Albany Engineered Composites GmbH

Marie-Curie-Straße 11, 67661 Kaiserslautern, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kaiserslautern HRB 30748
Vorher
CirComp GmbH
Eingetragen
28.8.2009
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Gipserzeugnissen für den BauHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Fertigung, die Marktentwicklung von Anwendungen und Produkten im Bereich Metallersatz sowie alle damit zusammenhängenden Arbeiten und der Handel mit diesen Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christopher Stone
seit 16.1.2025
Geschäftsführer
Silvia Oduncu
seit 23.6.2023
Prokura
Geschäftsführer
Patrik J. Heib
seit 23.6.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Albany Engineered Composites, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Albany Engineered Composites, Inc.
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Albany Engineered Composites GmbH (vormals: CirComp GmbH)

Kaiserslautern

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Albany Engineered Composites GmbH (Gesellschaft) ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der US-amerikanischen Albany Engineered Composites, Inc. mit dem Hauptsitz in Rochester.

Die Gesellschaft entwickelt und produziert leistungsfähige Produkte im CNC gesteuerten Faserwickelverfahren und in Harzinjektionstechnologien aus modernen Faserverbundwerkstoffen. Hierbei setzt die Gesellschaft hochwertige Kohlenstofffasern, Glasfasern, Aramidfasern und Basaltfasern in Kombination mit Duromeren oder thermoplastischen Kunstoffen ein.

Die Gesellschaft ist im Markt für Composites (Verbundwerkstoffe) tätigt und ist hier im Albany-Konzern an wichtigen Entwicklungsprojekten in diesem Bereich beteiligt. Eine Aktivierung derlei Projekte in der Bilanz der Gesellschaft findet nicht statt.

Der Hauptmarkt der Gesellschaft ist Deutschland und das europäische Ausland. Es wird jedoch vereinzelt auch an außereuropäische Kunden geliefert.

Die Kunden der Gesellschaft sind ausschließlich Kunden aus dem Gewerbe bzw. der Industrie, unter anderem aus der Luft- und Raumfahrt.

Die Steuerung der Gesellschaft ist maßgeblich durch die Kennzahl Umsatzrendite bestimmt. Sie dient dabei zu beurteilen, ob die Gesellschaft effizient arbeitet und beschreibt das Verhältnis von Jahresüberschuss und Umsatzerlöse.

Das Geschäftsjahr 2023 der Gesellschaft erstreckt sich auf den Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023.

Als Geschäftsführer sind Herr Stefan Richardson und Herr Christopher Stone bestellt.

Der Sitz der Gesellschaft ist Kaiserslautern. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Kaiserslautern unter der Nummer HRB 30748 eingetragen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Weltwirtschaftswachstum verlangsamte sich im Jahr 2023. Die Wachstumsrate lag bei 2,8 %, nachdem sie im Vorjahr noch 3,2 % betragen hatte. In der EU wuchs die Wirtschaft um 0,4 % (Vorjahr: 3,4 %). In Deutschland sank die Wirtschaftsleistung um 0,3 % (Vorjahr: 1,8 %).

Nach einer langen Phase kontinuierlichen Wachstums unterliegt der Composites Markt seit 2018 starken Schwankungen. Die hohe Abhängigkeit der Composites-Industrie von gesamtwirtschaftlichen Einflüssen zeigt sich hier sehr deutlich.

Die zentralen Anwendungsbereiche für Composites sind in der Bau- und Infrastruktur, im Mobilitätssektor sowie im Bereich Elektro/Elektronik. Diese Segmente sind alle auch für die Gesamtwirtschaft in Deutschland und Europa von hoher Bedeutung. Veränderungen der Marktdynamik haben direkten Einfluss auch auf den Composites-Markt.

Derzeit herrscht an den Märkten in Deutschland und Europa innerhalb der Branche eine eher negative Stimmung. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Haupttreiber dürften vor allem die nach wie vor hohen Energie- und Rohstoffpreise sein. Hinzu kommen weiterhin Probleme in einzelnen Bereichen der Logistikketten, beispielsweise auf einzelnen Handels-/Containerrouten sowie ein zurückhaltendes Konsumklima.

Die genannten Faktoren haben das europäische Composites-Produktionsvolumen bereits in den vergangenen Jahren deutlich einknicken lassen. 2022 gab es einen Rückgang des europäischen Produktionsvolumens um 9,0 %. Für 2023 muss nun erneut ein Rückgang von 8,0 % des Gesamtmarktes für Composites in Europa festgestellt werden.

