Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 38748
Eingetragen
20.3.1985
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Flachglas
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Groß- und Einzelhandel mit Edelstahlen und Sonderwerkstoffen sowie die Metallverarbeitung. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die dem Gegenstand des Unternehmens dienen. Sie kann zu diesem Zweck auch andere Unternehmen gründen, erwerben und sich an ihnen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Markus Rolf Kind
seit 4.5.2005
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rolf Kind GmbH

Lindlar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht der Gesellschaft zum 31.12.2023

Rolf Kind GmbH, Lindlar

Als mittelständiges Familienunternehmen fertigt und bearbeitet die Rolf Kind GmbH seit mehr als 50 Jahren Schmiedestücke, die höchsten Anforderungen gerecht werden. Dazu zählen Bauteile aus rost- und säurebeständigen Edelstählen, Nickel-Basis-Legierungen und Titan.

Bei den individuell gefertigten Einzelstücken und Kleinserien handelt es sich in der Regel um extrem beanspruchte Bauteile, z.B. für die chemische und petrochemische Industrie, dem Öl- und Gas verarbeitenden Sektor, den Anlagen- und Kraftwerksbau sowie für internationale Forschungsprojekte - wobei der Schwerpunkt auf sehr großen Spezialbauteilen mit anspruchsvollen Geometrien liegt.

1. Darstellung des Geschäftsverlaufes

Das Jahr 2023 war für die Gesellschaft ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr. Obwohl der russische Angriffskrieg in der Ukraine seit seinem Ausbruch im Februar 2022 das Weltgeschehen immer noch beherrschte und für Paradigmenwechseln in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen sorgte, konnte das Unternehmen sich im Markt behaupten. Die aus dem Krieg resultierende Energiekrise sowie steigende Inflationsraten, geldpolitische Maßnahmen der Notenbanken, volatile Kapitalmärkte und ein massiver Vertrauensverlust der Bevölkerung und Unternehmen in die deutsche Bundesregierung haben zu einem wirtschaftlich sehr herausfordernden Umfeld geführt. Trotz dieser angespannten geopolitischen und makroökonomischen Ausgangslage hat die Rolf Kind GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr ein außerordentlich gutes Ergebnis erzielt.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen: die weltwirtschaftliche Erholung hat in 2023 deutlich an Schwung verloren. Der IWF geht davon aus, dass sich das globale Wachstum auf 2,9 % im Berichtsjahr (von 3,5 % im Jahr 2022) abschwächen wird. Dies wird vor allem auf die nachlassende Erholung nach der Pandemie, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die angespannte Situation in Nahost und die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückgeführt. Die OECD erwartet für das Berichtsjahr ebenfalls 2,9 %. Hinter den Gesamtzahlen verbergen sich wachsende Unterschiede zwischen den Regionen. Besonders ausgeprägt ist die Verlangsamung in der Eurozone, wo das Wachstum von 3,6 % im Jahr 2022 auf 0,7 % (IWF) bzw. 0,6 % (OECD) in Berichtsjahr zurückgeht.

Auch der Welthandelsbericht spiegelt dieses Bild wider. So prognostiziert der IWF, dass das Wachstum des Welthandels von 5,1 % im Jahr 2022 auf 0,9 % im Berichtsjahr zurückgeht. Damit läge das Handelswachstum deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 2000-2019 von 4,9 %. Der Rückgang im Berichtsjahr spiegelt die Entwicklung der globalen Nachfrage wider. Weitere Faktoren sind die verzögerten Auswirkungen der Dollaraufwertung, die den Handel aufgrund der weit verbreiteten Fakturierung von Produkten in Dollar verlangsamt, sowie zunehmende Handelsschranken.

Trotz dieser allgemein wirtschaftlich sehr schwierigen Rahmenbedingungen ist er der Geschäftsführung gelungen, den Umsatz der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr erheblich zu steigern und das Unternehmensergebnis auf einem hohen Niveau zu stabilisieren.

