Auto Wichert GmbHLiquidiert

22417 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 23922
Eingetragen
11.9.1979
Branche
Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
1.) der Handel mit Kraftfahrzeugen, Ersatzteilen und Zubehör, der Betrieb einer Kraftfahrzeugreparaturwerkstatt, sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Vermittlungen und Dienstleistungen. 2.) Gegenstand des Unternehmens ist insbesondere die Fortführung des bisher von dem Kaufmann Robert Wichert unter der Einzelfirma Autohaus Wichert, Robert Wichert, in Langenhorner Chaussee 685 in 2000 Hamburg-Langenhorn 1, geführten Betriebes (KFZ-Handel und -werkstatt).

Historie

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Management

NameRolle
Bernd Glathe
seit 7.5.2020
Liquidator
Bernd Kußmaul
seit 7.5.2020
Liquidator
Liquidator
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte

72.00% identifiziert28.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
36.00%
Bernd Glathe
36.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Auto Wichert GmbHEigenbeteiligung
28.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Hamburg
279.000 €
36.00%
Bernd Glathe
Hamburg
279.000 €
36.00%

Beteiligungen

NameAnteil
28.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Auto Wichert GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Der Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Kraftfahrzeugen, Ersatzteilen und Zubehör, der Betrieb von Kraftfahrzeugreparaturwerkstätten sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Vermittlungen und Dienstleistungen.

2. Ziele und Strategien

In der Kundenzufriedenheitsanalyse strebt unser Unternehmen für die vertretenen Marken des VW-Konzerns und den sonstigen Lieferungen und Leistungen in der Kundenbewertung die marktmöglichen Topwerte an. Dies gelang in der Vergangenheit trotz des starken Wachstums, so auch wieder in 2017 trotz des Imageverlustes von VW in allen Unternehmensbereichen, wenn auch mit der Einschränkung, dass der Vertrauensverlust von VW von der Marke Wichert nicht total aufgefangen werden konnte. Es zeigt sich aber in dieser Krisensituation, dass die detaillierte Kundenbefragung uns durchaus die richtigen Schlüsse daraus ziehen lassen kann.

3. Forschung und Entwicklung

Die Auto Wichert GmbH ist nicht in Geschäftsfeldern tätig, die eine Forschung und Entwicklung in diesen Sinne erfordern.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, brachenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2017 gekennzeichnet durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2017 um 2,2% höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Im Vergleich zu den Vorjahren konnte das Tempo nochmals erhöht werden. Im Jahr 2016 war das BIP bereits deutlich um 1,9 % und 2015 um 1,7 % gestiegen. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von 1,3% lag.

2. Branchenentwicklung

Das Kfz-Gewerbe ist seit längerem im Strukturwandel und auch in den nächsten Jahren werden sich die Autohäuser und Kfz-Werkstätten massiv weiter verändern (müssen). Digitalisierung, Elektromobilität, Mega-Dealer, Konzentrationsprozess, Online-Autohandel, Werkstatt-Plattformen, Kfz-Service 4.0 - das sind nur einige Schlagwörter, die die Vielfalt des starken Wandels andeuten. Insbesondere die Digitalisierung beeinflusst alle Geschäftsfelder von Kfz-Betrieben: den Neu- und Gebrauchtwagenverkauf, den Teile- und Zubehörverkauf sowie das Servicegeschäft.

Seit einigen Jahren steigt der Umsatz im Kfz-Gewerbe und auch bei der Beschäftigtenzahl gibt es wieder eine leichte Zunahme. Jedoch verweist die geringe durchschnittliche Umsatzrendite von rund 1,5 % in den letzten Jahren auf eine "chronische Ertragsschwäche" bzw. "prekäre Ertragslage" des Kfz-Gewerbes (Ifo-Institut 2016). Die Geschäftssäulen von markengebundenen Kfz-Betrieben, die hier im Zentrum stehen, sind der Neu- und Gebrauchtwagenverkauf, der Servicebereich mit dem Werkstatt- und Ersatzteilmarkt sowie die Financial Services (Leasing, Finanzierung etc.), die sich zunehmend zu einer eigenen Säule entwickelt haben.

Alles in allem zählt das Kfz-Gewerbe somit nach Beschäftigung und Umsatz zu den großen Branchen der deutschen Wirtschaft (Ifo-Institut 2016). Das Kfz-Gewerbe umfasst drei Geschäftssparten: zum einen die zwei Segmente Vertrieb von Neuwagen und Gebrauchtwagen (Handelsfunktion), zum anderen im Aftersales-Market das Segment Ersatzteile, Wartung und Reparatur von Kraftwagen (Servicefunktion). Dieses dritte Segment, der Werkstatt- und Ersatzteilbereich, ist zwar das umsatzbezogen kleinste in der Branche, ertragsmäßig fällt das Servicegeschäft jedoch stark ins Gewicht, da sein Anteil am Deckungsbeitrag deutlich höher ausfällt als seine Umsatzbedeutung.

Von derzeit rund 7800 Autohandelsunternehmen in Deutschland werden nach Einschätzung von Arthur D. Little im Jahr 2020 nur noch 4500 existieren. Das bedeutet nicht unbedingt, dass sich die Zahl der Autohäuser selbst reduziert: Die leistungsstarken Händler werden von den Herstellern vielmehr dazu gebracht, erfolglose Händler zu übernehmen, um die Präsenz in der Fläche zu sichern.

Der durchschnittliche Nettogewinn vom Umsatz eines Händlers liegt im EU-Schnitt nur noch bei 0,8 Prozent (Deutschland: 1,2%; USA: 2,5%; England: 1,3%; Italien: minus 0,8%).

In Westeuropa fiel der Autoabsatz von 16,9 Millionen Autos im Jahr 2007 bis 2013 um 24 Prozent auf 13,1 Millionen. 43 Prozent aller Autohändler in der EU machten im Jahr 2013 Verluste. Im Jahr 2020 werden sechs Prozent aller Autos im Internet verkauft.

Als besonderer Aspekt muss die anhaltende Dieselkrise und insbesondere die ziemlich erfolglose Abarbeitung durch den VW-Konzern erwähnt werden. Allerdings hat unter dem enormen Imageverlust nicht der weltweite Fahrzeugabsatz gelitten. Auch in Deutschland wurde das prognostizierte Absatzziel erreicht, allerdings mit hohen Verkaufshilfen des Herstellers und zusätzlichen Preisnachlässen des Handels, was die schwache Bruttoertragsmarge weiter belastete.

Das Hauptproblem lag also nicht im Neuwagenbereich, sondern im Absatz der Gebrauchtwagen und hier besonders bei den Dieselrückläufern aus den Leasinggeschäften, deren Rücknahmewerte vor Bekanntwerden der Manipulationen kalkuliert und festgelegt wurden.

Die hohen Rückstellungen wegen der immensen Verluste aus der Vermarktung dieser Fahrzeuge haben den Bilanzverlust verursacht. Wegen einer Beteiligung von VW an diesen Verlusten verhandelt der Händlerbeirat. Zum Bilanzstichtag waren diese Verhandlungen noch nicht erfolgreich abgeschlossen.

Unser Markt ist traditionell Hamburg und das nördliche Hamburg mit Norderstedt nebst den dazugehörigen Einzugsgebieten. Die Konjunktur in dieser Region war erwartungsgemäß befriedigend analog zur deutschlandweit guten Konjunktur.

3. Geschäftsverlauf

An der Gesamtausrichtung des Unternehmens hat sich zu 2016 nichts verändert.

Wir haben nie ernsthaft eine Bindung zu einer fremden Marke beabsichtigt, um die Einbußen aus dem Dieselgate auszugleichen.

Unsere Loyalität gilt bei allen Problemen Volkswagen, zumal im Laufe des Jahres immer deutlicher wurde, dass bei Bosch als Hersteller der Einspritzanlagen die technische Ursache zu suchen ist.

