Bochow GmbH
66mAutowaschanlagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Großmann seit 22.3.2024 | Prokura |
Manfred Petry seit 15.4.2020 | Prokura |
Henning Fösser seit 15.4.2020 | Prokura |
Martin Weinzierl seit 13.9.2005 | Geschäftsführer |
Werner Markus Brommko seit 13.9.2005 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Pfalzwerke Aktiengesellschaft | 50.00% |
Encevo S.A. | 48.85% |
| 0.60% | |
| 0.22% | |
Bäderbesitzgesellschaft St. Ingbert mbH | 0.13% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pfalzgas GmbHFrankenthalJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023I. Grundlagen der GesellschaftAls tragende Säule im deutschen Energiemix ermöglicht Erdgas heute die Versorgung mit Wärme von rund 21 Millionen Haushalten und sichert den Wirtschaftsstandort Deutschland. Damit das Ziel einer vollständigen Klimaneutralität bis 2045 überhaupt erreicht werden kann, werden neben erneuerbarem Strom neue Gase die zweite Säule des künftigen Energiesystems bilden. Vor diesem Hintergrund arbeiten auch wir an der Transformation unserer Gasnetze, d. h. an der Umstellung auf neue Gase wie Biogas, synthetisches Erdgas und vor allem auch Wasserstoff. Wir sind davon überzeugt, dass die Gastechnologie als solche und insbesondere die vorhandene Gasinfrastruktur für die Versorgungssicherheit einer zunehmend auf fluktuierenden erneuerbaren Energien basierenden Energielandschaft unverzichtbar bleiben. Die Gasbranche und Pfalzgas stehen insofern bereit, auch das Energiesystem der Zukunft aktiv mitzugestalten, mit dem Ziel einer klimaneutralen und versorgungssicheren Bereitstellung gasförmiger Energieträger. Gerade in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs und in Krisenzeiten ist sich Pfalzgas ihrer hohen Verantwortung zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit in der Region bewusst. Pfalzgas ist vor diesem Hintergrund auch weiterhin ein Bekenntnis zur Region, in der wir aktiv sind und zur Energie, mit der wir die Menschen, Unternehmen und Kommunen hier beliefern. Seit mehr als 70 Jahren machen wir uns vor Ort für die Region stark. Mehr als 160 Städte und Gemeinden und mehr als 66.000 Kunden verlassen sich auf unsere Kompetenz. Die Pfalzgas GmbH wurde 1953 als eigenständige Gesellschaft und als ursprünglich hundertprozentige Tochter der Saar Ferngas (heute Encevo Deutschland GmbH) gegründet. Seit 2002 ist Pfalzgas eine je 50-prozentige Gesellschaft der Pfalzwerke Aktiengesellschaft und der Encevo Deutschland GmbH und bündelt damit die Energien zweier führender regionaler Energiedienstleister. Dadurch gewinnen wir an Know-how, Effizienz, Vielseitigkeit und stärken gleichzeitig unsere Marktpräsenz und Innovationskraft. Somit bieten wir unseren Kunden nicht nur wettbewerbsfähige Preise, sondern auch zukunftsweisende Energie-Konzepte und Energiedienstleistungen nach Maß, die neben der Produktivität und Rentabilität auch die Öko-Bilanz verbessern. Für die Kommunen in unserer Region sind wir ein ebenso leistungsstarker wie verlässlicher Partner. Denn durch die langjährige partnerschaftliche Zusammenarbeit in unserem Netzgebiet kennen wir die kommunalen Probleme und Anforderungen genau und stehen auch zur Unterstützung und Umsetzen der kommunalen Wärmeplanung bereit. Wir betreiben ein zukunfts- und kundenorientiertes Energiemanagement. Dabei beweisen wir täglich aufs Neue, dass sich hoher Energiekomfort sehr gut mit Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz in Einklang bringen lässt. Denn unsere Versorgungslösungen reduzieren die Schadstoff- und CO2 -Belastung direkt vor Ort. Von Pfalzgas-Lösungen profitieren unsere Kunden also ebenso wie auch Region und Umwelt. II. WirtschaftsberichtGaswirtschaft: Das Jahr 2023 war wiederum ein Temperatur-Rekordjahr und ging mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,6 °C als das wärmste Jahr seit Messbeginn in Deutschland sowie weltweit in die Wetterdatenhistorie ein. In Rheinland-Pfalz lag die Durchschnittstemperatur mit 11,1 °C lediglich um 0,1 °C unter dem Vorjahr, so dass 2023 hier das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen war. Während bereits der Winter überaus mild startete, sorgte vor allem der September mit neuem Temperaturrekord sowie der zweitwärmste Herbst seit 2006 für einen entsprechend geringeren temperaturabhängigen Heizgasbedarf. Daneben reduzierte sich die Gasabnahme aber auch aufgrund der anhaltend hohen Energiepreise durch Produktionsrückgänge in der Industrie sowie durch zum Teil gezielte Verbrauchseinsparungen bei den privaten Haushalten und bei Gewerbekunden. Somit lag der gesamte Gasabsatz der Pfalzgas mit 2.006,4 Mio. kWh um 131,4 Mio. kWh bzw. 6,1 % unter der Vorjahresmenge von 2.137,8 Mio. kWh. Von der Gesamtmenge entfielen im Netzgebiet der Pfalzgas 1.100,9 Mio. kWh auf den eigenen Handel und 812,5 Mio. kWh auf andere Händler. In einem gepachteten Gasverteilnetz wurden 20,6 Mio. kWh Erdgas abgesetzt, überwiegend geliefert vom dortigen Grundversorger. 