Die unternehmerischen Entscheidungen der Vorjahre, wie die wieder 100%ige Übernahme der Gesellschaftsanteile in den Familienbesitz sowie die Stärkung des Unternehmens durch nachhaltige Investitionen, z.B. in die neue Hauptverwaltung, in neue Maschinen und Anlagen sowie in eine große Photovoltaikanlage, haben sich als richtig und zukunftsweisend erwiesen.

Umsatz und Ertrag lagen im Geschäftsjahr 2023 sehr deutlich über denen der durch die Pandemie beeinflussten Geschäftsjahre. Das erwirtschaftete Ergebnis ist besser als in der ursprünglichen Unternehmensplanung vorgesehen.

Die für die Projekte im Öl- und Gasbereich wichtige Ölnachfrage war im Berichtsjahr sehr schwach. Über das Jahr gesehen sank der Ölpreis. Zum Jahresbeginn 2023 mit knapp 85 Dollar gestartet, erreichte das Barrel Rohöl zu Beginn der Auseinandersetzungen im Nahen Osten die Nähe der 100 Dollar Marke - dann setzte die Trendwende ein. Zum Jahresende wurde das Barrel zu ca. 78 Dollar gehandelt. Im Jahresdurchschnitt lag das Barrel bei ca. 80 Dollar.

Das Jahr 2023 war von starken Preisschwankungen geprägt. Die Gründe dafür waren vielfältig - u.a. Produktionskürzungen, globale Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation und geopolitische Risiken sorgten für einen unruhigen Markt. Dementsprechend war eine deutliche Verschlechterung der Investitionsfreudigkeit unserer Kunden im Öl- und Gassektor zu verzeichnen.

Auch die Metallpreise an den Börsen notierten gegenüber dem Vorjahr schwächer. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und dessen Folgen, wie Sanktionen und verschlechterte Produktionsbedingungen durch höhere Energie- und Rohstoffpreise sowie anhaltende Unterbrechungen der Lieferketten, hatten Einfluss auf den globalen Stahlmarkt und Produktionskapazitäten. Die Stahlpreise am europäischen Spotmarkt stabilisierten sich nach einer anfänglichen Abwärtstendenz im Herbst 2023. Ab diesem Zeitpunkt setzten sich Preiserhöhungen durch - auch unterstützt von gestiegenen Rohstoffpreisen.

Nach Angaben des Weltstahlverbands (World Steel Association) ist die globale Rohstahlproduktion im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben (- 0,1 %) und erreichte ein Niveau von rund 1.850 Mio. Tonnen. Das Produktionsvolumen in den USA blieb ebenfalls konstant (+ 0,2 %) während es in der Europäischen Union deutlich um rund 7,4 % sank. In China blieb die Rohstahlproduktion im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr konstant (+0,1 %).

Die Wechselkurse zeigten sich weiterhin volatil. Im Jahr 2023 erhielt man für einen Euro durchschnittlich etwa 1,08 US-Dollar. Im Vergleich zu seinen Hochzeiten im Jahr 2008 ist der Wert des Euros damit um rund 26,5 Prozent gesunken. Damals war ein Euro noch etwa 1,47 US-Dollar wert. Der chinesischen Renminbi Wechselkurs sank um -5,98% im Jahr 2023 und spiegelte die konjunkturell schwächelnde wirtschaftliche Lage der chinesischen Volkswirtschaft in Verbindung mit einer schwachen Nachfrage wider.

Als Unternehmen haben wir uns frühzeitig auf die Herausforderungen des schwierigen Wirtschaftsumfeld eingestellt. Die Geschäftsführung hat unmittelbar nach Ausbruch des Ukraine-Krieges in 2022 reagiert und Vormaterialien geordert um die Lieferfähigkeit sicherzustellen. Die Investition in die Photovoltaikanlage erwies sich als nachhaltig und klug, da so die extremen Schwankungen am Energiemarkt abgefedert und die finanzielle Belastung der Gesellschaft durch gestiegene Energiekosten vermindert werden konnte. Dank entschlossener und konsequent umgesetzter Maßnahmen ist es gelungen, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens abermals zu steigern sowie die Liquidität des Unternehmens zu sichern. Insgesamt ist es uns wiederum gut gelungen, das Unternehmen stabil durch schwieriges Fahrwasser zu steuern.

