AstraZeneca Computational Pathology GmbH

Landsberger Straße 300, 80687 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 251893
Vorher
Definiens GmbH
Eingetragen
2.10.2019
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Entwicklung und Nutzung von KI-gestützter Forschung, Software und Dienstleistungen zur Unterstützung und Beschleunigung der Arzneimittelentwicklung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Samora Masi
seit 16.12.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AstraZeneca UK LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

AstraZeneca UK Limited
United Kingdom
13.990.187 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AstraZeneca Computational Pathology GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

1.1. Geschäftsmodell

Die Gesellschaft ist unter der Firma AstraZeneca Computational Pathology GmbH, mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 251893 eingetragen. Der Geschäftszweck der Gesellschaft richtet sich vollständig auf die konzerninterne Entwicklung und Nutzung von mit künstlicher Intelligenz gestützter Forschung, Software und Dienstleistungen zur Unterstützung und Beschleunigung der Arzneimittelentwicklung. Die Kernkompetenz liegt auf der Entwicklung von Biomarkern basierend auf bildgebenden Verfahren. Dazu werden neueste Technologien und Methoden der Computational Pathology erforscht, angewandt und Daten wissenschaftlich analysiert.

Die AstraZeneca Computational Pathology GmbH erbringt ausschließlich Leistungen für Forschung und Entwicklung auf Basis des Research and Development Services Agreements mit der AstraZeneca AB welches mit Wirkung vom 1. Januar 2021 abgeschlossen wurde.

Die AstraZeneca Gruppe ist ein globales, wissenschaftsorientiertes, patientenorientiertes biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Entdeckung, Entwicklung und Vermarktung von verschreibungspflichtigen Medikamenten für einige der schwersten Krankheiten der Welt konzentriert.

Die Aufgabe der AstraZeneca Computational Pathology GmbH ist die Gewinnung von Wissen und Erkenntnissen aus Bilddaten und anderen Datensätzen (z. B. Genom, Proteom, Transkriptom) zur Unterstützung der Arzneimittelentwicklung und der Entdeckung von Biomarkern in der frühen Onkologie durch eine Reihe von Datenaufbereitungs-, Modellierungs-, Analyse- und/oder Visualisierungstechniken.

Anwendung von Fachwissen findet in den Bereichen Bildanalyse, maschinelles Lernen, künstliche Intelligenz, statistische Modellierung und/oder angewandte Mathematik, Pathologie, Zell- oder Molekularbiologie, Immunologie, Krebsbiologie und/oder Pharmakologie statt, um innovative datenwissenschaftliche Lösungen zu entwickeln und zu betreiben.

Ziel ist der Entwurf und die Entwicklung von Bildanalyse- und Data-Science-Lösungen, die den Zielen von Arzneimittelentwicklungsprojekten dienen, einschließlich Anforderungsanalyse, Entwicklung, Implementierung, Einsatz und Ergebnisbereitstellung.

1.2. Strategie

Die Gesellschaft erbringt ausschließlich konzerninterne Forschungs- und Entwicklungsleistungen an die AstraZeneca AB, Schweden.

Der Fokus liegt auf der Entdeckung, Entwicklung und Umsetzung von Biomarkern und translationale Wissenschaft in Zusammenarbeit mit mehreren funktionsübergreifenden Teams sowie die Generierung digitaler Biomarkerdaten als Orientierungshilfe für die Auswahl von Indikationen und die Identifizierung von Zielpatientengruppen. Letztendlich sollen diese Informationen zur weiteren Medikamentenentwicklung und möglicher kommerzieller Anwendung für den Patienten führen.

1.3. Marktumfeld und Rahmenbedingungen

Durch die erfolgreiche fachübergreifende Entdeckung, Entwicklung und Umsetzung von Biomarkern und translationale Wissenschaft leistet die Gesellschaft unserer Meinung nach einen erheblichen und steigenden Beitrag zur AstraZeneca Onkologie-Pipeline.

Durch die wachsende Nachfrage im Konzern erwarten wir, dass die Auftragslage mittel- wie langfristig weiterhin ansteigen wird.

