ATCOAT GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Anstrichmitteln, Druckfarben und Kitten
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CWS-Lackfabrik Conrad W. Schmidt GmbH & Co. KGDüren-MerkenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015der CWS-Lackfabrik Conrad W. Schmidt GmbH & Co. KG, DürenA. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns 2. Ziele und Strategien 3. Forschung und Entwicklung B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf a. CWS Powder Coatings GmbH b. ATCOAT GmbH c. ATCOAT Hamburg GmbH d. CWS Powder Coatings Co., L.P., USA e. CWS Danmark A/S, Dänemark f. CWS Powder Coatings Sp. z o.o., Polen 3. Lage a. Ertragslage b. Finanzlage c. Vermögenslage C. Nachtragsbericht D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht 2. Chancen- und Risikobericht A. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns CWS wurde 1864 in Düsseldorf gegründet und feierte 2014 sein 150-jähriges Firmenjubiläum. Das Unternehmen ist das älteste inhabergeführte Farben- und Lackunternehmen Deutschlands. Als großes mittelständisches Unternehmen entwickelt, produziert und vermarktet CWS technisch anspruchsvolle und umweltfreundliche Lacke - im Wesentlichen Pulverlacke. CWS ist einer der wenigen Lackhersteller, der über eine eigene Kunstharzproduktion verfügt. Diese vertikale Integration betrachtet CWS als Wettbewerbsvorteil. Eine vertrauensvolle Kommunikation mit den Kunden, flache Führungshierarchien, unbürokratische und kurze Entscheidungswege sind weitere Erfolgsfaktoren. 2. Ziele und Strategien Ein organisches, profitables und nachhaltiges Wachstum im Einklang mit Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit und das Annehmen der ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen sind die Leitlinien, an denen sich CWS orientiert. 3. Forschung und Entwicklung CWS ist eines der innovativsten Unternehmen der Farben- und Lackbranche. Dies ist Teil der Unternehmensstrategie, an der CWS seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ausrichtet. Um diese Leitlinie angesichts des herausfordernden Marktumfeldes gerecht zu werden, betreibt CWS eigene Forschung, arbeitet mit externen Instituten, Hochschulen und Kunden zusammen. Anerkennung von Mitarbeiterleistungen, Nachwuchsförderung und eine offene Unternehmenskultur sind die Grundlage für ständige Innovationen und die Sicherstellung des auch künftigen Unternehmenserfolges. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2015 war in Deutschland die Produktion von chemischen Produkten ohne pharmazeutische Artikel mit -0,7 % erneut rückläufig. In Folge sank ebenso die Kapazitätsauslastung der Branche zum wiederholten Mal auf aktuell 83,8 %. Besonders das zweite Halbjahr 2015 enttäuschte. Der sinkende Ölpreis, in Folge sinkende Rohstoffpreise, führte zu einem deutlichen Rückgang der Erzeugerpreise. Die im internationalen Bereich sehr hohen Arbeitskosten belasten nach wie vor die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Chemischen Industrie. In Deutschland (West) liegen die Kosten je Beschäftigtenstunde nach Belgien am höchsten. Die Wettbewerbsfähigkeit steht unter Druck. In den letzten 5 Jahren sind die Tarifentgelte um 15 % gestiegen. Die Produktivität ist im gleichen Zeitraum um 4 % gefallen. Diese Lücke zwischen Lohn- und Produktivitätssteigerungen bleibt erhalten und wird vorerst nicht zu schließen sein. So verwundert es kaum, dass lediglich 48 % der Chemieunternehmen ihre wirtschaftliche Lage als befriedigend einschätzten, 20 % sprechen von einer kaum befriedigenden oder bereits schlechten Situation. Die beherrschenden Themen der gesamtwirtschaftlichen Gemengelage sind die weltweite Deflationsgefahr, wirtschaftliche Unsicherheit in China, Ölpreis, TTIP, Brexitüberlegungen und geopolitische Verwerfungen. 2015 war auch für die Farben- und Lackindustrie ein relativ schwaches Jahr. Die Produktionsmenge ging um 0,3 % zurück, der Produktionswert stieg leicht um 0,2 %. Wiederholt litt das Segment der Bautenanstrichmittel besonders. Die Nachfrage ging um 3 % zurück. Hoffnungsvoll stimmt die Branche der starke Anstieg im vierten Quartal 2015. In dem für CWS relevanten Segment der Pulverlacke weist die Produktionsstatistik des Verbandes der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (VdL) einen Produktionszuwachs im Gesamtjahr 2015 um 1,8 % (Vorjahr 14,5 %) auf 74.158 Tonnen aus. Dabei stieg der Produktionswert um 1,0 % auf 335 Mio. €. Rechnerisch ergibt sich aus den vorliegenden Werten ein erneuter Rückgang des Durchschnittspreises/kg um rund 3ct/kg auf 4,52 €/kg im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahre 2012 lag dieser Wert noch bei 4,64 €/kg. In Abgrenzung zur Einschätzung der Chemieunternehmen insgesamt und im Vergleich zum Vorjahr ist die Stimmung in der Pulverbranche deutlich besser. Gemäß dem im Mai 2016 veröffentlichten JOT Pulvermarktindex beurteilen 93 % der Unternehmen die Geschäftslage als gut bzw. befriedigend (73 % davon gut). CWS hat sich in diesem Umfeld besser als der Markt entwickelt und konnte seine Marktposition weiter ausbauen. Dem Druck auf die Verkaufspreise konnte auch CWS sich nicht entziehen. 