Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 242384
Eingetragen
20.7.2018
Branche
Geld- und WertdiensteAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Verarbeitung von Zahlungs- und anderen Finanztransaktionen
Gegenstand
Erbringung von Zahlungsdiensten im Sinne von § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG (Finanztransfergeschäft).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karsten Witke
seit 17.10.2024
Geschäftsführer
Sven Gerald Schielke
seit 11.7.2023
Geschäftsführer
Thomas Gruber
seit 5.4.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
QUESTEL S.A.S.FRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
PAVIS GmbH
Germany
120.050 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PAVIS Payments GmbH

Starnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

INHALTSVERZEICHNIS

Bestätigungsvermerk

1. Bilanz zum 31. Dezember 2024

2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024

3. Anhang für das Geschäftsjahr vom 2024

4. Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PAVIS Payments GmbH, Starnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PAVIS Payments GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PAVIS Payments GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 24. Juli 2025

Forvis Mazars GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Markus Morfeld, Wirtschaftsprüfer

Michael Skall, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

2024 2023
in € in € in € in € in € in €
1. Forderungen an Kreditinstitute 20.182.040,52 15.151.754,12
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 19.829.623,91 14.648.007,79
davon auf Treuhandkonten 19.829.623,91 14.648.007,79
b) aus sonstigen Tätigkeiten 352.416,61 503.746,33
täglich fällig 352.416,61 503.746,33
2. Sachanlagen 1.191,00 1.844,00
aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 1.191,00 1.844,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 306.453,35 666.930,34
aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 306.453,35 666.930,34
4. Rechnungsabgrenzungsposten 22.436,71 22.729,98
aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 22.436,71 22.729,98
20.512.121,58 15.843.258,44

Passiva

2024 2023
in € in € in € in € in € in €
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 20.118.015,75 15.335.498,52
aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 20.118.015,75 15.335.498,52
davon:
zur Ausführung von Zahlungsvorgängen 20.118.015,75 15.335.498,52
darunter: auf Zahlungskonten 20.118.015,75 15.335.498,52
2. Sonstige Verbindlichkeiten 33.819,88 28.041,12
aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 33.819,88 28.041,12
3. Rückstellungen 101.548,95 220.981,80
a) Steuerrückstellungen 0,00 0,00
aa) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) andere Rückstellungen 101.548,95 220.981,80
aa) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 101.548,95 220.981,80
4. Eigenkapital 258.737,00 258.737,00
a) Eingefordertes Kapital 120.050,00 120.050,00
Gezeichnetes Kapital 120.050,00 120.050,00
b) Kapitalrücklage 138.687,00 138.687,00
c) Bilanzgewinn 0,00 0,00
20.512.121,58 15.843.258,44

Gewinn- und Verlustrechnung Geschäftsjahr 2024

2024 2023
in€ in € in € in €
1. Zinsaufwendungen 0,00 0,00
aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
2. Provisionserträge 3.017.299,80 2.624.675,59
aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 3.017.299,80 2.624.675,59
3. Sonstige betriebliche Erträge 22.932,28 17.246,81
aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 22.932,28 17.246,81
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -2.933.092,68 -2.549.000,36
aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -2.933.092,68 -2.549.000,36
a) Personalaufwand -1.968.118,43 -1.565.650,88
aa) Löhne und Gehälter -1.682.288,50 -1.325.064,32
bb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -285.829,93 -240.586,56
darunter: für Altersversorgung -5.975,28 -5.936,72
b) andere Verwaltungsaufwendungen -964.974,25 -983.349,48
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -653,00 -653,00
aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -653,00 -653,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -27.000,04 -26.999,97
aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -27.000,04 -26.999,97
7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 79.486,36 65.269,07
aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 79.486,36 65.269,07
8. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0,00
aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00 0,00
aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
10. Sonstige Steuern 0,00 0,00
aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
11. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 0,00
aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -79.486,36 -65.269,07
aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -79.486,36 -65.269,07
13. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0,00 0,00
aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00

Anhang Geschäftsjahr 2024

1. Allgemeine Angaben

Die PAVIS Payments GmbH, Starnberg (kurz „PAVIS Payments“ oder „Gesellschaft“), eingetragen im Handelsregister unter der Nummer HRB 242384, wurde als Gesellschaft mit beschränkter Haftung am 03.07.2018 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Zahlungsdiensten. PAVIS Payments GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der PAVIS GmbH. Die Gesellschaft hat mit Bescheid vom 16.01.2020 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Erlaubnis erhalten, als Zahlungsdienstleister das Finanztransfergeschäft nach § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG zu erbringen.

Mit Ausgliederungsvertrag vom 04.06.2020 wurde der Teilbetrieb „Zahlungsdienst“ am 01.07.2020 rückwirkend zum 01.01.2020 von der PAVIS GmbH auf die PAVIS Payments GmbH ausgegliedert.

