Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 232719
Eingetragen
31.5.2005
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Frachtvermittlung, KFZ-Vermietung und KFZ-Handel, Betrieb einer Spedition sowie Handel mit Lebensmitteln; Hotel- und Gaststättenbetrieb.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Siegfried Hegelmann
seit 8.4.2026
Geschäftsführer
Prokura
Andreas Schuraw
seit 22.4.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

92.80% identifiziert7.20% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
46.40%
Anton Hegelmann
46.40%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Hegelmann Express GmbHEigenbeteiligung
7.20%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Linkenheimer Weg 1, 76646 Bruchsal
8.400 €
33.60%
Bürgermeister-Kutterer-Straße 54, 67059 Ludwigshafen
8.300 €
33.20%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hegelmann Express GmbH

Bruchsal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Kerngeschäft der Hegelmann Express GmbH ist der Speditionsbereich, d. h. die Organisation der Beförderung im Straßengüterverkehr. Die Gesellschaft ist in den Geschäftsbetrieb der HEGELMANN GROUP eingebunden und beauftragt in der Regel Frachtführer innerhalb der HEGELMANN GROUP. Die HEGELMANN GROUP besteht aus juristisch unabhängigen Gesellschaften, die miteinander über die Gesellschafteridentität verbunden sind.

2. Bericht über Betriebsstätten

Bis zum 31.12.2023 bestand eine Betriebsstätte in Spanien in Fuentes de Oñoro. Dort war ein unselbständiges Agentenbüro tätig, welches half, Aufträge für das deutsche Haupthaus zu akquirieren. Zum Stichtag wurde das Büro geschlossen.

Die Betriebsstätte in Bochum, die Anfang 2018 ihre Tätigkeit aufnahm, ging mit der Übertragung des Technikbereichs Anfang 2019 zum überwiegenden Teil auf eine andere Gesellschaft der HEGELMANN GROUP über. Seitdem besteht diese Betriebsstätte seitens der Hegelmann Express GmbH nur noch aus zwei Disponenten.

Im Juli 2018 wurde eine Betriebsstätte in Rosegg in Österreich (Kärnten) eingerichtet. Wie bei der spanischen Betriebsstätte handelt es sich auch hier um ein unselbständiges Agentenbüro zur Betreuung der Kunden in Österreich.

Im Februar 2019 erfolgte der Umzug und Verlegung des Sitzes der Geschäftsleitung von Karlsdorf-Neuthard in ein angemietetes Bürogebäude in Bruchsal. Die in Karlsdorf-Neuthard verbleibenden Abteilungen bilden eine Betriebsstätte.

3. Wirtschaftsbericht

3.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Das deutsche reale Bruttoinlandsprodukt sank im Jahr 2023 um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union erhöhte sich dagegen um 0,4 % (gem. Eurostat). Besonders hohe Wachstumsraten verzeichneten insbesondere südeuropäische Staaten.

Noch schwächer als die Gesamtwirtschaft verlief in 2023 die Entwicklung im Straßengüterverkehr. Nach vorläufigen Zahlen reduzierte sich die Beförderungsmenge im Straßengüterverkehr in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um ca. 6 % auf 3.417 Millionen Tonnen. Endgültige Auswertungen des Statistischen Bundesamtes zur Beförderungsmenge und Beförderungsleistung in Deutschland liegen noch nicht vor. Nach den Auswertungen von Eurostat sank die Beförderungsmenge in Deutschland im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 6,7 % auf 2.857 Millionen Tonnen und die Beförderungsleistung um 5,8 % auf 286.408 Millionen Tonnenkilometer. Etwas geringer sind gem. Eurostat die Rückgänge beim Transportaufkommen (-3,4 %) und der Transportleistung (-3,2 %) in der Europäischen Union.

Nach dem Transportbarometer der Frachtenbörse TIMOCOM war das gesamte Jahr 2023 von Überkapazitäten beim Laderaum geprägt. Das Verhältnis von Fracht zum vorhandenen Laderaum europaweit bewegte sich meist bei etwa 60 %, im ersten Quartal 2023 sogar zeitweise bei unter 50 %. Zur sinkenden Nachfrage traten Kostensteigerungen für die Branche hinzu wie beispielsweise die deutliche Erhöhung der LKW-Maut zum 01.12.2023 sowie gestiegene Finanzierungskosten. Das schwierige Marktumfeld im Zusammenhang mit erhöhten Kosten führten zu einem herausfordernden Jahr.

3.2 Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 konnte sich die Hegelmann Express GmbH der allgemeinen Wirtschafts- und Branchenentwicklung nicht entziehen. Trotz der negativen Branchenentwicklung konnte die Gesellschaft das Geschäft ausweiten und dadurch weitere Marktanteile hinzugewinnen. Dies erfolgte jedoch unter erheblichen Kostensteigerungen, insbesondere bei den bezogenen Leistungen, sodass im Berichtsjahr ein Verlust in Höhe von TEUR 2.508 entstand.

Die Erweiterung des Fuhrparks führte zu einem erneuten Umsatzanstieg. Steigende Transportkosten bei gleichzeitigen Überkapazitäten und der damit verbundene Rückgang der Frachtraten belasteten das Ergebnis jedoch erheblich. Während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr (262.926) um 9,5 % auf TEUR 287.972 stieg, verringerte sich der Rohgewinn (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand) um 22,7 % auf TEUR 19.677. Die Speditionstätigkeit wurde auch im Jahr 2023 ausgeweitet, was zu einer Zunahme der Erlöse im Zusammenhang mit der Güterbeförderung um TEUR 20.987 (+8,1 %) auf TEUR 281.359 führte. Die positive Entwicklung bei Vermietung von Immobilien setzte sich fort. Der Umsatz aus der Vermietung von Immobilien erhöhte sich um TEUR 300 auf TEUR 1.564. Obwohl der Fahrzeughandel auch von anderen Gesellschaften der HEGELMANN GROUP betrieben wird, wurden hieraus Erlöse in Höhe von TEUR 5.049 (Vorjahr TEUR 1.290) erzielt, hiervon TEUR 4.000 in Form von Sale-and-lease-back-Transaktionen. Mit dem Umsatzanstieg von 9,5 % wurde in einem schwierigen Marktumfeld das angestrebte Ziel einer Steigerung von 20 % nicht erreicht. Der bereits prognostizierte Ergebnisrückgang auf TEUR 500 vor Ertragsteuern wurde vor dem Hintergrund der Doppelbelastung mit gesunkenen Frachtraten und gestiegenen Transportkosten deutlich verfehlt. Vor Ertragsteuern entstand ein Verlust in Höhe von TEUR 2.310.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 2.585 sowie Schadenersatzansprüche von insgesamt TEUR 1.102.

