Beteiligungsgesellschaften
P.C.S. Precision Works Germany GmbHLiquidiert
Oberlausitzer Straße 11, 02733 Cunewalde, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans Ernst Ulrich Kaiser seit 4.4.2018 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
P.C.S. Precision Works Germany GmbHCunewaldeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die P.C.S. Precision Works Germany GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der P.C.S. Precision Works Germany GmbH, Cunewalde, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der P.C.S. Precision Works Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, 21. Dezember 2020 Ernst
& Young GmbH
Fleischer, Wirtschaftsprüfer Franke, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2019
Anhang zum 31. Dezember 2019der P.C.S. Precision Works Germany GmbH, CunewaldeI. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Allgemeines Die Gesellschaft firmiert unter der Firma P.C.S. Precision Works Germany GmbH und hat ihren Sitz in 02733 Cunewalde, Oberlausitzer Straße 11. Die Gesellschaft wird im Handelsregister beim Amtsgericht Dresden unter der Registernummer HRB 37610 geführt. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 wurde auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften des HGB und ergänzend der Vorschriften des GmbHG unter der Annahme der Unternehmensfortführung erstellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr 2019. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten. Aufgrund des Beginns der operativen Tätigkeit erst ab dem 1. April 2018 sind die Werte der Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt vergleichbar. 2. Währungsumrechnung Forderungen werden ausschließlich in EUR fakturiert. In Fremdwährung fakturierte Eingangsrechnungen werden am Stichtag zum jeweiligen Tageskurs umgerechnet und bewertet. Am Bilanzstichtag bestehende Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Einzelnen Für den Jahresabschluss sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Aufwand für Leiharbeitnehmer in Höhe 1.232 TEUR in den Aufwendungen für bezogene Leistungen (Materialaufwand) ausgewiesen. Leiharbeitnehmer werden ausschließlich im Produktionsprozess beschäftigt. Im Vorjahr wurde dieser Posten im Personalaufwand in Höhe TEUR 956 TEUR berücksichtigt. Eine Anpassung des Vorjahres wurde nicht vorgenommen. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Anlagegegenstände, deren Anschaffungskosten 800,00 EUR nicht übersteigen, werden entsprechend den geänderten steuerlichen Möglichkeiten nach § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Anschaffungskostenminderungen zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Erkennbare Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, mangelnder Veräußerbarkeit oder wegen zum Bilanzstichtag gesunkener Marktpreise ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Als Verbrauchsfolgeverfahren für das Vorratsvermögen wird die FiFo-Methode nach § 256 HGB angewendet, aufgrund der Umschlagshäufigkeit gibt es keine wesentlichen Unterschiede zu den Stichtagspreisen. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten entsprechend dem jeweiligen Fertigungsgrad bewertet; die verlustfreie Bewertung wird durch Abwertungen aufgrund retrograder Wertermittlung berücksichtigt. Forderungen werden zum Nennbetrag unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen angesetzt, sofern Forderungen als nicht werthaltig beurteilt werden. Einzelwertberichtigungen werden nur auf die nicht im Rahmen unseres Factorings verkauften Forderungen gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko, Skonti, Mahnkosten und Zinsen werden durch eine Pauschalwertberichtigung für alle Forderungen berücksichtigt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sonstige Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag ausgewiesen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für bereits geleistete Zahlungen gebildet, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung zu erwartender Preissteigerungen gebildet und mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Die Verbindlichkeiten werden mit den Rückzahlungsbeträgen bewertet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. II. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang beigefügt ist. 2. Umlaufvermögen Die Vorräte betrugen zum Stichtag 4.188 TEUR. Diese werden durch eine ordnungsgemäße Inventur zum Jahresende nachgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 863 TEUR wurden, unter Berücksichtigung von Ausfallrisiken um eine entsprechende 1 % Pauschalwertberichtigung gekürzt, ausgewiesen. Gegen verbundene Unternehmen bestehen Forderungen in Höhe 1.070 TEUR. Darin enthalten sind Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von 668 TEUR. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Zum Bilanzstichtag betrug der Bestand an flüssigen Mitteln 824 TEUR. 3. Eigenkapital Als gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital der Gesellschaft ausgewiesen, welches sich unverändert auf 10.000 TEUR beläuft. Es ist in voller Höhe eingezahlt. Der Verlust des Vorjahres wurde auf das Geschäftsjahr 2019 vorgetragen. 4. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen im Geschäftsjahr 2019 bestehen in Höhe von 622 TEUR. Darin enthalten sind Personalrückstellungen in Höhe von 223 TEUR (115 TEUR für Überstundenverpflichtungen, 80 TEUR für Sonderzahlungen und 28 TEUR für Beiträge zur Berufsgenossenschaft) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 374 TEUR. 5. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 131 TEUR enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 76 TEUR und Leasingverbindlichkeiten in Höhe 57 TEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.485 TEUR resultieren aus 485 TEUR Lieferungen und Leistungen und im Übrigen aus 1.000 TEUR Konzernfinanzierung. Die Restlaufzeiten im Vorjahr wurden mit "bis zu einem Jahr" ausgewiesen. Die Restlaufzeiten im laufendem Wirtschaftsjahr blieben unverändert. 6. Pfandrechte und Sicherheiten Im Rahmen eines Leasing-Vertrages wurde eine Leasingverbindlichkeit in Höhe von 57 TEUR durch Sicherungsübereignung der geleasten Maschine sowie mit einer weiteren Maschine besichert. Das für Zahlungseingänge im Rahmen des Factorings genutzte Bankkonto wurde an die Targo Bank AG verpfändet. Der Saldo beträgt am 31.12.2019 433 TEUR. III. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse wurden hauptsächlich durch die Bearbeitung von Metallerzeugnissen erzielt und verteilen sich nach geographisch verteilten Märkten wie folgt:
IV. Sonstige Angaben1. Außerbilanzielle Geschäfte Es bestehen laufende Miet- und Leasingverträge. Seit Oktober 2019 werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factorings an die Targo Bank AG, Mainz, verkauft. Am Bilanzstichtag betrug der Wert aller verkauften Forderungen 2.316 TEUR. 2. Leitungsorgane Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr die Herren Hans Ernst Ulrich Kaiser, Vertriebskaufmann, und Holger Schumann, Dipl.-Ing. Maschinenbau, bestellt. Herr Schumann ist am 14.02.2019 als Geschäftsführer ausgeschieden. Für den Ausweis der Geschäftsführervergütung im Geschäftsjahr 2019 wird auf die Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB verwiesen. 3. Abschlussprüferhonorar Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer gemäß § 285 Nr. 17 HGB beinhaltet die Abschlussprüfung mit 35 TEUR und Steuerberatungsleistungen mit 8 TEUR. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus bestehenden Miet- und Leasingverträgen betragen die nach dem Bilanzstichtag zu leistenden Raten bis zum Ablauf des jeweiligen Vertrages in der Summe 1.906 TEUR. Die Verträge beziehen sich insbesondere auf Leasing von Maschinen und Firmenfahrzeuge mit 306 TEUR und auf Miete des Firmenobjektes mit 1.600 TEUR. Der Zweck des Leasings liegt in einer risikominimierenden Mischung von Finanzierungspartnern sowie in der Einsparung von Handlingsaufwand nach Ablauf der Nutzungszeit. 5. Anzahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 184 . Davon waren als Angestellte 31 Mitarbeiter und als gewerbliche Arbeitnehmer 153 Mitarbeiter beschäftigt. 6. Konzernzugehörigkeit Der Sitz unserer Muttergesellschaft P.C.S. Machine Group Holding GmbH ist Cunewalde, wo auch der Konzernabschluss erhältlich ist. Der kleinste und größte Konsolidierungskreis, in den die Gesellschaft einbezogen wird, ist der Konzernabschluss der P.C.S. Machine Group Holding Public Company Limited, Thailand. 7. Ergebnisverwendung Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2019 auf das Folgejahr vorzutragen. 8. Nachtragsbericht Am 30. Januar 2020 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO den internationalen Gesundheitsnotstand aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus ausgerufen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen im Lagebericht in den Kapiteln "Prognosebericht" und "Risiko- und Chancenbericht".
