Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 48355
Vorher
SERWO Papier- & Kunststoff-Artikel GmbH
Eingetragen
16.12.1977
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
der Handel und Vertrieb von Produkten des Kfz-lnnenschutzes, des Kfz-Außenschutzes und der Werkstatteinrichtung für den Einsatz in Autowerkstätten, dem Reifenhandel, Lackierbetrieben und sonstigen Werkstätten sowie der Handel und Vertrieb mit Verpackungen, Schutzprodukten und Tragetaschen, hier insbesondere Papiertragetaschen, für den Einsatz bei Obst- und Gemüseerzeugern, Gartencentern und Krankenhäusern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michel Bruxelle
seit 2.5.2019
Prokura
Martin Scherer
seit 11.7.2018
Geschäftsführer
Achim Wolf
seit 11.7.2018
Geschäftsführer
Christopth Dödtmann
seit 11.7.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Wolf Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG
Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SERWO GmbH

Leverkusen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht 2022

Serwo, Leverkusen

1 Grundlage des Unternehmens

1.1 Gesamtunternehmen

Die Serwo GmbH (im Folgenden "Serwo") unterteilt ihre Geschäftstätigkeit in die zwei Geschäftsbereiche Automotive und Packaging. Der Unternehmensbereich Automotive wird am Hauptsitz in Leverkusen (Nordrhein-Westfalen) betrieben. Der Geschäftsbereich Packaging erarbeitet die Wertschöpfung in den Niederlassungen in Egeln (Sachsen-Anhalt) und in Emmendingen (Baden-Württemberg). Zentrale Dienste für das Gesamtunternehmen wie das Qualitätsmanagement sowie wesentliche Aspekte des Einkaufs werden zentral in Leverkusen ausgeführt.

Die Produktlösungen orientieren sich an den höchsten Anforderungen und sind auf allen Kontinenten verfügbar. Auf diese Weise sichert das Unternehmen die Lieferketten unserer Auftraggeber und somit auch den Erfolg der Serwo. Zu den Qualifikationen des Betriebes gehören neben einer schnellen Belieferung der Kunden auch die Zertifizierung des Unternehmens nach DIN ISO 9001.

1.2 Geschäftsbereich Automotive

1.2.1 Unternehmensbeschreibung

Die Geschäftstätigkeit der Serwo im Bereich Automotive umfasst die Produktentwicklung, die Lohnfertigung sowie den Vertrieb für Produkte des allgemeinen Werkstattbedarfs, den Lackierereibedarf, den Reifenhandel sowie die Werkstattorganisation. Somit erfüllt das Unternehmen die vielfältige Nachfrage des Werkstattzubehörhandels. Die Waren werden weltweit bezogen und überwiegend speziell nach den Vorgaben der Serwo gefertigt.

1.2.2 Lieferportfolio

Die Serwo bietet im Geschäftsbereich Automotive ein immer breiter werdendes Sortiment, welches den Anforderungen des automotiven Aftermarkets in einem sich ständig wandelnden Markt gerecht wird. Folgende Produkte gehören zu dem Lieferportfolio im Bereich Automotive:

Kfz-Innenschutz: Sitzschoner, Lenkradschoner, Einweg-Fußmatten, Schaltknüppel- und Handbremsschoner, Set-Lösungen für den Auto Innenschutz, Wandhalter, Bodenständer und Werkstattwagen.

Kfz-Außenschutz: Frontschoner, Motorhaubenschoner, Kotflügelschoner, Funkenschutz-decke, Auto-Abdeckhaube, Selbstklebende Schutzfolie

Werkstatt-Einrichtung: Ständer, Stühle und Liegen, Karosserieteile Wagen, Rangier-Roller, Unterleg-Klötze für Hebebühnen

Lackiererei-Bedarf: Lackierschutz, Klebebänder, Reinigungstücher, Mischbecher, Farbsiebe, Folienradierer, Lackierkabinen-Schutz, Schutzbekleidung

Reifenhandel-Bedarf: Reifensäcke, Reifen-Kennzeichnung, Schraubenbeutel

Werkstatt-Organisation: Schlüsselanhänger, Auftragsmappen, Werkstattplaner, Nummernblock, Klemmmappen, Selbsthaftende Preistaschen

