Erbringung von allen anderen Unterrichtsdienstleistungen a. n. g.
HanseNet Telekommunikation GmbHLiquidiert
22297 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Alec Rampling seit 18.1.2011 | Geschäftsführer |
Bernhard Hanus seit 18.1.2011 | Geschäftsführer |
Thomas Alexander Heise seit 6.5.2010 | Geschäftsführer |
Stephanie Dr. jur. Schwedhelm seit 16.2.2010 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HanseNet Telekommunikation GmbHHamburgJahresabschluss zum 31. Dezember 2009BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der HanseNet Telekommunikation GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist ausgeführt, dass die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses bilanziell überschuldet ist. Der Fortbestand der Gesellschaft ist bis zur geplanten Verschmelzung von der finanziellen Unterstützung des Gesellschafters abhängig. Die Aufrechterhaltung bzw. Zurverfügungstellung des Finanzierungsrahmens, zwischen der Gesellschaft und dem Gesellschafter stellen die notwendige Bedingung für den Fortbestand der HanseNet Telekommunikation GmbH, Hamburg, dar.
Hamburg, 18. November 2010 Ernst
& Young GmbH
Klimmer, Wirtschaftsprüfer Röseler, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2009AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2009
Anhang für das Geschäftsjahr 2009Allgemeine HinweiseDer Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) und des deutschen GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB, wobei die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt wird. Mit Vertrag vom 3. Dezember 2009 wurden sämtliche Gesellschaftsanteile mit Wirkung zum 17. Februar 2010 an der HanseNet Telekommunikation GmbH durch die bisherige Gesellschafterin, die Telecom Italia Deutschland Holding GmbH, an die Telefónica Deutschland GmbH, München, veräußert. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Die Gesellschaft ist zum Datum der Aufstellung des Jahresabschlusses bilanziell überschuldet. Eine Überschuldung im Sinne des § 19 InsO liegt nach Auffassung der Geschäftsführung jedoch nicht vor, da die Geschäftsführung aufgrund einer Ertrags- und Finanzplanung von einer positiven Fortführungsprognose ausgeht. Bilanzierung und BewertungFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben (1 - 16,25 Jahre, lineare Methode). Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden über einen Zeitraum von 15 bzw. 16,25 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert (3 - 20 Jahre, lineare Methode). Geringwertige Wirtschaftsgüter werden grundsätzlich im Bedarfsfall im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Eine Ausnahme bildet Kundenequipment. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Für die Bemessung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern werden die Vorgaben der Telecom Italia S.p.A, Mailand/Italien, unter Berücksichtigung der amtlichen "AfA-Tabelle Fernmeldedienste" und die AfA-Tabelle für die allgemein verwendbaren Anlagegüter zugrunde gelegt. Die Herstellungskosten umfassen hierbei bei den selbsterstellten Anlagen die direkt zurechenbaren Kosten sowie auch anteilige Personalkosten. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Der angesetzte Wert der Rückdeckungsversicherung entspricht dem von der Versicherung ermittelten Aktivwert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigung, dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch die Bildung einer pauschalen Wertberichtigung Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden in steuerlich zulässiger Höhe ausgewiesen. Den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwerten gem. § 6 a EStG liegt unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ein Rechnungszinsfuß von 6 % zugrunde. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind der Höhe nach angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Für Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden im Bedarfsfall Höherbewertungen auf Grund gestiegener Stichtagskurse dem strengen Höchstwertprinzip vorgenommen. Für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, werden aktive Rechnungsabgrenzungsposten, bei Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, werden passive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten aus Verschmelzungen/Anwachsungen in den Jahren 1998 und 2000 entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte. Diese werden linear über Nutzungsdauern von 15 bzw. 16,25 Jahren abgeschrieben. Die Sachanlagen beinhalten im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen in Form von Netzwerktechnik und Kundenequipment. Die Beteiligung in Höhe von 25 % am Stammkapital der WEMACOM Telekommunikation GmbH, Schwerin ist am 18. Dezember 2009 veräußert worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Liquide Mittel Als Sicherheit für einen Avalkredit sind Festgelder in Höhe von TEUR 416 (Vj. TEUR 426) an ein Kreditinstitut verpfändet. Es handelt sich um Mietbürgschaften. Eigenkapital Die Anteile befanden sich bis zum 16. Februar 2010 zu 100 % im Besitz der Telecom Italia Deutschland Holding GmbH, Hamburg. Mit Wirkung zum 17. Februar 2010 wurden sämtliche Anteile an der Gesellschaft an die Telefónica Deutschland GmbH, München, veräußert. Die Kapitalrücklage resultiert in Höhe von TEUR 404.126 aus einer Rücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB und in Höhe von TEUR 90.761 aus einer Rücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2009 sowie für Vorjahre. Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 98.692 (Vj. TEUR 65.422), Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 7.067 (Vj. TEUR 6.800), Rückstellungen für Prozessrisiken in Höhe von TEUR 5.696 (Vj. TEUR 0) sowie Drohverlustrückstellungen für leerstehende Mieträume in Höhe von TEUR 3.620 (Vj. TEUR 0). Die Rückstellungen betreffen mit TEUR 14.479 (Vj. TEUR 19.251) Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind - genauso wie im Vorjahr - in branchenüblichem Umfang durch Eigentumsvorbehalt besichert und im Wesentlichen innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen TEUR 186.938 (Vj. TEUR 184.238) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern im Wesentlichen aus Darlehen und aufgelaufenen Zinsen. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 453.766 (Vj. TEUR 336.875) aus Konzernfinanzierungen sowie in Höhe von TEUR 28.134 (Vj. TEUR 19.970) aus Lieferungen und Leistungen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben Beträge in Höhe von TEUR 156.641 (Vj. TEUR 156.641) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 21.066 (Vj. TEUR 18.859) Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr und TEUR 13.352 (Vj. TEUR 15.537) Verpflichtungen mit einer Laufzeit von über 5 Jahren. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungen enthalten Nutzungsentgelte für zukünftige Perioden. Erläuterung zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Andere aktivierte Eigenleistungen Die Erträge aus den aktivierten Eigenleistungen resultieren aus aktivierten Personalkosten im Zusammenhang mit der Planung, Durchführung und Kontrolle von Investitionsprojekten und Infrastrukturinvestitionen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen solche aus Gebührenforderungen, Rückgabe Kundenequipment, Kostenweiterbelastungen, Forderungsverzichten, Schadenersatzansprüchen und aus der Auflösung von Rückstellungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden insgesamt periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 9.532 (Vj. TEUR 10.570) ausgewiesen. Materialaufwand Die Aufwendungen für bezogene Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Verbindungs- und Nutzungsentgelten. Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 237). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden insgesamt periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.046 (Vj. TEUR 5.545) ausgewiesen. Haftungsverhältnisse/Eventualverbindlichkeiten Die Gesellschaft ist aufgrund von Vergabebestimmungen von Investitionszuschüssen verpflichtet, in bestimmten Standorten eine Mindestanzahl von Arbeitsplätzen für eine bestimmte Zeit zu gewährleisten bzw. zu garantieren. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die zukünftigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen und Nutzungsentgelten betragen insgesamt TEUR 153.774, davon TEUR 55.278 mit einer Fälligkeit von bis zu einem Jahr. Von den zukünftigen finanziellen Verpflichtungen betreffen TEUR 46 Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen und haben eine Fälligkeit von bis zu 1 Jahr. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2010 und 2021. Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Im 2009 wurden keine Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen durchgeführt, die nicht zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen wurden. Sonstige AngabenAngabe der Honorare des Abschlussprüfers Im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 wurden Honorare für den Abschlussprüfer in Höhe von TEUR 415 geleistet. Hiervon entfielen TEUR 412 auf Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 3 auf andere Bestätigungsleistungen. Angaben zu den Mitarbeitern Im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 waren durchschnittlich 2.046 angestellte Mitarbeiter beschäftigt (Vj. 2.238). Geschäftsführung
Die Bezüge der Geschäftsführung im Berichtszeitraum betrugen EUR 390.781. Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern der Geschäftsführung bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Aufsichtsrat
Die Mitglieder des Aufsichtsrats er halten für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat keine gesonderte Vergütung. Auch Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Konzernzugehörigkeit Die HanseNet Telekommunikation GmbH, Hamburg, wird in den Konzernabschluss der Telecom Italia Deutschland Holding GmbH, Hamburg, einbezogen. Der Konzernabschluss kann beim Handelsregister Hamburg, Abteilung B, Nr. 90159 eingesehen werden. Die Telecom Italia Deutschland Holding GmbH, Hamburg, wird in den Konzernabschluss der Telecom Italia S.p.A., Mailand/Italien, einbezogen.