72,3 Mio. kWh Erdgas verkaufte Pfalzgas an Kunden außerhalb des eigenen Netzgebietes. Die Neukundenakquisition liegt mit 474 Neukunden in 2023 nochmals deutlich unter dem Vorjahr (623). Damit setzte sich der negative Trend für Erdgasheizungen weiter fort. Im letzten Jahr war dieser überwiegend zurückzuführen auf die Sorgen zur Versorgungssicherheit sowie zur Bezahlbarkeit der Gaslieferungen und im abgelaufenen Jahr neben dem weiterhin hohen Preisniveau insbesondere getrieben durch die Diskussionen um das so genannte „Heizungsgesetz“. Nachdem sich also bereits in den letzten Jahren die verschärften gesetzlichen Neubau-Anforderungen für Erdgas nachteilig ausgewirkt hatten, verminderte sich nun auch im Bestandkundenmarkt deutlich die Nachfrage nach Heizungsumstellungen auf Gas. Die Zahl der Neukunden hat sich im seit Jahren ohnehin schwächeren Neubaubereich vor diesem Hintergrund mit 66 Kunden im Vergleich zum Vorjahr (96) weiter vermindert und der sonst stärkere Umstellungsbereich lag mit lediglich 408 neuen Kunden ebenfalls unter dem bereits schwachen Vorjahr (527). Das gleiche Bild zeigt sich auch in der Auftragslage für neue Hausanschlüsse: so wurden in 2023 nur noch 260 neue Hausanschlüsse beauftragt (Vorjahr 373). Ferner wurden insgesamt bereits 514 Zähler wegen Umstellung auf andere Energieträger (zumeist Wärmepumpen) ausgebaut. Allerdings konnten über unser Förderprogramm für die Erneuerung von Gasheizungen auch 598 Bestandskunden wieder für eine neue Gasheizung (darunter 25 Hybridanlagen) gewonnen werden. Auf Basis der zeitlich diversifizierten und EEX-indizierten Beschaffung ergab sich für 2023 aufgrund der krisenbedingt extrem gestiegenen Beschaffungspreise gegenüber dem Vorjahr ein insgesamt deutlich höheres Preisniveau. Dementsprechend waren zum 01.01.2023 entsprechende Preiserhöhungen sowohl in den Sonderverträgen als auch in der Grund- und Ersatzversorgung notwendig. Während einige Billiganbieter Ihre Lieferungen rechtswidrig eingestellt hatten oder wegen anderer unseriöser Beschaffungspraktiken aus dem Markt ausscheiden mussten, war es Pfalzgas aufgrund der längerfristigen Beschaffungsstrategie gelungen, Preise unterhalb der staatlichen Preisbremse anzubieten. Damit zählte Pfalzgas in dieser Zeit zu den günstigsten Erdgasanbietern in der Region und nahm mangels wettbewerbsfähiger Angebote zugleich zahlreiche Kunden in der Grund- und Ersatzversorgung auf. Nach dem Preisschock infolge des andauernden Ukraine-Krieges und der fortgeführten Energiebeschaffungssanktionen stellten sich jedoch mit der zunehmenden Speicherbefüllung, dem letzten milden Winter und dem schnellen Aufbau von LNG-Kapazitäten an den Energiebeschaffungsmärkten unerwartet frühzeitig wieder moderatere Preise ein. Dies ermöglichte Pfalzgas in der Folge auch wieder etwas günstiger für 2024 einzukaufen, wenn auch noch deutlich über dem Niveau, wie noch vor der Krise. Im Ergebnis konnte Pfalzgas aufgrund dieser gefallenen Preise zum 01.01.2024 einen neuen Sondervertrag anbieten, welcher etwa 12 Prozent unterhalb der bisherigen Preise lag, verbunden mit einem zusätzlichen Treuebonus. Die deutlichste Preissenkung gab es in der Grundversorgung, mit rund 13 Prozent, so dass die Ersparnis bei einem Wechsel aus der Grundversorgung in das neue Sonderprodukt bei rund 26 Prozent lag. Vor dem Hintergrund der unerwartet raschen Entspannung an den Energiemärkten nahm der durch kurzfristige Beschaffungen geprägte Wettbewerb allerdings schon im Laufe des Jahres 2023 wieder deutlich an Fahrt auf. Per Dezember 2023 wurden somit am Ende insgesamt wieder 14.972 Privat- und Gewerbekunden im Pfalzgas-Netz von anderen Händlern beliefert. Dies entspricht mit einer Fremdbelieferungsquote von 23 % in etwa wieder dem Vorjahresniveau von 22 %, mit 14.295 Kunden. Pfalzgas selbst belieferte zum Jahresende 2023 insgesamt 3.144 Kunden außerhalb des eigenen Netzgebiets. Umsatzerlöse: Die gesamten Umsatzerlöse stiegen preisbedingt um 45,6 Mio. € auf 128,2 Mio. €, bei einem Rückgang der abgesetzten Menge von 6,1 %. Gasbezugskosten: Trotz des Mengenrückganges haben sich auch die Gasbezugskosten inklusive Beschaffung der Brennstoffemissionszertifikate preisbedingt deutlich erhöht. Investitionen: Die Sachinvestitionen in Höhe von 8,2 Mio. € (Vorjahr 8,7 Mio. €) betrafen neben einzelnen Erneuerungen von Übernahme- und Ortsnetzstationen bereits begonnene weiteren Ausbaumaßnahmen in einzelnen Ortsnetzen mit Erschließungsschwerpunkten in der Vorderpfalz, West- und Südpfalz sowie die Herstellung neuer Hausanschlüsse. Finanzierung: Die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit waren um 0,3 Mio. € niedriger als die Mittelabflüsse aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Verringerung des Finanzmittelbestandes gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich durch die stichtagsbedingte Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begründet. Die Finanzierung war jederzeit sichergestellt. Bei Kreditinstituten standen ausreichend Kreditlinien zur Verfügung, die nicht in Anspruch genommen werden mussten. Bilanzgewinn: Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 9,794 Mio. € (Vorjahr 8,551 Mio. €). Unter Hinzurechnung des Gewinnvortrages in Höhe von 2,036 Mio. € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 11,830 Mio. € (Vorjahr 10,135 Mio. €). Hiervon sollen 9,800 Mio. € (Vorjahr 8,100 Mio. €) an die Gesellschafter ausgeschüttet und 2,030 Mio. € auf neue Rechnung vorgetragen werden. Personal: Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 70 (Vorjahr 69) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Pfalzgas beschäftigt. Vermögenslage: Die Bilanzsumme ist im Jahr 2023 um 12,0 Mio. € auf 139,0 Mio. € angestiegen. Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen um 2,2 Mio. €, die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände um 10,9 Mio. € sowie die Aktivische Rechnungsabgrenzung um 0,1 Mio. €. Ursächlich für diesen Anstieg waren insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich aufgrund des Preisanstiegs deutlich erhöht haben. Verminderungen ergaben sich in den Vorräten um 0,9 Mio. € und in den flüssigen Mittel um 0,3 Mio. €. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 1,7 Mio. €, die Rückstellungen um 5,5 Mio. €, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 1,1 Mio. € und die sonstigen Verbindlichkeiten um 9,3 Mio. €, während die Ertragszuschüsse sich um 0,2 Mio. € und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sich um 5,4 Mio. € vermindern. Ertragslage: Das erwartete Jahresergebnis 2023 konnte trotz der weiterhin negativen Rahmenbedingungen übertroffen werden. Das operative Betriebsergebnis hat sich insbesondere infolge der verminderten Absatzmenge reduziert. Durch das geringere negative Zinsergebnis (0,7 Mio. €) und positive periodenfremde Sondereffekte, insbesondere im Gasbezug, konnten die negativen Auswirkungen aus dem Temperatureinfluss, den Konjunktur- und Einspareffekten sowie den geringeren Kundenzuwächsen überkompensiert werden. Im Bereich der nicht finanziellen Leistungsindikatoren liegen die Schwerpunkte der Pfalzgas in der stetigen Mitarbeiterqualifikation sowie im Engagement für umweltschonende und energieeffiziente Anwendungen. In diesem Zusammenhang ist Pfalzgas über die Einbindung bei PFI Bioraffinerietechnik GmbH nachhaltig im Bereich Power-to-Gas sowie der Sektorenkopplung aktiv. Kennzahlen: Die bilanzielle Eigenkapitalquote beläuft sich auf 34,5 % (Vorjahr 36,4 %). Hier wirkt sich die stichtagsbedingte Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen aus. Das Anlagevermögen ist zu 60,0 % (Vorjahr 59,6%) durch Eigenkapital und zu 104,9 % (Vorjahr 105,6%) durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital gedeckt. Organisation: Im Zuge der zahlreichen Gesetzesvorlagen zur Bewältigung der Energiepreiskrise ergaben sich für Pfalzgas umfangreiche organisatorische Aufgaben mit äußerst kurzen Umsetzungsfristen. Hierbei stellte im abgelaufenen Jahr insbesondere noch die Umsetzung des Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetzes (EWPBG) eine sowohl abrechnungs- wie kommunikationstechnisch besondere Herausforderung dar, um möglichst zeitnah und reibungslos Abschlagsläufe, Abrechnungen und Entlastungsanträge abwickeln zu können. Die lange Zeit unklare Situation bezüglich Fortdauer oder Auslaufen von Entlastungsmaßnahmen, machte eine gründliche organisatorische Vorbereitung jedoch teilweise nahezu unmöglich. Das am 02.07.2023 in Kraft getretene Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) wurde bei Pfalzgas durch Einrichtung einer internen Meldestelle mittels Web-Plattform umgesetzt. III. Angaben gem. § 6b Abs. 7 EnWG zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWGDie Pfalzgas GmbH übt die Tätigkeiten „Gasverteilung“, „andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors“ sowie „Tätigkeiten außerhalb des Gassektors“ aus. Für die Tätigkeit „Gasverteilung“ wird ein Tätigkeitsabschluss nach den Vorschriften des § 6b Abs. 3 EnWG und den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die wesentlichen Aktiv- und Passivposten sowie Aufwendungen und Erträge werden den einzelnen Tätigkeiten im Wesentlichen auf Basis von Einzelkonten oder anhand von Profit Centern direkt zugeordnet. In den Fällen, in denen dies nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden wäre, erfolgt die Zurechnung grundsätzlich nach den regulatorisch anerkannten Umlageschlüsseln, die eine sachgerechte Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeiten ermöglichen. Gasverteilung: Pfalzgas führt die Tätigkeit der Erdgasverteilung in 51 netzhydraulischen Bereichen in einem Druckbereich von 100 mbar bis 16 bar aus. Gegenüber dem vorgelagerten Netzbetreiber (VNB) Creos Deutschland GmbH bestehen 16 regionale kapazitive Ausspeisezonen. Zwei Stadtwerke sind weitere VNB für Pfalzgas. Pfalzgas ist ihrerseits VNB für vier nachgelagerte Netzbetreiber. Die Marktrollen Messstellenbetrieb und Messdienstleistung werden nach wie vor ausschließlich von Pfalzgas wahrgenommen. Über ein rd. 2.600 km langes Leitungsnetz wurden damit insgesamt 156 konzessionsgebende Städte und Gemeinden in Rheinland-Pfalz versorgt. Hierfür wird ein Tätigkeitsabschluss gemäß § 6 b Abs. 3 EnWG erstellt. Maßgebliche Erlöse hierbei sind die Netzentgelte und die wesentlichen Aufwendungen sind die Abschreibungen, die Servicekosten für Betrieb, Wartung und Instandhaltung, die Verwaltungskosten der Marktrolle des Netzbetreibers nach EnWG-Vorgaben sowie die Konzessionsabgaben. Die Netzentgelte wurden auf Basis des von der Landesregulierungskammer Rheinland-Pfalz genehmigten Kostenausgangsniveaus für die vierte Regulierungsperiode Gas für Pfalzgas und das gepachtete Netz, den voraussichtlichen Regulierungskontosalden und den zu erwartenden Kapitalkostenauf- bzw. -abschlägen kalkuliert. Aufgrund der zum Kalkulationszeitpunkt noch fehlenden endgültigen Effizienzwertmitteilung, der noch ausstehenden Anhörungen/Festlegungen für die vierte Regulierungsperiode und ausstehenden Festlegungen zum Regulierungskontosaldo aus der dritten Regulierungsperiode bestehen zwar diverse Unsicherheiten, welche aber insgesamt aufgrund unserer vorsichtigen Vorgehensweise bei der Ableitung der Erlösobergrenzen für die Netzentgelte zu keinem relevanten Risiko führen sollten. Vor allem durch die Weitergabe der um rd. 2,8 Mio. € höheren vorgelagerten Netzkosten ergab sich ein Anstieg der spezifischen Netzentgelte gegenüber dem Vorjahr um 8,0 %. IV. RisikoberichtBei Pfalzgas ist ein eigenes Risikofrüherkennungssystem installiert. Die innerhalb des Unternehmens vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung sind in einem einheitlichen und durchgängigen Risikomanagementsystem zusammengefasst. Hierbei wird regelmäßig gemäß den festgelegten Zuständigkeiten das Risikoumfeld systematisch identifiziert, analysiert und bewertet. Weiterhin wird durch dieses System die Überwachung der Risiken sowie die Kontrolle der eingeleiteten Gegenmaßnahmen gewährleistet. Gleichzeitig dient es als Basis zur regelmäßigen Information des Aufsichtsrates über die aktuelle Risikosituation