Reinigungs-Bedarf: Wischtücher, Vliestücher, Abrolleinrichtungen für Industrie-putztuchrollen, Müllsäcke, Abfall-Gitterkörbe

1.3 Geschäftsbereich Packaging

1.3.1 Unternehmensbeschreibung

Der Geschäftsbereich Packaging umfasst die Lohnfertigung und den Import von flexiblen Verpackungen wie beispielsweise Papier-Tragetaschen, Obst- und Gemüseverpackungen, Verpackungen für den Gartenbaubedarf und Baumschulen, Schutzprodukte für den Krankenhausbedarf sowie Industrieverpackungen. Des Weiteren betreibt das Unternehmen die deutsche Handelsvertretung der Firma Riani (Italien) und organisiert den Vertrieb von Duplexpapieren für Fleisch-, Käse- und sonstige Lebensmittelverpackungen. Die Waren werden größtenteils aus europäischen Produktionsstätten bezogen und in Lohnfertigung nach den Vorgaben der Serwo hergestellt. Die Wertschöpfung des Geschäftsbereichs Packaging liegt in der Preis-Leistungsstärke und der Produktvielfalt. Zudem profitieren Kunden vom Know-how des Unternehmens und dessen Innovationsstärke. Durch großzügige Lagerkapazitäten kann eine hohe Warenverfügbarkeit gewährleistet werden, die folglich kurze Lieferzeiten ermöglicht.

1.3.2 Lieferportfolio

Die Serwo bietet im Bereich Packaging ein umfangreiches Sortiment für unterschiedliche Einsatzbereiche. Folgende Produkte gehören zu dem Lieferportfolio im Bereich Packaging:

Tragetaschen: Papier-/PE-Tragetaschen, Papier-/PE-Beutel

Obst- und Gemüseverpackungen: Tragetaschen, Kreuzbodenbeutel, Schalen, Obstkörbe mit Henkel, Kartonagen und Steigen, Maschinenverpackungen

Gartencenter- und Baumschulverpackungen: Aufrichteböden für den Pflanzentransport, Folien-/Papier-/Gewebe-Tragetaschen, Schlauchfolien

Krankenhausbedarf: Betten-Abdeckhauben, Nachttisch-Abdeckhauben, Hordenwagen-Abdeckhauben, Abdecksets für Endoskopschalen, Tragetaschen für Patienteneigentum, Mund- und Nasenschutzmasken

Industrieverpackung: Stretchfolien, Schlauchfolien, PE-Beutel und Säcke, Klebebänder, Gewebeklebepunkte, Kunststoffbänder, Einweg-Handschuhe, Flowpack-Folien

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das reale (preisbereinigte) Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahr 2022 um 1,8 % im Vergleich zum Vorjahr.1 Nachdem die wirtschaftlichen Herausforderungen, welche die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat, überwunden schienen, war das abgelaufene Wirtschaftsjahr geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und den dadurch bedingten extremen Energiepreiserhöhungen. Diese herausfordernde wirtschaftliche Situation wurde begleitet von massiven Material- und Lieferengpässen sowie einem spürbaren Fachkräftemangel. Vor diesem Hintergrund konnte sich die deutsche Wirtschaft noch relativ gut behaupten, was auch in einem um 0,7 % angewachsenem BIP im Vergleich zum Jahr 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie, zum Ausdruck kommt. 2

Für das Jahr 2023 sind Prognosen in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung mit einer hohen Unsicherheit versehen. Die Inflationsentwicklung sowie der Fortgang des Kriegs in der Ukraine bergen ebenso nachhaltige Abwärtsrisiken für die deutsche Wirtschaft wie der Fachkräftemangel und die schwächelnde Konsumnachfrage. Das Ifo-Institut rechnet in seiner aktuellen Konjunkturprognose für das Jahr 2023 mit einer leichten Rezession von 0,4 %.3

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Ukraine Krieg hat die nachhaltigen und fundamentalen Veränderungsprozesse der inländischen Automobilindustrie nicht aufgehalten. Die strukturellen Veränderungen werden auf mittlere Sicht auch im automobilen Aftermarkt zu einem Umbruch führen. Hierzu gehört u.a. eine Ausrichtung auf umweltschonende und mehrfach zu nutzende Produkte. Ebenso müssen ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Ziele über alle Wertschöpfungsketten hinweg beachtet werden. Es ist davon auszugehen, dass reine Elektrofahrzeuge deutlich weniger Ruß, Dreck und Schmutz verursachen, so dass Interior-Schutzartikel ohne Zusatzfunktionen etwas weniger nachgefragt sein werden.

