Stork Anlagen GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maja Dr. Hartung seit 14.2.2022 | Prokura |
genannt Wersborg, Thilo Dr. Stork seit 14.2.2022 | Geschäftsführer |
Benno Dr. Stork genannt Wersborg seit 29.10.2013 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BSW Holding SEEschbornKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023BSW Holding SE, EschbornKonzernabschluss zum 31. Dezember 2023 1 Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell Die zum Konzern gehörende Precitec Gruppe ist weltweit der Spezialist für komplexe Systemlösungen auf dem Gebiet der Lasermaterialbearbeitung. Durch kontinuierliche Forschung und Entwicklung arbeiten wir seit über 40 Jahren daran, die Technologieführerschaft in ihren Kernkompetenzen zu erhalten und weltweit auszubauen. Über 700 Mitarbeiter weltweit konzentrieren sich dabei auf die zwei Hauptanwendungsfelder Laserschneiden und Fügetechnologie. Precitec Laserschneidköpfe werden aus hochwertigen Materialien und nach neuesten technologischen Standards hergestellt. Die integrierte intelligente Sensortechnik sorgt für einen abgestimmten Bearbeitungsprozess. Selbst unter schwierigen Prozessbedingungen können unsere Systeme daher einen stabilen Prozess und optimierte Schnittqualitäten gewährleisten. Auf diese Weise erfahren unsere Kunden ein Plus an Produktivität, Qualität und Prozesssicherheit. Unsere intelligenten Schweißköpfe ermöglichen einen qualitätsüberwachten Fügestoß. Sie sorgen damit für ein absolut sicheres Schweißergebnis nahe an der 100%-Marke und somit für einen reibungslosen 24-Stunden-Betrieb. Die Precitec Gruppe bietet nicht nur Schneid- und Schweißköpfe, sondern auch die dazugehörigen Qualitätsüberwachungssysteme und damit die Komplettlösung für einen stabilen und sicheren Produktionsprozess. Das 2015 gegründete Konzernunternehmen Precitec Optical Systems GmbH bietet Komplettsysteme inklusive Laserquellen an. Die Precitec Gruppe ist damit Lieferant für den kompletten optischen Strang. Durch konstant hohe Investitionen in den Entwicklungsbereich arbeiten wir ständig an der Weiterentwicklung und Optimierung unserer Produkte und setzen damit immer wieder Standards. 1.2 Konzernstruktur Die Geschäftsführung des Konzerns obliegt der BSW Holding SE, Eschborn. In Deutschland betreibt die Precitec Gruppe neben dem Produktionsstandort in Gaggenau für das Rechnungswesen eine Zweigniederlassung in Neu-Isenburg. Darüber hinaus sind die Konzerngesellschaften in Shanghai, China und Wixom, USA produzierend und als Vertriebsgesellschaften tätig. Die übrigen Konzerngesellschaften in Deutschland, Japan, Frankreich und Hongkong erfüllen Holding bzw. Vertriebs- und Servicefunktionen. 1.3 Geschäftssegmente Der Konzern ist ausschließlich im Segment Lasermaterialbearbeitung tätig. 2 Ziele und Strategien Die konsequente Ausrichtung auf die Schaffung von maximalem Kundennutzen steht für uns an erster Stelle. Die Precitec Gruppe verfolgt den Anspruch, dem Markt der Lasermaterialbearbeitung immer einen Schritt voraus zu sein, um als technologieführender Partner für ihre Kunden mit den Laserbearbeitungs- und Qualitätsüberwachungssystemen einen technologischen Vorsprung zu erarbeiten, der sie nachhaltig erfolgreicher macht. Die weltweite Industrie und die globalen Märkte verlangen nach stabilen Prozessen mit einem hohen Automatisierungsgrad bei maximaler Flexibilität der Produktionsanlagen. Unsere jahrzehntelange Erfahrung und das technische Know-how gewährleisten die beste und effiziente Lösung, mit der unser Kunde heute und künftig entscheidende Wettbewerbsvorteile erringt. Wir sind davon überzeugt, dass eine wertorientierte Unternehmenskultur den Unternehmenserfolg maßgeblich beeinflusst. 2.1 Ziele Die Precitec Gruppe hat es sich das Ziel gesetzt, als Technologieführer mit einem hohen Innovationsanspruch weltweit der bevorzugte Partner für Lösungen mit intelligenten Sensorsystemen zu sein. Mit einem ganzheitlichen Qualitätsmanagement werden die internen Prozesse so gesteuert, dass die Precitec-Systeme mit ihrer hohen Qualität und Zuverlässigkeit eine nachhaltige Steigerung der Produktivität und Effizienz der Fertigungsprozesse des Kunden ermöglichen. Hierzu pflegen wir einen engen Kontakt zu unseren Kunden, um deren Anforderungen zu kennen und bestmöglich bedienen zu können. Bei unseren Lieferanten achten wir auf zuverlässige Partner, die unserem hohen Qualitätsanspruch gerecht werden. Dies stellen wir durch eine enge Zusammenarbeit und soweit möglich die Auswahl von Lieferanten aus der Region sicher. Um Lieferengpässe zu vermeiden, bauen wir für strategisch wichtige Komponenten Second Source Lieferanten auf. Hochqualifizierte, motivierte und leistungsstarke Mitarbeitende bilden die Basis unseres Erfolgs. Im Bereich der Personalpolitik verfolgen wir permanent die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitende, die diesen Anspruch erfüllen. Hohe Investitionen in die Aus- und Fortbildung unserer Mitarbeitenden sollen weiterhin die Mitarbeiterbindung stärken und unseren hohen Qualitätsstandard erhalten. Als Familienunternehmen bieten wir ein teamorientiertes, motivierendes Arbeitsumfeld mit einem hohen Maß an Eigenverantwortung. Durch detaillierte Kenntnis der Wertschöpfungsflexibilität innerhalb der Produktinfrastruktur sollen mengen- und variantenbezogene Nachfrageschwankungen ohne wirtschaftliche Einbußen ausgeglichen werden können. 2.2 Strategische Ausrichtung Im Kern der strategischen Weiterentwicklung sind wir auf nachhaltiges, organisches und profitables Wachstum fokussiert. Dabei spielen Innovationen eine entscheidende Rolle. Deshalb investieren wir schon seit Jahren überdurchschnittlich im Entwicklungsbereich. Die kontinuierliche Optimierung der bestehenden Produktpalette sowie die Entwicklung neuer Produkte, die noch besser die Anforderungen des Marktes erfüllen, sind die Grundlage unseres Erfolgs. Die Unternehmensleitung sieht in der weiteren Industrialisierung, der fortschreitenden Technologisierung und der Automation der Fertigungsprozesse weltweit eine steigende Nachfrage nach Systemen zur Lasermaterialbearbeitung und Prozessüberwachungssystemen. Zur Sicherung und Erweiterung der Absatzmärkte bilden lokale Ansprechpartner und Kundennähe die wesentliche Komponente unserer Wachstumsstrategie. Seit der Gründung der Precitec Optical Systems GmbH in 2015 vertreibt Precitec unter der Marke All-in-Light Laserquellen und etabliert sich als Lösungsanbieter für den kompletten optischen Strang von der Laserquelle bis zum Bearbeitungskopf. Neben der in den letzten Jahren begonnenen Optimierung der Kern- und Managementprozesse der Gesellschaft wird auch verstärkt an einer Verbesserung der unterstützenden Prozesse gearbeitet, um in allen Organisationsbereichen den Herausforderungen einer zunehmenden Digitalisierung Rechnung zu tragen. 2.3 Investitionsstrategie Investitionen unterliegen finanziellen Kriterien, die mindestens den Erhalt einer Kapitalrendite sicherstellen, die in einem normalen Geschäftszyklus durchschnittlich auf Gesellschaftsebene erreicht wird. Im Rahmen der Jahresbudgeterstellung wird eine ausführliche Analyse und Bewertung der geplanten Investitionen durchgeführt. Strategische Investitionen zum Ausbau und der Sicherung der Marktposition werden durch die Gesellschafterversammlung genehmigt. 