Wilhelm-Anton-Hospital gGmbH GochLiquidiert

47574 Goch, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 2695
Eingetragen
5.8.2003
Branche
Krankenhäuser (ohne Hochschulkliniken, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken)Stationäre Einrichtungen zur palliativen PflegeSonstige teilstationäre Pflegeeinrichtungen
Gegenstand
Die Verwirklichung der Aufgaben der Caritas als Lebens- und Wesensäußerung der Katholischen Kirche durch den Betrieb von Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehaeinrichtungen sowie der hiermit verbundenen stationären, teilstationären und ambulanten Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen. Der Zweck der Gesellschaft wird insbesondere durch den Betrieb des Wilhelm-Anton-Hospitals Goch verwirklicht. Daneben ist der Zweck der Gesellschaft auch auf die Mittelbeschaffung für Zwecke des öffentlichen Gesundheitswesens und der Wohlfahrtspflege im Sinne von § 58 Nr. 1 AO gerichtet.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Ottmar Ricken
seit 5.8.2003
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wilhelm-Anton-Hospital gGmbH Goch

Goch

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

1. Rechtliche Lage der Gesellschaft

Die Wilhelm-Anton-Hospital gGmbH Goch ist Trägerin der Einrichtungen

 

Wilhelm-Anton-Hospital

 

Hildegardis-Haus - Haus für Senioren

 

Josefshaus - Haus für Senioren, Goch-Pfalzdorf

 

Mutter-Kind-Klinik Marianne-van-den-Bosch.

Daneben ist die Wilhelm-Anton-Hospital gGmbH mit 33 1/3% Gesellschafterin der Hospitalmenü Geschäftsführungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH und mit 25 % Gesellschafterin der Hospitalmenü GmbH & Co. GbR.

Zum 01.01.2006 wurde von der Katholischen Kirchengemeinde St. Martinus, Goch-Pfalzdorf das Seniorenheim Josefshaus mit Betriebsübertragungsvertrag auf die Wilhelm-Anton-Hospital gGmbH übertragen. Im Eigentum der Kirchengemeinde verblieben Grund und Boden, hierfür wurde ein Erbbaurechtsvertrag mit der Wilhelm-Anton-Hospital gGmbH abgeschlossen.

Die Gesellschaftsanteile der Wilhelm-Anton-Hospital gGmbH hält seit dem 01.01.2003 die Katholische Kliniken im Kreis Kleve Trägergesellschaft mbH Kleve.

2. Wirtschaftliche Entwicklung

2.1. Umsatz- und Leistungsentwicklung

Im Jahr 2011 betrug der Umsatz zzgl. der Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen sowie sonstiger betrieblicher Erträge der Wilhelm-Anton-Hospital gGmbH 35.942 TEUR; im Vergleich zum Vorjahr (36.147 TEUR) entspricht das einem Rückgang von 205 TEUR und einem relativen Rückgang von 0,6 %. Dieser Umsatzrückgang ist auf einen Leistungsrückgang im Wilhelm-Anton-Hospital zurückzuführen.

2.1.1. Wilhelm-Anton-Hospital

Auf Basis der Entgeltverhandlungen mit den Krankenkassen für 2011 wurde das Gesamtbudget des Krankenhauses mit Genehmigungsbescheid der Bezirksregierung Düsseldorf vom 31.08.2011 auf 23.815 TEUR ohne Ausgleiche festgesetzt. Das Budget setzt sich aus DRG-Erlösen inkl. der Überlieger in Höhe von 22.311 TEUR, den Zusatzentgelten in Höhe von 570 TEUR, dem Ausbildungsbudget in Höhe von 515 TEUR und dem Budget für Zuschlagstatbestände in Höhe von 419 TEUR zusammen. Ausgleiche für Vorjahre wurden in Höhe von 163 TEUR festgesetzt. Der Vereinbarung über die DRG-Erlöse liegen die Behandlung von 8.946 Patienten, ein Case-Mix von 7.660,000 Punkten, ein Case-Mix-Index von 0,856 und mit dem landesweiten Basisfallwert von 2.912,65 € ohne Ausgleiche zugrunde.

Die vereinbarten Erlöse wurden insbesondere aufgrund der Unterschreitung des vereinbarten Case-Mix-Indexes (Ist = 0,809) nicht erreicht.

2.1.2. Hildegardis-Haus - Haus für Senioren

Die Pflegeleistungen haben sich im Jahr 2011 um 90 Tage (-0,4 %) verringert, die zugehörigen Erträge um 36 TEUR (+1,5 %) erhöht. Letzteres resultiert aus der geänderten Pflegestruktur. Die Pflegesätze wurden in 2011 nicht erhöht. Der Nutzungsgrad betrug im Geschäftsjahr 2011 95,6 %.

