Enztalbank e.G.Liquidiert
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Enztalbank eGVahingen an der EnzJahresabschluss zum 31. Dezember 2012Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012I. Geschäftsverlauf 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften Die Staatsschuldenkrise im Euroraum und die verhaltene Weltkonjunktur dämpften in 2012 das Wirtschaftswachstum in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt nahm preisbereinigt um überschaubare 0,7 % (Vorjahr: 3,0 %) zu. Während die Wirtschaftsleistung zu Beginn des Jahres noch deutlich zulegte, ließen die Antriebskräfte zum Jahresende hin spürbar nach. Trotz schwächerer Gangart der Weltwirtschaft leistete der Außenhandel den größten Beitrag zum Anstieg des Bruttoinlandsproduktes. Die Wachstumsbeiträge der einzelnen Bereiche stellten sich in %-Punkten wie folgt dar:
Während von den Investitionen somit insgesamt keine Wachstumsimpulse ausgingen, trugen die Konsumausgaben wie in den Vorjahren erneut zum Wachstum bei. Die Sparquote bildete sich in 2012 auf ungefähr 10,3 % zurück (Vorjahr: 11,0 %). Die Verbraucherpreise sind im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr um 2,0 % gestiegen (Teuerungsrate im Vorjahr 2,1 %). Zu den Preistreibern zählten insbesondere Energieprodukte (+ 5,7 %) und Nahrungsmittel (+ 3,4 %). Der positive Trend am Arbeitsmarkt setzt sich in 2012 abgeschwächt fort. Die Arbeitslosenzahl ist im Jahresdurchschnitt auf 2,89 Mio. Vorjahr (2,98 Mio.) gesunken. Die Erwerbslosenquote nahm auf 6,8 % (Vorjahr: 7,1 %) ab. Die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland stieg auf ca. 41,6 Mio. Personen (Vorjahr: 41,1 Mio. Personen). Die Lage der öffentlichen Haushalte hat sich weiter entspannt; der Finanzierungsüberschuss betrug ca. 4 Mrd. Euro. In Bezug auf das nominale Bruttoinlandsprodukt entspricht dies einer positiven Quote von 0,2 %. Der "Mastricht-Referenzwert" von 3,0 % wurde damit - wie im Vorjahr - eingehalten. Hinsichtlich der einzelnen Gebietskörperschaften stellt sich die Entwicklung unterschiedlich dar: Während Bund und Länder in ihrer Gesamteinheit ein Haushaltsdefizit hinnehmen mussten, war bei den Sozialversicherungen und Gemeinden ein Budgetüberschuss zu verzeichnen. Die europäische Staatsschuldenkrise blieb akut. Neben Griechenland spielten dabei insbesondere Italien und Spanien eine herausragende Rolle. Für Griechenland wurde im März 2012 ein zweites Hilfspaket in Höhe von 130 Mrd. Euro sowie die Umschuldung privat gehaltener griechischer Staatsschulden beschlossen. In Folge der Furcht vor einer ungebremsten Eskalation der Euro-Staatsschuldenkrise verstärkte die EZB in 2012 ihre expansive Geldpolitik. Sie reagierte mit einer Reduzierung des Leitzins auf das neue Allzeittief von 0,75 % und der Zins für Übernachteinlagen europäischer Geschäftsbanken sank erstmals auf 0 %. Ihr klares Bekenntnis zum Erhalt des Euros unterstrich sie auch mit dem limitlosen Ankaufprogramm für kurzlaufende Staatsanleihen. Bedingung für diese Anleihekäufe ist, dass die jeweiligen Staaten zuvor ein Hilfsprogramm bezüglich der Rettungsschirme EFSF oder ESM vereinbaren und die dazu gemachten Auflagen der Rettungsprogramme eingehalten werden. Die US-Notenbank setzte ihren expansiven geldpolitischen Kurs ebenfalls fort. Der Zielsatz für den US-amerikanischen Tagesgeldsatz blieb in einem Korridor zwischen 0 % und 0,25 %. Durch ihr drittes Anleihekaufprogramm für hypothekenbesicherte Wertpapiere soll die Konjunktur stimuliert und damit die Lage am Arbeitsmarkt verbessert werden. Ihre Zielgrößen sind kleiner 6,5 % für die Arbeitslosenquote und kleiner 2,5 % für die Inflationsrate. Die hohe Verunsicherung durch die Euroschuldenkrise hat in 2012 erneut zu einer hohen Nachfrage nach Bundesanleihen geführt. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen sank binnen Jahresfrist um weitere 0,52 %-Punkte auf 1,31 % zum Jahresultimo. Das vergangene Jahr war eine turbulente Zeit für den Euro. Im Zuge der europäischen Staatsschuldenkrise entwickelte sich im Jahresverlauf ein stetiges auf und ab des Euro in Relation zum US-Dollar. Die Gemeinschaftswährung beendete das Jahr mit einem Euro-Dollar-Kurs von 1,32 US-Dollar (Vorjahr: 1,29 US-Dollar). Auch für die DAX-Aktionäre hielt das Jahr 2012 viel Licht und Schatten bereit. Auf starke Schwankungen im ersten Halbjahr folgte ein wahres Kursfeuerwerk in der zweiten Jahreshälfte. Insgesamt realisierte der deutsche Leitindex einen Jahresgewinn von 29 % und beendete das Handelsjahr mit 7.612 Punkten (Vorjahr: 5.898). Vor diesem wirtschaftlichen Hintergrund war das Jahr 2012 trotz der anhaltend hohen Herausforderungen und Risiken für die deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken ein stabiles Jahr; gemessen an ihrer Größe hat wohl keine andere Bankengruppe so profitabel gewirtschaftet wie die deutschen Volks- und Raiffeisenbanken. Allerdings gründet der in absoluten Beträgen gestiegene Jahresüberschuss allein auf einem erneut stabilen Wachstum. Die Bilanzsumme aller Volks- und Raiffeisenbanken erhöhte sich in den vergangenen 12 Monaten um nahezu 21 Mrd. Euro (+ 2,9 %) auf insgesamt 750 Mrd. Euro. Das Kreditvolumen wuchs um rund 18 Mrd. Euro (+ 4,4 %) auf insgesamt 443 Mrd. Euro. Das Gesamtvolumen der Einlagen von Nichtbanken - einschließlich der Inhaberschuldverschreibungen - wuchs um 14 Mrd. Euro (+ 2,6 %) auf 558 Mrd. Euro. In der Gruppe mit den Zentralbanken, den genossenschaftlichen Hypothekenbanken und der Bausparkasse Schwäbisch Hall erreichte die aggregierte Bilanzsumme 1.297 Mrd. Euro (Vorjahr: 1.266 Mrd. Euro). Die Fusionstätigkeit unter den Volksbanken und Raiffeisenbanken blieb gegenüber den Vorjahren annähernd konstant. Im Laufe des letzten Jahres haben 20 (Vorjahr: 17) Institute mit anderen Genossenschaftsbanken fusioniert. Ende Dezember 2012 gab es noch 1.101 Volksbanken und Raiffeisenbanken. Die Zahl der Bankstellen reduzierte sich um 139 und beläuft sich zum Jahresultimo auf 13.211 (Vorjahr: 13.350). Wir erwarten eine beschleunigte Fortsetzung des Fusionsprozesses. Im Rahmen des weiterhin erforderlichen Kostensenkungsprozesses sehen wir auch anhaltende Veränderungen in der Geschäftsstellenstruktur. 2. Entwicklung der Enztalbank eG Ertragsseitig ist die Entwicklung der Enztalbank eG im zurückliegenden Geschäftsjahr erneut von Stabilität und Kontinuität gekennzeichnet gewesen. Wachstumsseitig war die Entwicklung eher verhalten. Ausweislich der Verbundbilanz zum 31.12.2012 beträgt das betreute Kundenvolumen 437 Mio. Euro (Vorjahr: 432 Mio. EUR). Der Ausbau des betreuten Kundenvolumens lag unter dem Durchschnittswert der Volks- und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg und konnte damit nicht voll befriedigen.