Die Verpackungswirtschaft befindet sich durch die Globalisierung und steigende Ansprüche der Konsumenten weltweit in einem Aufwärtstrend. Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit und Mehrzwecktauglichkeit haben sich auch hierbei als weiterhin starke Trends etabliert. Neben diesen Entwicklungen spielen die Produktsicherheit und die Nutzung aktiver Verpackungen eine wesentliche Rolle. Die Verpackungslösungen müssen sowohl den industriellen Ansprüchen als auch den Kundenwünschen gerecht werden. Zahlreiche innovative Verpackungslösungen sind die Reaktion des Marktes auf die erhöhte Nachfrage nach einfach zu nutzenden und umweltfreundlicheren Verpackungen seitens der Verbraucher.

2.3 Geschäftsverlauf

2.3.1 Auftrags- und Umsatzentwicklung

Trotz aller Probleme, welche durch eine steigende Inflation und eine mangelhafte Rohstoffverfügbarkeit verursacht wurden, ist das Geschäftsjahr 2022 für die Serwo GmbH insgesamt sehr zufriedenstellend verlaufen. In der Gesamtheit konnte das im Vorjahr erreichte Umsatzergebnis konsolidiert werden und lag mit TEUR 21.627 insgesamt TEUR 151 bzw. 0,7 % oberhalb des Vorjahres. Das durch singuläre Effekte der Corona Pandemie bisherige Rekordjahr des Unternehmens in 2020 mit einem Umsatzergebnis von TEUR 21.793 wurde nur minimal verfehlt.

Im Bereich Automotive war die Auftragslage im Geschäftsjahr 2022 nur noch minimal durch einen höheren Bedarf an Schutzartikeln wie beispielsweise dem Clean-Set positiv beeinflusst. Ebenso sorgten die stabileren Lieferketten zu einer geringeren Bevorratung seitens der Kunden und resultierten in einer eher gedämpften Nachfrage bei den Zielkunden des Unternehmens.

Bei den Verpackungslösungen des Unternehmens kristallisierte sich insbesondere der Bereich der Industrieverpackungen als wachsender Umsatzbringer heraus, da sich die Serwo auch hier konsequent weiter kundenorientiert aufgestellt hat. Durch die Akquise von Neukunden und den Ausbau des Lieferprogramms konnte weiteres Wachstum generiert werden. Bei den Papiertragetaschen kann lediglich von einer durchschnittlichen Nachfragesituation gesprochen werden, da mittlerweile keine Knappheit mehr im Markt herrscht und alle Hersteller und Händler die Sortimente von Plastik- auf Papiertragetaschen umgestellt haben.

2.3.2 Ertragslage

Die minimal gestiegenen Umsätze hatten keinen nachhaltig positiven Einfluss auf die Ertragslage. Der erwirtschaftete absolute Rohertrag sank um 1,7 % auf TEUR 5.984 (Vorjahr: TEUR 6.087). Der relative Rohertrag sank im Verlauf des Geschäftsjahres entsprechend auf 27,7 % (Vorjahr: 28,3 %). Diese leichte Reduktion lag im Wesentlichen an herstellerseitigen Preiserhöhungen und höheren Import- und Frachtkosten begründet, welche nicht im gleichen Umfang an den Markt weitergeben werden konnten.

