Stammdaten

Register
Amtsgericht Deggendorf HRB 326
Eingetragen
29.6.1978
Branche
Vermietung von Baumaschinen und -gerätenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tVermietung von Schienenfahrzeugen
Gegenstand
die Vermietung von Fahrzeugen, Baumaschinen und sonstigen Geräten, insbesondere der Verleih von Mobilkränen, der Handel mit Maschinen und Betriebsvorrichtungen, sowie der Betrieb eines gewerblichen Güternahverkehrs mit Durchführung von Schwertransporten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Norbert Saller
seit 21.12.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

94469 Deggendorf
15.600 €
60.00%
94469 Deggendorf
10.400 €
40.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kran Saller GmbH

Deggendorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2022

der Kran Saller GmbH, Deggendorf

1 Grundlagen der Kran Saller GmbH

1.1 Geschäftsmodell

Kran Saller GmbH zählt zu den führenden Unternehmen in Bayern im Bereich der Autokranarbeiten und Schwerlastlogistik. Der Geschäftsbereich Schwerlastlogistik umfasst das Heben und Bewegen von Lasten mit Mobil-, Gittermast- und Raupenkranen, den Schwerlasttransport und die Montage. Diese Leistungen werden u.a. im Industriebau, von der Petrochemie, im Energie- und Kraftwerksbau, im Windkraftsektor, im Hochbau sowie für Reparaturen, Anlagenrevisionen, Instandhaltungen oder Erweiterungen von produzierenden Unternehmen nachgefragt. Die Gesellschaft betreibt ihr nationales und internationales Geschäft, sowohl im Bereich der Schwerlastlogistik, von ihrem Hauptsitz in Deggendorf sowie ihren Niederlassungen in Passau, Dingolfing, Straubing, Bad Birnbach, Plattling, Regensburg und Hallbergmoos/München.

1.2 Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft hält neben ihrem Stammhaus in Deggendorf an folgenden Orten operative Zweigniederlassungen vor:

Passau, Dingolfing, Straubing, Bad Birnbach, Plattling, Regensburg und Hallbergmoos bei München.

1.3 Eckdaten Umsatz

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022 einen operativen Umsatz von 7,1 Mio. EUR (VJ: 6,90 Mio. EUR) erzielt.

1.4 Mitarbeiter

Zum 31.12.2022 waren bei der Gesellschaft 59 Mitarbeiter (VJ: 61 Mitarbeiter) beschäftigt. Diese teilten sich in 18 Angestellte und 41 gewerbliche Mitarbeiter auf.

1.5 Geräte und Fuhrpark

Zum Jahresende 2022 verfügte die Gesellschaft über insgesamt 152 Geräte- und Fahrzeugeinheiten (VJ: 150). Der Bestand an Mobilkranen wurde erhöht und bei allen anderen Geräte-/Fahrzeuggruppen blieben die Bestände weitgehend konstant.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im letzten Quartal des Jahres 2022 ist das Bruttoinlandsprodukt um 0,4 % zurückgegangen, während es im Gesamtjahr 2022 um 1,9 % kalenderbereinigt zum Vorjahr zulegte.

(Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/02/PD23_070_811.html)

Zum aktuellen Stand deuten die Indikatoren auf eine weiter stabilisierte Lage in der Industrie hin. So stieg die Industrieproduktion im Dezember erneut, nachdem sie bereits in den zwei vorangegangenen Monaten zulegen konnte. Damit scheint die Industrie zunehmend besser mit den Lieferengpässen bei wichtigen Vorleistungen und Rohstoffen zurecht zu kommen. Dementsprechend hat sich auch die Stimmung in den Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes aufgehellt. Der deutsche Außenhandel entwickelte sich im Dezember ebenfalls positiv und sowohl Ausfuhren als auch Einfuhren stiegen erneut deutlich. Im Gegensatz dazu mussten die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz zum Ende des Jahres einen merklichen Rückgang verkraften. Der private Verbrauch wird derzeit durch den Pandemieverlauf und eine hohe Inflationsrate belastet, das Konsumklima hat sich allerdings zuletzt stabilisiert. Die Inflationsrate lag im Januar 2022 bei 4,9 %, maßgeblich getrieben durch einen erneut kräftigen Anstieg insbesondere der fossilen Energiepreise. Am Arbeitsmarkt setzt sich die Erholung zum Jahresende weiter fort, die Erwerbstätigkeit stieg abermals kräftig an. Auch die Kurzarbeit ging im November leicht zurück.

(Quelle:https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2022/03/15-konjunktur-wirtschaftliche-lage-in-deutschland.html)

Der nun üblicherweise folgende wirtschaftliche Ausblick auf das neue Geschäftsjahr wurde durch den Überfall Russlands auf die Ukraine eingeholt. Dieser Akt hat spürbare Auswirkungen auf die deutschen Unternehmen. Energiepreise stellen für eine Mehrheit der Unternehmen eine große oder sehr große Belastung dar. Fehlende Zulieferungen und mögliche Engpässe in der Gasversorgung folgen als weitere Risiken.

Der Krieg in der Ukraine hat in kurzer Zeit die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen verändert. Die immer noch bestehenden Verzögerungen und Probleme in den globalen Zuliefernetzwerken als direkte und indirekte Folge der Corona-Pandemie werden dadurch verschärft, wenngleich Russland und die Ukraine als Absatzmärkte insgesamt kaum bedeutsam sind. Die eingetretene wirtschaftliche Erholung wird sich voraussichtlich verlangsamen, da weitere Preissteigerungen den Konsum bremsen und die Investitionstätigkeit der Unternehmen aufgrund von geopolitischen Verunsicherungen sowie möglichen schwächeren Unternehmenserträgen gehemmt werden.

(Quelle:https://www.iwkoeln.de/studien/hubertus-bardt-michael-groemling-edgar-schmitz-russlands-krieg-in-der-ukraine-belastet-deutsche-unternehmen.html)

2.2 Politische Rahmenbedingungen

2.2.1 Infrastruktur und Genehmigungen

In Deutschland gibt es mehr marode Brücken als bislang angenommen. Das geht aus einem internen Bericht der Autobahngesellschaft hervor. Es sei absehbar, dass viele vor 1985 gebaute Brücken neu gebaut werden müssen. Der Zustand der deutschen Autobahnbrücken ist schlechter als bislang befürchtet. Das zeigt eine interne Untersuchung der bundeseigenen Autobahngesellschaft von 28.000 Brücken. Sollten die notwendigen Erhaltungsmaßnahmen an den tausenden Bauwerken nicht im erforderlichen Umfang und zeitnah umgesetzt werden, wird es in den kommenden Jahren zu erheblichen Verkehrseinschränkungen bis hin zu Sperrungen von Brückenbauwerken kommen.

(Quelle:https://www.welt.de/wirtschaft/article236191826/Bruecken-In-Deutschland-sind-mehr-marode-als-befuerchtet.html)

Die damit verbundenen genehmigungstechnischen Erschwernisse sowie die damit einhergehende amtliche Bürokratie schränken die Flexibilität und auch die Wirtschaftlichkeit aller Marktteilnehmer nachhaltig ein. Dringend erforderliche politische Aktivitäten lassen unverändert auf sich warten.

2.3 Geschäftsverlauf

2.3.1 Schwerlastlogistik

Im Geschäftsjahr 2022 war der Unternehmensbereich durchweg von einer sehr zufriedenstellenden Auslastung gekennzeichnet. Durch diverses Projektgeschäft unter anderem in der Petrochemie wurden die vorhandenen Ressourcen zu diesen Zeiten vollends ausgeschöpft. Temporär aufgetretene Kapazitätsengpässe im Unternehmensbereich Schwerlastlogistik wurden durch das Hinzuchartern von Gerätschaften bzw. die Einschaltung von Subunternehmern zur Zufriedenheit der Kunden überwunden.

Das Großkransegment der Schwerlastlogistik war fast ganzjährig gut ausgelastet. Das ausgewogene Kundenportfolio der Gesellschaft, welches sich im Wesentlichen über die Branchen Energieerzeugung, Petrochemie, Industrie, Windkraft, Kommunikation, Bau erstreckt, wurde ausgebaut. Die bestehenden Langfristverträge im Unternehmensbereich der Schwerlastlogistik sorgten wie auch in den Vorjahren für eine konjunkturunabhängige Grundauslastung. Darüber hinaus wurde die Kundenbestandspflege erfolgreich fortgeführt und der hohe Grad an Kundenbindung intensiviert. Die Neukundenakquisition festigte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr unsere Position am Markt in allen Sparten. Zusätzlich konnten wir auch neue Windkraftkunden in Norwegen gewinnen. Hierdurch konnten wir in diesem Geschäftsjahr eine kontinuierliche Auslastung im Großkranbereich sicherstellen.

Die Gesellschaft blieb vom Pandemiegeschehen weitestgehend unberührt.

2.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.4.1 Ertragslage

Die Kran Saller GmbH hat im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 989 T EUR (VJ: 58 T EUR) bei einem Umsatz von 7,1 Mio. EUR (VJ: 6,90 Mio. EUR) erzielt.

Im Jahr 2022 beläuft sich die Umsatzrendite vor Steuern auf -13,92 % (VJ: -0,85 %) und ist negativ. Dies war im Wesentlichen durch Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Wertanpassungen im Bereich der unfertigen Leistungen bedingt. Zudem wurden Verbindlichkeiten periodengerecht nacherfasst.

2.4.2 Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2022 wurden Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in Höhe von 0,71 Mio. EUR (VJ: 6,54 Mio. EUR) getätigt. Der Schwerpunkt lag dabei in der Mobil- und Autokrantechnologie. Die Gesellschaft hat 14,3 Mio. EUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute zur Finanzierung des Anlagevermögens (12,9 Mio. EUR), welche durch Tilgungen um 750 TEUR reduziert worden sind.

2.4.3 Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2022 um 1,3 Mio. EUR von 14,2 Mio. EUR auf 12,9 Mio. EUR verringert. Der Rückgang liegt an den gewöhnlichen Abschreibungen.

Für 2023 hat die Gesellschaft vor dem Beginn des russischen Angriffskrieges mit einem gleichbleibenden Renditeniveau wie in 2022 gerechnet, da die Gesellschaft davon ausgegangen war, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage nicht weiter verschlechtert. Vielmehr zeigten sich erste Anzeichen von einer konjunkturellen Erholung. Die Folgen des russischen Angriffskrieges sorgen für Unsicherheiten hinsichtlich der Umsatzrenditenerwartung für das Geschäftsjahr 2023.

2.4.4 2.4.4. sonstige finanzielle Leistungsindikatoren

Geschäftsjahr Vorjahr
Eigenkapitalrendite in % =
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag × 100 -988.685,92 -58.553,84
Eigenkapital -134,05 % = -737.559,97 × 100 -23,32 % = 251.125,95 × 100
Cashflow =
Jahresfehlbetrag -988.685,92 -58.553,84
+ Abschreibungen 1.814.945,83 1.563.989,37
+ Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 815.841,91 = -10.418,00 1.493.587,53 = -11.848,00
EBIT =
EBT (Earnings Before Taxes) -988.685,92 -58.553,84
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen -647.587,62 = 341.098,30 271.017,67 = 329.571,51
EBITDA = EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) -647.587,62 271.017,67
+ Abschreibungen 1.167.358,21 = 1.814.945,83 1.835.007,04 = 1.563.989,37

2.5 Gesamtaussage

Grundsätzlich ist das Geschäftsjahr 2022 hinsichtlich der erreichten Umsatzerlöse und Auftragsauslastung akzeptabel für die Gesellschaft verlaufen. Allerdings konnte kein positives Betriebsergebnis erreicht werden.

3 Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

3.1 Prognosebericht

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2023 zeigte sich der Geschäftsverlauf, trotz des russischen Angriffskrieges, zufriedenstellend. Hierzu trägt, neben der Grundauslastung durch große Rahmenvertragskunden, auch die stabile Baukonjunktur bei. Die weiterhin optimistische Entwicklung im Bereich der Windenergie, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse und den Bestrebungen von Russland als Energielieferant unabhängig zu werden, haben die Gesellschaft veranlasst, nicht nur Ersatzinvestitionen vorzunehmen, sondern das Großkransegment weiter auszubauen. Unverändert werden auch 2023 alle Aktivitäten auf eine Optimierung der bestehenden Finanzierungsstrukturen ausgerichtet sein, wenngleich das Zinsniveau auf Grund der geopolitischen Unsicherheiten Steigerungstendenzen aufzeigt.

Die Prognose über die künftige wirtschaftliche Entwicklung der Berichtsfirma ist aufgrund des russischen Angriffskrieges nur schwer möglich. Die Kraftstoffkosten für Großverbraucher haben sich gemäß der Dieselpreis-Information (Großverbraucher) des Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. im Vergleich Dezember 2020 zu Dezember 2021 um 37,8 % erhöht. Die Entwicklungen im Februar und März 2022 hinsichtlich des Anstiegs der Kraftstoffkosten waren dramatisch.

(Quelle: https://www.bgl-ev.de/wp-content/uploads/simple-filelist/Mitgliederversammlung/BGL_jahresbericht_21_22.pdf)

Die Knappheit an Fachkräften, verbunden mit der steigenden Inflation, wird ferner zu einem deutlichen Anstieg der Personalkosten führen. Teilweise ermöglichen Preisgleitklauseln in Rahmenverträgen die Weitergabe der Kosten an Kunden, aber nicht über alle Bereiche. Hier wird es zu zeitlichen Verschiebungen kommen. Aufgrund der geplanten Ersatzinvestitionen und der daraus resultierenden sonstigen betrieblichen Erträge dürften diese Kostensteigerungen teilweise kompensiert werden können.

Auch wenn im Geschäftsjahr 2022 im Ganzen nahezu keine negativen Auswirkungen durch das Pandemiegeschehen eingetreten sind, können negative Auswirkungen auf das laufende Geschäftsjahr 2023 nicht ausgeschlossen werden. In welchen Ausmaßen diese negativen wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres anfallen könnten, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden. Unabhängig davon unterliegt das wirtschaftliche und infrastrukturelle Umfeld der Kran- und Schwerlastunternehmen weiterhin dynamischen Entwicklungen. Die sich aus den volatilen Umfeldbedingungen ergebenden Chancen und Risiken haben unmittelbaren Einfluss auf die unternehmerische Entwicklung der Kran Saller GmbH.

Erwartete Preisentwicklung:

Die Gesellschaft erwartet für 2023 und 2024 aufgrund des russischen Angriffskrieges stark steigende Einkaufspreise speziell im Energiesektor und eine dadurch bedingte hohe Inflation. Die Gesellschaft selbst sollte bemüht sein, für 2023 diese Preissteigerung durch Anpassungen auf Kundenseite möglichst zu kompensieren.

Erwarteter Wettbewerbsdruck:

Grundsätzlich wird der vorhandene Wettbewerbsdruck durch die Marktteilnehmer über alle Unternehmensbereiche hinweg Fortbestand haben. Dessen Ausmaß hängt im Wesentlichen von der Auslastung der eigenen und der Wettbewerbsressourcen ab.

Erwartete Auslastung:

Die Gesellschaft rechnet, unabhängig vom Kriegs- und Pandemiegeschehen, grundsätzlich für den Geschäftsbereich Schwerlastlogistik mit einer gleichbleibenden Auslastung im Mobilkran- und Schwertransportsegment. Die Hochbaukonjunktur wird aus unserer Sicht 2023 in Deutschland unverändert auf hohem Niveau bleiben.

Im Bereich der Errichtung von Windkraftanlagen konnte die Gesellschaft bereits im Geschäftsjahr 2022 eine durchgehende Vollauslastung des Großkransegmentes feststellen, welche sich aus momentaner Sicht auch im Geschäftsjahr 2023 fortsetzen wird, insbesondere auch durch das Ziel der Bundesregierung, sich von Russland als Energielieferant unabhängig zu machen.

Gesamtbeurteilung:

Grundsätzlich erwartet die Gesellschaft für das Jahr 2023 und 2024 trotz der eintretenden negativen Effekte weiterhin eine positive Unternehmensentwicklung in allen Bereichen. Die Zuversicht, in den anstehenden schwierigen Zeiten gut aufgestellt zu sein, wird durch die derzeitigen Auftragseingänge genährt. Dennoch bleiben Unsicherheiten im Zusammenhang mit den weiteren politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen aufgrund des Ukraine Krieges. Soweit sich die negativen Auswirkungen der Ukraine Krise in einem eingeschränkten Ausmaß halten, erwartet die Geschäftsführung ein Umsatzvolumen in Höhe von insgesamt ca. 8 Mio. EUR. Unter dem Vorbehalt der Unwägbarkeiten weiterer kriegs- und pandemiebedingter Kostenanstiege geht die Gesellschaft von einem Planergebnis vor Ertragssteuern von 0,2 Mio. EUR aus.

3.2 Risikobericht

3.2.1 Risikomanagementsystem

Ein leistungsfähiges und dynamisches Risikomanagementsystem ist für eine erfolgreiche Unternehmensführung von besonderer Bedeutung. Die Zielumsetzung einer kontinuierlichen Überprüfung und Anpassung der strategischen Ausrichtung ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Risikopolitik.

Ziele des Risikomanagements sind die Identifikation, Bewertung, Steuerung und Kontrolle von wesentlichen Risiken, die den Fortbestand oder das wirtschaftliche Ergebnis der Gesellschaft gefährden können. Innerhalb der Unternehmensbereiche liegt die zielgerichtete und ordnungsgemäße Ausgestaltung der laufenden Prozesse des Risikomanagements im Verantwortungs- und Ergebnisbereich der jeweiligen Handlungsbevollmächtigten, Niederlassungs- und Abteilungsleiter, wobei der inhaltliche Prozessablauf unternehmenseinheitlich vorgegeben ist. Dies wird durch das Qualitätsmanagementsystem nach DIN ISO 9001:2015 und das SGU-Managementsystem unterstützt. Eine adäquate Personalentwicklung, insbesondere im Bereich der gewerblichen Mitarbeiter, sowie eine zielorientierte Qualifizierung bleiben auch künftig ebenso unerlässlich wie die weitere Forderung und Förderung von Veränderungsbereitschaft und -fähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

3.2.2 Risiken

Gegenüber dem Vorjahr zeigt sich infolge des russischen Angriffskrieges eine erhöhte Risikolage. Risiken bestehen in folgenden Bereichen:

- Umsatzreduzierungen durch Kosteneinsparungsmaßnahmen von Großkunden, mit denen Rahmenverträge bestehen

- Drastische Erhöhung der Kraftstoffpreise und allgemeiner Energiekosten

- Hohe Inflationsrate

- Erhöhung des Wettbewerbsdrucks durch Eintritt zusätzlicher Marktteilnehmer aus dem angrenzenden Europäischen Ausland

- Weitere Verschlechterung der Infrastruktur und damit verbundene Erschwernisse bei den Genehmigungsauflagen zur Erbringung unserer hebe- und transporttechnischen Dienstleistungen

- Fachkräftemangel im gewerblichen Bereich

- Anstieg der Finanzierungszinsen

Erheblich zugenommen hat seit dem 1. Halbjahr 2023 das Insolvenzgeschehen in Deutschland, mittlerweile auch auf einem hohen Niveau. So registrierte Creditreform im 1. Halbjahr 2024 rund 11.000 Unternehmensinsolvenzen, das entspricht einen Anstieg um knapp 30 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 8.470 Unternehmensinsolvenzen. Die Folgen des Krieges in der Ukraine und Israel, die erheblich gestiegenen Energiepreise und die weiterhin hohen Inflationsraten sowie Finanzierungszinsen stellen für viele Unternehmen massive Belastungen dar, deren Auswirkungen auf das Insolvenzgeschehen in den nächsten Monaten nur schwer abzuschätzen sind. Es ist allerdings mit einer weiteren Verschlechterung zu rechnen.

(Quelle:https://www.creditreform.de/aktuelles-wissen/pressemeldungen-fachbeitraege/news-details/show/insolvenzen-in-deutschland-1-halbjahr-2024)

Aus der bestehenden bilanziellen Überschuldung in Höhe von 737.559,97 EUR der Gesellschaft können sich ebenfalls für die Unternehmenstätigkeit und zukünftige Finanzierungen ergeben. Die Gesellschaft geht jedoch von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit uneingeschränkt aus und plant, die bilanzielle Überschuldung in den nachfolgenden Geschäftsjahren durch positive Ergebnisse wieder ausgleichen zu können.

3.3 Chancenbericht

3.3.1 Chancenmanagementsysteme

Wesentliche Chancen sind durch Sachverhalte gekennzeichnet, die eine signifikante positive Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft beziehungsweise Unternehmensbereiche haben können. Das Management von Chancen und Risiken ist der Kern des planvollen unternehmerischen Handelns. Die strategische Umfeldanalyse der Chancen- und Ergebnispotentiale zu den Wertschöpfungsbereichen findet rollierend bei der Gesellschaft statt.

Die Gesellschaft hat sich folgende Ziele gesetzt um ihre Chancen optimal zu nutzen: Qualitäts-, Umwelt- und SCC-Managementziele:

Die Managementsysteme der Gesellschaft dokumentieren das Zusammenwirken aller Einzelbereiche und aller Mitarbeiter zur Verwirklichung der definierten unternehmerischen Ziele, die sich wie folgt darstellen: Die Gesellschaft hat als oberstes Ziel zufriedene Kunden. Diese setzen den Maßstab für eine qualitativ gute Arbeit und schaffen eine positive "Mund zu Mund" Propaganda am Markt. Die Zufriedenheit der Kunden betrachtet die Gesellschaft als Messlatte für die Wirksamkeit der Managementsysteme. Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und korrektes Umweltverhalten haben für die Gesellschaft eine hohe Bedeutung, d.h. sämtliche Arbeiten werden sorgfältig vorbereitet, sicher organisiert und sachkundig ausgeführt. Durch sicherheits- und umweltgerechtes Verhalten begegnet die Gesellschaft möglichen Gefährdungen und Risiken, schützt die Mitarbeiter, Dritte, die Umwelt und fördert die eigene Wirtschaftlichkeit. Die Instandhaltung und Ausrüstung der Krane, Anschlagmittel, Fahrzeuge und technischen Einrichtungen erfolgt unter Berücksichtigung von Qualität und Kosten zielbewusst und sachkundig.

Nachhaltigkeit:

Verantwortung für die Zukunft der heutigen und kommenden Generationen nimmt die Gesellschaft sehr ernst. Nachhaltigkeit in der Schwerlastlogistik bedeutet für uns, die Bedürfnisse der heutigen Generation zu erfüllen, ohne die Erfüllung der Bedürfnisse zukünftiger Generationen zu gefährden. Deshalb sind soziale Verantwortung, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit drei feste Säulen unseres unternehmerischen Handelns. Nachhaltigkeitserwägungen spielen in allen Geschäftsbereichen und Gliedern der Lieferkette eine wichtige Rolle.

Wettbewerbspositionierung:

Die Gesellschaft strebt dauerhaft eine Festigung der Wettbewerbspositionierung unter den Top 10 vergleichbarer deutscher und Europäischer Wettbewerber an. Das gilt sowohl für den Unternehmensbereich Schwerlastlogistik.

Unternehmensgewinn und finanzielle Stabilität:

Ziel ist es, die Kapitalrentabilität auf dem Niveau der Vorjahre beizubehalten und die finanzielle Stabilität zu sichern. Dazu betreibt die Gesellschaft eine aktive Liquiditäts- und Finanzplanung.

Sichere und attraktive Arbeitsplätze:

Den Herausforderungen der Marktentwicklung wird weiterhin traditionell mit adäquaten Mitarbeiterqualifikations- und Personalentwicklungsmaßnahmen begegnet. Unstrittig sind die Mitarbeiter das wesentliche Kapital des Unternehmens.

 

Deggendorf, den 09.12.2024

Unterschriften aller Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 12.889.875,84 14.225.848,34
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.671,00 17.420,00
II. Sachanlagen 12.874.037,34 14.208.278,34
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.988,00 10.022,00
2. technische Anlagen und Maschinen 5.300,00 6.396,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.860.749,34 14.191.860,34
III. Finanzanlagen 11.167,50 150,00
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 11.017,50
2. Beteiligungen 150,00 150,00
B. Umlaufvermögen 2.396.235,45 2.427.290,39
I. Vorräte 1.202.169,42 1.327.897,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 992.615,67 941.077,93
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 46.838,64
2. sonstige Vermögensgegenstände 945.777,03 941.077,93
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 16.611,44 8.361,21
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 201.450,36 158.315,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 69.811,94 56.159,51
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 737.559,97
Summe Aktiva 16.093.483,20 16.709.298,24

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 0,00 251.125,95
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Gewinnvortrag 225.125,95 283.679,79
III. Jahresfehlbetrag 988.685,92 58.553,84
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 737.559,97
B. Rückstellungen 402.535,30 413.938,64
C. Verbindlichkeiten 15.690.947,90 16.044.233,65
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.307.079,23 15.057.474,38
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.509.359,48 3.298.658,57
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 399.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 427.034,08
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 98.526,90
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 328.507,18
3. sonstige Verbindlichkeiten 956.834,59 986.759,27
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 943.752,59 983.549,27
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 13.082,00 3.210,00
Summe Passiva 16.093.483,20 16.709.298,24

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 6.937.410,04 7.133.670,35
2. Personalaufwand 2.775.674,93 2.759.862,82
a) Löhne und Gehälter 2.273.754,73 2.249.110,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 501.920,20 510.751,90
davon für Altersversorgung -13.276,72 -9.738,59
3. Abschreibungen 1.814.945,83 1.563.989,37
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.628.828,57 1.563.989,37
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 186.117,26
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.975.556,32 2.517.826,65
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 0,02
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.951,67 545,37
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 341.098,30 329.571,51
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 4.686,00 4.573,00
7. Ergebnis nach Steuern -966.913,67 -37.034,63
8. sonstige Steuern 21.772,25 21.519,21
9. Jahresfehlbetrag 988.685,92 58.553,84

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Kran Saller GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Deggendorf
Registereintrag: Handelsregister (Amtsgericht)
Registergericht: Deggendorf
Register-Nr.: HRB 326

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zu Anschaffungskosten oder dem jeweils niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 238.707,00 EUR.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet.

Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Rückstellungen werden i.H. des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Einbezug künftiger Preis- und Kostensteigerungen passiviert.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Liquide Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Im Vorjahr wurden die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in der Position der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung mitausgewiesen. Im Geschäftsjahr erfolgte ein gesonderter Ausweis innerhalb der Bilanz.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 17.000.869,00 EUR

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 18.629.697,60 EUR

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 149.777,54
Immaterielle Vermögensgegenstände 149.777,54
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42.924,69
Technische Anlagen und Maschinen 14.315,69
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 31.934.045,16 708.506,57 1.341.163,71-
Sachanlagen 31.991.285,54 708.506,57 1.341.163,71-
Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 11.017,50
Beteiligungen 150,00
Finanzanlagen 150,00 11.017,50
Anlagevermögen 32.141.213,08 719.524,07 1.341.163,71-
kumulierte Abschreibungen Abschreibungen 31.12.2022
EUR
Abschreibungen 01.01.2022- 31.12.2022
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Buchwert 31.12.2021
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 145.106,54 12.749,00 4.671,00 17.420,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 145.106,54 12.749,00 4.671,00 17.420,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.936,69 2.034,00 7.988,00 10.022,00
Technische Anlagen und Maschinen 9.015,69 1.096,00 5.300,00 6.396,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 18.440.638,68 1.612.949,57 12.860.749,34 14.191.860,34
Sachanlagen 18.484.591,06 1.616.079,57 12.874.037,34 14.208.278,34
Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 11.017,50 0,00
Beteiligungen 0,00 150,00 150,00
Finanzanlagen 0,00 11.167,50 150,00
Anlagevermögen 18.629.697,60 1.628.828,57 12.889.875,84 14.225.848,34

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 16.611,44 EUR (Vorjahr: 8.361,21 EUR).

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 3.720 EUR.

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,78 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel 2022

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 3.720 EUR.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Rückstellung für Urlaub und Überstunden 134.928,30 EUR
Rückstellung für Aufbewahrung 1.400,00 EUR
Rückstellung für Abschlusskosten 27.500,00 EUR

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten:

31.12.2022 RLZ < 1 Jahr RLZ 1 - 5 Jahre RLZ > 5 Jahre
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 14.307.079,23 2.189.815,96 11.260.309,67 856.953,60
Vorjahr 15.057.474,38 2.466.395,06 11.586.463,26 1.004.616,06
Verbindlichkeiten aus L+L 747.472,69 747.472,69 0,00 0,00
Vorjahr 669.949,21 669.949,21 0,00 0,00
Verbindlichkeiten ggü. verbundene Unternehmen 427.034,08 98.526,90 328.507,18 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 209.361,90 209.361,90 0,00 0,00
Vorjahr 316.810,06 316.810,06 0,00 0,00

Den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 14.307.079,23 EUR liegen Sicherungsvermerke in Gestalt von Pfandrechten an unbeweglichen Sachen sowie Pfandrechte an beweglichen Sachen zugunsten der finanzierenden Kreditinstitute zugrunde.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 487.036,01 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

- Mieterträge für Betriebsgebäude

- Mietverträge für Wohnungen

- Mietverträge für Lagerflächen

- Leasingverträge für Kräne

- Leasingverträge für PKW

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 45,00
Angestellte 11,00
leitende Angestellte 3,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 59,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 51,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 8,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Franz Saller jun. ausgeübter Beruf: Kaufmann
Weitere Geschäftsführer: Andreas Saller ausgeübter Beruf: Kfz-Meister

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt 988.685,92 EUR.

Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag in Höhe von 737.559,97 EUR bilanziell überschuldet und weist daher einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in dieser Höhe aus. Die Geschäftsführung geht auf Grundlage einer eigenständig erstellten Unternehmens- und Liquiditätsplanung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus, daher wird der Jahresabschluss unter Anwendung der Bilanzierungsgrundsätze einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Deggendorf, 09.12.2024

Unterschrift aller Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

 

Deggendorf, den 09.12.2024

gez. Franz Xaver Saller

gez. Andreas Norbert Saller

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Kran Saller GmbH

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kran Saller GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kran Saller GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 ist im Hinblick auf die Vergleichswerte zum Vorjahr mangels geeigneter Prüfungsnachweise der Eröffnungsbilanzwerte zum 01.01.2022 einzuschränken.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Der Ansatz und die Bewertung der ausgewiesenen Vorräte zum 01.01.2022 sowie zum 31.12.2022 in Gestalt der unfertigen Erzeugnisse sowie der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 1.202.169,42 Euro sind nicht hinreichend nachgewiesen, da wir die Durchführung der Stichtagsinventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen das Vorhandensein und die Bewertung der Vorräte nicht mit hinreichender Sicherheut beurteilen konnten. Zudem konnten uns keine ausreichenden alternativen Prüfungsnachweise über die unfertigen Leistungen vorgelegt werden.

Die Eröffnungsbilanzwerte zum 01.01.2022 der Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen können nicht mit hinreichender Sicherheit durch alternative Prüfungsnachweise beurteilt werden. Ebenso nicht die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 ist aufgrund fehlender Prüfungsnachweise der oben genannten Eröffnungsbilanzwerte hinsichtlich der Vorjahreswerte einzuschränken.

Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Zusätzlich zu dem im Abschnitt "Bilanzielle Überschuldung und Fortführung der Unternehmenstätigkeit" beschriebenen Sachverhalt haben wir die unten beschriebenen Sachverhalte als die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte bestimmt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind.

Bilanzielle Überschuldung und Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Die Gesellschaft ist aufgrund des erzielten Jahresfehlbetrages zum Abschlussstichtag bilanziell überschuldet. Die Geschäftsführung hat zur Beurteilung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit eine Ertrags- und Liquiditätsplanung für die Jahre 2023 und 2024 erstellt. Auf dieser Grundlage geht die Geschäftsführung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen für diese Annahme könnten sich nach dem Abschlussstichtag dadurch ergeben, dass die finanzierende Kreditinstitute die bestehenden Finanzierungsrahmen nicht aufrechterhalten. Diese sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht vorhersehbar.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Deggendorf, den 11.12.2024

Leidel Partners GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jakob Eisenreich, Wirtschaftsprüfer, Geschäftsführer

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