2. Geschäftsverlauf a. CWS Powder Coatings GmbH Die Absatzmenge wurde 2015 um 4,3 % gesteigert und hat sich somit über Marktniveau entwickelt. Insofern konnte der Marktanteil der CWS Powder Coatings GmbH erneut gesteigert werden. Der Auslandsanteil des Geschäftes stieg um 2 % auf rund 42 %. Das Ergebnis vor Gewinnabführung lag 2015 wie schon im Vorjahr über Plan und somit auf erfreulichem Niveau. Der Materialaufwand pro kg und ebenso der Verkaufspreis pro kg waren auch aufgrund des veränderten Pro-duktmixes leicht rückläufig. Die Gesamtkostenquote konnte 2015 leicht reduziert werden. Deutlich gestiegene Personalkosten aufgrund von Kapazitätserweiterungen konnten bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen kompensiert werden. Wie in den Vorjahren wurden Prozess- und Kostenoptimierungen durchgeführt. Die erfreuliche Geschäftsentwicklung der letzten Jahre setzt sich somit fort. b. ATCOAT GmbH In Bezug auf Absatz und Umsatz fiel die ATCOAT im Jahre 2015 hinter dem Vorjahr um 2,7 % bzw. um 10,2 % zurück. Der Auslandsanteil am Umsatz des Geschäfts mit konzernfremden Kunden war um 7 % rückläufig. Der Materialeinsatz pro kg hat sich 2015 verringert. Wegen starkem Wettbewerbsdruck ging in Folge auch der durchschnittliche Verkaufspreis deutlich zurück. Summarisch konnten 2015 auskömmliche Deckungsbeiträge, allerdings auf niedrigerem Niveau als 2014 erzielt werden. In einem schwierigen Wettbewerbsumfeld konnten die Erwartungen nicht erfüllt werden. Letztlich wurde aus dem originären Geschäftsbetrieb ein positiver Beitrag erzielt. c. ATCOAT Hamburg GmbH Die ATCOAT Hamburg hat im dritten operativ tätigen Jahr mit einem Verlust in Höhe von 453 T€ abgeschlossen. Dieser wird von der ATCOAT GmbH übernommen. d. CWS Powder Coatings Co., L.P., USA Nach 2011, 2012, 2013 und 2014 konnten in 2015 Absatz und Umsatz abermals deutlich gesteigert werden. Vergleichbares gilt für das Ergebnis. Nach mehreren verlustreichen Jahren wurde ab 2011 ein positives, jedes Jahr gesteigertes Ergebnis erwirtschaftet. Der Trend zeigt seit Jahren aufwärts. Im ersten Quartal 2016 liegt die Gesellschaft ebenfalls über Plan, der eine weitere Steigerung bei Absatz, Umsatz und Ergebnis beinhaltet. e. CWS Danmark A/S, Dänemark CWS Danmark ist eine reine Vertriebsgesellschaft mit Fokus auf den skandinavischen und nordeuropäischen Markt. Im Jahr 2015 lagen Absatz und Umsatz auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis war tendenziell schwächer aber weiterhin positiv. Hier sind die Kosten für eine weitere Expansion in neue Märkte ursächlich. Das erste Quartal 2016 erfüllt die Erwartungen der internen Planung. f. CWS Powder Coatings Sp. z o.o., Polen Die polnische Gesellschaft hat 2015 den Trend der Vorjahre fortgeführt. Absatz, Umsatz und Ergebnis konnten im Vergleich zu den Vorjahren deutlich ausgebaut werden. Der Trend zeigt für die polnische Gesellschaft weiter nach oben; der Verlauf des ersten Quartals stimmt für 2016 optimistisch. 3. Lage a. Ertragslage Die Ertragslage deutscher Chemieunternehmen blieb 2015 stabil. Die meisten Unternehmen erzielten Renditen im Bereich zwischen 3 und 10 Prozent. Mit 30 % unverändert hoch ist weiterhin die Zahl der Unternehmen, deren Rendite unter 3 % liegt oder gar negativ ist. Mit einer Umsatzrendite von 5,1 % liegt der CWS-Konzern im Mittelfeld (Teilkonzern 4,3 %). Das Konzernergebnis fällt höher aus als im Vorjahr. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg ebenso. Im Vorjahr war im Konzernergebnis noch ein außerordentlicher Ertrag enthalten. Dem deutlich gestiegenen Personalaufwand stand ein ebenfalls deutlicher Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber. Der Materialaufwand ging relativ, aber auch absolut, d.h. trotz gestiegenem Absatz, zurück. Die Zinsaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben. Veränderungen bei Zinshöhe und Finanzierungsbedarf hoben sich auf. Der Abschreibungsaufwand ist aufgrund der jüngst getätigten Investitionen gestiegen. Rund 86 % der Konzernumsätze werden im Teilkonzern Deutschland erzielt. Dieses Verhältnis blieb zum Vorjahr nahezu unverändert. Der Auslandsanteil der Geschäfte hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht und liegt 2015 bei knapp 50 %. Ertragsteuern wurden in höherem Maße als im Vorjahr fällig. b. Finanzlage Grundsätze der Finanzsteuerung bei CWS sind die jederzeitige Zahlungsbereitschaft des Unternehmens, eine ausreichende Liquiditätsreserve sowie eine fristgerechte Finanzierung von Objekten des Anlage- und Umlaufvermögens. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Der Konzernjahresüberschuss fiel höher aus. Abschreibungen bewegten sich über dem Niveau des Vorjahres und steuern rund 1,8 Mio.€ bei. Das Vorratsvermögen ist mengen- und wertmäßig rückläufig. Höhere Rückstellungsbeträge erhöhen den Cashflow. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen blieb weitgehend unverändert; auf der Passivseite der Bilanz nahmen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um rund 1.400 T€ zu. Eine gegenüber dem Vorjahr höhere Investitionstätigkeit reduziert den Cashflow. Aussagen zu den Fristigkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel. Ein entsprechender Finanzmittelbestand am Ende des Jahres in Verbindung mit freien Kontokorrentlinien sorgte dafür, dass immer ausreichend Liquidität vorhanden war. c. Vermögenslage Das Vermögen der CWS-Gruppe setzt sich zum 31. Dezember 2015 im Wesentlichen zusammen aus Anlagevermögen i. H. v. 14,1 Mio. € (Vorjahr 11,1 Mio. €) und Umlaufvermögen i. H. v. 20,2 Mio. € (Vorjahr 20,6 Mio. €) auf der Aktivseite sowie dem Eigenkapital i. H. v. 11,4 Mio. € (Vorjahr 9,6 Mio. €), Rückstellungen i. H. v. 2,2 Mio. € (Vorjahr 2,0 Mio. €) und Verbindlichkeiten i. H. v. 20,9 Mio. € (Vorjahr 20,3 Mio. €) auf der Passivseite der Bilanz. Im Vergleich zu 2014 hat sich die Konzernbilanz, maßgeblich bedingt durch das gestiegene Anlagevermögen, um rund 2,5 Mio. € verlängert, die des Teilkonzerns Deutschland um 1,0 Mio. €. Das gute Jahresergebnis führte trotz der deutlichen Verlängerung der Bilanz zu einer Verbesserung der Eigenkapitalquote im Teilkonzern Deutschland von 35,7 % auf 36,4 %. Im Konzern ist der Zuwachs noch deutlicher. Hier stieg die Eigenkapitalquote von 30,2 % auf 33,0 %. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden 2015 geringfügig zurückgeführt. Mit ursächlich hierfür ist die Reduktion des Working Capitals. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hingegen stiegen im Konzern. Die Verbindlichkeiten des Konzerns gegenüber Gesellschaftern haben sich zum Bilanzstichtag weiter reduziert. C. Nachtragsbericht Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine andere Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erfordert hätten. D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Für den weiteren Verlauf des Jahres 2016 sind die Aussichten gemäß dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) eingetrübt. In der aktuellen Prognose wird eine Steigerung der Produktion von 1 % angenommen. Der Umsatz wird in Folge weiter rückläufiger Preise (-0,5 %) nahezu stagnieren (+0,5 %). Sorgt der niedrige Ölpreis in Teilen der Chemischen Industrie für reduzierte Rechnungen, bleibt dieser Effekt den entsprechenden Abnehmerkreisen nicht verborgen und erhöht entsprechend den Druck auf die Erzeugerpreise. Hier sind inzwischen die niedrigsten Werte seit 5 Jahren erreicht. Neue hohe Lohnforderungen seitens der Gewerkschaften drücken zusätzlich. Ein nachhaltiger Zuwachs wird nicht erwartet. Mittelfristig erwartet das Marktforschungsinstitut Ceresana, dass der Verbrauch von Farben und Lacken in den nächsten Jahren weltweit durchschnittlich um 2,1 % pro Jahr zulegen wird. Gemäß dieser Einschätzung werden die für CWS relevanten Pulverlacke weiter an Marktanteil gewinnen. Auch die deutsche Lack- und Farbenindustrie rechnet trotz des wirtschaftlich schwierigen Umfelds mit einer ansteigenden Produktionsmenge und einem Zuwachs beim Inlandsverbrauch in Höhe von 1,5 %. Gemäß dem JOT Pulvermarktindex 2016 erwarten 40 % der Unternehmen bessere und immerhin 53 % gleichbleibende Geschäfte für die nächsten 6 Monate. CWS plant und erwartet sowohl für seine deutschen, als auch für seine ausländischen Gesellschaften Absatzsteigerungen über dem Niveau der Branche. Der zusätzliche Standort für die Kunstharzproduktion in Hamburg sollte dieses Ziel stützen. Es wird damit gerechnet, dass die operativen Gesellschaften Marktanteile gewinnen. Damit sich diese Absatzsteigerungen auch in positiven Ergebnisbeiträgen widerspiegeln, ist es erforderlich, dass neben sich ergebenden Skaleneffekten, Kostensteigerungen, die sich aus dem Standort Hamburg und auch aus den geplanten Investitionen ergeben, durch den Rohertrag kompensiert werden. Mit dem Vorbehalt der erläuterten Risiken durch die Rohstoffpreisentwicklung erwartet CWS für 2016 ein Vorsteuerergebnis über 2 Millionen €. Die Finanz- und Vermögenslage soll weiter konsolidiert werden. Die Ausweitung des Geschäftes wird den Bedarf an Working Capital erhöhen. 