Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 34647
Vorher
PanDacom Networking AG
Eingetragen
3.11.2000
Branche
Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten und peripheren GerätenHerstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Datenund Kommunikationssystemen und Computerperipherie, einschließlich aller damit verbundenen Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Slavka Geuligova
seit 30.1.2024
Prokura
Dirk Bregulla
seit 6.2.2023
Prokura
Andre Duvvuri
seit 6.2.2023
Prokura
Prokura
Timo Voigt
seit 6.2.2023
Prokura
Dirk Bachmann
seit 30.3.2022
Vorstandsmitglied
Thomas Klein
seit 30.3.2022
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pan Dacom Networking AG

Dreieich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.09.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR 2023

PAN DACOM NETWORKING AG, DREIEICH

A. A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Pan Dacom - IT-Netzwerke der Zukunft Pan Dacom Networking AG ist auf höchstem technischem Niveau seit über 40 Jahren erfolgreich im IT-Markt tätig. Wir beraten unsere Kunden herstellerunabhängig auf Basis unserer langjährigen Erfahrungen und des hervorragenden Know-Hows unserer Mitarbeitenden bei der Realisierung von komplexen IT-Projekten. Das Produktportfolio bietet den Kunden alle notwendigen Lösungen für den Aufbau von IT-Netzwerken und beinhaltet sämtliche Dienstleistungen von der Beratung und Konzeption, über die Installation und die Wartung bis hin zur Überwachung und zum Betrieb von Kundennetzen. Die Überwachung und der Betrieb von Kundennetzwerken in einem 24x7-Schichtbetrieb an 365 Tagen im Jahr erfolgen durch unser firmeneigenes "Network Operation Center". Die Themen "Digitalisierung", Cloud, FTTx, Managed-Services und "Virtualisierung" sind dabei die Treiber beim Aufbau innovativer Kundennetze. Dazu nimmt die Pan Dacom Networking AG eine führende Berater- und Lieferantenrolle beim Ausbau von Breitbandnetzen ein.

Gemeinsam mit ihrer Muttergesellschaft, der Pan Dacom Direkt GmbH, ist die Pan Dacom Networking AG das einzige IT-Systemintegrationshaus mit eigener Hard- und Softwareentwicklung in Deutschland. Dabei entwickelt die Pan Dacom Direkt GmbH seit über 20 Jahren innovative DWDM-Systeme und erweitert hierdurch das Produktportfolio der Pan Dacom Networking AG deutlich. Synergien zwischen den beiden Unternehmen ergeben sich aus der gemeinsamen Marktbearbeitung, Kundenbetreuung sowie der gegenseitigen Nutzung freier Kapazitäten.

Der regionale Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Pan Dacom Networking AG wird dabei weiterhin auf dem deutschsprachigen Raum liegen.

Durch die verschiedenen Standorte wird mit unseren hochmotivierten Mitarbeitenden eine optimale Kundennähe und umfassende Kundenbetreuung unter Berücksichtigung agiler Arbeitsmethoden erreicht. Unsere Mitarbeitende unterstützen sowohl langjährige Kunden als auch Neukunden mit tiefgehenden technischem Wissen und effizienten Lösungsstrategien bei komplexen IT-Netzwerken und Dienstleistungen.

a) Auszeichnungen und Zertifizierungen

Es werden enge Partnerschaften mit den führenden Herstellern der Branche gepflegt und die für die Leistungserbringung notwendigen Herstellerzertifizierungen kontinuierlich auf dem jeweils aktuellen Stand gehalten. Pan Dacom Networking AG wurde von Ihren Lieferanten auch 2023 vielfach ausgezeichnet.

Die wichtigsten Hersteller sind dabei die Cisco Systems, Inc. sowie die Nokia Networks B.V.. Die Pan Dacom Networking AG wird von Cisco Systems Inc. als Goldpartner eingestuft. Für die Nokia Networks B.V. ist die Pan Dacom Networking AG der größte Partner im deutschen Markt.

Mit einem nach ISO DIN 9001 zertifizierten Qualitätsmanagementsystem und einem nach ISO DIN 27001 zertifizierten Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) setzt Pan Dacom Networking AG ein deutliches Zeichen für die Sicherheit von Informationen.

b) Nachhaltigkeit

Pan Dacom Networking AG hat sich das Ziel gesetzt, CO 2 -Neutralität bis zum Jahr 2030 zu erreichen. Hierfür werden in mehreren Projekten Maßnahmen geprüft, geplant und durchgeführt, um die CO 2 -Emissionen von Pan Dacom Networking AG nachhaltig zu verringern. Zur CO 2 -Neutralität soll weiterhin die Auswahl verschiedener CO 2 -Ausgleichsprojekte beitragen.

c) Geschäftsverlauf

Die positive Geschäftsentwicklung der Gesellschaft hat auch im Rumpfgeschäftsjahr 2023 angehalten. Die Produktions- und Lieferprobleme der Hersteller lösten sich im Jahresverlauf kontinuierlich auf. Daneben beherrschten der Ukraine-Krieg, die hohe Inflationsrate und die in eine leichte Rezession abgleitende Konjunktur das Tagesgeschehen. Trotz der einsetzenden Marktkonsolidierung bei den alternativen Carriern konnte die Pan Dacom Networking AG ihre sehr starke Position in Beratung und Produktvertrieb durch Gewinnung weiterer Neukunden ausbauen. Hierzu tragen unter anderem die rückläufigen Marktanteile führender chinesischer Hersteller in diesem Segment bei. Auch konnte die Gesellschaft trotz der erhöhten Zurückhaltung der Unternehmenskunden bei Investitionen wichtige Projekte zu einem positiven Abschluss bringen.

Der für die Pan Dacom Networking AG ausschlaggebende Teilbereich der ITK-Branche konnte mit einem Rückgang von 0,3% die Erwartungshaltung der Branche bei der Umsatzentwicklung in keiner Weise erfüllen. Dies hatte jedoch keine negativen Auswirkungen auf die Auftragslage der Gesellschaft. So entwickelten sich die Auftragseingänge des Unternehmens nicht zuletzt aufgrund von Erfolgen bei der Neukundengewinnung überproportional gut.

Nach der sehr guten Entwicklung der Auftragseingänge im Geschäftsjahr 2021 (+24,1%) und 2022 (+13,9%) konnten auch im Rumpfgeschäftsjahr 2023 im Year-to-date-Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum die Auftragseingänge erneut um 8,5% auf 50 Mio. € gesteigert werden. Damit lag das Wachstum der Pan Dacom Networking AG wieder deutlich über der Branchenentwicklung.

Da sich die Produktions- und Lieferverzögerungen der Hersteller der Jahre 2021 und 2022 langsam auflösten, führte die Steigerung im Auftragseingang auch zu einer deutlichen Steigerung bei den Umsatzerlösen. So konnte die Gesamtleistung im Year-to-date-Vergleich um 18,9% gesteigert werden. Trotz dieser hervorragenden Geschäftsentwicklung lag die Book-to-bill-Ratio immer noch bei sehr guten 103,6%, was zu einer erneuten Steigerung des Auftragsbestandes führte.

