Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 44227
Eingetragen
19.3.1996
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit Wasch-, Putz- und ReinigungsmittelnHerstellung von sonstigen anorganischen Grundstoffen und Chemikalien
Gegenstand
Herstellung, der Kauf, der Verkauf, der Vertrieb, die Behandlung und der Transport von Chemikalien, sonstigen Materialien, Ausstattungen und anderen Hilfsprodukten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Knut Dr. Chmil
seit 12.12.2023
Geschäftsführer
Wojciech Mazurek
seit 9.7.2015
Geschäftsführer
Roger Stubbs
seit 14.12.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Stepan Europe S.A.S.FRA
94.00%
Stepan CompanyUSA
6.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Stepan Europe S.A.S.
France
127.824 €
94.00%
Stepan Company
United States
8.159 €
6.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stepan Deutschland GmbH

Wesseling

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Stepan Deutschland GmbH, Wesseling

Grundlagen des Unternehmens

Gegenstand der Stepan Deutschland GmbH - im Folgenden auch "Stepan Deutschland", "Gesellschaft" oder "SD" genannt - ist Herstellung, Kauf, Verkauf, Vertrieb, Behandlung und Transport von Chemikalien, sonstigen Materialien, Zubehör und anderen Zulieferprodukten. Die Gesellschaft betreibt und unterhält eine Produktionsstätte mit derzeit zwei Produktionsanlagen zur Herstellung von Polyolen am Standort Wesseling.

Gesellschafter der SD sind die Stepan Europe S.A., Voreppe/Frankreich, sowie die Stepan Company, Wilmington, Delaware/USA. Damit gehört die SD zum US-amerikanischen Konzern Stepan Company mit Sitz in Northfield, Illinois/USA. Die Stepan-Gruppe ist ein international agierender Konzern mit dem Tätigkeitsfeld der Herstellung und des Vertriebs von Spezial-Chemikalien. Als produzierende Einheit innerhalb der Stepan-Gruppe verantwortet die SD seit Ende 2018 ausschließlich die Produktion von Polyolen, welche über die Vertriebseinheiten innerhalb der Stepan-Gruppe direkt an die weiterverarbeitenden Kunden vertrieben werden.

Für die Verkaufs-, Marketing- und weiteren Geschäftstätigkeiten bezieht die SD Dienstleistungen von anderen Stepan-Gesellschaften. Der Verkauf erfolgt dabei über die polnische Schwestergesellschaft Stepan Polska Sp. z o.o., Brzeg Dolny/Polen.

Wirtschaftsbericht

Die nachfolgenden Aussagen zum Wirtschaftsbericht beruhen auf Analysen des Verbandes der Chemischen Industrie e.V. (VCI), S&P Global Market Intelligence sowie eigenen Analysen.

Gesamtwirtschaft

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2023 verlangsamt und lag im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Zu den belastenden Faktoren zählten insbesondere die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, die zunehmende Fragmentierung der Weltwirtschaft sowie hohe Inflationsraten und eine restriktivere Geldpolitik. Positiv auf die Gesamtwirtschaft wirkten sich hingegen die nachlassenden Logistik- und Materialengpässe sowie der gegenüber dem Vorjahr insgesamt leicht nachlassende Inflationsdruck aus.

Die Weltwirtschaft verzeichnete 2023 - wie bereits im Vorjahr - ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um rund 3 %.

Die Wirtschaft in Europa wuchs im Gesamtjahr um etwa 1 %. In Nordamerika lag die Entwicklung des Wirtschaftswachstums bei rund 2 %. Die Wirtschaftsräume IMEA und Asien/Pazifik verzeichneten jeweils ein Wirtschaftswachstum von etwa 4 %. In Lateinamerika legte die Wirtschaftsleistung um etwa 2 % zu.

Weltweit lag die Arbeitslosenquote mit etwa 7 % auf dem Niveau des Vorjahres. In Europa verblieb die Arbeitslosenquote bei etwa 5,5 %, in Nordamerika betrug sie gegenüber dem Vorjahreszeitraum unverändert etwa 4 %. Im Wirtschaftsraum IMEA lag die Arbeitslosenquote bei rund 11 %. In Lateinamerika betrug sie etwa 6,5 %, in der Region Asien/Pazifik rund 4 %.

Die Inflation lag im Jahr 2023 weltweit bei etwa 5,5 % und damit insgesamt unter dem Niveau des Jahres 2022 (etwa 7,5 %). In Europa und Nordamerika erhöhte sich das Preisniveau jedoch um etwa 6 % beziehungsweise etwa 4 % - damit verblieb die Inflation weiterhin auf einem erhöhten Niveau, lag jedoch jeweils deutlich unterhalb der Steigerungsraten des Vorjahres. Die Inflationsrate im Wirtschaftsraum IMEA lag mit rund 16 % leicht unter dem Vorjahresniveau. In Lateinamerika stieg sie deutlich gegenüber dem Vorjahr auf etwa 22 %. Im Wirtschaftsraum Asien/Pazifik betrug die Inflation rund 2 %.

Die Preise für direkte Materialien (Rohstoffe, Verpackungen, bezogene Waren und Leistungen) haben im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr einen durchschnittlichen Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich verzeichnet. Die Rohstoffpreise bewegten sich nach den erheblichen Anstiegen in den Vorjahren insgesamt weiterhin auf einem hohen Niveau, zeigten im Jahresverlauf aber einen zunehmenden Abwärtstrend, der unter anderem durch die fortgesetzt hohe Unsicherheit am Markt und eine niedrigere Industrienachfrage bedingt war. Der Anstieg für Preise für direkte Materialien gegenüber dem Vorjahr war dabei insbesondere durch steigende Löhne und in Teilen immer noch hohe Logistik- und Energiekosten geprägt.

