Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 13106
Vorher
Junior Schmid GmbH
Eingetragen
10.3.1993
Branche
Großhandel mit TextilienTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Grundstoffen, lebenden Tieren, textilen Rohstoffen und HalbwarenGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
Betrieb eines Textil- und Schuhgeschäftes sowie Handel mit Lederwaren und allen dazugehörigen Artikeln, Handel mit Farben aller Art und vergleichbaren Produkten, insbesondere mit in Italien produzierten Farben und Lacken, Erzeugung und Handel mit Lebensmitteln aller Art, insbesondere im Eigenanbau erzeugter ökologischer Lebensmittel und Betrieb eines ökologisch ausgerichteten land- und forstwirtschaftlichen Unternehmens.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Nina Schmid
seit 4.11.2024
Prokura
Paul Schmid
seit 4.11.2024
Prokura
Ruth Schmid
seit 1.10.2024
Prokura
Robert Schmid
seit 26.7.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Retail Shoe & Fashion Holding GmbH
Germany
50000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schmid GmbH

Augsburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Das Familienunternehmen SCHMID ist eines der bekanntesten und traditionsreichsten Schuh- und Textileinzelhandelsgeschäfte im süddeutschen Raum. Nach Standortwechsel, Umbauten und Expansionen verkauft die SCHMID GmbH heute auf mehr als 50.000 m 2 Verkaufsfläche Schuhe, Mode und Sport, sowie Accessoires für Damen, Herren und Kinder in Neusäß bei Augsburg (gegründet 1984), in Senden bei Ulm (gegründet 1997) und in Bruckmühl bei Rosenheim (gegründet 2007). Im Jahre 2010 wurde durch die Neueröffnung des SCHMID NATUR Biomarktes in Senden auch der Naturgedanke integriert. 2013 kam die Filiale in Karlsfeld bei München hinzu. Seit 2015 gibt es im Raum Augsburg zusätzlich die Filiale in Friedberg und eine Filiale direkt in der Augsburger Innenstadt, ebenso wie ein Outlet in Gersthofen. Im März 2019 wurde ein Fashion Outlet Center in Zwickau eröffnet.

Im September 2019 wurde von der Eigentümerfamilie der Schmid GmbH die Schmid Handels GmbH, Augsburg, (vormals: K&L GmbH & Co. Handels-KG, Weilheim), aus der Insolvenz in Eigenverwaltung heraus übernommen. Die Schmid Handels GmbH (vormals: K&L) ist mit 40 Filialen im Süddeutschen Raum mit dem Schwerpunkt im Handel mit Textilien, Bekleidung, Sport- und Modeartikeln, Schuhen und Lederwaren sowie allen dazu gehörenden Accessoires im mittleren Preissegment vertreten. Die bisherigen "K&L" Filialen wurden bis Ende 2021 umfirmiert und treten im Außenauftritt nunmehr auch unter dem Unternehmenslogo SCHMID auf. Sie sind jedoch rechtlich selbständig. Über die Verbindung auf Gesellschafterebene ist es möglich, nicht nur den Logistikstandort in Augsburg gemeinsam zu nutzen, sondern auch noch weitere Synergiepotentiale insbesondere im Einkauf, Verwaltung und Marketing zu heben. Darüber hinaus wurden im Jahr 2021 zwei weitere Vertriebsgesellschaften mit Filialen in München (Schmid Mode GmbH, München) und in Luxemburg (Schmid S.à.r.l., Luxemburg) gegründet, die im Gj. 2022 von der Schmid GmbH erworben wurden. Mit Verschmelzungsvertrag vom 17.08.2022 wurde die Schmid Mode GmbH mit Wirkung zum 01.01.2022 auf die Schmid GmbH verschmolzen.

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden von der Gesellschaft nicht betrieben.

2. Ziele und Strategien

Die Einzigartigkeit des Unternehmens liegt in der gezielten Markenauswahl und der großen Sortimentsvielfalt. Dem am Markt erkennbaren langfristigen Trend zu ökologisch erzeugten Produkten will das Unternehmen langfristig strategisch Rechnung tragen. Im Schmid Warenhaus wird neben dem bisherigen Warenangebot der Schmid GmbH eine große Auswahl an Organic Kollektionen und ein breites Spektrum von Bio-Lebensmitteln (im eigenen Bio-Supermarkt auf einer Fläche von 1.200 m 2 ) angeboten. Neben dem Ziel neue Kundensegmente zu erschließen und aus diesen in den Bestandsprodukten Mitnahmeeffekte zu erzielen, soll die hieraus generierte Angebotspalette dazu beitragen, durch den Produktmix leichter Genehmigungen für großflächigen Einzelhandel erhalten zu können, was die langfristige Expansionsstrategie des Unternehmens unterstützt. Das sehr gute Preis-/ Leistungsverhältnis fördert die hohe Kundenakzeptanz. Auch die stetige Ausweitung und Gestaltung des Angebotes durch Spezialverkaufseinheiten (z. B. Kinderhaus, Damenhaus, Sporthaus) trägt wesentlich zum Erfolgskonzept der Schmid GmbH bei.

