HEINRICHS GmbH & Co. KG Pressen Ziehen Stanzen
Selbe AdresseHerstellung von Press-, Zieh- und Stanzteilen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Müller seit 19.5.2025 | Prokura |
Grit Stelzer seit 19.5.2025 | Prokura |
Marius Friedrichs seit 19.5.2025 | Prokura |
Matthias Tanklage seit 24.3.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 14.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Heinrichs Holding GmbHLennestadtKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Konzerns Die Heinrichs Holding GmbH, Lennestadt, ist in dem Handelsregister des Amtsgerichts Siegen unter der Nummer HRB 6195 eingetragen. Sitz des Unternehmens ist Lennestadt. B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises und Konsolidierungsmethoden einschließlich Währungsumrechnung I. Einleitung Die Heinrichs Holding GmbH ist Mutterunternehmen eines Konzerns i. S. v. § 290 HGB. Es besteht für das Geschäftsjahr 2023 Konzernrechnungslegungspflicht, da die gesetzlichen Größenkriterien (§ 293 HGB) erfüllt waren. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 290 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrages und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft ist nach dem Gesamtkostenverfahren i.S.v. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. II. Konzernanteilsbesitz und Konsolidierungskreis 1. Angaben zum Konzernanteilsbesitz gem. § 313 Abs. 2 HGB Der Konzernanteilsbesitz umfasste die folgenden Unternehmen:
2. Konsolidierungskreis und Veränderungen gegenüber dem Vorjahr Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich hinsichtlich der einbezogenen Unternehmen keine Veränderungen im Konsolidierungskreis. Der Anteilsbesitz an der LV UAB HI-STEEL GAG erhöhte sich von 94 % auf 100 %. 3. Geschäftsjahr von Mutter- und Tochterunternehmen Die Geschäftsjahre des Mutter- und der Tochterunternehmen entsprechen dem Kalenderjahr. 4. Größter und kleinster Konzernkreis Die Heinrichs Holding GmbH stellt für das Geschäftsjahr 2023 einen Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen auf, der beim Unternehmensregister veröffentlicht wird. III. Konsolidierungsmethoden einschließlich Währungsumrechnung 1. Angewandte Methoden für das Geschäftsjahr 2023 Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Erwerbsvorgänge vor dem 1. Januar 2010 nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. i. V. m. Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB), für Erwerbsvorgänge nach dem genannten Stichtag nach der danach ausschließlich zulässigen Neubewertungsmethode (§ 301 HGB n. F.). Konsolidierungszeitpunkt war jeweils der Erwerbszeitpunkt der betreffenden Anteile bzw. der Zeitpunkt des Anfalls nachträglicher Anschaffungskosten. Die ausschließlich aktivischen Unterschiedsbeträge aus der Konsolidierung von Tochterunternehmen wurden als Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung in den Vorjahren linear abgeschrieben und werden nun mit dem Erinnerungswert angesetzt. Bei der Weiterveräußerung der von der Konzerntochter HEINRICHS GmbH & Co. KG Pressen Ziehen Stanzen erworbenen 6%-Anteile an der Konzerntochter LV UAB HI-STEEL GAG an die Konzernmutter sind Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 198,4 entstanden, die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung erfolgswirksam neutralisiert wurden. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen saldiert. Die Schuldenkonsolidierung zum 31.12.2023 war erfolgsneutral. Im Zuge der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns nach den Grundsätzen der Einheitstheorie, nach der der Konzernabschluss wie ein Jahresabschluss für ein fiktives, rechtlich einheitliches Unternehmen aufzustellen ist, miteinander verrechnet. Konsolidierungspflichtige Zwischengewinne sind innerhalb des Konsolidierungskreises nicht entstanden. In den Konzernabschluss sind ausschließlich Gesellschaften einbezogen, deren Jahresabschluss in der Währungseinheit EURO aufgestellt wurde. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gem. § 256a HGB i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. 2. Abweichungen von Konsolidierungsmethoden, Begründung und Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns Die im Vorjahr angewandten Konsolidierungsmethoden wurden beibehalten. C. Erläuterungsteil I. Gliederung und Ausweis Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den gesetzlichen Schemata gem. §§ 266, 275 i. V. m. § 298 HGB gegliedert, wobei für die Ergebnisrechnung das Gesamtkostenverfahren gewählt wurde. Dem Grundsatz der Ausweisstetigkeit wurde Rechnung getragen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Grundlagen der Konzernrechnungslegung 1. Allgemeine Grundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden den Tochterunternehmen von dem Mutterunternehmen vorgegeben. Danach wurden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen für Zwecke des Konzernabschlusses unter Beachtung des Grundsatzes der Wesentlichkeit an die im Einzelabschluss des Mutterunternehmens angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angepasst ("Handelsbilanz II"). Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 294 ff. HGB) aufgestellt. Ergänzende gesellschaftsvertragliche Vorschriften einbezogener Unternehmen wurden entsprechend berücksichtigt, soweit dieses mit den Grundsätzen der Konzernrechnungslegung vereinbar war. Zu den Angaben im Sinne von § 314 Abs. 1 Nrn. 6a) und 6b) HGB über die Bezüge von aktiven oder ehemaligen Mitgliedern von Organ- oder Überwachungsgremien des Mutterunternehmens wurde im Konzernabschluss von der Schutzklausel gem. § 314 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht, da sich bei dem kleinen Kreis der betreffenden Personen in der Muttergesellschaft ansonsten die Bezüge einzelner Organmitglieder feststellen ließen. 2. Einzelne Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze a) Anlagevermögen Von den Aktivierungswahlrechten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurde kein Gebrauch gemacht. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich linearer planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden entsprechend der branchenüblichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände verrechnet. Bei den Zugängen von beweglichen Anlagegegenständen erfolgt die Verrechnung von Abschreibungen ab dem Monat der Anschaffung oder Herstellung. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens von geringem Wert werden im Zugangsjahr 2023 auch für die handelsrechtliche Bilanzierung in entsprechender Anwendung des § 6 Abs. 2 EStG abgeschrieben. Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wurden gem. § 309 HGB im Wege planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen erfolgswirksam verrechnet. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. b) Umlaufvermögen und aktive Rechnungsabgrenzung Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, in die neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen werden. Zinsen für Fremdkapital bleiben unberücksichtigt. Im Bau befindliche Kundenwerkzeuge werden zu Herstellungskosten unter besonderer Betrachtung der Abrechnung auf neue Rechnung (verlustfreie Bewertung) angesetzt. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Erhaltene Anzahlungen wurden offen von der Position Vorräte abgesetzt. Die Forderungen des Umlaufvermögens werden zu Nominalbeträgen bilanziert. Allen erkennbaren Einzelrisiken sowie dem allgemeinen Kreditrisiko wird ggfs. durch Abwertungen in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden z.T. im Rahmen des Factoring verkauft, ausgewiesen wird der Bestand an nicht verkauften Forderungen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert. Aufwendungen wurden im Rahmen eines aktiven Rechnungsabgrenzungspostens periodengerecht zugeordnet. c) Rückstellungen Die Pensionsverpflichtungen betreffen ausschließlich eine inländische Gesellschaft und werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB). Sie werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung des modifizierten Teilwertverfahrens auf der Basis eines Zinsfußes von 1,82 %, einer einzelvertraglichen Dynamik der anrechenbaren Bezüge bei den Einzelzusagen und einer Anpassung der laufenden Renten von 2,25 % bei den Direktzusagen der allgemeinen Versorgung sowie der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Grundlage der handelsbilanziellen Bewertung der Verpflichtung für Altersteilzeit ist die Verlautbarung IDW RS HFA 3, Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen vom 19.06.2013. Die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen ist mit dem versicherungsmathematischen Barwert vorgenommen worden. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei der tatsächlichen Restlaufzeit ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die Berechnung erfolgt auf der Basis eines Zinsfußes von 1,74 %, einer Dynamik der anrechenbaren Bezüge und Sozialversicherungsbeiträge von 2,25 % und der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Jubiläumsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung des modifizierten Teilwertverfahrens auf der Basis eines Zinsfußes von 1,74 %, einer Dynamik der anrechenbaren Bezüge und Sozialversicherungsbeiträge von 2,75 % und der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. d) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. e) Latente Steuern Von dem Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern gem. §§ 274, 298 HGB wird grundsätzlich kein Gebrauch gemacht. Latente Steuern gem. § 306 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht. III. Erläuterungen und Aufgliederungen zu einzelnen Posten des Konzernabschlusses 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagengitter. Bei der Offenlegung wird der Anlagenspiegel nach dem Anhang gezeigt. 2. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten in Höhe von TEUR 553,9 Sicherheitseinbehalte aus Factoring von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Rückkaufswerte aus Rückdeckungsversicherungen von TEUR 301,0. 3. Passiva a) Eigenkapital Bei den in der Bilanz ausgewiesenen Gewinnrücklagen handelt es sich um "andere Gewinnrücklagen". b) Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen entfallen ausschließlich auf inländische Gesellschaften. Der Wert der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 7.592,2 wurde gem. § 246 Abs. 2 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert (zugleich Anschaffungskosten) des nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 937,5 saldiert und mit TEUR 6.654,7 ausgewiesen. Die Erträge aus Deckungsvermögen wurden unter den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften ergibt sich wie folgt:
Es besteht eine Leistungskongruenz zwischen der Pensionsrückstellung und der Rückdeckungsversicherung. Nach IDW RH FAB 1.021 wird das Primat der Passivseite angewendet. Daher wird die Rückdeckungsversicherung zu einem um EUR 115.313,89 verringerten Aktivwert in Höhe von EUR 1.238.424,00 bewertet. Der verpfändete und damit mit der Pensionsrückstellung saldierte Aktivwert beträgt EUR 937.423,27. c) Verbindlichkeiten Angabe zu den Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 3.670,3 durch Sicherungsübereignungen der finanzierten Maschinen, Sicherungsübereignung von Vorräten und Abtretung von Forderungen sowie durch Grundpfandrechte in Form von Buchgrundschulden besichert. 4. Haftungsverhältnisse Aus Bürgschaften gegenüber Kreditinstituten zu Gunsten der IMRO-Heinrichs Immobilien & Rohstoffbeschaffungs GmbH & Co. KG, Lennestadt, bis zum Höchstbetrag von TEUR 2.664,7 mit Valuta zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 2.202,8 (Vj. TEUR 2.584,3). Bürgschaft zugunsten der Firma VIA Consult GmbH & Co. KG bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 100,0 aus deren Finanzierungszusage gegenüber der ACS Automotive Center Südwestfalen GmbH. Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für die Bankverbindlichkeiten der IMRO Heinrichs Immobilien & Rohstoffbeschaffungs GmbH & Co. KG in Form von Sicherungsübereignung (Warenlager) und -abtretung (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen), die zusätzlich zu der o.g. Bürgschaft gewährt wurden. Gem. § 314 Nr. 19 HGB sind im Anhang zu den ausgewiesenen Haftungsverhältnissen die Gründe der Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme anzugeben. Bei drohender Inanspruchnahme wäre an Stelle der Angabe eines Haftungsverhältnisses aufwandswirksam Vorsorge zu treffen gewesen. Vorliegend betreffen die Haftungsverhältnisse ausschließlich die Gestellung von Sicherheiten für die Darlehensnehmer von Kreditinstituten. Eine Inanspruchnahme der Berichtsgesellschaft aus der Bürgschaft kann nicht ausgeschlossen werden. Dennoch ergeben sich keine Hinweise darauf, dass eine Inanspruchnahme derart konkret und wahrscheinlich ist, dass die Passivierung einer Verbindlichkeit kurzfristig erforderlich wäre. 5. Nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte (§ 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB) a) Factoring
Finanzielle Auswirkungen: Zum Bilanzstichtag wurden Forderungen i. H. v. TEUR 2.888,5 nicht in der Bilanz aktivisch ausgewiesen, da das Delcredere-Risiko übergegangen war b) Leasing
Finanzielle Auswirkungen: Es bestehen Leasingverträge für Maschinen, maschinelle Anlagen und Fahrzeuge. Dabei ist für die nächsten Jahre von folgenden jährlichen Leasingaufwendungen auszugehen:
c): Sonstige finanzielle Verpflichtungen c.1) Die Immobilien des deutschen Tochterunternehmens sind zum Bilanzstichtag von der Firma IMRO Heinrichs Immobilien & Rohstoffbeschaffungs GmbH & Co. KG, Lennestadt, gemietet. Am 07.11.2022 wurde von den Vertragspartnern eine Neufassung des Mietvertrages mit Wirkung zum 01.01.2022 vereinbart, der alte Mietvertrag wurde aufgehoben. Wechselseitige Ansprüche aus dem alten Mietvertrag bestehen nicht mehr. Mit der Neufassung wurde das Mietverhältnis auf die Dauer von 10 Jahren abgeschlossen, der Mietvertrag endet daher zum 31.12.2031. Die Mieterin besitzt ein - einseitiges - dreimaliges Optionsrecht von jeweils 5 Jahren, um das endende Mietverhältnis zu verlängern. Die vereinbarte Miete beträgt lt. Mietvertrag EUR 750.000,00 p.a., sie wurde allerdings mit nachträglicher Vereinbarung auf EUR 650.000,00 p.a. festgesetzt. c.2) Das litauische Tochterunternehmen mietet Immobilien für Materiallager und Versandhalle. Die Mietverträge sind befristet bis zum 16.08.2026 und 16.06.2036. Die Miete beträgt für 2024 ff. insgesamt TEUR 76,0 p.a.. c.3) Zur Absicherung einer Versorgungsverpflichtung sind Festgeldguthaben bei der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem in Höhe von insgesamt TEUR 288,7 verpfändet. 6. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns teilen sich wie folgt auf:
Zum Personalaufwand ergänzend die Angabe der im Konzern im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer (ohne angestellte Geschäftsführer von Konzerngesellschaften):
7. Ergänzende Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung Die als Teil des Konzernabschlusses aufzustellende Konzern-Kapitalflussrechnung wurde in Anlehnung an aber in der Gliederung abweichend von dem "Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 21 (DRS 21)" aufgestellt und ist nach dem Konzern-Anhang gesondert abgedruckt. Als "Finanzmittelfonds" wird ausschließlich der Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" verwendet. 8. Ergänzende Angaben zum Konzern-Eigenkapitalspiegel Der als Teil des Konzernabschlusses aufzustellende Konzern-Eigenkapitalspiegel wurde in Anlehnung an den "Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 22 (DRS 22)" aufgestellt und ist nach dem Konzern-Anhang gesondert abgedruckt. IV. Sonstige Angaben zum Konzernabschluss 1. Gesamthonorar Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr Für das Geschäftsjahr 2023 wurde von den Abschlussprüfern des Konzernabschlusses und der Tochterunternehmen folgendes Honorar als Aufwand gebucht:
2. Hinweis zur Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften für Personenhandelsgesellschaften i. S. v. § 264a HGB Die HEINRICHS GmbH & Co. KG Pressen Ziehen Stanzen, Lennestadt, ist in den vorliegenden Konzernabschluss der Heinrichs Holding GmbH (Mutterunternehmen) einbezogen worden. Die Heinrichs Holding GmbH ist Kommanditistin der genannten Kommanditgesellschaft. Durch Offenlegung des Konzernabschlusses bei der das Unternehmensregister führenden Stelle (§ 325 Abs. 3 HGB) und zusätzliche Mitteilung der HEINRICHS GmbH & Co. KG Pressen Ziehen Stanzen an die das Unternehmensregister führende Stelle, welche Gesellschaft ihr Mutterunternehmen ist und dass die Voraussetzungen des § 264b HGB vorliegen, tritt für die genannte Kommanditgesellschaft Befreiung von den Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten nach § 264b HGB ein. 3. Geschäftsführung des Mutterunternehmens Mutterunternehmen des Heinrichs-Konzerns ist die Heinrichs Holding GmbH mit Sitz in Lennestadt. Geschäftsführer dieser Gesellschaft ist Herr Dipl.-Kfm. (FH) Mathias Tanklage, Sundern. Der Geschäftsführer übt seine Tätigkeit hauptberuflich aus. 4. Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensDie Geschäftsführung der Heinrich Holding GmbH schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den ausgewiesenen Bilanzverlust von EUR 28.717,13 auf neue Rechnung vorzutragen.
