Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 12255 HB
Vorher
HGM Tanklager GmbHHGM Energy GmbH
Eingetragen
21.7.2005
Branche
Speichern von Gas zu VersorgungszweckenBeteiligungsgesellschaftenErbringung von Dienstleistungen für die Gewinnung von Erdöl und Erdgas
Gegenstand
Erwerb und Betrieb eines Tanklagers

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Michael Poplonski
seit 27.4.2022
Prokura
Kevin Balke
seit 23.8.2016
Geschäftsführer
Roland Martin Voß
seit 27.10.2014
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
V&V Kapital Invest GmbH & Co. KG
90.00%
V & V Kapital GmbHEigenbeteiligung
10.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.120.000 €
86.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ambrian Energy GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

AMBRIAN ENERGY GMBH, BREMEN

Geschäftstätigkeit

Die Ambrian Energy GmbH ist im Bereich des Großhandels mit Mineralölprodukten (Otto- und Dieselkraftstoffe, sowie Heizöl) und in steigendem Maße mit Biokraftstoffen, insbesondere in Bremen und Umland, tätig.

Dazu betreibt die Gesellschaft im Bremer Industriehafen ein Tanklager mit einer Kapazität von rund 150.000 cbm. Die Mineralölprodukte werden per Seeschiff, Binnenschiff oder Kesselwagen bezogen, qualitätsgerecht nach den Vorgaben der jeweiligen DIN und saisonalen Gegenlieferungsspezifikationen sowie unter Zugabe der notwendigen Biokomponenten aufbereitet und an die Abnehmer ausgeliefert. Im Mittelpunkt steht dabei die Versorgung von Straßentankstellen mit Kraftstoffen.

Der technische Standard, in den in den letzten Jahren errichteten Abschnitten des Terminals, reicht weit über den Stand wettbewerblicher Anlagen hinaus und wird dem Unternehmen auf Jahre einen Wettbewerbsvorteil bieten, zumal ältere Installationen allein schon aus Umweltgesichtspunkten zwischen hohen Investitionen oder Stilllegungen zu entscheiden haben werden. Das Unternehmen wird auch in den nächsten Jahren konsequent am Erhalt oder Ersatz seiner Tanks, Leitungen, Pumpen und Sicherheitstechnik arbeiten und sich als Partner großer und mittlerer Mineralölgesellschaften bewähren.

Die Gesellschaft verfügt über mehrere Alleinstellungsmerkmale im regionalen Umfeld und ist mit der Größe, Lage und Verkehrsanbindung ihrer technischen Anlagen eines der bedeutendsten mittelständischen Unternehmen im deutschen Mineralölmarkt.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Im Jahr 2023 beherrschte nach wie vor der Einmarsch russischer Truppen in der Ukraine die Versorgungssituation der Gesellschaft mit weiterhin großem Einfluss auf die Energiepreise. Die weiterhin bestehenden Befürchtungen über eine Ölknappheit oder extreme Preissprünge blieben zwar aus - dennoch hatten die Preisdifferenzen zwischen den Liefermonaten (Backwardation) Einfluss auf das Ergebnis der Gesellschaft. Die Versorgungssicherheit der Gesellschaft war das ganze Jahr über gesichert - die Versorgung mit Produkten aus sanktionsfreier Herkunft sorgten jedoch für erheblichen Mehraufwand. Des weiteren machten sich das große Angebot nachhaltiger Ware und damit einhergehend der deutliche Rückgang der Biokraftstoff-Quotenpreise bemerkbar. Dennoch sorgte das robuste Geschäftsmodell der Gesellschaft mit kongruenten Liefer- und Abnahmeverträgen auch im Geschäftsjahr 2023 für kontinuierliches Wachstum.