Cunewalde, den 22. Oktober 2020 Hans Ernst Ulrich Kaiser, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2019
Lagebericht zum 31. Dezember 2019der P.C.S. Precision Works Germany GmbH, CunewaldeA. Geschäft und Rahmenbedingungen 1. Geschäftsmodell Die P.C.S. Precision Works Germany GmbH mit Sitz in Cunewalde produziert Metallkomponenten für die Automobilindustrie. Sie ist eine 100%ige Tochter der P.C.S. Machine Group Holding GmbH, ebenfalls mit Sitz in Cunewalde. Die Gesellschaft hat durch Kaufvertrag vom 6./7. Dezember 2017 (mit Closing effektiv zum 1.4.2018) das bewegliche Anlage- und Vorratsvermögen der insolventen SMT Kuepper System- und Mobiltechnik GmbH erworben und deren Mitarbeiter übernommen und führt durch den Betriebsübergang nun deren Geschäfte weiter. Hauptkunden sind Volkswagen (VW), Schaeffler, Vitesco (Continental Automotive), Mitsubishi Turbo Engine und Borgwarner. Hauptprodukte sind Getriebegehäuse, Radflansche, Lagergehäuse und Turbinengehäuse für Turbolader. 2. Wirtschaftliche Entwicklung Die P.C.S. Precision Works Germany GmbH ist in der Fertigung von hochwertigen Präzisionskomponenten für die Automobilindustrie mit den Produktsegmenten Motorkomponenten, Getriebekomponenten und Radaufhängungen tätig und fokussiert auf das Geschäft mit den weltweit tätigen Herstellern von PKW und Nutzfahrzeugen und deren Tier 1 Lieferanten. Der Umsatz der Automobilindustrie verringerte sich im Geschäftsjahr 2019 um 2,5 %. In den Industrieländern verbesserte sich die wirtschaftliche Lage leicht, während die konjunkturelle Dynamik in vielen Schwellenländern im Jahresverlauf nachließ. Die Inflation verharrte ungeachtet der expansiven Geldpolitik vieler Zentralbanken insgesamt auf niedrigem Niveau. Die vergleichsweise niedrigen Energie- und Rohstoffpreise beeinträchtigten zwar die Wirtschaft einzelner Länder, unterstützen jedoch insgesamt die globale Konjunktur. Die Lage auf den großen Automärkten zeigt sich in 2019 sehr unterschiedlich. Während in Europa die Nachfrage jetzt wieder anzieht, rutschen China und die USA weiter ins Minus. Die Gesamtjahresbilanz fällt bei allen drei negativ aus. Durch verzögerte WLTP Zertifizierung wurden 2018 und 2019 einige Motoren/Getriebe für einige Zeit gestoppt, was eine Reduzierung der Abrufe im Bereich Aluminium-Getriebegehäuse zur Folge hatte. Durch die Dieselkrise erhöhten sich die Volumina im Gasoline-Segment, so dass im Bereich Turbinengehäuse weiterhin eine volle Auslastung der Kapazitäten erreicht wurde. Die bedeutendste Absatzregion für die Gesellschaft ist mit einem Umsatzanteil von 52 % das europäische Ausland gefolgt von Deutschland mit 48 %. Als Zulieferer ist unser Unternehmen stark von der Entwicklung der Automobilindustrie abhängig. Die Wettbewerber um den deutschen Markt sind größtenteils in Deutschland und Osteuropa ansässig und befinden sich damit auch unter einem zunehmenden Konkurrenzdruck aus Asien. In enger Kooperation mit unseren Kunden bearbeiten wir Komponenten im Bereich der Abgassysteme (Turbinen- und Lagergehäuse), für Fahrwerkskomponenten (Radflansche), für den Getriebebau sowohl für herkömmliche wie auch für Hybridfahrzeuge (Kupplungs- und Getriebegehäuse). Alle Bauteile unterliegen höchsten Genauigkeits-, Restschmutz- und Dichtheitsanforderungen. Im Segment Kupplungs- und Getriebegehäuse wurde von VW eine Volumenverdopplung für die Hybrid-Modelle beauftragt, die bis zum ersten Quartal 2020 installiert wurde und Investitionen in neue Bearbeitungszentren sowie Montageanlagen erforderlich machte. 3. Forschung und Entwicklung P.C.S. Precision Works Germany GmbH verfügt zwar nicht über eine eigenständige Forschungs- und Entwicklungsabteilung, trotzdem wird zusammen mit unseren Kunden im Rahmen der verschiedenen Aufträge konsequent an kraftstoffsparenden Antrieben sowie an der Verwendung von Leichtbaumaterialien gearbeitet und die technische Entwicklung und Optimierung in der Fertigung im Rahmen der Herstellung von Musterteilen als auch in der Serien- und Großserienfertigung vorangetrieben. 