Die Personalkosten verharrten auf dem Vorjahresniveau. Die Anzahl der Mitarbeiter stieg zum 31.12.2023 auf 273 (zum 31.12.2022: 141).

Aufgrund der Anpassung der Abschreibungsdauer und des Abschreibungsbeginns (vgl. Ausführungen im Anhang) verminderten sich die planmäßigen Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.224.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen hauptsächlich wegen erhöhter Factoringgebühren, Fremdleistungen im administrativen Bereich durch Gesellschaften der HEGELMANN GROUP und Forderungsausfällen zu.

Der Hegelmann Express GmbH gelang im Berichtsjahr wiederum eine Steigerung des Umsatzes. Wegen der gestiegenen Frachtkosten und sinkender Nachfrage bei vorhandenen Überkapazitäten entstand ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.508 und damit eine Ergebnisverschlechterung gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.217. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.091 um TEUR 3.847 auf TEUR -2.756.

Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf im Jahr 2023 nicht zufrieden, hält die Entwicklung jedoch vor dem Hintergrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes für vertretbar.

3.3 Finanzielle Kennzahlen

Für die Unternehmenssteuerung wurden die folgenden Erfolgskennzahlen als bedeutsam definiert:

• Umsatzerlöse

• Finanzmittelfonds

• Ergebnis vor Steuern (EBT)

• Eigenkapitalquote

Für die Ist-Zahlen wird auf die weiteren Ausführungen verwiesen.

3.4 Nichtfinanzielle Belange

Den wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikator stellen die qualifizierten und motivierten Mitarbeiter dar. Alle relevanten Bereiche weisen genügend erfahrende Mitarbeiter auf und sind durch Vertretungsregelung abgesichert. Die Hegelmann Express GmbH ist dem Servicegedanken der 24-Stunden-Bereitschaft verpflichtet, der durch einen Schichtbetrieb abgedeckt wird.

Alle Mitarbeiter werden auf ihre Verantwortungsbereiche regelmäßig angesprochen. Die Arbeitsplätze und -bereiche sind im Qualitätsmanagementsystem definiert und wurden unter Beteiligung der bereichsleitenden Mitarbeiter erstellt. Darüber hinaus finden interne und externe Schulungsmaßnahmen statt, die die Mitarbeiter in ihrer Tätigkeit unterstützen und auf ihre erweiterten Aufgaben vorbereiten.

Die Hegelmann Express GmbH sieht sich hinsichtlich der Umweltbelastung, die der Straßengüterverkehr mit sich bringt, in der Verantwortung. An dem angemieteten Bürogebäude in Bruchsal entstanden mehrere Parkplätze mit Ladestationen für Elektroautos. Ein Teil der Pkw des Unternehmens sind inzwischen vollelektrisch. Zudem werden seit 2022 u.a. auch LNG-Sattelzugmaschinen eingesetzt.

4. Darstellung der Lage

4.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringert sich um TEUR 4.408 auf TEUR 96.562, während sich das Eigenkapital um TEUR 2.508 auf TEUR 18.297 verminderte. Dadurch sank die Eigenkapitalquote von 20,6 % um 1,7 %-Punkte auf 18,9 %.

Die Abnahme des Gesamtvermögens resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Vorräte um TEUR 10.538. Der zum Vorjahresstichtag bilanzierte Bestand an Sattelzugmaschinen in Höhe von TEUR 10.000 ist im Berichtsjahr nach erfolgter Finanzierung ins Anlagevermögen überführt bzw. rückabgewickelt oder im Rahmen einer Sale-andlease-back-Transaktion angemietet worden. Außerdem sanken die liquiden Mittel (-TEUR 793) sowie die aktive Rechnungsabgrenzung (-TEUR 1.101). Dagegen erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+TEUR 3.255), die sonstigen Vermögensgegenstände (+TEUR 2.720) sowie der Wert des Anlagevermögens (+TEUR 1.899).

Der Buchwert des Anlagevermögens beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 37.969 und stieg im Geschäftsjahr um TEUR 1.899 (+5,3 %). Den Anlagenzugängen in Höhe von insgesamt TEUR 11.359 (davon Sachanlagen TEUR 11.359) standen Abschreibungen von TEUR 6.527 (davon Sachanlagen TEUR 6.497) und Abgänge von TEUR 2.933 (ausschließlich Sachanlagen) gegenüber. Die Investitionen des Jahres 2023 betrafen überwiegend den Fuhrpark. Hier erfolgten Anschaffungen in Höhe von insgesamt TEUR 4.828 für 89 Auflieger sowie von insgesamt TEUR 6.057 für 61 Sattelzugmaschinen. Hiervon wurden 44 Sattelzugmaschinen aus den Vorräten zum langfristigen Verbleib ins Anlagevermögen übernommen. Weitere wesentliche Zugänge erfolgten in Höhe von TEUR 296 für Pkw und in Höhe von TEUR 63 bei den technischen Anlagen für einen Bremsprüfstand. Die Anlagenabgänge beinhalten hauptsächlich die Veräußerung von 129 Aufliegern (Buchwert TEUR 1.315) sowie von 71 Sattelzugmaschinen (Buchwert TEUR 1.595) an Gesellschaften der HEGELMANN GROUP. Das Anlagevermögen ist zu 48,2 % durch Eigenkapital gedeckt. Unter Einbeziehung der langfristigen Verbindlichkeiten beträgt die Anlagendeckungsquote 57,6 %.

