Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 146603
Eingetragen
17.11.2008
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenErbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Gegenstand
Der Import, Export sowie Einzel- und Versandhandel von Waren aller Art, insbesondere Nahrungs- und Genussmitteln; die Vermittlung von Waren und Dienstleistungen; der Transport und die Auslieferung von Sachen; das Betreiben jeglicher Form von Werbung, auch für Dritte. Ferner ist jede wirtschaftliche Tätigkeit zur Ergänzung der Haupttätigkeit umfasst; dazu gehören insbesondere Logistikleistungen, der Betrieb von Call Centern sowie der Betrieb von eCommerce-Platttormen, auch für Dritte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Liquidator
Claas Meineke
seit 10.7.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Rohlik Group a.s.CZE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
B Fresh (Germany) GmbH
Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bringmeister GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktivseite

31.12.2021 30.4.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.656.895,21 1.696.729,06
2. geleistete Anzahlungen 116.937,60 388.249,98
1.773.832,81 2.084.979,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.102.753,13 3.365.624,93
2. technische Anlagen und Maschinen 11.439,06 12.807,91
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.125.365,86 1.968.198,27
5.239.558,05 5.346.631,11
7.013.390,86 7.431.610,15
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 2.081.015,20 2.260.741,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.297.525,47 108.799,30
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.893.939,61 7.855,08
- davon gegen Gesellschafter: EUR 9.470.991,25 (i.V. EUR 0,00)
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 4.897,63
4. sonstige Vermögensgegenstände 4.027.565,93 4.125.728,78
16.219.031,01 4.247.280,79
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.276.914,69 5.470.296,28
19.576.960,90 11.978.318,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 86.363,92 214.260,22
Bilanzsumme 26.676.715,68 19.624.189,15

Passivseite

31.12.2021 30.4.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 9.375.116,08 1.475.116,08
III. Gewinnvortrag 445,37 445,37
9.425.561,45 1.525.561,45
B. Rückstellungen
1. Rückstellung für Pensionen 422.030,00 397.906,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.291.861,47 1.985.566,65
2.713.891,47 2.383.472,65
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.165.631,32 1.965.413,12
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 4.165.631,32 (i.V. EUR 1.965.413,12)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.079.526,90 7.104.549,95
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 10.079.526,90 (i.V. EUR 7.104.549,95)
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 5.683.791,06 (i.V. EUR 5.575.426,87)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 1.468.042,47
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 0,00 (i.V. EUR 1.468.042,47)
4. sonstige Verbindlichkeiten 292.104,54 5.177.149,51
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 292.104,54 (i.V. EUR 5.177.149,51)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 194,59 (i.V. EUR 129,16)
- davon aus Steuern: EUR 214.779,80 (i.V. EUR 63.849,59)
14.537.262,76 15.715.155,05
Bilanzsumme 26.676.715,68 19.624.189,15

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Mai bis zum 31. Dezember 2021

01.05.2021 - 31.12.2021 01.01.-30.04.2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 55.190.247,64 30.314.435,38
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 583,88 ./. 1.812,02
3. Sonstige betriebliche Erträge 70.304,81 239.245,28
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 166,02 (i.V. EUR 15,09)
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren ./. 35.888.188,28 ./. 19.586.870,63
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen ./. 1.429.421,01 ./. 691.722,12
./. 37.317.609,29 ./. 20.278.592,75
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter ./. 3.663.235,28 ./. 1.733.160,32
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung ./. 718.524,38 ./. 313.398,01
- davon für Altersversorgung: EUR 21.985,22 (i.V. EUR 10.989,68) ./. 4.381.759,66 ./. 2.046.558,33
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen ./. 1.254.133,38 ./. 623.048,32
7. sonstige betriebliche Aufwendungen ./. 21.735.051,13 ./. 9.636.205,34
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 94,88 (i.V. EUR 815,19)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.488,10 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.210,20 (i.V. EUR 0,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen ./. 33.226,97 ./. 64.866,72
- davon aus Aufzinsung von Rückstellungen EUR 12.478,67 (i.V. EUR 6.878,51)
- davon an verbundene Unternehmen EUR 20.473,41 (i.V. EUR 57.988,21)
10. Ergebnis nach Steuern ./. 9.459.156,00 ./. 2.097.402,82
11. sonstige Steuern ./. 1.802,12 924,32
12. Erträge aus Verlustübernahme 9.460.958,12 2.096.478,50
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Mai bis zum 31. Dezember 2021

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Die Gesellschaft ist unter der Firma Bringmeister GmbH mit Sitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichtes Charlottenburg unter der Nummer HRB 146603 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Bringmeister GmbH wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Der Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Mai bis zum 31. Dezember 2021 wurde unter der Annahme des Rechnungslegungsgrundsatzes der Unternehmensfortführung aufgestellt, da die Gesellschaft aus heutiger Sicht laut Liquiditätsplanung in dem Prognosezeitraum bis zum 30.06.2023 voraussichtlich jederzeit über ausreichende Liquidität verfügen wird, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Ausführungen zu bestandsgefährdenden Risiken sind dem Lagebericht im Abschnitt "V. Chancen und Risikobericht", Unterabschnitt 2. "Risiken" zu entnehmen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die größenabhängigen Aufstellungserleichterungen und Schutzklauseln wurden teilweise in Anspruch genommen.

Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 24. November 2021 wurde der Gesellschaftsvertrag geändert. Für den Zeitraum vom 1. Mai 2021 bis zum 31. Dezember 2021 ist ein Rumpfgeschäftsjahr zu bilden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Mai 2021 bis zum 31. Dezember 2021 ist nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. Die Vorjahresvergleichsangaben in der Gewinn- und Verlustrechnung beziehen sich auf das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 30. April 2021.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Rumpfgeschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Rumpfgeschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen (lineare Methode) bewertet, die sich nach der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 1 bis 16 Jahren richten. Dabei dienen die von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen als Grundlage für die Ermittlung der Nutzungsdauer. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden niedrigere beizulegende Werte angesetzt. Bei geringwertigen Anlagegütern, deren Wert zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 liegt, wird im Jahr des Zugangs ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird.

Die Vorräte umfassen überwiegend Handelswaren. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten mit dem gewogenen Durchschnittspreis bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für Risiken, die sich aus der Lagerhaltung oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Sofern die Voraussetzungen für die Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber demselben Geschäftspartner vorliegen, wird von dem Wahlrecht zur Aufrechnung Gebrauch gemacht. Erkennbaren Einzelrisiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen.

Die Bewertung von Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert eingestellt.

Die Erhöhung der Kapitalrücklage i.H.v TEUR 7.900 resultiert aus der Mittelzuführung zur Kapitalstärkung durch den Gesellschafter.

Die Rückstellungen für Pensionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Von der Übergangsregelung des Artikels 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Pensionsrückstellungen wurden auf folgenden Grundlagen ermittelt:

Zur Berechnung wurde die Methode der laufenden Einmalbeträge nach IDW RS HFA 30 n.F. angewandt, Projected-Unit-Credit-Method (PUC-Methode).

Der Trend der laufenden Betriebsrente geht von einer jährlichen Steigerung von 2,0 Prozent der jeweiligen Vorjahresrente aus.

Bei der Fluktuation wurde kein expliziter Ansatz gewählt, die Altersrente beginnt mit 63 bzw. mit 65 Jahren.

Der Rechnungszins ist gemäß der Pauschalregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zum 31. Dezember 2021 geschätzt (der Zinssatz beträgt 1,87 Prozent).

Lohn- und Gehaltssteigerungen sind nicht relevant.

Die Berechnung erfolgte auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen.

Zum Bilanzstichtag haben sich an den Bewertungsparametern keine wesentlichen Veränderungen ergeben.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten, fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzins.

Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

II. Angaben zur Bilanz

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem am Ende des Anhangs beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen i.H.v. TEUR 10.894 (im Vorjahr TEUR 0) sonstige Vermögensgegenstände und i.H.v. TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 8) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betrafen im Vorjahr Lieferungen und Leistungen.

Bei den Rückstellungen für Pensionen ergab sich ein Unterschiedsbetrag aus den versicherungsmathematischen Barwerten zu den Rechnungszinssätzen auf Basis des 7- bzw. 10-Jahres-Durchschnittszeitraumes in Höhe von EUR 43.957,00 (Vorjahr: EUR 53.281,00). Dieser Unterschiedsbetrag ist ausschüttungsgesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Rückbauverpflichtungen, Personalkosten und ausstehende Waren- und Leistungsrechnungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen i.H.v. TEUR 5.702 (im Vorjahr TEUR 5.801) sonstige Verbindlichkeiten und i.H.v. TEUR 4.378 (im Vorjahr TEUR 1.304) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und gegenüber Gesellschaftern i.H.v. TEUR 5.684 (im Vorjahr TEUR 5.575).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betrafen im Vorjahr Lieferungen und Leistungen.

III. Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung

Die notwendigen Erläuterungen sind bereits in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen.

IV. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, aus Wechsel- oder Scheckbürgschaften, aus Gewährleistungsverträgen und weiteren Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus befristeten Miet- und Leasingverträgen bestehen, soweit diese nicht bilanziert sind, in Höhe von insgesamt EUR 9.862.062,00 (Vorjahr EUR 10.921.195,00).