3. Auswirkungen Corona-Pandemie und Vergleichbarkeit der Zahlen

Die Aussagekraft des Vorjahresvergleichs ist aufgrund der coronabedingten Einflüsse sowie der im Geschäftsjahr in Q 1 2022 beantragten Überbrückungshilfe IV nur eingeschränkt möglich. Das Geschäftsjahr 2023 ist trotz vorhandener Kaufzurückhaltung insbesondere im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine erstmals ohne Sondereinflüsse verlaufen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

In 2023 ist das Wirtschaftswachstum in Deutschland um - 0,1 % zurück gegangen. Im vierten Quartal 2023 ist das Bruttoinlandsprodukt um - 0,3 % gegenüber dem Vorjahresquartal zurückgegangen (Destatis, Stand: 15.01.2024). Nachdem im ersten Quartal 2023 das Bruttoinlandsprodukt unverändert geblieben ist und im zweiten Quartal leicht um 0,1 % angestiegen ist, konnte in den Folgequartalen die positive Tendenz des ersten Halbjahres nicht fortgesetzt werden. Der private Konsum konnte sich im vierten Quartal 2023 mit + 0,2 % leicht positiv von der Gesamtentwicklung absetzen.

Die Inflationsrate lag im Dezember 2023 bei 3,7 % (Destatis, Stand: 4. Januar 2024) und hat sich weiter rückläufig entwickelt. Insgesamt beträgt damit die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2023 +5,9 % und liegt so rd. 2 %-Punkte unter dem Vorjahr.

Der Konsumklimaindex laut GfK hat sich seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine bis Oktober 2022 (-42,8 Punkte) zunehmend verschlechtert. Anschließend entwickelte sich das Konsumklima bis Januar 2024 mit einem Index von -25,4 Punkte besser, liegt aber immer noch auf einem niedrigen Niveau.

Trotz des wirtschaftlichen leichten Rückgangs verläuft die Entwicklung am Arbeitsmarkt noch relativ stabil. Der zu Jahresanfang übliche Anstieg der registrierten Arbeitslosigkeit ging um +189.000 im Vergleich zum Vorjahr hoch. Laut Bundesagentur für Arbeit waren im Januar 2024 2,8 Mio. Menschen arbeitslos und die Arbeitslosenquote betrug 6,1 Prozent (Januar 2023: 5,7 Prozent).

Die Stagnation des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland in 2023 hat sich unterschiedlich in den jeweiligen Branchen niedergeschlagen. Die Entwicklung im stationären Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung und Schuhe hat sich gegenüber dem Vorjahr in 2023 mit +3,7 % verbessert (Statistischem Bundesamt Stand: 31. Januar 2024). Dieses basierend auf einem starken Einbruch in den Vorjahren. Insgesamt schneidet der Einzelhandel für Textilien, Bekleidung und Schuhe somit leicht besser ab als die übrigen Einzelhandelsbereiche. Der Internet- und Versandhandel, der stark von den Corona-Auswirkungen profitiert hat, ist nach einem starken Rückgang in 2022 in 2023 nochmals um -0,4 % zurück gegangen.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs der Gesellschaft

2.1 Umsatz- und Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Schmid GmbH betragen im Geschäftsjahr 2023 123,3 Mio. EUR (Vorjahr: 131,8 Mio. EUR). Der Rückgang von rd. 8,4 Mio. EUR (ca. -6,4 %) resultiert im Wesentlichen aus einer geringeren Belieferung an die Vertriebsgesellschaften. Die eignen betriebenen Filialen haben sich nahezu ausschließlich positiv zum Vorjahr entwickelt und weisen mit Ausnahme einer Filiale Umsatzsteigerungsraten zwischen 3-15 % zum Vorjahr auf. Im Rahmen des zentralen Einkaufs der Schmid GmbH für alle Schmid Vertriebsgesellschaften gingen die Umsatzerlöse mit Vertriebsgesellschaften um rd. 8 Mio. EUR auf nunmehr rd. 40 Mio. EUR zurück.