Unsere Strategie ist, weiterhin eine hohe Kundenzufriedenheit zu erzielen und damit im Hamburger Wirtschaftsraum über dieses Ziel Marktführer zu bleiben bzw. zu werden. Zu berücksichtigen ist die Marktlage in Exportmärkten. Während im letzten Jahr die bedeutenden Auslandsmärkte geschwächelt haben und VW deshalb den Inlandsmarkt stärker in Anspruch genommen hat, sind die entscheidenden Exportländer in Nord- und Südamerika, China und Rußland wieder in Fahrt gekommen.

Der Druck auf den Inlandsmarkt gepaart mit dem Dieselgate hat die Preise und Erträge um ca. 2% im Durchschnitt gedrückt.

Insgesamt haben wir in 2017 17.594 Autos als verkauft ausgeliefert, die sich wie folgt zusammensetzen:

Neuwagen Vorführwagen Gebrauchtwagen Gesamt
VW PKW 3.567 522 3.475 7.564
VW Nutzfahrzeuge 1.209 106 1.009 2.324
Audi 2.310 381 1.915 4.606
Skoda 961 206 429 1.596
Seat 449 59 48 556
Fremde Fahrzeuge - - 948 948
  8.496 1.274 7.824 17.594

Unser Verkaufsgebiet erstreckt sich wegen der Lage unserer Betriebe von Norderstedt über den Norden, Westen, Süden Hamburgs und die angrenzenden Gebiete Schleswig-Holsteins.

Der Schwerpunkt unseres Erfolges verlagert sich seit einigen Jahren vom Norden weiter nach Westen und vor allem in die südlichen Stadtteile nördlich der Elbe.

4. Lage

a) Ertragslage

2017 Vorjahr Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 350.789 100,0 329.394 100,0 21.395 6,5
Bestandveränderungen -85 0,0 107 0,0 -192 -179,4
Sonstige betriebliche Erträge 1.927 0,5 1.444 0,4 483 33,4
Betriebseinnahnen 352.631 100,5 330.945 100,5 21.686 6,6
Materialaufwand 278.876 79,5 253.691 77,0 25.185 9,9
Personalaufwand 49.233 14,0 46.197 14,0 3.036 6,6
Abschreibungen 5.266 1,5 5.459 1,7 -193 -3,5
Betriebliche Steuern (ohne 317 0,1 315 0,1 2 0,6
Übrige Betriebsaufwendungen 20.402 5,8 18.068 5,5 2.334 12,9
Betriebsaufwendungen 354.094 100,9 323.730 98,3 30.364 9,4
Betriebsergebnis -1.463 -0,4 7.215 2,2 -8.678 -120,3
Finanzergebnis -2.415 -0,7 -2.366 -0,7 -49 2,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 94 0,0 -1.697 -0,5 1.791 >100,0
Ergebnis nach Steuern -3.784 -1,1 3.152 1,0 -6.936 -220,1
Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -3.784 -1,1 3.152 1,0 -6.936 -220,1

Aus einem Gesamtumsatz in Höhe von TEUR 350.789 musste ein Jahresfehlbetrag von TEUR -3.784 (Vorjahr Jahresüberschuss von TEUR 3.152) hingenommen werden. Der Jahresfehlbetrag ist insbesondere auf die erstmalige Bildung einer Rückstellung für Leasingrückläufer für Dieselkraftfahrzeuge in Höhe von TEUR 2.238 sowie auf die Abschreibungen auf die Vorführwagen mit TEUR 1.766 zurückzuführen. Nach unseren vorsichtigen Schätzungen ist der Jahresfehlbetrag auch mit unterjährigen Verlusten aufgrund der VW Dieselproblematik mit ca. TEUR 3.000 belastet.

Unsere Umsatzerlöse gliedern sich nach Bereichen wie folgt:

2017 2016 Abweichungen
TEUR TEUR EUR %
Neufahrzeuge (mit Vorführwagen) 167.617 150.769 16.848 11,17
Gebrauchtfahrzeuge 106.038 105.743 295 0,28
Werkstattleistungen sowie Teile und Zubehör 62.577 60.473 2.104 3,48
Vermietung und Verpachtung 1.395 1.427 -32 -2,24
Sonstige Umsätze 13.162 10.982 2.180 19,85
  350.789 329.394 21.395 6,50

Die Steigerung der Umsatzerlöse um TEUR 21.395 auf TEUR 350.786 ist im Wesentlichen auf das Neuwagengeschäft mit TEUR 16.848 aufgrund der Umtauschprämien für die alten Dieselfahrzeuge zurückzuführen. Das Gebrauchtwagengeschäft ist nahezu konstant zum Vorjahr. Die Werkstattleistungen und die sonstigen Umsatzerlöse liegen mit TEUR 2.104 bzw. TEUR 2.180 jeweils über dem Vorjahresniveau.

Der Materialaufwand für den Bezug von Neu- und Gebrauchtwagen ist überproportional um TEUR 25.185 auf TEUR 278.876 gestiegen, wobei hier insbesondere die Rücknahme von gebrauchten Dieselfahrzeugen zu den höheren Bezugskosten beigetragen haben. Die Rohmarge ist von 23,5 % auf 21 % gesunken.

Der Personalaufwand ist um TEUR 3.036 auf TEUR 49.233 gestiegen, da die Mitarbeiterzahl um durchschnittlich um 44 Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist.

Die Zunahme bei den übrigen Betriebsaufwendungen um TEUR 2.334 auf TEUR 20.402 ist im Wesentlichen auf die erstmalige Bildung der Rückstellung für die Verpflichtung aus den Leasingrückläufern für Dieselfahrzeuge mit TEUR 2.238 zurückzuführen.

Das Finanzergebnis ist gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil. Der Rückgang bei den Steueraufwendungen mit TEUR 1.603 beruht auf dem operativen unterjährigen Verlust aufgrund der Rücknahme von gebrauchten Dieselfahrzeugen und deren nicht margengerechten Weiterveräußerungen aufgrund des Preisverfalls von gebrauchten Dieselfahrzeugen.

Der für 2017 prognostizierte Umsatz von ca. EUR 350 Mio. konnte realisiert werden, aber das daraus abgeleitete Jahresergebnis vor Steuern konnte aufgrund der im zweiten Jahr der Dieselproblematik nun deutlich bemerkbaren wirtschaftlichen Auswirkungen, insbesondere wegen des dramatischen Preisverfalls für gebrauchte Dieselfahrzeuge nicht gehalten werden.

b) Finanzlage

31.12.2017
TEUR
Vorjahr
TEUR
Veränderung
TEUR
Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen 103.425 111.466 -8.041
wird finanziert durch      
Eigenkapital 36.969 40.753 -3.784
Langfristiges Fremdkapital 27.916 34.908 -6.992
Mittelfristiges Fremdkapital 19.202 13.870 5.332
  84.087 89.531 -5.444
Unterdeckung des mittel- und      
langfristig gebundenen Vermögens -19.338 -21.935 2.597

Die Finanzlage der Gesellschaft kann als stabil bezeichnet werden. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Alle Verpflichtungen werden wie vereinbart pünktlich bedient, nach Möglichkeit unter Abzug von Skonto. Die ¼ jährliche Liquiditätsaufstellung bestimmt seit Jahren unser mittel- und langfristiges Handeln im Zusammenhang mit der Zinsentwicklung. Flexibilität, um kurzfristig lukrative Geschäfte realisieren zu können, ist auch ein wichtiges Element unseres Handels.

