K2 Systems Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Swen Hofrichter seit 21.6.2023 | Prokura |
Willem Louis Haag seit 23.8.2022 | Geschäftsführer |
Katharina Theresia David seit 7.4.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
K2 Systems AG | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
K2 Systems GmbHRenningenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Geschäft und Rahmenbedingungen 1.1. Die K2 Systems GmbH und ihre Geschäftstätigkeit Die K2 Systems GmbH (K2) ist ein weltweit führender Hersteller von Montagesystemen für die Solartechnik und Marktführer in Europa. Mit seinen Montagesystemen ist K2 Teil der solaren Elektrifizierung und stellt mit seinen Produkten die Schnittstelle zwischen Gebäude und Stromerzeugung dar. Die Kernkompetenz von K2 sind Montagesystemlösungen für vielfältige Anwendungen im Flach, -Schrägdach und Fassadenbereich. Hoch standardisierte Montagesystemlösungen ermöglichen die Erschließung des enormen Potenzials für PV-Dachanlagen durch einfache und sichere Montagesystemlösungen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor von K2 ist die Planungssoftware K2 Base, mit der das Montagesystem schnell und einfach geplant werden kann. Die statische Validierung nach nationalen und internationalen Normen ist integraler Bestandteil der Software. Sie ist in 26 Sprachen verfügbar und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Strategisches Ziel von K2 ist es auch, das digitale Angebot für die Kunden mittels eines digitalen Ökosystems kontinuierlich so zu erweitern, dass digitale Services, Online Training, K2 Base, etc. einfachst möglich den Kunden in seinen Bedürfnissen unterstützen. K2 zeichnet sich durch einen hohen Kundenfokus aus. Das Unternehmen ist flexibel, pragmatisch und lösungsfokussiert. Ein Großteil des Umsatzes wird über Vertriebspartner - insbesondere den PV-Großhandel und den Elektrogroßhandel - erzielt. Insgesamt kann so ein breites Kundenportfolio bedient werden. Direktkunden wie EPCs sind wichtige Ansprechpartner und geben direktes Feedback für Produktoptimierungen. Mittlerweile gehören auch immer mehr Energieversorgungsunternehmen und Unternehmen aus dem SHK-Bereich (Sanitär, Heizung, Klima) sowie aus anderen Branchen, die in die Photovoltaik diversifizieren, zum Kundenkreis. Kundennähe erreicht K2 durch globale Präsenz. Mit eigenständigen Schwestergesellschaften in Frankreich, Italien, Slowenien, Großbritannien, USA, Mexiko, Südafrika, Brasilien, Australien, Spanien und Schweden ist K2 international breit aufgestellt. Der Hauptsitz von K2 befindet sich in Renningen. Von hier aus werden weitere Auslandsmärkte beliefert und betreut sowie neue Märkte erschlossen. Insgesamt sind weltweit in über 130 Ländern Solaranlagen mit K2 Montagesystemen installiert. Basis für den Erfolg ist die erfolgreiche und solide Steuerung des Unternehmens auf Basis von Finanzkennzahlen. So kann die K2 Systems GmbH nachhaltig in Innovationen und gesundes Wachstum investieren. 1.2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Stagnation. So ist das preisbereinigte BIP in Deutschland im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % gesunken. Ursächlich waren steigende Preise in Folge des Krieges in der Ukraine. Das reale BIP in der Europäischen Union (EU-27), dem wichtigsten Absatzmarkt der K2 Systems GmbH, ist im Jahr 2023 um rund 0,4 % gestiegen. 1.3. Branchenentwicklung Die Auswirkungen des Klimawandels sind durch extreme Wettersituationen weltweit nicht mehr wegzudiskutieren, die Politik steht hier weltweit unter erhöhtem Handlungsdruck. Das Thema Klimawandel und erneuerbare Energien ist seit 2020, verstärkt durch die Pandemie, noch stärker in der Bevölkerung angekommen und führt, gepaart mit der hohen Wirtschaftlichkeit der Photovoltaik und steigenden Energiekosten, weltweit zu einer hohen Nachfrage im Bereich der dezentralen Stromversorgung. In Deutschland hat die Bundesregierung ehrgeizige Ziele zur Transformation des Energiemarkts formuliert: Bis 2030 soll die installierte Solarkapazität auf 215 Gigawatt (GW) steigen, ein Stufenplan sieht die jährliche Aufstockung um 7 GW im Jahr 2022 und um 22 GW im Jahr 2026 vor. Die Ausbaugeschwindigkeit bei Solaranlagen stieg enorm: Das Ausbauziel für 2023 von 9.000 MW (9 GW) in Deutschland wurde bereits Ende August erreicht. Insgesamt wurden 