Der Auftragseingang in Höhe von T€ 29.366 im Berichtszeitraum war weiterhin außerordentlich zufriedenstellend. So wie in den Vorjahren stabilisierte sich der Auftragseingang auf einem sehr hohen Niveau und lag auch in diesem Berichtsjahr deutlich über Plan.

Der Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres war mit T€ 29.708 auf einem außerordentlich hohen Niveau.

Wiederum sind unsere Erfolge im Bereich der Kernfusionstechnologie zu nennen. Neben dem internationalen Kernfusionsreaktor ITER, für dessen Konstruktion unser Unternehmen zwischenzeitlich über 7.000 Tonnen Schmiedeteile in nahezu die ganze Welt geliefert hat, war im Berichtsjahr vor allem das Projekt SPARC des US-amerikanischen Herstellers CFS von entscheidender Bedeutung. Es konnten hier Aufträge im mehrstelligen Millionenbereich ausgeliefert werden. Die Rolf Kind GmbH hat sich mittlerweile weltweit einen sehr guten Namen für die Herstellung von Schmiedestücken für den Bau von Kernfusionsmaschinen erarbeitet, ergo waren die Auftragseingänge aus diesen Projekten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufriedenstellend.

Die weltweiten Entwicklungen im Bereich der Kernfusionstechnologie verfolgen wir mit großer Aufmerksamkeit, auch im privatwirtschaftlichen Bereich. Als spezialisierter Hersteller großer Schmiedestücke haben wir uns im Bereich der Forschung und Entwicklungsprojekte international einen sehr guten Namen gemacht. Im kommenden Geschäftsjahr ist in Berlin die Gründung eines neuen Industrieverbandes ("Pro Fusion") mit unserer Beteiligung geplant. Im Bereich der Energiefusion gibt es mittlerweile weltweit über 42 Start Up's im Bereich von Forschungsprojekten der Fusionsindustrie, die derzeit vorangetrieben werden.

Der Aufbau des USA Geschäftes ist im Berichtsjahr weiterhin positiv vorangetrieben worden. In den USA sehen wir einen sehr großen Markt mit dem größten Wachstumspotenzial in den nächsten Jahren.

Entgegen des außerordentlich positiven Geschäftsverlaufs unseres Unternehmens ist die Konjunktur in der Stahlindustrie im Allgemeinen im Berichtszeitraum leider als sehr negativ zu bewerten. Die Stahlproduktion sank 2023 in Deutschland auf ein historisch niedriges Niveau. Nur 35,4 Millionen Tonnen Stahl wurden 2023 insgesamt in Deutschland produziert. Das ist das niedrigste Produktionsvolumen seit der Finanzmarktkrise 2009. Eine schwache Nachfrage in Verbindung mit hohen und international nicht wettbewerbsfähigen Strompreisen haben die Stahlproduktion in Deutschland im Berichtsjahr auf ein historisch niedriges Niveau gedrückt. Besonders drastisch gesunken ist im Berichtsjahr die Elektrostahlerzeugung, aus welcher auch unser Unternehmen die Rohblöcke bezieht. Mit einem Minus von rund 11 Prozent auf 9,8 Millionen Tonnen wurde sogar der Tiefpunkt während der Finanzmarktkrise unterschritten. Damals lag die Elektrostahlproduktion bei 11,3 Millionen Tonnen. Eine schwache Baukonjunktur in Verbindung mit den hohen Strompreisen haben bei dieser stromintensiven Produktionsroute besonders deutliche Spuren hinterlassen.

Es zeigt sich hierbei, genau wie in den Vorjahren, dass die verschiedenen Branchen wie z.B. Luftfahrt, Energie-, Medizintechnik, On- und Offshore, sowie Chemie und Petrochemie als konjunkturell sehr unterschiedlich zu bewerten sind. Je nach Branchenentwicklung werden Projekte unterschiedlich stark verfolgt und realisiert. So wuchs zum Beispiel der Bereich Maschinen- und Anlagenbau in den USA im Berichtszeitraum sogar zweistellig um nominal 12,6 Prozent und kam damit auf ein Exportvolumen von 28 Milliarden Euro. Der Anteil der USA an den gesamten deutschen Maschinenexporten legte von 12,7 Prozent im Jahr 2022 auf 13,5 Prozent im Jahr 2023 zu. Wie zuvor beschrieben sieht die Geschäftsführung in diesem Markt in den kommenden Jahren ein erhebliches Potential und baut die Vertriebsaktivitäten daher in den USA weiter aus.

Die unternehmerische Entscheidung, sich ausschließlich auf Nischen zu spezialisieren und insbesondere im Bereich der F&E Projekte eine starke Marktposition aufzubauen hat sich als richtig herausgestellt. Aus dem Bereich Forschung und Entwicklung und den daraus neu gewonnen Kundenkontakten generiert die Unternehmung nachhaltig seit Jahren margenstarke Umsätze.

2. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.900,3 =

9,2 % auf T€ 22.666,3 erhöht. Im Verhältnis zur Bilanzsumme hat sich der prozentuelle Anteil des langfristig gebundenen Vermögens von T€ 3.835,4 = 18,5 % in 2022 auf T€ 3.734,2 = 16,5 % in 2023 verringert.

Das kurzfristig gebundene Vermögen hat sich um T€ 2.095.5 erhöht. (2023 = T€ 18.740,8 // 2022 = T€ 16.645,3)

Der Warenbestand wurde um T€ 2.822,4 aufgebaut und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich um T€ 1.085,4 gegenüber dem Vorjahr. Der Bestandsaufbau der Vorräte resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der unfertigen Leistungen durch die gute Auftragslage.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt am Abschlussstichtag T€ 5.910,1 (Vorjahr T€ 5.213,5). Die Erhöhung des Eigenkapitals beträgt T€ 696,6 zum Vorjahr.

Die bilanzielle Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag 26,1 % des Gesamtkapitals (Vorjahr 25,1 %).

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern in Höhe von T€ 2.750,0 sind mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen. Somit beträgt das wirtschaftliche Eigenkapital der Gesellschaft T€ 8.660,1, dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 38,2 %.

Gegenüber dem Vorjahr wurden die Rückstellungen um T€ 271,2 aufgebaut und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich im Saldo um T€ 863,5, auf Grund der Stichtagsbezogenen Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

3. Finanzlage

Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein um € 820.462,33 verminderter Finanzmittelfonds. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit € 2.683.933,50 positiv. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist um € 393.560,15 negativ. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist in Höhe von € 1.469.911,02 negativ. Dies beruht auf der Tilgung von Krediten und den gezahlten Zinsen.

Die Umsatzbedingte Liquidität beträgt € 4.130.417,50 und ist gegenüber dem Vorjahr um € 178.245,84 gesunken. Dies beruht im Wesentlichen auf der Verwendung der Liquidität für den Aufbau des Vorratsvermögens.

4. Ertragslage

Der Umsatz ist um T€ 10.832,6 auf T€ 35.213,0 gestiegen. Das Rohergebnis stieg um T€ 431,1. Der Personalaufwand betrug T€ 5.444,1 = 15,4% (Vorjahr T€ 4.841,1 = 17,3%).

Das Jahresergebnis nach Steuern beträgt T€ 696,5 = 2,0 % (Vorjahr T€ 848,0 = 3,0 %).

5. Nachtragsbericht

Konjunktureller Abschwung der Weltwirtschaft / "Ukraine Krise"

Unser Geschäft ist im besonderen Maße von der Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Das Weltwirtschaftswachstum könnte durch die Auswirkungen der Ukraine Krise und den damit verbundenen Verwerfungen an den Energiemärkten beeinträchtigt werden. Ein unerwartetes Abkühlen der konjunkturellen Entwicklung sowohl global als auch in für die für uns wesentlichen Regionen kann dazu führen, dass sich Umsatzerlöse und Erträge nicht wie erwartet entwickeln. In unserem derzeitigen aktuellen Tagesgeschäft ist allerdings nicht abzusehen, dass sich unser Geschäftsverlauf aufgrund der Ukraine Krise negativ entwickeln wird.