Der US-Dollar verzeichnete im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Euro eine leichte Abwertung. Zum Jahresende lag der Wechselkurs des US-Dollars gegenüber dem Euro bei 1,11.

Branchenentwicklung und Globale Entwicklung

Die privaten Konsumausgaben stiegen im Jahr 2023 weltweit um etwa 3 % und damit weniger stark als im Vorjahr. In Europa erhöhten sich die privaten Konsumausgaben um etwa 1 %, in Nordamerika um etwa 2 %.

Die Wirtschaftsräume IMEA und Asien/Pazifik verzeichneten jeweils einen Anstieg der privaten Konsumausgaben um etwa 5 %, während Lateinamerika einen Anstieg von etwa 2,5 % auswies.

Der Index der Industrieproduktion (IPX) lag weltweit mit einem Wachstum von rund 1 % deutlich unter der Steigerungsrate des Vorjahres.

Während Europa im Jahr 2023 eine rückläufige Entwicklung von etwa -1 % verzeichnete, stagnierte die Industrieproduktion in Nordamerika. Der Wirtschaftsraum IMEA zeigte ein Wachstum um etwa 1,5 % und Lateinamerika eine Steigerung von etwa 1 %. Im Wirtschaftsraum Asien/Pazifik legte die Industrieproduktion um etwa 2 % zu.

Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat das Jahr 2023 mit einem ernüchternden Schlussquartal abgeschlossen. Besonders die fehlenden Aufträge als Folge der schwachen Industriekonjunktur in Europa und der intensive Wettbewerb führten zu Umsatzrückgängen im In- und Ausland. Weitere Produktionsdrosselungen waren die Folge.

Produktion

Die Produktion ging im Vergleich zum Vorquartal um 2,3 % zurück. Im Vorjahresvergleich entsprach dies einem Minus von 4,3 %. Die Kapazitäten der Branche waren mit 77,2 % nicht ausgelastet.

Erzeugerpreise

Die Erzeugerpreise gingen im Vergleich zum Vorquartal um 0,1 % zurück. Damit waren chemische und pharmazeutische Erzeugnisse 5,3 % günstiger als ein Jahr zuvor.

Umsatz

Der Gesamtumsatz der Chemie- und Pharmaindustrie sank saisonbereinigt um 1 % auf insgesamt 51,3 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Verkaufserlöse um 11,9 %.

Beschäftigung

Die Zahl der Arbeitsplätze in der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland blieb nach Aussage des VCI (Verband der Chemischen Industrie e.V.) mit rund 477.000 Beschäftigen noch auf stabilem Niveau.

Bedeutsame finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als produzierende Gesellschaft innerhalb der Stepan-Gruppe ist die Planung unseres Unternehmens insbesondere von den Aktivitäten der Vertriebseinheiten im Konzern gesteuert. Die für die interne Unternehmenssteuerung wichtigsten Größen sind die Absatz- und Produktionsplanung.

Weiterhin steuern wir unser Unternehmen durch diverse Produktionskennzahlen, wie insbesondere die zeitnahe Produktion und Lieferfähigkeit nach Auftragseingang. Weiterhin ist die Anzahl meldepflichtiger Unfälle ein wichtiger Indikator für die Steuerung unserer Gesellschaft.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Investitionen

Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in Höhe von TEUR 2.089 durchgeführt. Diese Investitionen sind Teil einer unternehmensweiten Strategie der Erweiterung der Produkttechnologie - für den Standort Wesseling bedeutet das die maschinentechnische und prozessbezogene Befähigung, zusätzlich zu den Flüssig- zukünftig auch Feststoff-Rohmaterialien verarbeiten und im Ergebnis neue Produkte herstellen zu können. In erster Linie im Bereich der Feuerbeständigkeit werden hierdurch zusätzliche oder erweiterte Parameter einen erhöhten Kundennutzen generieren.

Zum Bilanzstichtag werden "Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau" in Höhe von TEUR 15.675 für verschiedene Investitionsprojekte ausgewiesen.

Bilanzstruktur

Das Gesamtvermögen betrug am Ende des Berichtszeitraums TEUR 66.505 (Vorjahr: TEUR 61.033), wovon TEUR 37.719 (56,7 %) (Vorjahr: TEUR 39.442 (64,6 %)) auf das Anlagevermögen entfielen.

Das kurzfristige Fremdkapital beträgt TEUR 17.840 (Vorjahr: TEUR 16.861), die kurzfristigen Vermögenswerte betragen TEUR 28.779 (Vorjahr: TEUR 21.591).

Der Anstieg der Bilanzsumme um TEUR 5.472 resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Demgegenüber sind die Vorräte im Vorjahresvergleich um TEUR 3.395 rückläufig.

Die Finanzmittel betragen zum Stichtag TEUR 504.

Im Bereich der Rückstellungen hat sich stichtagsbedingt ein Anstieg um TEUR 1.109 auf TEUR 4.314 ergeben, wobei der Anstieg im Wesentlichen auf Rückstellungen für ausstehende Rechnungen zurückzuführen ist.