Der Rohertrag hat sich um 4,0 Mio. EUR auf 44,3 Mio. EUR (Vorjahr: 40,3 Mio. EUR) verbessert. Die Rohertragsquote liegt mit 35,9 % über dem Vorjahr (30,6 %). Ursächlich für diesen Anstieg ist der geringere Anteil der Umsätze an die Vertriebsgesellschaften. Grundsätzlich liegt die insgesamt zu den Vorjahren immer noch geringe Rohertragsquote an den Umsätzen mit Vertriebsgesellschaften der Schmid Gruppe seit 2022. Im Gegensatz zu den Jahren vor 2022 kauft die Schmid GmbH zur Verbesserung der Einkaufsbedingungen nunmehr zentral fast das gesamte Artikelsortiment ein und verkauft dieses an die Vertriebsgesellschaften ohne Gewinnzuschlag weiter. Diese Umsätze führen insofern zu einer Verwässerung der Rohertragsquote. Unter Eliminierung dieser Vertriebsumsätze steigt die Rohertragsquote von 44,5 % im Vorjahr auf nunmehr 51,6 % in den eigenen betriebenen Filialen in 2023. Im Rohertrag ist in 2023 die ertragswirksame Auflösung von Teilwertberichtigungen auf Vorratsvermögen in Höhen von rd. 1 Mio. EUR enthalten. Hintergrund dieser Auflösung ist eine sich verbessernde Altersstruktur des Vorratsvermögens.

In den sonstigen betrieblichen Erträge mit 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR) sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu keine Zuschüsse aus dem Beihilfeprogramm der Bundesregierung "Überbrückungshilfe III und IV" mehr enthalten. Im Vorjahr wurden Zuschüsse in Höhe von 2,4 Mio. EUR ertragswirksam erfasst.

Die Personalkosten sind von 13,5 Mio. EUR um 1,5 Mio. EUR auf 15,0 Mio. EUR angestiegen. Ursächlich für diese Entwicklung war eine Aufstockung des Personals nach den in Corona-Zeiten stark reduzierten Personalbestands. Hinzu kommen höhere ergebnisabhängige Vergütungen.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ohne Geschäftsführer und ohne Auszubildende erhöhte sich im Jahr 2023 von 408 auf 434.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 21,2 Mio. EUR auf 18,5 Mio. EUR zurück gegangen. Größter Kostenblock sind dabei die Raumkosten in Höhe von 12,0 Mio. EUR (Vorjahr: 12,3 Mio. EUR). Der Rückgang war überwiegend auf gesunkene Energiekosten zurückzuführen, denen Kostensteigerungen durch Indexmietanpassungen von Mietverträgen wegen der hohen Inflationsraten gegenüberstanden. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist insbesondere begründet durch den Rückgang der Marketingkosten von 1,4 Mio. EUR auf nunmehr 0,3 Mio. EUR sowie einem Rückgang der an Vertriebsgesellschaften weiterbelasteten und zunächst verauslagten Kosten, die um 1,1 Mio. EUR zurück gegangen sind.

Die Abschreibungen liegen mit 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR) wieder auf dem Level der Vorjahre. Das Investitionsvolumen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lag bei 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR). Darüber hinaus ist eine verzinsliche Ausleihung an das luxemburgische Tochterunternehmen in Höhe von 1,0 Mio. EUR im Berichtsjahr erfolgt.

Die Zinsaufwendungen sind um 0,1 Mio. EUR auf 0,1 Mio. EUR gefallen. Mitte 2022 wurden die gesamten im Jahr 2020 aufgenommenen KFW-Mittel zurückgezahlt.

Der Jahresüberschuss steigt um 2,0 Mio. EUR von 4,6 Mio. EUR auf nunmehr 6,6 Mio. EUR. Insgesamt konnte durch einen positive Umsatz- und Rohertragsentwicklung das Ergebnis in 2023 sehr positiv gesteigert werden.

2.2 Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR) getätigt. Die Investitionen resultieren vornehmlich aus Investitionen in die Standorte. Zum Aufbau der Filiale in Luxemburg wurde eine Ausleihung in Höhe von 1,0 Mio. EUR an das Tochterunternehmen vorgenommen. Darüber hinaus wurde in eine neue PV-Anlage am Verwaltungssitz in Augsburg investiert. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen von 1,3 Mio. EUR ist das Anlagevermögen mit 16,2 Mio. EUR somit um 0,5 Mio. EUR angestiegen.

Das Vorratsvermögen ist bis Ende 2023 um 1,1 Mio. EUR auf 17,3 Mio. EUR (Vorjahr: 16,2 Mio.) angestiegen. Insgesamt befinden sich zum Jahresende höhere Bestände in den Filialen. Darüber hinaus wurden entgegen dem Vorjahr Teile der Vorratsbestände erst Anfang des neuen Jahres an die Schmid Vertriebsgesellschaften weiterveräußert. Beide Effekte führten zu einem höheren Vorratsbestand im Vergleich zum Vorjahr. Die Altersstruktur hat sich insgesamt verbessert, so dass geringe Teilwertabschriften auf Vorratsvermögen in 2023 notwendige waren.

Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: 8,3 Mio. EUR) werden im Wesentlichen Forderungen an die Schmid Vertriebsgesellschaften in Höhe von 4,5 Mio. EUR (Vorjahr: 8,2 Mio. EUR) ausgewiesen.

Das Eigenkapital mit 33,1 Mio. EUR liegt - trotz einer Gewinnausschüttung in Höhe von rund € 3,6 Mio. - um 3,1 Mio. EUR besser als im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote liegt mit rd. 68 % (Vorjahr: 62 %) über dem Vorjahr und bildet damit einen überdurchschnittlichen Wert ab.

Die Steuerrückstellungen liegen mit 3,3 Mio. EUR aufgrund des positiven Ergebnisses in 2023 um rd. 2 Mio. EUR höher als in 2022.

Die sonstigen Rückstellungen liegen mit 2,8 Mio. EUR um 0,4 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf gestiegene Rückbauverpflichtungen sowie höheren Leistungsprämien für Mitarbeiter zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 5,8 Mio. EUR haben sich stichtagsbedingt um 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 7,9 Mio. EUR) verringert.

2.3 Finanzlage

Zum Geschäftsjahresende wurden aufgrund des guten Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr so gut wie keine Bankkontokorrentkreditlinien in Anspruch genommen. Zudem wurden die Liquiden Mittel von 4,5 Mio. EUR im Vorjahr auf nunmehr 7,3 Mio. EUR gesteigert.

Insgesamt refinanziert sich die Gesellschaft überwiegend aus thesaurierten Gewinnen. Daneben werden Sale-and-Lease-back-Transaktionen sowie Zentralregulierungsunternehmen für den operativen Lieferantenzahlungsverkehr genutzt.

III. Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben/Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten sowie Darlehensforderungen und -verbindlichkeiten.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden Budgetpläne erstellt und fortlaufend mit monatlichen Umsatz- und Ertragsauswertungen überwacht. Die vorhandenen Kreditlinien bei den Kreditinstituten reichten bisher jederzeit aus den Geschäftsverlauf abzubilden. Preisänderungsrisiken werden durch Rahmenverträge mit Lieferanten und langfristigen Verträgen mit Vermietern nach Möglichkeit reduziert. Die kundenseitigen Ausfallrisiken der Gesellschaft sind aufgrund des im lokalen Einzelhandelsgeschäft üblichen Bargeschäfts gering.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Die Faktura erfolgt ausschließlich in Euro.

IV. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

1. Risikobericht

Die Schmid GmbH ist ein inhabergeführtes Unternehmen. Es verfügt über ein Planungs-, Steuerungs- und Überwachungssystem, mit dessen Hilfe Risiken identifiziert und überwacht werden.

Die Schmid GmbH ist den Veränderungen der Branchenstrukturen und dem Wettbewerbsdruck des deutschen Textil- und Schuheinzelhandels im Rahmen der gesamtwirtschaftlichen Situation ausgesetzt. Der auch in 2023 anhaltende Konzentrationsprozess wurde anfangs durch die Corona-Pandemie, später durch den im Februar 2022 begonnen Krieg in der Ukraine mit einem starken Inflationsanstieg insbesondere bei den Energiekosten aber auch bei den sonstigen Kosten beschleunigt. Hohe Inflationsraten sowie negative Zukunftserwartungen der Bevölkerung können vor allem bei einer konjunkturellen Schwächephase die Konsumneigung von Kunden senken und so zu Umsatz- und Ertragseinbußen bei der Schmid GmbH führen.

Die Zunahme des Internet- und Versandhandels, der von der Gesellschaft nicht mehr genutzt wird, belastet das Filialgeschäft zudem.

Durch die Beantragung und vorläufige Gewährung von Überbrückungshilfe III sowie Überbrückungshilfe IV wurde ein Teil des entstandenen Schadens durch Corona von staatlicher Seite über die Beihilfeprogramme kompensiert. Die gewährten Überbrückungshilfen III und IV von insgesamt 9,1 Mio. EUR stehen noch unter Vorbehalt von finalen Bewilligungsbescheiden. Sollte die Bewilligungsbehörde dem Antragsvolumen nicht in vollem Umfang zustimmen, besteht potentiell das Risiko von Rückzahlungsansprüchen, die bei sehr hohen Rückforderungsansprüchen auch bestandsgefährdend sein könnten. Aktuell sind keine Anhaltspunkte für potentielle Rückforderungsansprüche bekannt.

Durch die Inflation besteht darüber hinaus das Risiko, dass einzelne Filialen unrentabel werden. Kostensteigerungen sind weiterhin vor allem bei den Energiekosten zu verzeichnen. Darüber hinaus kann die Inflationsrate zu einem Anstieg der preisindizierten Mieten führen. Sollte der Betrieb einer Filiale nicht mehr kostendeckend möglich sein, führen die bestehenden langfristigen Mietverträge zu einer zusätzlichen Belastung für das Unternehmen.

