Oerlikon AM GmbHLiquidiert
85622 Feldkirchen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mikkel Pedersen seit 20.11.2020 | Prokura |
Nicole Lichte-Braun seit 16.10.2020 | Geschäftsführer |
Oliver Wachsmuth seit 19.9.2019 | Prokura |
Christian André Dr. Häcker seit 1.2.2018 | Prokura |
Yvonne, geb. Götze Pfisterer seit 1.2.2018 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Oerlikon Surface Solutions Holding GmbHKelsterbachKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Konzernlagebericht1. Grundlagen des KonzernsAllgemeine Informationen Die Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH (OSSH) ist zum Bilanzstichtag an 12 (VJ: zehn) Gesellschaften unmittelbar beteiligt. Die Gesellschaft erstellt einen Konzernabschluss nach den Vorschriften des HGB, in den alle Tochtergesellschaften einbezogen werden. Außerdem werden alle Gesellschaften in den Konzernabschluss der OC Oerlikon Corporation AG, Pfäffikon (Oerlikon AG) mit Sitz in der Schweiz, der nach den Vorschriften der IFRS aufgestellt wird, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Geschäftsaktivitäten und Organisation Die Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH mit Ihren elf (VJ: neun) inländischen Tochtergesellschaften und einer (VJ: einer) Beteiligungen gehört dem Surface Solutions Segment des Oerlikon Konzerns an. Oerlikon verfügt über mehr als 80 Jahre Know-how in der Entwicklung moderner Werkstoffe und Oberflächenlösungen für Komponenten und Werkzeuge, die in zahlreichen industriellen Anwendungen zum Einsatz kommen. Als logischer Schritt von der Oberfläche hin zur Struktur wurde die additive Fertigung (AM) als zusätzicher Geschäftsbereich in das Segment aufgenommen 1 . Bereits in 2014 wurden die Beherrschungs- bzw. Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge zwischen der OSSH und den vier Tochtergesellschaften Oerlikon Metaplas GmbH (MDE), Oerlikon Metco Coatings GmbH (CDE), Oerlikon Metco Europe GmbH (MEU) und Oerlikon Metco WOKA GmbH (WDE) zum 31.12.2014 form- und fristgerecht gekündigt. Mit Wirkung zum 01.01.2015 wurden zwischen der OSSH und den bereits genannten vier Tochtergesellschaften Gewinnabführungsverträge abgeschlossen. Die OSSH hat, ebenfalls zum 01.01.2015, ihrerseits einen Gewinnabführungsvertrag mit ihrer Muttergesellschaft Oerlikon Deutschland Holding GmbH (ODH) abgeschlossen. In 2016 wurde ein Gewinnabführungsvertrag mit der Oerlikon Friction Systems (Germany) GmbH (FDE) in Bremen geschlossen. Der Gewinnabführungsvertrag zwischen der Oerlikon Balzers Coating Germany GmbH (BDE) und der ODH besteht unverändert fort. Zum 30. Dezember 2016 erwarb die OSSH die Beteiligung an der Oerlikon AM Europe GmbH (vormals citim GmbH) in Barleben. Mit Wirkung vom 01.01.2017 wurde zwischen der OSSH und der Oerlikon AM Europe GmbH ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Es erfolgte eine Erstkonsolidierung zum 31. Dezember 2016. Im Geschäftsjahr 2017 sind die inländischen Gesellschaften Oerlikon AM GmbH, Feldkirchen sowie AM Munich Research Institute GmbH, Feldkirchen per 13. April 2017 gegründet worden und zum Konsolidierungskreis hinzugekommen. Mit Wirkung vom 13. Juli 2017 wurden zwischen der OSSH, der AM Munich Research Institute GmbH und der Oerlikon AM GmbH Gewinnabführungsverträge abgeschlossen. Es erfolgte eine Erstkonsolidierung der Gesellschaften im Geschäftsjahr 2017. Zum 17.10.2018 wurde eine 50%-ige Beteiligung an der Co Tech GmbH (vormals Oerlikon RS GmbH), Bremen, erworben. Die Beteiligung wird mittels Equity Methode in den Konzernabschluss einbzogen. Im Geschäftsjahr 2019 wurde jeweils eine 100% Beteiligung an den inländischen Gesellschaften Oerlikon Metco Coating Services GmbH, Langenfeld, (vormals TeroLab Surface GmbH, Langenfeld) zum 29. März 2019 sowie an der D-Coat GmbH, Erkelenz, zum 20. Dezember 2019 erworben. Die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Vorjahr ist aufgrund dieser Veränderung des Konsolidierungskreises eingeschränkt. Gegenüber dem Vorjahr ergeben sich aus den Akquisitionen eine Erhöhung des bilanzierten Nettovermögens zum 31.12.2019 in Höhe von EUR 18.4 Mio., eine Erhöhung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 7,5 Mio. sowie eine Reduktion des Ergebnis nach Steuern in Höhe von EUR - 1,8 Mio. Die Gesellschaften der Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH (OSSH) befassen sich mit der Oberflächenveredelung (Beschichtung). Hierzu gehören die Beschichtungsdienstleistung, die Herstellung von Beschichtungsanlagen und Beschichtungsmaterial sowie deren Vertrieb. Der OSSH-Konzern hat seine Hauptmärkte in der Automobil-, Werkzeug- und Luftfahrtindustrie. Zum OSSH-Konzern gehören 12 Tochtergesellschaften und Beteiligungen in verschiedenen Bundesländern: Bremen, Kelsterbach bei Frankfurt, Bingen in Rheinland-Pfalz, Salzgitter in Niedersachsen, Barchfeld in Thüringen, Barleben bei Magdeburg, Langenfeld und Erkelenz in Nordrhein-Westfalen sowie Feldkirchen bei München. Dazu kommen noch diverse Betriebstätten in Deutschland und mehrere Vertriebsniederlassungen in Europa. Forschung und Entwicklung Mehrere Gesellschaften des Konzerns der OSSH erbringen Leistungen im Bereich Forschung und Entwicklung. Mit der Gründung der Oerlikon AM GmbH und der AM Munich Research Institute GmbH traf Oerlikon die Entscheidung, ihre Aktivitäten im Bereich der additiven Fertigung (AM) auszubauen. Oerlikon AM arbeitet gemeinsam mit ihren Kunden an der Ausweitung der Prototypenfertigung für eine umfassendere industrielle Produktion. Die additive Fertigung eignet sich zunehmend für die Serienproduktion moderner Industriekomponenten, zumal sie individuelle Anpassungen der Produkte, neue Konstruktionsmethoden und effizienteren Materialeinsatz ermöglicht. In diesem Zusammenhang arbeiten weltweit Teams daran die 3D-Druckergebnisse zu verbessen. Am AM Standort in Feldkirchen waren zum Ende des Geschäftsjahres 52 (VJ: 39) Mitarbeiter beschäftigt. Beschäftigte Zum 31. Dezember 2019 hat die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten, umgerechnet in Vollzeitbeschäftigte, um rund 10,4% auf insgesamt 1.829 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugenommen. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten im Geschäftsjahr 2018 betrug 1.656. Auch im abgelaufenen Jahr wurden verschiedene Maßnahmen zur Weiterqualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchgeführt. Mitarbeiter Im Konzern werden durchschnittlich beschäftigt:
2. WirtschaftsberichtDas Wachstum der Weltwirtschaft lag im Berichtsjahr 2019 bei 3,2% gegenüber 3,6% im Vorjahr. Politische Störfaktoren gab es in 2019 reichlich. Dazu zählen unter anderem die finale Entscheidung in Grossbritanien zum EU-Austritt und der Handelsstreit zwischen der USA und China. Dieser Streit war wesentlich belastender als der Brexit und wurde erst Mitte Dezember mit dem Erreichen eines ersten Abkommens, welches im Januar 2020 unterzeichnet wurde, entschärft 2 . Obwohl sich die Wirtschaft in China 2019 verlangsamte, bleibt es die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft der Welt mit einer BIP- Wachstumsrate von 6,3%. Mit 1,4 Milliarden Menschen und der weltwelt größten Nachfrage nach Pkw ist China einer der wichtigsten Automobilmärkte. Das BIP-Wachstum in den USA verlangsamte sich von 2,9% im Jahr 2018 auf 2,3% in 2019. Dies ist auf die bereits oben genannte Handelspolitik und die Zölle auf Stahl, Importe aus China und Automobile aus Europa zurückzuführen. Japan verzeichnet seit Jahren ein moderates Wachstum und erzielte 2019 eine BIP-Wachstumsrate von 1,0%, etwas höher die 0,8% im Jahr 2018 3 . Der für den OSSH-Konzern wichtigste Markt ist die europäische Union, welche ein Wirtschaftswachstum von 1,5% bei einer Inflationsrate von 1,4% aufwies. 4 In Deutschland wuchs die Wirtschaft in 2019 um 0,5%, ein geringerer Wert im Vergleich zu den 1,5% in 2018. Durch die starke Exportabhängigkeit war vor allem der Automobilfertigungsmarkt sehr angespannt. Frankreichs Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2019 mit 1,3% einen leichten Rückgang beim Wachtum, im Vergleich zu 1,7% im Jahr 2018. Das BIP in Russland wuchs um 1,1%. 5 Der Markt, den das Surfache Solution Segment bedient hatte 2019 eine Volumen von rund EUR 5,3 Mrd und wird in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich auf rund EUR 6,9 Mrd. wachsen. Die wichtigsten Märkte des OSSH Teilkonzerns liegen in der Automobilindustrie, der Werkzeugindustrie und der Luft- und Raumfahrt. Die Automobilmärkte gingen 2019 aufgrund der unsicheren Lage in der globalen Handelspolitik, politischer Turbulenzen und erhöhter Zölle zurück. Trotz der Marktschwäche trieb Oerlikon die Einführung neuer Technologien voran und sicherte sich Verträge mit führenden Automobilkunden. 6 Weltweite wirtschaftliche Unsicherheiten und reduzierte Investitionen in Anlagen haben sich auch auf die Werkzeugindustrie ausgewirkt. Für die Kunden im Werkzeugsektor führte Oerlikon Balzers mehrere Technologielösungen wie die Beschichtungslösung zur Leistungssteigerung und Verbesserung der Prozessstabilität ein. 7 Trotz einer Abschwächung in der Luftfahrtindustrie nahm der Umsatz im Bereich Luft- und Raumfahrt des OSSH-Konzerns 2019 um 7,1% zu. Die Nachfrage der OEM und deren Tier-1-Lieferanten nach neuen Flugzeugen bzw. dem Austausch oder der Aufrüstung älterer Flugzeuge trieb das Umsatzwachstum an. 8 Das Wachstum bei Additive Manufacturing hat sich aufgrund verzögerter Kapitalinvestitionen langsamer entwickelt als erwartet. Um die Zusammenarbeit zu verstärken und die Industrialisierung zu beschleunigen, hat Oerlikon zusammen mit der Technischen Universität München, GE Additive und Linde in München ein Cluster für AM errichtet und veranstaltete die dritte Munich Technology Conference on Additive Manufacturing (MTC3), an der 1.500 Industrievertreter teilnahmen. 9 Der Konzern im Überblick
2.1. Geschäftsverlauf Im Berichtsjahr fiel die Entwicklung der Tochtergesellschaften unterschiedlich aus. Der Umsatz in der Gruppe ist gegenüber dem Vorjahr um 2,3% (EUR 8,4 Mio.) auf EUR 378,2 Mio. gestiegen und entspricht damit dem prognostizierten Umsatzwachstum. Auch bereinigt um die Änderungen im Konsolidierungskreis ergibt sich ein leichtes Umsatzwachstum. Das EBIT hat sich um EUR 19,6 Mio. auf EUR 7,0 Mio. (VJ: EUR -12,6 Mio.) verbessert und liegt damit deutlich über den Erwartungen. Das Übertreffen des prognostizierten EBIT ist im Wesentlichen auf Erstattungen von Lizenzgebühren für die Jahre ab 2014 in Höhe von EUR 25,2 Mio. von einem Unternehmen des Oerlikon-Konzerns zurückzuführen. In Anbetracht der Entwicklung der Kernmärkte des OSSH-Konzerns ist die Geschäftsführung mit dem Geschäftsverlauf des Berichtsjahres 2019 zufrieden. Für das Geschäftsjahr wurde ein Konzerngewinn von EUR 21,4 Mio. (VJ: EUR -3,5 Mio.) erwirtschaftet. Der Anstieg des Konzerngewinns ist vor allem auf die deutlich gestiegenen Erträge aus Verlustübernahmen in Höhe von EUR 51,4 Mio. von der Gesellschafterin zurückzuführen. Die übernommenen Verluste decken unter anderem Aufwendungen für die außerplanmäßige Abschreibung von Anteilen an verbundenen Unternehmen, welchen im Konzernabschluss kein korrespondierender Aufwand gegenübersteht. Aufgrund der Heterogenität der Geschäftstätigkeiten erfolgen die Erläuterungen auf Ebene der einzelnen Gesellschaften. An dieser Stelle verweisen wir darauf, dass die nachfolgenden Erläuterungen die finanzielle Lage auf Einzelgesellschaftsebene darstellen. Zum besseren Verständnis geben wir daher vorab einen Überblick von wesentlichen Sachverhalten, die im Rahmen des Konzernabschlusses von der Darstellung der Einzelabschlüsse abweicht. In den Abschlüssen der Einzelgesellschaften sind Umsatzerlöse von EUR 28,9 Mio. enthalten, bei denen es sich um Innenumsätze handelt, die im Rahmen des Konzernabschlusses eliminiert werden. Korrespondierend wurde der Materialaufwand bzw. der sonstige betriebliche Aufwand angepasst. Die Geschäftstätigkeit der Oerlikon Metco Europe GmbH ist der Im- und Export, der Vertrieb und Handel mit Maschinen sowie Werkstoffen und Ersatzteilen, welche zum Auftragen von Metallspritzgut zwecks Oberflächen-Veredelung und Korrosionsschutz dienen samt dem dazugehörigen Drahtgut. Der Umsatz insgesamt stieg um 7,0% (EUR 8,1 Mio.) auf EUR 123,5 Mio. Innerhalb der Regionen fiel der Umsatz sehr unterschiedlich aus. In Deutschland steigerte sich der Umsatz um EUR 6,3 Mio. und im europäischen Ausland konnte eine Umsatzsteigerung um EUR 1,9 Mio. erreicht werden. In allen Industriesegmenten wurde im Vergleich zum Vorjahr die gute Marktposition weiterhin bestätigt. Die Oerlikon Metco Europe GmbH schließt das Geschäftsjahr 2019 mit einem, gegenüber dem Vorjahr, stark gestiegenen positivien Ergebnis ab. Die Oerlikon Metco WOKA GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Werkstoffe auf Karbid- und Oxidbasis, welche primär für den Verschleiß-, Korrosions- und Wärmedämmschutz durch thermisches Spritzen oder Auftragsschweißen eingesetzt werden. Die Belieferung des weltweiten Kundenstamms sowie die Marktbearbeitung erfolgt vorwiegend über die Oerlikon Metco Distributionsgesellschaften in Europa, Asien, USA und Japan sowie verschiedene Händler. Hauptmärkte für die Produkte sind Europa (56% Anteil), Nord- und Südamerika (31%) sowie Asien mit Australien (13%). Gegenüber dem Vorjahr steigerte sich der Umsatz innerhalb Europas um 13,5% und innerhalb von Nord- mit Südamerika um 6,1%. In Asien mit Australien gingen die Umsätze um 2,0% zurück. Die Exportquote der Gesellschaft hat sich auf Basis der Absatzmenge gegenüber dem Vorjahr von 75% auf 77% erhöht, der Anteil der EU Exporte stieg um 5,3%-Punkte auf 27,9%. Der Gesamtumsatz HGB konnte um 9,2% gesteigert werden. Hauptgrund für diese positive Entwicklung ist neben einer generell stärkeren Kundennachfrage insbesondere die Erholung des Öl- und Gasgeschäfts auf dem nordamerikanischen Markt sowie die partielle Weitergabe des Preisanstiegs des Rohstoffmarktes. Die Auftragslage ist positiv zu beurteilen. Die Oerlikon Metco WOKA GmbH schließt das Geschäftsjahr 2019 mit einem negativen Ergebnis ab. Wesentlicher Treiber dafür waren z.T. stark gestiegene Rohstoffpreise, die nicht in vollem Umfang über die Oerlikon Metco Distributionsgesellschaften an die Endkunden weiter gegeben werden konnten. Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stellen den mit Abstand größten Teil der Aufwendungen der Oerlikon Metco WOKA GmbH dar. Die Oerlikon Metaplas GmbH betreibt Systeme und Anlagen zur Oberflächenveredelung als Dienstleistungsunternehmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 15,2% auf EUR 27,4 Mio. gestiegen. Haupttreiber für den Umsatzanstieg ist der im Vorjahr erfolgte Erwerb eines Geschäftsbereiches von einer Schwestergesellschaft durch die Oerlikon Metaplas GmbH. Die Gesellschaft realisiert ihre Umsatzerlöse hauptsächlich mit europäischen Kunden. Bei den Aufwendungen ist ein deutlicher Anstieg der Personalkosten um EUR 2,0 Mio. zu verzeichnen, was insbesondere auf in 2018 unterjährig durch Akquisitionen hinzugekommene Produktionsstandorte und der damit einhergehenden Erhöhung des Personals zurückzuführen ist. Insgesamt erzielte die Gesellschaft im Geschäftjahr 2019 einen deutlichen Verlust, der durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin ausgeglichen wurde. Die Geschäftstätigkeit der Oerlikon Balzers Coating Germany GmbH besteht in der Behandlung von Oberflächen als Lohnveredler in der Werkzeug- und Komponentenbeschichtung sowie in der Herstellung und dem Verkauf von Anlagen zur Beschichtung von Oberflächen. Die Gesellschaft konnte die für das Geschäftsjahr 2019 budgetierten Umsatzerlöse nicht erreichen. Auch gegenüber dem Vorjahr gab es einen Umsatzrückgang um EUR 9,9 Mio. (-7,1%) auf EUR 130,5 Mio. Die Verringerung der Umsatzerlöse resultiert aus Umsatzrückgängen in allen Bereichen (Thin Film-Automotive, Thin Film Tools und Precision Components) und belastet entsprechend das Ergebnis. Die Gesellschaft verfügt aufgrund des operativen Geschäftsablaufes nur über einen geringen Auftragsbestand. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Erstattungen für Lizenzgebühren für die Jahre ab 2014 in Höhe von EUR 25,2 Mio. von einem Unternehmen des Oerlikon-Konzerns deutlich gestiegen. Die Oerlikon Friction Systems (Germany) GmbH ist als Beschichtungsdienstleister für PKW und LKW Getriebekomponenten tätig. Die Umstzerlöse in Höhe von EUR 42,0 Mio. lagen im Berichtsjahr um 8,6% unter dem Vorjahreswert (EUR 45,9 Mio.). Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus einen deutlichen Rückgang bei den Verkaufszahlen von Dieselfahrzeugen und einem damit verbundenen Preisdruck von Kunden und Wettbewerbern. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung ist analog zu den Umsatzerlösen gesunken, jedoch weiterhin deutlich positiv. Oerlikon Metco Coatings GmbH ist als Beschichtungsdienstleister projekt-, serien- und einzelfallbezogener Kundenbauteile verschiedenster Einsatzgebiete nach vorgegebenen Spezifikationen tätig. Der Umsatz aus dem operativen Geschäft der Gesellschaft stieg gegenüber dem Vorjahr um EUR 3,1 Mio., bzw. um 28,3% auf EUR 14,3 Mio. (VJ: EUR 11,1 Mio.) an. Das Wachstum ist im Wesentlichen durch das an Volumen gewinnende Aero-Geschäft, aber auch durch Wiederaufnahme von Beschichtungsdienstleistungen im Bereich Dampfturbine und Fortsetzung von Boiler-Aktivitäten getrieben. Während die Die Oerlikon Metco Coatings GmbH im Vorjahr noch einen Verlust vor Ergebnisübrnahme verzeichnte, schließt das Geschäftsjahr 2019 mit einem positiven Ergebnis ab. Die Oerlikon Metco Coating Services GmbH (OMCS), die zum 29. März 2019 erworben wurde, eränzt den OSSH-Konzern im Bereich Oberflächenbeschichtungen. Die Gesellschaft konnte in der Zeit zwischen Closing und Geschäftsjahresende einen Umsatz von EUR 7,5 Mio. erzielen. Das Geschäftsjahr war durch die Integration in die Oerlikon Gruppe geprägt. Darüber hinaus machte sich eine reduzierte Nachfrage im Bereich Stahlverarbeitung und Anlagenbau bemerkbar. Insgesamt schließt die Gesellschaft das Geschäftjahr mit einem Verlust. Die Oerlikon AM Europe GmbH ist spezialisiert auf die Fertigung von Prototypen und Kleinserien aus Kunststoff, Metall und Elastomeren unter Nutzung einer Vielzahl von Fertigungstechnologien. Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von EUR 10,5 Mio. (VJ: EUR 10,8 Mio.). Das Vorjahr war geprägt durch Wachstums-Investitionen, die im Geschäftsjahr Kostenerhöhungen bei den Abschreibungen und im Personalaufwand verursachten. Die Oerlikon AM Europe GmbH schließt das Geschäftsjahr mit einem negativen Ergebnis ab. Die Oerlikon AM GmbH (OAM) erzielte in 2019 einen Umsatz in Höhe von EUR 2,6 Mio. Das entspricht einer Steigerung in Höhe von EUR 1,4 Mio. Diese Steigerung resultiert überwiegend aus der Weiterbelastung von Aufwendungen im Zusammenhang mit der Neugründung des Digital Hubs, dessen Mitarbeiter bestehende Digitalisierungsprojekte in allen Geschäftsbereichen unterstützen und neue Initiativen für digitales Wachstum vorantreiben sollte. Insbesondere aufgrund der Gründung des Digital Hubs wurde der Mitarbeiterbestand deutlich erhöht, was wiederrum einen Anstieg bei den Personalkosten in Höhe von EUR 1,4 Mio. verursachte. Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr, wie auch das Vorjahr, mit einem deutlichen Verlust vor Ergebnisübernahme abgeschlossen. Die AM Munich Research Institute GmbH, die mit dem Zweck gegründet wurde, die Durchführung und Finanzierung gemeinsamer Forschungsprojekte mit der TU München und dem Skoltech Institut zu ermöglichen, verzeichnete im Jahre 2019 einen Verlust vor Ergebnisübernahme in Höhe von EUR 0,9 Mio. (VJ: 0,8 Mio.). Die ISO-Zertifizierung oder die Zertifizierung nach ISO 9001 EN 9100, EN ISO 14001, OHS 18001 und ISO/IEC 17025 wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr konsequent weiterverfolgt. REACH ist die seit dem 1. Juni 2007 gültige Chemikaliengesetzgebung der EU für die Registrierung, Evaluierung (Bewertung) und Autorisierung von Zulassung und Beschränkung) von Chemikalien (Verordnung (EG) Nr. 1907/2006). Die wichtigsten Ziele von REACH sind der verbesserte Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor den Risiken aus chemischen Stoffen. Gleichzeitig soll die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in der EWU gestärkt werden. Nach dem die Vorregistrierungsphase unter REACH am 1. Dezember 2008 endete, müssen alle Hersteller und Importeure für die Stoffe, die sie registrieren wollen, die erforderlichen Informationen für ihre Registrierungsdossiers zusammenstellen. Die Registrierung eines Stoffes umfasst auch alle Verwendungen in seinem gesamten Lebenszyklus, die dabei zu erwartenden Expositionsszenarien sowie die einzuhaltenden Bedingungen für eine sichere Verwendung. Oerlikon Metco Europe GmbH hat bereits im Jahr 2011 angestrebt, sich für diverse Substanzen registrieren zu lassen. Nickel, Eisen, Kupfer, Molybdän, Aluminium und Aluminium Oxyd wurden in 2012 registriert. Im Jahr 2013 kamen die Registrierung von Zirconium-Dioxid, Wolfram-Carbid. Chromdioxid und Wolfram hinzu. Als weitere Substanz wurde im 2014 Titan-Dioxid registriert, neun weitere Dossiers wurden in 2015 zur Registrierung vorbereitet, die in 2016 registriert wurden. In 2017 wurde die Registrierung von Cobalt erreicht. In 2018 sind die Registrierungen für Titanium, Chromium, Heagonal Boron Nitride, Graphite, Manganese, Tin, Yttriumoxide und Didysprosiumtrioxide erfolgt. In 2019 gab es lediglich Aktualisierungen der Dossiès von bereits registierten Materialien. 2.2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Umsatz: Mit EUR 378,2 Mio. wurde der Vorjahresumsatz von EUR 369,8 Mio. um EUR 8,4 Mio. (2,3%) überschritten. Dies ist vor allem auf die Umsatzsteigerungen im Bereich Materials & Technologie Solutions zurückzuführen.