Das Umlaufvermögen (ohne Rechnungsabgrenzungen) nahm in 2023 um TEUR 5.206 auf TEUR 57.677 ab (-8,3 %). Ausschlaggebend ist der Rückgang der Vorräte von TEUR 10.543 um TEUR 10.538 auf TEUR 5. Dieser Posten beinhaltete zum 31.12.2022 LNG-Sattelzugmaschinen im Wert von TEUR 10.000 sowie Kühlaggregate im Wert von TEUR 535. Im Berichtsjahr erfolgte die Finanzierung der Sattelzugmaschinen entweder in Form von Sale-and-lease-back-Transaktionen oder durch Mietkaufverträge. Letzteres führte zu einer Übertragung der Sattelzugmaschinen ins Anlagevermögen. Die Kühlaggregate wurden weiterverkauft. Des Weiteren verminderten sich die liquiden Mittel um TEUR 793 (-28,7 %). Dagegen erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 3.255 (+10,4 %), was auf das gesteigerte Umsatzvolumen zurückzuführen ist. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um TEUR 2.720 (+15,1 %) und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 151 (+35,6 %). Etwas mehr als die Hälfte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird mit Übernahme des Delkredererisikos an zwei Factoring Institute abgetreten (echtes Factoring). Im Vergleich zum Vorjahresstichtag verringerten sich die Ursprungsforderungen an Kunden um TEUR 1.351, während die abgetretenen Forderungen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.247 abnahmen. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände ist insbesondere auf Forderungen an die Factoring Institute aus Einbehalten sowie Steuererstattungsansprüche zurückzuführen. Zum Bilanzstichtag enthält dieser Posten im Wesentlichen Forderungen an die beiden Factoring Institute in Höhe von TEUR 7.792, gewährte Darlehen an Gesellschaften der HEGELMANN GROUP in Höhe von TEUR 6.806 sowie Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 1.982.

Die Reduzierung des Gesamtkapitals um TEUR 4.408 beruht vor allem auf der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 5.314 sowie dem Rückgang des Eigenkapitals um TEUR 2.508. Zudem verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-TEUR 1.240) sowie die passive Rechnungsabgrenzung (-TEUR 142). Im Gegenzug erhöhten sich die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 4.540 und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 199.

Das Eigenkapital verminderte sich um den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.508.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken im Berichtsjahr im Wesentlichen aufgrund planmäßiger Tilgungen um TEUR 1.240 auf TEUR 7.495.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist ein Rückgang von TEUR 5.314 (-11,8 %) auf TEUR 39.723 zu verzeichnen. Ein Großteil betrifft Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Gesellschaften der HEGELMANN GROUP.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten hauptsächlich Schulden aus Mietkaufverträgen (TEUR 26.050, im Vorjahr TEUR 24.522), Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie kreditorische Debitoren. Bei den Mietkaufverträgen standen Zugängen von TEUR 12.648 Tilgungen von TEUR 9.583 (inkl. vorzeitiger Ablösungen) gegenüber. Außerdem führte die geänderte Bilanzierung der Kapitalschuld ohne Zinsschuld zu einer Reduzierung um TEUR 1.537 (vgl. Ausführungen im Anhang).

Als passive Rechnungsabgrenzung ist ein Aufwandszuschuss für geleaste Fahrzeuge bilanziert, der entsprechend den zugrundeliegenden Leasingverträgen aufgelöst wird.

4.2 Finanzlage

Die Finanzierungsstrategie sieht vor, dass die Finanzierung der Geschäftstätigkeit durch das Eigenkapital, Bankdarlehen, Mietkaufverträge sowie dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (im Berichtsjahr TEUR 4.541) erfolgt. Aufgrund des Verlustes im Berichtsjahr entsteht durch zu erwartende Steuererstattungen künftig zusätzliche Liquidität. Ziel ist es hierbei, stets auf einen positiven Finanzmittelfonds zurückgreifen zu können.

Der positive Finanzmittelfonds umfasst die flüssigen Mittel (TEUR 1.969; im Vorjahr TEUR 2.762) abzüglich der Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Da sowohl zum 31.12.2022 also auch zum 31.12.2023 keine solche Verbindlichkeiten bestanden, ist der positive Finanzmittelfonds identisch mit der Höhe der flüssigen Mittel. Zum Jahresende nahm die Barliquidität stichtagsbezogen um TEUR 793 auf TEUR 1.969 ab. Die Finanzlage war im gesamten Verlauf des Jahres 2023 entspannt. Das Unternehmen konnte stets auf genügend Liquidität zurückgreifen, um das zusätzliche Geschäftsvolumen zu finanzieren. Die Kontokorrentlinien betragen zum Stichtag TEUR 6.000 (im Vorjahr TEUR 2.000) und werden nur partiell genutzt, um kurze Zahlungsziele und Skontozahlungen zu realisieren.

Die Investitionen im Bereich des Fuhrparks wurden überwiegend durch Mietkaufverträge finanziert. Die bestehenden Darlehen werden planmäßig sowie durch Sondertilgungen zurückgezahlt. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 7.495 haben TEUR 3.580 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

4.3 Ertragslage

Die Umsatzerlöse stiegen im Gesamtjahr um TEUR 25.046, während die Materialaufwendungen um TEUR 30.809 zunahmen (davon allein die bezogenen Leistungen um TEUR 28.456). Dadurch verschlechterte sich der Rohgewinn um TEUR 5.763 auf TEUR 19.677. Diese Entwicklung ist die entscheidende Ursache für das Entstehen des Jahresfehlbetrages. Neben erhöhten Kosten für Fuhrleistungen durch Gesellschaften der HEGELMANN GROUP als Subunternehmer sind auch gestiegene Treibstoffkosten sowie Aufwendungen für Fahrzeugmiete und -leasing zu nennen. Die höheren Kosten konnten nicht bzw. nicht zeitnah an die Kunden weitergegeben werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um TEUR 4.837 auf TEUR 5.954. Dieser Posten enthält hauptsächlich Erträge aus der Veräußerung von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 2.585. Im Zuge der Verkleinerung des eigenen Fuhrparks wurden diese stillen Reserven aufgedeckt. Außerdem enthält der Posten erhaltene Schadenersatzleistungen in Höhe von TEUR 1.102.