Es besteht eine Unterdeckung in der Finanzierung des mittel- und langfristig gebundenen Vermögens durch langfristiges Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital, wobei die Gesellschaft durch die langjährige Thesaurierung der Jahresüberschüsse und das konsequente Finanzmanagement sicherstellt, dass ausreichend finanzielle Mittel vorhanden sind, um die laufenden Verpflichtungen decken zu können.

c) Vermögenslage

31.12.2017 31.12.2016 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
VERMÖGEN            
Immaterielle Vermögensgegenstände 85 0,0 139 0,1 -54 -38,8
Geschäfts und Firmenwert 1.600 0,9 1.873 1,0 -273 -14,6
Sachanlagen 101.709 56,2 109.423 60,0 -7.714 -7,0
Finanzanlagen-Ausleihungen 31 0,0 31 0,0 0 0,0
Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen 103.425 57,1 111.466 61,2 -8.041 -7,2
Vorräte 1.136 0,6 286 0,2 850 297,2
Vorräte Automobilfahrzeuge 56.462 31,2 52.324 28,7 4.138 7,9
Kundenforderungen 15.200 8,4 16.065 8,8 -865 -5,4
Sonstige kurzfristige Posten 1.827 1,0 1.023 0,6 804 78,6
Flüssige Mittel 3.062 1,7 1.114 0,6 1.948 174,9
Kurzfristig gebundenes Vermögen 77.687 42,9 70.812 38,8 6.875 9,7
Vermögen insgesamt 181.112 100,0 182.278 100,0 -1.166 -0,6
KAPITAL            
Eigenkapital 36.969 20,4 40.753 22,4 -3.784 -9,3
Langfristige Kreditverbindlichkeiten 27.916 15,4 34.908 19,2 -6.992 -20,0
Eigenkapital und langfristiges Fremd kapital 64.885 35,8 75.661 41,5 -10.776 -14,2
Mittelfristiges Fremdkapital 19.202 10,6 13.870 7,6 5.332 38,4
Pensionsrückstellungen 387 0,2 335 0,2 52 15,5
Steuerrückstellungen 0 0,0 166 0,1 -166 -100,0
Rückstellungen 4.806 2,7 2.475 1,4 2.331 94,2
Erhaltene Anzahlungen 1.406 0,8 1.479 0,8 -73  
Kurzfristiges Fremdkapital 69.080 38,1 67.254 36,9 1.826 2,7
Lieferantenschulden 15.984 8,8 16.977 9,3 -993 -5,8
Verbindlichkeiten gegenüber 35 0,0 35 0,0 0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 473 0,3 480   -7 -1,5
Sonstige kurzfristige Posten 4.854 2,7 3.546 1,9 1.308 36,9
Mittel- und kurzfristiges Fremdkapital 116.227 64,2 106.617 58,5 9.610 9,0
Kapital insgesamt 181.112 100,0 182.278 100,0 -1.166 -0,6

Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 1.166 auf TEUR 181.112 verringert. Diese Verringerung ist auf den Rückgang bei den Sachanlagen mit TEUR 7.714 zurückzuführen, da dort insbesondere die Vorführwagen hinsichtlich der Buchwerte um TEUR 7.502 reduziert worden sind, da die Fahrzeuge unterjährig abverkauft worden sind. Gegenläufig hat sich der Bestand an Fahrzeugen im Vorratsvermögen entwickelt mit TEUR +4.138, da aufgrund der Ausweitung der Umsatzerlöse im Neuwagenbereich entsprechend mehr Fahrzeuge verkauft worden sind. Die flüssigen Mittel sind um TEUR 1.948 auf TEUR 3.062 stichtagsbedingt gestiegen.

Aufgrund des Jahresfehlbetrages von TEUR 3.784 ist das Eigenkapital auf TEUR 36.969 reduziert worden. Die Vereinbarung mit den Hausbanken, die Eigenkapitalquote nicht unter 20% sinken zu lassen, konnte auch in diesem Geschäftsjahr erfüllt werden. Sie liegt aktuell bei 20,4% (Vorjahr 22,4%) unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrags.

Die langfristigen Kreditverbindlichkeiten sind aufgrund der vorgenommenen Tilgungen um TEUR 6.992 auf TEUR 27.916 gesunken. Bei den kurz- und mittelfristigen Kreditverbindlichkeiten sind Steigerungen von TEUR 1.826 bzw. TEUR 5.332 zu verzeichnen, wobei diese Steigerung überwiegend auf den Anstieg der Finanzierung für die Dieselgebrauchtwagen zurückzuführen ist.

Der Anstieg bei den Rückstellungen mit TEUR 2.331 ist insbesondere auf die Zuführung der Rückstellung zu der Verpflichtung der Rücknahme der Dieselfahrzeuge mit TEUR 2.238 zurückzuführen.

5. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Eigenkapitalrentabilität und die Umsatzrentabilität entwickelten sich wie folgt:

2017
in %
2016
in %
Veränderung
Eigenkapitalrentabilität -9,3 8,4 -17,7
Umsatzrentabilität -1,1 1,0 -2,1

Die Rentabilität vom Umsatz und EK folgt der Geschäfts- und Marktpolitik. Eines unserer wesentlichen Steuerungsinstrumente ist die Materialaufwandsquote, die aufgrund des gestiegenen Materialaufwands auf 79,5% gestiegen ist.

Um auch in Zukunft den steigenden Bedarf an qualifiziertem Personal abdecken zu können sowie der gesellschaftlichen Verantwortung als Unternehmensgruppe der jungen Generation gerecht zu werden, engagieren wir uns in der beruflichen Qualifikation junger Menschen: Im Berichtsjahr beschäftigten wir 205 Auszubildende in unserer Gesellschaft.

Ziel der Gesellschaft ist es, den steigenden Anforderungen im Bereich Umweltschutz stets zu entsprechen, soweit dies ökonomisch vertretbar ist. Gesetzliche Vorschriften werden beachtet.

6. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz und Ertragslage schätzen wir als zufriedenstellend ein. Die Umsatzentwicklung entspricht den Erwartungen. Die Ergebnisentwicklung ist von den Effekten der Dieselproblematik der Hersteller geprägt, das die wirtschaftlichen Auswirkungen sich im zweiten Jahre dieser Dieselproblematik mit drastisch gesunkenen Wiederverkaufswerten von gebrauchten Dieselkraftfahrzeugen zeigen und dies direkten Niederschlag im laufenden Geschäft der Auto Wichert GmbH gefunden hat.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen

III. Prognosebericht

Die Hersteller haben Mitte des Jahres 2018 in Aussicht gestellt, für die erlittenen Verluste aus dem Verkauf der gebrauchten Dieselfahrzeuge in 2017 einen Ausgleich pro verkauftem Wagen zu zahlen. Die Geschäftsführung geht von einem einstelligen Millionenbetrag als Ausgleich aus. Die Dieselproblematik wird die Gesellschaft voraussichtlich noch die kommenden zwei bis drei Jahre begleiten.

Wegen der von VW oktroyierten Preisgestaltung im Servicegeschäft werden wir zukünftig auch nach kostensenkenden Maßnahmen keine evidenten Gewinne mehr erwirtschaften. Wir setzen deshalb unsere Hoffnung in unser eigenes Serviceprogramm und darauf, dass im Neu- und Gebrauchtwagenbereich die Marge wieder steigen wird.

Die im Prognosebericht zum Abschluss 2015 dargestellten Absichten haben nach wie vor Bestand, sie sind durch den verzögert erhaltenen LOI von Audi für den Neubau eines Audi-Terminals in der City Süd und durch den VW-Skandal quasi nur verschoben worden.

Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir in Zukunft weiterhin auf die stetige Verbesserung unserer Prozesse achten.

Für den Zeitraum 2018 bis 2021 wird für den Umsatz eine jährliche durchschnittliche Wachstumsrate von +2,2% prognostiziert.

Wir gehen für das Jahr 2018 von einem Umsatz von ca. EUR 355 Mio. aus und erwarten dabei ein positives Jahresergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 3 Mio.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Die Dieselproblematik hat uns das ganze Jahr begleitet, aber kaum zu Absatzproblemen geführt. Die Exportmärkte haben sich einigermaßen stabilisiert, so dass der Absatzdruck auf den heimischen Markt nicht stärker wurde.

Der VW-Skandal bleibt durch die Abarbeitung der andauernden Prozesse negativ in der Öffentlichkeit. Die Mobilität in der Großstadt treibt die Verwaltung zu besonderen, für den Individualverkehr nicht immer vorteilhaften Lösungen. Der ÖPNV wird allerdings niemals das Mobilitätsbedürfnis der Bevölkerung lösen.