Auftragsbestand / Auftragseingang: Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist der Auftragsbestand um EUR 3,7 Mio. auf EUR 79,8 Mio. (VJ: EUR 73,9 Mio.) angestiegen. Im Beschichtungsdienstleistungsgeschäft ist der Auftragsbestand nicht von Bedeutung. Hier entspricht der Umsatz auch dem Auftragseingang; lediglich im Bereich Anlagenbau und der Verschleiß- und Schutzwerkstoffe gibt es kurzzeitige Auftragsbestände. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) lag mit EUR 7,0 Mio. um EUR 19,7 Mio. über dem Vorjahresergebnis von EUR -12,7 Mio. Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr um EUR 81,8 Mio. (+30,4%) auf EUR 350,7 Mio. angestiegen. Der Anstieg ist insbesondere auf eine Erhöhung des Anlagevermögens um EUR 21,6 Mio., sowie eine deutliche Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um EUR 54,3 Mio. zurückzuführen. Auf der Passivseite ist der Anstieg insbesondere auf die Verbindlichkeiten gegenüber verundenen Unternehmen (+ EUR 33,5 Mio.), sowie das Eigenkapital (+ EUR 38,9 Mio.) zurückzuführen. Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich um EUR 8,1 Mio. erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf Veränderungen innerhalb der Position Geschäfts- oder Firmenwert zurückzuführen. Die Sachanlagensind gegenüber 2018 um EUR 14,4 Mio. angestiegen. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus Investitionen im Bereich technische Anlagen und Maschinen, sowie deutlich gestiegenen geleisteten Anzahlungen bzw. Anlagen im Bau, welche insbesondere technische Anlagen und Maschinen sowie Gebäude betreffen. Die Vorrätehaben sich zum Bilanzstichtag 2019 um EUR 2,3 Mio. erhöht. Diese Zunahme resultiert aus EUR 2,1 Mio. höheren Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, EUR 2,3 Mio. höheren unfertigen Erzeugnissen und Leistungen sowie gegenläufig EUR 1,4 Mio. niedrigeren fertigen Erzeugnissen und Waren, sowie niedrigeren geleisteten Anzahlungen. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben sich um EUR 54,3 Mio. erhöht. Das resultiert aus EUR 2,8 Mio. höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, EUR 48,8 Mio. höheren Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie EUR 2,7 Mio. höheren sonstigen Vermögensgegenständen. Das Eigenkapital ist zum Bilanzstichtag mit EUR 44,0 Mio. positiv und ist damit um EUR 38,9 Mio. angestiegen. Der Anstieg ist zum Einen auf die in 2018 erfolgten Kapitalerhöhungen in Höhe von EUR 17,5 Mio. und zum Anderen auf den positven Konzernjahresüberschuss in Höhe von EUR 21,4 Mio. zurückzuführen. Mit allen Tochterunternehmen der OSSH, ausgenommen der BDE, liegen Ergebnisabführungsverträge vor. Die OSSH und die BDE haben Ergebnisabführungsverträge mit der ODH (Gesellschafter der OSSH) abgeschlossen, was dazu führt, dass positive (negative) Ergebnisse auf Einzelgesellschaftsebene abgeführt (übernommen) werden und im Rahmen des Konzernabschlusses Aufwand (Ertrag) darstellen. Die Rückstellungen haben sich um EUR 7,4 Mio. erhöht. Der Anstieg entfällt zu EUR 1,2 Mio. auf Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, zu EUR 2,7 Mio. auf Steuerrückstellungen und zu EUR 3,6 Mio. auf gestiegene sonstige Rückstellungen. Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 35,5 Mio. gestiegen, was im Wesentlichen aus um EUR 33,5 Mio. höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert. 2.3. Kapitalflussrechnung
Die Gesellschaft ist zusammen mit Ihren Tochtergesellschaften in das Cash-Pooling des Oerlikon Konzerns eingebunden. Cash-Poolführer ist die OC Oerlikon Corporation AG, Pfäffikon, Schweiz. Durch die Einbindung in das Cash-Pooling des Konzerns stehen jederzeit genügend finanzielle Mittel zur Verfügung. Die Überleitung von der Ausgangsgröße in der Kapitalflussrechnung auf das Konzernjahresergebnis ergibt sich wie folgt:
Der Finanzbedarf wurde im Berichtsjahr durch die Aufnahme von kurzfristigen Darlehen in Höhe von insgesamt EUR 187,0 Mio. (Revolving Facility Agreement) gedeckt. Leistungsindikatoren Wir nutzen verschiedene Kennzahlen zur Steuerung unserer Leistung im Hinblick auf unsere obersten Unternehmensziele. Die finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatzerlöse und EBIT) sind vorstehend bereits näher erläutert. Im nicht-finanzellen Bereich verwenden wir folgende Kennzahlen zur Messung unserer Leistung im Hinblick auf Kundenzufriedenheit und Arbeitssicherheit: On-Time- Delivery (OTD): Die Liefertreue in % gibt Auskunft über die Einhaltung der zugesagten Liefertermine. Für das Jahr 2019 sollte eine Liefertreue von 93,5 % erreicht werden. Dieses Ziel wurde mit 93,4 % nur knapp verfehlt. Total Accident Frequency Rate (TAFR): Wie im letzten Jahr wurden weiterhin umfangreiche Bemühungen (Schulungen, Aufklärungsarbeit und Arbeitsschutzmaßnahmen) unternommen, um die Unfallhäufigkeitsrate TAFR, dass heißt die Anzahl der Unfälle mit Ausfalltagen (LTA) und Unfälle mit Behandlung durch den Arzt (MTA) bezogen auf 200.000 Arbeitsstunden, zu senken. Unser Ziel, das Jahr mit einer Unfallrate von maximal 0,3 zu beenden, konnte erreicht werden. In 2019 hatten wir nur wenige Unfälle mit Ausfalltagen (lost time accidents oder LTA) und Unfälle ohne Ausfalltage, die eine ärztliche Versorgung notwendig gemacht hätten (medical treatment accident oder MTA). Die "total accident frequency rate" (TAFR) lag bei 0,7. 