Die Betriebskosten der Serwo konnten im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 % auf TEUR 4.300 (Vorjahr: TEUR 4.648) reduziert werden. Dies war eine Folge deutlich geringerer Aufwendungen in den Bereichen Marketing, Gewährleistung und Ausgangsfrachten, welche sich nun wieder auf einem Normalniveau eingependelt haben. Entsprechend stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern um 17,0 % auf TEUR 1.684 (Vorjahr: TEUR 1.439). Der Jahresüberschuss des Gesamtunternehmens nach Steuern stieg um 18,2 % auf TEUR 1.228 (Vorjahr: TEUR 1.039) was einer Umsatzrentabilität von 5,7 % (Vorjahr: 4,8 %) entspricht.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Serwo verlängerte sich um TEUR 597 auf TEUR 8.214 (Vorjahr: TEUR 7.616). Während keine weiteren großen Investitionen in das Anlagevermögen getätigt worden sind und dieses sich daher im Rahmen der gewöhnlichen Abschreibung um TEUR 62 auf TEUR 223 (Vorjahr: TEUR 285) reduzierte, führten weitere Investition in die Lagerbestände des Unternehmens zu einer deutlichen Bilanzverlängerung. Die Lagerbestände stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 1.401 auf TEUR 6.696 (Vorjahr: TEUR 5.295). Die um TEUR 766 auf TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 849) reduzierten Vorauskassen und Anzahlungen, welche das Unternehmen überwiegend für Importware aus Asien geleistet hat, konnten den Anstieg des Working Capital nur teilweise kompensieren.

Der zum Jahreswechsel hohe Lagerbestand ist eine aktiv ergriffene Vorsichtsmaßnahme, um den fragilen Lieferketten entgegen zu wirken und eine stetige Lieferbereitschaft für die Kunden des Unternehmens sicherzustellen. Vor dem Hintergrund der sich stabilisierenden Situation im Hinblick auf die Zuverlässigkeit der Produktlieferungen werden die Sicherheitsbestände im laufenden Geschäftsjahr wieder abgebaut.

2.3.4 Finanzlage und Kapitalstruktur

Der Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 1.156 wurde erneut komplett thesauriert, wodurch die Eigenkapitalquote trotz des gestiegenen Gesamtkapitals auf 50,7 % (Vorjahr 38,6 %) erhöht werden konnte.

Die vorhandenen Kreditlinien bei den Banken wurden zum Jahreswechsel zu keinem Zeitpunkt vollständig ausgenutzt, so dass die Finanzierung weiteren Wachstums jederzeit gesichert war. Die laufende Geschäftstätigkeit sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren immer sichergestellt. Der Grundsatz der Fristenkongruenz wurde jederzeit gewahrt.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Die Geschäftsführung hat gemeinsam mit den Vertriebsverantwortlichen für das Geschäftsjahr 2023 ein Umsatzziel von TEUR 20.500 erarbeitet und darauf die betriebswirtschaftlichen Planungen ausgelegt. Dieses konservative Ziel wäre gleichbedeutend mit einem Umsatzverlust zum Vorjahr von 5,2 %. Bei Planerreichung würde dieses Ergebnis dennoch eine um 25,3 % gestiegene Umsatzleistung zum Referenzjahr 2019 (Umsatz: TEUR 16.357) bedeuten, welches das letzte nicht von externen Effekten, wie der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg, beeinflusste Geschäftsjahr war.

Der etwas konservativere Ansatz bei der Planung der Wirtschaftsleistung 2023 ist der unsicheren konjunkturellen Lage, der schwächelnden Nachfrage aus der Industrie, dem Wegfall von Einmaleffekten aus der Corona-Pandemie und maßgeblich einem reduzierten Preisniveau geschuldet.

3.2 Chancenbericht

3.2.1 Produktinnovationen

Die Serwo investiert weiter kontinuierlich in Produkte und Produktinnovationen, um den Kunden preisattraktive, verlässliche und moderne Problemlöser anbieten zu können. Nach dem erfolgreichen Launch des aus recycelten PET-Flaschen hergestellten Schutzprogramm Ecoprotect bringt das Unternehmen mit Onxy ein besonders preisattraktives Lackverarbeitungssystem an den Markt, welches die Vorteile der bewährten Systeme vereint und das Lackieren effizienter, schneller und sauberer gestaltet.

