Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 512055
Vorher
Blitz 15-132 GmbHWERTBAU GmbH
Eingetragen
19.5.2015
Branche
Herstellung von Türen und Fenstern aus HolzHerstellung von Türen und Fenstern aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
ist die Herstellung von Fenstern, Türen und anderen industriemäßig hergestellten Produkten in Holz, Kunststoff und Aluminium

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Marc Grimm
seit 28.1.2025
Prokura
Adnan Cuk
seit 26.9.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DOVISTA A/SDNK
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
DOVISTA A/S
Denmark
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WERTBAU GMBH

Langenwetzendorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die WERTBAU GMBH

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WERTBAU GMBH, Langenwetzendorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WERTBAU GMBH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 8.551 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir keinen ausreichenden Prüfungsnachweis für die Werthaltigkeit der unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Beteiligung an der webcom Management Holding GmbH, Bad Liebenstein, erhalten haben und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Werthaltigkeit gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Anteile an verbundenen Unternehmen, der Abschreibungen auf Finanzanlagen, des Jahresergebnisses, des Eigenkapitals sowie des Anlagespiegels hätten vorgenommen werden müssen.

Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, 18. November 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fleischer, Wirtschaftsprüfer

Thrum, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 105.248,35 698.401,91
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
3. Geleistete Anzahlungen und Software in Entwicklung 1.505.367,00 0,00
1.610.616,35 698.402,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.675.240,38 8.902.036,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.287.235,75 9.233.862,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.159.115,02 1.575.025,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 935.947,43 9.178.045,98
26.057.538,58 28.888.971,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.551.107,37 8.551.107,37
2. Genossenschaftsanteile 13.123,00 13.123,00
8.564.230,37 8.564.230,37
36.232.385,30 38.151.604,72
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.586.653,64 6.013.792,53
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.017.588,59 2.543.372,25
3. Fertige Erzeugnisse 873.595,23 1.049.779,00
7.477.837,46 9.606.943,78
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 842.488,46 1.627.947,27
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 23.336.404,16 26.122.683,88
3. Sonstige Vermögensgegenstände 924.602,64 1.076.242,51
25.103.495,26 28.826.873,66
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.720,95 118.225,59
32.586.053,67 38.552.043,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 42.931,82 37.373,36
68.861.370,79 76.741.021,11

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 15.700.000,00 15.700.000,00
III. Gewinnrücklagen
IV. Gewinnvortrag 921.566,48 4.121.614,05
V. Jahresfehlbetrag -2.963.912,50 -3.200.047,57
13.682.653,98 16.646.566,48
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 497.396,00 1.048.725,63
2. Sonstige Rückstellungen 4.914.431,91 2.996.169,68
5.411.827,91 4.044.895,31
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.010,00 158.943,29
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 357.291,40
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.822.897,90 5.527.056,99
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 46.049.099,50 49.319.509,21
5. Sonstige Verbindlichkeiten 332.774,43 373.374,43
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 147.701,75 (Vj. TEUR 102)
49.236.781,83 55.736.175,32
D. Passive Latente Steuern 530.107,07 313.384,00
68.861.370,79 76.741.021,11

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 70.592.136,73 70.792.624,35
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.701.967,43 49.904,14
3. Sonstige betriebliche Erträge 846.047,98 6.300.550,13
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 485,59 (Vj. TEUR 8)
69.736.217,28 77.143.078,62
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 32.791.312,56 43.625.711,53
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.392.229,52 1.361.528,66
34.183.542,08 44.987.240,19
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.828.997,36 13.689.509,52
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.006.849,42 3.088.470,85
davon für Altersversorgung EUR 5.300,96 (Vj. TEUR 5)
18.835.846,78 16.777.980,37
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.909.394,88 3.104.340,84
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.653.989,17 13.902.661,87
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 8.357,60 (Vj. TEUR 32)
70.582.772,91 78.772.223,27
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 689.895,33 33.276,49
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 665.725,17 (Vj. TEUR 0)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.551.294,86 2.398.282,42
davon an verbundene Unternehmen EUR 2.544.305,86 (Vj. TEUR 2.393)
-1.861.399,53 -2.365.005,93
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 216.723,07 -832.130,22
davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 216.723,07 (Vj. Ertrag TEUR 26)
11. Ergebnis nach Steuern -2.924.678,23 -3.162.020,36
12. Sonstige Steuern 39.234,27 38.027,21
13. Jahresfehlbetrag -2.963.912,50 -3.200.047,57

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Firma WERTBAU GMBH hat ihren Sitz in Langenwetzendorf. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter HRB 512055 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) sowie dem Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Vorjahr angewendet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände zeitlich begrenzt ist, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände zeitlich begrenzt ist, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen und die Abschreibung im Jahr des Zugangs zeitanteilig berechnet.