B. B. Ertrag-, Finanz- und Vermögenslage

a) Ertragslage

Aufgrund der Änderung des Wirtschaftsjahres handelt es sich bei dem Berichtszeitraum um ein Rumpfgeschäftsjahr (01.01. - 30.09.2023). Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte ebenfalls für den Zeitraum 01.01. - 30.09. angesetzt.

Die Nettoumsatzerlöse stiegen im Berichtsjahr erneut deutlich um 18,9% auf 48,1 Mio. € und wurden in den folgenden Segmenten erzielt:

Inland Ausland Gesamt Vorjahr 01.01. - 30.09.
Handelsgeschäft TEUR 33.074 TEUR 689 TEUR 33.763 TEUR 26.770
Dienstleistungen TEUR 2.314 TEUR 16 TEUR 2.330 TEUR 2.570
Vertragsgeschäft TEUR 11.837 TEUR 151 TEUR 11.988 TEUR 11.084
Bruttoumsätze TEUR 47.225 TEUR 856 TEUR 48.081 TEUR 40.424
Skonti TEUR -1 TEUR 0 TEUR -1 TEUR -3
Nettoumsätze TEUR 47.224 TEUR 856 TEUR 48.080 TEUR 40.421

Zum Bilanzstichtag bestanden keine unfertigen Leistungen (Vergleichszeitraum: TEUR 0). Der Anteil des Handelsgeschäftes an der Gesamtleistung erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 66,2% auf 70,2%.

Die Margensituation im Handelsgeschäft stieg aufgrund des Produktmixes gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht an, ebenso im Segment "Dienstleistungen": Dagegen gab die Rohertragsquote im Segment "Vertragsgeschäft", im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Refinanzierungskosten bei den Managed Services, leicht nach. Durch den gestiegenen Anteil des Handelsgeschäftes ging die Gesamt-Rohertragsquote nochmals auf 30,7% (Vergleichszeitraum: 32,3%) zurück. In absoluten Werten stieg der Rohertrag jedoch um 13,3% auf 14,8 Mio. € an.

Durch eine effizientere Nutzung der Personalressourcen innerhalb der Unternehmensgruppe gingen die Aufwendungen in diesem Kostenbereich trotz des deutlich gestiegenen Umsatzvolumens um 7,7% gegenüber dem Vergleichszeitraum zurück. Die Personalaufwandsquote lag damit im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr bei 20,2% (Vergleichszeitraum: 26,0%)

Die Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Differenzen bei der Währungsumrechnung) und der Sachabschreibungen stiegen aufgrund der dynamischen Unternehmensentwicklung um 5,8% auf 2,2 Mio. € an. Die Sachaufwandskostenquote sank dabei auf 5,0% (Vergleichszeitraum: 5,6%).

Insgesamt gingen die operativen Betriebskosten (Personalkosten, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen ohne Währungsdifferenzen) gegenüber dem Vergleichszeitraum trotz der deutlichen Umsatzsteigerungen um 5,3% auf 12,1 Mio. € zurück (Vergleichszeitraum: 12,8 Mio. €). Die operative Gesamtkostenquote sank dabei deutlich auf 25,1% (Vergleichszeitraum: 31,6%).

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die vom Management durchgeführten Maßnahmen zur weiteren Effizienzsteigerung erfolgreich greifen und trotz der sehr guten Auftrags- und Umsatzlage zu leicht rückläufigen operativen Kosten geführt haben.

b) Finanzlage

Aufgrund der weiterhin ansteigenden positiven Ertragslage wurden auch im Rumpfgeschäftsjahr 2023 wie in den Vorjahren die Bankkredite zu keinem Zeitpunkt in Anspruch genommen.

Der Zinssaldo (ohne Aufwand/Ertrag aus Rückstellungen/Rückstellungsauflösungen für eventuelle Zinsforderungen aus Steuern) in Höhe von TEUR - 9 (Vergleichszeitraum: TEUR - 6) rührt ausschließlich von Avalprovisionen her. Durch liquide Mittel und eingeräumte Bankkreditlinien standen jederzeit ausreichende Finanzierungsmittel zur Verfügung.

2023
TEUR
2022
TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Jahresergebnis 2.200 1.020
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Anlagevermögen 155 177
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Anlagevermögen 0 -12
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) -30 -86
Ertragssteueraufwand (+)/Ertragssteuerertrag (-) 912 432
Ertragssteuerzahlungen (-)/Ertragssteuererstattungen (+) -1 -1
Veränderung Working Capital (ohne Zinsen) -3.869 -1.853
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -632 -322
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Anlagevermögen 10 23
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Anlagevermögen -83 -140
Erhaltene Zinsen 1 1
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -72 -116
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen (+)/Auszahlungen (-) an die Aktionäre 0 0
Gezahlte Zinsen -9 -8
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -9 -8
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -713 -446
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.155 3.601
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.442 3.155
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 2.442 3.155
Kfr. (Finanz-) Kreditverbindlichkeiten 0 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.442 3.155

Die Bilanzsumme stieg - im Wesentlichen aufgrund des Jahresüberschusses - um 14,1% auf 21,5 Mio. € (Vergleichszeitraum: 18,8 Mio. €). Nachdem aus dem Bilanzgewinn 2022 erneut keine Ausschüttung vorgenommen wurde, erhöhte sich das haftende Eigenkapital auf TEUR 6.818 (Vergleichszeitraum: TEUR 4.618). Die Eigenkapitalquote stieg trotz der erhöhten Bilanzsumme auf 31,7% (Vergleichszeitraum: 24,5%). Bei einer saldierten Betrachtung der aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten für Serviceverträge (gleicher Sachverhalt) beträgt die Eigenkapitalquote hervorragende 38,9% nach 30,8% im Jahr 2022.

Der Finanzierungsbedarf des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde wie in den Vorjahren aus dem eigenen Cashflow gedeckt. Die kurzfristigen Bankkreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen. Die Schuldenfreiheit des Unternehmens ist weiterhin ein wichtiger Garant für die künftige Stabilität der Pan Dacom Networking AG.

c) Vermögenslage

Im Berichtszeitraum wurden fast ausschließlich Ersatzinvestitionen vorgenommen, im Wesentlichen in Test- und Analysegeräte. Die Investitionen in den Fuhrpark wurden wie in den Vorjahren vollständig über Full-Leasingverträge abgewickelt. Gleiches gilt für die Investitionen für langfristige Managed-Service-Verträge, die über Sale-and-Lease-back-Verträge refinanziert wurden. Den bilanzierten Investitionen in Höhe von TEUR 87 standen ordentliche Abschreibungen in Höhe von TEUR 155 gegenüber.