2. Chancen- und Risikobericht Im letzten Jahr schritt der Preisverfall beim Rohöl, letztlich dem Basisrohstoff vieler chemischer Produkte, weiter fort. Die Abwertung des Euros gegenüber dem Dollar u.a. wegen währungspolitischer Maßnahmen der EZB hat den Rückgang des Rohölpreises abgemildert. Inzwischen hat sich der Rohölpreis wieder ein wenig gefestigt. Der schwache Wechselkurs des Euro wirkt sich verteuernd auf die Rohstoffkosten aus, denn letztlich werden viele Vorprodukte importiert. Die Abwertung des Euros bietet für global agierende Unternehmen Chancen. Auf der anderen Seite ziehen geopolitische Veränderungen wie derzeit in Osteuropa und im Nahen Osten Risiken für Nachfrage, Wechselkurse und somit Rohöl- und auch Rohstoffpreise nach sich. Die Verunsicherung in der Chemischen Industrie wegen der Schwäche der Schwellenländer ist deutlich zu spüren. Auch die Nachfrage nach Lacken selbst und deren Vorprodukt, den Kunstharzen, hängt von solch makro-ökonomischen Einflussfaktoren ab. Sowohl die deutsche Farben- und Lackindustrie, als auch internationale Marktforscher prognostizieren Marktwachstum. Bisher hat CWS gezeigt, dass es gut in der Lage ist, sich auf sich ändernde Rahmenbedingungen einzustellen. Nach dem ersten Quartal 2016 liegt die CWS-Gruppe in allen Bereichen über der internen Planung. Aufgrund der breiten Kundenbasis, einer starken Vertriebsmannschaft kombiniert mit ausgezeichneten Produkten erwartet CWS, weiterhin den Marktanteil im Pulverlackbereich ausbauen zu können. In möglichen Zeiten einer konjunkturellen Abschwächung, die auch mit Chancen im Einkaufsbereich einhergehen, wird CWS dank effizienter Kostenstrukturen und entsprechender Flexibilität und Anpassungsfähigkeit erfolgreich und profitabel sein. Speziell im Rohstoffsektor wirken sich Veränderungen rasch auf die Ergebnissituation aus und stellen nach wie vor eine schwer kalkulierbare Unsicherheit dar. Preissteigerungen beim Einkauf können nur mit Zeitverzögerungen am Markt weitergegeben werden. CWS begegnet dem Preisrisiko durch geschicktes Timing und Bevorratung beim Einkauf, aber auch durch flexibleres Kontraktmanagement auf der Kundenseite. Dem Risiko weiter steigender Energiepreise ist CWS mit seinen energieintensiven Prozessen der Harz- und Pulverlackherstellung mit dem Abschluss langfristiger Lieferverträge mit fixen Preisen begegnet. Risiken liegen hier in der mittel- und langfristigen politischen Ausgestaltung der Energiewende. Auf der Anbieterseite besteht ein überschaubarer Markt, in dem CWS gut positioniert ist. Die Markteintrittsbarrieren sind hoch. Dem Konsolidierungsprozess auf dem Anbietermarkt steht CWS gut positioniert gegenüber. Das dänische und auch das polnische Tochterunternehmen operieren seit Jahren stabil. Auch das Geschäft der US-Tochter entwickelt sich in den letzten Jahren sehr stabil. Alle drei Gesellschaften haben 2015 Höchstwerte beim Absatz erzielt. Das abgelaufene erste Quartal 2016 bestätigt diesen Trend. Die positiven Wechselwirkungen zwischen Konzernmutter und den Auslandsgesellschaften verbessern die Beurteilung des Auslandsengagements über die Betrachtung der Individualergebnisse hinaus. Auch für die Auslandsgesellschaften stellt eine Verteuerung der Rohstoffe das größte Risiko dar. Dank breiter Kunden- und Lieferantenstreuung ist das Bezugs- und Absatzrisiko bei CWS gering. Ein gut organisiertes Debitorenmanagement, Factoring und eine Warenkreditversicherung minimieren das Delkredere-Risiko. Nicht durch Versicherungen gedeckte Forderungen werden gering gehalten. Dem Risiko von Leistungs- und Produktionsausfall wird mit stetigen Ersatzinvestitionen bei den Produktionsanlagen sowie mit Gegenseitigkeitshilfe-Abkommen mit Partnerunternehmen vorgebeugt. Weitere wesentliche Risiken sind durch Versicherungen abgedeckt (Feuer-, Betriebsunterbrechungs-, Betriebs- und Umwelthaftpflichtversicherungen). Währungskursrisiken aus Fakturierung ergeben sich im CWS-Konzern insgesamt keine wesentlichen, da Leistungen an Dritte hauptsächlich in Landeswährung abgerechnet werden. Die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen zwischen Euro und US-Dollar auf die in der amerikanischen Tochtergesellschaft enthaltenen Werte werden als ein vergleichsweise geringes Risiko eingestuft und sind durch Mittelrückfluss weiter reduziert worden. Warenflüsse und damit verbundene Währungsrisiken zwischen dem US-Dollar und dem Euroraum bieten eher Chancen als Risiken. Bei entsprechend hohen Wechselkursdifferenzen besteht die Möglichkeit, entweder von der US-Tochter nach Deutschland oder eben in die andere Richtung zu verschicken. Ein Teil der für 2016 geplanten Investitionen ist durch ein Langfristdarlehen bereits finanziert. Weitere Bausteine der Finanzierung bilden entsprechend dimensionierte Kreditlinien und der operative Cashflow. CWS erwartet kurz- bis mittelfristig keine Erhöhung des Zinsniveaus. Daher werden sich Zinskosten im geplanten Korridor einstellen.
