Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 182005
Eingetragen
24.11.2003
Branche
Großhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und KörperpflegemittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und ReinigungsmittelnEinzelhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln
Gegenstand
Der Handel mit und der Vertrieb von Handelsmarken und Verbrauchsgütern aller Art, insbesondere aus dem Bereich Kosmetik und Pflegeprodukte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Mathias Kaendler
seit 19.7.2023
Prokura
Ralf Kriese
seit 19.7.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SODALIS ITALY S.R.L.ITA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

SODALIS ITALY S.R.L.
Italy
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lornamead GmbH

Hamburg (vormals: Norderstedt)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

I Grundlagen

Mit dem Kauf der Marke "CD" von der Unilever Ende 2003 engagierte sich die Lornamead-Gruppe erstmals in Deutschland. Zu diesem Zweck wurde in Hamburg die Lornamead GmbH gegründet, die sich über die Jahre als mittelständischer Körperpflegespezialist im Markt etabliert hat. Die Lornamead GmbH hat die alleinige Vertriebs- und Marketingverantwortung für diese Marken. Seit 2005 wurde das Markenportfolio kontinuierlich erweitert, teilweise durch weitere Markenakquise, aber auch durch selbst kreierte neue Marken. Zum Stichtag 31.12.2023 besteht das Markenportfolio aus zwölf Marken. Diese sind in allen wesentlichen Körperpflegekategorien vertreten. Anfänglich lediglich präsent im deutschsprachigen Raum werden die Marken inzwischen in mehreren europäischen Ländern (u. a. Central Eastern Europe, Skandinavien) vertrieben. Hauptvertriebskanal ist der Drogeriemarktbereich und der klassische Lebensmittelhandel, in den letzten Jahren aber auch verstärkt der Online-Handel.

Um im Wettbewerb erfolgreich zu bestehen und relevante Skaleneffekte zu generieren, ist die Produktion bisher extern vergeben, sodass der Hauptfokus in der Vertriebs- und Marketingverantwortung liegt; insbesondere in der Erstellung einer markt- und kundengerechten Markenstrategie, der Entwicklung und Einführung von Neuprodukten, der markenbezogenen Kommunikation und einer effizienten Vermarktungsstrategie sowie im Herstellen und im Ausbau der Beziehungen zu den relevanten Handelspartnern - sowohl offline als auch online. Dieser Asset-Light-Ansatz ermöglicht es der Lornamead GmbH, sich schnell und flexibel an sich ändernde Marktgegebenheiten anzupassen.

II Wirtschaftsbericht

"Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher."

Der FMCG-Markt ist im Jahr 2023 um +7,5% zum Vorjahr gewachsen. Während die Absätze leicht rückläufig waren (-1,8% zum Vorjahr) ist das Wachstum getrieben durch Preiserhöhungen (+ 9,9% zum Vorjahr). Der für Lornamead relevante Bereich Cosmetics/Personal Care konnte um 12,2% zum Vorjahr wachsen (+5,7% Menge / + 6,1% Preis).

Der für Lornamead wichtigste Vertriebskanal des FMCG - Markt sind die Drogeriemärke. In 2023 wuchsen die Drogerien am stärksten (+13,8 zum Vorjahr)

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 betrug 50.260 TEUR (+ 14 %). Die EBITDA Marge stiegt von 11% auf 15%.

Die Lornamead GmbH steuert ihre operative Geschäftstätigkeit insbesondere anhand der Umsatzerlöse und des aus dem internen Management Reporting abgeleiteten Ergebnisses vor Steuern. Wesentlicher Unterschied der Umsatzerlöse zu den handelsrechtlichen Umsatzerlösen ist der unterschiedliche Ausweis in den rein handelsbezogenen Umsatzerlösen im Management Reporting. Die Erlöse im Management Reporting sind 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 6.179 TEUR auf 50.251 TEUR gestiegen. Neben einem Wachstum durch Preisauftrieb (circa. 9 %) konnte 5 % Wachstum dem Mengenwachstum zugeschrieben werden.

Das Ergebnis im Management Reporting lag mit 7.288TEUR um 2. 415 TEUR höher als im Vorjahr. Diese Entwicklung ist bedingt durch die Weitergabe der gestiegenen Einkaufskosten und der erfolgreichen Einführung neuer Marken.

Eine große Veränderung im Jahr 2023 war der Umzug des Unternehmens von Norderstedt in eine auf die Bedürfnisse des Unternehmens angepassten Standort in zentraler Lage in Hamburg.