2023 über eine Million neue Anlagen mit einer Leistung von 14,6 GW installiert. Das ist fast doppelt so viel wie 2022. Die Gesamtleistung aller Solaranlagen in Deutschland stieg um 14,6 GW auf 82,2 GW bis Ende 2023. Und der Zubau beschleunigt sich weiter: Im ersten Quartal 2024 wurden 3,7 GW neue Leistung installiert - fast 17,5 % mehr als im ersten Quartal 2023. EU-weit wuchs der Markt um 40 % bzw. 56 GW. Auf 4,9 GW verdoppelt hat sich der italienische Markt, in Österreich wuchs der Markt um 114 % auf 2,2 GW. Der Zubau in Spanien betrug 8,2 GW. Auch die internationalen Märkte entwickelten sich im Jahr 2023 gut. China verbaute mit 216 GW deutlich mehr Solarmodule als noch in 2022 (87 GW), in den USA betrug die neu installierte Leistung 32,4 GW. 1.4. Geschäftsverlauf und Ergebnis Das Geschäftsjahr 2023 startete mit einem weiteren sehr starken Umsatzwachstum im ersten Quartal von knapp 211 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das zweite Quartal stagnierte auf hohem Niveau (9 % über dem ersten Quartal, jedoch 137 % über dem Vorjahresquartal). Diese erste Jahreshälfte war geprägt von einem schwierigen Beschaffungsmarkt und einer starken Kundennachfrage. In der zweiten Jahreshälfte waren die Kundenbedarfe zunehmend gesättigt, während sich die Produzenten auf die höhere Nachfrage eingestellt hatten. Der Umsatz im dritten Quartal lag 34 % unter dem des Vorjahres und 56 % unter dem des zweiten Quartals. Das vierte Quartal entwickelte sich ähnlich und lag 31 % unter Vorjahr und 44 % unter dem dritten Quartal. Der Gesamtumsatz stieg im Jahr 2023 von 510,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 657,9 Mio. EUR. Das Management ist mit dem Ergebnis, welches zeigt, dass die verschiedenen Herausforderungen des Geschäftsjahres gut gemeistert wurden, sehr zufrieden. Die im Vorjahr erwartete EBIT-Marge zwischen 9 und 13 % wurde mit 10,3 % erreicht. Auch der Planumsatz, welcher zwischen 630 und 680 Mio. EUR lag, wurde erreicht. Im Rahmen unserer gesellschaftlichen Verantwortung haben wir zudem in nicht unerheblichen Maße Spenden an wohltätige Zwecke geleistet. 1.5. Forschung und Entwicklung Ständige Innovationen haben das Unternehmen bisher erfolgreich gemacht. Der Fokus der Produktentwicklung liegt auf der Anwender- und Montagefreundlichkeit der Systeme für den Kunden sowie auf Materialoptimierung und Qualität, um die vom Kunden gewohnte und erwartete Qualität und Installationsschnelligkeit der Systeme zu erreichen. Die Entwicklungsabteilung setzt diese Anforderungen mit einem hohen Maß an Kreativität um. Das Team entwickelt in enger Zusammenarbeit mit externen Spezialisten, wie Tragwerksplanern und Bauwerks-Aerodynamikern, neue Systeme zur Befestigung von Photovoltaikmodulen und optimiert kontinuierlich die bestehenden Systeme. Zu den weiteren Aufgaben gehören länderspezifische Produktanpassungen sowie die Erlangung von Zulassungen und Zertifizierungen, um die weltweite Wettbewerbsfähigkeit der K2-Produkte sicherzustellen. Das Team in Renningen wurde personell verstärkt, um den Herausforderungen des sich rasch wandelnden Umfelds und den zukünftigen Potenzialen, die aus ehrgeizigeren Ausbauzielen und der zunehmenden Internationalisierung des Unternehmens resultieren, gewachsen zu sein. Um Kunden weltweit einfache und sichere Montagesystemlösungen anzubieten, die optimal auf die jeweiligen Marktanforderungen abgestimmt sind, arbeiten weitere Mitarbeiter in den USA, Mexiko und Brasilien an der Entwicklung und Optimierung unserer Produkte. Eine intensive internationale Abstimmung zwischen allen an der Produktentwicklung Beteiligten ist gewährleistet. Speziell dafür eingeführte Kooperationsformate haben das Team im Jahr 2020 enger zusammengeschweißt und die Zusammenarbeit im Jahr 2023 noch effizienter gemacht. Auch das Produktmanagement wurde personell weiter ausgebaut, um K2 noch breiter und besser für zukünftige Herausforderungen aufzustellen. Die 2019 gegründete Abteilung für Digital Solutions hat sich zu einer zentralen Ressource von K2 entwickelt. Diese wurde 2023 weiter gestärkt, um die Planungssoftware K2 Base - einen entscheidenden Erfolgsfaktor für K2 - sowie die dazugehörigen Apps und Schnittstellen zu anderen Tools kontinuierlich kundenorientiert weiterzuentwickeln und zu einem umfassenden digitalen K2-Ökosystem auszubauen. Dabei werden fortlaufend Projekte weitergeführt und digitale Features erweitert. Ziel ist es, die Arbeit der Installateure vom Erstkontakt mit dem Kunden bis zur fertigen Installation entlang der Wertschöpfungskette durch digitale Services zu vereinfachen und zu begleiten sowie weitere innovative Lösungen auf den Markt zu bringen. 