Die Kündigung der Händlerverträge für die Konzernmarken VW, Audi und VW Nutzfahrzeuge zum 31. März 2020 hat auf die Geschäftsentwicklung keine wesentlichen Auswirkungen, da die Konzernmarken die Ansicht erklärt haben, bis Herbst 2018 neue Händlerverträge mit angepassten Konditionen abschließen zu wollen. Diese Händlerverträge haben zunächst eine Laufzeit von fünf Jahren und sollen danach unbefristet verlängert werden.

Ertragsorientierte Risiken

Die absolute Gebundenheit an VW und die Töchterunternehmen erweist sich als stark ertragsmindernd, allerdings nicht als existenzgefährdend, da VW den aktuellen Fahrzeugvertrieb über die bestehende Handelsorganisation nicht aufgeben kann und will.

Das Nachlassverhalten der Händler ist gestiegen, so dass auch im Neuwagenbereich eine Ertragsminderung zu verzeichnen ist.

Im Zusammenhang mit der bestehenden NOx-Abgasthematik gehen Kunden außergerichtlich sowie gerichtlich gegen die Hersteller sowie gegen die Auto Wichert GmbH vor, um ihre Ansprüche geltend zu machen. Derzeit laufen noch Klagen in Höhe von ca. TEUR 700 (Rechtsstreitwert). Aus der vorliegenden Korrespondenz und den geführten Gesprächen zwischen der Auto Wichert GmbH und den Herstellern geht hervor, dass die Hersteller gewillt sind, eine außergerichtliche und kundenorientierte Lösung zu finden. In 2017 und 2018 sind entsprechende Kundenklagen durch Vergleich erledigt worden, womit die Geschäftsführung insoweit keinen Anlass sieht, entsprechende Rückstellungen für laufende Rechtsstreitigkeiten zu bilden, da der Hersteller die Autohändler faktisch von diesen Risiken freigestellt hat. Sollte sich jedoch die Vorgehensweise der Hersteller ändern, ist eine andere Einschätzung dieses Sachverhalts durch die Geschäftsführung notwendig.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die individuellen Mobilitätsbedürfnisse sind ungebrochen. Es zeichnet sich ab, dass die Verbrennungsmotoren bei weiteren Verbesserungen in der Gesamtemission den Elektromotoren überlegen sind. Trotzdem wird sich der E-Motor in den Ballungsgebieten durchsetzen, so dass für die Wartung und Reparatur beider Antriebsarten Investitionen in noch unbekannter Höhe notwendig werden. Aufgrund des wachsenden Bestands an Dieselfahrzeugen werden bei diesen Fahrzeugen entsprechende Wertabschläge vorgenommen, damit die Vermarktungschancen dieser Fahrzeuge steigen. Die meisten dieser Fahrzeuge werden ins europäische Ausland verkauft. Außerdem wird eine Beteiligung durch das Werk an unseren Verkaufsverlusten erwartet.

Die Entwicklung unseres Finanzgerüstes ist abhängig von dem Fortbestand der Mobilitätsbedürfnisse und deren Lösungen. Dabei gehen wir davon aus, dass wir noch mindestens ein Dekade vornehmlich mit Verbrennungsmotoren arbeiten werden und uns mit gleitendem Übergang zum E-Motor und der zunehmenden Digitalisierung in allen Geschäftsbereichen auf die jeweils vorherrschende Mobilitätsform einstellen werden.

Die Forderungen sind ausreichend wertberichtigt, damit das Ausfallrisiko hinreichend abgedeckt ist. Die Bestände an Fahrzeugen werden durch ebenfalls ausreichende Bewertungsabschläge vor Preisänderungsrisiken geschützt. Unsere Liquiditätsrisiken sind durch eine ausreichende Liquiditätslinie bei unseren Hausbanken und ein zeitnahes Liquiditätscontrolling abgesichert.

2. Chancenbericht

Die Mobilität wird sich in den Großstädten anders entwickeln als im Umland. Da unsere Betriebe am Rand der Innenstadt gelegen sind, ergeben sich daraus Kombinationsmöglichkeiten und neue Tätigkeitsfelder.

3. Gesamtaussage

Es hat sich nichts daran geändert, dass nach Abwägung aller Möglichkeiten die Chancen überwiegen, wenn wir die Herausforderungen mit Optimismus angehen und dabei in der Handlungsweise flexibel bleiben.

Es wird darauf hingewiesen, dass diese Erwartungshaltung mit den üblichen Unsicherheiten behaftet ist auch wenn derzeit keine Anhaltspunkte für eine gegenläufige Entwicklung vorliegen.

Der Lagebericht gibt die erwartete Geschäfts- und Ertragsentwicklung wieder, soweit sie nach derzeitigem Wissen und den daraus entstehenden Prognosen seriös vorhersehbar sind. Da diese Aussagen die Zukunft betreffen, können sie mit zusätzlichen Chancen, aber auch Risiken und Unsicherheiten verbunden sein. Insofern können tatsächliche Ergebnisse und Entwicklungen von diesen Aussagen abweichen.

V. Risikoberichterstattung über Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten, Kreditverbindlichkeiten, Gesellschafterverbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind eher die Seltenheit. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels kurzfristiger Kreditverbindlichkeiten bei den Herstellern.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die Gesellschaft über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

VI. Bericht über Standorte

Stockflethweg und Langenhorner Chaussee

Der Audi Terminal repräsentiert die Marke am Beginn der verkehrsreichsten Einfallstrasse vom nördlichen Schleswig-Holstein über Norderstedt nach Hamburg und die Marke Audi als auch Auto Wichert profitieren von dieser Lage und der geleisteten Arbeit.

Der ausgelastete Service mit 32 mechanischen Arbeitsplätzen und 30 Karosseriearbeitsplätzen ist die Grundlage für den Abverkauf der Neu- und Gebrauchtwagen über dem gesteckten und vereinbarten Jahresziel.

Der SEAT-Betrieb erfüllt jetzt schon alle denkbaren Erwartungen, im Absatz der Neu- und Gebrauchtwagen gibt es unerwartet gute Erfolge, der Service kann der Kundenanforderung nur mit Ausdehnung der Arbeitszeit und Überstunden gerecht werden.

Der neugestaltete VW-Bereich ist in den Bereichen Neuwagen- und Gebrauchtwagenverkauf von der Dieselaffaire betroffen und hat dadurch in Stückzahl, Umsatz und Gewinn hohe Einbußen zu verkraften.

Dagegen läuft der Service überraschend gut. Dies auch deswegen, weil die Programme zur Rückholung und Nichtabwanderung der Servicekundschaft erfolgreich sind.

Segeberger Chausse

Nachdem das Nachbargrundstück Ende des Jahres voll integriert worden ist und die Bereiche Neu- und Gebrauchtwagen räumlich getrennt werden konnten, ist eine wohltuende Entspannung eingetreten, die die Verantwortlichkeiten besser regeln lässt und für effektivere Abläufe sorgt. Außerdem ist dadurch die Straßenfront des Betriebes an der Einfallstrasse von Bad Segeberg um 100m verlängert worden.

Ohechaussee

Dieser Betrieb hat eine neue Nutzfahrzeugannahmehalle erhalten, die viele Arbeitsabläufe erleichtert und bei reger Nutzung die Arbeitsaufträge erweitert. Außerdem hat dadurch der NF-Servicevertrag eine neue Bedeutung erhalten.

Ulzbuger Strasse

Nachdem der VW PKW Servicevertrag zum 30.04.2017 aufgegeben wurde, ist der Betrieb konsequent räumlich und personell auf Skoda umgestellt worden. Diese Umstellung war unbedingt notwendig und wird zu weiteren Qualitätssteigerungen führen.