2.1.3. Josefshaus - Haus für Senioren

Die im Jahr 2009 neugebaute Einrichtung war im Geschäftsjahr 2011 zum zweiten mal ganzjährig mit 40 Plätzen in Betrieb. Der Nutzungsgrad des Seniorenheims erhöhte sich auf 98,6 %. Dies entspricht einer Erhöhung der Pflegeleistung gegenüber dem Vorjahr um 494 Tage (+ 3,6 %). Die zugehörigen Erlöse erhöhten sich um 78 TEUR (+ 4,9 %). Die Pflegesätze wurden 2011 nicht erhöht.

2.1.4. Mutter-Kind-Klinik Marianne-van-den-Bosch

Die Erträge der Einrichtung sind im Berichtsjahr um 34 TEUR (+ 2,5 %) gestiegen. Bei einem unveränderten Tagessatzes ist dies insbesondere auf einen Anstieg der Belegungstage um 419 Tage (+ 2,3 %) zurückzuführen.

2.2. Prozess der Leistungserbringung

Im Wilhelm-Anton-Hospital kam es zu keiner Veränderung der Leistungserbringung gegenüber dem Vorjahr. Zur Sicherung der Qualität hat das Wilhelm-Anton-Hospital an allen vorgeschriebenen externen Qualitätssicherungsmaßnahmen teilgenommen, ein strukturierter Qualitätsbericht für 2010 wurde in 2011 vorgelegt.

Auch im Hildegardis-Haus sowie im Josefhaus fanden im Berichtszeitraum keine wesentlichen Veränderungen der Leistungserbringung statt.

Das QM-System des Marianne van den Bosch Hauses wurde im Dezember 2011 nach DIN EN ISO 9001:2008 und systemQM Eltern -Kind (BAR) zertifiziert.

2.3. Beschaffung

Der strategische Einkauf des medizinischen und nicht medizinischen Sachbedarfs erfolgt über die Clinicpartner eG. Dort werden die Bedarfe einer Vielzahl von Krankenhäusern gebündelt und die Konditionen der Belieferung (Preise, Rabatte, Lieferfristen, etc.) ausgehandelt und vereinbart. Die konkrete Lieferung der Waren erfolgt durch die Hersteller an unser Logistikzentrum und von dort in die Einrichtungen der GmbH.

2.4. Investitionen/Finanzierungsmaßnahmen

Das Anlagevermögen erhöhte sich zum 31.12.2011 im Vergleich zum Vorjahr um 185 TEUR. Den Zugängen in Höhe von 1.325 TEUR standen Abschreibungen in Höhe von 1.140 TEUR gegenüber. Diese Erhöhung ist insbesondere auf eine Erhöhung der Finanzanlagen um 671 TEUR zurückzuführen.

2.4.1. Wilhelm-Anton-Hospital

Für Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden im Berichtsjahr 1.214 TEUR investiert. Pauschale Fördermittel sind dem Haus in Höhe von 552 TEUR zugeflossen.

Die Baupauschale (358 TEUR) wurde angespart.

Kapitalerhöhungen, Einlagen von Gesellschaftern, Änderungen der Kreditlinien haben nicht stattgefunden.

Leasingverpflichtungen bestehen nicht.

2.4.2. Hildegardis-Haus - Haus für Senioren

Sachinvestitionen wurden im Berichtsjahr in Höhe von 18 TEUR getätigt.

2.4.3. Josefshaus - Haus für Senioren

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von 85 TEUR getätigt.

2.4.4. Mutter-Kind-Klinik Marianne-van-den-Bosch

Im Geschäftsjahr 2011 wurden Sachinvestitionen in Höhe von 8 TEUR getätigt.

2.5. Personalbereich

Insgesamt beschäftigte die Wilhelm-Anton-Hospital gGmbH Goch im Berichtszeitraum 333,2 Vollkräfte. Die Personalaufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 6,4 % und betrugen 19.294 TEUR. Der Anstieg ist auf eine Erhöhung der Zahl der Mitarbeiter (VK) um 2,3 % sowie insbesondere auf die Integration der Bestimmungen des TV Ärzte sowie aktueller Regelungen aus dem TVöD in die AVR zurückzuführen.

2.5.1. Wilhelm-Anton-Hospital

Die Zahl der vollbeschäftigten Mitarbeiter - 268,33 VK in 2011 - lag um 5,17 VK (2,0 %) über dem Vorjahreswert. Die Personalaufwendungen stiegen um 6,4 %.

Die Fluktuation war unauffällig, Pflegenotstand bestand nicht. Nicht besetzbare ärztliche Stellen konnten in ausreichendem Umfang mit Honorarkräften besetzt werden, was jedoch zu erheblichen Mehrkosten im Sachaufwand führte.