4. Personalbereich Im Berichtszeitraum lag die Beschäftigtenzahl der P.C.S. Precision Works Germany GmbH bei durchschnittlich 184 Mitarbeitern. 5. Wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Das in 2018 ausgesetzte VW Geschäft wurde ab April 2019 erfolgreich wieder aufgenommen und soll in 2020 um mehr als 50% erhöht werden. Dazu wurden im Oktober 2018 von VW zusätzliche Werkzeuge und Betriebsmittel mit einem Volumen über 1,95 Mio. EUR bestellt. Die Anschaffung und Installation dieser Werkzeuge und Betriebsmittel fand vorwiegend im Zeitraum 3. Quartal 2019 bis 2. Quartal 2020 statt. Die Endabrechnungen an VW erfolgten im Mai 2020. Kundenseits besteht durch den Wandel der Autoindustrie ein großer Druck zur Kostensenkung, die auch bei Lieferanten durchgesetzt werden soll - bisher konnte P.C.S. seine Preise behaupten und keine Nachlässe geben. B. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 1. Ertragslage Das abgelaufene Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Das vorhergehende Wirtschaftsjahr 2018 war operativ ein Rumpfgeschäftsjahr (01.04. bis zum 31.12.2018). Vorjahreszahlen sind daher nur bedingt vergleichbar. Nachfolgend sind die wichtigsten Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:
2. Finanzlage Der operative Cashflow, der Cashflow aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierung sowie die liquiden Mittel haben sich wie folgt entwickelt:
Der Finanzmittelbestand beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 824 nach TEUR 937 zum 31.12.2018. 3. Vermögenslage Bei einer Bilanzsumme von TEUR 9.680 wird die Aktivseite der Bilanz zum 31. Dezember 2019 vor allem durch Sachanlagen in Höhe von TEUR 2.139, Vorräte von TEUR 4.188 sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 863, Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 1.070 und Sonstige Vermögensgegenstände TEUR 553 geprägt. Auf der Passivseite beläuft sich das Eigenkapital zum Bilanzstichtag auf TEUR 5.456, dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 56,4 %. Ferner bestanden eine Konzernfinanzierung in Höhe von TEUR 1.000, sonstige Rückstellungen von TEUR 622 sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.986. 4. Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens Das Ergebnis des Unternehmens belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR -2.931 und damit unter Plan. Dies ist zum Großteil bedingt durch die Verschiebung der WLTP Zyklen bei den OEM's und daraus resultierenden Mehraufwendungen im 2. Halbjahr. C. Risiko- und Chancenbericht 1. Risikomanagementprozess Die P.C.S. Precision Works Germany GmbH ist durch die Belieferung ihrer europäischen Kunden mit ihren Produkten indirekt international in verschiedenen Kernmärkten und Regionen vertreten. Daraus ergeben sich Chancen, aber auch geschäftsspezifische Risiken. Das Ziel unseres unternehmerischen Handelns ist es deshalb, potenzielle Chancen zu nutzen und die Risiken zu minimieren und hierdurch den Wert des Unternehmens systematisch und nachhaltig zu erhöhen. Unser Risikomanagementsystem ist ein fester Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Dies stellt sicher, dass Chancen und Risiken in allen wesentlichen Organisationseinheiten systematisch analysiert werden und eine einheitliche Bewertung erfolgt. Durch die geschaffene Risikotransparenz lassen sich geeignete Steuerungs- und Gegenmaßnahmen ableiten. Aus der Umsetzung dieser Maßnahmen resultiert in der Regel ein verringertes Schadenspotenzial bzw. die Realisierung der aufgezeigten Chancenpotenziale. Das Ziel des Risikomanagements ist es somit, Risiko- und Chancentransparenz herzustellen und im Rahmen der Steuerung Risikopotenziale zu verringern bzw. Chancen zu nutzen. 2. Währungs- und Preisrisiken Da P.C.S. ausschließlich in Euro fakturiert, ergeben sich keine Währungsrisiken. Durch bestehende Vereinbarungen von Materialteuerungszuschlägen für Rohstoffe mit allen Kunden ist das Risiko von Kostensteigerungen bei diesen Materialien minimiert. 