von Pfalzgas. Die Analyse des momentanen Risikoszenarios ergab, dass im Berichtszeitraum keine den Fortbestand der Pfalzgas gefährdenden Risiken bestanden haben und aus heutiger Sicht auch für die Zukunft nicht erkennbar sind. Wesentliche - das Geschäftsergebnis beeinflussende - Faktoren sind die Witterung, Preisentwicklungen sowohl auf den Beschaffungs- als auch auf den Absatzmärkten und Veränderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen, vor allem im Bereich der Regulierung (Netzentgelte). Demzufolge ergeben sich die wesentlichen Risiken für die Gesellschaft wie folgt: Preisänderungsrisiken Sowohl auf der Bezugs- als auch auf der Absatzseite unterliegen die Preise den üblichen und aktuell auch außerordentlichen Marktschwankungen und können daher das Jahresergebnis sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Um diese Risiken und Chancen steuern und beeinflussen zu können, wird neben der Vertriebsstrategie auch die Beschaffungsstrategie kontinuierlich überprüft und basierend auf entsprechenden Risikorichtlinien weiterentwickelt. Die im Rahmen dieser Strategie getätigten Geschäfte dienen ausschließlich Zwecken einer strukturierten Beschaffung zur Streuung der Preisänderungsrisiken. In allen Kundensegmenten findet hierbei ein vollständiger Einkauf der prognostizierten Energiemengen vor Lieferbeginn statt. Spekulationsgeschäfte werden nicht betrieben. Die Marktpreisrisiken werden im Risikomanagement durch ein Limitsystem überwacht, wobei das Value at Risk-Verfahren Anwendung findet. Ausfall- und Liquiditätsrisiken Auf mögliche Forderungsausfallrisiken legt Pfalzgas ein großes Augenmerk und versucht dadurch das Risiko zu begrenzen. Prinzipiell besteht ein diversifiziertes Kundenportfolio mit Privat- und Gewerbe- sowie Sonderkunden. Im Vorfeld werden gerade bei Sonderkunden Bonitätsbetrachtungen durchgeführt. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Finanzlage der Kunden im Laufe der Zeit verschlechtert. Bei Bedarf werden dann zusätzliche Sicherheitsleistungen (i. W. Vorauszahlungen) vereinbart. Weiterhin wird dem Forderungsmanagement in allen Kundensegmenten ein hoher Stellenwert beigemessen. Daneben bestehen u. a. Forderungsausfallversicherungen für Sonderkunden sowie eine Insolvenzanfechtungsversicherung. Den Liquiditätsrisiken begegnet Pfalzgas durch die Vereinbarung angemessener Kundenabschläge sowie durch ausreichende Kreditlinien bei Kreditinstituten Steuerliche Risiken Um auch allen steuerlichen Risiken umfassend entgegen zu wirken besteht bei Pfalzgas zusätzlich ein Tax Compliance Management System (TCMS). V. Prognose- und ChancenberichtObwohl sich der Ukraine-Krieg in 2023 unvermindert fortsetzte und die Lieferungen für Pipelinegas aus Russland sanktionsbedingt und durch die Nordstream Sprengung ausblieben, zeigten sich die Energiebeschaffungsmärkte zunehmend entspannt, wenngleich noch durchaus nervös. Selbst der tragische Nahostkonflikt sorgte nur kurzzeitig für preisliche Anspannung, so dass am Ende des Jahres eher beruhigende Fundamentaldaten den Gasmarkt dominierten. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau blieben die Energiekostenbelastungen für die Verbraucher jedoch hoch. Vor diesem Hintergrund und angesichts der inflationsbedingt insgesamt gestiegenen Lebenshaltungskosten erwarten wir nachhaltig einen deutlichen Anstieg an Forderungsausfällen. Für anhaltende Aufregung und breite Verunsicherung in der Gesellschaft sorgten die Diskussionen um das so genannte Heizungsgesetz sowie die am Ende weitestgehend gescheiterte Finanzplanung der Bundesregierung, die mit der Haushaltssperre auch zur kurzfristigen Aussetzung zahlreicher energiepolitischer Fördermittel führte. Die Diskussionen um ein Verbot fossiler Heizungen bescherte dem Heizungshandwerk nicht nur viele Aufträge für Wärmepumpen, sondern vor allem auch noch zahlreiche vorgezogene Erneuerungen von Öl- und Gasheizungen. Insbesondere angesichts der fortdauernden Verunsicherung der Verbraucher, dürfte diese vorweggenommene Erneuerung jedoch in 2024 im Heizungsmarkt zunächst zu einem deutlichen Nachfragerückgang führen. Diese Zurückhaltung wird sich im Hinblick auf die Anforderungen des neuen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung voraussichtlich auch negativ auf die weitere Kundenentwicklung bei Pfalzgas auswirken. Um die Zukunftssicherheit der Gasheizung in der Kundenkommunikation frühzeitig aufzuzeigen, bietet Pfalzgas daher bereits ab 2024 entsprechende GEG-konforme Tarife an, mit den eigentlich erst ab 2029 jeweils gesetzlich erforderlichen prozentualen Anteilen an erneuerbarer Energie. Ferner wird sich Pfalzgas 2024 an der Initiative „Wärmewochen“ des Branchenverbandes Zukunft Gas beteiligen. Über eine abgestimmte Kommunikation zwischen den Marktpartnern, den Energieversorgern, dem Fachhandwerk und der Heizgeräteindustrie soll den Verbrauchern wieder Orientierung im Wärmemarkt gegeben werden, mit dem Ziel, den verunsicherten Markt zu beruhigen und das Modernisierungsniveau hochzuhalten, indem unter anderem darüber informiert wird, welche Heizungsoptionen ab 2024 zulässig und auch wirtschaftlich empfehlenswert sind. Mit dem Inkrafttreten der EnWG-Novelle 2023 wurde bereits die gesetzliche Grundlage für ein Wasserstoff-Kernnetz gelegt und damit ein wichtiger Schritt für den Hochlauf eines Wasserstoffmarktes in Deutschland getan. Des Weiteren schafft auch das neue europäische Gaspaket die Grundlage für eine Transformation der heutigen Erdgasverteilnetze auf Wasserstoffnetze. Vor diesem Hintergrund wollen auch wir weiter in die Energiewende investieren und unsere Gasnetze möglichst schon bis 2035 wasserstofftauglich machen. Die hierzu notwendige Transformation erfordert