SOLUGREEN Germany GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Ölen und Fetten, ohne Margarine u. ä. Nahrungsfette
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jochen Beerhalter seit 26.4.2024 | Prokura |
Kornelia Dittmann seit 26.4.2024 | Prokura |
Christian Gilbert Jaminon seit 11.11.2022 | Prokura |
Martina Duerto Y Spitzelei seit 1.9.2022 | Prokura |
Arno Guido Henkes seit 1.9.2022 | Prokura |
Lena Meissner seit 1.9.2022 | Prokura |
Jean-Philippe Paul Joseph Perrin seit 28.11.2016 | Geschäftsführer |
Thomas Gerhard Harbauer seit 28.11.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GITEC-IGIP GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. RAHMENBEDINGUNGEN UND GESCHÄFTSVERLAUF 1.1. Allgemeine Angaben Gegenstand der GITEC-IGIP GmbH (im Folgenden: "GITEC") ist die Erbringung von Ingenieur- und Beratungsleistungen im Bereich der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Vorwiegend werden Studien, Planungen und Beratungen im Auftrag bzw. unter Finanzierung bilateraler und multilateraler Institutionen durchgeführt. GITEC entwickelt Projekte im Bereich Wasserbau, Gesundheit und Infrastruktur, Klima und Umwelt sowie Naturressourcen und ländliche Entwicklung. Regional erstreckt sich die Tätigkeit auf Süd- und Mittelamerika, Afrika, den Balkan, Naher Osten und Asien. Die GITEC ist seit 2021 Tochterunternehmen der T.O.I. GmbH. 1.2. Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung Für die Weltwirtschaft sagt der Internationale Währungsfonds (IWF) in seiner Publikation World Economic Outlook Version April 2024 ein Wachstum von 3,2 % für 2024 voraus. Für 2025 wird ein Wachstum von ebenfalls 3,2 % prognostiziert. Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung ist aber in 2024 vor allem aufgrund des Krieges zwischen der Ukraine und Russland und Inflationssorgen in USA und Europa weiterhin stark belastet (weiterhin nur geringes Wirtschaftswachstum von +3,2% in 2024 und 2025). Aufgrund der Abschwächung der Wirtschaft in China und der Kosten des Krieges in Europa sowie der weiterhin bleibenden Gefahr eines zukünftigen Konfliktes in Taiwan sind die Voraussagen für die wirtschaftliche Entwicklung der Weltwirtschaft von hoher Unsicherheit belastet. Für Deutschland sagt der IWF, nach einem Rückgang des BIP auf -0,2 % in 2023, ein geringes Wachstum auf 0,7% in 2024 voraus. Für 2025 wir ein weiterer Anstieg um 1,1% auf 1,8 % des BIP erwartet. 1.3. Märkte der GITEC und Wettbewerbssituation Die verschiedenen Märkte der GITEC-IGP haben sich auch in 2024 weiterhin unterschiedlich entwickelt. Die MENA-Region und die arabische Halbinsel sind weiterhin stark geprägt von Unruhen und dem angestrebten, gesellschaftlichen und politischen Wandel. Die politische Situation speziell im Nahen Osten hat sich weiterhin verschlechtert. Insbesondere der Konflikt der Hamas und der Hisbollah mit Israel, der anhaltende Bürgerkrieg in Syrien, die Spannungen mit Iran und der anhaltende Bürgerkrieg im Jemen haben weiterhin gravierende Auswirkungen auf die Sicherheitssituation in der Region. Auch in den klassischen Ländern der GITEC-IGIP Gruppe in Afrika, Burkina Faso, Mali und Tschad ist die Sicherheitssituation unverändert schwierig. Mit der weiterhin gezielten Stärkung unserer Präsenz in Mittel- und Lateinamerika, Afrika sowie in Indien sorgen wir für eine stärkere Diversifizierung der Länderrisiken gegenüber dem Vorjahr. Die politischen Rahmenbedingungen waren in vielen aktiven Ländern der GITEC auch in 2023 nicht stabil bzw. ausreichend stabil, so dass auch in 2023 wie bereits im Vorjahr die vertragliche Leistungserbringung teilweise dadurch beeinträchtigt wurde. Der Wettbewerbsdruck bleibt nach wie vor hoch. Im freien Wettbewerb stand die Akquisition von Aufträgen - insbesondere bei international ausgeschriebenen Projekten - unter einem weiterhin erheblichen Preisdruck. Allerdings zeigen Projektankündigungen und Ausschreibungen insbesondere in Asien und Südamerika weiterhin einen starken Markt von Projekten der