6. Chance und Risiken

Die Gesellschaft setzt sich mit strategischen und operativen Risiken regelmäßig und bewusst auseinander. Potentielle Risiken werden somit frühzeitig identifiziert und bewertet. Geeignete Vorsorgemaßnahmen werden zeitnah erörtert und abgeleitet.

Aktives Risikomanagement, dient der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestands wie auch der Wertsteigerung und stellt somit einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar.

Von besonderer Bedeutung ist die Entwicklung der Legierungsstoffe wie Nickel, Chrom, Kobalt, Niob und Molybdän. Die Gesellschaft wird die Entwicklung sowohl strategisch als auch operativ besonders berücksichtigen. Nicht zum Kerngeschäft gehörende Risiken verlagert die Gesellschaft - sofern möglich - konsequent auf Versicherungsgesellschaften. Insbesondere die Deckungssummen für Risiken der Produkthaftung, sowie aus Feuer- und Elementarschäden werden regelmäßig angepasst.

Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, die erheblichen Probleme im Nahen Osten sowie die Störungen in den globalen Lieferketten und die damit einhergehende Verknappung von Rohstoffen und Vorprodukten sowie steigende Inflationsraten, u. a. durch gestiegene Energiepreise und Transportkosten, können zu Umsatzausfällen und unerwarteten Ergebniseffekten führen. Wie jedes weltweit tätige Unternehmen haben wir mit Herausforderungen in der Lieferkette, der Logistik, einer eingeschränkten Mitarbeiterverfügbarkeit und teilweise spontan veränderten oder verschobenen Abrufmengen seitens unserer Kunden zu tun. Wir stehen in ständigem Kontakt mit unseren Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern, um Störungen soweit wie möglich zu vermeiden.

Die Preisschwankungen im Beschaffungsmarkt werden bei den langfristigen Projektgeschäften möglichst durch Preisgleitklauseln an den Kunden weitergegeben, oder durch Festpreis Abrufaufträge bei leistungsstarken Lieferanten minimiert.

Das Unternehmen betreibt ein umfangreiches Risikomanagement. Hierzu gehört auch die jährliche Beurteilung der versicherbaren Risiken.

Ansonsten sind keine, über das allgemeine unternehmerische Risiko hinausgehenden Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden, bekannt.

7. Ausblick

Das Geschäftsjahr 2023 war im Wesentlichen durch die insbesondere in Europa anhaltend herausfordernden makroökonomischen Rahmenbedingungen geprägt. Aufgrund der insgesamt nachlassenden Inflationsdynamik rechnet die Geschäftsführung jedoch mit einer zunehmenden Normalisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den für uns relevanten Absatzmärkten. Vor diesem Hintergrund und vor dem Hintergrund der nach wie vor stark vorangetriebenen Projekte im Bereich der Fusionstechnologie prognostizieren wir eine zunehmende Nachfragedynamik und einen deutlich höheren Absatz im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023. Demzufolge erwarten wir auch ein im Vergleich zum Vorjahr nochmals höheres Niveau des Umsatzes.

Damit wir Chancen erkennen, aufgreifen und realisieren können, gehört es zu den zentralen Aufgaben der Unternehmensführung, die relevanten Produkt-, Technologie-, Markt- und Wettbewerbsentwicklungen im Umfeld der Gesellschaft laufend zu beobachten und zu analysieren.

Die Weltwirtschaft sollte 2024 nach jüngsten Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ihre im Vorjahr gezeigte konjunkturelle Dynamik im Wesentlichen beibehalten. Das Wachstum in den Industrienationen dürfte dabei in Summe nochmals schwächer als in 2023 ausfallen

Im Stahlbereich geht die World Steel Association (worldsteel) für 2024 von einem leichten Wachstum der Stahlnachfrage von 1,9% im Vergleich zum Vorjahr aus. Dabei wird erwartet, dass in den Schwellenländern - vor allem im asiatischen Raum - der Erholungsprozess schneller voranschreitet als in den Industrieländern. Für die Volksrepublik China wird eine Stagnation der Stahlnachfrage prognostiziert. Die Einschätzungen für die EU fallen laut worldsteel besser aus, sind aber in Relation zur rückläufigen Entwicklung des Vorjahres zu betrachten. Demnach wird mit einer steigenden Stahlnachfrage von 5,8% gerechnet.

