COMECO GmbH & Co. KG

70173 Stuttgart, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRA 737181
Eingetragen
12.7.2018

Finanzübersicht

Historie

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Gesellschafter

2 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany
Kommanditist
Germany

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

COMECO GmbH & Co. KG

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute 6.309.545,61 4.964.057,67
a) aus Zahlungsdiensten 1.501.586,79 1.579.099,33
davon auf Treuhandkonten 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 4.807.958,82 3.384.958,34
aa) täglich fällig 4.807.958,82 3.384.958,34
bb) andere Forderungen 0,00 0,00
2. Forderungen an Kunden 1.182,68 1.778,45
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
davon:
aa) aus Provisionen 0,00 0,00
bb) aus Krediten 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.182,68 1.778,45
3. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
darunter:
aa) an Kreditinstituten 0,00 0,00
bb) an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 0,00
cc) an Zahlungsinstituten 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 25.000,00 25.000,00
darunter:
aa) an Kreditinstituten 0,00 0,00
bb) an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 0,00
cc) an Zahlungsinstituten 0,00 0,00
4. Immaterielle Anlagewerte 20.007,00 20.007,00
a) aus Zahlungsdiensten 19.006,65 16.205,67
aa) selbst geschaffene gewerbliche 0,00 0,00
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
bb) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.006,65 16.205,67
cc) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
dd) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.000,35 3.801,33
aa) selbst geschaffene gewerbliche 0,00 0,00
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
bb) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.000,35 3.801,33
cc) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
dd) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
5. Sachanlagen 122.203,00 140.783,00
a) aus Zahlungsdiensten 116.092,85 114.034,23
b) aus sonstigen Tätigkeiten 6.110,15 26.748,77
6. Sonstige Vermögensgegenstände 133.975,51 252.919,67
a) aus Zahlungsdiensten 127.276,73 204.864,93
b) aus sonstigen Tätigkeiten 6.698,78 48.054,74
7. Rechnungsabgrenzungsposten 351.965,69 516.679,27
a) aus Zahlungsdiensten 334.367,41 418.510,21
b) aus sonstigen Tätigkeiten 17.598,28 98.169,06
8. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil von Kommanditisten 6.578.896,45 3.983.229,16
Summe der Aktiva 13.542.775,94 9.904.454,22

Passivseite

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 180,89 316,22
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00 0,00
aa) täglich fällig 0,00
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 180,89 316,22
aa) täglich fällig 0,00 0,00
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 180,89 316,22
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 786.846,13 1.375.389,40
a) aus Zahlungsdiensten 747.503,82 1.114.065,41
davon:
Verbindlichkeiten zur Ausführung von Zahlungsvorgängen 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 39.342,31 261.323,99
3. Sonstige Verbindlichkeiten 306.425,11 81.667,09
a) aus Zahlungsdiensten 291.103,85 66.150,34
b) aus sonstigen Tätigkeiten 15.321,26 15.516,75
4. Rückstellungen 1.648.525,67 964.235,20
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 0,00
aa) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
bb) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
b) Steuerrückstellungen 0,00 0,00
aa) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
bb) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
c) andere Rückstellungen 1.648.525,67 964.235,20
aa) aus Zahlungsdiensten 1.566.099,39 781.030,51
bb) aus sonstigen Tätigkeiten 82.426,28 183.204,69
5. Eigenkapital 10.775.798,14 7.457.846,31
a) Gezeichnetes Kapital 10.053.513,60 15.293.995,94
b) Kapitalrücklage 0,00 0,00
c) Gewinnrücklagen 0,00 0,00
aa) gesetzliche Rücklage 0,00 0,00
bb) Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen 0,00 0,00
cc) satzungsmäßige Rücklagen 0,00 0,00
dd) andere Gewinnrücklagen 0,00 0,00
d) Bilanzgewinn / -verlust 722.284,54 -7.836.149,63
6. Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile 25.000,00 25.000,00
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 25.000,00 25.000,00
Summe der Passiva 13.542.775,94 9.904.454,22
1. Unwiderrufliche Kreditzusagen 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00
2. Eventualverbindlichkeiten 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Provisionserträge 15.448.122,53 8.729.279,36
a) aus Zahlungsdiensten 14.712.163,16 7.046.447,08
b) aus sonstigen Tätigkeiten 735.959,37 1.682.832,28
2. Provisionsaufwendungen 206.672,24 227.389,89
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 206.672,24 227.389,89
3. Sonstige betriebliche Erträge 56.143,97 101.757,99
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 56.143,97 101.757,99
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 14.478.418,76 16.275.057,16
a) aus Zahlungsdiensten 13.754.497,82 13.182.796,30
aa) Personalaufwand 5.067.363,01 4.255.158,48
aaa) Löhne und Gehälter 4.246.942,96 3.638.149,87
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 820.420,06 617.008,61
darunter:
für Altersversorgung 574,98 734,44
bb) andere Verwaltungsaufwendungen 8.687.134,81 8.927.637,81
b) aus sonstigen Tätigkeiten 723.920,94 3.092.260,86
aa) Personalaufwand 266.703,32 998.123,60
aaa) Löhne und Gehälter 223.523,31 853.393,18
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 43.180,00 144.730,42
Unterstützung darunter:
für Altersversorgung 30,26 172,28
bb) andere Verwaltungsaufwendungen 457.217,62 2.094.137,27
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 69.558,25 103.817,47
a) aus Zahlungsdiensten 66.080,34 84.092,15
b) aus sonstigen Tätigkeiten 3.477,91 19.725,32
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.202,31 18.359,09
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 13.202,31 18.359,09
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 13.857,40 42.102,37
a) aus Zahlungsdiensten 0.00 0.00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 13.857,40 42.102,37
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 722.557,54 -7.835.688,63
a) aus Zahlungsdiensten 891.585,00 -6.220.441,37
b) aus sonstigen Tätigkeiten -169.027,46 -1.615.247,26
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
10. Sonstige Steuern soweit nicht unter Posten 6 ausgewiesen 273,00 461,00
a) aus Zahlungsdiensten 259,35 373,41
b) aus sonstigen Tätigkeiten 13,65 87,59
11. Jahresfehlbetrag 722.284,54 -7.836.149,63
a) aus Zahlungsdiensten 891.325,65 6.220.814,78
b) aus sonstigen Tätigkeiten -169.041,11 -1.615.334,85
12. Bilanzgewinn / -verlust 722.284,54 -7.836.149,63