3. Liquiditätsrisiken Zu den zentralen Aufgaben der P.C.S. Precision Works Germany GmbH gehören die Gewährleistung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft durch die Bereitstellung ausreichender Mittel am Ort und im Zeitpunkt des Bedarfs sowie die Sicherung der Ertragskraft durch Steuerung der finanziellen Risiken. Bei der Unternehmenssteuerung achten wir besonders auf die Generierung flüssiger Mittel aus dem operativen Geschäft. Zusätzlich wurde im Geschäftsjahr eine Factoring-Vereinbarung mit der Targo Bank AG, Mainz, geschlossen. Mit dem Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stehen liquide Mittel dem Unternehmen direkt nach Rechnungsstellung zur Verfügung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren wir stets in der Lage, unsere finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Die Steuerung der Liquidität wird von der P.C.S Gruppe zentral vorgenommen. Die Gruppengesellschaften führen eine monatlich rollierende 3-Monatsplanung der Liquidität durch, um eventuelle Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennen zu können. Die Geschäftskonten wiesen zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes EUR 2,3 Mio. liquide Mittel aus. Aus einer Finanzierungsvereinbarung mit der verbundenen thailändischen P.C.S. Machine Group Holding Public Company Limited steht darüber hinaus ein abrufbarer Kreditrahmen in Höhe EUR 2,0 Mio. zur Verfügung. 4. Risiken von Forderungsausfällen Um das Risiko von Forderungsausfällen zu begrenzen, erfolgen bereits in der Angebotsphase Bonitätsprüfungen der Kunden. Ergeben sich hieraus erhöhte Risiken bzw. weichen Anzahlungsbedingungen in der Angebotsphase von den allgemeinen Vorgaben ab, muss eine Genehmigung durch die Geschäftsführung erfolgen. Ausfallrisiken begrenzen wir zudem durch ein aktives Forderungsmanagement und ständiger Überwachung von Bonitäten und Zahlungsverhalten sowie teilweise auch durch Versicherungs- und Bankgarantien für alle Forderungen. Kundenforderungen, welche im Rahmen des Factorings verkauft wurden, sind über unseren Factor Targo Bank AG abgesichert. 5. Märkte Wirtschaftslage: Die P.C.S. Precision Works Germany GmbH generiert ihren Umsatz mit Automobilherstellern bzw. OEMs. Die Abhängigkeit vom Automobilmarkt und den hier tätigen wenigen Großkunden ist wie auch in den vergangenen Jahren gegeben. Durch unsere über viele Jahre gewachsenen guten Kundenkontakte sehen wir uns gerüstet, zukünftige Marktentwicklungen frühzeitig zu erkennen, entsprechend zu agieren und eine ausreichende Auslastung sicherzustellen. Einen gewissen Unsicherheitsfaktor bilden dabei die Auswirkungen der Corona Pandemie, die in Summe für das Jahr 2020 zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzuschätzen sind. Aufgrund der durchgeführten Werksschließungen unserer Kunden, verursacht durch die Pandemieregelungen, ist es auch in unserem Unternehmen zu deutlichen Unterbrechungen und Unterauslastung gekommen, die mit entsprechenden Gegenmaßnahmen wie Kurzarbeit und Reduzierung der Anzahl der Zeitarbeiter ausgeglichen wurden, um die finanziellen Verluste so gering wie möglich zu halten. Finanzielle Zuschüsse bekommt unser Unternehmen seitens der Regierung nicht. Die Liquidität ist aber vorhanden. Fiskalpolitische Maßnahmen: Steuererhöhungen sind ebenfalls Risiken, die über eine Reduzierung der verfügbaren Einkommen das Nachfrageverhalten auf dem Kraftfahrzeugmarkt negativ beeinflussen könnten. Dies gilt insbesondere in den Mitgliedsstaaten der EU aufgrund des starken Anstiegs der öffentlichen Verschuldung basierend auf den unterschiedlichen Unterstützungsprogrammen der Mitgliedsstaaten sowie der verschiedenen staatlichen Bankenhilfsprogramme. Konjunkturelle Zyklen: Die P.C.S Precision Works Germany GmbH ist in einer Branche tätig, die ständigen konjunkturellen Zyklen unterliegt. Neben den allgemeinen Verwerfungen (Konjunktur, Konsumverhalten und - Präferenzen) unterliegt die Automobilbranche schwankenden Produktionsvolumina, die auch die Nachfrage nach unseren