*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.
Der Bestand bilanzieller Kundenforderungen erhöhte sich um 4,8 %. Die Avalverpflichtungen betragen 13,7 Mio. EUR (Vorjahr: 17,7 Mio. EUR). In den Avalen sind hauptsächlich Fremdwährungskredite - nahezu ausnahmslos in Schweizer Franken - enthalten. Der Rückgang resultiert aus Rückzahlungen dieser Fremdwährungskredite, welche in EUR-Buchforderungen umgeschichtet wurden. Der Zuwachs bei den bilanziellen Buchforderungen in 2012 entfiel zu 2/3 auf das Firmenkunden- und zu 1/3 auf das Privatkundengeschäft. Entgegen der bilanziellen Entwicklungen war das außerbilanzielle Kundenkreditgeschäft mit 4,7 % rückläufig. Steigerungen bei den Bauspardarlehen standen Rückgänge bei den an die genossenschaftlichen Hypothekenbanken vermittelten Immobilienkrediten gegenüber. Der Bestand der an die Teambank ("easy credit") vermittelten Konsumdarlehen wuchs um 5,1 % an. Insgesamt erhöhte sich das betreute Kundenkreditvolumen um + 0,8 % (Vorjahr: 4,5 %). Der Anteil des an den Verbund (außerbilanziell) vermittelten Kundenkreditvolumens beträgt 13,7 % des gesamten betreuten Kundenkreditvolumens (Vorjahr: 14,5 %). Im Vergleich zum Verbandswert Baden-Württemberg mit 10,8 % stellt dies einen nach wie vor über dem Durchschnitt liegenden Anteil dar. Die Position "Forderungen an Kreditinstitute" halbierte sich nahezu auf 16,1 Mio. EUR. Der Rückgang der Position "Forderungen an Kreditinstitute" erfolgte überwiegend zugunsten der Position "Forderungen an Kunden". Die "Wertpapieranlagen" wurden von 55,7 Mio. EUR auf 60,4 Mio. EUR ebenfalls ausgebaut. Die Portfolioausrichtung der Eigenanlagen orientiert sich an der strukturellen Bestandssituation des Kundengeschäftes. Die Umschichtungen auf der Aktivseite zugunsten den Positionen "Forderungen an Kunden" und "Wertpapieranlagen" gehen mit einer vertretbaren Ausweitung der Fristentransformation einher.
Neben einer untergeordneten Position aus Zinsverpflichtungen (TEUR 2) beinhaltet die Gesamtposition der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausschließlich zweckgebundene öffentliche Förderkredite. Kundenseitig initiierte zinsbedingte Umschichtungen in bankeigene Kundenforderungen führten zu einem Rückgang dieser Position um 34,1 %. Die bilanziellen Kundengelder erhöhten sich um 1,9 % (Vergleichswert Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband: + 2,6 %). Der Refinanzierungsbedarf im zurückliegenden Geschäftsjahr wurde nur anteilig durch das Kundengeschäft gedeckt. Die weitere Finanzierung erfolgte durch den Abbau der Forderungen an Kreditinstitute. Die Liquiditätspräferenz stand bei unseren Kunden auch 2012 im Vordergrund. Der Bestand an Geldmarktkonten stieg auf 74 Mio. EUR (Vorjahr: 64 Mio. EUR) an; ihr Anteil an den Gesamteinlagen beträgt jetzt knapp 41 % (Vorjahr: 36 %). Daneben erfuhren die Spareinlagen mit Kündigungsmöglichkeit einen beachtlichen Anstieg auf knapp 60 Mio. EUR. Die Umbrüche im Kundeneinlagebestand gingen insbesondere zu Lasten der längerfristigen Sparbriefe. Die Sichteinlagen aus Girokonten verhielten sich stabil; sie legten auf Jahressicht um 2 Mio. EUR auf 36 Mio. EUR zu. Alles in allem ist die Einlagenstruktur weiterhin günstig. Die gesamte Kundenrefinanzierungsquote beläuft sich auf 84,4 % (Vorjahr: 81,3 %), und liegt über dem Durchschnitt der Baden-Württembergischen Kreditgenossenschaften mit ca. 76 % der Bilanzsumme; unsere Kundenrefinanzierungsquote bewerten wir mit gut. Die Einlagen sind breit gestreut. Der Bestand an bilanzunwirksamen Kundengeldern legte in 2012 um maßvolle 0,4 % zu. Der Gesamtbestand beträgt 78,8 Mio. EUR (Vorjahr: 78,4 Mio. EUR). Zuwächsen bei den Bauspareinlagen und den Rückkaufwerten in Lebensversicherungen stand ein Bestandrückgang bei den Wertpapieren gegenüber. Dies spiegelt die hohe Sicherheitsorientierung unserer Kunden wider. Der außerbilanzielle Anteil am gesamten betreuten Kundenanlagevolumen von 261,1 Mio. EUR reduzierte sich dadurch auf 30,2 % (Vorjahr: 30,5 %). Der relative Anteil liegt erkennbar unter dem Vergleichswert aller Baden-Württembergischen Genossenschaftsbanken mit 40,9 %.