Düren, 7. Juni 2016 CWS-Lackfabrik Conrad W. Schmidt Verwaltungs-GmbH Geschäftsführung gez. Hans-Helmuth Schmidt Konzernbilanz zum 31. DEZEMBER 2015CWS-Lackfabrik Conrad W. Schmidt GmbH & Co. KGCWS-LACKFABRIK CONRAD W. SCHMIDT GMBH & CO. KG, DÜRENAKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2015der CWS-Lackfabrik Conrad W. Schmidt GmbH & Co. KG, DürenI. Vorbemerkungen Der Konzern erfüllt zum Abschlussstichtag die in § 290 HGB dargelegten Voraussetzungen, unter denen eine inländische Kapitalgesellschaft und Co. einen Konzernabschluss aufstellen muss. Eine größenabhängige Befreiung kommt wegen Überschreitung der Größenmerkmale des § 293 Abs. 1 Nr. 1 HGB nicht in Betracht. Darstellung, Gliederung und Bewertung im Konzernabschluss entsprechen der Vorgehensweise im Vorjahresabschluss. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gliederung der konsolidierten Bilanz und der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Erfordernissen der §§ 298 i. V. m. 265 ff. HGB, wobei auch die deutschen Tochtergesellschaften in den Einzelabschlüssen für die Gliederung, Bilanzierung und Bewertung die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften beachten. Für die konsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Bewertung erfolgt im konsolidierten Jahresabschluss der CWS-Lackfabrik Conrad W. Schmidt GmbH & Co. KG, Düren (im Folgenden auch "CWS KG"), gemäß § 308 HGB einheitlich nach den für den Einzelabschluss der Muttergesellschaft angewandten Methoden. Gegebenenfalls in den Einzelabschlüssen, insbesondere der ausländischen Tochtergesellschaften, angewandte abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Rahmen einer "Handelsbilanz II" angepasst. Bewertungserheblichen Besonderheiten der jeweiligen Gesellschaften wurde Rechnung getragen. Der Ansatz und die Bewertung der einzelnen Bilanzposten erfolgten nach den für alle Kaufleute geltenden Vorschriften der §§ 246 - 256 HGB und den besonderen Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 279 - 283 HGB). Anlagevermögen Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten - und soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Abschreibungen werden degressiv oder linear auf der Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen, wobei die steuerlich zulässigen Abschreibungssätze zugrunde gelegt werden. Die degressive Abschreibung wird durch die lineare Abschreibung ersetzt, wenn und sobald diese Abschreibungsmethode zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Geringwertige Wirtschaftsgüter, die bis zum 31. Dezember 2007 angeschafft wurden, wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang behandelt. Seit dem 1. Januar 2008 werden Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 150 direkt als Kosten erfasst. Für Geringwertige Wirtschaftsgüter über € 150 bis € 1.000 Anschaffungswert wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und den folgenden Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel des Anschaffungswertes abgeschrieben wird. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten und - soweit erforderlich - vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Umlaufvermögen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren sowie geleistete Anzahlungen sind unter Anwendung der Durchschnittsmethode mit den Anschaffungskosten oder, soweit nach dem Niederstwertprinzip niedrigere tatsächliche Werte zum Bilanzstichtag zu berücksichtigen waren, mit diesen bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bei Anwendung der Durchschnittsmethode, auf der Basis von gleitenden Monatsdurchschnitten, bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zuordenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch die notwendigen Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen und Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Die in den Vorräten enthaltenen Bestandsrisiken aus langer Lagerdauer und mangelnder Verwendbarkeit sind durch entsprechende Abschläge berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Risikobehaftete und uneinbringliche Forderungen werden einzeln wertberichtigt bzw. abgeschrieben. Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind entsprechend den Verhältnissen der einzelnen Gesellschaften mit maximal 3 % auf den Forderungsbestand berücksichtigt. Daneben wurden angemessene Wertberichtigungen auf die Forderungen gegen ein Factoringinstitut gebildet, die die noch nicht belasteten Factoringgebühren berücksichtigen. Liquide Mittel sind mit dem Nominalbetrag des Kassenbestandes und der Bankguthaben angesetzt. Rückstellungen Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 3,94 %. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt, ferner wird von einer künftigen Rentenanpassung ausgegangen. Dabei wird derzeit von einer jährlichen Anpassung von 2 % bei den Entgelten und von 1 % bei den Renten ausgegangen. Die Bewertung berücksichtigt ferner eine unternehmensspezifische Fluktuationsrate von 0 %. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), bestanden zum Stichtag nicht. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Stichtagswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert bewertet. 