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der COMECO GmbH & Co. KG, Stuttgart

A. Allgemeine Angaben

Die COMECO GmbH & Co. KG, eingetragen beim Amtsgericht Stuttgart unter HRA 737181 (nachfolgend COMECO), hat mit Bescheid vom 11. Dezember 2019 gemäß § 10 Abs. 1 ZAG i. V. m. § 10 Abs. 4 ZAG von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Erlaubnis zur Erbringung von Zahlungsdiensten gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 ZAG (Zahlungsauslösedienste) sowie gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 ZAG (Kontoinformationsdienste) erhalten.

B. Rechnungslegungsgrundsätze

Der Jahresabschluss für das abgelaufene Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Bestimmungen des § 340 Abs. 5 HGB i. V. m. § 340a Abs. 1, 2 und 4 HGB unter Berücksichtigung des Gesetzes über die Beaufsichtigung von Zahlungsdiensten (ZAG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute (RechZahlV) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Formblättern 1 und 2 der RechZahlV. Gemäß den amtlichen Formblättern vorgesehene, aber nicht belegte Posten wurden entsprechend § 265 Abs. 8 HGB aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht aufgeführt.

Die auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den §§ 242 ff. und §§ 340 ff. HGB sowie der RechZahIV in der aktuellen Fassung.

Allen am Bilanzstichtag bestehenden Risiken, soweit sie bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbar waren, ist durch Bildung ausreichender Rückstellungen Rechnung getragen.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Einzelnen werden folgende Bewertungsgrundsätze angewandt:

Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt.

Aktive latente Steuern, die sich aufgrund der Unterschiede zwischen der Handels- und Steuerbilanz ergeben, werden unter Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer 1 bis 13 Jahre) bewertet. Die Ermittlung der Abschreibungen basiert im Wesentlichen auf wirtschaftlichen Grundsätzen. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst, ihr Abgang wird unterstellt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

In der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung nach RechZahlV sind Positionen aus Zahlungsdiensten oder aus sonstigen Tätigkeiten vorgesehen. Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden zunächst die Positionen zugeordnet, welche eindeutig den Zahlungsdiensten oder den sonstigen Tätigkeiten zugerechnet werden können. Sofern eine eindeutige Zuordnung nicht möglich war, wurde das Verhältnis der Provisionserträge aus Zahlungsdiensten zu den Provisionserträgen aus sonstigen Tätigkeiten auf diese Positionen angewendet.

D. Angaben zur Bilanz

Zum Stichtag bestehen Forderungen an Kreditinstitute aus Zahlungsdiensten in Höhe von TEUR 1.502 (Vj. TEUR 1.579) mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die verbleibenden Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 4.808 (Vj. TEUR 3.385) entfallen auf die sonstigen Tätigkeiten und sind täglich fällig. Die Forderungen an Kreditinstitute bestehen in voller Höhe gegenüber Gesellschaftern (TEUR 6.310; Vj. TEUR 4.964).

Die Forderungen an Kunden stellen sämtliche Forderungen dar, welche gegenüber Nichtbanken bestehen. Sie entfallen in voller Höhe auf die sonstigen Tätigkeiten und haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Die Gesellschaft hat Anteile an folgenden Unternehmen:

Firmen Jahr Beteiligungshöhe Eigenkapital Jahresergebnis
% TEUR TEUR
COMECO Verwaltungs-GmbH, Stuttgart 2022 100 17 1

In den Sachanlagen ist im Rahmen der eigenen Geschäftstätigkeit genutzte Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einem Buchwert von TEUR 122 (Vj. TEUR 141) enthalten.