Als Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände und abnutzbaren Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zugrunde gelegt:

Jahre
Immaterielle Vermögensgegenstände 2 bis 10
Bauten 15 bis 33
Außenanlagen 2 bis 33
Technische Anlagen und Maschinen 1 bis 20
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 20

Im Bereich der Finanzanlagen wurden

Anteile an verbundene Unternehmen

Genossenschaftsanteile

zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu historischen Durchschnittswerten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Soweit erforderlich, sind Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt.

Die zum Bilanzstichtag vorliegenden Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen wurden entsprechend den handelsrechtlichen Vorgaben zu Herstellungskosten unter Einbeziehung von Material- und Fertigungsgemeinkosten bewertet. Im Rahmen einer verlustfreien Bewertung werden Abschreibungen auf unfertige und fertige Erzeugnisse vorgenommen, soweit der beizulegende Wert am Bilanzstichtag unter den Herstellungskosten liegt.

Forderungen wurden mit ihrem Nennbetrag bewertet. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wurden pauschale Wertberichtigungen gebildet und darüber hinaus erkennbare Einzelrisiken durch Abschreibungen berücksichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag sind, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen, in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Rückstellungen wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden (nur) eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Gewinn und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

III. Angaben zu Posten der Bilanz

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und dessen Entwicklung sind im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind dort ebenfalls vermerkt.

Unter den Finanzanlagen wird folgende Beteiligung ausgewiesen:

Firma: webcom Management Holding GmbH
Sitz des Unternehmens: Bahnhofstr. 28, 36448 Bad Liebenstein
Höhe des Anteils: 100 %
Eigenkapital: 3.111.433,96 Euro
Jahresergebnis: -439.653,65 Euro

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.056 (i. Vj. TEUR 7.072) enthalten. Forderungen aus dem Cashpool mit der Dovista A/S bestehen in Höhe von TEUR 19.280 (i. Vj. TEUR 19.051).

Das gezeichnete Kapital der WERTBAU GMBH von EUR 25.000,00 wurde mit dem Nennbetrag angesetzt und entspricht der Handelsregistereintragung. Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages.

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 15.700 resultiert in Höhe von TEUR 2.400 zum einen aus einer Gesellschaftereinlage eines Anteils in Höhe von 35 % des Stammkapitals der webcom Management Holding GmbH im Jahre 2020 sowie aus einer Kapitalerhöhung, gemäß Gesellschafterbeschluss vom 23.12.2022, der Dovista A/S in Höhe von TEUR 13.300.

Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.412 (i. Vj. TEUR 4.045) bestehen aus den Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 749 (i. Vj. TEUR 976), den Rückstellungen für Restrukturierung TEUR 1.610 (i. Vj. TEUR 0), den Rückstellungen für Aufbewahrungspflichten TEUR 14 (i. Vj. TEUR 14), den Rückstellungen für sonstige Aufwendungen TEUR 754 (i. Vj. TEUR 884), den Rückstellungen für Gewährleistungen TEUR 701 (i. Vj. TEUR 350), den Rückstellungen für Lizenzaufwendungen gegenüber der Dovista A/S TEUR 951 (i. Vj. TEUR 544) und den Rückstellungen für Jahresabschluss und Prüfung TEUR 136 (i. Vj. TEUR 228) und Steuerrückstellungen TEUR 497 (i. Vj. TEUR 1.049).

In den Rückstellungen für sonstige Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Bonuszahlungen für leitende Angestellte in Höhe von TEUR 110 (i. Vj. TEUR 254), Rückstellungen für Prozesskosten in Höhe von TEUR 98 (i. Vj. TEUR 120) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 201 (i. Vj. TEUR 222) enthalten.

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeiten Saldo 31.12.2022 Saldo 31.12.2023 Restlaufzeiten bis ein Jahr über ein Jahr Sicherung Betrag Vermerk
ggü. Kreditinstitute 32.010,00 32.010,00 0,00 32.010,00 1
(Vorjahr) 158.943,29 126.933,29 32.010,00 158.943,29
erhaltene Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) 357.291,40 357.291,40 0,00
Lieferungen/ Leistungen 2.822.897,90 2.814.446,65 8.451,25
(Vorjahr) 5.527.056,99 5.506.922,91 20.134,08
ggü. verbundene Untern. 46.049.099,50 262.689,50 45.786.410,00
(Vorjahr) 49.319.509,21 390.214,88 48.929.294,33
sonstige Verbindl. 332.774,43 332.774,43 0,00
(Vorjahr) 373.374,43 373.374,43 0,00
55.736.175,32 49.236.781,83 3.441.920,58 45.794.861,25 32.010,00

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Sicherungsübereignung von finanzierten Fahrzeugen aufgrund Darlehensgewährung; Betrag: 32.010,00 EUR

Es sind wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre vorhanden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 46.049; i. Vj. TEUR 49.320) enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 45.786 (i. Vj. TEUR 48.929).