3.2.2 Sortimentsausbau und -VertiefungÜber die reinen Innovationen hinaus orientiert sich die Serwo bei der Sortimentsgestaltung strikt am Bedarf ihrer Kunden und hat die Sortimentspalette kontinuierlich mit qualitativ hochwertigen Produkten sowohl in der Breite als auch in der Tiefe ausgebaut. Durch die gute Reputation des Unternehmens im Markt und die gelungene Verbindung aus der hohen Qualität der Produkte sowie der langjährigen Ansprechpartner gelingt es fortwährend, den Kunden und Partnern des Unternehmens die breitere Wertschöpfung vorzustellen und Verkaufsvolumina zu erhöhen.

3.2.3 Optimierung der betrieblichen Abläufe und kontinuierliche Modernisierung der EDV

Das neue Warenwirtschaftssystem SAP Business One wird nach der unumgänglichen Phase mit einer Vielzahl an Anpassungen und Optimierungen spürbare Vorteile in den internen Prozessen bringen. Die Kunden profitieren von einer zielgenaueren Ansprache, einer kürzeren Lieferzeit durch eine optimierte Logistik und die Verbesserung der Betreuungsmöglichkeiten.

3.2.4 Erweiterung des Vertriebsteams

Die Vertriebskapazitäten werden gerade im Bereich der Industrieverpackungen gezielt wachstumsorientiert aufgestellt. Hierzu wurden sowohl zusätzliche Vertriebsmitarbeiter eingestellt als auch Möglichkeiten für die Online-Präsentation geschaffen, um die sich bietenden Möglichkeiten kundenorientiert wahrzunehmen.

3.3 Risikobericht

3.3.1 Politische Risiken

Nicht nur der Einmarsch der russischen Streitkräfte in die Ukraine am 24.02.2022 und der sich anschließende und seit über einem Jahr währende Krieg, sondern auch der schwelende Konflikt des zunehmend machtbewussten China mit seinen pazifischen Nachbarn Taiwan und Vietnam sorgen für bislang unbekannte politische Risiken. Ein militärisches Vorgehen Chinas in dieser ostasiatischen Auseinandersetzung würde unweigerlich mit politischen Restriktionen für den freien, internationalen Warenverkehr einhergehen, dessen Konsequenzen für die Serwo gravierender wären als die bereits verabschiedeten und implementierten Sanktionen gegen Russland. Während der Ausschluss Russlands aus dem internationalen Warenverkehr für die Serwo weitestgehend ohne Konsequenzen war, würde ein vergleichbares Vorgehen Deutschlands sowie der internationalen Staatengemeinschaft gegen China, was weiterhin ein sehr wichtiges Herstellerland für die Serwo ist, zu erheblichen Herausforderungen im internationalen Sourcing führen.

3.3.2 Konjunkturelle Risiken

Die Risiken für die konjunkturelle Entwicklung sind aufgrund von weltwirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen aktuell deutlich höher als gewöhnlich. Die Konjunktur in Deutschland hat sich wegen der grassierenden Inflation, den steigenden Energiekosten und den Folgen der Corona-Pandemie merklich abgekühlt und der langjährige, kontinuierliche Aufschwung hat sein Ende gefunden. Eine eher schwächere Nachfrage im Industrie- und Automotivesektor sind gegenwärtig schon zu spüren und wurden in den betrieblichen Planungen berücksichtigt.

3.3.3 Währungsrisiken

Durch den hohen Importanteil aus Asien ist der Wechselkurs des USD gegenüber dem Euro von großer Bedeutung. Im Berichtsjahr notierte der Euro kontinuierlich schwächer und sank im Jahresverlauf von USD 1,1374 (02.01.2022) auf USD 1,0703 (30.12.2022)4. Eine den Jahreswechsel nachhaltig überdauernde Verschlechterung des Kursverhältnisses durch eine weitere Aufwertung des Dollars würde die Produkte der Serwo im Vergleich zu inländischen Herstellern komparativ verteuern, weitere preisliche Anpassungsmaßnahmen in 2023 zur Folge haben und die Wettbewerbssituation des Unternehmens verschlechtern.