Die Erwartung an die Entwicklung der unterschiedlichen Wirtschaftsregionen wie auch einzelnen Marktsegmente gestaltet sich bisher aber sehr unterschiedlich.

Außerdem muss festgehalten werden, dass die Prognosen sehr hohen Schwankungen unterliegen. Ein Ende des Krieges in der Ukraine zum Beispiel könnte zu einer sofortigen, massiven Belebung führen. Auch der Bereich "Energy Transition", also die Abkehr von russischem Öl und Gas hin zu erneuerbaren Energien und LNG führt zu einer deutlichen Verbesserung der Investitionsfreudigkeit unserer Kunden.

Die Geschäftsführung erwartet außerdem nach wie vor sehr gute Marktpotentiale im Bereich der Fusionsforschung. Aufgrund der weltweiten Energiekrise, welche sich durch den Ukraine Krieg bedingte Verwerfungen am Öl- und Gasmarkt nochmals deutlich verschärft, gewinnt diese Form der zukünftigen Energiegewinnung deutlich an Potential. Her kann in den nächsten Jahren ein nachhaltiges Umsatzwachstum realisiert werden.

Unter der Annahme, dass die aktuelle wirtschaftliche Situation anhält und keine weiteren unerwarteten Marktverwerfungen eintreten, geht die Geschäftsführung für das laufende Geschäftsjahr von einer nochmals positiveren Entwicklung aus als im Berichtszeitraum.

Eine konkretere Quantifizierung ist aufgrund der weiterhin hohen Unsicherheitsfaktoren (Krieg in der Ukraine, hohe Energiekosen, anhaltend hohe Inflation) nicht möglich. Die Geschäftsführung ergreift mannigfaltige Maßnahmen, um die negativen Auswirkungen dieser Herausforderungen für das Unternehmen zu minimieren.

Die Vertriebsaktivitäten werden weiter konstant ausgebaut. Mit dem Ende der Pandemie ist die weltweite Reisetätigkeit wieder aufgenommen worden und es werden pro Jahr mindesten 5 internationale Messen aus Austeller besucht. Ziel ist, das Unternehmen weltweit noch besser zu präsentieren und somit Kundenkontakte zu Herstellern weltweit zu vertiefen.

Die Bedeutung der Fusionstechnologie wird für unser Unternehmen immer größer. Neben dem Fusionsforschungsprojekt ITER, für welches wir seit vielen Jahren überaus erfolgreich Schmiedestücke liefern, werden derzeit weltweit mehrere neue Großprojekte geplant. Hier gilt es weltweit Präsenz zu zeigen, dass Marktgeschehen genau zu beobachten und die Führungsrolle im Bereich der Stähle und Materialien in diesem Bereich weiter auszubauen, auch mit Hilfe von Investition in eigene Forschung und Entwicklung.

Die mechanische Bearbeitung der Werkstücke erfolgt nach wie vor ausschließlich in Eigenfertigung. An Fremdfertiger werden nur in Ausnahmefällen Aufträge vergeben. Am Standort in Lindlar-Kaiserau wird im 3-Schicht Betrieb gearbeitet. Ein Investitionsstau im Maschinenpark ist nicht vorhanden. Gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter sind auch hier einer der Schlüssel zum Erfolg. Im kommenden Geschäftsjahr ist wiederum geplant, wieder zwei Auszubildende für den Bereich des Zerspanungsmechanikers und einen Auszubildenden als Industriekaufmann einzustellen.

Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2024 mit einem gegenüber den Vorjahren deutlich steigenden Umsatz und Ertrag.

Neben der Bewältigung der Herausforderungen des Krieges in der Ukraine muss die zukünftige Strategie des Unternehmens sein die Vertriebsaktivitäten weiter auszubauen, um einen erweiterten Kundenkreis sowohl im In- als auch im Ausland anzusprechen mit dem Ziel, das Unternehmenswachstum nachhaltig zu sichern und das Unternehmen dauerhaft in einem höheren Umsatzniveau zu stabilisieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir erneut zeigen, dass wir mit unserer Strategie auf dem richtigen Weg sind.