Die Personalaufwendungen reduzierten sich geringfügig um TEUR 20 auf TEUR 6.366. Die Ausgliederung des Fuhrbetriebs auf eine inländische Gesellschaft der HEGELMANN GROUP wurde im Vorjahr abgeschlossen, sodass im Berichtsjahr zunächst keine Kosten für eigene Kraftfahrer entstanden. Zum Jahresende erfolgte jedoch die teilweise Rücknahme der Kraftfahrer in die Hegelmann Express GmbH, sodass sich zum 31.12.2023 die Anzahl der Beschäftigten auf 273 erhöhte. Die Zahl der im Berichtsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer erhöhte sich um 22 Personen auf 179 Personen.

Die planmäßigen Abschreibungen nahmen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.224 ab. Hierin ist der Effekt aus der Anpassung der Abschreibungsmethode enthalten, der zu TEUR 1.810 geringeren Abschreibungen führte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 3.353 auf TEUR 13.914. Hervorzuheben sind die Kosten für administrative Dienstleistungen und EDV-Dienstleistungen in Höhe von insgesamt TEUR 5.557 (Vorjahr TEUR 4.848), die von Unternehmen der HEGELMANN GROUP erbracht werden. Weitere Kostensteigerungen entstanden vor allem bei den Factoringgebühren (+TEUR 1.144). Ursache ist zum einen ein Preiseffekt (Preisberechnung auf Basis des im Jahr 2023 kontinuierlich gestiegenen EURIBOR), zum anderen ein Mengeneffekt (steigende Umsatzerlöse und Verlängerung des Zahlungsziels). Außerdem wurden im Berichtsjahr erstmals die Aufwendungen für weiterzubelastende Kosten in Höhe von TEUR 1.450 in diesem Posten ausgewiesen.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 216 auf TEUR -827. Ursache hierfür sind die zusätzlich abgeschlossenen Mietkaufverträge sowie der allgemeine Anstieg des Zinsniveaus im Jahr 2023. Die Zinsaufwendungen sind bei abnehmenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und vermehrten Mietkaufverträgen um TEUR 233 (+27,6 %) gestiegen.

Mit der HHM Betriebs GmbH wurde im Jahr 2020 ein Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrag abgeschlossen. Im Gegensatz zum Vorjahr erwirtschaftete die Gesellschaft im Berichtsjahr einen Verlust in Höhe von TEUR 307, der von der Hegelmann Express GmbH übernommen wurde.

Aufgrund des Jahresfehlbetrages und des damit zusammenhängenden körperschaftsteuerlichen Verlustrücktrags ergaben sich negative Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 249, die den Jahresfehlbetrag verminderten.

4.4 Gesamtaussage

Die Eigenkapitalquote verminderte sich trotz verringerter Bilanzsumme wegen des verhältnismäßig hohen Jahresfehlbetrages von 20,6 % auf 18,9 %. Die Reduktion der Eigenkapitalquote ist jedoch unterproportional zum Jahresfehlbetrag, da im Berichtsjahr verstärkt Verbindlichkeiten getilgt wurden.

Aufgrund der Finanzierungsstrategie war die Hegelmann Express GmbH jederzeit in der Lage, die finanziellen Verpflichtungen vollumfänglich und zeitnah zu erfüllen.

Die Ertragslage ist durch den Ausbau und die Nutzung vorhandener Kapazitäten bei niedrigen Transportpreisen und gleichzeitig gestiegenen Frachtkosten gekennzeichnet. Dieses doppelt negative Marktumfeld führte trotz Aufdeckung stiller Reserven und Anpassung der Abschreibungsmethode zu einem Jahresfehlbetrag von TEUR 2.508.

5. Zukunftsorientierte Angaben

5.1 Prognosebericht

Der europäische Markt für den Straßengüterverkehr erholt sich derzeit nach dem schwierigen Jahr 2023. Nach dem Transportbarometer der Frachtenbörse TIMOCOM bewegte sich das Verhältnis von Fracht und Laderaum auf dem Spotmarkt in Europa seit März 2024 wieder im Bereich von über 70 % und damit deutlich über dem Vorjahresniveau. Insgesamt ist in 2024 eine Verbesserung zu erwarten. Dies ist auch durch eine Reduzierung der Ladekapazität verursacht und führt zu einem Anstieg der Frachtraten.

Die Marktentwicklung vorauszusehen, bleibt dennoch weiterhin schwierig. Die Richtung und das Ausmaß der weiteren Preisentwicklung, die auch durch politische Handlungen beeinflusst wird, ist kaum kalkulierbar.

Der am stärksten etablierte Bereich der Hegelmann Express GmbH bleibt der Stückgutverkehr mit Planenaufliegern (General Cargo), gefolgt vom Kühl-, Automobil- und Bulk-Transport von Flüssigkeiten.

Für das Jahr 2024 rechnet die Hegelmann Express GmbH mit einem deutlichen Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr. Hinsichtlich des Jahresergebnisses vor Berücksichtigung von Ertragsteuern wird ebenfalls mit einer deutlichen Steigerung gerechnet. Das Jahresergebnis vor Ertragsteuern wird leicht positiv erwartet. Die Eigenkapitalquote wird aufgrund der Ergebniserwartung sowie vorgenommener Tilgungsleistungen im Vergleich zum Vorjahr leicht steigen. Hinsichtlich des Finanzmittelfonds wird mit einer deutlichen Steigerung gerechnet.