Die detaillierte Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel.

Die sonstigen Vermögensgegenstände resultieren in Höhe von TEUR 127 (Vj. TEUR 205) aus Zahlungsdiensten und in Höhe von TEUR 7 (Vj. TEUR 48) aus sonstigen Tätigkeiten. Darin sind im Wesentlichen Guthaben auf Prepaid-Kreditkarten in Höhe von TEUR 116 (Vj. TEUR 34) sowie Steuerforderungen an das Finanzamt in Höhe von TEUR 17 (Vj. TEUR 214) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 352 (Vj. TEUR 517) enthält im Wesentlichen die Abgrenzung von Kosten aus Lizenz- und Wartungsverträgen. Davon resultieren TEUR 334 (Vj. TEUR 419) aus Zahlungsdiensten und TEUR 18 (Vj. TEUR 98) aus sonstigen Tätigkeiten.

Der nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteil von Kommanditisten in Höhe von TEUR 6.579 (Vj. TEUR 3.983) resultiert aus negativen Kapitalanteilen aufgrund von aufgelaufenen Jahresfehlbeträgen bei fünf Kommanditisten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 0,2 (Vj. TEUR 0,3) resultieren in voller Höhe aus sonstigen Tätigkeiten und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 0,2 (Vj. TEUR 0,3).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden beinhalten alle Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 304 (Vj. TEUR 78) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 3 (Vj. TEUR 4). Sie haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den anderen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.648 (Vj. TEUR 964) sind im Wesentlichen Personalrückstellungen (TEUR 760; Vj. TEUR 803), Rückstellungen für Gewährleistung (TEUR 736; Vj. TEUR 0) sowie Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 140; Vj. TEUR 79) enthalten. Die Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen sowie für Betriebsprüfungen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle weiteren Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Das Eigenkapital der COMECO beträgt, unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2023, zum Bilanzstichtag TEUR 10.776 (Vj. TEUR 7.458).

Für die Anteile an der COMECO Verwaltungs-GmbH, Stuttgart, wurde ein Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile gemäß § 264c Abs. 4 Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 25 zu Lasten der Kapitalanteile gebildet.

E. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gliedert sich nach der Staffelmethode.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Provisionserträge in Höhe von TEUR 15.448 (Vj. TEUR 8.729) erzielt. Davon resultieren TEUR 14.712 (Vj. TEUR 7.046) aus im Inland erbrachten Zahlungsdiensten und TEUR 736 (Vj. TEUR 1.683) aus sonstigen Tätigkeiten.

Der Provisionsaufwand resultiert in voller Höhe (TEUR 207; Vj. TEUR 227) aus sonstigen Tätigkeiten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren in voller Höhe aus sonstigen Tätigkeiten und gliedern sich im Wesentlichen in Erträge aus Erstattungen gemäß Aufwendungsausgleichsgesetz (TEUR 25; Vj. TEUR 26), der Verrechnung von Sachbezügen (TEUR 16; Vj. TEUR 17) sowie in Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 8; Vj. TEUR 35). Die Erträge wurden vollständig im Inland erwirtschaftet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren in voller Höhe aus sonstigen Tätigkeiten.

Die im Geschäftsjahr 2023 angefallenen allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ergeben sich in Höhe von TEUR 13.754 (Vj. TEUR 13.183) aus im Inland erbrachten Zahlungsdiensten sowie in Höhe von TEUR 724 (Vj. TEUR 3.092) aus sonstigen Tätigkeiten. Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 0,6 (Vj. TEUR 0,9) enthalten.

Die Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen in Höhe von TEUR 70 (Vj. TEUR 104) entfallen in Höhe von TEUR 66 auf im Inland erbrachte Zahlungsdienste und in Höhe von TEUR 4 auf sonstigen Tätigkeiten. Davon resultieren TEUR 5 (Vj. TEUR 3) aus der Abschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern.

Die Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 14 (Vj. TEUR 42) resultieren vollständig aus sonstigen Tätigkeiten.

F. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr 2023 wurde über die COMECO GmbH & Co. KG ein Zahlungsvolumen von EUR 15,24 Mrd. mit insgesamt 17,5 Mio. Transaktionen abgewickelt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 228.

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 51,8 Arbeitnehmer (Vj. 54,75 Arbeitnehmer). Davon waren 49,5 Vollzeitbeschäftigte und 2,3 Teilzeitbeschäftigte.

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Konditionen wurden nicht getätigt.

Die COMECO Verwaltungs-GmbH, Stuttgart, ist persönlich haftende Gesellschafterin der COMECO. Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25.