Ab dem 01.07.2020 hat die PAVIS Payments GmbH ihre operative Tätigkeit als Zahlungsdienstleister aufgenommen und Zahlungen im Rahmen der Verlängerung von Schutzrechten (Patente, Marken und Designs) vorgenommen.

Mit der Muttergesellschaft, der PAVIS GmbH, wurde ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die letztmalige Änderung des Vertrags vom 10.12.2021 wurde am 20.12.2021 ins Handelsregister eingetragen.

Die PAVIS Payments GmbH hat den Jahresabschluss vorrangig nach §§ 340a ff. HGB sowie unter Berücksichtigung der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld Institute (RechZahIV) aufgestellt. Für den Anhang gelten neben §§ 284 ff. HGB auch die §§ 28 ff. RechZahIV sowie die ergänzenden Vorschriften zu den einzelnen Positionen.

Obwohl es sich bei der Gesellschaft um eine nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen kleine Kapitalgesellschaft handelt, sind nach § 340a Abs. 1 HGB die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend in diesem Anhang aufgeführt.

Aufgrund des Geschäftsmodells nimmt PAVIS Payments weltweit Auszahlungen in verschiedenen Währungen an Zahlungsempfänger vor. Zur Absicherung dieser Zahlungen in Fremdwährungen schließt die Gesellschaft Devisentermingeschäfte ab. Die Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften werden im Rahmen der „Einfrierungsmethode“ bilanziell berücksichtigt und für den effektiven Teil verrechnet. Nur eine eventuelle Verlustspitze wird als Rückstellung für die Bewertungseinheiten angesetzt. Die Verlustspitze (Ineffektivität aus dem abgesicherten Risiko) wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Die PAVIS Payments GmbH sichert die in Fremdwährungen abgewickelten Transaktionen im Zusammenhang mit Schutzrechten durch derivative Finanzinstrumente ab. Es handelt sich dabei um einen Macro-Hedge. Hierbei werden alle Grundgeschäfte (kontrahierte sowie antizipierte), abgewickelt in einer bestimmten Fremdwährung, kumuliert und periodisch zu einem fixierten Kurs abgesichert.

Alle folgenden Wertangaben erfolgen, sofern nicht anders angegeben, in Tausend € (T€).

Dem Gesamtvolumen an erworbenen Derivaten in Höhe von 22.668 T€ stand ein tatsächliches Transaktionsvolumen in Fremdwährungen von umgerechnet 22.668 T€ (davon 9.232 T€ realisierte Zahlungen und 13.436 T€ zum Stichtag antizipierte Zahlungen) zum Abschlussstichtag gegenüber.

Gemäß dem Kooperationsvertrag zwischen der PAVIS GmbH und der PAVIS Payments GmbH übernimmt die PAVIS GmbH sämtliche Verluste der PAVIS Payments GmbH, die aus Fremdwährungsgeschäften resultieren. Die PAVIS Payments GmbH trägt damit zu keiner Zeit ein Risiko aus Fremdwährungsgeschäften.

Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Formblättern 1 und 2 der RechZahlV. Im amtlichen Formblatt enthaltene, aber nicht belegte Positionen, werden nicht aufgeführt.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die Forderungen an Kreditinstitute werden zu Nominalwerten angesetzt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Ausfallrisiken werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen angemessen berücksichtigt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Im Rahmen der Bildung von Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert mit dem im Handelsregister eingetragenen Betrag angesetzt.

Die Umrechnung der Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgt mit dem Kurs am Entstehungstag bzw. bei Fremdwährungsforderungen mit dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind ebenfalls zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Erträge werden nach dem Realisationsprinzip erfasst und Aufwendungen werden unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung verbucht, wenn sie im entsprechenden Geschäftsjahr betrieblich veranlasst sind.

2. Angaben zu einzelnen Posten

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 20.182 T€ (Vorjahr: 15.152 T€) beinhalten die liquiden Mittel in Höhe von 19.830 T€ (Vorjahr: 14.648 T€), die sich aus den Kundenzahlungen ergeben und treuhänderisch verwaltet werden, als auch aus sonstigen Tätigkeiten in Höhe von 352 T€ (Vorjahr: 504 T€). Alle Forderungen an Kreditinstitute sind kurzfristig.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen hat sich im Jahr 2024 wie folgt entwickelt:

Sachanlagen: Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Stand 01.01.2024 8,7 T€
Zugänge 0,0 T€
Abgänge 0,0 T€
Umbuchungen 0,0 T€
Stand 31.12.2024 8,7 T€
Abschreibungen
Stand 01.01.2024 6,9 T€
Zugänge 0,6 T€
Abgänge 0,0 T€
Umbuchungen 0,0 T€
Stand 31.12.2024 7,5 T€
Buchwerte
Stand 01.01.2024 1,8 T€
Stand 31.12.2024 1,2 T€