Der Provisionsüberschuss erfuhr einen Rückgang auf TEUR 1.271 (Vorjahr: TEUR 1.375) und war damit nicht vollständig zufriedenstellend. Das Ergebnis saldiert sich aus Provisionseinnahmen von TEUR 1.669 (Vorjahr: TEUR 1.707) und Provisionsaufwendungen von TEUR 398 (Vorjahr: TEUR 332). Der Provisionsaufwand umfasst an die Bausparkasse Schwäbisch Hall geleistete Provisionen, für die im Rahmen des Baufinanzierungsgeschäftes in die Bank integrierten Außendienstmitarbeiter der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Die hierfür geleisteten Aufwendungen lagen mit TEUR 192 erheblich über dem Vorjahr (TEUR 125) und waren für den Rückgang des Provisionsüberschusses in erheblichem Maße bedeutend. Nahezu konstante Erträge aus dem Wertpapiervermittlungsgeschäft und aus dem Zahlungsverkehr wurden durch positive Ertragsentwicklungen der Bereiche Bausparen und Immobilienvermittlung ergänzt. Die Einnahmen aus dem Versicherungsvermittlungs- und Kreditvermittlungsgeschäft waren hingegen etwas rückläufig. Der Anteil des Provisionsüberschusses am Rohüberschuss war mit 18 % gegenüber dem Vorjahr (19 %) ebenfalls rückläufig. Gleichwohl entspricht der Relativwert von 0,56 % (Vorjahr: 0,60 %), bezogen auf die durchschnittliche Bilanzsumme ungefähr dem Wert vergleichbarer genossenschaftlicher Kreditinstitute in Baden-Württemberg (0,55 %). Investitionen Die Gesamtinvestitionen im Bereich der Sachanlagen und der immateriellen Anlagewerte beliefen sich auf TEUR 385. Dabei bildete die komplette Modernisierung der Innenausstattung unserer Geschäftsstelle Sersheim mit hierfür getätigten Investitionen von T€ 160 in 2012 den Investitionsschwerpunkt. Der Abschluss dieser Maßnahme erfolgt im Frühjahr 2013. Das dafür vorgesehene Gesamtinvestitionsbudget von T€ 213 wird nach aktuellem Sachstand eingehalten. Daneben wurden im Rahmen von Ersatzbeschaffungen in den Fuhrpark TEUR 142 investiert; ferner erfolgten - wie in den Vorjahren - Erneuerungen von Geldausgabeautomaten und weitere Investitionen in das EDV-System. Hinsichtlich unserer Geschäftsausstattungen präsentieren wir uns sowohl optisch als auch technisch auf der Höhe der Zeit. Personal- und Sozialbereich Die Zahl der Mitarbeiter nach Vollzeitbeschäftigten betrug 2012 im Jahresdurchschnitt 42,0 Personen gegenüber 42,2 Personen im Vorjahr. Der immer noch geringfügig über der Norm liegende Soll-Personal-Stand ist bedingt durch die hohe Anzahl an Filialen unseres Hauses und entspricht unserer Größe und aktuellen Struktur. Im Jahresdurchschnitt beschäftigen wir - unter Einrechung der Teilzeitbeschäftigten - insgesamt 52 Mitarbeiter; darunter waren 7 Auszubildende. Die Ausbildungsquote beträgt 13 %. Die Aus- und Weiterbildung nimmt für uns nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert ein. Sie erfolgt aufgabenorientiert durch regelmäßige interne Schulungsveranstaltungen sowie unter Hinzuziehung des Bildungsangebotes der Akademie des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes e. V. und der Akademie Deutscher Genossenschaften in Montabaur. Neben der permanenten Weiterqualifikation der zweiten Führungsebene stand in 2012 die Förderung und Fortbildung unserer Privatkundenberater im Zentrum. Wir haben unsere Privatkundenberater auf der Grundlage unseres Marktbearbeitungskonzeptes geschult, um konsequent den aktuellen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. Die Ziele und Schwerpunkte sind die Verbesserung/Standardisierung unserer Beratungsleistungen damit wir auf allen Geschäftsstellen eine gleichhochwertige Beratungsqualität unter Einsatz unseres EDV-Systems agree-Bankarbeitsplatz "Beratung + Verkauf" anbieten können. Die Projektschritte gliederten sich wie folgt: - Gestaltung eines einheitlichen Beratungsablaufes - Integration des neuen Beratungsprozesses in unser Banksystem - Technik- und Verkaufstrainings sowie Training on the Job und Erfahrungsaustausch Für die Aus- und Weiterbildungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr für externe Schulungen gut 200 Tage aufgewendet. Die Kosten hierfür beliefen sich in 2012 auf TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 67); diese Investitionen belegen eindrucksvoll unser Bestreben hinsichtlich einer konsequenten Qualitätssicherung und eines Ausbaus des Qualitätslevels der gesamten Belegschaft. Der Umfang hausinterner Schulungstage bemisst sich insgesamt auf etwas über 50 Tage. Darüber hinaus wurden 176 Web-Based-Trainings (WBT) von Mitarbeitern aus nahezu allen Bereichen -vorwiegend in Verbindung mit der Akademie des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes- absolviert. Für die innerbetriebliche Kommunikation im Rahmen eines fest installierten Besprechungsmanagements wurden für bereichsinterne und -übergreifende Besprechungen ca. 180 Tage beansprucht. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Solche Vorgänge sind in 2012 nicht eingetreten. II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Enztalbank eG 1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement Unsere Unternehmenskonzeption zielt darauf ab, für unsere Mitglieder und Kunden ein "starker und aktiver Partner in der Region" zu sein. Im Rahmen einer langfristigen Unternehmensplanung haben wir hierzu Grundstrategien entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder und Kunden in allen Finanzierungs- und Vermögensanlagefragen sicherstellt. Mit Hilfe von Kennzahlen- und Limitsystemen sowie strategischen Zielwerten planen und steuern wir die Entwicklungen unseres Institutes. Planung und Steuerung der Risiken erfolgen auf Basis der Risikotragfähigkeit der Bank. Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von großer Wichtigkeit. Die Wahrnehmung dieser zentralen Aufgabe obliegt in unserem Hause dem Gesamtvorstand. Die zuständigen Bereichseinheiten berichten direkt an den Vorstand. Unser seit Jahren bewährtes, schwerpunktmäßig G+V-orientiertes Controlling-System ermöglicht uns, Planabweichungen zeitnah und punktgenau festzustellen. Primär im Rahmen der Vorsteuerung haben wir unsere klassischen Steuerungsansätze um barwertige Elemente und Betrachtungsweisen ergänzt. Die strategische Ausrichtung unseres Hauses ist im Dokument "Leitbild-Vision-Strategie 2015 der Enztalbank eG" fixiert. Im Rahmen unserer strategischen Steuerung führen wir alle 5 Jahre einen vollumfänglichen Strategieprozess durch, bei welchem wir unsere Ziele und Maßnahmen in einer Gesamtbetrachtung an veränderte Rahmenbedingungen ausrichten. Eine jährliche Strategieüberprüfung erfolgt dahingehend, ob unsere strategische Ausrichtung auf Basis aktueller Entwicklungen weiterverfolgt