 

Lindlar, 27. Juni 2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.734.195,43 3.835.444,38
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 68.107,00 88.224,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 68.106,00 88.223,00
II. Sachanlagen 3.664.888,43 3.746.020,38
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 767.284,43 730.456,43
2. technische Anlagen und Maschinen 1.656.930,00 1.529.600,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.240.674,00 1.219.537,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 266.426,95
III. Finanzanlagen 1.200,00 1.200,00
1. sonstige Finanzanlagen 1.200,00 1.200,00
B. Umlaufvermögen 18.740.697,53 16.645.232,53
I. Vorräte 12.498.724,88 9.676.250,20
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 5.189.008,33 6.616.865,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.193.514,22 6.932.610,96
1. sonstige Vermögensgegenstände 6.193.514,22 6.932.610,96
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 48.458,43 36.371,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 191.431,27 285.358,45
Bilanzsumme, Summe Aktiva 22.666.324,23 20.766.035,36

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.910.044,09 5.213.466,11
I. gezeichnetes Kapital 323.500,00 323.500,00
II. Gewinnvortrag 4.889.966,11 4.041.928,68
III. Jahresüberschuss 696.577,98 848.037,43
B. Rückstellungen 932.041,63 660.813,85
C. Verbindlichkeiten 15.824.238,51 14.891.755,40
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.527.355,83 10.199.231,06
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.525.355,76 6.333.731,03
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.002.000,07 3.865.500,03
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.750.000,00 2.750.000,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 4.546.882,68 1.942.524,34
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.546.882,68 1.942.524,34
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.000.000,00 1.000.000,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 22.666.324,23 20.766.035,36

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.081.928,96 12.620.659,20
2. Personalaufwand 5.444.084,31 4.841.064,09
a) Löhne und Gehälter 4.566.655,29 4.053.916,42
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 877.429,02 787.147,67
davon für Altersversorgung 29.724,20 0,00
3. Abschreibungen 567.357,69 635.673,20
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 567.357,69 635.673,20
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.833.206,67 5.717.283,52
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 203.455,39 231.066,85
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 72.548,59 70.776,97
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 606.411,06 551.785,66
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 187,84 91.598,27
8. Ergebnis nach Steuern 703.229,98 854.031,43
9. sonstige Steuern 6.652,00 5.994,00
Jahresüberschuss 696.577,98 848.037,43

Anhang

zum 31.12.2023 der Rolf Kind GmbH

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Rolf Kind GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Lindlar
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Köln
Register-Nr.: HRB 38748

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zu den Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken werden unter Abzug gebotener Einzelwertberichtigungen angesetzt. Für das allgemeine Ausfallrisiko, für Zinsverluste und Skontoabzüge besteht eine Pauschalwertberichtigung, die aktivisch von den Forderungen abgesetzt wird.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert in € aktiviert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Absatz 1 HGB Ausgaben vor dem Stichtag der Schlussbilanz, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellt, abgegrenzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten Steuern auf Grund einer Betriebsprüfung.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in € umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten. Diese sind mit einem Rangrücktritt versehen.

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft hat langfristige Lieferkontrakte für Schmiedeerzeugnisse abgeschlossen. Die Bezahlung erfolgt in $. Um das Währungsrisiko auszuschließen wurden anhand der Produktionsplanung die Zahlungseingänge in Fremdwährung ermittelt und dazu deckungsgleich Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Das Volumen beträgt $ 1.359.800,00. Diese bilden mit den Lieferkontrakten eine Bewertungseinheit.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt € 1,00.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre
selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 1,00
Gesamtbetrag 1,00

Angaben und Erläuterungen zu den Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

- Berufsgenossenschaft

- Personalaufwand

- Provisionen

- voraussichtliche Aufwendungen für Gewährleistung

- Kosten der Jahresabschlusserstellung und -prüfung

- noch zu verwendende Versicherungserstattungen.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt € 8.527.355,83.

Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt durch Sicherungsübereignung des Warenlagers, von Maschinen und maschinellen Anlage, sowie durch Zession der Kundenforderungen.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.

