Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 104797
Vorher
Aktiengesellschaft "Ad acta" 158. VermögensverwaltungHM Trust AG
Eingetragen
3.4.2008
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
die Organisationsberatung und die Beratung im Asset-Management Bereich für private und institutionelle Investoren bei der strategischen Asset-Allocation, insbesondere durch Entwicklung von Kapitalanlagestrategien, der Auswahl geeigneter Benchmarks und Controlling-Tools sowie die Beratung bei der Strukturierung und Implementierung von Investmentprozessen. Darüber hinaus ist die Gesellschaft berechtigt, gemäß § 32 Abs. 1 KWG die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung), die Abgabe von persönlichen Empfehlungen, die auf die Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt ist (Anlageberatung), die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschluss- vermittlung) sowie die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung) vorzunehmen. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Die Gesellschaft ist ebenfalls nicht befugt, auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten zu handeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Christoph Dr. Heumann
seit 10.12.2019
Prokura
Carsten Dr. Lang
seit 28.6.2018
Vorstandsmitglied
Lars Möller
seit 25.2.2016
Vorstandsmitglied
Stefan Schuckmann
seit 26.1.2016
Prokura
Jens Schneider
seit 18.11.2014
Prokura
Raik Mildner
seit 27.8.2009
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HanseMerkur Trust AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

I. Unternehmensstruktur

1. Geschäftsmodell

Die HanseMerkur Trust AG (HMT) ist ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassenes Wertpapierinstitut, das zu 100 % zur HanseMerkur Gruppe gehört. Für institutionelle Investoren werden derzeit rund 11,7 Mrd. € betreut. Zum Dienstleistungsspektrum der Gesellschaft zählen die Beratung auf dem Gebiet der Investmentprozesse, des Risikomanagements sowie der Strukturierung von Kapitalanlagen. Zur Kernkompetenz der Gesellschaft gehören Absolute Return und Wertsicherungsprodukte im Bereich der Aktien und Zinsanlagen. Darüber hinaus stellt die HMT ihren Kunden eine szenariobasierte Kapitalmarkteinschätzung zur Verfügung, übernimmt operative Fondsmandate und entwickelt Fondsideen. Zielgruppe für das umfassende Dienstleistungs- und Produktangebot sind die Gesellschaften der HanseMerkur Gruppe sowie institutionelle Drittkunden. Hierzu gehören insbesondere kleine und mittelständische Versicherungen, Pensionskassen, Versorgungswerke, Stiftungen und Industrieunternehmen.

Die HMT verfügt als Wertpapierinstitut über folgende Zulassungen:

• Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG)
• Anlageberatung (§ 2 Abs. 2 Nr. 4 WplG)
• Abschlussvermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 5 WplG)
• Finanzportfolioverwaltung (§ 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG)

Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Die HMT darf Finanzinstrumente auf eigene Rechnung weder anschaffen noch veräußern (Eigengeschäft).

Die Gesellschaft ist der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zugeordnet.

2. Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl der HMT hat sich im Geschäftsjahr 2023 insgesamt um einen Mitarbeiter erhöht.

Im Risikomanagement/Backoffice hat ein Mitarbeiter die HMT verlassen und wurde durch eine neue Mitarbeiterin ersetzt. Ebenso hat eine Mitarbeiterin im Bereich Business Development die HMT verlassen. Im Gegenzug wurden zwei unterstützende Mitarbeiterinnen eingestellt. Insgesamt sind zum 31.12.2023 inklusive Vorstand 29 Mitarbeiter bei der HMT beschäftigt. Weiterhin wird eine Aushilfskraft beschäftigt. Auf zeitgewichteter Basis waren durchschnittlich rund 27 Arbeitnehmer beschäftigt.

3. Zweigniederlassungen

Die HMT unterhielt im Geschäftsjahr 2023 keine Zweigniederlassungen im In- oder Ausland.

4. Institutsgruppe

Es liegt keine Institutsgruppe vor.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche und europäische Wirtschaft befand sich zu Beginn des Jahres 2023 in einer Erholungsphase nach dem Einbruch im Vorjahr aufgrund hoher Energiepreise in Folge des Ukraine-Russland-Konfliktes. Global war das wirtschaftliche Umfeld stabil, unterstützt von einer robusten Konjunktur in den USA und Nachholeffekten in China aufgrund der wirtschaftlichen Öffnung nach den Einschränkungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie. Gestützt wurde die wirtschaftliche Erholung von sinkenden Inflationsraten, die im Herbst des Vorjahres die höchsten Werte seit mehreren Dekaden erreicht hatten. Durch die rückläufigen Energiepreise und damit niedrigere Inflation erholten sich das Verbrauchervertrauen und die Stimmung in der Wirtschaft. Die Früh- und Stimmungsindikatoren stiegen von niedrigerem Niveau moderat an. Zu Beginn des zweiten Quartals lief die konjunkturelle Erholung in der Eurozone wieder aus, wobei die deutsche Konjunktur eine überproportionale Schwäche aufwies. Frühindikatoren gingen bis zum Ende des dritten Quartals zurück und blieben bis Jahresende auf niedrigem Niveau. In Deutschland schrumpfte die Wirtschaft zum Jahresende erneut und verzeichnete im Gesamtjahr einen Rückgang um 0,3%. Insbesondere energieintensive Branchen und die Bauindustrie schrumpften deutlich. Hierzu trugen hohe Energiepreise und gestiegene Zinsen bei. Auch die Wirtschaft in der Eurozone schwächte sich im vierten Quartal ab.

Die Inflation ging im Euroraum und Deutschland im Jahresverlauf zwar kontinuierlich zurück, erreichte aber auch zum Jahresende nicht den Zielwert der Europäischen Zentralbank von 2%. Zu Jahresbeginn betrug die Inflationsrate in der Eurozone 8,6%. Hauptsächlich aufgrund gering gestiegener Energiepreise aber auch wegen sich auflösender Störungen der Lieferketten, die sich in Folge der Corona-Pandemie ergeben hatten, gingen die Preissteigerungen zurück. Einen gegenläufigen Effekt hatten Zweitrundeneffekte aufgrund steigender Löhne zur Kompensation des Kaufkraftverlusts. Dies wirkte dem Inflationsrückgang entgegen, sorgte aber auch für eine Stabilisierung des privaten Konsums. Bis Dezember 2023 ging die Inflation in der Eurozone nach 9,2% im Vorjahresmonat auf 2,9% (HVPI) zurück. In Deutschland lag sie im Dezember bei 3,8% und bei 6,0% für das Gesamtjahr - der zweithöchste Wert seit Einführung des Euros.

Geldpolitisch stand in 2023 die Inflationsbekämpfung im Vordergrund. Die EZB setzte die im Vorjahr begonnenen Zinserhöhungen fort und passte den Leitzins in sechs Schritten bis September um 2 Prozentpunkte auf 4,5% an. Die global wichtige US Notenbank FED, die bereits stärker die Leitzinsen angehoben hatte, erhöhte die Leizinsen im Jahresverlauf um 1 Prozentpunkt auf 5,5%. Ab dem dritten Quartal veränderten die Notenbanken die Leitzinsen nicht weiter, da die Inflationsraten zurückgegangen waren und die verzögert auftretenden, dämpfenden Auswirkungen der Geldpolitik abwarten wollten. Erste Abzeichen bestätigten, dass die höheren Zinsen sich zunehmend bremsend auf das Wirtschaftswachstum auswirkten.