Der Bestand an Fertigerzeugnissen und Waren beinhaltet den projektbezogenen Handelswarenbestand sowie den für die Serviceverträge benötigten Ersatzteilbestand. Er unterliegt insgesamt gesehen stichtagsbezogen gewissen Schwankungen, die sich jedoch immer kurzfristig auflösen, da die Beschaffung der Handelswaren streng auftragsbezogen erfolgt. Zum Bilanzstichtag 30.09.2023 stieg diese Position auf TEUR 2.757 (Vorjahr: TEUR 1.914). Darin enthalten sind kundenauftragsbezogene Waren im Gesamtvolumen von TEUR 2.716 (Vorjahr: TEUR 1.887), die erneut in großen Teilen aufgrund fehlender Restlieferungen nicht an die Kunden geliefert werden konnten. Bei Eliminierung dieser Position blieb der Fertigwarenbestand nahezu konstant auf Vorjahresniveau (TEUR 41 / Vorjahr: TEUR 27) und ist in Bezug auf die Gesamtleistung sehr niedrig. Im Berichtsjahr wurden Verschrottungen von nicht mehr benötigten Ersatzteilen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 50) vorgenommen; der Bestand an Ersatzteilen ist nahezu vollständig abgeschrieben. Insgesamt sind im Warenbestand verbleibende Wertberichtigungen (nahezu ausschließlich planmäßige Abschreibungen im Ersatzteilbestand) in Höhe von TEUR 1.015 (Vorjahr: TEUR 879) berücksichtigt.

Die Forderungen stiegen parallel zu der erneut gestiegenen Gesamtleistung nochmals deutlich um 39,0% auf TEUR 10.096 (Vorjahr: TEUR 7.265) an. Der Anstieg vollzog sich ausschließlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, wogegen die Forderungen aus Bonifikationen und Herstellerrückvergütungen deutlich zurückgingen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren zum 17.11.2023 zu 93,4% beglichen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten gingen leicht um 3,1% auf TEUR 5.965 zurück. Diese Position enthält zu 96% Vorauszahlungen für Hersteller-Serviceleistungen für Kunden-Wartungsverträge. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten (im Wesentlichen aus Kundenvorauszahlungen für Serviceverträge) stiegen dagegen leicht um 2% auf TEUR 4.034.

Die Rückstellungen erhöhten sich per 30.09.2.2023 erneut deutlich um 21,4% auf TEUR 3.969 (Vorjahr: TEUR 3.270). Darin enthalten sind Erhöhungen der Rückstellungen für Ertragssteuern in Höhe von TEUR 911, wogegen die sonstigen Rückstellungen um 10,0% TEUR 1.922 zurückgingen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen nur unterdurchschnittlich (in Relation zur Steigerung des Geschäftsvolumens) um 9,2% auf TEUR 6.153 (Vorjahr: TEUR 5.636). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren zum 17.11.2023 vollständig innerhalb der Fälligkeiten beglichen.

d) Zusammenfassung

Erneut hat die Dynamik der Geschäftsentwicklung der Pan Dacom Networking AG entgegen allen geopolitischen Verwerfungen und binnenkonjunkturellen Problemen auch im Rumpfgeschäftsjahr 2023 angehalten und zu einem deutlichen Wachstum bei den Auftragseingängen, den Umsatzerlösen und der Ertragslage geführt. Wie erwartet haben die vorgenommenen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung zu einer sehr guten Entwicklung der operativen Ertragslage geführt. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit TEUR 3.108 deutlich über dem korrespondierenden Wert des Vergleichszeitraums (Januar bis September 2022) von TEUR 490.

Trotz der hervorragenden Geschäftsentwicklung stieg der Auftragsbestand wiederum um 1,9 Mio. € bzw. 8,2% auf 39,2 Mio. €.

C. C. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023/24 sowie Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

1) Risikomanagement

Die Erfassung, Analyse und Reaktion auf Geschäftsrisiken ist wichtiger Bestandteil des integrierten Management Systems (IMS) der Pan Dacom Networking AG. Dabei basiert die Risikopolitik auf dem Geschäftsziel eines nachhaltigen Unternehmenswachstums und einer kontinuierlichen Steigerung des Unternehmenswertes. Das Risikomanagementsystem der Pan Dacom Networking AG unterstützt dabei das Management, Risiken frühzeitig zu erkennen, um entsprechende Maßnahmen zu deren Beherrschung bzw. Minimierung zu ergreifen. Die sich bietenden Chancen werden hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und immanenter Risiken überprüft, um einen möglichst effizienten Einsatz der Ressourcen mit einem vertretbaren Risikopotenzial zu gewährleisten. Bei Eintritt von Risiken wird durch zeitnah eingeleitete Maßnahmen der Fortbestand des Unternehmens weitestgehend sichergestellt. Als unternehmenskritische Risiken wurden vom Management identifiziert:

1.1) Marktrisiken

Die Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenparameter des für die Pan Dacom Networking AG relevanten Marktes hängen dabei sehr stark vom - unter anderem konjunkturell abhängigen - Investitionsverhalten der Kunden ab. Wie die vergangenen Jahre mit Corona-Krise, Ukraine-Krieg und zuletzt der kriegerischen Handlungen im Nahen Osten gezeigt haben, kann die Konjunkturlage durch externe Vorkommnisse zu deutlichen konjunkturellen Beeinflussungen führen. Verschiebungen von Investitionsprojekten der Kunden können dadurch unter Umständen erheblichen Einfluss auf die prognostizierte Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens haben. Durch den Abschluss von längerfristigen Serviceverträgen soll die Schwankungsamplitude der Umsatzerlöse entsprechend reduziert werden. Zudem wird mittels eines rollierenden Forecast-Systems die laufende Projektentwicklung überwacht. In diese Betrachtung fließen auch die in den nachfolgenden Monaten zur Entscheidung anstehenden Projekte mit ein, sodass jederzeit ein vollumfängliches Bild der vertrieblichen Situation zur Verfügung steht. Trotzdem können Konjunktureinbrüche sowohl bei der Binnenwirtschaft als auch bei der Weltwirtschaft zu negativen Einflüssen der Geschäfts- und Ertragslage führen. Die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2023 geht trotz der unbefriedigenden Prognosen für die deutsche Konjunktur von einer moderaten Wachstumsentwicklung der für die Pan Dacom Networking AG ausschlaggebenden Branchensegmente aus.

1.2) Beschaffungsrisiken

Die Pan Dacom Networking AG setzt bei der Realisierung der Kundenprojekte Produkte und Lösungen von namhaften Herstellern ein, die weltweit tätig sind. Die in den Jahren 2021 und 2022 vorherrschende Chipkrise und die dadurch entstandenen Produktionsverzögerungen haben sich im Geschäftsjahr 2023 sukzessive aufgelöst. Trotzdem können insbesondere geopolitische Themen erneut zu einer nachhaltigen Beeinträchtigung der Liefer- und Produktionsketten führen (z.B. die Taiwan-Frage). Durch einen engen Austausch mit den Lieferanten/Herstellern und den Kunden wird versucht, durch frühzeitige Bestellungen die Waren zu dem vom Kunden gewünschten Realisierungszeitpunkt zur Verfügung zu haben. Parallel dazu werden Lieferzeiten kontinuierlich mit dem Lieferanten/Hersteller abgeglichen, um jederzeit einen Überblick auf die künftige Liefer- und Umsatzsituation zu haben. Trotzdem kann nicht ausgeschlossen werden, dass es entgegen den ursprünglichen Prognosen der Lieferanten/Hersteller zu weitergehenden Lieferverzögerungen kommt, die zu entsprechenden Verzögerungen bei Umsatz- und Ertragsrealisierung führen.