sozialen Infrastruktur, insbesondere im Wasser- und Umweltbereich und auch des Klimawandels und der Klimaanpassung, der auch in 2023 wieder intensiv und erfolgreich verfolgt wurde. Die Internationale Entwicklungszusammenarbeit bietet der GITEC weiterhin ein stabiles Geschäftsumfeld. Die Unternehmensleitung schätzt die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Jahr insgesamt als zufriedenstellend ein. 1.4. Geschäftsverlauf und Ereignisse Der Geschäftsverlauf in 2023 war unter Berücksichtigung der vorstehenden Erläuterungen der für uns relevanten Märkte durch die folgenden Ereignisse geprägt: - Die Leistungserbringung lag in 2023 mit 23,2 Mio. EUR rd. 2,3 Mio. EUR unter dem Vorjahr mit 25,5 Mio. EUR - Die Akquisition lag in 2023 mit. rd. 18,3 Mio. EUR rd. 10 % unter dem Jahresleistung, aber dennoch auf einem akzeptablen Niveau aufgrund des weiterhin hohen Restauftragsbestandes von rd. 59,6 Mio. EUR - Stabile Personalsituation - Hohe interne Ressourcenbindung durch die Einführung der Digitalisierung der Geschäftsprozesse 2 ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE 2.1. Umsatz- und Auftragsentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 betrug die Gesamtleistung (inkl. der sonstigen betrieblichen Erträgen) der GITEC 23,2 Mio. EUR (Vorjahr 25,5 Mio. EUR). Dies liegt unter Berücksichtigung der bereits im Vorjahr abzusehenden unsicheren Lage aufgrund internationaler Krisen im Rahmen des Erwartungskorridors. Die GITEC konnte ein positives Betriebsergebnis (Ergebnis v. Steuern) von 741 TEUR ausweisen. Der Auftragseingang betrug im Berichtszeitraum rd 18,3 Mio. EUR und lag somit rd. 10 % unter der Jahresleistung. In 2024 rechnet die Geschäftsführung mit einem Auftragseingang von rd. 18,0 - 22,0 Mio. EUR. Der Auftragsbestand zum Jahresende 2023 betrug 59,6 Mio. EUR (Vorjahr 65,3 Mio. EUR) und ist gegenüber dem sehr hohen Auftragsbestand des Vorjahres um rd. 5,7 Mio. EUR zurückgegangen. Dennoch liegt der Auftragsbestand der GITEC mit 59,6 Mio. EUR auf einem immer noch sehr guten Niveau und entspricht somit einer Auftragsreichweite von rd. 29 Monaten. 2.2. Rohertrag und EBITDA Der Rohertrag stellt sich mit 39,0 % (Vorjahr 38,4%) weiterhin auf gutem Niveau dar und liegt damit weiterhin deutlich über dem angestrebten Ergebnis von 30,0 %. Gleichzeitig hat sich das EBITDA weiterhin um 45 TEUR gegenüber dem Vorjahr von 1.429 TEUR auf 1.474 TEUR verbessert. 2.3. Finanz- und Vermögenslage Im Stichtagsvergleich sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Ende des Geschäftsjahres mit 9,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr 9,8 Mio. EUR leicht gesunken. Das Netto-Vorratsvermögen (Vorräte nach Abzug erhaltener Anzahlungen) hat sich um ca. 154 TEUR auf -1,2 Mio. EUR reduziert (Vorjahr -1,0 Mio. EUR), wobei die unfertigen Leistungen um 2,1 Mio. EUR auf 2,1 Mio. EUR (Vorjahr 4,2 Mio. EUR) reduziert worden sind. Die erhaltenen Anzahlungen sind um 2,3 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR (Vorjahr 6,1 Mio. EUR) gesunken. Der Bestand an liquiden Mitteln liegt zum Jahresende bei rd. 0,3 Mio. EUR. Die Lieferantenverbindlichkeiten sind von 2,8 Mio. EUR um 0,2 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr 2,8 Mio. EUR). Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten betragen zum Stichtag 0,9 Mio. EUR und blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die langfristigen Darlehensverbindlichkeiten wurden in 2023 planmäßig um 0,7 Mio. EUR auf 1,05 Mio. EUR reduziert. Die GITEC verfügt zum Abschlussstichtag über 2,3 Mio. EUR nicht ausgenutzte Kreditlinien (1,3 Mio. EUR von der Commerzbank AG und 1,0 Mio. EUR von der T.O.I. GmbH) sowie über einen revolvierenden Avalrahmen von 7,5 Mio. EUR. Zum Stichtag 31.12.2023 bestanden noch rd. 3,5 Mio. EUR offene Avallinien. Die EK-Quote beträgt zum Stichtag 21,5 % und konnte gegenüber dem Vorjahr mit 14,5 deutlich verbessert werden. 