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 263 (i. Vj. TEUR 391) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

Am 01.09.2021 wurde ein Loan Agreement mit der DOVISTA A/S, Horsens/Dänemark, über TEUR 45.786 geschlossen, welches von Seiten der DOVISTA A/S, Horsens/Dänemark, mit einer Frist von 12 Monaten gekündigt werden kann. Vertragsgemäß ist der Darlehensbetrag und sonstiger Kosten zum 31.12.2025 in voller Höhe zurückzuzahlen.

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen keine Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften oder Wechsel- und Scheckbürgschaften.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag betragen TEUR 841 und resultieren aus Leasingverträgen und Mietverträgen.

Passive latente Steuern

Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz. Die Steuerbilanz zeigt einen höheren Verlust. Da in den Folgejahren die Steuerbilanz entsprechend einen höheren Gewinn ausweisen wird, waren passive latente Steuern in Höhe von TEUR 530 zu bilden. Hierbei wurde für die Gewerbesteuer von einem durchschnittlichen Hebesatz von 425,0 % sowie Körperschaftsteuer mit 15 % und Solidaritätszuschlag mit 5,5 % ausgegangen, der sich hieraus ergebende Steuersatz liegt bei 30,7 %.

Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Latente Steueransprüche auf Differenzen
bilanzieller Wertansätze für Anlagevermögen 0 327
Rückstellungen 1 0
1 327
Latente Steuerschulden auf Differenzen
bilanzieller Wertansätze für Anlagevermögen -531 0
Rücklage für Ersatzbeschaffung 0 -640
-531 -640
Latente Steuerschulden netto -530 -313

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

01.01. Zugang Verbrauch Auflösung 31.12.
313.384,00 216.723,07 0,00 0,00 530.107,07

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Gesamtumsatz in Höhe von TEUR 70.592 wurde mit TEUR 53.817 (i. Vj. TEUR 49.551) im Gruppengeschäft mit der Schweizer EgoKiefer AG und mit TEUR 16.385 (i. Vj. TEUR 21.469) im Eigengeschäft sowie sonstigen Umsatzerlösen von TEUR 886 (i. Vj. TEUR 389) realisiert, vermindert um Erlösschmälerungen in Höhe von TEUR 496 (i. Vj. TEUR 616).

Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 846; i. Vj. TEUR 6.301) umfassen im Wesentlichen die Auflösung EWB/PWB sowie die FuE-Abrechnung. Im Vorjahr wurden Versicherungsentschädigungen für den Betriebsausfall in Höhe von TEUR 5.335 gezeigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 13.654 und liegen damit um TEUR 249 unter dem Vorjahreswert von TEUR 13.903. Im Zuge des Ersatzes der Lackieranlagen fielen höhere Instandhaltungsaufwendungen an. Gegenläufig entwickelten sich die Ausgangsfrachten im Vergleich zum Vorjahr durch den Wegfall des Einsatzes von externen Lackierern sowie des verringerten Einsatzes von Leiharbeitern. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Ausbringungsmenge im Bereich Holz sowie PVC & ALU um 12 % auf 193.357 Quadratmeter zurück.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen den Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 217.

Die im Dezember 2023 mit Beschluss des Mindeststeuergesetzes eingeführte Ausnahme in § 274 Abs. 3 HGB bedeutet, dass latente Steuern im Zusammenhang mit Ertragsteuern, die sich aus anwendbaren oder angekündigten Steuervorschriften zur Umsetzung des Modellregeln der Säule 2 ergeben, bei der Wertbau GmbH weder erfasst noch ausgewiesen werden. Eine zusätzliche Steuerbelastung aus der Umsetzung der Modellregeln der Säule 2 wird derzeit nicht erwartet.

V. Ergänzende Angaben

Arbeitnehmer

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Arbeitnehmergruppen beschäftigte Personen: 2022 2023
Kaufmännische Arbeitnehmer 101 100
Gewerbliche Arbeitnehmer 325 317

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an:

Herr Adnan Cuk, kaufmännische Geschäftsführung, Geschäftsführer WERU GmbH, ab 08/2023

Herr Dr. Frank Fleissner, operative Geschäftsführung, Geschäftsführer WERU GmbH, ab 08/2023

Herr Christian Heiland, kaufmännische Geschäftsführung, bis 09/2023

Herr Ronald van der Gun, operative Geschäftsführung, bis 09/2023

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Die Geschäftsführer Adnan Cuk und Dr. Frank Fleissner erhalten Bezüge ausschließlich von der WERU GmbH, Rudersberg.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Mit nahestehenden Unternehmen oder Personen, die nicht in den Konzernabschluss der VKR Holding A/S, Hørsholm/ Dänemark, einbezogen sind, bestehen keine wesentlichen Geschäfte, die zu marktunüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Für den Abschlussprüfer des Jahresabschlusses 2023 beläuft sich das Honorar auf:

- Honorar für Abschlussprüferleistungen TEUR 75

Konzernzugehörigkeit

Die WERTBAU GMBH, Langenwetzendorf, und ihre Beteiligung werden als verbundene Unternehmen gemäß § 271 Abs. 2 HGB i. V. m. § 290 HGB in den Konzernabschluss der VKR Holding A/S, Hørsholm, Dänemark, mit dem größten und kleinsten Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss der VKR Holding A/S, Hørsholm, Dänemark, wird beim Bundesanzeiger elektronisch eingereicht und dort bekannt gemacht. Der Konzernabschluss der VKR Holding A/S ist nach den dänischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Durch die Einbeziehung der WERTBAU GMBH in den Konzernabschluss der VKR Holding A/S wird § 292 HGB in Verbindung mit § 291 HGB als befreiende Vorschrift angewendet und von der Aufstellung eines Konzernabschlusses der WERTBAU GMBH abgesehen.

Der Konzernabschluss der VKR Holding A/S, Hørsholm, Dänemark, ist mit einem nach deutschem Recht aufzustellenden Konzernabschluss gleichwertig und steht in Einklang mit der Richtlinie 2013/34/EU des Rates vom 26.06.2013.

Der nach dänischen Rechnungslegungsstandards erstellte Konzernabschluss der VKR Holding A/S, Hørsholm, Dänemark, hat keine wesentlichen Unterschiede zum HGB hinsichtlich Gliederungs-, Ansatz-, Bewertungs- und Konsolidierungsvorschriften.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.964 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Langenwetzendorf, den 01.10.2024

Adnan Cuk, Geschäftsführer

Dr. Frank Fleissner, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.427.584,69 79.863,90 135.793,02 -340.147,62 4.031.507,95
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.902.596,27 0,00 0,00 0,00 1.902.596,27
3. Geleistete Anzahlungen und Software in Entwicklung 0,00 836.939,55 0,00 668.427,38 1.505.366,93
6.330.180,96 916.803,45 135.793,02 328.279,76 7.439.471,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.187.305,36 168.699,18 0,00 10.786,24 14.366.790,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.829.169,77 439.972,36 2.730.078,14 8.212.380,43 33.751.444,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.471.528,18 280.190,11 568.770,62 0,00 9.182.947,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.178.045,98 309.347,95 0,00 -8.551.446,43 935.947,50
60.666.049,29 1.198.209,60 3.298.848,76 -328.279,76 58.237.130,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.551.107,37 0,00 0,00 0,00 8.551.107,37
2. Genossenschaftsanteile 13.123,00 0,00 0,00 0,00 13.123,00
8.564.230,37 0,00 0,00 0,00 8.564.230,37
75.560.460,62 2.115.013,05 3.434.641,78 0,00 74.240.831,89
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.729.182,78 332.845,84 135.769,02 3.926.259,60
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.902.595,27 0,00 0,00 1.902.595,27
3. Geleistete Anzahlungen und Software in Entwicklung 0,00 0,00 0,00 0,00
5.631.778,05 332.845,84 135.769,02 5.828.854,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.285.268,44 406.281,96 0,00 5.691.550,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.595.307,18 2.542.314,99 2.673.413,50 18.464.208,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.896.502,23 627.952,09 500.621,67 8.023.832,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
31.777.077,85 3.576.549,04 3.174.035,17 32.179.591,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
37.408.855,90 3.909.394,88 3.309.804,19 38.008.446,59
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 105.248,35 698.401,91
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
3. Geleistete Anzahlungen und Software in Entwicklung 1.505.366,93 0,00
1.610.616,28 698.402,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.675.240,38 8.902.036,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.287.235,75 9.233.862,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.159.115,02 1.575.025,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 935.947,50 9.178.045,98
26.057.538,65 28.888.971,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.551.107,37 8.551.107,37
2. Genossenschaftsanteile 13.123,00 13.123,00
8.564.230,37 8.564.230,37
36.232.385,30 38.151.604,72

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Am 01.09.2021 hat das dänische Unternehmen Dovista A/S, Horsens, die Anteile an der WERTBAU GMBH erworben. Die Unternehmensgruppe Dovista A/S bündelt verschiedene Marken von bekannten Fenster- und Türenherstellern aus ganz Europa. Ferner gehört Dovista A/S zur Unternehmensgruppe der VKR Holding A/S, Hørsholm, mit Sitz in Dänemark (kurz VKR).