Geschäftsführung

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Mai bis zum 31. Dezember 2021 wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Patrick Gotzler, Geschäftsführer

Claas Meineke, Geschäftsführer - bis 30.04.2021

Sergej Manthey, Geschäftsführer - ab 13.12.2021

Ein Geschäftsführer ist im Auftragsverhältnis tätig, so dass ein Anstellungsvertrag mit der Gesellschaft nicht besteht. Für die anderen Geschäftsführer wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft hat den Geschäftsführern keine Vorschüsse oder Kredite gewährt. Pensionsverpflichtungen bestehen nicht.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich 94 (Vorjahr: 91) kaufmännische Arbeitnehmer und 2 (Vorjahr: 1) gewerblichen Arbeitnehmer.

Konzernverhältnisse

Die Bringmeister GmbH ist mit 99,8% eine Tochtergesellschaft der B Fresh Germany GmbH, Berlin. Der Jahresabschluss der Bringmeister GmbH wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Rockaway Capital SE, Prag, Tschechische Republik, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beläuft sich auf rund EUR 33.000,00.

 

Berlin, den 3. Juni 2022

Torben Hansen, Geschäftsführer

Sergej Manthey, Geschäftsführer

Anlagespiegel zum 31. Dezember 2021

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 30.4.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.848.625,62 334.998,98 0,00 335.352,50 7.518.977,10
2. geleistete Anzahlungen 388.249,98 64.040,12 0,00 -335.352,50 116.937,60
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 7.236.875,60 399.039,10 0,00 0,00 7.635.914,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.039.826,13 0,00 0,00 0,00 5.039.826,13
2. technische Anlagen und Maschinen 82.572,32 0,00 0,00 0,00 82.572,32
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.763.311,51 471.959,56 157.301,36 0,00 4.077.969,71
Summe Sachanlagen 8.885.709,96 471.959,56 157.301,36 0,00 9.200.368,16
Summe Anlagevermögen 16.122.585,56 870.998,66 157.301,36 0,00 16.836.282,86
Abschreibungen
Stand 30.4.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.151.896,56 710.185,33 0,00 5.862.081,89
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 5.151.896,56 710.185,33 0,00 5.862.081,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.674.201,20 262.871,80 0,00 1.937.073,00
2. technische Anlagen und Maschinen 69.764,41 1.368,85 0,00 71.133,26
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.795.113,24 279.707,40 122.216,79 1.952.603,85
Summe Sachanlagen 3.539.078,85 543.948,05 122.216,79 3.960.810,11
Summe Anlagevermögen 8.690.975,41 1.254.133,38 122.216,79 9.822.892,00
Buchwert
Stand 30.4.2021 Stand 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.696.729,06 1.656.895,21
2. geleistete Anzahlungen 388.249,98 116.937,60
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.084.979,04 1.773.832,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.365.624,93 3.102.753,13
2. technische Anlagen und Maschinen 12.807,91 11.439,06
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.968.198,27 2.125.365,86
Summe Sachanlagen 5.346.631,11 5.239.558,05
Summe Anlagevermögen 7.431.610,15 7.013.390,86

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Mai bis zum 31. Dezember 2021

I. Grundlagen des Unternehmens

Das Kerngeschäft der Bringmeister GmbH (i.F. Bringmeister) besteht im Lieferservice der über die Website www.bringmeister.de bestellten Lebensmittel in den Städten Berlin und München. Über die beiden Gesellschaften Bringmeister Logistik GmbH sowie Bringmeister Fulfillment GmbH werden logistische Dienstleistungen bezogen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2021 verzeichnete die deutsche Wirtschaft trotz der fortgesetzten COVID-19 Pandemie wieder Wachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Jahresdurchschnitt um +2,7% gegenüber dem Vorjahr. Somit wuchs das BIP wieder, nachdem es im Vorjahr geschrumpft und im Jahr davor nur moderat gewachsen war (2020: -4,6%; 2019: +0,6%).

Nach Einschätzungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wird die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr kräftig wachsen und dieses Wachstum sich auch im Folgejahr fortsetzen. Für 2021 wird derzeit eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes von +4,1% prognostiziert und für 2023 ein Zuwachs von +1,6%. Als Treiber für den Aufschwung werden der fortgesetzte Aufschwung der Binnenwirtschaft und Dienstleistungsbereiche erwartet. Weiterhin soll die graduelle Entspannung von Lieferengpässen einsetzen und somit Wertschöpfungsverluste im Verarbeitenden Gewerbe abmildern [Quelle: BMWI].