In 2023 wurden neue Produkte mit einem Umsatz von 7.200 TEUR lanciert, 40% davon waren Produkte mit denen zusätzliche Umsätze erzielt werden konnten.

Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 ist im Hinblick auf die erzielten Umsätze ein erfolgreiches Jahr. Fast alle Marken konnten sich positiv entwickeln. Des Weiteren haben sich die von der Sodalis-Gruppe übernommen Marken sehr stark entwickelt. Nach einem verhaltenen Wachstum im Jahr 2022 stieg der Umsatz in 2023 um 6.162 TEUR (+14%).

Die Herstellungskosten für die Erzielung der Umsatzerlöse sind mit 35.651 TEUR gegenüber dem Vorjahr um 3.613 TEUR unterproportional gestiegen, sodass das Marge um 2.548 TEUR auf 14.609 TEUR stieg. Damit ist die Marge im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 % gestiegen, eine Entwicklung der weitergegebenen Rohstoffpreissteigerung.

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Vergleich zum Vorjahr um 231 TEUR. Dieser Rückgang ist bedingt durch den Wegfall von Einmalinvestitionen im Bereich IT. Die übrigen betrieblichen Erträge sinken im Vergleich zum Vorjahr, das durch Einmaleffekte gekennzeichnet war (Kompensation für die Verlagerung von Geschäftsteilen).

Insgesamt wurde ein Ergebnis nach Steuern von 2.848 TEUR (+ 1.170 TEUR gegenüber dem Vorjahr) erwirtschaftet, das auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Die Prognose des vergangenen Jahres konnte durch die Umsetzung der Preissteigerungen am Markt und der gelungenen Einführung neuer Produkte übertroffen werden.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Lornamead GmbH erhöhte sich 2023 von 15.471 TEUR auf 21.953 TEUR.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um 8.569 TEUR, bedingt durch ein Darlehen an Conter. Ebenfalls erhöhten sich die Flüssigen Mittel um 1.146 TEUR. Gegenläufig sanken die Fertigwarenbestände um 1.914 TEUR. Dem stand auf der Passivseite eine Erhöhung des Eigenkapitals um 2.848 TEUR durch den Gewinn des Jahres gegenüber. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um 3.834 TEUR gestiegen und beinhalten vorrangig Steuerverbindlichkeiten an das Finanzamt. Die Höhe der Verbindlichkeiten ist bedingt durch den Umzug und die Dauer der Arbeitsprozess im Finanzamt Hamburg und die damit verbunden Einrichtung eines SEPA Lastschrift Mandats.

Die Eigenkapitalquote ist mit 15% (+12%P) höher als im Vorjahr und dem positiven Geschäftsverlauf geschuldet. Den flüssigen Mitteln von 3.842 TEUR (Vorjahr 2.696 TEUR) stehen kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten von 14.256 TEUR gegenüber. Unter Einbeziehung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stehen Mittel von 16.282 TEUR (Vorjahr 7.936 TEUR) zur Verfügung. Der Liquiditätsgrad II beträgt 114 % (Vorjahr 75 %).

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine wesentlichen Investitionen

Personal

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 37 (Vorjahr: 36) Mitarbeiter (FTE) beschäftigt.

Die Mitarbeiter haben ihr Aufgabengebiet in den Bereichen Marketing, Vertrieb, logistische Steuerung, Finanzen, Einkauf und allgemeine Verwaltung.

III Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Chancen

Die Revitalisierung der Kernmarken verbunden mit der Bereitschaft diese mit relevantem medialem Support zu begleiten, stellt eine strategische Veränderung und Zugleich Chance dar. Neben Fokus auf Kernmarken wie CD wird die 2022 eingeführte Marke "Tesori d'Oriente" weiterhin das Wachstum treiben, mit der Chance diese in neue Kategorien zu erweitern. Die teilweise bereits erfolgte erfolgreiche Einführung von Supply-Chain- Synergien mit der Sodalis-Gruppe stellen eine weitere Chance dar. Neben einer weiteren regionalen Expansion und der Erweiterung des Markenportfolios besteht relevantes Wachstumspotential auch in dem direkten und indirekten E-Commerce unserer Marken.