Das Anlagevermögen wurde um planmäßige Abschreibungen gemindert, außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 306 T€ (Vorjahr: 667 T€) beinhalten im Wesentlichen eine Forderung aus dem Kooperationsvertrag gegenüber der PAVIS GmbH.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden resultieren im Wesentlichen aus erhaltenen Kundengeldern zur Ausführung von Zahlungsvorgängen in Höhe von 14.596 T€ (Vorjahr: 9.084 T€), den bereits initiierten aber noch nicht ausgeführten Zahlungsaufträgen in Höhe von 343 T€ (Vorjahr: 1.122 T€), aus Factoringverbindlichkeiten in Höhe von 2.058 T€ (Vorjahr: 1.329 T€), aus an Kunden zurückzuzahlende Gutschriften in Höhe von 1.480 T€ (Vorjahr: 0 T€) und aus noch nicht an die PAVIS GmbH weitergeleiteten Bestandteilen der Kundengelder in Höhe von 1.640 T€ (Vorjahr: 3.800 T€). Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind größtenteils im Fall von Fremdwährungsbestandteilen mittels Devisentermingeschäften abgesichert.

Sonstige Verbindlichkeiten

Im aktuellen Geschäftsjahr beinhalten die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 34 T€ (Vorjahr: 28 T€) im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus noch nicht abgeführter Lohn- und Kirchensteuer. Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Rückstellungen

Die Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

2024 2023
Personalkosten 86 T€ 129 T€
Abschluss u. Prüfung 14 T€ 90 T€
Sonstiges 1 T€ 2 T€
Drohverluste Devisentermingeschäft 0 T€ 0 T€
101 T€ 221 T€

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital von 120 T€ (Vorjahr: 120 T€) ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Kapitalrücklage beträgt 139 T€ (Vorjahr: 139 T€). Der Jahresüberschuss/-fehlbetrag der PAVIS Payments GmbH wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags an die PAVIS GmbH abgeführt oder von der PAVIS GmbH eingefordert.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestehen nicht.

3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserträge

Die Provisionserträge in Höhe von 3.017 T€ (Vorjahr: 2.625 T€) setzen sich aus der Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen des Zahlungsdienstleistungsgeschäfts gegenüber der PAVIS GmbH zusammen und wurden demzufolge alle in Deutschland erwirtschaftet. Das Transaktionsvolumen der Gesellschaft beläuft sich im Geschäftsjahr 2024 auf 637.502 Stück (Vorjahr: 582.310 Stück). Der dahinterliegende Wert der Transaktionen entspricht 251.965 T€ (Vorjahr: 258.986 T€).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 23 T€ (Vorjahr: 17 T€) enthalten Erträge aus Erstattungen gem. Aufwendungsausgleichsgesetz von 13 T€ (Vorjahr: 13 T€) und internen Umlagen von 10 T€ (Vorjahr: 5 T€).

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Personalaufwand mit den dazugehörigen Sozialabgaben in Höhe von 1.968 T€ (Vorjahr: 1.566 T€) und andere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 965 T€ (Vorjahr: 983 T€). Die anderen Verwaltungsaufwendungen beinhalten auch die Aufwendungen aus dem Auslagerungsvertrag mit der PAVIS GmbH für die Bereitstellung der Zentralfunktionen und sogenannten "Managed Services" in Höhe von 630 T€ (Vorjahr: 621 T€).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für die BaFin-Umlage für das Jahr 2024 in Höhe von 27 T€ (Vorjahr: 27 T€).

Außerordentliche Aufwendungen

Die außerordentlichen Aufwendungen beliefen sich auf 0 T€.

Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung

Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung sind nicht vorhanden.

4. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen keine, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die im Berichtsjahr durchschnittliche Mitarbeiterzahl beträgt 21 (Vorjahr 19).

Honorar für den Abschlussprüfer

Das Honorar der Forvis Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, beträgt für das Geschäftsjahr 2024: 117 T€ (Vorjahr: 115 T€). Die Forvis Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, hat im Geschäftsjahr 2024 keine weiteren Leistungen erbracht.

Organe

Geschäftsleiter in der Berichtsperiode sind Herr Sven Schielke (Geschäftsleiter Markt - Finanzen und IT) und Herr Thomas Gruber (Geschäftsleiter Markt - Strategie und Vertrieb, bis 30.09.2024: Geschäftsleiter Marktfolge) sowie ab 01.10.2024 Herr Karsten Witke (Geschäftsleiter Marktfolge). Hinsichtlich der Bezüge der Organmitglieder verzichtet die Gesellschaft in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf die Angaben, da nur drei Mitglieder der Geschäftsführung zum Bilanzstichtag Bezüge von der Gesellschaft erhielten.

Konzernzugehörigkeit

Der vom Mutterunternehmen des Konzerns, Questel Unite SAS, Paris, Frankreich, aufgestellte Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Konzernunternehmen ist am Sitz des Mutterunternehmens einsehbar.