Lennestadt, 16.07.2024 Heinrichs Holding GmbH gez. Mathias Tanklage Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzern-Eigenkapital für das Geschäftsjahr 2023Vorjahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Nicht beherrschende Anteile
Aktuelles Jahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Nicht beherrschende Anteile
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens HEINRICHS ist einer der führenden Lieferanten für Stanz- und Umformteile, Baugruppen sowie innovativer Produkte für die Automotive-Industrie und andere Branchen. Die Vielfalt der Produkte verleiht uns den erfolgsentscheidenden Wettbewerbsvorteil und macht uns zum strategischen Partner unserer internationalen Kunden insbesondere im Hinblick auf die Lieferantenreduktion der Originalausrüstungshersteller. Neben unseren beiden Standorten in Lennestadt verfügen wir noch über einen weiteren Produktionsstandort im Baltikum/Litauen und Unternehmensbeteiligungen in diversen Bereichen sowie über ein umfangreiches internationales Netzwerk, die es uns erlauben, unseren Kunden eine umfangreiche Produktpalette von der Entwicklung über Konstruktion und Prototypenbau bis hin zur Werkzeugherstellung und Serienfertigung preisgünstig anzubieten. B. Wirtschaftsbericht Für die Standortbestimmung von HEINRICHS im Marktumfeld wurden neben den im Quellenverzeichnis dargelegten Informationen auch Auswertungen herangezogen, die zu HEINRICHS direkte Vergleichsmöglichkeiten bieten:
1. Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 wurde durch hohe Energiepreise, zunehmende Inflation, die ökonomische Instabilität wichtiger internationaler Partner, verstärkte geopolitische Unsicherheiten infolge militärischer Konflikte und herausfordernde Finanzierungsbedingungen belastet.1 Demzufolge sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 Prozent - kalenderbereinigt betrug der Wirtschaftsrückgang 0,1 Prozent - im Vergleich zum Vorjahr.2 Die Wirtschaftsleistung des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) ging im Jahr 2023 um 2,0 Prozent zurück.3 Insbesondere das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) ausmacht, verzeichnete auch preisbereinigt einen Rückgang um 0,4 Prozent.4 1 Destatis, 2024a 2 Destatis, 2024a 3 Destatis, 2024a 4 Destatis, 2024a Positive Impulse gingen trotz dieser Herausforderungen vor allem von der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau aus.5 Dagegen mussten energieintensive Branchen, wie die Chemie- und die Metallindustrie erneut Rückgänge bei Produktion und Wertschöpfung hinnehmen.6 Im Dienstleistungssektor war hingegen ein wirtschaftlicher Aufschwung zu beobachten, der die Konjunktur im Jahr 2023 stützte.7 Abbildung 1: Bruttoinlandsprodukt Deutschland, preisbereinigt (Destatis, 2024) Die stagnierende Wirtschaft und eine Inflationsrate von 5,9 Prozent spiegelten sich auch in einem Rückgang des privaten Konsums um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wider.8 9 Auch der Staat reduzierte seine Konsumausgaben preisbereinigt erstmals seit fast zwei Jahrzehnten um 1,7 Prozent.10 Nach ersten Schätzungen schlossen die öffentlichen Haushalte 2023 mit einem Defizit von 82,7 Mrd. Euro ab, was einem Rückgang von rund 14 Mrd. Euro gegenüber 2022 (96,9 Mrd. Euro) entspricht.11 Dieser Rückgang ist zum Teil auf den Wegfall der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zurückzuführen, wurde jedoch teilweise durch die Ausgaben für die Gas- und Strompreisbremse ausgeglichen.12 Arbeitsmarkt Im Jahr 2023 trugen 45,9 Millionen Erwerbstätige in Deutschland zur Wirtschaftsleistung bei, was einem Anstieg um 0,7 Prozent oder 333.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht.13 Dies ist die höchste Anzahl an Erwerbstätigen, die jemals in Deutschland verzeichnet wurde.14 Die Rekordbeschäftigung spiegelt sich jedoch nicht in der Produktivität wider, die sich seit einiger Zeit auf einem Abwärtstrend befindet und im ersten Quartal 2023 um ein Prozent unter dem Vorjahreswert lag.15 Hohe Teilzeitquoten - die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg mit 2,1 Prozent deutlich stärker als die der Vollzeitbeschäftigten mit 0,6 Prozent - und steigende Krankenstände mit einem Rekordwert von 7,11 Prozent sind Faktoren für den Produktivitätsrückgang.16 6 Destatis, 2024a 6 Destatis, 2024a 7 Destatis, 2024a 8 Statista, 2024a 9 Destatis, 2024a 10 Destatis, 2024a 11 Destatis, 2024a 12 Destatis, 2024a 13 Destatis, 2024b 14 Destatis, 2024b 15 Businessinsider, 2023 16 Businessinsider, 2023 Der Zuwachs der Erwerbstätigen ist auf die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte sowie auf eine zunehmende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung zurückzuführen.17 Besonders auffällig ist, dass Arbeitsplätze vor allem im Dienstleistungsbereich entstanden sind.18 Abbildung 2: Erwerbstätigkeit nach Wirtschaftsbereichen, Destatis (2024b) Im Dezember 2023 waren in der gesamten EU etwa 12,9 Millionen Menschen arbeitslos, was einer Erwerbslosenquote von 5,9 Prozent entspricht.19 Innerhalb der Eurozone lag die Quote mit 6,4 Prozent sogar noch etwas höher als im EU-Durchschnitt. Deutschland stach in diesem Kontext positiv hervor, mit einer der niedrigsten Erwerbslosenquoten von nur 3,1 Prozent.20 17 Destatis, 2024b 18 Destatis, 2024b 19 Statista, 2024b 20 Statista, 2024b Dies unterstreicht die starke Position Deutschlands auf dem Arbeitsmarkt im Vergleich zum Rest der EU.21 Abbildung 3: Arbeitslosendaten nach Geschlecht und Alter - monatliche Daten, Eurostat (2024) Neben der Erwerbslosigkeit nach dem ILO-Erwerbsstatuskonzept wird auch die Arbeitslosigkeit nach der SGB-Arbeitsmarktstatistik gemessen, die im Jahr 2023 aufgrund unterschiedlicher Beobachtungsmerkmale höher ausfällt.22 Im Jahr 2023 stieg die Arbeitslosenquote in Deutschland um 191.000 auf 2.609.000 Personen an.23 Dies ist hauptsächlich auf eine träge Wirtschaft zurückzuführen, die es Arbeitsuchenden erschwerte, eine Anstellung zu finden, während die Zuwanderung ukrainischer Flüchtlinge nur einen geringen Effekt auf den Anstieg hatte.24 Die durchschnittliche Anzahl der Kurzarbeitenden, einschließlich der Empfänger von Saison- und Transferkurzarbeitergeld, sank laut Bundesagentur für Arbeit auf etwa 220.000 von 426.000 im Vorjahr.25 Der Arbeitsmarkt konnte durch die Nutzung von Kurzarbeit weiterhin gestützt werden, nahm jedoch im Vergleich zu den von der Corona-Pandemie stark betroffenen Jahren sowie gegenüber 2022 merklich ab und erreichte ein im historischen Vergleich moderates Niveau.26 Obwohl der Bedarf an Arbeitskräften im langjährigen Vergleich hoch blieb, nahm die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern im Jahr 2023 spürbar ab.27 Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen fiel 2023 auf 761.000, ein Rückgang um 84.000 gegenüber 2022, während die Stellenzugänge als Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen aufgrund der schwachen Wirtschaftslage um 251.000 auf 1.633.000 sanken.28 21 Statista, 2024b 22 Bundesagentur für Arbeit, (n.d.) 23 Bundesagentur für Arbeit, 2024 24 Bundesagentur für Arbeit, 2024 25 Bundesagentur für Arbeit, 2024 26 Bundesagentur für Arbeit, 2024 27 Bundesagentur für Arbeit, 2024 28 Bundesagentur für Arbeit, 2024 2. Entwicklung der branchenspezifischen Rahmenbedingungen Internationaler Automobilmarkt Der weltweite Pkw-Absatz stieg von ca. 67,3 Mio. Einheiten im Jahr 2022 auf ca. 75,3 Mio. Fahrzeuge im Jahr 2023.29 Der Anstieg wurde durch eine im Vergleich zum Vorjahr verbesserte Fahrzeugverfügbarkeit begünstigt.30 Der Zuwachs ist auch auf die niedrigen Verkaufszahlen