Risiken

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Zur Identifikation und Bewertung wesentlicher Risiken haben wir ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagementsystem als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert. Dieses System wird zur Anpassung an neue Erkenntnisse fortlaufend weiterentwickelt. Es umfasst eine wöchentliche rollierende Vertriebsplanung, kombiniert mit einer Einkaufsplanung. Auf dieser Basis werden sowohl die Gewinn- und Verlustrechnung als auch die Bilanz und der Cashflow mit einem Vorlauf von zwölf Monaten monatlich überprüft. Im Rahmen dieser Planung werden aktuelle Erkenntnisse auf Basis von Marktdaten verarbeitet.

Neben den unverändert bestehenden Risiken der weiteren Handelskonzentration, verbunden mit wachsendem Margendruck, den wir durch Einführung höherwertiger Markenkonzepte und Produktionsoptimierung kompensieren wollen, stellt die weltpolitische Lage, die aktuelle Energiekrise, verbunden mit der hohen Inflation, eine konkrete Herausforderung dar.

Die der Geschäftsführung bekannten konkretisierten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Im Übrigen lässt sich der Einfluss der genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend quantifizieren Risiken sind nach derzeitigen Erkenntnissen nicht gegeben.

Zukünftige Entwicklung

Im Jahr 2024 wird sich das Geschäftsergebnis bedingt durch die Fokussierung auf profitable Produkte, insbesondere der Marke "Tesori d' Oriente" in den Bereichen Fragrance und Deo, verbessern. Zusätzlich werden unterjährige Listung aus 2023 eine Volljahreseffekt für den Umsatz 2024 erzeugen. Zudem wird weiterhin an einer stetigen Kostenoptimierung festgehalten sowie Formate Gruppenweit harmonisiert. Wir gehen demnach derzeit von leicht steigenden Umsätzen und einer Erholung der Margen aus. Diese Entwicklung wird, trotz inflationsbedingter Fixkostensteigerung, auch den Unternehmensgewinn gegenüber dem Vorjahr verbessern.

 

Hamburg, 13. April 2024

Lornamead GmbH

Die Geschäftsführung

Riccardo Granata

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 212.662,54 460.052,02
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 16.832,40
212.662,54 476.884,42
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 210.997,90 156.535,28
423.660,44 633.419,70
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Waren 4.828.919,19 6.742.491,19
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.936.963,53 3.916.770,81
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.569.357,95 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 934.408,14 1.323.350,29
12.440.729,62 5.240.121,10
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.841.720,28 2.696.015,43
21.111.369,09 14.678.627,72
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 417.543,77 158.996,10
21.952.573,30 15.471.043,52

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 520.777,92 0,00
III. Verlustvortrag 0,00 -1.157.574,63
IV. Jahresüberschuss 2.848.473,14 1.678.352,55
3.394.251,06 545.777,92
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 2.074.759,28 736.673,24
2. Sonstige Rückstellungen 3.597.038,21 3.593.649,41
5.671.797,49 4.330.322,65
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.778.723,31 2.923.341,74
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.012.834,69 7.410.496,69
3. Sonstige Verbindlichkeiten 4.094.966,75 261.104,52
12.886.524,75 10.594.942,95
21.952.573,30 15.471.043,52

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 50.260.149,30 44.098.636,16
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 35.651.502,74 32.038.736,77
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 14.608.646,56 12.059.899,39
4. Vertriebskosten 5.578.321,93 5.288.461,04
5. Allgemeine Verwaltungskosten 5.993.678,24 6.626.261,84
6. Sonstige betriebliche Erträge 1.634.950,75 2.260.108,24
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 187.630,68 76.708,08
10.124.680,10 9.731.322,72
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge -65.307,95 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 232.036,13 370.087,61
166.728,18 370.087,61
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.468.765,14 280.136,51
11. Ergebnis nach Steuern 2.848.473,14 1.678.352,55
12. Jahresüberschuss 2.848.473,14 1.678.352,55

Anhang für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Allgemeine Hinweise

Die Lornamead GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (HR B-Nr. 182005).

Die Lornamead GmbH ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Bilanz ist gegliedert nach § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren entsprechend § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 5 Jahre um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 5 Jahre abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 150 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 150 und bis zu € 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten in Verbindung mit dem niedrigeren Tageswerten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge in Höhe von 0,25% berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungsbestände sind dabei mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet worden.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen werden mit dem Wechselkurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. mit dem niedrigeren Kurs zum Stichtag bewertet.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Wechselkurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. mit dem höheren Kurs zum Stichtag bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Dabei können entgegen dem Realisationsprinzip die historischen Erfüllungskosten unterschritten werden.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 8.500 aus einer Darlehensgewährung an den Gesellschafter und im Übrigen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich im Wesentlichen aus Vorauszahlungen für Versicherungsprämien.