2.4 Steuerungssystem & Steuerungskennzahlen Die Steuerung des Konzerns erfolgt sowohl auf strategischer als auch auf operativer Ebene. Geschäftsführung, Entwicklung und Vertrieb überwachen im Produktportfoliogremium laufend Chancen und Risiken des Produktportfolios und richten daraufhin Produktions- und Entwicklungsressourcen aus. Planungsrechnungen werden auf Jahresbasis erstellt, Investitionsentscheidungen auf Basis mehrjähriger NPV-Betrachtungen vorgenommen. Neben dem laufenden Plan / Ist-Vergleich erfolgt eine unterjährige Aktualisierung der Planungsrechnung. Auftragseingang und Umsatz werden auf Wochen- bzw. Monatsbasis überwacht, die Profitabilität regelmäßig auf Basis der EBIT-Marge. Dabei werden auch die einzelnen Kostenpositionen auf Abweichungen analysiert und eventueller Handlungsbedarf identifiziert. 3 Wirtschaftsbericht 3.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die wichtigsten Absatzmärkte des Konzerns sind Ostasien, Europa, die USA und die Türkei. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für die Weltwirtschaft nach der jüngsten Prognose mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 3,1 Prozent in 2024. Doch das Wachstumstempo sei weiter niedrig, Turbulenzen seien möglich. Deutschland Die Prognosen für 2024 sehen für Deutschland ein wirtschaftlich eher schwaches Jahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ging das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent verglichen mit dem Vorquartal zurück. Gegenüber dem vierten Quartal 2022 beträgt der Rückgang 0,2 Prozent. In den beiden vorangegangenen Quartalen hatte die Wirtschaftsleistung noch stagniert. Im Gesamtjahr 2023 gab das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent nach. In nahezu allen Wirtschaftsbereichen verzeichneten die Unternehmen sinkende Auftragseingänge. Hinzu kam eine restriktive Geldpolitik der Notenbanken in Europa und Nordamerika, die ihre Leitzinsen kräftig anhoben, was steigende Finanzierungskosten und damit einen Rückgang von Investitionen zur Folge hat. Laut Prognose des ifo-Instituts im März 2024 wird das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2024 um 0,2 Prozent zum vorangegangenen Vierteljahr sinken. Für das Gesamtjahr 2024 rechnet das Institut mit einem Zuwachs von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die EU-Kommission einem Zuwachs von 0,3 Prozent. Das Institut für Markroökonomie und Konjunkturforschung in Düsseldorf hingegen prognostiziert für das Gesamtjahr 2024 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 Prozent. Zum Jahresbeginn 2024 sank auch der ifo-Geschäftsklimaindex als wichtigster deutscher Frühindikator von 86,3 Punkten auf 85,2 Punkte und damit auf den geringsten Wert seit Mai 2020. Im März 2024 konnte allerdings wieder ein leichter Anstieg auf 87,8 Punkte verzeichnet werden. Die Unternehmen zeigten sich wieder zufriedener mit den laufenden Geschäften. Der Auftragsbestand war jedoch weiter rückläufig. Europa Nach einem gedämpften Wachstum im vergangenen Jahr ist die EU-Wirtschaft schwächer als erwartet in das Jahr 2024 gestartet. In der Winterprognose der Europäischen Kommission wurde das Wachstum sowohl in der EU als auch im Euro-Währungsgebiet für das Jahr 2023 von 0,6 Prozent (Wert aus der Herbstprognose) auf 0,5 Prozent und für 2024 auf 0,9 Prozent (von 1,3 Prozent) in der EU und 0,8 Prozent (von 1,2 Prozent) im Euro-Währungsgebiet korrigiert. Für 2025 geht die Kommission weiterhin von Wachstumsraten von 1,7 Prozent (EU) und 1,5 Prozent (Euro-Währungsgebiet) aus. Die Inflation dürfte sich demnach rascher abschwächen als im Herbst 2023 prognostiziert. In der EU insgesamt wird der harmonisierte Verbraucherpreisindex voraussichtlich von 6,3 Prozent im Jahr 2023 auf 3,0 Prozent im Jahr 2024 und 2,5 Prozent im Jahr 2025 sinken. Im Euroraum dürfte er sich von 5,4 Prozent im Jahr 2023 auf 2,7 Prozent im Jahr 2024 und 2,2 Prozent im Jahr 2024 abschwächen. Türkei Nachdem Staatspräsident Erdoğan bis zu seiner Wiederwahl im Mai 2023 trotz hoher Inflation eine Niedrigzinspolitik verfolgte, die zwar kurzfristig die Exporte und den Konsum anregte, gleichzeitig jedoch die Inflation und den Abwertungsdruck auf die türkische Lira befeuerte, vollzog die Türkei nach der Wahl einen Kurswechsel hin zu einer restriktiveren Geldpolitik. Der Leitzins wurde bis März 2024 schrittweise von 8,5 Prozent auf 50 Prozent erhöht. Das Wirtschaftswachstum könnte sich im Jahr 2024 infolge der strafferen Geldpolitik laut Internationalem Währungsfonds auf 3 Prozent abschwächen. Weitere Herausforderungen sind eine hohe Arbeitslosigkeit und zunehmende geo- und innenpolitische Spannungen. Die deutschen Lieferungen in die Türkei stiegen nach Angaben der türkischen Statistik 2023 um beachtliche 19 Prozent im Vorjahresvergleich auf 29 Milliarden US$. Damit bleibt Deutschland zwar weiter auf Rang 3 der wichtigsten Lieferländer hinter dem Gaslieferanten Russland und China, hat aber Marktanteile zurückerobert. Die wichtigsten deutschen Exportgüter sind Kfz und Kfz-Teile, Maschinen sowie Flugzeuge. Trotz herausfordernder Bedingungen ist auch die Stimmung unter den deutschen Unternehmen in der Türkei größtenteils positiv. Laut der einer Umfrage der Außenhandelskammer (AHK) im Oktober 2023 bewerten 67 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung ihre Geschäftslage als gut. Knapp die Hälfte erwartete in den kommenden zwölf Monaten eine Verbesserung und nur 11 Prozent gingen von einer Verschlechterung aus. Der Wechselkurs bleibt der größte Risikofaktor, gefolgt von wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Als weitere Risiken werden Finanzierung und Arbeitskosten genannt. Asien Laut Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) im November 2023 bleibt die Asien-Pazifik-Region mit einem damals prognostizierten Wachstum von 4,6 Prozent im Jahr 2023 und 4,2 Prozent im Jahr 2024 Wachstumsmotor der Weltwirtschaft (2023: 3,0 Prozent, 2024: 2,9 Prozent). Getrieben wird das Wachstum vor allem von China, Indien sowie den ASEAN-Staaten. Die Konjunktur in China hat in den letzten Jahren stark unter den Lockdowns während der Corona-Pandemie gelitten und scheint sich nun zu erholen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im dritten Quartal 2023 um 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen und damit stärker als erwartet. Vor allem eine stärkere Binnennachfrage hat laut dem Pekinger Statistikamt dazu beigetragen: Das Wachstum der Einzelhandelsumsätze als Indikator für den Konsum lag im September 2023 mit 5,5 Prozent deutlich über dem Zuwachs des Vormonats. Japans Wirtschaft wuchs nach vorläufigen Angaben des Kabinettbüros in den ersten drei Quartalen 2023 um real 1,7 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Nachdem das Wachstum im ersten Quartal 2023 noch bei 2,0 Prozent lag, fiel der Wert im dritten Quartal auf 1,2 Prozent. Schon vor dem Bekanntwerden der Daten für das 3. Quartal rechnete beispielsweise das Daiwa Institute of Research mit einem Sinken des Wirtschaftswachstums im Fiskaljahr 2024 auf knapp 1 Prozent. Zwar läuft es etwa für die für Japan wichtigen Automobilhersteller angesichts des billigen Yen und der sich auflösenden Lieferkettenprobleme gut. Auch der Tourismusbranche geht es angesichts der Wiederöffnung des Landes für ausländische Touristen und dem Wegfall coronabedingter Beschränkungen deutlich besser. Andererseits schrumpfte beispielsweise im 1. Halbjahr 2023 die Wertschöpfung des Groß- und