1.2. Marktentwicklung Lebensmittel-Online-Handel

Die COVID-19 Pandemie beschleunigt den Megatrend zum eCommerce weiterhin und bescherte dem Online-Handel mit Lebensmitteln übergreifend ein beschleunigtes Wachstum, da vor allem private Haushalte verstärkt Lebensmittel über eCommerce-Anbieter bezogen.

Das Angebot im Lebensmittel-Online-Handel in Deutschland hat sich zudem weiterentwickelt. Neben der Vielzahl an verschiedenen Geschäftsmodellen, die spezifische Teilsortimente anbieten, z.B. Wein, Tiefkühlkost oder Getränke, gibt es Anbieter, die Rezepte mit den zugehörigen Zutaten liefern. Des Weiteren gibt es regionale Anbieter oder Plattformen, die Produkte aus der Region liefern. Im Jahr 2020 wurde Geschäftsmodelle mit Schnelllieferungen innerhalb von bis zu zehn Minuten am Markt eingeführt.

Bringmeister sieht sich jeweils mit mehr oder weniger großen Schnittmengen in Bezug auf den adressierten Markt im Wettbewerb mit diesen Anbietern, vor allem aber mit jenen, die ein breites Sortiment von Obst und Gemüse über Fleisch, Wurst und Käse sowie Molkereiprodukte und Tiefkühlware bis zum Trockensortiment anbieten.

Grundlegend muss im Hinblick auf die Wettbewerbsintensität jedoch zwischen Geschäftsmodellen und den jeweiligen Marktsegmenten unterschieden werden. So erfolgte bspw. im Jahr 2020 der Markteintritt von Anbietern wie Gorillas und Flink, die mit geringen Warenkorbschwellen in urbanen Zentren Lieferungen innerhalb von zehn Minuten anbieten - jedoch mit einem vergleichsweise eingeschränkten Sortiment. Im Bereich der Vollsortimenter, zu denen sich auch Bringmeister zählt, hat jedoch auch eine Verdichtung des Wettbewerbs stattgefunden, so trat unter anderem der Wettbewerber Knuspr in der Markt in München ein; der bislang auf Getränke spezialisierte Zustelldienst Flaschenpost erweiterte sein Sortiment um Lebensmittel.

1.3. Geschäftsverlauf

Das Sortiment in Berlin konnte bis Ende des Jahres auf ca. 18.700 Artikel und das in München auf ca. 13.600 Artikel ausgebaut werden. Beide Läger arbeiteten 2021 wie im Vorjahr an der Kapazitätsgrenze, insbesondere in Bezug auf die verfügbare Lagerfläche.

Die Bestellungen pro Woche lagen mit +41,5% deutlich über dem Niveau des Vorjahres; der Warenkorb konnte im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden, vor allem durch die Ausweitung von Sortimentsbereichen wie Bioprodukten sowie die Optimierung von Verfügbarkeiten.

Der aktuelle Vertragspartner Adecco für den Kundenservice, der die Beantwortung von Kundenfragen per Telefonie und E-Mail leistet, hatte zum 31. Mai 2021 das Vertragsverhältnis gekündigt; die Dienstleistung wurde erfolgreiche auf den neuen Anbieter Invitel übergeleitet.

Insgesamt ist festzuhalten, dass sich der unter anderem durch die Pandemie beschleunigte Aufschwung des Jahres 2020 für Lebensmittellieferungen in den beiden Rumpfgeschäftsjahren 2021 fortsetzte.

Für das Kalenderjahr 2021 wurde ein Umsatz aus dem Warengeschäft von EUR 81,8 Mio. prognostiziert. Das Ziel wurde mit EUR 85,5 Mio. übererfüllt; die Umsatzentwicklung ist somit als positiv zu bewerten.

Der erzielte Fehlbetrag in Höhe von EUR 11,6 Mio. für das Gesamtjahr 2021 liegt um EUR 5,9 Mio. schlechter als der Planwert und somit auch unter den ursprünglichen Erwartungen für das Kalenderjahr. In weiten Teilen ist die Verfehlung des originären Planwerts auf unterjährige strategische Entscheidungen zurückzuführen, das Serviceangebot für bestehende und perspektivische Kunden auszuweiten und die Personalbasis der Gesellschaft zu vergrößern.