Der Markt für digitale Pathologie wird bis 2034 voraussichtlich 3,8 Mrd. US-Dollar erreichen, dies mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 13,6%. 1

Digitale Pathologie (wovon die Computational Pathology nur eine Untergruppe ist), ist eine bildbasierte Computer-Technologie, die durch eine digitale Folie die Verwaltung von Informationen ermöglicht. Die Digitalisierung der Pathologie hat unter anderem zu einer Automatisierung von Tests bei der Krankheitsdiagnose geführt. Zum Beispiel kann ein einziges digitales Instrument Tests durchführen, für die Pathologen früher fünf Instrumente benötigten. Digitale Pathologielösungen bietet die Prüfung und Analyse von Bildern auf einem Computer sowie hochauflösendes Scannen von Proben und die Online-Speicherung von digitalen Objektträgern. Dies ermöglicht Pathologen Objektträger ohne physische Beweise zu überprüfen.

Einige der Schlüsselfaktoren wie effiziente Kosten für digitale Pathologieprodukte, einfacher virtueller Transport von Objektträgern und hohe Effizienz digitaler Pathologiesysteme sind die Hauptfaktoren, die das Wachstum des globalen digitalen Pathologiemarktes fördern. Darüber hinaus treibt die zunehmende Akzeptanz der digitalen Pathologie im Vergleich zur konventionellen Pathologiediagnostik das Marktwachstum an. Allerdings behindern unklare Erstattungsrichtlinien, der Mangel an qualifiziertem Personal und die mangelnde Bereitschaft älterer Pathologen, neue Technologien zu übernehmen, das Wachstum dieses Marktes. Darüber hinaus wird erwartet, dass der Anstieg von Initiativen zur Kommerzialisierung kosteneffizienter digitaler Pathologiesysteme in der Zukunft profitable Wachstumsmöglichkeiten für Dienstleistungsanbieter bieten wird.

Die gruppeninternen Aktivitäten im Segment "Pre-Clinical Development" richten sich auf die Unterstützung bei der systematischen Untersuchung von Gewebe-Bilddaten auf Korrelationen mit klinisch relevanten Verlaufsparametern wie z.B. krankheitsfreies Überleben zur Entwicklung gewebebasierter Biomarker aus. Dadurch können völlig neue Diagnoseverfahren und Therapieansätze für die Routineversorgung von Patienten entdeckt und entwickelt werden, die bislang aus technologischen Gründen unerreichbar geblieben sind.

Die Muttergesellschaft bewertet die Ziel-Märkte im Bereich der digitalen Pathologie als robust und als langfristig attraktiv mit großem Wachstumspotenzial und erkennt das Potenzial der AstraZeneca Computational Pathology GmbH hierbei als Kompetenzcenter innerhalb des Konzerns an.

1 https://www.globenewswire.com/en/news-release/2024/02/01/2822412/0/en/Digital-Pathology-Market-Size-Share-to-Exceed-USD-3-8-Billion-by-2034-at-CAGR-of-13-6-Revolutionizing-Healthcare-Navigating-the-Future-with-Digital-Pathology-Solutions-PMI-Leads-th.html#:~:text=Covina%2C%20Feb.,What%20is%20Digital%20Pathology%3F

1.4. Der Steuerung zugrundeliegende Leistungsindikatoren

Da lediglich konzerninterne Dienstleistungen anhand des Research and Development Service Agreements erbracht werden, werden die Aufwendungen (exkl. Steueraufwendungen) als einzige Steuerungsgröße verwendet.

1.5. Ertragslage und Prognose-Ist-Vergleich

Die Umsatzerlöse der AstraZeneca Computational Pathology GmbH in Höhe von TEUR 27.012 haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.947 bzw. 22,4% erhöht. Die Gesellschaft erzielt ausschließlich konzerninterne Umsatzerlöse aus Dienstleistungen auf Cost Plus Basis. Zugrundeliegend hierfür ist ein in 2021 geschlossenes Research and Development Services Agreement mit der AstraZeneca AB, Södertälje/ Schweden.

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.815 auf TEUR 18.609 erhöht. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Zunahme der Gehaltsaufwendungen aufgrund des Anstiegs der Mitarbeiteranzahl um 20 sowie auf die allgemeine inflationäre Entwicklung zurückzuführen.

In den allgemeinen Verwaltungskosten sind Personal- und Sachkosten, Rechts- und Beratungskosten, IT Kosten, sowie Abschreibungen des Verwaltungsbereiches enthalten. Sie sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 702 auf TEUR 5.856 gestiegen. Dieses ist im Wesentlichen auf die Bildung der Einzelrückstellung in Höhe von TEUR 1.789 zurückzuführen, die im Zusammenhang mit Zahlungsverpflichtungen aus Aktienoptionen und Ähnlichem aus der Veräußerung der Anteile der Gesellschaft an den AstraZeneca Konzern in 2014 steht.