 

Starnberg, den 17.07.2025

gez. Thomas Gruber

Geschäftsleitung

gez. Sven Schielke

Geschäftsleitung

gez. Karsten Witke

Geschäftsleitung

Lagebericht Geschäftsjahr 2024

1. Die PAVIS Payments GmbH

Die PAVIS Payments GmbH (kurz „PAVIS Payments“ oder „Gesellschaft“) wurde als Gesellschaft mit beschränkter Haftung am 03.07.2018 gegründet. Der Sitz der Gesellschaft ist Starnberg. Die Geschäftsanschrift ist Gautinger Straße 10 in 82319 Starnberg. Die PAVIS Payments ist zur Aufstellung des Jahresabschlusses und eines Lageberichts nach HGB sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute (RechZahlV) verpflichtet.

Am 16.01.2020 erhielt die PAVIS Payments als Service-Dienstleister im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als Zahlungsinstitut das Finanztransfergeschäft (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG) zu betreiben.

Die Bilanz und die GuV werden nach RechZahlV aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Geschäftsleiter der Gesellschaft im Sinne von § 1 Abs. 8 ZAG im Geschäftsjahr 2024 waren Thomas Gruber, Sven Schielke und Karsten Witke (ab 01.10.2024).

Die PAVIS Payments ist eine 100%-Tochtergesellschaft der PAVIS GmbH und wickelt im Auftrag ihrer Kunden Zahlungen im Rahmen der Verlängerung von Schutzrechten (Patente, Marken und Designs) ab, die von der PAVIS GmbH verwaltet werden.

Mit der PAVIS GmbH besteht seit dem 30.08.2018 ein Gewinnabführungsvertrag. Die letztmalige Änderung des Vertrags vom 10.12.2021 wurde am 20.12.2021 ins Handelsregister eingetragen.

Zum 01.07.2020 wurde der Teilbetrieb „Zahlungsdienst“ der PAVIS GmbH mit Wirkung zum 01.01.2020 in die PAVIS Payments ausgegliedert und der operative Betrieb als Zahlungsinstitut gestartet.

PAVIS Payments agiert im Bereich Finanztransfergeschäft nach wie vor ausschließlich für Kunden, die auch Kunden der PAVIS GmbH sind. Aus diesem Grund ist die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft von der Entwicklung der PAVIS GmbH und deren Kunden geprägt.

Die Mitarbeiter der Gesellschaft verfügen über langjährige Erfahrung im Rahmen der Abwicklung von Zahlungen im Zusammenhang mit der Verlängerung von Schutzrechten; die Gesellschaft plant mittel- bis langfristig über den Kundenkreis der PAVIS GmbH hinaus zu expandieren und zusätzliches Marktpotenzial zu erschließen.

Der Lagebericht bringt die Einschätzung und Beurteilung der Geschäftsleitung zum Ausdruck.

2. Wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um -0,2 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung ebenfalls -0,2 %.1

Im Bereich der Patent-Neuanmeldungen hat sich in 2024 fortgesetzt. So stieg, gemäß der Statistik des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA), die Anzahl der Patentanmeldungen in Deutschland im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,0 %. Diesem Trend folgend ist auch die Anzahl der erteilten Patente deutlich um 7,1 % gestiegen.2

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/01/PD25_019_811.html
2 https://www.dpma.de/dpma/veroeffentlichungen/statistiken/patente/index.html
3 https://www.dpma.de/dpma/veroeffentlichungen/statistiken/marken/index.html

Auch bei Markenanmeldungen setzt sich der positive Trend aus 2023 fort. Laut Statistik des DPMA wuchs die Anzahl nationaler und internationaler Markenanmeldungen um 2,1% .3

3. Geschäftsverlauf

Der Schwerpunkt der Tätigkeit der Gesellschaft lag auch im Jahr 2024 darin, die Zahlungsaufträge von Kunden gemäß den rechtlichen und regulatorischen Anforderungen zu erbringen.

Darüber hinaus wurden die mit dem Start des Zahldienstes neu eingeführten Prozesse und Kontrollmechanismen aus Sicht der Geschäftsleitung weiter verbessert. Als finanzieller Leistungsindikator zur Steuerung der Gesellschaft dienen die Provisionserträge. Einen nicht finanziellen Leistungsindikator stellt das an die BaFin berichtete Transaktionsvolumen dar. Die finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren werden zur Steuerung der Gesellschaft verwendet.

Die Provisionserträge konnten von 2.625 T€ im Jahr 2023 auf 3.017 T€ im Jahr 2024 um 14,9 % erhöht werden, der prognostizierte Anstieg von 8 % wurde somit noch übertroffen, die Entwicklung erklärt sich mit dem Anstieg der variablen Vergütung im Rahmen des Kooperationsvertrages zwischen PAVIS Payments GmbH und der PAVIS GmbH. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erhöht sich von 65 T€ auf 79 T€.

