Bohlen & Doyen Bau GmbH
Selbe AdresseRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Körber seit 27.1.2025 | Prokura |
Sebastian Schaufert seit 5.8.2024 | Prokura |
Nina Braune seit 5.8.2024 | Prokura |
Markus Kopp seit 24.6.2022 | Prokura |
Peter Michael Karl Pfannenstiel seit 3.1.2022 | Geschäftsführer |
Stefan Töpler seit 3.1.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
SPIE Operations SAS | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 75.10% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SPIE Versorgungstechnik GmbHWiesmoorJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Darstellung des Geschäftsverlaufes1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche 1.1 Ökonomische Rahmenbedingungen und weltwirtschaftliche Entwicklung Die Weltwirtschaft zeigte sich 2023, nach der COVID-19-Pandemie, einem anhaltenden Russland-Ukraine-Krieg und der weltweit hohen Inflation sehr widerstandsfähig. Das BIP-Wachstum fiel mit global 3,1% im Jahr 2023 stärker aus als erwartet. In den USA und einigen Schwellenländern wuchs die Wirtschaft im zweiten Quartal 2023, aufgrund höherer Löhne sowie steigender staatlicher und privater Ausgaben, nochmals stärker als prognostiziert. Durch die Anhebung der Leitzinsen durch die Zentralbanken erholte sich die weltweite Inflation ab dem vierten Quartal 2023 und sank auf prognostizierte 6,8% für das Gesamtjahr 2023. Wiederhergestellte Lieferketten erhöhten die wirtschaftliche Dynamik im zweiten Halbjahr zudem weiter. 1 Im vierten Quartal 2023 kehrte sich diese Entwicklung allerdings wieder um. In Folge des Nahost-Konflikts kam es zu Überfällen auf Containerschiffe im Roten Meer, was zu Lieferverzögerungen auf der Route zwischen Asien und Europa führte. 2 Die Wirtschaftsleistung in der EU hat im Jahr 2023 an Schwung verloren, das BIP schrumpfte auf 0,5%. 3 Hintergrund waren vor allem die hohe Inflation im Euro-Raum (5,4% 4 ), eine härtere Geldpolitik sowie der anhaltende Krieg Russlands gegen die Ukraine. 5 Die deutsche Wirtschaft verzeichnete für das Gesamtjahr 2023 einen Rückgang des BIP um -0,3%. Vorangegangene multiple Krisen, eine Inflation von +5,9% 6 , die straffe Geldpolitik, ein hoher Krankenstand der Erwerbstätigen sowie ein kräftiges Wachstum der Lohnstückkosten beeinflussten die deutsche Wirtschaft stark. Die schwache Auslandsnachfrage (-1,8%) stellte für Deutschland als Exportnation einen weiteren, zentralen Belastungsfaktor dar. 7 Lediglich der Außenhandel mit Ländern außerhalb Europas wies 2023 ein leichtes Plus von 0,8% auf. 8 Der Arbeitsmarkt zeigte sich im Jahresverlauf hingegen robust. Die Arbeitnehmerentgelte (+6,7%) sowie Unternehmens- und Vermögenseinkommen (+6,5%) legten im Verlauf des Jahres, insbesondere aufgrund von deutlichen Lohnerhöhungen und staatlicher Entlastungsmaßnahmen, deutlich zu. 9 1.2 Entwicklung der Branche Der relevante Markt der SPIE Versorgungstechnik GmbH (SPIE VST) als Service- und Systemlieferant für Strom-, Gas-, Wasser-, Fernwärme- und Kommunikationsinfrastrukturen sowie für Anlagen rund um die Erzeugung, Bereitstellung und Anwendung von Energien und Medien beinhaltet mehrere Marktsegmente. Um die Entwicklungen in den einzelnen Marktsegmenten darzustellen, sind spezifische Erhebungen heranzuziehen. Das Jahr stellte die deutsche Energiewirtschaft auch weiterhin vor große Transformationsherausforderungen. Die wegen der Energiekrise von der Bundesregierung eingeführte Strom- und Gaspreisbremse lief zum 31.12.2023 aus. Die Marktpreise erholten sich wieder und lagen unter dem garantierten Preisniveau. 10 Nicht mehr finanziert werden konnte der geplante Zuschuss zur Stabilisierung der Netzentgelte aufgrund der Schließung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds. Der Stromverbrauch in Deutschland fiel 2023 um 5,4% und die Gesamtstromerzeugung war ebenfalls um 9,1% geringer als im Vorjahr. Spürbar ist der Wandel im Energiemix. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger in der Stromerzeugung stieg um 7,5%, sodass 56% des erzeugten Stroms durch Erneuerbare Energien ins Netz eingespeist wurden. Mit rund 27% leistete dabei die Windkraft (onshore) den größten Anteil, gefolgt von Photovoltaik mit 12%, Biomasse mit rund 9%, Windkraft (offshore) mit rund 5% und Wasserkraft mit rund 3%. 11 Insgesamt lag die erneuerbare Strommenge im Jahr 2023 bei rund 268 TWh. 12 Besonders deutlich wurde der Umbau der Energieversorgung im Gasmarkt. Die Gas-Importe aus Russland reduzierten sich im Jahr 2023 auf null. Insgesamt gingen die Erdgas-Netto-Importe um 16% und die inländische Erdgasförderung um rund 11% zurück (vs. 2022). Der für die Versorgungssicherheit im Winter wichtige Gasspeicherfüllstand übertraf im November mit 100% das für diesen Zeitpunkt avisierte Ziel von 95%. 13 Die neu gebauten Flüssiggas-Terminals sicherten rund ein Drittel der Gasimporte. Auch wurde das im Jahr 2022 beschlossene LNG-Gesetz noch einmal angepasst, um die künftige LNG-Gaseinspeisung abzusichern. Mit der Konkretisierung einer klimagerechten Nachnutzung wird sichergestellt, dass die im Aufbau befindliche LNG-Infrastruktur später als Wasserstoff-Infrastruktur genutzt werden kann. 14 Die Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber setzten im Jahr 2023 weiterhin ihre mit rund Mrd. EUR 12 geplanten Investitionsprojekte in das Elektrizitätsnetz konsequent um (+ 17,8% vs. Vorjahr). 15 Ende des 3. Quartals 2023 befanden sich von den Ausbauprojekten, nach dem Bundesbedarfsplangesetz sowie dem Energieleitungsbaugesetz, ca. 9.827 km vor bzw. im Genehmigungsverfahren. Projekte mit 1.766 km Leitungslänge standen in der Umsetzung und Vorhaben über insgesamt 2.059 km waren bereits im Betrieb. 16 Mit einem Zubau des Gasrohrnetzes von ca. 2.500 km auf 619.200 km erreichten die Gasnetzbetreiber lediglich ein Zuwachs um 0,4% zum Vorjahresstand. 17 Am 15.11.2023 hat das Bundeskabinett den gesetzlichen Rahmen für einen integrierten Netzentwicklungsplan Wasserstoff und Gas sowie die Kernnetz-Finanzierung beschlossen. Parallel dazu haben die Fernleitungsnetzbetreiber, als künftige Wasserstoffnetzbetreiber, ihren Antragsentwurf zur Ausgestaltung dieses Kernnetzes veröffentlicht. Beschrieben wird das Grundgerüst der Wasserstoffinfrastruktur mit der deutschlandweit wesentliche Wasserstoff-Standorte, wie große Industriezentren, Speicher, Kraftwerke und Importkorridore angebunden werden sollen. 18 Mit der Energiekrise erhielt auch die avisierte Mobilitätswende einen deutlichen Schub. Die Einführung alternativer Antriebe sowie die Ertüchtigung der gesamten Verkehrsinfrastruktur wurden forciert. Der Bundesverkehrswegeplan 2030 stellt die Weichen für die Infrastrukturplanung und umfasst ein Investitionsvolumen von Mrd. EUR 269,6. 19 Das hohe Tempo zeigt sich besonders beim Ausbau der Ladeinfrastruktur. Am 01.09.2023 gab es bereits 105.579 öffentliche Ladepunkte, wobei im für die SPIE VST interessanten Markt des Aufbaus von Schnelladepunkten, ein Anstieg von 62% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war. 20 Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) setzte sich mit der Gigabitförderung 2.0 auch im Jahr 2023 für eine flächendeckende Glasfaserversorgung in Deutschland ein und stellte Mrd. EUR 3,6 Fördergelder bereit. Damit konnten 638.000 zusätzliche Anschlüsse in rund 2.300 Kommunen an das leistungsfähige Glasfasernetz angebunden werden. Das Förderkonzept wurde 2023 von Grund auf überarbeitet, um den dynamisch voranschreitenden, eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau durch die Telekommunikationsunternehmen gezielt zu ergänzen. Laut Branchenankündigung stehen insgesamt rund Mrd. EUR 50 für den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau bereit. 