Die Aufwendungen des Geschäftsjahres in Höhe von MEUR 25 liegen über den im Jahresabschluss 2022 prognostizierten Aufwendungen von rund MEUR 24.Dies betrifft im Wesentlichen die nicht geplante Bildung der Einzelrückstellung für eine Zahlungsverpflichtungen aus Aktienoptionen und Ähnlichem die im Zusammenhang mit der Veräußerung der Anteile der Gesellschaft an den AstraZeneca Konzern in 2014 steht.

Der Jahresüberschuss hat sich um TEUR 175 auf TEUR 2.686 (Vj. TEUR 2.861) geringfügig reduziert. Das höhere Ergebnis im Vorjahr ist im Wesentlichen auf sonstige betriebliche Erträge aus dem Liquidationserlös der Definiens Inc. in Höhe von TEUR 420 und der Auflösung einer Rückstellung in Höhe von TEUR 282 als Einmaleffekte zurückzuführen. Diese Effekte aus dem Vorjahr konnten im Geschäftsjahr 2023 nicht vollständig durch ein deutliche verbessertes Zinsergebnis kompensiert werden.

1.6. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöht sich zum 31. Dezember 2023 um TEUR 4.269 auf TEUR 38.869 (Vj. TEUR 34.600).

Das Anlagevermögen hat sich zum Bilanzstichtag um TEUR 262 auf TEUR 221 (Vj. TEUR 483), im Wesentlichen bedingt durch planmäßige Abschreibungen, reduziert.

Das Umlaufvermögen hat sich zum Bilanzstichtag um TEUR 4.543 auf TEUR 38.590 (Vj. TEUR 34.047) erhöht. Die Zunahme betrifft vornehmlich die Forderung gegen verbundene Unternehmen aufgrund der Cost Plus sowie der Cash-Pooling Vereinbarungen (siehe unter "2. Lage der Gesellschaft").

Zum Bilanzstichtag wird ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 31.790 (Vj. TEUR 29.104) ausgewiesen. Der Anstieg basiert auf der Verminderung des Bilanzverlustes aufgrund der Verrechnung mit dem Jahresüberschuss des Vorjahes in Höhe von TEUR 2.861. Die Eigenkapitalquote sank demzufolge bei nahezu gleichbleibendem Jahresüberschuss von 84,1% im Vorjahr auf 81,8%.

Die Steuerrückstellungen betragen TEUR 410 (Vj. TEUR 423). Die Sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 7.642 (Vj. TEUR 3.523). Die Steigerung basiert im Wesentlichen auf einer Einzelrückstellung (vgl. 1.5.).

1.7. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gesellschaft wurden im Berichtsjahr weiterhin auf hohem und konzentriertem Niveau fortgeführt. Der Aufwand hierfür beträgt TEUR 18.609 (Vj. TEUR 14.794). Die Anzahl der Mitarbeiter in diesem Bereich hat gegenüber dem Vorjahr um 20 auf 120 Mitarbeiter zugenommen. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung in Bezug auf die Umsatzerlöse beträgen 65% (Vorjahr 67%).

Zentrale Aufgabe unserer konzernweit und länderübergreifend arbeitenden Forschung ist es, alle Schritte des Wertschöpfungsprozesses vom Empfang der bildgebenden Daten über die Analyse bis zu den klinischen Ergebnissen die Prozesstechnologie kontinuierlich zu optimieren und weiterzuentwickeln. Ziele sind dabei energetisch effiziente Prozesse im interdisziplinarischen Umfeld.

Entsprechende Patentanmeldungen insbesondere in den Bereichen Deep Learning für bildgebende Verfahren sichern das Know-how und stärken die Dienstleistungsposition innerhalb des Konzerns.

Zahlreiche Projekte werden konzernübergreifend durchgeführt.

1.8. Personalentwicklung Mitarbeiter und Organe

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Berichtsjahr 136 (Vj. 112).

1.9. Investitionen

Das Investitionsvolumen in das Anlagevermögen der Gesellschaft betrug im Berichtsjahr TEUR 39 (Vj. TEUR 38).