im Vorjahr zurückzuführen, die einen Basiseffekt bewirkten, der das Wachstum zunächst begünstigte, dessen positiver Einfluss auf die Wachstumsraten aber im Laufe der Zeit nachließ.31 Als weltweit größter Automarkt trägt China maßgeblich zu diesem Aufschwung bei und erreicht mit fast 25,8 Millionen neu zugelassenen Pkw einen historischen Höchststand.32 Im Dezember 2023 wurden fast 2,8 Millionen Pkw verkauft, was ein bisher unerreichtes Absatzniveau darstellt.33 Bei der Entwicklung der Elektroautos weltweit ist ein Anstieg von 35 Prozent zu verzeichnen, das sind 14,2 Millionen neue batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV).34 Europäischer Automobilmarkt 2023 wurden auf dem europäischen Automobilmarkt, der die EU, die EFTA und das Vereinigte Königreich umfasst, rund 12,8 Mio. Pkw neu zugelassen, was einem Zuwachs von 14 Prozent entspricht.35 Trotz des Wachstums gestaltet sich die Erholung weiterhin langwierig.36 Im Vergleich zu den Neuzulassungszahlen vor der Krise im Jahr 2019 befindet sich der Markt noch immer deutlich unter dem Vorkrisenniveau mit einem Rückgang von 19 Prozent.37 Deutschland, als einer der fünf größten Absatzmärkte, leistet einen maßgeblichen Beitrag zu diesem Rückgang vor allem aufgrund von weniger neuzugelassenen Fahrzeugen im Elektrosegment.38 Trotzdem stieg die Zahl der neu zugelassenen Elektrofahrzeuge in der EU um 37 Prozent auf 1,54 Millionen.39 Der Marktanteil der Elektrofahrzeuge übertrifft damit erstmals den der Dieselfahrzeuge.40 Deutscher Automobilmarkt Laut Angaben des Kraftfahrtbundesamts stieg die Anzahl der Neufahrzeugzulassungen in Deutschland im Jahr 2023 um 7 Prozent auf insgesamt mehr als 2,8 Millionen Fahrzeuge im Vergleich zu 2022 an.41 Dennoch bewertete die deutsche Autoindustrie ihre Geschäftslage im Dezember 2023 etwas negativer als zuvor.42 Der Geschäftsklimaindex sank in diesem Monat zudem auf 9,5 Punkte, nachdem er im November noch bei 15,4 Punkten gelegen hatte.43 Trotz dieser Entwicklung beendete die Autobranche das Jahr 2023 aus ihrer Sicht auf einem zufriedenstellenden Produktionsniveau, wie sich aus der offiziellen Jahresbilanz ergibt.44 29 Statista, 2024d 30 VDA, 2024a 31 VDA, 2024a 32 VDA, 2024a 33 VDA, 2024a 34 EV-Volumes, n.d. 35 VDA, 2024a 36 VDA, 2024a 37 VDA, 2024a 38 VDA, 2024a 39 Tagesschau, 2024 40 Tagesschau, 2024 41 Ifo Institut, 2024a 42 Ifo Institut, 2024a 43 Ifo Institut, 2024a 44 Ifo Institut, 2024a Abbildung 4: Geschäftsentwicklung in der deutschen Automobilindustrie (Ifo) Die politische Entscheidung, dass ab dem 17. Dezember 2023 keine neuen Anträge für die staatliche Kaufprämie für Elektroautos, den sogenannten Umweltbonus, beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mehr eingereicht werden können, hat die Lage im deutschen Automobilsektor erschwert.45 Trotzdem wurde im Jahr 2023 ein neuer Höchstwert in Deutschland, mit 523.00 neu zugelassenen E-Autos erreicht.46 Im Jahr 2022 waren es nur knapp 471.000 neu zugelassene Elektrofahrzeuge.47 Die Bundesregierung verfolgt weiterhin das Ziel, bis zum Jahr 2030 insgesamt 15 Millionen Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu etablieren.48 Bei einem aktuellen Bestand (November 2023) von 1,3 Millionen Elektrofahrzeugen und unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungstrends erscheint die Erreichung dieses Ziels laut Präsidentin des VDA derzeitig als eher ambitioniert.49 Entwicklungen der Metall- und Elektroindustrie Eine vorübergehende Erholung in der Metall- und Elektroindustrie um 2,6 Prozent im Jahresdurchschnitt 2023 wurde hauptsächlich durch Nachholeffekte im ersten Halbjahr ermöglicht, welche durch eine verbesserte Verfügbarkeit von Materialien und aufgestaute Bestellungen angetrieben wurden.50 Im vierten Quartal 2023 verzeichnete die Produktion in der Metall- und Elektrotechnik (M+E) jedoch einen weiteren Rückgang um 1,8 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal.51 Das Auftragsvolumen fiel im Jahr 2023 um 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.52 Insbesondere die Umsätze außerhalb der Eurozone gingen deutlich zurück, neben dem schwachen Inlandsgeschäft.53 Angesichts der schwierigen Auftragslage und des fortbestehenden Pessimismus ist es wahrscheinlich, dass es im ersten Halbjahr 2024 zu einem Abwärtstrend kommen wird.54 45 Handelsblatt, 2023 46 Statista, 2024c 47 KBA, 2023 48 Handelsblatt, 2023 49 Handelsblatt, 2023 50 Gesamtmetall, 2024 51 Gesamtmetall, 2024 52 Gesamtmetall, 2024 53 Gesamtmetall, 2024 54 Gesamtmetall, 2024 Schwerpunkt Automotive Drei Viertel der Wertschöpfung eines Automobils entstehen bei den Zulieferern, vornehmlich bei den Unternehmen der Metallbearbeitung und -verarbeitung.55 Der Fahrzeugbau ist mit einem Umsatz von 509 Milliarden Euro (Stand 2022) der stärkste Wirtschaftszweig der M+E-Industrie und beeinflusst die Branche entsprechend stark.56 Hierzu zählt ebenfalls HEINRICHS als deutscher Zulieferer mit einem hohen Automotive-Anteil, weshalb die Entwicklungen der Automobilindustrie maßgeblich für das berichtende Unternehmen sind. Entwicklungen der blechumformenden Unternehmen Die bereits erläuterten gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen spiegeln sich auch in der Branche der Blechumformung wider.57 Eine IBU-Konjunkturumfrage im Oktober 2023 zeigt, dass 43 Prozent der Unternehmen ihre Lage als schlecht oder sogar sehr schlecht bewerten.58 Dies ist vor allem auf einen signifikanten Auftragsrückgang im letzten Quartal des Jahres 2023 zurückzuführen.59 In der Automobilbranche haben 61 Prozent der Unternehmen weniger Aufträge erhalten, während im Maschinenbau ein Rückgang von 57 Prozent verzeichnet wurde.60 Diese Entwicklung spiegelt sich in den Zukunftserwartungen für 2024 wider.61 In den betroffenen Sektoren sind zwischen fast 50 und 63 Prozent der Befragten pessimistisch gestimmt, denn die Unternehmen werden neben den Auftragsrückgängen auch durch wechselnde gesetzliche Vorgaben, einschränkende politische Entscheidungen, steigende Energie- und Personalkosten sowie den Fachkräftemangel belastet.62 Der dargestellte Jahresverlauf der Gesamtleistung spiegelt ebenfalls die Entwicklung von HEINRICHS wider. Diagramm 1: Gemittelte Umsatzentwicklung Gesamtjahr 2023 von 70 klein- und mittelständischen Automobilzulieferern mit Automotive Anteil > 90 Prozent, Februar 2024 (VIA Consult) 55 VDA, 2023 56 Gesamtmetall, 2023 57 IBU, 2023 58 IBU, 2023 59 IBU, 2023 60 IBU, 2023 61 IBU, 2023 62 IBU, 2023 Abbildung 6: Reichweite der Auftragsbestände in Monaten und Kapazitätsauslastung in % der betrieblichen Vollauslastung Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen sind auch in der Reichweite der Auftragsbestände sowie der Kapazitätsauslastung erkennbar.63 Während die Reichweite der Auftragsbestände im Januar 2023 noch bei knapp 9 Monaten lag, so ist diese in den darauffolgenden Monaten auf durchschnittlich 4,8 Monate herabgesunken.64 Die Kapazitätsauslastung liegt mit durchschnittlich 80,2 Prozent leicht über dem Vorjahresdurchschnitt (80,4 Prozent).65 Laut ifo-Konjunkturspiegel bewerteten die Unternehmen der Branche (leichte Press-, Zieh-, Stanzteile) die Geschäftslage in der zweiten Jahreshälfte mehrheitlich befriedigend bzw. saisonüblich.66 Die Nachfragesituation wurde insbesondere im letzten Quartal 2023 als eher schlechter beurteilt. Zum Jahresende zeigen sich die Erwartungen für die kommenden drei Monate unverändert, für die kommenden sechs Monate werden hingegen ungünstige Bedingungen erwartet.67 63 IBU / IMU Mittagsforum, 2024 64 IBU / IMU Mittagsforum, 2024 65 IBU / IMU Mittagsforum, 2024 66 Ifo Institut, 2023b 67 Ifo Institut, 2023b 3. Geschäftsentwicklung HEINRICHS Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 verlief insgesamt vergleichsweise zufriedenstellend, es konnte ein Konzernjahresüberschuss von TEUR 696,9 ausgewiesen werden. Die Umsatzerlöse konnten um TEUR 3.322,7 auf TEUR 81.863,7 gesteigert werden, der Rohertrag stieg von 30,8 % auf 31,9 %. Die Minderung des Konzernjahresergebnis (TEUR - 218,4) resultierte im Wesentlichen auf gegenüber dem Vorjahr erhöhten Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die Bankenkredite konnten durch planmäßige Tilgungen weiter signifikant vermindert werden. Der Abbau der Forderungen als Folge einer auch guten Zahlungsmoral der Kunden führte zu einer Anwachsung der liquiden Mittel um TEUR 1.721,2. Für das Geschäftsjahr 2024 wird von einer gleichbleibenden Umsatzentwicklung ausgegangen. Es wurde mit einer Seitwärtsbewegung in der Gesamtleistung geplant, bei einer weiteren, leichten Optimierung im Bereich des Ergebnisses. Das Konsolidierungsjahr 2024 wird zur Vorbereitung der weiteren Ausweitung der Gesamtleitung genutzt. 4. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft - Analyse Im vergangenen Geschäftsjahr 2023 wurde ein Konzernjahresüberschuss i. H. v. T€ 696,9 erzielt (Vorjahresvergleich: Konzernjahresüberschuss T€ 915,3). Der Ergebnisminderung beträgt T€ 218,4. Die Gesamtleistung liegt bei T€ 82.227,8. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr mit T€ 79.512,2 um T€ 2.715,6. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen der deutliche Umsatzanstieg von TEUR 3.322,7, der zusammen mit der Bestandsminderung bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen (TEUR - 755,6) zur Erhöhung der Gesamtleistung geführt hat. Die Steigerung der Umsatzerlöse basiert im Wesentlichen auf erhöhten Inlandsumsätzen aus eigenen Erzeugnissen (TEUR + 5.825,1) und gestiegenen Exportlieferungen (TEUR 1.738,8), während der Inlandsumsatz fremder Erzeugnisse gesunken ist (TEUR - 450,0). Die Rohertragsquote, bestehend aus dem Verhältnis von Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) zur Gesamtleistung, beträgt für das Berichtsjahr 31,9 % gegenüber 30,8 % im Vorjahr. Durch Preisanpassungen konnte den erhöhten Rohstoffpreisen Rechnung getragen werden. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.442,6 gestiegen. Dadurch erhöhte sich die Personalintensität von 18,7 % auf 19,8 %. Ursächlich hierfür ist der gestiegene Personalbestand. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl incl. Auszubildende erhöhte sich von 359 auf 377 Beschäftigte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 687,3 (= 0,5 %-Punkte) auf TEUR 7.421,9 (= 9,0 % der Gesamtleistung). Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf erhöhten Aufwendungen für Gewährleistungen u. Schadensfälle. Das wesentliche Kapital ist im Sachanlagevermögen und im Vorratsvermögen gebunden. Investitionen wurden in einem Umfang von TEUR 1.201,8 getätigt. Die Abschreibungen betrugen T€ 1.577,8, die Sachanlagenintensität beträgt 21,5 % (Vj. 20,8 %). Der Vorratsbestand verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.337,1, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 3.255,4 gesunken. Auf der Kapitalseite erhöhte sich das bilanzielle Eigenkapital im Wesentlichen durch den Konzernjahresüberschuss auf TEUR 3.761,7. Unter Einbeziehung der zum Bilanzstichtag mit qualifiziertem Rangrücktritt versehenen Gesellschafterdarlehen (TEUR 2.700,0) und dem Sonderposten für Zuwendungen wird ein wirtschaftliches Eigenkapital von TEUR 6.491,9 ausgewiesen. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote ist bezogen auf eine um TEUR 4.788,0 geringere Bilanzsumme von 20,2 % auf 26,9 % gestiegen. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 sind keine Fremdgesellschafter mehr vorhanden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten durch planmäßige Tilgungsleistungen signifikant um TEUR 1.370,1 gemindert werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 3.195,8 vermindert. Die Liquiditätslage ist weiterhin zufriedenstellend, finanzielle Engpässe liegen nicht vor. Der Cash-Flow (Jahresergebnis, ggf. Abschreibungen, ggf. größere weitere nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge) gilt als Maßgröße für die Innenfinanzierungskraft eines Unternehmens. Für 2023 belief sich der Cash-Flow auf TEUR 2.274,7 (Vj. TEUR 2.560,7). Das EBITDA ist um TEUR 127,7 auf TEUR 3.097,7 gesunken, während sich das EBIT von TEUR 1.580,0 auf TEUR 1.519,8 gemindert hat. Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte liegt mit 6,5 leicht über dem Vorjahreswert von 5,3, während die Umschlagshäufigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch den Abbau der Forderungen von 15,4 auf 44,4 gestiegen ist. Die Umsatzrentabilität ist gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte auf 1,8 % gesunken. Die Eigenkapitalrentabilität ist ebenfalls gesunken (von 15,7 % auf 10,7 %), während die Gesamtkapitalrentabilität um 0,8 Prozentpunkte auf 6,0 % gestiegen ist. Bei der Berechnung der Eigenkapitalrentabilität wurde unter Einbeziehung der "Rangrücktrittsdarlehen" und des "Sonderposten für Zuwendungen" das wirtschaftliche Eigenkapital berücksichtigt. Zusammenfassend lässt sich zu Geschäftsverlauf und -ergebnis auf der Basis der vorstehenden Analyse feststellen, dass wir den Geschäftsverlauf für 2023 als vergleichsweise zufriedenstellend betrachten. 5. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Zur Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolges werden folgende Ziele verfolgt: Qualitätssicherung mit System Als A-Lieferant vieler Automobilhersteller, derer Zulieferer und weiterer Kunden aus diversen Branchen wissen wir, was ein zuverlässiges Qualitätsmanagement bezüglich der Sicherstellung und Dokumentation der Herstellqualität verlangt und bedeutet. Dies setzen wir konsequent um. Mitarbeiter und New Work Ein wesentlicher Erfolgsfaktor sind die Mitarbeiter/innen mit deren Know-how. Seit 1937 sind wir am Standort in Lennestadt und bilden seitdem kontinuierlich aus. Wir verstehen uns als inhabergeführtes Familienunternehmen, in dem die Interessen der Mitarbeiter noch besondere Berücksichtigung finden. Umgesetzt wird dies durch eigenverantwortliche und vielfältige Aufgabengebiete, ein ausgewogenes Gesundheitsmanagement und ein lebenslanges Lernen, um unsere Wachstums- und Qualitätsziele zu erreichen. Nachhaltigkeit Neben dem Qualitätsgedanken achten wir auf umweltbewusstes Handeln und sehen hierin einen zukunftsweisenden Entwicklungsfaktor. Zum schonenden Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen haben wir ein systematisiertes Umweltmanagementsystem in unsere Betriebsabläufe integriert. Auf diese Weise sorgen wir täglich und dauerhaft für eine nachhaltige Verfolgung unserer Umweltziele, Reduktion von Energie- und Wasserverbrauch, Abfällen und Emissionen und Sensibilisierung von Mitarbeitern und Lieferanten für die Belange des Umweltschutzes. C. Forschungs- und Entwicklungsbericht An der Weiterentwicklung der Fertigungsverfahren wird ebenso kontinuierlich gearbeitet wie an weiteren rationalisierungs- und qualitätsverbessernden Maßnahmen. Hier sind Projekte in ständiger Entwicklung und Abstimmung mit unseren Kunden. Aus diesem Grunde wurde Personal sowohl im Berichtsjahr als auch im laufenden Geschäftsjahr weiter intensiv geschult. Fortlaufend nehmen wir an den Wiederholungs-AUDITS für die Zertifizierung nach ISO/TS 16949 durch den TÜV Nord teil und haben dabei in der Vergangenheit äußerst erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen dieses AUDITS hat das Unternehmen auch die Umwelt-Zertifizierung nach ISO 14001 ebenso erfolgreich erreicht. Des Weiteren wurde die TISAX Zertifizierung erfolgreich umgesetzt und einige Neukundenaudits erfolgreich absolviert und wir wurden als Lieferant freigeben/ ausgewählt. D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1.1. Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Für das Jahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein weltweites Wachstum von 3,1 Prozent, das von einer unerwartet stabilen Konjunktur in den USA und in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern sowie von fiskalischen Anreizen in China angetrieben wird.68 Laut World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird für die USA ein Wachstum von 2,1 Prozent, für China von 4,6 Prozent und für Frankreich von 1,0 Prozent erwartet.69 Für Deutschland wird dagegen nur ein geringes Wachstum von 0,5 Prozent prognostiziert, womit die Bundesrepublik das Schlusslicht bildet.70 Von den sechs untersuchten Wirtschaftsregionen und 16 vom IWF bewerteten Ländern schneidet keines schlechter ab.71 Die deutsche Wirtschaftslage im Jahr 2024 wird von verschiedenen Risikofaktoren beeinflusst, darunter Haushaltsdefizite, wirtschaftspolitische Unsicherheiten, die Folgen des Konflikts in der Ukraine und im Gazastreifen sowie die Entwicklung von Löhnen und Inflation.72 In der Folge senkte auch das Ifo-Institut seine zunächst veröffentlichte Prognose von einem Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 von 1,4 Prozent auf 0,9 Prozent.73 68 IMF, 2024 69 IMF, 2024 70 IMF, 2024 71 IMF, 2024 72 Ifo Institut, 2023b 73 Ifo Institut, 2023a Dieser Rückgang ist auch auf eine schwache Entwicklung im letzten Quartal 2023 und eine schleppende Erholung zurückzuführen, die von Unsicherheit aufgrund der anhaltenden Sparneigung und geringen Investitionsbereitschaft geprägt ist.74 Eine weitere Absenkung auf 0,7 Prozent Wachstum kündigte das ifo-Institut im Januar 2024 aufgrund der Konsolidierungsmaßnahmen im Bundeshaushalt mit Einsparungen in Höhe von 19 Milliarden Euro an, um die Haushaltslücke zu schließen.75 Dies führt zu Mehrbelastungen bzw. geringeren Entlastungen von Unternehmen und Haushalten sowie zu Ausgabenkürzungen des Staates mit konjunkturellen Auswirkungen.76 In der Tendenz sollte sich die Lage jedoch durch steigende Löhne, sinkende Energiepreise, ein niedrigeres Zinsniveau, eine rückläufige Inflationsrate und schließlich durch die Rückkehr der Kaufkraft, erholen.77 Prognosen zufolge werde die Inflationsrate in der zweiten Jahreshälfte auf 2 Prozent zurückgehen, bei dienstleistungsnahen Konsumgütern aber deutlich über 3 Prozent bleiben.78 Eine weitere Verbesserung ist beim Leistungsbilanzsaldo zu verzeichnen, der von 285 Mrd. Euro im Jahr 2023 auf 316 Mrd. Euro im Jahr 2024 ansteigen soll und damit 7,5 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung ausmachen würde.79 Die gesamtwirtschaftliche Prognose wird sich voraussichtlich auch im Jahr 2024 auf dem deutschen Arbeitsmarkt niederschlagen, die Zahl der Arbeitslosen wird voraussichtlich um 82.000 Personen steigen, was einer Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent entspricht.80 Gleichzeitig wird eine Zunahme der Erwerbstätigen um 83.000 Personen erwartet.81 1.2. Entwicklung der branchenspezifischen Rahmenbedingungen Im Jahr 2024 stagniert das Produktionsvolumen der deutschen Automobilindustrie bei 4,11 Mio. Fahrzeugen und liegt damit noch 28 Prozent unter dem Rekordwert von 2016.82 Die Produktion von Pkw mit Verbrennungsmotor (inkl. Plug-in-Hybride, PHEV) sinkt um 7 Prozent auf 2,92 Mio. Fahrzeuge.83 Die Produktion von Elektrofahrzeugen (BEV) steigt dagegen um 25 Prozent auf 1,2 Millionen Fahrzeuge.84 Der Automobilsektor spielt in der deutschen Wirtschaft eine wichtige Rolle und hat in den letzten Jahren einen wachsenden Anteil an der Industrie. Trotzdem wird für Deutschland ein Rückgang der Pkw-Produktion um ein Prozent auf 2,82 Millionen Einheiten erwartet.85 Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat prognostiziert, dass der weltweite Automobilmarkt von 75,6 Mio. Einheiten im Jahr 2024 auf 77,4 Mio. Einheiten im darauffolgenden Jahr ansteigen wird.86 Dennoch bleiben diese Zahlen unter den historischen Höchstständen, was die anhaltenden Herausforderungen für die Branche unterstreicht.87 Es wird für Deutschland eine Seitwärtsbewegung (0 bis 2 Prozent) und für den Weltmarkt eine Steigerung von 2 bis 4 Prozent erwartet. Materialeffekte sind in dieser Prognose nicht berücksichtigt. 74 Ifo Institut, 2023a 75 Ifo Institut, 2024b 76 Ifo Institut, 2024b 77 Ifo Institut, 2023a 78 Ifo Institut, 2023a 79 Ifo Institut, 2023a 80 Ifo Institut, 2023a 81 Ifo Institut, 2023a 82 VDA, 2024b 83 VDA, 2024b 84 VDA, 2024b 85 VDA, 2024b 86 VDA, 2024b 87 VDA, 2024b 1.3. Entwicklung Heinrichs HEINRICHS schließt sich den Prognosen an und plant für das Geschäftsjahr 2024 entsprechend den oben gezeigten Ausführungen eine Seitwärtsbewegung im Umsatz und im Ergebnis. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 war zufriedenstellend. Die eingeleiteten und umgesetzten strategischen und operativen Maßnahmen zeigen ihre positive Wirkung und die Stabilität des Unternehmens. Das Geschäftsjahr 2024 wird seitens Heinrichs zur Konsolidierung und Verstetigung der Strategie, der Prozesse und des operativen Geschäfts genutzt, um anschließend den nächsten strategischen Schritt vorzunehmen. Der anhaltende Einfluss auf der Welt, insbesondere die Kriege, sowie die Volatilität der Automobilbranche / der Automobile Wandel werden weiterhin Auswirkungen auf die unternehmerische Entwicklung haben. Die Entwicklung des Unternehmens lässt sich somit mit dem Geschäftsverlauf der Vorjahre teilweise vergleichen. Die organisatorische Neuausrichtung der Gesellschaft insbesondere durch die Veränderung in der Geschäftsführung, Neubesetzung strategischer Funktionen sowie veränderte Arbeitsweisen zeigten trotz der widrigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen zufriedenstellende Erfolge. 2. Risikobericht 2.1. Zukunftsfähigkeit der Geschäftsfelder Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) sind entscheidend für die Innovationskraft, die sich maßgeblich auf die Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und den damit verbundenen zukünftigen Wohlstand auswirkt.88 Im Rahmen der Bestrebung einer klimaneutralen Wirtschaft und angesichts einer Vielzahl an Herausforderungen ist technischer Fortschritt grundlegend für die Anpassungs- und Wettbewerbsfähigkeit.89 Im Jahr 2023 machten vorläufigen Berechnungen zufolge die privaten und öffentlichen Ausgaben für F&E 3,13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus, mit dem Ziel der Bundesregierung, diesen Anteil bis 2025 auf 3,5 Prozent zu erhöhen.90 Langfristig weisen die F&E-Ausgaben bereits einen positiven Trend auf, mit einem Anstieg von 2,73 Prozent des BIP im Jahr 2010 auf 3,13 Prozent im Jahr 2022, jedoch einer relativ konstanten Quote seit 2019.91 Abbildung 9: Private und öffentliche Ausgaben für Forschung und Entwicklung, BMWK (2024) 88 BMWK, 2024 89 BMWK, 2024 90 BMWK, 2024 91 BMWK, 2024 Für Unternehmen ist es demnach entscheidend, nicht nur ihre Innovationskraft zu fördern, sondern sich auch frühzeitig auf neue Technologien einzustellen und diese zu etablieren. Nur so können sie zukünftig wettbewerbsfähig bleiben. Neben dem Streben nach Innovation und dem damit verbundenen Wachstum stehen die Herausforderungen der Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft. An dieser Stelle