2.4. Bewertung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GITEC wird als solide und zufriedenstellend beurteilt. Die Geschäftsführung sieht aufgrund des guten Gewinns und des hohen Auftragsbestandes in 2024 eine ausreichende Stabilität der finanziellen Lage und die Gesellschaft verfügt über ausreichend finanzielle Mittel, um das laufende Geschäft in 2024 zu finanzieren. 3. UNTERNEHMENSSTEUERUNG Die Steuerung des Geschäfts erfolgt über finanzielle Leistungsindikatoren, die auf das Geschäftsmodell der GITEC ausgerichtet sind. Neben den allgemeinen Steuerungsgrößen Entwicklung der Gesamtleistung (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen + sonstige betriebliche Erträge), des Rohertrages und des EBITDA basiert die Unternehmenssteuerung auf einer detaillierten Analyse aller laufenden Projekte. Dabei werden den geplanten die tatsächlichen Erlöse und Aufwendungen gegenübergestellt und Abweichungen analysiert. Darüber hinaus werden inhaltliche und zeitliche Abweichungen von der dem Auftrag zugrunde liegenden Planung quartalsweise analysiert und, sofern notwendig, Gegenmaßnahmen getroffen. Wichtig ist der laufende Soll-/Ist-Vergleich der Projekte und die Leistungsabrechnung und -erbringung gemäß Vertragsbedingungen. Die Liquiditätssteuerung der GITEC erfolgt über eine detaillierte Jahresplanung auf Projekt- wie auf Unternehmensebene, der laufend die IST-Werte gegenübergestellt werden. Flankierend unterliegen Bestellungen einem internen Genehmigungsprozess. Die Ausweitung des Geschäftsvolumens wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Die Steigerung der Gesamtleistung wird zu einem Mehrbedarf an Working Capital (Auftragsvorfinanzierung bzw. Finanzierung von Forderungszielen) führen, was nur zum Teil durch Lieferantenfinanzierungen abgedeckt werden kann. Das Liquiditätsmanagement wird daher in den kommenden Jahren innerhalb der Unternehmenssteuerung an Bedeutung gewinnen. Die Geschäftsführung hat in 2023 mit der Digitalisierung der Geschäftsprozesse einen wichtigen Schritt in die Zukunft gemacht und wird diese in 2024 weiter auszubauen. Neben den finanziellen Indikatoren liegt der Schwerpunkt auf dem Aufbau und der Verstärkung der lokalen Tochtergesellschaften. Da die Leistungserbringung in der Zukunft immer stärker durch lokale Ressourcen erbracht werden wird, stehen das lokale Know-how, Präsenz vor Ort und Aufbau lokaler funktionierender Qualitätssicherung und leistungsfähige IT-Strukturen im Vordergrund. 4. PERSONAL Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2023 waren 110 Mitarbeiter (2022: 95) beschäftigt. Mit der weiteren Stärkung unserer Recruitment-Abteilung ist es der Gesellschaft gelungen, den Fachabteilungen und Projekten weitere hochqualifizierte freie Mitarbeiter zuzuführen. Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr mit 5.6 Mio. EUR um rd. 0,6 Mio. EUR auf 5,0 Mio. EUR wieder gesunken. Dies liegt im Wesentlichen an strukturellen Personalveränderungen. 5. CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG 5.1. Chancen Aufgrund der Ausrichtung der deutschen Entwicklungshilfe verbunden mit einer relativen Stabilität der für die Gesellschaft wichtigen Märkte ergeben sich grundsätzlich positive Rahmenbedingungen für die GITEC. Besondere aktuelle Chancen ergeben sich für unsere Gesellschaft aus der geographischen Positionierung im lateinamerikanischen und zentralasiatischen Raum. Weitere relative Wettbewerbsvorteile des Unternehmens bestehen aufgrund der fachlichen Breite der Kompetenz, welche sowohl Ingenieurstechnik als auch sozio-ökonomisches und umwelttechnisches Know-how einschließt. 5.2. Risiken Risiken für die Geschäftsentwicklung werden generell in der politischen Stabilität der Empfängerländer gesehen, denen aber durch eine regionale Diversifizierung und eine sorgfältige Auswahl der Zielländer entgegengewirkt wird. Die aktuelle Entwicklung im arabischen Raum bedeutet auch weiterhin Ergebnis- und Umsatzrisiken für GITEC. Auch verstärkt auftretende Unruhen in afrikanischen Ländern bedeuten zunehmende Länderrisiken für das Unternehmen. GITEC konnte mit verstärkter Akquisition in Asien und Südamerika den Auswirkungen aus den Länderrisiken entgegenwirken und wird dies auch weiterhin verstärkt betreiben. 