Die Aktienmärkte entwickelten sich positiv. Das Ausbleiben einer schweren Rezession in Folge hoher Energiepreise aufgrund des Ukraine-Russlands-Konflikts sorgte für eine Erholung nach den Kursverlusten im Vorjahr. Ein weiterer positiver Faktor war die rückläufige Inflation und die damit verbundene Erwartung von Leitzinssenkungen in 2024. Zum Jahresende schloss der DAX bei 16.752 Punkten, was einem Anstieg um 20,3% entsprach. Der Schlussstand lag nahe dem Verlaufshoch des Jahres bei ca. 17.000 Punkten. Damit wurde auch ein neuer historischer Höchststand erreicht. Der Anstieg des Euro Stoxx 50 betrug 19,2% auf 4.521 Punkte. Auch der europäische Index beendete das Jahr nahe den Jahreshochs. Der USamerikanische S&P 500 schloss ebenfalls nahe des Jahreshochs und legte 24,2% auf 4.770 Punkte zu. Die robuste US-Konjunktur unterstützte die positive Aktienmarktentwicklung.

An den Anleihemärkten stiegen die Renditen einhergehend mit den höheren Leitzinsen. Die trotz des Rückgangs relativ hohe Inflation sorgte ebenfalls für einen Anstieg der langfristigen Kapitalmarktrenditen. Mit den Erwartungen von beginnenden Leitzinssenkungen in 2024 gingen die langfristigen Anleiherenditen ab Oktober wieder deutlich zurück. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verringerte sich von 2,57% zum Ende des Vorjahrs auf 2,02% zum Jahresende 2023. Zwischenzeitlich wurde zu Beginn des dritten Quartals ein Renditehoch bei rund 3% erreicht. Das war das höchste Niveau seit gut zwölf Jahren. Auch die Risikoaufschläge für europäische Staatsanleihen gegenüber Bundesanleihen waren rückläufig, deshalb verzeichneten Staatsanleihen über die gesamte Zinsstrukturkurve Kursgewinne. Auf Basis eines breiten Index für europäische Staatsanleihen (IBOXX Euro Eurozone Sovereign Overall Total Return Index) betrug die Wertentwicklung 7,15 %.

Aufgrund der erneuten Eintrübung der Konjunkturperspektiven zum Jahresende 2023 zeichnete sich auch für den Jahresbeginn 2024 kein wirtschaftlicher Aufschwung für die Eurozone und Deutschland ab. Der Ifo- Geschäftsklimaindex für Deutschland stabilisierte sich im vierten Quartal auf niedrigem Niveau, nachdem er in den beiden vorangegangenen Quartalen rückläufig war. Das Niveau des Geschäftsklimaindex zum Jahresende deutete auf eine Rezession hin. Zudem bestand zum Jahreswechsel eine ausgeprägte wirtschaftspolitische Unsicherheit in Deutschland. Die Erhöhungen der Steuern auf Energie bzw. CO 2 und höhere branchenspezifische Abgaben und Steuern dürften die wirtschaftliche Entwicklung belasten. Ein fehlender Haushalt der Bundesregierung schaffte zum Jahreswechsel zusätzliche Unsicherheit. Durch zumindest temporär nicht weiter geführte Förderprogramme und Unklarheit über den Umfang künftiger Förderungen bestand geringe Planbarkeit in einigen Branchen. Die am Kapitalmarkt erwartete Senkung der Leitzinsen im Verlauf des Jahres 2024 könnte der Konjunktur Impulse verleihen. Voraussetzung dafür ist allerdings ein nachhaltiger Pfad der Inflation zum Zielwert der EZB für die jährliche Geldentwertung.

Die Investmentbranche leidet weiterhin unter dem starken Zinsanstieg von Anfang 2022 bis Oktober 2023. So lagen die Mittelbewegungen bei Investmentfonds nochmals unter dem bereits niedrigen Niveau des Vorjahres. Für die ersten drei Quartale berichtete der deutsche Branchenverband BVI über ein gesamtes Netto-Mittelaufkommen von 41,2 Mrd. EUR, was (nach der Reduktion von 120 Mrd. Euro von 2021 auf 2022) nochmals einem Rückgang von 4,5 Mrd. EUR ggü. dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (45,8 Mrd. EUR) entspricht. Zumindest Publikumsfonds verzeichneten nach den Netto-Abflüssen des Vorjahres (-8,4 Mrd. EUR) mit 13,8 Mrd. EUR wieder Zuflüsse. Dagegen nahmen die Zuführungen der offenen Spezialfonds deutlich ab und liegen mit 27,4 Mrd. EUR annähernd 50% unter dem Vorjahreswert (54,2 Mrd. EUR). Bei den Publikumsfonds wiesen Aktien- und Rentenfonds die stärksten Mittelbewegungen aus (+11,5 Mrd. EUR und +6,9 Mrd. EUR), während Mischfonds Netto-Mittelabflüsse zu verzeichnen hatten (- 8,5 Mrd. EUR).

2. Geschäftsverlauf

Der Schwerpunkt der Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr lag unverändert in der Durchführung der Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträge, insbesondere der Finanzportfolioverwaltung für die HanseMerkur Gruppe. Daneben ist im Geschäftsjahr 2023 der Ertragsanteil aus Wertpapierdienstleistung gen für Spezial-, Publikums- und Private Debt-/Equity-Fonds bei einem absolut starken Ertragswachstum gestiegen auf 56,6 % (Vj.: 50,0 %). Das Volumen der von der HMT im institutionellen Drittgeschäft betreuten Mandate als Asset-Manager, Advisor oder Kooperationspartner beträgt zum Jahresende 2023 rund 5.022 Mio. € (Vj.: 3.924 Mio. €). Zum 31.12.2023 ist die HMT für 53 (Vj.: 48) Mandate tätig, die sich in 22 (Vj.: 21) Publikums- und 13 (Vj.: 8) Spezialfonds, 7 (Vj.: 7) Private Debt-/Equity-Fonds sowie 11 (Vj.: 12) Kooperationsmandate aufteilen. Im Geschäftsjahr hat die HMT das Portfoliomanagement für fünf neue Spezialfonds übernommen. Ein Publikumsfonds wurde aus einem sich in Auflösung befindlichen Kooperationsmandat übernommen.

Das Geschäftsjahr 2023 ist für die HMT mit dem besten Jahresergebnis seit Gründung als ausserordentlich erfolgreich zu bezeichnen. Die in den vergangenen Jahren neu entwickelten Fondsstrategien haben zu einer umfangreichen Produktpalette geführt, die im vorliegenden Kapitalmarktumfeld auf das Interesse der Investoren gestossen ist und zu fünf neuen Spezialfondsmandaten geführt hat. Auch die für die HMT mittlerweile etablierte Assetklasse Alternatives trifft mit der übernommenen Verwaltung von Private Debt- und Private Equity-Fonds im aktuellen Umfeld unverändert auf Interesse der Investoren.

