Mey Retail GmbHLiquidiert

72459 Albstadt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 747052
Eingetragen
4.12.2013
Branche
Großhandel mit TextilienTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und BekleidungszubehörEinzelhandel mit Textilien
Gegenstand
Handel mit Tag- und Nachtwäsche und anderen Produkten, insbesondere Vertrieb der Erzeugnisse der Unternehmensgruppe Mey in jeglicher Form, sei es unmittelbar oder mittelbar über Dritte oder über eigene Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen nebst den dazu gehörigen vor- und nachgelagerten Tätigkeiten

Historie

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Management

NameRolle
Florian Mey
seit 26.1.2016
Geschäftsführer
Markus Albrecht Mey
seit 26.1.2016
Geschäftsführer
Michael Krüger
seit 29.9.2014
Prokura
Matthias Mey
seit 18.2.2014
Geschäftsführer
Roland Kull
seit 4.12.2013
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mey GmbH & Co. KG

Albstadt

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2018

AKTIVA

Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. entgeltlich erworbene EDV-Programme und Lizenzen 226.168,00   329.413,00
2. geleistete Anzahlungen 349.187,64 575.355,64 18.500,00
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke und Bauten 6.723.352,48   7.037.869,48
2. technische Anlagen und Maschinen 1.723.379,00   1.831.431,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.480.573,00   4.712.233,00
4. geleistete Anzahlungen 234.622,85 13.161.927,33 176.533,45
    13.737.282,97 14.105.979,93
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.606.020,00   4.630.597,00
2. unfertige Erzeugnisse 9.508.200,00   7.071.900,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 28.928.250,00 44.042.470,00 29.341.580,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.415.496,89   4.374.363,48
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.206.800,21 5.622.297,10 690.210,66
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   3.204.660,01 3.530.573,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten   519.831,35 487.310,28
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung   0,00 27.876,00
    67.126.541,43 64.260.390,83

PASSIVA

     
      Vorjahr
A. Eigenkapital   Euro Euro
I. Kapitalanteile      
1. Komplementär   0,00 0,00
2. Kommanditisten   12.000.000,00 12.000.000,00
    12.000.000,00 12.000.000,00
II. Rücklage   21.106.892,56 19.195.092,56
    33.106.892,56 31.195.092,56
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen   3.494.550,00 3.221.040,00
2. Steuerrückstellungen   571.600,00 357.622,00
3. sonstige Rückstellungen   2.004.904,00 1.889.410,00
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   5.487.708,77 5.794.990,70
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   3.831.847,83 4.745.346,60
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern   12.502.497,59 12.178.362,25
4. sonstige Verbindlichkeiten   6.126.540,68 4.878.526,72
    67.126.541,43 64.260.390,83

KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2018

Vorjahr
Euro Euro Euro
01. Umsatzerlöse   85.091.000,44 80.512.436,15
02. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   554.220,00 1.110.060,00
Gesamtleistung   85.645.220,44 81.622.496,15
03. sonstige betriebliche Erträge   868.993,18 1.041.288,17
    86.514.213,62 82.663.784,32
04. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 17.351.296,48   16.687.162,73
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 19.548.680,89   17.280.729,33
    36.899.977,37  
05. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 19.337.740,06   19.027.292,13
b) soziale Abgaben 3.613.893,34   3.375.109,11
c) Aufwendungen für Altersversorgung 415.386,07   284.728,57
    23.367.019,47  
06. Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände   2.484.981,94 2.523.450,81
07. sonstige betriebliche Aufwendungen   17.150.144,44 16.505.491,59
    6.612.090,40 6.979.820,05
08. Zinsen und ähnliche Erträge   18.349,64 4.006,94
09. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -838.879,76 -812.828,50
    5.791.560,28 6.170.998,49
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   903.445,97 937.563,58
11. Ergebnis nach Steuern   4.888.114,31 5.233.434,91
12. sonstige Steuern   69.732,59 69.592,44
13. Jahresüberschuss   4.818.381,72 5.163.842,47

Konzern-Kapitalflussrechnung (nach DRS 21)

2018 2017
T€ T€
Laufende Geschäftstätigkeit    
Jahresüberschuss 4.818 5.164
Zinsergebnis 821 809
Ertragsteuern 903 938
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 2.485 2.523
zahlungsunwirksame Erträge; insbesondere aus Bp-Anpassung 0 0
EBITDA 9.027 9.434
Veränderung der Rückstellungen 603 643
Veränderung Deckungsvermögen ATZ-Verpflichtungen 2 -37
Gewinn/Verlust aus Abgängen Sachanlagen -3 -17
Veränderung der Vorräte -2.998 -1.075
Veränderung der Forderungen -41 282
Veränderung der sonstigen Vermögensgegenstände -88 -218
Veränderung der Wertpapiere 0 5
Veränderung der Verbindlichkeiten 335 -14
Veränderung der RAP -35 101
Ertragsteuern -903 -938
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 5.899 8.166
Investitionstätigkeit    
Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen 3 19
Abgang Anzahlungen 117 40
Abgang Restbuchwerte Storeschließungen 0 75
Auszahlungen für Investitionen in das IAV -382 -105
Auszahlungen für Investitionen in das SAV -1.374 -1.974
Investitionen in das SAV Mey Retail GmbH -476 -348
Erhaltene Zinsen 18 4
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -2.094 -2.289
Finanzierungstätigkeit    
Einzahlungen der Kommanditisten 787 3.014
Auszahlungen an Kommanditisten incl. Steuern -3.370 -3.157
Aufnahme Bankdarlehen 0 0
Darlehen Gruppenunternehmen -429 -439
Tilgung Bankdarlehen -308 -3.705
Veränderung Deckungsvermögen ATZ-Verpflichtungen 28 37
Gezahlte Zinsen -839 -813
Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit -4.131 -5.063
Liquiditätsveränderung gesamt -326 814
Finanzmittelbestand zu Beginn der Periode 3.531 2.717
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 3.205 3.531
Zusammensetzung Finanzmittelfond:    
Bankguthaben 3.205 3.531
Girokredite 0 0
Finanzmittelbestand 3.205 3.531