Trotz der Krisensituation stieg der globale Ölverbrauch 2023 erneut auf ein Niveau von 102,2 Mio Barrel am Tag an (VJ 100 Mio Barrel). Die Produktionssteigerungen wurden überwiegend aus den USA bedient. Nach dem Inkrafttreten der zweiten Stufe des Ölembargos sind im Januar 2023 nur noch Restmengen von bereits vor dem Jahreswechsel aus Russland in die Europäische Union (EU) importiertem Erdöl nach Deutschland eingeführt worden. Dennoch konnte Russland andere Absatzkanäle, vor allem in Asien für sich ausbauen.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ging 2023 preisbereinigt um -0,3% zurück. Hauptgründe für diese Entwicklung waren die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise und ungünstigen Finanzierungsbedingungen. Die Teuerung für das Jahr 2023 wurde wie im vorangegangenen Jahr von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägte. Die Energieprodukte verteuerten sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Jahr 2022. Im Jahresverlauf zeigte sich zudem von März bis Dezember 2023 bei der Energie insgesamt eine Entspannung bei der Preisentwicklung: Die monatlichen Teuerungsraten für die Energie fielen deutlich geringer aus als zu Jahresbeginn, im Oktober und November 2023 wurde sogar eine rückläufige Preisentwicklung ausgewiesen. Hingegen verbilligte sich unter den Haushaltsenergieprodukten leichtes Heizöl im Jahresdurchschnitt 2023 gegenüber 2022 deutlich um 22,2 %. Auch Kraftstoffe wurden im Jahresdurchschnitt günstiger (-5,8 %). Die Preisentwicklung für einzelne Kraftstoffsorten war jedoch sehr heterogen (Dieselkraftstoff: -11,3 %; Superbenzin: -4,0 %).

Der leichte wirtschaftliche Rückgang zeigte sich auch beim Inlandsabsatz der für die Gesellschaft relevanten Produkte im Berichtsjahr:

Heizöl EL: ./. 5,3% auf 11,5 mio Tonnen
Ottokraftstoff: + 2,5% auf 17,3 mio Tonnen
Dieselkraftstoff: ./. 3,6% auf 33,8 mio Tonnen

Beim Heizöl EL kam es nach Jahren krisenbedingter Substitutionseffekte gegenüber Erdgas wieder zu einer Verbrauchsreduzierung. Auch bei den Kraftstoffen setzte sich der schon im Vorjahr beobachtete Trend vom Diesel zum Benzin fort. Größere Absatzverluste durch die Elektromobilität konnten im Berichtsjahr noch nicht verzeichnet werden.

In Erwartung einer stabilen Absatzmenge konnte der Gesamtabsatz der Gesellschaft entgegen dem Trend um 16,8%, auf 1,81Mio cbm (VJ 1,55Mio cbm) gesteigert werden. Die Umsatzerlöse fielen dazu aufgrund eines im Durchschnitt niedrigeren Preisniveaus um fast 11% auf TEUR 1.455.892 (VJ TEUR 1.634.473).

Auch der Handel mit Biokraftstoffen und Quotenrechten zur CO 2 -Einsparung trägt wie schon im Vorjahr zunehmend zum Betriebsergebnis bei.

Dies führte wie prognostiziert zu einem Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr, jedoch weiterhin zu einem Betriebsergebnis und einem Jahresüberschuss auf hohem Niveau. Der Rohertrag ging um fast 34% auf TEUR 58.551 (VJ 89.046) und das EBT entsprechend auf TEUR 37.907 (VJ 67.000) zurück.

Der Jahresüberschuss nach Steuern von TEUR 14.006 (VJ TEUR 21.709) abzüglich Gewinnausschüttungen führt zu einem Bilanzgewinn zum 31.12.2023 von TEUR 70.392 (VJ TEUR 73.385). Damit blickt die Ambrian Energy GmbH auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.