entsteht häufig ein Konflikt, wie das Ziel von Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätzen mit der Reduzierung von Emissionen und der Verhinderung der globalen Erwärmung in Einklang gebracht werden kann.92 An der Spitze der Investitionen steht die Automobilindustrie, deren Ausgaben für Forschung und Entwicklung von entscheidender Bedeutung für den Wandel der deutschen Automobilindustrie sind.93 Ein Wandel hin zur Elektromobilität inklusive Batterietechnologie, zum autonomen Fahren und zur Digitalisierung.94 Um dies zu erreichen, haben die Automobilunternehmen mit Sitz in Deutschland derzeit einen weltweiten Anteil von 30 Prozent an den F&E-Investitionen der Branche. Zukünftig werden die Hersteller und Zulieferer der deutschen Automobilindustrie von 2024 bis 2028 weltweit rund 280 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren.95 Die Investitionstätigkeit der Unternehmen wird laut VDA-Umfrage jedoch von verschiedenen Faktoren beeinträchtigt. Eine Vielzahl der Unternehmen geben an, dass die Absatzlage bzw. Absatzerwartung den größten Einfluss auf ihre Investitionsbereitschaft hat.96 2.2. Standortbedingungen Deutschland Der Wirtschaftsstandort Deutschland wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Auf der einen Seite stehen positive Aspekte wie ein starkes Bildungssystem und damit eine gut ausgebildete Bevölkerung sowie ein innovations- und forschungsfreundliches Umfeld.97 Auf der anderen Seite stehen negative Faktoren wie Fachkräftemangel, hohe Lohnkosten, hohe Energiekosten und eine komplexe Bürokratie.98 Um positive Faktoren beizubehalten und negative Faktoren zu verbessern, veröffentlichte die Bundesregierung im Jahr 2023 den sogenannten 10-Punkte-Plan für den Wirtschaftsstandort Deutschland.99 Dazu gehört unter anderem das Bürokratieentlastungsgesetz, welches die Verwaltung vereinfachen und die Verfahren beschleunigen soll, um den Bürokratieaufwand zu verringern.100 Ein weiterer Punkt ist das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das die Einwanderung von Fachkräften erleichtern und den Zugang zu Aus- und Weiterbildung verbessern soll.101 92 The Economist, 2023 93 VDA, 2024c 94 VDA, 2024c 95 VDA, 2024c 96 VDA, 2023b 97 KPMG, 2022 98 Bundesregierung, 2023a 99 Bundesregierung, 2023a 100 Bundesregierung, 2023a 101 Bundesregierung, 2023a Der Fachkräftemangel in Deutschland ist je nach Bundesland und Branche unterschiedlich stark ausgeprägt.102 Aktuell sehen mehr als 50 Prozent der Unternehmen den Fachkräftemangel als größtes Entwicklungshemmnis.103 Ein wesentlicher Faktor ist dabei der demografische Wandel, der die Zahl der Fachkräfte im erwerbsfähigen Alter aller Voraussicht nach deutlich sinken lassen wird.104 Die Bundesregierung möchte mit der Fachkräftestrategie dem Mangel entgegenwirken und sieht vor allem Potenziale durch die Erwerbsbeteiligung und Einbindung von Frauen sowie älteren Personen.105 Dies soll durch Unterstützungsangebote, Erleichterungen und verbesserten Anreize erzielt werden.106 Parallel zum inländischen Potential möchte die Bundesregierung auch Einwanderung von Fachkräften aus dem Ausland stärken.107 Allgemein schneidet Deutschland als Wirtschaftsstandort im internationalen Vergleich in den letzten Jahren immer schlechter ab.108 Die Wettbewerbsfähigkeit wird in Frage gestellt, vor allem aufgrund der aktuell hohen Energiepreise und der Schwäche in der Globalisierung.109 Für HEINRICHS mit seinem Standort in Deutschland werden die beschriebenen Faktoren ebenso zunehmend bedeutsam. Es gilt die Organisationsstrukturen zukunftsfähig zu gestalten und sich auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten. HEINRICHS steht in Zukunft vor zahlreichen regulatorischen Herausforderungen in verschiedenen Feldern. Es werden Kapazitäten, Know-how, Kosten und Zeit benötigt, um insbesondere die neuen Anforderungen und Gesetze erfüllen zu können. Einige dieser aktuellen und für HEINRICHS relevanten Auflagen werden im Folgenden kurz dargestellt. 2.3. Energieeffizienzgesetz Im September 2023 wurde vom Bundestag das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) verabschiedet, das klare Ziele, Maßnahmen und Standards für Energieeffizienz definiert.110 Mit dem Gesetz wird ein klarer gesetzlicher und sektorübergreifender Rahmen geschaffen, um die Energieeffizienz in Deutschland erheblich zu verbessern.111 Das Gesetz ist am 18. November 2023 in Kraft getreten und markiert damit einen wichtigen Schritt in der nationalen Energiepolitik.112 2.4. NIS-2-Richtlinie Mit der Einführung der NIS-2-Richtlinie möchte die Europäische Union (EU) ein gemeinsames Cybersicherheitsniveau innerhalb ihrer Mitgliedsstaaten schaffen und damit die Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberbedrohungen stärken.113 Die Richtlinie umfasst Cybersicherheitsmaßnahmen für Unternehmen, indem sie umfassende Anforderungen in den Bereichen Risikomanagement, Meldung von Vorfällen, technische Sicherheitsmaßnahmen und Governance festlegt.114 Bis zum 17. Oktober 2024 müssen die EU-Mitgliedsstaaten den derzeitigen Referentenentwurf in nationales Recht umsetzen.115 Deutschland beabsichtigt, die Umsetzung mit dem Erlass des deutschen NIS2-Umsetzungsgesetzes (NIS2UmsuCG) im März 2024 zu beginnen, so dass den betroffenen Einrichtungen und Unternehmen ein Zeitraum von sechs Monaten zur Umsetzung der neuen Verpflichtungen zur Verfügung steht.116 102 BMWK, n.d. 103 BMWK, n.d. 104 BMWK, n.d. 105 BMWK, n.d. 106 BMWK, n.d. 107 BMWK, n.d. 108 Zdf, 2023 109 Zdf, 2023 110 BMWK, 2023 111 BMWK, 2023 112 Bundesregierung, 2023b 113 OpenKRITIS, n.d. 114 OpenKRITIS, n.d. 115 OpenKRITIS, n.d. 116 OpenKRITIS, n.d. 2.5. TISAX Neben diesem einheitlichen Niveau zur Cybersicherheit von der EU gibt es speziell für Automobilzulieferer das Prüf- und Austauschverfahren TISAX. TISAX steht für "Trusted Information Security Assessment Exchange" und ist ein Informationssicherheitsstandard, der sicherstellt, dass in der Automobilindustrie tätige Unternehmen bestimmte Sicherheitsstandards einhalten, wenn sie mit sensiblen Informationen umgehen.117 Grundlage für die Prüfungen der Informations- und Cybersicherheit von Organisationen durch TISAX ist der ISA-Katalog.118 Ab dem 1. April 2024 werden alle neuen TISAX Assessments auf Basis der ISA-Version 6 durchgeführt. HEINRICHS ist bereits TISAX zertifiziert. 2.6. KI-Verordnung (EU AI Act) EU-Mitgliedsstaaten haben nach langer Verhandlung die KI-Verordnung, auch EU AI Act genannt, einstimmig gebilligt, welche die Möglichkeiten zur Innovation durch KI fördern und gleichzeitig die damit verbundenen Risiken angemessen berücksichtigen soll, um eine Balance zwischen Innovation und Risiken herzustellen.119 Ziel ist es bei der nun folgenden Umsetzung die KI-Verordnung innovationsfreundlich, rechtsklar und mit einer bürokratiearmen Struktur zu entwerfen, um Europa zu einem starken KI-Standort zu transformieren.120 Auch für HEINRICHS nimmt die Bedeutung von KI in den kommenden Jahren zu. Die aktuellen Entwicklungen werden daher konsequent beobachtet. 2.7. Nachhaltigkeitsanforderungen Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt für Unternehmen aufgrund steigender Anforderungen von Kunden und Politik zunehmend an Bedeutung.121 Diese externen Einflüsse haben in vielen Fällen dazu geführt, dass das Thema in allen Bereichen der Unternehmen angekommen ist und von Vorstands- oder Geschäftsführungsebene forciert wird.122 Im Folgenden ein ausgewählter Auszug bereits eingeleiteter und zukünftig geforderter Nachhaltigkeitsaktivitäten. 