21 Im Jahr 2023 blieb der Glasfaserausbau weiter auf Kurs: Die Ausbauquote lag im Juni bei rund 36%. 22 Zusammenfassend stellen sich die von der SPIE VST adressierten Märkte als attraktiv dar und weisen für die Zukunft ein großes Potenzial auf. 2. Darstellung der Gesellschaft 2.1 Aufstellung SPIE Versorgungstechnik GmbH Die SPIE VST ist Partner für die energietechnische Infrastruktur von Versorgungs- und Industrieunternehmen und bietet herstellerunabhängige, branchenspezifische und integrierte Gesamtlösungen sowie Produkte und Systeme rund um Energien und Medien an. Durchschnittlich 1.008 Beschäftigte erwirtschafteten einen Umsatz von Mio. EUR 96,4. Durch ihr umfangreiches Leistungsspektrum und ihre Kompetenz hat die SPIE VST im Markt für energietechnische Dienstleistungen in den Bundesländern Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen und Bremen eine bedeutende Position erworben. Für die einzelnen Wertschöpfungsstufen im Bereich Energieinfrastruktur, von der Netz- und Anlagenplanung über Komplettleistungen im Netzbau und im Kraftwerks- und Industriebereich bis hin zum Energiedatenmanagement entwickelt die Gesellschaft im Zusammenspiel mit ihren Kunden Produkte und Lösungen, die auf die individuellen Anforderungen jedes einzelnen Bauvorhabens bzw. Projektes zugeschnitten sind. Die alleinige Gesellschafterin der SPIE VST ist die SPIE SAG GmbH, Ratingen, (SPIE SAG). Letztere ist im Handelsregister von Düsseldorf unter der Nummer HRB 82030 eingetragen. Die Gesellschafterin berät und überwacht die Geschäftsführung. Im Sinne einer langfristigen und werteorientierten Unternehmensführung werden die Leitlinien unternehmerischen Handelns festgelegt und verankert. Das Ziel beider ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes der SPIE VST und die Sicherstellung der gesellschaftlichen Akzeptanz für ihr unternehmerisches Handeln. 2.2 Entwicklung der Gesellschaft a. Marktpositionierung Die SPIE VST ist ein herstellerunabhängiger Service- und Systemlieferant für Planung, Bauausführung, Instandhaltung, Betrieb und Entstörung von Strom-, Telekommunikations-, Gas-, Wasser- und Fernwärmenetzen in Deutschland. Darüber hinaus finden diese Dienstleistungen auch in den Bereichen der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität und Beleuchtungsanlagen Anwendung. An 11 Standorten wird eine umfassende infrastrukturtechnische Kompetenz abgebildet. b. Geschäftsentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 wurde der Teilbetrieb Servicebüro Bützow als Gesamtheit in die SPIE Energieservice GmbH, Ratingen, ausgegliedert. Hiernach wurden 24,9% der Gesellschaftsanteile an der SPIE Energieservice GmbH veräußert und die Firma in SPIE HanseGas GmbH (SPIE HanseGas), Ratingen, geändert. Die SPIE VST baute im Jahr 2023 erfolgreich die Zusammenarbeit mit Bestandskunden aus. Exemplarisch hervorzuheben sind dabei folgende Projekte: Im Berichtsjahr konnte beim Kunden Boreas für das erfolgreich abgeschlossene Projekt im Segment erneuerbarer Energien ein Folgeauftrag gewonnen werden. Das Projekt zur Verlegung der einfachen Kabeltrasse von Bertikow nach Gramzow, Brandenburg, über eine Strecke von ca. fünf Kilometern wurde 2023 begonnen und soll Mitte 2024 abgeschlossen werden. Im Rohrleitungsbau Gommern wird eine ca. vier Kilometer lange Brauchwasserleitung DA 500 SDR 17/ DN 400 in der Gemeinde Zielitz verlegt. Die Projektabwicklung erfolgt dabei im Wesentlichen im Wege des HDD Spülbohrverfahrens. Zusätzlich müssen zwei Stahlrohrpressungen mit der Dimension DN 600 von jeweils 20 Metern durchgeführt werden. Der Baubeginn war Mitte 2023, die Fertigstellung ist für Mitte 2024 geplant. Im Servicebüro Wiesmoor wurde für den Kunden ABB am Frauenhofer-Institut für Windenergiesysteme, Bremerhaven, die Verlegung und Montage aller NS/MS/HS Kabel realisiert. Unserer One-SPIE Ausrichtung entsprechend wurden die Hochspannungsmontagen durch Mitarbeiter des zum SPIE Konzernverbund gehörenden Geschäftsbereiches High Voltage realisiert. Die Niederlassung Erfurt konnte im Berichtsjahr einen relevanten Auftrag im Bereich des Glasfaserausbaus gewinnen und bereits teilweise realisieren. Gegenstand des Auftrages für den Kunden Thüringer NetCom ist der FTTH Ausbau "Drei Gleichen OT Mühlberg" mit einer Tiefbaulänge von acht Kilometern und ca. 400 Hausanschlüssen. c. Vernetzung innerhalb des SPIE-Konzerns Als Unternehmen des SPIE-Konzerns kann die SPIE VST auf die gruppenweit angebotenen technologischen Kompetenzen und Erfahrungen zurückgreifen. Dies ermöglicht ihr, das gesamte Leistungsspektrum der Gruppe aus einer Hand anbieten und damit bestehende Kundenbeziehungen fortwährend erweitern zu können. 3. Entwicklung von Auftragseingang, Leistung und Umsatz Vor dem Hintergrund der im Berichtsjahr erfolgten Ausgliederung belief sich der Auftragseingang auf Mio. EUR 98,2 (Vorjahr: Mio. EUR 126,7). Die Leistung einschließlich Bestandsveränderungen (ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug im Geschäftsjahr 2023 Mio. EUR 104,8 (Vorjahr: Mio. EUR 115,0). Der Umsatz lag bei Mio. EUR 96,4 (Vorjahr: Mio. EUR 120,9). Hierzu trugen im Wesentlichen die Niederlassung Erfurt mit Mio. EUR 35,0 (Vorjahr: Mio. EUR 36,3), die Niederlassung Müllrose mit Mio. EUR 32,0 (Vorjahr: Mio. EUR 48,9) und die Niederlassung Wiesmoor mit Mio. EUR 22,0 (Vorjahr: Mio. EUR 24,6) bei. Der Umsatzrückgang der Niederlassung Müllrose ist im Wesentlichen auf die Ausgliederung des Teilbetriebs Servicebüro Bützow zurückzuführen. 4. Personalentwicklung Die Gesellschaft beschäftigte zum Stichtag 31. Dezember 2023 insgesamt 977 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.090 Mitarbeiter). 5. Struktur der Gesellschaft Die Gesellschaft hat folgende operative Einheiten:
II. Wirtschaftsbericht1. Finanzielle Leistungsindikatoren Die kontinuierliche Unternehmenssteuerung basiert maßgeblich auf folgenden finanziellen Leistungsindikatoren: Auftragseingang, Leistung, Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) Working Capital und Liquiditätsentwicklung. Im Folgenden werden diese wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren näher ausgeführt sowie weitere inhaltliche Erläuterungen zur Vermögenslage gegeben. Aufgrund der Ausgliederung des Teilbetriebes Servicebüro Bützow ist ein Vergleich mit dem Vorjahr sowie mit der für das Geschäftsjahr prognostizierten Entwicklung nur eingeschränkt möglich. 1.1 Auftragseingang Der Auftragseingang der SPIE VST betrug im Geschäftsjahr 2023 insgesamt Mio. EUR 98,2 (Vorjahr: Mio. EUR 126,7). Der deutliche Rückgang von 22,5 % gegenüber dem Vorjahr resultierte einerseits aus der Ausgliederung des Teilbetriebes Servicebüro Bützow in die SPIE HanseGas (ca. Mio. EUR 11,0), andererseits wurden im Berichtsjahr Großprojekte abgearbeitet, die ein wesentlicher Bestandteil des hohen Auftragsbestands des Vorjahres waren. Gegenüber unserer Prognose, die von einem moderaten Rückgang ausging, lagen wir damit im Berichtsjahr deutlich unter unseren Erwartungen. 1.2 Leistung Die Leistung, bestehend aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen (ohne sonstige betriebliche Erträge), sank von Mio. EUR 115,0 im Vorjahr auf Mio. EUR 104,8. Die Prognose für den abgeschlossenen Geschäftszeitraum war von einer moderaten Steigerung ausgegangen. Lediglich für das Gasgeschäft wurde aufgrund der gesamtpolitischen Lage ein deutlicher Rückgang erwartet. Hauptursächlich für die Reduzierung der Leistung war die bereits vorstehend erwähnte und nicht in der Vorjahresprognose enthaltene Ausgliederung des Servicebüros, das im Vorjahr mit Mio. EUR 10,1 zur Gesamtleistung der SPIE VST beigetragen hatte. 1.3 Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern belief sich in 2023 auf Mio. EUR 4,9 (Vorjahr: Mio. EUR 8,3). Damit verfehlte die Gesellschaft die für das Berichtsjahr prognostizierte Entwicklung. Maßgeblich hierfür war im Wesentlichen der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge von Mio. EUR 9,0 im Jahr 2023 auf Mio. EUR 6,2 im Berichtsjahr, vornehmlich bedingt durch die im Vorjahr höhere Auflösung von Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen. Analog zum Rückgang der Leistung verminderte sich der Materialaufwand um insgesamt Mio. EUR 5,2. Die Materialintensität betrug im Berichtsjahr 33,9 % gegenüber 35,4 % im Vorjahr. Die Personalaufwendungen, inklusive der Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersversorgung, sanken in 2023 um Mio. EUR 3,6 auf insgesamt Mio. EUR 49,8 (Vorjahr: Mio. EUR 53,4). Verantwortlich hierfür war in erster Linie der im Zuge der Ausgliederung des Teilbetriebs Servicebüro Bützow erfolgte Mitarbeiterübergang auf die SPIE HanseGas. Insgesamt lag die Personalintensität mit 47,6 % leicht über Vorjahresniveau von 46,5 %. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betrugen in 2023 insgesamt Mio. EUR 3,8 und lagen damit auf Höhe des Vorjahreswertes. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entsprachen mit einem Betrag von Mio. EUR 17,6 nahezu dem Vorjahreswert von Mio. EUR 17,4. 1.4 Vermögenslage Die Bilanzsumme minderte sich gegenüber dem Vergleichsjahr um Mio. EUR 2,1 von Mio. EUR 78,6 auf Mio. EUR 76,5 im Berichtsjahr. Davon entfielen auf das Anlagevermögen Mio. EUR 12,7 (Vorjahr: Mio. EUR 13,7) und auf das Umlaufvermögen Mio. EUR 63,8 (Vorjahr: Mio. EUR 65,0). Das Working Capital, ermittelt als Saldo von Umlaufvermögen (ohne Guthaben bei Kreditinstituten und Kasse), kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, betrug Mio. EUR 33,6 (Vorjahr: Mio. EUR 38,8). Das bereinigte Working Capital belief sich auf Mio. EUR 3,4 (Vorjahr: Mio. EUR -9,4). Unter Annahme der Korrektur eines im Vorjahreswert enthaltenen Berechnungsfehlers hätte sich für das Vergleichsjahr ein Wert von Mio. EUR -2,6 ergeben. Zur Ermittlung des bereinigten Working Capital wurden die Forderung aus Ergebnisabführung der SEG LiPro Energietechnik GmbH, Lützen, (SEG LiPro) von Mio. EUR 1,1 (Vorjahr: TEUR 12), die Verbindlichkeit aus der Gewinnabführung an die SPIE SAG über Mio. EUR 5,6 (Vorjahr: Mio. EUR 0) und die Geldanlage im Cash-Pool der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH (SPIE DZE) von Mio. EUR 34,8 (Vorjahr: Mio. EUR 41,4) mindernd berücksichtigt. Abweichend von der für das Geschäftsjahr formulierten Prognose, die von einer leichten Verringerung ausgegangen war, ergab sich ein deutlicher Anstieg des bereinigten Working Capital. Ausschlaggebend hierfür waren im Wesentlichen die im Berichtsjahr gestiegenen Vorräte (Mio. EUR +4,3) sowie die gesunkenen Rückstellungen (Mio. EUR -5,1). Aufgrund des im Jahr 2023 getroffenen Gesellschafterbeschlusses erfolgte im Berichtsjahr die Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2022. Dadurch sank das Eigenkapital von Mio. EUR 52,3 auf Mio. EUR 45,6. Das Anlagevermögen wurde zu 359,8 % durch das Eigenkapital gedeckt (Vorjahr: 382,7 %). Die Eigenkapitalquote sank auf 59,6 % (Vorjahr: 66,5 %). Im Berichtsjahr betrugen die sonstigen Rückstellungen Mio. EUR 5,7 (Vorjahr: Mio. EUR 9,9). Der Rückgang resultierte vornehmlich aus der hohen Auflösung der Rückstellungen für Personalaufwendungen im Vorjahr. Insbesondere aufgrund der Verbindlichkeit aus Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2023 stieg der Bestand der Verbindlichkeiten von Mio. EUR 14,3 auf Mio. EUR 23,6 an. 1.5 Finanzlage Die Gesellschaft ist in das Cashpooling der SPIE DZE eingebunden. Damit ist die Liquidität jederzeit gesichert. Die Liquidität, bestehend aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, den Finanzforderungen aus dem Cash-Pooling sowie aus Zahlungsverrechnungen mit der SPIE HanseGas, lag zum Bilanzstichtag 2023 mit Mio. EUR 34,8 um Mio. EUR 6,7 deutlich unter Vorjahresniveau (Mio. EUR 41,5). Diese Entwicklung resultierte vornehmlich aus der im Jahr 2023 vollzogenen Ausgliederung des Teilbetriebs Servicebüro Bützow und der durch diesen Geschäftsbereich generierten Finanzmittel. Aus diesem Grund blieb die Gesellschaft hinter der für das Geschäftsjahr prognostizierten Erwartung zurück, die von einer Verbesserung des Cash-Bestandes ausgegangen war. 1.6 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung Vor dem Hintergrund der vorstehend beschriebenen Sondereffekte insbesondere aus der Ausgliederung des Teilbetriebs Servicebüro Bützow sowie der zeitlich vorgezogenen systemseitigen Erfassung von Auftragseingängen konnten die für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten Erwartungen nicht erreicht werden. Insgesamt wird die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft als hinreichend zufriedenstellend beurteilt. 2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.1 Betriebszugehörigkeit Die Mitarbeitenden der SPIE VST waren im Jahr 2023 weiterhin durchschnittlich 12,0 Jahre beschäftigt (Vorjahr: 12,0 Jahre). Die Fluktuation (Verhältnis der Austritte zum Personalanfangsbestand des Jahres) ist von 10,8 % im Vorjahr auf 12,7 % im Jahr 2023 gestiegen. 2.2 Weiterbildung Die SPIE VST hat im Jahr 2023 über die SPIE Akademie am regelmäßigen Weiterbildungsprogramm mit fachlichen und überfachlichen Seminaren teilgenommen, welches auf spezifische Bedarfe der Mitarbeitenden ausgerichtet war. Nach Fach- und Führungstrainings lagen weitere Trainingsschwerpunkte auf der Methoden- und Sozialkompetenz. Die Schulungs- und Trainingsmaßnahmen sind für verschiedene Karrierestufen von Ausbildungs-Workshops bis zu modularen Führungskräfteprogrammen konzeptioniert und dienen der Verbesserung der persönlichen und arbeitsplatzbezogenen Kompetenzen. Sie orientieren sich an Funktionen, Tätigkeiten und Verantwortungsbereichen. Ziel ist es, Nachbesetzungen wie z.B. Experten- oder Führungspositionen weitestgehend aus den eigenen Reihen vorzunehmen. Neben den intern organisierten Weiterbildungsangeboten der SPIE Akademie hat die SPIE VST auch an externen Weiterbildungsangeboten teilgenommen, um die spezifischen Weiterbildungsbedarfe abzudecken. Wie prognostiziert, ist die Weiterbildungskennzahl im Jahr 2023 teilweise zurückgegangen. Dies führen wir auf die ausbleibenden Nachholeffekte aus der COVID-19-Pandemie zurück. In den Vorjahren entstandene Schulungsrückstände konnten inzwischen teilweise aufgeholt werden. Der Besuch von externen Seminaren lag 2023 bei 1.290 Trainingstagen (2022: 1.648 Trainingstage). Der Besuch von internen Weiterbildungsmaßnahmen ist im Jahr 2023 sogar auf 723 Trainingstage gestiegen (2022: 422 Trainingstage). Neben vereinzelten Nachholeffekten führen wir dies insbesondere darauf zurück, dass interne Unterweisungen, Erste-Hilfe-Kurse, HSEQ-Kurzschulungen etc. konsequenter als in der Vergangenheit erfasst und diverse verpflichtende E-Learning-Module für festgelegte Zielgruppen durchgeführt wurden. 