Holsteiner Chaussee

Dieser VW-Vollbetrieb erbringt nach wie vor großartige, aber auch noch ausbaufähige Leistungen. Zudem ist er nur im Servicebereich autark, er wird im Neu- und Gebrauchtwagenhandel von der Verkaufsleitung im Bornkampsweg geführt. Sein gesamtes Einzugsgebiet wird von dem Autobahnausbau A7+A23 stark berührt. Die Logistik ist dadurch für alle Beteiligten erschwert.

Hoheluftchaussee

Den teuren Mietvertrag für den Betriebsteil an der Troplowitzstrasse haben wir zum 31.12.2017 gekündigt und gleichzeitig die Werkstatthalle an der Hohenluftchaussee saniert und so rationell aufgeteilt, dass 3 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden sind. Wir haben ebenfalls die Gebrauchtwagenhalle erhalten können, so dass der Betrieb hier im selben Umfang weiter geführt werden kann.

Blankeneser Landstraße

Dieser Betrieb ist längst nicht mehr zeitgemäss, er erzielt keine nennenswerte Gewinne, ist aber unsere Repräsentanz in Blankenese und gleichzeitig unser Servicekontakt für viele hier ansässige Familien, die ihre Geschäfte in Hamburg betreiben.

Bornkampsweg 2

Dieser sehr erfolgreiche Nutzfahrzeugbetrieb gehört inzwischen dauerhaft zu den 3 größten Betrieben in Deutschland am Umsatz und Kundenbeliebtheit gemessen. Dabei ist er im Lifebereich noch beliebter als in der Commerce Sparte.

Bornkampsweg 4

Dieser Betrieb konzentriert sich auf die PKWs der Marken VW, Audi und Skoda im Service und Gebrauchtwagenverkauf, dagegen werden hier auch sehr erfolgreich VW Neuwagen vertrieben. Durch die in der Vergangenheit schon ausgelagerten NF-Abteilung und der Unfallschadeninstandsetzung nebst aller anderen Karosseriearbeiten sind im Teiledienst ungenutzte Flächen entstanden, die jetzt durch Umbau die Lackiererei von 14 auf 27 Arbeitsplätze vergrößern lässt.

Beerenweg 3

Auf diesem 17000m 2 großen Grundstück, das mit Bornkampsweg 2+4 eine Einheit bildet, steht eine teilweise 2stöckige 7200m 2 große Halle, die hauptsächlich zur Karosseriebauhalle mit 40 Arbeitsplätzen ausgebaut wurde. Dazu entstand die Leasing-Rückläufer-Station mit Dekra Begutachtung, die Gebrauchtwagenherrichtung, eine Gebrauchtwagenausstellung mit 4 Verkäuferbüros und ein Gebrauchtwagen-Außenausstellungsplatz für mindestens 200 Fahrzeuge.

Wendenstrasse 147, 150-160, 200, 452

Der Druck auf diesen Urbetrieb ist enorm, unter dem aktuellen Zustand der Platz- und Parkplatznot kann er seine Aufgabe als kundenorientierter Betrieb nicht erfüllen. Die Auslagerung des Karosseriebaus und der Nutzfahrzeugreparatur haben nicht genügend Entlastung gebracht. Mit dem Bau des Audi Terminals am Ausschläger Weg wird es eine weitere Entlastung und Neuausrichtung des Geländes geben.

Ausschläger Weg 74

Die Gründe der Bauverzögerung für den Audi Terminal sind vielfältig und bekannt. Der Baubeginn ist auf den 02.07.2018 festgelegt, die Fertigstellung soll lt. Bauplan Ende 2019 sein. Bis dahin muss die Süderstr. die Leasingrückläufer und die anderen GWs aufnehmen.

Süderstrasse 171-185

Diese Halle samt Parkplatz wird als Gebrauchtwagenplatz für Händlerfahrzeuge genutzt. Außerdem muss er während der Bauzeit des Audi Terminals die Funktion des Ausschläger Weg mit übernehmen.

VII. Erklärung zur Förderung von Frauen

Wir streben die Förderung des Anteils an weiblichen Führungskräften für alle Führungsebenen an. Dabei hoffen wir, einen Anteil von 30% Frauen in allen Führungsebenen binnen der nächsten fünf Jahre erreichen zu können. Einige weibliche Mitarbeiterinnen, die bereits jetzt stellvertretend Führungspositionen einnehmen, sind in der Ausbildung zur Qualifikation für Führungsaufgaben.

VIII. Schlussworte

Auto Wichert hat sich im Norden, Westen und Süden Hamburgs als VW-Repräsentanz etabliert. Die Geschäftsleitung verfolgt den Wandel der Mobilität und der Digitalität mit großem Interesse und wird die Entwicklung auf diesen Gebieten erfolgreich begleiten ohne das lukrative Tagesgeschäft zu vernachlässigen.

Gemeinsam mit den langjährigen Geschäftspartnern und in Loyalität mit dem VW-Konzern ist Auto Wichert damit für die Zukunft gewappnet.

Unser besonderer Dank gilt unseren Mitarbeitern für Ihren hohen Einsatz ganz im Sinne unseres Slogans: "Auto Wichert: Service mit Leidenschaft."

 

Hamburg, 03.07.2018

Auto Wichert GmbH

Geschäftsführer

Bernd Kußmaul

Bernd Glathe

Bilanz

AKTIVA

31.12.2017
EUR
Vorjahr
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.685,00 124.722,00
2. Firmenwerte 1.599.998,49 1.873.331,49
3. Geleistete Anzahlungen 26.553,00 14.553,00
  1.685.236,49 2.012.606,49
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 78.480.458,75 79.728.222,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.952.520,00 2.055.730,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.841.484,44 27.184.870,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.434.517,94 453.948,69
  101.708.981,13 109.422.771,35
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 28.220,76 28.220,76
2. Beteiligungen 3.149,39 3.149,39
  31.370,15 31.370,15
  103.425.587,77 111.466.747,99
B. UMLAUFVERMÖGEN    
I. Vorräte    
1. Zubehör, Hilfs- und Betriebsstoffe 941.526,51 6.474,36
2. Unfertige Leistungen 194.289,70 279.703,59
3. Waren 56.462.007,79 52.323.754,17
  57.597.824,00 52.609.932,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.199.493,91 16.064.942,67
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.779.349,72 947.349,38
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 31.709,91 (Vorjahr: EUR 31.100,00) -    
  16.978.843,63 17.012.292,05
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.062.389,44 1.114.021,92
  77.639.057,07 70.736.246,09
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 46.993,06 74.993,86
GESAMT AKTIVA 181.111.637,90 182.277.987,94

PASSIVA

   
  31.12.2017
EUR
Vorjahr
EUR
A. EIGENKAPITAL    
I. Ausgegebenes Kapital    
Gezeichnetes Kapital 775.000,00 775.000,00
abzüglich erworbene eigene Anteile -217.000,00 -217.000,00
  558.000,00 558.000,00
II. Kapitalrücklage 3.544.169,99 3.544.169,99
III. Gewinnrücklagen    
Andere Gewinnrücklagen 36.651.826,71 33.499.527,81
IV. Jahresfehlbetrag (im Vorjahr: Jahresüberschuss) -3.784.634,29 3.152.298,90
  36.969.362,41 40.753.996,70
B. RÜCKSTELLUNGEN    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 386.632,24 335.046,33
2. Steuerrückstellungen 0,00 166.645,45
3. Sonstige Rückstellungen 4.806.392,16 2.475.149,19
  5.193.024,40 2.976.840,97
C. VERBINDLICHKEITEN    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 116.199.563,50 116.032.749,99
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 69.080.020,20 (Vorjahr: EUR 67.254.049,75) -    
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.406.519,55 1.478.816,06
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.406.519,55 (Vorjahr: EUR 1.478.816,06) -    
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.984.208,89 16.977.438,53
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 15.984.208,89 (Vorjahr: EUR 16.977.438,53) -    
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 35.455,04 35.056,77
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 35.455,04 (Vorjahr: EUR 35.056,77) -    
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 473.581,97 479.811,48
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.232,70 (Vorjahr: EUR 25.564,59) -    
6. Sonstige Verbindlichkeiten 4.719.052,14 3.543.277,44
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 4.719.052,14 (Vorjahr: EUR 3.543.277,44) -    
- davon aus Steuern: EUR 1.629.729,92 (Vorjahr: EUR 912.986,33) -    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 155.140,12 (Vorjahr: EUR 174.383,57) -    
  138.818.381,09 138.547.150,27
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 130.870,00 0,00
GESAMT PASSIVA 181.111.637,90 182.277.987,94