1.6. Personal- und Sozialbereich Als Marktführer in Deutschland im Bereich Montagesysteme für Solartechnik legt K2 besonderen Wert auf die Gewinnung und Entwicklung hochqualifizierter und motivierter Kollegen und Kolleginnen. Das starke Wachstum der letzten Jahre erforderte einen schnellen und gezielten Personalaufbau in allen Bereichen. K2 investiert sowohl in das Recruiting als auch in die Ausbildung von Auszubildenden und dualen Studenten sowie in die kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeitenden. K2 profitiert von dem Trend, dass immer mehr Menschen gerne im Bereich der Erneuerbaren Energien arbeiten möchten. Dennoch sehen auch wir uns - insbesondere durch den steigenden Personalbedarf - mit der Herausforderung des Fachkräftemangels konfrontiert. Im Jahr 2023, wie bereits im Vorjahr, ist K2 personell stark gewachsen; neue Mitarbeiter wurden gewonnen und eingearbeitet. Hybrides Arbeiten ist bei K2 zur neuen Normalität geworden. Dies stellte die Organisation vor große Herausforderungen und zeigt gleichzeitig, dass K2 eine ausgeprägte Anpassungsfähigkeit an neue Situationen besitzt. Führungskräfte werden teilweise firmenintern aus den eigenen Reihen rekrutiert oder extern über gezieltes Recruiting gefunden. Um die Mitarbeitenden für die Herausforderungen des internationalen Geschäfts zu sensibilisieren, wurden in der Vergangenheit auch Aufenthalte in den ausländischen Tochtergesellschaften ermöglicht. 1.7. Management Die dynamische Umsatzentwicklung der Vorjahre setzte sich im Jahr 2023 fort. Das Unternehmen ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr mit einem Umsatzplus von über 28 % stark gewachsen. Die gestiegene Nachfrage zu bedienen, war eine besondere Herausforderung für das Management und die Belegschaft gleichermaßen. Flexibilität und schnelles Agieren aufgrund der Veränderungen am Markt mussten erneut unter Beweis gestellt werden. Die teilweise noch stark angespannte Rohstoff- und Liefersituation beschaffungsseitig bestimmten den Lieferalltag. Lieferfähigkeit und Verfügbarkeit waren die Schlüsselkompetenzen, hierfür mussten neue Lieferanten gefunden, validiert und betreut werden, um die Mengen der liefernden Produkte, möglich zu machen. Der starke Rückgang der Nachfrage im dritten und vierten Quartal war die zweite große Herausforderung des Jahres. Dank einer weitsichtigen Unternehmenssteuerung und der guten Kapitalstruktur, konnte K2 diese Phase jedoch meistern. Die etablierten Prozesse auf Basis der DIN ISO 9001 werden gelebt und ermöglichen ein System der Überwachung und Nachvollziehbarkeit. Um den Herausforderungen gerecht zu werden, wurden ständig Prozesse optimiert und strukturelle Anpassungen vorgenommen, mit dem Ziel, die Nachfrage zu bedienen, erfolgreich zu bleiben und unser Kundenversprechen einzulösen. Der Automatisierung von Abläufen wurde und wird ein breiter Platz eingeräumt, um mit Effizienz und Stringenz die Geschäftstätigkeit intern und vor allem Richtung Kunde sicherzustellen und durch Skalierbarkeit in den Workflows Wachstum zu ermöglichen. Des Weiteren wurde in den Ausbau der Abteilung für digitale Lösungen investiert, die konsequent die Entwicklung digitaler Services und Lösungen für unsere Kunden vorantreibt, um dadurch Schnelligkeit entlang der Wertschöpfungskette zu erzielen. 2. Lage des Unternehmens 2.1. Vermögenslage Die Veränderung der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahr zeigt die folgende Übersicht:
Unser Gesamtvermögen zum 31.12.2023 hat sich im Vorjahresvergleich um 37,5 % auf TEUR 210.339 erhöht. Die Veränderung im langfristig gebundenen Vermögen resultiert vor allem aus der Abnahme der Ausleihungen an Gesellschafter und in geringerem Maße aus der investitionsbedingten Erhöhung der Sachanlagen. Das kurzfristig gebundene Vermögen liegt um 57,0 % über dem Vorjahresniveau. Dies resultiert im Wesentlichen aus der stichtagsbedingten Erhöhung der Vorräte und aus dem Anstieg der liquiden Mittel. Zu einem gegenläufigen Effekt hat die Abnahme der Forderungen am Stichtag geführt. Insgesamt ist hierfür insbesondere die rückläufige Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr 2023 ursächlich. Das Eigenkapital ist um den Jahresüberschuss 2023 von TEUR 51.878 erhöht. Das Eigenkapital am 31.12.2023 beträgt TEUR125.666 (Vorjahr: TEUR 73.788). Bei gleichzeitiger deutlicher Zunahme der Bilanzsumme beträgt die Eigenkapitalquote 59,7 % (Vorjahr: 48,2 %). Die Steigerung des Fremdkapitals um TEUR 5.456 resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der sonstigen Rückstellungen um TEUR 18.102 und der Steuerrückstellungen um TEUR 12.705. Bei den sonstigen Rückstellungen wirken sich hierbei insbesondere die gestiegenen Gewährleistungsrückstellungen und Rückstellungen für drohende Verluste aus Einkaufsverpflichtungen aus. Gegenläufig wirkt die Abnahme der Verbindlichkeiten um TEUR 25.351, die ebenfalls im Wesentlichen auf die rückläufige Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr 2023 zurückzuführen ist. 2.2. Finanzlage Kapitalflussrechnung (verkürzt)
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich um TEUR 11.351 gesunken und ist mit TEUR 8.089 jedoch nach wie vor deutlich positiv. Hauptursächlich hierfür war erneut die deutliche Erhöhung der Vorratsbestände. Der positive Cashflow aus Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Verringerung der Ausleihungen an die Muttergesellschaft K2 Systems Holding GmbH. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen gesamtumfänglich und pünktlich nachzukommen. 2.3. Ertragslage Die folgende Aufstellung zeigt die Ertragslage im Vorjahresvergleich:
Durch das starke Umsatzwachstum um TEUR 146.957 auf TEUR 657.875 erhöhte sich auch der Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr deutlich um TEUR 46.836 auf TEUR 154.257. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich zum Vorjahr auf 80,8 % (Vorjahr: 79,0 %). Der übrige Betriebsaufwand abzüglich sonstiger betrieblicher Erträge stieg aufgrund der deutlichen Geschäftsausweitung um TEUR 32.434. Dabei stiegen der Personalaufwand maßgeblich durch die Einstellung neuer Mitarbeiter um TEUR 5.247 und die Abschreibungen im Wesentlichen investitionsbedingt um TEUR 617. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen wachstumsbedingt um 70,0 %. Hierbei erhöhten sich im Wesentlichen die Vertriebsaufwendungen um TEUR 10.806 vor allem aufgrund gestiegener Aufwendungen für Gewährleistungen sowie die Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen um TEUR 14.237 aufgrund der Zuführung zu einer Rückstellung für drohende Verluste aus Einkaufsverpflichtungen und erhöhten Miet- und Raumkosten. In der Ertragslage des Geschäftsjahres 2023 sind auch Sondereffekte enthalten. Die Wesentlichen sind in der obigen Ergebnisspaltung in dem neutralen Ergebnis dargestellt, in dem nicht nachhaltige periodenfremde und sonstige nicht betriebsbedingte Aufwendungen und Erträge in Höhe von TEUR 4.482 erfasst wurden. Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen bedingt durch die Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten. Die Steueraufwandsquote bezogen auf das Ergebnis vor Steuern beträgt 32,3 % (Vorjahr: 30,2 %). 3. Chancen- und Risikobericht Die K2 Systems GmbH ist als international agierendes Unternehmen im Rahmen ihrer geschäftlichen Aktivitäten mit verschiedenen Chancen und Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. 3.1. Risikomanagement Die Überwachung der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts erfolgt durch ein zeitnahes Controlling- und Berichtssystem, das sicherstellt, dass der Unternehmensführung alle relevanten Informationen vorliegen, um Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen können. Darüber hinaus sind in den Prozessabläufen der zentralen betrieblichen Funktionen Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen integriert, die wesentlichen Geschäftsrisiken vorbeugen. Ein zentrales Element ist hierbei das ERP-System mit seinen integrierten KPIs, die stetig weiterentwickelt werden. Agilität und schnelle Problemlösung sind ebenso Teil des Risikomanagements wie dezidierte Prozesse und Abläufe, die sicherstellen, dass Risiken minimiert werden. Nachfolgend sind die wesentlichen Chancen und Risiken beschrieben, die sowohl unsere Geschäftsentwicklung als auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen können. 