2. Lage der Gesellschaft

Die Konzernmutter AstraZeneca unterstützt die Entwicklung der Gesellschaft durch Bereitstellung finanzieller Mittel. Durch die vollständige Integration in den AstraZeneca Konzern, das Cash Pooling Agreement sowie das Research and Development Services Agreement ist der Fortbestand der Tätigkeit der Gesellschaft gesichert. Darüber hinaus hat sich die Konzernmutter AstraZeneca PLC gegenüber AstraZeneca Computational Pathology GmbH in einer Patronats- und Rangrücktrittsvereinbarung dazu verpflichtet, die Gesellschaft stets in die Lage zu versetzen, alle fälligen Verbindlichkeiten gegenüber ihren Gläubigern erfüllen zu können. Die Patronats- und Rangrücktrittsvereinbarung ist bis zum 31.10.2025 befristet.

3. Chancen und Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung und Risikomanagement

Grundsätzlich ist AstraZeneca Computational Pathology GmbH aufgrund der bestehenden Verträge für die interne Kostenverrechnung und dem Cash-Pooling nicht mehr den Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns im Pharma-Bereich ausgesetzt. Das Management geht nur Risiken ein, die aus seiner Sicht kalkulierbar bzw. im Rahmen der zu erzielenden Wertschöpfung unvermeidbar sind.

3.1. Risikomanagement

Grundlage des Risikomanagement-Systems der Gesellschaft ist die monatliche Berichterstattung. Das Reporting zur Muttergesellschaft für den Konzernabschluss wird auch für den internen Soll-Ist-Vergleich verwendet. Hierzu wird die detaillierte, strategische Planung verwendet und vorhandene Abweichungen analysiert. Durch ein internes Berichtswesen mit detaillierten Planungs- und Kontrollprozessen begegnet die Gesellschaft möglichen Managementrisiken. Die Gesellschaft ist in das konzernweite Enterprise Risk Management Rahmenwerk integriert und ein entsprechendes Monitoring von Berichten über Kontrolle und Einhaltung von Vorschriften ist etabliert.

Die Bewertung der nachfolgend dargestellten Risiken ist durch die Reihenfolge von gering zu hoch gewichtet.

3.2. Risiken

Risiko des Russland-Ukraine-Konfliktes:

Direkte Auswirkungen des Russland-Ukraine Konfliktes auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage dieses Abschlusses ergeben sich nicht. Indirekte Risiken wie Preissteigerungen etc. sind über das Research and Development Services Agreement abgedeckt.

Risiken der Informationstechnologie ("IT") und des Datenschutzes:

Der überwiegende Teil der Datensteuerungssysteme sowie Serviceleistungen ist von einer funktionierenden und störungsfreien IT-Architektur abhängig. Der Ausfall von wesentlichen Servern, Cloud basierenden Diensten, ERP-Systemen, Nichtverfügbarkeiten sowie unautorisiertes Eindringen in Netzwerke (Cyber-Crime) können zu einem Verlust von nicht mehr aufholbaren Dienstleistungen, zu Beeinträchtigung der Qualität oder Verzögerungen führen und damit nachteilig für die Gesellschaft sein. Wie andere Unternehmen kann auch AstraZeneca Computational Patholoy GmbH ein Ziel von Cyber-Angriffen sein. Cyber-Angriffe könnten möglicherweise zur Offenlegung, Verfälschung, Spionage, Verlust von Informationen, Missbrauch von Informationssystemen sowie zu Fehlern oder Ausfällen in der Dienstleistung führen. Dies hätte wiederum negative Auswirkungen auf die Reputation der Gesellschaft. Selbstentwickelte Software und eine große Anzahl verschiedener angewendeter Systeme stellen ein zusätzliches Risiko dar, wodurch Datenqualität und Prozesse beeinträchtigt sein könnten. Durch die Integration der IT und dem AstraZeneca IT Qualität Management Framework in die Gruppe, sind die Cyber Security Risiken bestmöglich adressiert.

Die unsachgemäße und nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprechende Handhabung von schützenswerten und vertraulichen Daten kann ebenfalls ein Risiko darstellen. Das Risiko ist aufgrund des internen AstraZeneca Regelwerks basierend auf den NIST Cyber Security Framework, der IT Integration in die Gruppe und der Datenschutz-Grundverordnung ("DSGVO") als niedrig zu bewerten.

Personalrisiken:

AstraZeneca Computational Pathology GmbH benötigt fortwährend hoch qualifizierte Mitarbeiter. Der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter ist in den Regionen, in denen die Gesellschaft geschäftlich tätig ist, weiterhin intensiv.