Die Zahl der Ausbildungsplätze in der Kranken- und Kinderkrankenpflege betrug unverändert 45.

2.5.2. Hildegardis-Haus - Haus für Senioren

Der Personaleinsatz im Hildegardis-Haus (32,48 VK) reduzierte sich um 0,32 VK bzw. 1,0 %. Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 3,6 %.

2.5.3. Josefshaus - Haus für Senioren

Der Personaleinsatz im Josefshaus (14,89 VK) erhöhte sich um 2,21 VK bzw. 17,4 %. Der Personalaufwand stieg um 10,9 %.

2.5.4. Mutter-Kind-Klinik Marianne-van-den-Bosch

Der Personaleinsatz im Marianne van den Bosch Haus (17,51 VK) erhöhte sich um 0,40 VK bzw. 2,3 %. Der Personalaufwand erhöhte sich um 7,9 %.

2.6. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Rechtsstreitigkeiten, ausgenommen Mahn- und Klageverfahren auf Forderungen, bestehen nicht.

Der Ärztemangel greift in den Krankenhäusern des ländlichen Raums stärker als im städtischen.

Änderungen in der Rechts- und Unternehmensstruktur fanden nicht statt.

3. Darstellung des Geschäftsverlaufs

3.1. Ertragslage

Das Jahresergebnis der Wilhelm-Anton-Hospital gGmbH Goch beträgt 465 TEUR. Das handelsrechtliche Finanzergebnis hat mit einem Überschuss in Höhe von 569 TEUR positiv zum Gesamtergebnis beigetragen. Der betriebliche Bereich schließt umgekehrt mit -104 TEUR ab.

3.1.1. Wilhelm-Anton-Hospital

Das Krankenhaus schließt das Berichtsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 312 TEUR ab. Der finanzierungssystematisch abgeleitete betriebliche Bereich weist einen Fehlbetrag in Höhe von 455 TEUR und der Finanzbereich einen Überschuss in Höhe von 767 TEUR aus, worin ein Beteiligungsertrag in Höhe von 671 TEUR enthalten ist, der einmalig in 2011 angefallen ist.

Der Fehlbetrag des abgelaufenen Geschäftsjahres ist hälftig auf rückläufige Erlöse aus allgemeinen Krankenhausleistungen und gestiegene Personalkosten bei gleichzeitig rückläufigen Kosten im Bereich der Honorarärzte zurückzuführen.

3.1.2. Hildegardis-Haus - Haus für Senioren

Das Hildegardis-Haus schließt das Jahr 2011 mit einem Überschuss in Höhe von 71 TEUR ab. Bei geringfügig steigenden Erträgen konnte das positive Ergebnis insbesondere durch eine strukturelle Veränderungen im Leistungsbezug der Speisenversorgung und den Wegfall des negativen außerordentlichen Ergebnisses in 2010 erzielt werden.

3.1.3. Josefshaus - Haus für Senioren

Das Seniorenheim schließt das Geschäftsjahr mit einem Gewinn in Höhe von 65 TEUR ab. Gestiegene Erlöse aufgrund einer verbesserten Auslastung und Anstiege bei Personal- und Sachkosten halten sich weitgehend die Waage.

3.1.4. Mutter-Kind-Klinik Marianne-van-den-Bosch

Die Einrichtung schließt das Berichtsjahr mit einem Überschuss in Höhe von 17 TEUR ab. Insbesondere gestiegene Personalkosten konnten von gestiegenen Erlösen aufgrund einer besseren Auslastung nicht aufgefangen werden.

3.2. Finanzlage

Die langfristigen Vermögenswerte (Anlagevermögen) waren zum Bilanzstichtag durch Finanzierungsmittel entsprechender Fristigkeit gedeckt. Die Finanzierungsmittel sind das Eigenkapital (11.346 TEUR, Vorjahr 10.880 TEUR), die Sonderposten aus Fördermitteln (1.863 TEUR, Vorjahr 1.914 TEUR) und die langfristigen Verbindlichkeiten (4.558 TEUR, Vorjahr 4.650 TEUR). Die Überdeckung beläuft sich auf 7.784 TEUR (Vorjahr 7.646 TEUR).

Hinsichtlich der Liquiditätslage der Gesellschaft lässt sich folgendes darstellen:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Geldmittel 4.257 4.593
Kurzfristiges Kapital (ohne Urlaubsrückstellung) - 2.831 - 3.119
Liquidität I 1.426 1.474
Kurzfristige Forderungen + 3.743 + 4.304
Liquidität II + 5.169 + 5.778

Die Geldmittel sind zum Bilanzstichtag um verpfändete Mittel gekürzt dargestellt. Die Liquidität auf kurze Sicht hat sich um 609 TEUR gegenüber dem Vorjahr vermindert.