Einzelhandels. Generell schauen über alle Branchen hinweg viele kleine binnenmarktorientierte Firmen deutlich pessimistischer in die Zukunft als große exportorientierte Unternehmen. Das Wachstum des indischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) wird sich im Finanzjahr 2023/2024 (1. April bis 31. März) laut Prognosen der Weltbank auf 6,3 Prozent leicht abkühlen. Im vorangegangenen Finanzjahr hatte die Steigerung noch bei 7,2 Prozent gelegen. Währenddessen dürfte der Dienstleistungssektor, den Volkswirte als wichtigen Wachstumstreiber sehen, um 7,4 Prozent zunehmen. Investitionstreiber sind staatliche Ausgaben, insbesondere in den Ausbau der Infrastruktur. Laut Weltbank werden die Bruttoanlageinvestitionen 2023/2024 um 8,9 Prozent zulegen, allerdings sprechen Experten von einer verhaltenen Investitionstätigkeit im Land. Indiens Außenhandel wird 2023/2024 voraussichtlich unter den Werten des Vorfinanzjahres bleiben. Laut Centre for Monitoring Indian Economy (CMIE) werden im Jahresvergleich die Importe um 5,9 Prozent und die Exporte um 5,3 Prozent zurückgehen. Als Ursache hierfür nennen die Experten insbesondere Preisrückgänge von Gütern im Vergleich zum Vorjahr. USA Die Konjunktur in den USA hat sich in 2023 besser entwickelt als erwartet - trotz der hohen Leitzinsen. Im Gesamtjahr 2023 reichte es für ein Wachstum von 2,5 Prozent - nach 1,9 Prozent im Jahr zuvor. Im vierten Quartal 2023 waren es erneut die Verbraucher, die ihre Nachfrage steigerten. Die privaten Konsumausgaben tragen in den USA mehr als zwei Drittel zur Wirtschaftsleistung bei und wuchsen um 3,1 Prozent. Die Exporte legten sogar um mehr als 6,0 Prozent zu, die Investitionen der Unternehmen trotz der hohen Zinsen um 1,0 Prozent. Auch die Staatsausgaben zogen an. Die US-Notenbank Fed strebt eine inflationsdämpfende Abkühlung der Konjunktur ohne tiefgreifenden Wirtschaftsabschwung an. Nach Ansicht von Ökonomen droht der weltgrößten Volkswirtschaft in 2024 wohl keine Rezession. Als Grund für den Optimismus nannten laut aktuellem Konjunkturbericht der Fed etliche befragte Firmen die Aussicht auf sinkende Zinsen. Derzeit liegt der Leitzins in der Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent. In den vergangenen Monaten hatte sich die Inflation allerdings tendenziell abgeschwächt, weshalb Ökonomen im zweiten Quartal mit einer Senkung rechnen. Das Neugeschäft der US-Industrie hat zum Jahreswechsel im Gegensatz zum BIP nur stagniert. Die Bestellungen für langlebige Güter wie Flugzeuge und Maschinen lagen laut Handelsministerium im Dezember 2023 auf dem Niveau des Vormonats. 3.2 Branchenbezogene Entwicklung Die wichtigsten Branchen, für welche der Konzern seine Produkte herstellt und deren wirtschaftliche Rahmenbedingungen den Geschäftserfolg beeinflussen, sind der Anlagenbau, die Automobilindustrie sowie der Bereich Consumer Electronics. Anlagenbau Nach einem deutlichen Rückgang der Bestellungen in 2023 rechnen Deutschlands Maschinenbauer nicht mit einer schnellen Trendwende. Die exportorientierte Branche bekam 2023 die schwächere Entwicklung der Weltkonjunktur zu spüren, Kunden hielten sich mit Aufträgen zurück. Der Auftragseingang sank laut Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) bereinigt um Preiserhöhungen (real) gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent. In den großen Absatzmärkten Europa, den USA und China fehlt es laut VDMA an Vertrauen in einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung, den gerade die Investitionsgüterindustrie benötigen würde. Eine Trendwende bei den Bestellungen sei weiterhin nicht erkennbar, weshalb der VDMA mit einem schwierigen ersten Halbjahr 2024 rechnet. Im Inland verbuchten die Anlagenbauer in 2023 insgesamt einen Auftragsrückgang von 11 Prozent, aus dem Ausland kamen 13 Prozent weniger Bestellungen, wobei sich die Auftragseingänge zum Jahresschluss leicht verbesserten und mit real minus 6 Prozent nur einstellig unter Vorjahr lagen. Während die Bestellungen von Kunden aus den Nicht-Euroländern geringfügig um 1 Prozent stiegen und der Rückgang aus dem gesamten Ausland bei 3 Prozent zum Vorjahresmonat lag, gab es im Inland ein Minus von 13 Prozent. Angesichts der Auftragsrückgänge senkte der VDMA seine Produktionsprognose für 2024 von minus 2 auf minus 4 Prozent. Für 2024 wird ein realer Produktionsrückgang von 1 Prozent erwartet. Automobilindustrie Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet für den deutschen Automarkt im laufenden Jahr mit einem Minus beim Absatz von einem Prozent auf 2,8 Millionen Fahrzeuge - das ist ungefähr ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Der Elektroauto-Absatz dürfte dabei besonders stark schrumpfen, bei den rein batterieelektrischen Fahrzeugen sagt der Verband ein Minus von 14 Prozent auf 451.000 Einheiten voraus. Besser seien die Aussichten auf dem europäischen Markt insgesamt, wo der VDA ein Plus von vier Prozent erwartet. Für die USA ist mit zwei Prozent mehr Fahrzeugen zu rechnen. Der weltweit wichtigste Einzelmarkt China dürfte um ein Prozent zulegen. Weltweit werde der Automarkt um zwei Prozent wachsen und damit sein Vorkrisenniveau von 2019 fast wieder erreichen. Die Pkw-Produktion in Deutschland dürfte in 2024 bei 4,1 Millionen Fahrzeugen stagnieren. Grund sei die gesamtwirtschaftliche Schwäche, hieß es. Aufwärts gehen dürfte es dabei bei den Elektroautos: Hier werde die Produktion voraussichtlich um 19 Prozent steigen, so der VDA. Deutschland sei schon jetzt weltweit der zweitwichtigste Produktionsstandort für Elektroautos nach China. Im Ausland dürften die deutschen Hersteller mit 10,6 Millionen Fahrzeugen vier Prozent mehr produzieren als im Vorjahr. Für den Export erwartet der VDA in 2024 einen leichten Anstieg um ein Prozent auf gut 3,1 Mio. Einheiten, entsprechend einer Exportquote von 76 Prozent. Bei den schweren Nutzfahrzeugen geht der VDA für Europa von einem Rückgang von 10 Prozent aus, für die USA von 5 Prozent. In China wird ein Wachstum von 8 Prozent erwartet. VDA-Präsidentin Hildegard Müller sieht die Politik in der Verpflichtung, um die Rahmenbedingungen für eine Sicherung des erfolgreichen Industriestandorts Deutschland zu schaffen. Dazu gehört vor allem, den Standort wieder international wettbewerbsfähig aufzustellen, Handels- und Rohstoffabkommen sowie Energiepartnerschaften abzuschließen, die Entbürokratisierung voranzutreiben und durch Technologieoffenheit Innovationskraft zu erzeugen. Auch beim Thema Daten und künstliche Intelligenz ist es laut Müller entscheidend, die richtige Balance zwischen notwendiger Regulierung und Chancennutzung zu finden. Consumer Electronics Der Markt für Consumer Electronics-Produkte und Elektrohausgeräte entwickelte sich im Jahr 2023 rückläufig - in einigen Segmenten sogar stark. Entsprechend zeigt der Home Electronics Market Index für das Gesamtjahr 2023 insgesamt einen Umsatzrückgang um 4,4 Prozent auf knapp 47,3 Milliarden Euro und damit noch rund elf Prozent mehr als im Jahr 2019. Lediglich die Produktsegmente Foto, Elektro-Kleingeräte, Videogames-Konsolen und A/V-Zubehör entwickelten sich im vergangenen Jahr positiv. Die in den Pandemiejahren generierte Sonderkonjunktur ist beendet, die allgemeine Unsicherheit und die Wirtschaftslage führen bei den Konsumenten zu einer Krisenstimmung und entsprechend zu Kaufzurückhaltung . Gebremst wurde der Umsatzrückgang durch einen deutlichen