Gewinn- und Verlustrechnung

2017
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 350.789.224,23 329.394.189,89
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 85.413,89 107.406,87
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.927.253,68 1.444.578,79
4. Materialaufwand    
a. Aufwendungen für Zubehör, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 272.135.094,13 247.198.592,82
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.740.996,10 6.493.310,03
  278.876.090,23 253.691.902,85
Rohergebnis 73.754.973,79 77.254.272,70
5. Personalaufwand    
a. Löhne und Gehälter 40.811.375,18 38.258.381,05
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.421.745,52 7.939.270,26
- davon für Altersversorgung: EUR 41.965,00 (Vorjahr: EUR 15.767,00) -    
  49.233.120,70 46.197.651,31
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.265.979,70 5.458.768,74
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 20.402.793,02 18.068.303,76
8. Erträge aus Beteiligungen 463,05 465,17
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.314,53 20.533,35
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.436.320,66 2.386.388,57
- davon aus Aufzinsung: EUR 18.477,00 (Vorjahr: EUR 17.844,00) -    
11. Erträge aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Vorjahr: Aufwand) 94.635,10 1.696.915,02
12. Ergebnis nach Steuern -3.466.827,61 3.467.243,82
13. Sonstige Steuern 317.806,68 314.944,92
14. Jahresfehlbetrag / Vorjahr Jahresüberschuss -3.784.634,29 3.152.298,90

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Auto Wichert GmbH, Hamburg, (Amtsgericht Hamburg, HR B 23922) wurde nach den §§ 242 ff, 264 ff des Handelsgesetzbuches und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Der Ansatz und die Bewertung der Aktiva und Passiva erfolgte nach den allgemeinen Grundsätzen der §§ 238 bis 263 HGB sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß den §§ 264 bis 289 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Es handelt sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 3 HGB.

Die Form der Darstellung des Jahresabschlusses sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Vorjahres. Die Vergleichbarkeit der einzelnen Posten mit denen des Vorjahres ist gewahrt.

Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt worden.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

In den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind keine Veränderungen eingetreten.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zum Zeitpunkt des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Der Ansatz der Herstellungskosten erfolgte nach § 255 HGB ohne Ausnutzung von Aktivierungswahlrechten.

Die Abschreibungen werden linear vorgenommen und erfolgen nach der Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig.

Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als EUR 150 bis einschließlich EUR 1.000 werden im Zugangsjahr in einen Sammelposten eingestellt, der linear über 5 Jahre abgeschrieben wird.

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen im Anlagevermögen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist.

Beim Anlagevermögen wird von der nachfolgend aufgeführten durchschnittlichen Nutzungsdauer ausgegangen:

- Software und Lizenzen 3 Jahre
- Gebäude 10 - 50 Jahre
- Technische Anlagen und Maschinen 2 - 15 Jahre
- Vorführfahrzeuge 6 Jahre
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 17 Jahre

Die aktivierten, gekauften Firmenwerte werden über 15 Jahre abgeschrieben, was der durchschnittlichen Bindung im Großkundengeschäft entspricht.

Die zum Bilanzstichtag im Bestand befindlichen Vorführwagen sind dem Sachanlagevermögen zugeordnet.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten, oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Der Wertansatz der Finanzanlagen entspricht den Anschaffungskosten.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet . Der Ansatz der Herstellungskosten erfolgte nach § 255 HGB ohne Ausnutzung von Aktivierungswahlrechten.

Innerhalb der Waren werden die Gebrauchtwagen ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2017 erfolgte, soweit erforderlich, eine Abschreibung bei den Gebrauchtwagen auf den jeweiligen Zeitwert.

Für die Unfertigen Leistungen und Waren erfolgt eine verlustfreie Bewertung durch Ansatz mit den niedrigeren Anschaffungskosten bzw. Herstellkosten und den retrograd ermittelten beizulegenden Wert. Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten, welche die Fertigungs- und Materialeinzel und angemessene Teile der Gemeinkosten umfassen, bewertet. Dem Niederstwertprinzip wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Risiken des Zahlungseingangs sind durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagien gemäß § 250 Abs. 3 HGB enthalten und werden entsprechend der Laufzeit der Darlehen aufgelöst.

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt nach § 272 HGB. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach der Projected Unit Credit-Methode mit einem Rechnungszins von 3,68 % auf Basis eines 10-Jahres-Durchschnitts bzw. 2,80% auf Basis eines 7-Jahres-Durchschnitts ermittelt. Der Rechnungszinssatz wurde auf Basis einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt. Der Diskontierungssatz wurde auf Basis des durch die Deutsche Bundesbank bekannt zu gebenden Zinssatzes ermittelt. Aufgrund der vereinbarten festen Rentenbeträge wurden Rentensteigerungen von 0-2% p.a. zugrunde gelegt.

Die Pensionsverpflichtungen betragen unter Bewertung des Zinses auf Basis eines 10-Jahres Durchschnitts TEUR 521 (Vorjahr: TEUR 461) und unter Bewertung des Zinses auf Basis eines 7-Jahres Durchschnitt TEUR 593 und wurden mit Deckungsvermögen in Höhe des Zeitwerts von TEUR 135 (Vorjahr: TEUR 126) saldiert. Der ausschüttungsgesperrte Betrag beläuft sich auf TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 52) und ist durch die Gewinnrücklagen gedeckt. Die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung betrugen TEUR 135 (Vorjahr: TEUR 126).

Mit dem Zinsaufwand aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung von TEUR 18 sind Erträge aus der Rückdeckungsversicherung von TEUR 8 verrechnet worden.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen und sonstige Verpflichtungen, insbesondere Rücknahmeverpflichtungen für Leasingrückläufer gebildet.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen, bei denen es sich um ungewisse Verbindlichkeiten oder für drohende Verluste handelt, werden in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gemäß den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Für Leasingrückläufer wurde im Geschäftsjahr 2017 eine Rückstellung gebildet. Für die Ermittlung der Höhe der Rückstellung (TEUR 2.238), wurde die Stückzahl aller in 2017 und in den Monaten Januar bis April 2018 verkauften Fahrzeuge, über alle Marken aus dem Leasingrückläufergeschäft ermittelt. Aus dem Verhältnis aller Fahrzeuge mit Gewinn und aller verkauften Fahrzeuge mit Verlust wurde jeweils für 2017 und für die ersten vier Monate für 2018 eine Quote ermittelt. Für die Fahrzeuge mit Gewinn und die Fahrzeuge mit Verlust ergeben sich jeweils eine Gewinn- bzw. eine Verlustmarge. Der Restwert der Fahrzeuge wurde in einen Verlustanteil und in einen Gewinnanteil aufgeteilt. Die aufgeteilten Rückkaufswertanteile wurden dann mit den jeweiligen Margenanteil berechnet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 2 HGB Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017 ist dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

In den Sachanlagen (EUR 102 Mio.) sind Vermietungsfahrzeuge sowie Vorführfahrzeuge (EUR 17 Mio.) enthalten.

In den Zugängen sind unter anderen weitere Kosten für Umbaumaßnahmen an diversen Standorten (TEUR 2.059) enthalten.

In 2017 wurde eine Anlageninventur für die Fahrzeuge durchgeführt, die zu Korrekturen im Anlagenbestand geführt hat. Die Korrektur ist im Anlagengitter in der Spalte Anpassungen aus Anlageninventur dargestellt. Daraus ergibt sich ein Restbuchwert in Höhe von TEUR 242. Dies hat zu einem periodenfremden Ertrag in den sonstigen betrieblichen Erträgen geführt.