Die Finanzlage der Wilhelm-Anton-Hospital gGmbH ist geordnet, die bereinigte Liquidität auf kurze Sicht deckt den Finanzbedarf von rund 7,8 Wochen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt zum Bilanzstichtag 199 TEUR. Die Liquidität war jederzeit gesichert.

3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug zum 31.12.2011 20.981 TEUR (Vorjahr 20.971 TEUR). Die Erhöhung resultiert auf der Aktivseite insbesondere aus der Erhöhung der Finanzanlagen (+ 670 TEUR). Auf der Passivseite erhöhte sich insbesondere das Eigenkapital (+ 467 TEUR).

In das Sachanlagevermögen einschließlich immaterieller Vermögensgegenstände wurden 668 TEUR investiert.

Das Umlaufvermögen verminderte sich um 183 TEUR insbesondere bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen.

Das Eigenkapital stieg um den Jahresüberschuss auf 11.346 TEUR. Die Eigenkapitalquote (Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital) erhöhte sich auf 54 % (Vorjahr 52 %). Das um die Sonderposten aus Investitionszuschüssen erweiterte betriebswirtschaftliche Eigenkapital beläuft sich auf 63 % (Vorjahr 61 %). Das Anlagevermögen ist zu 140 % durch Eigenkapital und Sonderposten gedeckt.

Die Rückstellungen verminderten sich um 46 TEUR auf 850 TEUR.

Die Verbindlichkeiten nahmen zum Bilanzstichtag um 368 TEUR ab. Die Abnahme erfolgte insbesondere bei den sonstigen Verbindlichkeiten.

Für die Nutzung der Immobilien der Einrichtungen bestehen Pachtverträge mit Ausnahme für das Josefshaus. Die Verträge sind auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Zugängen beim Sachanlagevermögen in Höhe von 665 TEUR stehen Abschreibungen in Höhe von 1.105 TEUR gegenüber. Die Zugänge betreffen Anschaffungen insbesondere im Med. Bedarf.

Das langfristige Vermögen der Wilhelm-Anton-Hospital gGmbH Goch wird in ausreichendem Umfang vom langfristigen Kapital überdeckt. Die Übereinstimmung zwischen Kapitalbindungs- und -überlassungsfristen ist gegeben.

Wesentliche stille Reserven bestehen nicht.

3.4. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ereignet.

Wie in jedem Geschäftsjahr wurden auch 2011 Wirtschaftspläne erstellt, auf die monatliche Abwicklungen erfolgten. Die regelmäßige Erstellung des Liquiditätsstatus und des Überblicks über die Investitionstätigkeit ermöglicht zu jeder Zeit einen Überblick über die Vermögens- und Finanzlage.

4. Risiko-/Prognosebericht

Die Arbeitsmarktsituation für den ärztlichen Dienst bleibt weiter angespannt. Die Rekrutierungsbemühungen deutscher Krankenhäuser ärztliches Personal aus benachbarten europäischen Ländern für eine berufliche Tätigkeit in Deutschland zu gewinnen, nehmen deutlich zu. Es hat ein Wettbewerb um ärztliche Kompetenz begonnen, der kurz- bis mittelfristig die Grenzen Europas überschreiten wird. Insbesondere Kliniken in ländlichen Regionen leiden unter dem zunehmenden Ärztemangel. Das Unternehmen hat daher begonnen, die Rekrutierungsbemühungen um ausländische Ärzte zu verstärken und sucht zwischenzeitlich auch außerhalb der Grenzen Europas nach ärztlichem Fachpersonal.

Die Tarifverhandlungsergebnisse für die Jahre 2012 und 2013 bringen gegenüber den vergangenen Jahren höhere Lohnsteigerungen, die deutlich über die Grundlohnsummenentwicklung hinausgehen. Vor diesem Hintergrund ist es insbesondere im Krankenhausbereich Ziel, durch medizinische Restrukturierungen zu Kosteneinsparungen zu gelangen.

4.1. Wilhelm-Anton-Hospital

In der Aufsichtsratssitzung vom 27.01.2011 hatte der Aufsichtsrat beschlossen, dass die Bereiche Gynäkologie, Senologie und Geburtshilfe des Wilhlem-Anton-Hospitals auf das St. Antonius-Hospital übertragen werden soll, um die medizinische Leistungsfähigkeit zu steigern bei gleichzeitiger Verbesserung der Wirtschaftlichkeit. Der Umzug der Gynäkologie und Geburtshilfe erfolgte zum 01.01.2012. Der Umzug der Senologie wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2012 erfolgen.