Hamburg, 18. November 2010 Lutz Schüler Dr. Dirk Schmelzer Thomas Heise Stephanie Bauer Entwicklung des Anlagevermögens 2009
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20091. VorbemerkungHanseNet ist auf die deutschlandweite Erbringung von Breitband-Telekommunikations-Services für direkt angeschlossene Kunden fokussiert. Das Leistungsspektrum der Gesellschaft deckt die spezifischen Anforderungen an Sprach- und Datendienste sowohl von Privat- als auch von Geschäftskunden vollständig ab. Die Breitband-Anschlüsse werden auf Basis der Digital-Subscriber-Line Technologie (DSL-Technologie) realisiert. Im Laufe des Geschäftsjahres 2010 ist es bei HanseNet zu einer bilanziellen Überschuldung gekommen. Die Geschäftsführung geht jedoch von einer positiven Fortführungsprognose aus. Innerhalb des 1. Halbjahres 2011 ist eine Verschmelzung der Gesellschaft in die Telefonica o2 Gruppe hinein geplant. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Fortbestand der Gesellschaft von der finanziellen Unterstützung der Telefonica o2 Gruppe abhängig. Die Aufrechterhaltung des Finanzierungsrahmens bzw. die Zurverfügungstellung von weiteren finanziellen Mitteln stellt dabei die notwendige Bedingung für den Fortbestand der Gesellschaft dar. 2. Entwicklung Telekommunikationsmarkt 2009 und seine AussichtenWettbewerbssituation Das Wachstum des Breitbandmarktes in Deutschland hat sich ab dem vierten Quartal 2008 deutlich verlangsamt. Diese Entwicklung wurde im Geschäftsjahr 2009, mit einer Steigerung von etwa nur 500.000 Breitbandanschlüssen pro Quartal bestätigt. Die Marktlage ist, insbesondere im Hinblick auf die Preisgestaltung und Werbung, durch einen enormen Wettbewerbsdruck seitens anderer Breitbandanbieter, wie der auf dem deutschen Markt dominanten Deutschen Telekom, sowie der anderen Anbieter wie Vodafone und United Internet gekennzeichnet. Allerdings setzte sich der Rückgang der Preise für Breitbandprodukte im Geschäftsjahr 2009 nicht fort und die Preise blieben relativ konstant. Während sich in den meisten Ländern mindestens zwei Technologien den Markt teilen, dominiert bei den Breitbandzugängen in Deutschland weiterhin die DSL-Technologie. Alternative Technologien wie Breitband über Kabel haben jedoch an Bedeutung gewonnen. Der anhaltende Trend zur Bündelung unterschiedlicher Leistungen, kann zukünftig verstärkt Triple und Quadruple Play Produkte an Bedeutung gewinnen lassen. Unter Quadruple Play versteht man das Angebot von Telefonie, Internet, TV Programmen und Mobilfunk. HanseNet vereint diese Bestandteile unter seiner Marke Alice. 3. Geschäftsverlauf 2009HanseNet hat im Geschäftsjahr 2009 die Ausrichtung auf breitbandige Telekommunikations-Dienstleistungen insbesondere für Privatkunden fortgeführt. Hierbei wurden folgende Schwerpunkte gesetzt:
Durch diese Schwerpunkte konnte insbesondere die durchschnittliche Kundenbindungsdauer im Geschäftsjahr 2009 erhöht werden. Diese hat im vierten Quartal 2009 das niedrigste Niveau der letzten zwei Jahre erreicht. Darüber hinaus wurde für den Vertrieb neuer Verträge insbesondere das Internet als Vertriebsweg gewählt, was zu geringeren Vertriebsaufwendungen führte. Die Gesamtzahl der aktiven Kunden sank von ca. 2.761.000 zum 31. Dezember 2008 auf ca. 2.597.000 Kunden zum 31. Dezember 2009. Dies ist im Wesentlichen auf die starke Abwanderung