In den Zugängen sind aktivierungsfähige Kosten von TEUR 207 (fortgeführte ermittelte Restbuchwerte zum 31.12.2016) aufgrund der Feststellungen der steuerlichen Außenprüfung enthalten.

2. Vorräte

Die in den Lägern der Gesellschaft vorhandenen Teile im Wert von EUR 2,5 Mio. für die Reparatur von Fahrzeugen werden seit 2015 ausschließlich unter den Waren dargestellt, was durch die Umstellung des Kontorahmens bedingt ist und der besseren Vergleichbarkeit mit weiteren Unternehmen der Branche dient.

Für den Bestand an Gebrauchtwagen im Werte von EUR 30 Mio. besteht eine Wertberichtigung von TEUR 1.944. Weiterhin stehen Neufahrzeuge der Gesellschaft im Wert von EUR 26 Mio. zum Verkauf am Bilanzstichtag zur Verfügung.

3. Forderungen

Die um Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bereinigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren bis zum Zeitpunkt der Aufstellung bis auf TEUR 1.119 bezahlt.

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Darunter ausgewiesen werden unter anderem Forderungen aus Überzahlungen für Körperschaft und Gewerbesteuer TEUR 491.

5. Aktive latente Steuern

Für aktive latente Steuern besteht ein Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. Vom Wahlrecht macht die Gesellschaft keinen Gebrauch. Die zum 31. Dezember 2017 errechneten zukünftigen Steuerentlastungen ergeben sich im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen aus den Pensionsverpflichtungen und deren Abzinsung und dem Firmenwert. Dabei liegt ein Steuersatz von (16,34 GewSt / KSt 15,83) % zugrunde. Der steuerliche Verlustvortrag für Körperschaftsteuer besteht zum Abschlussstichtag in Höhe von TEUR 1.863, vor Verlustrücktrag nach 2016 in Höhe von TEUR 1.000.

6. Eigenkapital

Vom Eigenkapital abgesetzt wurden TEUR 217 sowie von den (Gewinn-) Rücklagen TEUR 4.216 durch den Erwerb eigener Anteile.

a) Kapitalrücklagen

Es besteht eine Kapitalrücklage von TEUR 3.544 aus der Ausgabe von Anteilen (§ 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB) und eine Einlage in die freie Kapitalrücklage.

b) Gewinnrücklagen

In der Gesellschafterversammlung vom 31. August 2017 wurde beschlossen, den Jahresüberschuss 2016 in Höhe von EUR 3.152.298,90 in die Gewinnrücklagen einzustellen.

Für das Berichtsjahr schlägt die Geschäftsführung vor, den Jahresfehlbetrag 2017 in Höhe von EUR 3.784.634,29 auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Rückstellungen

Die Rückstellungen haben mit Ausnahme der Pensionsrückstellungen eine Laufzeit von unter einem Jahr und bestehen im Wesentlichen aus der Rückstellung für die Verpflichtung gegenüber der Stadt Hamburg (TEUR 1.374), sowie für Urlaub, Berufsgenossenschaft, Schwerbehindertenausgleichsabgabe und Prämienzahlungen (TEUR 1.133). Weiterhin wird die Rückstellung für Leasingrücknahmeverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.238 ausgewiesen

8. Verbindlichkeiten

Nachfolgend werden die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten dargestellt:

davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeiten Höhe der Verbindlichkeit
TEUR
bis zu 1 Jahr
TEUR
1 bis zu 5 Jahren
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
Vorjahr
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 116.199.563,50 69.080.020,20 19.202.724,84 27.916.818,46 116.032.749,99
(Vorjahr)   (67.254.049,75) (13.870.135,86) (34.908.564,37)  
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.406.519,55 1.406.519,55 0,00 0,00 1.478.816,06
(Vorjahr)   (1.478.816,06)      
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.984.208,89 15.984.208,89 0,00 0,00 16.977.438,53
(Vorjahr)   (16.977.438,53)      
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 35.455,04 35.455,04 0,00 0,00 35.056,77
(Vorjahr)   (35.056,77)      
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 473.581,97 1.232,70 6.163,50 466.185,77 479.811,48
(Vorjahr)   (25.564,59) (102.258,36) (351.988,53)  
6. Sonstige Verbindlichkeiten 4.719.052,14 4.719.052,14 0,00 0,00 3.543.277,44
(Vorjahr)   (3.543.277,44)      
  138.818.381,09 176.997.414,22 33.181.282,56 63.643.557,13 138.547.150,27

Die Fristigkeitendarstellung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beruht auf dem Vertragsstand zum 31. Dezember 2017.

Die Verträge sehen eine variable Verzinsung vor und sind im Wesentlichen bis zum Jahr 2023 in gleichmäßigen Tilgungen zurückzuführen. Für die Finanzierung eines Neubaus wurden die Verträge mit fester Verzinsung und Laufzeit bis 2035 beziehungsweise 2040 abgeschlossen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von Nominal TEUR 78.900 durch Grundpfandrechte, durch Sicherungsübereignungen sowie zusätzlich durch Bürgschaften der Gesellschafter-Geschäftsführer in Höhe von jeweils EUR 3,5 Mio. besichert.

Weiterhin bestehen Verbindlichkeiten gegenüber zwei Gesellschaftern in Höhe von EUR 511.291,88 in Form von Darlehen, die mit Forderungen über insgesamt EUR 37.709,91 saldiert wurden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in voller Höhe den Liefer- und Leistungsverkehr.

9. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2017
TEUR
Vorjahr
TEUR
Neufahrzeuge (mit Vorführwagen) 167.617 150.769
Gebrauchtfahrzeuge 106.038 105.743
Werkstattleistung sowie Teile und Zubehör 62.577 60.473
Vermietung und Verpachtung 1.395 1.427
sonstige Umsätze 13.162 10.982
  350.789 329.394

10. periodenfremde Erträge und Aufwendungen nach § 285 Nr. 32 HGB:

Diese beinhalten Rückvergütungen und Gutschriften der Fahrzeughersteller.

Als periodenfremde Erträge sind die Korrektur im Rahmen des Anlagevermögens von TEUR 242 und die Nachaktivierungen aus den Feststellungen der steuerlichen Außenprüfung von TEUR 207 enthalten.

11. Zinsaufwendungen:

Die Zinsaufwendungen beinhalten im Zusammenhang mit der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen einen Zinseffekt in Höhe von TEUR 10.

12. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Aufgrund der steuerlichen Außenprüfung kam es zu Nachzahlungen von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag von TEUR 108 und von Gewerbesteuer von TEUR 167 für Vorjahre. Diese Beträge sind im Ertrag aus den Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten. Im Zinsaufwand sind Nachzahlungszinsen von TEUR 16 enthalten.

13. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag für Bürgschaften in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr TEUR 92) sowie für das Obligo aus Verkaufsfinanzierungen in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr TEUR 28). Aus den Erfahrungen der Vergangenheit und den derzeitigen Erkenntnissen rechnen wir nicht mit dem Ausfall unserer gegebenen Bürgschaften und Verkaufsfinanzierungen und einer damit verbundenen Inanspruchnahme der Auto Wichert GmbH.

Die Gesellschaft nutzt ein Erbbaugrundstück bis zum 31.12.2032. Die jährlichen Erbbauzinsen belaufen sich auf insgesamt rd. TEUR 8. Die Summe der Zahlungen bis 2032 wird TEUR 112 betragen.

Weiterhin bestehen jährliche Verpflichtungen aus Leasing-Verträgen von TEUR 1.169 (Vorjahr TEUR 1.829) für die Nutzung von Euromobil-Fahrzeugen und Mobilien, die über VW/Audi-Leasing AG finanziert sind.

Des Weiteren besteht aus Mietverhältnissen eine jährliche sonstige finanzielle Verpflichtung in Höhe von TEUR 2.634 mit Laufzeiten bis mindestens 2018, längstens bis 2026.