Das als nicht finanzieller Leistungsindikator an die BaFin berichtete Transaktionsvolumen von 637.502 (Vj.: 582.310 Stück) Aufträgen sowie der dahinterliegende Wert der Transaktionen in Höhe von 251.965 T€ (Vorjahr: 258.986 T€) lag mit +9,5 % bzw. -2,7 % über dem Vorjahr und beim Wert der Transaktionen leicht unter dem Vorjahr. Das für 2024 prognostizierte moderate Wachstum zwischen 10 % - 14 % konnte unter anderem wegen der Bereinigung von Patentportfolien seitens Kunden damit nicht erreicht werden.

Trotz des herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfelds und der herrschenden Unsicherheit im Zusammenhang mit der weiteren geopolitischen Entwicklung, zeigt sich bei den bestehenden Kunden von PAVIS GmbH und PAVIS Payments ein großes Interesse, ihre jeweiligen Schutzrechte auch in Krisenzeiten aufrechtzuerhalten. Dies unterstreicht die Resilienz des Geschäfts.

4. Ertragslage

Aus dem Geschäftsbetrieb erwirtschaftete die PAVIS Payments ein Provisionsergebnis in Höhe von 3.017 T€ (Vorjahr: 2.625 T€). Die Provisionserträge resultieren aus den Abrechnungen mit der PAVIS GmbH gemäß dem bestehenden Kooperationsvertrag. Die variablen Bestandteile der Erträge hängen von der Anzahl der ausgeführten Zahlungsaufträge (Transaktionen) ab, deren Entwicklung im Berichtsjahr sehr zufriedenstellend war.

Im Geschäftsjahr 2024 sind allgemeine Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 2.933 T€ (Vorjahr: 2.549 T€) angefallen. Diese Position enthält Löhne und Gehälter in Höhe von 1.682 T€ (Vorjahr: 1.325 T€), sowie die sozialen Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von 286 T€ (Vorjahr: 241 T€).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen haben sich von 983 T€ im Jahr 2023 auf 965 T€ im Jahr 2024 verringert und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich mit 27 T€ im Jahr 2023 und 27 T€ im Jahr 2024 nicht verändert.

Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,6 T€ (Vorjahr: 0,7 T€) vorgenommen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie sonstige Steuern betrugen 0 T€ (Vorjahr: 0 T€).

Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr mit einem Ergebnis (der normalen Geschäftstätigkeit) in Höhe von 79 T€ (Vorjahr: 65 T€) abgeschlossen. Das Ergebnis wird gemäß des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags in voller Höhe an die PAVIS GmbH abgeführt.

Zusammenfassend kann PAVIS Payments auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken.

5. Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich von 15.843 T€ auf 20.512 T€ erhöht. Das Vermögen der Gesellschaft setzt sich aus den Forderungen gegenüber Kreditinstituten, dem kurzfristigen Umlaufvermögen, sowie den Anlagewerten zusammen.

Die Forderungen an Kreditinstitute sind von 15.152 T€ auf 20.182 T€ gestiegen.

Die Sachanlagen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 0,6 T€ auf 1,2 T€ reduziert.

Das kurzfristige Umlaufvermögen enthält die sonstigen Vermögensgegenstände, sowie den Rechnungsabgrenzungsposten. Diese Position hat sich gegenüber dem Vorjahr von 690 T€ auf 329 T€ verringert.

Das Gesamtkapital der PAVIS Payments besteht im Berichtsjahr im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden.

Der Bestand an Verbindlichkeiten gegenüber Kunden hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 15.335 T€ auf 20.118 T€ erhöht. Hierin enthalten sind ebenfalls die Verbindlichkeiten gegenüber der PAVIS GmbH aus Factoringverbindlichkeiten in Höhe von 2.058 T€ (Vorjahr: 1.329 T€), aus an Kunden zurückzuzahlende Gutschriften in Höhe von 1.480 T€ (Vorjahr: OT€) und aus noch nicht an die PAVIS GmbH weitergeleiteten Bestandteilen der Kundengelder in Höhe von 1.640 T€ (Vorjahr: 3.800 T€).

Im Berichtsjahr wurden Rückstellungen in Höhe von 102 T€ (Vorjahr: 221 T€) gebildet. Im Wesentlichen sind hierin Personalrückstellungen enthalten. Ein weiterer Bestandteil der Rückstellungen sind die erwarteten Kosten für die Jahresabschlussprüfung.

Das Eigenkapital hat sich zum Vorjahr nicht verändert und beträgt nach wie vor 259 T€. Dadurch ergibt sich eine Eigenkapitalquote in Höhe von 1,3 % (Vorjahr: 1,6 %) bzw., unter Ausschluss des Treuhand-Sammelkontos, in Höhe von 37,9 % (Vorjahr: 18 %), welche die solide Finanzierungsstruktur der Gesellschaft widerspiegelt.