3. Chancen und Risiken3.1. Chancen Oerlikon entwickelt Werkstoffe, Anlagen und Oberflächentechnologien und bietet spezialisierte Dienstleistungen an, die den Kunden hochleistungsfähige Produkte, Lösungen und Systeme mit individualisierbaren Funktionen und längerer Lebensdauer ermöglichen 10 . Für die Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH und ihre Tochtergesellschaften ergeben sich Chancen durch innovative Produkte in neuen Märkten mit unserer speziell ausgerichteten Technologie. Thermische Spritzschichten haben ein breites Anwendungsgebiet in Form von funktionalen und schützenden Oberflächen und werden weiterhin von unterschiedlichsten Industriekunden für Maschinen und Anlagen benötigt. Der Dienstleistungsgedanke und dessen Stärkung stehen im Mittelpunkt vielfältiger innerbetrieblicher Projekte, welche auch wesentlich dazu beitragen, die Ertragskraft der Unternehmen zu stärken. Durch die Erweiterung der Produktionskapazitäten werden wir in Zukunft in der Lage sein, zusätzliche neue, qualitativ hochwertige Produkte für das thermische Spritzen auf dem Markt anzubieten und unsere Stellung im Markt weiter auszubauen. Ein aktives Management des Produktportfolios sowie die kontinuierliche Einführung neuer Produkte und Applikationen mit verbessertem Kundennutzen bilden hierzu die Basis. Eine Differenzierung zum Wettbewerb und die Weiterentwicklung fortschrittlicher Beschichtungstechnologien stützen den Ausbau und Festigung unserer Marktstellung. Die Geschäftsaussichten auf dem Markt für karbidische Werkstoffe (Spritzpulver und Schweißzusatzstoffe) sind stark von der Entwicklung in der Energietechnik (Öl und Gas sowie Wasserkraft), der Papierherstellung sowie des allgemeinen Maschinenbaus abhängig. Gerade in einem mittelfristigen Marktwachstum, in Verbindung mit einer fortschrittlichen Technologie, sieht die Geschäftsführung eine große Chance für den OSSH-Konzern. 11 3.2. Risiken Bezüglich des Risikomanagements sind die Gesellschaften in das weltweite Risikomanagement der Oerlikon Gruppe eingebunden. Geschäftsrisiken wurde entsprechend den vorgegebenen Richtlinien begegnet. 12 Bestandsgefährdende oder Risiken, die die zukünftige Entwicklung wesentlich beeinträchtigen könnten, sind nicht erkennbar, wobei als Hauptrisiko im Wesentlichen ein starker Konjunktureinbruch in Betracht käme oder strategische Entscheidungen auf Kundenseite, die heute noch nicht erkennbar oder abschätzbar sind. In diesem Zusammenhang ist insbesondere die weiterhin vorherrschende COVID-19 Pandemie als Risiko zu nennen. Das Ausmaß des Ausbruchs von COVID-19 hat die Weltgesundheitsorganisation am 11. März 2020 dazu veranlasst, das Virus zur Pandemie zu erklären. Seither hat sich die Krise weltweit in beispielloser Manier auf alle Bereiche des Geschäfts-, Gesellschafts- und Alltagslebens ausgewirkt. In vielen Ländern wurden Unternehmen geschlossen und Produktionen stillgelegt. Damit hat die Krise gravierende Auswirkungen auf zahlreiche Industriezweige; Investitionen in Anlagen und Dienstleistungen wurden gekürzt oder verschoben, was sich spürbar auf die operative Entwicklung des OSSH-Konzerns auswirkt. 13 Die Oerlikon-Gruppe begann bereits im Februar 2020 damit, einen Aktionsplan umzusetzen, um die Auswirkungen der Pandemie zu mildern. Der Plan fokussiert darauf, grösstmögliche Liquidität vorzuhalten und gleichzeitig zu gewährleisten, dass die Geschäftsbereiche von Oerlikon, darunter auch der OSSH-Konzern, ihre Tätigkeit fortführen und die Bedürfnisse der Kunden erfüllen können. 14 Infolge der Internationalität ihrer Geschäftstätigkeit unterliegt die Gesellschaft Fremdwährungsrisiken aus dem operativen Geschäft. Werden Währungsveränderungen über Finanzinstrumente abgesichert, dürfen die Finanzinstrumente selbst keinen unkalkulierbaren Einfluss auf die Ergebnis- und Vermögenslage des Unternehmens haben. Zum Abschlussstichtag hat die Gesellschaft Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Währungskursschwankungen (USD, CHF, GBP und SEK) getätigt. Aus Sicht der Gesellschaft ist dieses Risiko als gering einzuschätzen. Die teilweise starke Konzentration auf Hauptkunden, gerade in der Automobilindustrie birgt Risiken hinsichtlich unserer Prognose der Ergebniserwartungen. Die konjunkturelle Entwicklung bei unseren Hauptkunden im Segment Maschinen- und Anlagebau wird sehr sorgfältig beobachtet, damit möglichen Auslastungsschwankungen entsprechend frühzeitig entgegengewirkt werden kann. Da einige unserer Unternehmen von den Befreiungsregelungen der EEG Umlage und auch gesetzlichen Regelungen zur Stromsteuererstattung profitieren, besteht hier auch ein entsprechendes Risiko hinsichtlich der operativen Ergebnisse. Gleiches gilt für die Entwicklung der Rohstoffpreise. Wenngleich sich die Risikoposition des OSSH-Konzerns durch die anhaltende COVID-19 Pandemie merklich verschlechtert hat, gehen wir nicht davon aus, dass der Fortbestand der Gruppe durch wesentliche Einzelrisiken oder durch die Summe aller Einzelrisiken gefährdet ist. 4. PrognoseDie Aussichten für das kommende Jahr sehen wir in Folge der COVID-19 Pandemie deutlich eingetrübt. Während vor Ausbruch der Pandemie ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,9 % für Deutschland und 1,3 % für Europa prognostiziert wurde 15 , wird nun ein signifikanter Rückgang das Bruttoinlandsproduktes erwartet. Die Pandemie verschärfte die bestehende Schwäche im Automobilsektor zusätzlich. Der Stillstand in China beeinträchtigte die Lieferketten in Europa und Asien. Seit Beginn des 2. Quartals 2020 wurde in China die Arbeit wiederaufgenommen und ein deutlicher Anstieg der Produktion konnte verzeichnet werden. Die Stillstände in Europa und den USA gegen Ende des 1. Quartals beginnen sich auf das Service- Geschäft in den Bereichen Nitrierlösungen und Dünnfilmbeschichtungen auszuwirken. 16 Die Luftfahrtindustrie sieht sich mit einer nie dagewesenen weltweiten Einstellung der Zivilluftfahrt konfrontiert. Das beeinträchtigt die Nachfrage nach Werkstoffen und Anlagen für die Herstellung neuer Flugzeuge sowie für Wartung, Reparatur und Instandsetzung (MRO). Die allgemeine Industrie und das Werkzeuggeschäft sind mit wenigen Ausnahmen dem globalen Stillstand ausgesetzt. Nicht davon betroffen sind unter anderem die systemrelevanten Bereiche Medizintechnik und Lebensmittel. 17 Finanzbezogene Leistungsindikatoren Aufgrund des konjunkturellen Marktumfelds erwarten wir für das Jahr 2020 einen deutlichen Rückgang des Umsatzes. Für das operative Ergebnis (EBIT) erwarten wir im kommenden Geschäftsjahr einen deutlichen Rückgang. Der OSSH-Konzern plant seine operativen Kosten und Investitionen in 2020 deutlich zu senken, um den konjunturellen Einflüssen entgegen zu wirken. Zu beachten ist jedoch, dass das operaterative Ergebnis des Geschäftsjahres durch einmalige Lizenzpreiserstattungen deutlich positiv beeinflusst war. Oerlikon insgesamt richtet den Fokus auf die Märkte mit attraktiven Chancen und Wachstumspotentialen. Trotz der anspruchsvollen und teilweise zyklischen Natur einiger Industriemärkte sowie der aktuellen Unsicherheiten durch die COVID-19 Pandemie wird mittelfristig ein Aufwärtstrend erwartet. Das Unternehmen und seine Tochtergesellschaften sprechen die Bedürfnisse dieser Märkte an, indem es Technologien und Lösungen für strukturelle, gesellschaftliche und industrielle Herausforderungen wie den erhöhten Bedarf an Mobillität, Energie und Infrastruktur zur Verfügung stellt. Nicht Finanzbezogene Leistungsindikatoren. Es werden auch im kommenden Jahr alle Gesellschaften ihr Bemühen in der Verbesserung der Liefertreue als wichtiges Ziel im Auge behalten und versuchen das gute Ergebnis aus 2019 mit ca. 93,5% zu halten. Die Bemühungen die Unfallhäufigkeitsrate weiter zu senken ist ein stetiges Bestreben der Unternehmen und wird auch im kommenden Jahr konsequent weiterverfolgt werden. Das Ziel von maximal 0,3 meldepflichtigen Ausfalltagen wird weiterhin verfolgt.