jedoch flankierend noch weitere Verbesserungen in der nationalen Gesetzgebung und in der Netzregulierung. Da die aktuelle finanzpolitische Misere die bundesdeutsche Klimapolitik voraussichtlich bis weit ins nächste Jahr begleiten dürfte, bleibt es eine große politische aber vor allem auch eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderung, das Fundament für eine nachhaltige, sichere und wirtschaftlich stabile Energiezukunft zu schaffen. Zu diesem Fundament zählt nach unserer Überzeugung eine moderne und effiziente Gasnetzinfrastruktur, welche neben Erdgas auch Biogas und Wasserstoff transportieren kann. Wir gehen insofern davon aus, dass klimaneutrale Gase und Wasserstoff gerade auch in punkto Wärmeplanung für unsere ländlich geprägte Region künftig sinnvolle und durchaus wirtschaftliche Potentiale bieten. Da wir uns sowohl als Gasnetzbetreiber als auch als Gashändler nicht nur intensiv auf diesen Transformationsprozess vorbereiten, sondern diesen auch aktiv mitgestalten wollen, bleiben wir grundsätzlich zuversichtlich, auch in den nächsten Jahren noch ausreichend Potentiale für Erdgas zu erhalten sowie für neue Gase erschließen zu können. Es ist jedoch auch Aufgabe der Politik, zeitnah verlässliche Rahmenbedingungen für einen sektorenübergreifenden und anwendungsoffenen Einsatz von klimaneutralen Gasen zu setzen. Diesbezüglich sehen wir derzeit allerdings noch erhebliche Unsicherheiten, inwiefern es tatsächlich gelingen kann, bestehende Hemmnisse schnell zu beseitigen und marktwirtschaftliche Anreize zu schaffen, um diese Transformation erfolgreich zu bewältigen. Im Rahmen der Weiterentwicklung unseres Transformationsplanes werden wir jedenfalls in den nächsten Monaten sukzessive auf unsere Verbandsgemeinden und Städte zur Abstimmung der weiteren Vorgehensweise bei der kommunalen Wärmeplanung zugehen, damit die weitere Nutzung unserer Gasnetze für klimaneutrale Gase entsprechend berücksichtigt werden kann. Die bevorstehenden Jahre werden mit der fortschreitenden Ausgestaltung der kommunalen Wärmeplanung insofern entscheidend sein, in welcher Größenordnung sich noch Marktanteile für gasbetriebene Wärmeerzeuger gewinnen bzw. halten lassen. Vor dem Hintergrund, dass der Energieträger Gas nach wie vor einen starken Rückhalt in der Bevölkerung genießt und auch der Transformationsprozess der Branche bereits von vielen anerkannt wird, ist jedenfalls mindestens für die nächsten 10 Jahre noch davon auszugehen, dass Gas für die Energieversorgung weiterhin eine bedeutende Rolle spielen wird. Im Bereich der Netzerlöse wurde durch das anerkannte Kostenausgangsniveau für die vierte Regulierungsperiode Gas (2023 bis 2027) eine nachhaltige Basis geschaffen. Zwar führt das generell niedrigere regulatorisch zugestandene Zinsniveau der vierten Regulierungsperiode zu einer exogen indizierten Belastung der anerkannten Kostenbasis, dem Pfalzgas aber als bislang hocheffizienter Gasverteilnetzbetreiber gut vorbereitet entgegenwirkt. Für die anstehenden Regulierungsperioden ab 2028 bleibt abzuwarten, in wieweit sich die Änderungen des bestehenden Rechtsrahmens und der damit einhergehenden massiven Veränderung des Regulierungssystems vor dem Hintergrund der Entscheidungen des europäischen Gerichtshofes im September 2021 auf Pfalzgas auswirken wird. Auf Basis des mit dem Gemeinde- und Städtebund RLP abgestimmten Konzessionsvertragsmusters konnte sich Pfalzgas in den vergangenen Geschäftsjahren in diesem Umfeld weiterhin gegen alle anderen Wettbewerber behaupten. Der bisher erfolgreiche Nachweis der besonderen individuellen Leistungsfähigkeit von Pfalzgas als regional verankerten und zuverlässigen, kommunal-freundlichen, effizienten Netzbetreiber mit bewertbarem Zusatznutzen für die konzessionsgebenden Städte und Gemeinden wird mit dem fortgesetzten Engagement im Bereich der Wasserstoff-Methanisierung (Power-to-Gas) bei der PFI-Bioraffinerietechnik GmbH in Pirmasens zusätzlich verstärkt. Neben der Belieferung des eigenen BHKW in der Verwaltung in Frankenthal mit Grünem Gas aus der Pilotanlage in Pirmasens steht auch das Pilotprojekt zur Weiterentwicklung von Power-to-Gas für die Sektorenkopplung mit maßgeblicher Beteiligung von Pfalzgas vor der Umsetzung. Im Rahmen der Einbindung eines Elektrolyseurs in der Kläranlage Felsalbe in Pirmasens wird zukünftig dessen Abwärme zur Klärschlammtrocknung und der Sauerstoffüberdruck aus der Druckelektrolyse für die Belüftung der Belebungsbecken der Kläranlage zur Reduktion des Strombedarfs für die Gebläse genutzt und das Klärgas-CO2 wird über die bestehende Methanisierungsanlage in das städtische Erdgasnetz in Pirmasens eingespeist. In den folgenden Jahren sollten wir somit auch erfolgreich die jeweils auslaufenden Konzessionsverträge wieder neu schließen können, zumal durch das neue GEG und die Unsicherheiten bei der bevorstehenden kommunalen Wärmeplanung die Bestrebungen zur Rekommunalisierung und bisherige einzelne Wettbewerbssituationen nahezu zum Erliegen gekommen sind. Zusätzlich steht Pfalzgas als Partner für einen Netzbetrieb auch zusammen mit Pfalzwerke Netz AG für örtliche Gemeindewerke bereit. Mit einem vorgesehenen etwas reduzierten Investitionsvolumen von rd. 7,3 Mio. €, teilweise für noch vorgesehene Netzerweiterungen und für Erneuerungs- und Instandhaltungsmaßnahmen mit grundsätzlicher Vorbereitung der Netze auf Wasserstofftauglichkeit sowie der Fertigstellung des Neubaus der Betriebsstelle in Rodenbach, wird sich Pfalzgas auch im Jahr 2024 in der Region engagieren und damit weiterhin einen spürbaren Beitrag zur nachhaltigen Stärkung des Wirtschaftsstandortes leisten. Wir sind trotz der aktuellen Krisensituationen insgesamt unverändert zuversichtlich, unsere Wettbewerbsposition behaupten zu können und erwarten in Abhängigkeit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auch für das Geschäftsjahr 2024 einen zufriedenstellenden Jahresüberschuss. Unter Berücksichtigung des sich weiter fortsetzenden Rückganges der Neukundengewinnung und zusätzlicher Kundenverluste durch Umstellung auf andere Energieträger, sowie der Gefahr einer Zunahme der Forderungsausfälle aufgrund der negativen Auswirkungen der aktuellen wirtschaftspolitischen Lage, wird der Jahresüberschuss laut Wirtschaftsplan mit rd. 6,7 Mio. € deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen.