2. Lage des Unternehmens

2.1. Ertragslage

Die Umsätze aus dem Warengeschäft der Bringmeister haben sich im Kalenderjahr 2021 zum Vorjahreszeitraum wie folgt entwickelt:

2021 Mai-Dez 2021 Gesamtjahr 2020 Veränderung
EUR Mio EUR Mio EUR Mio EUR Mio %
Berlin 42,0 65,2 47,0 18,2 38,7%
München 13,2 20,3 13,0 7,3 56,2%
Gesamtumsatz 55,2 85,5 60,0 25,5 42,5%

Insgesamt konnte somit der Umsatz im 12-Monatszeitraum um +42,5% gesteigert werden. In Berlin konnte der Umsatz trotz Erreichung der Kapazitätsgrenzen mit +38,7% deutlich erhöht werden, in München ist dieser ebenfalls gestiegen, sogar um 56,2%, obwohl ebenfalls regelmäßig das Kapazitätslimit erreicht wurde.

Für das Geschäftsergebnis für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Mai bis zum 31. Dezember 2021 wird ein Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von EUR 9,5 Mio. ausgewiesen. Damit liegt das Ergebnis für das Kalenderjahr 2021 bei EUR -11,6 Mio. und somit um EUR -1,8 Mio. schlechter als das Vorjahresergebnis im Vergleichszeitraum. Dies wird bedingt durch gestiegene Personalkosten (EUR 0,6 Mio. z. Vj.). Grund hierfür ist insbesondere der Personalaufbau in der Verwaltung, um die geplante Marktexpansion vorzubereiten und umzusetzen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 9,1 Mio. gestiegen. Der Anstieg der Kosten ist vor allem auf die zur Erfüllung der Bestellungen notwendige Ausweitung der Lager- und Zustellkapazitäten und zwar insbesondere über die Inanspruchnahme der Leistungen Dritter zurückzuführen (EUR 0,2 Mio. z. Vj). Die Aufwendungen für Fremdpersonal stiegen um EUR 1,3 Mio.

Der am 19. April 2019 zwischen der Gesellschaft und der EDEKA Zentrale AG & Co. KG, Hamburg, abgeschlossene Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag wurde zum 30.04.2021 gekündigt. Der ausgewiesene Verlust wird von der EDEKA Zentrale AG & Co. KG, Hamburg, letztmalig ausgeglichen. Am 24.11.2021 wurde ein neuer Gewinnabführungsvertrag zwischen der Gesellschaft und der B Fresh (Germany) GmbH, Berlin, abgeschlossen.

2.2. Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Bringmeister hat sich gegenüber dem Vorjahr (30.04.2021) von EUR 19,6 Mio. auf EUR 26,7 Mio. erhöht.

Auf der Aktivseite weisen die langfristigen Vermögenswerte einen Wert von EUR 7,0 Mio. aus (i. Vj. EUR 7,4 Mio.). Die Verringerung ist im Wesentlichen mit regulären Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsanlagen in den Customer Fulfillment Centern Berlin und München zu begründen, in denen Kühltechnik verbaut wurde und diverse Mietereinbauten vorgenommen wurden. Die kurzfristigen Vermögenswerte betragen EUR 19,6 Mio. (i. Vj. EUR 12,0 Mio.). Die Erhöhung stammt im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen gegen Gesellschafter aus der Übernahme des Jahresfehlbetrags für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Mai 2021 bis zum 31. Dezember 2021 der Bringmeister GmbH.

Auf der Passivseite weist die Bringmeister ein Eigenkapital in Höhe von EUR 9,4 Mio. aus, das im Vergleich zum Vorjahreswert von EUR 1,5 Mio. einen Anstieg aufgrund der Liquiditätszuführung durch den Gesellschafter ausweist. Die Rückstellungen beinhalten Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 0,4 Mio. (i. Vj. EUR 0,4 Mio.) und sonstige Rückstellungen in Höhe von EUR 2,3 Mio. (i. Vj. EUR 2,0 Mio.). Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen ist insbesondere begründet mit Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten bestehen für Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 4,2 Mio. (i. Vj. EUR 2,0 Mio.). Der Rückgang der übrigen Verbindlichkeiten von EUR 13,7 Mio. im Vorjahr auf EUR 10,4 Mio. stammt im Wesentlichen aus der Verringerung der sonstigen Verbindlichkeiten um EUR 4,9 Mio., da die Kapitalzuführung im Zuge des Unternehmenskaufs durch die Gesellschafterin inzwischen in das Eigenkapital überführt wurde.

Bei der Beurteilung der Finanzlage ist neben dem Hinweis auf Abhängigkeit von der Finanzierung durch die Gesellschafterin zu berücksichtigen, dass die Bringmeister bis zum 30.04.2021 in das Konzernfinanzierungssystem der EDEKA Zentrale Stiftung & Co. KG (Cash Pool), Hamburg, eingebunden war. Das Konzernfinanzierungssystem ermöglichte angeschlossenen Konzernunternehmen die Nutzung von Liquiditätsüberschüssen einzelner Konzernunternehmen zur internen Finanzierung des Geldbedarfs anderer Gesellschaften im Konzernkreis. Durch den Finanzausgleich (Cash Pool) sollte eine Reduzierung von Fremdfinanzierungsvolumina sowie eine Optimierung der Geld- und Kapitalanlagen erreicht werden.

