b+m Informatik GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andrej Eichler seit 22.5.2024 | Vorstandsmitglied |
Martin Schepe seit 3.5.2019 | Prokura |
Frank Mielke seit 16.6.2011 | Vorstandsmitglied |
Alf-Tobias Dr. Dibbert seit 10.12.2004 | Prokura |
Jan Haefke seit 11.11.2004 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
b+m Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
b+m Informatik AGMelsdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022b+m Informatik AG, MelsdorfAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022b+m Informatik AG, Melsdorf
Anhangb+m Informatik AG, Melsdorf1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktien-Gesetzes zu beachten. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von größenabhängigen Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs wird in zulässigem Umfang Gebrauch gemacht. 1.1.Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert von bis zu € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Herstellungskosten beinhalten Material- und Personaleinzelkosten zuzüglich angemessener Teile der Gemeinkosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalbetrag bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Den Pensionsverpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Berechnungen erfolgten auf der Grundlage der Richttafeln von Prof. Dr. Heubeck mit einem Zinssatz von 1,78% sowie erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0% p.a. bzw. Rentensteigerungen von 1,5% p.a. unter Anwendung der PUC-Methode. Der Rechnungszins von 1,78% beruht auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. Der für die Vergleichsberechnung gemäß § 253 Abs. 6 HGB benötigte durchschnittliche Zinssatz der vergangenen sieben Jahre beträgt 1,44%. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages. Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 1.2. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergeben sich aus dem beiliegenden Anlagenspiegel. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 2.200 (Vorjahr: T€ 2.200 ) ergeben sich im Berichtsjahr aus drei Darlehensforderungen gegen die Alleingesellschafterin, die b+m Holding GmbH, Melsdorf. Die Darlehen bestehen in Höhe von T€ 250, T€ 900 und ein weiteres in Höhe von T€ 1.050. Alle Darlehen sind endfällig und haben eine Laufzeit bis zum 19. Dezember 2024. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 30 haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und beinhalten im Wesentlichen die Forderungen aus Anträgen auf Förderung elektronisch betriebener Fahrzeuge (Umweltbonus). Guthaben bei Kreditinstituten Von den Guthaben bei Kreditinstituten haben sämtliche eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital beträgt T€ 1.400 und ist eingeteilt in 1.400.000 Aktien im Nennwert von € 1,00. Die Aktien lauten auf den Namen. Mit Vertrag vom 3. Juli 2006 erwarb die b+m Informatik AG nach Zustimmung der Hauptversammlung vom 16. Juni 2006 140.000 Aktien zu einem Nennbetrag von je einem Euro. Der Anteil der eigenen Aktien am Grundkapital beträgt 10,0%. Anlagenspiegelb+m Informatik AG, Melsdorf
Pensionsrückstellung Die Bewertung erfolgte nach dem "Projected-Unit-Credit"-Verfahren entsprechend den maßgeblichen Regelungen des HGB auf Basis der Richttafeln von Prof. Dr. Heubeck. Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertungsänderung durch das BilMoG wurde im Jahr 2012 vollständig zugeführt und in den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich zum 31.12.2022 auf € 180.905,00 (Vorjahr: € 260.126,00). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Da Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen in Höhe des beizulegenden Zeitwerts von T€ 650 insolvenzsicher an den Pensionsempfänger abgetreten wurden, wurden diese mit denentsprechenden Pensionsrückstellungen (T€ 3.027) verrechnet. Ferner werden nicht an den Pensionsempfänger abgetretene Ansprüche aus einer Rückdeckungsversicherungen in Höhe des gemäß dem neuen Rechnungslegungshinweis des Instituts der Wirtschaftsprüfer IDW RH FAB 1.021 ermittelten Werts von T€ 61 unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Die Anwendung dieses IDW Hinweises hat im Geschäftsjahr 2022 zu einer Zuführung in Höhe von T€ 17 geführt. Die Anschaffungskosten der mit Pensionsverpflichtungen saldierten Deckungsvermögen betragen T€ 603. Bei der Saldierung von Pensionsverpflichtung und zugehörigem Deckungsvermögen wurden Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 106 mit Zinserträgen in Höhe von T€ 20 saldiert. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 699 (Vorjahr: T€ 715) betreffen im Wesentlichen den Personalbereich. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten besitzen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im üblichen Rahmen durch Eigentumsvorbehalt gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 775 (Vorjahr: T€ 897) bestehen im Berichtsjahr in Höhe von T€ 676 (Vorjahr: T€ 878) gegenüber der Alleingesellschafterin, die b+m Holding GmbH, Melsdorf, und beinhalten den für das Geschäftsjahr 2022 von der b+m Informatik AG, Melsdorf, an die b+m Holding GmbH, Melsdorf, aufgrund des Gewinnabführungsvertrages abzuführenden Gewinn. Ferner bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 17 gegenüber der engram GmbH, Bremen, T€ 56 gegenüber der Subito AG, Mörfelden-Walldorf und T€ 27 gegenüber der Brillant 3613. GmbH, Karlsruhe. Haftungsverhältnisse Es besteht ein Mietaval bei der Förde Sparkasse, Kiel, in Höhe von T€ 60 gegenüber dem Vermieter. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft betragen zum 31. Dezember 2022 T€ 1.313 (Vorjahr: T€ 1.519). Die Verminderung ergibt sich im Wesentlichen aus dem Mietvertrag für das Firmengebäude in Melsdorf. Latente Steuern Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Bilanzierung eines aktiven Saldos aus latenten Steuern, der sich aus handels- und steuerrechtlichen Bewertungsunterschieden bei Rückstellungen ergibt. Ein Aktivposten auf die steuerlichen Verlustvorträge wurde ebenfalls nicht angesetzt. 1.3. Erläuterungen zur Gewinn und-Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsätze werden im Wesentlichen mit inländischen Kunden erzielt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren in Staffelform aufgestellt. 1.4. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten Im Jahresdurchschnitt lag die Anzahl der Angestellten bei 94 (Vorjahreszeitraum: 91 ). Ergebnisverwendung Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der b+m Holding GmbH mit Sitz in Melsdorf (Amtsgericht Kiel, HRB 20669, ehemals Amtsgericht Hamburg, HRB 139075), Geschäftsadresse Melsdorf. Die b+m Informatik AG hat sich hierin verpflichtet, ihren ganzen Gewinn abzuführen. Da der maximale Betrag der gesetzlichen Rücklage in Höhe von € 140.000,00 und damit 10% des Grundkapitals bereits erreicht ist, wird im Berichtsjahr kein weiterer Beitrag in die gesetzliche Rücklage geleistet. Der gesamte Jahresüberschuss in Höhe von € 675.725,34 wird an die b+m Holding GmbH,Melsdorf, abgeführt. Mitteilungen nach § 20 AktG Die nachstehend aufgeführten Gesellschaften und Personen (im Folgenden auch die "Mitteilungspflichtigen" genannt) haben uns jeweils gemäß § 20 Abs. 1, Abs. 3 und Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass den Mitteilungspflichtigen jeweils eine mittelbare Mehrheitsbeteiligung sowie auch eine mittelbare Beteiligung von mehr als dem vierten Teil der Aktien (auch ohne Hinzurechnung von Aktien nach § 20 Abs. 2 AktG) an der b+m Informatik AG gehört, da den Mitteilungspflichtigen die von der b+m Holding GmbH unmittelbar gehaltene Mehrheitsbeteiligung und unmittelbar gehaltene Beteiligung von mehr als dem vierten Teil der Aktien an der b+m Informatik AG jeweils gemäß § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen ist:
1.5. Organe der Gesellschaft Vorstand ist: Herr Dipl.-Ing. Frank Mielke, Kiel, Vorstand der b+m Inforamtik AG Auf die Angaben gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a und b wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitglieder des Aufsichtsrats sind die Herren: Thomas S. Senger, selbständiger Unternehmer, Langen, Deutschland (Vorsitzender) Philip Hertel, Investment Manager, Karlsruhe, Deutschland Andrej Eichler, Geschäftsführer, Frankfurt a.M., Deutschland (seit dem 15. September 2022) Jan Huber, Investment Manager, Mannheim, Deutschland (bis 15. September 2022) Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2022 voraussichtlich keine Vergütung. Unterschrift der Geschäftsführung
Melsdorf, 23. Januar 2023 Frank Mielke, Vorstand Feststellungsdatum Jahresabschluss: 29. Juni 2023 Lagebericht zum 31. Dezember 20221. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnisse 2022 Die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Lage war 2022 wesentlich durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine geprägt. Hohe Energiepreise, die insgesamt hohe Inflation, steigende Zinsen, Klimarisiken, Fachkräftemangel, Lieferprobleme, Corona-Pandemie und die weltpolitische Lage sorgen für erhebliche Unsicherheiten. Trotz dieser schwierigen Bedingungen stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt für Deutschland im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis, 13. Januar 2023) um 1,9% gegenüber dem Vorjahr und liegt damit erstmals wieder über dem Vorkrisenniveau von 2019. Die Entwicklung der preisbereinigten Bruttowertschöpfung verlief dabei in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. So legte der Bereich Information und Kommunikation um 3,6% zu, während bspw. das Baugewerbe um 2,3% nachgab. Auch bei den Beschäftigungszuwächsen lag der Bereich Information und Kommunikation laut statistischem Bundesamt mit einem Plus von 4,9% weit vorn. Insgesamt stieg die Erwerbstätigkeit in Deutschland im Jahr 2022 um 1,3%. Erreicht werden konnte dies, laut statistischem Bundesamt, trotz des dämpfenden demographischen Wandels insbesondere durch weibliche und ältere Erwerbspersonen. Hatte die Bundesbank im Dezember 2022 für das Jahr 2023 noch einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,5% prognostizierte, hellte sich die Stimmung der Wirtschaft laut Ifo Geschäftsklimaindex bereits leicht auf. Der Bitkom-ifo-Digitalindex bestätigte diese Erwartungen und zeigte wieder steigende Geschäftserwartungen für die ITK-Branche. Der Digitalverband Bitkom erwartet laut Presseinformation vom 10. Januar 2023 für seine Branche ein Umsatzwachstum von 3,8%. Als Wachstumstreiber wird die Informationstechnik mit 6,3% genannt, wesentlich getrieben durch den Bereich Software mit einem Wachstum von 9,3%, wobei insbesondere auf das erwartete Wachstum von Plattformen für Künstliche Intelligenz mit einem Plus von 41,8% verwiesen wird. 1.2 Das Unternehmen Die b+m Informatik AG agiert seit fast 30 Jahren als IT-Dienstleister, Berater und Produkthersteller für Finanzdienstleister, insbesondere Banken und Versicherungsunternehmen. Die b+m Informatik AG steht für Digitalisierung von Geschäftsprozessen für Finanzdienstleister, von der Realisierung und Integration komplexer Back-End-Prozesse bis hin zu innovativen Front-End-Lösungen. Das Unternehmen ist Marktführer in der automatisierten Bearbeitung von Förderkrediten und verfügt überein starkes Portfolio für den digitalen Vertrieb und die Effizienzsteigerung von IT-Systemen. Die Geschäftsbereiche gliedern sich in:
Schwerpunkt im Banksegment ist das Aktivgeschäft, mit einer Anwendungssuite für die Beratung, Verwaltung und Bearbeitung vielfältiger Kreditfördermittelprogramme, vollintegriert in die Systemlandschaften der beteiligten Institute und deren Rechenzentren. Der Versicherungsbereich bietet innovative Lösungen und Services für Versicherungen in der Bestandsführung und in der Interaktion mit anderen Marktteilnehmern über den Branchenstandard BiPRO. Zudem bietet der Versicherungsbereich ein marktführendes Softwareprodukt bei der Berechnung und Erstellung von versicherungsmathematischen Gutachten und spezifischen Services z. B. für die Angebotserstellung in der betrieblichen Altersvorsorge. Die technische Kern-Expertise bildet der Bereich Engineering, der insbesondere aus der modellgetriebenen Softwareentwicklung heraus agiert. Aufgrund der exzellenten technischen und methodischen Kompetenzen inklusive eigenem Kl-Lab sowie einem tiefen Verständnis für das Geschäft der Kunden gelingt es erfolgreich, die Digitalisierung der Kunden durch passgenaue und vollintegrierte Lösungen voranzubringen. Des Weiteren hat b+m wesentliche für den Cloudbetrieb relevanter IT-Finanzdienstleistungsprozesse notwendigen technischen Skills (DevOps-Team), Vertragsgrundlagen, Verträge mit Cloudanbietern (AWS, IBM) sowie formale interne Prozesse weiter gestärkt. 1.3 Personalbereich Zum Jahresende lag die Anzahl der Beschäftigten mit 97, davon 4 Auszubildende und ein Vorstand, auf Vorjahresniveau. Für das Jahr 2023 sind weitere Einstellungen geplant. Auch die Zusammenarbeit mit verbundenen Unternehmen soll weiter intensiviert werden. Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten so Beschäftigungsschwankungen in der Gruppe gut balanciert werden. Die technische Ausstattung war bereits vor der Pandemie auf mobiles Arbeiten ausgelegt, wurde aber seit 2020 kontinuierlich weiter verbessert, sodass die interne und externe digitale Zusammenarbeit immer weiter optimiert werden konnte. 1.4 Entwicklung im Überblick
2. Lage des Unternehmens 2.1 Umsatz und Ertragslage Im Berichtsjahr konnten Umsätze in Höhe von T€ 12.306 erwirtschaftet werden. Dabei entfielen in etwa 68% der Umsätze auf den Bereich Banking, 27% auf Insurance und 5% auf den Bereich Engineering. Nach einer Steigerung der Umsätze im Vorjahr um 25,4%, gingen die Umsätze im Berichtsjahr mit 2,5% gegenüber dem Vorjahr zwar nominell wieder leicht zurück, befinden sich damit aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Zudem muss beim Vorjahresvergleich maßgeblich berücksichtigt werden, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2021 im Gegensatz zum Geschäftsjahr 2022 wesentlich durch ein Großprojekt im Umfeld der betrieblichen Altersvorsorge und damit verbundenen Durchleitungsumsätzen eines strategischen Partners beeinflusst wurden (T€ 335; Vorjahr T€ 1.118). Diese Durchleitungsumsätze aus dem Vorjahr konnten im Jahr 2022 fast vollständig kompensiert werden, waren aber teilweise auch mit Einkäufen von Fremdleistungen verbunden. Im Gegensatz zum Jahr 2021 handelte es sich bei den Einkäufen aber nicht um Durchleitungsgeschäft einer bereits seit Jahren bestehenden Partnerschaft, sondern um den Einkauf neuer Dienstleistungen, die mit langen Einarbeitungszeiten verbunden waren und daher im Berichtsjahr 2022 nicht unmittelbar zu entsprechenden Ertragssteigerungen führten. Durch diese Investitionen werden ein Großprojekt nebst umfangreicher Modernisierung begleitet und es konnte eine neue strategische Partnerschaft geschaffen werden. Beides wird sich positiv auf das Wachstum folgender Geschäftsjahre auswirken, belastet aber das Ergebnis 2022. Der an die Muttergesellschaft, die b+m Holding GmbH, Melsdorf, aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages abzuführende Gewinn in Höhe von T€ 676 blieb somit hinter dem Vorjahr (T€ 1.803) deutlich zurück. Neben bereits genannten Investitionen in zukünftige Partnerschaften wurde das Ergebnis durch Anbahnungsaufwendungen für ein Großprojekt im Bankbereich, Beratungsleistungen im Rahmen der neuen Konzernstruktur, eine Inflationsausgleichsprämie an die Beschäftigten, einen erhöhten Krankenstand, den Ausbau des für Hosting und SaaS-Umsätze (Software as a Service) notwendigen personellen und sachlichen Infrastruktur und kundenseitigen Verschiebungen in das Folgejahr belastet. 2.2 Finanz- und Vermögenslage