Die zentralen Anwendungssegmente haben sich 2023 nicht wesentlich verschoben, die Dynamik innerhalb der Segmente war aber sehr unterschiedlich. Der wichtigste Anwendungsbereich bleibt der Transportbereich, gefolgt vom Elektro-/Elektronikbereich und Anwendungen im Bereich Bau/Infrastruktur. Hierbei unterschieden sich die Marktanteile je nach Materialsystem deutlich.

Regional haben Deutschland, Spanien/Portugal, Italien sowie die osteuropäischen Länder ihre starken Positionen im europäischen Kontext weiterhin behauptet. Deutschland bleibt mit einem Anteil von über 19,0 % am Gesamtmarkt nach wie vor das Land mit dem höchsten Marktvolumen. Insgesamt ist aber auch hier das Produktionsvolumen zurückgegangen. Die vier oben genannten Regionen zusammen stehen für etwa zwei Drittel des europäischen Markvolumens.

2.2. Geschäftsverlauf und Lage

2.2.1. Ertragslage

Für die Gesellschaft hat sich das Geschäftsjahr 2023 im Gegensatz zu der gesamtwirtschaftlichen Lage und den Branchenentwicklungen positiv entwickelt. Das Rohergebnis beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 8.815 (2022: TEUR 8.280). Die Umsatzerlöse stiegen um 14,0 % auf TEUR 5.124 (2022: TEUR 4.493) gegenüber dem Vorjahr.

Dabei stiegen insbesondere die Umsätze mit Kunden aus der EU (52,2 %) und aus dem Drittland (54,6 %). Bei den Kunden aus dem Inland lag die Steigerung lediglich bei 3,4 %. Dies entspricht der schwächeren konjunturellen Entwicklung in Deutschland.

Dem standen strategische Kostensteigerungen i.H.v. 13,6 % im Vergleich zum Vorjahr gegenüber. Diese waren auf die intensiven Bemühungen zurückzuführen, die Sichtbarkeit der Gesellschaft auf dem europäischen Markt deutlich und zeitnah zu erhöhen.

Die Personalaufwendungen stiegen um 11,8 % von TEUR 3.673 auf TEUR 4.108. Dies resultiert insbesondere aus Neueinstellungen mit höheren Lohn- und Gehaltsanforderungen.

Das Ergebnis nach Steuern i.H.v. TEUR 1.224 liegt um 18,8 % unter dem Vorjahreswert i.H.v. TEUR 1.508. Die Umsatzrendite blieb jedoch mit 23,9 % (2022: 33,6 %) auf einem hohen Niveau. Das Sinken der Umsatzrendite lag insbesondere an den höheren Personalaufwendungen und den geringeren Kostenübernahmen von verbundenen Unternehmen von TEUR 3.053 (2022: TEUR 3.699).

2.2.2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt TEUR 15.975 (2022: TEUR 14.828).

Das Anlagevermögen hat sich mit TEUR 574 im Vergleich zu 2022 um 5,6 % erhöht und beträgt TEUR 10.871 (2022: TEUR 10.298). Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 68,1 % (2022: 69,5 %).

Das Umlaufvermögen beträgt TEUR 5.103 (2022: TEUR 4.522) und macht einen Anteil von 31,9 % der Bilanzsumme aus (2022: 30,5 %). Die Steigerung ist im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen. Diese stiegen auf TEUR 3.376 (2022: TEUR 2.512).

Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 Investitionen i.H.v. TEUR 2.270 getätigt. Es wurde sowohl in den Maschinenpark als auch in die Infrastruktur investiert. Ein Investitionsstau liegt nicht vor.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 89,9 % (2022: 88,5 %) Die Gesellschaft hat keine Bankverbindlichkeiten und keine Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Sie ist ein Mitglied im Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk des Konzerns und benötigt zu der Finanzierung dieser Tätigkeiten liquide Mittel, die von der Albany International Holding (Switzerland) AG zur Verfügung gestellt werden. Diese Zuschüsse werden jährlich vereinbart. Dadurch ist die Vermögens- und Finanzlage solide.

3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

3.1. Risiken in der zukünftigen Entwicklung

Die Gesellschaft benötigt zu der Finanzierung ihrer F&E-Tätigkeiten finanzielle Unterstützung von der Albany International Holding (Switzerland) AG. Es besteht das bestandsgefährdende Risiko, sofern diese finanzielle Unterstützung nicht mehr aufrecht gehalten wird.