1.3) Klumpenrisiken

Im Durchschnitt betreut die Pan Dacom Networking AG rund 350 Kunden, die Leistungen in den genannten Geschäftsfeldern abrufen. Der Umsatzanteil der TOP10-Kunden der kumulierten Geschäftsjahre 2021 bis 2023 beträgt 47,9% (TOP50-Kunden: 85,6%) und hat sich gegenüber dem Zeitraum 2020 bis 2022 (48,6% bzw. 84,3%) nur leicht verändert. Je nach Projektlage sind hier Schwankungen möglich. Die kontinuierliche Verbreiterung der Kundenbasis ist weiterhin Teil der Unternehmensstrategie des Managements, um Abhängigkeiten zu vermeiden oder zumindest zu minimieren. Trotzdem kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich der Wegfall eines Top10-Kunden auch negativ auf die Ertragslage auswirkt, bis die eingeleiteten Gegenmaßnahmen zu greifen begonnen haben. In der Vergangenheit hat das Management der Pan Dacom Networking AG jedoch bewiesen, dass auch der Wegfall eines Top3-Kunden nicht zu einer nachhaltigen Schwächung der Ertragslage geführt hat.

1.4) Wechselkursrisiken

Wesentliche Teile der eingehenden Lieferantenrechnungen werden in US-Dollar gestellt. Durch enge Abstimmung zwischen den Abteilungen Vertrieb, Auftragsabwicklung und Rechnungswesen sowie definierte Prozesse ist eine zeitnahe Kursabsicherung der zu erwartenden Fremdwährungsrechnungen gewährleistet.

Je nach Entwicklung der Devisenkurse und Laufzeiten der Sicherungsgeschäfte kann es zu temporären, unter Umständen geschäftsjahresübergreifenden Gewinnen oder Verlusten kommen, die sich jedoch über die Projektgesamtlaufzeit wieder auflösen. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass es bei drastischen Verteuerungen oder bei Kurskapriolen des US-Dollars zu Währungsumrechnungsverlusten kommen könnte. Trotzdem ist festzustellen, dass es aufgrund des proaktiven Währungsmanagements seit vielen Jahren nicht nur zu keinen Wechselkursverlusten mehr gekommen ist, sondern zum Teil auch erhebliche Erträge aus Wechselkursen verbucht werden konnten.

1.5) Mitarbeitende/Personalmangel

Trotz der schwachen Konjunkturlage im Kalenderjahr 2023 ist es am Personalmarkt für die IT-Branche weiterhin zu keiner nennenswerten Entspannung gekommen. Der Fachkräftemangel ist mittlerweile in nahezu allen Branchen das beherrschende Thema. Laut Branchenbericht des Industrieverbandes BITKOM waren im Jahr 2023 gut 1,3 Mio. Erwerbstätige in der ITK-Branche tätig (+3%). Die Wachstumsrate soll sich zwar im Jahr 2024 auf 2,2% leicht abschwächen, mit aktuell 149.000 (+9%) unbesetzten Stellen ist der Fachkräftemangel weiterhin ein gewaltiges Problem. Dieser "War of Talents" führt dazu, dass die Reaktionsmöglichkeiten auf entstehende Überkapazitäten beschränkt sind, um darauffolgende Aufschwünge nicht durch fehlende Kapazitäten zu gefährden. Die Pan Dacom Networking AG tritt dieser Situation mit attraktiven Arbeitsplätzen, Vergütungskonzepten und modernen Arbeitszeitmodellen, sowie als Ausbildungsbetrieb entgegen. Aufgrund der teilweise schwankenden Kapazitäts- und Spezialisierungsanforderungen der Kunden wurde zudem die Zusammenarbeit mit Technologiepartnern weiter ausgebaut, um flexibel auf die Marktanforderungen reagieren zu können. Daneben haben die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden absolute Priorität, um sich durch ein hohes lösungsorientiertes Know-How der Mitarbeitende vom Wettbewerb unterscheiden zu können. Auch eine Rekrutierungsoffensive wurde erfolgreich durchgeführt. Trotzdem kann es sein, dass einzelne Positionen nicht bzw. nicht zeitgerecht besetzt werden können, was sich unter Umständen auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung der Gesellschaft auswirken könnte.

Durch die Steigerung unserer Attraktivität als Arbeitgeber sollen sowohl Mitarbeitende mit einer langjährigen Unternehmenszugehörigkeit als auch Nachwuchskräfte an das Unternehmen gebunden werden.

1.6) Bonitäts-/Kreditrisiken

Im Rahmen der Geschäftsabwicklung können allgemeine Finanzrisiken, wie zum Beispiel Zahlungsverzögerungen, durch Kunden auftreten. Nachdem das Zinsniveau im Jahr 2023 gegenüber den Vorjahren deutlich gestiegen war, wurde ein langsameres Zahlungsverhalten der Pan Dacom-Kunden im Durchschnitt beobachtet. Gründe hierfür sind spätere Zahlungen zur Ausnutzung der gestiegenen Guthabenzinsen bei den Banken oder die Vermeidung von Kreditzinsen. Weiterhin kann sich bei einer weiteren Eintrübung der konjunkturellen Lage oder durch Wegfall der jeweiligen Finanzierungspartner die Zahlungsfähigkeit der Kunden verschlechtern. Durch definierte Prozesse bei der Beurteilung der Kundenbonitäten soll dieses Risiko minimiert werden. Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 hatte die Pan Dacom Networking AG wie auch in den Vorjahren keine Forderungsausfälle zu beklagen. Obwohl die Finanzierungslage bei den alternativen Carriern, einem wichtigen Kundensegment der Pan Dacom, auch im Jahr 2023 deutlich schwieriger geworden ist und es in diesem Segment zu ersten Insolvenzen gekommen war, geht das Management auch für das Geschäftsjahr 2023/24 davon aus, dass das Pan Dacom-Kundenklientel stabil aufgestellt ist und aus diesem Risikosegment derzeit mit keinen unternehmensgefährdenden Risiken gerechnet werden muss.

1.7) Politische Risiken

Zunehmender Protektionismus in für die Bundesrepublik Deutschland wichtigen Absatzmärkten sowie geopolitische Verwerfungen (Ukraine-Krieg, Nah-Ost-Konflikt, Taiwan-Frage) können weiterhin das Investitionsverhalten der Unternehmen nachhaltig beeinflussen. Eine stabile politische Lage und ein freier Welthandel sind Basis einer prosperierenden Wirtschaft, die sich auch in den Chancen der Geschäftsentwicklung widerspiegelt. Dabei können auch geopolitische Themen zu Beeinflussungen von Investitionsverhalten führen. Nachdem das Wirkungsgebiet der Pan Dacom Networking AG ausschließlich die Bundesrepublik Deutschland ist, sind derzeit keine direkten politischen Risiken erkennbar. Trotzdem kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei Eintritt oder Verschärfung von geopolitischen Risiken und/oder zunehmenden protektionistischen Verhalten wichtiger Partnerländer aufgrund veränderter politischer Verhältnisse sich diese auch auf die Geschäftsentwicklung der Pan Dacom-Kunden und die Lieferfähigkeit der Lieferanten/Hersteller auswirken können.