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Finanzmittel in Höhe von -151 T€ (Vorjahr: -319 T€) aus der operativen Tätigkeit generiert. Für die Investitionstätigkeit wurden liquide Mittel von 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) aufgewendet. Für die Finanzierungstätigkeit wurden liquide Mittel von 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) verwandt.

Zum Abschlussstichtag verfügt die Gesellschaft über nicht zugriffbeschränkte Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 352 T€ (Vorjahr: 504 T€). Die Gesellschaft ist in der Lage sich selbst aus der laufenden Geschäftstätigkeit zu finanzieren.

6. Personalsituation

Die Gesellschaft hat weiter in die Stärkung der Personaldecke investiert. Zum 31.12.2024 waren bei PAVIS Payments insgesamt 21 (Vorjahr: 19) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Während des Geschäftsjahres 2024 wurde die Qualifizierung der Beschäftigten sowohl durch interne Schulungen als auch durch externe Fortbildungsmaßnahmen weiter erhöht. Insbesondere wurden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf aktuelle Entwicklungen zu Informationssicherheit, Geldwäscheprävention, Hinweisgeberschutzgesetz und Datenschutz geschult.

7. Risikomanagement

PAVIS Payments ist im Rahmen ihrer wachstumsorientierten Unternehmenspolitik bestrebt, Chancen und Risiken wertorientiert zu steuern und Entwicklungschancen optimal zu nutzen. Risiken werden nur eingegangen, sofern ihnen im Gegenzug die Chance auf eine entsprechende Wertsteigerung gegenübersteht.

Die Gesellschaft verfügt über ein weitreichendes internes Kontrollsystem, das bei Gründung des Unternehmens eingeführt wurde. Grundsätzlich sind sämtliche Maßnahmen auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen der Geschäftsführung zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, sowie zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung und Risikosteuerung ausgerichtet.

Zudem sind aufbau- und ablauforganisatorische Regelungen mit klar abgegrenzten Verantwortungsbereichen definiert und Prozesse zur Identifikation, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation von Risiken eingerichtet.

Der von der PAVIS Payments definierte und koordinierte Risikoüberwachungszyklus gewährleistet standardisierte Verfahren zur Identifizierung, Bewertung, Analyse und Berichterstattung von Risiken sowie über implementierte Risikominderungsmaßnahmen und Kontrollmechanismen. Ziel des Risikoüberwachungszyklus ist die Unterstützung der Entscheidungsfindungsprozesse mit konsistenten, vergleichbaren und transparenten Informationen. Die Zuverlässigkeit des Risikoüberwachungszyklus wird durch kontinuierliche interne Kontrollen, das frühzeitige Erkennen potenzieller Schwachstellen und kontinuierliche Prozessverbesserungen sichergestellt.

In diesem Zusammenhang führt die PAVIS Payments neben einer quartalsweisen Risikoberichterstattung in jedem Geschäftsjahr eine Inventur des Risikoregisters durch, um eine aktuelle Bewertung möglicher Risiken vorzunehmen, die Einfluss auf die Resilienz der Gesellschaft haben. Diese Inventur erfolgte im Jahr 2024 quartalsweise im Zuge der Risikoberichterstattung. Im Speziellen wurden die vorhandenen Risiken bezüglich Ihrer Bewertung geprüft, neu identifizierte Risiken ergänzt und die Risikotragfähigkeitsberechnung aktualisiert. Risiken werden nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung, gemessen am Jahresüberschuss, bewertet. Das Risiko wird danach insgesamt als gering, mittel oder hoch bewertet.

Die aufgezeigten Risiken und Änderungen der rechtlichen Vorgaben wurden den Geschäftsleitern zur Kenntnisnahme und zum Maßnahmenbeschluss vorgelegt.

Aufgrund des Geschäftsmodells nimmt PAVIS Payments weltweit Zahlungen in verschiedenen Währungen an Zahlungsempfänger vor. Zur Absicherung dieser Zahlungen in Fremdwährungen schließt die Gesellschaft Devisentermingeschäfte ab. Die Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften werden im Rahmen der „Einfrierungsmethode“ bilanziell berücksichtigt und für den effektiven Teil verrechnet. Nur eine eventuelle Verlustspitze wird als Rückstellung für die Bewertungseinheiten angesetzt. Die Verlustspitze (Ineffektivität aus dem abgesicherten Risiko) wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Die PAVIS Payments GmbH sichert die in Fremdwährungen abgewickelten Transaktionen im Zusammenhang mit Schutzrechten durch derivative Finanzinstrumente ab. Es handelt sich dabei um einen Macro-Hedge. Hierbei werden alle Grundgeschäfte (kontrahierte sowie antizipierte), abgewickelt in einer bestimmten Fremdwährung, kumuliert und periodisch zu einem fixierten Kurs abgesichert.