werden kann. Letztmalig ist dies im Oktober 2012 im Rahmen eines 2-tägigen Strategieworkshops -durch den Vorstand unter Einbindung der erweiterten Geschäftsleitung- erfolgt. Die Dokumentation unseres gesamten Strategieprozesses erfolgt im Strategiehandbuch der Enztalbank eG. Derzeit werden die bis dahin noch im "Handbuch der Unternehmenssteuerung" dokumentierten Geschäfts- und Risikostrategien in das Strategiehandbuch eingebunden und damit einheitlich zusammengefasst. Die Gesamtheit unseres Steuerungsinstrumentariums mit Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und der Tätigkeit unserer funktionsfähigen, internen Revision, stellen die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen und eine ordnungsgemäße Geschäftsabwicklung sicher. Im Management von Risiken klassifizieren wir diese nach folgenden Kategorien: • Adressausfallrisiken • Marktpreisrisiken • Liquiditätsrisiken • Operationelle Risiken (Betriebs- und Rechtsrisiken) Dieser Differenzierung folgt auch die Struktur dieses Berichtes: Unter den vorstehenden Risiken stellen das Adressausfallrisiko und das Zinsänderungsrisiko im Bereich der Marktpreisrisiken die Schwerpunkte dar. Das Adressausfallrisiko wird aufsichtsrechtlich durch die Solvabilitätsverordnung und die Großkreditvorschriften quantitativ und durch die Mindestanforderungen an das Risikomanagement für den Bereich des Kreditgeschäftes qualitativ begrenzt. Darüber hinaus haben wir Instrumente entwickelt, die der risikoorientierten Kreditbeurteilung dienen. Für das Privatkundengeschäft wird das VR-Rating "Privatkunden", differenziert nach Verhaltens- und Antragsrating, angewandt. Im Firmenkundengeschäft setzen wir - neben der maschinellen Bilanzanalyse - ein ebenfalls IT-gestütztes Rating ein, das mit Hilfe von Bonitätsmerkmalen die Firmen in Risikoklassen einteilt, wodurch ungünstige Entwicklungen im Kreditportfolio erkannt werden können. Die Portfolioanalysen bezüglich Branchen und Größen ergeben eine breite Streuung der Adressen und somit keine Klumpenrisiken. Die Kreditrisikokontrolle nach den Grundsätzen und Leitlinien für die Kreditpolitik des Vorstandes ist in der Marktfolge Aktiv angesiedelt. Im Portfolio der eigenen Wertpapiere beschränkt sich die Bank bei Käufen auf Ratingstufen guter Bonitäten innerhalb des Investment-Grades. Das Volumen der gewichteten Aktiva nach der Solvabilitätsverordnung beläuft sich zum 31.12.2012 auf 126,3 Mio. EUR (Vorjahr: 122,6 Mio. EUR). In Bezug auf unsere anrechenbaren Eigenmittel ergibt sich per Jahresultimo eine Gesamtkennziffer nach Solvabilitätsverordnung von 17,4 (Vorjahr: 16,9). Marktpreisrisiken bestehen in unserem Hause im Wesentlichen in Form des Zinsänderungsrisikos. Die Steuerung dieses Bereiches steht in unmittelbarer Verantwortung des Gesamtvorstandes. Die Datenaufbereitung erfolgt durch den Bereich Rechnungswesen/Controlling und ergänzend unter Einbindung der Abteilung Bankenberatung/Steuerung des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes. Entsprechend den Markterfordernissen und den Wünschen unserer Kunden ist es unumgänglich, Zinsänderungsrisiken im Kundengeschäft einzugehen. Die dominante Funktion des Treasury liegt in der Aussteuerung des Kundengeschäftes durch möglichst optimales Verbinden des Dispositionsgeschäftes mit der Struktur unseres Kundengeschäftes. Dabei findet die Erzielung von Zinsstrukturbeiträgen ebenso Berücksichtigung, wie die Einbettung in die Liquiditätssteuerung. Das Zinsbuch der Bank folgt einer grundsätzlich passiven Ausrichtung, um eine zu hohe Abhängigkeit vom Zutreffen der einer aktiven Strategie zugrundeliegenden Zinsprognose zu vermeiden. Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgt monatlich mittels dynamischer Zinselastizitätsbilanzen und Barwertanalyse incl. der jeweiligen aktuellen Cash-flow-Struktur. Im Rahmen der Erfa-Gruppenarbeit unseres Verbandes werden dazu ergänzend Vergleichswerte ähnlich strukturierter Kreditgenossenschaften erstellt. Das Liquiditätsrisiko wird durch die aufsichtsrechtlichen Vorgaben der Liquiditätsverordnung begrenzt. Im Geschäftsjahr war die Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben. Als Frühwarnindikator dient eine intern festgelegte Liquiditätskennzahl von 1,5. Dieser Wert soll nicht unterschritten werden. Unsere Geschäftspolitik im Kundengeschäft ist u. a. darauf ausgerichtet, herausgelegte bilanzielle Kundenkredite - außerhalb des Programmkreditgeschäfts - vollständig durch hereingenommene Kundenanlagen zu finanzieren. Die Anlage freier Mittel dient grundsätzlich zur Liquiditätsreservehaltung. Unser definierter Liquiditätspuffer soll eine Höhe von 33 Mio. Euro nicht unterschreiten. Als weiterer Reservepuffer steht der Liquiditätsverbund der Genossenschaftsorganisation zur Verfügung. Operationelle Risiken beurteilen wir grundsätzlich als wesentlich. Operationelle Risiken, die im Zusammenhang mit Adressenausfall- und Marktpreisrisiken auftreten, werden bei diesen Risikoarten erfasst. Wir ermitteln einen plausiblen Risikobetrag für operationelle Risiken auf Basis einer qualifizierten ex Ante Einschätzung des Risikos. Unsere internen Kontrollverfahren gewährleisten, dass wesentliche operationelle Risiken regelmäßig identifiziert und beurteilt werden. Aufgetretene operationelle Risiken zeichnen wir seit 2004 in einer Schadensfalldatenbank auf. Dem Betriebsrisiko begegnen wir mit laufenden Investitionen in neue IT-Systeme, über die von uns beauftragte Rechenzentrale (FIDUCIA AG), der Optimierung der Arbeitsabläufe sowie permanenten Weiterbildungsmaßnahmen. Dem Rechtsrisiko begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare. Bei Rechtsstreitigkeiten binden wir die Rechtsabteilung unseres Verbandes und teilweise externe Rechtsanwaltskanzleien rechtzeitig in die Abwicklung ein. Die hauseigene Innenrevision, die mit zwei Mitarbeiterinnen besetzt ist, prüft regelmäßig die Systeme und Verfahren sowie die wichtigsten Arbeitsabläufe und Entscheidungsprozesse. Dieser umfassende Steuerungsansatz erlaubt die frühzeitige Identifikation von Risiken und planungsabweichenden Entwicklungen, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage haben können. Dies gewährleistet eine frühzeitige Einleitung von entsprechenden Gegenmaßnahmen. 2. Vermögenslage Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Solvabilität gemäß § 10 KWG stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
*) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital). Durch eine beträchtliche Dotierung des "Fonds für allgemeine Bankrisiken" und Rücklagenzuführung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres hat sich das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital um 10,4 % erhöht. Die Eigenmittel betragen zum Bilanzstichtag 24,3 Mio. EUR und haben gegenüber dem Vorjahr um 6,5 % zugenommen. Die vom Bundesministerium der Finanzen vorgegebenen Anforderungen der Solvabilitätsverordnung über eine angemessene Eigenmittelausstattung wurden von uns im Geschäftsjahr 2012 stets gut eingehalten. Auch hinsichtlich der geplanten erhöhten Anforderungen bezüglich des regulatorischen Eigenkapitals (Basel III) sehen wir uns gerüstet. Der Anteil der Rücklagen, des Fonds für allgemeine Bankrisiken und der Vorsorgereserven am Eigenkapital wird sich durch das Ergebnis aus 2012 auf jetzt 84,4 % (Vorjahr: 83,6 %) weiter optimieren. Unsere strategische Ausrichtung widmet der Entwicklung unserer Eigenkapitalausstattung höchste Priorität. Kundenforderungen Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme hat sich auf 59,9 % (Vorjahr: 56,1 %) erhöht. Entsprechend der regionalen Wirtschaftsstruktur bilden das Baugewerbe und die sonstigen Dienstleistungen/freie Berufe mit 9 % bzw. 8 % sowie die Land- und Forstwirtschaft und der Groß- und Einzelhandel mit jeweils rund je 7 % die Branchen mit den höchsten Strukturanteilen am gesamten Kundenkreditvolumen. Innerhalb des gesamten Kundenkreditvolumens entfallen jeweils rund 50 % auf "Unternehmen und wirtschaftlich selbständige Privatpersonen" und auf "Wirtschaftlich Unselbständige" und sonstige Branchen/Personen. Die akuten Risiken im Kreditgeschäft sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen abgeschirmt. Die latenten Risiken sind durch stille Reserven der Bank in überdurchschnittlichem Maße abgedeckt. Wertpapieranlagen Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:
Unser Wertpapierbestand setzt sich nahezu vollständig aus fest- und variabelverzinslichen Wertpapieren zusammen. In den Wertpapieren sind keine Fremdwähungspositionen enthalten. Insgesamt hat sich der Wertpapierbestand auf 27,9 % (Vorjahr: 25,3 %) der Bilanzsumme erweitert. Die Jahresdurchschnittverzinsung hat sich minimal auf 3,73 % (Vorjahr: 3,69 %) erhöht. Ein anteiliges Nominalvolumen von 16,0 Mio. EUR ist dem Anlagevermögen zugeordnet; gleichwohl ist der gesamte Wertpapierbestand nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Über 99 % des Wertpapierbestandes verfügen über ein Rating im Investmentgrade-Bereich (88 % haben ein Rating von einfach "A" oder besser). Euro-Anleihen ausländischer Emittenten bestehen in einem Nominalvolumen von 20,1 Mio. EUR. Anleihen ausländischer öffentlicher Emittenten befinden sich nicht im Bestand. Künftige potenzielle Risiken aus Marktpreisveränderungen können nach unseren Berechnungen gut verkraftet werden. Derivatgeschäfte Im Wertpapierbestand befinden sich trennungspflichtige Credit Linked Notes (Sicherungsgeber) mit einem Volumen von 0,5 Mio. EUR. Zur Reduzierung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos besteht ein Festzinszahlerswap mit der DZ Bank im Umfang von 3,0 Mio. EUR. Zinsänderungsrisiko Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgt auf Basis der jeweils zu den Monatsenden erstellten "dynamischen Zinselastizitätsbilanz" und der "Barwertanalyse". Nach der Barwertanalyse zum 31.12.2012 ergibt sich im Szenario "plus 200 Basispunkte ad hoc" (Zinsschock: Basel II Kennziffer) eine negative Barwertveränderung in Höhe von 16,6 % (Vorjahr: 15,1 %), bezogen auf das haftende Eigenkapital. Der aufsichtsrechtlich benannte Indikator zur Begrenzung der Zinsänderungsrisiken gemäß Basel II von 20 % des Eigenkapitals wird von uns damit eingehalten. Die GuV-orientierte Betrachtung mittels der dynamischen "Zinselastizitätsbilanz" verdeutlicht, dass ausgehend von dem Szenario "konstantes Zinsniveau", beginnend in 2013, und verstärkt ab 2014, anhaltender Druck auf die Zinsspanne zu erwarten ist. Bei fallendem Zinsniveau zeigen sich dabei -erzeugt durch negative Wiederanlageeffekte- die größten Belastungen. Ein steigendes Zinsniveau wirkt dagegen begünstigend. Ein erforderliches Mindestzinsergebnis von 5,3 Mio. EUR wird im Jahr 2013 jedoch in allen prognostizierten Zinsszenarien erreicht. Währungsrisiko Währungsrisiken, herrührend aus dem für das Kundengeschäft gehaltenen Sortenbestand, sind von absolut untergeordneter Bedeutung. Die Risiken aus Fremdwährungskrediten im Kundengeschäft sind hinsichtlich derer Bonitäten und der bestehenden Limitierungen beherrschbar. Sonstige Risiken Wie jedes Unternehmen muß auch unsere Bank sogenannten operationellen Risiken begegnen. Diese können beispielsweise durch System- und Kommunikationsfehler, technische Fehler bei Buchungen, Fehler durch Mitarbeiter, Rechtsrisiken etc. entstehen. Um diese Risiken möglichst gering zu halten, sind wir bemüht, den Qualifikationsstandard unserer Mitarbeiter ständig zu verbessern sowie die Organisationsstruktur und die Arbeitsabläufe permanent zu optimieren. Wesentliche wirtschaftliche Belastungen - hervorgerufen durch operationelle Risiken - sind 2012 nicht eingetreten. Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR Unsere Bank ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. 3. Finanz- und Liquiditätslage Die Zahlungsbereitschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Die Kennziffer gemäß Liquiditätsverordnung wurde im Berichtszeitraum stets deutlich eingehalten. Da unsere Refinanzierung auf eine Vielzahl kleinteiliger Kundeneinlagen gründet, rechnen wir auch in Zukunft mit keiner wesentlichen Beeinträchtigung der Zahlungsfähigkeit unserer Bank. 4. Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16 Das auskömmliche Ertragsniveau der beiden Vorjahre konnte die Enztalbank eG im Jahr 2012 behaupten. Der Zinsüberschuss konnte sowohl absolut (+ 4,5 %) als auch relativ (Zinsspanne: 2,58 %) ausgeweitet werden. Insbesondere ein gestiegener Gesamtkonditionsbeitrag aus dem Kundengeschäft, aber auch der moderat ausgebaute Strukturbeitrag trugen dazu bei. Primär ursächlich hierfür war die in 2012 durchgeführte Optimierung im Zinsbuch, wobei durch Rückzahlung (Umschuldung) von Förderdarlehen aus dem Kundengeschäft der Anteil des Eigengeschäftes am gesamten Geschäftsvolumen - mit positiver Auswirkung auf die Zinsspanne - reduziert wurde. Der Provisionsüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr etwas vermindert. Der relative Anteil - gemessen an der durchschnittlichen Bilanzsumme - war ebenfalls rückläufig. Durch die gestiegene Zinsspanne erhöhte sich jedoch der Gesamtrohertrag - ebenfalls bezogen auf die durchschnittliche Bilanzsumme - auf 3,13 % (Vorjahr: 3,09 %). Im Vergleich zur genossenschaftlichen Gruppe in Baden-Württemberg (2,84 %) stellen diese 3,13 % einen deutlich über dem Durchschnitt liegenden Wert dar. Die Personalaufwendungen stiegen insgesamt um 6 % an; bei Elimination außerordentlicher Faktoren erfuhren sie nur einen moderaten -vorwiegend tarifänderungsbedingten- Anstieg. Dagegen erhöhten sich die anderen Verwaltungsaufwendungen spürbar. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen durch die Investitionen in "Human-Resources" begründet. Die "planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen" stiegen ebenfalls moderat an. Der Verwaltungsaufwand insgesamt entwickelte sich somit ertragsbelastend und lag - auch bei relativer Betrachtung - über dem Durchschnitt der Kreditgenossenschaften gleicher Größe und ähnlicher Struktur im Verbandsgebiet Baden-Württemberg. Die Cost-Income-Ratio nahm von 65,3 % auf 66,7 % ab. Das Betriebsergebnis vor Bewertung reduzierte sich um 4,9 %. Das Bewertungsergebnis schloss negativ; lag aber im Rahmen unserer Planungen. Der Bewertungsaufwand aus dem Kreditgeschäft lag unterhalb des nach "VR-Control" prognostizierten erwarteten Verlustes, gleichwohl wurde für das Kundenkreditgeschäft in angemessenem Umfang Vorsorge getroffen; ferner erfolgte eine Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340 g HGB von TEUR 900. Im Bereich der Eigenanlagen war das Bewertungsergebnis nahezu ausgeglichen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sämtliche Überparipositionen aus den dem Anlagevermögen zugeordneten Wertpapieren auf 100 % abgeschrieben wurden. Insgesamt rechnen wir aus diesen Bereichen mit keinen außergewöhnlichen Einflüssen auf unsere Betriebsergebnisse 2013 und 2014. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erhöhte sich moderat um knapp 3 % auf TEUR 2.205. Wir bezeichnen die Ertragssituation im Geschäftsjahr 2012 mit gut. Der Jahresüberschuss ermöglicht eine Dividende von 6,25 % (incl. Jubiläumsbonus in Höhe von 1,25 %) auf die Geschäftsguthaben sowie eine angemessene Zuführung zu den Rücklagen. 5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage Aufgrund unserer risikobegrenzenden Geschäftspolitik beurteilen wir die Lage der Enztalbank dahingehend, dass es keine besonderen Risiken aus der aktuellen Bestandssituation gibt, die zu einer wesentlichen Beeinträchtigung unserer künftigen Entwicklung führen könnten. Gleichwohl ist uns die von einem starken Wettbewerb geprägte Gesamtsituation des Bankgewerbes mehr als bewusst. Wir erwarten einen anhaltenden Margendruck im Kundengeschäft. Weiter gehen wir davon aus, dass durch das politisch gewollte anhaltende Niedrigzinsniveau sich die Möglichkeit der Generierung von Zinsstrukturbeiträgen weiter einschränken wird. Unsere Marktstrategie ist darauf ausgerichtet, unsere Kunden in langfristige Kunden / Mitarbeiterbeziehungen einzubinden. Wir sind zuversichtlich, dem starken Wettbewerb innerhalb des Bankgewerbes, einhergehend mit anhaltendem Margendruck im Kundengeschäft, damit entgegenzuwirken. Mit einer hochqualifizierten Vertriebsmannschaft, die auf Basis von professionellen Instrumenten durch aktives Verhalten den Ansprüchen unserer Kunden gerecht wird, sollte es uns gelingen, auch in Zukunft ein auskömmliches Betriebsergebnis zu erwirtschaften. Nicht zuletzt aufgrund steigender regulatorischer Anforderungen und dem damit verbundenen höheren administrativen Aufwand beschäftigen wir uns intensiv mit Fusionsüberlegungen. Mittels Effizienzsteigerungen durch Hebung von Synergien könnte der vorhandene Kostendruck gemindert werden. III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Seit Jahresbeginn befinden wir uns in Fusionsverhandlungen mit der VR-Bank Stromberg-Neckar eG, Bönnigheim und der Volksbank Freiberg und Umgebung eG, Freiberg. Nach möglicher Verschmelzung könnte ein genossenschaftliches Kreditinstitut mit ca. 1,2 Mrd. EUR Bilanzsumme und einem unverzinslichen Eigenkapital von über 100 Mio. EUR entstehen. Als mögliches Fusionsdatum steht der 01.01.2014 im Raum. Einen positiven Verhandlungsfortgang vorausgesetzt, wird die Anzeige gemäß § 24 KWG zur Verschmelzungsabsicht Ende April 2013 erfolgen. IV. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) Die konjunkturelle Dynamik hat sich zum Ende des Jahres 2012 stärker abgeschwächt als ursprünglich erwartet. Die ausgeprägte Konjunkturschwäche im Euroraum hat die Investitionstätigkeit gedämpft. Im Jahr 2013 ist deshalb nur mit einem maßvollen preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandproduktes von unter 1 % zu rechnen. Durch unser klar auf das Kundengeschäft fokussiertes Geschäftsmodell stellen wir uns - dessen ungeachtet - auf ein weiterhin günstiges Marktumfeld ein. Bedingt durch unser branchenbezogen breit angelegtes Firmenkundengeschäft und dem für das Privatkundengeschäft förderlichen hohen Beschäftigungsstand in unserer Region, gehen wir davon aus, unsere angestrebten moderaten Wachstumsziele zu erreichen. Im Bereich der Verwaltungsaufwendungen planen wir, durch permanente Prozessoptimierungen, weitere - zumindest relative schrittweise Verbesserungen. Aufgrund im laufenden Geschäftsjahr geschlossener Altersteilzeitvereinbarungen werden die Personalaufwendungen 2013 eine spürbare Erhöhung erfahren. Wir erwarten, das geplante Wachstum im Rahmen von Produktivitätssteigerungen realisieren zu können. Für die Jahre 2013 und 2014 rechnen wir mit sinkenden Zinsspannen. Unseren Berechnungen zufolge wird das Zinsergebnis 2013 das erforderliche Mindestzinsergebnis übersteigen. Dem zunehmenden Zinsspannendruck in 2014 planen wir durch weitere Zinsbuchoptimierung entgegenzuwirken. Durch kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Kundengeschäfts zielt unser Bestreben vornehmlich darauf ab, aus diesem Geschäftsfeld stabile Konditionsbeiträge und Provisionsüberschüsse zu erzielen. Die Chancen für diesen Ausbau sehen wir primär bei unseren Bestandskunden. Wir unterstellen damit, sinkende Strukturerträge in Folge des Niedrigzinsumfeldes weitgehend kompensieren zu können. Nach unseren Planungen werden sich die Betriebsergebnisse gegenüber dem Niveau von 2012 geringfügig abschwächen. Trotz der nach wie vor gegebenen Unwägbarkeiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung an den globalen Finanzmärkten rechnen wir - unter Berücksichtigung der Anlagestruktur - in den nächsten Jahren mit keinen außergewöhnlichen Belastungen aus unseren Wertpapieranlagen. Dies vorausgesetzt, gehen wir davon aus, unsere Kapitalziele insgesamt zu erreichen und unser wirtschaftliches Eigenkapital nachhaltig stärken zu können. V. Zweigniederlassungen Zum 31.12.2012 unterhalten wir keine Zweigniederlassungen. Neben unserer Hauptstelle in der Vaihinger Straße 2, 71665 Vaihingen an der Enz unterhalten wir Zweigstellen in: Aurich, Richthofenstraße 15, 71665 Vaihingen an der Enz Dürrmenz, Hofstraße 1, 75417 Mühlacker Ensingen, Hauptstraße 7, 71665 Vaihingen an der Enz Großglattbach, Vaihinger Straße 19, 75417 Mühlacker Lomersheim, Illinger Straße 15, 75417 Mühlacker Mühlhausen, Wiesenstraße 2, 75417 Mühlacker Riet, Ludwigsburger Straße 14, 71665 Vaihingen an der Enz Roßwag, Manfred-Behr-Straße 17, 71665 Vaihingen an der Enz Sersheim, Sedanstraße 25, 74372 Sersheim Vaihingen, Franckstraße 2, 71665 Vaihingen an der Enz