5.2.1. Ukraine Kriegs-Risiken Der am 24. Februar 2022 begonnene und von Russland initiierte Krieg in der Ukraine wird auf die Geschäftstätigkeit der GITEC Gruppe auch in 2024 keine direkten Auswirkungen haben. Die GITEC hat weder in Russland noch in der Ukraine geschäftliche Aktivitäten. Es bleibt aber abzuwarten, ob weitere Eskalationsstufen von Seiten Russlands zu einer Ausweitung des Kriegs in Europa führen können. Weiterhin ist nicht auszuschließen, dass bei einem länger anhaltenden Krieg und den damit verbundenen Kosten in Verbindung mit steigenden Energiepreisen die deutsche und die europäische Wirtschaftsleistung dramatisch absinken könnte. Dies könnte mittelfristig zu einer veränderten Mittelallokation auch in der Entwicklungszusammenarbeit führen. 5.2.2. Weitere Risiken Im Zusammenhang mit den zunehmend komplexeren Steuersystemen der Länder, in welchen wir tätig sind, ergeben sich erhöhte administrative Prozesse und restriktivere Genehmigungen durch die lokalen Behörden gegenüber den Entwicklungsbanken, welche mittelbar zu verlängerten Zahlungszielen für unsere Leistungen führen. Weitere Risiken liegen in der Marktöffnung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit für ausländische Wettbewerber und der stärkeren Vergabe und Ausschreibung von Ingenieur- und Consultingleistungen an lokale Firmen in Asien, Afrika und Lateinamerika. Innerhalb der Gesamtgruppe (IGIP/GITEC) begegnen wir dieser Herausforderung durch den Auf- und Ausbau von eigenen lokalen Strukturen. Den steigenden IT-Risiken (Abgängigkeit von Systemen, Angriffe durch Dritte, Datenverlust) begegnen wir mit einer veränderten IT-Struktur in 2023/2024 durch verstärkte Systemabsicherungen und Echtzeitspieglung der Daten auf redundanten Serversystemen an zwei unterschiedlichen und physisch getrennten Standorten. Weiterhin wurde in 2023 das Digitalisierungsprojekt weitergeführt und alle Projekt- und Firmen relevanten Daten wurden Anfang 2023 in die Cloud eines Drittanbieters in Deutschland verlegt. Zusätzlich findet auch weiterhin eine Speicherung unserer Daten auf den eigenen Serversystemen statt. Darüber hinaus finden interne Schulungen zur IT-Sicherheit und generellen Handhabung der Daten im Unternehmen statt. Die Gesellschaft verfügt mit den unter 2.3 aufgeführten Finanzmitteln zum heutigen Zeitpunkt über ausreichend Kreditlinien, um das laufende Geschäft zu finanzieren. Die Reduzierung der Vorfinanzierung von Projekten und die Verkürzung der Zahlungsziele sind aber weiterhin wichtige Ziele für das Jahr 2024. Eine Beschränkung der Projektfinanzierung würde sich vor dem Hintergrund der positiven Auftragsentwicklung negativ auf das Wachstum unseres Geschäftes auswirken. Grundsätzlich ist das Geschäft der GITEC einem Währungsrisiko ausgesetzt, da die Projekte der Gesellschaft im Wesentlichen im Nicht-EU-Ausland abgewickelt werden. Über 90% aller Projekte werden mit den Financiers in Euro vereinbart. Einige wenige Projekte werden in US-Dollar abgerechnet. In diesen Fällen erfolgt gleichlautend die Abrechnung mit lokalen Mitarbeitern, Freiberuflern und Experten in der gleichen Währung, sodass nur ein sehr geringer Anteil einem tatsächlichen Währungsrisiko ausgesetzt ist. Die Risiken sind derzeit vernachlässigbar. Die Geschäftsführung ist aber vorbereitet, bei entsprechend steigendem Anteil des Projektvolumens in Fremdwährung geeignete Kurssicherungsmaßnahmen vorzunehmen. GITEC sieht sich hinsichtlich der bestehenden geschäftlichen Risiken für den Zeitraum des laufenden Geschäftsjahres gut aufgestellt, um auch auf unvorhergesehene Entwicklungen reagieren zu können. 