Dem Gesamtvolumen an erworbenen Derivaten in Höhe von 22.667.713,53 EUR stand ein tatsächliches Transaktionsvolumen in Fremdwährungen von umgerechnet 22.667.713,53 EUR (davon 9.232.259,17 EUR realisierte Zahlungen und 13.435.454,36 EUR zum Stichtag antizipierte Zahlungen) zum Abschlussstichtag gegenüber.

a. Branchenspezifische und gesamtwirtschaftliche Risiken

Die wirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und somit auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft. Unvorhersehbare Störungen innerhalb des Wirtschaftssystems oder wesentliche branchenspezifische Veränderungen können zu Rückgängen bei den Beauftragungen und somit zu potenziellen Ergebnisrisiken führen.

Aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine, die politische Situation in den USA, der noch immer hohen Inflationsrate und der damit verbundenen gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen, sehen wir gegenwärtig ein hohes Risiko, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verschlechtern könnten. Zwar hat sich die Inflationsrate in 2024 zunächst von 2,9 % Anfang Januar auf 1,6 % im September verringert, stieg aber zum Jahresende wieder auf 2,3 %. Deutschland befand sich auch 2024 in einer Rezession. Allerdings wird für 2025 mit einer tendenziell sinkenden Inflationsrate und damit auch mit einer weiteren Anpassung der europäischen Leitzinsen gerechnet. Dies sollte sich belebend auf die wirtschaftliche Situation auswirken.

Zusammenfassend werden die beschriebenen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft als mittel eingeschätzt, da sich das Geschäftsmodell der PAVIS Payments GmbH und der PAVIS GmbH in den vergangenen Jahren als verhältnismäßig resilient gegenüber gesamtwirtschaftlichen Zyklen erwiesen hat, ablesbar an der stabilen Entwicklung der Geschäftszahlen.

b. Ertragsorientierte und finanzwirtschaftliche Risiken

Es wurden organisatorische Regelungen und Maßnahmen getroffen, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende und sonstige wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung frühzeitig erkannt werden können.

Insbesondere zu Ausfall- und Liquiditätsrisiken finden regelmäßige Gespräche der Geschäftsleiter mit den bereichsverantwortlichen Mitarbeitern statt. Ein monatliches Berichtssystem informiert über die aktuelle Geschäftsentwicklung. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden zudem laufend beobachtet und überwacht. Bereits im Jahr 2023 wurde die bestehende Liquiditätsplanung umfassend erweitert und in 2024 weiter verfeinert.

Es sind ausreichend Finanzmittel vorhanden, um eingegangene Verpflichtungen zu begleichen. Aufgrund der zufriedenstellenden Ergebnissituation und dem positiven Ausblick auf die erwartete Geschäftsentwicklung werden die aufgeführten Risiken im Verhältnis als gering eingestuft.

c. Operationelle Risiken

Eine hohe Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur ist essenziell für das Geschäft der PAVIS Payments. Die ausgelagerten IT-Systeme der PAVIS Payments werden regelmäßig geprüft und unterliegen strengen Sicherheitsstandards. Es sind geeignete Kontroll- und Weisungsmaßnahmen sowie ein angemessenes Reporting implementiert. Darüber hinaus findet ein regelmäßiger Austausch mit dem Auslagerungsnehmer statt.

Bereits im Jahr 2020 wurde ein externer Datenschutzbeauftragter bestellt, der regelmäßig eine Analyse der datenschutzbezogenen Prozesse der PAVIS Payments durchführt und alle Beschäftigten entsprechend schult und auf aktuelle Vorgaben hinweist. Im Jahr 2019 wurde zusätzlich die Funktion des Informationssicherheitsbeauftragten implementiert.

Dem Risiko einer dauerhaften Beeinträchtigung der Serviceerbringung aufgrund potenzieller Abhängigkeiten von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird durch Bindungsmaßnahmen, entsprechende Vertreterregelungen und durch umfassende Dokumentationsmaßnahmen entgegengewirkt. Das Risiko wird insgesamt als gering bis mittel bewertet.

d. ESG-Risiken

Die Bedeutung von ESG für Unternehmen geht über finanzielle Aspekte hinaus.

Vor diesem Hintergrund wird eine umfassende Integration von ESG-Risiken und -Chancen in die Unternehmensstrategie immer dringlicher. Insgesamt sind ESG-Aspekte für Finanzdienstleister von herausragender Bedeutung, um langfristigen Erfolg sicherzustellen und gleichzeitig eine verantwortungsbewusste Rolle in der globalen Wirtschaft einzunehmen.