Vaihingen, 29. März 2013 Enztalbank eG Der Vorstand Wolfgang Weidler Roland Frank Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 767.793,54 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 24.668,07 (Bilanzgewinn von EUR 792.461,61) - wie folgt zu verwenden:
Vaihingen, 29. März 2013 Enztalbank eG Der Vorstand Wolfgang Weidler Roland Frank Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung Die Vertreterversammlung vom 10.07.2013 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2012 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 767.793,54 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 24.668,07 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen. 1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2012Enztalbank eG, VaihingenAktivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012
3. Anhang für das Geschäftsjahr 2012A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank. Gemäß Art. 67 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) werden die (folgenden) im Jahresabschluss 2010 angewandten Übergangsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) (hier: Beibehaltungs- und Fortführungswahlrechte für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze) entsprechend der Rechtslage vor Inkrafttreten des BilMoG wie folgt fortgeführt: - Beibehaltung der steuerrechtlichen Abschreibungen (§ 279 Abs. 2 i. V. m. § 254 Satz 1 HGB a. F.) nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Die auf EUR lautenden Barreserven wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zinsanteilig aufgelöst. Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt. Für die latenten Kreditrisiken wurde unter Berücksichtigung der steuerlichen Richtlinien eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Es wurde der gesamte Wertpapierbestand wie Umlaufvermögen nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Die Finanzinstrumente des Zinsbuchs (einschließlich derivativer Steuerungsinstrumente der Aktiv/Passiv-Steuerung) wurden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierbei wurden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnung zum 31. Dezember 2012 war keine Rückstellung zu bilden. Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Strukturierte Finanzinstrumente, die aufgrund des eingebetteten Derivats im Vergleich zum Basisinstrument wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken oder Chancen aufweisen, wurden in ihre Komponenten zerlegt und einzeln nach den für diese geltenden Vorschriften bilanziert und bewertet. Dies betraf eine Schuldverschreibung, deren Tilgung zum Nennwert vom Nichteintritt eines Kreditereignisses von einer Referenzaktiva abhängt (Credit Linked Note). Der enthaltene Credit Default Swap wurde als außerbilanzielles Geschäft erfasst und unter der Position "Eventualverbindlichkeiten" ausgewiesen. Eine Drohverlustrückstellung war hierfür nicht zu bilden. Die Anschaffungskosten der getrennt bilanzierten Einzelkomponenten ergeben sich aus der Aufteilung der (gesamten) Anschaffungskosten des strukturierten Finanzinstruments im Verhältnis der beizulegenden Zeitwerte der Einzelkomponenten. Sofern der beizulegende Zeitwert des eingebetteten Derivats nicht separat ermittelt werden kann, ergibt sich der Wert des eingebetteten Derivats als Differenz aus dem beizulegenden Zeitwert des strukturierten Finanzinstruments insgesamt und dem beizulegenden Zeitwert des Basisinstruments. Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung der Sachanlagen und der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, zugrunde. Die Abschreibung für die in 2012 angeschafften Wirtschaftsgüter erfolgt linear. Erhöhte Absetzungen für Abnutzung und Abschreibungen gemäß § 6b EStG für vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt. Ab dem 1. Januar 2010 angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter wurden in voller Höhe als Aufwand erfasst bzw. abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 410 nicht überstiegen. Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit und dem niedrigeren Ausgabebetrag wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Unterschiedsbetrag wurde planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt. Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte - bis auf die abgezinsten Sparbriefe, die zum Ausgabebetrag zuzüglich anteilig abgegrenzter Zinsen bis zum Bilanzstichtag passiviert werden - zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Den Pensionsrückstellungen und den Rückstellungen für Altersteilzeitvereinbarungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Die Verpflichtungen sind mit dem Barwert bilanziert. Der bei der Abzinsung angewendete Zinssatz von 5,05 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 0,00 % und eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % zugrunde gelegt. Bei Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, haben wir die Verpflichtungen mit den ihnen zuzurechnenden Vermögensgegenständen verrechnet. Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 284.884 (Anschaffungskosten in Höhe von EUR 284.884) wurde mit Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von EUR 284.884 saldiert. Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen, die mit den von der Versicherung mitgeteilten Aktivierungswerten bewertet wurden. Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung der Verpflichtungen wurden mit laufenden Erträgen sowie Erfolgswirkungen aus Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens in Höhe von EUR 10.250 verrechnet. Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die erstmalige Einbuchung der Rückstellung mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgte mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode). Passive Steuerlatenzen bestanden nicht. Aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.). Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt. Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen. Entgegen früherer Praxis wurde bei Wertpapieren des Anlagevermögens, die über Pari erworben wurden, das Agio vollständig abgeschrieben. Hierdurch wurde ein um EUR 277.800 niedrigerer Jahresüberschuss ausgewiesen. C. Entwicklung des Anlagevermögens 2012(volle EUR)