Demgegenüber sind zum Bilanzstichtag die kurzfristigen Verbindlichkeiten stichtagsbedingt um TEUR 129 auf TEUR 13.526 zurückgegangen.

Verschuldung

Zum 31. Dezember 2023 belief sich das Eigenkapital auf TEUR 48.665 (Vorjahr: TEUR 44.172). Die Eigenkapitalquote beträgt 73,2 % (Vorjahr: 72,4 %).

Vor dem Hintergrund positiver Jahresergebnisse in den letzten Jahren sowie weiterhin positiver Prognosen für die kommenden Jahre ist unsere Gesellschaft hinsichtlich der Finanzstruktur gesund aufgestellt. Wie in den Vorjahren hängt die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft zumindest für den Fall notwendiger weiterer Investitionen weiterhin von der finanziellen Unterstützung durch die Gesellschafter ab.

Die Kapazitäten der Anlagen waren im Geschäftsjahr 2023 mit 59,7 % (Vorjahr: 65,6 %) ausgelastet.

Finanzlage

Aufgrund der nachhaltig guten Ertragslage ist die Gesellschaft in der Lage, die finanziellen Mittel zur Finanzierung der Investitionen bzw. der laufenden Geschäftstätigkeit aufzubringen.

Der Vertrieb der europäischen Polyol-Produktion erfolgt über die Stepan Polska Sp. z o.o., Brzeg Dolny/Polen. Zum Bilanzstichtag weist die SD daher Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Stepan Polska in Höhe von TEUR 17.623 (Vorjahr: TEUR 977) aus.

In einer nach DRS 21 ermittelten Kapitalflussrechnung ist der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit der SD mit TEUR 5.112 negativ. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 1.496 negativ.

Aus diesem Grund hat sich der Finanzmittelfonds der Gesellschaft im Verlauf des Geschäftsjahres insgesamt um TEUR 6.608 reduziert.

Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gewährleistet. Auch zukünftige Zahlungsverpflichtungen wird die Gesellschaft aufgrund der Zahlungsmittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft sowie der grundsätzlichen Möglichkeit weiterer Darlehensaufnahmen bei der Muttergesellschaft jederzeit erfüllen können.

Ertragslage

Umsatz

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse von TEUR 122.937 erzielt, was gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von TEUR 23.004 bedeutet. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist sowohl durch den Volumenrückgang als auch durch die gesunkenen Beschaffungspreise und dementsprechend niedrigeren Produktionskosten bedingt.

Die Verrechnungspreise werden wie im Vorjahr anhand der Produktions- und Overhead-Kosten zzgl. einer Marge ermittelt. Die Absatzpreise weisen somit einen engen Bezug zu den Beschaffungspreisen auf, welche im Jahr 2023 ganzjährig unterhalb der Preisnotierungen für das Jahr 2022 lagen. Im Rohstoffbereich gibt es branchentypisch einen engen Zusammenhang zur Preisentwicklung für Rohöl. Dies gilt insbesondere für Polyol-Produkte.

Das Absatzvolumen belief sich im Jahr 2023 auf insgesamt 75.101 t. Dies bedeutet einen Rückgang der Absatzmenge um 10 % im Vergleich zum Vorjahr (83.485 t).

Produktion

Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 71.615 t produziert und damit 7.257 t weniger als im Vorjahr (78.872 t). Die durch die Vertriebseinheiten innerhalb der Stepan-Gruppe vorgegebenen Planzahlen sind damit bei den Absatz- und Produktionsmengen nicht vollständig erreicht worden.

Betriebliches Ergebnis (EBIT) und Jahresüberschuss

Unsere Gesellschaft hat nach einem Jahresüberschuss von TEUR 5.574 im Geschäftsjahr 2022 im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 4.492 erwirtschaftet.

Das EBIT hat sich im Berichtsjahr umsatzbedingt verschlechtert und liegt mit TEUR 6.637 unter dem Vorjahreswert von TEUR 8.178.

Die Ertragslage der SD ist im Berichtsjahr weiter positiv.

Die Personalintensität (Personalaufwand : Umsatzerlöse) hat sich leicht von 3,8 % auf 4,3 % verschlechtert, die Materialintensität (Materialaufwand : Umsatzerlöse) hingegen hat sich im Berichtsjahr leicht verbessert und betrug 79,3 % (Vorjahr: 81,1 %).

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung

Die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 wird von der Geschäftsführung insgesamt positiv beurteilt. Die weiterhin hohe Nachfrage - insbesondere im Bereich der Polyol-Produkte - führt zu einer hohen Auslastung unserer Produktionsanlagen. Die kontinuierlichen Investitionen ermöglichen eine weitere Verbesserung unserer Produktionsplanung und somit des gesamten Produktionsprozesses.

Die im Vorjahr geäußerte Erwartung steigender Produktions- und Absatzmengen im Polyol-Bereich konnte insgesamt nicht vollständig erfüllt werden. Das Jahresergebnis hat sich bedingt durch den Rückgang des Absatzvolumens im Vorjahresvergleich verschlechtert und spiegelt damit auch die geringere Weiterbelastung der gesunkenen Produktionskosten wider.

Die Pünktlichkeit der Lieferungen lag mit 95 % wie in den Vorjahren auf hohem Niveau.

Die Zahl der auf Anhieb innerhalb der Spezifikationsgrenzen hergestellten Lose lag mit 99,9 % wie im Vorjahr (100 %) über der Zielvorgabe von 99 %.

