Rentokil Initial GmbHLiquidiert
Herzforder Straße 9, 49808 Lingen (Ems), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rentokil Initial GmbHLingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 20151. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Rentokil Initial GmbH, Lingen/Ems, ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss umfasst das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 und ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Im Einzelnen wurden folgende wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt: Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Als Nutzungsdauer für Software werden drei bis fünf Jahre zugrunde gelegt. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte einschließlich erworbener Kundenstämme werden über die Nutzungsdauer von fünf Jahren planmäßig abgeschrieben. Ab dem Geschäftsjahr 2011 werden entgeltlich erworbene Kundenstämme planmäßig linear über 15 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung entspricht der erwarteten Nutzungsdauer. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig abgeschrieben. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Für planmäßige Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Grundstückseinrichtungen zehn Jahre, technische Anlagen und Maschinen drei bis zehn Jahre, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis zehn Jahre. Die Gesellschaft nutzt ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Marktwert angesetzt. Die Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert, soweit nicht Einzelwertberichtigungen notwendig sind, um die Forderungen zum niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % des nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestands gebildet. Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen wurden zu den vom Versicherer zum Bilanzstichtag mitgeteilten Aktivwerten bilanziert. Die Bewertung der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite (Passivseite) Ausgaben (Einnahmen) vor dem Abschluss-Stichtag ausgewiesen, die Aufwand (Ertrag) für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode auf Basis eines Zinsfußes von 3,89 % (zum 30. November 2015; i. Vj. 4,62 %), eines Gehaltstrends von 2,00 % (i. Vj. 2,00 %) sowie eines Rententrends von 1,50 % (i. Vj. 1,50 %). Als Berechnungsgrundlage dienen die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Die Jubiläumsrückstellung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen entsprechend der Projected Unit Credit Methode durchgeführt. Dabei wurde für die Berechnung ein Rechnungszins von 3,89 % (i. Vj. 4,62 %) sowie Fluktuationsabschläge von 20 % bis 70 % berücksichtigt. Für die Bewertung wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck herangezogen. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnungen für kurzfristige Währungspositionen wurden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschluss-Stichtag der jeweiligen Währung in Beziehung zum Euro vorgenommen. 2. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Vorratsvermögen Bei den Vorräten handelt es sich im Wesentlichen um Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Chemikalien. 3. Forderungen In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Cash-Pooling Forderungen in Höhe von EUR 13.068.985,76 (i. Vj. EUR 7.664.443,97) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.760.262,56 (i. Vj. EUR 1.716.202,04) enthalten. 4. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände lassen sich folgendermaßen gliedern: Aktivwerte Rückdeckungsversicherung von EUR 4.346.082,97 (i. Vj. EUR 4.349.631,30), Forderungen gegen Finanzbehörden von EUR 61.919,58 (i. Vj. EUR 255.974,42), Forderungen gegen Sozialversicherungsträger von EUR 14.895,56 (i. Vj. EUR 9.231,90) und andere Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 129.474,04 (i. Vj. EUR 186.626,55). Die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherung haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Sie sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB nicht entzogen. 5. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 2.483.750,00. 6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
7. Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 4.110.013.59 (i. Vj. EUR 561.711,01) enthalten. In Höhe von EUR 10.569.436,62 (i. Vj. EUR 10.398.716,37) bestehen sie gegenüber Gesellschaftern. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig und unbesichert. 3. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Sämtliche Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt. Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:
2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf TEUR 250 (i. Vj. TEUR 652), werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen und betreffen mit TEUR 137 (i. Vj. TEUR 548) die Auflösung von Rückstellungen sowie mit TEUR 113 (i. Vj. TEUR 104) den Verkauf von Anlagevermögen. Periodenfremde Aufwendungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen und betreffen in Höhe von TEUR 35 (i. Vj. TEUR 33) Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen. 3. Materialaufwand Im Materialaufwand sind im Wesentlichen Fremdleistungen sowie Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsmaterial und Chemikalien enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Umlagen von verbundenen Unternehmen (TEUR 6.164; i. Vj. TEUR 5.266), für Kfz (TEUR 2.766; i. Vj. TEUR 2.580), Reisekosten (TEUR 837; i. Vj. TEUR 725), Mietaufwendungen (TEUR 706; i. Vj. TEUR 736), Bürobedarf, Porto und Telefon (TEUR 529; i. Vj. TEUR 495), Werbekosten (TEUR 445; i. Vj. TEUR 525), Versicherungen (TEUR 293; i. Vj. TEUR 287), Beratungskosten (TEUR 242; i. Vj. TEUR 217), EDV-Kosten (TEUR 221; i. Vj. TEUR 166), Beiträge und Gebühren (TEUR 174; i. Vj. TEUR 212), sonstige Miet- und Leasingaufwendungen (TEUR 134; i. Vj. TEUR 147) und übrige betriebliche Aufwendungen (TEUR 1.778; i. Vj. TEUR 1.983). 5. Erstattete Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Vorjahres sind periodenfremd und resultieren aus der Erstattung von Körperschaftsteuerguthaben. 4. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die Gesellschaft hat Miet- und Leasingverträge für Geschäftsgebäude sowie für PKW abgeschlossen. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedert sich wie folgt:
Für den Fuhrpark wurden für 146 Fahrzeuge operative Leasingverträge abgeschlossen. Dies hat zur Folge, dass aufgrund der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums zum Leasinggeber keine Aktivierung im Sachanlagevermögen erfolgt und die Verpflichtungen aus noch nicht fälligen Leasingraten nicht als Verbindlichkeiten ausgewiesen sind. Diese Gestaltung hat sich positiv auf die Darstellung der Vermögenslage ausgewirkt. Risiken aus dieser Gestaltung sind nicht erkennbar. 2. Anzahl der Beschäftigten Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2015 durchschnittlich 507 Mitarbeiter (i. Vj. 478 Mitarbeiter). Dabei handelt es sich um 306 (i. Vj. 287) gewerbliche Mitarbeiter und 201 (i. Vj. 191) Angestellte. 3. Ergebnisabführungsvertrag Mit Gesellschafterbeschluss vom 2. Oktober 2002 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Rentokil Initial Holdings GmbH, Lingen/Ems, als herrschendem Unternehmen abgeschlossen. Basierend auf diesem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag wird der Gewinn des Berichtsjahres in Höhe von EUR 10.569.436,62 an die Rentokil Initial Holdings GmbH abgeführt. 4. Mitglieder der Geschäftsführung Als Geschäftsführer war Herr Holger May, Kaufmann, Immenhausen, bestellt. Der Geschäftsführer hat keine Organbezüge erhalten. Der Geschäftsführer ist neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Rentokil Initial GmbH auch noch als Geschäftsführer bei anderen Konzernunternehmen der Rentokil plc., London/ Großbritannien, tätig. 5. Gesamthonorar des bestellten Abschlussprüfers
6. Angaben zu Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Es liegen keine Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen i. S. d. § 285 Nr. 21 HGB vor. 7. Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Rentokil Initial GmbH wird in den Konzernabschluss der Rentokil plc., London/Großbritannien, einbezogen. Die Rentokil plc. stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen angesehen, die in den Konzernabschluss der Rentokil plc. eingebunden werden. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft erhältlich.
