Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 120548
Vorher
Oberberg Klinische Betriebsgesellschaft mbH
Eingetragen
16.11.1987
Branche
Erbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenBeteiligungsgesellschaftenErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen Bildgebung
Gegenstand
Erwerb, der Betrieb und die Verwaltung von Krankenanstalten, Krankenhäusern, Kliniken, Heimen, Tageskliniken und sonstigen Einrichtungen der stationären und ambulanten Versorgung. Gegenstand des Unternehmens ist zudem die Erbringung von ärztlichen bzw. therapeutischen Leistungen und Pflegedienstleistungen und die Zurverfügungstellung von Räumen und Einrichtungen nebst medizinischen Geräten gegenüber Ärzten und Therapeuten, insbesondere in/an den Standorten der Oberbergkliniken. Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen, Rechtsgeschäften und Dienstleistungen berechtigt, die im vorbezeichneten Zusammenhang anfallen oder sonst den Zwecken der Gesellschaft dienlich erscheinen; dazu gehört auch die Unterhaltung von gastronomischen Betrieben. Die Gesellschaft darf auch die Funktion einer Komplementär-GmbH in einer Personenhandelsgesellschaft übernehmen. Die Gesellschaft darf im In- und Ausland Tochtergesellschaften gründen und/oder Zweigniederlassungen errichten.

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Holstein
seit 1.4.2026
Prokura
Alexander Dr. Zobel
seit 25.3.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert45.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Sigmund International S.A.LUX
45.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
3.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Oberberg Klinische Betriebsgesellschaft mbH

Berlin

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

der Oberberg Klinische Betriebsgesellschaft mbH

Vorbemerkung

Die im Jahr 2009/2010 neu konzipierte Klinik in Laßbruch, welche die Bereiche Psychotherapie und Psychosomatik unter dem Postulat von Mensch und Natur realisiert hat, wurde in 2011 gut von den Patienten angenommen.

In 2011 wurde die zielgerichtete Anhebung des qualitativen Niveaus auch in räumlicher Hinsicht in der Klinik in Wendisch-Rietz fortgesetzt. In 2012 wird die Optimierung durch einen ergänzende Anbau, der insbesondere die gehobenen staatlichen Anforderungen mehr als erfüllen soll, fortgesetzt.

Wie in den Vorjahren diente die interne und externe Weiterbildung im Rahmen von zertifizierten Fachvorträgen nicht nur der Erhöhung der Qualitätsstandards der Mitarbeiter sondern waren auch beliebte Treffpunkte von Ärzten und Therapeuten. Die Durchführung des 18-monatigen postgradualen Curriculums unter der Leitung der Oberberg Stiftung Matthias Gottschaldt öffnete nicht nur den Blick für die Stressbewältigung sondern erhöhte das Fachwissen aller Teilnehmer.

Die von der Oberberg Stiftung Matthias Gottschaldt in Verbindung mit der Identity Foundation ins Leben gerufene Reihe der Symposien Meditation und Wissenschaft" werden in 2012 fortgesetzt und bilden weitere Meilensteine in der zu realisierenden Verbindung von Wissenschaft und Praxis.

Alle Maßnahmen zusammen sollen wie bisher helfen, die führende Marktstellung des Unternehmens im Bereich der Privatkliniken für Depression, Sucht, Angst und Bum-out zu erhalten.

A. Wirtschaftsbericht

- Belegungsentwicklung

Der Neubau in Laßbruch mit höherer Kapazität führte zu einer gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Zielvorgabe von 157 Betten (Vorjahr 152). Trotz des Umbaus in Wendisch Rietz konnte der Belegungsrückgang in den ersten vier Monaten 2011 (über - 10%) bis zum Jahresende kompensiert werden, so dass alle Standorte ihre Vorgaben erfüllten und die Durchschnittsbelegung von 157 Betten erreicht wurde. Gegenüber dem Vorjahr ergibt das eine Steigerung von 3.8 Betten.

- Umsatzentwicklung

Durch die gestiegene Auslastung der Kliniken konnten die Umsätze um 4,22% auf rund 15,5 Mio. Euro gesteigert werden.

B. Prognosebericht

Volkswirtschaftlich ist seit Jahren ein laufender Anstieg der Depressionskrankheiten zu verzeichnen. Die Unternehmensleitung geht deshalb davon aus, dass die Durchschnittsbelegung im Jahr 2012 auf insgesamt rund 162 Patienten über alle Kliniken gesteigert werden wird. Dieses Ziel wurde in den ersten Monaten mehr als erreicht.

