NABA Feinkost GmbH
Apfelring 1, 99100 Gierstädt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Bouchette seit 8.2.2024 | Prokura |
Felicitas von Heinz seit 22.2.2021 | Geschäftsführer |
Philipp Dr. Theden seit 23.2.2017 | Geschäftsführer |
Holger Schacht seit 28.4.2015 | Prokura |
Bernhard von Reiche seit 17.8.2006 | Geschäftsführer |
Christoph Billig seit 17.8.2006 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
8 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 8 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NABA Feinkost GmbHGierstädtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Geschäftsmodell der NABA Feinkost GmbH Die NABA ist ein Lebensmittelproduzent und stellt Convenience- sowie pastöse Feinkost-Produkte mit Rohstoffen aus kontrolliert biologischem Anbau her. Das Produktsortiment umfasst Bio-Fertiggerichte in Dosen und Gläsern, Brotaufstriche, Suppen, Saucen, Pesti, Bowls und Salate sowie Würzen. Die Produkte werden unter zwei eigenen Marken sowie als Privat-Label-Produkte für zahlreiche, bedeutende Handelsmarken im In- und Ausland angeboten. Der Umsatz wird fast ausschließlich in Euro erzielt. Die NABA betreibt eine eigene Produktentwicklung, wobei der Schwerpunkt auf neuen Rezepturen und Produktinnovationen liegt. Die Produktentwicklung erfolgt projektbezogen durch interdisziplinäre Teams innerhalb des Unternehmens. Die Entwicklung des Produktdesigns und der Verpackungen wird durch die NABA selbst bzw. in Zusammenarbeit mit den Kunden und durch deren externe Dienstleistungsunternehmen umgesetzt. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs im Berichtsjahr 2023 2.1. Entwicklung der Branche Der Umsatz mit Verbrauchern von Lebensmitteln in Deutschland stieg im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr geringfügig um € 1,9 Mrd. auf € 147,9 Mrd. Dies entsprach einem realen Rückgang von 3,8 %. Der Markt für Bio-Lebensmittel wuchs im gleichen Zeitraum um 5 % auf € 16,1 Mrd. Euro und blieb damit real etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Damit erreichte der prozentuale Anteil der verkauften Lebensmittel aus biologischem Anbau in Deutschland erneut eine relative Verbesserung und liegt weiterhin über 10 %. Deutlich positiver war das Wachstum von vegetarischen und veganen Lebensmitteln, deren Umsatz sich 2023 ggü. dem Vorjahr erneut um mehr als 10 % steigerte. Diese Umsatzentwicklung und die Tendenz zu gesunder Ernährung, wurden durch die Effekte der preisgünstigen Handelsmarken und durch die steigende Zahl vegan orientierter junger Konsumenten zwischen 14 und 25 Jahren begünstigt. Der Lebensmittelmarkt ist in Deutschland sowie in der Europäischen Union von einem intensiven Wettbewerb geprägt. Die NABA hat sich in diesem Wettbewerbsumfeld gut positioniert und erzielte 2023 erneut Marktanteilgewinne. Da mehr als 75 % der von der NABA hergestellten Produkte vegan sind, profitiert die Gesellschaft von der vorgenannten Entwicklung. 2.2. Geschäftsverlauf des Unternehmens Absatzmärkte Der Umsatz der Gesellschaft stieg ggü. dem Vorjahreszeitraum um 9,7 %. Der Exportanteil blieb bei knapp unter 10 % des Gesamtumsatzes. Die NABA stellte 2023 über 300 verschiedene Produkte bzw. Rezepturen her. Brotaufstriche erzielten erneut eine Steigerung und bilden die Produktgruppe mit der höchsten Stückzahl, gefolgt von Bio-Fertiggerichten in Dosen, die sich noch besser als in den Vorjahren entwickelten. Die sehr hohe Nachfrage und die erheblichen Zuwächse beim Marktanteil der NABA im Segment der Brotaufstriche und Fertiggerichte sind v. a. auf innovative Rezepturen zurückzuführen, die beim Handel und bei den Verbrauchern die hohen Erwartungen voll erfüllten. Beschaffung Die steigende Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln sowie der ab 2020 wachsende Trend zu mehr Regionalität bzw. Zutaten aus dem europäischen Raum und zunehmend aus Deutschland, führten zu einer weiteren Verlagerung des Einkaufsvolumens vom asiatischen in den europäischen Raum. Grundsätzlich priorisiert die NABA die Beschaffung aus dem regionalen Umfeld und hat v. a. bei neuen Produkten den Anteil heimischer Zutaten und Gewürze erhöht. Im Jahr 2023 stiegen die Rohstoffpreise bzw. die Preise für Halbfertigprodukte erneut stärker an als in den Vorjahren. Ursächlich dafür waren höhere Inflationsraten und z. T. schlechte klimabedingte Ernten, v. a. in Spanien und Italien. Demgegenüber reduzierten sich die Kosten für Verpackung (v. a. für Glas) geringfügig. Die NABA konnte deshalb im Jahr 2023 den relativen Rohertrag auf dem Niveau des Vorjahres halten. Die Preissteigerungen konnten nur teilweise an den Handel weitergegeben werden. Die Rohstoffe mit möglichen Versorgungsengpässen wurden durch Kontrakte oder Lieferverträge gesichert. Da die Eigentümerfamilie der NABA einige Rohwaren (z.B. Sonnenblumen) auf eigenen Feldern mit kontrolliert biologischem Anbau herstellt, konnte eine regionale Bezugsquelle mit ausreichender Verfügbarkeit für diese Rohstoffe sichergestellt werden. Produktion Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage wurden die Prozesse im Produktionsbereich weiter optimiert und die Kapazität insgesamt erneut um ca. 10 % gesteigert. Zusätzlich wurde in weitere Kontrollsysteme zur Absicherung einer hohen Qualität und in eine höhere Automatisierung sowie erheblich in eine umfassende Digitalisierung investiert. Das im Jahr 2021 begonnene Investitionsprogramm, mit dem die Gesellschaft auf ein langfristiges Wachstum ausgerichtet wird, wurde nach Unterbrechungen aufgrund von historisch bedeutsamen Ausgrabungen im Bereich des Baufeldes für die Werkserweiterung für einige Monate unterbrochen und 2023 durch Planungsänderungen optimiert. Die Ausführung erfolgt in 2024/2025. Beteiligung an der InnFood Organic GmbH Die Gesellschafter der NABA Feinkost GmbH haben Anfang Dezember 2023 entschieden, ein Angebot zur Übernahme durch einen Asset-Deal der InnFood GmbH mit Sitz in Weiding bei Mühldorf am Inn (Oberbayern) abzugeben, die sich zu diesem Zeitpunkt in Insolvenz in Eigenverwaltung befand. Der Gläubigerausschuss und der Sachwalter haben sich aus mehreren vorliegenden Angeboten für die NABA als strategischen Investor entschieden. Aus einer Vorratsgesellschaft wurde daraufhin am 15.12.2023 die InnFood Organic GmbH gegründet, an der die NABA Feinkost GmbH mit 48 %, die Go Venture Capital GmbH mit 32,5 % und die ebc Network GmbH (ehemalige Eigentümer der InnFood) mit 19,5 % beteiligt sind. Die InnFood Organic GmbH verfügt über zahlreiche Grundstücke und Gebäude sowie über Produktionsanlagen zur Herstellung von pastösen und flüssigen Produkten für haltbare Produkte im Glas. Das Produktportfolio setzt sich zu ca. 50 % aus Babynahrung und zu 50 % aus Artikeln zusammen, die weitgehend dem Produktprogramm der NABA Feinkost GmbH entsprechen. Die Kapazitäten des Werkes sind etwa doppelt so groß wie die der NABA Feinkost GmbH und waren zum Zeitpunkt der Übernahme nur ca. 40 % ausgelastet. Durch die Beteiligung an dem Schwesterunternehmen InnFood Organic GmbH, das mehrheitlich durch die NABA bzw. ihre Gesellschafter gesteuert wird, kann die NABA einen Teil ihrer Produkte zur Herstellung auf das Werk der InnFood Organic übertragen und dadurch weitere Marktpotenziale ausschöpfen. 3. Lage der Gesellschaft 3.1. Ertragslage Der Jahresüberschuss der Gesellschaft nach Steuern blieb trotz der Preissteigerungen bei Rohstoffen im Jahr 2023 mit € 2,13 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres von € 2,17 Mio. Die Ertragslage war damit 2023 weiterhin besser als in den Jahren 2016 bis 2020 und lag deutlich über dem Branchendurchschnitt. 3.2. Vermögens- und Finanzlage Die NABA ist fristenkongruent finanziert. Das gesamte Anlage- und Umlaufvermögen ist durch Eigenkapital bzw. langfristig gebundenes Fremdkapital gedeckt. Das Eigenkapital hat sich, v. a. bedingt durch den Jahresüberschuss 2023 auf T€ 13.617 erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der deutlich gestiegenen Bilanzsumme auf 51,8 % reduziert. Unter Berücksichtigung der Sonderposten für Investitionszuschüsse und der als sonstige Verbindlichkeiten bilanzierten Darlehen von Gesellschaftern bzw. den Gesellschaftern nahestehenden Personen beträgt die Eigenkapitalquote fast 68 %. Zur Finanzierung des Investitionsprogramms 2021 bis 2024 wurden mit der UniCredit HypoVereinsbank AG langfristige Kreditverträge über € 6,5 Mio. abgeschlossen, die bis zum 31.12.2023 etwa zur Hälfte in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus stand der Gesellschaft ab dem Geschäftsjahr 2019 ein Rahmen für Betriebsmittel in Höhe von € 1,15 Mio. zur Verfügung, der Anfang des Jahres 2024 auf € 4,15 Mio. erhöht wurde. Der überwiegend umsatzbedingte Anstieg an Kundenforderungen um € 0,9 Mio. auf € 5,6 Mio. wurde ebenso wie der um € 0,3 Mio. auf € 5,4 Mio. gestiegene Bestand der Vorräte aus dem Cash-Flow finanziert. Der Finanzmittelbestand belief sich zum 31.12.2023 stichtagsbezogen auf T€ 1.503. Darin enthalten ist eine im Dezember 2023 erfolgte Auszahlung aus den Investitionskrediten von T€ 1.449, die bis zum Nachweis der Investitionen auf einem Sperrkonto geparkt wurde. Insgesamt steht dem Unternehmen durch die gewährten Rahmenkreditlinien für Betriebsmittel eine ausreichende Liquiditätsreserve zur Verfügung, um das realisierte und weiter geplante Wachstum und den erhöhten Betriebsmittelbedarf zu finanzieren. Der Lagerbestand lag etwas unterhalb des Niveaus aus Vereinbarungen mit Kunden, für die Handelsmarken hergestellt werden, und ist eine wesentliche Voraussetzung, um effiziente Losgrößen in der Produktion zu erreichen. Die Beteiligung an der InnFood Organic GmbH sowie die Finanzierung des Kaufpreises für die technischen Anlagen und die Vorräte erfolgte teilweise aus dem Cash-Flow der Gesellschaft (NABA Feinkost GmbH) und teilweise durch erhöhte Darlehen von Gesellschaftern bzw. nahestehenden Personen oder Unternehmen. Da die Eintragung der Beteiligung der NABA Feinkost GmbH an der InnFood Organic GmbH im Handelsregister erst im Januar 2024 erfolgte, sind die Zahlungen an die InnFood Organic (Stammkapital T€ 240 sowie anteilige Kapitalrücklage T€ 841,4) und ein Darlehen an die R&S Beteiligungsgesellschaft mbH, die einen Teil der Assets der InnFood Organic GmbH finanziert hat, im Jahresabschluss 2023 als "sonstige Vermögensgegenstände" ausgewiesen. 4. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 4.1. Voraussichtliche Geschäftsentwicklung Die Branchenentwicklung der Jahre 2020 und 2021 veränderte sich im Jahr 2022 und auch noch 2023 deutlich. Die höherpreisigen Artikel der Bio-Marken fielen beim Marktanteil zurück. Der Umsatzrückgang betraf vor allem den Bio-Fachhandel. Erst im 2. Halbjahr 2023 konnte sich der Bio-Fachhandel umsatzseitig stabilisieren. Demgegenüber stiegen die Umsätze der Bio-Lebensmittel in Drogeriemärkten und bei den Discountern und übertrafen nochmals das hohe Vorjahresniveau. Besonders erfreulich entwickelte sich die NABA-eigene Marke "Nabio", die gegen den Trend der Bio-Marken erneut Zuwächse und Marktanteilsgewinne verzeichnete. Der NABA ist es in den ersten 10 Monaten des Jahres 2024 gelungen, trotz des auch 2024 insgesamt nur leichtem Zuwachs von Bio-Lebensmitteln, den Umsatz ggü. dem Vorjahr 2023 um ca. 15 % zu steigern. Die positive Entwicklung resultierte aus weiteren Marktanteilsgewinnen im Private Label Geschäft und aus einer stabilen Marktdurchdringung der Marke "Nabio". Die Gesellschaft war durch eine Erhöhung der Kapazitäten sowie durch effizientere Produktionsprozesse auch 2024 in der Lage, den hohen Auftragseingang fristgerecht zu erfüllen. Der relative Rohertrag konnte aufgrund eines verbesserten Produktmix in den ersten 3 Quartalen des Jahres 2024 ggü. dem Vorjahreszeitraum um knapp 2 %-Punkte gesteigert werden. Beim Jahresüberschuss erwarten wir deshalb in 2024 ggü. 2023 aufgrund der sehr positiven Umsatzentwicklung und einer hohen Kostendisziplin eine deutliche Steigerung. Die Geschäftsführung geht für 2024 von einer erfreulichen Ertragssituation aus. Zu den wesentlichen Zielsetzungen des Unternehmens gehört die Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Marken "Nabio" und "Reichenhof" sowie deren bundesweite Listungen und Verfügbarkeiten im Bio-Fachhandel bzw. im Lebensmitteleinzelhandel. Der Markenauftritt "Nabio" und "Reichenhof" wurde im Sortiment gestrafft und erneut im Rahmen eines Relaunches überarbeitet. Mit beiden Marken werden jetzt rund 50 Artikel, die in 7 Produktfamilien unterteilt sind, angeboten. Es konnten 2024 neue Listungen im Lebensmitteleinzelhandel erzielt werden. Diese positive Tendenz wurde durch gezielte Marketingmaßnahmen unterstützt. Seit einigen Jahren setzt die Gesellschaft vorrangig regionale Rohstoffe zur Herstellung der Produkte ein. Diese Ausrichtung wird seit Ende 2021 durch Rohstoffe aus "eigenem Anbau" mit immer größeren Umfängen intensiviert. Die Kombination aus dem eigenen Anbau von Bio-Rohstoffen und der industriellen Verarbeitung ist in der Branche einzigartig und wird von den Kunden sehr positiv bewertet. Nachdem am derzeitigen Werksstandort in Gierstädt 2020 bis 2023 verschiedene Kapazitätserweiterungen der Produktionsanlagen und eine neue Produktionshalle für die Dosenabfüllung in Betrieb genommen wurden, sind die Kapazitäten durch die laufenden Umsatzsteigerungen ausgeschöpft. Die bis 2025 geplante Inbetriebnahme einer Werkserweiterung im Gewerbegebiet von Gierstädt, wurde so ausgerichtet und teilweise umgeplant, dass der Schwerpunkt der Investitionen auf einer Automatisierung und Effizienzsteigerung liegt und die Kapazitäten im geringeren Umfang als zunächst geplant, erweitert werden. Dadurch wird das Investitionsvolumen reduziert, die Kostensteigerungen der letzten 3 Jahre bei Bau und Anlagentechnik aufgefangen sowie zusätzlich weitere Einsparungen erzielt. Durch die Zusammenarbeit mit dem Schwesterunternehmen konnte bereits im 2. Halbjahr 2024 ein Teil der Produkte für Handelsmarken (ca. 8%), der aufgrund der vorhandenen Kapazitätsauslastung und der positiven Umsatzentwicklung nicht mehr von der Gesellschaft am Standort Gierstädt hergestellt werden konnte, zur Produktion auf die InnFood Organic GmbH verlagert werden. 4.2. Wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung Aufgrund der gestiegenen Komplexität der Prozesse innerhalb der Gesellschaft sowie aufgrund der erhöhten Kundenanforderungen wurde das Risikomanagement der NABA weiterentwickelt. Die Geschäftsführung arbeitet seit 2018 mit einem Risiko-Früherkennungssystem. Die Dokumentation erfolgt durch die jeweils zuständigen Abteilungen, insbesondere durch die Bereiche Qualitätssicherung, Controlling und Finanzen und wird von der Geschäftsführung überwacht. Dadurch werden die im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit möglicherweise entstehenden Risiken frühzeitig erkannt und durch geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen begrenzt. Durch das Risikomanagementsystem werden insbesondere folgende Risiken erfasst: Betriebliche Prozesse: Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit werden externe und interne Einflussfaktoren, die sich unmittelbar auf die operativen betrieblichen Prozesse auswirken, beobachtet und ausgewertet. Durch organisatorische Abläufe im Unternehmen und regelmäßige Team-Meetings wird sichergestellt, dass Risiken durch den operativen Geschäftsbetrieb möglichst früh erkannt werden, um kurzfristig gegensteuern zu können. Insbesondere werden die potenziellen Risiken aus dem Produktionsprozess mit hoher Aufmerksamkeit überwacht. Die IT-Infrastruktur wurde in den letzten Jahren deutlich ausgebaut und einige wesentliche Potentiale der Digitalisierung genutzt. So ist seit 2019 der gesamte Produktionsprozess in Echtzeit abgebildet und durch Informationssysteme prüfbar. Im Laufe der Jahre 2021 - 2023 wurden durch umfangreiche Investitionen und neue Prozessabläufe nochmals höhere Maßstäbe für die Risikoabsicherung eingeführt. Diese Prozesse wurden 2024 weiter ausgebaut und haben jetzt ein sehr hohes Niveau erreicht. Darüber hinaus wurde die Besetzung von relevanten Funktionen so erweitert, dass wichtige Aufgaben in der Gesellschaft jederzeit zuverlässig abgedeckt sind. Eine Produkthaftpflichtversicherung ist abgeschlossen. Elementarrisiken, wie Feuer-, Haftungs- und sonstige Schadensrisiken, sind ausreichend versichert. Im Jahr 2022 und 2023 wurden verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Prozesse für eine noch bessere Absicherung der Qualität auf hohem Niveau begleitet von Schulungsmaßnahmen und KVP-Prozessen mit allen Mitarbeitern des Unternehmens durchgeführt. 2021 bis 2023 wurden bzw. werden wesentliche Maßnahmen für umweltverträgliche, ökologische und nachhaltige Prozesse eingeführt. Ende des Jahres 2021 wurde eine Zertifizierung gemäß EMAS eingeführt. Die Audits für umweltfreundliche und nachhaltige Prozesse werden seitdem stets erfolgreich bestanden. Darüber hinaus werden zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung der Nachhaltigkeit des Unternehmens durch speziell beauftragte Teams im Unternehmen erarbeitet und laufend umgesetzt. Beschaffungs- und Marktpreisrisiken: Für Produkte, die nicht ganzjährig verfügbar sind bzw. durch Kontrakte gesichert werden müssen, wurden Liefer- und Abnahmeverträge mit der nötigen Vorsicht abgeschlossen, d. h. die Laufzeiten sind nicht länger als die abgesicherten Auftragsperioden für die entsprechenden Fertigprodukte. Die Preise der verwendeten Rohstoffe unterliegen Schwankungen, derzeit mit stets steigender Tendenz. Durch ein neu eingeführtes strategisches Einkaufsmanagement wird bei wesentlichen Produktgruppen nach Möglichkeit mit mehreren Lieferanten gearbeitet. Die steigenden Rohstoff- und Verpackungspreise sowie die höheren Logistikkosten stellen ein Risiko dar, dem die Gesellschaft durch ein laufendes monatliches Monitoring und durch eine kurzfristige Weitergabe von Preiserhöhungen so gut wie möglich begegnet. Darüber hinaus bestehen Beschaffungsrisiken aufgrund Vorgaben der Private-Label-Kunden bezüglich Sozialstandards in der Lieferkette bzw. regionaler Prioritäten. Diese werden ebenfalls durch das neu eingeführte strategische Einkaufsmanagement berücksichtigt. Auf der Vertriebsseite sind Absatz- und Preisrisiken möglich. Diesen begegnet die NABA einerseits durch ein spezifisches Produktprogramm mit hohem Know-How in der Produktentwicklung und bei der Herstellung der Produkte. Die zum Teil sehr anspruchsvollen Vorgaben für die Rezepturen der Bio-Produkte in Kombination mit der geforderten Haltbarkeit (MHD zwischen 1,5 und 3 Jahren) können nur von wenigen Marktteilnehmern abgedeckt werden und verschaffen der NABA gute Wettbewerbsvorteile und Alleinstellungsmerkmale. Zusätzlich wird das Preisrisiko im Vertrieb durch einen steigenden Anteil innovativer Produkte mit hohem Nachfragepotential sowie durch Erfahrung, Zuverlässigkeit und einer hohen Produktqualität begrenzt. Personal: Grundsätzlich besteht das Risiko, dass Fachkräfte in der Region nur noch in geringem Umfang verfügbar sind. Dem ist die NABA durch verschiedene Maßnahmen zur Steigerung ihrer Attraktivität als Arbeitgeber begegnet. Weitere Maßnahmen in diesem Bereich wurden 2024 umgesetzt. Um zukünftige Kapazitätsengpässe zu vermeiden und um die aufgrund des erweiterten Produktsortimentes komplexer werdenden Prozesse sicher zu beherrschen, hat die Gesellschaft zusätzliches, qualifiziertes Personal aufgebaut. Darüber hinaus ist die weitere Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber eine wesentliche strategische Zielsetzung, die die Geschäftsführung mit hoher Priorität umsetzt. Finanzrisiken: Aufgrund eines umfassenden Finanz- und Liquiditätsmanagementsystems wird der Unternehmenserfolg laufend gegen finanzielle Risiken aller Art abgesichert. Es wird jeweils ein mehrjähriger Geschäfts- und Liquiditätsplan erstellt und halbjährlich aktualisiert. Darüber hinaus werden innerhalb des Geschäftsjahres monatliche Finanz- und Liquiditätsplanungen laufend aktualisiert und durch die Gesellschaft entsprechend gesteuert. Die geplanten Investitionen sind durch entsprechende Kreditverträge sowie durch die Cashflow-Planung abzgl. einer Risikovorsorge abgesichert. Die Eigenkapitalsituation der Gesellschaft hat sich trotz der Beteiligung an der InnFood Organic GmbH auch 2024 sehr stabil entwickelt. Der gestiegene Bedarf an Betriebsmitteln sowie die überwiegenden Investitionen wurden aus dem operativen Cashflow finanziert. Zusätzlich bestehen über die Kontokorrentlinien mit verschiedenen Banken auf € 4,15 Mio. erhöhte finanzielle Spielräume, die auch 2024 nur zeitweise und zu maximal 20% in Anspruch genommen werden mussten. Übergreifende bzw. politische Risiken: Grundsätzlich besteht für jeden Lebensmittelhersteller das Risiko eines Lebensmittelskandals im Segment der angebotenen Produktpalette. Darüber hinaus sind die Herstellung und der Vertrieb von Lebensmitteln stark durch diverse Vorschriften reglementiert. Änderungen bzw. Verschärfungen dieser Regelungen können - in der Regel vorübergehend - negative Auswirkungen haben. Die NABA ist über die Verschärfung von diversen Richtlinien und Vorgaben stets so gut wie möglich informiert und reagiert darauf frühzeitig. 4.3. Chancen der zukünftigen Entwicklung Die oben dargestellte Markt- bzw. Branchenentwicklung bietet langfristig für die NABA als Hersteller von überwiegend veganen bzw. vegetarischen Bio-Produkten zusätzliche Absatz- und Umsatzchancen. Aufgrund der umfangreichen und innovativen Produktpalette ist die NABA Feinkost GmbH hier sowohl im Wettbewerbsvergleich als auch im Vergleich zu den Vorjahren gut aufgestellt. Der NABA gelingt durch eine sehr gute Produkt- bzw. Rezepturentwicklung und durch eine überdurchschnittlich hohe Markt- und Kundenorientierung von der Produktidee bis zur pünktlichen Auslieferung eine im Wettbewerbsvergleich positive Entwicklung. Dadurch ist die Zukunft des Unternehmens überdurchschnittlich gut abgesichert. Mit dem derzeit laufenden Investitionsprogramm, der Zusammenarbeit mit der InnFood Organic GmbH sowie durch verschiedene Maßnahmen zur Optimierung der betrieblichen Prozesse werden wesentliche Grundlagen für das weitere Wachstum gelegt. Nach der Gesamteinschätzung aller Chancen- und Risikopositionen ist die Risikolage der NABA Feinkost GmbH - trotz der derzeitigen politischen Unsicherheiten - vergleichsweise gut abgesichert. Dies wird neben den beschriebenen innerbetrieblichen Optimierungen v. a. durch die sehr erfreuliche Tendenz des Marktes zu weniger Fleisch und mehr veganer bzw. vegetarischer Ernährung unterstützt. Die NABA zielt in diesem Umfeld v. a. auf die sehr große Zielgruppe der "Flexitarier", die zwar auch, aber tendenziell immer weniger Fleisch und dafür mehr "Veggie-Produkte" konsumieren. Es bestehen aus heutiger Sicht keine wesentlichen oder nicht beherrschbaren Risiken, die das Geschäftsmodell bei angemessener kaufmännischer Beurteilung gefährden können. Den möglichen Risiken stehen insgesamt mehr Chancen gegenüber, die die möglichen negativen Einflüsse auf die Ertragslage überkompensieren können.
Gierstädt, den 09.11.2024 gez. Bernhard v. Reiche Dr. Philipp Theden Felicitas von Heinz BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben und Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die NABA Feinkost GmbH hat ihren Sitz in Gierstädt und ist beim Amtsgericht Jena im Handelsregister unter HRB 101179 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb sowie der Import und Export von Nahrungsmitteln; die Herstellung und der Vertrieb von Nahrungsmitteln auf konventioneller und biologischer Basis sowie von anderen Produkten. Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) i. d. F. des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten - vermindert um Abschreibungen - angesetzt. Die Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände werden auf die betriebliche Restnutzungsdauer vorgenommen. Die Absetzungen für Abnutzung erfolgen grundsätzlich linear. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden analog § 6 Abs. 2 EStG als "geringwertige Wirtschaftsgüter" (GWG) sofort abgeschrieben. Innerhalb der Vorräte sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Waren mit ihren Anschaffungswerten angesetzt. Für minder- bzw. nicht mehr brauchbare Bestände wurden entsprechende Bewertungsabschläge vorgenommen. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch die Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Bei den Forderungen wurde eine ausreichende Pauschalwertberichtigung zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos berücksichtigt. Einzelwertberichtigungen waren im Geschäftsjahr 2023 nicht erforderlich. Die sonstigen Vermögensgegenstände bilanzieren zum Nennwert. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag abzüglich des Nennbetrags der eigenen Anteile ausgewiesen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. B. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus einer zukünftigen GmbH-Beteiligung (TEUR 1.081), ein kurzfristiges Darlehen (TEUR 2.926) sowie Steuererstattungsansprüchen (TEUR 135). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 55 (i. V. TEUR 55). Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wurde aus den Investitionszuschüssen für Energieeffizienzmaßnahmen sowie für die Anschaffung neuer Anlagen und Maschinen gebildet. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt analog der Nutzungsdauern. Die Steuerrückstellungen betreffen die Veranlagungszeiträume 2018 bis 2023. Die Gesellschafterdarlehen einschließlich der Darlehen der den Gesellschaftern nahestehenden Personen werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und insgesamt dem Ausweis "Gesellschafterdarlehen" zugeordnet. Als Sicherheiten bestehen nachrangige Ansprüche aus Grundschulden von TEUR 500 sowie Verpfändungen von nicht an andere Darlehensgeber verpfändete Forderungen, Maschinen und Einrichtungen. Der Verbindlichkeitenspiegel zeigt folgende Beträge:
*) TEUR 4.467 durch Grundpfandrechte; übrige durch Sicherungsübereignungen **) siehe Erläuterungen "Gesellschafterdarlehen" C. Ergänzende Angaben Zum Stichtag 31.12.2023 bestehen finanzielle Verpflichtungen aus bereits abgeschlossenen Verträgen für Investitionen in dem folgenden Geschäftsjahr außerhalb der Bilanz in Höhe von TEUR 368 sowie nicht bilanzierte Miet-, Pacht- und Leasingverpflichtungen von TEUR 302 p. a., die Laufzeiten von ein bis fünf Jahre haben. Geschäftsführer sind Herr Bernhard von Reiche, Dipl.-Kaufmann, Herr Dr. Philipp Theden, technischer Geschäftsführer und Frau Felicitas von Heinz, International Marketing Managerin (M.A.), alle Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt. Im Durchschnitt wurden im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 136 Arbeitnehmer beschäftigt; davon sind 41 Angestellte, 82 gewerbliche Arbeitnehmer sowie 13 Aushilfen bzw. Praktikanten / Werkstudenten; ferner gab es 8 Auszubildende. Seit dem Geschäftsjahr 2018 besteht ein fakultativ vorgesehener Beirat; Mitglieder sind Herr Florian Fahr und Herr Christoph-Benedikt Billig. D. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten. E. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von EUR 2.129.292,14 aus. Die Geschäftsführung schlägt vor den Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Gierstädt, den 9. November 2024 gez. Dipl.-Kfm. Bernhard von Reiche gez. Dr. Philipp Theden gez. Felicitas von Heinz Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 04.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NABA Feinkost GmbH, Gierstädt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NABA Feinkost GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NABA Feinkost GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erfurt, den 12. November 2024 HTW
Wirtschaftsprüfung GmbH
gez. Dipl.-Kfm. Joachim Schoenfeldt, Wirtschaftsprüfer gez. Dipl.-Kfm. Norbert Pließ, Wirtschaftsprüfer |
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