Mitarbeiter und Fortbildung

Ende Dezember 2023 beschäftigte unsere Gesellschaft insgesamt 51 (Vorjahr: 51) Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Sämtliche Mitarbeiter werden fortlaufend betrieblich aus- und weitergebildet.

Forschung und Entwicklung

Eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden nicht durchgeführt.

Nachhaltigkeit

SD wirtschaftet nachhaltig und gesellschaftlich verantwortungsvoll. Diesen Anspruch haben wir in unseren Unternehmenswerten verankert. Denn wir sind davon überzeugt, dass wirksamer Umweltschutz und soziale Verantwortung wichtige Grundlagen für unseren unternehmerischen Erfolg sind.

Qualitätsmanagementsystem

Die SD betreibt umfangreiche Qualitätssicherungsmaßnahmen im Rahmen ihrer Unternehmensführung. In diesem Zusammenhang verfügt die SD über Zertifizierungen nach DIN ISO 9001:2015, ISO 14001:2015, ISO 50001:2018 und ISCC PLUS.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Konjunkturausblick

Für das Gesamtjahr 2024 rechnet der VCI mit einer auf niedrigem Niveau stagnierenden Produktion. Bei rückläufigen Preisen wird der Branchenumsatz in diesem Jahr voraussichtlich um 3,5 % sinken. Angesichts weiterhin volatiler Rahmenbedingungen ist eine Prognose zurzeit mit hohen Risiken behaftet.

Nach der anhaltend abgeschwächten Wachstumsdynamik im Jahresverlauf 2023 wird durch S&P Global Market Intelligence auch für das Jahr 2024 ein moderates Wachstum (rund 2 %) der globalen Wirtschaftsleistung prognostiziert. Dabei dürfte die globale konjunkturelle Entwicklung weiterhin durch insgesamt noch erhöhte Inflationsraten sowie fortgesetzte geopolitische Unsicherheiten - nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine und des Nahostkonflikts - geprägt sein.

Für die europäische Wirtschaft wird von einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von rund 1 % ausgegangen. Für Nordamerika und Lateinamerika wird jeweils ein Anstieg um etwa 1,5 % erwartet. Für die Wirtschaftsräume IMEA und Asien/Pazifik wird jeweils ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von rund 4 % prognostiziert.

Die Inflation soll 2024 der Prognose von S&P Global Market Intelligence zufolge weltweit etwa 4,5 % betragen - damit liegt sie unterhalb der Inflationsrate des Vorjahres (etwa 5,5 %), bleibt aber im Durchschnitt auf hohem Niveau. Für Europa und Nordamerika wird jeweils eine Inflationsrate von rund 3 % prognostiziert. Für den Wirtschaftsraum IMEA wird von einer Preissteigerungsrate von etwa 12,5 % ausgegangen. Für Lateinamerika wird eine deutlich zweistellige Inflationsrate von etwa 29,5 % erwartet. Im Wirtschaftsraum Asien/Pazifik liegt der prognostizierte Anstieg bei rund 2 %.

Die Risiken für die weitere Entwicklung bleiben hoch und die Prognosen dementsprechend ungewiss. Aus unserer Sicht ergeben sich für unser Unternehmen dabei insbesondere folgende Risiken:

Absatz

Langfristig ergeben sich Risiken aus der möglichen Reduzierung der Nachfrage nach unseren Produkten. Die Risiken sind die mögliche Beeinträchtigung der Solvenz unserer Kunden, die Entwicklung unseres Umsatzes und unserer eigenen Liquidität. Die Wahrscheinlichkeit dieser Risiken ergibt sich aus der Zeitspanne, bis eine nachhaltige Erholung der Märkte eingetreten ist.

Beschaffung

Bisher gab es keine langandauernden Versorgungsengpässe. Zum Zeitpunkt dieser Berichtserstellung wurden vom Markt erhöhte Rohstoffpreise angefragt, wobei diese bei unseren Großabnahmemengen im Falle von DEG und PA im 1. Quartal 2024 mit bis zu 17 % zu verbuchen waren. Im Falle von PA wäre als Grund die Force Majeure Meldung eines Hauptlieferanten und beim DEG das Zusammentreffen der Faktoren 'limitierte Produktionskapazitäten in Europa, Standortschließungen in den USA wegen der Kältewelle im Januar 2024 und die verspäteten Ankünfte von Containerschiffen aufgrund der Lage im Roten Meer' als Verursacher der Preisanstiege zu benennen.

Grundsätzlich ergibt sich ein geringes Risiko aus der mangelnden Verfügbarkeit von Materialien bzw. Beeinträchtigungen der Lieferketten, da Stepan weltweit Rohstoffe bezieht und somit flexibel auf Marktveränderungen reagieren kann. Die hieraus zu erwartenden monetären Auswirkungen sind gegenwärtig nicht zuverlässig abschätzbar.

Personal/Produktion

Aufgrund der Absatzsituation mussten wir keine Maßnahmen im Personalbereich (z.B. Kurzarbeit, Überstunden- und Urlaubsabbau) ergreifen. Wir gehen davon aus, dass die Auftragslage auch im laufenden Geschäftsjahr keine derartigen Maßnahmen nach sich ziehen wird.

Liquidität

Unsere gegenwärtige Liquidität stufen wir aufgrund obiger Ausführungen positiv ein. Angesichts der Einbeziehung in unser Konzern-Cash-Pooling-System sehen wir unsere Liquidität darüber hinaus auch bis auf Weiteres als nicht gefährdet an.

Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 und Ausblick für 2025

Trotz dieser bestehenden Risiken und Unsicherheiten erwarten wir auch für das Geschäftsjahr 2024 unsere Polyol-Produktionskapazitäten weiterhin gleichbleibend auslasten zu können.

Für die Rohstoffbeschaffungskosten gehen wir von einem leichten Anstieg aus, welcher durch die Entwicklung im ersten Quartal 2024 auch bestätigt wird. Entsprechend werden sich voraussichtlich unsere Beschaffungs- und Absatzpreise leicht erhöhen. Hinsichtlich der Absatz- und Produktionsmengen gehen wir von einer leichteren Steigerung im Vorjahresvergleich aus.

Da unsere Absatzpreise auf Grundlage unserer Herstellungskosten festgelegt werden, gehen wir davon aus, dass trotz der konjunkturellen Risiken weiterhin ein positives Jahresergebnis erwirtschaftet werden kann.

Auch unter Berücksichtigung der Unsicherheit geht die Geschäftsleitung auf Basis der aktuellen Schätzungen und Szenarien für das Geschäftsjahr 2024 davon aus, dass die finanziellen Mittel ausreichen werden, um den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Weiterer Ausblick

Wir planen in der Zukunft weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Produktpalette, größeren Flexibilität in der Produktion und zu höherer Rentabilität unseres Produktionsprozesses.

Die SD verfügt seit Fertigstellung der neuen Polyol-Anlage über eine behördlich genehmigte Polyol-Kapazität von jährlich 130.000 t.

Insgesamt basieren die vorgenannten Erwartungen auf zuletzt verfügbaren Daten und Einschätzungen und beziehen alle zum gegenwärtigen Zeitpunkt bekannten positiven und negativen Faktoren mit ein.

Risikobericht

Integriertes Chancen- und Risikomanagementsystem und Risikocontrolling

Auf Basis konzerneinheitlicher Standards beziehen wir systematisch Chancen und Risiken in unsere Planungs- und Entscheidungsprozesse ein. So lassen sich Gefahrenpotenziale frühzeitig minimieren und Chancen zielgerichtet und erfolgreich nutzen. Das Risikomanagementsystem ist Bestandteil sämtlicher Planungs-, Controlling- und Berichterstattungssysteme in den einzelnen Gesellschaften, den Unternehmensbereichen sowie auf Stepan-Konzernebene.

Risikomanagementprinzipien und -prozess

Die Stepan-Gruppe hat ein dezentralisiertes Risikomanagementsystem, das Risiken vor dem Hintergrund heterogener Risikoprofile in den einzelnen Geschäftssegmenten und Regionen dort identifiziert, bewertet und managt, wo sie auftreten.

Das zentrale Risikomanagement durch die Muttergesellschaft Stepan Europe S.A., Voreppe/Frankreich, stellt zudem relevante Risikomanagement-Werkzeuge und Know-how bereit, assistiert den jeweiligen Fachverantwortlichen im Risikomanagementprozess, aggregiert und konsolidiert die identifizierten Risiken auf konzernweiter Basis und überwacht ihre Entwicklung im Zeitablauf.

Unser Management integriert fortlaufend diese Risikoinformationen in seinen Entscheidungsfindungsprozess. Der Risikomanagementprozess besteht aus den folgenden Schritten:

Risikoidentifikation

Risikobeurteilung

Risikosteuerung

Risikocontrolling

Risikomanagementdokumentation

Operative Risikostruktur

Als Produktionsstandort innerhalb des Stepan-Konzerns gehören Produktionsausfälle aufgrund von Störungen in unseren Produktionsanlagen oder im Zusammenhang mit der Beschaffung von notwendigen Betriebsmitteln für den Produktionsprozess zu den größten betrieblichen Risikobereichen, mit der möglichen Konsequenz der Lieferunfähigkeit. Diese Risiken im Produktionsbereich werden durch hohe Flexibilität der Standorte innerhalb des Stepan-Konzerns bezüglich des Produktionssortiments sowie durch klar definierte Sicherheitsstandards, hohe Mitarbeiterqualifikationen und regelmäßige Wartungen der Anlagen minimiert.

Detaillierte Analysemethoden und ein strenges Produktfreigabeverfahren zielen auf eine fehlerfreie Produktzusammensetzung. Außerdem legen unsere Sicherheits- und Umweltstandards konzernweite Anforderungen für die hohe Qualität unserer Produkte fest.

Investitionen werden detailliert auf Risikoaspekte hin analysiert. Sorgfältige Prüfungen im Vorfeld sowie begleitende Prüfungen zur Durchführbarkeit solcher Projekte bilden die Basis für eine erfolgreiche Projektsteuerung und eine wirksame Risikoreduzierung. Investitionsentscheidungen richten sich nach festgelegten und differenzierten Zuständigkeitsregelungen und Genehmigungsprozessen, die alle relevanten Fachgebiete einbeziehen.

Im Jahr 2023 gab es keinen meldepflichtigen Unfall.

Entsprechend der Unternehmensphilosophie wurden die umfangreichen Maßnahmen zur Abfallreduzierung fortgeführt. Eine vollständige Abfallvermeidung ist bei der derzeit verfügbaren Produktionstechnologie jedoch noch nicht möglich. Verbleibende Abfallrestmengen werden fachgerecht entsorgt bzw. der stofflichen Verwertung zugeführt.