2.3 Ausbildung Im Sinne einer einheitlichen Bewertungssystematik wird ab dem Berichtsjahr 2023 auf eine Stichtagsbetrachtung umgestellt. Während im Jahr 2022 im Jahresdurchschnitt 55 Auszubildende in der SPIE VST waren, beschäftigt die Gesellschaft zum Stichtag 31. Dezember 2023 insgesamt 53 Auszubildenden und erreicht damit einen Auszubildendenanteil von 5,4 % an der Gesamtbelegschaft. 2.4 Mitarbeitenden-Beteiligungsprogramm Auch im Jahr 2023 gab es wieder unser Mitarbeitenden-Beteiligungsprogramm "Share for you", bei welchem die Beschäftigten Aktien der SPIE S.A. zu einem vergünstigten Preis beziehen konnten. Die Beteiligungsquote lag trotz wirtschaftlich schwieriger Umstände (Ukraine-Krieg, hohe Inflation) bei 10,43% und konnte damit im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt werden (2022: 4,38%). 2.5 Arbeitssicherheit Übergeordnetes Ziel der SPIE VST ist es, eine Arbeitsschutzkultur nachhaltig im Unternehmen - bei den Führungskräften und Mitarbeitenden - zu etablieren und zu verankern. Als Messgröße für die Arbeitssicherheit wird die Ereignishäufigkeitsrate (TRCFR = Total Recordable Cases Frequency Rate) herangezogen. Die Kennzahl errechnet sich aus der Summe der Ereignisse "Medical Treatments" und "Lost Time Incidents" bezogen auf eine Million Arbeitsstunden aller Mitarbeitenden - d.h. aller Mitarbeitenden der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe und aller Mitarbeitenden, die im Zuge von Arbeitnehmerüberlassungen für die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe tätig sind. Die Reduzierung der Ereignishäufigkeit hat einen positiven Einfluss auf die Kennzahl von SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH. Die Kennzahl der Gruppe hat sich für das Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr verbessert und liegt bei 10,53. Damit wurde die TRCFR im Vergleich zum Vorjahr um 2 % gesenkt, die Anzahl der Ereignisse liegt in der Schwankungsbreite. Insgesamt wurde die Ereignishäufigkeitsrate von Dezember 2014 bis Dezember 2023 um 53 % gesenkt. Die in den jeweiligen Zeiträumen der Berichterstattung in die Gruppe aufgenommenen Akquisitionen sind ab Zugehörigkeit zu SPIE in die Bildung der Kennzahl aufgenommen worden. Jede Gesellschaft der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe trägt zur Verbesserung des Arbeitsschutzes und damit der Senkung der TRCFR bei. Valide vergleichbar ist die Kennzahl auf Ebene der SPIE Deutschland & Zentraleuropa Gruppe, da sowohl durch organisches als auch durch anorganisches Wachstum die KPI auf Ebene der Legaleinheiten, mithin SPIE VST im Vergleich der Jahre stark schwanken kann. Die Berichterstattung wurde daher auf Gruppenebene umgestellt. Mit Beginn der Coronapandemie wurde eine bei SPIE eingeführte Veranstaltung "HSEQ für Führungskräfte" als Präsenzveranstaltung pandemiebedingt vorübergehend eingestellt. Im Jahr 2023 wurde diese Veranstaltung wieder in Präsenz implementiert. Vorab wurde das Training didaktisch komplett überarbeitet. In dem interaktiven Training werden Führungskräfte befähigt die HSEQ-Themen im operativen Umfeld umzusetzen. SPIE arbeitet kontinuierlich daran, die Arbeitssicherheit entlang des STOP-Prinzips (Substitution, technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen) auszurichten. Im Bereich neue technische Arbeitsmittel zur Verbesserung der Arbeitssicherheit werden neben Marktrecherchen auch Eigenentwicklungen mit Herstellern umgesetzt. Ein wichtiges Instrument zur Unterstützung aller Mitarbeitenden in der Fläche sowie der Führungskräfte waren die Hilfestellungen über eine arbeitstäglich 12-stündig erreichbare Beratungshotline sowie eine Vielzahl von Remote- und Präsenzschulungen und Regelbesprechungen. III. Prognose, Chancen- und Risikobericht1. Erwartetes wirtschaftliches Umfeld 1.1. Erwartete weltwirtschaftliche Entwicklung Das weltwirtschaftliche BIP wird sich 2024 auf 2,9% verstetigen und schrumpft im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,2%. 23 Die weltweit zurückgehende Inflation (Prognose für 2024: 5,8%) wird die Weltwirtschaft zwar positiv beeinflussen, doch wirken sich die weiter anhaltende restriktive Geldpolitik der Zentralbanken und das damit einhergehende geringere Investitions- und Produktivitätswachstum negativ auf das Wachstum aus. Auch werden die andauernden geopolitischen Konflikte den Welthandel weiterhin beeinträchtigen. 24 Nach einem schwachen Jahr 2023 (+0,5%) prognostiziert die OECD mit +0,6% ein kaum positiveres BIP für den Euroraum für das Jahr 2024. Zu Beginn des Jahres bleibt das Wachstum den Prognosen zufolge noch schwach. Da die Realeinkommen allerdings steigen, wird es sich im Laufe des Jahres stetig erholen. 25 In Deutschland ist im ersten Quartal aufgrund der anhaltenden geopolitischen Krisen sowie der hohen Inflation, erst einmal nicht mit einer Trendwende zu rechnen. 26 Für den weiteren Verlauf im Jahr 2024 wird ein Anstieg des BIP auf 0,2% 27 erwartet. Gestiegene Reallöhne und ein robuster Arbeitsmarkt wirken belebend auf die sich erholende Inlandsnachfrage. Die Prognosen für den Außenhandel im Jahr 2024 bleiben eher verhalten (+0,6%), da auch hier die geopolitischen Krisen aber auch die geldpolitischen Maßnahmen der Handelspartner-Länder die Nachfrage dämpfen. 28 Abzuwarten sind die weiteren Verläufe des Russland-Ukraine-Kriegs und des Nahost-Konflikts, die sich beide auf die Energiepreise und somit nachteilig auf die in Deutschland ansässige, energieintensive Industrie auswirken können. Ein längeres Anhalten der Störung der Schifffahrtsroute durch das Rote Meer und in der Folge wieder eingesetzten Lieferverzögerungen könnte die deutsche Wirtschaft weiterhin schwächen. 