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Kapitalanteile
Euro
Stand 31.12.2017 12.000.000,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00
Währungsumrechnung 0,00
sonstige Veränderungen 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00
Zwischensummen 12.000.000,00
Zuordnung Rücklagenzuführung aus laufendem Gewinn 0,00
Stand 31.12.2018 12.000.000,00
Rücklagen
Euro
des Mutterunternehmens § 272 Abs. 4 HGB Sonstige Summe Rücklagen
Stand 31.12.2017 18.950.000,00 51.826,59 193.265,97 19.195.092,56
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00
Zwischensummen 18.950.000,00 51.826,59 193.265,97 19.195.092,56
Zuordnung Rücklagenzuführung aus laufendem Gewinn 1.911.800,00 0,00 0,00 1.911.800,00
Stand 31.12.2018 20.861.800,00 51.826,59 193.265,97 21.106.892,56
Konzerngewinn (dem Mutteruntern. zuzurechnen) Konzerneigenkapital
Euro Euro
Stand 31.12.2017 0,00 31.195.092,56
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -2.906.581,72 -2.906.581,72
Währungsumrechnung 0,00 0,00
sonstige Veränderungen 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 4.818.381,72 4.818.381,72
Zwischensummen 1.911.800,00 33.106.892,56
Zuordnung Rücklagenzuführung aus laufendem Gewinn -1.911.800,00 0,00
Stand 31.12.2018 0,00 33.106.892,56

Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2018

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die Mey GmbH & Co. KG hat Ihren Sitz in Albstadt und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (HRA 400118).

Sie ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden nach den Vorschriften des HGB unter Anwendung der Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt.

Gemäß § 264c Abs. 1 HGB wurde die Bilanz um den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" erweitert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr für den Konzern und der konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

II. Angaben zum Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis besteht neben der Mey GmbH & Co. KG, Albstadt, (Mutterunternehmen) aus folgenden, im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen:

Beteiligungsquote Kapitalanteil
1. Mey Verwaltungs-GmbH, Albstadt 100 % 52 T€
2. Mey Herrenwäsche GmbH, Albstadt 100 % 26 T€
3. Mey Retail GmbH, Albstadt 100 % 100 T€

Zwischen der Mey GmbH & Co. KG und der Mey Retail GmbH besteht seit Dezember 2013 ein Ergebnisabführungsvertrag.

Zur Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen wird auf die Ausführungen unter VII. Ziff.6 hingewiesen.

III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Für die oben unter Ziff. 1 und 2 aufgeführten Tochterunternehmen erfolgte die Erstkonsolidierung zum 01.01.2003. Bei der Kapitalkonsolidierung wurde für diese Gesellschaften die Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a. F.) fortgeführt (Vollkonsolidierung). Auf Erwerbsvorgänge ab dem Jahr 2010 ist die Neubewertungsmethode gemäß § 301 HGB n.F. anzuwenden. Im Geschäftsjahr 2013 wurde für die Mey Retail GmbH die Erstkonsolidierung auf den Zeitpunkt ihrer Gründung vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2018 waren keine Erstkonsolidierungen vorzunehmen.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 01.01.2003 der Mey Verwaltungs-GmbH und der Mey Herrenwäsche GmbH ergab sich ein passivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 397.914,67 Euro. Dieser resultierte aus der Thesaurierung von im Zeitraum zwischen Anschaffung der Beteiligungen und der Erstkonsolidierung erzielten Gewinnen. Der passivische Unterschiedsbetrag ist somit entgegen der Regelung des § 301 HGB im Eigenkapital unter der Position Rücklage in Höhe eines Restbetrags von 142.065,97 Euro ausgewiesen.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs.1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt nach § 305 Abs.1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträgen zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.

Von einer Zwischengewinneliminierung wird gemäß § 304 Abs.2 HGB abgesehen, da die Zwischenergebnisse aus den Lieferungen und Leistungen zwischen den Konzernunternehmen keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss aufweisen.

IV. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wenden grundsätzlich einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze an. Die ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften bilanziert.

Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung des going-concern- und des Imparitätsprinzips bewertet.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit den Herstellungskosten im Umfang des § 255 HGB abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Zugänge werden ab dem Monat der Anschaffung abgeschrieben. Die Mey GmbH & Co. KG und die Mey Herrenwäsche GmbH & Co. KG haben bei Vermögensgegenständen mit einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von mehr als 3 Jahren bis 2013 die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Seit dem Geschäftsjahr 2014 wird auch bei diesen Zugängen linear abgeschrieben. Die Storeausstattungen der Mey Retail GmbH werden linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter würden bis 2017 entsprechend der steuerlichen (Sammelposten-) Regelung behandelt. Seit 2018 werden geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 800,00 Euro im Jahr des Zugangs entsprechend der steuerlichen Neuregelung sofort abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu effektiven Einstandspreisen bewertet. Im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde von der Möglichkeit nach § 240 HGB Gebrauch gemacht und Festwerte gebildet. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden retrograd durch Abschläge auf die Verkaufspreise ermittelt.

Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nennwert. Dabei werden die erkennbaren Einzelrisiken durch individuelle Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Risiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. bei Laufzeiten über einem Jahr mit dem abgezinsten Wert angesetzt da sie ausschließlich der Erfüllung dieser langfristigen Schulden dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Die Wertpapiere wurden im Rahmen eines Treuhandverhältnisses verpfändet. Die Verpfändung dient der Sicherung aller Ansprüche, die dem Treuhänder gegen die Gesellschaft aus abgetretenem Recht der Treugeber zustehen. Falls der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere zusammen mit dem Bankguthaben die Schulden übersteigt, wird der Mehrbetrag gem. § 246 Abs. 2 S. 3 HGB als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen.

Der Bestand eines weiteren Wertpapierdepots wird zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bewertet.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Hier werden Ausgaben ausgewiesen, die Aufwand für nachfolgende Zeiträume darstellen.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Das auf Pensionsverpflichtungen anzuwendende Bewertungsverfahren gemäß § 253 HGB wird nachfolgend unter V. beschrieben.

Die übrigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen Rechnung und werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen, welche einen Zeitraum größer einem Jahr betreffen, werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB unter Heranziehung der Rückstellungsabzinsungsverordnung mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen lag bei der Festlegung des Rechnungszinses auf 0,82 % eine mittlere Restlaufzeit von einem Jahr zugrunde; außerdem wurde die Einkommensdynamik -wie im Vorjahr- mit 2% berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungsposten werden entsprechend § 256a HGB behandelt.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern resultieren aus temporären und quasi-temporären Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Sachanlagen, der Pensionsrückstellung und den sonstigen Rückstellungen. Passive latente Steuern ergeben sich aus temporären Bewertungsunterschieden bei den Sachanlagen. Die Steuerlatenzen werden auf Basis eines durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes in Höhe von 343 % ermittelt. Die sich ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden miteinander verrechnet. Gemäß der Möglichkeit des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde auf die Aktivierung des Aktivüberhangs verzichtet.

Der auf Einzelabschlussebene gegebene Überhang der aktiven über die passiven latenten Steuern aus temporären und quasi-temporären Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz wurde in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 2 HGB nicht bilanziert. Eine Steuerabgrenzung i.S.d. § 306 HGB aus Konsolidierungsmaßnahmen ergab sich nicht.

Auf Einzelabschlussebene sind aktive latente Steuern gegeben aufgrund von Bewertungsunterschieden bei: Anlagevermögen, Pensionsrückstellung und sonstige Rückstellungen. Passive latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden beim Anlagevermögen.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz für die Gesellschaften von 12 %; hierbei ist berücksichtigt, dass bei der vollkonsolidierten Komplementär-GmbH regelmäßig nur Körperschaftsteuer, dagegen aber keine Gewerbesteuer anfällt.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018 ist im Anlagenspiegel am Ende des Anhangs dargestellt.

Vorräte

Zur optimalen Warenversorgung werden bei diversen Großkunden und in den eigenen Mey Stores Konsignationsläger unterhalten. Vom Fertigwarenbestand am Bilanzstichtag sind hiervon rd. 32% erfasst.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die im Umlaufvermögen ausgewiesenen Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuerguthaben in Höhe von 98 T-Euro enthalten (Vorjahr 0 T-Euro).Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 17 T-Euro eine Laufzeit von mehr als 1 Jahr (Vorjahr 19 T€).

Eigenkapital

Auf den Eigenkapitalspiegel wird hingewiesen.

Pensionsrückstellungen

Rd. 739 T€ der Rückstellung entfallen auf ehemalige Organmitglieder.

Die Rückstellung betrifft in Höhe von 2.755 T€ mittelbare Verpflichtungen als Trägerunternehmen der Unterstützungskasse soweit der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag das Kassenvermögen übersteigt. Die Pensionsverpflichtungen in Höhe des Kassenvermögens sind unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert.

Bei Rentenbeziehern und bei mit unverfallbarem Anspruch ausgeschiedenen Mitarbeitern wurde der Barwert der künftigen Versorgungsleistung angesetzt. Den Berechnungen wurde das Finanzierungsendalter von 65 Jahren zu Grunde gelegt, bei einer prognostizierten Steigerung des Einkommens von 2% p.a. gemäß Artikel 67 Abs.1 S.1. EGHGB wurde der auf Grund der geänderten Bewertung durch das BilMoG ermittelte Zuführungsbetrag zur Pensionsrückstellung zu einem weiteren Fünfzehntel angesammelt. Die weitere nicht in der Bilanz ausgewiesene Pensionsrückstellung beträgt gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB 0,49 Mio. Euro.

Nach der seit 2015 geltenden Neuregelung in § 253 Absatz 2 HGB ist bei Pensionsrückstellungen der Marktzinssatz für die Abzinsung aus den vergangenen 10 statt bisher 7 Geschäftsjahren abzuleiten. Aus der Anwendung dieser Regelung resultierte zum 31.12.2018 eine um rd. 760 T€ (Vj. rd. 713 T€) niedrigere Rückstellung (Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Absatz 6 HGB).

Die Bewertung erfolgte unter Anwendung der "projected unit credit method" bei aktiven Berechtigten. Berücksichtigt wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck, ein Rententrend von unverändert 1,5% sowie ein Rechnungszins von 3,21% (Vorjahr 3,68 %). Ohne die vorstehend beschriebene Änderung des § 253 HGB hätte der anzuwendende Rechnungszins 2,32 % (Vorjahr 2,8 %) betragen. Der Rechnungszins wurde gemäß dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung für Dezember 2018 bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelten Wert angesetzt.