Angabe zu den Restlaufzeiten

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit kleiner 1 Jahr
Vorjahr
Restlaufzeit größer 1 Jahr
Vorjahr
gegenüber Kreditinstituten 6.983.231,00 6.983.231,00 2.146.000,11 3.216.000,06
erhaltene Anzahlungen 5.189.008,33 6.616.865,54 0,00 0,00
aus Lieferungen und Leistungen 4.286.861,73 1.631.818,62 0,00 0,00
gegenüber Gesellschaftern 2.750.000,00 2.750.000,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 260.020,95 310.705,72 0,00 0,00
davon aus Steuern 155.957,72 85.264,57
davon im Rahmen sozialer Sicherheit 6.145,27 4.846,82

Angaben zu den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gem. § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Die Gesellschaft hat für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i. H. v. € 3.508.639,08 der R. Kind Beteiligungs GmbH die Mithaft erklärt.

Die vorstehenden Haftungsverhältnisse werden aus folgenden Gründen nicht bilanziert:

Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der R. Kind Beteiligungs GmbH ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen.

nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von € 4.855.081,58 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

sonstige Angaben

durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 40
Angestellte 40

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 80

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Ralf Kind
ausgeübter Beruf: Kaufmann
Geschäftsführer: Markus Kind
ausgeübter Beruf: Kaufmann

Von der Befreiung gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre. Auswirkungen der Ukraine-Krise auf das Unternehmen bestehen bisher in einem geringem Umfang und können nicht abschließend beurteilt werden.

Unterschrift der Geschäftsführung

Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.292.030,79 0,00 0,00 0,00 0,00 1.292.030,79
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 209.254,49 20.800,45 0,00 0,00 0,00 230.054,94
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.501.285,28 20.800,45 0,00 0,00 0,00 1.522.085,73
Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.778.439,97 195.561,28 0,00 0,00 0,00 2.974.001,25
technische Anlagen und Maschinen 3.241.260,11 3.300,00 0,00 0,00 325.643,13 3.570.203,24
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.866.536,14 187.230,83 0,00 0,00 0,00 3.053.766,97
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 266.426,95 59.216,18 0,00 0,00 -325.643,13 0,00
Summe Sachanlagen 9.152.663,17 445.308,29 0,00 0,00 0,00 9.597.971,46
Finanzanlagen Genossenschaftsanteile 1.200,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.200,00
Summe Finanzanlagen 1.200,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.200,00
Summe Anlagevermögen 10.655.148,45 466.108,74 0,00 0,00 0,00 11.121.257,19
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.292.029,79 0,00 0,00 0,00 0,00 1.292.029,79
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 121.031,49 40.917,45 0,00 0,00 0,00 161.948,94
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.413.061,28 40.917,45 0,00 0,00 0,00 1.453.978,73
Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.047.983,54 158.733,28 0,00 0,00 0,00 2.206.716,82
technische Anlagen und Maschinen 1.711.660,11 201.613,13 0,00 0,00 0,00 1.913.273,24
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.646.999,14 166.093,83 0,00 0,00 0,00 1.813.092,97
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 5.406.642,79 526.440,24 0,00 0,00 0,00 5.933.083,03
Finanzanlagen Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 6.819.704,07 567.357,69 0,00 0,00 0,00 7.387.061,76
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 1,00 1,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 68.106,00 88.223,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 68.107,00 88.224,00
Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 767.284,43 730.456,43
technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.656.930,00 1.529.600,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.240.674,00 1.219.537,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 266.426,95
Summe Sachanlagen 0,00 3.664.888,43 3.746.020,38
Finanzanlagen Genossenschaftsanteile 0,00 1.200,00 1.200,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.200,00 1.200,00
Summe Anlagevermögen 0,00 3.734.195,43 3.835.444,38

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.07.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Rolf Kind GmbH, Lindlar

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Rolf Kind GmbH, Lindlar, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Rolf Kind GmbH, Lindlar, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentliche falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung

• übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung.

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Coesfeld, den 06. September 2024

Oliver Domning, Wirtschaftsprüfer

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