Im Jahr 2013 wird zur Etablierung eines Bauchzentrums die allgemeinviszeralchirurgische und gastroenterologische Versorgung des St.-Antonius-Hospitals Kleve und des Wilhelm-Anton-Hospitals Goch am Standort Goch zentralisiert. Hierzu erfolgt eine im Jahr 2012 vorzunehmende Kernsanierung der Endoskopieabteilung und der Station 2B. Das Investitionsvolumen beträgt ca. 2,0 Mio. €. Die Maßnahmen werden aus der dem Krankenhaus jährlich zufließenden Baupauschale (ca. 300 TEUR jährlich, angesparter Betrag per 31.12.2011 ca. 931 TEUR) und Eigenmitteln finanziert.

Vor dem Hintergrund vorgenannter Ausführungen (insbesondere der deutlich reduzierten Leistungszahlen) ist für das Geschäftsjahr 2012 von einem deutlich negativen Betriebsergebnis auszugehen. Ab dem Jahr 2013 wird nach vollzogener Etablierung des Bauchzentrums ein mindestens ausgeglichenes Jahresergebnis prognostiziert.

4.2. Häuser für Senioren (Hildegardis- und Josefshaus)

Bei leicht steigenden Erlösen und stärker steigenden Personalkosten wird für das Jahre 2012 ein reduziertes aber positives Ergebnis in beiden Einrichtungen erwartet.

Zur Anpassung an moderne Betreuungskonzepte befindet sich der Neubau des Hildegardis-Hauses weiterhin in einer Planungsphase.

4.3. Vorsorge- und Rehabilitatioseinrichtung (Mutter-Kind-Klinik Mariannevan-den-Bosch)

Eine auf Basis einer Prüfung durch den Bundesrechnungshof und Veranlassung des Gesundheitsministeriums geänderte Richtlinie zur Bewilligung von Mutter-Kind¬Maßnahmen wird im Laufe des Jahres 2012 und in Folgejahren eine vermehrte Bewilligung von Maßnahmen nach sich ziehen.

Bei einem um 1,98% steigenden Tagessatz ist bei etwas stärker steigenden Personal- und Sachkostenkosten für 2012 mit einem lediglich ausgeglichenen Betriebsergebnis zu rechnen. Gleiches gilt für 2013. In diesem Jahr entfallen ab Mitte des Jahres die Darlehensverpflichtungen an die Stiftung Wilhelm-Anton-Hospital.

 

Goch, 20. April 2012

Wilhelm-Anton-Hospital gGmbH Goch, Goch

- Geschäftsführung -

Dr. Peter Enders, Hauptgeschäftsführer

Christian Fischer, Geschäftsführer

Rainer M. Haas, Geschäftsführer

Ottmar Ricken, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2011

AKTIVSEITE

31.12.2011
EUR
31.12.2010
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände   38.295,00   69
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.628.253,65   5.773  
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.866.848,35   3.197  
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 47.164,64   26  
    8.542.266,64   8.996
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 122.457,35   123  
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 671.348,12   0  
3. Sonstige Ausleihungen 41.825,00   43  
    835.630,47   166
B. UMLAUFVERMÖGEN        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 157.271,93   159  
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 241.984,94   216  
    399.256,87   375
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.103.700,60   3.414  
2. Forderungen an Gesellschafter 152.791,08   168  
3. Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 296.019,00   167  
4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 618.678,54   953  
5. Sonstige Vermögensgegenstände 83.274,30   122  
    4.254.463,52   4.824
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   6.856.078,63   6.494
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   54.596,28   47
    20.980.587,41   20.971

PASSIVSEITE

       
  31.12.2011
EUR
31.12.2010
TEUR
A. EIGENKAPITAL        
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00   50  
II. Kapitalrücklage 2.094.322,80   2.094  
III. Gewinnrücklagen 2.564.390,09   2.564  
IV. Gewinnvortrag 6.171.218,84   5.365  
V. Jahresüberschuss 465.644,12   806  
    11.345.575,85 10.879  
B. SONDERPOSTEN AUS ZUWENDUNGEN ZUR FINANZIERUNG DES ANLAGEVERMÖGENS   1.862.544,91 1.914  
C. RÜCKSTELLUNGEN        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 149.800,00   0  
2. Steuerrückstellungen 25.000,00   0  
3. Sonstige Rückstellungen 675.165,92   896  
    849.965,92 896  
D. VERBINDLICHKEITEN        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.557.942,58   4.650  
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 167.155,32 EUR (Vorjahr 165 TEUR)        
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 441.272,23   472  
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 441.272,23 EUR (Vorjahr 472 TEUR)        
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0,00   5  
4. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 1.144.874,87   755  
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.144.874,87 EUR (Vorjahr 755 TEUR)        
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 227.849,25   448  
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 227.849,25 EUR (Vorjahr 448 TEUR)        
6. Sonstige Verbindlichkeiten 428.023,05   838  
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 428.023,05 EUR (Vorjahr 838 TEUR)        
- davon aus Steuern 223.236,77 EUR (Vorjahr 224 TEUR)        
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.593,27 EUR (Vorjahr 0 TEUR)        
    6.799.961,98 7.168  
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   122.538,75 114  
    20.980.587,41 20.971  