Die Gesamtmenge an Abfall im Jahr 2023 belief sich auf 86,913 t (Vorjahr: 164,286 t), wobei eine Reduktion um 115,14 t Destillat C durch die Implementierung der TOX 2 Unit hervorzuheben ist.

Weitere Risiken ergeben sich aus Preisschwankungen am Beschaffungsmarkt. Aufgrund der Preisvereinbarungen mit den Vertriebseinheiten innerhalb der Stepan-Gruppe wirken sich sinkende Beschaffungspreise unmittelbar auch auf die Absatzpreise aus.

Funktionale Risikostruktur

Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken werden im Rahmen eines aktiven Treasury-Managements und konzernweit gültiger Richtlinien zentral durch Corporate Treasury außerhalb der SD gesteuert. In diesem Rahmen werden in geringem Umfang auch Devisentermingeschäfte zur Absicherung der Einkäufe der SD in USD abgeschlossen.

Die klaren Regelungen zum Umgang mit finanziellen Risiken sind wesentlicher Bestandteil der Finanzstrategie von Stepan Deutschland. Unser Ziel ist es, die konkurrierenden Anforderungen an Rentabilität, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit der Finanzierung bestmöglich miteinander in Einklang zu bringen. Zu diesem Zweck erfolgt die Finanzierung der europäischen Gesellschaften des Stepan-Konzerns zentral durch die Muttergesellschaft Stepan Europe S.A.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, die einen wesentlichen Einfluss auf unsere finanzielle Lage haben könnten, sind zurzeit weder anhängig noch angedroht. Den rechtlichen Risiken begegnen wir durch den ständigen Kontakt zwischen der zentralen Rechtsabteilung und den lokalen Anwälten sowie durch unser Berichterstattungssystem, das laufende Verfahren und potenzielle Risiken erfasst.

Für im Unternehmen verbleibende Haftungsrisiken und potenzielle Schadensfälle haben wir weltweit Versicherungen abgeschlossen.

Gesamtrisiko

Die dargelegten Maßnahmen zum Risikomanagement stellen sicher, dass allen relevanten Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie den Risiken aus Zahlungsstromschwankungen effektiv begegnet wird. Aus Sicht der SD stellen die Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten sowie die zukünftige US-Dollar-Kursentwicklung zentrale Risiken für die mittelbare Ertragslage des Unternehmens dar. Wie im Vorjahr sind keine Risiken der zukünftigen Entwicklung erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

Die derzeitige Risikoanalyse zeigt, dass weder Einzelrisiken noch das aggregierte Gesamtrisiko nachhaltig die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns beeinträchtigen.

Chancenbericht

Wesentliche Chancen ergeben sich aus der wachsenden Nachfrage an Polyolen im Markt. Ein Einsatzgebiet für Polyole ist die Weiterverarbeitung in der Herstellung von Materialien zur Wärmedämmung insbesondere im Bereich der Gebäudedämmung. Im Zuge weiter steigender Energiepreise wird die Nachfrage für Gebäudeenergieeffizienzsteigerungen und damit auch am Produkt Polyol zukünftig weiter steigen. Hieraus könnte sich mittelfristig eine steigende Auslastung unserer Produktionsanlagen ergeben, die sich insbesondere durch die Integration der Feststoff-Anlage und somit einer Erweiterung des Produktportfolios ergeben wird.

 

Wesseling, 27. Mai 2024

Stepan Deutschland GmbH

Die Geschäftsführung

Wojciech Mazurek

Dr. Knut Chmil

Roger Stubbs

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 37.719.284,83 39.442.354,61
I. Sachanlagen 37.719.284,83 39.442.354,61
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.975.875,05 5.030.124,84
2. technische Anlagen und Maschinen 17.056.061,55 19.002.116,39
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.237,13 16.205,91
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.675.111,10 15.393.907,47
B. Umlaufvermögen 28.680.015,04 21.522.248,04
I. Vorräte 6.931.453,41 10.325.847,59
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.061.189,91 6.723.546,89
2. fertige Erzeugnisse und Waren 3.870.263,50 3.602.300,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 21.244.668,53 4.084.786,51
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 20.276.166,44 2.384.426,28
2. sonstige Vermögensgegenstände 968.502,09 1.700.360,23
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 503.893,10 7.111.613,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.440,11 -23.750,12
D. Abgrenzungsposten für latente Steuern 73.438,99 92.188,86
Bilanzsumme, Summe Aktiva 66.479.178,97 61.033.041,39

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 48.664.659,92 44.172.327,48
I. gezeichnetes Kapital 135.983,00 135.983,00
II. Kapitalrücklage 12.753.497,82 12.753.497,82
III. Gewinnvortrag 31.282.846,66 25.709.044,42
IV. Jahresüberschuss 4.492.332,44 5.573.802,24
B. Rückstellungen 4.314.293,08 3.205.418,22
1. Steuerrückstellungen 866.511,30 718.923,16
2. sonstige Rückstellungen 3.447.781,78 2.486.495,06
C. Verbindlichkeiten 13.500.225,97 13.655.295,69
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.799.130,71 13.290.891,78
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.639.585,63 267.462,88
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.639.585,63 267.462,88
3. sonstige Verbindlichkeiten 61.509,63 96.941,03
davon aus Steuern 61.509,63 56.388,94
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 61.509,63 96.941,09
Bilanzsumme, Summe Passiva 66.479.178,97 61.033.041,39