Kelsterbach, 3. Juli 2020 Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH Geschäftsführer Paul Andre Francois Bussinger Christoph Huber Michael Ribbe Martin Philipp Reich
1 Quelle: Oerlikon Geschäftsbericht 2019,
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Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019I. Allgemeine AngabenDie Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH hat ihren Sitz in Kelsterbach und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Darmstadt (HR B Reg. Nr. 94736). Der Konzernabschluss der Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH, Kelsterbach, für das Geschäftsjahr 2019 wurde gemäß § 290 ff. HGB in der aktuellen Fassung aufgestellt. Die Gesellschaft hat mit der Oerlikon Deutschland Holding GmbH, Remscheid, einen Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Dieser ist im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt (HR B Reg. Nr. 94736) eingetragen. Des Weiteren hat das einbezogene Tochterunternehmen Oerlikon Balzers Coating Germany GmbH, Bingen am Rhein, ebenfalls einen Gewinnabführungsvertrag mit der Oerlikon Deutschland Holding GmbH abgeschlossen. Geschäftsjahr des Mutterunternehmens und der einbezogenen Tochterunternehmen ist das Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird gemäß § 298 Abs. 1 HGB i. V. m. § 244 HGB in Euro aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und alle Davon-Vermerke im Konzernanhang vorgenommen. II. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis umfasst neben der Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH elf (Vj. neun) inländische Tochtergesellschaften und ein Gemeinschaftsunternehmen (VJ. eins). Im Geschäftsjahr wurde jeweils eine 100% Beteiligung an den inländischen Gesellschaften Oerlikon Metco Coatings Services GmbH, Langenfeld (vormals TeroLab Surface GmbH, Langenfeld) zum 29. März 2019 sowie an der D-Coat GmbH, Erkelenz, zum 20. Dezember 2019 erworben. Abgesehen von der CO Tech GmbH, Bremen, werden alle Tochtergesellschaften vollkonsolidert. Die CO Tech GmbH wird unter Ausübung des Wahlrechts des § 310 Abs. 1 HGB nach der Equity Methode gemäß § 312 HGB in den Konzernabschluss einbezogen. Die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Vorjahr ist aufgrund dieser Veränderung des Konsolidierungskreises eingeschränkt. Gegenüber dem Vorjahr ergeben sich aus den Akquisitionen eine Erhöhung des bilanzierten Nettovermögens zum 31.12.2019 in Höhe von EUR 18.4 Mio., eine Erhöhung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 7,5 Mio. sowie eine Reduktion des Ergebnis nach Steuern in Höhe von EUR - 1,8 Mio. Für alle zu 100% im Anteilsbesitz befindlichen inländischen Tochterunternehmen werden die nach § 264 Abs. 3 HGB möglichen Erleichterungen hinsichtlich der Offenlegung sowie des Verzichts auf die Aufstellung von Anhang und Lagebericht in Anspruch genommen. III. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach den folgenden einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen werden neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Die Abschreibungen auf Zugänge werden zeitanteilig vorgenommen. Der Abschreibungszeitraum entspricht jeweils den branchenüblichen Nutzungszeiten der Anlagegüter. Mietereinbauten werden über die Laufzeit des Mietverhältnisses, Bauten zwischen 20 und 40 Jahren, Außenanlagen über 9 bis 20 Jahre, technische Anlagen und Maschinen über 3 bis 20 Jahre und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über 3 bis 15 Jahre und erworbene Software über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben. Die aus Erstkonsolidierungen ab dem Jahr 2010 resultierenden Firmenwerte werden planmäßig über zehn Jahre abgeschrieben. Dieser Zeitraum wird den geschäftswertbildenden Faktoren, immateriellen Werten und Technologien beigemessen. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 250,00 werden im Zeitpunkt ihrer Anschaffung aufwandswirksam erfasst. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden zum Zeitpunkt des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang ausgewiesen. Beteiligungen Beteiligungen werden nach der Equity Methode bilanziert und bewertet. Vorräte Die Vorräte werden zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. den niedrigeren Stichtagspreisen angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Stichtagspreisen bewertet. Die unfertigen Leistungen sowie die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die durch die Fertigung veranlassten Abschreibungen. Für im Bestand enthaltene, nicht kostendeckende Aufträge werden in angemessen Umfang Wertberichtigungen zunächst von den Herstellungskosten der Vorräte abgesetzt. Für darüber hinaus im Auftragsbestand enthaltene Verluste sowie für noch ausstehende Aufwendungen bezüglich bereits fakturierter Aufträge werden Rückstellungen gebildet. Bestandsrisiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer geminderten Verwertbarkeit oder gesunkenen Wiederbeschaffungspreisen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die geleisteten Anzahlungen sind zu Nennwerten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich angemessener Abschläge für erkennbare Einzelrisiken angesetzt. Für das allgemeine Kreditrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen außerdem eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Liquide Mittel Die liquiden Mittel sind zu Nennwerten aktiviert. Die Bestände in ausländischer Währung sind grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlusstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlusstichtag darstellen. Eigenkapital Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Zinsfußes von 2,71% für Altersversorgungsverpflichtungen (Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre) (Vorjahr 3,21%), einer Dynamik der anrechenbaren Bezüge von 1,5% (Vorjahr 1,5%), einer Dynamik der Anpassung der laufenden Renten von 2,0% (Vorjahr 2,0%), einer Fluktuation von 1,75% (Vorjahr 1,75%) sowie unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Professor Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Als Berechnungsverfahren wurde die Projizierte Einmalbeitragsmethode gewählt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im operativen Ergebnis erfasst. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem jeweils laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst worden. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die erhaltenen Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Firmenwertes bzw. eines negativen Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die oberste Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der obersten Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Organgesellschaft Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH und der weiteren inländischen Tochterunternehmen soweit sie Teil der Organschaft sind im Abschluss der obersten Organträgerin erfasst. Absicherungsgeschäfte Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In Anwendung der "Einfrierungsmethode" werden sich ausgleichende Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. IV. WährungsumrechnungAuf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Zeitpunkt des Zugangs sowie zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Anschaffungskostenprinzip sowie das Realisations- und Imparitätsprinzip beachtet. V. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB). Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag wird ergebniswirksam aufgelöst, wenn die zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile erwartete ungünstige Entwicklung der künftigen Ertragslage des Unternehmens eingetreten ist bzw. am Bilanzstichtag feststeht, dass er einem realisierten Gewinn entspricht. Der Bilanzgewinn der Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH wird, wie im Vorjahr, im Jahres- und Konzernabschluss in gleicher Höhe ausgewiesen. Das Jahresergebnis der Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH und der Tochtergesellschaft Oerlikon Balzers Coating Germany GmbH wird aufgrund der bestehenden Gewinnabführungsverträge mit der Oerlikon Deutschland Holding GmbH an diese abgeführt bzw. von dieser übernommen. Der verbleibende Konzernjahresüberschuss oder -fehlbetrag wird nach Ergebnisverwendung in den anderen Gewinnrücklagen ausgewiesen. Die Bilanz wird unter Berücksichtigung der (teilweisen) Ergebnisverwendung gemäß § 268 Abs. 1 S. 2 HGB aufgestellt (in den Bilanzgewinn wird Gewinn- oder Verlustvortrag einbezogen). Gemeinschaftsunternehmen werden gemäß § 310 Abs. 1 HS. 2 HGB in Verbindung mit § 312 HGB nach der Equity Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden die zwischen den konsolidierten Unternehmen bestehenden Forderungen, Verbindlichkeiten, die aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten sowie Rückstellungen und Haftungsverhältnisse eliminiert. Die aus gruppeninternen Anlageverkäufen resultierenden Zwischenergebnisse sowie die beim Vorratsvermögen entstandenen Zwischenerfolge wurden eliminiert. Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert bzw. umgegliedert; Beteiligungserträge wurden ebenfalls eliminiert. VI. Erläuterungen der KonzernbilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens des Konzerns ist aus der gesonderten Übersicht "Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2019" ersichtlich. Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen entgeltlich erworbene EDV-Software, Lizenzen und Geschäfts- oder Firmenwerte, vor allem im Rahmen der Erstkonsolidierung bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwerte. Die bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte haben sich im Jahr 2019 wie folgt entwickelt:
Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert enthält zu TEUR 2.084 (Vorjahr TEUR 2.342) Geschäfts- oder Firmenwerte, die in Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen entstanden sind. Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen erfasst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergeben sich aus Cash-Pool-Forderungen, Warenlieferungen sowie dem laufenden Verrechnungsverkehr. Darunter befinden sich die Cash-Pool-Forderungen mit TEUR 37.152 (Vj. TEUR 38.973). Es bestehen Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 51.413 (Vj. TEUR 17.563). Die restlichen Forderungen von TEUR 25.659 (Vj. TEUR 8.914) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich hauptsächlich um Steuerüberzahlungen und Steuererstattungsansprüche sowie Forderungen gegen Mitarbeiter. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Es handelt sich hauptsächlich um Kontokorrentguthaben bei Kreditinstituten. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 17.345 betrifft die Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH. Die Jahresergebnisse der Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH und der Oerlikon Balzers Coating Germany GmbH für das Geschäftsjahr 2019 werden im Rahmen der Ergebnisabführungsverträge an die Gesellschafterin Oerlikon Deutschland Holding GmbH abgeführt bzw. von dieser übernommen. Eine entsprechende Forderung bzw. Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen ist erfasst. Der Konzernbilanzgewinn beinhaltet, wie im Vorjahr, einen Gewinnvortrag in Höhe von T€ 31.320. Mit Gesellschafterbeschlüssen vom 27. März 2019 sowie vom 20. Dezember 2019 hat die alleinige Gesellschafterin der Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH beschlossen, das Eigenkapital durch Erbringung einer Kapitaleinlage von insgesamt € 17,5 Mio zu stärken. Die Kapitaleinlage erfolgte nicht gegen Erhöhung des Stammkapitals der Gesellschaft, sondern wurde in vollem Umfang der Kapitalrücklage der Gesellschaft zugeführt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich aus der Anwendung des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes im Vergleich zur Anwendung des 7-jährigen Durchschnittszinssatzes zum Stichtag 31. Dezember 2019 ein Unterschiedsbetrag von T€ 1.611. Aus einer weiteren Versorgungsordnung bestehen mittelbare Zusagen, die über eine Unterstützungskasse finanziert werden und für die aufgrund des Wahlrechts nach Artikel 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB keine Rückstellungen gebildet zu werden braucht. Der nicht bilanzierte Verpflichtungsumfang zum Stichtag beläuft sich auf TEUR 9.118 (Vj. TEUR 7.862). Fehlbeträge im Sinne von Artikel 28 Abs. 2 EGHGB bestehen nicht. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten, insbesondere Gewährleistungen, ausstehende Rechnungen, für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (Altersteilzeit, Urlaub, Überstunden, Gleitzeit, Abfindungen, Jubiläum, Gratifikationen etc.) sowie für Restrukturierungen gebildet. Daneben bestehen Rückstellungen für variable Kaufpreiszahlungen aus einem Unternehmenserwerb. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten des Konzerns ergibt sich aus den nachstehenden Verbindlichkeitenspiegeln.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Darlehen, Cash-Pool-Verbindlichkeiten, Warenlieferungen sowie den laufenden Verrechnungsverkehr. Darunter sind die Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung gegenüber der Gesellschafterin mit TEUR 29.267 (Vj. TEUR 3.695), die Cash-Pool-Verbindlichkeiten mit TEUR 100.025 (Vj. TEUR 104.207) und ein Revolving Facility Agreement TEUR 86.983 (Vj. TEUR 84.427) die größten Positionen. Die restlichen Verbindlichkeiten von TEUR 22.544 (Vj. TEUR 12.955) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Sicherungsübereignung von Maschinen und Anlagen, durch Verpfändung eines Bankkontos sowie durch auf das Betriebsgrundstück eingetragene Buchgrundschulden. Bis zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses wurden keine Ansprüche geltend gemacht und es bestehen keine Hinweise der Inanspruchnahme. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als gering erachtet, da die Schuldnerin in der Lage ist, den entsprechenden Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Die Miet- und Leasingverträge sind ausschließlich gegenüber Dritten. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Aus den Verträgen ergeben sich keine wesentlichen Chancen oder Risiken. VII. Erläuterungen der Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Die Tätigkeiten des Bereichs Metco Aero & Energy (ehemals Materials and Technology Solutions) zeichnen sich durch die Herstellung und den Handel mit Werkstoffen, Anlagen und Ersatzteilen für die thermische Oberflächenbeschichtung aus. Die Geschäftstätigkeit des Bereichs Tooling Solutions besteht in der Behandlung von Oberflächen als Lohnveredler in der Werkzeug- und Komponentenbeschichtung, sowie in der Herstellung und dem Verkauf von Anlagen zur Beschichtung von Oberflächen. Der Bereich Automotive Solutions ist als Beschichtungsdienstleister für PKW und LKW Getriebekomponenten tätig. Im Bereich Service Solutions werden projekt-, serien- und einzelfallbezogene Kundenbauteile verschiedenster Einsatzgebiete nach vorgegebenen Spezifikationen thermisch beschichtet. Die Tätigkeiten des Bereichs Additive Manufacturing zeichnen sich durch die Forschung und Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb im 3D-Druck Verfahren aus. Sonstige betriebliche Erträge Hierunter sind insbesondere Erträge aus Erstattung von Lizenzgebühren, Anlageabgängen, Erträge aus der Auflösung sonstiger Rückstellungen, Fördermitteln, Versicherungsentschädigungen, Provisionen, Stromsteuererstattungen sowie der Auflösung von Wertberichtigungen erfasst. Die Erträge aus Erstattung von Lizenzgebühren stehen in Zusammenhang mit der Nutzung des geistigen Eigentums im Bereich Lohnbeschichtung. In Folge des