Frankenthal, 14.02.2024 Geschäftsführung Martin Weinzierl Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2023VorbemerkungenDie Pfalzgas GmbH, Frankenthal ist beim Amtsgericht Ludwigshafen (Handregister B) unter der Handelsregisternummer HRB 21079 gemeldet. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde gemäß § 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften der GmbH-Gesetze und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den Vorschriften des § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Einzelne Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden zusammengefasst, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Die Beträge wurden in T€ angegeben. Die Pfalzgas GmbH ist gemäß § 290 HGB grundsätzlich verpflichtet einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht zu erstellen. Aufgrund der untergeordneten Bedeutung der Tochtergesellschaft Pfalzsolar Solarpark I GmbH & Co. KG wird das Wahlrecht gemäß § 296 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen in Höhe +/- einer Einheit (€, % usw.) auftreten. Die Pfalzgas GmbH wird in den Konzernabschluss der PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT, Ludwigshafen am Rhein, als Gemeinschaftsunternehmen im Wege der Quotenkonsolidierung einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Weiterhin wird die Pfalzgas GmbH in den Konzernabschluss der Encevo S.A., Eschsur-Alzette/Luxembourg, als Gemeinschaftsunternehmen im Wege der Equitymethode einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister unter der Gesellschaft Encevo Deutschland GmbH veröffentlicht. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Letztere enthalten das Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die Zugänge zu den beweglichen Anlagegütern wurden handelsrechtlich linear abgeschrieben. Die Ertragszuschüsse wurden wie im Vorjahr analog der aktivischen Anlage passiviert und entsprechend der Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögensgegenstandes aufgelöst. Vermögensgegenstände bis 800 € wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für die einzelnen Anlagenklassen werden folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern verwendet. scroll
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nominalwert angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergaben, wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Bilanzierung der in Arbeit befindlichen Aufträge für Dritte erfolgte zu den Herstellungskosten. Die Herstellungskosten der Vorräte umfassen die gleichen Bestandteile wie vorhergehend beim Sachanlagevermögen beschrieben. Im Umlaufvermögen wird das Niederstwertprinzip beachtet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden prinzipiell zum Nennwert bilanziert. Erkennbaren Einzelrisiken wurde durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Nettoforderungen berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Stammkapital ist zum Nennbetrag angesetzt und vollständig geleistet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren sowie unter Berücksichtigung eines Gehaltstrends von p. a. 3,00 % und eines Rententrends von p. a. 2,00 % ermittelt und bewertet. Eine Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 HGB wird angenommen. Der Zinssatz für Pensionsrückstellungen mit Bewertung im Jahr 2023 beträgt 1,83 % (VJ: 1,78 %). Auf Basis des 7-Jahresdurchschnittszinssatzes p. a. 1,76 % (VJ: 1,44 %) ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 352 T€. Dieser Betrag ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Verfahren zur Verbrauchsabrechnung Die Kunden der Pfalzgas GmbH lassen sich in die Kategorien RLM (Kunden mit registrierender Lastgangmessung) und SLP (Kunden mit Standardlastprofil) unterteilen. Für die RLM-Kunden liegen gemessene Werte vor, auf deren Basis eine monatliche Abrechnung vorgenommen wird. Zum Bilanzstichtag kommen im Regelfall keine Abgrenzungsverfahren (Schätzungen und Hochrechnungen) zur Anwendung. Im Bereich der SLP-Kunden erfolgt eine rollierende, über das ganze Jahr verteilte Ablesung der Verbrauchswerte. Somit liegen keine Ablesedaten auf den Bilanzstichtag vor. Für die Abgrenzung des Jahresverbrauchs sind daher Schätzungen und Hochrechnungen notwendig. Die Jahresverbrauchsabrechnung wird mittels EDV-Systemen (SAP IS-U) vorgenommen. Die im Geschäftsjahr vorgenommenen Kundenabrechnungen werden je Abnahmesituation an der Verbrauchsstelle mengen- und wertmäßig auf das laufende Jahr sowie durch Rückrechnung auf das Vorjahr mittels unterschiedlicher Verfahren aufgeteilt. Bei temperaturabhängigen Sachverhalten erfolgt die Aufteilung mittels „modifizierter Gradtagszahlen“ gemäß Arbeitsblatt G685 (2020), bei reinen Kochgas-Sachverhalten gemäß synthetischem Lastprofil. Zum Bilanzstichtag erfolgt eine zählpunktgenaue Hochrechnung des Verbrauchs für den Zeitraum von der letzten Kundenabrechnung bis zum Bilanzstichtag. Grundlage für die Hochrechnung ist grundsätzlich der zuletzt abgerechnete Verbrauchswert des Kunden. Der abgerechnete Verbrauch wird mittels des jeweils zur Anwendung kommenden