Sonstige Rückstellungen

Von den sonstigen Rückstellungen entfallen rd. 47% auf Verpflichtungen aus dem Personalbereich.

In den Rückstellungen für den Personalbereich wurde das Deckungsvermögen mit seinem Zeitwert gemäß § 246 Abs. 2 mit den Verpflichtungen aus Altersteilzeit saldiert. Ein danach zu aktivierender Unterschiedsbetrag ergibt sich im Gegensatz zum Vorjahr (= 28 T€) nicht. Die Saldierung stellt sich im Einzelnen wie folgt dar:

T-Euro
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 113
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 108
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 108
Eine Verrechnung der Erträge mit Aufwendungen war nicht vorzunehmen  

Verbindlichkeiten

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten wird das von der Unterstützungskasse gewährte Darlehen in Höhe von 3,2 Mio. Euro ausgewiesen.

Verbindlichkeitenspiegel Restlaufzeiten
Stand 31.12.2018 bis 1 Jahr zwischen 1 und 5 Jahren mehr als 5 Jahre
T-Euro T-Euro T-Euro T-Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.487 370 2.063 3.054
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.832 3.832 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 6.127 3.312 1.564. 1.251
Summe 15.446 7.514 3.627 4.305
Summe Vorjahr 15.419 7.059 3.434 4.926
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 12.502 Keine Zuordnung    
Vorjahr 12.178      

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 4,5 Mio. durch Grundschuldbestellung gesichert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten: Verbindlichkeiten aus Steuern T-Euro 1.271 (Vj. 1.227 T€) und Verbindlichkeiten soziale Sicherheit T-Euro 0 (Vj. 31 T€).

Es besteht eine Garantieerklärung in Höhe von 750.000 Euro für Devisentermingeschäfte der Mey Hungaria Kft. Darüber hinaus wurde ein Schuldbeitritt mit der Mey Hungaria Kft. vereinbart, welcher zum 31. Dezember 2018 mit 750 T€ valutiert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen mit einem Jahresaufwand von rd. 1,5 Mio. Euro.

VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse entfallen zu 20,9 % auf das Ausland.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind enthalten: Erträge aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens T-Euro 3.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen die Aufwendungen für Werbung und Vertrieb, Verwaltung und Instandhaltung. Das Honorar des Abschlussprüfers von den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beträgt für: Abschlussprüfungsleistungen 57 T€, andere Bestätigungsleistungen 2 T€, Steuerberatungsleistungen 14 T€ und sonstige Leistungen 1 T€.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine außergewöhnliche Erträge oder außergewöhnliche Aufwendungen angefallen.

Die Zinsaufwendungen beinhalten Zinsen für die Darlehen der Gesellschafter in Höhe von 442 T€, an die U-Kasse in Höhe von 164 T€ und für die Pensionsrückstellung in Höhe von 103 T€. Die Aufwendungen für Aufzinsungen betragen 1 T€ (Vorjahr 3 T€).

Auf den Zuführungsbetrag zur Pensionsrückstellung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB entfallen, wie im Vorjahr, 81 T€. Dieser Aufwand ist gemäß Art. 75 Abs. 5 EGHGB als Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst; ein gesonderter Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung unterbleibt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten gemäß § 277 Abs. 5 S. 2 HGB unrealisierte Kursverluste in Höhe von 38 T€ (Vorjahr 5 T€) und die sonstigen betrieblichen Erträge unrealisierte Kursgewinne in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 24 T€).

VII. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Im abgelaufenen Berichtszeitraum wurden durchschnittlich 502 (Vorjahr 535) Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) beschäftigt; davon entfallen auf die Gruppe der Angestellten 199 (Vorjahr 181) Mitarbeiter.

2. Komplementärin und Geschäftsführer

Komplementärin ohne Kapitalanteil ist die Mey Verwaltungs-GmbH, Albstadt, welche ein gezeichnetes Kapital in Höhe von 52 T-€ aufweist.

Geschäftsführer sind die Herren

Matthias Mey , Marketing - Vertrieb
Florian Mey, Produktion
Markus Mey, IT- Logistik
Roland Kull, Finanzen - Dienste

3. Beirat

Mitglieder im Jahr 2018:

Herr Dr. Frank Schneider (Vorsitzender)
Herr Peter Eschler
Herr Werner Borgers
Herr Holger Blecker
Herr Wolfgang Hauch

4. Angaben gemäß § 314 (1) Nr. 6 und (3) HGB

An Vergütungen für den Beirat wurden 2018 T-Euro 99 gezahlt.

Im Übrigen wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

5. Angaben gemäß § 314 (1) Nr. 11 HGB

Zur Absicherung des Währungsrisikos aus Wareneinkäufen, die in US-Dollar zu bezahlen sind bestanden am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte in Höhe von nominal US $ 700.000 (Vorjahr = US $ 1.385.000). Die Laufzeiten der Geschäfte gehen von Januar 2019 bis Juni 2019. Es bestand zum Bilanzstichtag ein aus dem Kassakurs am Bilanzstichtag abgeleiteter Zeitwert in Höhe von 55 T€.