In den drei Heimatmärkten Deutschland, Österreich und Schweiz bietet die WERTBAU GMBH kundenspezifische Fenster- und Außentürensysteme aus Holz, Holz-Aluminium, Kunststoff/Aluminium und Aluminium. Das umfassende Fensterangebot wird ergänzt durch Balkon- und Hebeschiebetüren sowie Beschattungslösungen. In ihren Zielmärkten verfügt die WERTBAU GMBH über dezentrale Vertriebsorganisationen sowie flächendeckende Händlernetze. Zur Konzentration auf das Kerngeschäft wird die Produktion von Kunststoff/Aluminium-Fenster zum 01. April 2024 eingestellt und die Produktion auf die Belieferung der Schweizer EgoKiefer AG gebündelt. Damit verbunden wurde ein Sozialplan für die Bereich Vertrieb und Produktion verabschiedet.

Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Langenwetzendorf über eine Produktionsstätte in Greiz-Gommla.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 15. Januar 2024 um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022. Die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2023 war geprägt durch anhaltend hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Coronajahr 2020 nicht weiter fort.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung sank im verarbeitenden Gewerbe um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr und litt neben den weiterhin hohen Energiepreisen unter einem insgesamt niedrigeren Produktionsniveau. Die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten gegenüber 2022 merkliche Zuwächse. Im Baugewerbe machten sich zwar neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Dennoch erreichte das Baugewerbe 2023 insgesamt preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Lt. Statistischem Bundesamt sind die Baugenehmigungen 2023 gegenüber dem Vorjahr um 26,6 % gesunken. Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist nach Angaben des Hauptverband der deutschen Bauindustrie (HDB) in den ersten elf Monaten 2023 um 4,4 % zurückgegangen. Bei den meisten Baumaterialien (Stahl, Holz, Glas) gingen die Erzeugerpreisindizes zum Teil deutlich zurück. Die Umsätze im Bauhauptgewerbe sind 2023 real um 5,2 % gesunken.

In seiner Veröffentlichung vom 29. April 2024 zeigt der Verband Fenster + Fassade (VFF) für das Jahr 2023 einen Rückgang des gesamten Fenstermarktes um -8,9 % (nach -2,0 % in 2022) auf 14,13 Mio. Fenstereinheiten.

Im Segment des Wohn-Neubaus für 2023 betrug der Rückgang des Absatzes -15,5 % (VJ -0,9 %), bei der Sanierung ging der Absatz um -4,7 % zurück.

Mit einem Rückgang um 8,9 % weist der VFF für den Außentürenmarkt im Jahr 2023 eine ähnliche Entwicklung aus.

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

Das Betriebsergebnis (EBIT) beträgt TEUR -847 und verbesserte sich damit um TEUR 782 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR -1.629).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die WERTBAU GMBH einen Gesamtumsatz in Höhe von TEUR 70.592 (i. Vj. TEUR 70.793). Der Gesamtumsatz in Höhe von TEUR 70.592 wurde mit TEUR 53.817 (i. Vj. TEUR 49.551) im Gruppengeschäft mit der Schweizer EgoKiefer AG erzielt und mit TEUR 16.385 (i. Vj. TEUR 21.469) im Eigengeschäft realisiert. Sonstige Umsatzerlöse belaufen sich auf TEUR 886 (i. Vj. TEUR 389). Erlösminderungen sind in Höhe von TEUR 496 (i. Vj. TEUR 616) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 846, i. Vj. TEUR 6.301) umfassen im Wesentlichen die Auflösung EWB/PWB sowie die FuE-Abrechnung. Im Vorjahr wurden Versicherungsentschädigungen für den Betriebsausfall in Höhe von TEUR 5.335 gezeigt. Dem gegenüber standen im Vorjahr brandbedingte Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.957.

Der Materialaufwand in Höhe von TEUR 34.183 (i. Vj. TEUR 44.987) setzt sich in Höhe von TEUR 32.791 (i. Vj. TEUR 43.626) aus den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogenen Waren sowie für bezogene Leistungen mit TEUR 1.392 (i. Vj. TEUR 1.361) zusammen. Die Materialkostenquote in Bezug zur Gesamtleistung verringerte sich deutlich auf 49,6 % (i. Vj. 63,5 %) im Geschäftsjahr 2023. Die stark rückläufige Materialkostenquote ist im Wesentlichen begründet im Einsatz der neuen Lackieranlage. Im Vorjahr wurden aufgrund des Brandes der alten Lackieranlage externe Dienstleister genutzt.

Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 18.836 (i. Vj. TEUR 16.778) liegt absolut mit TEUR 2.058 über dem Vorjahr. Davon entfällt auf soziale Abgaben ein Anteil in Höhe von TEUR 3.007 (i. Vj. TEUR 3.088). Die gestiegenen Personalaufwendungen sind im Wesentlichen auf Abfindungen TEUR 1.731 (i. Vj. TEUR 80) im Rahmen der Restrukturierung zurückzuführen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen TEUR 3.909 (i. Vj. TEUR 3.104). Die höhere Abschreibung ist auf die Aktivierung der neuen Lackieranlage zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 13.654 und liegen damit um TEUR 249 unter dem Vorjahreswert von TEUR 13.903. Im Zuge des Ersatzes der Lackieranlagen fielen höhere Instandhaltungsaufwendungen an. Gegenläufig entwickelten sich die Ausgangsfrachten im Vergleich zum Vorjahr durch den Wegfall des Einsatzes von externen Lackierern sowie des verringerten Einsatzes von Leiharbeitern.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betragen TEUR 2.551 (i. Vj. TEUR 2.398). Die Zinserträge belaufen sich auf TEUR 690 (i. Vj. TEUR 33).

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.964 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

b) Finanzlage

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um TEUR 127 auf TEUR 32 verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um TEUR 3.270 auf TEUR 46.049 verringert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 263 sowie Verbindlichkeiten aus Darlehen von TEUR 45.786.

Zum 01.09.2021 besteht ein Loan Agreement mit der DOVISTA A/S, Horsens/Dänemark, über TEUR 45.786, welches vonseiten der DOVISTA A/S, Horsens/Dänemark, mit einer Frist von 12 Monaten gekündigt werden kann. Vertragsgemäß ist der Darlehensbetrag inkl. Zinsen und sonstiger Kosten zum 31.12.2025 in voller Höhe zurückzuzahlen.

Im Geschäftsjahr wurden TEUR 2.115 in das Anlagevermögen investiert. Davon entfallen TEUR 1.198 auf Sachanlagen und TEUR 917 auf immaterielle Vermögensgegenstände.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei einem hohen Anteil von Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

c) Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.919 verringert. Dabei stehen sich Zugänge aus Investitionen von TEUR 2.115, Abgänge von TEUR 125 sowie Abschreibungen in Höhe von TEUR 3.909 gegenüber.

Das Umlaufvermögen mit Vorräten in Höhe von TEUR 7.478 (i. Vj. TEUR 9.607) sowie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 25.103 (i. Vj. TEUR 28.827) und liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 5 (i. Vj. TEUR 118) ist um TEUR 5.966 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Bestandsabbau und der Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungen mit TEUR 43 (i. Vj. TEUR 37) sind im Wesentlichen Gebühren für Lizenz- und Wartungsverträge bilanziert.

3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Steuerung des Unternehmens werden vor allem die für die WERTBAU GMBH bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren Gesamtumsatz sowie Betriebsergebnis (EBITDA) herangezogen. Nicht-finanzielle Leistungsindikatioren werden derzeit nicht verwendet.

4. Gesamtaussage

Vor dem Hintergrund der dargestellten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir die Situation der Gesellschaft als gut ein.

III. Prognosebericht

Im Jahr 2023 war das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % zurückgegangen. Im 1. Quartal 2024 zeigte sich eine leichte Erholung mit +0,2 %, Laut der Prognose der Bundesregierung vom 24.04.2024 wird das Bruttoinlandsprodukt im kommenden Jahr nur um 0,3 % zunehmen. Die Auftragslage hat sich in allen Wirtschaftsbereichen bis zuletzt verschlechtert und der Auftragsbestand wird mehrheitlich als zu gering beurteilt. Auch der Krankenstand ist weiterhin hoch.

Mehrere weltwirtschaftliche Einflussfaktoren, wie die Unsicherheit der weiteren Entwicklung der Energiepreise sowie etwas zunehmende Lieferengpässe aufgrund der Huthi-Angriffe im Roten Meer, belasten die Aussichten für ein Wirtschaftswachstum ebenso wie die nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November 2023 eingeschlagene restriktive Kurs im Bundeshaushalt. Erst im weiteren Verlauf des Jahres dürfte eine allmähliche gesamtwirtschaftliche Entwicklung einsetzen, gestützt auf die dynamische Entwicklung der Weltwirtschaft.

Die Inflationsraten dürften bis Ende 2024 weiter zurückgehen. Bei den Vorleistungskosten, allen voran bei Energie, zeichnen sich mittlerweile Preisrückgänge ab, die die Produzenten an ihre Kunden weitergeben werden. Allerdings dürften die Löhne im weiteren Verlauf des Jahres weiter zunehmen, weil spürbare Tariflohnanhebungen wirksam werden. Die Gesamtinflationsrate dürfte von 5,9 % im Jahr 2023 auf 2,3 % im Jahr 2024 zurückgehen. Auch im kommenden Jahr dürfte sich der Preisanstieg weiter normalisieren und die Inflationsrate im Jahr 2025 unter 2 % zurückgehen.

Der Verband Fenster + Fassade (VFF) erwartet entsprechend seiner Wirtschaftsprognose 2024 vom 23.10.2023 für den Fenstermarkt in Fenstereinheiten ein Minus von 2,4 % und für den Außentürenmarkt ein Minus von 0,9 %. Hierbei wird eine deutliche Verschiebung vom Neubau zugunsten der Sanierung erwartet. Was Fenster und Türen betrifft, geht die Prognose beim Neubau im Wohnbereich von einem Markteinbruch von mehr als 34 % im Betrachtungszeitraum 2022-2024 aus.