Die zukünftige wirtschaftliche und konzerninterne Entwicklung von AstraZeneca Computational Pathology GmbH wird wesentlich davon bestimmt, dass entsprechend qualifizierte Fach- und Führungskräfte rekrutiert, integriert, weiterentwickelt und dauerhaft gehalten werden können. AstraZeneca bietet in diesem Zusammenhang ein äußerst attraktives Arbeitsumfeld und vor allem umfangreiche Weiterentwicklungsprogramme für alle Mitarbeiterbereiche an.

Der Abgang von Schlüsselpersonen muss durch rechtzeitige Rekrutierung neuer Mitarbeiter oder interne Nachfolger aufgefangen werden. Sollte dies nicht gelingen, ist das Risiko einer Verschlechterung der Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft gegeben. Diesem Risiko wird durch die konsequente Mitarbeiterweiterentwicklung sowohl für Kernkompetenzen als auch auf Führungsebene entgegengewirkt.

Ein Arbeitskräftemangel, Streiks, Abfluss oder unbefugte Weitergabe von Know-how können zu einer Beeinträchtigung der Dienstleistung sowie Einschränkungen in anderen Unternehmensbereichen führen und damit ebenfalls die Produktivität sowie die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage belasten.

Insgesamt ist das Risiko als niedrig zu bewerten.

Konzernabhängigkeit/Finanzierung:

Aufgrund der Entscheidung, dass die Gesellschaft ausschließlich konzerninterne Dienstleistungen zu konzerninternen Verrechnungspreisen auf Basis des Research and Development Services Agreement erbringt, besteht eine vollständige Abhängigkeit der Gesellschaft vom Mutterkonzern.

Aufgrund der kurzfristigen Kündbarkeit des Cost Plus Agreements sowie des Cash-Pooling Agreements wird durch die oberste Muttergesellschaft AstraZeneca PLC eine bis 31. Oktober 2025 weder widerrufliche noch kündbare Patronats- und Rangrücktrittserklärung gewährt. Insofern geht die Geschäftsleitung von der positiven Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aus.

Zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der eigenen Technologie ist die Gesellschaft auch weiterhin auf die Bereitstellung von Finanzmitteln durch die Konzernmutter angewiesen.

Aufgrund des Alleinstellungsmerkmals der computergestützten Bildanalyse, im Gesamtkonzern wird das Risiko der Konzernabhängigkeit als niedrig angesehen.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen aufgrund des Research and Development Services Agreements sowie des Cash Pooling Agreements nicht.

Zahlungsverpflichtungen aus Aktienoptionen und Ähnlichem:

Die Zahlungsverpflichtungen aus Aktienoptionen und Ähnlichem für den ersten Milestone ist als wahrscheinlich anzusehen und die Geschäftsführung hat im Geschäftsjahr 2023 demzufolge eine Rückstellung in Höhe von TEUR 1.789 für eine Zahlungsverpflichtungen des ersten Milestones an die Berechtigten gebildet. Die Zahlungsverpflichtungen der weiteren zwei Milestones werden weiterhin als unwahrscheinlich eingeschätzt und deshalb erfolgt der Ausweis weiterhin unten den sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den weiteren zwei Milestones wird als niedrig angesehen.

3.3. Chancen

Aufgrund der strategischen Relevanz der digitalen Bildanalyse für den Gesamtkonzern ergeben sich durch die vollständige Integration Chancen der Weiterentwicklung der Technologien, die ausschließlich durch AstraZeneca angeboten und nicht an konzernfremde Unternehmen weiter gegeben werden.

Durch das immer größer werdende Datenvolumen für Bildanalysen steigt auch die Nachfrage in gleichem Maße, jedoch hat der Markt keinen Zugriff auf unsere Ergebnisse. Es profitiert nur der Konzern.

Der Konzern wird weitere Investitionen tätigen, um durch konsequente Weiterentwicklung der eigenen Technologien sowie durch die Absicherung des "Intellectual Property" über Patente und andere Schutzrechte, den bestehenden Wettbewerbsvorsprung zu halten.

Die Chance der AstraZeneca Computational Pathology GmbH besteht im Wesentlichen darin, für den Mutterkonzern größere Einblicke in die Biologie und deren Wirkungsmechanismen zu ermöglichen. Somit erbringt die Gesellschaft einen direkten Beitrag zur erfolgreichen Medikamentenentwicklung im Bereich Onkologie.