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 122.937.106,72 145.941.272,75
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 274.323,80 -42.076,99
3. sonstige betriebliche Erträge 326.477,37 440.084,50
4. Materialaufwand 97.453.257,99 118.318.566,96
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 96.448.610,12 117.213.732,04
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.004.647,87 1.104.834,92
5. Personalaufwand 5.300.022,07 5.537.099,74
a) Löhne und Gehälter 4.326.656,91 4.575.258,74
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 973.365,16 961.841,00
davon für Altersversorgung 183.715,69 188.888,37
6. Abschreibungen 3.219.042,12 3.068.778,74
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 3.219.042,12 3.068.778,74
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.929.066,30 11.237.002,90
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.636.519,41 8.177.831,92
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.144.874,01 2.604.064,04
10. sonstige Steuern -687,04 -34,36
Jahresüberschuss 4.492.332,44 5.573.802,24

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Stepan Deutschland GmbH, Wesseling

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Allgemeines

Der Jahresabschluss der Stepan Deutschland GmbH, Wesseling (Amtsgericht Köln, HRB 44227), - im Folgenden kurz "Gesellschaft" oder "SD" genannt - zum 31. Dezember 2023 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Bei der SD handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Anlagevermögen

Grundstücke und Bauten werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen linear vermindert. Technische Anlagen und Maschinen sowie die Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen nach betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer linear vermindert.

Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 150,00 werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 liegen, werden nach der Sammelpostenmethode bewertet und im Jahr des Zugangs und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren linear abgeschrieben. Der Abschreibungsverlauf entspricht grundsätzlich der durchschnittlichen betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Für die Abschreibung von Gegenständen des Anlagevermögens werden folgende Abschreibungsmethoden angewendet:

Anlagenposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer (Jahre)
Bauten auf eigenen Grundstücken linear 25
Außenanlagen linear 15
Technische Anlagen und Maschinen linear 10 - 15
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 3 - 10

Vorratsvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit dem gewogenen Durchschnitt der Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten der im Geschäftsjahr bezogenen Materialien bewertet. Sofern der letzte Bezugspreis einen geringeren Wert als der ermittelte Durchschnittswert ergibt, wird er für die Bewertung verwendet.

Fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert abzüglich Wertberichtigungen, sofern notwendig, angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Transaktionskurs eingebucht. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen in Fremdwährung werden mit dem Transaktionskurs eingebucht. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Aktive latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergab sich - wie im Vorjahr - insgesamt eine aktive latente Steuer.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes der SD in Höhe von 31,93 % (Vorjahr: 31,93 %). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden gebildet für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten in angemessenem und ausreichendem Umfang. Die Bewertung erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Umsatzrealisation

Umsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.

Einzelangaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 einschließlich der kumulierten Anschaffungskosten und Abschreibungen wird auf das separat dargestellte Anlagengitter verwiesen (Anlage zum Anhang).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 20.276; Vorjahr: TEUR 2.384) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 17.911 (Vorjahr: TEUR 977) enthalten. Die in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthaltenen Forderungen gegen die Gesellschafter betragen TEUR 646 (Vorjahr: TEUR 804). Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen überwiegend aus Vorsteuererstattungsansprüchen. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern beziehen sich ausschließlich auf Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen in der Bilanzposition Sachanlagen.

Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Es ist zu beachten, dass Teile des grundsätzlich frei verfügbaren Eigenkapitals unter der Ausschüttungssperre des § 268 Abs. 8 HGB stehen. Der ausschüttungsgesperrte Teil beläuft sich auf EUR 73.438,99 (Vorjahr: TEUR 92) und resultiert ausschließlich aus der Aktivierung latenter Steuern.

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert EUR 135.983,00. Die Kapitalrücklage beträgt ebenfalls unverändert EUR 12.753.497,82.

Nach Abzug der ausschüttungsgesperrten Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB von EUR 73.438,99 verbleibt ein frei verfügbares Eigenkapital von EUR 48.455.237,93.

Steuerrückstellungen

In den Steuerrückstellungen werden Rückstellungen für die Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 423 (Vorjahr: TEUR 354) sowie Körperschaftsteuer TEUR 442 (Vorjahr: TEUR 363) ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen mit TEUR 2.921 (Vorjahr: TEUR 1.677), für Personal mit TEUR 256 (Vorjahr: TEUR 568), Jahresabschlusskosten inkl. Steuerberatung mit TEUR 229 (Vorjahr: TEUR 199) und Rückstellungen für Rechtsbeistand mit TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 42).

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten sind alle innerhalb eines Jahres fällig.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten von insgesamt TEUR 2.301 (Vorjahr: TEUR 71) gegenüber den Gesellschaftern enthalten. Die Verbindlichkeiten resultieren aus aufgelaufenen Konzernumlagen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr 2023 hat SD ausschließlich Polyole produziert.