Nach dem Aufbau der Produktpalette in den vergangenen Jahren stand das Geschäftsjahr 2023 nunmehr unter dem Fokus des strategischen Aufbaus einer von den bisherigen Vertriebskanälen unabhängigen, eigenen Vertriebsgesellschaft. Ein weiterer Fokus lag in der Integration von Nachhaltigkeit (ESG) in die Produkte und Prozesse der HMT sowie der Umsetzung aufsichtsrechtlicher Anforderungen.

3. Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 weiter verbessert. Der Jahresüberschuss vor Steuern wurde im Vergleich zum Vorjahr um 844 T€ gesteigert und beläuft sich auf 14.674 T€ (Vj.: 13.830 T€). Der Jahresüberschuss vor Steuern gilt hierbei als maßgeblicher finanzieller Leistungsindikator. Für das Jahr 2023 wurde ein zwischen 10,0 Mio. € und 11,0 Mio. € liegender Jahresüberschuss vor Steuern erwartet, welcher mit einem Ergebnis von 14,7 Mio. € insbesondere aufgrund gestiegener Provisionserlöse aus der Verwaltung von Private Debt- und Private Equity-Fonds in Höhe von 2.384 T€ übertroffen wurde.

Es wurden insgesamt Erträge in Höhe von 22.925 T€ (Vj.: 21.821 T€) erwirtschaftet. Der Anteil der Erträge aus den für die HanseMerkur Gruppe durchgeführten Dienstleistungen im Rahmen der Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträge beläuft sich auf 39 % (Vj.: 44 %). Im Jahresverlauf 2023 fanden Mittelzuflüsse statt, sodass sich unter Berücksichtigung der performanceabhängigen Vergütungen die Erträge aus dem Geschäftsfeld der Übernahme von Fondsmandaten in Höhe von 12.968 T€ (Vj.: 11.137 T€) auf einem gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Niveau befanden. Die Provisionsaufwendungen sind mit 584 T€ (Vj.: 501 T€) leicht gestiegen.

Den erzielten Erträgen stehen Aufwendungen inkl. Steuern in Höhe von 13.008 T€ (Vj.: 12.468 T€) gegen- über. Bei den Aufwendungen dominieren die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag mit 4.757 T€ (Vj.: 4.478 T€) vor den Personalkosten, die bei 3.994 T€ (Vj.: 3.956 T€) liegen und gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert sind. Die anderen Verwaltungsaufwendungen haben sich mit 3.673 T€ (Vj.: 3.532 T€) gegenüber dem Vorjahr um 141 T€ erhöht.

4. Vermögenslage

Die Vermögenslage der HMT ist geordnet.

Zum 31.12.2023 erhöhte sich die Bilanzsumme von 14.636 T€ auf 16.022 T€. Dabei bilden mit 57,8 % der Bilanzsumme Forderungen an Kreditinstitute (9.264 T€, Vj.: 9.639 T€) den Schwerpunkt der Vermögensgegenstände, danach folgen mit 41,2 % der Bilanzsumme Forderungen an Kunden (6.606 T€, Vj.: 4.872 T€). Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen machen mit 150 T€ (V.: 125 T€) 0,9 % der Bilanzsumme aus. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine neue Beteiligung an der FL AlphaCap GmbH mit Sitz in Hamburg erworben. Die Transformer Capital GmbH mit Sitz in Grünwald, an der bereits im Geschäftsjahr 2022 eine Beteiligung erworben wurde, befindet sich derzeit noch in Gründung. Die Erlaubnis zur Aufnahme des Geschäftsbetriebes als Wertpapierinstitut wurde von der BaFin am 6. Februar 2024 erteilt. Aufgrund der Verzögerung zwischen Antragstellung und Zulassung war eine quotale Einzahlung in Höhe von 75 T€ in die Kapitalrücklage erforderlich.

Das bilanzielle Eigenkapital der HMT beläuft sich zum Stichtag auf 13.085 T€ (Vj.: 12.568 T€). Damit hat sich das bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der Steigerung des Bilanzgewinnes um 517 T€ erhöht.

Die liquiden Mittel werden risikoavers ausschließlich in Tages- und Termingeldern angelegt.

5. Finanzlage

Die HMT konnte im im Geschäftsjahr 2023 sämtlichen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Der Bestand an täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute belief sich zum 31.12.2023 auf 7.764 T€ (Vj.: 6.139 T€).

6. Kapitalstruktur

Die Anteile der HMT werden zu 100 % von der HanseMerkur Holding AG gehalten.

III. Prognosebericht

Von der HMT ist für das Geschäftsjahr 2024 als wichtigstes Ziel geplant, neue Mandate und Investoren im Drittgeschäft zu gewinnen.

In den vergangenen Jahren war die Entwicklung einer umfangreichen und bedarfsgerechten Produktpalette wesentlicher Bestandteil dieses Zieles. Im Geschäftsjahr 2024 plant die HMT zur Erreichung dieses Zieles nunmehr den Aufbau einer eigenen Vertriebsgesellschaft, um die Produkte der HMT fokussiert und nachfrageorientert vertreiben zu können. Die Produktpalette umfasst neben ausgewählten, bereits bestehenden und erfolgreichen Fondsstrategien im Bereich Absolute Return und Wertsicherung auch die Private Debt- und Private Equity-Fonds, für welche die HMT die Anlageberatung übernommen hat und die bei Investoren auf Interesse stossen. Ergänzend soll unverändert die Expertise der HMT im Bereich Nachhaltigkeit genutzt werden, die entwickelten Nachhaltigkeits-Produkte (ESG) zu vertreiben und um Kunden zu binden.

Insgesamt sieht die Planung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2024 unter der Erwartung nahezu unveränderter, schwieriger Rahmenbedingungen auf den Kapitalmärkten ein niedrigeres Ergebnis als das im Geschäftsjahr 2023 erzielte Ergebnis vor. Dies resultiert im Wesentlichen aus einem niedriger erwarteten Ertrag, da hohe, unerwartete Mittelzuflüsse im vierten Quartal erst nach Abschluss der Planung stattfanden. Zudem wurden im Geschäftsjahr 2023 performanceabhängige Vergütungen eingenommen, die grundsätzlich nicht in die Planungen einfließen. Weiterhin sind neben einem personalbedingt höheren Anstieg des Aufwands auch für die Errichtung einer eigenen Vertriebsgesellschaft höhere Personal- und auch Sachkosten geplant.

Der Jahresüberschuss vor Steuern wird auf Grundlage einer konservativen Planung im Geschäftsjahr 2024 zwischen 12,0 Mio. € und 13,0 Mio. € erwartet und liegt damit unter dem des Geschäftsjahres 2023.

Die derzeit vorliegende, geopolitische Situation und die daraus resultierende Volatilität an den Kapitalmärkten birgt sowohl Chancen als auch Risiken für die HMT. Die weitere Entwicklung und mögliche Auswirkungen auf den finanziellen Leistungsindikator (Jahresüberschuss vor Steuern) der HMT bleibt jedoch abzuwarten. Insgesamt sind derzeit eher keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der HMT zu erwarten.