2. Währungsumrechnung Laufende Bankguthaben bzw. -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Sonstige Beträge in ausländischer Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten werden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips (bzw. Höchstwertprinzips bei Verbindlichkeiten) zum Stichtagskurs angesetzt, wenn dieser bei Forderungen unter bzw. bei Verbindlichkeiten über dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls liegt. Die Jahresabschlüsse der inländischen Tochterunternehmen sowie des niederländischen Tochterunternehmens sind in Euro aufgestellt; die der übrigen ausländischen in US-Dollar bzw. Dänischen Kronen bzw. Polnischen Zloty. Die Währungsumrechnung der ausländischen Jahresabschlüsse wird gem. § 308a HGB in der Bilanz grundsätzlich mit Stichtagskursen und in der Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs vorgenommen. Davon abweichend wird das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Die dabei entstehenden Währungsdifferenzen werden er-folgsneutral als "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital des Konzerns ausgewiesen. III. Angaben zum Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 sind die CWS-Lackfabrik Conrad W. Schmidt GmbH & Co. KG sowie die in Deutschland ansässigen Tochterunternehmen und zwei US-amerikanische, eine dänische, eine polnische und eine niederländische Tochtergesellschaft einbezogen. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen ergeben sich aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes, die dem Konzernanhang als Anlage beigefügt ist. Gemäß § 294 HGB sind in den konsolidierten Jahresabschluss sämtliche verbundene Gesellschaften im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Das Mutter-/Tochterverhältnis resultiert für alle Unternehmen aus dem beherrschenden Einfluss durch die Mehrheitsbeteiligungen. IV. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden 1. Konsolidierungsstichtag Bilanzstichtag für sämtliche Konzernunternehmen ist der 31. Dezember. Das Konzerngeschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. 2. Kapitalkonsolidierung Bei der Erstkonsolidierung von Erwerbsvorgängen vor dem 1. Januar 2010 wird unverändert die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. mit den gemäß § 301 Abs. 2 HGB a.F. möglichen Erstkonsolidierungszeitpunkten angewandt. Insofern hat die Muttergesellschaft im Rahmen der Kapitalkonsolidierung die Buchwerte der Anteile an den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften mit dem auf der Basis der Buchwerte ermittelten Eigenkapital verrechnet. Die Verrechnung erfolgte hinsichtlich der deutschen Tochtergesellschaften auf der Grundlage der Wertansätze zum 1. Januar 2000 (Stichtag der erstmaligen Einbeziehung in den konsolidierten Jahresabschluss bzw. Stichtag der erstmaligen Anwendung des § 301 HGB a.F.) bzw. zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile. Die erstmalige Einbeziehung der ausländischen Tochterunternehmen in den Jahren 2004, 2006 und 2013 erfolgte auf der Grundlage der Werte bei Gründung der Gesellschaften durch das Mutterunternehmen in den Jahren 1999, 2000, 2006 und 2013. Der sich bei der Anwendung der Buchwertmethode ergebende Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich den Wertansätzen der in der Konzernbilanz angesetzten bzw. anzusetzenden Vermögensgegenstände und Schulden des jeweiligen Tochterunternehmens zugeschrieben oder mit diesen verrechnet, soweit deren Wert von dem bisherigen Wertansatz bei der Tochtergesellschaft abweicht. Ein danach verbleibender Unterschiedsbetrag wird entweder auf der Aktivseite als Firmenwert oder auf der Passivseite als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung angesetzt. Soweit diesem Posten Eigenkapitalcharakter beizulegen ist, erfolgt ein Ausweis unter den Gewinnrücklagen (Konzernrücklagen). Aufgrund der Einbeziehung der einzelnen Tochtergesellschaften auf der Grundlage der Werte bei Gründung sind im Rahmen der Kapitalkonsolidierung keine Unterschiedsbeträge entstanden. Zuschreibungen zu den einzelnen Vermögenswerten oder die Aktivierung eines Firmenwertes fielen daher nicht an. Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. 3. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter bemisst sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. 4. Schuldenkonsolidierung Entsprechend der Vorschrift des § 303 HGB wurden Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten (einschließlich Eventualverbindlichkeiten) zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften aufgerechnet; ggf. werden auch konzernintern erfasste Rückstellungen, Rechnungsabgrenzungsposten und Währungsdifferenzen aus konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgswirksam eliminiert. Unrealisierte Kursgewinne, die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung als Aufrechnungsdifferenzen aufgedeckt werden, werden im Konzernabschluss erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. 5. Eliminierung von Zwischenergebnissen Soweit das im konsolidierten Jahresabschluss angesetzte Vorratsvermögen aus Lieferungen einbezogener Unternehmen stammt, erfolgte eine Zwischenergebniseliminierung nach § 304 Abs. 3 HGB. Sonstige Zwischenergebnisse, z. B. aus dem konzerninternen Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens, waren nicht zu eliminieren. 6. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurden entsprechend der Vorschrift des § 305 HGB sowohl Umsatzerlöse als auch sonstige betriebliche Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. Des Weiteren wurden die vereinnahmten Beteiligungsergebnisse (erhaltene Gewinne sowie übernommene Verluste aus Ergebnisabführungsverträgen) eliminiert. Zinsaufwendungen und Zinserträge aus Ausleihungen und Darlehen wurden miteinander verrechnet. 