2.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesamtleistung ist im Kalenderjahr 2021 im Vergleich zum Kalenderjahr 2020 um EUR 25,4 Mio. (+42,3%) auf EUR 85,5 Mio. gestiegen. Die durchschnittliche Anzahl der Lieferungen pro Woche lag 2021 im Durchschnitt bei 18.835 (+41,5%), in Berlin bei 14.295 (+36,5%) bzw. in München bei 4.542 (+60,1%). Die Steigerung begründet sich primär in der Teilhabe an der positiven Marktentwicklung.

Das Betriebsergebnis ist trotz der erhöhten Leistung um EUR 1,8 Mio. (-18,2%) gesunken, da vor allem in den Aufbau weiteren Personals sowie die umfangreichere Bereitstellung von Lieferzeitfenstern und Ausweitung von Sameday Lieferungen investiert wurde.

Die Umsatzrentabilität hat sich dennoch von -16,3% im Vorjahr zu -13,5% positiv entwickelt.

2.4. Gesamtaussage

Mit den Umsatzerlösen aus dem Warengeschäft in Höhe von EUR 85,5 Mio. für das Kalenderjahr 2021 wurden die Erwartungen übererfüllt. An beiden Standorten überstiegen die erzielten Roherträge die operativen Kosten, d.h. es wurden positive Deckungsbeiträge nach variablen und fixen Kosten des Lager- und Auslieferungsbetriebs erzielt. Das geplante Geschäftsergebnis jedoch konnte im Wesentlichen aufgrund der Personalkosten im Lagerbereich, die durch das zusätzliche Auftragsvolumen und die daraus resultierende Verfehlung der Zielproduktivitäten entstanden, nicht erreicht werden. Insgesamt war die Geschäftsführung mit dem Geschäftsverlauf 2021 dennoch zufrieden, da das Wachstum aus dem Vorjahr fortgesetzt werden konnte und mit der vergrößerten Kundenbasis gute Voraussetzungen für die konsequente Fortführung des eingeschlagenen Profitabilisierungs- und Wachstumskurses geschaffen wurden.

III. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft unterhält Niederlassungen in Berlin und München.

IV. Prognosebericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Für das Kalenderjahr 2022 wird von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um +4,2% im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen. In Bezug auf die Verbraucherpreise wird eine Erhöhung von +3,6% prognostiziert (Deutsche Bundesbank).

Es wird allgemein erwartet, dass sich der langfristige Trend eines wachsenden Marktes für Online-Lebensmittel fortsetzt. Die Intensität des Wachstums hingegen ist mit größeren Unsicherheiten behaftet. In den beiden Rumpfgeschäftsjahren 2021 profitierte Bringmeister weiterhin, wenn auch in abgeschwächter Form, von der Beschleunigung des Wachstums aus dem Vorjahr mit hohen zweistelligen Wachstumsraten.

Infolge der jüngsten kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine wird jedoch erwartet, dass nach der sich zuletzt entspannenden Lage nach der COVID-19 Pandemie, erneut eine Häufung von Lieferengpässen sowie steigende Rohstoffpreise zu beobachten sein werden (Deutsche Bundesbank). Dies kann Auswirkungen auf sowohl die Beschaffungs- und Absatzpreise als auch das allgemeine Konsumverhalten zur Folge haben, die vor allem Chancen, aber auch Risiken für die Gesellschaft bergen.

2. Positionierung der Bringmeister und Unternehmensprognose

Mit über 20 Jahren Erfahrung verfügt Bringmeister über besondere Kenntnisse im Liefern von Lebensmitteln. Im Vergleich zu den meisten Konkurrenzunternehmen im Online-Lebensmittelhandel liegt durch die bisherige Einbindung in den EDEKA Konzern weitreichendes Wissen rund um den Handel und Transport von Lebensmitteln vor. Insbesondere im letzten Jahr wurde die Kunden- und Umsatzbasis an den Standorten Berlin und München erheblich ausgebaut. Fortlaufend wird das national eCommerce Team konsequent erweitert und eine Vielzahl neuer Mitarbeiter eingestellt, die spezifische eCommerce Erfahrung eingebracht haben und weiter ausbauen. Es ist gelungen, gemeinsam mit den etablierten Mitarbeitern ein motiviertes Team mit komplementären Talenten und einer gemeinsamen Vision zu bilden. Bringmeister ist damit gut positioniert, um sich im wachsenden Markt des Lebensmittel-Online-Handels zu behaupten.