IV. Chancen- und Risikobericht

Für das Jahr 2024 gehen wir davon aus, dass aufgrund der positiven Resonanz institutioneller Anleger auf die von der HMT in den vergangenen Jahren entwickelte, breite Produktpalette für Anlagelösungen in einem anspruchsvollen Kapitalmarktumfeld gute Chancen zur Gewinnung neuer Investoren bestehen. Konservative Wertsicherungsstrategien zielen dabei auf das Umfeld niedriger Geldmarktzinsen, während chancenreichere Wertsicherungsstrategien und Absolute Return-Lösungen im Vergleich zum Umfeld niedriger Renditen und hoher Aktienmarktunsicherheit bessere Chance-Risiko-Verhältnisse bieten.

Vertrieblich verstärkend wirkt bei der Gewinnung neuer institutioneller Anleger der Aufbau einer eigenen Vertriebsgesellschaft, für welche die entsprechenden Vertriebsmitarbeiter bereits gewonnen wurden. Neue Chancen für den Vertrieb ergeben sich unverändert auch aus der Kompetenz beim Thema Nachhaltigkeit. Die breite Produktpalette der HMT bietet deutliche Chancen zur Gewinnung neuer Investoren.

Auch in den anderen Geschäftsbereichen der Gesellschaft sind wir optimistisch, weitere Mandate gewinnen zu können. Dies gilt insbesondere für das von unserer 100 %-igen Tochtergesellschaft, der HMT RiskControl GmbH, betriebene Frühwarnsystem für Bonitätsrisiken. Aufgrund der gestiegenen aufsichtsrechtlichen Anforderungen an institutionelle Anleger, die Fähigkeiten zur eigenen Kreditbeurteilung auszubauen und nicht nur auf die Einstufung von Ratingagenturen zu vertrauen, sollte es zu einem zunehmenden Bedarf für ein systematisches und automatisiertes Risikomanagementinstrument zur Steuerung von Unternehmens- und Staatsanleihen kommen. Mit der ESG-Integration in das Frühwarnsystem sowie den zunehmenden, regulatorischen Anforderungen hinsichtlich Nachhaltigkeitsrisiken werden neue vertriebliche Möglichkeiten erwartet.

Jedes unternehmerische Handeln ist mit Risiken verbunden. Dies gilt insbesondere für Dienstleistungen, die sehr eng mit den Kapitalmärkten und damit mit dem weltwirtschaftlichen Umfeld verbunden sind. Die HMT ist sich dieser Risiken bewusst und richtet ihr Handeln danach aus. Trotz potentieller Risiken wird aber aus der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft aufgrund der vorhandenen Kompetenz und der entwickelten Produkte auch eine Vielzahl von Chancen gesehen.

Um einen adäquaten Ausgleich zwischen den Chancen und den mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu schaffen, wurde vom Vorstand eine Risikostrategie erarbeitet und mit dem Aufsichtsrat erörtert. Die Risikostrategie ist Teil der Geschäftsstrategie der HMT und gestaltet diese bezüglich der Übernahme von Risiken konsistent aus. Die Risikostrategie regelt in Verbindung mit den gesetzlichen, satzungsmäßigen und aufsichtsrechtlich zu beachtenden Anforderungen den grundsätzlichen Umgang der Gesellschaft mit Risiken. Die Risikostrategie folgt dabei dem Proportionalitätsgrundsatz der MaRisk (BA) und richtet sich nach dem Umfang und der Komplexität sowie dem Risikogehalt der bei der HMT geplanten Geschäftsaktivitäten.

In der Risikostrategie sind die Ziele der Risikosteuerung der wesentlichen Geschäftsaktivitäten sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele enthalten. Hierfür sind, unter Berücksichtigung von Risikokonzentrationen, für alle wesentlichen Risiken Risikotoleranzen definiert. Auf der Grundlage des Gesamtrisikoprofils wird sichergestellt, dass die wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotential laufend abgedeckt sind und die Risikotragfähigkeit gewährleistet ist.

Zur Ermittlung und Beurteilung der Gesamtrisikosituation der HMT wird vom Vorstand regelmäßig eine Risikoinventur durchgeführt. Im Rahmen dieser Risikoinventur werden alle Risiken, denen die HMT ausgesetzt ist bzw. ausgesetzt sein könnte, identifiziert und bewertet. Insbesondere wird geprüft, welche Risiken die Kapitalausstattung, die Ertragslage, die Liquiditätslage oder das Erreichen der strategischen Ziele beeinträchtigen könnten. Eine Überprüfung der Gesamtrisikosituation nimmt der Vorstand regelmäßig sowie anlassbezogen vor. Vierteljährlich wird dem Aufsichtsrat über die Risikosituation berichtet.

Aktuell wurden von der HMT 38 (Vj.: 37) Risiken identifiziert, bewertet, überwacht und gesteuert. Diese Risiken verteilen sich auf die acht Kategorien "Adressenausfallrisiken", "Marktpreisrisiko", "Liquiditätsrisiko", "Operationelle Risiken", "Konzentrationsrisiko", "Reputationsrisiken", "Geschäftsrisiken" und "Strategische Risiken". Nachhaltigkeitsrisiken werden als Teilaspekt der bekannten Risikoarten gesehen, da Nachhaltigkeitsrisiken auf alle bekannten Risikoarten einwirken und eine Abgrenzung kaum möglich wäre. Zur Einschätzung der Risikopotentiale wurden zu jedem identifizierten Risiko eine Schadenhöhe sowie eine Eintrittswahrscheinlichkeit festgelegt. Hieraus ergibt sich eine Einordnung der Risikobedeutung für die Gesellschaft, die sich zwischen "wesentlich", "erheblich" und "gering" bewegt.

Adressenausfallrisiken

Bei dem Adressenausfallrisiko handelt es sich um das Risiko, dass ein Geschäftspartner (Kunden oder Geschäftsbanken) seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommt. Der Zahlungsausfall von Kunden hat eine unwahrscheinliche Eintrittswahrscheinlichkeit und könnte eine geringe Schadenhöhe verursachen. Die Kunden der HMT sind ausschließlich institutionelle Anleger, die grundsätzlich der Überwachung durch eine Aufsichtsbehörde unterliegen, sodass finanzielle Probleme frühzeitig erkannt werden. Darüber hinaus wird die Vergütung im Hauptgeschäftsfeld der Gesellschaft, der Fondssteuerung, dem betreuten Sondervermögen entnommen, sodass die Zahlung aus einer vorhandenen Vermögensmasse erfolgt. Der Zahlungsausfall von Geschäftsbanken hat eine unwahrscheinliche Eintrittswahrscheinlichkeit und könnte eine erhebliche Schadenhöhe verursachen. Eine Begrenzung des Ausfallrisikos erfolgt durch die Aufteilung auf mindestens drei verschiedene Banken, die jeweils über eine hohe Bonität verfügen und deren regelmäßige Überprüfung durch das HMT-Frühwarnsystem.