3.2. Politisches Umfeld und rechtliche Rahmenbedingungen Nachdem die PV-Branche bislang durch politisch getriebene Veränderungen von volatilen regulatorischen Rahmenbedingungen geprägt war, kumulieren sich nun die begünstigenden Faktoren. Stark angehobene Klimaziele in Deutschland, Europa und weltweit, die Energiepreisentwicklung und -verfügbarkeit - Letzteres ein durch den Krieg in der Ukraine weiter stark verschärftes Thema - sowie die Notwendigkeit der Dekarbonisierung von Wirtschaft und Verkehr führen zu einem noch stärkeren Wachstum in den nächsten Jahren. Das Risiko politischer Einflussnahme und Entscheidungen bleibt dennoch bestehen und muss im Blick behalten werden. Permanente Markt- und Wettbewerbsbeobachtung und der Austausch mit Kunden und Branchenorganisationen sind notwendig, um politische und gesellschaftliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen und etwaigen Risiken zu begegnen. K2 ist darauf vorbereitet, dass in unterschiedlichen Märkten immer wieder neue gesetzliche Anforderungen, Zertifizierungen oder technische Standards berücksichtigt werden müssen, die mit entsprechenden Investitionen verbunden sind. Da mittlerweile immer mehr große Player aus anderen Branchen in die Photovoltaik-Branche diversifizieren erwarten wir, dass Standards und Zertifizierungen an Bedeutung gewinnen werden. 3.3. Weitere branchenspezifische Chancen und Risiken Die hohe Wirtschaftlichkeit der Photovoltaik, spürbare Auswirkungen des Klimawandels, steigende Energiepreise, der Trend zur Elektromobilität gepaart mit technisch ausgereifteren Speicherlösungen führen zu einer deutlich stärkeren PV-Nachfrage durch Endkunden. Unternehmen setzen auf Solarstrom, um ihren CO 2 -Fußabdruck zu verringern, um den Erwartungen ihrer Kunden hinsichtlich Nachhaltigkeit zu entsprechen oder um einen Teil ihres Energiebedarfs aus Eigenverbrauch zu decken. Dies führt auch zur Nachfrage nach Photovoltaik außerhalb von Fördermechanismen. Die Elektromobilität trägt außerdem zum Ausbau von PV bei. Dafür gibt es vielfältige Gründe wie ein gewachsenes Bewusstsein für die Klimakrise, der Wunsch nach Autarkie durch Eigenverbrauch und auch gesetzliche Regulierungen wie die energetische Sanierung oder eine bestehende Solarpflicht. Des Weiteren erfordern die zunehmende Digitalisierung des Alltaglebens sowie die Dekarbonisierung des Verkehrs- und Wärmesektors stark steigende Energiebedarfe, die klimagerecht nur über die erneuerbaren Energien gedeckt werden können. Ein volatiler Markt ist die neue Normalität. Daraus entstehen neue Risiken und Chancen. Eine der Aufgaben in der Branche ist es, ausreichend Fachkräfte zu haben, um den PV-Zubau zu realisieren. Die Installateure haben zu einem wesentlichen Teil volle Auftragsbücher. Weitere Fachkräfte aus anderen Branchen werden benötigt. Diese müssen ausgebildet werden. Darin liegt eine Chance für K2: Durch Aus- und Weiterbildungsangebote können zum einen Qualität sichergestellt, zum anderen Fachkräfte früh an das Produkt und Unternehmen gebunden werden. Unser Geschäft birgt zudem Produktrisiken, denen wir durch entsprechende technische Qualitätssicherungsmaßnahmen und der stetigen Weiterentwicklung unserer Lösungen begegnen. Erkennbaren Gewährleistungsrisiken tragen wir bilanziell durch Rückstellungen Vorsorge. 3.4. Beschaffung und Bestand Die Beschaffungssituation war noch im ersten Halbjahr 2023 sehr angespannt. Enorme Bedarfe und gleichzeitig eine herausfordernde Situation auf der Rohstoffseite führten zu deutlichen Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite. K2 war in der Vergangenheit immer dem Grundsatz der möglichst regionalen Beschaffung treu. Circa 85 % der Waren kamen aus dem europäischen Raum. Durch gestiegene Bedarfe und Lieferengpässe bzw. Kapazitätsgrenzen bei unseren Lieferanten wurde es notwendig, außerhalb von Europa alternative Beschaffungsquellen zu finden. Darüber hinaus wurden auch in Europa weitere Lieferanten aufgebaut. Der Warenbezug erfolgt überwiegend in der Währung Euro, so dass wir unmittelbar nur geringen direkten Fremdwährungsrisiken ausgesetzt sind. Unsere Warenbestände unterliegen aufgrund der beschriebenen Preisvolatilität Wertänderungsrisiken. Diesen begegnen wir durch eine weitgehend optimierte Bestandsführung mit dem Ziel, die Bestände möglichst gering zu halten und die Umschlagshäufigkeit zu maximieren. 