1.8) Gesamtrisiko

Zum Bilanzstichtag waren keine Risiken ersichtlich oder bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährdet hätten.

2) Prognosen

Nachdem die von den führenden Wirtschaftsforschungsunternehmen für 2023 prognostizierte Rezession auch in einer zumindest milden Form eingetreten ist, wird für das Jahr 2024 mit einer sehr leichten Erholung gerechnet. Trotzdem bergen die Vielzahl an Krisenherden und deren mögliche Auswirkungen auf die Weltkonjunktur weiterhin Risikopotenzial. Zu beobachten ist dies daran, dass anstehende IT-Investitionen verlangsamt umgesetzt werden oder diese deutlich kritischer geprüft werden.

Trotzdem rechnet die BITKOM in ihrem Branchenbericht für das Jahr 2024 von einem Wachstum der gesamten ITK-Branche von 4,4% nach einem Wachstum von 2,0% im Jahr 2023 aus. Auch für die Segmente, in denen sich das Geschäftsmodell der Pan Dacom Networking AG bewegt, beläuft sich die Prognose auf einen Zuwachs von 4,2% nach einem Rückgang um -0,3% im Jahr 2023. Größter Treiber dieses Wachstums sollen dabei weiterhin Investitionen in IT-Hardware sein. Dagegen wird für die TK-Infrastruktur mit einem nominellen Rückgang der Investitionsausgaben gerechnet.

Nachdem es sich bei dem Berichtsjahr um ein Rumpfgeschäftsjahr handelte, wird nun der Bilanzrhythmus 01.10. - 30.09. wirksam. Aufgrund der vorherrschenden Projektlage dürften sich alle drei Geschäftsbereiche der Pan Dacom Networking AG im Geschäftsjahr 2023/24 erneut positiv entwickeln, wenn auch aufgrund der unsicheren konjunkturellen und politischen Lage sehr vorsichtig geplant wurde. In Summe sollen sich die Auftragseingänge um rund 3% und die Umsatzerlöse ebenfalls um rund 3% gegenüber dem linear hochgerechneten Rumpfgeschäftsjahr 2023 erhöhen.

Insgesamt geht das Management davon aus, dass sich die operative Gewinnmarge auch im Jahr 2023/24 gegenüber dem Berichtszeitraum leicht verbessern wird. Dabei sind die mit den Hausbanken vereinbarten Kreditfazilitäten ausreichend bemessen, um die Finanzierung des Geschäftsbetriebes sicherzustellen.

D. D. Schlusserklärung des Abhängigkeitsberichts nach § 312 AktG

Die Pan Dacom Networking AG hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für den Berichtszeitraum vom 01.01. bis 30.09.2023 aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem genannten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten.

Bei der Pan Dacom Networking AG haben in Beziehung zu der Pan Dacom Direkt GmbH im Geschäftsjahr keine weiteren berichtspflichtigen Vorgänge vorgelegen.

 

Dreieich, den 17. November 2023

gez. Dirk Bachmann

gez. Thomas Klein

Bilanz

Aktiva

30.9.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 351.670,77 434.322,78
I. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 76.696,42 104.940,65
II. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 274.474,35 318.500,32
III. sonstige Ausleihungen 500,00 10.881,81
B. Umlaufvermögen 15.177.340,24 12.232.438,72
I. fertige Erzeugnisse und Waren 2.756.962,98 1.913.786,73
II. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 118.125,05 101.728,86
III. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.767.953,74 6.486.208,19
IV. sonstige Vermögensgegenstände 328.502,37 779.191,72
V. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.442.046,20 3.154.980,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.964.918,40 6.155.062,73

Passiva

30.9.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.818.117,74 4.617.717,62
I. gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Kapitalrücklage 157.614,13 157.614,13
III. Gewinnrücklagen 42.385,87 42.385,87
IV. Bilanzgewinn 4.618.117,74 2.417.717,62
B. Rückstellungen 3.968.708,44 3.269.737,29
1. Steuerrückstellungen 2.046.764,77 1.135.585,80
2. sonstige Rückstellungen 1.921.943,67 2.134.151,49
C. Verbindlichkeiten 6.672.799,71 6.999.346,74
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.153.161,80 5.636.380,05
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 353.811,07 1.171.434,18
3. sonstige Verbindlichkeiten 165.826,84 191.532,51
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4.034.303,52 3.958.848,60

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 30.9.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 48.079.874,26 56.023.965,54
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -23.826,02 23.826,02
3. sonstige betriebliche Erträge 850.546,55 1.103.429,38
4. Materialaufwand 33.299.198,74 38.271.527,70
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - verbundene Unternehmen 27.321.553,38 31.378.256,35
b) Aufwendungen für bezogene Waren 5.977.645,36 6.893.271,35
5. Personalaufwand 9.695.263,60 13.537.500,42
a) Löhne und Gehälter 8.239.862,36 11.450.489,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.455.401,24 2.087.010,86
davon für Altersversorgung 9.061,87 16.444,94
6. Abschreibungen 155.010,31 177.385,83
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 155.010,31 177.385,83
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.626.122,50 3.685.906,72
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 969,73 756,48
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.112,28 11.772,55
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 911.808,97 432.429,80
11. sonstige Steuern 10.648,00 15.853,00
Jahresüberschuss 2.200.400,12 1.019.601,40

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 30.9.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 2.200.400,12 1.019.601,40
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.417.717,62 1.398.116,22
3. Bilanzgewinn 4.618.117,74 2.417.717,62

ANHANG FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR 01.01.-30.09.2023

PAN DACOM NETWORKING AG, DREIEICH

Firmenname laut Registergericht: Pan Dacom Networking AG
Firmensitz laut Registergericht: Dreieich
Registereintrag: 03.11.2000
Registergericht: Amtsgericht Offenbach am Main
Registernummer: HRB 34647

I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 30. September 2023 der Pan Dacom Networking AG, Dreieich, - im Folgenden kurz Gesellschaft genannt - wurde unter Anwendung der Vorschriften §242 ff. und §264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und der einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß §275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß §267 Abs. 3 HGB. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

2. Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen in der steuerlich zulässigen Höhe angesetzt.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Abschreibungen werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine Abschreibungen auf Finanzanlagen vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Wert EUR 800 nicht übersteigen, wurden im Sinne von § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

3. Vorräte

Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Marktwert angesetzt. Für überalterte und nicht gängige Artikel werden die notwendigen Wertabschläge vorgenommen. Ersatzteile für Serviceverträge werden auf den Zeitraum der voraussichtlichen Nutzungsmöglichkeit abgeschrieben. Im Geschäftsjahr wurden Verschrottungen/ Wertberichtigungen im Gesamtwert von TEUR -2 (Vorjahr: TEUR -14) vorgenommen.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen in Höhe von 1,0 % ausreichend Rechnung getragen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Soweit notwendig werden bei ausfallgefährdeten Forderungen Einzelwertberichtigungen in Höhe des voraussichtlich zu erwartenden Forderungsausfalles vorgenommen. Im Geschäftsjahr wurden keine Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

5. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten

Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währungen lauten, sind mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles unter Beachtung des Niederstwert- bzw. Höchstwertprinzips bewertet.