Die Konzernsparte Albany Engineered Composites ist auf dem amerikanischen Markt sehr bekannt und profitabel. Die Gesellschaft ist intensiv bemüht, den Bekanntheitsgrad von Albany Engineered Composites auch auf dem europäischen Markt deutlich zu steigern und europäische Kunden von der Qualität der Produktpalette der Gesellschaft zu begeistern. Der Markt selbst kann als gesättigt bezeichnet werden. Daher ist die Gesellschaft mit erheblichem Wettbewerbsdruck konfrontiert.

Das strategische Ziel der Gesellschaft ist es, als Lieferant der wichtigsten Hersteller von Produkten der zivilen Luftfahrt gelistet zu sein. Die aktuellen Bruttomargen könnten aufgrund der für den Markteintritt in der zivilen Luftfahrt erforderlichen wettbewerbsorientierten Preisstrategien unter Druck geraten. Dies birgt das Risiko sinkender Margen in zukünftigen Perioden.

Weitere Anstrengungen zur Steigerung der Marktpräsenz und zur Verbesserung der Geschäftsentwicklung werden sich zunächst negativ auf das Ergebnis auswirken, sollten jedoch als Investition in die zukünftige Geschäftsentwicklung betrachtet werden.

Die Gesellschaft ist zudem einer gewissen Volatilität bzgl. der Verfügbarkeit von Güten bestimmter Rohmaterialien ausgesetzt. Insbesondere bezieht sich das auf Kundenspezifikationen bei Kohlefasern. Es besteht fortwährend das Risiko, dass Faserlieferanten bei entprechend geringer Nachfrage solche Materialien nicht mehr produzieren und demnach Lieferungen ausfallen können.

3.2. Chancen für die zukünftige Entwicklung

Die Gesellschaft verfolgt ehrgeizige Geschäftsziele und strebt den Abschluss branchenüblicher, langfristiger Lieferverträge mit Herstellern von Produkten für die zivile Luftfahrtindustrie an. Die Geschäftsanbahnung für solche Liefer- und Dienstleistungsverträge erfordert eine entsprechende Vorlaufzeit. Daher plant die Gesellschaft zunächst ein schrittweises, mittelfristiges Umsatzwachstum, unterstützt durch langfristige Lieferverträge. Es wird erwartet, dass sich die zukünftigen Erträge entsprechend dieser Entwicklung verbessern, abhängig von den Marktbedingungen.

Darüber hinaus ist die Gesellschaft einer der wenigen Standorte im Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk des Konzerns und an wichtigen Entwicklungsprojekten beteiligt, die für die Zukunft des Produktportfolios des Konzerns von Bedeutung sind. Dies macht die Gesellschaft zu einem wichtigen Baustein für die Entwicklung der gesamten Konzernsparte Albany Engineered Composites.

3.3. Progose für die zukünftige Entwicklung

Das Rohergebnis sank im Geschäftsjahr 2024, sowie die Umsatzerlöse auf TEUR 4.150 (2023: TEUR 5.158). Dies liegt im Wesentlichen an dem fortlaufenden Abwärtstrend des Composites-Markts. In 2024 ist die Produktions-Menge in Europa um 5,6 % zurückgegangen. Zudem sank das BIP in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 0,2 %.

Darüber hinaus kam es zu einem Rückgang der Umsatzrendite. Es ist unter anderem die Folge weiterer Anstrengungen zur Erhöhung der Sichtbarkeit der Gesellschaft auf dem Europäischen Markt.

Für das Geschäftsjahr 2025 erwartetet die Gesellschaft im Vergleich zu 2024 wieder einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse um ca. 3,3 %. Die Konzernsparte wird darüberhinaus zusätzliche Anstrengungen im Hinblick auf Forschung und Entwicklung legen und die Gesellschaft dahingehend weiter in Anspruch nehmen.

 

Kaiserslautern, den 19. September 2025

Die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 10.871.788,18 10.298.075,27
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.674,00 2.512,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7,00 45,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.667,00 2.467,00
II. Sachanlagen 10.870.114,18 10.295.563,27
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.899.509,83 6.093.741,83
2. technische Anlagen und Maschinen 3.675.359,00 2.276.766,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 386.882,00 320.302,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 908.363,35 1.604.753,44
B. Umlaufvermögen 5.103.217,25 4.522.174,22
I. Vorräte 837.056,27 817.680,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.983.409,71 3.337.462,70
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 2.511.726,92
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.983.409,71 825.735,78
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 282.751,27 367.031,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 7.500,00
D. sonstige Aktiva 0,03 0,00
Summe Aktiva 15.975.005,46 14.827.749,49