3.5. Absatz und Wettbewerb Wir bewegen uns global in einem wachsenden Markt, der - mit seinen national sehr unterschiedlichen Entwicklungen - für den Absatz mittlerweile mehr Chancen als Risiken bietet. Paradoxerweise entsteht dadurch ein neues Risiko: die stark gestiegene Nachfrage in Verbindung mit Knappheit an den Rohstoffmärkten hat in den Jahren 2022 und 2023 - nicht nur in der PV-Branche - zu einer angespannten Liefersituation geführt. Im Jahr 2024 hat sich diese Situation gedreht. Durch den Angebotsmangel im Jahr 2023 haben viele Akteure im Markt Lagerüberbestände aufgebaut, welche die Neubeschaffung und damit den Absatz unserer Produkte hemmen. Im Sinne der Risikoverteilung vertreibt K2 ihre Produkte über verschiedene Vertriebskanäle, zum einen über Systemhäuser und Großhändler an Installateure, zum anderen direkt an Projektierer und Solarteure. Um den Absatz zu unterstützen, hat K2 ihren Service für den Kunden permanent erweitert. Neben der permanenten Weiterentwicklung der Auslegungssoftware K2 Base, wird das Angebot an Montage-Videos im K2-eigenen Social-Media-Kanal, Webinaren und Apps, die die Auslegung unterstützen, ständig ausgebaut und seit dem Jahr 2021 mit dem Angebot "K2 Training" ergänzt. Im Jahr 2022 sind die kundenseitigen digitalen Services zu einem digitalen Ökosystem erweitert worden, was nun die nächsten Jahre stetig wachsen kann. Gemäß dem Slogan 'connecting strength' stellt das Ökosystem auch die Basis der Kooperation mit anderen Komponentenherstellern in der PV im Bereich digitalen Austausch dar. Das Volumen ist nur dadurch möglich, dass Kunden ihre Projekte eigenständig planen. Außerdem trägt die Vereinfachung des Prozesses dazu bei, dass der Installateur mehr bauen kann. Dies ist eine der Antworten auf den Wachstumstrend. Bei Kunden führen wir Bonitätsbeurteilungen durch und haben diverse Maßnahmen zur Sicherung unserer Forderungen implementiert. Dennoch können Ausfallrisiken nicht vollständig ausgeschlossen werden. Im Jahresabschluss sind die Risiken durch Pauschal- und Einzelwertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Im Jahr 2023 waren die Ausfälle angesichts des Volumens auf überragend niedrigem Niveau. Im Wettbewerbsumfeld gibt es langjährig am Markt erfolgreiche Akteure, Konsolidierung sowie Markteintritte neuer Akteure mit unterschiedlichen Strategien. Wir beobachten den Markt und den Wettbewerb und leiten daraus gezielt Marktchancen ab. Insgesamt ist das Wettbewerbsumfeld für K2 als Marktführer weiter kompetitiv. Das Ziel von K2 ist, sich als Qualitätsanbieter mit Top-Service zu positionieren. Produkte und Lösungen entwickeln wir fortlaufend weiter, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. 3.6. Personal Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, eine attraktive, von Vertrauen geprägte Arbeitsumgebung mit Perspektiven und Aufstiegschancen zu schaffen, um eine langfristige Mitarbeiterbindung an das Unternehmen zu fördern. Um dies zu erreichen haben wir verschiedene Einzelmaßnahmen - wie z.B. Aus- und Weiterbildungsangebote, Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie implementiert, die wir fortlaufend weiterentwickeln. Dies soll dem Risiko entgegenwirken, dass qualifizierte MitarbeiterInnen das Unternehmen verlassen oder offene Stellen nicht besetzt werden können. In der hohen Qualifikation und dem marktspezifischen Know-How unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, kombiniert mit unserer Unternehmensphilosophie, sehen wir einen ganz entscheidenden Wettbewerbsvorteil von K2. Die Integration neuer Kollegen und Kolleginnen ist eine Herausforderung, die gemeistert werden muss. Es gilt sicherzustellen, dass das Wachstum bei gleichbleibend hohem Wissensstand der Mitarbeiter und gleichbleibender Servicequalität möglich ist. Letzteres muss in Zeiten von Mobile Office, das sich mittlerweile als Modell der Zukunft etabliert hat, gut koordiniert und begleitet werden. 3.7. IT-Risiken Die K2 Systems GmbH setzt auf eine hoch performante IT-Infrastruktur und auf externe Cloud-Services. Die interne IT-Struktur besteht aus mehreren Firewalls, Proxyservern und Virenscannern. Externe Partner werden auf IT-Sicherheitsaspekte sorgfältig geprüft. Die IT-Sicherheit des Unternehmens wird von einem externen Partner in regelmäßigen Abständen auf den Prüfstand gestellt. 