Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 551699
Eingetragen
18.12.1980
Branche
Spielhallen und Betrieb von GlücksspielautomatenBetrieb von Fahr-, Spiel- und Schaugeschäften durch reisende Schaustellerinnen und SchaustellerVerlegen von Computerspielen
Gegenstand
Das Aufstellen von Geldspiel- und sonstigen Unterhaltungsgeräten, der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen, insbesondere Spielhallen, die An- und Verpachtung von gastronomischen Einrichtungen, sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hans-Jörg Kling
seit 13.8.2024
Prokura
Anna Kösler
seit 27.1.2020
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

60.00% identifiziert40.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
60.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kling Automaten GmbHEigenbeteiligung
40.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

Jürgen Kling
88212 Ravensburg
75.000 €
60.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kling Automaten GmbH

Baindt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Kling Automaten GmbH wurde am 1. Dezember 1981 gegründet und hat ihren Sitz in Baindt. Die Geschäftstätigkeit der Kling Automaten GmbH umfasst den Betrieb von Spielstätten nach § 33i GewO. Die Spielstätten befinden sich im Wesentlichen in Baden-Württemberg, Bayern und in den Ost-Bundesländern. Die Anzahl der Spielstätten ist in den vergangenen Jahren konstant gewachsen.

II Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2022 verzeichnete Deutschland einen Zuwachs des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 1,9 % (Destatis Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023). Die deutsche Wirtschaft ist somit nach der Corona-Krise wieder im Aufschwung. Aufgrund der militärischen Konflikte zwischen Russland und der Ukraine, hat der Internationale Währungsfonds (IWF), für das Jahr 2022, seine anfänglichen Prognosen für die Aussichten der Weltwirtschaft um 0,8 Prozentpunkte auf 3,6 % verringert.

Die Inflationsrate lag im Jahr 2022 mit +7,9% deutlich höher als noch mit +3,1% im Jahr 2021 (Destatis Pressemitteilung Nr. 022 vom 17. Januar 2023). Bedingt wurde diese hohe Jahressteuerungsrate vor allem von den extremen Preisanstiegen für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Kriegs in der Ukraine.

Ende des Jahres 2020 wurde der deutsche Glücksspielstaatsvertrag von allen Bundesländern unterzeichnet. Zum 1. Juli 2021 ist er in Kraft getreten. Im Glückspielstaatsvertrag ist eine Übergangsfrist zur Umsetzung der neuen Vorschriften vorgesehen. Die Länder können diese Frist, unter Berücksichtigung gewisser Auflagen, per Landesgesetz individuell festlegen.

Da die Einschränkungen sämtliche Wettbewerber und damit alle Kunden betreffen, wird erwartet, dass die Gesamtzahl der Geldspielgeräte und der Wettbewerber sich erheblich reduzieren wird. Jedoch gibt es gravierende Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern, da in den jeweiligen Spielhallen- und Ausführungsgesetzen unterschiedliche Regelungen getroffen wurden. Daher sind auch für die nahe Zukunft mehr oder weniger starke Einschnitte zu erwarten.

2. Geschäftsverlauf

Zu Beginn des Jahres 2022 lagen in Spielhallen und der gesamten Gastronomie noch Corona-Bestimmungen vor. Diese wurden Ende März durch den Bund aufgehoben und der Geschäftsverlauf konnte dadurch zunächst mit den 3G Regeln und ab Juni ohne Corona Einschränkungen vollständig durchgeführt werden.

Mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 hat eine stark steigende Inflation sowie stark steigende Rohstoffpreise eingesetzt, die nicht an den Endkunden weitergegeben werden können.

Um die Konkurrenzfähigkeit unserer Leistungen zu sichern, haben wir unrentable Geschäftszweige aufgegeben. Gleichzeitig wurden neue Standorte in attraktiven Lagen gesucht, um hier profitable Spielstätten zu begründen.