6. Devisentermingeschäfte

Der Bedarf an Fremdwährungen in US-Dollar zur Begleichung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurde mit Devisentermingeschäften teilweise abgesichert. Für drohende Verluste aus nicht durch Sicherungsgeschäfte gedecktem USD-Bedarf werden TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 36) zurückgestellt.

Folgende offene Devisentermingeschäfte bestanden zum 30.09.2023:

Valuta-Datum Betrag
(USD)
Kurs zum Termin EUR-Gegenwert
1 29.12.2023 450.000,00 USD 1,1055 407.069,29 EUR
2 29.02.2024 500.000,00 USD 1,1058 452.157,86 EUR
3 28.03.2024 650.000,00 USD 1,1038 588.874,80 EUR
4 28.03.2024 2.000.000,00 USD 1,1225 1.781.737,19 EUR
5 30.04.2024 350.000,00 USD 1,1106 315.134,50 EUR
3.950.000,00 USD 3.544.973,63 EUR

Den Devisentermingeschäften standen US-Dollarverbindlichkeiten oder US-Dollar-Bestellungen in mindestens gleicher Höhe gegenüber.

7. Rückstellungen

Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Rückstellungen für Gewährleistung sind wie im Vorjahr mit 0,5 % des mit Gewährleistung behafteten Umsatzes berechnet worden.

8. Verbindlichkeiten

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

9. Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten sind aufgrund ihres kurzfristigen Charakters mit dem Nominalwert angesetzt.

II. EINZELANGABEN ZUR BILANZ

1. Sachanlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 einschließlich der kumulierten Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den separat dargestellten Anlagespiegel verwiesen.

2. Sonstige Ausleihungen

Die sonstigen Ausleihungen bestanden zum 30.09.2023 aus zehn Genossenschaftsanteilen in Höhe von zusammen EUR 500 (Vorjahr: EUR 500).

3. Vorräte

Der Bestand an Fertigen Erzeugnissen und Waren betrug zum Jahresende TEUR 2.757 (Vorjahr: TEUR 1.914).

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, die offen von den Vorräten abgesetzt werden, belaufen sich auf TEUR 118 (Vorjahr: TEUR 102).

4. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Es bestanden keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

5. Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bilanzposition in Höhe von TEUR 329 (Vorjahr: TEUR 779) setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Herstellerrückvergütungen von TEUR 323 (Vorjahr: TEUR 762), sowie Forderungen gegen Personal in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 5).

6. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt TEUR 2.000 (Vorjahr: TEUR 2.000). Das Grundkapital ist in 2.000.000 (Vorjahr: 2.000.000) Stückaktien, die auf den Namen lauten, aufgeteilt.

7. Genehmigtes Kapital

Zum Bilanzstichtag bestand keine Ermächtigung des Vorstandes das Grundkapital zur Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sach- oder Bareinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

8. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe von TEUR 2.047 gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen beziehen sich im Wesentlichen auf Rückstellungen im Personalbereich in Höhe von TEUR 977 (Vorjahr: TEUR 504), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und zu erteilende Gutschriften in Höhe von TEUR 496 (Vorjahr: TEUR 1.275) und Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 225 (Vorjahr: TEUR 190).

9. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeit Restlaufzeit 1 Jahr Vorjahr
1. Lieferanten 6.153 TEUR 5.636 TEUR
2. Verbund. Unternehmen 354 TEUR 1.171 TEUR
3. Sonstige 166 TEUR 192 TEUR
6.673 TEUR 6.999 TEUR

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit: TEUR 354 (Vorjahr: TEUR 1.171) Gesellschafter.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 153 (Vorjahr: TEUR 188) enthalten.

10. Rechnungsabgrenzungsposten

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind vorwiegend abgeschlossene Hersteller-Rückversicherungen berücksichtigt, die über die entsprechende Vertragslaufzeit kontinuierlich aufgelöst werden.

Den größten Teil der passiven Rechnungsabgrenzungsposten bilden Kundenvorauszahlungen für Wartungsverträge (deren Leistungserbringung nach dem Bilanzstichtag erfolgt), welche im Zeitverlauf fortlaufend aufgelöst werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen

TEUR
fällig 2024 3.105
2025 2.474
2026 1.842
2027 903
2028 393
2029 0
8.717

Die finanziellen Verpflichtungen bestehen in einem Teilbetrag in Höhe von TEUR 1.714 aus Mietverträgen für Immobilien, im Teilbetrag von TEUR 469 aus Leasingverträgen für mobile Investitionsgüter (im Wesentlichen Fuhrpark) sowie im Teilbetrag von TEUR 6.535 aus Sale&Lease Back-Verträgen als Finanzierungsgrundlage von Managed-Service-Verträgen.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

2023
TEUR
2022
TEUR
Warenverkäufe 33.762 38.053
Dienstleistungen 14.318 17.971
Umsatzerlöse 48.080 56.024

Die Nettoumsatzerlöse entfallen mit TEUR 47.252 (Vorjahr: TEUR 55.395) auf das Inland und TEUR 856 (Vorjahr: TEUR 629) auf das Ausland.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Kursdifferenzen (TEUR 804; Vorjahr: TEUR 995) und aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 30; Vorjahr: TEUR 30).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten unter anderem periodenfremde Aufwendungen aus Kursdifferenzen (TEUR 406; Vorjahr: TEUR 856).

4. Steuern aus Einkommen und Ertrag

Die Steuern aus Einkommen und Ertrag beinhalten TEUR 912 für das abgeschlossene Wirtschaftsjahr.

IV. SONSTIGE ANGABEN

1. Vorstand und Vertretungsbefugnis / Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2023 waren zu Vorständen bestellt:

Dirk Bachmann, Alzenau, Vorstandsvorsitzender

Thomas Klein, Dickenschied, Vorstand

Die Gesellschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Der Vorstand Dirk Bachmann hat Alleinvertretungsbefugnis. Sämtliche Vorstände sind hauptberuflich als Vorstand tätig.

Zum Aufsichtsrat waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

Frau Dr. Melanie Stähler (Vorsitzende) - Juristin - Pan Dacom Direkt GmbH

Helmut Senft, Mühlheim (stellvertretende Vorsitzender) - Wirtschaftsprüfer/ Steuerberater bis 03.04.2023

Stefan Hartung,- Wirtschaftsprüfer/ Steuerberater ab 03.04.2023

Wilfried Röttgers, Wiesbaden - Kaufmann - mitcaps GmbH

2. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtvergütung des Vorstandes wird mit Bezug auf die Bestimmungen des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Bezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 betrugen EUR 52.200,01.

3. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Im Geschäftsjahr 2023 betrug die durchschnittliche Mitarbeiterzahl 182 (Vorjahr: 212) Angestellte. Die Mitarbeiter sind in den folgenden Bereichen beschäftigt:

2023 2022
Technik Competence Center 19 22
Technik/Service 68 80
Service Solution Center 50 51
Vertrieb 15 22
Verwaltung 30 31
182 212

4. Abschlussprüferhonorar

Für den Abschlussprüfer wurden für das Geschäftsjahr EUR 19.000 als Honorar im Aufwand erfasst. Das Honorar betrifft ausschließlich die Abschlussprüfungsleistungen.