Produkten beeinflusst. Innovations- und Kostendruck: Hohe Investitionen, starker Preisdruck, stetige Modernisierung von Prozesstechnologien und Fertigungseinrichtungen bei hartem Wettbewerb prägen zunehmend die Situation der KFZ- Zuliefererindustrie. Alle Original Equipment Manufacturers (OEMs) stehen zunehmend unter Innovations- und Kostendruck ihrer Wettbewerber. Als Entwicklungspartner der Automobilindustrie stehen wir schon im frühen Stadium von neuen Projekten unseren Kunden mit unserem Knowhow und unserer Erfahrung zur Seite, um kostenoptimierte Lösungen gemeinsam zu erarbeiten. Energiepreise: Aufgrund des hohen Automatisierungsgrads unterliegt die P.C.S Precision Works Germany GmbH energieintensiven Produktionsabläufen und ist somit u. a. auch von den zunehmenden Veränderungen bei den Energiepreisen betroffen. Produktrisiken: Die P.C.S. Precision Works Germany GmbH vertreibt ihre Produkte und Leistungen an Kunden im Kernmarkt Europa. Gegebenenfalls auftretende Haftpflichtrisiken für Personen-, Sach- und daraus resultierenden Vermögensschäden, welche durch die Gesellschaft verursacht werden, sind in einem umfangreichen Haftpflicht-Versicherungsprogramm versichert. 6. Risiken und Chancen aus der Einbindung in den P.C.S-Konzern Die Gesellschaft ist in den P.C.S-Konzern eingebunden. Hieraus ergeben sich sowohl Risiken als auch Chancen. Zum einen generiert die Einbindung in einen global tätigen Automobilzulieferkonzern die Möglichkeit, Synergien zu realisieren und durch einheitliche Strukturen und übergreifendes Management Effizienzen im Bereich Produktion, Vertrieb und Einkauf zu heben. Zum anderen ist die Gesellschaft auch in eine konzernübergreifende Finanzierung eingebunden. Dies zeigt sich durch die Bereitstellung eines zentral vereinbarten Kredites seitens der Muttergesellschaft. 7. Zusammenfassende Bewertung Im Geschäftsjahr 2019 hat sich die Risiko- und Chancenstruktur kaum geändert. Aus heutiger Sicht sind für die P.C.S Precision Works Germany GmbH aufgrund der bestehenden Eigenkapitalausstattung und der Einbindung in den P.C.S.-Konzern keine bestandgefährdenden Risiken erkennbar. Konjunkturellen Risiken stellen weiterhin einen großen Einflussfaktor auf die Geschäftstätigkeit dar. Eine davon ist die im März 2020 eingetretene Corona Pandemie, die entsprechende negative Auswirkungen auf den zu erwartenden Gewinn 2020 hat. Es wird hier im Moment mit einem bedingt negativen Ergebnis geplant und es wurden bereits Gegenmaßnahmen eingeführt, um die Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität des Unternehmens so gering wie möglich zu halten. Die eingeleiteten Maßnahmen wie Kurzarbeit und Reduzierung der Anzahl der Zeitarbeiter haben positive Auswirkung auf den Cashflow und wirken dem Pandemie geschuldetem Verlust deutlich entgegen. Unsere mittelständisch geprägte Organisation, welche sich u. a. durch Flexibilität und kurze Entscheidungswege auszeichnet, ermöglicht es uns, kurzfristig auf Kundenwünsche reagieren zu können, wobei wir andererseits durch die Integration in die P.C.S. Konzernstrukturen Synergieeffekte realisieren, welche dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft zu verbessern. D. Prognosebericht Seit Januar 2020 breitet sich in Deutschland überregional das sogenannte Corona-Virus (SARS-CoV-2) aus. Die damit seit März 2020 zurückgehende Nachfrage im Automobilbereich hatte zur Folge, dass ebenfalls die laufende Produktion am Standort Cunewalde zurückgefahren werden musste. Bestehende Produktionsvolumen konnten mit eigenen Mitarbeitern weiterhin aufrechterhalten werden, reichten aber nicht zu einer Vollbeschäftigung aller Mitarbeiter. Die Unterkapazitäten wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses über Kurzarbeit gedeckt, wobei die Agentur für Arbeit 50 % der durch Produktionsrückgang verursachten Lohnkosten mit Kurzarbeitergeld ausgleicht. Bis zur Aufstellung dieses Berichtes konnte ein vollständiger Produktionsstillstand vermieden werden. Erkrankungen von Mitarbeitern in diesem Zusammenhang sind nicht gemeldet worden. 1. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Nach Einschätzung der Geschäftsführung hat sich die Chancen- und Risikolage der P.C.S. Precision Works Germany GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht wesentlich verändert. Besondere Umstände im Zusammenhang mit der im März 2020 begonnenen Corona-Pandemie sowie deren Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf des Unternehmens lassen zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes rückläufige bzw. stagnierende Abrufe von unseren Kunden erkennen. Der wesentliche Teil unseres Produktportfolios steht im Zusammenhang mit zukunftsweisenden Technologien (Motorendownsizing, Verbrauchs- und Emissionsreduzierung, Elektromobilität). Wir rechnen weiterhin mit einer wachsenden Nachfrage nach unseren Produkten, unter anderem auch durch die gesetzlichen Regelungen hinsichtlich der stetig steigenden Abgasnormen in Europa. Mit den Veränderungen der Einzelrisiken haben sich für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Risiken gezeigt, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Gesellschaft gefährden. Bestandsgefährdende Risiken sind bei gleichbleibender Finanzierungsstruktur auch in absehbarer Zukunft nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht erkennbar. 2. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Das Wachstum der Weltwirtschaft wird für 2020 voraussichtlich wieder unter dem Niveau des Vorjahres liegen. In den meisten Industrieländern wird mit einem Abflauen der Konjunktur bei insgesamt eher rückläufigen Expansionsraten gerechnet. Im Hinblick auf die PKW-Märkte ist für das Jahr 2020 zu erwarten, dass sich die weltweite Nachfrage nach Neufahrzeugen insgesamt voraussichtlich langsamer wachsen wird als im Vorjahr, und sich in den einzelnen Regionen uneinheitlich entwickeln wird. In Westeuropa einschließlich Deutschland ist mit einem Nachfragevolumen auf Niveau des Berichtsjahres zu rechnen. Für die Zukunft ist es unser Anspruch, Vorreiter bei der Weiterentwicklung der Mobilität zu sein. Wir wollen diese sicher und nachhaltig gestalten. Maßgeblich für unseren Umsatz in der Erstausrüstung ist der globale Absatz von neu produzierten PKW und Nutzfahrzeugen gemessen am weltweiten Produktionsvolumen. Gemäß unseren internen Planungen hatten wir ohne zusätzliche Auslastung durch weitere Aufträge für das kommende Geschäftsjahr zunächst einen Umsatzrückgang von ca. 10 % sowie ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet. Bedingt durch die Corona-Virus (SARS-CoV-2) ausgelöste Pandemie im März 2020, ist unter Berücksichtigung der Umsätze zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses von einem zusätzlichen Umsatzrückgang für 2020 in Höhe von etwa 20 % gegenüber dem Vorjahr auszugehen. Trotzdem wird für 2020 mit einem um ca. 30% verbesserten Ergebnis gegenüber dem Vorjahr gerechnet (Jahresfehlbetrag 2.931 TEUR). Die Gründe liegen zum Beispiel in verminderte Wareneinkäufe, Kurzarbeit, Reduzierung Anzahl Zeitarbeiter etc. Durch die pandemiebedingten Produktionsunterbrechungen bei unseren Kunden ist es dieses Jahr bereits zu Insolvenzen von Zulieferern und damit zum Auslauf eines Produktes gekommen, welches in der Jahresplanung so nicht vorgesehen war. Diesen negativen Effekt konnten wir aber mit entsprechenden Gegenmaßnahmen abfedern und werden die somit frei gewordenen Kapazitäten versuchen, anderweitig am Markt zur Verfügung zu stellen und schnellstmöglich wieder auslasten. Unsere vorhandene Liquidität in Verbindung mit unserer Muttergesellschaft und den damit zur Verfügung stehenden Ressourcen geben uns die Chance, die weitreichenden Pandemiefolgen für unsere Auslastung positiv zu nutzen und unsere Auslastung und den Umsatz der kommenden Jahre wieder in einen deutlichen positiven Bereich zu steuern.
Cunewalde, den 22. Oktober 2020 Die Geschäftsführung Hans Ernst Ulrich Kaiser Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. |
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