6. PROGNOSE UND AUSBLICK Die Geschäftsführung rechnet prinzipiell für die kommenden Jahre mit leicht rückgängigen Budgets der nationalen und internationalen Geldgeber für Projekte im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit in den Regionen Mittel- und Südamerika, Afrika, Naher Osten und Asien. Wir verweisen dazu auch auf die oben dargestellten Prognosen im Zusammenhang mit der Erläuterung von wirtschaftlicher Entwicklung sowie Markt und Wettbewerb. Die weitere Geschäftsentwicklung ist für uns Stand heute mit Unsicherheiten über die weitere Entwicklung des Ukraine Krieges und einer generellen Erhöhung der Länderrisiken behaftet. Wir gehen aber insgesamt in 2024 aufgrund des sehr guten Auftragsbestandes wieder von einer vergleichbaren Gesamtleistung wie im Jahr 2023 aus. Die GITEC ist insgesamt durch die lokalen Repräsentanzen und langjährigen Mitarbeitern vor Ort sowie einem guten Auftragsbestand von derzeit rd. 59,6 Mio. EUR und den momentanen Liquiditätsreserven (freie Kreditlinien 2,3 Mio. EUR und Bankguthaben 0,3 Mio. EUR) von rd. 2,6 Mio. EUR gut aufgestellt, so dass wir auf Grundlage der derzeit verfügbaren Erkenntnisse nicht von einer Bestandsgefährdung der Gesellschaft ausgehen. Allerdings können wir auch aufgrund der unklaren Entwicklung des Ukraine Krieges, der Situation in Israel, Libanon und Palästina und den damit verbundenen internationalen Risiken eine rückläufige Entwicklung der Gesellschaft in den Jahren 2024 und 2025 nicht ausschließen. Wir würden dann ein deutliches und vergleichsweises niedrigeres Niveau von Rohertrag und EBITDA gegenüber 2023 erwarten.
Köln, den 27. September 2024 Thomas Harbauer Jean-Philippe Perrin Wolfgang Jendrischewski BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1 Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Mit Verschmelzungsvertrag vom 17.08.2022 wurde die GITEC-IGIP GmbH rückwirkend auf den 01.01.2022 auf die IGIP Ingenieurgesellschaft mbH (im folgenden IGIP genannt verschmolzen, die IGIP Ingenieurgesellschaft mbH wurde anschließend in die GITEC-IGIP GmbH umbenannt. Die GITEC-IGIP GmbH ist zum Stichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des §267 Abs. 2 HGB. Registerrechtliche Angaben: - Firma: GITEC-IGIP GMBH - Sitz: Düsseldorf - Geschäftsadresse: Köln - Registergericht: Amtsgericht Düsseldorf - Handelsregisternummer: HRB 79 213 Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich unverändert zum Vorjahr beibehalten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens angewendet. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt 2 Mitzugehörigkeitsvermerke Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte: Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gehören zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (1) Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Software mit Anschaffungskosten unter Euro 800,00 wurde im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. (2) Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden linear nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde: Immaterielle Vermögensgegenstände: 3-5 Jahre Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3-15 Jahre Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens unter Euro 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. (3) Die Finanzanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. (4) Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um den Bestand der noch nicht abgenommenen Leistungen. Die Gesellschaft wendet bei zeitraumbezogenen Dienstleistungsverträgen grundsätzlich die Methode der ratierlichen Teilgewinnrealisierung an. Die erhaltenen Anzahlungen werden offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt. Häufig wird der Leistungsumfang von Projekten über den anfangs definierten Stand durch ergänzende Nachträge erweitert, da sich deren endgültiger Abschluss über mehrere Jahre hinziehen kann. Der Ausweis in den Umsatzerlösen erfolgt daher jeweils nach Abnahme von definierten Vertragsteilen bzw. bei Abnahme von definierten "milestones". Die Abnahme durch die in der Regel ausländischen Leistungsempfänger wird mit der konkludenten Zahlung dokumentiert. (5) Währungsrisiken finden bei der Projektbewertung keine Berücksichtigung, da die