1.2. Erwartete Entwicklung der Branche Die aktuelle geo- und klimapolitische Situation wird auch im Jahr 2024 die deutsche Energiewirtschaft prägen. Die Maßnahmen des Energiesicherheitspakets und eine insgesamt milde Witterung haben die Versorgungssicherheit für den Winter 2023/2024 sichergestellt. Die angestrebte Unabhängigkeit von russischen Energieimporten ist Realität und lässt die Versorger optimistisch auf den Fortgang der Transformation des Energiesystems blicken. Fallende Gaspreise an den Handelsbörsen zu Beginn des Jahres 2024 sind ein Ausdruck dessen. Die Bundesregierung hält auch im Jahr 2024 an einer Beschleunigung der Transformation zum klimafreundlichen und krisenfesten Energiesystem fest. Das 2023 in Kraft getretene neue EEG, welches den Ausbau Erneuerbarer Energien auf mindestens 80 % bis 2030 als Ziel hat, wird im Jahr 2024 die Ausschreibungsmengen für Photovoltaik und Wind-Projekte erhöhen, den Abbau bürokratischer und regulatorischer Hemmnisse ermöglichen sowie Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen. 29 Der dadurch erwartete Anstieg der Projekte am Markt wird auch das Geschäft von SPIE VST positiv beeinflussen, insbesondere beim Anschluss solcher erneuerbaren Energien Projekte an das Elektrizitätsnetz. Im Fokus steht weiterhin der Netzausbau als das Rückgrat der Energiewende. Die erforderliche Integration der Erneuerbaren Energien in das Energiesystem bleibt der stärkste Treiber für Investitionen. Das Stromtransport- und -verteilnetz muss für die wachsende Transportaufgabe ausgebaut, optimiert, verstärkt und stabilisiert werden. Die geplanten Investitionen der deutschen Stromversorger in Fortleitungs- und Verteilanlagen werden sich weiter auf hohem Niveau bewegen und liegen im Jahr 2024 bei über Mrd. EUR 13. 30 Die Bundesnetzagentur hat zum Ende des Jahres 2023 rund 600 Kilometer neue Stromleitungen genehmigt, weitere 2.800 km sollen bis Ende 2024 folgen. 31 Den Verteilnetzen wird ein wesentlicher Beitrag beim Ausgleich dezentraler Energieerzeugung und der notwendigen Flexibilisierung der Nachfrage beigemessen. Insbesondere die erforderliche netzdienliche Integration von dezentralen Energiespeichern sowie Ladeleistungen von Elektrofahrzeugen machen Investitionen in die intelligente Netzsteuerung sowie digitalisierte Netzbetriebsmittel erforderlich. Dies ist ein wesentlicher Aspekt bei der Entwicklung der urbanen smarten Infrastrukturen. Verankert in der Nationalen Wasserstoffstrategie 32 setzt die Bundesregierung zur Erreichung der Klimaziele perspektivisch auf grünen Wasserstoff als Energieträger. Mit seinem Beschluss setzt die Bundesregierung im November 2023 den gesetzlichen Rahmen für einen integrierten Netzentwicklungsplan Wasserstoff und Gas sowie die Kernnetz-Finanzierung. Parallel dazu haben die Fernleitungsnetzbetreiber, als künftige Wasserstoffnetzbetreiber, einen Antragsentwurf zur Ausgestaltung der Kernnetz-Infrastruktur veröffentlicht. 33 Insgesamt soll bis 2032 ein Kernnetz von rund 9.700 km entstehen. Rund 40% dieser Infrastruktur wird hierfür neu gebaut. 34 Fördermittel sind für den Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur unerlässlich. Im Februar 2024 genehmigte die EU 24 deutsche Projekte, die im Rahmen des "Hy2Infra" entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette realisiert und mit rund Mrd. EUR 8 gefördert werden (davon Mrd. EUR 4,6 durch Bund und Länder sowie Mrd. EUR 3,4 durch Unternehmen). 35 SPIE VST sieht im Wasserstoff einen Zukunftsmarkt und wird ihre Kompetenz entsprechend einsetzen. Die Elektromobilität in Deutschland wird durch die im Zuge der Haushaltskonsolidierungen für den Bundeshaushalt für 2024 erfolgten Kürzungen, unter anderem beim Klima- und Transformationsfond (KTF), in ihrem Hochlauf beeinflusst. 36 Die gestrichene Förderung für den Kauf von Elektrofahrzeugen wird zu einer gedämpften Nachfrage nach neuen Elektrofahrzeugen führen. Die geplanten Zuschüsse zur Errichtung der Ladeinfrastruktur aus dem KTF bleiben hingegen mit rund Mrd. EUR 2 unvermindert erhalten. 37 Gerade im Aufbau von Schnellladeinfrastruktur sieht SPIE VST ihren Markt und verfügt bereits über breite Kompetenz bei der Errichtung sowie im Betrieb von Ladeinfrastruktur. Die BREKO Marktanalyse 2023 hat gezeigt, dass der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau trotz widriger geopolitischer Umstände und hoher Inflation weiter boomt. 38 Um das Ziel, bis Ende 2025 rund die Hälfte der deutschen Haushalte und Unternehmen mit Glasfaser zu versorgen, zu erreichen, investieren die Telekommunikationsanbieter auch 2024 viele Milliarden Euro in den Ausbau des Glasfasernetzes. 39 Diese starke Marktdynamik stützt die Bundesregierung mit der im April 2023 gestarteten Gigabitstrategie durch gezielte Maßnahmen, um den privatwirtschaftlichen Ausbau in Kommunen zu forcieren. 40 Die Investitionen in die Mobilnetzinfrastruktur werden 2024 laut Bitkom-Prognose ebenfalls um 6,2 % auf Mrd. EUR 1,2 steigen. 41 Die hohe Priorität der Transformation des Energiesystems, der fokussierte Aufbau der nachhaltigen Mobilität sowie des Ausbaus des Breitbandangebots indizieren Maßnahmen, die eine hohe Investitionstätigkeit der Verteilnetzbetreiber, Kommunikationsunternehmen und Betreiber von Verkehrs- und Ladeinfrastrukturen erfordern. Dies wird sich weiterhin positiv auf das Geschäft der SPIE VST auswirken. Einzig ein langfristiges Andauern der geopolitischen Spannungen könnte sich negativ auf Konjunktur und Inflationen auswirken und mittelbaren Einfluss auf die Nachfrage entwickeln. 2. Finanzielle Leistungsindikatoren 2.1 Auftragseingang Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Auftragseingang von Mio. EUR 98,2 (Vorjahr: Mio. EUR 126,7) erzielt. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem Auftragseingang auf Vorjahresniveau gerechnet. 2.2 Leistung Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die SPIE VST einen moderaten Rückgang der Leistung gegenüber dem Vorjahr. Diese Annahme resultiert aus der Tatsache, dass zum Prognosezeitpunkt Projekte mit einem hohen Material- und Fremdleistungsanteil unter anderem für die Bereiche E-Mobilität, FTTH und erneuerbare Energien nicht auf dem Niveau des Vorjahres gewonnen wurden. Für das Gasgeschäft der SPIE VST wird aufgrund der gesamtpolitischen Lage analog der Prognose des Vorjahres weiterhin ein deutlicher Rückgang prognostiziert. 2.3 Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) Entgegen dem für das Geschäftsjahr 2024 erwarteten moderaten Leistungsrückgang rechnet die Gesellschaft für das kommende Wirtschaftsjahr mit einer deutlichen Steigerung des EBIT, dies im Wesentlichen aufgrund einer unverändert stabilen Personalsituation, deutlich geringerer krankheitsbedingter Ausfallzeiten, verbesserter Prozessabläufe und der in den bestehenden Rahmenverträgen verhandelten Entgeltaufschläge zur Deckung von inflations- und tarifinduzierter Mehrkosten. 2.4 Working Capital Ausgehend von einem bereinigten Working Capital zum Jahresabschluss 2023 in Höhe von Mio. EUR 3,4 wird ein leichter Rückgang gegenüber dem Berichtsjahr erwartet. 2.5 Liquiditäts-Entwicklung Zum Bilanzstichtag 2023 belief sich der Cash-Bestand inkl. Cash-Pool-Guthaben auf Mio. EUR 34,8. Die Planung der Cash-Entwicklung basiert auf einer weiteren Optimierung des Working Capital. Insgesamt wird eine Erhöhung des Cash-Bestandes im Rahmen der erwarteten Ergebnisentwicklung erwartet. 