von Schmalband-Kunden, die veraltete AOL-Tarife besaßen, zurückzuführen. Die Anzahl der Breitband-Kunden reduziert sich nur geringfügig (ca. - 2 %), allerdings kam es zu einem Wechsel von alten AOL-Tarifen zu neuen Alice-Tarifen, so dass der Breitband-Kundenbestand eine erhebliche qualitative Aufwertung erfuhr. Die Investitionen im Geschäftsjahr 2009 beliefen sich insgesamt auf 189 Mio. EUR, dies stellt einen signifikanten Rückgang von 135 Mio. EUR dar. Wie bereits im Vorjahr wurden diese Mittel zum einen für die bundesweite Geschäftsausweitung zum anderen für Investitionen zum direkten Anschluss der neu gewonnenen Kunden investiert. 4. Lage der GesellschaftHanseNet verzeichnete 2009 einen Rückgang der EBITDA-Marge (Earnings Before Interest Tax Depreciation and Amortization) auf 16,3 % (Vorjahr: 19,7 %). Das EBIT-DA sank um 19,7 % auf 189,3 Mio. EUR. Die Reduzierung der operativen Marge und erhöhte Wertberichtigung auf Forderungen sind als wesentliche Gründe zu nennen. Die Anzahl der Mitarbeiter zum Jahresende 2009 sank leicht auf 2.081 (Vorjahr 2.175). Der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr zwar verbessert, reichte aber noch nicht aus um den Finanzbedarf vollständig zu decken. Dieser wurde überwiegend durch Inanspruchnahme der vom Telecom Italia Konzern bereitgestellten Kreditlinien gedeckt. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag weiterhin nahezu vollständig aus Mitteln des Konzernverbunds finanziert. 5. RisikoberichtFür die Gesellschaft hat ein ganzheitliches Risikomanagement über die gesetzlichen Anforderungen hinaus hohe Priorität. Dabei wird Risikomanagement nicht nur als Instrument verstanden, um gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, sondern auch als wichtige und wertschaffende Aufgabe betrachtet. Daher basiert die strategische Geschäftspolitik des Konzerns auf einer konsequenten Ausnutzung aller Chancen für zukünftiges Wachstum und einer weiteren Steigerung der Rentabilität unter Beachtung der damit verbundenen Risiken. Die frühzeitige Erkennung, Beurteilung und Kommunikation von Chancen und Risiken sind integraler Bestandteil der kontinuierlichen Planungs- und Steuerungsprozesse. In diesem Rahmen erfolgt eine periodische unterjährige Überprüfung der Risikoeinschätzung durch konzernweite Review- und Forecastprozesse. Zur Steuerung und Überwachung des laufenden Geschäfts hat die Geschäftsführung ein umfangreiches Berichtswesen aufgebaut, das sowohl die finanziellen als auch die nicht-monetären Leistungsindikatoren umfasst. Periodische Berichte für die Geschäftsleitung und die Gesellschafter, die im Rahmen des Konzernberichtswesens obligatorisch erstellt werden, ermöglichen hierbei die frühzeitige Identifizierung potenzieller Risiken und die Einleitung gegebenenfalls erforderlicher Gegenmaßnahmen. In Bezug auf Risiken aus der bilanziellen Überschuldung in 2010 verweisen wir auf die Ausführungen unter 1. Markt und Wettbewerb Die Realisierung der mittelfristigen Wachstumsziele wird im Wesentlichen von der zukünftigen Entwicklung des Marktes für breitbandige Telekommunikations-Dienstleistungen beeinflusst. Der mittelfristigen Umsatzplanung liegen Annahmen über die Kunden- und Preisentwicklung zugrunde, die vom zukünftigen Wettbewerb beeinflusst werden. Herauszuheben sind hierbei zukünftig erforderliche Senkungen der Verkaufspreise aufgrund nicht erwarteter Preissenkungen der Wettbewerber und die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage des Konzerns. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise könnte Einfluss auf die Bonität der Kunden und damit die Höhe der Forderungsausfälle nehmen. Auf Basis der aktuell verfügbaren Informationen über das zukünftig zu erwartende Verhalten der relevanten Marktteilnehmer geht die Geschäftsleitung derzeit jedoch nicht von vorhersehbaren strukturellen Risiken für die Unternehmensplanung der Geschäftsjahre 2010 und 2011 aus. Produkte, Dienste und technologische Entwicklung Durch den schnellen technologischen Fortschritt und die fortschreitende technologische Konvergenz ist es möglich, dass sich neue und etablierte Technologien und Produkte nicht nur ergänzen sondern teilweise substituieren. Basierend auf der kontinuierlichen Beobachtung der technologischen Entwicklung ist HanseNet auf die frühzeitige Markteinführung neuer Technologien und hierauf aufbauender Produkte und Dienste vorbereitet. Entsprechende Entwicklungen werden unter Ausnutzung der entsprechenden Ressourcen gemeinsam mit dem Telecom Italia Konzern betrieben. Mitarbeiter Die Leistungen unserer Mitarbeiter stellen einen wesentlichen Faktor des gegenwärtigen als auch zukünftigen Erfolgs dar. HanseNet unternimmt im intensiven Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte vermehrt Anstrengungen, um auch zukünftig genügend qualifizierte Mitarbeiter anwerben, integrieren und halten zu können. Der Besetzung von Fach- und Führungspositionen in einem besonders dynamischen Marktumfeld kommt eine herausragende Bedeutung zu. Zur Steigerung der Mitarbeiterbindung sind insbesondere verschiedene Fortbildungsprogramme für Mitarbeiter und die aktive Personalentwicklung zu nennen. Regulierung Im Bereich breitbandiger Internetzugänge haben die Entscheidungen der Bundesnetzagentur Einfluss auf die Produktgestaltung. Preiserhöhungen der Leitungsbetreiber könnten sich negativ auf die Ertragslage auswirken. Andererseits besteht auch die Möglichkeit, dass unter bestimmten Voraussetzungen eine fehlende Regulierung das Marktumfeld verschlechtert. Insbesondere der 2010 anstehenden Entscheidung über die Höhe der Mietkosten der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) kommt hierbei wesentliche Bedeutung zu. Finanzierung HanseNet ist zum Bilanzstichtag weiterhin nahezu vollständig aus Mitteln des Konzernverbunds finanziert. Die Darlehensverträge beinhalten eine variable Verzinsung auf Basis europäischer Referenzzinssätze. HanseNet trägt hieraus das Zinsänderungsrisiko. Die Geschäftsleitung erwartet hieraus auf Basis der derzeitigen Prognosen für die Zinsentwicklung in 2010 kein signifikantes Risiko. Für die darüber hinaus folgenden Jahre können sich aus Änderungen der Referenzzinssätze negative Einflüsse auf das Unternehmensergebnis ergeben. Im operativen Bereich wickelt HanseNet seine Aktivitäten fast ausschließlich in Euro ab. Deshalb wird das Währungsrisiko aus der laufenden operativen Tätigkeit als unwesentlich eingeschätzt. 6. NachtragsberichtBereits am 3. Dezember 2009 wurde über den Verkauf der HanseNet an die Telefonica - Gruppe ein Share Purchase Agreement zwischen der Telecom Italia - Gruppe und der Telefónica - Gruppe geschlossen. Am 16. Februar 2010 sind die Anteile an den neuen Eigentümer übertragen worden. 