Eigenkapital

Die Gewinnrücklagen beträgt TEUR 521. Der Jahresüberschuss, in Höhe von TEUR 2.848 wird in auf neue Rechnung vorgetragen.

Übrige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kundenboni bzw. Rückvergütungen an die Kunden, verschiedene Trademarketingaktivitäten, Frachtkosten sowie personalbezogene Rückstellungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Gesamt Restlaufzeit Gesamt
31.12.2023 bis 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.779 1.778 0 0 2.923
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.013 7.013 0 0 7.410
Sonstige Verbindlichkeiten 4.095 4.095 0 0 261
12.887 12.887 0 0 10.595

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 7.013 aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Von den Verbindlichkeiten bestehen TEUR 7.009 gegenüber der Gesellschafterin.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 3.796 (Vorjahr: TEUR 261).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen entfallen 86% auf das Inland und 12 % auf das europäische Ausland.

Materialaufwand

Der Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB (Gesamtkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 32.305 29.036
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 887 784
33.192 29.820

Personalaufwand

Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) gliedert sich wie folgt:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
a) Löhne und Gehälter 3.238 2.989
b) Soziale Abgaben 476 449
c) Aufwendungen für Altersversorgung 11 12
3. 727 3.450

Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 92 (Vorjahr TEUR 599).

Sonstige betriebliche Erträge/ Aufwendungen

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.368 (Vorjahr TEUR 675) und Erträge aus Währungsgewinnen von TEUR 92 (Vorjahr Verlust TEUR 597) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von TEUR 45 (Vorjahr TEUR 27).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge entfallen in voller Höhe auf verbundene Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von TEUR 232 entfallen TEUR 111 an verbundene Unternehmen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern in Höhe von TEUR 1.469 beziehen sich auf Ergebnis des Geschäftsjahres 2023.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen, die auf operativen Leasingverhältnissen für Personenkraftwagen beruhen. Die finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen belaufen sich auf TEUR 46 mit einer Restlaufzeit von weniger als 1 Jahr und TEUR 40 mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren. Sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren bestehen nicht.

Abschlussprüferhonorar

Das im Geschäftsjahr vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar betrug TEUR 48 für Abschlussprüfungsleistungen.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 39 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) in den Bereichen Sales and Shipping (23), Marketing (9) und Administration (7) beschäftigt.

Geschäftsführung

Granata, Riccardo Emanuele Maria, Master of Sciene, Crema/Italien

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Keine Ereignisse zu berichten

Konzernverhältnisse

Seit dem 01.01.2022 wird die Lornamead GmbH über die Gesellschafterin Conter Srl, Lodi Vecchio (Italien) (kleinster Konsolidierungskreis) in den Konzernabschluss der Sodalis S.r.l. Lodi Vecchio (Italien) (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss ist hinterlegt in Registergericht in Mailand (n.M 1782658) unter der Nummer 04927660961.

Gewinnverwendung

Das Jahresergebnis soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Hamburg, 13. April 2024

Lornamead GmbH

Die Geschäftsführung

Riccardo Granata

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.693.394,52 0,00 0,00 1.693.394,52
Geleistete Anzahlungen 16.832,40 142.380,32 -159.212,72 0,00
1.710.226,92 142.380,32 -159.212,72 1.693.394,52
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betrieb- und Geschäftsausstattung 289.479,37 97.064,46 -620,24 385.923,59
1.999.706,29 239.444,78 -159.832,96 2.079.318,11
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte -1.233.342,50 -247.389,48 0,00 -1.480.731,98
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
-1.233.342,50 -247.389,48 0,00 -1.480.731,98
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betrieb- und Geschäftsausstattung -132.944,09 -41.981,60 0,00 -174.925,69
-1.366.286,59 -289.371,08 0,00 -1.655.657,67
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 212.662,54 460.052,02
Geleistete Anzahlungen 0,00 16.832,40
212.662,54 476.884,42
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betrieb- und Geschäftsausstattung 210.997,90 156.535,28
423.660,44 633.419,70

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Lornamead GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lornamead GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lornamead GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 28. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marko Schipper, Wirtschaftsprüfer

ppa. Katharina Kaufmann, Wirtschaftsprüferin

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