3.8. Unternehmensentwicklung und Internationalisierung Prozessoptimierungen und -automatisierung sollen zu verbesserter Effizienz in den Arbeitsabläufen beitragen, um die Flexibilität des Unternehmens sicherzustellen. Diese Themen wird K2 auch im Jahr 2024 weiter vorantreiben und damit in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens investieren. Die K2 Systems GmbH ist international breit aufgestellt und damit nahe am Kunden, kennt die Besonderheiten und Anforderungen der Märkte, in denen sie tätig ist und beantwortet dies mit marktspezifischen Lösungen. 3.9. Gesamtrisiko Die Gesamtbetrachtung der Risiken zeigt, dass K2 sowohl Marktrisiken als auch politischen Risiken ausgesetzt ist. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass K2 in der Lage ist, sowohl auf schwierige Marktbedingungen zu reagieren als auch an den richtigen Stellen zu investieren und weiter zu wachsen. Aus heutiger Sicht ist der Fortbestand des Unternehmens nicht gefährdet. 4. Prognosebericht K2 ist mit einem deutlichen Umsatzrückgang von ca. 57 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2023 in das neue Geschäftsjahr 2024 gestartet. Wir planen mit einem Umsatz zwischen 400 und 450 Mio. EUR und einer EBIT-Marge zwischen 8 % und 10 %. Auch in Zukunft werden wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung durch Spenden gerecht werden. "Der Global Market Outlook 2024 - 2028" von SolarPower Europe (Mai 2024) erwartet in den kommenden Jahren weiterhin ein erhebliches Nachfragewachstum. Für 2024 wird ein weltweites Wachstum von 22 % auf eine Marktgröße von 544 GW erwartet. Hervorzuheben ist laut SolarPower Europe der große Anteil des chinesischen Marktes an diesem Wachstum (299 GW). Für Deutschland wird ein Ausbau in Höhe von 16 GW prognostiziert. Für die Jahre 2024-2028 wird im Mittel ein jährliches Wachstum in Deutschland von 18 % erwartet. Die Auswirkungen des Klimawandels führen zu zwingend notwendigen politischen Entscheidungen, der Ukrainekrieg mit seinen Auswirkungen macht die Notwendigkeit einer geringeren Abhängigkeit sichtbar. Steigende Energiepreise, der Ausbau der Elektromobilität und der Wunsch nach Unabhängigkeit bleiben Treiber. Die PV-Branche erhält starken politischen Rückenwind. Allein in Deutschland, dem Hauptmarkt von K2, fordert die neue Bundesregierung einen Zubau von 215 GW bis 2030 - das bedeutet eine Vervierfachung des jährlichen PV-Zubaus. Das sind gute Nachrichten für die gesamte Branche und für K2, ist zugleich jedoch eine große Herausforderung. K2 sieht insbesondere folgende Herausforderungen auf sich zukommen: Die Sicherung der Lieferfähigkeit durch kluge Beschaffungsstrategien, die durch Überbestände im Markt instabile Nachfrage, die Erweiterung von Produktions- und Logistikkapazitäten und ein schnelles Reagieren auf sich ändernde Rahmenbedingungen wie Rohstoffverfügbarkeit, Verfügbarkeit von Transportkapazitäten, die Situation am Gasmarkt (steigende Energiekosten) mit möglichen Folgen für die Beschaffungssituation. Außerdem verhindert das Zinsniveau, dass im Bereich Gewerbephotovoltaikanlagen der Markt wachsen kann. Wir sind darauf vorbereitet, dass dies das neue Normal ist und wir stellen Bewährtes immer wieder in Frage, passen Strategien an und implementieren Instrumente, um mit den vielfältigen Herausforderungen umzugehen. K2 wird im Jahr 2024 in die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen sowie die Weiterentwicklung der Planungssoftware K2 Base; den Ausbau digitaler Services für den Kunden, dem K2 Ökosystem, das jetzt MyK2 heißt und den Kunden bereits präsentiert worden ist, und die Automatisierung von Prozessen und die Rekrutierung weiterer Mitarbeiter investieren. Angesichts der anhaltenden Volatilität des Marktes gestaltet sich eine verlässliche Prognose für das kommende Geschäftsjahr als herausfordernd. Der Markt war in der Vergangenheit durch hohe Schwankungen gekennzeichnet und wir gehen davon aus, dass sich diese Volatilität auch im kommenden Jahr fortsetzen wird. Um auf die sich permanent ändernden Marktbedingungen angemessen reagieren zu können, haben wir unsere Unternehmensstrategie darauf ausgerichtet, größtmögliche Flexibilität zu wahren. Durch kontinuierliche Anpassungen und eine agile Unternehmensführung sind wir bestrebt, auch in einem herausfordernden Umfeld unsere Position zu behaupten und Chancen zu nutzen.