6. Offenlegungserleichterungen

Für nachstehend aufgeführte Gesellschaften wird die Offenlegungsbefreiung für die Einzelabschlüsse auf Basis der genannten Vorschrift des HGB in Anspruch genommen:

a) Mey GmbH & Co. KG, Albstadt HGB § 264 b
b) Mey Retail GmbH, Albstadt HGB § 264 Abs. 3

7. Erläuterung gemäß DRS 18 Tz 67

Der Unterschied zwischen dem auf Basis des handelsbilanziellen Ergebnisses erwarteten Steueraufwands und dem ausgewiesenen Steueraufwand, der keine latente Steuern enthält, resultiert weitgehend aus permanenten Differenzen als Folge des Besteuerungskonzepts für Personengesellschaften.

8. Nachtragsbericht gemäß § 314 (1) Nr. 25 HGB

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

9. Angaben gemäß § 314 (1) Nr. 26 HGB

Der Jahresabschluss wird unter der vollständigen Verwendung des Ergebnisses aufgestellt.

 

Albstadt, den 14. Juni 2019

Die Geschäftsführung

Matthias Mey

Roland Kull

Florian Mey

Markus Mey

BRUTTO - ANLAGENSPIEGEL

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand
01.01.2018 31.12.2018
Euro Euro Euro Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 6.620.113,09 30.326,62 0,00 3.000,00 6.653.439,71
2. geleistete Anzahlungen 18.500,00 352.187,64 18.500,00 -3.000,00 349.187,64
Summe immat. Vermögensgegenst. 6.638.613,09 382.514,26 18.500,00 0,00 7.002.627,35
Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten 23.411.176,49 0,00 0,00 0,00 23.411.176,49
2. technische Anlagen und Maschinen 23.451.429,90 215.503,64 94.913,47 302.849,28 23.874.869,35
3. Betriebs- und Geschäftsaustattung 17.860.592,42 920.882,91 58.750,75 254.788,09 18.977.512,67
4. geleistete Anzahlungen 176.533,45 713.493,32 97.766,55 -557.637,37 234.622,85
Summe Sachanlagen 64.899.732,26 1.849.879,87 251.430,77 0,00 66.498.181,36
Gesamtsummen 71.538.345,35 2.232.394,13 269.930,77 0,00 73.500.808,71
Abschreibungen
Stand Zugänge = Abschr. 2018 Abgänge Stand
01.01.2018 31.12.2018
Euro Euro Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 6.290.700,09 136.729,02 157,40 6.427.271,71
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immat. Vermögensgegenst. 6.290.700,09 136.729,02 157,40 6.427.271,71
Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 16.373.307,01 314.517,00 0,00 16.687.824,01
2. technische Anlagen und Maschinen 21.619.998,90 626.404,92 94.913,47 22.151.490,35
3. Betriebs- und Geschäftsaustattung 13.148.359,42 1.407.331,00 58.750,75 14.496.939,67
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 51.141.665,33 2.348.252,92 153.664,22 53.336.254,03
Gesamtsummen 57.432.365,42 2.484.981,94 153.821,62 59.763.525,74
Buchwerte
Stand Stand
Vorjahr 31.12.2018
Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 329.413,00 226.168,00
2. geleistete Anzahlungen 18.500,00 349.187,64
Summe immat. Vermögensgegenst. 347.913,00 575.355,64
Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 7.037.869,48 6.723.352,48
2. technische Anlagen und Maschinen 1.831.431,00 1.723.379,00
3. Betriebs- und Geschäftsaustattung 4.712.233,00 4.480.573,00
4. geleistete Anzahlungen 176.533,45 234.622,85
Summe Sachanlagen 13.758.066,93 13.161.927,33
Gesamtsummen 14.105.979,93 13.737.282,97

Konzern-Lagebericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2018

1.) Grundlagen des Konzerns

Die Mey GmbH & Co. KG, mit Sitz in Albstadt- Lautlingen ist Teil der international agierenden Mey Unternehmensgruppe. Zur Unternehmensgruppe gehören eine Produktions- und Vertriebsgesellschaft, zwei eigene Lohnarbeitsbetriebe, sowie zwei Handelsgesellschaften, welche derzeit acht Factory-Outlets, 20 Retail Stores und den Online Shop abwickeln.

Als einer der marktführenden Anbieter für Damen- und Herrenwäsche umfasst die Mey Markenwelt ein vielfältiges Angebot aus edlen Dessous, hochwertiger Tag- und Nachtwäsche, bequemer Loungewear sowie moderner Herrenbademode.

Alle Produkte designen, produzieren und vermarkten wir mit Kreativität, Leidenschaft und Sinn fürs Detail. Neben einem modernen Design legen wir als deutsches und inhabergeführtes Familienunternehmen, das bereits 1928 gegründet wurde, größten Wert auf hochwertige Qualität, Innovationskraft und Nachhaltigkeit über den gesamten vollstufigen Produktionsprozess. Über 50 Prozent der gesamten Wertschöpfung werden in Deutschland am Standort Albstadt - Lautlingen erstellt, wodurch sich die hohen qualitativen Anforderungen konsequent umsetzen lassen. Weitere eigene Fertigungsstätten befinden sich in Celorico da Beira, Portugal und Veresegyhàz, Ungarn.

Zur Konzerngesellschaft Mey GmbH & Co. KG gehören die Mey GmbH & Co. KG, als Produktions- und Vertriebsgesellschaft der Produktsegmente Damen- und Herren Tag- und Nachtwäsche sowie Dessous und Loungewear, sowie die Mey Retail GmbH, in welcher die Mey eigenen Stores geführt werden.