Geschäftsführer der COMECO Verwaltungs-GmbH, Stuttgart, als persönlich haftende Gesellschafterin der COMECO, waren im Geschäftsjahr:

 

Herr Stefan Bisterfeld, Leonberg

 

Herr Claus Till, Roth

Die Angabe der Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr die folgenden Mitglieder an:

 

Herr Martin Hettich, Stuttgart (Aufsichtsratsvorsitzender), Vorstandsvorsitzender Sparda-Bank Baden-Württemberg eG (bis 27. Juli 2023)

 

Herr Prof. Dr. Tobias Kollmann, Essen (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender), Professor an der Universität Duisburg-Essen (bis 27. Juli 2023)

 

Frau Janina Mütze, Berlin, Geschäftsführerin Civey GmbH (bis 27. Juli 2023)

 

Herr Günther Reifer, Brixen (Italien), Inhaber Terra Institute (bis 27. Juli 2023)

 

Frau Silke Schneider-Wild, München, Vorstand Sparda-Bank München eG (bis 31. Oktober 2023; seit 27. Juli 2023 stellv. Aufsichtsratsvorsitzende)

 

Herr Martin Buch, Stuttgart (Aufsichtsratsvorsitzender), Vorstand Sparda-Bank Baden-Württemberg eG (seit 27. Juli 2023)

 

Herr Jakob Hauptmann, Nürnberg, Vorstand Sparda-Bank Nürnberg eG (seit 14. Dezember 2023 stellv. Aufsichtsratsvorsitzender)

 

Herr Dietmar Scheel, Köln, Vorstand DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G.

 

Herr Olaf Engemann, Fellbach, Vorstand Süddeutsche Krankenversicherung a.G.

 

Herr Peter Berger, München, Vorstandsvorsitzender Sparda-Bank München eG (seit 1. November 2023)

Die Vergütungen an den Aufsichtsrat betragen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 72.

Das Abschlussprüferhonorar beträgt für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 110. Davon entfallen TEUR 84 auf die Abschlussprüfung, TEUR 9 auf Steuerberatungsleistungen sowie TEUR 17 auf sonstige Leistungen.

Gemäß den gesellschaftsrechtlichen Bestimmungen ist der Jahresüberschuss im Verhältnis der Kapitalanteile den Verlustsonderkonten der Kommanditisten gutzuschreiben.

G. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Geschäftsjahresende

Die Neupositionierung der TEO-Kundenbanken in Bezug auf ihre künftige IT-Ausrichtung hat ein kritisches Hinterfragen des bisherigen Geschäftsmodells der COMECO erforderlich gemacht.

Auf die sich veränderten Rahmenbedingungen hat die COMECO reagiert. Zukünftig will sich die COMECO stärker als ganzheitlicher Lösungsanbieter für digitale Fragestellungen am Markt positionieren. Die Transformation der COMECO wurde gestartet und es wird weiter an dem neuen Zielbild gearbeitet. Dabei sind neben einem veränderten Produkt- und Leistungsangebot der COMECO auch Veränderungen in der zukünftigen Gesellschafterstruktur möglich.

 

Stuttgart, 26. März 2024

Für die geschäftsführende COMECO Verwaltungs-GmbH, Stuttgart

Stefan Bisterfeld, Geschäftsführer

Claus Till, Geschäftsführer

Angabe gemäß § 328 HGB

Der Jahresabschluss der COMECO GmbH & Co. KG, Stuttgart, für das Geschäftsjahr 2023 ist durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 28. Juni 2024 festgestellt worden.

Entwicklung des Anlagevermögens der COMECO GmbH & Co. KG, Stuttgart, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 53.279,75 0,00 0,00 53.279,75
53.279,75 0,00 0,00 53.279,75
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 476.562,39 50.978,25 5.379,02 522.161,62
476.562,39 50.978,25 5.379,02 522.161,62
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
554.842,14 50.978,25 5.379,02 600.441,37
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR U
Immaterielle Anlagewerte
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 33.272,75 0,00 0,00 33.272,75
33.272,75 0,00 0,00 33.272,75
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 335.779,39 69.558,25 5.379,02 399.958,62
335.779,39 69.558,25 5.379,02 399.958,62
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
369.052,14 69.558,25 5.379,02 433.231,37
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 20.007,00 20.007,00
20.007,00 20.007,00
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 122.203,00 140.783,00
122.203,00 140.783,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
25.000,00 25.000,00
167.210,00 185.790,00

Lagebericht 2023

INHALTSVERZEICHNIS

1. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

1.1. RECHTLICHE GRUNDLAGEN

1.2. GESCHÄFTSMODEL

1.3. PRODUKTENTWICKLUNG

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

2.2. GESCHÄFTSVERLAUF

3. LAGE DES UNTERNEHMENS

3.1 ERTRAGSLAGE

3.2 FINANZLAGE

3.3 VERMÖGENSLAGE

3.4 FINANZIELLE UND NICHT-FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

3.5 GESAMTAUSSAGE ZUR LAGE DES UNTERNEHMENS

4. RISIKO-, CHANCEN - UND PROGNOSEBERICHT

4.1. RISIKOBERICHT .

4.2. CHANCENBERICHT

4.3. PROGNOSEBERICHT.

1. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

1.1. RECHTLICHE GRUNDLAGEN

Die COMECO GmbH & Co. KG (nachfolgend "COMECO" oder "Gesellschaft") wurde 2018 gegründet und ist unter der Registernummer HRA 737181 beim Amtsgericht Stuttgart eingetragen. An der COMECO sind zum Stichtag 31.12.2023 neben sieben in Deutschland ansässigen Sparda- Banken und der französischen Sopra Steria Group SA auch die Versicherungsgesellschaften DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG und die Süddeutsche Krankenversicherung a.G. beteiligt.

Der Geschäftssitz der COMECO befindet sich am Rotebühlplatz 8, 70173 Stuttgart. Niederlassungen oder Zweigniederlassungen werden nicht unterhalten.

Mit Schreiben vom 11.12.2019 wurde die Erlaubnis zur Erbringung von Zahlungsauslöse- und Kontoinformationsdiensten nach § 10 Abs. 1 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (im Folgenden "ZAG") durch die Bafin erteilt. Die Gesellschaft wird im Register der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (im Folgenden "BaFin") unter der ID 156059 geführt.

Darüber hinaus besitzt die COMECO seit Oktober 2021 die Erlaubnis als Versicherungsvertreter nach § 34d Abs. 1 der Gewerbeordnung (GewO) der IHK Stuttgart.

1.2. GESCHÄFTSMODELL

Die COMECO GmbH & Co. KG wurde mit dem Ziel gegründet, eine offene, Online-Banking basierte Plattform zu entwickeln und zu betreiben, welche Endkunden, Finanzdienstleister und sonstige Dienstleister miteinander verbindet. Auf diesem Weg soll ein Ökosystem entstehen, welches ausgehend von den Interaktionen des Online-Banking finanznahe und finanzferne Themen ("Beyond Banking" Themen) in einer zentralen Anwendung anbietet.

Um den Kontaktpunkt zum Kunden zu besetzten, positioniert sich die COMECO als Zahlungsauslöse- und Kontoinformationsdienstleister am Markt. Das Kernprodukt "TEO" (nachfolgend auch "Produkt"), erfüllt als offene und modulare Plattform die oben beschriebenen Voraussetzungen und ist in Form einer Mobile App (iOS, Android und Huawei) und einer browserbasierten Web-Applikation verfügbar.

Das Produkt bietet klassische Online-Banking Funktionen und darüberhinausgehende Features an, die den Nutzer dabei unterstützen sollen, einen besseren Überblick über die eigenen Finanzen zu haben. Neben den erlaubnispflichtigen Komponenten werden in "TEO" auch Funktionalitäten außerhalb klassischer Zahlungsdienste angeboten. Das Produkt verknüpft somit wesentliche Kontaktpunkte des Lebens wie Banking, Finanzen, Freizeitangebote, Alltagsdienstleistungen und Services (nachfolgend "Beyond Banking") miteinander. Hierzu wurde die Plattform für ausgewählte Drittanbieter und deren Services/Produkte geöffnet.

Im Zuge der Neupositionierung der TEO-Kundenbanken für die zukünftige IT-Ausrichtung wurde auch das bisherige Geschäftsmodell kritisch hinterfragt und an die neuen Gegebenheiten angepasst. Zukünftig wird die COMECO stärker als ganzheitlicher Lösungsanbieter für digitale Fragestellungen am Markt positioniert.

1.3. PRODUKTENTWICKLUNG

Die ständige Weiterentwicklung und Optimierung des Produkts und aller erforderlichen vor- und nachgelagerten Systeme ist für die COMECO ein wichtiger Bestandteil des Unternehmenserfolgs. Insbesondere die Optimierung der Customer Journey, die Funktionserweiterung sowie die Stabilität der Plattform liegen im Fokus der Anstrengungen der Produktentwicklung.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE

RAHMENBEDINGUNGEN

Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands rund 4,12 Billionen Euro. Das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent, womit sich Deutschland in einer Rezession befindet. Neben den globalen politischen Faktoren wie dem Ukraine-Krieg, der Nahost-Krise und der hohen weltweiten Inflation werden auch immer häufiger Standortnachteile in Deutschland als Grund für diese negativen Entwicklungen genannt. Die wesentlichen Faktoren sind eine überbordende Bürokratie und Regulierung, im internationalen Vergleich sehr hohe Energiekosten sowie ein bestehender Fachkräftemangel.

Insgesamt fließen mittlerweile deutlich mehr Investitionsmittel von Deutschland ins Ausland als umgekehrt. Die Bereitschaft zur expansiven Investition in neue Geschäftsmodelle war von Zurückhaltung geprägt.

Das Geschäftsklima war in 2023 sowohl von einer insgesamt negativen Beurteilung der aktuellen Lage als auch des zukünftigen Ausblicks geprägt. Während sich der Ausblick unterjährig kurzfristig verbesserte, hatte sich die Beurteilung der aktuellen Situation ab Mitte des Jahres kontinuierlich abgeschwächt (siehe hierzu nachfolgende Grafik ifo-Institut).

ifo Geschäftsklima Deutschland

(Indexwerte, 2015 = 100, saisonbereinigt)

12/22 01/23 02/23
Klima 88,9 90,1 90,9
Lage 94,2 94,4 94,0
Erwartungen 83,8 86,0 87,8
03/23 04/23 05/23 06/23 07/23
Klima 92,9 93,1 91,5 88,7 87,4
Lage 95,5 95,1 94,9 93,8 91,4
Erwartungen 90,3 91,2 88,2 83,8 83,5
08/23 09/23 10/23 11/23 12/23
Klima 85,8 85,8 86,9 87,2 86,4
Lage 89,0 88,7 89,2 89,4 88,5
Erwartungen 82,7 83,1 84,8 85,1 84,3

Quelle: ifo Konjunkturumfragen.

© ifo Institut

Die COMECO GmbH & Co. KG ist aktuell als Plattformlösungsanbieter in der Branche der FinTechs tätig und somit maßgeblich von den Entwicklungen der Finanzbrache abhängig.

Auch wenn die Finanzinstitute von der sich normalisierenden Zinsstrukturkurve überwiegend profitierten, färbte die allgemeine wirtschaftliche Stimmung und die sich damit verstärkende Unsicherheit auch auf die Finanzindustrie ab. Die Krise im Wohnungsbau drückte sich z.B. in einem deutlichen Rückgang des klassischen Baufinanzierungsgeschäfts aus.

Der Investitionsbedarf in die Digitalisierung bleibt hoch, wurde jedoch aufgrund der allgemeinen Stimmungslage nicht überall proaktiv vorangetrieben.

2.2. GESCHÄFTSVERLAUF

Insgesamt zeigt der Geschäftsverlauf 2023 eine positive Entwicklung. Die Nutzerzahlen der Kundenbanken entwickelten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem leichten Aufwärtstrend kontinuierlich weiter. Weiterhin stieg die Nutzung von TEO im Vergleich zum Vorjahr. Dies zeigt sich durch eine erhöhte Anzahl der integrierten Konten in TEO sowie durch das gestiegene Zahlungsvolumen, welches über TEO abgewickelt wurde.

Das Produktmanagement war im Geschäftsjahr 2023 geprägt von der fortlaufenden Weiterentwicklung der TEO Plattform. Im Fokus stand die Umsetzung von Veränderungswünschen und Anforderungen der Nutzer und Kundenbanken. Das Ergebnis dieser Anstrengungen zeigt sich deutlich in der erhöhten Kundenzufriedenheit und findet in den verbesserten App-Store Ratings in 2023 Ausdruck.

Im März 2023 haben die sieben Sparda-Banken, darunter auch die TEO nutzenden Banken, und Sopra Financial Technology beschlossen das gemeinsame Joint Venture bis 2026 zu beenden. Die Sparda- Banken haben sich für den Wechsel zum genossenschaftlichen IT-Dienstleister Atruvia AG entschieden. Nach eingehender Analyse haben sich die TEO-Kundenbanken im Laufe des Jahres 2023 entschieden, TEO über den Zeitpunkt der Migration hinaus nicht weiter zu nutzen. In der Folge hat COMECO in Abstimmung mit den Gesellschaftern einen Transformationsprozess gestartet sowie die Geschäftsstrategie überarbeitet. Ab 2024 wird COMECO neben dem Bestandsproduktangebot TEO am Markt Leistungen im Bereich Software-Konzeption und Entwicklung sowie Beratungsleistungen im Kontext digitaler Transformation anbieten. Das Themenfeld der künstliche Intelligenz wird dabei einen besondere Bedeutung einnehmen.

Weiterhin wurden in 2023 erfolgreich diverse Maßnahmen entlang der ESG Strategie für COMECO, TEO, sowie der Partner und Prozesse durchgeführt.

Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter auf 51,8 Mitarbeiter (Vorjahr 54,75).

3. LAGE DES UNTERNEHMENS

3.1 ERTRAGSLAGE

Im Geschäftsjahr wuchsen die Provisionserträge der COMECO auf insgesamt T€ 15.448 (Vorjahr: T€ 8.729). Diese bestehen hauptsächlich aus Provisionserträgen aus Zahlungsdiensten (T€ 14.712), die über das Nutzungsmodell von "TEO" erzielt wurden. Haupttreiber des Wachstums ist neben der Zunahme der Nutzer und Bereitstellung neuer Funktionen insbesondere eine Anpassung des Lizenzpreises.

Ebenfalls wurden im Geschäftsjahr Provisionserlöse aus sonstigen Tätigkeiten in Höhe von T€ 736 erzielt. Diese setzen sich aus dem Kooperationsgeschäft mit angebundenen B2B-Partnern sowie weiteren Dienstleistungen im Bereich der Entwicklungsleistungen aus Funktionserweiterungen für Kundenbanken zusammen.

Kostenseitig sind bei geringerem Personalbestand die Personalkosten der COMECO insgesamt um 1,5% auf T€ 5.334 angestiegen.

Die im Geschäftsjahr 2023 angefallenen anderen Verwaltungsaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 17,0% auf T€ 9.144 reduziert (Vorjahr T€ 11.021).

Insgesamt erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 722 (Vorjahr T€ -7.836). Damit konnte erstmals ein positives Ergebnis erzielt werden.

3.2 FINANZLAGE

Die Finanz- und Liquiditätslage der Gesellschaft ist geordnet. Die Gesellschaft verfügte im Geschäftsjahr über eine ausreichende Eigenmittelausstattung und war jederzeit in der Lage, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

3.3 VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme beträgt per 31.12.2023 T€ 13.543. Durch die bisherigen Kapitaleinlagen der Gesellschafter konnte die COMECO zu jeder Zeit eine ausreichende Eigenmittelausstattung vorhalten. Das bilanzielle Eigenkapital zum Bilanzstichtag beträgt T€ 10.776. Der Jahresüberschuss des Jahres 2023 in Höhe von T€ 722 ist im Bilanzgewinn ausgewiesen. Der Verlustvortrag des Vorjahres (T€ 7.836) ist in den Verlustsonderkonten der Kommanditisten im Eigenkapital enthalten sowie zu Teilen als nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil in den Aktiva ausgewiesen.

Das Vermögen der Gesellschaft besteht im Wesentlichen aus Forderungen an Kreditinstitute aus dem Bestand der liquiden Mittel (T€ 4.808 per 31.12.2023).

Das Anlagevermögen reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 10% auf T€ 167. In 2023 wurde in keine immateriellen Anlagewerte investiert. Im Bereich der Sachanlagen wurden keine wesentlichen Anschaffungen getätigt und die planmäßige Abschreibung fortgeführt.

Die Geschäftsführung geht von einer positiven Unternehmensfortführung aus.

3.4 FINANZIELLE UND NICHT-FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

In Abstimmung mit der Geschäftsführung wurden vom Aufsichtsrat strategische Ziele für das Geschäftsjahr verabschiedet. Diese haben einen Fokus sowohl auf finanzielle Kennzahlen (Betriebsergebnis und Umsatz) als auch einzelne Markt- und Prozessziele, wie z.B. Kundenbewertungen und SLA Werte. Insgesamt stellen die Unternehmensziele die Basis der Geschäftsstrategie für das Geschäftsjahr dar. Die Überwachung der Zielerreichung erfolgt im Rahmen eines monatlichen Reportings an den Aufsichtsrat.

3.5 GESAMTAUSSAGE ZUR LAGE DES UNTERNEHMENS

Insgesamt hat sich die Ertragslage gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Vermögens- und die Finanzlage sind geordnet.

Die Aufwände und Erträge sind von der Weiterentwicklung des Produktes "TEO" sowie dem operativen Betrieb der Plattform geprägt. In Summe wurde das Betriebsergebnis in 2023 deutlich besser als ursprünglich geplant abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr (T€ -7.836 ) konnte in 2023 erstmalig ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 722 erwirtschaftet werden.

Auf die sich veränderten Rahmenbedingungen wurde schnell reagiert, ein auf die veränderte Zukunft ausgerichtetes Geschäftsmodell entwickelt sowie die Transformation dorthin gestartet. Ausgehend von der stabilen Lage des Unternehmens wird diese in 2024 forciert sowie über einen geplantes positives Betriebsergebnis in 2024 eine weiter gestärkte finanzielle Ausstattung der COMECO erreicht.

4. RISIKO-, CHANCEN - UND PROGNOSEBERICHT

4.1. RISIKOBERICHT

Risikomanagement

Zur Steuerung der betrieblich bedingten Risiken betreibt die COMECO ein Risikomanagement, das den Vorgaben aus dem ZAG entspricht. Das Risikomanagement der Gesellschaft orientiert sich an einer umfassenden Risikomanagement-Strategie und wird nach einem klassischen Risikokreislauf- Modell ausgestaltet. Dieses teilt sich im Kern in vier Phasen auf:

Risikoidentifikation

Risikoanalyse & Risikobewertung

Risikovermeidung & Kontrollen

Risikobeobachtung & Berichtswesen

Die Grundlagen des Risikomanagements sind in einem Handbuch und Prozessbeschreibungen definiert. Für die Dokumentation, die Steuerung und die Kontrolle der Risiken wird eine Risikosoftware eingesetzt. Der Fokus des Risikomanagements liegt - abgeleitet aus der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft - auf den operationalen Risiken. Die Verantwortung für das Risikomanagement obliegt der Geschäftsführung.

Das Berichtswesen des Risikomanagements der COMECO orientiert sich an den gesetzlichen Anforderungen nach MaRisk AT 6 i. V. m. BAIT, § 26 ZAG sowie an den für die Kundenbanken erforderlichen Informationen zur Bemessung der Risikoposition. Folgende Berichterstattung ist bei der COMECO implementiert:

Quartalsweiser Risikobericht

Jährlicher Risikoreport

GAP- Risikobericht

Ad-Hoc Risikobericht

Im Rahmen einer Risikoanalyse wurden die identifizierten Risiken entlang der beiden Risikoindikatoren "Schadenspotential" und "Eintrittswahrscheinlichkeit" analysiert und bewertet. Das Potential eines möglichen Schadens wird in finanzieller und personeller Auswirkung sowie strategisch, operational, finanziell und im Hinblick auf Compliance bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet das Risiko aus Perspektive der Volatilität und Häufigkeit des Auftretens. Die Ergebnisse der Risikoanalyse sind in einer Risikomatrix zusammengefasst.

Im Rahmen des Risikomanagements hat die Gesellschaft verschiedene Maßnahmen umgesetzt:

Etablierung eines umfassenden internen Kontrollsystems (IKS)

Geldwäschebeauftragter (im Rahmen einer Auslagerung)

Interne Revision (im Rahmen einer Auslagerung)

Auslagerungsmanagement

Auswertung einer Schadensfalldatenbank

Gesamtüberblick Risikosituation

In 2023 wurde weiterhin verstärkt an der Überwachung und Reduzierung der operationellen Risiken gearbeitet. Hierzu wurden im Rahmen einer Risikoinventur Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt.

Für Risiken die sich aus den veränderten Rahmenbedingungen und der eingeleiteten Transformation ergeben wurden entsprechende Maßnahmen umgesetzt.

Liquiditätsrisiken werden durch eine vorausschauende Liquiditätsplanung überwacht. Diese ist aufgrund des fixierten Bestandsgeschäfts für 2024 sowie das Folgejahr gesichert.

4.2. CHANCENBERICHT

Der digitale Wandel in der Finanz- und anderen Branchen hält weiterhin an und bietet in Zukunft hohes Ertragspotential für COMECO. Unternehmen haben laut einer aktuelle Studie von Bitkom Research neben Anforderungen an den Datenschutz insbesondere mit einem Mangel an eigenen Fachkräften, technischen Anforderungen sowie fehlender Zeit und Know-How über bestehende Lösungen und Technologien zu kämpfen. In diesem Kontext hat COMECO in den vergangenen Jahren bereits deutlich seine Leistungs- und Lieferfähigkeit in einem hochregulierten Umfeld nachgewiesen.

In 2024 werden die dabei erworbenen Fähigkeiten in neuen Produkt- und Leistungsangeboten gebündelt sowie um neue Zukunftshemen wie Künstliche Intelligenz erweitert. Der Vertrieb am Markt erfolgt mit Schwerpunkt auf die Finanzindustrie für neue und bestehende Kundenbeziehungen.

4.3. PROGNOSEBERICHT

Die Gesellschaft hat über das Bestandsgeschäft auch mit veränderten Rahmenbedingungen für das Jahr 2024 und darüber hinaus eine stabile Ertragsentwicklung durch Lizenzerträge gesichert. Für 2024 werden die Erträge leicht über Vorjahr erwartet. Die erwartete Steigerung resultiert hauptsächlich aus einer im Jahresverlauf durchschnittlichen höheren Nutzung von TEO durch die Kundenbanken.

Die erwarteten Aufwände werden im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich deutlich sinken.

In Summe wird dadurch ein deutlicher Jahresüberschuss erwartet, welcher die finanzielle Ausstattung der COMECO weiter verstärkt. Die notwendigen Mittel zur Aufrechterhaltung des Betriebs sowie Umsetzung des Transformationsfahrplans für das Geschäftsjahr 2024 sind vorhanden.

Die Positionierung als Lösungsanbieter im Digitalen Zeitalter wird in 2024 weiter forciert.

 

Stuttgart, 26.03.2024

Für die geschäftsführende COMECO Verwaltungs-GmbH, Stuttgart

Stefan Bisterfeld, Geschäftsführer

Claus Till, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die COMECO GmbH & Co. KG, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der COMECO GmbH & Co. KG (im Folgenden "Gesellschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Zahlungsinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir machen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in Abschnitt G. des Anhangs und Abschnitt 2.2. des Lageberichts aufmerksam, in welchen der eingeleitete Transformationsprozess der Gesellschaft und dessen Hintergründe dargestellt werden. Neben einem veränderten Produkt- und Leistungsangebot der Gesellschaft werden auch Veränderungen in der zukünftigen Gesellschafterstruktur als möglich dargestellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Zahlungsinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 17. Mai 2024

Verband der Sparda-Banken e.V.

gez. Uwe Sterz, Wirtschaftsprüfer

gez. Heiko Hunkel, Wirtschaftsprüfer

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