In der Vermögens- und Kapitalstruktur stehen am Abschlussstichtag dem langfristig gebundenen Vermögen von TEUR 44.428 das Eigenkapital und langfristige Rückstellungen von zusammen TEUR 77.086 gegenüber. Langfristiges Fremdkapital bei Kreditinstituten hat die Gesellschaft zum Berichtszeitpunkt keines; das kurzfristig liquidierbare Vermögen deckt das kurzfristig fällige Fremdkapital vollständig ab.

Das langfristig gebundene Vermögen betrifft im Wesentlichen das Tanklager in Bremen, für dessen Instandhaltung in 2023 TEUR 3.071 (VJ TEUR 2.838) aufgewendet wurden.

Voraussichtliche Entwicklung und wesentliche Chancen und Risiken

Der Betrieb der Ambrian Energy GmbH in Bremen ist aufgrund seiner Struktur und Einrichtungen sehr gut auf die Bedürfnisse des Kraftstoffmarktes ausgerichtet. Durch die Produktvielfalt, Lagerkapazität und vielfältigen Umschlagsmöglichkeiten sieht sich die Ambrian Energy GmbH für künftige Entwicklungen hervorragend gerüstet. Zunehmende Bedeutung erlangen dabei die nachhaltigen Produkte im Bereich Biokraftstoffe und synthetischer Kraftstoffe. Neben der Beimischung tritt dabei zunehmend auch der Handel mit diesen emissionsreduzierenden Erzeugnissen und seinen Derivativen, insbesondere der Biokraftstoffquote, in den Vordergrund. Rückgänge im Bereich der fossilen Kraft- und Brennstoffe sollen hiermit kompensiert und die Gesellschaft konsequent nachhaltig ausgerichtet werden. Dazu zählen auch Überlegungen, weitere Aktivitäten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien aufzubauen.

Zur Verdeutlichung dieser Strategie hat die Gesellschaft im April 2023 auf den Namen ihrer bisherigen Schwestergesellschaft Ambrian Energy GmbH umfirmiert.

Mit Lieferanten und Kunden wurden gegen Ende des Berichtsjahres Abnahme- bzw. Lieferverträge für das Folgejahr abgeschlossen. Vor diesem Hintergrund wird für das Geschäftsjahr 2024 eine stabile Absatzmenge erwartet. Ergebnismäßig wird ein leicht rückläufiger Jahresüberschuss im Verhältnis zum vorangegangenen Jahr erwartet.

Allerdings kann zum Zeitpunkt der Berichterstattung die gesamtwirtschaftliche Entwicklung aufgrund multipler Krisen nicht abgeschätzt werden. Es verschärfen sich die globalen Konflikte mit nicht abzusehenden, auch wirtschaftlichen Folgen. Neben dem Krieg in der Ukraine betrifft dies auch die zunehmenden Handelsspannungen mit China. Sich daraus ergebene negative Einflüsse auf das Unternehmensergebnis können nicht ausgeschlossen werden.

Die Gesellschaft erfasst und managt die Risiken der Unternehmenstätigkeit systematisch unterteilt in die folgenden Bereiche:

Marktrisiken (Preise und Mengen)

Finanzrisiken (Liquidität, Delkredere, Devisen, Derivate, Zinsen)

Betriebsrisiken (Blending, IT, Personal)

Umfeldrisiken (Umwelt, Investitionen, Steuerlager)

Sonstige Risiken und Fraud

Zu allen Risikobereichen sind detaillierte Beschreibungen niedergelegt und Risikoverantwortliche benannt.

Die Markt- und Finanzrisiken sind aufgrund der augenblicklichen Situation auf ein erhöhtes Niveau gestiegen und werden von der Geschäftsführung verstärkt beobachtet. Den Ausfallrisiken wird durch eine gezielte Prüfung der Bonität der Kunden und durch eine Warenkreditversicherung begegnet. Die Währungsrisiken werden grundsätzlich durch kontinuierliche Deckung des Devisenbedarfs begrenzt.

Zur Vermeidung von Preisänderungs- und Währungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente (Warentermin-, Devisentermin- und Swap-Kontrakte) eingesetzt. Diese bilden zusammen mit den physischen Warengeschäften bilanzielle Bewertungseinheiten.