Zwischen der Mey GmbH & Co. KG und der Mey Retail GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

2.) Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren beeinflusst durch die unsicheren wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen in Europa und der Welt. Brexit, Handelskrieg zwischen USA und China, sowie Abschottungstendenzen aufgrund steigenden nationalstaatlichen Denkens in Europa führen nicht nur bei Unternehmen sondern auch bei den Endverbrauchern für zunehmende Verunsicherung.

Dennoch stieg laut Pressemitteilung vom 15.1.2019 des Statistischen Bundesamtes Wiesbaden 2018 das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 1,5% gegenüber dem Vorjahr, im Wesentlichen beeinflusst durch eine starke Binnennachfrage. Die privaten Konsumausgaben stiegen 2018 preisbereinigt um 1,0%, wie im Vorjahr. Ein Rückgang der Wachstumsraten ist erkennbar. Ein Trend, welcher sich auch 2019 fortsetzen wird.

Von dieser gesamtwirtschaftlichen stabilen Entwicklung konnte das Markenumfeld in welchem wir uns bewegen, auch im vergangenen Jahr nicht profitieren. Die Marktstudie der Unternehmensberatung Hachmeister und Partner, Bielefeld, welche das gehobene Marktsegment der Wäsche, Miederwaren und Dessous im Umfeld der Markenhersteller im Jahre 2018 durchleuchtet, weist für den Damen - Wäschemarkt einen Rückgang von 1,5% aus.

Der Markt für Herrenwäsche ging nach der Studie von Hachmeister und Partner im Jahr 2018 um 5,9%. zurück.

Innerhalb dieser Rahmenbedingungen und Marktentwicklungen konnte die Mey Unternehmensgruppe in allen Produktsegmenten und Vertriebskanälen im Jahr 2018 nun mehr im 7. aufeinanderfolgenden Jahr überproportional wachsen und in einem insgesamt sinkenden Markt weitere Marktanteile gewinnen. Dies zeigt folgende Umsatzentwicklung:

Wert in Mio. Euro
Bereiche 2018 2017 %
Mey Damen- und Herrenwäsche 79,9 77,9  
Mey Retail GmbH 6,9 6,6  
Mey gesamt 86,8 84,5 2,3

Die Kernumsätze vor Erlösschmälerungen sind 2018 gegenüber dem Vorjahr um 2,3 % auf 86,8 Mio. € (Vorjahr 84,5 Mio. €) gestiegen.

Die Auslandsumsätze vor Erlösschmälerungen sind leicht gesunken und liegen jetzt bei 17,6 Mio. €. Der Exportanteil beträgt 20,3 % (Vorjahr 20,9 %)

Aufteilung des Brutto - Auslandsumsatzes:

In T-Euro 2018 2017 Abw. %
EU-Ausland 14.831 14.703 0,9
Dritt - Ausland 2.779 3.024 -8,1
Gesamt 17.610 17.727 -0,7

Die Auftragseingangssituation zum Ende des vergangenen Jahres lässt sich wie folgt zusammenfassen:

F/S 2019 H/W 2018 F/S 2018 H/W 2017
T-Euro T-Euro T-Euro T-Euro
Vororder 12.361 13.597 11.461 12.848
Sofortverkauf Noch nicht abgeschlossen 35.628 30.656 33.534

Das Geschäftsjahr 2018 war wie das Vorjahr geprägt von guten Umsatzzuwächsen in den Produktsegmenten Nachtwäsche und Dessous. Das neue Segment Swimwear Herren hat sich auch im zweiten Jahr nach der Einführung gut verkauft. Die Tagwäsche ist Produktbereich Damenwäsche wieder leicht gewachsen, im Produktbereich Herrenwäsche ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Die Produktionskapazitäten waren das ganze Jahr vollständig ausgelastet. Kapazitätsengpässe konnten durch zusätzliche Kapazitäten bei Lohnkonfektionären ausgeglichen werden. Die Auslieferungsquote an den Fachhandel blieb weiterhin auf einem außerordentlich guten Niveau. Mey wurde in einer repräsentativen Online-Befragung der Fachzeitschrift Textilwirtschaft von Einkaufsverantwortlichen in Wäsche-Fachgeschäften und dem größeren Fachhandel zur TOP MARKE 2018 -Damenwäsche - gewählt. Ausgezeichnet wurden Material, Qualität, Passform, Stilistik, Warenlieferung, Unterstützung am POS und faire Partnerschaft. Die Auszeichnung mit FORUM - Preises 2018 der Fachzeitschrift Textilwirtschaft in der Kategorie Markenindustrie bestätigt die strategische Ausrichtung von Mey. Ausgezeichnet wurde die Produktinnovation, die Kommunikation, das moderne Store-Design, die Multi-Channel Kompetenz und die Nachhaltigkeit in Produktion und Sourcing.

Die Ertragslage wird weiter beeinflusst durch strategische Investitionen in neue Produktsegmente, die Marke Mey und in den eigenen Retail.

3.) Lage des Konzerns

a) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 31.12.2018 beläuft sich auf rund 67,1 Mio. Euro; sie liegt damit um 2,8 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres. Das Eigenkapital beträgt 33,0 Mio. €. Die Eigenkapitalquote beträgt 49,3 % (Vorjahr 48,5 %).

Der Wert des Anlagevermögens ist um rd. 0,3 Mio. Euro gesunken. Leasing als Finanzierungsinstrument wird zum Teil bei Fahrzeugen und bei kurzzyklischen Investitionsgütern im IT - Bereich angewandt.