Die folgende Übersicht enthält die Aufgliederung der Umsatzerlöse sowie Erlöse aus Frachtweiterbelastungen:

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Polyole 114.483 136.819
Sonstige (Frachten etc.) 8.454 9.122
122.937 145.941

Aufgrund der Vertriebsstruktur der Gesellschaft erfolgen im Wesentlichen alle Verkäufe der SD über die Muttergesellschaft Stepan Europe S.A., Voreppe/Frankreich, bzw. über die Schwestergesellschaft Stepan Polska Sp. z o.o., Brzeg Dolny/Polen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die folgende Übersicht enthält die Aufgliederung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen:

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Frachten 6.234 6.666
Fremdleistungen 2.023 1.967
Wartung, Reparaturen 1.237 1.313
Kursdifferenzen 52 325
Konzerninterne und externe Beratungskosten und Prüfungskosten 248 307
Werbe- und Reisekosten 153 106
Versicherungen 365 322
Verlust aus Anlagenabgang 593 113
Übrige 369 118
Gesamt 11.363 11.237

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Geschäftsjahr durch Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 19 beeinflusst worden (Vorjahr: Erträge in Höhe von TEUR 13).

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 51 (Vorjahr: 51) Mitarbeiter (davon: 25 Angestellte und 26 Arbeiter) beschäftigt. Zum Geschäftsjahresende betrug die Zahl der Mitarbeiter 51 (Vorjahr: 51) Mitarbeiter.

Organe und Organbezüge

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Dr. Gino Rombey (Dipl.-Chemiker), Mönchengladbach (bis zum 12. Dezember 2023)

Werksleiter Stepan Deutschland GmbH

Herr Dr. Knut Chmil (Dipl.-Chemiker), Wietmarschen (ab dem 12. Dezember 2023)

Werksleiter Stepan Deutschland GmbH

Herr Pierre-Yves Chabrol (Dipl.-Kaufmann), Corenc/Frankreich Leiter Finanzen der Stepan Europe S.A.S.

Herr Roger Stubbs (Dipl.-Ingenieur), Rickmansworth/Großbritannien Director European Polymers Stepan Europe S.A.S.

Herr Wojciech Mazurek (Master in Economics), Katowice/Polen Vize President, Supply Chain European Polyols Stepan Europe S.A.S.

Zur Vertretung der Gesellschaft sind die Geschäftsführer jeweils gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder Prokuristen vertretungsberechtigt. Auf die Angabe der Organbezüge wurde aufgrund der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur Herr Dr. Rombey Gehalt für seine Geschäftsführungstätigkeit von der SD bezieht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen betragen wie folgt:

Jahr TEUR
2024 111
2025 33
2026 und später 17
161

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag liegen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB vor.

Verbundene Unternehmen und nahestehende Personen

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die mittelbar oder unmittelbar im Mehrheitsbesitz oder unter der einheitlichen Leitung der Stepan Company, Northfield, Illinois/USA, stehen, oder an denen dieser Gesellschaft mittelbar oder unmittelbar die in § 290 Abs. 2 HGB genannten Rechte zustehen. Anteilseigner der Gesellschaft sind die Stepan Europe S.A., Voreppe/Frankreich, die 94 % der Anteile an der SD hält sowie seit 2017 die Stepan Company, Northfield, Illinois/USA, mit einem Kapitalanteil von 6 %.

Geschäfte mit nahestehenden und Personen entsprechend § 285 Nr. 21 HGB zu marktunüblichen Konditionen wurden nicht getätigt.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer der SD für das abgelaufene Geschäftsjahr abgerechnete Honorar beträgt TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 56) und wurde ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen in Rechnung gestellt.

Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Gesellschafterin der SD sind die Stepan Europe S.A., Voreppe/Frankreich, sowie die Stepan Company, Wilmington, Delaware/USA. Das Konzernunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Stepan Company, Northfield, Illinois/USA (Registernummer: 36-1823834). Der Konzernabschluss ist bei Stepan Company, Northfield, Illinois 60093, sowie unter https://stepan.gcs-web.com/financial-reports erhältlich.

 

Wesseling, 27. Mai 2024

Stepan Deutschland GmbH

Die Geschäftsführung

Wojciech Mazurek

Dr. Knut Chmil

Roger Stubbs

Anlagespiegel

Bruttobuchwerte
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 100.598,98 0,00
100.598,98 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.039.689,38 102.556,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 57.524.896,48 761.632,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 500.151,09 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.452.639,55 1.224.783,69
79.517.376,50 2.088.972,34
79.617.975,48 2.088.972,34
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 409.312,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 593.000,00 -409.312,14
593.000,00 0,00
593.000,00 0,00
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 100.598,98
100.598,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.142.245,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 58.695.840,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 500.151,09
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.675.111,10
81.013.348,84
81.113.947,82
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 100.598,98 0,00 0,00
100.598,98 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.009.564,54 104.419,96 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.581.512,17 3.110.653,38 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 483.945,18 3.968,78 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
40.075.021,89 3.219.042,12 0,00
40.175.620,87 3.219.042,12 0,00
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 100.598,98 0,00 0,00
100.598,98 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.113.984,50 5.028.261,17 5.030.124,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 41.692.165,55 17.003.675,43 18.943.384,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 487.913,96 12.237,13 16.205,91
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 15.675.111,10 15.452.639,55
43.294.064,01 37.719.284,83 39.442.354,61
43.394.662,99 37.719.284,83 39.442.354,61

sonstige Berichtsbestandteile

 

Wesseling, 16. August 2024

Stepan Deutschland GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Knut Chmil

Wojciech Mazurek

Roger Stubbs

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 12.07.2024 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Stepan Deutschland GmbH, Wesseling

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stepan Deutschland GmbH, Wesseling, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stepan Deutschland GmbH, Wesseling, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 28. Mai 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Norbert Graetz, Wirtschaftsprüfer

Martin Mißmahl, Wirtschaftsprüfer

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