Für 2024 rechnet der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) für den Bereich Wohnungsbau mit einem realen Rückgang um 13 %, dies entspricht einem nominalen Rückgang um 15 %. Stützend wirkt hier nur die Nachfrage nach Sanierungsarbeiten.

Die Planung der WERTBAU GMBH wurde Ende 2023 erstellt. Im Businessplan 2023/2024 wurde die geopolitischen wie auch die marktbeherrschenden Unsicherheiten erfasst. Aufgrund der stark volatilen Gesamtwirtschaft wird ab 2023 ein "Rolling Forecast" für die Planung genutzt.

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ursprünglich, inklusive der geopolitischen sowie marktbeherrschenden Unsicherheiten, ein Gesamtumsatz in Höhe von TEUR 68.286 und ein Betriebsergebnis (EBITDA) von TEUR 5.200 geplant. Der Gesamtumsatz beläuft sich in 2023 auf TEUR 70.592 mit einem Betriebsergebnis (EBITDA) von TEUR 3.063. Die Abweichung zur Planung basieren im Wesentlichen aus einem erhöhten Einsatz von Personalleasing und einer im Vergleich zum Plan geringeren Produktivität. Das Betriebsergebnis (EBITDA) verschlechtere sich aufgrund von Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.731.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Gesamtumsatz in Höhe von TEUR 70.705 mit einem Betriebsergebnis (EBITDA) von TEUR 6.211 erwartet. Dies bedeutet eine Steigerung des Umsatzes mit EgoKiefer um 29%. Ein wesentlicher Drittmarktumsatz wurde für 2024 nicht mehr geplant. Für 2025 prognostizieren wir einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse ggü. 2024 aufgrund der stabileren geopolitischen und marktbeherrschenden Rahmenbedingungen. Wir erwarten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 72.505 und ein EBITDA in Höhe von TEUR 7.419.

IV. Chancen- und Risikobericht

Risiko- und Chancenmanagementsystem

Der international tätigen WERTBAU GMBH bietet sich in unserem Geschäftsfeld eine Vielzahl von Chancen, deren Wahrnehmung untrennbar mit der Übernahme von Risiken verbunden ist.

Ziel unseres Risikomanagements ist die frühzeitige Erfassung und Bewertung entwicklungsbeeinträchtigender Risiken, um Proaktiv-Maßnahmen ergreifen zu können. Unsere Risiko-Management-Methoden basieren im Wesentlichen auf der Verfolgung von Frühindikatoren der Branchen und Entwicklung auf den relevanten Rohstoffmärkten. Unser Controlling liefert in Form von Soll-Ist Analysen die Grundlagen dafür.

Absatz und Umsatzrisiken werden durch den gezielten Ausbau bestehender Produktsegmente reduziert. Ein stringentes Kostenmanagement sowie Produktinnovationen, Prozessverbesserungen und Qualitätssicherungsmaßnahmen tragen mit dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der WERTBAU GMBH abzusichern und weiter zu verbessern.

Gesamtwirtschaftliche Risiken | Branchenrisiken

Die Marktentwicklung bzw. die Wettbewerbssituation in der Bauwirtschaft in der Schweiz und damit auch im Markt für Fenster und Türen stellt ein bedeutsames Einzelrisiko für die WERTBAU GMBH dar.

Um die weitere Branchenentwicklung zuverlässig vorhersehen und uns frühzeitig darauf einstellen zu können, betreiben wir gemeinsam mit der EgoKiefer AG, Schweiz, systematische Marktbeobachtung und nehmen Wettbewerbsanalysen vor.

Insbesondere die seit 2022 anhaltend hohen Zinsen für Hypothekendarlehen in der Schweiz (Bandbreite 2-3 % für Laufzeit 10 Jahre) wirken sich im Neugeschäft negativ aus. Nach einem Rückgang im Schweizer Wohnungsbau 2023 um 4,9 % lässt die aktuelle Entwicklung im Jahr 2024 eine moderate Zunahme erwarten. Eine deutliche Belastung ist die weiterhin hohe Inflationsrate für die Baukonjunktur. So meldete Statistische Bundesamt für 2023 eine durchschnittliche Inflationsrate in der Schweiz von 2,3 % mit aktuell rückläufiger Tendenz, die die Konsum- und Baukonjunktur durch sinkende Kaufkraft und hohen Finanzierungskosten weiterhin belasten wird.