Das Vorratsvermögen stieg um 3,0 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 44,0 Mio. Euro. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 4,4 Mio. Euro (Vorjahr 4,3 Mio. Euro). Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen 3,2 Mio. Euro (Vorjahr 3,5 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen am Bilanzstichtag 3,8 Mio. Euro und lagen um 0,9 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen 5,4 Mio. Euro (Vorjahr 5,8 Mio. Euro).

Die Gesellschaft ist ausreichend finanziert. Die Eigenkapitalquote unter Hinzuziehung der langfristigen Gesellschafterdarlehen beträgt 71,0 %.

b) Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar: 2018 / TE % 2017 / TE %
Umsatzerlöse 84.829 99,4 80.512 98,6
Gesamtleistung 85.383 100,0 81.622 100,0
Materialaufwand 36.899 43,2 37.341 41,6
Sonstige betriebl. Aufwendg. abzügl. Erträge 16.089 18,8 15.464 19,0
Personalaufwand 23.367 27,4 22.687 27,80
Abschreibungen 2.485 2,9 2.523 3,1
Betriebsergebnis 6.624 7,8 6.980 8,6
Nettofinanzergebnis -821 -1,0 -809 -1,0
Ergebnis vor Ertrag- und sonstigen Steuern 5.721 6,7 6.171 7,6
Ertragsteuern 903 1,1 938 1,2
Ergebnis 4.818 5,6 5.164 6,3

Die erzielten Kern - Umsatzerlöse nach Abzug der Erlösschmälerungen sind in 2018 gegenüber dem Vorjahr mit 6,0 % weiter gestiegen. Die Damenwäsche hatte im Produktsegment Nachtwäsche das größte Wachstum zu verzeichnen. Das Segment Dessous stieg ebenfalls wieder deutlich im zweistelligen Bereich. Der traditionell stärkste Bereich, die Tageswäsche konnte leicht gesteigert werden. Neben dem eigenen Retail wuchsen die Vertragskunden auch in 2018 überproportional. Der Umsatz der Produktgruppe Herrenwäsche lag in 2018 leicht über dem Vorjahreswert. Die Absatzmöglichkeiten im eigenen Retail bieten der Mey Herrenwäsche überproportionale Wachstumschancen.

Das operative Ergebnis der Konzerngesellschaft liegt um T-€ 346 unter dem Vorjahreswert.

Der EBIT beträgt 2018 T-€ 6.624. Dies entspricht einer Quote von 7,8% der Gesamtleistung. Der EBITDA beträgt T-€ 9.109. Dies entspricht einer Quote von 10,7% der Gesamtleistung.

4.) Nachtragsbericht

Dieser Berichtsteil wurde ab 2016 in den Anhang verschoben.

5.) Chancen - und Risikobericht

Chancen: Die Marke Mey ist als Produktspezialist mit hoher modischer Kompetenz unverändert gut positioniert. Der 2010 begonnene Aufbau eigener Monomarken Stores wird mit ausgewählten Standorten weitergeführt und eröffnet weitere notwendige Absatzkanäle, welche den Rückgang des textilen Einzelhandels kompensieren und zusätzliche Marktchancen eröffnen werden. Die Produktion in eigenen Werken sichert die Qualitäts- und Innovationsführerschaft im Bereich der Tages- und -nachtwäsche. Mey verfügt über einen qualifizierten Mitarbeiterstamm, welcher das vorhandene Entwicklungs- und Produktions - Know - How auf dem Spezialgebiet der Wäsche- und Dessousherstellung auch für die Zukunft sichert.

Chancen: Mey ist seit 2012 bluesign® System-Partner. Die Marke Mey steht für Wohlfühlen. Nachhaltigkeit ist neben Qualität, Innovation und Attraktivität einer unserer zentralen Markenwerte und damit fest in unserer Unternehmensphilosophie verankert. Die umfassende, an der gesamten textilen Wertschöpfungskette ausgerichtete Sichtweise des bluesign® system passt perfekt zu uns als echtem Hersteller, der seine Produkte in eigenen Werken fertigt. Unsere Wäsche Serie Mey Organic, ist seit 2017 GOTS zertifiziert. Der Global Organic Textile Standard ist ein weltweiter Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern. Sozialkriterien sowie umwelttechnische Anforderungen stehen im Vordergrund der Zertifizierung.

Externe Risiken: Grundsätzlich bestehen weltweit allgemeine Risiken von politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Veränderungen, deren Auswirkungen nur schwer einzuschätzen sind. Von den bekannten wirtschaftlichen Schwierigkeiten unserer Produktionsstandorte Portugal und Ungarn sind wir unmittelbar nicht betroffen.

Theoretisch bestehen Risiken in Form von terroristischen Akten und Naturkatastrophen. Versicherungsschutz ist da gegeben, wo solche Risiken versicherbar sind.

Interne Risiken: Unser bestehendes Berichtswesen ist dazu geeignet wesentliche Veränderungen und Abweichungen zum Unternehmensplan zu erkennen und ermöglicht rechtzeitige Gegenmaßnahmen. Unsere Forderungen unterliegen einem strikten Forderungsmanagement in Form von einem geregelten Mahnwesen verbunden mit einer Liefersperre für säumige Zahler. Eine Kreditversicherung ist derzeit nicht abgeschlossen. Unsere bestehende Produktionsstruktur mit überwiegend eigenen Produktionskapazitäten birgt das Risiko bei gravierenden Marktveränderungen notwendige Anpassungsmaßnahmen nur langsam vollziehen zu können. Zunehmende Konsignationslagerflächen, der Ausbau des eigenen B2C Geschäftes und der Trend zu höherwertigen Produkten im Bereich der Dessous führen zu steigenden Lagerbeständen und damit zu einer weiter zunehmenden Kapitalbindung.