3. Lage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Kling Automaten GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2022 positiv entwickelt. Anzumerken ist, dass trotz der Widrigkeiten ein positives Jahresergebnis erzielt werden konnte, was die Stabilität der Kling Automaten GmbH zeigt.

3.1 Ertragslage

Der Umsatz steigerte sich, wie prognostiziert, auf T€ 73.903. Der Zuwachs des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr betrug somit 110 % und resultiert im Wesentlichen aus den wieder zurückkehrenden normalen Bedingungen nach den Corona-Schließungen. Die im Vorjahreslagebericht getroffene Prognose eines steigenden Umsatzes hat sich bewahrheitet.

Wir haben ein Jahresergebnis von T€ 2.148 nach Ertragsteuern erzielt. Die Prognose eines moderat steigenden Ergebnisses in 2022, wurde damit nicht bestätigt. Dies resultiert zum einen aus gestiegenen Kosten zum anderen aus geringeren Umsätzen aus einkommensschwächeren Regionen, die nach der Corona Pandemie nicht mehr die Umsätze als zuvor generieren.

3.2 Finanzlage

Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im Berichtszeitraum T€ 5.414 (Vj. T€ 17.436). Wir rechnen damit auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Kling Automaten GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf T€ 72.085. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 69.677) um 3 % gesteigert.

Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 31,98 % (Vj. 29,83 %) gekennzeichnet. Im Jahr 2022 wurden Investitionen von insgesamt T€ 5.034 durchgeführt. Die wesentlichen Investitionen betreffen den Kauf zwei neuer Tochterunternehmen (T€ 1.784), Kapitalerhöhungen von Tochterunternehmen (TEUR 1.050) nachträgliche Kaufpreiszahlung an ein verbundenes Unternehmen (T€ 550) und Erneuerung des Fuhrparks (T€ 618).

Das Eigenkapital steigert sich um T€ 2.148 auf T€ 34.365. Die Eigenkapitalquote beträgt aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme und des Jahresergebnisses nunmehr 47,67 % (Vj. 46,23 %).

Der Anteil der Fremdfinanzierung über Kreditinstitute beträgt weiterhin 0,0 % (Vj. 0,0 %). Mit dem Erwerb der eigenen Anteile der Kling Automaten GmbH entfällt ein Großteil der sonstigen Verbindlichkeiten auf die Verbindlichkeiten gegenüber den ehemaligen Gesellschaftern.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zur internen Unternehmenssteuerung werden als finanzielle Leistungsindikatoren die Kennzahlen Umsatz und Jahresergebnis nach Ertragsteuern herangezogen.

Als nicht-finanzielle Größen dienen im Besonderen die Mitarbeiterzufriedenheit und die Dauer der Betriebszugehörigkeit (Qualität und das Knowhow der Mitarbeiter im Prognosebericht genannt).

Der Umsatz steigerte sich, wie prognostiziert, auf T€ 73.625. Der Zuwachs des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr betrug somit 110 % und resultiert im Wesentlichen aus den wieder zurückkehrenden normalen Bedingungen nach den Corona-Schließungen. Die im Vorjahreslagebericht getroffene Prognose eines steigenden Umsatzes hat sich bewahrheitet.

Die Belegschaft zeichnet sich durch ihre fachliche und persönliche Kompetenz und ihre Einsatzbereitschaft aus. Fluktuation und Krankenstand sind weiterhin ohne nennenswerte Schwankungen. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter stellt ein elementarer Faktor dar und wird durch langjährige Betriebszugehörigkeiten hervorgehoben. Engagierte und zufriedene Mitarbeiter sind für eine weiter positive Unternehmensentwicklung der Kling Automaten GmbH von hoher Bedeutung.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Für das laufende Geschäftsjahr 2023 sind bei der Kling Automaten GmbH keine kompletten Betriebsschließungen eingetreten und die WHO erklärte Anfang Mai den Corona-Notstand für beendet.