Gewichtungsverfahrens bewertet und für den Prognosezeitraum bis zum Bilanzstichtag hochgerechnet. Hierbei muss der Zeitraum, in dem der abgerechnete Verbrauch angefallen ist, mindestens 50 % eines Normaljahres überdecken. Im Falle der temperaturabhängigen Sachverhalte erfolgt die Bewertung von abgerechnetem und Prognose-Zeitraum mittels modifizierter Gradtagszahlen. Diese werden für den abgerechneten Zeitraum aus gemessenen Temperaturen, für den Prognosezeitraum aus den im Mittel erwarteten Temperaturdaten des DWD (Normaljahr) berechnet. Bei temperaturunabhängigen Sachverhalten erfolgt die Bewertung der beiden Zeiträume anhand der Werte des synthetischen Lastprofils für den jeweiligen Zeitraum. Die auf das Geschäftsjahr bezogene Abgabemenge wird anhand von Energiebilanzen sowie der Daten aus Netzeinspeisung, Verbrauchswerten von RLM-Kunden, rechnerischen Netzverlusten und Eigenverbrauch auf Plausibilität geprüft. Bei Abweichungen zwischen hochgerechneter Abgabemenge und Bezugsmengen des Geschäftsjahres (gemessene Werte an Netzkopplungspunkten sowie Allokationswerte der Netzbetreiber) werden im Rahmen der Jahresabschlusserstellung wertmäßige Korrekturen zu den maschinellen Abgrenzungswerten vorgenommen. Da es sich bei der Energiebelieferung um Sukzessivlieferungsverträge handelt, wird auf Grundlage des sachgerechten Abgrenzungsverfahren der Umsatz realisiert und der abgegrenzte Verbrauch im Posten „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“ ausgewiesen. Erläuterungen zum Jahresabschluss/BilanzBilanz Aktiva 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Bei den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um gegebene Baukostenzuschüsse und von Dritten erworbene Softwarelizenzen. 2. Sachanlagen Die Entwicklung der Sachanlagen geht aus dem nachfolgenden Anlagengitter hervor. 3. Finanzanlagen (siehe auch nachfolgendes Anlagengitter) 1) Anteile an verbundenen Unternehmen: scroll
2) Ausleihungen an verbundene Unternehmen: Pfalzsolar Solarpark I GmbH & Co. KG, Ludwigshafen 3) Beteiligungen: scroll
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4) sonstige Ausleihungen: Ausleihungen an Mitarbeiter Entwicklung des Anlagevermögens der Pfalzgas GmbH*scroll
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Sonstige Ausleihungen sind ohne Zinsen (netto) 4. Vorräte scroll
5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände scroll
Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Passiva6. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital von 20.500 T€ teilt sich zu jeweils 50 % auf die Anteilseigner Encevo Deutschland GmbH, Saarbrücken und Pfalzwerke AG, Ludwigshafen. 7. Kapitalrücklage Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich bei den Kapitalrücklagen keine Veränderung. 8. Gewinnrücklagen Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich bei den Gewinnrücklagen keine Veränderung. 9. Ertragszuschüsse scroll
10. Rückstellungen scroll
Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen künftige Jubiläumszuwendungen an Mitarbeiter, Konzessionsabgaben, weitere erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten sowie ausstehende Rechnungen. 11. Verbindlichkeiten scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich zum 31.12.2023 bei der Pfalzgas GmbH auf rund 16.340 T€. Sie betreffen Verpflichtungen aus Verträgen (Dienstleistungs- und Bezugsverträgen) sowie Bestellobligos für Investitionen in den Ortsnetzen. Gewinn- und Verlustrechnung12. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Erdgas im Inland und aus Netzentgelten. Daneben sind in den Umsatzerlösen auch Erträge aus der Auflösung von Ertragszuschüssen in Höhe von 709 T€ (VJ 720 T€) enthalten sowie periodenfremde Umsatzerlöse in Höhe von + 268 T€. 13. Sonstige betriebliche Erträge Die Erträge umfassen Gutschriften, Weiterverrechnungen von Kosten und Leistungen, Buchgewinne aus dem Abgang von Anlagegütern, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (379 T€; VJ 1.905 T€), Erstattungen von Versicherungen. 14. Materialaufwand scroll
In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sind periodenfremde Aufwandsminderungen in Höhe von 7.779 T€ (VJ 1.243 T€) enthalten. 15. Personalaufwand scroll
Durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer: scroll
16. Sonstige betriebliche Aufwendungen Dieser Posten umfasst im Wesentlichen Abschreibungen auf Forderungen, Aufwendungen aus Mieten und Pachten, Dienstleistungsverträge, Marketingaufwendungen und Verwaltungskosten. 17. Zinsergebnis scroll
Im Zinsaufwand sind Aufwendungen aus der Zinssatzänderung im Bereich der Pensionsrückstellungen in Höhe von - 255 T€ enthalten. Im Vorjahr wurde aus der Zinssatzänderung ein Aufwand von - 449 T€ verbucht. 18. Steuern scroll
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen die Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag (2.428 T€) sowie die Gewerbesteuer (2.140 T€). Des Weiteren sind periodenfremde Ertragsteuer-Erträge im Geschäftsjahr von - 131 T€ (VJ - 45 T€) sowie Ertragsteuer-Aufwendungen + 251 T€ (VJ + 111 T€) verrechnet bzw. enthalten. Latente Steuern Im Bereich des Sachanlagevermögens ergeben sich auf Grund unterschiedlicher Abschreibungsmethoden in Handels- und Steuerbilanz passive latente Steuern. Die aktiven latenten Steuern aus dem Bereich der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen überschreiten die vorgenannten passiven latenten Steuern um ein Vielfaches. Die über die Saldierung hinaus gehenden aktiven Steuerlatenzen werden nicht aktiviert (keine Ausübung des Wahlrechts nach § 274 (1) Satz 2 HGB). Angaben gem. § 6b EnWGGeschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen gem. § 6b Abs. 2 EnWG Folgende Dienstleistungen wurden von der Gesellschaft in Anspruch genommen: scroll