Aufträge zum großen Teil auf Euro lauten und nur kleinere Teile in lokalen Währungen bezahlt werden. Der größte Teil der in Währungen vereinnahmten Beträge wird auch im Ausland wieder ausgegeben. Währungsverluste treten deshalb insgesamt nur in geringem Umfang auf. (6) Forderungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. (7) Kassenbestand, Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bilanziert. (8) Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite bzw. Passivseite Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. (9) Sonstige Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe ihres nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend erfasst. (10) Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. 4 Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten (1) Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet werden. Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. (2) Bei den unfertigen Leistungen erfolgten keine Abwertungen. Es wird auf die unter 3. (4) oben gemachten Ausführungen verwiesen. (3) Die Umrechnung ausländischer Währungskassen zu Monatsultimokursen, die als Buchhaltungskurse für den jeweiligen Folgemonat eingestellt werden, führt zu positiven bzw. negativen Abweichungen zu den Transfers, die zu Tageskursen umgerechnet werden. Diese Differenzen, die durch eine Korrektur für zu hoch oder zu niedrig ausgewiesenen Aufwand ausgeglichen werden, werden als Standardabweichung in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die tatsächlichen Währungsgewinne und -verluste sind unten angegeben. 5 Anlagespiegel und Abschreibungen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagespiegel dargestellt (siehe auch 3.(1) bis (3) oben). 6 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Restlaufzeit aller Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt, wie im Vorjahr, unter einem Jahr. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen nicht. 7 Eigenkapital Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 EUR 3.011.813,13 und gliedert sich wie folgt
8 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen i.H.v. TEUR 2.799 (Vorjahr TEUR 4.707) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Fremdleistungen i.H.v. TEUR 1.875 (Vorjahr TEUR 3.444), für Projektkassen und- Banken i.H.v. TEUR 255 (Vorjahr TEUR 632) für Strukturkosten i.H.v. TEUR 430 (Vorjahr TEUR 307) und für Personalkosten i.H.v. TEUR 148 (Vorjahr TEUR 196). 9 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von < 1 Jahr i.H.v. TEUR 1.597 (Vorjahr TEUR 1.050), zwischen 1 und 5 Jahren i.H.v. TEUR 350 (Vorjahr TEUR 1.750), > 5 Jahre i.H.v. TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0). Die erhaltenen Anzahlungen haben eine Restlaufzeit von < 1 Jahr i.H.v TEUR 1.183 (Vorjahr TEUR 1.028), zwischen 1 und 5 Jahren i.H.v. TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0), > 5 Jahre TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von < 1 Jahr i.H.v TEUR 2.975 (Vorjahr TEUR 2.789), zwischen 1 und 5 Jahren i.H.v. TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0), > 5 Jahre TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit von < 1 Jahr i.H.v TEUR 411 (Vorjahr TEUR 303), davon gegenüber Gesellschaftern I.H. von TEUR 360, zwischen 1 und 5 Jahren i.H.v. TEUR 640 (Vorjahr TEUR 1.300), davon gegenüber Gesellschafter i.H. von TEUR 640, > 5 Jahre TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von < 1 Jahr i.H.v TEUR 54 (Vorjahr TEUR 44), zwischen 1 und 5 Jahren i.H.v. TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0), > 5 Jahre TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0). 