Bringmeister steht vor drei zentralen Herausforderungen:

a)

Das Umsatzwachstum muss fortgesetzt werden. Es gilt weiterhin, neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kunden zu regelmäßigen Käufern großer Warenkörbe zu entwickeln.

b)

Gleichzeitig müssen die operativen Prozesse verbessert werden, so dass ein vergrößertes Sortiment an einen wachsenden Kundenkreis in günstigeren Kostenstrukturen geliefert werden kann.

c)

Schließlich gilt es, eine Positionierung im Markt zu besetzen, die die Einzigartigkeit des Services der Bringmeister verdeutlicht. Nur mit einer solchen Positionierung und einem klaren Nutzenversprechen, das immer wieder aufs Neue zuverlässig eingelöst wird, wird es dauerhaft möglich sein, sich in dem Markt zu behaupten und zu einem der wesentlichen Spieler zu werden.

Die Jahresplanung wurde für das Kalenderjahr 2022 aufgestellt und sieht einen Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich sowie einen gegenüber dem Vorjahr erhöhten Jahresfehlbetrag vor.

Durch weiteres Wachstum in neuen Regionen mit höheren Warenkörben und eine weitere Tourenverdichtung in der Auslieferung, aber auch durch die weitere Effizienzsteigerung in den operativen Prozessen, gehen wir davon aus, mittelfristig ein profitables Geschäftsmodell zu realisieren.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Zum 01.05.2021 erfolgte der Übergang der Bringmeister, Bringmeister Logistik GmbH, Berlin, und der Bringmeister Fulfillment GmbH, Hamburg, an die Rockaway Capital SE, Prag/Tschechien. Für die Bringmeister bietet das die Chance, die Marktposition noch einmal zu verbessern. Insbesondere bei der Skalierungsfähigkeit des Geschäfts, im Marktauftritt sowie bei der erfolgreichen Umsetzung von IT-Projekten bietet die Bindung an die Rockaway Capital SE, Prag/Tschechien aufgrund der einschlägigen Branchenexpertise große Vorteile.

Bringmeister hat eine Vielzahl an Maßnahmen und Projekten angestoßen, um sich den oben genannten Herausforderungen zu stellen.

Aufgrund der bestehenden Kapazitätsbeschränkungen an beiden Lagerstandorten wurden Programme zur mittel- und langfristigen Ausweitung der Kapazität um erneut jeweils mindestens 30% auf bestehender Fläche aufgelegt.

Durch die Anbindung zusätzlicher Liefergebiete sowie die Inbetriebnahme weiterer Customer Fulfillment Center sollen das geplante Umsatzwachstum in den kommenden Jahren erreicht werden.

Zudem wurde mit der Umsetzung einer App First Strategie für den Webshop begonnen, um dem stetig wachsenden Anteil an Nutzern, die mit mobilen Endgeräten, insbesondere ihren Mobiltelefonen, auf die Webseite zugreifen, Rechnung zu tragen.

2. Risiken

Im Vergleich zum stationären Handel spielt der Online-Lebensmittelhandel aus einer reinen Umsatzperspektive weiterhin eine nachgeordnete Rolle. Viele Kunden bevorzugen weiterhin den Besuch des Geschäfts, vor allem da es eine hohe Flächenpenetration mit stationären Einzelhändlern gibt. Des Weiteren ist das Vertrauen in die Frische und Zuverlässigkeit bei der Zustellung durch Online-Händler noch nicht durchgängig als gesichert anzusehen. Die Neukundengewinnung steht vor der Herausforderung, diese Barrieren für den Online-Einkauf zu überwinden.

Bei verstärkter Wettbewerbsaktivität größerer Marktteilnehmer - insbesondere durch den möglichen Eintritt weiterer Anbieter in den aktuellen Märkten von Bringmeister oder den Ausbau des Liefergeschäfts durch Rewe, Amazon Fresh etc. - könnte sich der Wettbewerb intensivieren und der Bringmeister die Erweiterung der Kundenbasis und Umsatzentwicklung erschweren.

Der Zeitplan für die Eröffnung der weiteren Lagerstandorte sowie das Kapazitätsausweitungsprogramm in Berlin und München sind sehr anspruchsvoll. Es besteht die Gefahr, dass das Einhalten des engen Zeitplans zu Mehrkosten oder qualitativen Nachteilen führt. Um dies weitgehend zu verhindern, sollen für die Entwicklung der neuen Standorte die erforderlichen Spezialisten eingestellt werden sowie Logistikberater und Architekten ausgewählt werden, die das Bringmeister-Team bei der Umsetzung unterstützen.