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011

2011
EUR
2010
TEUR
1. Umsatzerlöse 31.108.423,90   31.662  
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 25.749,58   -18  
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.808.426,61   4.503  
    35.942.600,09   36.147
4. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.017.331,48   4.933  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.486.319,10   5.145  
    9.503.650,58   10.078
5. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter 15.591.987,62   14.769  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.701.756,80   3.365  
- davon für Altersversorgung 848.565,76 EUR (Vorjahr 722 TEUR)        
    19.293.744,42   18.134
Zwischenergebnis   7.145.205,09   7.935
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.137.847,02   1.197  
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.068.328,70   5.805  
    7.206.175,72   7.002
Zwischenergebnis   -60.970,63   933
8. Erträge aus Beteiligungen 671.348,12   0  
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 142.519,97   123  
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 244.729,97   238  
    569.138,12   115
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   508.167,49   818
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   42.523,37   12
13. Jahresüberschuss   465.644,12   806

Anhang für das Geschäftsjahr 2011

1. Allgemeines

Die Wilhelm-Anton-Hospital gGmbH Goch ist nach § 5 Abs. 1 Ziffer 9 KStG mit ihren steuerbegünstigten Zweckbetrieben von der Körperschaftsteuer befreit, weil sie damit ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten Zwecken im Sinne der §§ 51 ff. der Abgabenordnung dient (Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege).

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 des Handelsgesetzbuches.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Die Bilanz wurde gemäß § 265 Abs. 4 um die Posten "Forderungen" bzw. "Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht" und um den Posten "Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen" ergänzt. Nach § 265 Abs. 5 HGB wurde die Bilanz um den Posten "Forderungen gegen den Gesellschafter" ergänzt.

Die Rückstellungen betreffend den zu erwartenden Zahlbetrag des kommenden Jahres aus mittelbaren Versorgungszusagen gegenüber den Arbeitnehmern wurden nicht mehr unter den sonstigen Rückstellungen, sondern unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst.

Bei der Bewertung wurde von der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Gesellschaft wendet dabei ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der einzelnen Anlagegüter an.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und sind im Anlagenspiegel jeweils als Zugang und Abgang ausgewiesen.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen auf den (dauerhaft) niedrigeren beizulegenden Wert. Sofern die Gründe für die Wertminderung zwischenzeitlich ganz oder teilweise entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten.

Die Gesellschaft ist an den nachfolgend aufgeführten Gesellschaften beteiligt:

Hospitalmenü Geschäftsführungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Kalkar, mit 33,3 % Anteilsbesitz. Das Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2011 28.161,58 EUR mit einem Jahresüberschuss von 110,09 EUR.

Hospitalmenü GmbH und Co. GbR mit Haftungsbeschränkung, Kalkar, mit 33,3 % Anteilsbesitz, Eigenkapital zum 31. Dezember 2011 von 340.372,05 EUR und einem Jahresfehlbetrag von 172.928,52 EUR.

Die Hospitalmenü GmbH und Co. GbR mit Haftungsbeschränkung, Kalkar, hat im Jahr 2011 eine Ausschüttung von Rücklagen auf das Darlehenskonto der Wilhelm¬Anton-Hospital, Goch, in Höhe von insgesamt 671.348,12 EUR vorgenommen. Das oben aufgeführte Eigenkapital der Gesellschaften ist das Eigenkapital nach Ausschüttung. In Höhe des Ausschüttungsbetrages wird eine Ausleihung an verbundene Unternehmen ausgewiesen, da kurzfristig nicht mit einer Ausschüttung des Betrages zu rechnen ist.

Umlaufvermögen

Die Vorräte betreffend Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe aus den Funktionsbereichen des Krankenhauses werden weitestgehend zum Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB i. V. m. § 256 HGB erfasst. Eine vollständige körperliche Bestandsaufnahme ist zum 31. Dezember 2009 erfolgt.