Verpflichtung zur Kontentrennung bei vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen nach § 6b Abs. 3 EnWG Grundsätzlich werden für die einzelnen Tätigkeiten getrennte Konten (Bilanz) geführt oder es erfolgt eine direkte Zuordnung über Kostenstellen (Gewinn- und Verlustrechnung). Soweit eine direkte Zuordnung von Konten bzw. Buchungen nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden wäre, erfolgt folgende Schlüsselung (Auflistung wesentlicher Posten):
Organe der GesellschaftAufsichtsrat Paul Anfang Mitglied des Vorstandes der Pfalzwerke AG, Ludwigshafen Vorsitzender Marc André Geschäftsführer der Encevo Deutschland GmbH, Saarbrücken stellvertretender Vorsitzender Jens Apelt Geschäftsführer der Encevo Deutschland GmbH, Saarbrücken Dr. Marc Heckelmann Leiter Legal der Encevo Deutschland GmbH, Saarbrücken Marc Mundschau Mitglied des Vorstandes der Pfalzwerke AG, Ludwigshafen Thomas Münz Abteilungsleiter Controlling und Finanzen der Pfalzwerke AG, Ludwigshafen Prokurist Geschäftsführung Martin Weinzierl, Frankenthal Sonstige AngabenDie Vergütung an den Aufsichtsrat der Pfalzgas GmbH betrug 13 T€, an den Beirat 16 T€. Die Schutzklausel gem. § 286 (4) HGB wurde in Anspruch genommen. Das Honorar des Abschlussprüfers gliedert sich wie folgt: scroll
Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: scroll
Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Frankenthal, 14.02.2024 Geschäftsführung Martin Weinzierl Tätigkeitsabschluss Gasverteilung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Bilanz zum 31. Dezember 2023des Tätigkeitsbereichs Gasverteilung der Pfalzgas GmbHAktiva scroll
Frankenthal, 14.02.2024 Geschäftsführung Martin Weinzierl Gewinn- und Verlustrechnung des TätigkeitsbereichsGasverteilung der Pfalzgas GmbH für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023scroll
Entwicklung des Anlagevermögens der Gasverteilung Pfalzgas GmbH*scroll
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AHK = Anschaffungs- und Herstellungskosten* Alle Beträge in T Euro Sonstige Ausleihungen sind ohne Zinsen (netto) Die immateriellen Wirtschaftsgüter wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Letztere enthalten das Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die Zugänge zu den beweglichen Anlagegütern wurden linear abgeschrieben. Die Ertragszuschüsse wurden wie im Vorjahre passiviert und analog der aktivischen Anlage aufgelöst. Vermögensgegenstände bis 800 € wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Verbindlichkeiten des Tätigkeitsbereichs Gasverteilungscroll
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Pfalzgas GmbH, Frankenthal VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Pfalzgas GmbH, Frankenthal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pfalzgas GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs.3 EnWG Prüfungsurteile Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir den Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeit Gasverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses - geprüft.
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und des Tätigkeitsabschlusses in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG“ weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Tätigkeitsabschluss entspricht der im Abschnitt „Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung des Tätigkeitsabschlusses entspricht der im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Saarbrücken, den 16. Februar 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Carsten Palm, Wirtschaftsprüfer ppa. Gerhard Klos, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2023 die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung regelmäßig überwacht. Er wurde von der Geschäftsführung regelmäßig mündlich und schriftlich über den Geschäftsverlauf, die Lage und die Perspektive der Gesellschaft sowie über die beabsichtigte Geschäftspolitik unterrichtet. In den Sitzungen des Aufsichtsrates wurden Geschäftsvorgänge von wesentlicher Bedeutung mit der Geschäftsführung beraten, risikoorientierte Anforderungen an das Unternehmen diskutiert und die nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag erforderlichen Beschlüsse gefasst. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind von dem durch die Gesellschafterversammlung gewählten Abschlussprüfer, der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Saarbrücken, geprüft worden. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis dieser Prüfung Kenntnis genommen. Auch die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes durch den Aufsichtsrat selbst ergab, dass keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers an. Er billigt den Jahresabschluss und schlägt der Gesellschafterversammlung vor, ihn so festzustellen. Der Aufsichtsrat stimmt dem Lagebericht und dem Vorschlag der Geschäftsführung zur Verwendung des Bilanzgewinns zu. Für die Leistungen und den Erfolg des Jahres 2023 spricht der Aufsichtsrat der Geschäftsführung sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank und Anerkennung aus.
Frankenthal, 07. März 2024 Paul Anfang, Vorsitzender des Aufsichtsrates GewinnverwendungsbeschlussAuf Vorschlag von Geschäftsführung und Aufsichtsrat beschließt die Gesellschafterversammlung im März 2024 von dem Bilanzgewinn in Höhe von 11.829.945,53 € jeweils 4.900.000,00 € an die Gesellschafter Encevo Deutschland GmbH und Pfalzwerke AG auszuschütten und den Restbetrag in Höhe von 2.029.945,53 € auf neue Rechnung vorzutragen. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 07.03.2024 festgestellt. |
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