Die konzertierte Ansprache von potenziellen Mitarbeitern durch alle Oberberg verbundenen Menschen sollen weiterhin die geringen Personalabgänge kompensieren bzw. neues Personal für Belegungssteigerungen gewinnen.

Das im Jahr 2011 begonnene Weiterbildungscurriculum für die Schwestern ist ein weiterer Baustein der Sicherung und Verbesserung der Mitarbeiterqualität.

Das gute Ergebnis des Jahres 2011 veranlasste die Anteilseigner des Unternehmens wie im Vorjahr den Mitarbeitern eine Sonderprämie zur Verfügung zu stellen. Voraussichtlich wird auch im Jahr 2012 eine Sonderprämie an die Mitarbeiter ausgezahlt werden.

C. Risikobericht

Umsatz, Personal und Kostenstruktur werden im Rahmen eines permanenten Soll-Ist-Vergleichs monatlich, quartalsweise und in Teilen täglich überprüft. Grundlage der Prüfung ist eine aus historischen Daten abgeleitete Kosten- und Ertragsplanung, die durch die geplanten Zukunftsinvestitionen ergänzt werden. Die Planungsrechnung wird auf Jahresbasis mit monatlicher Zuordnung sowie einer ergänzenden 3-Jahresvorausschau erstellt.

Die hohe Verfügbarkeit von Betten für Patienten sowie die ergänzende Betreuung der kooperierenden Ärzte und Therapeuten sichern die kontinuierliche Belegung. Die bereits erwähnte zunehmende Bedeutung von Bum-out und Depression lassen keinen Abbruch dieser Tendenz erkennen. Das gesellschaftliche Umfeld mit seinen verstärkten Belastungen für das Individuum insbesondere der Leistungsträger, führt zu einem erhöhten Bedarf an Therapie, wie das Unternehmen es bietet.

Die hohe Eigenkapitalquote bietet eine gesunde Basis für die Zukunft.

Für auftretende Risiken ist man in so weit gewappnet, das aktiv auf alle Änderungen, die in Relation zur Planung eintreten, reagiert wird. Das Unternehmen ist damit bezogen auf die Marktveränderungen gut aufgestellt ist.

D. Entwicklung

Kernpunkt der Oberberg-Behandlung ist die Entwicklung der Arbeit am emotionalen Profil des Patienten. Insbesondere die von der Vorsitzenden der Oberberg Stiftung Frau Dr. Edda Gottschaldt vorangetriebene Entwicklung führt unter dem Postulat "Meditation und Wissenschaft" zu einer permanenten Weiterentwicklung des Behandlungskonzeptes. Insbesondere die weiterführenden Heilmethoden unter Reduzierung der Medikamente nach dem Experimentierstadium in den Bereich evidenzbasierter Behandlungsmedizin ist das permanente Ziel im täglichen Alltag der Oberbergkliniken.

Das elektronische Krankenhaus-Informationssystem wurde in 2011 nun auch in der Patientenakte und der Basisdokumentation eingeführt und umfasst nunmehr das gesamte Unternehmen.

E. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Wirtschaftsjahres

Nach Abschluss des Wirtschaftsjahres wurde das Unternehmen von der Odewald-Gruppe übernommen. Heutige Obergesellschaft ist die Oberberg Kliniken Holding GmbH

 

Berlin, den 29. Juni 2012

Bilanz

AKTIVSEITE

31. Dezember 2011 Vorjahr
EURO
EURO EURO
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Sachanlagen   10.959.060,85 11.015.999,15
II. Finanzanlagen   500.000,00 1.503.159,72
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte   65.344,20 50.639,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände   2.451.036,66 2.795.242,17
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   2.722.586,75 106.387,49
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   477,19 3.957,76
    16.698.505,65 15.475.385,80

PASSIVSEITE

     
  31. Dezember 2011 Vorjahr
EURO
  EURO EURO
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00   3.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 475.387,80   475.387,80
III. Gewinnvortrag 3.589.744,85   2.072.760,57
IV. Jahresüberschuss 1.730.194,58 8.795.327,23 1.516.984,28
B. RÜCKSTELLUNGEN   1.764.767,46 1.265.518,46
C. VERBINDLICHKEITEN   6.138.410,96 7.144.734,69
    16.698.505,65 15.475.385,80