3.4. Gesamtsituation

Die Geschäftsleitung betrachtet die Gesamtsituation aufgrund der Eingliederung in die AstraZeneca Gruppe insgesamt als gesichert.

4. Prognosebericht

Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass sich die Dynamik im Konzern für Bildanalyse und computationalen Pathologie auch in den nächsten Jahren positiv und attraktiv entwickeln wird.

Im Zusammenhang mit den gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten der AstraZeneca Computational Pathology GmbH werden auch die zukünftigen Umsätze ausschließlich aus der Cost-Plus Abrechnung gemäß dem Research and Development Service Agreement bestehen.

Zum Ende des Geschäftsjahres sind 139 Mitarbeiter in der Gesellschaft beschäftigt. In den folgenden Geschäftsjahren ist ein weiterer Anstieg geplant.

Das bestehende Cash Pooling Agreement wurde bis zum 31.Juli 2025 verlängert.

Da lediglich konzerninterne Leistungen anhand des Research and Development Services Agreement erbracht werden, werden die Aufwendungen (exkl. Steueraufwendungen) als einzige Steuerungsgröße verwendet. Die prognostizierten Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2024 betragen ca. 29 MEUR.

Mögliche Zahlungsverpflichtungen aus Aktienoptionen und Ähnlichem die im Zusammenhang mit der Veräußerung der Anteile der Gesellschaft an den AstraZeneca Konzern in 2014 ausgelöst werden könnten, könnten sich jedoch - wie die oben genannte Rückstellungsbildung im Berichtsjahr zeigt - auf die dargestellte Prognose auswirken.

 

München, 24. September 2024

Die Geschäftsführung

Nihad Bajrakterević

Dr. Hadassah Sade

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 26.626,34
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 220.617,32 456.363,71
220.617,32 482.990,05
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 38.037.630,36 33.678.452,40
2. Sonstige Vermögensgegenstände 542.469,97 368.507,03
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 185.755,14 (Vj. EUR 185.755,14) 38.580.100,33 34.046.959,43
II. Guthaben bei Kreditinstituten 10.377,39 0,00
38.590.477,72 34.046.959,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 57.450,55 69.834,02
38.868.545,59 34.599.783,50

Passiva

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 13.990.187,00 13.990.187,00
II. Kapitalrücklage 81.167.389,75 81.167.389,75
III. Bilanzverlust ./. 63.367.666,88 ./. 66.053.553,73
31.789.909,87 29.104.023,02
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 410.000,00 422.825,09
2. Sonstige Rückstellungen 6.182.062,15 3.522.700,50
6.592.062,15 3.945.525,59
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 212.965,68 753.743,85
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 292.538,28
3. Sonstige Verbindlichkeiten 273.607,89 476.360,33
davon aus Steuern EUR 272.372,70 (Vj. EUR 482.961,97)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
486.573,57 1.522.642,46
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 27.592,43
38.868.545,59 34.599.783,50

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 27.012.318,93 22.065.582,41
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 18.609.253,95 14.794.087,75
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 8.403.064,98 7.271.494,66
4. Allgemeine Verwaltungskosten 5.856.125,36 5.154.474,42
5. Sonstige betriebliche Erträge 36.985,74 1.335.020,39
davon aus Währungsumrechnung EUR 25.301,78 (Vj. EUR 40.461,03)
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 323.731,91 311.716,64
davon aus Währungsumrechnung EUR 57.822,98 (Vj. EUR 123.155,98)
./. 6.142.871,53 ./. 4.131.170,67
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 888.274,97 77.102,97
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 888.267,56 (Vj. EUR 77.102,97)
888.274,97 77.102,97
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ./. 462.581,57 ./. 356.000,00
9. Ergebnis nach Steuern 2.685.886,85 2.861.426,96
10. Sonstige Steuern 0,00 72,00
11. Jahresüberschuss 2.685.886,85 2.861.498,96
12. Verlustvortrag ./. 66.053.553,73 ./. 68.915.052,69
13. Bilanzverlust ./. 63.367.666,88 ./. 66.053.553,73

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft ist unter der Firma AstraZeneca Computational Pathology GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 251893 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB- sowie des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt und gegliedert.