5. Konzernabschluss

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Pan Dacom Direkt GmbH, Dreieich, einbezogen. Diese erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

6. Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor den Bilanzgewinn 2023 wie folgt zu verwenden :

Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 4.618.117,74 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Dreieich, den 20. November 2023

gez. Dirk Bachmann

gez. Thomas Klein

Niederschrift über die ordentliche Hauptversammlung der Pan Dacom Networking AG, mit dem Sitz in Dreieich am 22.02.2024

Am 22.02.2024 fand in dem Anwesen Dreieich Plaza 1 B, 63303 Dreieich die ordentliche Hauptversammlung der Firma

Pan Dacom Networking AG mit dem Sitz in Dreieich,

Amtsgericht Offenbach am Main, HRB 34647,

statt. An der Hauptversammlung nahmen teil:

1. von den Mitgliedern des Aufsichtsrats der Gesellschaft:

Frau Dr. Melanie Stähler (Aufsichtsratsvorsitzende)

Herr Stefan Hartung (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

Herr Wilfried Röttgers (Aufsichtsratsmitglied)

2. von den Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft:

Herr Dirk Bachmann (Vorstandsvorsitzender)

Herr Thomas Klein (Mitglied des Vorstands)

3. die Aktionäre und Aktionärsvertreter, die in dem dieser Niederschrift als Anlage 1 beigefügten Teilnehmerverzeichnis im Einzelnen aufgeführt sind.

Die Aufsichtsratsvorsitzende, Frau Dr. Melanie Stähler, eröffnete die Versammlung um 16:30 Uhr, übernahm den Vorsitz in der ordentlichen Hauptversammlung und begrüßte die Anwesenden. Das Teilnehmerverzeichnis (das von der Vorsitzenden unterzeichnet wurde) lag während der gesamten Hauptversammlung zur Einsicht aus.

An der Hauptversammlung nahmen alle Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats teil.

Sämtliche Aktionäre waren anwesend bzw. vertreten. Die Vorsitzende schlug deshalb vor, die Hauptversammlung unter Verzicht auf die Einhaltung aller gesetzlich oder satzungsmäßig vorgeschriebenen Förmlichkeiten hinsichtlich der Einberufung und Durchführung der Hauptversammlung als Vollversammlung im Sinne des § 9 der Satzung abzuhalten. Hiermit erklärten sich sämtliche Anwesende ausdrücklich einverstanden. Die Aktionärin erklärte sich somit mit der Beschlussfassung außerhalb einer ordnungsgemäß einberufenen Hauptversammlung i.S.d. § 9 der Satzung der Pan Dacom Networking AG einverstanden.

Die Vorsitzende stellte daher folgende Anträge:

a) Die Aktionärin möge ausdrücklich mit allen Stimmen auf etwaige Rechte verzichten, die für Sie daraus hervorgehen könnten, dass die Hauptversammlung unter Verzicht auf die Einhaltung aller gesetzlichen oder satzungsmäßigen Form- und Fristvorschriften hinsichtlich der Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung abgehalten wird.

b) Sie möge sich mit der Durchführung der Hauptversammlung einverstanden erklären.

c) Als Ort der Hauptversammlung soll Dreieich bestimmt werden.

Diesen Anträgen wurde einstimmig zugestimmt; die Vorsitzende stellte dies so fest.

Als Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung schlug die Vorsitzende Folgendes vor:

1. Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses der Pan Dacom Networking AG und des Lageberichts des Vorstandes für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 sowie des Berichts des Aufsichtsrats für das Rumpfgeschäftsjahr 2023

2. Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns der Pan Dacom Networking AG zum 30.09.2023 Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 4.618.117,74 € wie folgt zu verwenden:

i. Gewinnvortrag auf neue Rechnung: 4.618.117,74 €

3. Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstandsmitglieds Herrn Klein für das Rumpfgeschäftsjahr 01/2023 bis 09/2023 im Wege der Einzelentlastung Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, dem Mitglied des Vorstands Herrn Klein Entlastung zu erteilen.

4. Beschlussfassung über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Rumpfgeschäftsjahr 01/2023 bis 09/2023 Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, den Mitgliedern des Aufsichtsrates Entlastung zu erteilen.

5. Wahl des Abschlussprüfers

Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, die Muth & Co. GmbH - Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Fulda, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 10/2023 bis 09/2024 zu wählen.

Als Form der Abstimmung bestimmte die Vorsitzende das Handaufheben, womit sich die Versammlung einverstanden erklärte.

Sodann wurde die Tagesordnung erledigt wie folgt:

Tagesordnungspunkt 1:

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 wurden vom Aufsichtsrat gebilligt und sind damit festgestellt. Der festgestellte Jahresabschluss sowie der Lagebericht und der Abhängigkeitsbericht des Vorstands lagen der Versammlung vor. Die vorgelegten Unterlagen sind dieser Niederschrift als Anlage 2 beigefügt.

Auf Verlesung der Vorlagen und deren Erläuterungen wird verzichtet.

Die Vorsitzende erläuterte dann die Tätigkeit und den Bericht des Aufsichtsrates.

Tagesordnungspunkt 2:

Die Vorsitzende gab folgenden Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat bekannt:

Der Bilanzgewinn für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 in Höhe von 4.618.117,74 € wird wie folgt verwendet:

I. Gewinnvortrag auf neue Rechnung 4.618.117,74 €

Es wurde abgestimmt.

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung wurde ohne Gegenstimmen und Enthaltungen mit allen stimmberechtigten Stimmen angenommen.

Die Vorsitzende stellte den gefassten Beschluss fest und verkündete ihn.

Tagesordnungspunkt 3:

Die Vorsitzende bestimmte als Versammlungsleiterin, dass die Entlastungen des Vorstands im Wege der Einzelentlastung durchgeführt werden.

Unter Punkt 3 der Tagesordnung gab die Vorsitzende den Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand bekannt, dem im Rumpfgeschäftsjahr 2023 tätigen Vorstandsmitglied Herrn Klein für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen.

Es wurde abgestimmt.

Der Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat wurde ohne Gegenstimmen und Enthaltungen mit allen stimmberechtigten Stimmen angenommen.

Damit ist das Vorstandsmitglied Herr Klein für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 einstimmig entlastet.

Tagesordnungspunkt 4:

Unter Punkt 4 der Tagesordnung gab die Vorsitzende den Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand bekannt, den Mitgliedern des Aufsichtsrates für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen.

Es wurde abgestimmt.

Der Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat wurde ohne Gegenstimmen und Enthaltungen mit allen stimmberechtigten Stimmen angenommen.

Damit sind die Mitglieder des Aufsichtsrates für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 einstimmig entlastet.

Tagesordnungspunkt 5:

Des Weiteren gab die Vorsitzende unter Punkt 6 der Tagesordnung den Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand bekannt, die Muth & Co. GmbH - Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Fulda, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023/2024 zu wählen.