Die Erfolgsplanungen sowie Ergebniserwartungen beruhen auf Annahmen und Planungsrechnungen. Die Ergebniserwartungen sind mit Unsicherheiten behaftet. Insofern kann es zu Abweichungen zwischen den Erwartungswerten und den Ist-Ergebnissen kommen, woraus sich Chancen und Risiken ergeben können.

5.2 Risiken und Chancen der voraussichtlichen Entwicklung

Ein besonderes Risiko liegt weiterhin im allgemeinen Fahrermangel in Europa. Dieser wird durch den Wegfall von LKW-Fahrern wegen Erreichen des Rentenalters, des Krieges gegen die Ukraine, Einschränkungen durch das EU-Mobilitätspaket und unattraktive Arbeitsbedingungen bei relativ niedriger Vergütung verschärft. Bei der HEGELMANN GROUP hat sich der Fahrermangel jedoch in der letzten Zeit etwas entspannt. Das noch vorhandene Verbot der Einstellung von Fahrern aus Drittländern wurde zumindest hinsichtlich der ukrainischen Fahrer gelockert. Unbesetzte Stellen können dazu führen, dass Fahrzeuge nicht eingesetzt werden können, ggf. der Fuhrpark reduziert werden muss und die Transportleistung trotz vorhandener Ladekapazität im Ergebnis negativ beeinflusst wird. Das Risiko wird als mittel eingeschätzt.

Ein zunehmendes Risiko ist die Entwicklung der Transportkosten. Hervorzuheben sind die drastische Anhebung der Lkw-Maut zum 01.12.2023 sowie die gestiegenen Kraftstoffkosten durch den hohen Ölpreis sowie die seit Anfang 2021 bestehenden Zusatzkosten durch die CO 2 -Steuer auf Kraftstoff. In langfristigen Transportverträgen sind zwar Klauseln hinsichtlich der Schwankungen von Kraftstoffpreisen enthalten, jedoch nicht hinsichtlich von Schwankungen bei der Maut. Die Erhöhung kann deshalb nur deutlich zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden und wird das Jahresergebnis beeinflussen. Das Risiko der Entwicklung der Transportkosten sehen wir als sehr hoch ein.

Darüber hinaus sind auch die Anschaffungskosten für Fahrzeuge und Technik erheblich gestiegen. Nicht immer können diese zusätzlichen Kosten in vollem Umfang durch Preisaufschläge an die Kunden weitergegeben werden. Das Risiko wird als mittel eingeschätzt.

Risikobehaftete Kundenbeziehungen werden regelmäßig geprüft, bewertet und erfasst; sie sind zudem größtenteils versichert. Diese Regelung bezieht sich auf sämtliche Schadensereignisse und Vorfälle, die für das Unternehmen Konsequenzen nach sich ziehen würden. Vor dem Hintergrund des bestehenden Versicherungsschutzes wird das Risiko als gering eingeschätzt.

Jederzeit sind staatliche und geopolitische Veränderungen möglich, die das bestehende Geschäftsfeld tangieren und positiv oder negativ beeinflussen können. Dies betrifft auch die Lockerung oder Verschärfung der nationalen Kabotage-Regelungen. Im September 2024 wurde die Rückkehrpflicht von Lkw durch den EuGH für nichtig erklärt. Hierdurch werden erhebliche Kosten für Leerfahrten vermieden.

Durch starke Schwankungen in der Lieferkette ergibt sich ein enormes Potenzial, zusätzliche Geschäfte zu generieren und über den Spotmarkt neue Kunden zu akquirieren. Durch die im Branchenvergleich relativ starke Erweiterung der Transportkapazitäten ergeben sich bei der aktuellen Marktlage überdurchschnittliche Gewinnmöglichkeiten.

Wir erwarten eine weitere Bereinigung des Gesamtmarktes der Transportdienstleister, vor allem aufgrund der weiterhin vorhandenen Überkapazitäten im Bereich des General Cargo. Der Wettbewerb ist groß, weil der Gesamtmarkt stark fragmentiert ist. Die meisten Frachtführer operieren gegenwärtig mit Flottengrößen von unter 100 Einheiten. Wir rechnen weiterhin mit einer Marktbereinigung, da nicht alle Unternehmen die Zeit relativ geringer Frachtraten bei relativ hohen Transportkosten überstehen werden. Infolgedessen haben wir eine Preissteigerung ab Mitte 2024 beobachten können.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass aufgrund der Struktur sowie der Chancen und Risiken der zukünftige Fortbestand der Gesellschaft nicht gefährdet ist. Die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist nachhaltig gesichert.

 

Bruchsal, den 18. Dezember 2024

Andreas Schuraw, Geschäftsführer

Andreas Schmidt, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 37.968.567,65 36.070.033,33
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.601,00 37.803,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.601,00 37.803,00
II. Sachanlagen 37.935.952,10 36.007.215,97
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.355.998,08 12.333.123,08
2. technische Anlagen und Maschinen 57.332,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.664.192,00 22.568.878,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 858.430,02 1.105.214,89
III. Finanzanlagen 25.014,55 25.014,36
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.001,00 25.001,00
2. Genossenschaftsanteile 13,55 13,36
B. Umlaufvermögen 57.677.025,93 62.882.653,27
I. Vorräte 5.000,00 10.543.166,69
1. fertige Erzeugnisse und Waren 5.000,00 10.543.166,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 55.702.924,65 49.577.255,12
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 34.441.140,91 31.186.414,70
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 575.151,35 424.084,25
3. sonstige Vermögensgegenstände 20.686.632,39 17.966.756,17
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.969.101,28 2.762.231,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 916.209,82 2.017.087,60
Aktiva 96.561.803,40 100.969.774,20