Gewinn- und Verlustrechnung

2011 Vorjahr
EURO
EURO EURO
1. Rohergebnis   14.871.454,72 13.964.091,94
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 4.090.443,10   3.757.013,98
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 852.488,46 4.942.931,56 870.605,34
3. Abschreibungen auf Sachanlagen   788.127,46 640.868,53
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen   6.270.313,55 5.931.069,86
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 42.007,34   25.943,82
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 313.660,20 -271.652,86 300.769,71
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   2.598.429,29 2.489.708,34
8. Außerordentliche Aufwendungen   0,00 75.377,00
9. Außerordentliches Ergebnis   0,00 -75.377,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 832.886,89   864.033,78
11. Sonstige Steuern 35.347,82 868.234,71 33.313,28
12. Jahresüberschuss   1.730.194,58 1.516.984,28

Anhang zum 31.12.2011

Oberberg Klinische Betriebsgesellschaft mbH - Berlin

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Oberberg Klinische Betriebsgesellschaft mbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft als mittelgroße Kapitalgesellschaft zu qualifizieren.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt. Eine Durchbrechung der Stetigkeit lag zum Vorjahr nicht vor (Art. 67 Abs. 8 Satz 1 EGHGB).

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Daher sind Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte in Kontinuität zum Vorjahr nicht neu ausgeübt worden.

Aus dem Übergang auf die zum 1. Januar 2010 geänderte Bewertungsmethode ergab sich zum 1. Januar 2010 für die Pensionsrückstellungen ein Zuführungsbetrag in Höhe von TEUR 75, der als außerordentlicher Aufwand erfasst wurde. Von der Verteilungsmöglichkeit des Art.67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde kein Gebrauch gemacht. In der Gesamtbetrachtung ergab sich aus dem Übergang auf das BilMoG zum 1. Januar 2010 ein außerordentlicher Aufwand in Höhe von TEUR 75.

Den am Bilanzstichtag bestehenden Risiken - soweit sie bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbar waren - wurde durch Bildung ausreichender Rückstellungen und Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Für geringwertige Anlagegüter, die bis 31. Dezember 2009 angeschafft wurden, wendet die Gesellschaft die Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG in der bis dahin geltenden Fassung an. Dementsprechend wurden für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 150 die Anschaffungswerte als Aufwand erfasst und nicht im Anlagenspiegel ausgewiesen. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150 bis zu EUR 1.000 wurde ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird, wobei der Abgang nach Ablauf der fünf Jahre unterstellt wird.

Für geringwertige Anlagegüter, die nach dem 31. Dezember 2009 angeschafft wurden, wendet die Gesellschaft die Regelungen des § 6 Abs. 2 EStG in der seither geltenden Fassung an. Dementsprechend werden für bewegliche Gegenständen des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 410 die Anschaffungswerte als Aufwand erfasst und im Anlagenspiegel ausgewiesen. Die Änderungen der Bewertungsmethode zum 01.01.2010 hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern der niedrigerer beizulegender Wert am Bilanzstichtag niedriger war, wurde dieser angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die voraussichtlichen Steuernachzahlungen, welche unter Beachtung der steuerlichen Vorschriften ermittelt wurden.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Dabei wurden alle erkennbare Risiken berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

ANSCHAFFUNGS - ODER HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2011
EURO
ZUGÄNGE
EURO
ABGÄNGE
EURO
31.12.2011
EURO
I. Sachanlagen 12.823.067,60 939.217,87 280.914,83 13.481.370,64
II. Finanzanlagen 1.503.159,72 0,00 1.003.159,72 500.000,00
  14.326.227,32 939.217,87 1.284.074,55 13.981.370,64
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2011
EURO
ZUGÄNGE
EURO
ABGÄNGE
EURO
31.12.2011
EURO
I. Sachanlagen 1.807.068,45 788.127,46 72.886,12 2.522.309,79
II. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.807.068,45 788.127,46 72.886,12 2.522.309,79
BUCHWERTE
31.12.2011
EURO
31.12.2010
EURO
I. Sachanlagen 10.959.060,85 11.015.999,15
II. Finanzanlagen 500.000,00 1.503.159,72
  11.459.060,85 12.519.158,87

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von EUR 47.154,33 mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten.