Lingen/Ems, den 30. August 2016 Rentokil Initial GmbH Holger May Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015A. Grundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Rentokil Initial GmbH übt Ihre Geschäftstätigkeit an 17 Standorten in Berlin, Bonn, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Hilden, Kassel, Köln, Leipzig, Lingen/Ems, München, Nürnberg und Stuttgart aus. Das Unternehmen Rentokil Initial GmbH ist in den Bereichen Schädlingsbekämpfung (PC), Technischer Hygieneservice (THS) und Pflanzenservice (Ambius) tätig, sodass hier die Geschäftssegmente einzeln betrachtet werden müssen. Der größte Bereich im Unternehmen ist das Segment Schädlingsbekämpfung (PC) mit einem Anteil von ca. 85 % am Gesamtumsatz der Rentokil Initial GmbH. Nach unseren Einschätzungen wird sich dieser Markt auch in Zukunft durch immer höhere technische und regulatorische Anforderungen bei unseren Kernzielgruppen positiv entwickeln. Auch im Bereich Technischer Hygieneservice (THS), welcher 12 % des Gesamtumsatzes ausmacht, ist die Marktentwicklung positiv. Öffentliche Diskussionen über Luftqualität (Feinstaub etc.) oder Hygienefragen (H1N1, EHEC etc.) schaffen mehr Sensibilität und Nachfrage. Verstärkte Sensibilität führt auch zu verstärkten Kontrollen/Überprüfungen/Hygieneinspektionen, was ebenfalls geschäftsfördernd ist. Der Trend zu "Einzelaufträgen" anstelle von Wartungsverträgen hält an. Der Bereich Ambius hat einen Umsatzanteil von 3 % und ist als Nicht-Kerngeschäft eher durch eine stagnierende bzw. rückläufige Nachfrage geprägt. Forschung und Entwicklung Gemäß den internationalen Marktanforderungen werden durch unseren Mutterkonzern in Großbritannien gezielte Entwicklungsprojekte betrieben. Entsprechende Resultate werden mit Unterstützung einer eigenen Abteilung innerhalb des Bereichs Schädlingsbekämpfung im Markt umgesetzt. B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogende Rahmenbedingungen Die Wettbewerbssituation zeichnet sich für alle Segmente durch eine Vielzahl kleinerer und mittelgroßer lokaler Wettbewerber aus. Hier liegen jedoch keine präzisen externen Statistiken vor. Vielmehr basiert die Markt- und Wettbewerbseinschätzung auf eigenen Analysen und Marktrecherchen. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft konnte im Jahre 2015 ihre Umsatzerlöse um 8,4 % auf TEUR 54.929 erhöhen. Die Vorjahresprognose von einem Umsatzzuwachs zwischen 4 % und 5 % konnte somit deutlich übertroffen werden. Das Betriebsergebnis konnte um TEUR 152 auf TEUR 10.863 verbessert werden und liegt somit, aufgrund deutlich gestiegener Personalaufwendungen (siehe "Ertragslage"), unterhalb der Vorjahresprognose von EUR 11 Mio. bis EUR 12 Mio. Es liegt aber dennoch mit 1,4 % über dem Vorjahr. Der Bestand an längerfristigen Verträgen ist im Geschäftsjahr um TEUR 3.550 auf TEUR 39.306 gestiegen. In der Schädlingsbekämpfung hat sich der Auftragsbestand um TEUR 3.622 im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 34.757 gesteigert. Im Technischen Hygieneservice konnte ein leichter Anstieg des Auftragsbestandes um TEUR 14 auf TEUR 3.186 verzeichnet werden. Der hohe Anteil an Einmalaufträgen zeigt sich auch weiterhin mit einem Rückgang des Auftragsbestandes im Bereich Pflanzenservice um TEUR 86 auf TEUR 1.363. Im Jahr 2015 beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 507 Mitarbeiter. Diese Zahl ist gegenüber dem Vorjahr (478 Mitarbeiter) leicht gestiegen. Die Gesellschaft investiert in immer höherem Maße in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Weiterhin wird großer Wert auf die Nachwuchsförderung sowie den allgemeinen Arbeitsschutz gelegt. Zusammenfassend sind wir mit dem Geschäftsverlauf und der Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zufrieden. Lage Ertragslage Die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2015 betragen TEUR 54.929 und verteilen sich auf die Geschäftsbereiche Schädlingsbekämpfung mit 85 %, Technischer Hygieneservice mit 12 % und Ambius mit 3 %. Die Umsatzerlöse entfielen auf die Geschäftsbereiche wie folgt:
Die Personalaufwendungen in 2015 betrugen TEUR 25.429 (i. Vj. TEUR 22.900). Dieser starke Anstieg resultiert in erster Linie aus Neueinstellungen aufgrund der EU-Verordnung 528/2012. Der Jahresüberschuss - vor Ergebnisabführung - lag im Geschäftsjahr mit TEUR 10.569 um TEUR 171 über dem Ergebnis des Vorjahres. Auch hier spiegelt sich die im Vergleich zum Umsatz unverhältnismäßig hohe Steigerung der Personalkosten wider. Das negative Finanzergebnis in Höhe von TEUR 208 beruht auf der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen. Aufgrund der körperschaft- und gewerbeertragsteuerlichen Organschaft mit der Rentokil Initial Holdings GmbH, Lingen/Ems, fallen keine laufende Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag oder Gewerbeertragsteuer an. Finanzlage Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen aus dem Cash-Pool der Muttergesellschaft und aus den kurzfristigen Lieferantenverbindlichkeiten. Neben der jährlichen Cash Flow Planung im Rahmen des Budgets und der Planrechnung wird eine detaillierte monatliche Cash Planung erstellt und laufend mit dem Stand auf dem Bankkonto abgestimmt. Die Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 832 konnten aus dem laufenden Cash Flow finanziert werden. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beinhalten hier im Wesentlichen PKW, EDV, Servicegeräte sowie sonstige technische Ausstattungen. Der Finanzmittelbestand beträgt TEUR 6. Es bestehen kurzfristige Finanzausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 13.069, die aus einer Cash Pool-Vereinbarung mit der Konzernmutter resultieren. Vermögenslage Weitere relevante Finanzkennzahlen entwickelten sich wie folgt: - Eigenkapitalrentabilität: 428,97 % (i. Vj. 422,3 %) - Die Eigenkapitalrentabilität ermittelt sich aus dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Verhältnis zum Eigenkapital. Der Anstieg resultiert aus dem gestiegenen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bei unverändertem Eigenkapital. - Umsatzrentabilität: 19,8 % (i. Vj. 21,1 %) - Zur Ermittlung der Umsatzrentabilität wird das Betriebsergebnis zu den Umsatzerlösen ins Verhältnis gesetzt. Die Verringerung resultiert aus einer Steigerung der Umsatzerlöse und der moderaten Verbesserung des Betriebsergebnisses. - Eigenkapitalquote: 9,7 % (i. Vj. 11,9 %) - Die Eigenkapitalquote errechnet sich aus dem Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme. Die Verringerung der Eigenkapitalquote resultiert aus dem Aufbau der Verbindlichkeiten. Die Vermögensstruktur ist vor allem durch eine Reduktion des Anlagevermögens auf 7,6 % der Bilanzsumme (i. Vj. 14,1 %) gekennzeichnet, da Kfz des Fuhrparks zunehmend geleast werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben unverändert bei 15,4 % der Bilanzsumme, das Vorratsvermögen sank auf einen Anteil von 1,1 % der Bilanzsumme (i. Vj. 1,9 %). Die flüssigen Mittel blieben unverändert bei 0,1 % der Bilanzsumme. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind auf 17,7 % der Bilanzsumme gesunken (i. Vj. 23,0 %). Die Kapitalstruktur ist vor allem durch die Rückstellungen, welche 28,2 % der Bilanzsumme ausmachen (i. Vj. 30,3 %), geprägt. Den größten Anteil bildet hier wie im Vorjahr die Pensionsrückstellung. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen 41,1 % der Bilanzsumme (i. Vj. 49,9 % der Bilanzsumme). Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche finanzielle Steuerungsgrößen werden in der Gesellschaft die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis genutzt, welches mit TEUR 10.863 - hauptsächlich aufgrund von im Verhältnis zum Umsatzwachstum deutlich stärker ansteigenden Personalkosten - mit TEUR 152 über dem des Vorjahres liegt. Zur Verkaufssteuerung werden in den Bereichen Schädlingsbekämpfung und Technischer Hygieneservice jeweils ein spezielles CRM Tool genutzt. Hier werden die Kundenkontakte und die daraus entstehenden Angebote und Aufträge analysiert. Somit wird eine effizientere Steuerung des Verkaufs erreicht, da die Verkäufer jeweils online Zugriff auf alle Kundeninformationen haben. Weiterhin nutzen wir ein professionelles externes Unternehmen für das Training der Verkäufer, Verkaufsleiter und Serviceleiter. Unsere Mitarbeiter im Service werden laufend durch unsere Technische Abteilung geschult, sodass wir durch qualifizierte Mitarbeiter unterstützt werden, die jeweils auf dem aktuellsten Stand der Entwicklungen sind. Daher haben wir auch eine geringe Mitarbeiterfluktuation im Bereich Service und können unseren Kunden eine optimale Servicequalität gewährleisten. Diese hohe Servicequalität führt zu einer Steigerung der Kundenzufriedenheit, die sich in geringen Servicegutschriften im Bereich Schädlingsbekämpfung (PC) dargestellt hat. Die Servicequalität steht klar im Fokus der Unternehmensstrategie. Wie in den Jahren zuvor, wurde in 2015 ebenfalls eine Mitarbeiterbefragung "Ihre Stimme zählt" durchgeführt. Es wurden unter anderem verschiedene Fragen zu den Bereichen Entlohnung, Zufriedenheit mit dem Arbeitsumfeld, Ausstattung mit Arbeitsmitteln und Trainings gestellt. Die Auswertung der Fragen erfolgte durch eine externe Agentur, die vom Mutterkonzern eingesetzt wurde. Die Mitarbeiter haben eine Zusammenfassung der Auswertung erhalten. Aufgrund der Ergebnisse wurden Aktionen von den verantwortlichen Managern vorgestellt und umgesetzt. Je nach Geschäftsbereich und Funktion existieren unterschiedliche Bonus- und Provisionssysteme. Der Bereich PC hat die Zertifizierung nach ISO 9001 erhalten. Die Zertifizierung erfolgte durch Lloyd's Register Quality Assurance. Weitere Schlüssel-Größen zur Steuerung des Unternehmens sind die Entwicklung des Vertragsbestandes, der Mitarbeiterfluktuation, des Servicerückstandes und der Kundenkontakte. C. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor. D. Prognose-, Chancen und Risikobericht Prognosebericht Wir erwarten uns auch für das Geschäftsjahr 2016 eine weitere positive Entwicklung der Umsatzerlöse. Für das Geschäftsjahr 2016 erwarten wir eine Umsatzsteigerung von 4 bis 6 Prozent auf rund EUR 58 Mio. Das Betriebsergebnis wird sich in einem Rahmen von EUR 11 Mio. bis EUR 12 Mio. bewegen. Durch die bereits erwähnte Einführung einer Kundensegmentierung und der Nutzung von Synergieeffekten innerhalb der Schwestergesellschaften, werden wir uns zusätzlich auf eine profitable Allokation der Ressourcen konzentrieren. Ebenso sollen die eingeführten, zielgerichteten Marketingaktivitäten, sowie ein am Kundenbedarf orientiertes Produktmanagement, weiter zu einer Effizienzsteigerung führen. Mit der Verbesserung der Servicequalität konnten wir einen weiteren Rückgang der Servicegutschriften im Bereich Schädlingsbekämpfung (PC) erreichen und wir werden uns auch im nächsten Jahr weiterhin darauf konzentrieren, Servicegutschriften und Kündigungen zu reduzieren. Chancenbericht Im Bereich Schädlingsbekämpfung (PC) sehen wir durch verstärkte Marketingaktivitäten, und hierbei insbesondere durch die Einführung einer Kundensegmentierung, eine Chance auf langfristiges Wachstum, sodass wir entgegen dem Branchentrend eine positive Entwicklung für unser Geschäft erwarten. Zusätzlich sehen wir durch Marketingkampagnen, die auf Zielbranchen gerichtet sind, ein Potenzial, ebenso wie auch durch ein bedarfsorientiertes Produktmanagement. Im Bereich Technischer Hygieneservice (THS) werden wir uns verstärkt auf die Maßnahmen zur Umsetzung der VDI Vorschriften konzentrieren und einen zusätzlichen Service im Bereich Spezialreinigungen aufbauen. Durch den verstärkten Fokus des Gesetzgebers auf die Umsetzung von umweltbezogenen Maßnahmen, sehen wir für den Bereich Technischer Hygieneservice zudem eine Chance des mittelfristigen Marktwachstums. Hier sind wir durch Mitgliedschaft im FGK (Fachverband Gebäude-Klima) an der permanenten Entwicklung neuer Methoden beteiligt. Risikobericht Im Rahmen des Risikomanagements erstellen wir einen Drei-Jahresplan sowie eine monatliche Budgetplanung für das Folgejahr. Im laufenden Jahr werden monatliche Abschlüsse der Gewinn- und Verlustrechnung, sowie der Bilanz erstellt und mit den budgetierten Werten verglichen. Zusätzlich erstellen wir monatlich eine neue Planrechnung aufgrund der aktuellen Informationen und der aktuellen Monatsergebnisse. Es werden dann laufend die Abweichungen zum Budget und zur Planrechnung analysiert und Maßnahmen zur Steuerung besprochen und umgesetzt. Für den Bereich Schädlingsbekämpfung bestehen die Risiken im Wesentlichen im preisaggressiven Wettbewerb und in der gesamtwirtschaftlichen Lage. Für den Bereich THS gibt es zwei Risikofelder: preisaggressive Wettbewerber und anhaltender Trend zu Einmalbeauftragungen. Für den Bereich Pflanzenservice (Ambius) sehen wir das höchste Risiko, da diese Art von Dienstleistung in der Vergangenheit häufig als erstes von Kundenseite gekündigt oder gekürzt wird. Dieser Bereich machte jedoch nur 3 % der Umsatzerlöse in 2015 aus. Wir denken, dass aufgrund der zu erwartenden wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation weiterhin mit einem Preisdruck zu rechnen ist. Somit ist eine wettbewerbsgerechte Preisgestaltung sowie die Erbringung unserer Dienstleistungen auf gewohnt hohem Qualitätsniveau erforderlich.
Lingen, den 30. August 2016 Rentokil Initial GmbH Holger May Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Rentokil Initial GmbH, Lingen/Ems, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Rentokil Initial GmbH, Lingen/Ems. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 30. August 2016 KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Hemker, Wirtschaftsprüfer Stelzer, Wirtschaftsprüfer Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
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