Marktpreisrisiken

Das Marktpreisrisiko kann für die Anlage der Eigenmittel der HMT vernachlässigt werden. Die Gesellschaft legt ihre vorhandene Liquidität ausschließlich in Tages-/Festgeldanlagen und Girokonten an. Hierbei wird auf eine Werthaltigkeit der Anlage geachtet. Aufgrund der gewählten Anlageform und der kurzen Laufzeit besteht kein erkennbares Ausfallrisiko, sodass es zu keinem Wertverlust in Bezug auf das angelegte Kapital kommt. Es bestehen lediglich mögliche Opportunitätsverluste aufgrund von Zinsänderungen. Eine Begrenzung des Ausfallrisikos erfolgt durch die Aufteilung der Anlagen auf vier verschiedene Banken, die jeweils über eine hohe Bonität verfügen.

Liquiditätsrisiken

Die Liquiditätsrisiken der HMT können aus Sicht der Gesellschaft vernachlässigt werden, da die Gesellschaft über eine laufende Liquiditätsplanung und Liquiditätskontrolle verfügt und die Vergütung des derzeitigen Hauptmandanten, der HanseMerkur Gruppe, zu einer weitgehenden Deckung der laufenden Kosten führt.

Operationelle Risiken

Die operationellen Risiken stellen mit 17 identifizierten Risiken den anzahlmäßig größten Bereich dar. In diesem Bereich befinden sich sechs wesentliche Risiken.

Aus Sicht der HMT besitzen von den Risiken zwei ein erhebliches Risikopotential für die HMT mit einer möglichen Eintrittswahrscheinlichkeit. Hierzu zählen die sich aus dem Verstoß gegen aufsichtsrechtliche Anforderungen bzw. das Meldewesen ergebenden Folgen sowie die Fehlbearbeitung von Handelsgeschäften in der Finanzportfolioverwaltung sowohl für Publikums-/Investmentfonds als auch in der Direktanlage in dessen Folge ein hoher Schadensersatz zu leisten sein könnte. Das Risiko einer fehlerhaften Anlageberatung innerhalb der Assetklasse Alternatives besitzt ein erhebliches Risikopotential mit einer unwahrscheinlichen Eintrittswahrscheinlichkeit.

Ein moderates Risikopotential, welches dennoch als wesentlich zu bezeichnen ist, betrifft vier weitere Risiken. Hierbei handelt es sich bei den aus einem Ausfall der Betriebsbereitschaft resultierenden Problemen bei der Leistungserbringung. Das Risiko von Verstößen gegen die Compliance-Regelungen kann neben möglichen finanziellen Schäden im Extremfall auch zum Verlust der Zulassung führen. Das Risiko einer erhöhten Mitarbeiterfluktuation kann ebenfalls zu finanziellen Schäden führen, wenn neue Mitarbeiter nicht mit der gleichen Qualifikation oder nur zu erhöhten Kosten eingestellt werden können. Weiterhin besteht ein Informationssicherheitsrisiko, welches durch die Nicht-Einhaltung der Schutzziele Integrität, Verfügbarkeit, Authentizität sowie Vertraulichkeit der Daten zu wirtschaftlichen Schäden führen kann.

Hinsichtlich der Sicherstellung der Betriebsbereitschaft hat die HMT angemessene Back-up- und Sicherungssysteme sowie eine entsprechende Notfallplanung implementiert, sodass die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos aus Sicht der Gesellschaft minimiert wird. Durch entsprechende Compliance-Regelungen sowie die regelmäßige Überprüfung der implementierten Prozesse hat die HMT eine Reihe von risikosteuernden Maßnahmen eingerichtet. Dem Risiko einer erhöhten Mitarbeiterfluktuation wird insbesondere durch eine leistungsgerechte Bezahlung entgegengewirkt.

Konzentrationsrisiken

Das Konzentrationsrisiko im engeren Sinne, d. h. das Risiko, dass ein Geschäftspartner die Ertragssituation der Gesellschaft dominiert, tritt derzeit ausschließlich bei der Dienstleistung für die HanseMerkur Gruppe auf. Hier besteht eine hohe finanzielle Abhängigkeit. Aus Risikosicht ist diese allerdings zu vernachlässigen, da die Funktionsausgliederung eine mehrjährige, feste Laufzeit hat und die HanseMerkur Gruppe an der HMT gesellschaftsrechtlich zu 100 % beteiligt ist.

Im Kontext des Drittgeschäfts liegt ein Konzentrationsrisiko aus der Ertrags-Dominanz einiger weniger Mandate vor. Diesem wird durch den geplanten Ausbau des Drittgeschäfts und der damit einhergehenden Diversifikation begegnet.

Reputationsrisiken

Die beiden im Bereich der Reputationsrisiken identifizierten Risiken werden bzgl. der Schadensklasse als erheblich sowie als moderat eingeschätzt, sind aber aufgrund der geringen Eintrittswahrscheinlichkeit nicht wesentlich. Bei dem als moderat eingeschätzten Risiko handelt es sich um ggf. unzureichend auf die Kundenbedürfnisse abgestellte Geschäftsprozesse. Dies kann im Ergebnis zu Beschwerden und dem Verlust von Kunden führen. Insbesondere über die laufende Sensibilisierung der Mitarbeiter sowie den regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit dem Kunden sind risikosteuernde Maßnahmen eingerichtet. Bei dem als erheblich, aber unwahrscheinlich eingeschätztem Risiko handelt es sich um das Image der HMT, welches aufgrund negativer Unternehmensdaten oder Meldungen beschädigt werden könnte und als Folge zu Vertriebsproblemen, den Verlust von Kunden oder Mitarbeitern führen könnte.

Geschäftsrisiken

Bei den Geschäftsrisiken wurden vier als wesentliche Risiken eingestuft.

Das einzige von der HMT als wesentlich eingeschätzte Risiko mit einem sehr erheblichen Risikopotential und einer wahrscheinlichen Eintrittswahrscheinlichkeit ist, dass durch eine schlechte Performance ein Abfluss von Anlagemitteln entsteht und die Akquisition neuer bzw. weiterer Mittel schwierig oder unmöglich wird. Darüber hinaus hängen auch die weiteren Geschäftsfelder und die Reputation der Gesellschaft sehr eng an einem positiven Ergebnisnachweis. Über den eingerichteten stringenten Investmentprozess, ein umfangreiches monatliches Research mit entsprechenden Triggern, durch strikte Beachtung des jeweiligen Risikokapitals sowie der stetigen Weiterentwicklung der HMT Investment-Strategien sind aus Sicht der Gesellschaft angemessene Vorkehrungen getroffen, damit das Risiko sich nicht realisiert.

Bei dem zweiten wesentlichen Risiko handelt es sich um einen möglichen Liquiditätsbedarf bei Kunden, der zu einem Mittelabfluss führen könnte. Dies wird insbesondere bei den größeren Mandaten als erhebliches Risiko mit einer möglichen Eintrittswahrscheinlichkeit klassifiziert. Eine direkte Risikosteuerung dieser exogenen Einflüsse ist nicht umsetzbar. Nur indirekt über Diversifizierung kann dieses Risiko begrenzt werden.