Die AstraZeneca Computational Pathology GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Größenabhängige Erleichterungen gem. § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angewendet.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (3 bis 10 Jahre) um lineare, planmäßige Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden, soweit erforderlich, vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände (3 bis 10 Jahre) linear vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden, soweit erforderlich, berücksichtigt.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als passiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden zum Bilanzstichtag gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die Gesellschaft erzielt ausschließlich konzerninterne Umsatzerlöse aus Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und Nutzung von KI-gestützter Forschung, Software und Dienstleistungen zur Unterstützung und Beschleunigung der Arzneimittelentwicklung. Die Rechnungsstellung erfolgt auf Quartalsbasis im Rahmen eines mit Wirkung zum 01.01.2021 geschlossenen Research and Development Services Agreements mit der AstraZeneca AB, Södertälje/Schweden.

Außergewöhnliche Aufwands- und Ertragsposten (§ 285 Nr. 31 HGB) werden bei den entsprechenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erläutert.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Cash-Pooling mit AstraZeneca Treasury Limited. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten einen Betrag in Höhe von TEUR 186 (Vj: TEUR 186) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital in Höhe von EUR 13.990.187 ist voll eingezahlt und wird vom Alleingesellschafter, der AstraZeneca UK Ltd., Cambridge/Vereinigtes Königreich, gehalten.

Kapitalentwicklung

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzverlust Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 31.12.2022 13.990 81.167 -66.054 29.104
Jahresüberschuss 2.686 2.686
Stand 31.12.2023 13.990 81.167 -63.368 31.790

Steuerrückstellungen

Bei den Steuerrückstellungen handelt es sich um die Körperschaft- sowie Gewerbesteuerrückstellung in Höhe von TEUR 410 (Vj. TEUR 422).

Sonstige Rückstellungen

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um die folgend aufgeführten Beträge:

− Provisionen und sonstige variable Vergütungen TEUR 2.084 (Vj. TEUR 1.766)

− Aktienbasierte Vergütungen TEUR 1.987 (Vj. TEUR 379)

− ausstehende Rechnungen TEUR 921 (Vj. TEUR 902)

− Urlaubsrückstellungen/ Compensation Days TEUR 632 (Vj. TEUR 477)

− Miet - Incentive TEUR 556 (Vj. TEUR 0)

Die Zahlungsverpflichtungen aus Aktienoptionen und Ähnlichem für den ersten Milestone ist als wahrscheinlich anzusehen und die Geschäftsführung hat demzufolge eine Rückstellung in Höhe von 1,8 Mio. € für eine Zahlungsverpflichtungen des ersten Milestones an die Berechtigten gebildet. Die Zahlungsverpflichtungen der weiteren zwei Milestones werden weiterhin als unwahrscheinlich eingeschätzt und deshalb erfolgt der Ausweis weiterhin unten den sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten aller Verbindlichkeiten liegen unter einem Jahr. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Steuern TEUR 272 (Vj: TEUR 483).

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden keine in der Bilanz zu vermerkenden oder im Anhang anzugebenden bzw. aus Bilanz und Anhang nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 17.165 (Vj. TEUR 20.083). Sie betreffen im Wesentlichen mögliche Zahlungsverpflichtungen aus Aktienoptionen und Ähnlichem, die im Zusammenhang mit der Veräußerung der Anteile der Gesellschaft an den AstraZeneca Konzern in 2014 ausgelöst werden könnten in Höhe von TEUR 6.137 (Vj. TEUR 8.212) sowie Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 10.808 (Vj. TEUR 11.652).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen im Berichtsjahr sowie im Vorjahr vollständig auf konzerninterne Kostenverrechnungen mit der AstraZeneca AB auf Basis des Research and Development Service Agreements.

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Die Herstellungskosten in 2023 entfallen, wie im Vorjahr, ausschließlich auf dienstleistungsbezogene Herstellungskosten.

Materialaufwand

Der Materialaufwand in Höhe von TEUR 611 (Vj. TEUR 691) betrifft im Wesentlichen den Aufwand für bezogene Leistungen.

Personalaufwand

Die Löhne und Gehälter betragen in 2023 TEUR 13.706 (Vj. TEUR 12.169). Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung belaufen sich auf TEUR 1.906 (Vj. TEUR 1.590). Der Anstieg ist im Wesentlichen durch den Anstieg der Mitarbeiterzahl von 112 Mitarbeitern auf durchschnittlich 136 Mitarbeitern in Geschäftsjahr sowie die allgemeine inflationäre Entwicklung bedingt.

Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten bestehen aus Personal- und Sachkosten, Rechts- und Beratungskosten sowie Abschreibungen des Verwaltungsbereichs.

Die allgemeinen Verwaltungskosten enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TUR 1.789 welche Zahlungsverpflichtungen aus Aktienoptionen und Ähnlichem betreffen. Sie stehen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Anteile der Gesellschaft an den AstraZeneca Konzern in 2014. Wir verweisen auf die Ausführungen zu den sonstigen Rückstellungen. Die Aufwendungen sind von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. außergewöhnlicher Bedeutung.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 37 (Vj. TEUR 1.335) enthalten im Wesentlichen Erträge aus Kostenerstattungen sowie Währungskursgewinne. Der hohe Vorjahresbetrag war im Wesentlichen geprägt durch periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und dem Liquidationserlös einer früheren Beteiligungsgesellschaft.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 324 (Vj. TEUR 312).

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis resultiert nahezu ausschließlich aus Zinsen bezüglich der Forderungen aus dem Cash Pooling. Es ergibt sich im Berichtsjahr ein Zinsertrag in Höhe von TEUR 888 (Vj: TEUR 77). Der Effekt beruht auf der Entwicklung des EURIBOR, der als Referenz-Zinssatz im Berichtsjahr von ca. 1,5% auf ca. 3,9 % gestiegen ist.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen in voller Höhe von TEUR 463 (Vj. TEUR 356) das Geschäftsjahr 2023.

Am 28. Dezember 2023 ist das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer flankierender Maßnahmen (Mindestbesteuerungsrichtlinie - MinBestRL-UmsG) in Kraft getreten. Die AstraZeneca GmbH unterliegt mit Wirkung ab dem zum 31. Dezember 2024 endenden Geschäftsjahr den Vorschriften zur globalen Mindestbesteuerung. Es wird erwartet, dass für das Unternehmen keine Ergänzungssteuer anfällt.

Sonstige Angaben

Muttergesellschaft

Die unmittelbare Muttergesellschaft der AstraZeneca Computational Pathology GmbH ist unverändert die AstraZeneca UK Limited, Cambridge/Vereinigtes Königreich, eine Gesellschaft nach britischem Recht. Die oberste Muttergesellschaft ist die AstraZeneca PLC, Cambridge/Vereinigtes Königreich, ebenfalls eine Gesellschaft nach britischem Recht. Sie stellt einen Konzernabschluss (kleinster und größter Konsolidierungskreis) nach International Financial Reporting Standards (IFRS) auf in welchen die AstraZeneca Computational Pathology GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss kann auf der Webseite (https://www.astrazeneca.com/investor-relations/annual-reports.html) eingesehen werden

Anzahl der Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 130 Mitarbeiter (Vj. 112) beschäftigt

2023 2022
R & D 120 100
G & A 10 12
Gesamt 130 112

Geschäftsführung

Frau Birgit Hofauer, Geschäftsführerin Finanzen, Eichenau (bis zum 8. April 2024)

Frau Dr. Hadassah Sumum Sade, Geschäftsführerin Forschung und Entwicklung, Penzberg

Herr Nihad Bajrakterević, Geschäftsführer Finanzen, Kirchheim (ab 7. August 2024)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht, so dass auf die Angaben der den Geschäftsführern gewährten Gesamtbezüge verzichtet wird.

Ergebnisverwendung

In der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag liegen nicht vor.

 

München, 24. September 2024

Die Geschäftsführung

Nihad Bajrakterević

Dr. Hadassah Sade

Der Jahresabschluss wurde am 23.10.2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.465.291,37 0,00 -506.366,75 1.958.924,62
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.279.088,91 39.211,85 -3.763.733,76 2.554.567,00
8.744.380,28 39.211,85 -4.270.100,51 4.513.491,62
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -2.438.665,03 -11.171,40 490.911,81 -1.958.924,62
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -5.822.725,20 -139.461,69 3.628.237,21 -2.333.949,68
-8.261.390,23 -150.633,09 4.119.149,02 -4.292.874,30
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 26.626,34
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 220.617,32 456.363,71
220.617,32 482.990,05

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AstraZeneca Computational Pathology GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AstraZeneca Computational Pathology GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AstraZeneca Computational Pathology GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rech-nungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentspre-chung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 24. September 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Patrick Konhäuser, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sylvia Eichler, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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