Durch gezielte Unternehmenszukäufe und Schließungen nicht rentabler Standorte, wird davon ausgegangen, dass die Auslastung und Umsätze in 2023 und 2024 wieder gesteigert werden können. Es soll an die Umsatzerlöse aus 2019 angeknüpft werden und die Umsatzerlöse aus 2022 sollten übertroffen werden. Ebenso verhält es sich mit dem Jahresüberschuss nach Ertragsteuern, der deutlich gegenüber 2022 steigen sollte.

Die Qualität und das Knowhow der Mitarbeiter stellt eine zentrale Einflussgröße auf die zukünftige Entwicklung dar. Daher ist es für die Gesellschaft elementar wichtig und das Ziel, eine geringe Fluktuation zu bewahren und Fachkenntnis im Unternehmen zu halten. Für den Fall des Ausscheidens einzelner Mitarbeiter wird es zunehmend schwieriger in angemessener Zeit und zu adäquaten Kosten geeignetes Fachpersonal zu finden.

Die steigenden Energie- und Einkaufspreise werden die Kosten in der Zukunft deutlich steigern und die Marge verringern, da die Steigerungen nicht an die Kunden weitergegeben werden können. Aufgrund der militärischen Konflikte zwischen Russland und der Ukraine, hat der Internationale Währungsfonds (IWF), für das Jahr 2023, seine anfänglichen Prognosen für die Aussichten der Weltwirtschaft um 0,1 Prozentpunkte auf 2,8 % verringert. Besonders auffällig war die Minderung der Prognose für Deutschland, mit einer Rückstufung auf ein Minus von 0,2 % (Statista vom 12.04.2023). Als Grund dafür wird die Kombination aus einem relativ großen verarbeitenden Gewerbesektor in Verbindung mit der Abhängigkeit von russischen Energieimporten aufgeführt. Trotz negativer Anpassungen erwartet man weiterhin ein langsames Wirtschaftswachstum, welches durch die aktuelle Inflationsrate jedoch mit hoher Unsicherheit verbunden ist.

Die Geschäftsführung geht auf Grundlage der jüngsten Entwicklungen davon aus, dass keine Einschränkungen im Spielhallenbetrieb durch Maskenpflicht oder 2G bzw. 3G Zugangsbeschränkungen eintreten werden. Sodass keine direkten Effekte auf die Umsätze der einzelnen Spielhallen stattfinden werden.

2. Chancen- und Risikobericht

Die für die Gesellschaft wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind in der konjunkturellen, aber vor allem auch in der regulatorischen Entwicklung zu sehen.

Ein Risiko der künftigen Entwicklung besteht in der Umsetzung des neuen Glücksspielstaatsvertrags sowie der Landesglückspielgesetze der Bundesländer. Durch den Glückspielstaatsvertrag beabsichtigt der Gesetzgeber das Angebot von Glückspielmöglichkeiten drastisch zu reduzieren und den Spielerschutz zu stärken. Dies wurde in der Vergangenheit im Wesentlichen durch die Einführung von Abstandsregelungen für Spielhallen und die Begrenzung auf maximal zwölf Geldspielgeräte an einem Standort erreicht. Eine höhere Geräteauslastung kann zu einem gewissen Kompensationseffekt führen. Des Weiteren führen die Neuregelungen zu einer deutlichen Reduzierung der Genehmigung neuer Konzessionen sowie weiteren Sperrzeitverlängerungen. Insbesondere das Land Baden-Württemberg hat es bisher nicht geschafft Auswahlkriterien zu definieren um Spielhallen, die in einer Abstandskollision zu anderen Spielhallen stehen, eine langfristige Konzession zu gewähren.