Anstieg der Durchschnittspreise, zum Teil deutlich zweistellig. Dies resultiert zum einen aus dem Kaufverhalten und der höheren Nachfrage nach hochwertigen und besser ausgestatteten Produkten, andererseits aus inflationsbedingt gestiegenen Einzelpreisen. Mit einem Umsatz von 30,3 Milliarden Euro in 2023 weist der Bereich Consumer Electronics mit den Produktbereichen Unterhaltungselektronik, privat genutzte Telekommunikation und privat genutzte IT-Produkte ein Minus von 4,9 Prozent im Vergleich zu 2022 auf. Das Segment Unterhaltungselektronik musste mit einem Umsatz von 8,2 Milliarden Euro ein Minus von 0,6 Prozent hinnehmen. Das Segment der privat genutzten Telekommunikationsprodukte sank in 2023 um 2,2 Prozent auf einen Umsatz von knapp 15,5 Milliarden Euro. Stückzahlen und Umsätze bei Smartphones und Core Wearables gingen ebenfalls zurück. Die privat genutzten IT-Produkte verzeichneten einen Rückgang von 14,9 Prozent auf knapp 6,6 Milliarden Euro. Im Bereich der Elektro-Hausgeräte blieb der Umsatz mit 17 Milliarden Euro um 3,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Für das laufende Jahr 2024 rechnet die Branche mit einer leichten Verbesserung der Marktlage und einem Umsatzplus zwischen einem und zwei Prozent. Trotz der auf vielen wichtigen Absatzmärkten der Precitec Gruppe noch zu spürenden Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Auswirkungen der Ukraine-Krise auf die Preisentwicklung die Lieferkettenstabilität blicken wir auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Unsicherheiten sehen wir für die nächste Zeit in den Auswirkungen politischer Spannungen, insbesondere des Ukraine-Konflikts sowie der zunehmenden Rohstoffknappheit und stark steigender Preise für Roh- und Verbrauchsmaterialien. Aufgrund der vorsichtig positiven Einschätzung unserer lokalen Partner sowie vielversprechender Auftragseingänge im ersten Quartal 2024 und in Aussicht stehender weiterer Projekte rechnen wir für 2024 weiterhin mit einer stabilen Entwicklung auf Planniveau. 3.3 Rechtliche Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine Veränderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der BSW Holding SE gehabt hätten. 4 Geschäftsentwicklung 4.1 Überblick
4.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung: 4.2.1 Umsatzentwicklung Im Berichtsjahr lag der Umsatz 8,5 % über dem des Vorjahres. Die Auftragseingänge lagen im Berichtszeitraum 3,3 % über dem geplanten Auftragseingang und 1,1 % unter dem Vorjahreswert. 4.2.2 Ergebnisentwicklung: Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um TEUR 32 auf TEUR 2.510 verringert. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen geringere Erträge aus Währungsumrechnung. Der Materialaufwand bereinigt um Bestandsveränderungen lag im Berichtsjahr mit TEUR 54.470 bei 42,2 % des Umsatzes (Vorjahr: 36,2 %). Das Rohergebnis war mit TEUR 77.863 um TEUR 1.504 bzw. 1,9 % geringer als im Vorjahr (TEUR 79.367). Die Personalaufwand stieg um 4,5 % auf TEUR 35.178. Die Personalaufwandsquote bezogen auf den Umsatz sank von 27,5 % auf 26,6 %. Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens lagen bei TEUR 1.938 und damit TEUR 210 unter dem Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr um TEUR 3.457 auf TEUR 24.842 gesunken. Ursächlich hierfür sind hauptsächlich geringere aus Konsolidierungsmaßnahmen resultierende Aufwendungen aus Währungsumrechnung. Das EBIT stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,2 % von TEUR 15.259 auf TEUR 15.905. Das Zinsergebnis verschlechterte sich um TEUR 71. Der Jahresüberschuss lag mit TEUR 11.182 um 0,3 % über dem des Vorjahres. 4.3 Auftragslage Die Auftragseingänge lagen im Berichtszeitraum um 3,3 % über dem geplanten Auftragseingang. Nachdem in 2023 der ursprünglich geplante Umsatz deutlich überschritten wurde, planten wir Ende 2023 vor dem Hintergrund in Aussicht gestellter vielversprechender Projekte in den Geschäftsbereichen CE und E-Mobility mit einer Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Quartal 2024 konnten wir eine erfreuliche Geschäftsentwicklung mit deutlich über den geplanten Werten liegenden Auftragseingängen im Bereich Welding und Umsätzen annähernd auf Planniveau verzeichnen. Im weiteren Jahresverlauf rechnen wir, auch aufgrund des hohen Auftragsbestands, mit Umsätzen auf Planniveau und sind aktuell in der Planung diverser aussichtsreicher Projekte mit unseren Kunden, so dass wir insbesondere in den Bereichen CE und E-Mobility mit stabilen Auftragseingängen rechnen. Wir sehen uns jedoch weiterhin mit deutlichen Unsicherheitsfaktoren aufgrund der weltpolitischen und -wirtschaftlichen und Lage konfrontiert, deren Auswirkungen auf die Beschaffungs- und Absatzmärkte schwer einzuschätzen sind. Wir sind jedoch optimistisch, dass wir das Jahr 2024 erfolgreich abschließen werden. 4.4 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf Zum Zeitpunkt der Planung Ende des Berichtsjahres 2022 rechneten wir, unter anderem durch den Ausbau der Umsätze im Bereich E-Mobility, mit einer Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr. Der tatsächliche Jahresumsatz lag um 1,0 % über dem Plan. Das Betriebsergebnis lag ebenfalls über dem geplanten Wert. 5 Finanz- und Vermögenlage 5.1 Kapitalstruktur Das Anlagevermögen erhöhte sich um TEUR 8.134 auf TEUR 23.666. Investitionen fanden in erster Linie in den Bereichen Grundstücke und Bauten und Betriebs- und Geschäftsausstattung statt. Im Bereich des Umlaufvermögens stiegen die Vorräte um TEUR 5.024 (14,1 %), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken um TEUR 4.156 (17,2 %). Die Eigenkapitalquote stieg um 2,4 % - Punkte auf 55,1 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 52,7 %). Die Steuerrückstellungen betrugen TEUR 415 (Vorjahr: TEUR 87). Die sonstigen Rückstellungen stiegen um TEUR 577 (20,8 %), im Wesentlichen aufgrund von gestiegenen Rückstellungen für Personalkosten. Die Verbindlichkeiten stiegen insgesamt um TEUR 3.751 (9,1 %). Während die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch die Neuaufnahme von zwei Darlehen, die erhaltenen Anzahlungen sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sich erhöhten, sanken die sonstigen Verbindlichkeiten durch die Tilgung eines Darlehens von einem nicht verbundenen Unternehmen aus der Unternehmensgruppe. Ein unverändert starker operativer Cash-Flow und Darlehen von verbundenen Unternehmen bzw. nicht verbundenen Gesellschaften aus der Unternehmensgruppe ermöglichten dem Konzern grundsätzlich auch ein Wachstum ohne Bankenfinanzierung. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Passiva von TEUR 17.150, die gegenüber nahestehenden Personen bestehen, nicht kurzfristig abgezogen werden. 5.2 Liquidität Mit den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR 13.835 (Vorjahr: TEUR 10.886) verfügen die Konzernunternehmen über ausreichend liquide Mittel, um geplante Investitionen zu finanzieren und den sonstigen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 5.3 Investitionen Die BSW Holding SE Gruppe hat in 2023 insgesamt TEUR 10.196 in neue Anlagegüter investiert. Der Schwerpunkt der Investitionen lag neben dem Neubau eines Produktions- und Vertriebsgebäudes in Gaggenau im Erwerb von IT-Infrastruktur in Zusammenhang mit dem Neubau, der Erneuerung des Fuhrparks mit dem Schwerpunkt auf verbrauchsärmeren Hybrid Pkw sowie in Digitalisierungsmaßnahmen. 6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 6.1 Nachhaltigkeit Wir sehen unsere besondere Verantwortung zur Bewältigung der ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit und Nachhaltigkeit als eine Voraussetzung für langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Unser Ziel ist es daher, die Nachhaltigkeit im Unternehmen weiter zu fördern. Hierzu haben wir uns im Jahr 2023 Ziele gesetzt, die eine CO 2 -Neutralität unseres Unternehmens bis spätestens zum Jahr 2040 vorsehen. In diesem Rahmen haben wir in 2023 unsere wesentlichen umweltrelevanten Emissionen analysiert und entsprechend unseres eigenen Steuerungspotenzials die folgenden Handlungsfelder priorisiert: Schwerpunkte der umweltbezogenen Maßnahmen in 2023 waren:
Im Vergleich zum Vorjahr konnten am Standort Gaggenau die CO 2 -Emissionen um rd. 7,1% oder 47 Tonnen reduziert werden. Im Bereich Abfall konnte die Restmüllmenge um rd. 8% auf 22,4 Tonnen reduziert werden. Weitaus stärker hilft der Einsatz unserer innovativen Produkte zur In-line Qualitätsüberwachung bei unseren Kunden, ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern und so in Wachstumsmärkten wie E-Mobility, Laser Cutting und Consumer Electronics ressourcenschonender, effizienter und günstiger zu produzieren. 6.2 Gesellschaftliche Verantwortung Unsere Unternehmenskultur ist zugleich Treiber für unser gesellschaftliches Engagement. Als technologiegetriebenes Unternehmen möchten wir das Bildungsangebot im MINT-Bereich (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik) stärken und haben in 2023 mit dem Goethe-Gymnasium Gaggenau eine langfristig ausgelegte Bildungspartnerschaft abgeschlossen. Hierdurch können zum Beispiel für die Mitglieder der Robotik-AG Robotik Sets angeschafft werden. Darüber hinaus haben wir zur Stärkung des lokalen Engagements verschiedene gemeinnützige Einrichtungen mit Spenden unterstützt. Hierdurch konnte ein Wasserspielplatz ausgebaut werden, die ambulante Versorgung schwerkranker Kinder zu Hause durch das Kinderhospiz in Karlsruhe gestärkt werden, ein Verein besser Betroffene zum Thema Stoma beraten und einem Projekt für Kinder mit Behinderungen geholfen werden. 6.3 Forschung- und Entwicklung Innovative Produkte beeinflussen die langfristige Ertragskraft und Wahrnehmung am Markt. Entsprechend hohe Bedeutung wird der Forschung und Entwicklung neuer, innovativer Produkte beigemessen. Wir investieren einen erheblichen Teil unseres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Dabei orientieren sich alle Entwicklungsprojekte an den Markterfordernissen. Zur Steigerung der Innovationskraft wird mit Hochschulen und industriellen Partnern zusammengearbeitet. 6.4 Mitarbeiter Die Precitec-Gruppe hat hervorragende Mitarbeitende und investiert viel dafür, dass dies so bleibt: wir legen Wert auf intensive Ausbildung, Weiterbildung in den Unternehmensbereichen sowie hohe Arbeitsschutzstandards und Internationalität ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Unsere Mitarbeiterzahl ist im Berichtsjahr geringfügig gestiegen. Konzernweit waren zum 31.Dezember 2023 621 Mitarbeitende beschäftigt und damit 0,2 % mehr als ein Jahr zuvor. 7 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 7.1 Chancen- und Risikomanagementsystem Unsere Chancen- und Risikopolitik entspricht unserer Strategie, ein nachhaltiges und profitables Wachstum zu erzielen und damit den Wert des Unternehmens langfristig zu steigern. Dementsprechend versuchen wir, bestehende Risiken durch operative Maßnahmen weitestgehend einzuschränken und unangemessene Risiken zu vermeiden. Die grundsätzliche Risikopolitik wird durch die Geschäftsführung in enger Abstimmung mit dem Gesellschafterkreis vorgegeben. Die Geschäftsführung hat ein Informations- und Kontrollsystem sowohl für die qualitativen als auch für die quantitativen Kriterien zur Früherkennung von Risiken implementiert. 7.2 Operative Risiken Insbesondere auf der Verkaufs- aber auch auf der Einkaufsseite stehen uns häufig ungleich größere und damit verhandlungsstärkere Vertragsparteien gegenüber, so dass unser Verhandlungsspielraum eingeschränkt ist. Wir sind grundsätzlich bestrebt, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Kunden zu vermeiden ("Second Source") beziehungsweise durch die Diversifikation in der Produktpalette zu minimieren. Das Risiko, einen Lieferanten nicht in angemessener Zeit durch einen Drittlieferanten ersetzen zu können, schätzen wir als gering ein. Trotz der Auswirkungen globaler Krisen wie der Corona-Pandemie und des Ukraine-Konflikts waren unsere Lieferketten dank enger und langfristiger Zusammenarbeit mit unseren zu einem hohen Anteil in Deutschland ansässigen Lieferanten bisher größtenteils stabil, wir sehen uns jedoch immer wieder mit Lieferschwierigkeiten bestimmter Bauteile sowie Verzögerungen in den Lieferketten konfrontiert und arbeiten daher mit Hochdruck an der Optimierung unseres Lieferantenportfolios und der Bevorratung mit kritischen Bauteilen. Technologische Risiken Technologiekonzern sind wir dem Risiko eines sehr kurzfristigen Innovationszyklus ausgesetzt. Der Erfolg der Precitec Gruppe hängt wesentlich davon ab, wie schnell und in welcher Qualität die Neuentwicklungen zur Marktreife geführt werden. Im Rahmen des Risikomanagementsystems entscheidet ein Produktportfoliogremium über Neuentwicklungen. Das Bestandsportfolio wird laufend überwacht und angepasst, um sich technologisch ändernden Absatzmärkten Rechnung zu tragen. Die Lagerbestände werden regelmäßig auf Gängigkeit überprüft; Sicherheitsbestände werden so festgelegt, dass eine angemessen schnelle Belieferung unserer Kunden sichergestellt ist und sich die Reichweite gleichzeitig auf einen realistischen Zeitraum erstreckt. Gleichzeitig werden die Anforderungen der Precitec Kunden bereits in frühen Produktentwicklungsstadien berücksichtigt, um die Marktfähigkeit der Produkte sicherzustellen. Sollten unerwartet technische Probleme mit unseren Produkten auftreten, erfolgt eine angemessene und schnelle Kommunikation innerhalb des Unternehmens. Sollten diese Probleme zur Beeinträchtigung beim Kunden führen, werden diese offen und in konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Kunden gelöst. Patentrisiken Ein Teil unserer Produkte unterliegt dem Patentschutz. Läuft ein Patent aus oder können wir ein Patent nicht erfolgreich verteidigen, ist in der Regel mit verstärktem Wettbewerb und damit verbundenem Preisdruck durch Wettbewerber zu rechnen. Unsere Patentabteilung überprüft in Zusammenarbeit mit den jeweiligen operativen Abteilungen regelmäßig die aktuelle Patentlage und beobachtet mögliche Patentverletzungsversuche, um bei Bedarf rechtliche Schritte einzuleiten. Ausfallrisiko Ausfallrisiken bei unseren Kunden werden im Rahmen eines effizienten Forderungsmanagements durch die Handhabung von Kreditgenehmigungen sowie die Festlegung von Kreditobergrenzen und weiteren Kontrollverfahren auf ein unvermeidliches Risiko begrenzt. In geeigneten Fällen werden Warenkreditversicherungen zum Schutz vor Forderungsausfällen abgeschlossen. Zum Teil werden Vorauskasse- oder Teilzahlungsvereinbarungen getroffen. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den ausgewiesenen Buchwert begrenzt. Wesentliche Konzentrationen von Ausfallrisiken sehen wir nicht. Auch aus der Kundenstruktur ergibt sich keine Risikokonzentration. Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht das maximale Ausfallrisiko dem Buchwert dieser Instrumente. Mit Hilfe eines konsequenten Forderungsmanagements und den oben genannten Absicherungsmaßnahmen ist es uns bisher gelungen, finanzielle Ausfälle auf ein sehr geringes Maß zu minimieren. Zinsänderungsrisiken Die BSW Holding SE Gruppe ist mit Ausnahme eines Baudarlehens für den Neubau in Gaggenau nicht wesentlich durch Bankkredite finanziert. Mit Ausnahme dieses sowie eines weiteren Darlehens, welches zum Ende der Zinsbindungsfrist planmäßig getilgt ist, bestehen keine verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das Zinsrisiko des BSW Holding SE Konzerns ergibt sich aufgrund der zum großen Teil formal kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen. Die Anpassung deren Zinsen entsprechend der Marktzinsentwicklungen haben Auswirkungen auf die Finanzerträge und Finanzaufwendungen des Konzerns. Die Zinsunsicherheit bewerten wir als geringes Risiko für unser operatives Geschäft. Wechselkursrisiken Wechselkursrisiken resultieren insbesondere aus Transaktionen in unterschiedlichen Währungen. Vornehmlich sind hiervon die Lieferungen an ausländische Produktions- und Vertriebsgesellschaften betroffen. Wechselkursrisiken werden neben dem Setzen kurzfristiger Zahlungsziele u.a. durch Diversifikation des von der Gesellschaft vorgehaltenen Währungsportfolios sowie durch permanente aktive Überwachung der Wechselkursentwicklung minimiert. Bei langfristigen Lieferverträgen werden regelmäßig Preisanpassungsklauseln vereinbart, die bei wesentlichen Wechselkursschwankungen greifen. In Einzelfällen werden Kurssicherungsgeschäfte zur Minimierung der Wechselkursrisiken abgeschlossen. Liquiditätsrisiko Die Liquidität des Konzerns wird laufend durch die Geschäftsführung überwacht. Ziel ist eine vollständige Deckung des Liquiditätsbedarfs durch den operativen Cashflow der Gesellschaft bzw. ihrer Tochtergesellschaften. Daneben unterliegen alle größeren Investitionen dem Zustimmungsvorbehalt der Gesellschafter. Aufgrund der stabilen finanziellen Situation der Gesellschaft und der Auftragseingänge im ersten Quartal 2024 sehen wir uns gut aufgestellt und rechnen aktuell nicht mit Liquiditätsengpässen. Materialverfügbarkeit und Preisvolatilität Aufgrund der Rohstoffknappheit und der auftretenden Verzögerungen in internationalen Lieferketten durch Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sowie den Ukraine-Konflikt sehen wir ein erhöhtes Risiko, dass Einkaufspreise aufgrund von Engpässen steigen, die bei langfristigen Lieferverträgen nicht an die Kunden weitergereicht werden können. Hierdurch besteht das Risiko, dass kritische Komponenten, insbesondere im Chip- / Halbleiterbereich zu deutlich erhöhten Kosten eingekauft werden müssen, um eine Lieferfähigkeit aufrechtzuerhalten. In Extremfällen kann ein Lieferausfall von kritischen Komponenten zu einem Produktionsstillstand führen. Diesem Risiko begegnen wir mit einem laufenden Monitoring der kritischen Komponenten und einer Anpassung der Bevorratungsstrategie. Auf der Verkaufsseite besteht das Risiko eines steigenden Wettbewerbs und damit verbundenen Preisdrucks. Diesem Risiko begegnen wir mit dem Ausbau lokaler Präsenz, einer strikten Kostenkontrolle und technologisch führenden Produkten. Qualitätsrisiken Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen bestehen die üblichen Haftungs-, Gewährleistungs- und Kulanzrisiken. Soweit möglich und wirtschaftlich rentabel, bestehen zur Minimierung des wirtschaftlichen Risikos entsprechende Versicherungen. Potenzielle Gewährleistungsfälle und Schadensersatzansprüche können einen negativen Effekt auf die Ertrags- und Finanzlage haben, soweit sie nicht durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind. Zur Qualitätssicherung verfügen wir über eine zentrale Qualitätsabteilung. Hier werden Fehlerquellen systematisch analysiert, eigene Produktionsprozesse optimiert, Serienanläufe abgesichert und Gewährleistungsrisiken reduziert. Ein zentrales Qualitätsmanagement sorgt für einheitliche Prozesse, Methoden und regelmäßige Auditierungen. Der hohen technischen Komplexität unserer Produkte und den stetig weiter ansteigenden Qualitätsansprüchen unserer Kunden werden wir durch regelmäßige Zertifizierungsaudits gerecht. So sind wir nach ISO9001 zertifiziert. Durch den regelmäßigen Austausch mit unseren Kunden sind wir bestmöglich über potenzielle Qualitätsrisiken informiert und können frühzeitig eingreifen. Für Gewährleistungsrisiken wird zudem durch Bildung von Rückstellungen bilanzielle Vorsorge getroffen. Personalrisiken: Unsere hochqualifizierten Mitarbeitende bilden für uns als innovationsabhängige, technologieorientierte und international ausgerichtete Unternehmensgruppe die Basis unseres Erfolgs. Insbesondere besteht das Risiko, Fach- und Führungspositionen nicht zeitnah und qualifiziert zu besetzen bzw. nachbesetzen zu können. Diesem Risiko begegnen wir zum einen mit einer langfristigen Nachfolgeplanung, zum anderen mit einer individuellen Mitarbeiterförderung, um die Bindung an das Unternehmen zu erhöhen. IT-Risiken Risiken bestehen hier im Hinblick auf den unbefugten Zugriff auf sensible elektronische Unternehmensdaten sowie auf die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten von außen begegnen wir mit dem Einsatz von IT-Sicherheitstechnologien (zum Beispiel Firewall-Systemen oder Zwei-Faktor-Authentifizierung). In den letzten Jahren wurden unsere IT-Sicherheitssysteme deutlich ausgebaut, um unbefugte Zugriffe schneller detektieren und abwehren zu können. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs von innen und einer Verwertung sensibler Unternehmensdaten begegnen wir u.a. mit der Beschränkung und regelmäßigen Prüfung von Zugriffsberechtigungen sowie der Einschränkung des Einsatzes mobiler Speichermedien. 7.3 Chancen Chancen werden im Wesentlichen in Produktinnovationen gesehen, die Precitec als Technologieführer im Markt etablieren und damit der Gesellschaft einen Vorsprung gegenüber den Wettbewerbern verschaffen. Die unverändert starke Nachfrage nach Laserprodukten sowie die Aufnahme von Komplementärprodukten in das Portfolio der Unternehmensgruppe könnten sich deutlich positiv auf die Marktstellung von Precitec auswirken. Kontinuierliche Optimierungen in den Produktionsabläufen werden sich mittelfristig auf die Effizienz und Produktivität auswirken und somit einen Beitrag zur Ergebnissicherung des Unternehmens leisten. Auf Basis der durchgeführten Risikoanalyse und -bewertung bestehen zurzeit nach Auffassung der Geschäftsführung keine materiellen oder bestandsgefährdenden Risiken für die Unternehmensgruppe. Unsicherheiten bestehen nach wie vor in der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft sowie der Auswirkungen des Ukraine-Konflikts und der zunehmenden Lieferengpässe. 8 Prognosebericht: Nachdem wir das Jahr 2023 trotz der Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie und die Auswirkungen geopolitischer Spannungen auf unsere Beschaffungs- und Absatzmärkte erfolgreich abschließen konnten, sind wir mit einem hohen Auftragsbestand und der Aussicht auf vielversprechende Projekte in das Jahr 2024 gestartet und konnten im ersten Quartal erfreulich hohe Auftragseingänge verzeichnen. Wir gehen von einem weiterhin erfolgreichen Jahresverlauf aus und rechnen mit Umsätzen auf Planniveau bei einem positiven Jahresergebnis.