Die beiden verbleibenden wesentlichen Risiken weisen dagegen ein nur moderates Risikopotential auf. Hierbei handelt es sich zum einen um das mit einer möglichen Eintrittswahrscheinlichkeit bewertete Risiko, dass die entwickelten Produkte in dem vorliegenden Zinsumfeld sowie dem zunehmenden Interesse nach nachhaltigen Fonds nicht den Kundenanforderungen entsprechen. Diesem Risiko wird insbesondere durch eine Verbreiterung der Produktpalette und laufende Produktentwicklung begegnet. Zum anderen handelt es sich um die mit einer möglichen Eintrittswahrscheinlichkeit bewertete Gefahr, dass die vertrieblichen Aktivitäten und Ressourcen nicht ausreichen, um neue Kunden zu gewinnen. Aufgrund der bestehenden Vertriebskooperation und des Umfangs der aktuellen Kundenkontakte ist mittelfristig nicht mit Problemen im Vertrieb zu rechnen.

Strategische Risiken

Bei den strategischen Risiken werden von den sechs identifizierten Risiken zwei als wesentlich eingestuft, wobei das moderate Risikopotential mit einer möglichen Eintrittswahrscheinlichkeit versehen ist.

Hierbei handelt es sich um die Fehleinschätzung rechtlicher und steuerlicher Vorgänge sowie die Änderung gesetzlicher oder aufsichtsrechtlicher Anforderungen mit der Folge von Einschränkungen bei der Geschäftstätigkeit oder der Notwendigkeit von zusätzlichen Investitionen. Aufgrund der eingerichteten risikosteuernden Maßnahmen beurteilt der Vorstand die Risiken als beherrschbar.

Zusammenfassung der wesentlichen Risikopotentiale

Neben der in der Risikoinventur ermittelten Gesamtrisikosituation der Gesellschaft wurden die in der Geschäftsstrategie festgelegten Geschäftsfelder auf ihr Risikopotential hin untersucht. Auf Basis einer qualifizierten Expertenschätzung wurde über alle Geschäftsfelder und Risiken ein Gesamtrisikopotential ermittelt.

Das für die HMT bedeutendste Risikopotential entfällt mit 47 % (Vj.: 47 %) auf die operationellen Risiken. Hier kann es durch Fehltrades aufgrund der Nichtbeachtung von Anlagegrenzen bzw. Anlagerichtlinien oder auch einer fehlerhaften Anlageberatung innerhalb der Assetklasse Alternatives zu einem nicht unerheblichen Ausgleichsanspruch des Kunden kommen.

Die Geschäftsrisiken, welche aufgrund einer schlechten Fondsperformance oder einem Liquiditätsbedarf bei Kunden entstehen und zu einem Abfluss von Anlagemitteln führen können sowie einer möglichen Erfolglosigkeit von Vertriebsaktivitäten, umfassen einen Anteil von 4 % (Vj.: 4 %) des Gesamtrisikopotentials.

Auf das Konzentrationsrisiko, d. h. das Risiko, dass ein Geschäftspartner die Ertragssituation der Gesellschaft dominiert, entfallen aufgrund von Mittelzuflüssen 42 % (Vj.: 42 %) des Risikopotentials. Die aus den Mittelabflüssen resultierenden Ertragsminderungen führen zu geringeren Geschäfts- und Konzentrationsrisiken, die im Verhältnis zu den unveränderten, weiteren Risiken gesunken sind.

Strategische Risiken entstehen aus der Fehleinschätzung steuerlicher und rechtlicher Vorgänge sowie der Änderung gesetzlicher oder aufsichtsrechtlicher Regelungen. Strategische Risiken bilden einen Anteil von 7 % (Vj.: 7 %).

Die verbleibenden Risikoarten (Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko und Reputationsrisiko) umfassen keine wesentlichen Risikopotentiale.

Zusammenfassend ist aus Sicht der HMT festzustellen, dass trotz der vorhandenen Risiken keine nachhaltigen oder wesentlichen Beeinträchtigungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu erwarten sind. Eine vollständige Vermeidung sämtlicher Risiken ist trotz der eingerichteten risikosteuernden Maßnahmen allerdings nicht erreichbar.

 

Hamburg, den 16. Februar 2024

HanseMerkur Trust AG

Vorstand

Raik Mildner

Lars Möller

Dr. Carsten Lang

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

der HanseMerkur Trust AG, Hamburg

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 7.763.976,16 6.138.701,90
b) andere Forderungen 1.500.000,00 3.500.000,00
9.263.976,16 9.638.701,90
2. Forderungen an Kunden 6.606.165,19 4.872.399,34
davon an verbundene Unternehmen € 1.589.601,28 (Vorjahr: € 262.713,11)
3. Beteiligungen 85.009,34 60.006,34
darunter an Wertpapierinstitute € 21.834,20 (Vorjahr: € 15.583,20)
4. Anteile an verbundenen Unternehmen 65.000,00 65.000,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 1.984,55 0,00
Summe der Aktiva 16.022.135,24 14.636.107,58

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 72.274,88 62.922,58
2. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 0,00
b) Steuerrückstellungen 1.804.935 766.000,00
c) andere Rückstellungen 1.059.925 1.239.185,00
2.864.860,36 2.005.185,00
3. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 750.000,00 750.000,00
b) Gewinnrücklagen
ba) gesetzliche Rucklage 75.000,00 75.000,00
bb) andere Gewinnrücklagen 2.343.000,00 2.343.000,00
c) Bilanzgewinn 9.917.000,00 9.400.000,00
13.085.000,00 12.568.000,00
Summe der Passiva 16.022.135,24 14.636.107,58

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften + 13.104,46 -51,22
davon aus verbundenen Unternehmen: € 237,83 (Vorjahr: € 35,65)
2. Zinsaufwendungen - 1.038,04 - 29,36
davon an verbundene Unternehmen: € 1.038,04 (Vorjahr: € 29,36) + 12.066,42 - 80,58
3. Provisionserträge 22.030.827,87 20.825.852,84
4. Provisionsaufwendungen -583.767,58 -500.975,55
21.447.060,29 20.324.877,29
5. Sonstige betriebliche Erträge 881.239,30 994.653,19
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter - 3.543.669,90 - 3.526.840,31
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 450.057,48 -428.902,58
darunter: für Altersversorgung € 18.837,56 (Vorjahr: € 18.910,55)
-3.993.727,38 -3.955.742,89
b) andere Verwaltungsaufwendungen -3.672.891,27 -3.531.597,70
-7.666.618,65 - 7.487.340,59
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -2.515,56
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 14.673.747,36 13.829.593,75
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.756.747,36 -4.477.593,75
10. Jahresüberschuss 9.917.000,00 9.352.000,00
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 48.000,00
12. Bilanzgewinn 9.917.000,00 9.400.000,00

Hinweis: Aufwendungen sind zusätzlich durch ein Minuszeichen vor dem Betrag gekennzeichnet.

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Angaben

Die HanseMerkur Trust AG, Hamburg (HMT), ist ein Wertpapierinstitut (§ 2 Abs. 2 WpIG). Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB), Aktiengesetzes (AktG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte entsprechend § 340a Abs. 1 Satz 1 HGB nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Die Forderungen werden zum Nennbetrag ggf. unter Berücksichtigung anteiliger Zinsen ausgewiesen, soweit nicht Einzelwertberichtigungen vorzunehmen waren.