Den Umweltrisiken auf dem Betriebsgelände wird durch ein umfassendes Sicherheitskonzept Rechnung getragen, das regelmäßig überprüft wird und an die neuesten Sicherheitsstandards angepasst wird. Alle Tanks und Umschlagseinrichtungen sind so gesichert, dass die Kontamination des Erdreichs oder des Grundwassers im Ernstfall verhindert wird. Ein Bodengutachten hat im Berichtsjahr keine nennenswerten Verunreinigungen feststellen können.

Als Unternehmen der kritischen Infrastruktur ist die Gesellschaft gemäß Vorgaben der KRITIS zertifiziert und erfüllt zudem die Anforderungen der Bundesanstalt für Sicherheit in der Informationstechnik - BSI. Verbesserungen im Datenschutz und Maßnahmen zur Abwehr möglicher Cyber-Attacken werden kontinuierlich umgesetzt und führen zu einem hohen Stand der IT-Sicherheit.

Die Gesellschaft wurde im Berichtsjahr auch weiterhin von den gleichen, seit Jahren bestellten drei Geschäftsführern geleitet. Altersbedingt schied der bisherige Finanzgeschäftsführer zum Jahreswechsel 2023 / 2024 aus. Seine Nachfolge wurde durch die schon lange in der Unternehmensgruppe tätige Stellvertreterin neu besetzt. Zudem wurde der neuen Strategie Rechnung getragen und das Resort Biokraftstoffhandel aufgewertet. Dadurch wurde das Geschäftsführungsgremium um einen weiteren Sitz auf vier Geschäftsführer erweitert. Die Stabilität und der weitere Ausbau der Geschäftsführung sollen einen Beitrag leisten, einen nachhaltigen Unternehmenserfolg weiterhin zu gewährleisten.

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, sind aus heutiger Sicht auch nicht aufgrund der erwähnten politischen Risiken zu erwarten.

 

Bremen, den 30. Mai 2024

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AMBRIAN ENERGY GMBH, BREMEN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 44.427.949,69 45.806.731,35
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 327.091,00 5.703,00
1. Entgeltlich erworbene Software 327.091,00 5.703,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
II. Sachanlagen 44.100.858,69 45.801.028,35
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 823.150,00 842.032,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.747.678,00 42.287.393,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 971.848,00 874.511,00
4. Anlagen im Bau 3.558.182,69 1.797.092,35
B. UMLAUFVERMÖGEN 202.696.359,27 232.453.152,19
I. Vorräte 72.002.013,77 99.775.849,27
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 239.804,76 243.497,50
2. Biokraftstoffquotenrechte 9.698.829,05 6.323.786,29
3. Waren 62.063.379,96 91.948.050,48
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.260.515,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 123.306.775,46 128.893.206,80
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 115.728.201,52 116.525.700,52
2. Sonstige Vermögensgegenstände 7.578.573,94 12.367.506,28
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.387.570,04 3.784.096,12
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 367.408,43 178.958,40
247.491.717,39 278.438.841,94

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 74.182.791,08 77.176.306,21
I. Gezeichnetes Kapital 1.645.000,00 1.645.000,00
II. Kapitalrücklage 290.758,69 290.758,69
III. Einlagen der stillen Gesellschafterin V&V Kapital GmbH, Bremen 1.855.000,00 1.855.000,00
IV. Bilanzgewinn 70.392.032,39 73.385.547,52
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 249.312,00 521.285,00
C. RÜCKSTELLUNGEN 23.584.485,10 23.028.169,20
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.017.091,00 444.370,62
2. Steuerrückstellungen 10.647.000,00 9.479.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 11.920.394,10 13.104.798,58
D. VERBINDLICHKEITEN 149.472.129,21 177.713.081,53
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.145.577,20 30.970.390,23
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 1.667.735,37
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66.975.615,09 39.792.677,57
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.626.058,05 28.237.165,84
5. Sonstige Verbindlichkeiten 53.724.878,87 77.045.112,52
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.000,00 0,00
247.491.717,39 278.438.841,94