Der Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.05.2021 bis zum 31.12.2021 wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Liquiditätsplanung weist für den Prognosezeitraum bis zum 30.06.2023 aus, dass die Gesellschaft voraussichtlich jederzeit über ausreichend Liquidität verfügen wird, ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Die Geschäftsführung geht daher von einer positiven Fortbestehensprognose aus. Die Planungsrechnung der Gesellschaft basiert auf Annahmen über Erwartungen und Schätzungen für die Zukunft. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken und Ungewissheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse abweichen oder schlechter ausfallen können. Sollten entgegen unseren Erwartungen, die der Planungsrechnung zugrunde liegenden Annahmen nicht realisiert werden und in diesem Falle die Unterstützung von Gesellschafterseite ausbleiben, ist der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet.

3. Gesamtwürdigung von Chancen und Risiken

Die Chancen und Risiken werden aus heutiger Sicht als ausgeglichen bewertet. Allerdings ist eine besondere Beachtung der wirtschaftlichen und konjunkturellen Rahmendaten erforderlich, um präventive Maßnahmen einzuleiten. Bis die Gesellschaft wieder ein ausgeglichenes Ergebnis und einen positiven Cash-Flow erreicht, ist sie weiterhin auf die Unterstützung der Muttergesellschaft angewiesen.

 

Berlin, 3. Juni 2022

Bringmeister GmbH

Geschäftsführung

Torben Hansen

Sergej Manthey

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bringmeister GmbH, Berlin

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Bringmeister GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Mai 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bringmeister GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Mai 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Mai 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße, betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 3. Juni 2022

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Spinneken, Wirtschaftsprüfer

Horn, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterbeschluss der B Fresh (Germany) GmbH Shareholder's Resolution of B Fresh (Germany) GmbH
B Fresh (Germany) GmbH, mit Sitz in c/o Bringmeister GmbH, Birkenstraße 22, 10559 Berlin, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 227886 ("Alleinige Gesellschafterin") ist alleinige Gesellschafterin der Bringmeister GmbH mit Sitz in Berlin, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 146603, der Bringmeister Logistik GmbH mit Sitz in Berlin, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 156670 sowie der Bringmeister Fulfillment GmbH mit Sitz in Berlin, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 147917 ("Gesellschaften"). B Fresh (Germany) GmbH, a company with its registered seat at: c/o Bringmeister GmbH, Birkenstraße 22, 10559 Berlin, registered with the commercial register of the local court Charlottenburg under HRB 227886 ("Sole Shareholder") is the sole shareholder of Bringmeister GmbH registered with the commercial register of the local court Charlottenburg under HRB 146603, of Bringmeister Logistik GmbH registered with the commercial register of the local court Charlottenburg under HRB 156670, and of Bringmeister Fulfillment GmbH registered with the commercial register of the local court Hamburg under HRB 147917 ("Companies").
Unter Verzicht auf alle durch den Gesellschaftsvertrag der Gesellschaft und Gesetz vorgeschriebenen Form- und Fristerfordernisse für die Ankündigung, Einberufung und Durchführung von Gesellschafterversammlungen, hält die Alleinige Gesellschafterin hiermit eine außerordentliche Gesellschafterversammlung der Gesellschaft ab und beschließt wie folgt: Waiving all requirements under the Company's articles of association and under statutory law as to form and time periods for the announcement, calling and holding of shareholder's meetings, the Sole Shareholder hereby holds an extraordinary shareholder's meeting of the Company and resolves as follows:
1. Die Alleinige Gesellschafterin stellte vorab fest: Das gesamte Stammkapital der Gesellschaft ist vertreten. Die Versammlung ist damit beschlussfähig. 1. The Sole Shareholder ascertained in advance: The share capital of the company is fully represented. The meeting can pass resolutions with all shareholders present.
2. Die von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschlüsse der Gesellschaften für das Jahr 2021 werden festgestellt. 2. The annual financial statements of the companies for the year 2021 presented by the management are approved.
3. Der Geschäftsführung der Gesellschaften wird Entlastung erteilt. 3. Discharge is granted to the management of the companies.
4. Die deutsche Fassung dieses Gesellschafterbeschlusses geht der englischen Fassung vor. 4. The German version of this shareholder's resolution shall prevail over the English version.
5. Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst. Damit ist die Gesellschafterversammlung beendet. 5. No further resolutions are adopted. The shareholder's meeting is thereby closed.

 

13. Dezember 22

Dušan Zábrodský

Sergej Manthey

Geschäftsführer der B Fresh (Germany) GmbH

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