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 14.353.554,81 13.129.205,16
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 7.143.000,00 7.143.000,00
III. Bilanzgewinn 7.185.554,81 5.961.205,16
B. Rückstellungen 1.291.121,84 922.478,01
C. Verbindlichkeiten 330.328,81 765.449,13
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 206.393,33 553.065,20
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 206.393,33 553.065,20
2. sonstige Verbindlichkeiten 123.935,48 212.383,93
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 123.935,48 212.383,93
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 10.617,19
Summe Passiva 15.975.005,46 14.827.749,49

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.814.578,75 8.280.421,65
2. Personalaufwand -4.107.653,66 -3.672.541,41
a) Löhne und Gehälter -3.548.571,97 -3.160.176,47
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -559.081,69 -512.364,94
3. Abschreibungen -1.000.391,04 -929.627,44
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.000.391,04 -929.627,44
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.994.020,30 -1.698.064,08
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 94.909,27 9.691,30
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -547.449,66 -466.616,00
7. Ergebnis nach Steuern 1.259.973,36 1.523.264,02
8. sonstige Steuern -35.623,71 -15.589,85
Jahresüberschuss 1.224.349,65 1.507.674,17

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.961.205,16 4.453.530,99
2. Bilanzgewinn 7.185.554,81 5.961.205,16

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB. Sie ist ein Tochterunternehmen der Albany Engineered Composites, Inc., mit Sitz in Rochester (USA).

Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der Albany International Corp., mit Sitz in Rochester (USA), einbezogen, welche den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Konzernunternehmen aufstellt.

Der offengelegte Konzernabschluss der der Albany International Corp. ist auf der Website der U.S. Securities and Exchange Commission erhältlich.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung erstellt.

Die Gesellschaft benötigt zur Finanzierung ihrer F&E-Tätigkeiten finanzielle Unterstützung von der Albany International Holding (Switzerland) AG. Es besteht das bestandsgefährdende Risiko, sofern diese finanzielle Unterstützung nicht mehr aufrecht gehalten wird. Insofern besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, so dass die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögensgegenstände zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen.

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Bestehende Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt unter Beachtung aller erkennbaren Ausfallrisiken.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel dargestellt.

Die betriebliche Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts beträgt 15 Jahre. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer ergibt sich aus der Art und der voraussichtlichen Bestandsdauer des erworbenen Unternehmens.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 539 586
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.376 2.512
Sonstige Vermögensgegenstände 68 240
Summe 3.983 3.338

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Albany Engineered Composites, Inc., mit Sitz in Rochester (USA).

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25. Der Gewinnvortrag beläuft sich auf TEUR 5.962. Das Jahresergebnis beträgt TEUR 1.224. Mit Gewinnverwendungsbeschluss vom 19. August 2025 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn i.H.v. TEUR 7.186 vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen, Urlaubsverpflichtungen, Tantiemen, Abschluss- und Prüfungskosten.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 59 140
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 206 553
Sonstige Verbindlichkeiten 65 72
Summe 330 765

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn und Verlustrechnung

Rohergebnis

Die sonstigen betrieblichen Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 76).

Abschreibungen

Die Abschreibungen beziehen sich im Wesentlichen auf Sachanlagen, welche über eine Nutzungsdauer von 3 bis 21 Jahren abgeschrieben werden.

Sonstige Angaben

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen zum 31.12.2023 sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 197 (Vorjahr: TEUR 38). Diese resultieren im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverpflichtungen, sowie Dienstleistungsverträgen.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres lag die Führung der Geschäfte bei Herrn Stefan Richardson, sowie bis 23.06.2023 bei Herrn Greg Harwell und ab 23.06.2023 bei Herrn Sean Khosrovani. Einzelvertretungsbefugnis wurde erteilt mit Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB.

Die Anzahl der durchschnittlich im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

Angestellte 30 (Vorjahr: 33)
Arbeiter 29 (Vorjahr: 23).

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine wesentlichen Ereignisse ergeben, die einen bedeutenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben oder haben könnten.

 

Kaiserslautern, den 19. September 2025

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Albany Engineered Composites GmbH, Kaiserslautern

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Albany Engineered Composites GmbH, Kaiserslautern, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Albany Engineered Composites GmbH, Kaiserslautern, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt „Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile“ beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt „Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile“ beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht der Lagebericht im Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der Vorräte der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 837.056,27 EUR ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten.