3.3.4 Rohstoff- und Beschaffungsrisiken

Bei den volumenstarken aber von geringen Margen geprägten Produkten der Serwo spielen die Rohstoffpreise, welche durch die Hersteller in die Artikelpreise einkalkuliert werden, eine elementare Rolle. Entgegen den vergangenen Jahren, in denen teils deutliche Preissteigerungen an der Tagesordnung waren, konnte hier zum Ende des Geschäftsjahres eine leichte Entspannung verzeichnet werden. Dies lag vorwiegend in der schwächeren Nachfrage (Verpackungsbereich) und fallenden Transportkosten (Automotive) begründet.

Vor dem Hintergrund geopolitsicher Spannungen ist durch die Fragilität der Lieferketten allerdings auch in der näheren Zukunft diesem Thema höchste Beachtung zu widmen. Eine sorgfältige Lieferantenauswahl, das kontinuierliche Sourcing von alternativen Produzenten sowie ein stetiger Preisvergleich auf den internationalen Beschaffungsmärkten ist elementarer Bestandteil der Risikominimierung. Zu den Lieferpartnern der Serwo zählen überdies viele langjährige Hersteller, so dass die Zusammenarbeit über Jahrzehnte gewachsen und vom gegenseitigen Vertrauen geprägt ist. Eine Abhängigkeit von einem einzelnen Lieferanten besteht nicht.

3.3.5 Fachkräftemangel

Die Auswahl von Mitarbeitern mit passenden Qualifikationen wird zusehends herausfordernder. Es muss dafür gesorgt werden, dass das Know-how ausscheidender Mitarbeiter an die Nachfolger weitergegeben wird. Dem Fachkräftemangel kann nur durch Investition in Personalentwicklung begegnet werden. So sollen einerseits Mitarbeiter auf Dauer an das Unternehmen gebunden und freie Stellen mit gut ausgebildeten Fachkräften besetzt werden.

3.3.6 Elektromobilität Elektromobilität steht für die Nutzung von Fahrzeugen mit elektrischem Antrieb. Dies können zum Beispiel Elektroautos, Elektrobusse oder auch Elektroflugzeuge sein. Aufgrund der geringeren Anzahl an Fahrzeugkomponenten bei dieser Technologie ist ein niedrigerer Werkstattintervall der Fahrzeuge und damit ein reduzierter Bedarf für die von der Serwo vertriebenen Schutzprodukte erforderlich.

 

Leverkusen, 18. August 2023

Martin Scherer, Geschäftsführer

Christoph Dödtmann, Geschäftsführer

1 Vgl.: Destatis; www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt

2 ebenda

3 https://www.ifo.de/fakten/2023-06-21/ifo-konjunkturprognose-sommer-2023-inflation-flaut-langsam-ab-aber-konjunktur

4 https://www.finanzen.net/devisen/dollarkurs/historisch

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 223.411,00 285.867,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 102.266,00 146.932,50
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 102.266,00 146.932,50
II. Sachanlagen 120.595,00 138.384,50
1. technische Anlagen und Maschinen 20.499,00 19.088,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 100.096,00 119.296,00
III. Finanzanlagen 550,00 550,00
1. sonstige Finanzanlagen 550,00 550,00
B. Umlaufvermögen 7.989.481,76 7.323.305,89
I. Vorräte 6.778.850,30 6.143.693,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.178.750,64 1.140.185,79
1. sonstige Vermögensgegenstände 1.178.750,64 1.140.185,79
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 31.880,82 39.426,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 807,74 7.127,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 8.213.700,50 7.616.299,89

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 4.165.425,29 2.937.784,64
I. gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Gewinnvortrag 2.911.784,64 1.872.968,24
III. Jahresüberschuss 1.227.640,65 1.038.816,40
B. Rückstellungen 367.480,05 567.230,00
C. Verbindlichkeiten 3.680.795,16 4.111.285,25
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.055.557,14 2.230.319,11
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 818.150,00 1.363.630,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 154.849,81 153.316,64
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.470.388,21 1.727.649,50
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 626.855,19 953.170,05
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.000.000,00 774.479,45
Bilanzsumme, Summe Passiva 8.213.700,50 7.616.299,89