Risiken für das Unternehmen können auch durch Ertragseinbußen bei anderen Vertriebsgesellschaften der Schmid-Gruppe entstehen, sofern Forderungen aus dem zentralen Wareneinkauf nicht mehr zeitnah bzw. vollständig beglichen werden können.

Zur Abwicklung von Geschäftsprozessen nutzt die Schmid GmbH IT-gestützte Systeme. Hierdurch entsteht das Risiko, dass durch den Ausfall von IT-Systemen Geschäftsprozesse komplett stillstehen. Insofern muss sichergestellt werden, dass die Systeme 7 * 24 Stunden pro Woche zur Verfügung stehen. Ausfallrisiken ergeben sich zudem durch Cyber-Kriminalität. Zur Minimierung dieser Risiken wurden Sicherheitsmaßnahmen erstellt und getestet, um die Systemverfügbarkeit möglichst schnell wiederherzustellen. Der Schutz der Daten von Kunden des Unternehmens wird durch den Einsatz von Sicherheitssoftware gewährleistet.

Zukünftig wird es daher weiterhin wichtig sein, die Ergebnis- und Liquiditätssituation permanent zu überwachen und zu verbessern.

2. Chancenbericht

Krisenzeiten beinhaltet nicht nur Risiken, sondern bieten auch Chancen für die Zukunft. Die Geschäftsführung sieht insbesondere in der sich beschleunigenden Wettbewerbskonsolidierung eine Bereinigung am Markt. Dieses wird mittelfristig zu einer Stärkung der Standorte und einem geringeren Verkaufspreisdruck führen. Darüber hinaus entsteht im Gegensatz zur Vergangenheit aufgrund der zunehmenden Schließung von Einzelhandelsflächen und damit Überangebot von Mietflächen ein Druck auf die Vermieter die Mieten zu senken. Es kommen darüber hinaus auch wieder Einzelhandelsflächen zu angemessenen Mietpreisen auf den Markt.

Im Zusammenhang mit der Schmid Handels GmbH und den weiteren Vertriebsgesellschaften geht die Geschäftsführung von einer weiteren Hebung von Synergien und damit weiteren Chancen der Kostenoptimierung aus.

Darüber hinaus liegt der Fokus aufgrund der steigenden Energiekosten auf der weiteren Reduzierung der Verbräuche, der Umsetzung von PV-Anlagen an ersten Standorten und in der Zentrale sowie dem Einsatz energieeffizienter Beleuchtung, die in Zukunft positive Ergebnisbeiträge liefern werden.

3. Prognosebericht

Laut einer im Dezember 2023 veröffentlichten Prognose des ifo-Instituts wird im Jahr 2024 das Bruttoinlandsprodukt lediglich um 0,9 % wachsen. Nachdem im vierten Quartal 2023 das Bruttoinlandsprodukt leicht zurück gegangen ist, hat das ifo-Instituts auch das Wachstum für 2024 um 0,5 % auf nunmehr 0,9 % gesenkt.

Die Geschäftsführung ist bzgl. der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung optimistisch. Für das Geschäftsjahr 2024 wird von einer Steigerung der Umsatzerlöse im eigenen Filialgeschäft von rd. 2-3 % im Vergleich zum Jahr 2023 ausgegangen. Für das Jahr 2024 wird erneut ein positiver operativer Jahresüberschuss erwartet, der jedoch unter dem Niveau des Jahres 2023 liegen wird. Für 2025 geht die Geschäftsführung von einer steigenden Ergebnis- und Umsatzverbesserung aus. Aufgrund des Kriegs in der Ukraine sowie den immer noch hohen Inflationsraten und dadurch beschränkten Konsumneigung ist eine genaue Planbarkeit jedoch immer noch schwer möglich. Darüber hinaus bestehen derzeit konjunkturelle Unsicherheiten.

Die in der Vergangenheit eingeleiteten Kosteneinsparungen werden zukünftig zu einer weiteren Verbesserung der Kostenstruktur und positiven Ergebniseffekten führen. Zudem werden sich die Synergieeffekte insbesondere mit der Schmid Handels GmbH im Bereich Logistik, Einkauf und Verwaltung weiterhin positiv auf die Ergebnissituation auswirken.

V. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Die letzten Jahre waren durch die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie gekennzeichnet, die Einfluss auf die Ergebnis- und Liquiditätssituation von Schmid hatten. Dieser negative Corona-Effekt ist nunmehr abgeschlossen. Vornehmlich ist aktuell das Konsumverhalten basierend auf dem Krieg in der Ukraine sowie der damit einhergehenden Entwicklung der Inflationsraten für die weitere wirtschaftliche Entwicklung von Schmid entscheidend. Trotz konjunktureller Stagnation ist es Schmid gelungen, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 weiter zu steigern. Das Geschäftsmodell von Schmid ist profitabel und die Unternehmensfortführung gesichert. In diesem Zusammenhang arbeitet die Geschäftsführung auch weiterhin an der Optimierung von Prozessen und Realisierung von Synergien insbesondere mit der Schmid Handels GmbH. Der Fokus der nächsten Monate wir darin bestehen, die Optimierung des Geschäftsmodells weiter voranzutreiben und die Ertragsentwicklungen der Filialen zeitnah zu überwachen, um frühzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen zu können, sofern sich eine negative Ergebnisentwicklung abzeichnen sollte.

 

Augsburg, 15. Februar 2024

gez. Robert Schmid, Geschäftsführer

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 90.894,51 52.177,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.590.066,34 3.645.551,34
2. technische Anlagen und Maschinen 103.249,00 89.859,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.045.661,55 11.790.856,55
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 261.143,99 0,00
15.000.120,88 15.526.266,89
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.000,00 12.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.000.000,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 127.400,00 127.400,00
1.139.400,00 139.400,00
16.230.415,39 15.717.844,40
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.000,00 6.000,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 17.322.727,67 16.218.063,09
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 19.530,00
17.328.727,67 16.243.593,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.562.618,24 8.269.885,04
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 42.383,01 0,00
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 371.758,97
4. sonstige Vermögensgegenstände 3.452.490,47 3.158.639,70
8.057.491,72 11.800.283,71
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.295.123,86 4.458.111,02
32.681.343,25 32.501.987,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 18.475,80 29.191,76
48.930.234,44 48.249.023,98

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnvortrag 26.441.050,31 25.388.967,13
III. Jahresüberschuss 6.648.438,61 4.602.083,18
33.115.053,51 30.016.614,90
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 651.858,00 624.019,00
2. Steuerrückstellungen 3.270.000,00 1.187.200,00
3. sonstige Rückstellungen 2.788.961,00 2.349.600,00
6.710.819,00 4.160.819,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 54.977,32 3.139.860,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.782.411,24 7.911.268,42
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.956,37 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 3.101.065,00 2.839.535,46
8.953.409,93 13.890.663,88
D. Rechnungsabgrenzungsposten 150.952,00 180.926,20
48.930.234,44 48.249.023,98

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 123.343.669,96 131.772.632,56
2. sonstige betriebliche Erträge 255.146,24 2.685.380,22
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 79.010.470,29 91.501.595,27
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.362.367,11 10.883.815,24
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.665.550,74 2.645.269,53
15.027.917,85 13.529.084,77
5. Abschreibungen
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.337.926,05 1.425.956,54
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 18.514.896,81 21.228.307,74
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.730,00 2.730,00
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 62.904,72 33.559,29
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 106.018,12 175.572,67
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.006.781,13 2.024.257,98
11. Ergebnis nach Steuern 6.660.440,67 4.609.527,10
12. sonstige Steuern 12.002,06 7.443,92
13. Jahresüberschuss 6.648.438,61 4.602.083,18

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A) Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Schmid GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht Schmid GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Augsburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Augsburg
Register-Nr.: HRB 13106

B) Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Sofern eine dauerhafte Wertminderung vorlag, wurde der am Bilanzstichtag niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag berücksichtigt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gemäß § 253 Absatz 1 Satz 2 HGB gebildet. Die Bewertung erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (PUC-Methode) auf Basis der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck.

Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Der Ansatz erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind vor dem Bilanzstichtag eingegangene Einzahlungen erfasst, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

C) Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Absatz 3 HGB ist ausgehend von den historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Jahresabschluss beigefügt.

Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEuro 0 (Vorjahr TEuro 16) vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

Bilanzposten 31.12.2023
TEuro
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr
TEuro
31.12.2022
TEuro
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr
TEuro
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen 4.563 0 8.270 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 42 0 0 0
Forderungen an Gesellschafter 0 0 372 0
Sonstige Vermögensgegenstände 3.452 158 3.158 153
8.057 158 11.800 153

Pensionsrückstellungen

Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde unverändert zum Vorjahr ein Rententrend in Höhe von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %) berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgt mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre in Höhe von 1,82 %.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz von 7 Jahren ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 9 (Vorjahr TEuro 39). In Höhe dieses Unterschiedsbetrages sind die passivierten Rückstellungen für Pensionen und der Zinsaufwand im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz von 7 Jahren niedriger angesetzt. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Absatz 6 Satz 2 für Ausschüttungen gesperrt.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungen enthalten:

31.12.2023
TEuro
31.12.2022
TEuro
Personalrückstellungen 724 459
Archivierungskosten 158 124
Gewährleistung 208 195
Rückbauverpflichtungen 1.205 950
Inflationsgutscheine an Mitarbeiter 113 175
Übrige Rückstellungen 381 447
2.789 2.350

Die übrigen Rückstellungen betreffen ausstehende Rechnungen.