Beteiligungen

Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bewertet.

Aktive latente Steuern

Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird.

Der Bewertung liegt ein Steuersatz von 32,28 % zugrunde; hierbei wurde für Zwecke der Gewerbesteuer ein durchschnittlicher Hebesatz von 470 % zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag bewertet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen für Pensionszusagen aus Gehaltsumwandlungen wurden aufgrund der bestehenden kongruenten Rückdeckungsversicherungen als wertpapiergebundene Zusagen i. S. v. § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB angesehen und insofern mit deren Zeitwert (einschließlich unwiderruflich zugeteilter Überschussanteile) zum Bilanzstichtag bewertet. Der Zeitwert entspricht den Anschaffungskosten und wurde versicherungsmathematisch ermittelt. Aufgrund der Verpfändung der Rückdeckungsversicherungen an die einzelnen Mitarbeiter wurde die Rückstellung nach § 246 Abs. 2 HGB mit dem Aktivwert in Höhe von 71.132,00 € auf Null saldiert. Der Barwert der Versorgungsverpflichtungen aufgrund von Entgeltumwandlungen beträgt 88.043,00 €.

Für die Ermittlung des versicherungsmathematischen Erfüllungsbetrages der Pensionsverpflichtungen aus Gehaltsumwandlung wurden die Heubeck-Richttafeln 2018G mit einer um 20 Prozentpunkte verminderten Sterbewahrscheinlichkeit verwendet. Zur Abzinsung der künftigen Leistungen bei der Ermittlung der Rückstellungen wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 ff. HGB ein durchschnittlicher Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren angewendet.

Für die Bewertung zum 31. Dezember 2023 wurde der Marktzinssatz von 1,83 % p. a. (Vj: 1,79 % p. a.) verwendet. Als Anwartschaftstrend wurde 1,75 % p. a. zugrunde gelegt. Als Pensionierungsalter wurde It. Gutachten das vertragliche Pensionsalter zugrunde gelegt.

Steuerrückstellungen und andere Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Zur Ermittlung wurden jeweils adäquate Ermittlungsverfahren oder Erfahrungswerte der Vergangenheit angewandt. Die Rückstellungen sind ausreichend bemessen und tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung. Für kurzfristige Rückstellungen unter einem Jahr erfolgt keine Abzinsung.

Währungsumrechnung

Vermögensgegenstände / Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr werden gegebenenfalls mit dem Devisenkassamittelkurs umrechnet, ohne das Anschaffungskosten- und Realisationsprinzip zu beachten (§ 256 a Satz 2 HGB).

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchung Abgänge Stand am 31.12.2023
Beteiligungen
an Wertpapierinstituten 15.583,20 6.251,00 0,00 0,00 21.834,20
an sonstigen Unternehmen 44.423,14 18.752,00 0,00 0,00 63.175,14
60.006,34 25.003,00 0,00 0,00 85.009,34
Anteile an verbundenen Unternehmen
Anteile an verbundenen Unternehmen 65.000,00 0,00 0,00 0,00 65.000,00
Insgesamt 125.006,34 25.003,00 0,00 0,00 150.009,34
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
Beteiligungen
an Wertpapierinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
an sonstigen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Anteile an verbundenen Unternehmen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Insgesamt 0,00 0,00 0,00 0,00
Restbuchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
Beteiligungen
an Wertpapierinstituten 21.834,20 15.583,20
an sonstigen Unternehmen 63.175,14 44.423,14
85.009,34 60.006,34
Anteile an verbundenen Unternehmen
Anteile an verbundenen Unternehmen 65.000,00 65.000,00
Insgesamt 150.009,34 125.006,34

C. Angaben zur Bilanz

Aktiva

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Die anderen Forderungen an Kreditinstitute von 1.500.000,00 € haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Die Forderungen an Kunden haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Aufstellung des Anteilbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB Anteil am Kapital 31.12.2023 Eigenkapital 31.12.2023 Ergebnis 2023
gemäß § 285 Nr. 11 HGB In %
Anteile an verbundenen Unternehmen
HMT Risk Control GmbH, Hamburg 100,00 331.365,93 77.000
HanseMerkur Alternatives General Partner S.à.r.l., Munsbach (Luxemburg) *) 100,00 8.316,03 0,00
Beteiligungen
Ql Investment Advisory GmbH, München **) 25,01 655,05 -20.577,66
Third Year GmbH, München *) 25,01 47.193,67 6.111,73
Transformer Capital GmbH, Grünwald ***) 25,01 - -
FL AlphaCap GmbH, Hamburg ***) 25,01 - -
CONVEX Experts GmbH, Wien *) 24,70 675.436,80 539.403,15

*) Die Angaben zum Eigenkapital und Ergebnis sind vom 31.12.2022
**) Die Angaben zum Eigenkapital und Ergebnis sind vom 31.12.2020
***) Für die Gesellschaft liegen bisher noch keine Abschlussdaten vor

Aktive latente Steuern

Zum 31. Dezember 2023 errechnen sich künftige Steuerentlastungen, die aus abweichenden Wertansätzen im Bereich der Pensionsverpflichtungen zwischen Handels- und Steuerbilanz resultieren.

Die Bemessungsgrundlage für die Berechnung latenter Steuern sind aktivische Abweichungen in Höhe von 15.112,00 €, die mit passivischen Abweichungen in Höhe von 0,00 € verrechnet einen Gesamtsaldo von 15.112,00 € ergeben.

Aufgrund des ausgeübten Wahlrechts (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) auf den Ansatz eines Aktivüberhangs latenter Steuern zu verzichten, erfolgt kein Ausweis in der Bilanz.

Die HMT wird in den Konzernabschluss der HanseMerkur Krankenversicherung a. G. einbezogen. Da die HanseMerkur Versicherungsgruppe einen Konzernumsatz von mehr als 750 Mio. Euro ausweist, ist sie von den Regelungen der sog. Globalen Mindestbesteuerung betroffen, die in Deutschland durch das zum 1.1.2024 in Kraft getretene Mindeststeuergesetz umgesetzt wurde. Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe ist die HanseMerkur Krankenversicherung a. G. Für das Jahr 2023 ergibt sich aus dem Mindeststeuergesetz keine Auswirkung auf den tatsächlichen Steueraufwand. Wir gehen nach einer ersten Einschätzung davon aus, dass die Safe Harbour-Regelungen Anwendung finden.

Passiva

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen aus der Gehaltsumwandlung wurden mit dem Aktivwert in Höhe von 71.132,00 € (Vj. 69.174,00 €) einer kongruenten Rückdeckungsversicherung in voller Höhe saldiert.

Andere Rückstellungen

Die ungewissen Verbindlichkeiten betreffen insbesondere Aufwendungen aus dem Personalbereich (744.500,00 €) sowie Aufsichtsratvergütungen und Vertriebsprovisionen.

Eigenkapital

Das vollständig eingezahlte Grundkapital ist in 750.000 Namens-Stückaktien eingeteilt.

Alleinaktionärin ist die HanseMerkur Holding AG, Hamburg.