7. PrognoseberichtEinschlägige Branchenstudien gehen weiterhin von einem, wenn auch schwachen Nettowachstum des deutschen Breitbandmarktes aus. So wird voraussichtlich in den Jahren 2010 bis 2012 die Zahl der breitbandigen Internetanschlüsse um ca. 1,5 bis ca. 1,1 Millionen zunehmen. Dabei entfallen etwa 40 % - 50 % auf Kabelnetzbetreiber. Von zunehmender Bedeutung für die Neukundengewinnung wird für HanseNet darüber hinaus das Marktpotential von bestehenden DSL Kundenbeziehungen bei Konkurrenzunternehmen sein. Dur die Übernahme der Geschäftsanteile der HanseNet durch die Telefonica o2 Deutschland Gruppe ist HanseNet Teil einer der weltgrößten Telekommunikationskonzerne geworden. Für den deutschen Markt konnte Telefonica durch die Akquisition von HanseNet das Produktportfolio erheblich verbessern. Für die HanseNet erschließt sich mit Telefonica o2 ein neuer Vertriebskanal in Form von ca. 1.000 o2-Shops und eine Kundenbasis der Telefonica o2, die leichter zu adressieren ist, als das restliche Marktpotential. Auch können beide Unternehmen Skaleneffekte in der Beschaffung Waren und Dienstleistungen realisieren. Eine Verschmelzung beider Gesellschaften ist im 1. Halbjahr 2011 angestrebt. 2010 wird HanseNet den begonnenen Anschluss von 100.000 Hamburger Haushalten per Glasfaser fortsetzen. Damit könnten symmetrische Datenraten von bis zu 100 MBit/s erreicht werden. Die zunehmende Durchdringung der Haushalte mit Breitband-Zugängen und die stetige technische Weiterentwicklung werden es Telekommunikationsanbietern erlauben, innovative und datenintensive Services (z. B. IPTV) anzubieten, die der Kunde ohne Leistungseinbußen nutzen kann. Durch die erzielte, nachhaltige Marktreife des Alice IPTV-Produktes ist ein Kundenwachstum bei diesem Produkt auf ca. 100.000 geplant. Im Bereich der Telefonie wird die Sprachübertragung per Voice over Internet Protocol (VoIP) weiter an Bedeutung gewinnen und teilweise traditionelle Telekommunikationstechnologie substituieren. Bei der VoIP Technologie wird die Sprache digitalisiert und in Datenpakete umgewandelt, wodurch eine Zusammenführung von Sprache und Daten auf einer Leitung ermöglicht wird. Dies gewährleistet eine effizientere Nutzung der vorhandenen Leitungen. Der bestehende intensive Wettbewerb um Marktanteilsgewinne wird sich voraussichtlich in den kommenden beiden Jahren nicht abschwächen und damit weiterhin entsprechende Aufwendungen für Kundenakquisitionen erfordern. Notwendige Anpassungen der Tarife werden unter Berücksichtigung von Marktentwicklungen geprüft. Für das operative Betriebsergebnis in 2010 ist die Revitalisierung auf geringes positives Niveau geplant. Basis für die Ergebnisstabilisierung ist ein marktproportionales Nettokundenwachstum und Margenverbesserungen aufgrund verbesserter Kostenstruktur. Für das Geschäftsjahr 2010 wird aufgrund erheblicher und nachhaltiger Reduzierung von Lieferantenverbindlichkeiten ein noch negativer Free-Cash-Flow erwartet, die fortfolgenden Jahre allerdings ein deutlich positiver, wodurch eine schrittweise Zurückführung der in Anspruch genommenen, durch den Telefonica Konzern bereitgestellten Kreditlinien erreicht werden soll.
Hamburg, 18. November 2010 Lutz Schüler Dr. Dirk Schmelzer Thomas Heise Stephanie Bauer |
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