Auf das Geschäftsmodell der PAVIS Payments haben Umweltrisiken und Unternehmensführungsrisiken eher geringe Auswirkungen, aber soziale Aspekte wie Anpassungen im Lohnniveau haben durchaus signifikanten Einfluss und sind relevante Risiken, welche auch im Risiko-Register erfasst sind. Das Risiko wird insgesamt als gering bis mittel bewertet.

e. Rechtliche Risiken

Die Gesellschaft ist im Rahmen der Geschäftstätigkeit grundsätzlich Risiken aus Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt. Zur Risikominimierung wurde eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung abgeschlossen. Derzeit sind keine Verfahren anhängig, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken könnten. Das Risiko wird insgesamt als gering bewertet.

f. Sonstige Risiken

Unter den sonstigen Risiken sind alle sonstigen Risikoarten erfasst, denen PAVIS Payments ausgesetzt sein kann. Bei den sonstigen Risikoarten sind vor allem das Reputationsrisiko sowie das generelle Geschäftsrisiko und das Strategierisiko relevant.

Zum generellen Geschäftsrisiko zählt auch die Abhängigkeit von der Hausbank NordLB als wesentliches Risiko. Das Risiko wird insgesamt als gering bis mittel bewertet.

g. Chancenbericht

Trotz der geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen und dem aktuell Trend der Patentanmeldungen in Deutschland, sieht PAVIS Payments weiterhin kurz- und mittelfristiges moderates Wachstumspotential. Ausgelöst durch den anhaltenden Kostendruck sind mittlere und große Industriekunden gezwungen, Verlängerung von bestehenden Schutzrechten an entsprechende Dienstleistungsunternehmen auszulagern. Dies sollte zu mehr Neukunden bei der PAVIS GmbH und somit zu einem steigenden Transaktionsvolumen bei PAVIS Payments führen. Auch wenn Schutzrechtsinhaber gegenwärtig sehr kostenorientiert agieren, beobachten wir weiterhin eine zunehmende Anzahl von Schutzrechtsanmeldungen bei einem Großteil der bestehenden Kunden, was kurz- bis mittelfristig zusätzliches Wachstum generiert - unabhängig von Erfolgen im Rahmen der Neukundenakquisition. Die Chance wird insgesamt als mittel bewertet.

Aufgrund der hohen Qualität der angebotenen Dienstleistung sieht sich PAVIS Payments im aktuellen Marktumfeld weiterhin gut gerüstet. Aufgrund der hohen Markteintrittsbarrieren kamen in 2024 keine wesentlichen neuen Anbieter im Segment ,Zahlung von Patentjahresgebühren‘ in den Markt. Das Risiko, dass neue Marktteilnehmer mit signifikanter Größe entstehen, wird aufgrund der hohen Markteintrittsbarrieren insgesamt eher als gering bewertet.

Zum Berichtszeitpunkt und in absehbarer Zeit sieht die Geschäftsleitung keine Risiken, die den Fortbestand der PAVIS Payments GmbH gefährden können. Auch aus der Gesamtsumme der Risiken lässt sich zum Zeitpunkt der Berichterstellung keine Gefährdung der Gesellschaft feststellen.

8. Ausblick

Zum jetzigen Zeitpunkt lassen sich die Auswirkungen der anhaltenden volkswirtschaftlichen Herausforderungen schwer abschätzen. Der andauernde Krieg in der Ukraine, die politische Situation in den USA sowie laufende Sanktionsmaßnahmen gegenüber Russland verstärken die Phase der Unsicherheit und wirken sich weiterhin negativ auf die Weltwirtschaft aus. Dieser Zustand hat bereits zu einer weiteren Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik und bis zur Rezession geführt.

Aufgrund der Tatsache, dass bestehende Kunden der Gesellschaft ein hohes Interesse zeigen, auch in Zeiten der Unsicherheit ihre Innovationen durch Patente, Marken, Designs oder sonstige Schutzrechte schützen zu lassen, gehen wir zum jetzigen Zeitpunkt trotz der instabilen Lage davon aus, das Transaktionsvolumen des Jahres 2024 (637.502 Stück) auch in 2025 auf dem aktuellen Niveau zu halten bzw. um ca. 8 % steigern zu können. Auch hinsichtlich der Provisionserträge (3.017 T€), gehen wir für das Jahr 2025 zum jetzigen Zeitpunkt von einem leichten Anstieg um ca. 8 % gegenüber 2024 aus.

Der Finanzmittelbedarf der Gesellschaft ist durch die eigenen liquiden Mittel gedeckt und könnte durch konzerninterne Kapitalisierungsmaßnahmen jederzeit weiter gestärkt werden. Das Eigenkapital ist ausreichend und wird in den folgenden Geschäftsjahren weiter gestärkt und ausgebaut.

 

Starnberg, den 17.07.2025

gez. Thomas Gruber

Geschäftsleitung

gez. Sven Schielke

Geschäftsleitung

gez. Karsten Witke

Geschäftsleitung

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