Umsatzrisiko

Aufgrund unseres Anspruchs als Premium-Markenhersteller müssen wir dem Qualitätsanspruch unserer Kunden stets gerecht werden, um weiterhin unsere Preise am Markt durchsetzen zu können. Mangelnde Qualität unserer Produkte könnte unsere Marktstellung dauerhaft gefährden und zu Gewährleistungsansprüchen führen.

Wir legen außerdem den Fokus auf die pünktliche und vollständige Anlieferung unserer Produkte bei unseren Kunden. Durch die sich entspannende Situation in den Beschaffungsmärkten und aktuell niedrigeren Auftragseingängen können wir unsere Kunden mit branchenüblichen Lieferzeiten bedienen. Durch die gezielte Auftragssteuerung wirken wir diesen Risiken entgegen.

Beschaffungsrisiken

Bei der Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen können sich Risiken in Form von Lieferengpässen und/oder Preissteigerungen ergeben.

Risiken aufgrund von Lieferengpässen haben sich bisher nicht ergeben, da die WERTBAU GMBH im Konzernverbund auf ein gut ausgebautes Lieferantennetzwerk zurückgreifen kann.

Gegenüber dem Vorjahr stellen wir auf der Beschaffungsseite weiter sinkende Preise bei Rohstoffen, Zulieferprodukten und Energieträgern fest, jedoch liegen die Preise teilweise immer noch deutlich über dem mehrjährigen Preisniveau. Weitere Risiken durch den Krieg in der Ukraine u. a. auf die Energiepreise sind nicht auszuschließen. Innerhalb der Finestra-Gruppe arbeiten wird an einer optimierten Lagerhaltung und dem strategischen Aufbau eines Sicherheitsbestandes für wichtige Zulieferprodukte. Wir haben die Entwicklung der relevanten Märkte gemeinsam mit der Dovista A/S stets im Blick.

Produktionsrisiken

Allgemeinen Produktionsrisiken wird insbesondere durch hohe technische Sicherheitsstandards entgegengewirkt. Wir haben eine hohe Anlagenverfügbarkeit aufgrund vorbeugender Instandhaltungsmaßnahmen und kontinuierlicher Kontrollen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Finanzierung der Wertbau GmbH erfolgt durch die Dovista- bzw. VKR-Gruppe. Seit 2022 ist die Wertbau GmbH in das Cash Pooling des VKR-Konzerns eingebunden. Daneben bestehen Darlehen der Dovista-Gruppe.

Währungsrisiken ist die Wertbau GmbH nur im geringen Umfang ausgesetzt, da wir überwiegend im Euroraum tätig ist bzw. in Euro fakturiert.

Digitaltochter webcom Management Holding GmbH

Mit der Ende 2020 neu akquirierten Digitaltochter webcom Management Holding GmbH und der zugehörigen Online-Plattform bew24-fenster.de für den Vertrieb von Fenstern, Türen und Bauelementen sichern wir uns weiteres Knowhow in den Bereichen Digitalisierung, Softwareentwicklung und E-Commerce sowie ein etabliertes, in den letzten Jahren stark wachsendes, profitables Geschäftsmodell mit einem erfahrenen Team.

Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation

Mehrere weltwirtschaftliche Einflussfaktoren, insbesondere der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, belasten die Aussichten für ein Wirtschaftswachstum. Gemäß dem Statistischen Bundesamt betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Schweiz Mrd. CHF 795,3. Dies entspricht einem moderaten Wachstum von 1,8 %. Für 2024 wird ein stärkeres Wachstum auf Mrd. CHF 818,4 (+2,9 % ggü. VJ) erwartet.

Der Höhepunkt der Inflationswelle dürfte mittlerweile erreicht sein. Insbesondere ist von den Energiepreisen kein weiterer Schub mehr zu erwarten, da diese seit ihren Höchstständen im Sommer 2022 spürbar gesunken sind. Die Gesamtinflationsrate ist durch die sinkenden Energiepreise im Jahr 2023 auf 2,3 % (Vorjahr 2,7%) zurückgegangen und liegt aktuell (Stand Juni 2024) bei 1,3 %.

Durch die Integration in den DOVISTA-Konzern sieht die Geschäftsleitung weitere Chancen für die WERTBAU GMBH, insbesondere durch die finanzielle Sicherheit für die Gesellschaft, Nutzung von Synergien zur Optimierung der Kosten-Nutzen-Struktur sowie den gestiegenen Marktanteil in Deutschland. Im Bereich der Beschaffung könnten sich aus der Zusammenarbeit in der DOVISTA-Gruppe Synergie- Effekte ergeben, welche sich auf die weitere Entwicklung der WERTBAU GMBH positiv auswirken können.

Die Risikolage der Gesellschaft schätzen wir in Anbetracht der beschriebenen Risiken als insgesamt moderat ein.

 

Langenwetzendorf, den 01.10.2024

Adnan Cuk, Geschäftsführer

Dr. Frank Fleissner, Geschäftsführer

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