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 1.455.892.093,40 1.634.473.264,78
2. Sonstige betriebliche Erträge 694.136,10 1.241.158,89
3. Materialaufwand -1.398.034.888,40 -1.546.668.329,20
Aufwendungen für bezogene Waren -1.398.034.888,40 -1.546.668.329,20
4. Rohertrag 58.551.341,10 89.046.094,47
5. Personalaufwand -9.790.109,16 -10.686.408,84
a) Löhne und Gehälter -8.976.455,27 -10.124.016,03
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -813.653,89 -562.392,81
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.570.720,95 -4.500.001,91
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.465.119,98 -6.422.659,51
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.665.774,97 65.988,71
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -460.013,27 -550.536,03
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -8.285.811,97 -17.510.192,62
11. Ergebnis nach Steuern 29.645.340,74 49.442.284,27
12. Sonstige Steuern (2022: Erstattung) -24.400,32 47.539,81
13. Ergebnis vor Gewinnverteilung 29.620.940,42 49.489.824,08
14. Gewinnanteil der stillen Gesellschafterin V&V Kapital GmbH, Bremen -15.614.455,55 -27.781.270,29
15. Jahresüberschuss 14.006.484,87 21.708.553,79
16. Gewinnvortrag 56.385.547,52 51.676.993,73
17. Bilanzgewinn 70.392.032,39 73.385.547,52

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

AMBRIAN ENERGY GMBH, BREMEN

1. Allgemeine Angaben

Die Ambrian Energy GmbH, Bremen, ist beim Amtsgericht Bremen unter HRB 12255 eingetragen.

Von der Ambrian Energy GmbH, Bremen, sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuchs für große Gesellschaften zu beachten.

2. Bilanzierungs und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der betriebsgewöhnlichen Nutzung planmäßig linear abgeschrieben. Die Art und die voraussichtliche Bestandsdauer des Geschäfts oder Firmenwerts rechtfertigten die zugrunde gelegte Nutzungsdauer.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung um außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Zugänge des Geschäftsjahres 2023 werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf den Altbestand wurden planmäßig fortgeführt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung am Bilanzstichtag erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu (durchschnittlichen) Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Der Mineralölbestand und die Biokraftstoffrechte werden unter Anwendung des firstinfirstout (Fifo)-Verfahrens zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten (in der Regel dem Nennwert) bzw. mit den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden bereits gezahlte zukünftige Geschäftsjahre betreffende Aufwendungen aktiviert. Der Posten wird in der Rechnungsperiode aufgelöst, in der der Aufwand wirtschaftlich entstanden ist.

Erhaltene Investitionszuschüsse auf Sachanlagen werden unter Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen gesondert ausgewiesen. Sie werden über die Nutzungsdauer des betreffenden Vermögensgegenstands ertragswirksam vereinnahmt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem modifizierten Teilwertverfahren bewertet. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Den Berechnungen liegen die Generationentafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018 G) zugrunde.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bewertungseinheiten werden grundsätzlich gebildet, soweit wirksame gegenläufige Wertänderungen oder Zahlungsströme bei einzelnen Vermögensgegenständen, Schulden, schwebenden Geschäften oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen bestehen. In dem Umfang, in dem Bewertungseinheiten wirksam gebildet werden, finden das Einzelbewertungs und Vorsichtsprinzip keine Anwendung. Die Wertänderungen von Grund und Sicherungsgeschäften werden nach der Einfrierungsmethode in der Bilanz und der Gewinn und Verlustrechnung unberücksichtigt gelassen.