Die erbrachten Fallpauschalenleistungen bei Patienten, die sich am Bilanzstichtag noch in stationärer Behandlung befinden, sind als unfertige Leistungen innerhalb des Vorratsvermögens zu aktivieren. Unfertige Leistungen sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 i. V. m. § 255 HGB zu Herstellungskosten zu bewerten. Als Herstellungskosten sind vereinfachend die Fallkosten des Jahres 2011 basierend auf den budgetrelevanten Aufwendungen des Jahres 2011 zugrunde gelegt worden. Vor dem Hintergrund der allgemeinen Grundsätze zur verlustfreien Bewertung bzw. zur Bewertung mit einem niedrigeren beizulegenden Wert (§ 253 Abs. 3 HGB) erfolgte ein Abgleich der Fallkosten des Jahres 2011 mit den erzielbaren Erlösen der jeweiligen DRG. Der niedrigere der beiden Werte bildete die Bemessungsgrundlage für die periodengerechte Aufteilung; letztere erfolgte über die lineare Verteilung entsprechend den Belegungstagen des einzelnen Überliegers.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände, die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert angesetzt. Dubiose Forderungen wurden angemessen wertberichtigt, uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind nur Ausgaben und Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

Sonderposten

Die Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens wurden in Übereinstimmung mit dem entsprechenden Anlagevermögen gebildet.

Rückstellungen

Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber den Arbeitnehmern bestehen bei der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse KZVK in Köln. Hinsichtlich dieser mittelbaren Pensionsverpflichtungen besteht nach Artikel 28 Abs.1 Satz 2 EGHGB ein Passivierungswahlrecht. Dieses wurde im Berichtsjahr partiell in Höhe des zu erwartenden Zahlbetrages des kommenden Jahres in Anspruch genommen. Während der Zeit der Beschäftigung der Arbeitnehmer besteht für die Gesellschaft eine Umlagepflicht, die einerseits aus einer Versicherungsrentenverpflichtung und andererseits aus einer Versorgungsrentenverpflichtung besteht. Die Summe der umlagepflichtigen Gehälter beläuft sich im Geschäftsjahr 2011 14.565 TEUR bei einem Umlagesatz von 4,4 % zuzüglich Sanierungsgeld und Beitragszuschuss Ost.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem folgenden Anlagennachweis zu entnehmen:

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2011

Entwicklung der Anschaffungswerte
Bilanzposten: A. Anlagevermögen Anfangsstand
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Endstand
EUR
1 2 3 4/5 6
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 276.279,31 2.140,81 0,00 278.420,12
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.091.338,71 114.288,49 14.465,58 6.191.161,62
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.974.728,06 530.009,80 5.846,79 8.498.891,07
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.064,50 21.100,14 0,00 47.164,64
  14.092.131,27 665.398,43 20.312,37 14.737.217,33
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 122.457,35 0,00 0,00 122.457,35
2. Ausleihung an verbundene Unternehmen 0,00 671.348,12 0,00 671.348,12
3. Sonstige Ausleihungen 43.360,00 0,00 1.535,00 41.825,00
  165.817,35 671.348,12 1.535,00 835.630,47
  14.534.227,93 1.338.887,36 21.847,37 15.851.267,92
Entwicklung der Abschreibungen Restbuchwerte 31.12.2011
EUR
Bilanzposten: A. Anlagevermögen Anfangsstand
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Entnahme für Abgänge
EUR
Endstand
EUR
1 7 8/10 9/11 12 13
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 207.219,31 32.905,81 0,00 240.125,12 38.295,00
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 317.975,47 245.495,13 562,63 562.907,97 5.628.253,65
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.777.860,40 859.446,08 5.263,76 5.632.042,72 2.866.848,35
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 47.164,64
  5.095.835,87 1.104.941,21 5.826,39 6.194.950,69 8.542.266,64
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 122.457,35
2. Ausleihung an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 671.348,12
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 41.825,00
  0,00 0,00 0,00 0,00 835.630,47
  5.303.055,18 1.137.847,02 5.826,39 6.435.075,81 9.416.192,11

Von den Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen haben Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 566.667,00 EUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Einzelnen:

EUR
Urlaubsrückstellung 167.426,39
Rückstellungen für Überstunden, Bereitschaftsdienste, Zuschläge u. a. 145.235,97
Aufwandsrückstellungen (Instandhaltungen) 215.679,26
Andere sonstige Rückstellungen 146.824,30
  675.165,92

Unter Anwendung des Artikels 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB wurden Rückstellungen nach § 249 Abs. 2 HGB a. F. in Höhe von 216 TEUR beibehalten.