Marktrisiken: Ein Großteil unserer Kollektion besteht aus sofort lieferbaren Basisartikeln, welche keinem besonderen modischen Risiko unterliegen. Für unser modisches Sortiment besteht jede Saison das Risiko, dass Teile vom Markt nur unzureichend angenommen werden. Durch Vororderaufträge und Einmaldispositionen in diesen Segmenten wird das Risiko mengenmäßig beschränkt. Das Risiko einer Fehleinschätzung modischer Entwicklungen besteht unverändert. Dieses Risiko kann über eigene Factory Outlets jedoch weitgehend aufgefangen werden.

Haftungs- und sonstige Schadensfälle sind mit ausreichenden Deckungssummen, deren Höhe mindestens jährlich überprüft wird, versichert.

Währungsrisiken: Währungsrisiken für Importwaren werden durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Absicherungen von Währungsrisiken im Bereich der Kundenforderungen sind nicht erforderlich.

IT-Risiken: Risiken im IT-Bereich werden durch laufende Investitionen in modernste Infrastrukturen im Bereich der Großrechner und der Serverlandschaft und einer permanenten Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen begegnet.

Am Wäschemarkt steigt unverändert der Preisdruck durch die rasante Expansion von vertikal operierenden Filialisten im In- und Ausland.

Der Zusammenschluss zweier unserer größten Kunden. der Warenhauskonzerne Kaufhof und Karstadt führt zu einer weiteren Konzentration der Handelslandschaft, was durchaus als Risiko für unsere Absatzkanäle gesehen werden kann.

Im Jahr 2018 hatten wir Preiserhöhungen bei Materialien aus Baumwolle und Polyamid und etwas stärkere Erhöhungen bei Wolle. Insgesamt war die Preisentwicklung moderat. Für das Jahr 2019 gehen wir beim Rohmaterial von stabilen Preisen aus. In einzelnen Bereichen, wie bspw. der Wolle sehen wir weitere Preissteigerungen, diese können aber durch sinkende Preise oder günstigere Beschaffungsländer bei anderen Materialien kompensiert werden.

Die größere Herausforderung sehen wir im anhaltenden Lieferantensterben in Europa. Damit wird unsere europäische Lieferantenstruktur weiter geschwächt und wir müssen zunehmend auf Drittländer, wie bspw. die Türkei und China ausweichen. Dem Preisvorteil stehen hier ein steigendes Wechselkursrisiko, deutlich längere Lieferzeiten und die damit verbundenen Bestandserhöhungen entgegen. Darüber hinaus sind unsere bestehenden Lieferanten immer weniger bereit einen Lagerservice zu übernehmen, was ebenfalls zu steigenden Beständen führt.

Durch das erfreuliche Umsatzwachstum, das automatisch zu einem höheren Kapazitätsbedarf führt, arbeiten wir mit immer mehr Lohnbetrieben und Handelswarenpartnern zusammen. Aufgrund der Tatsache, dass unser Wachstum besonders stark aus den Segmenten Nachtwäsche und Dessous kommt, die gleichzeitig sehr lohnintensiv sind, steigt unser Kapazitätsbedarf schneller als der Umsatz. Dadurch muss der Bereich Beschaffung und Produktion in einigen Bereich neu organisiert und zusätzliche Ressourcen in Personal und Logistikfläche zur Verfügung gestellt werden.

Der Tarifabschluss der südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie hat eine Gültigkeit bis zum 31.01.2021. Nach Einmalzahlungen im April 2019 werden die Tariflöhne der Textil- und Bekleidungsindustrie auf Basis der Tariftabellen zum 01.08.2019 um 2,6% und zum 01.09.2020 um 2,3% erhöht.

6.) Prognosebericht

Wir erwarten auch für 2019 keine Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Die Wachstumsprognosen der Bundesregierung für 2019 sind deutlich zurückhaltender, als in den Jahren zuvor. Von einer anhaltend stabilen Wirtschaftslage gehen wir in 2019 nicht aus. Zu groß sind die externen Einflussmöglichkeiten, sei es Eurokrise, unverändert hohe Staatsverschuldungen innerhalb und außerhalb Europas sowie weiter instabile politische Situationen in Europa, Osteuropa, Asien und im Nahen Osten.

Im Inland erwarten wir im B2B als auch im B2C Geschäfte weitere Umsatzzuwächse.

Auf dem Exportmarkt sehen wir für unsere Produkte in 2019 weitere Wachstumschancen. Mit Kanada und Italien werden neue strategisch wichtige Exportmärkte erschlossen.

Für 2019 sind unverändert hohe Marketinginvestitionen und Investitionen in neue Produktsegmente geplant. Die Umsätze im eigenen Retail erwarten wir für 2018 ein flächenbereinigtes Wachstum zwischen 5 und 10%, bei gleichzeitig weiter verbesserter Ertragslage.

Die für 2019 geplanten Investitionen im operativen Bereich bewegen sich im Rahmen der Abschreibungen des abgelaufenen Geschäftsjahres.

 

Albstadt, den 14. Juni 2019

Die Geschäftsführung

Matthias Mey

Roland Kull

Florian Mey

Markus Mey

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Mey GmbH & Co. KG, Albstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Mey GmbH & Co. KG, Albstadt, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Mey GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 14. Juni 2019

H/W/S GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Harald Pfost, Wirtschaftsprüfer

Ingo Haug, Wirtschaftsprüfer

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