Renningen, den 06.09.2024 Katharina David Willem Louis Haag Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die K2 Systems GmbH hat ihren Sitz in Renningen und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Registernummer HRB 253250 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des dritten Buches des Handelsgesetzbuchs unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für große Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 3 HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. Zum Zwecke der erhöhten Klarheit von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung wurden Vermerke und Erläuterungen weitgehend im Anhang dargestellt. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 wurden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen entsprechen hinsichtlich Abschreibungsmethoden und Abschreibungsgrundsätzen den steuerlichen Vorschriften, sofern diese die Vermögens- und Ertragslage nicht wesentlich beeinflussen. Finanzanlagen Bei den sonstigen Ausleihungen handelt es sich um langfristige Darlehensforderungen gegen den Gesellschafter, die mit ihrem Nominalwert angesetzt sind. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder des niedrigeren beizulegenden Wertes angesetzt. Fertige Erzeugnisse werden entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad mit ihren Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten die steuerlich aktivierungspflichtigen Gemeinkosten. Bestandsrisiken werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen, für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind zu den Ausgabebeträgen ausgewiesen, wie sie für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag Aufwand darstellen. Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls auf Grund des steuerlichen Gewinns dotiert. Sonstige Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags dotiert und berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und erkennbare Risiken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend § 253 Abs. 2 S. 1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Grundlagen der Währungsumrechnung Fremdwährungsposten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind daher mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages bewertet. Kursverluste und Kursgewinne wurden zum Bilanzstichtag berücksichtigt. Angaben zu latenten Steuern Latente Steuern werden nach Maßgabe des § 274 HGB ermittelt. Es wird von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht, eine sich daraus insgesamt ergebende zukünftige Steuerentlastung in der Bilanz nicht zu aktivieren. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens, aufgeschlüsselt nach Anlagepositionen, ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Kautionsforderungen in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr TEUR 0) mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Darüber hinaus haben die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Mitzugehörigkeit zu anderen Posten Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.316 (Vorjahr: TEUR 2.660). Erläuterungen der antizipativen Aktiva In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen, in Höhe von TEUR 221 (Vorjahr: TEUR 64) enthalten. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Gewährleistungen und Nacharbeiten in Höhe von TEUR 23.584 (Vorjahr: TEUR 14.498) sowie Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 6.861 (Vorjahr: TEUR 0). Verbindlichkeitenspiegel Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 838 (Vorjahr: TEUR 15.500). Sicherheiten für Verbindlichkeiten nach § 285 Nr. 1b HGB wurden von der Gesellschaft neben dem üblichen Eigentumsvorbehalt nicht gewährt. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten ist wie folgt:
Die Gesellschaft bietet ihren Kunden als weltweit führender Hersteller von Montagesystemen für Solartechnik ein umfangreiches Sortiment an Montagelösungen für vielfältige Anwendungen im Flach- und Schrägdachbereich an. Entsprechend ist eine Aufgliederung nur nach regionalen, nicht aber nach unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen gem. § 285 Nr. 4 HGB möglich. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen sowie mit außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten aperiodische Aufwendungen, insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.355 (Vorjahr TEUR 833). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten aperiodische Aufwendungen, insbesondere aus Aufwendungen für Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 367), der Einstellungen in die Pauschal- und Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 201) sowie Aufwendungen aus Forderungsverlusten in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 8). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 36). E. SONSTIGE ANGABEN Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Unterschieden zwischen den Wertansätzen bei den sonstigen Rückstellungen (Garantie- und Kulanzrückstellungen), welche grundsätzlich zu aktiven latenten Steuern führen. Die Bewertung erfolgt mit einem Steuersatz von 30,2%. Auf die Aktivierung des latenten Steuerüberhangs wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB verzichtet. Zum Stichtag bestanden Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB in Höhe von TEUR 8.327 (Vorjahr: TEUR 5.220). Nach unserer Einschätzung ist eine Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen auf Grund der positiven Bonität des Schuldners unwahrscheinlich. Sonstige finanzielle Verpflichtungen entsprechen den Verpflichtungen zum Nominalwert.
Für die unbefristeten sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurde als Restlaufzeit der Zeitraum bis zur frühestmöglichen Kündigung herangezogen.
Es handelt sich hierbei um das offene Bestellobligo aus Beschaffungskontrakten, die zur Absicherung von möglichen Marktpreiserhöhungen abgeschlossen wurden und aus sonstigen offenen Bestellungen zum Stichtag.
Abschlussprüferhonorar Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 81 (davon entfallen auf das Vorjahr TEUR 5). Davon entfallen auf:
ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 121.065.758,64 (Jahresüberschuss in Höhe von EUR 51.878.041,16 zuzüglich Gewinnvortrag in Höhe von EUR 69.187.717,48) auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführung Zur Geschäftsführung war im Berichtszeitraum bestellt:
Geschäftsführerbezüge Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernzugehörigkeit Mutterunternehmen im Sinne des § 285 Nr. 14a HGB ist die K2 Systems Holding GmbH, Renningen. Diese stellt als Mutterunternehmen des kleinsten Kreises von Unternehmen für die K2 Systems GmbH einen Konzernabschluss auf. Nachtragsbericht Es sind keine wesentlichen Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag eingetreten.
Renningen, den 06.09.2024 Katharina David Willem Louis Haag Feststellung des Jahresabschlusses und Beschluss über Ergebnisverwendung Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 14. Oktober 2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt. Das Ergebnis des Geschäftsjahres wird auf neue Rechnung vorgetragen. Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die K2 Systems GmbH, Renningen: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der K2 Systems GmbH, Renningen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der K2 Systems GmbH, Renningen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 6. September 2024 Rödl
& Partner GmbH
Kohmann, Wirtschaftsprüfer Ranger, Wirtschaftsprüfer |
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