Firmenwert 2,00 2,00
geleistete Anzahlungen 0,00 60.231,71
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 37.068,00 121.203,77
Sachanlagen    
technische Anlagen und Maschinen 9,00 9,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.482.901,00 1.793.203,51
Summe Sachanlagen 1.482.910,00 1.793.212,51
Finanzanlagen    
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 10.600.000,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
sonstige Ausleihungen 15.581,73 4.600,00
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 234.929,00 234.929,00
Summe Finanzanlagen 10.850.510,73 239.529,00
Summe Anlagevermögen 12.370.488,73 2.153.945,28

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.12.2022 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hertner GmbH, Heilbronn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hertner GmbH, Heilbronn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hertner GmbH, Heilbronn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss undden Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses sowie, ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Neckarsulm, den 07. Juli 2022

Lehleiter + Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Prof. Dr. Robert Lehleiter, Wirtschaftsprüfer

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die Lehleiter + Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen.

Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Besonderen Auftragsbedingungen für Prüfungen und prüfungsnahe Leistungen" in der Fassung vom 01. Januar 2019 sowie der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

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