7. Steuerabgrenzung Latente Steuern werden für zeitlich begrenzte Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entsprechend der Vorschrift des § 306 HGB berücksichtigt. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen. Im Wesentlichen resultieren die temporären Differenzen aus der Eliminierung von Zwischengewinnen. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt grundsätzlich mit einem gewichteten Mischsteuersatz, der sich aus den unternehmensindividuellen Steuersätzen der Einzelgesellschaften im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergibt. Im Geschäftsjahr 2015 beträgt der Steuersatz 25 %. Eine sich insgesamt aus Konsolidierungsmaßnahmen ergebende Steuerentlastung wurde zum 31. Dezember 2015 als aktive latente Steuer angesetzt. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wurden nicht angesetzt. In den Einzelabschlüssen der einbezogenen Unternehmen sind bis auf eine Rückstellung für latente Steuern bei der dänischen Tochtergesellschaft (T€ 8; i. V. T€ 9) keine latenten Steuern ausgewiesen. Der dänische Steuersatz beträgt 22 %. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Zur Aufgliederung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Konzern-Anlagespiegel verwiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge von T€ 28 (i. V. T€ 27) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Aktivierte Ansprüche auf die Erstattung von Energiesteuern in Höhe von T€ 26 (i. V. T€ 27) entstehen rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag. Eigenkapital Die Stille Beteiligung kann mit einer Frist von fünf Jahren zum 30. Juni oder 31. Dezember eines jeden Jahres gekündigt werden. Rückstellungen Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich hauptsächlich um Gewährleistungsverpflichtungen, Jubiläumsrückstellungen, Rückstellung für Altersfreizeit, Urlaubsrückstellungen, Rückstellungen für Berufsgenossenschaftsbeiträge, für ausstehende Rechnungen sowie für Jahresabschluss- und Steuerberatungsaufwendungen. Für vor dem 1. Januar 1987 an ehemalige Geschäftsführer erteilte Pensionszusagen ist aufgrund des Wahlrechts gemäß Art. 28 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum HGB keine Pensionsrückstellung passiviert. Zum Stichtag beträgt die Verpflichtung nach BilMoG bewertet T€ 1.217 (i. V. T€ 1.227). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und Besicherung der Verbindlichkeiten sind im beigefügten Verbindlichkeitenspiegel dargestellt. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten gegenüber der Komplementärin, CWS-Lackfabrik Conrad W. Schmidt Verwaltungs-GmbH, Düren, in Höhe von T€ 38 (i. V. T€ 43) ausgewiesen. Daneben enthalten sie Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 282 (i. V. T€ 324) und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 11 (i. V. T€ 10). VI. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Neutrale Aufwendungen und Erträge Die außerordentlichen Erträge des Vorjahres in Höhe von T€ 1.557 betrafen die Versicherungserstattung für einen 2011 erfassten Produkthaftpflichtschaden. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge weitere Schadenersatzleistungen von Versicherungen (T€ 11, i. V. T€ 214), Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (T€ 0, i. V. T€ 100), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 30, i. V. T€ 31), Erträge aus Anlagenabgängen (T€ 8, i. V. T€ 18), Erträge aus einem Zuschuss für eine Wasserkraftanlage (T€ 23, i. V. T€ 0) sowie Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen (T€ 1, i. V. T€ 2), sonstige Erträge für Vorjahre (T€ 19, i. V. T€ 31) und Währungskursgewinne (T€ 51, i. V. T€ 14). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verluste aus Anlagenabgängen (T€ 6, i. V. T€ 183), Forderungsverluste (T€ 30, i. V. T€ 76), sonstige Aufwendungen für Vorjahre (T€ 0, i. V. T€ 102) und Währungskursverluste (T€ 32, i. V. T€ 1). Zinsaufwendungen Die aus der Aufzinsung von Rückstellungen resultierenden Zinsaufwendungen belaufen sich auf T€ 6 (i. V. T€ 6). Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten latente Steueraufwendungen in Höhe von T€ 5 (i. V. T€ 18), die auf zeitliche Differenzen aus der Zwischengewinneliminierung zurückzuführen sind. Latente Steuererträge in Höhe von T€ 1 (i. V. -aufwendungen T€ 5) betreffen die Veränderung der Rückstellung für latente Steuern bei der dänischen Tochtergesellschaft. VII. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung Definition des Finanzmittelfonds Nachdem im Geschäftsjahr 2015 DRS 21 erstmalig verpflichtend anzuwenden ist, entspricht der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung nicht mehr - wie bisher - ausschließlich der Position "Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, sondern setzt sich wie folgt zusammen:
Er umfasst damit zum Stichtag neben Kassenbeständen und täglich fälligen Einlagen bei Kreditinstituten auch die jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Kontokorrentverbindlichkeiten). Die Kontokorrentverbindlichkeiten können aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wie folgt hergeleitet werden:
Die Bestände des Finanzmittelfonds unterliegen keinerlei Verfügungsbeschränkungen. VIII. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB zu vermerken: Es besteht eine Mithaft in Form von Grundschulden und Garantien für Verbindlichkeiten eines Gesellschafters unzweifelhafter Bonität, der zugleich ein verbundenes Unternehmen ist, in Höhe von T€ 3.964. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Stromliefer-, Leasing- und Mietverträgen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Stromlieferverträgen und Mietverträgen über Immobilien, bewegliche Vermögensgegenstände und Bestellobligo betragen für das kommende Geschäftsjahr T€ 1.303 (i. V. T€ 1.221) und für die nächsten fünf Geschäftsjahre (2016 - 2020) voraussichtlich T€ 3.185 (i. V. T€ 3.550). Derivative Finanzinstrumente
Im Rahmen der Bewertung der derivativen Finanzinstrumente wurden die auf Basis der Marktverhältnisse zum Stichtag zu erwartenden Zahlungsströme mit einem Marktzinssatz diskontiert. Die Zinsswaps dienen dazu, die Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Verbindlichkeiten auszugleichen und sie so wirtschaftlich betrachtet in fest verzinsliche Verbindlichkeiten umzuwandeln. Risiken bestehen in der Änderung des Marktzinssatzes und der daraus resultierenden Veränderung der Ausgleichszahlungen und des Marktwertes. Diese werden aber grundsätzlich durch die gegenläufigen Entwicklungen bei den abgesicherten Grundgeschäften aufgefangen. Der abgeschlossene Zinsswap läuft im Gleichklang mit dem Darlehen bis zum März 2021. Bewertungseinheiten wurden gebildet, soweit sie den Kriterien des § 254 HGB entsprechen. Anzahl der Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres wurden - ohne Auszubildende - im Durchschnitt 90 (i. V. 83) Angestellte und 140 (i. V. 132) gewerbliche Mitarbeiter beschäftigt. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers
Geschäfte mit nahestehenden Personen Im Berichtsjahr bestanden folgende wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen:
Gesellschaftsorgane Die Geschäftsführung obliegt der CWS-Lackfabrik Conrad W. Schmidt Verwaltungs-GmbH. Diese wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr vertreten durch den Geschäftsführer Herrn Hans-Helmuth Schmidt, Diplom-Ingenieur. Auf Angaben hinsichtlich der den Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge sowie früheren Geschäftsführern und ihren Hinterbliebenen gewährte Bezüge und dafür gebildete oder nicht gebildete Pensionsrückstellungen wird unter Hinweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Dem Beirat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2015 folgende Personen an: • Dr. Conrad W. Schmidt - Ehrenvorsitzender • Dietmar Clausen, Vorsitzender • Herbert Forker • Dr. Stephan Kufferath Den Mitgliedern des Beirates wurden im Geschäftsjahr Bezüge von insgesamt € 90.000,00 (i. V. € 40.000,00) gewährt. Davon entfallen € 25.000,00 auf eine Nachzahlung für das Jahr 2014. Verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen Persönlich haftender Gesellschafter der CWS-Lackfabrik Conrad W. Schmidt GmbH & Co. KG ist die CWS-Lackfabrik Conrad W. Schmidt Verwaltungs-GmbH mit Sitz in Düren. Das voll eingezahlte Stammkapital der Gesellschaft beträgt DM 50.000,00 (umgerechnet € 25.564,60). Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der CWS-Lackfabrik Conrad W. Schmidt GmbH & Co. KG sind beim elektronischen Bundesanzeiger einsehbar (Amtsgericht Düren, HRA 642). Die CWS-Lackfabrik Conrad W. Schmidt GmbH & Co. KG hat bei der Erstellung ihres Einzelabschlusses von den Befreiungsmöglichkeiten gem. § 264b HGB Gebrauch gemacht und demzufolge auf die Erstellung eines Anhangs und Lageberichtes sowie auf Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses verzichtet. In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 sind folgende Tochterunternehmen befreiend gem. § 264 Abs. 3 HGB bzw. gem. § 264b HGB einbezogen: • CWS Powder Coatings GmbH, Düren • ATCOAT GmbH, Düren • ATCOAT Hamburg GmbH, Düren • CWS Service GmbH & Co. KG, Düren Daher erfolgt auch keine gesonderte Jahresabschlussprüfung, Offenlegung und Bekanntmachung der Einzelabschlüsse der o. g. Gesellschaften.
Düren, 7. Juni 2016 CWS-Lackfabrik Conrad W. Schmidt Verwaltungs-GmbH Geschäftsführung gez. Hans-Helmuth Schmidt Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2015der CWS-Lackfabrik Conrad-W. Schmidt GmbH & Co. KG, Düren
Konzernverbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2015der CWS-Lackfabrik Conrad W. Schmidt GmbH & Co. KG, Düren
* davon durch Grundschulden, Sicherungsübereignung der finanzierten Anlagegüter und Raumsicherungsübereignung des Inventars gesichert: T€ 8.667 (i. V. T€ 7.493) Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 HGB zum 31. Dezember 2015der CWS-Lackfabrik Conrad W. Schmidt GmbH & Co. KG, Düren
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2015der CWS-Lackfabrik Conrad W. Schmidt GmbH & Co. KG, Düren
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für die Geschäftsjahre 2014 und 2015der CWS-Lackfabrik Conrad W. Schmidt GmbH & Co. KG, Düren
Bestätigungsvermerk des KonzernabschlussprüfersWir haben den von der CWS-Lackfabrik Conrad W. Schmidt GmbH & Co. KG, Düren, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, 7. Juni 2016 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
gez. Dr. Christian Janßen, Wirtschaftsprüfer gez. Hartmut Baumann, Wirtschaftsprüfer |
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