Das bilanzielle Gesamtvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.112 auf T€ 7.351 gestiegen. Der Anstieg ergibt sich im Wesentlichen aus dem zum Jahresende ungewöhnlich hohen Bestand an erhaltenen Anzahlungen, der zusammen mit relativ niedrigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu einem außergewöhnlich hohen Bestand an liquiden Mitteln geführt hat. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages und den bereits vollständig zugeführten Rücklagen bleibt das Eigenkapital gegenüber 2021 konstant. Das Working Capital verbessert sich aufgrund gestiegener Pensionsrückstellungen leicht auf T€ 1.638. 3. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung Der Krieg in der Ukraine, steigende Energiepreise, die insgesamt hohe Inflation, Lieferengpässe, Fachkräftemangel und Nachwirkungen der Pandemie werden uns auch im Jahr 2023 weiter begleiten. Vielleicht kommen Krisen hinzu, vielleicht gibt es positive Entwicklungen. Es bleibt eine gesellschaftlich und wirtschaftlich unsichere Zeit. Die b+m Informatik AG geht trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen mit guter und stabiler Geschäftslage in das Jahr 2023. Die ITK-Branche bleibt von der gesamtwirtschaftlich schwierigen Lage nicht verschont, die Aussichten sind aber ungleich besser als in anderen Branchen. Der IT-Sektor der Finanzdienstleistungsbranche wirkt aktuell robust. Das Risikomanagement ist Teil der strategischen Unternehmensplanung. Chancen und Risiken werden kontinuierlich identifiziert, bewertet und dokumentiert. SWOT-Analysen werden für strategisch wichtige Projekte erstellt. Neben der internen Kontrolle wird das Risikomanagement dreimal jährlich mit dem Aufsichtsrat erläutert. Es wird eine sehr detaillierte Unternehmensplanung erstellt, die kontinuierlich überprüft und überarbeitet wird. Im Rahmen dieser Planung werden Budgets vereinbart, der Personaleinsatz geplant und Zielvereinbarungen getroffen. Um Umsatz- und Ertragsrisiken zeitnah zu erkennen, werden monatliche Soll-Ist-Vergleiche erstellt und Abweichungen analysiert. So können Fehlplanungen und Fehleinschätzungen vom Management monatlich erkannt und frühzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die Risikoerkennung setzt aber auch schon früher an, so ist der Auftragsbestand anhand einer eigenen Software tagesaktuell einsehbar. Ebenso stehen die geleisteten Arbeitszeiten täglich zur Verfügung, damit Projektrisiken auch von Bereichs- und Projektleitern frühzeitig erkannt werden können. Durch die frühzeitige Erkennung von Projektrisiken kann beispielsweise mit Hilfe einer angepassten Personaleinsatzplanung, der Hinzuziehung von Experten aus anderen Teams oder mit der Nachverhandlung mit dem Kunden reagiert werden. Zudem gibt es auf Projektebene Lenkungsausschüsse in der laufenden Projektphase. Aufgrund der aktuellen Liquiditätslage und des guten, im Vorjahresvergleich nochmals verbesserten Auftragsbestands kann von einer ausreichenden Finanzierung für das laufende Geschäftsjahr ausgegangen werden. Zur Sicherstellung der Liquidität werden eine detaillierte Liquiditätsplanung und ein intensives Forderungsmanagement betrieben. Zudem werden Verträge mit Kunden so gestaltet, dass bereits zu Beginn des Projektes Anzahlungen vereinbart werden, um auch bei langlaufenden Großaufträgen die Liquidität stabil zu halten. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, werden in Mitarbeiterbindung investiert, mobiles Arbeiten gefördert, duale Ausbildungsstellen geschaffen, mit Bildungseinrichtungen kooperiert, aber auch das Arbeiten über das Rentenalter hinaus ermöglicht. Des Weiteren wird in externe Partnerschaften investiert, um ein größeres Spektrum an Experten zur Verfügung zu haben und Auslastungsschwankungen begegnen zu können. In allen Geschäftsbereichen ergeben sich durch die immer weitergehende Digitalisierung, auch getrieben durch den allgemeinen Fachkräftemangel und Kostendruck bei den Kunden, viele erfolgversprechende Themen, die aber aufgrund begrenzter Kapazitäten nicht alle mit gleicher Priorität und Intensität umgesetzt werden können. Die wachstumsbedingte Aufgabenvielfalt muss gemanagt und die strategisch richtigen Prioritäten müssen gesetzt werden, damit langfristig Ergebnisse gesichert und Unternehmenswerte gesteigert werden können. Dazu gehört eine geschickte Abwägung zwischen kurz- und langfristigen Zielen. Produkte müssen modernisiert und stabilisiert werden, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Management der b+m Informatik AG, gestützt von einem konstanten Kernteam, verfügt über eine langjährige Erfahrung im Produkt- und Projektgeschäft, um diesen Anforderungen begegnen zu können. 4. Prognosebericht Die b+m Informatik AG geht mit guter und stabiler Geschäftslage optimistisch in die Planung der Geschäftserwartungen für das Jahr 2023. Die Auftragslage für das laufende Geschäftsjahr hat ein vielversprechendes Niveau und liegt deutlich über dem Vorjahr. Die b+m Informatik AG rechnet daher im Jahr 2023 mit einem deutlichen Umsatzwachstum von etwa 9%, bei moderater Steigerung des Ergebnisses. Wesentlich bedingt werden die positiven Aussichten durch ein Großprojekt im Fördergeschäft, welches aber auch die Risiken eines Großprojektes und die genannten Investitionen mit sich bringt. Im Aufwandsbereich wird mit steigenden Personal- und Energiekosten gerechnet, die vermutlich nicht vollständig über Preiserhöhungen weitergegeben werden können. 5. Sonstige Angaben 5.1 Eigene Anteile Der Anteil an eigenen Aktien wird im Anhang erläutert. 5.2 Forschung und Entwicklung Für die Entwicklung von Softwareprodukten und die Realisierung komplexer IT-Projekte ist es unabdingbar, sich aktiv mit Trends, Methoden und technischen Innovationen zu beschäftigen. Professionelles Softwareengineering ist das technische Fundament der b+m Informatik AG. Moderne Architektur wird eingesetzt, um b+m Software wartbar, skalierbar, zukunftsfähig und stabil zu halten. Auf dem Gebiet des professionellen Softwareengineerings konnten bedeutsame innovative Entwicklungen und Expertenwissen aufgebaut werden. Semantische Bildanalyse zur Schadenerkennung, Anomalieerkennung von Betrugsfällen oder eine Analyse von Kundendaten zur Entwicklung neuer Geschäftsstrategien, die Anwendungsfelder und Einsatzszenarien von Künstlicher Intelligenz sind vielfältig. Mit dem b+m Kl-Lab stellt der Bereich Engineering bereits ein breites Know-how, Erfahrung und Technologie zur Verfügung. Dazu gehört nicht nur die Entwicklung und das Training von Kl-Modellen, sondern auch deren Betrieb (MLOps). Die Kl-Kompetenz soll weiterhin mit hoher Priorisierung ausgebaut und auch intern strategisch zur Aufwertung der eigenen Produkte und Schaffung von hochattraktiven und innovativen Arbeitsplätzen eingesetzt werden.
Melsdorf, 23. Januar 2023 Frank Mielke, Vorstand BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die b+m Informatik AG, Melsdorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der b+m Informatik AG, Melsdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der b+m Informatik AG, Melsdorf, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kiel, 23. Februar 2023 GWU
Stoltenberg, Wirtschaftsprüferin |
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