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 18.297.342,82 20.804.953,32
I. ausgegebenes Kapital 23.200,00 23.200,00
1. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
2. eigene Anteile -1.800,00 -1.800,00
II. Gewinnrücklagen 476.800,00 476.800,00
1. andere Gewinnrücklagen 476.800,00 476.800,00
III. Gewinnvortrag 20.304.953,32 19.595.522,22
IV. Jahresfehlbetrag 2.507.610,50 -709.431,10
B. Rückstellungen 619.396,09 563.039,49
1. Steuerrückstellungen 216.696,09 216.696,09
2. sonstige Rückstellungen 402.700,00 346.343,40
C. Verbindlichkeiten 77.231.234,99 79.046.067,49
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.494.987,09 8.734.964,12
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39.723.487,12 45.037.174,33
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 225.548,07 26.917,28
4. sonstige Verbindlichkeiten 29.787.212,71 25.247.011,76
davon aus Steuern 2.792.683,27 53.012,76
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 144.718,91 6.373,88
D. Rechnungsabgrenzungsposten 413.829,50 555.713,90
Passiva 96.561.803,40 100.969.774,20

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 287.971.891,23 262.925.930,90
2. sonstige betriebliche Erträge 5.954.031,36 1.116.991,65
3. Materialaufwand 268.294.533,76 237.486.006,67
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.245.371,62 1.893.313,27
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 264.049.162,14 235.592.693,40
4. Personalaufwand 6.366.103,75 6.386.085,92
a) Löhne und Gehälter 5.285.108,59 5.253.634,83
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.080.995,16 1.132.451,09
davon für Altersversorgung 50.582,64 49.526,95
5. Abschreibungen 6.527.306,87 7.751.793,15
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.527.306,87 7.751.793,15
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 13.913.999,39 10.560.941,67
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 39,81
7. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 115.684,38
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,26 0,26
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 248.508,31 231.543,05
10. Aufwendungen aus Verlustübernahmen (Mutter) 306.824,44
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.075.493,26 842.691,43
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 98,00 59,00
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -248.715,84 381.969,80
13. Ergebnis nach Steuern -2.061.114,47 980.661,60
14. sonstige Steuern 446.496,03 271.230,50
15. Jahresfehlbetrag 2.507.610,50 -709.431,10

Anhang

Allgemeine Angaben

Die Hegelmann Express GmbH hat ihren Sitz in Bruchsal und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 232719 eingetragen. Der Jahresabschluss ist auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

Mit Beginn des Jahres 2023 wurde bei der Bewertung des Anlagevermögens die Nutzungsdauer von neuen Lastkraftwagen, Sattelzugmaschinen und Aufliegern von bisher 6 Jahren auf 8 Jahre erhöht. Das betrifft sowohl Neuzugänge des laufenden Jahres als auch die Restnutzungsdauer von Zugängen in Vorjahren. Die bisherige Nutzungsdauer von 6 Jahren beruht auf der AfA-Tabelle des Bundesministeriums der Finanzen vom 26.01.1998 und entspricht nicht mehr den tatsächlichen Verhältnissen. Stattdessen ist eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 8 Jahren entsprechend der Laufleistung der Fahrzeuge zutreffend. Gegenüber der bisherigen Berechnung der Abschreibungen ergibt sich im Jahr 2023 daraus eine um EUR 1.650.211,00 geringere Abschreibung bzw. höhere Bewertung des Anlagevermögens. Außerdem beginnt ab 2023 die Abschreibung nicht mit der rechtlichen Anschaffung der Fahrzeuge, sondern erst mit der tatsächlichen Inbetriebnahme, d.h. mit der tatsächlichen Verfügbarkeit und Nutzbarkeit des gesamten Sattelzuges bestehend aus Zugmaschine und Auflieger. Daraus resultiert eine weitere Minderung der Abschreibungen bzw. Höherbewertung des Anlagevermögens um EUR 159.559,00.

Des Weiteren wurde das Wahlrecht zur Bilanzierung der Verpflichtungen aus Mietkaufverträgen anders ausgeübt. In den Vorjahren erfolgte der Ausweis unter den sonstigen Verbindlichkeiten mit der Kapital- und Zinsschuld. Im Gegenzug wurden die zukünftigen Zinsen als aktive Rechnungsabgrenzung abgegrenzt. Zum 31.12.2023 werden die Verpflichtungen nur noch mit der Kapitalschuld ausgewiesen, um eine bessere Vergleichbarkeit mit Darlehen sowie die Nominalschulden darzustellen. Dementsprechend entfällt die zugehörige Rechnungsabgrenzung. Dadurch kommt es gegenüber dem Vorjahr zu einer Bilanzverkürzung ohne Ergebnisauswirkung. Die sonstigen Verbindlichkeiten und die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten weisen zum 31.12.2023 gegenüber der bisherigen Bilanzierung einen um € 1.537.164,00 geringeren Betrag aus.

Im Übrigen sind die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Allgemeine Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das entgeltlich erworbene immaterielle Anlagevermögen und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden im Jahr der Anschaffung nur zeitanteilig für den (vollen) Monat der Anschaffung und die folgenden Monate in Anspruch genommen. Selbstständig nutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 wurden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen ist ebenfalls zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit erforderlich auf den niedrigeren beizulegenden Wert außerplanmäßig abgeschrieben.

Die Waren sind zu Anschaffungskosten bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip und die Verwertbarkeit werden bei der Bewertung beachtet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nominalbeträgen und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ein- bzw. Auszahlungen, die in künftigen Perioden zu Ertrag bzw. Aufwand werden.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen auf der Grundlage einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung alle zum Bilanzstichtag vorhandenen und bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre unter Berücksichtigung der Restlaufzeit der jeweiligen Verpflichtung abgezinst. Aufgrund Art und Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen sind keine wesentlichen Schätzverfahren erforderlich.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die ursprünglich auf fremde Währung lautenden Beträge wurden zum Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Zur Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagespiegel verwiesen, der diesem Anhang beigefügt ist.