10 Anteile an verbundenen Unternehmen Die in der Bilanz ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die IGIP Afrique Benin (Anteil 95%, Eigenkapital und Jahresergebnis 2023 TEUR 667/ TEUR 3), die GITEC Brasil Consultoria Socio-Ambiental Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien (Anteil 100% Eigenkapital und Jahresergebnis 2023 TEUR 7/ TEUR 15), die GITEC-IGIP Colombia (Anteil 95% Eigenkapital und Jahresergebnis TEUR 44/ TEUR 2) sowie die L.E.E. S.a.r.l, Luxembourg (Anteil 33,3%, Eigenkapital und Jahresergebnis 2023 TEUR 229/TEUR 88). Die MAVI Consultance Lt.d, die IGIP Afrique Mali, die IGIP Afrique Burkina Faso sowie die IGIP Afrique Kongo sind von untergeordneter Bedeutung, was auf die politische Situation in den Ländern zurückzuführen ist. Die in den Finanzanlagen hierfür ausgewiesenen Anteile (TEUR 77) sowie Ausleihungen (TEUR 194) wurden wertberichtigt. 11 Aufgliederung des Umsatzes nach Regionen Die Leistung 2023 (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) von insgesamt TEUR 23.060 gliedert sich wie folgt auf:
12 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 162 (Vorjahr TEUR 301) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 56 (Vorjahr TEUR 84) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr TEUR 199). 13 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.625 (Vorjahr TEUR 1.894) beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen für Raumkosten in Höhe von TEUR 298 (Vorjahr TEUR 285), für Sonstige Beratungskosten in Höhe von TEUR 657 (Vorjahr TEUR 486) sowie für Versicherungen in Höhe von TEUR 151 (Vorjahr TEUR 132). Aus einer im Vorjahr durchgeführten Verschmelzung resultierte im Geschäftsjahr 2022 ein Verschmelzungsverlust von TEUR 2.939. 14 Haftungsverhältnisse und Sicherheiten Valutierte Avale für Anzahlungs- und Durchführungsgarantien bestehen in Höhe von TEUR 5.083. Eine Inanspruchnahme der Garantien zeichnet sich aufgrund der Einschätzung der betroffenen Projekte nicht ab. Die Bankdarlehen und Avale sind mit einer Globalzession der Forderungen sowie durch die Verpfändung von Guthabenkonten i. H. von TEUR 188 besichert. 15 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat einen Leasingvertrag für Geschäftsausstattung abgeschlossen. Es laufen mehrere Mietverträge, für das Büro in Köln sowie für Projektbüros und Wohnungen im Ausland mit einer Laufzeit von überwiegend einem Jahr sowie mehrere Lizenzverträge. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen teilt sich wie folgt in Miet- und Leasingverträge auf:
Weiterhin besteht eine Absicherung bei der Bank of Africa zu Gunsten IGIP Afrique Benin in Höhe von TEUR 763. 16 Anzahl der Mitarbeiter Im Jahre 2023 waren im Durchschnitt 110 Mitarbeiter (inklusive Ortskräfte) beschäftigt (Vorjahr 95 Mitarbeiter). - Projektpersonal (In- und Ausland): 79 (Vorjahr 67) - Verwaltungspersonal (nur Inland): 31 (Vorjahr 28) Daneben beschäftigte die GITEC durchschnittlich 195 (Vorjahr 185) freiberufliche Projektmitarbeiter. 17 Geschäftsführung Im Jahre 2023 wurden die Geschäfte des Unternehmens gemeinsam durch Herrn Thomas Harbauer (Dipl.-Wirt.-Ing.) als Sprecher der Geschäftsführung sowie Herrn Jean-Philippe Perrin (Dipl. Kfm.) und Herrn Dr. Ing. Wolfgang Jendrischewski geführt. Bezüglich der Angaben der Bezüge der Geschäftsführer macht die Gesellschaft von der Schutzklausel gemäß § 286 (4) HGB Gebrauch. 18 Konzernzugehörigkeit Die GITEC ist seit dem 01.01.2021 eine Tochtergesellschaft der T.O.I. GmbH, Köln. 19 Gewinnverwendung Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Köln, den 27. September 2024 Thomas Harbauer Jean-Philippe Perrin Wolfgang Jendrischewski AnlagenspiegelGITEC-IGIP GmbH, KölnAnalgenspiegel 31.12.2023
sonstige Berichtsbestandteile
27.9.2024, Köln Thomas Habauer Jean-Philippe Perrin Wolfgang Jendrischewski Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 04.10.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die GITEC-IGIP GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GITEC-IGIP GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GITEC-IGIP GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prü- fung feststellen.
München, 27. September 2024 Forvis Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Helge Schäfer, Wirtschaftsprüfer Maximilian Stocker, Wirtschaftsprüfer |
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