Auf fremde Währung lautende Posten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei Restlaufzeiten bis zu einem Jahr finden abweichend von den dargestellten Bewertungsmethoden das Anschaffungskosten und das Realisationsprinzip keine Anwendung, d. h. die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag erfolgt bei diesen Posten unabhängig vom Kurs zum Zeitpunkt der Transaktion.

Sofern sich bei der Ermittlung der Steuerauswirkungen von temporären und quasi permanenten Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen unter Berücksichtigung von in den nächsten fünf Jahren zu erwartenden nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen ein passiver Steuerabgrenzungsposten ergibt, wird dieser in einem gesonderten Bilanzposten bilanziert. Latente Steuern werden verrechnet angesetzt und nicht abgezinst. Im Fall von aktiven Steuerabgrenzungsposten wird von dem Wahlrecht der Aktivierung kein Gebrauch gemacht.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist der Anlage zum Anhang zu entnehmen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Abschreibungen nach § 253 Absatz 3 Satz 5 in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 0) vorgenommen.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Biokraftstoffquotenrechte beinhalten die Aufwendungen für eine über die gesetzlich vorgeschriebene Mindesteinsparung an Treibhausgasemissionen hinausgehende Beimischung von Biokraftstoffen zu den in Verkehr gebrachten Otto- und Dieselkraftstoffen.

Zudem müssen Verpflichtete, bei denen die in Verkehr gebrachten fossilen Otto- und/oder Dieselkraftstoffe eine bestimmte energetische Menge übersteigen, jährlich einen kontinuierlich steigenden Mindestanteil an fortschrittlichen Kraftstoffen einsetzen. Für 2023 beträgt dieser Mindestanteil 0,3 % (Vorjahr: 0,2 %) bezogen auf die in Verkehr gebrachte energetische Menge in GJ. Eine im Geschäftsjahr 2023 entstandene Übererfüllung der Mindestverpflichtung kann im Geschäftsjahr 2024 angerechnet werden.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen entfallen TEUR 5.547 (Vorjahr: TEUR 3.806) auf noch nicht abziehbare Vorsteuer.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 0) Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die latenten Steuern wurden mit einem Gewerbesteuersatz von rund 16 % und mit einem Körperschaftsteuersatz nebst Solidaritätszuschlag von rund 16 % bewertet. Sie beruhen im Geschäftsjahr im Wesentlichen auf Unterschieden zwischen dem handels und steuerrechtlichen Wertansatz der Bewertung der Vorräte, der Pensionsrückstellungen, der sonstigen Rückstellungen und der Posten in fremder Währung.

Passiva

Der Bilanzgewinn von TEUR 70.392 enthält einen Vortrag von TEUR 73.386 zum 31.12.2022, abzüglich Gewinnausschüttungen in Höhe von TEUR 17.000 im Laufe des Berichtjahres.

Die V&V Kapital GmbH, Bremen, ist am Vermögen sowie am Gewinn und Verlust der Gesellschaft zu 53 % als atypisch stille Gesellschafterin beteiligt und hat dazu in Vorjahren Einlagen von insgesamt EUR 1.855.000,00 geleistet.

Die Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.017 (Vorjahr: TEUR 444) betreffen ausschließlich die Anwartschaft eines früheren Mitglieds des Geschäftsführungsorgans. Der Bewertung dieser Pensionsverpflichtung liegt ein Zinssatz von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) p. a. sowie ein Gehaltstrend bzw. eine Anwartschaftsdynamik und eine Rentendynamik von jeweils 0 % p. a. zugrunde. Der Unterschied zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren von 1,82 % und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren von 1,74 % beträgt TEUR 9.

Im Vorjahr wurde das Deckungsvermögen gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB in Form bestehender verpfändeter Aktivwerte einer Rückdeckungsversicherung mit der Pensionsrückstellung verrechnet. Die Rückdeckungsversicherung ist im Berichtsjahr ausgelaufen. Die Anschaffungskosten bzw. der Zeitwert der als Deckungsvermögen mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen von TEUR 1.017 (Vorjahr: TEUR 1.053) verrechneten Ansprüche gegen Rückdeckungsversicherungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 608).