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 5.983.870,82 6.087.083,55
2. Personalaufwand 2.583.327,88 2.619.844,62
a) Löhne und Gehälter 2.132.809,26 2.163.067,21
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 450.518,62 456.777,41
davon für Altersversorgung 4.334,48 4.334,48
3. Abschreibungen 110.773,69 112.471,17
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 110.773,69 112.471,17
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.565.119,24 1.870.452,32
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 38.906,56 19.252,65
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20,25 20,25
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 40.837,13 45.319,99
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 451.649,48 397.543,30
8. Ergebnis nach Steuern 1.232.183,65 1.041.472,40
9. sonstige Steuern 4.543,00 2.656,00
Jahresüberschuss 1.227.640,65 1.038.816,40

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Serwo GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft hat von den größenabhängigen Erleichterungsvorschriften nach § 276 HGB Gebrauch gemacht.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Serwo GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Leverkusen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Köln
Register-Nr.: HRB 48355

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Der Wertansatz der Handelswaren erfolgt gemäß § 256 S. 1 HGB unter Anwendung des periodischen FIFO-Verfahrens oder mit dem niedrigeren Börsen- bzw. Marktpreis bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert (Niederstwertprinzip). Für Altwaren und nicht gängige Bestände werden angemessene Wertminderungen berücksichtigt.

Die erhaltenen Anzahlungen sind offen aktivisch von den Vorräten abgesetzt. Darüberhinausgehende erhaltene Anzahlungen werden passivisch ausgewiesen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Darüber hinaus wird das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind nur Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Enthaltene Fremdwährungsbeträge werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

III. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Bruttoanlagespiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen:

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten der sonstigen Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungspositionen enthalten: Ausstehende Ansprüche von Arbeitnehmern aus dem Anstellungsverhältnis (TEUR 65) und Gewährleistungsrisiken (TEUR 54).

Verbindlichkeitenspiegel und Sicherungsrechte

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
zum 31. Dezember 2022
TEUR
kleiner 1 J.
TEUR
größer 1 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 1.056 783 273
erhaltene Anzahlungen 2 2 -
aus Lieferung und Leistung 258 258 -
gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 -
gegenüber Gesellschaftern 155 17 137
sonstige Verbindlichkeiten 2.211 2.211 -
Summe 3.681 3.271 410

Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren existieren zum Bilanzstichtag nicht.

Währungsumrechnung

Aus Währungsumrechnungen haben sich Erträge in Höhe von TEUR 46 (Vj.: TEUR 7) ergeben, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden und es haben sich Aufwendungen in Höhe von TEUR 39 (Vj.: TEUR 19) ergeben, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden.

Periodenfremdes Ergebnis

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 21) sowie dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 0).

IV. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Art Gesamtverpflichtung
TEUR
Vorjahr
TEUR
Miete 1.730 89
Mietleasing 102 57

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr im Durchschnitt 50 Mitarbeiter (Vorjahr 54).

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Herr Martin Scherer, Vörstetten

Geschäftsführer: Herr Christoph Dödtmann, Bramsche

Hinsichtlich der Darstellung der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

Anlagespiegel

Anschaffungskosten Stand 01.01.2022
EUR
Zugänge /Abgänge-
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Buchwert Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 271.063,51 11.500,00 180.297,51 56.174,00 7,50 102.266,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 95.828,36 9.197,90 84.527,26 7.787,90 0,50 20.499,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 518.245,35 28.636,53 422.524,94 46.811,79 23.236,20 100.096,00
-24.260,94
614.073,71 37.834,43 507.052,20 54.599,69 23.236,70 120.595,00
-24.260,94
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 550,00 0,00 0,00 0,00 0,00 550,00
885.687,22 49.334,43 687.349,71 110.773,69 23.244,20 223.411,00
-24.260,94

sonstige Berichtsbestandteile

 

Leverkusen, 22. August 2023

gez. Martin Scherer

gez. Christoph Dödtmann

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.08.2023 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Serwo GmbH, Leverkusen

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Serwo GmbH, Leverkusen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Serwo GmbH, Leverkusen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Leverkusen, 18. August 2023

DIPL.-KFM. GUIDO BÄUMERICH, WIRTSCHAFTSPRÜFER

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