Das Sachanlagevermögen enthält im Wesentlichen elf bebaute und ein unbebautes Betriebsgrundstück, den Fuhrpark (insbesondere Sattelzugmaschinen und Auflieger) sowie die EDV- und Geschäftsausstattung. Auf dem unbebauten Grundstück soll ein Lager entstehen. Von den bebauten Grundstücken werden zwei Grundstücke als Hotelbetrieb an die HHM Betriebs GmbH verpachtet, fünf Grundstücke dienen der Unterkunft von Fahrern und Mitarbeitern der HEGELMANN GROUP, vier Grundstücke werden überwiegend an andere Unternehmen der HEGELMANN GROUP vermietet. Das unbewegliche Sachanlagevermögen wird, mit Ausnahme des Grund und Bodens, über eine Nutzungsdauer von 5 bis 50 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer des beweglichen Sachanlagevermögens beträgt in der Regel 3 bis 20 Jahre. Die Abschreibungen erfolgen linear über die Nutzungsdauern.

Das Finanzanlagevermögen beinhaltet den Wert zweier Tochtergesellschaften sowie eine Genossenschaftsbeteiligung.

Der Anteilsbesitz setzt sich zum 31.12.2023 wie folgt zusammen:

Gesellschaft, Sitz Beteiligung
in %
Eigenkapital 31.12.2023
in EUR
Ergebnis 2023
in EUR
Unmittelbare Beteiligungen
TOO Hegelmann Transporte, Karaganda (Kasachstan) 79,20 --- ---
HHM Betriebs GmbH, Forst 100,00 25.000,00 0,00

Die wirtschaftliche Situation der TOO Hegelmann Transporte führt zu einer dauerhaften Wertminderung. Die Beteiligung wurde deshalb wie im Vorjahr mit einem beizulegenden Wert von EUR 1,00 bilanziert. Für das Jahr 2023 liegt bisher noch keine Bilanz der TOO Hegelmann Transporte vor. Mit der HHM Betriebs GmbH besteht seit 2020 ein Ergebnisabführungsvertrag. Im Geschäftsjahr betragen die Aufwendungen aus der Verlustübernahme EUR 306.824,44.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grundsätzlich zu ihrem Nominalwert bewertet. Die wegen eingetretenen oder zu erwartenden Zahlungsausfällen notwendigen Wertberichtigungen wurden im erforderlichen Umfang vorgenommen. Für das allgemeine Kosten- und Ausfallrisiko wurde eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 0,5 % der Nettoforderungen gebildet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 3.047.158,61 (Vorjahr: EUR 2.774.604,85).

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die vor dem Abschlussstichtag angefallen sind, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Der Posten enthielt im Vorjahr hauptsächlich die auf den Bilanzstichtag abgegrenzten Zinsaufwendungen aus Mietkaufverträgen (EUR 1.499.791,06), die wie erwähnt zum 31.12.2023 nicht mehr bilanziert werden. Zum Bilanzstichtag sind hauptsächlich über den Jahreswechsel hinausgehende Dienstleistungsverträge sowie die Kfz-Steuer abgegrenzt.

Das eingetragene Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000,00. Im Jahr 2018 wurden eigene Anteile im Nennwert von EUR 1.800,00 zu einem Kaufpreis von EUR 2.682.000,00 erworben. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennwert der eigenen Anteile und den Anschaffungskosten von EUR 2.680.200,00 wurde mit den frei verfügbaren Gewinnrücklagen verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten vor allem Aufwendungen für noch zu gewährende Urlaubsansprüche (EUR 267.000,00) sowie für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (EUR 125.000,00). Mit Ausnahme der Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (EUR 10.700,00) haben sämtliche Rückstellungen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen.

Über die Laufzeit der Verbindlichkeiten informiert die nachfolgende Übersicht:

davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag
EUR
bis ein Jahr
EUR
über ein bis fünf Jahre
EUR
über fünf Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.494.987,09 1.764.848,15 2.150.150,62 3.579.988,32
(Vorjahr: 8.734.964,12 1.625.412,47 3.224.542,67 3.885.008,98)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39.723.487,12 39.723.487,12 0,00 0,00
(Vorjahr: 45.037.174,33 45.037.174,33 0,00 0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 225.548,07 225.548,07 0,00 0,00
(Vorjahr: 26.917,28 26.917,28 0,00 0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 29.787.212,71 11.656.003,68 18.131.209,03 0,00
(Vorjahr: 25.247.011,76 7.174.593,59 18.072.418,17 0,00)
Summe 77.231.234,99 53.369.887,02 20.281.359,65 3.579.988,32
(Vorjahr: 79.046.067,49 53.864.097,67 21.296.960,84 3.885.008,98)

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einem Betrag von EUR 7.107.880,68 (Vorjahr: EUR 7.613.789,35) sind durch Grundpfandrechte gesichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im üblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern EUR 2.792.683,27 (Vorjahr EUR 53.012,76) und im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 144.718,91 (Vorjahr EUR 6.373,88).

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält einen Zuschuss zur Erneuerung der Nutzfahrzeugflotte, der entsprechend den Aufwendungen für die Fahrzeuge aufgelöst wird.

Den meisten im Anlagevermögen ausgewiesenen Fahrzeugen liegen entsprechende Mietkaufverträge zugrunde, die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen sind (EUR 26.049.665,31). Diese Verbindlichkeiten sind durch die Hinterlegung von Kfz-Briefen bei den jeweiligen Finanzdienstleistungsinstituten gesichert.

Zum Bilanzstichtag bestehen nachfolgend aufgeführte Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB:

Art der Haftung Haftungsbetrag 31.12.2023
EUR
Haftungsbetrag 31.12.2022
EUR
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 5.939.767,17 5.180.525,02
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen 6.000.000,00 1.000.000,00
Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 978.144,90 0,00

Die Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten betrifft ausschließlich die Sicherungsabtretung von Forderungen. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Situation der begünstigten Gesellschaften ist eine Inanspruchnahme der Hegelmann Express GmbH unwahrscheinlich.