Der Verbindlichkeitenspiegel nach § 285 Nrn. 1 und 2 HGB hat folgendes Aussehen:

Nr. Ausweis Gesamt
EUR
Davon mit einer Restlaufzeit Gesichert
bis zu 1 Jahr
EUR
von 1 bis 5 Jahren
EUR
von mehr als 5 Jahren
EUR
TEUR durch
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.557.942,58 167.155,32 758.379,98 3.632.407,28 4.558 Verpfändung Termingeld Grundschulden
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 441.272,23 441.272,23 0,00 0,00 0 --
3. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhaus-finanzierungsrecht 1.144.874,87 1.144.874,87 0,00 0,00 0 --
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 227.849,25 227.849,25 0,00 0,00 0 --
5. Sonstige Verbindlichkeiten 428.023,05 428.023,05 0,00 0,00 0 --
    6.799.961,98 2.409.174,72 758.379,98 3.632.407,28    

Neben der obigen Verpfändung von Festgeldern für eigene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1.893.773,76 EUR besteht eine Verpfändung von Festgeldern in Höhe von 705.227,61 EUR, die als Besicherung eines Darlehens bei der Muttergesellschaft, der Katholische Kliniken Trägergesellschaft mbH, Kleve, dient.

4. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

EUR
Wilhelm-Anton-Hospital 25.547.269,45
Mutter-Kind-Klinik Marianne van den Bosch 1.415.791,00
Altenkrankenheim Hildegardis-Haus 2.474.284,39
Seniorenheim St. Josefshaus 1.671.079,06
  31.108.423,90

Innerhalb des Postens Zinsen und ähnliche Erträge werden Beteiligungserträge in Höhe von 671 TEUR ausgewiesen. Es handelt sich um einen Ertrag aus der Ausschüttung von bisher thesaurierten Gewinnen der jeweiligen Gesellschaften.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nicht belastet.

5. Sonstige Angaben

Mitarbeiter der Gesellschaft (§ 285 Nr. 7 in Verbindung mit § 267 Abs. 5 HGB)

Im Jahr 2011 waren 495 Personalkräfte (Vorjahr 487), davon 48 Ärzte (Vorjahr 45 Ärzte) beschäftigt.

Geschäftsführung (§ 285 Nr. 10 HGB)

Dr. Peter Enders, Kleve (Hauptgeschäftsführer)
Christian Fischer, Goch (Geschäftsführer)
Rainer M. Haas, Kevelaer (Geschäftsführer)
Ottmar Ricken, Kalkar (Geschäftsführer)

Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Aufsichtsrat (§ 285 Nr. 10 HGB) im Jahr 2011

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Probst Theodor Michelbrink (Vorsitzender)

Dechant Alois van Doornick (stellv. Vorsitzender)

Rechtsanwalt Johannes Bellen

Bürgermeister Gerhard Fonck

Dipl.-Betriebswirt Steuerberater Stephan Glaap

Landgerichtsvizepräsident i. R. Wilhelm Janssen

Geschäftsführer Helmut Weyers

Unternehmensberater Dr. Michael Pietsch

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 2.771 TEUR, davon 1.360 TEUR gegenüber verbundenen Unternehmen (u. a. Gebäudereinigung und Verpflegung). Bei den aufgeführten Gesamtbeträgen handelt es sich um die Verpflichtung für das Folgejahr.

Haftungsverhältnisse

Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber den Arbeitnehmern bestehen bei der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse KZVK in Köln. Bezüglich der mittelbaren Pensionsverpflichtung verweisen wir auf unsere Ausführungen unter den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu den Rückstellungen. Mit einer Inanspruchnahme aus der Subsidiärhaftung des Arbeitgebers ist nicht ernsthaft zu rechnen, da bereits Vermögen in erheblichen Umfang aufgebaut wurde, die KZVK eine stabile Anzahl von Beteiligten aufweist, welche regelmäßig ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen, und es darüber hinaus eine Solvenzgarantie der deutschen Bistümer für die KZVK gibt.

6. Angaben zum Mutterunternehmen

Katholische Kliniken im Kreis Kleve Trägergesellschaft mbH, Kleve

7. Angabe des Gesamthonorars der Abschlussprüfer

Die Angabe des Gesamthonorars der Abschlussprüfer erfolgt im Konzernabschluss des Mutterunternehmens.

 

Goch, 20. April 2012

Wilhelm-Anton-Hospital gGmbH Goch, Goch

- Geschäftsführung -

Dr. Peter Enders, Hauptgeschäftsführer

Christian Fischer, Geschäftsführer

Rainer M. Haas, Geschäftsführer

Ottmar Ricken, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Wilhelm-Anton-Hospital gGmbH Goch, Goch, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und des durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht gibt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Köln, 28. April 2012

Solidaris Revisions-GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Heinz Joachim Koch, Wirtschaftsprüfer

Torsten Hellwig, Wirtschaftsprüfer

Hinweis zur Feststellung des Jahresabschlusses 2011

Die Gesellschafterversammlung vom 6.9.2012 stellt den Jahresabschluss 2011 mit einem Jahresergebnis von € 465.644,12 fest. Das Ergebnis ist auf neue Rechnung vorzutragen.

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