D. Erläuterungen zur Bilanz In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 15.747.405 Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 3.727.689 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 8.618.600 fällig. In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Beteiligungsunternehmen sind:
In folgenden Posten sind enthalten:
In den Bilanzposten "Treuhandvermögen" und "Treuhandverbindlichkeiten" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten. Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 701.401 und Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von EUR 711.059 enthalten. In dem Posten sonstige Vermögensgegenstände ist als wesentlicher Einzelbetrag der Auszahlungsanspruch des Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 Abs. 5 KStG in Höhe von EUR 451.647 enthalten. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 167.702 (Vorjahr EUR 372.057) enthalten. In dem folgenden Posten sind Vermögensgegenstände für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:
In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 149.706 enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 15.021.213 Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" ist als wesentlicher Einzelbetrag einbehaltene Abgaben in Höhe von EUR 165.270 enthalten. Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 187.902 (Vorjahr EUR 396.090) enthalten. In den Schulden und den Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 15.191.672 enthalten. Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Die aktiven Steuerlatenzen beruhen auf Abweichungen zwischen handelsrechtlichem und steuerrechtlichem Wertansatz bei Forderungen an Kunden, Wertpapieren, Beteiligungen und Rückstellungen. Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich wie folgt entwickelt:
Die im Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten. Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen ausschließlich breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen werden. In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte (Nichthandelsbestand), die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge angegeben. Die Adressenrisiken sind als risikogewichtete KSA-Positionswerte entsprechend den Eigenkapitalvorschriften der Solvabilitätsverordnung angegeben. (Angaben in TEUR)
Darüber hinaus wurden einheitlich zu bilanzierende strukturierte Finanzinstrumente erworben. Sie beinhalten neben einem Basisinstrument, noch - eine Zinsobergrenzenvereinbarung (Cap) - eine Zinsuntergrenzenvereinbarung (Floor) - eine Sicherungsgeberposition in Credit Default Swaps Der Zinsswap dient als Sicherungsinstrument im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (Akiv / Passiv-Steuerung). Der beizulegende Zeitwert des Zinsswaps wurde anhand der aktuellen Zinsstrukturkurve am Bilanzstichtag nach der Barwertmethode ermittelt. Hierbei werden die Zahlungsströme (Cashflows) mit dem risiko- und laufzeitadäquaten Marktzins diskontiert. Der beizulegende Zeitwert des in der Credit Linked Note enthaltenen Kreditderivats (Credit Default Swaps) ergibt sich aus der Differenz zwischen Börsen- bzw. Marktpreis der Credit Linked Note und einer vergleichbaren Schuldverschreibung ohne Kreditderivat. Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Vermittlung von Immobilien, Bausparverträgen, Versicherungen, Krediten und Wertpapieren nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein. Im Zinsergebnis sind Aufwendungen in Höhe von EUR 3.676 (Vorjahr EUR 2.973) aus der Aufzinsung von Rückstellungen für den Sparbereich enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 27.148 (Vorjahr EUR 24.231) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 53.614 enthalten. Das Jahresergebnis wird nur unwesentlich dadurch beeinflusst, dass bei Vermögensgegenständen in Vorjahren Abschreibungen nach § 254 HGB a. F. aufgrund steuerlicher Vorschriften (§ 6b EStG) vorgenommen wurden. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. F. Sonstige Angaben Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 19.275. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands und früherer Organmitglieder sowie deren Hinterbliebenen wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31.12.2012 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 24.686. Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 642.101 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 503.958. Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen für Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 471.712. Die Zahl der 2012 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 7 Auszubildende beschäftigt. Mitgliederbewegung
Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten: Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Lauterbergstraße 1 76137 Karlsruhe Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf
Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf
Vaihingen, 28. Februar 2013 Enztalbank eG Der Vorstand Wolfgang Weidler Roland Frank Bestätigungsvermerk des PrüfungsverbandesWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Enztalbank eG, Vaihingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k und 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Karlsruhe, 10. Juni 2013 Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Moccia, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse und wichtige Angelegenheiten. Im Geschäftsjahr 2012 fanden insgesamt 6 Gesamtaufsichtsrats- und 5 Ausschusssitzungen statt. Aus den Sitzungen der Ausschüsse ist dem Gesamtaufsichtsrat berichtet worden. Der vorliegende Jahresabschluss 2012 mit Lagebericht wurde vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e. V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2012 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen. Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr die Herren Wolfgang Fessler und Hanshermann Keller aus dem Aufsichtsrat aus. Herr Keller ist wegen Erreichens der Altersgrenze nicht wieder wählbar. Die Wiederwahl von Herrn Fessler ist zulässig. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.
Vaihingen, 10. Juni 2013 Der Aufsichtsrat Hanshermann Keller, Vorsitzender |
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