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren sowie unter Beachtung der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf (§ 285 Nr. 4 HGB):

Tätigkeitsbereich Umsatz
EUR
Gebiet Umsatz
EUR
Spedition inkl. Nebenleistungen 281.358.878,25 Kunden Deutschland 137.138.203,68
Fahrzeughandel 5.049.354,82 Kunden EU-Ausland 134.569.622,06
Grundstücksvermietung 1.563.658,16 Kunden Drittland 16.264.065,49
Summe 287.971.891,23 Summe 287.971.891,23

Die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten folgende angabepflichtige Erträge:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Periodenfremde Erträge 3.069.491,79 336.220,70
Außergewöhnliche Erträge 1.101.950,87 567.789,51
4.171.442,66 904.010,21

Die periodenfremden Erträge des laufenden Jahres resultieren hauptsächlich aus dem Verkauf von Anlagevermögen. Die außergewöhnlichen Erträge betreffen Versicherungsentschädigungen und sonstigen Schadensersatz.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten folgende angabepflichtige Aufwendungen:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Periodenfremde Aufwendungen 576.711,19 777.525,54
Außergewöhnliche Aufwendungen 954.981,11 233.803,21
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 0,00 39,81
1.531.692,30 1.011.368,56

Die periodenfremden Aufwendungen resultieren überwiegend aus Forderungsabschreibungen sowie Kosten aus Verlusten im Zusammenhang mit dem Abgang von Anlagevermögen. Die außergewöhnlichen Aufwendungen betreffen Kosten für Schäden und Reklamationen.

Sonstige Pflichtangaben

Ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (zum 31.12.2023 EUR 37.622.473,18) wird dauerhaft an zwei Factoringinstitute mit Übernahme des Delkredererisikos abgetreten. Daraus ergeben sich zum Stichtag zusätzliche liquide Mittel in Höhe von EUR 29.829.981,01.

Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften i. S. d. § 285 Nr. 3a HGB beträgt insgesamt EUR 14.345.347,11. Hiervon sind EUR 5.264.007,64 innerhalb eines Jahres fällig und EUR 9.081.339,47 haben eine Fälligkeit von über einem Jahr bis zu fünf Jahren. Die Verpflichtungen resultieren aus Leasing- und Mietverträgen für Fahrzeuge, LKW-Abstellplätze, Büros und Dienstwohnungen. Die Verpflichtungen haben eine maximale Laufzeit bis zum 01.09.2028.

Zum 31.12.2023 bestehen Verpflichtungen aus abgeschlossenen und noch nicht erfüllten Verträgen (Bestellobligo) in Höhe von EUR 131.190,00. Hierbei handelt es sich um die Verpflichtungen aus einem städtebaulichen Vertrag.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 179 Personen beschäftigt, davon 11 leitende Angestellte und 168 übrige Angestellte.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 50.000,00 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Die Transaktionen zu nahestehenden Unternehmen der HEGELMANN GROUP stellen sich für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar (jeweils in TEUR):

Verkäufe Käufe Erbrachte Dienstleistungen Bezogene Dienstleistungen
5.744 197 27.715 248.211

Ergebnisverwendungsvorschlag:

Das Geschäftsjahr schließt zum 31.12.2023 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 2.507.610,50. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag zusammen mit dem Gewinnvortrag von EUR 20.304.953,32 auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführung:

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren:

Herr Andreas Schmidt, Sinsheim, Vertriebsleiter

Herr Andreas Schuraw, Nackenheim, CFO/kaufmännischer Leiter

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Bruchsal, den 18. Dezember 2024

gez. Andreas Schuraw, Geschäftsführer

gez. Andreas Schmidt, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungskosten 31.12.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungskosten 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.417.001,56 0,00 0,00 0,00 1.417.001,56
1.417.001,56 0,00 0,00 0,00 1.417.001,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.778.549,20 54.353,89 0,00 242.295,07 14.075.198,16
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 62.888,20 0,00 2.635,30 65.523,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.721.307,55 11.241.628,41 9.053.571,12 0,00 49.909.364,84
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.105.214,89 0,00 1.854,50 -244.930,37 858.430,02
62.605.071,64 11.358.870,50 9.055.425,62 0,00 64.908.516,52
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 130.276,00 0,00 0,00 0,00 130.276,00
2. Genossenschaftsanteile 13,36 0,19 0,00 0,00 13,55
130.289,36 0,19 0,00 0,00 130.289,55
64.152.362,56 11.358.870,69 9.055.425,62 0,00 66.455.807,63
kumulierte Abschreibungen 31.12.2022
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.379.198,56 30.202,00 0,00 1.409.400,56 7.601,00 37.803,00
1.379.198,56 30.202,00 0,00 1.409.400,56 7.601,00 37.803,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.445.426,12 273.773,96 0,00 1.719.200,08 12.355.998,08 12.333.123,08
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 8.191,50 0,00 8.191,50 57.332,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.152.429,55 6.215.139,41 6.122.396,12 25.245.172,84 24.664.192,00 22.568.878,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 858.430,02 1.105.214,89
26.597.855,67 6.497.104,87 6.122.396,12 26.972.564,42 37.935.952,10 36.007.215,97
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 105.275,00 0,00 0,00 105.275,00 25.001,00 25.001,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 13,55 13,36
105.275,00 0,00 0,00 105.275,00 25.014,55 25.014,36
28.082.329,23 6.527.306,87 6.122.396,12 28.487.239,98 37.968.567,65 36.070.033,33

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hegelmann Express GmbH, Bruchsal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hegelmann Express GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, den 18. Dezember 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Hanns-Jörg Schwebler, Wirtschaftsprüfer

gez. Philipp Bormann, Wirtschaftsprüfer

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