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für die CO 2 -Abgabe von TEUR 6.089 (Vorjahr: TEUR 5.011), Rückstellungen für Personalkosten von TEUR 3.022 (Vorjahr: TEUR 6.208), Rückstellungen für übrige ungewisse Verbindlichkeiten von TEUR 1.193 (Vorjahr: TEUR 705), Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen von TEUR 1.287 (Vorjahr: TEUR 1.085), Rückstellungen aus Bewertungseinheiten von TEUR 235 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Rückstellungen für drohende Verluste von TEUR 95 (Vorjahr: TEUR 96).

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten zeigt folgende Übersicht:

Gesamt 31.12.2023 *)
TEUR
Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
TEUR
Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren
TEUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.145 13.145 0 0
(30.970) (30.970) (0) (0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0
(1.668) (1.668) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66.976 66.976 0 0
(39.793) (39.793) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.626 15.626 0 0
(28.237) (28.237) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 53.725 53.725 0 0
(77.045) (77.045) (0) (0)
davon aus Steuern 53.267
(59.871)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 15
(20)
31.12.2023 149.472 149.472 0 0
31.12.2022 (177.713) (177.713) (0) (0)

*) Vorjahreszahlen in Klammern

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind am Bilanzstichtag durch eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Übereignung der Vorräte und Verpfändung der Bankguthaben gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 15.626 (Vorjahr: TEUR 28.237) gegenüber der Gesellschafterin V&V Kapital GmbH, Bremen. Hierin sind auch Verbindlichkeiten enthalten, die auf die V&V Kapital GmbH, Bremen, als stille Gesellschafterin entfallen.

4. Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung

Bei den Umsatzerlösen handelt es sich weit übergehend um Handelserlöse, die in Deutschland erzielt wurden. Die Aufwendungen für Mineralölsteuer in Höhe von TEUR 520.261 (Vorjahr: TEUR 470.827) wurden von den Umsatzerlösen abgesetzt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 240 (Vorjahr: TEUR 215), Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen von TEUR 272 (Vorjahr: TEUR 272), Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 231), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 422) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 24).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 222 (Vorjahr: TEUR 167) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 28) enthalten.

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 12) auf die Aufzinsung von langfristigen sonstigen Rückstellungen sowie TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 19) auf die Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen. Mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen waren im Vorjahr Zinserträge von TEUR 14 aus Deckungsvermögen verrechnet.

Der tatsächliche Steueraufwand aus dem Mindeststeuergesetz für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf EUR 0,00.

5. Bewertungseinheiten, derivative Finanzinstrumente und finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden, zur Absicherung von Preisänderungsrisiken aus physischen Grundgeschäften mit Erfüllung im Jahr 2024, Mineralöleinkaufsswaps in Höhe von TEUR 3.745 für ein Volumen von 5.000 Tonnen und Verkaufskontrakte an der Warenterminbörse in Höhe von TEUR 29.047 (davon TUSD 32.097 auf Fremdwährung lautend) für ein Volumen von 41.300 Tonnen Diesel. Diese Hedges werden nicht bilanziert, da gemäß § 254 HGB Bewertungseinheiten mit den entsprechenden (antizipativen) physischen Warengeschäften (MikroHedges) bestehen. Die Bedingungen und Parameter der jeweiligen Grund und Sicherungsgeschäfte stimmen überein. Die Wirksamkeit der gebildeten Bewertungseinheiten wurde prospektiv und retrospektiv ermittelt. Alle vorgenannten Vereinbarungen laufen im Jahr 2024 aus.

Die beizulegenden Zeitwerte zum Bilanzstichtag der Mineralölswaps und der Warentermingeschäfte ergeben sich aus der Bewertung der offenen Positionen zu Marktpreisen ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Sie stellen die Ergebnisauswirkung einer Glattstellung am Bilanzstichtag dar und betragen bezüglich der Mineralöleinkaufswaps - TEUR 180 und bezüglich der Warenterminverkaufskontrakte TEUR 1.221.