Chancen für die zukünftige Entwicklung

Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in der Erschließung neuer Absatzmärkte. Das bestehende Filialnetz in Rheinland-Pfalz, Hessen und Ostdeutschland soll ausgeweitet werden. Im Jahr 2022 und 2023 wurden erste Standort in Nordrhein-Westfalen aufgekauft und das Filialnetz erweitert. Zudem stellt die Übernahme kleiner Aufstellunternehmen eine weitere Option dar.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung liegen keine Risiken vor, von denen einzeln oder im Verbund eine Bestandsgefährdung für die Gesellschaft ausgeht.

Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben.

 

Baindt, 02.12.2023

Hansjörg Kling

Jürgen Kling

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.702.369,00 3.366
2. Geschäfts- oder Firmenwert 331.269,00 119
3.033.638,00 3.485
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.046.441,00 2.525
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.260.598,00 2.581
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 128.187,49 0
4.435.226,49 5.106
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.586.670,99 11.202
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.000.000,00 1.000
15.586.670,99 12.202
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 270.700,00 150
2. fertige Erzeugnisse und Waren 125.000,00 167
395.700,00 317
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 91.225,94 91
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.354.539,06 1.302
3. sonstige Vermögensgegenstände 17.384.473,52 15.012
19.830.238,52 16.405
III. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 7.500.643,87 7.609
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 20.968.698,04 24.360
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 334.475,58 193
72.085.291,49 0,00 69.677

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 125.000,00 125
./. Nennbetrag eigener Anteile -50.000,00 -50
Ausgegebenes Kapital 75.000,00 75
II. Kapitalrücklage 88.253,69 88
III. Gewinnvortrag 32.053.700,31 -
IV. Jahresüberschuss 2.147.758,45 -
-. Bilanzgewinn - 32.054
34.364.712,45 32.217
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 801.743,14 1.699
2. sonstige Rückstellungen 2.348.740,15 2.036
3.150.483,29 3.735
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.097.167,59 962
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.384.864,13 1.666
3. sonstige Verbindlichkeiten 30.086.189,03 31.094
34.568.220,75 33.722
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.875,00 3
72.085.291,49 69.677

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 73.902.553,19 35.076
2. sonstige betriebliche Erträge 2.300.207,05 17.838
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.615.126,92 653
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 431.944,92 461
2.047.071,84 1.114
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 20.158.940,93 13.130
b) soziale Abgaben 4.181.763,09 2.485
24.340.704,02 15.615
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.400.957,05 2.789
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 30.917.678,18 23.387
7. Erträge aus Beteiligungen 1.122,34 0
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 127.852,54 148
9. Abschreibungen
a) auf Finanzanlagen 0,00 80
b) auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 146.283,19 11
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 23.470,17 14
-40.778,48 43
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.189.953,23 1.410
12. Ergebnis nach Steuern 15.265.617,44 8.642
13. sonstige Steuern 13.117.858,99 5.717
14. Jahresüberschuss 2.147.758,45 2.925

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss der Kling Automaten GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Nach den in § 267 Abs. 3 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und die Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Kling Automaten GmbH mit Sitz in Baindt im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 551699 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren grundsätzlich unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Im Vorjahr wurde der Bilanzgewinn ausgewiesen. Im Berichtsjahr wird der Gewinnvortrag und der Jahresüberschuss dargestellt. Bei den vorgenommenen Umgliederungen in der Bilanz wurden die Vorjahreszahlen nicht angepasst.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abschreibung unterliegen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Ab dem Jahr 2010 entgeltlich erworbene Geschäftswerte werden über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert von bis zu € 800,00 werden sofort voll abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Angaben zum Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB wurden nach § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB unterlassen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, werden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls nach § 253 Abs. 4 HGB zu den niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt. Zuschreibungen erfolgen bis maximal Anschaffungskosten.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aktive latente Steuern wurden durch Ausübung des Ansatzwahlrechts des § 274 Abs. 1 HGB nicht angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Bruttoanlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

Die Aufwendungen für die Übernahme von konzessionierten Pachtverträgen bzw. für erteilte Baugenehmigungen im Rahmen des Erwerbs weiterer Spielhallen werden aktiviert. Die Nutzungsdauer wird entsprechend der einzelnen unkündbaren Vertragslaufzeiten der Pachtverträge oder der Restlaufzeit der Spielhallenkonzession festgelegt.