2.8. EU-Taxonomie in Zusammenhang mit CSRD Im Dezember 2022 hat die EU im Rahmen ihres Europäischen Grünen Deals die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) erlassen.123 Diese Richtlinie verpflichtet große sowie börsennotierte Unternehmen, über ihre nachhaltigkeitsbezogenen Maßnahmen zu berichten.124 Unternehmen, die von der CSRD betroffen sind, sollten ihre Berichterstattung an den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) ausrichten. Wenngleich HEINRICHS zunächst nicht direkt von den Berichtspflichten der CSRD und dementsprechend der EU-Taxonomie betroffen sein wird, werden zunehmend Anforderungen durch die Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette an das Unternehmen weitergegeben werden. Eine gezielte Vorbereitung auf eine prüfbare Nachhaltigkeitsberichterstattung wird daher erforderlich werden. 117 ENX, 2023 118 ENX, 2023 119 BMJ, 2024 120 BMJ, 2024 121 Bertelsmann Stiftung, n.d. 122 Bertelsmann Stiftung, n.d. 123 Europäische Kommission, n.d. 1 124 Europäische Kommission, n.d. 1 2.9. Nachhaltigkeitsbewertungsstandards Nachhaltigkeit ist nicht mehr nur ein Begriff, sondern eine weltweite Bewegung, die von allen Seiten vorangetrieben wird und Gegenstand von Forderungen verschiedener Interessengruppen ist.125 Heutige Kunden sind zunehmend umwelt- und sozialbewusst und bevorzugen verantwortungsvoll handelnde Unternehmen mit ähnlichen Werten.126 Nachhaltig agierende Unternehmen ziehen zudem vermehrt Investitionen an, was vor allem KMUs zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten eröffnet.127 Auch die Lieferkette verlangt zunehmend nachhaltige Praktiken, was den Druck auf kleinere Zulieferer erhöht, Standards einzuhalten.128 Um diesen verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden, gibt es mehrere Plattformen, die die Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens transparent abfragen und darstellen.129 Beispielhaft sind hier folgende Standards zu nennen:
Auch an HEINRICHS werden bereits heute Kundenanforderungen im Bereich Nachhaltigkeit gestellt, hier sind exemplarisch folgende Standards (SAQ 5.0) zu nennen, die von HEINRICHS erfüllt werden und durch die Zertifizierung belegt werden können. 2.10. Zertifizierungen im Bereich Nachhaltigkeit Die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Wirtschaft hat dazu geführt, dass es mittlerweile verschiedene Managementsysteme gibt, nach denen sich Unternehmen zertifizieren lassen können. Bereits etabliert sind die Normen ISO 14064, die einen Standard für die Bilanzierung von Treibhausgasemissionen einer Organisation darstellt, und ISO 14067, die die Bilanzierung von Treibhausgasemissionen eines Produkts beschreibt.133 Für die Zukunft ist die Einführung einer weiteren Norm - die ISO 53001 - in Vorbereitung, die auf eine nachhaltige Entwicklung auf der Grundlage der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) abzielt.134 Die Normenreihe ISO 14064 umfasst drei Normen, von denen sich ISO 14064-1 auf die Bilanzierung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen von Unternehmen (Corporate Carbon Footprint CCF), konzentriert.135 Ziel ist es, den CO 2 -Fußabdruck zu reduzieren und Transparenz über die Klimaschutzaktivitäten eines Unternehmens zu schaffen.136 Die zwei weiteren Teile der Normenreihe, DIN EN ISO 14064-2 und DIN EN ISO 14064-3, geben Richtlinien für die Erfassung von Treibhausgasminderungen bzw. -entnahmen auf Projektebene und definieren die Grundlagen für die Verifizierung von Treibhausgasbilanzen.137 Die ISO 14067 definiert ebenfalls eine Richtlinie für die Bestimmung von Treibhausgasemissionen, jedoch auf Produktebene (Product Carbon Footprints).138 125 DFGE, 2023 126 DFGE, 2023 127 DFGE, 2023 128 DFGE, 2023 129 DFGE, 2023 130 Supplier Assurance, n.d. 131 Science Based Targets, n.d. 132 EcoVadis, 2024 133 DQS, 2024a 134 DGQ, 2024 135 DQS, 2024b 136 DQS, 2024b 137 DQS, 2024b 138 DQS, 2024a Durch die Anwendung der ISO 14064 und 14067 verdeutlichen Unternehmen ihr Engagement für den Klimaschutz und unterstreichen ihre Bemühungen, organisations- und produktbezogene Emissionen zu reduzieren.139 Beide Normen sind im Bereich des Umweltmanagements und der Messung von Treibhausgasemissionen einzuordnen und unterscheiden sich hauptsächlich in ihrem Anwendungsbereich.140 Bis Herbst 2025 soll zudem die ISO 53001 - "Management Systems for UN Sustainable Development Goals - Requirements" veröffentlicht werden und die bestehenden Managementsysteme im Bereich der Nachhaltigkeit ergänzen.141 Bislang ist eine Zertifizierung nach ISO 14064 oder ISO 14067 für Heinrichs nicht relevant. Die Bedeutung einer möglichen Zertifizierung ist aber schon heute bekannt. Eine etwaige künftige Zertifizierung wird nach (Kunden-)Bedarf durchgeführt. Aktuell verfügt HEINRICHS über den Bericht vom DNK (Deutscher Nachhaltigkeitskodex). Intern werden CO 2 -Bedarfe seit 2022 ermittelt und ausgewertet. Ein Ziel für 2024/25 ist es, die CO 2 -Bedarfe der externen Lieferanten zu bekommen und so alle CO 2 -Werte in den Artikel-Kalkulationen auf Teileebene zu ermitteln. 2.11. Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) Im Dezember 2022 einigte sich die EU auf die Einführung eines CO 2 -Grenzausgleichsmechanismus, bekannt als CBAM.142 Ziel des CBAM ist der Erwerb spezieller CBAM-Zertifikate durch Importeure in der EU zum Ausgleich von Preisunterschieden zwischen den Kohlenstoffpreisen im Herkunftsland der Produkte und den höheren Preisen im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems.143 Bis 2030 soll das System auf alle Industriegüter ausgeweitet werden. Mit dem CO 2 -Grenzausgleichssystem werden Importeure in Zukunft verpflichtet, die mit ihren Produkten verbundenen Emissionen zu deklarieren. Daher ist es auch für HEINRICHS interessant, die eigenen CO 2 -Emissionen zu kennen und durch die Erstellung einer Treibhausgasbilanz bewerten zu können. 3. Chancenbericht Der Trend der Konzentration auf das Kerngeschäft in der Automobilindustrie hält nach allgemeiner Auffassung an. Somit wird, bis auf wenige Ausnahmen, die Tendenz zur Verlagerung der Herstellung von wesentlichen Komponenten für die Fahrzeuge weg vom OEM hin zum Zulieferer auch in Zukunft dazu führen, dass die Zulieferbetriebe Wachstum generieren können. In der aktuellen Situation der Weltwirtschaft sehen wir nicht nur eine Herausforderung sondern auch Chancen für eine weitere Entfaltung und Abhebung von anderen Marktteilnehmern. E. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditäts- und Zahlungsstromschwankungsrisiken Berichtspflichtige Risiken der genannten Arten zu Finanzinstrumenten, die für die Lage oder die voraussichtliche Entwicklung von Belang wären, bestehen nicht. (gez. Geschäftsführung) 139 DQS, 2024a 140 DQS, 2024a 141 DGQ, 2024 142 KPMG, 2023 143 KPMG, 2023 Quellenangaben BMJ (2024), Rahmen für Künstliche Intelligenz in der EU steht: KI-Verordnung einstimmig gebilligt, 02. Februar 2024 https://www.bmj.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2024/0202_KI-VO.html?cms_mtm_campaign=linksFromNewsletter BMWK (2023), Bundestag beschließt Energieeffizienzgesetz, 21. 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Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtürmern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtürmern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Attendorn, den 17. Juli 2024 ATTENDORNER
TREUHAND GmbH
Nieswandt, Wirtschaftsprüfer Datum der Billigung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der Heinrichs Holding GmbH wurde in der Gesellschafterversammlung am 30. August 2024 gebilligt. |
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