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Erbpacht und Mietverträgen im Gesamtbetrag von TEUR 5.168 (Vorjahr: TEUR 5.073).

6. Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.

7. Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug 47 Mitarbeiter (Vorjahr: 44 Mitarbeiter), davon 26 Angestellte und 21 gewerbliche Arbeitnehmer.

Geschäftsführer waren im Jahr 2023 bzw. sind zurzeit:

Herr Daniel Pätzold

Herr Bernd Sturmheit (bis 31.12.2023)

Herr Kevin Balke

Frau Joanna Cronheim (ab 01.01.2024)

Herr Neville Atterbury (ab 01.01.2024)

Die Geschäftsführer sind hauptberuflich für die Gesellschaft und andere Gesellschaften der V&V-Gruppe tätig.

Der Jahresabschluss 2023 der Ambrian Energy GmbH, Bremen, ist in den Konzernabschluss 2023 der V&V Kapital Invest GmbH & Co Kommanditgesellschaft, Bremen, einzubeziehen, der beim Bundesanzeiger offenzulegen ist.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bremen, den 25. Juni 2024

gez. Daniel Pätzold, Geschäftsführer

gez. Kevin Balke, Geschäftsführer

gez. Joanna Cronheim, Geschäftsführer

gez. Neville Atterbury, Geschäftsführer

Weitere Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 3. Juli 2024 festgestellt.

Anschaffungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 2.256.841,11 350.824,89 0,00 0,00 2.607.666,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.250.000,00 0,00 0,00 0,00 1.250.000,00
3.506.841,11 350.824,89 0,00 0,00 3.857.666,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.451.425,27 28.757,04 0,00 0,00 1.480.182,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 88.997.777,52 0,00 574.169,70 0,00 89.571.947,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.228.830,49 396.215,32 0,00 0,00 3.625.045,81
4. Anlagen im Bau 1.797.092,35 2.416.142,04 -574.169,70 80.882,00 3.558.182,69
95.475.125,63 2.841.114,40 0,00 80.882,00 98.235.358,03
98.981.966,74 3.191.939,29 0,00 80.882,00 102.093.024,03
Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 2.251.138,11 29.436,89 0,00 2.280.575,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.250.000,00 0,00 0,00 1.250.000,00
3.501.138,11 29.436,89 0,00 3.530.575,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 609.393,27 47.639,04 0,00 657.032,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 46.710.384,52 4.113.884,70 0,00 50.824.269,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.354.319,49 298.878,32 0,00 2.653.197,81
4. Anlagen im Bau 0,00 80.882,00 80.882,00 0,00
49.674.097,28 4.541.284,06 80.882,00 54.134.499,34
53.175.235,39 4.570.720,95 80.882,00 57.665.074,34
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 327.091,00 5.703,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
327.091,00 5.703,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 823.150,00 842.032,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.747.678,00 42.287.393,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 971.848,00 874.511,00
4. Anlagen im Bau 3.558.182,69 1.797.092,35
44.100.858,69 45.801.028,35
44.427.949,69 45.806.731,35

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ambrian Energy GmbH, Bremen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ambrian Energy GmbH, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ambrian Energy GmbH, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt ''Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts'' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 25. Juni 2024

FIDES Treuhand GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Lohmann, Wirtschaftsprüfer

gez. Rogge, Wirtschaftsprüferin

Beschluss über die Ergebnisverwendung

Auszug aus dem Protokoll der Gesellschafterversammlung vom 3. Juli 2024:

"Aus dem Jahresüberschuss zum 31.12.2023 wird ein Teilbetrag in Höhe von EUR 6.000.000,00 an den Gesellschafter ausgeschüttet und der verbliebene Teil wird auf neue Rechnung vorgetragen."

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