3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3.1 Betriebszugehörigkeit Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit betrug bei der SPIE VST im Jahr 2023 unverändert 12,0 Jahre. Der Wert wird sich erwartungsgemäß im folgenden Berichtsjahr ähnlich verhalten bzw. leicht verringern, da das angestrebte organische Wachstum der Gesellschaft dazu führt, dass eine Vielzahl an neuen Mitarbeitenden in das Unternehmen eintreten. Dies wird sich auch entsprechend auf die Unternehmenszugehörigkeit auswirken. Ebenso stehen die sog. geburtsstarken Jahrgänge in den kommenden 5 - 10 Jahren vor dem Eintritt in den Ruhestand. Dies wird somit insgesamt zu einer Verjüngung der Belegschaft und damit einhergehend zur Verringerung der Betriebszugehörigkeit führen. Die Fluktuation betrug im Berichtsjahr 12,7 %. Im Jahr 2024 ist eine gleichbleibende Fluktuationsquote zu erwarten. Die gestiegene Fluktuation bleibt ein Fokusthema für die kommenden Jahre. Mit dem breit angelegten Maßnahmenkatalog zur Arbeitgeberattraktivität möchten wir unsere Position als "Employer of Choice" weiter ausbauen und festigen. Aufgrund der erheblichen Personalbedarfe bei weiter zunehmendem Fachkräftemangel muss die Qualifizierung der Mitarbeitenden verstärkt bei Eintritt in das Unternehmen erfolgen. Trotz schnellem und effizientem Onboarding der Mitarbeitenden führt die Einstellung von geeigneten, aber auch zugleich branchenfremden Mitarbeitenden nicht immer zu einem dauerhaften Arbeitsverhältnis. 3.2 Weiterbildung Für das Jahr 2024 werden leicht steigende Weiterbildungskennzahlen erwartet. Durch die steigenden Personalbedarfe sowie die Einstellung von branchenfremdem Personal ergibt sich ein erhöhter Bedarf an entsprechenden Weiterbildungsangeboten. Für 2024 wird ein Schwerpunkt auf Schulungsangeboten im Bereich der Arbeitssicherheit, technischen Fortbildungen für Quereinsteiger sowie verpflichtender E-Learning-Module für festgelegte Zielgruppen liegen. Es wird weiterhin die Möglichkeit von Weiterbildungsmaßnahmen im digitalen Format genutzt, dies insbesondere mit Blick auf die Einsparung im Bereich Reise- und Energiekosten. 3.3 Ausbildung Im Jahr 2024 werden weiter steigende Ausbildungskennzahlen prognostiziert. Vor dem Hintergrund eines wachsenden Fachkräftemangels und in Wahrnehmung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung setzt die SPIE VST auch weiterhin auf die betriebliche Ausbildung, die primär dazu dient, den eigenen Personalbedarf zu sichern. Es ist dabei Ziel des Unternehmens, dass die Auszubildenden perspektivisch 10% der Gesamtbelegschaft stellen. Ausgebildet wird in gewerblichen und in kaufmännischen Berufen, sowohl in eigenen Betriebsstätten als auch in Kooperation mit Bildungszentren. Es wird intensiv in die Ausbildung investiert und ein wesentlicher Fokus für das Jahr 2024 liegt in der gesamtheitlichen Koordinierung der Ausbildung über die Standorte hinweg, um so das sehr gute Ausbildungsniveau für alle Auszubildenden an allen Standorten zu gewährleisten. 3.4 Arbeitssicherheit Fortlaufendes Ziel ist eine stetige Reduzierung der Ereignishäufigkeitsrate und damit der absoluten Anzahl der Ereignisse (MT und LTI). Um dieses Ziel zu erreichen, werden die bereits eingeführten Maßnahmen weitergeführt sowie weitere Maßnahmen und Arbeitsmittel implementiert, die das Bewusstsein erhöhen und damit eine Arbeitssicherheitskultur fördern. Als Ziel für die Senkung der Unfallhäufigkeit hat sich der Geschäftsleitungskreis auf eine Reduzierung der TRCFR um 5 % im Vergleich zur TRCFR des Berichtsjahres 2023 vereinbart. Im Jahr 2021 wurden gruppenweit die 10 Life Saving Rules (LSR) eingeführt, in 2022 und 2023 weiter verankert. In 2024 wird dieser Prozess weiter fortgesetzt. Um diese Verankerung zu erreichen, wird das Thema LSR durch verschiedene Aktionen und Kampagnen, wie den Tag der Arbeitssicherheit, vertieft. Der Tag der Arbeitssicherheit findet zwei Tage vor dem internationalen Worker Memorial Day am 26. April statt. Um die Organisation bzgl. Arbeitssicherheit zu entwickeln, werden weiterhin Aktivitäten entlang der Prinzipien "Technische Maßnahmen und Einhaltung von Regeln", "Managementsysteme und Führung", "Umdenken und kultureller Wandel" entfaltet. Ein besonderer Fokus liegt dabei darauf, gemeinsam mit den Mitarbeitenden vor Ort Lösungen für sicheres Arbeiten zu entwickeln. Besonderes Augenmerk liegt darauf, die Standardarbeitsprozesse auf die ausreichende Beschreibung von Arbeitssicherheitsaspekten zu analysieren und ggf. bedarfsgerecht zu ergänzen. 4. Effiziente Organisation des Risikomanagements Die Risikopolitik der SPIE VST ist eingebettet in die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe und darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern. Für das Risikomanagement ist innerhalb der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH die Abteilung Risikomanagement mit folgenden wesentlichen Aufgaben verantwortlich:
Wesentlich für die Erreichung dieses Ziels ist die Steuerung der identifizierten Auftrags- und Absatzrisiken durch unternehmensinterne Standards und Freigabeprozesse. Die vereinheitlichten Freigabeprozesse und -grenzen werden in Abstimmung mit der Konzernführung kontinuierlich überprüft und nach Bedarf angepasst. Diese Anpassungen werden von der Abteilung "Risikomanagement" durch Schulungen in allen Geschäftsbereichen und Tochtergesellschaften begleitet. Kunden- und Marktrisiken begegnen wir durch eine differenzierte Produkt- und Kundenstruktur sowie durch sorgfältige Kundenauswahl, kontinuierliche Überprüfungen der Bonität unserer Kunden und Lieferanten sowie durch effektives Debitoren- und Kreditorenmanagement einschließlich des Abschlusses einer Forderungsausfallversicherung für Risiken aus Insolvenz und Protected Default für ausgewählte Kunden. Die hohe Wettbewerbsintensität führt zu einem anhaltend hohen Margendruck, dem z.B. durch Realisierung von Synergieeffekten innerhalb des SPIE-Konzerns sowie eine konsequente Erweiterung der eigenen Wertschöpfungskette als Multitechnik-Anbieter begegnet wird. Risiken, die aus dem Krieg in der Ukraine entstehen, werden im Rahmen des Business Continuity Managements der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe berücksichtigt. Die sich aus dem Krieg für die Unternehmensgruppe ergebenden Risiken werden weiterhin fortlaufend analysiert, bewertet und angepasst. Mit dem sukzessiven Auslaufen der behördlichen Auflagen aus der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung hat die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe ebenfalls entsprechende Maßnahmen auslaufen lassen. Der in 2020 eingerichtete Corona-Krisenstab wurde eingestellt. Risiken aus der Pandemie und dem Ukraine-Krieg werden zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr gesehen. 5. Erklärung zur Unternehmensführung Den Gesellschaftern und der Geschäftsführung der SPIE VST ist eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen wichtig. Daher legen wir großen Wert auf die gleichberechtigte Behandlung bei der Besetzung von Führungspositionen. Aufgrund der Führungsrolle der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH erfolgt die Festlegung auf Ebene der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe. Die Zahlen für die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe stellen sich wie folgt dar: Im Rahmen der strategischen Ausrichtung bis 2025 (Ambition 2025) und der damit verbundenen CSR Roadmap haben wir in 2020 konkrete Ziele formuliert, die wir im Rahmen des GLK HR-KPI Reports in der Entwicklung beobachten und bewerten. Dazu gehört das Ziel, bis Ende 2025 den Anteil an weiblichen Führungskräften in Managementfunktionen um 20 % gegenüber dem Jahresende 2019 zu steigern In Managementfunktionen (alle Positionen, die Funktionseinheiten leiten und verantworten und dabei üblicherweise Mitarbeiter direkt oder indirekt führen) betrug der Frauenanteil Ende 2023 15,3% gegenüber 12,6 % in 2022 und gegenüber 9,6 im Basisjahr 2019 (plus 59 %). Der Gesamtanteil an Frauen betrug Ende 2023 15,9 % gegenüber 14,9 % in 2022 und gegenüber 13,8% im Basisjahr 2019 (plus 15% %). Darüber hinaus haben wir unser Ziel des Anteils an Frauen bei Managementtrainings von 20 % mit erzielten 29, % sehr gut realisiert. 6. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Chancen für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ergeben sich insbesondere aus der Ausweitung der Geschäftsbeziehungen mit Bestandskunden und dem hohen Investitionsbedarf in die Energieinfrastruktur. Risiken für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft resultieren im Wesentlichen aus dem Abschluss nicht profitabler Aufträge sowie dem Verlust von Großaufträgen mit hohem Mitarbeitereinsatz. Ersterem begegnet die Gesellschaft mit einem mehrstufigen Review- und Freigabeprozess, der bereits vor Angebotsbearbeitung in Form eines "Bid go/no-go"-Prozesses etabliert ist. Dieser Review-Prozess setzt sich in der Start-Up-Phase bei neuen Projekten sowie einem kontinuierlichen Review- und Verbesserungsprozess über die gesamte Laufzeit der Projekte fort. Durch die in den letzten Jahren eingeleiteten Maßnahmen konnte die Anzahl nicht profitabler Aufträge signifikant reduziert werden. Dieser Ansatz wird weiterverfolgt. Einem möglichen Verlust wichtiger Aufträge wird durch eine intensive, koordinierte Betreuung wichtiger Bestandskunden begegnet. Diese umfasst auch die Durchführung von Workshops mit dem Kunden, um frühzeitig Optimierungspotentiale zu identifizieren und die Leistungserbringung an die Kundenerfordernisse anzupassen. Durch diese Maßnahmen erwarten wir eine weitere Steigerung der Kundenbindung und somit die Reduzierung des Auftragsverlustrisikos. Im Jahr 2022 richtete SPIE wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine einen Krisenstab ein, der sich mit möglichen negativen Auswirkungen des Konflikts auf das Geschäft von SPIE beschäftigte. Hierbei standen insbesondere Lieferverzögerungen und Engpässe sowie der Umgang mit Materialpreissteigerungen im Fokus. Diese Risiken konnten durch Preisfixierungen oder Preisanpassungen weitgehend reduziert werden. Da sich die Lieferketten inzwischen entspannt haben und die im Jahr 2022 erreichten Preislevel wieder gesunken sind, werden aktuell keine weiteren Risiken aus dem Konflikt gesehen. Der Krisenstab konnte in Laufe des Jahres 2023 aus den genannten Gründen aufgelöst werden. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken werden für die SPIE VST nicht gesehen.
Wiesmoor, den 12. April 2024 Peter Pfannenstiel, Geschäftsführer
1 Vgl. IMF (2024): World Economic Outlook
Update, S. 1ff.
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine AngabenSitz der SPIE Versorgungstechnik GmbH (SPIE VST) ist Wiesmoor, das zuständige Registergericht ist das Amtsgericht Aurich. Die Handelsregisternummer lautet HRB 204393. Der Jahresabschluss der SPIE VST ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Alleinige Gesellschafterin der SPIE VST ist die SPIE SAG GmbH (SPIE SAG) mit Sitz in Ratingen. Mit dieser wurde mit dem Gesellschafterbeschluss vom 30. November 2023 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen, der am 13. Dezember 2023 in das Handelsregister der SPIE VST eingetragen wurde. Die Gesellschaft ist steuerlich in den Organkreis der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, Ratingen, eingebunden. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform aufgestellt. In der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzugebende "Davon"-Vermerke sind teilweise in den Anhang übernommen worden. Des Weiteren besteht mit der Tochtergesellschaft SEG LiPro Energietechnik GmbH, Lützen, ein Gewinnabführungsvertrag. Mit Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 23. März 2023 wurde die auf den 1. Januar 2023 wirtschaftlich rückwirkende Ausgliederung des Teilbetriebs Servicebüro Bützow als Gesamtheit gemäß § 123 Abs. 3 Nr. 1, 131 Abs. 1 Nr. 1 UmwG auf die SPIE Energieservice GmbH, Ratingen, (SPIE Energieservice) beschlossen, deren alleinige Gesellschafterin die SPIE VST ist. Mit Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 11. Mai 2023 wurden 24,9% der Geschäftsanteile an der SPIE Energieservice an die HanseGas GmbH, Quickborn/Krs. Pinneberg, veräußert. Weiterhin wurde auf der Grundlage der Gesellschafterversammlung vom 11. Mai 2023 und mit Handelsregistereintrag vom 25. Mai 2023 die Änderung der Firma in SPIE HanseGas GmbH (SPIE HanseGas) mit Sitz in Ratingen vollzogen. Aufgrund der Ausgliederung ist ein Vergleich mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt mit folgenden Ausnahmen:
Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die Bewertung der entgeltlich von Dritten erworbenen Immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Ansatz planmäßiger Abschreibungen über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Bei entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerten beträgt diese zehn Jahre und orientiert sich an der Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Kundenstämme, die im Rahmen des Erwerbs übernommen wurden. Darüber hinaus beträgt die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten ein bis 15 Jahre, für Mietereinbauten ein bis 33 Jahre, für Technische Anlagen und Maschinen ein bis 18 Jahre und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ein bis 18 Jahre. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Abschreibung führt. Bis einschließlich Geschäftsjahr 2022 wurden geringwertige Anlagegüter bis zu Anschaffungskosten von EUR 800 im Zugangsjahr abgeschrieben. Seit dem 01.01.2023 werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls nach Abzug von Abschreibungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung, angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den durchschnittlichen Beschaffungspreisen. Es werden Gängigkeitsabwertungen vorgenommen. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen umfassen Material-, Konstruktions- und Montagekosten und einen Zuschlag für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Finanzierungskosten, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht einbezogen. Erhaltene Anzahlungen werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Bestandsrisiken wurde ausreichend Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet Pauschalwertberichtigungen werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 1,5 % für das allgemeine Kreditrisiko auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für vorab geleistete Zahlungen gebildet, sofern sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Der Posten wird planmäßig aufgelöst. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen wurden abgezinst, wobei Effekte aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes im Finanzergebnis ausgewiesen wurden. Die Abzinsung der langfristigen Rückstellungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 HGB nach laufzeitadäquaten Abzinsungssätzen, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Die Bewertung der unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen erfolgt als Pauschalrückstellung (0,5 %) auf den durchschnittlichen, gewährleistungsbehafteten Umsatz der vorangegangenen Geschäftsjahre. Der langfristige Anteil der Rückstellung wird abgezinst. Die langfristigen Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen sind auf Basis versicherungsmathematischer Berechnungen, basierend auf dem Diskontierungszinssatz von 1,76 %, passiviert. Der von der Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichte Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB) beträgt 1,74 %. Dies führt zu keiner wesentlichen Abweichung der Jubiläumsrückstellung. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz(1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. (2) Vorräte In den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen waren lagermäßig geführte Ersatzteile zum Bilanzstichtag enthalten. Die Unfertigen Leistungen beinhalteten ausschließlich unverrechnete Lieferungen und Leistungen aus nutzerspezifischen Leistungen und Projekten. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Sicherheitseinbehalte mit einer Fälligkeit von 1 bis 5 Jahren in Höhe von TEUR 52. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultierten aus dem Cash-Pooling (TEUR 36.045; Vorjahr: TEUR 41.356) sowie aus der Übernahme des laufenden Gewinns der SEG LiPro Energietechnik GmbH, Lützen, in Höhe von TEUR 1.062 (Vorjahr: TEUR 12). Im Zusammenhang mit Umsatzsteuervorauszahlungen für das Jahr 2023 von TEUR 914 (Vorjahr: TEUR 886) bestanden weitere Forderungen, die sich gegen die Gesellschafterin aufgrund der stufenweisen Verrechnung im umsatzsteuerlichen Organkreis ergaben. Darüber hinaus bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 530; Vorjahr: TEUR 149). Insgesamt entfielen TEUR 952 (Vorjahr: TEUR 886) auf Forderungen gegen die alleinige Gesellschafterin SPIE SAG. (4) Latente Steuern Die Gesellschaft ist seit diesem Geschäftsjahr steuerlich in den Organkreis der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, Ratingen, eingebunden. Die Bildung latenter Steuern erfolgt beim Organträger, der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, Ratingen. Im Vorjahr wurde das Wahlrecht gem. § 274 HGB zur Aktivierung latenter Steuern nicht ausgeübt. (5) Mindeststeuer Der gebuchte Steueraufwand der Organschaft für das laufende Jahr ist höher als der Wert, der sich aus der Berechnung gemäß Mindeststeuergesetz ergeben würde. (6) Eigenkapital Mit Gesellschafterversammlung vom 28. März 2023 wurde für das Geschäftsjahr 2022 ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 6.656.871,83 festgestellt und die Ausschüttung in voller Höhe an die Gesellschafterin beschlossen. (7) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthielten
(8) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten teilen sich im Einzelnen wie folgt auf:
* Angaben im Vorjahresabschluss unterblieben Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden aus der Ergebnisabführung (TEUR 5.640; Vorjahr: TEUR 0), im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft (TEUR 2.906; Vorjahr: TEUR 0), aus Zahlungsverrechnungen mit der SPIE HanseGas (TEUR 1.263; Vorjahr: TEUR 0) sowie aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 275; Vorjahr: TEUR 2.807). Insgesamt entfielen TEUR 8.611 (Vorjahr: TEUR 3.161) auf Verbindlichkeiten gegenüber der SPIE SAG. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(9) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden im Berichtsjahr überwiegend im Inland erzielt (TEUR 96.157; Vorjahr: TEUR 120.908), zuzüglich der im Ausland realisierten Umsatzerlöse von TEUR 203 (Vorjahr: TEUR 0). Die Aufteilung nach Kundengruppen stellte sich wie folgt dar:
(10) Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.026 (Vorjahr: TEUR 7.405) enthalten. Aus Versicherungsentschädigungen ergab sich ein Betrag von TEUR 187 (Vorjahr: TEUR 156). Aus der Veräußerung von Anteilen einer Beteiligung wurde ein Ertrag in Höhe von TEUR 373 (Vorjahr: TEUR 0) erzielt, welcher gleichzeitig ein Ertrag von außergewöhnlicher Bedeutung i.S.v. § 285 Nr. 31 HGB darstellt. (11) Sonstige betriebliche Aufwendungen Wesentliche Positionen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren Aufwendungen aus dem Betrieb der von der Gesellschaft eingesetzten Fahrzeugflotte von TEUR 6.548 (Vorjahr: TEUR 3.171), Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen von TEUR 3.218 (Vorjahr: TEUR 3.170) sowie Aufwendungen aus Personal- und Sachkostenumlagen in Höhe von TEUR 2.289 (Vorjahr: TEUR 4.113). Sonstige Angaben(12) Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 zählte die Belegschaft durchschnittlich 954 (Vorjahr: 1.024) Arbeitnehmer.
(13) Anteilsbesitz
1) Es liegt ein Ergebnisabführungsvertrag vor. 2 ) Aufnahme der operativen Tätigkeit erfolgte zum 1. Januar 2023. (14) Geschäftsführer Herr Peter Pfannenstiel, Leiter des Geschäftsbereiches CityNetworks & Grids der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe (15) Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. (16) Sonstige finanziellen Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beliefen sich auf TEUR 7.576 (Vorjahr: TEUR 5.285) aus Operating Leasingvereinbarungen für Fahrzeuge und TEUR 32.489 (Vorjahr: TEUR 20.208) aus Mietverpflichtungen. Letztere bestanden mit TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 17) gegenüber verbundenen Unternehmen. (17) Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 97, Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft), welches wie im Vorjahr ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen entfiel. (18) Weitere Angaben Eine Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes für den Teilkonzern der SPIE VST nach § 290 HGB besteht nicht, da die SPIE VST und ihre Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der SPIE SA, Cergy/Frankreich, einbezogen werden und kein Antrag von Minderheitsgesellschaftern zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts nach § 291 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB vorliegt. Voraussetzung hierfür ist, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der SPIE SA geprüft und in deutscher oder englischer Sprache offengelegt werden. Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt, ist die SPIE SA, Cergy/Frankreich. Der Konzernabschluss wird beim Unternehmensregister veröffentlicht. Das Ergebnis nach Steuern wird aufgrund eines mit der SPIE SAG GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrages in Höhe von TEUR 5.640 an diese abgeführt. (19) Nachtragsberichterstattung Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Abschlussstichtag nicht eingetreten.
Wiesmoor, den 12. April 2024 SPIE Versorgungstechnik GmbH, Wiesmoor Peter Pfannenstiel, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SPIE Versorgungstechnik GmbH, Wiesmoor Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SPIE Versorgungstechnik GmbH, Wiesmoor, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SPIE Versorgungstechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 12. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Matthias Barnert, Wirtschaftsprüfer ppa. Julian Gruber, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 05.06.2024 festgestellt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
5 nahegelegene Organisationen
Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen