Stammdaten

Register
Amtsgericht Kassel HRB 13251
Vorher
PANalytical GmbH
Eingetragen
24.5.2005
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Der Vertrieb, die Montage und Wartung sowie die Nachrüstung und Reparatur von Instrumenten (Analysesystemen), Software und Verfahren für chemische und physikalische Analyseprozesse in Forschung und Entwicklung sowie Prozessund Produktionskontrolle, konzentriert auf die Anwendung von Röntgentechnologie und dazugehöriger Software sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tom Alexander Mulder
seit 11.7.2017
Geschäftsführer
Tanja Schischka
seit 24.5.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Spectris Group Holdings LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.565 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Malvern Panalytical GmbH

Kassel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die grundlegende Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist der Vertrieb, die Montage und die Wartung von Analysesystemen und Verfahren für chemische und physikalische Analyseprozesse in Forschung und Entwicklung sowie Prozess- und Produktionskontrolle, konzentriert auf die Anwendung von Röntgentechnologie und Partikelcharakterisierung.

Die Gesellschaft agiert mit den Produkten aus dem Segment Röntgenfluoreszenzspektrometrie (X-Ray-Fluorescence, nachfolgend XRF) und Röntgendiffraktometrie (X-Ray-Diffraction, nachfolgend XRD) sowie Laserbeugung, dynamische Lichtstreuung, Bildanalysegeräten, Isothermal Titration Calorimeters (ITC), Differential Scanning Calorimeters (DSC),Gel-Permeations-Chromatographie (GPC) und Grating-Coupled Interferometry (GCI) in einem Verdrängungsmarkt, in dem vorwiegend Ersatzinvestitionen vorgenommen werden.

In ihrer Funktion als Service- und Vertriebsgesellschaft bezieht die Gesellschaft ihre Produkte im Wesentlichen von den Schwestergesellschaften in den Niederlanden und Großbritannien.

Die Kundenstruktur der Gesellschaft ist vielseitig und erstreckt sich auf Industrieunternehmen wie Forschungseinrichtungen/Hochschulen gleichermaßen. Innerhalb der Industrieunternehmen gehören zum Kundenkreis Einzel- wie auch mittelständische Unternehmen und Großkonzerne.

Das Vertriebsgebiet der Gesellschaft konzentriert sich auf Deutschland.

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung wird in der Konzernzentrale in den Niederlanden und Großbritannien durchgeführt. Die Malvern Panalytical GmbH liefert die notwendigen Marktanalysen.

Bei der Malvern Panalytical GmbH werden die bestehenden Prozesse kontinuierlich im Rahmen der ISO-Zertifizierung und darüber hinaus verbessert und optimiert.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen.

In der Folge hat die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 % abgenommen. Kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1 % zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken.

Für das Jahr 2024 wird ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,2 % erwartet. Eine umfassende wirtschaftliche Erholung ist jedoch nicht absehbar. Die Verzögerungen der Erholung des deutschen Außenhandels wie auch die schwache Nachfrage aus dem produzierenden Gewerbe lassen derzeit keineBelebung der Industriekonjunktur erwarten.

Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsichern Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur.

Neben den hohen Energiepreisen war auch die Materialknappheit weiter ein Problem für die Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe. Zwar nahm laut Umfragen des ifo Instituts im Laufe des Jahres 2023 die Materialknappheit ab, allerdings berichteten im Jahresdurchschnitt noch knapp ein Drittel der Unternehmen von Engpässen. Zudem erhöhten sich infolge der Tarifabschlüsse die Lohnkosten.

Branchenbezogene Beurteilung

Aufgrund hoher Energiekosten und geringer Wachstumsraten sehen wir keine Wachstumschancen im Stahl- und Baustoffsegment. Auch die chemische Industrie, die mit rückläufiger Nachfrage und hohen Kosten kämpft, zeigt für das Jahr 2024 niedrige Erwartungen. Im Pharmabereich ist eine Konsolidierungswelle zu beobachten. Im Batterie-Segment rechnen wir hingegen mit weiteren Investitionen. Lediglich im Halbleiterbereich erwarten wir durch staatliche Förderprogramme eine Verbesserung des Investitionsklimas.

Geschäftsverlauf

Die für die Gesellschaft bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatz, Auftragseingang und der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung.

Das Investitionsklima in Deutschland hat sich, insbesondere im Pharmabereich, deutlich verschlechtert. Auch in den Bereichen Advanced Materials (AM) und Pharma und Food (PM) lagen die Auftragseingänge unter dem Niveau des Vorjahres.

- Im Bereich Advanced Materials (Halbleiter und Energie): -2 %

- Im Bereich Pharma und Food: -13 %

- Im Bereich Primary Materials (Stahl und Baustoffe): -3 %

Insgesamt beläuft sich der Rückgang der Bestellungen auf ein Minus von 5% im Vergleich zum Vorjahr. Treiber hierbei ist insbesondere der Auftragseingang bei den Geräten mit einem Minus von 17%.

Im Aftersales-Bereich verzeichneten wir einen Anstieg der Auftragseingänge um 10 %. Das Aftersales-Geschäft erweist sich als äußerst robust und trägt mittlerweile 51 % zu den gesamten Auftragseingängen bei.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse setzen sich aus Wartungserlösen aus dem Servicebereich und Verkäufen von Geräten und Systemen zusammen. Für das Jahr 2023 belaufen sich die Umsatzerlöse der Malvern Panalytical GmbH insgesamt auf TEUR 29.478 (im Vorjahr: TEUR 30.362) und unterschreiten damit um TEUR 884 bzw. um knapp 3% den Wert des Vorjahres.

Der Materialaufwand, der hauptsächlich auf Zukäufe von Konzernunternehmen in den Niederlanden und in Großbritannien entfällt, reduzierte sich von TEUR 19.317 in 2022 auf TEUR 17.782 in 2023. Damit verringerte sich die Materialaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr um 3,30% auf 60,32% (im Vorjahr: 63,62%).

Der Personalaufwand liegt im Jahr 2023 mit TEUR 7.851 um TEUR 13 unter den Aufwendungen des Vorjahres von TEUR 7.864, trotz des Anstiegs der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 73 auf 76. Hintergrund sind in den Aufwendungen des Vorjahres enthaltene Einmaleffekte die den Gesamtaufwand insgesamt beeinflusst hatten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 201 auf TEUR 2.359 (VJ: TEUR 2.158) erhöht. Bei der Betrachtung wechselseitiger Wirkungen von Einsparungen und höheren Kosten sind insbesondere gestiegenen Reise- und KFZ- und Frachtkosten als Gründe für den Kostenanstieg zu nennen.

Aufgrund des Gewinnabführungsvertrags mit dem Anteilseigner wird der Jahresüberschuss, der dem Ergebnis vor Steuern entspricht, von TEUR 1.870 (im Vorjahr: TEUR 1.173) abgeführt.

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.654 verringert und liegt bei TEUR 11.661 (im Vorjahr: EUR 13.314).

Auf der Aktivseite ergibt sich die Veränderung im Wesentlichen aus einer Reduzierung der Bestände an Handelswaren und einem allgemeinen Rückgang der Forderungen in den Bereichen Lieferungen und Leistungen, sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen und dem Gesellschafter. Kompensierend wirkt hier ein gegenläufiger Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände.

Auf der Passivseite resultiert der Rückgang der Bilanzsumme im Wesentlichen aus einem Rückgang der Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, sonstigen Verbindlichkeiten und der Rückstellungen. Hier gibt es nur einen leichten gegenläufigen Effekt durch den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten.

Durch die Gewinnabführungsvereinbarung ist es im Berichtsjahr zu keinen Veränderungen des Eigenkapitals gekommen.

Die Liquidität der Malvern Panalytical GmbH war während des gesamten Berichtzeitraums durch das konzernweite Cash-Pooling sichergestellt. Zum 31.12.2023 beträgt das Cash-Pool-Guthaben der Malvern Panalytical GmbH TEUR 6.064 (im Vorjahr: TEUR 6.066) und wurde mit der Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung für 2023 und früherer Jahre aufgerechnet. Die Gesellschaft hat einen positiven operativen Cashflow erzielt, wesentlich bedingt durch das positive Ergebnis vor Ergebnisabführung.

Personal

Die Anzahl der durchschnittlich im Berichtsjahr Beschäftigten ist im Vergleich zum Vorjahr (73 Mitarbeiter) um 3 Mitarbeiter auf 76 Mitarbeiter gewachsen. Der Bereich "Service" beschäftigt im Durchschnitt mit 41 Personen die meisten Mitarbeiter, gefolgt vom Vertrieb mit 25 und dem Innendienst mit 10 Mitarbeitern.

3. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung; Prognosebericht

Als Hightech-Unternehmen unterliegt die Malvern Panalytical GmbH als Vertriebs- und Service-Gesellschaft im Wesentlichen den globalen Trends im Markt und den damit verbundenen Chancen und Risiken. Durch die Einbindung der Gesellschaft in das monatliche Reporting der Spectris-Gruppe und das dort etablierte Risk-Management-System sollen Risiken frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Chancen

Die Chancen auf eine Umsatzsteigerung liegen insbesondere im Halbleiterbereich. Die Nachfrage nach Chips wächst durch den zunehmenden Einsatz von KI, unterstützt durch staatliche Förderungen für den Bau neuer Chipfabriken. Zusätzlich haben wir unser Produktportfolio erweitert und planen, mehr Ressourcen auf diesen Bereich zu konzentrieren.

Auch im Baustoffsegment erwarten wir trotz hoher Energiekosten steigende Umsätze. Die Notwendigkeit zur CO 2 -Reduktion erfordert die Entwicklung neuer Produkte, was zwangsläufig zu einer erhöhten Nachfrage nach neuen Messgeräten führen wird.

Risiken

Die Prognose für 2024 zeigt ein herausforderndes Umfeld. Ein stagnierender Welthandel, zunehmende internationale Handelsbarrieren, hohe Energiekosten und Unsicherheiten in der Finanzierung öffentlicher Projekte prägen das wirtschaftliche Klima. Diese Rahmenbedingungen beeinflussen nicht nur das Investitionsverhalten, sondern stellen auch eine Belastung für mehrere Industrien dar.

Ein positiver Impuls im Jahr 2022 war die Batteriezellproduktion für Elektroautos in Deutschland. In China zählen Gigafabriken weiterhin zu den bedeutenden Abnehmern von Geräten von Malvern Panalytical. Allerdings hat die schwächelnde Nachfrage nach Elektroautos dazu geführt, dass mehrere Großprojekte in Deutschland gestoppt oder nicht weiterverfolgt wurden.

Der akademische Bereich ist ein zentraler Treiber für den Umsatz in unserem AM-Sektor, da er kontinuierlich Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen generiert. Trotz laufender Gespräche über Investitionen im Jahr 2024 besteht aufgrund der derzeitigen Unsicherheiten in der öffentlichen Finanzierung das Risiko, dass Investitionsentscheidungen verschoben oder gestrichen werden.

Die gravierendsten Risiken sehen wir jedoch im Primärmaterialsektor. Unternehmen aus energieintensiven Industrien wie Stahl, Aluminium, Glas und Kupfer kämpfen weiterhin mit hohen Energiekosten, die ihre Wettbewerbsfähigkeit einschränken. Auch die chemische Industrie ist stark betroffen. Eine zunehmende Zahl unserer Kunden verlagert die Produktion ins Ausland, wodurch Investitionen in Deutschland rückläufig sind. Zukunftsprojekte, wie die Direktreduktion von Eisen, geraten ebenfalls unter Druck und werden teils überdacht.

Prognosebericht

Aufgrund zahlreicher Risiken und eines ausbleibenden Wirtschaftswachstums bleiben unsere Erwartungen für die Jahre 2024 und 2025 vorsichtig. Wir gehen von einem moderaten Umsatzwachstum aus und legen den Fokus auf ein konsequentes Kostenmanagement, um die Profitabilität des Unternehmens nachhaltig zu sichern.

 

Kassel, den 21. Februar 2025

Tom Alexander Mulder

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.962,15 6
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 0
II. Sachanlagen 1.960,15 6
B. UMLAUFVERMÖGEN 11.658.840,23 13.309
I. Vorräte 4.016.902,43 4.583
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.641.937,80 8.726
11.660.802,38 13.315

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
T€
A. EIGENKAPITAL 2.016.067,31 2.017
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 26
II. Kapitalrücklage 1.990.502,72 1.991
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.066.090,78 2.345
C. VERBINDLICHKEITEN 6.004.386,30 7.593
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 6.004.368,30 (Vorjahr: T€ 7.593)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.574.257,99 1.360
11.660.802,38 13.315

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
2022
T€
Rohergebnis 11.968.030,22 11.254
1. Personalaufwand -7.850.816,39 -7.863
a) Löhne und Gehälter -6.603.848,31 -6.780
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.246.968,08 -1.083
- davon für Altersversorgung: € 91.371,10 (Vorjahr: T€ 58)
2. Abschreibungen auf Sachanlagen -3.757,90 -36
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.359.291,06 -2.158
- davon aus Währungsumrechnung: € 597,94 (Vorjahr: T€ 1)
1.754.164,87 1.197
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 131.588,36 0
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 131.588,36 (Vorjahr: T€ 0)
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -16.182,00 -24
- davon an verbundene Unternehmen: € 0,00 (Vorjahr: T€ 3)
- davon aus Aufzinsung: € 14.009,00 (Vorjahr: T€ 21)
115.406,36 -24
Ergebnis nach Steuern 1.869.571,23 1.173
6. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -1.869.571,23 -1.173
Jahresüberschuss 0,00 0

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Grundlagen des Jahresabschlusses

Allgemein

Der Jahresabschluss der Malvern Panalytical GmbH (nachfolgend "die Gesellschaft") zum 31. Dezember 2023 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt; ergänzend werden die Vorschriften des GmbHG angewandt.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft wird beim Handelsregister Kassel unter HRB 13251 geführt. Die Anteile werden zu 100 % von der Spectris Germany GmbH, Darmstadt, gehalten.

Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wird teilweise Gebrauch gemacht.

Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens beinhalten einen Geschäfts- oder Firmenwert, der im Rahmen des Erwerbs von Vermögensgegenständen und Schulden der Philips GmbH im Jahr 2002 bei der Malvern Panalytical GmbH entstanden ist und seit dem Jahr 2017 einen Restbuchwert von EUR 1 ausweist. Daneben wurde durch die Verschmelzung mit der Malvern Instruments GmbH ein Restbuchwert von EUR 1 für vollabgeschriebene immaterielle Vermögensgegenstände in 2017 übertragen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände unterschritten werden, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgte linear über die Nutzungsdauer. Die angewendete Nutzungsdauer von 15 Jahren, die in Anlehnung an die steuerlichen Bewertungsvorschriften zugrunde gelegt wurde, wurde gemäß Art. 66 Abs. 3 Satz 2 EGHGB fortgeführt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Gegenstände des Anlagevermögens werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Zugänge des beweglichen Anlagevermögens und der immateriellen Vermögensgegenstände werden zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben.

Die Gesellschaft hält Investmentanteile, die im Rahmen der für die Mitarbeiter eingerichteten Zeitwertkonten-Modelle erworben worden sind. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden diese Wertpapiere, die ausschließlich zur Sicherung von Wertguthaben der Arbeitnehmer aus Zeitwertkonten dienen, mit der Rückstellung für Zeitwertkonten verrechnet. Die Bewertung der Wertpapierbestände und der aufgrund der Erfüllungsverpflichtung gegenüber den Arbeitnehmern gebildeten Rückstellung erfolgt in gleicher Höhe. Die Bewertung erfolgt mit dem Zeitwert der Wertpapiere zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 258 (im Vorjahr: TEUR 261). Die Anschaffungskosten der Wertpapiere betragen TEUR 249 (im Vorjahr: TEUR 249). Im Geschäftsjahr 2023 wurden diese Wertpapiere wie bereits in den Vorjahren mit der Rückstellung für Zeitwertguthaben verrechnet.

Aufgrund eines negativen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten und dem Zeitwert ergibt sich für 2023 ein ausschüttungsgesperrter Betrag von TEUR 9 (im Vorjahr: TEUR 12).

Die aufgrund der Neubewertung des Wertpapierbestandes zum Zeitwert am Bilanzstichtag entstandenen Aufwendungen von TEUR 3 (im Vorjahr: TEUR 9) sind mit den Erträgen aus der Auflösung der Rückstellung für Verbindlichkeiten aus Zeitwertkonten verrechnet worden.

Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Für Risiken im Vorratsvermögen sind Gängigkeitsabschläge sowie weitere Abwertungen auf den zum Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt.

Die Vorräte enthalten Demogeräte in Höhe von brutto TEUR 2.379 (im Vorjahr: TEUR 1.308). Die Demogeräte werden pauschal über eine erwartete Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear wertberichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. den Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Wie in den Vorjahren wurde bei den Forderungen auf eine Pauschalwertberichtigung verzichtet, da aufgrund von Erfahrungswerten die Risiken mit der Einzelwertberichtigung abgedeckt sind. Erkennbare Einzelrisiken werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Pensionsverpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen sind gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens nach versicherungsmathematischen Grundsätzen der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit dem Erfüllungsbetrag ermittelt worden. Der Rechnungszinssatz wird unter Verwendung der sogenannten "Vereinfachungsregelung" auf Basis einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB ermittelt. Der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Durchschnittszinssatz von 1,82 % entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre (im Vorjahr: 1,78 %). Der Unterschiedsbetrag bei Ansatz eines Rechnungszinssatzes nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinses aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 %, Vorjahr: 1,44 %) beträgt TEUR 8 (im Vorjahr: TEUR 33) und ist ausschüttungsgesperrt. Das der Berechnung zugrunde liegende Pensionsalter ergibt sich nach dem frühestmöglichen Alter zum Bezug von Altersrente in der gesetzlichen Rentenversicherung gemäß RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz. Zukünftig erwartete Kosten aus Gehalts- bzw. Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen mit 3,00 % bzw. 2,00 % (im Vorjahr: 3,00 % bzw. 2,00 %) berücksichtigt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt wurde, angesetzt. Sie beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, soweit nicht abweichend beschrieben, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzins der letzten sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wurde mit dem nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelten Wert angesetzt und auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und eines Rechnungszinses von 1,74% (im Vorjahr: 1,44 %) sowie eines Gehaltstrends von 2,50 % (im Vorjahr: 2,50 %) bewertet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der Ausgaben bzw. der Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, die Aufwand bzw. Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Währungsumrechnung

Währungsumrechnungen von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgen mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.

Latente Steuern

Aufgrund der mit der Spectris Germany GmbH, Darmstadt, als Organträger bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft wird dieser das Einkommen der Gesellschaft als Organgesellschaft zugerechnet. Die Ermittlung latenter Ertragsteuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge erfolgt auf Ebene der Organgesellschaft, während die hieraus resultierenden künftigen Steuerbe- oder entlastungen im Jahresabschluss des Organträgers als Steuersubjekt berücksichtigt werden. Ein Ansatz latenter Steuern im Jahresabschluss der Organgesellschaft unterbleibt insoweit.

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse aus der Lieferung von Geräten oder der Erbringung von Serviceleistungen werden im Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst. Umsatzerlöse aus Wartungsverträgen werden zeitanteilig über die Vertragslaufzeit vereinnahmt.

Erläuterungen zur Bilanz

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 569 (im Vorjahr: TEUR 1.283) und resultieren wie im Vorjahr aus laufenden Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Im Hinblick auf gegen den Gesellschafter bestehende Forderungen in Höhe von TEUR 2.378 (Vorjahr: TEUR 2.868) hat die Gesellschaft wie im Vorjahr von der Saldierungsmöglichkeit Gebrauch gemacht und im Geschäftsjahr Ansprüche gegen die Spectris Germany GmbH aus Cash-Pool-Guthaben von TEUR 6.064 (im Vorjahr: TEUR 6.066) mit Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung von TEUR 3.805 (im Vorjahr: TEUR 3.176) und anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Leistungen und Zinsen aufgerechnet.

Eigenkapital

Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt DM 50.000,00. Dies entspricht einem Betrag von EUR 25.564,59.

Das Stammkapital wird zu 100 % von der Spectris Germany GmbH, Darmstadt, gehalten.

Das Ergebnis des Jahres 2023 in Höhe von EUR 1.869.571,23 wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 14. November 2002 an die Spectris Germany GmbH, Darmstadt, abgeführt.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.485 entfallen auf Lieferungen und Leistungen gegenüber Schwestergesellschaften (im Vorjahr: TEUR 4.063).

Die Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag für das Jahr 2023 in Höhe von TEUR 1.870 (im Vorjahr: TEUR 1.173) sind zusammen mit den Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung früherer Jahre mit dem Cash-Pool-Guthaben gegenüber der Spectris Germany GmbH saldiert worden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betragen daher TEUR 0 (im Vorjahr: TEUR 0).

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die zukünftig fälligen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft aus Miet-, Pacht- und Leasingverhältnissen belaufen sich insgesamt auf TEUR 524.

TEUR
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen
Fällig im kommenden Geschäftsjahr 261
Fällig in den nachfolgenden vier Geschäftsjahren 263

Sonstige Angaben

Mitarbeiteranzahl

Im Jahresdurchschnitt waren 76 (i. Vj. 73) Mitarbeiter (Angestellte) beschäftigt.

Geschäftsführung

Mitglied der Geschäftsführung war:

Tom Alexander Mulder, Vice President Legal/Attorney-at-Law, Utrecht/Niederlande

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Mangels eines gesonderten Entgeltes für die Geschäftsführungsleistung erfolgt keine Angabe der Geschäftsführerbezüge.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Geschäftsführung sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bekannt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage hätten.

Wir verweisen des Weiteren auf die entsprechende Berichterstattung im Lagebericht unter Abschnitt 4 "Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung" sowie Abschnitt 5 "Ausblick".

Gesellschafter und Konzernzugehörigkeit

Die Spectris Germany GmbH, Darmstadt, hält 100 % des Stammkapitals der Gesellschaft. Seit dem 14. November 2002 besteht zwischen der Malvern Panalytical GmbH (ehemals PANalytical GmbH) und der Spectris Germany GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Spectris plc., 6th Floor, The Block, Space House, 12 Keeley Street, London, WC2B 4BA, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis aufstellt, einbezogen.

Der Konzernabschluss ist beim Companies House (www.gov.uk/government/organisations/companies-house) unter der Registernummer 2025003 offengelegt. Er ist außerdem auf den Internetseiten der Spectris plc. veröffentlicht.

 

Kassel, den 21. Februar 2025

Die Geschäftsführung

Tom Alexander Mulder

ANLAGE ZUM ANHANG

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2.003.349,00 0,00 0,00 2.003.349,00
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 521.776,86 0,00 395.167,72 126.609,14
2.525.125,86 0,00 -395.167,72 2.129.958,14
ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2.003.347,00 0,00 0,00 2.003.347,00
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 516.058,81 3.757,90 395.167,72 124.648,99
2.519.405,81 3.757,90 -395.167,72 2.127.995,99
BILANZWERTE
31.12.2023
31.12.2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2,00 2,00
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.960,15 5.718,05
1.962,15 5.720,05

BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender eingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Malvern Panalytical GmbH, Kassel

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Malvern Panalytical GmbH, Kassel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Malvern Panalytical GmbH, Kassel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen der im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalte in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen der im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalte insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieser Sachverhalte, steht der Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss und entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der ausgewiesenen Handelswaren in Höhe von TEUR 4.224 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen am Ausweis der Handelswaren, der Forderungen gegen Gesellschafter, der Aufwendungen für bezogene Waren und an dem abgeführten Jahresergebnis hätten vorgenommen werden müssen. Die Prüfungsurteile zum Jahresabschluss des Vorjahres wurden aufgrund fehlender Inventurbeobachtung entsprechend eingeschränkt. Wir können daher nicht ausschließen, dass korrespondierende Änderungen in den Vorjahresangaben hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Die Aussagen im Lagebericht zur Entwicklung des Auftragseingangs und der Umsatzerlöse und zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im Prognosebericht sowie die Vollständigkeit der Risikoberichterstattung können von uns mangels hierzu vorgelegter Unterlagen bzw. erteilter Auskünfte nicht beurteilt werden. Wir können daher nicht ausschließen, dass die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung fehlerhaft ist. Diese Sachverhalte beeinträchtigen möglicherweise die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Ferner sind die Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung entgegen § 289 Abs. 1 Satz 4 HGB im Lagebericht nicht angemessen und nicht vollständig dargestellt. Zugrunde liegende Annahmen für die Prognose sind nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen und Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

-gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kassel, den 21. Februar 2025

FACT GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Uwe Schweickert, Wirtschaftsprüfer

ppa. Oliver Böhm, Wirtschaftsprüfer

Feststellung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 21. März 2025 festgestellt.

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