Eschborn, den 25. Juni 2024 gez. Dr. Benno Stork gen. Wersborg gez. Dr. Thilo Stork gen. Wersborg KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung nach DRS 21
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023BSW Holding SE, EschbornHRB 97787, Amtsgericht Frankfurt am Main KONSOLIDIERUNGSKREIS UND KONSOLIDIERUNGSMETHODENKonsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind folgende Unternehmen einbezogen:
Die BSW Holding SE, Eschborn, ist das Mutterunternehmen für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, welches den Konzernabschluss aufstellen. Die Precitec India Pvt. Ltd. wurde im Jahr 2023 erstmals nach den Grundsätzen der Vollkonsolididerung in den Konzernabschluss einbezogen. Da die Erstkonsolidierung auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns keine wesentlichen Auswirkungen hatte, ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nicht eingeschränkt. Konsolidierungsmethoden Sämtliche Tochterunternehmen wurden unter Anwendung der Vollkonsolidierung gemäß §§ 300 ff. HBG in den Konzernabschluss einbezogen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß § 301 HGB. Der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile wurde mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Die Verrechnung erfolgte mit dem anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt gemäß § 301 Abs. 2 Satz 5 HGB. Die Schuldenkonsolidierung wurde nach § 303 HGB durchgeführt. Ausleihungen und sonstige Forderungen sowie Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind, im Konzernabschluss weggelassen. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung nach § 305 HGB wurden Erlöse zwischen den einbezogenen Unternehmen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Zwischenergebnisse, die aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultieren und aus Sicht des Konzerns noch nicht realisiert sind, wurden, soweit nicht von untergeordneter Bedeutung, gemäß § 304 HGB erfolgswirksam eliminiert. Resultieren aus den Konsolidierungsmaßnahmen Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, so wurden die sich zukünftig ergebenden Steuerentlastungen beziehungsweise Steuerbelastungen als aktive bzw. passive latente Steuern in der Konzernbilanz angesetzt. Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen erfolgte gemäß § 308a HGB. Die Aktiv- und Passivposten einer auf fremde Währung lautenden Bilanz wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umgerechnet wurde, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird im Konzerneigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Nachfolgend sind die bei der Erstellung des Konzernabschlusses verwendeten Wechselkurse aufgeführt:
GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG Aufstellung des Jahresabschlusses Der Konzernabschluss der BSW Holding SE wurde nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen in der Berichtswährung Euro aufgestellt. Dabei fanden die Vorschriften des Handelsgesetzbuches Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzern weist die Merkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB auf. Die im Konzernanhang dargestellten Zahlen wurden kaufmännisch gerundet. Dies kann dazu führen, dass sich einzelne Werte nicht zu den dargestellten Summen aufaddieren lassen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear. Die planmäßigen Abschreibungen gehen im Wesentlichen von folgenden Nutzungsdauern aus: 1 bis 5 Jahre für Software, 3 bis 14 Jahre für Gebäudeteile, 6 bis 8 Jahre für technische Anlagen und Maschinen, 1 bis 14 Jahre für andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen werden nicht aktiviert. Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über 5 Jahre abgeschrieben. Sämtliche Posten des Finanzanlagevermögens der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind Beteiligungen oder Ausleihungen untereinander, die im Rahmen der Konsolidierung komplett eliminiert wurden. Somit wird im Konzernabschluss kein Finanzanlagevermögen ausgewiesen. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren werden mit den Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen angesetzt. Die unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkten Material- und Fertigungskosten werden dabei in angemessenem Umfang auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, berücksichtigt. Fremdkapitalkosten werden nicht einbezogen. Die Vorräte werden auf den beizulegenden Wert abgeschrieben, wenn dieser aufgrund von gesunkenen Wiederbeschaffungskosten oder Absatzmarktpreisen, Überbestand oder Ungängigkeit am Abschlussstichtag niedriger ist als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden entsprechend dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die wirtschaftlich einer bestimmten Zeit nach dem Stichtag zuzuordnen sind. Die Steuerrückstellungen werden gemäß der erwarteten Inanspruchnahme bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Bewertung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- oder -entlastung mit den erwarteten unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Absatz 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Absatz 1 Satz 1 HGB) beachtet. Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Anhangsinformationen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Der aus dem Erwerb der Beteiligung an der Precitec Consulting GmbH resultierende Firmenwert beträgt TEUR 20, die darauf entfallende Abschreibung im Geschäftsjahr lag bei TEUR 4. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit TEUR 2.027 Umsatzsteuerforderungen (Vorjahr: TEUR 857). Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten erhalten jederzeit frei verfügbare liquide Mittel und Bargeldbestände. Die aktive Rechnungsabgrenzung enthält in erster Linie vorausgezahlte Lizenz- und Wartungsgebühren sowie Recruitingkosten. Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 3.197 (Vorjahr: TEUR 2.805) resultieren aus der Zwischenergebniseliminierung auf konzernintern bezogene und zum Bilanzstichtag noch nicht weiterveräußerte Vorräte. Bei der Ermittlung wurde ein Steuersatz von 29,5 % zugrunde gelegt, was dem durchschnittlichen Ertragssteuersatz des fakturierenden Unternehmens entspricht. Überleitungsrechnung des Steueraufwands:
Die Position Gezeichnetes Kapital entspricht dem Gezeichneten Kapital der BSW Holding SE. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 270 und ist eingeteilt in 270.000 Aktien ohne Nennbetrag, es ist vollständig eingezahlt. Im Eigenkapital sind Fremdanteile in Höhe von TEUR 4.487 enthalten. Die Steuerrückstellungen betreffen Ertragsteuern der Jahre 2022 und 2023. Unter den sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten, Garantieleistungen sowie ausstehende Rechnungen ausgewiesen. Die zum Bilanzstichtag bestehende Rückstellung für Altersteilzeit wurde unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,74 % und eines Gehaltstrends von 2,0 % unter Verwendung der Richttafel 2018 G von Klaus Heubeck berechnet. Es ergab sich hierbei eine Verringerung in Höhe von TEUR 22 bei einem Zinsaufwand von TEUR 0,6. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben mit TEUR 2.312 eine Laufzeit von bis zu einem Jahr, mit TEUR 8.129 eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren und mit TEUR 4.651 eine Laufzeit von mehr als 5 Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von Dritter Seite grundpfandrechtlich besichert. Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Neben den üblichen Eigentumsvorbehalten wurden keine weiteren Sicherheiten bestellt. Im Berichtsjahr bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte. Derivative Finanzinstrumente im Sinne von § 285 Nr. 19 HGB bestehen nicht. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHUNG Der Umsatz wurde zu 11 Prozent in Deutschland beziehungsweise 89 Prozent außerhalb Deutschlands erzielt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung mit TEUR 1.025 (Vorjahr: 2.129) enthalten. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 3.794 (Vorjahr: 2.673) sind unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Im Geschäftsjahr wurden planmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 1.938 vorgenommen (Vorjahr: 1.876). Unter Zugrundelegung der gemäß BMF-Schreiben vom 26.2.2023 und 22.2.2023 zulässigen Verkürzung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von Computerhardware und Betriebs- und Anwendersoftware wurden im Vorjahr zusätzliche Abschreibungen in Höhe von TEUR 28 vorgenommen. Periodenfremde Erträge sind im laufenden Jahr mit TEUR 421 (Vorjahr TEUR 28), periodenfremde Aufwendungen mit TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 512) enthalten. An den Abschlussprüfer wurden in 2023 folgende Honorare geleistet:
SONSTIGE ANGABEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen in Form von Bestellobligo, Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen. Die Gesamtverpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 14.925 (Vorjahr: TEUR 15.429), davon TEUR 13.783 mit einer Restlaufzeit von einem Jahr (Vorjahr: TEUR 14.046), TEUR 940 mit einer Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren (Vorjahr: TEUR 1.029) und TEUR 202 mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren (Vorjahr: TEUR 354). Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen nicht. Personal Der Konzern beschäftigt im Jahresdurchschnitt - wie im Vorjahr - 621 Angestellte. Vorstand, Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführende Direktoren sind im Geschäftsjahr und zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses:
Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Verwaltungsrat Dem Verwaltungsrat gehörten im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses an:
Nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB anzugebende Bezüge wurden den Mitgliedern des Verwaltungsrats nicht gewährt. Befreiung gemäß HGB Für folgende Gesellschaften wird von der Befreiung des § 264 Absatz 3 HGB bzw. § 264b HGB Gebrauch gemacht: Precitec GmbH & Co. KG, Precitec Holding GmbH, Precitec Consulting GmbH, Precitec Optical Systems GmbH, Drais Immo Holding GmbH, Drais 1 Immo GmbH. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. Genehmigtes Kapital Der Verwaltungsrat ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29.12.2020 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 12.01.2026 um bis zu 30.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2021/I) Gewinnverwendung Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Eschborn, den 25. Juni 2024 gez. Dr. Benno Stork gen. Wersborg gez. Dr. Thilo Stork gen. Wersborg Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens
Bericht des AufsichtsratsProtokoll der Verwaltungsratssitzung BSW Holding SE, Akazienweg 13, 65260 Eschborn HRB 97787, Amtsgericht Frankfurt am Main Bericht des Verwaltungsrats Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 Der Verwaltungsrat der BSW Holding SE hat die ihm obliegenden Aufgaben während des Geschäftsjahres 2023 wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung überwacht und den Vorstand in allen für das Unternehmen wesentlichen Fragen beraten. Die geschäftsführenden Direktoren haben den Verwaltungsrat regelmäßig zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage, über die Geschäftsentwicklung und Geschäftsereignisse sowie über die Risikolage und das Risikomanagement informiert. Zwischen geschäftsführenden Direktoren und Verwaltungsrat wurden alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingehend erörtert. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Verwaltungsrat insbesondere mit folgenden strategischen Vorhaben des Vorstands befasst:
Die schnelle Anpassungsfähigkeit des Unternehmens an äußere Umstände und der interne Zusammenhalt haben hierzu wesentlich beigetragen. Der Verwaltungsrat hat diese Entwicklungen sowie die fortlaufenden Risikoanalysen der geschäftsführenden Direktoren beratend begleitet. Der Verwaltungsrat stand mit den geschäftsführenden Direktoren über die Verwaltungsratssitzungen hinaus in regelmäßigem Kontakt und hat sich fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Geschäftsereignisse informiert. Sitzungen des Verwaltungsrats Im Berichtszeitraum hat sich der Verwaltungsrat in einer Sitzung ausführlich mit der wirtschaftlichen Lage und der Unternehmensentwicklung der BSW Holding Gruppe befasst. Die Sitzung fanden im Berichtszeitraum am 18. Januar 2023 und 21. Juni 2023 statt. Am 21. Juni 2024 wurde die Bilanzsitzung abgehalten, in der der Konzernabschluss 2023 der BSW Holding SE beraten und beschlossen wurde. Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses Die HSG Treuhand Heidelberg GmbH, Heidelberg, hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der BSW Holding SE sowie den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft und jeweils uneingeschränkt testiert. Der Abschlussprüfer hat sich im Rahmen seiner Prüfung mit dem bestehenden Risikofrüherkennungssystem und dem bestehenden Compliance-Management-System befasst. Der Konzernabschluss wurde nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt. Der Verwaltungsrat hat den Jahres- und Konzernabschluss, den Lagebericht sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der BSW Holding SE mit dem Abschlussprüfer erörtert und geprüft. Gleiches gilt für den Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns. Dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer stimmt der Verwaltungsrat zu. Der Verwaltungsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen erhoben und hat den Jahres- und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Zusammensetzung Verwaltungsrat und Vorstand Mitglieder des Verwaltungsrats sind in 2023 bis zum Berichtszeitpunkt:
Der Verwaltungsrat spricht allen Mitgliedern der Unternehmensführung sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Precitec -Gruppe für ihre Leistungen und ihren engagierten Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr seinen Dank aus. Den Vertretungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter danken wir für ihre sachliche und konstruktive Zusammenarbeit im Interesse unseres Unternehmens.
Eschborn, den 25. Juni 2024 gez. Dr. Benno Stork genannt Wersborg, Verwaltungsratsvorsitzender Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BSW Holding SE, Eschborn Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der BSW Holding SE, Eschborn, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BSW Holding SE, Eschborn, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidelberg, den 25. Juni 2024 HSG
Treuhand Heidelberg GmbH
Dipl.-Kfm. Siegfried Grupp, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Bw. (BA) Harald Habersetzer, Wirtschaftsprüfer |
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