3.3 Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der zum 1. Januar 2010 erfolgte Übergang auf die durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geänderten handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften führte zu Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Bereich der Pensionsrückstellungen. Die Pensionsrückstellungen wurden zum 31. Dezember 2009 gemäß § 6a EStG nach versicherungsmathematischer Methode mit dem Teilwert auf Basis eines Zinsfußes von 6% bilanziert. Mit dem Übergang auf das BilMoG zum 1. Januar 2010 erfolgte die Bewertung der Pensionsrückstellungen erstmals unter Berücksichtigung zukünftiger Gehalts- und Rententrends und des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz betrug im Übergangszeitpunkt 5,25%. Aus dem Übergang auf die geänderte Bewertungsmethode ergab sich zum 1. Januar 2010 für die Pensionsrückstellungen ein Zuführungsbetrag in Höhe von TEUR 75, der als außerordentlicher Aufwand erfasst wurde. Von der Verteilungsmöglichkeit des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Bewertung zum 31. Dezember 2011 erfolgte analog dem Vorjahr unter Berücksichtigung zukünftiger Gehalts- und Rententrends und des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz betrug im aktuellen Wirtschaftsjahr 5,13%.

3.4 Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die in Höhe von EUR 463.711,33 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr haben.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind insgesamt EUR 4.547.009,54 durch Grundpfandrechte und Bürgschaften gesichert.

3.5 Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Mit Vertrag vom 13. Dezember 2010 und 17. Dezember 2010 wurden sämtliche Anteile an der Oberberg Klinische Betriebsgesellschaft mbH zur Sicherung eines Darlehens eines Gesellschafters verpfändet. Weiterhin wurde eine Mithaftungserklärung für einen Gesellschafter in Höhe von TEUR 12.000 für die Besicherung eines Darlehens abgegeben. Dieses Darlehen wird von dem Gesellschafter planmäßig getilgt, weshalb mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

3.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31.12.2011 bestehen unter Berücksichtigung der erstmaligen Kündigungsmöglichkeit sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 8.739.

3.7 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten überwiegend die Erlöse aus Tagespflegesätzen.

3.8 Aufwendungen für Altersvorsorge

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von EUR 91.390,19 enthalten.

3.9 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

4. Sonstige Pflichtangaben

4.1 Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Dipl. Kfm. Karl Heinz Gormanns geführt.

4.2 Vergütungen der Geschäftsführer und Gesamtbezüge der früheren Geschäftsführer und Angabe der für diesen Personenkreis gebildeten Rückstellungen

Angaben unterbleiben gem. § 286 Abs. 4 HGB.

4.3 Angabe über die Aufsichtsratsmitglieder

Mit Gesellschafterbeschluss vom 4. Mai 2011 wurde der im Gesellschaftsvertrag geregelte Beirat abgeschafft und durch einen Aufsichtsrat ersetzt.

Dem Aufsichtsrat wohnten im aktuellen Wirtschaftsjahr als Mitglieder bei

Frau Dr. Edda Gottschaldt

Herr Paul Kohtes

4.4 Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.730.194,58 soll in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen werden.

4.5 Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen

Firmenname Sitz Anteilshöhe
in %
Jahresüberschuss
in EUR
Eigenkapital
in EUR
Oberberg Therapie GmbH Berlin 100,00 87.487,06 616.836,43

4.6 Außerbilanzielle Geschäfte

Zur Steigerung der operativen Effizienz hat die Gesellschaft auf der Basis eines Dienstleistungsvertrages wesentliche Teile der kaufmännischen Verwaltung sowie das Inkasso der Forderungen auf ein verbundenes Unternehmen ausgelagert.

4.7 Derivative Finanzinstrumente

Das Unternehmen setzt ein derivatives Finanzinstrument ausschließlich zur Reduzierung von Zinsrisiken ein. Als Sicherungsinstrument wurde ein marktgängiges Devisentermingeschäft in Form eines Zinsswaps zur Finanzierung des Klinikneubaus in Maßbruch abgeschlossen. Der vereinbarte Zinssatz beträgt für die Gesamtlaufzeit 3,9%. Die Darlehenssumme per 31.12.2011 beläuft sich auf EUR 4.547.008,99.

4.8 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 63
Gewerbliche Arbeitnehmer 83

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 146.

4.9 Angaben nach § 327 HGB

31.12.2010
EUR
31.12.2011
EUR
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.711.998,15 9.432.676,15
technische Anlagen und Maschinen 86.041,00 79.855,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.217.960,00 1.413.246,00
Beteiligungen 500.000,00 500.000,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.602.691,50 4.547.009,54
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.431.796,45 1.061.633,05

 

Berlin, den 20. April 2012

Dipl. Kfm. Karl Heinz Gormanns

Bestätigungsvermerk

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der OBERBERG KLINISCHE BETRIEBSGESELLSCHAFT MBH, BERLIN für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Gaggenau, den 30. Juni 2012

Andreas Haupt, Wirtschaftsprüfer

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