Damit belaufen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB auf insgesamt TEUR 3.915.

IV. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung und Aufsichtsrat

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Bernd Kußmaul, Kaufmann (Vorsitzender der Geschäftsführung), Hamburg,

Bernd Glathe, Kaufmann, Hamburg.

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2017 auf neue Rechnung vorzutragen.

Ein Aufsichtsrat wurde nicht gebildet.

2. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2017 waren durchschnittlich folgende Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und ohne die zu ihrer Ausbildung Beschäftigten), getrennt nach Gruppen, beschäftigt:

Anzahl
Kaufmännische Verwaltung, Disposition 230
Werkstatt, Lager einschließlich Kundendienstmeister 523
Verkäufer 117
  870

3. Angaben zum Abschlussprüferhonorar

Die Auto Wichert GmbH hat im Zeitraum 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 für den Abschlussprüfer folgende Beträge aufgewendet:

EUR
a. Abschlussprüfungsleistungen 55.000
b. Andere Bestätigungsleistungen 0
c. Steuerberatungsleistungen 5.000
d. Sonstige Leistungen 0
GESAMT 60.000

4. Anteilsbesitz

Es besteht eine 100%ige Beteiligung an der Auto Wichert Fahrzeugbau GmbH (vormals: Reisebüro im Autohaus Wichert GmbH), Hamburg. Das Stammkapital dieser Gesellschaft beträgt am 31. Dezember 2017 DM 50.000,00 (EUR 25.564,59) und das Eigenkapital beläuft sich auf EUR 34.912,78. Für das Geschäftsjahr 2017 entstand ein Jahresüberschuss von EUR 846,22.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- oder Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

Hamburg, den 31. Mai 2018

Auto Wichert GmbH Geschäftsführer

Bernd Kußmaul

Bernd Glathe

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2017
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anpassungen aus Anlageninventur
EUR
Stand 31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 486.384,78 29.392,65 0,00 0,00 515.777,43
2. Geschäfts- und Firmenwerte 4.348.541,24 0,00 0,00 0,00 4.348.541,24
3. Geleistete Anzahlungen 14.553,00 12.000,00 0,00 0,00 26.553,00
  4.849.479,02 41.392,65 0,00 0,00 4.890.871,67
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 93.660.882,07 811.282,93 0,00 401,00 94.472.566,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.826.071,09 255.599,05 0,00 0,00 5.081.670,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung          
3a. Sonstige Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.903.464,89 657.113,17 98.570,99 589.850,34 8.051.857,41
3b. Vermietfahrzeuge sowie Vorführfahrzeuge 26.588.704,75 18.757.286,80 26.588.704,75 0,00 18.757.286,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 453.948,69 1.208.061,02 227.491,77 0,00 1.434.517,94
  132.433.071,49 21.689.342,97 26.914.767,51 590.251,34 127.797.898,29
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 28.220,76 0,00 0,00 0,00 28.220,76
2. Beteiligungen 3.149,39 0,00 0,00 0,00 3.149,39
  31.370,15 0,00 0,00 0,00 31.370,15
  137.313.920,66 21.730.735,62 26.914.767,51 590.251,34 132.720.140,11
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2017
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anpassungen aus Anlageninventur Stand 31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 361.662,78 95.429,65 0,00 0,00 457.092,43
2. Geschäfts- und Firmenwerte 2.475.209,75 273.333,00 0,00 0,00 2.748.542,75
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.836.872,53 368.762,65 0,00 0,00 3.205.635,18
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.932.659,82 2.059.047,43 0,00 400,00 15.992.107,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.770.341,09 358.809,05 0,00 0,00 3.129.150,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung          
3a. Sonstige Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.212.192,49 713.894,57 73.405,99 349.512,70 5.202.193,77
3b. Vermietfahrzeuge sowie Vorführfahrzeuge 2.095.106,74 1.765.466,00 2.095.106,74 0,00 1.765.466,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  23.010.300,14 4.897.217,05 2.168.512,73 349.912,70 26.088.917,16
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  25.847.172,67 5.265.979,70 2.168.512,73 349.912,70 29.294.552,34
Buchwerte
Stand 31.12.2017
EUR
Stand 31.12.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.685,00 124.722,00
2. Geschäfts- und Firmenwerte 1.599.998,49 1.873.331,49
3. Geleistete Anzahlungen 26.553,00 14.553,00
  1.685.236,49 2.012.606,49
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 78.480.458,75 79.728.222,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.952.520,00 2.055.730,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung    
3a. Sonstige Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.849.663,64 2.691.272,40
3b. Vermietfahrzeuge sowie Vorführfahrzeuge 16.991.820,80 24.493.598,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.434.517,94 453.948,69
  101.708.981,13 109.422.771,35
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 28.220,76 28.220,76
2. Beteiligungen 3.149,39 3.149,39
  31.370,15 31.370,15
  103.425.587,77 111.466.747,99

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Auto Wichert GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, 18. Juli 2018

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Sabath, Wirtschaftsprüfer

gez. Baier, Wirtschaftsprüfer

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit 2016

Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl ohne Auszubildende und Geschäftsführer

Die Auto Wichert GmbH beschäftigte im Jahre 2016 durchschnittlich 826 Mitarbeiter/innen.Davon waren 159 Frauen (19,2 %) und 667 Männer (80,8 %).

786 Mitarbeiter arbeiteten in Vollzeit (95,2 %) und 40 Mitarbeiter in Teilzeit (4,8 %). Von den Teilzeitkräften waren 34 weiblich (4,1 %) und 6 männlich (0,7 %).

Die bei der Auto Wichert GmbH überwiegend ausgeübten Berufe und Handwerke:

Kfz-Mechatroniker/in, Kfz-Mechaniker/in, Karosseriebauer/in, Fahrzeuglackierer/in,

sind traditionell männlich dominiert.

Das hohe Maß an Arbeitsplatzsicherheit bei der Auto Wichert GmbH und die Fokussierung auf Mitarbeiterzufriedenheit führt zu einer sehr geringen Fluktuation und zu langen Betriebszugehörigkeiten. Darauf sind wir stolz. Dieses hat aber auch zur Folge, dass die traditionelle Beschäftigungsstruktur, mit der wir groß geworden sind, uns noch länger erhalten bleibt und sich im Laufe der Zeit nur langsam ändern wird.

Wir bei Auto Wichert sind stolz darauf, seit 1986 auf dem Markt zu sein. Unser unternehmerisches Denken ist langfristig und zukunftsorientiert. Und so gehen wir die Gleichstellung bereits dort an wo die Karrieren unser Mitarbeiter beginnen, nämlich bei der Ausbildung.

(Im Jahr 2016 waren durchschnittlich 213 Personen in der Ausbildung.) Davon 146 Azubis gewerblich und 67 Azubis kaufmännisch. Trotz der Ausbildung in typischen "Männerberufen" haben wir dort inzwischen eine Quote von 5,5 % Frauen in der Ausbildung. Im kaufmännischen Bereich sind fast 38,8 % der Auszubildenden weiblich.

Die Auto Wichert GmbH unterstützt ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit vielen Jahren durch das Angebot flexibler Arbeitszeitmodelle, wie zum Beispiel unterschiedliche Teilzeit- und Home-Office-Regelungen.

Um einer Entgeldungleichheit zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entgegenzuwirken, passt die Auto Wichert GmbH deren Vergütung, angelehnt an die prozentuale Tariferhöhung der Gewerkschaft der IG-Metall (KFZ-Gewerbe), an.

So ist bereits eine Entgeltgleichheit für Männer und Frauen im Vergütungssystem involviert.

Der angestrebte Frauenanteil in den gewerblichen Berufen ist durch das mangelnde Interesse der Bewerberinnen bisher nicht gelungen. Im kaufmännischen Bereich werden einige Abteilungen bereits von Frauen geführt, deren Entlohnung das Niveau der männlichen Abteilungsleiter gleicht.

 

Hamburg, den 23.11.2018

Thedens

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 24.08.2018 festgestellt.

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