Abschlusses einer bilateralen Vorabverständigungsvereinbarung (Advance Pricing Agreement) und einer bilateralen Verständigungsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizerischen Eidgenossenschaft erfolgte eine entsprechende Erstattung von Lizenzgebühren für die Jahre ab 2014. Im Geschäftsjahr 2019 wirkte sich die Erstattungen mit EUR 25,2 Mio. ergebniserhöhend aus. Periodenfremde Erträge aus Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen, Buchgewinnen aus Anlagenabgängen sowie Erstattungen aus Lizenzgebühren und Energiesteuer betragen TEUR 21.852 (Vj. TEUR 1.460). Die Erträge aus der Währungsumrechnung nach § 256a HGB betragen TEUR 3.841 (Vj. TEUR 5.204). Personalaufwand Die innerhalb des Personalaufwands ausgewiesenen sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten Aufwendungen für Alterversorgung in Höhe von TEUR 2.159 (Vj. TEUR 2.555). Sonstige betriebliche Aufwendungen Ausgewiesen sind hier vor allem Provisionen, Frachten und Zölle, Reisekosten, Versicherungen, Instandhaltungen, sonstige allgemeine Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten, Erhöhungen von Wertberichtigungen und Forderungsausbuchungen, Buchverluste aus Anlageabgängen sowie Veränderungen sonstiger Rückstellungen. Periodenfremde Aufwendungen betragen TEUR 33 (Vj. TEUR 39). Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung nach § 256a HGB betragen TEUR 3.660 (Vj. TEUR 3.933). Finanzergebnis
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die angefallenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 1.956 resultieren zu TEUR 1.453 aus der Passivierung von Rückstellungen auf Grund der laufenden Betriebsprüfungen bei der Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH und ihren Organgesellschaften für die Veranlagungszeiträume vor dem 01.01.2015. Etwaige durch die Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH oder durch ihre Organgesellschaften bis 31.12.2014 wirtschaftlich verursachten Ertragsteuern werden von der Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH als damalige Organträgerin geleistet. Die wirtschaftlich verursachten Ertragsteuern ab 01.01.2015 werden von der obersten Organträgerin Oerlikon Textile GmbH & Co. KG geleistet. Weitere Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen Veranlagungen im europäischen Ausland. VIII. Erläuterungen der Konzern-KapitalflussrechnungDie Überleitung von der Ausgangsgröße in der Kapitalflussrechnung auf das Konzernjahresergebnis ergibt sich wie folgt:
IX. Sonstige AngabenDerivative Finanzinstrumente
Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzierungsinstrumente. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Wert- oder Zahlungsstromänderungen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen. Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig bei bestehenden Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen bzw. geplanten Transaktionen in Fremdwährung (Absicherung des Auftragseingangs) eingesetzt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag festgestellt. Die Marktwerte wurden auf Grundlage einer Gegenüberstellung von Stichtags- und Kontraktkurs ermittelt. Für drohende Verluste aus nicht effizienten Sicherungsgeschäften wurde eine Rückstellung von TEUR 149 für die Währung USD gebildet. Mitarbeiter Im Konzern wurden durchschnittlich beschäftigt:
Abschlussprüferhonorar Das Abschlussprüferhonorar setzt sich wie folgt zusammen:
Angaben zu den Organen Geschäftsführung Zu Geschäftsführern sind bestellt die Herren:
Im Geschäftsjahr 2019 hat ein Geschäftsführer der Gesellschaft Bezüge von einer Gesellschaft innerhalb des Konsolidierungskreises erhalten. Die Bezüge der Geschäftsführung des Mutterunternehmens (i.S.v. § 314 Abs. 1 Nr. 6 (a) S. 1-4 und (b) HGB) wurden analog § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gruppe Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gruppe unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:
Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der OC Oerlikon Corporation AG, Pfäffikon/Schweiz, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe. Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung. Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen. Konzernverhältnisse Elf Gesellschaften, die in diesen Konzernabschluss einbezogen werden, nehmen die Erleichterungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB insoweit in Anspruch, als diese die Vorschriften der Offenlegung des § 325 ff. HGB sowie die Aufstellung eines Anhangs und, sofern einschlägig, eines Lageberichts betreffen. Diese Gesellschaften sind in der Anlage zum Anhang Konsolidierungskreis und Anteilsbesitz dargestellt. Der Konzernabschluss der Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen dar. Die Jahresabschlüsse des Mutterunternehmens Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH und der in diesen Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen derOerlikon Surface Solutions Holding GmbH zum 31. Dezember 2019 werden in den Konzernabschluss der OC Oerlikon Corporation AG, Pfäffikon/Schweiz, zum 31. Dezember 2019 einbezogen, welche den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss der OC Oerlikon Corporation AG, Pfäffikon/Schweiz wird unter anderem im Bundesanzeiger als befreiender Konzernabschluss gem. § 292 HGB der W. Reiners Verwaltungs-GmbH, Remscheid, offengelegt. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses der Gruppe registrierte das Unternehmen den Ausbruch des Coronavirus in China und dessen Verbreitung in andere Länder. Mögliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die wichtigsten Endmärkte der Tochtergesellschaften der Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH sind derzeit noch nicht absehbar. Die Oerlikon Gruppe hat Maßnahmen ergriffen, um ihre Mitarbeiter gemäß den Vorschriften der örtlichen Behörden und den Empfehlungen der WHO zu schützen. Die Oerlikon Gruppe beobachtet die Situation und die möglichen Auswirkungen auf ihr Geschäft genau und wird bei Bedarf Maßnahmen ergreifen. Es bestehen keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die Einfluss auf die Buchwerte der ausgewiesenen Vermögengegenstände oder Schulden im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019 haben.
Kelsterbach, 3. Juli 2020 Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH Geschäftsführer Paul Andre Francois Bussinger Christoph Huber Michael Wolfgang Ribbe Martin Philipp Reich Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019
Konsolidierungskreis und Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2019(Anlage 2 zum Konzernanhang)
1) Unmittelbar 2) Ergebnisabführungsvertrag mit der Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH, Kelsterbach 4) Ergebnisabführungsvertrag mit der Oerlikon Metco Coatings GmbH, Salzgitter 6) Beherrschungsvertrag mit der Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH, Kelsterbach 3) Ergebnisabführungsvertrag mit der Oerlikon Deutschland Holding GmbH, Köln Die mit "Ja" gekennzeichneten Unternehmen werden ihre Jahresabschlüsse unter Inanspruchnahme der Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB nicht offenlegen sowie keinen Anhang und, sofern einschlägig, Lagebericht aufstellen. Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2019
Konzerneigenkapitalspiegel 2019
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH, Kelsterbach Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH, Kelsterbach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Oerlikon Surface Solutions Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage fürdie Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 3. Juli 2020 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Bernd Boritzki, Wirtschaftsprüfer ppa. René Reichmann, Wirtschaftsprüfer |
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