Eigenkapital - Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge

Die Summe der ausschüttungsgesperrten Beträge beläuft sich auf TEuro 9 (Vorjahr TEuro 39).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Restlaufzeiten
Gesamt
TEuro
Bis 1 Jahr
TEuro
1 - 5 Jahre
TEuro
> 5 Jahre
TEuro
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 55 55 0 0
Vorjahr (3.140) (3.087) (53) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 5.782 5.782 0 0
Vorjahr (7.911) (7.911) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15 15 0 0
Vorjahr (0) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.101 3.101 0 0
Vorjahr (2.840) (2.540) (300) (0)
Gesamt 8.953 8.953 0 0
Vorjahr (13.891) (13.538) (353) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEuro 32 (Vorjahr TEuro 47) durch Sicherungsübereignung von Fahrzeugen besichert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern mit TEuro 1.655 (Vorjahr TEuro 1.399) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit mit TEuro 77 (Vorjahr TEuro 72) enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEuro 10 (Vorjahr TEuro 15) enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 HGB

fällig 2024
TEuro
fällig 2025
TEuro
fällig ab 2026
TEuro
Gesamt
TEuro
Mietverträge Immobilien 9.514 9.292 49.705 68.511
davon ggü. verbundene Unternehmen 1.190 1.190 691 3.071
Leasingverträge Betriebs- u. Geschäftsausstattung 591 414 780 1.785
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 10.105 9.706 50.485 70.296
davon ggü. verbundene Unternehmen 1.190 1.190 691 3.071

D) Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

2023
TEuro
Vorjahr
TEuro
Aufgliederung nach Tätigkeitsbereich
Warenverkauf Textil / Schuhe 118.521 124.805
Warenverkauf Biomarkt 2.218 2.584
Cafeteria, Bistro 485 332
Sonstige Umsatzerlöse 2.120 4.052
Gesamt 123.344 131.773

Die im Ausland generierten Umsätze belaufen sich auf TEuro 1.694 (Vorjahr TEuro 1.255).

Außergewöhnliche Erträge

Im Geschäftsjahr 2023 sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEuro 4 (Vorjahr TEuro 2.390) angefallen, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen sind. Sie betreffen staatliche Zuschüsse aus der Überbrückungshilfe IV im Rahmen der Corona-Pandemie. Im Vorjahr wurden hieraus Erträge in Höhe von TEuro 2.350 erzielt. Darüber hinaus wurde im Vorjahr ein Übernahmegewinn aus der Verschmelzung der Schmid Mode GmbH in Höhe von TEuro 40 ausgewiesen.

Aufwand für Altersversorgung

In der Position soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von TEuro 26 (Vorjahr TEuro 32) enthalten.

Zinsaufwendungen und Zinserträge

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEuro 42 (Vorjahr TEuro 4) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEuro 11 (Vorjahr TEuro 11) enthalten.

E) Sonstige Angaben

Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Im Jahresdurchschnitt waren folgende Arbeitnehmergruppen im Unternehmen beschäftigt:

2023 Vorjahr
Verwaltungsangestellte 26 31
Filialangestellte 408 377
434 408

Angaben zur Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Robert Schmid, Geschäftsführer, Einzelhandelskaufmann

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

Vorschüsse und Kredite an die Geschäftsführer

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich folgende Veränderungen der Forderungen gegenüber Geschäftsführer ergeben:

Betrag
TEuro
Stand 01.01.2023 14
Rückzahlung -14
Zuführungen 12
Stand 31.12.2023 12

Es handelt sich hierbei um ein kurzfristiges Kontokorrentverhältnis, das nicht verzinst wird.

Angaben über den Anteilbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 % der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname/Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
TEUR
Eigenkapital
TEUR
Schmid S.à.r.l., Wemperhardt, Luxemburg 100 % -130 -375

Angaben zum Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Die Schmid GmbH wird in den Konzernabschluss der Robert Schmid Holding GmbH & Co. KG, Unterdießen, (Amtsgericht Augsburg, HRA 16316) einbezogen. Die Robert Schmid Holding GmbH & Co. KG stellt den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten und den kleinsten Konzernkreis auf, der beim elektronischen Bundesanzeiger bekanntgegeben wird.