Finanzanlagevermögen

Wir haben im Finanzanlagevermögen ein ZINSFIX EXPRESS ST-Zertifikat auf einen Nachhaltigkeitsindex bilanziert. Der Buchwert des Wertpapiers im Finanzanlage-vermögen beträgt 1.000 TEUR. Das Zertifikat enthält eine fixe Zinszahlung von 2,25 % p.a. und wird je nach Indexstand im Rahmen von vordefinierten Schwellen an bestimmten Bewertungstagen vorfällig. Am Laufzeitende (vorbehaltlich einer nicht eingetretenen Vorfälligkeit) wird je nach Indexstand der Nominalbetrag oder Anteile am Index ausbezahlt. Es handelt sich somit um ein Produkt mit eingebetteten Derivaten auf Zins und Index. Angesichts der variierenden Rückzahlungsschwellen, Indexentwicklung, Zinsentwicklung und möglichen Vorfälligkeiten hängt der beizulegende Wert der Derivate von verschiedensten Faktoren ab. Verlässliche Annahmen über den Wert der Derivate liegen uns nicht vor und konnten auch von der vermittelnden bzw. emittierenden Bank nicht erbracht werden, sodass der beizulegende Zeitwert der Derivate von uns nicht verlässlich bestimmt werden kann. Der Kurswert des Wertpapiers stand zum 31.12.2022 bei 809,80 EUR (nom. 1.000,00 EUR). Das Wertpapier wurde zum Nominalwert bilanziert.

Informationen zum Wertpapier:

Basiswert: STOXX Global ESG Leaders Select 50
Basisbetrag: 1.000,00 EUR
Zins: 2,25 % p.a.
Startwert: 192,35 PKT
Bewertungstag/Rückzahlungslevel: 18.08.2023 / 163,4975 PKT
19.08.2024 / 132,72 PKT

Formel Ermittlung bei Erhalt von Indexanteilen am Laufzeitende:

(Referenzpreis am letzten Bewertungstag / Startpreis) x Basisbetrag

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 7.624 (Vj. TEUR 7.519) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgenstände enthalten Forderung aus Körpersteuer-rückforderung in Höhe von EUR TEUR 1.007 (Vj. TEUR 8) sowie Forderungen gegenüber die L-Bank aus Überbrückungshilfen in Höhe von TEUR 5.213 (Vj. TEUR 4.364).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere den Personalbereich (Urlaubsansprüche, Tantiemen, Berufsgenossenschaft, Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe), Wiederherstellungsverpflichtungen, Abschluss- und Prozesskosten.

Die Rückstellungen für Wiederherstellungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.379 (Vj. TEUR 1.281) werden für die Verpflichtung zum Rückbau der gepachteten Spielhallenobjekte am Vertragsende gebildet. Dabei werden die einzelnen Objekte wieder in den vertraglich vereinbarten Zustand versetzt.

Verbindlichkeiten

31.12.2022
Gesamt Restlaufzeit
unter 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.097 1.097 0 0
(31.12.2021) (961) (961) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.385 3.385 0 0
(31.12.2021) (1.666) (1.666) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 30.086 6.086 24.000 0
(31.12.2021) (31.094) (7.094) (15.000) (9.000)
davon aus Steuern 1.607 1.607 0 0
(31.12.2021) (3.003) (3.003) (0) (0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 8 8 0 0
(31.12.2021) (0) (0) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus dem Ankauf eigener Anteile enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

T€
Mietverträge
2023 8.399
ab 2024 29.420

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt und betreffen im Wesentlichen Erlöse aus Geldspielgeräten.

Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Corona - Finanzhilfen in Höhe von TEUR 1.810 (Vj. TEUR 16.340) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten Erträge aus verbundenen Unternehmen von TEUR 19 (Vj. TEUR 12).

Abschreibungen

Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 81).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen von TEUR 23 (Vj. TEUR 14), Aufwendungen für Altersversorgung TEUR 92 (Vj. 52) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung TEUR 16 (Vj. TEUR 1).

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss in Höhe von 2.147.758,45 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Hansjörg Kling, Kaufmann

Jürgen Kling, Diplom-Kaufmann

Auf die Angaben zu den Gesamtbezügen wurde unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Insgesamt sind zum 31. Dezember 2022 36 TEUR (Vj. TEUR 43), davon TEUR 36 (Vj. TEUR 43) kurzfristig, an Darlehen an die Geschäftsführung gewährt. Sie sind jeweils mit einem Aufschlag von 0,5 % auf den 3-Monats-EURIBOR zu verzinsen. Die Darlehen sind teilweise durch Sicherungsabtretung eines Wertpapierdepots besichert.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Gewerbliche Arbeitnehmer 670
Angestellte 60
730

Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 25. Es betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

 

Baindt, 02.12.2023

gez. Hansjörg Kling

gez. Jürgen Kling

Anlagespiegel zum 31.12.2022

Kling Automaten GmbH, Baindt

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 1.1.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an an solchen Rechten und Werten 9.084.216,65 297.200,00 667.846,68 0,00 8.713.569,97
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.232.320,00 230.000,00 26.175,00 0,00 4.436.145,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 13.316.536,65 527.200,00 694.021,68 0,00 13.149.714,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.856.644,29 182.671,01 248.479,62 0,00 10.790.835,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.533.292,13 939.358,04 898.745,84 0,00 16.573.904,33
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 128.187,49 0,00 0,00 128.187,49
Summe Sachanlagen 27.389.936,42 1.250.216,54 1.147.225,46 0,00 27.492.927,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.258.142,92 3.384.924,30 0,00 0,00 14.643.067,22
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.000.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000.000,00
Summe Finanzanlagen 12.258.142,92 3.384.924,30 0,00 0,00 15.643.067,22
Summe Anlagevermögen 52.964.615,99 5.162.340,84 1.841.247,14 0,00 56.285.709,69
Abschreibungen
Stand 1.1.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an an solchen Rechten und Werten 5.718.356,65 612.348,00 319.503,68 6.011.200,97
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.113.300,50 17.750,00 26.174,50 4.104.876,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 9.831.657,15 630.098,00 345.678,18 10.116.076,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.331.180,29 589.514,01 176.299,62 8.744.394,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.952.034,63 1.181.345,04 820.073,34 14.313.306,33
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 22.283.214,92 1.770.859,05 996.372,96 23.057.701,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 56.396,23 0,00 0,00 56.396,23
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 56.396,23 0,00 0,00 56.396,23
Summe Anlagevermögen 32.171.268,30 2.400.957,05 1.342.051,14 33.230.174,21
Buchwerte
Stand 31.12.2022 Stand
EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an an solchen Rechten und Werten 2.702.369,00 3.365.860,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 331.269,00 119.019,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 3.033.638,00 3.484.879,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.046.441,00 2.525.464,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.260.598,00 2.581.257,50
3. Geleistete Anzahlungen 128.187,49 0,00
Summe Sachanlagen 4.435.226,49 5.106.721,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.586.670,99 11.201.746,69
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.000.000,00 1.000.000,00
Summe Finanzanlagen 15.586.670,99 12.201.746,69
Summe Anlagevermögen 23.055.535,48 20.793.347,69

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kling Automaten GmbH, Baindt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kling Automaten GmbH, Baindt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kling Automaten GmbH, Baindt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Biberach, 14. Dezember 2023

Schirmer Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Raimund Schirmer, Wirtschaftsprüfer

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