Es wurde abgestimmt.

Der Beschlussvorschlag wurde ohne Gegenstimmen und Enthaltungen mit allen stimmberechtigten Stimmen angenommen.

Die Vorsitzende stellte den gefassten Beschluss fest und verkündete ihn.

Damit war die Tagesordnung erledigt.

Wortmeldungen lagen keine mehr vor.

Sämtliche Wahlen und Abstimmungen wurden in dem vorstehend aufgeführten und von der Vorsitzenden dargestellten Verfahren durchgeführt. Die Vorsitzende stellt jeweils nach Beschlussfassung das Ergebnis fest und verkündet es. Die Präsenz war während der gesamten Hauptversammlung unverändert. Das Wort wurde jeweils nicht gewünscht, ein Widerspruch zur Niederschrift nicht erklärt.

Die Vorsitzende schloss die ordentliche Hauptversammlung um 16:34 Uhr.

 

Dreieich, den 22. Februar 2024

Dr. Melanie Stähler, Aufsichtsratsvorsitzende

Anlage 1: Teilnehmerverzeichnis Anlage 2: Jahresabschluss und Lagebericht

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.09.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 1.643.397,83 1.179,92 3.879,27 1.640.698,48
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.836.266,75 81.560,19 98.095,51 1.819.731,43
3.479.664,58 81.560,19 98.095,51 1.819.731,43
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 199.759,78 0,00 10.381,81 189.377,97
3.679.424,36 82.740,11 112.356,59 3.649.807,88
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.09.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 1.538.457,18 29.424,15 3.879,27 1.564.002,06
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.517.766,43 125.586,16 98.095,51 1.545.257,08
3.056.223,61 125.586,16 98.095,51 1.545.257,08
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 188.877,97 0,00 0,00 188.877,97
3.245.101,58 155.010,31 101.974,78 3.298.137,11
Buchwerte
30.09.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 76.696,42 104.940,65
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 274.474,35 318.500,32
274.474,35 318.500,32
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 500,00 10.881,81
351.670,77 434.322,78

Bericht des Aufsichtsrates über das Rumpfgeschäftsjahr 2023

Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat der Pan Dacom Networking AG in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Verpflichtungen seine Aufgaben wahrgenommen. Dabei hat er kontinuierlich den Geschäftsverlauf und die Situation der Gesellschaft überwacht, den Vorstand beraten und alle wesentlichen Entwicklungen der Gesellschaft zeitnah und umfassend von diesem erhalten, sowohl schriftlich als auch mündlich.

Der Aufsichtsrat hat sich eingehend über verschiedene Aspekte informieren lassen, darunter die Geschäftslage des Unternehmens, die Risikolage und das Risikomanagement, die Auftragslage, die Liquidität, die Personalsituation sowie die Unternehmensplanung. Insbesondere wurde der Aufsichtsrat über die Neustrukturierung der Unternehmensgruppe informiert, einschließlich des Erwerbs weiterer 20 % der Anteile im Januar 2023 durch die Pan Dacom Direkt GmbH.

Im Laufe des Rumpfgeschäftsjahres 2023 hat Herr Senft um seinen Austritt aus dem Aufsichtsrat gebeten, und im April 2023 erfolgte sein Ausscheiden. Als sein Nachfolger trat der Wirtschaftsprüfer Herr Hartung dem Aufsichtsrat bei. Frau Dr. Stähler wurde in ihrer Rolle als Vorsitzende des Aufsichtsrats bestätigt, während Herr Hartung die Position des stellvertretenden Vorsitzenden übernahm.

Zwischen den ordentlichen Sitzungen des Aufsichtsrats haben sich die Mitglieder kontinuierlich über die aktuelle Geschäftsentwicklung informiert und mit dem Vorstand wirtschaftliche sowie rechtliche Fragen erörtert.

Im Rumpfgeschäftsjahr wurden zwei ordentliche Aufsichtsratssitzungen abgehalten, an denen sämtliche Mitglieder teilnahmen. Am 31.01.2023 erwarb die Pan Dacom Direkt GmbH die verbleibenden 20 % der Anteile an der Pan Dacom Networking AG. Die Aktionäre stimmten auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Übertragung gemäß § 4 Absatz 4.3 der Satzung zu. Damit ist die Pan Dacom Direkt GmbH nunmehr die alleinige Aktionärin der Pan Dacom Networking AG.

In Bezug auf die Unternehmensplanung für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 3.4.2023 als gemeinsames Ziel der Pan Dacom-Gruppe ein Wachstum des Gesamtumsatzes festgelegt. Trotz eines anhaltenden Personalmangels strebt die Gruppe dieses Ziel durch die Teilnahme an Großprojekten an.

Die Sitzung im September widmete sich der Darstellung des Geschäftsverlaufs im ersten Halbjahr 2023, wobei die Umsätze einzelner Bereiche besonders betrachtet wurden. Es wurde festgestellt, dass zum Stichtag 30.06.2023 ein sehr positives Ergebnis erzielt wurde.

Die Planung für das Geschäftsjahr 2023/24 sieht eine Steigerung des Umsatzes und der Gesamtleistung um 11 bis 12 % vor. Dies erfordert Anpassungen am Markt aufgrund veränderter Kundenanfragen, eine verstärkte Beteiligung an Großprojekten sowie Entwicklungen im Personalbereich.

In seiner Sitzung am 22. Februar 2024 hat der Aufsichtsrat, in Anwesenheit des Abschlussprüfers, den Jahresabschluss zum 30.09.2023 bestehend aus Bilanz, Anhang, Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Lagebericht geprüft. Die Muth & Co. GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus Fulda, hat den Jahresabschluss der Pan Dacom Networking AG für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer beantwortete detaillierte Fragen zur Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und der Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres umfangreich und zufriedenstellend.

Der Abhängigkeitsbericht des Vorstands wurde vom Aufsichtsrat geprüft und die Vollständigkeit und Richtigkeit festgestellt. Auf der darauffolgenden ordentlichen Hauptversammlung wurde die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Gewinnverwendung, die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder sowie des Vorstandsmitglieds Herrn Klein für das abgelaufene Geschäftsjahr beschlossen und der Abschlussprüfer für das laufende Geschäftsjahr gewählt.

Die gestellten Fragen an den Abschlussprüfer und den Vorstand wurden zufriedenstellend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 30.09.2023 einstimmig festgestellt. In der Hauptversammlung vom 22.02.2024 wurde der Bericht des Aufsichtsrates für das Rumpfgeschäftsjahr vorgelegt.

Der Aufsichtsrat drückt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dank für das herausragende Engagement im Rumpfgeschäftsjahr 2023 aus.

 

Dreieich, 22. Februar 2024

Dr. Melanie Stähler, Aufsichtsratsvorsitzende

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.02.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Pan Dacom Networking AG, Dreieich

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pan Dacom Networking AG, Dreieich - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pan Dacom Networking AG, Dreieich für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates als Aufsichtsorgan für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat als Aufsichtsorgan ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fulda, den 31. Januar 2024

Muth & Co. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lukas Geiger, Wirtschaftsprüfer

Marco Bug, Wirtschaftsprüfer

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