Die Robert Schmid Holding GmbH & Co. KG, Unterdießen, wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 21.12.2023 formgewechselt in die Retail Shoe & Fashion Holding GmbH, Unterdießen (Amtsgericht Augsburg, HRB 39558). Der Formwechsel wurde am 04.01.2024 in das Handelsregister eingetragen.

Für die Schmid GmbH hat der nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen aufgestellte Konzernabschluss der Robert Schmid Holding GmbH & Co. KG, Unterdießen, (Amtsbericht Augsburg, HRA 16316) befreiende Wirkung nach § 292 HGB. Der befreiende Konzernabschluss erfüllt die Voraussetzungen des § 292 Abs. 1 Nr. 1a HGB. Die Schmid GmbH nimmt das Wahlrecht keinen Konzernabschluss aufzustellen in Anspruch.

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB

Die Schmid GmbH hat zugunsten der Schmid Handels GmbH, Augsburg, (vormals K&L GmbH & Co. Handels-KG, Weilheim), Mietbürgschaften in Höhe von TEUR 524 gestellt. Zudem wurde von der Schmid GmbH eine Bürgschaft von bis zu 5 Mio. EUR für Verbindlichkeiten der Schmid Handels GmbH aus zukünftigen Zentralregulierungsgeschäften übernommen. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird derzeit angesichts der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Schmid Handels GmbH nicht gerechnet.

Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB

Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen wurden grundsätzlich zu marktüblichen Konditionen durchgeführt. Der zentralisierte Wareneinkauf über die Schmid GmbH für andere Vertriebsgesellschaften der Schmid-Gruppe erfolgt ohne Gewinnaufschlag. Verwaltungskosten werden an die Gesellschaften weitergegeben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Augsburg, den 15. Februar 2024

gez. Robert Schmid, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

SCHMID GmbH, Augsburg

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 405.466,70 65.226,00 470.692,70
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 405.466,70 65.226,00 470.692,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.126.893,90 4.126.893,90
2. technische Anlagen und Maschinen 142.639,19 27.080,34 169.719,53
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.322.028,47 568.340,71 127.587,07 21.762.782,11
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 900.775,72 261.143,99 1.161.919,71
Summe Sachanlagen 26.492.337,28 856.565,04 127.587,07 27.221.315,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.000,00 1.000.000,00 12.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.000.000,00
3. Genossenschaftsanteile 127.400,00 127.400,00
Summe Finanzanlagen 139.400,00 1.000.000,00 1.139.400,00
Summe Anlagevermögen 27.037.203,98 1.921.791,04 127.587,07 28.831.407,95
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr 01.01.2023
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 353.289,19 26.509,00 379.798,19
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 353.289,19 26.509,00 379.798,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 481.342,56 55.485,00 536.827,56
2. technische Anlagen und Maschinen 52.780,19 13.690,34 66.470,53
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.531.171,92 1.242.241,71 56.293,07 10.717.120,56
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 900.775,72 900.775,72
Summe Sachanlagen 10.966.070,39 1.311.417,05 56.293,07 12.221.194,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 11.319.359,58 1.337.926,05 56.293,07 12.600.992,56
Buchwert 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 90.894,51
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 90.894,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.590.066,34
2. technische Anlagen und Maschinen 103.249,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.045.661,55
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 261.143,99
Summe Sachanlagen 15.000.120,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.000.000,00
3. Genossenschaftsanteile 127.400,00
Summe Finanzanlagen 1.139.400,00
Summe Anlagevermögen 16.230.415,39

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

an die Schmid GmbH, Augsburg

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Schmid GmbH, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Schmid GmbH, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Die unter Abschnitt | Punkt 1 des Lageberichts enthaltenen Informationen zum Geschäftsmodell der Gesellschaft habe ich in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Mein Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Ich verweise auf die Angaben im Risikobericht des Lageberichts, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass bestandsgefährdende Risiken im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB für das Unternehmen dann entstehen könnten, sofern die gewährten Corona-Hilfen des Bundes (Überbrückungshilfen) im Rahmen der abschließenden Prüfung durch die Bewilligungsbehörden zurückgefordert werden würden. Meine Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt "Prüfungsurteile" genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts.

Meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend gebe ich weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit meiner Prüfung habe ich die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des Lageberichts oder meinen bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls ich auf Grundlage der von mir durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehe, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, bin ich verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Ich habe in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungsliegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• Gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Augsburg, den 20.08.2024

gez. Melanie Liebert, Wirtschaftsprüferin

Feststellung und Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss wurde am 20.08.2024 festgestellt.

Der Gewinnvortrag unter Berücksichtigung des Jahresüberschuss von € 6.648.438,61 und Berücksichtigung der am 18.07.2024 erfolgten Ausschüttung in Höhe von EUR 3.000.000,00 wird insgesamt in Höhe von EUR 30.089.488,92 auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

19 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.