Da wir erst im Mai 2025 mit der Abschlussprüfung beauftragt worden sind, waren wir nicht in der Lage, beobachtend an der physischen Bestandsaufnahme (Inventur) der Vorräte zum 18. und 19. Dezember 2023 teilzunehmen. Auch mittels alternativer Prüfungshandlungen konnten wir keine hinreichende Sicherheit über das Vorhandensein der Vorräte erlangen.

Wir können daher nicht ausschließen, dass im Zusammenhang mit dem oben beschriebenen Sachverhalt Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen.

Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf den Abschnitt „Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung“ im Anhang sowie den Angaben in den Abschnitten „Vermögens- und Finanzlage“ und „Risiken in der zukünftigen Entwicklung“ des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass Albany ein Mitglied im Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk des Konzerns ist und zu ihrer Finanzierung dieser Tätigkeiten liquide Mittel, die von der Albany International Holding (Switzerland) AG zur Verfügung gestellt werden, benötigt. Diese Zuschüsse werden jährlich vereinbart. Dadurch ist die Vermögens- und Finanzlage solide. Es besteht das bestandsgefährdende Risiko, sofern diese finanzielle Unterstützung nicht mehr aufrecht gehalten wird.

Wie in dem Abschnitt „Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung“ im Anhang und in den Abschnitten „Vermögens- und Finanzlage“ und „Risiken in der zukünftigen Entwicklung“ des Lageberichts dargelegt, zeigen die Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Der Jahresabschluss der Albany Engineered Composites GmbH für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr, der Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist, wurde nicht geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 19. September 2025

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alexander Murrmann, Wirtschaftsprüfer

Mirco Sprey, Wirtschaftsprüfer

Anlagenspiegel (brutto)

Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Anfang der Periode Differenzen zum Endstand Vorperiode
Anlagevermögen 10.871.788,18 16.023.205,36 14.451.997,41 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.674,00 46.055,55 46.055,55 0,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7,00 34.055,55 34.055,55 0,00
Geschäfts- oder Firmenwert 1.667,00 12.000,00 12.000,00 0,00
Sachanlagen 10.870.114,18 15.977.149,81 14.405.941,86 0,00
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.899.509,83 6.799.960,17 6.799.960,17 0,00
technische Anlagen und Maschinen 3.675.359,00 7.273.387,57 5.189.261,83 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 386.882,00 995.438,72 811.966,42 0,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 908.363,35 908.363,35 1.604.753,44 0,00
Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode
Zugänge
davon aktivierte Zinsen für Fremdkapital Abgänge Umbuchungen
Anlagevermögen 2.794.033,11 0,00 2.900,00 -1.219.925,16
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 2.794.033,11 0,00 2.900,00 -1.219.925,16
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 2.084.125,74 0,00 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 186.372,30 0,00 2.900,00 0,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 523.535,07 0,00 0,00 -1.219.925,16
Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Kumulierte Abschreibungen
Abschreibungen, Sonderabschreibungen und sonstige Abzüge der Periode
Kumulierte Abschreibungen zum Anfang der Periode planmäßige Abschreibung
Anlagevermögen 5.151.417,18 4.153.922,14 1.000.391,04 1.000.391,04
Immaterielle Vermögensgegenstände 44.381,55 43.543,55 838,00 838,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.048,55 34.010,55 38,00 38,00
Geschäfts- oder Firmenwert 10.333,00 9.533,00 800,00 800,00
Sachanlagen 5.107.035,63 4.110.378,59 999.553,04 999.553,04
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 900.450,34 706.218,34 194.232,00 194.232,00
technische Anlagen und Maschinen 3.598.028,57 2.912.495,83 685.532,74 685.532,74
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 608.556,72 491.664,42 119.788,30 119.788,30
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Kumulierte Abschreibungen
Abschreibungen, Sonderabschreibungen und sonstige Abzüge der Periode
außerplanmäßige Abschreibung Sonderabschreibung Herabsetzungsbetrag nach § 7g Abs. 2 EStG AfA nicht zuordenbar
Anlagevermögen 0,00 0,00 0,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00 0,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode Buchwert zum Ende der Vorperiode
Kumulierte Abschreibungen Zuschreibungen
Erfolgsneutrale Zugänge Erfolgsneutrale Abgänge Umbuchungen
Anlagevermögen 0,00 2.896,00 0,00 0,00 10.298.075,27
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00 2.512,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00 45,00
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 2.467,00
Sachanlagen 0,00 2.896,00 0,00 0,00 10.295.563,27
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 6.093.741,83
technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 0,00 2.276.766,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.896,00 0,00 0,00 320.302,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 1.604.753,44

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 19.9.2025.

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