Sämtliche Anteile der HanseMerkur Holding AG werden von der HanseMerkur Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit, Hamburg, gehalten.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Provisionserträgen entfallen 9.007.747,67 € (Vj. 9.635.890,71 €) auf verbundene Unternehmen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit 870.879,06 € (Vj. 983.955,19 €) erbrachte Dienstleistungen, für die keine WpIG-Zulassung erforderlich ist. Hiervon wurden 244.062,44 € (Vj. 304.801,85 €) gegen- über Unternehmen außerhalb der HanseMerkur Versicherungsgruppe erbracht.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Personalaufwand in Höhe von - 3.993.727,38 € (Vj 3.955.742,89 €), die weiteren direkten Aufwendungen für den laufenden Geschäftsbetrieb von 301.138,86 € (Vj. von 274.972,97 €) sowie Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen von 3.370.580,41 € (Vj. 3.254.654,90 €).

Der Gesamtaufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beträgt 4.756.747,36 € (Vj. 4.477.593,75 €). Davon entfällt ein Aufwand von 4.759.052,63 € (Vj. 4.478.999,99 €) auf das Geschäftsjahr und ein Ertrag von 2.305,27 € (Vj. 1.406,24 €) auf Vorjahre.

E. Sonstige Angaben

Firma

Sitz der HanseMerkur Trust AG ist Hamburg. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg, Abteilung B, unter der Nr. 104797 eingetragen.

Personal

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr neben den 3 Vorständen durchschnittlich 24 Mitarbeiter.

Die Anzahl der Beschäftigten zum Jahresende setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
Vorstand 3 3
Portfoliomanagement 10 10
Risikomanagement 9 9
Research 3 3
Nachhaltigkeit 1 1
Vertriebsunterstützung/Business Development 1 1
Assistenz 2 1
29 28

Ein Verzeichnis der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Konzernzugehörigkeit

Zum 31. Dezember 2023 werden von der HanseMerkur Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit, Hamburg, ein Konzernabschluss und -lagebericht für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen erstellt, in den die HanseMerkur Trust AG, Hamburg, einbezogen wird. Der Konzernabschluss und -lagebericht werden beim Unternehmensregister eingereicht und dort offengelegt. Diese haben befreiende Wirkung für die eigene Konzernrechnungslegungspflicht der HanseMerkur Trust AG, Hamburg.

Mehrheitsbeteiligung

Die HanseMerkur Holding AG mit Sitz in Hamburg, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter Registernummer HRB 44127, hat der Gesellschaft gemäß § 20 Abs. 1 und 4 AktG mitgeteilt, dass ihr unmittelbar sämtliche Aktien an der HanseMerkur Trust AG gehören.

Die HanseMerkur Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit mit Sitz in Hamburg, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter Registernummer HRB 1875, hat der Gesellschaft gemäß § 20 Abs. 1 und 4 AktG mitgeteilt, dass ihr mittelbar sämtliche Aktien an der HanseMerkur Trust AG gehören, da ihr die Beteiligung der HanseMerkur Holding AG an der HanseMerkur Trust AG gemäß § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen ist.

Abschlussprüferhonorar

Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im Konzernabschluss der HanseMerkur Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit, Hamburg.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Dauerschuldverhältnissen bestehen zum 31. Dezember 2023 sonstige finanzielle Verpflichtungen von 214 T€ mit einer Laufzeit bis maximal Ende April 2025, die in voller Höhe gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen.

Unternehmensverträge

Zwischen der HanseMerkur Holding AG, Hamburg, und der HMT besteht ein Beherrschungsvertrag gemäß § 291 Abs. 1 Satz 1 1. Alt. AktG.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Ablauf des Geschäftsjahres sind keine gemäß § 285 Nr. 33 HGB berichtspflichtigen Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand wird nach Zustimmung des Aufsichtsrats der Hauptversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres wie folgt zu verwenden:

Geschäftsjahr Vorjahr
Bilanzgewinn 9.917.000,00 9.400.000,00
Ausschüttung einer Dividende 9.000.000,00 9.400.000,00
Gewinnvortrag auf neue Rechnung 917.000,00 0,00

 

Hamburg, den 16. Februar 2024

Der Vorstand

Raik Mildner

Lars Möller

Dr. Carsten Lang

Anlage: Organe der HanseMerkur Trust AG

Vorstand

Raik Mildner, Dipl.-Kfm., Hamburg (Vorsitzender)

Ressort Strategie

Lars Möller, Dipl.-Kfm., Hamburg

Ressort Finanzsteuerung und Risikomanagement

Dr. Carsten Lang, Dipl.-Kfm., Hamburg

Ressort Portfoliomanagement und Vertrieb

Aufsichtsrat

Eberhard Sautter

Vorsitzender

Vorstandsvorsitzender

HanseMerkur Versicherungsgruppe

Hamburg

Dr. Karl Hans Arnold

Stellv. Vorsitzender

Dipl.-Kfm.

Düsseldorf

Otto Treisch

Privatier

Hamburg

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HanseMerkur Trust AG, Hamburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HanseMerkur Trust AG, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HanseMerkur Trust AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

den Bericht des Aufsichtsrats und

alle übrigen Teile des veröffentlichten Geschäftsberichts,

aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 15. März 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Andreas Feige, Wirtschaftsprüfer

gez. Jan Marmann, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die Geschäftsführung entsprechend der nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in regelmäßigen Sitzungen sowie aufgrund schriftlicher Berichterstattung laufend von der geschäftlichen Entwicklung und von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und die Entwicklung der Gesellschaft wurden in den Sitzungen des Aufsichtsrats erörtert. Dies schloss insbesondere auch die zeitnahe Unterrichtung über die Risikolage, das Risikomanagement sowie die Auswirkungen der aktuellen Entwicklung des Zinsniveaus auf die Gesellschaft mit ein.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat umfassend über die Geschäftsentwicklung informiert. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat zusammen mit dem Vorstand eingehend mit der strategischen und operativen Unternehmensplanung sowie der mittelfristigen Unternehmensentwicklung befasst. Die aktuellen und anstehenden wesentlichen Projekte und Vorhaben hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand berichten lassen und umfassend behandelt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023, einschließlich der Buchführung und des Lageberichtes des Vorstands, wurden von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Es wurden keine Beanstandungen erhoben, so dass der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben den Bericht des Abschlussprüfers sofort erhalten. Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Den Bericht des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat ausführlich erörtert und zustimmend zur Kenntnis genommen. Das abschließende Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats entspricht vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat sieht daher keinen Anlass, Einwendungen gegen den vorgelegten Jahresabschluss zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in der heutigen Sitzung gebilligt und damit gemäß § 172 AktG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns stimmt der Aufsichtsrat zu.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeitern für die erbrachten Leistungen und die erreichten Arbeitsergebnisse im Berichtsjahr 2023.

 

Hamburg, 26. April 2024

Der Aufsichtsrat

Eberhard Sautter, Vorsitzender

Gewinnverwendungsbeschluss

Auf ihrer Sitzung am 26. April 2024 hat die Hauptversammlung entschieden, von dem ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 9.917.000,00 EUR 9.000.000,00 EUR als Dividende an die Aktionärin auszuschütten und 917.000,00 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

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