Maria Soell GmbHLiquidiert
63667 Nidda, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Klaus Martin Steinmeier seit 2.10.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Stefan Klaus Martin SteinmeierMaria Soell Holding GmbH+2 | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Alliance Pack GmbHAufgelöst | 33.33% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Maria Soell GmbHNiddaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2018 bis zum 31.03.2019Inhaltsverzeichnis Bilanz zum 31. März 2019 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Bilanz zum 31. März 2019AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 20191. Allgemeine Hinweise und Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis 31. März 2019 sowie der Lagebericht des Geschäftsjahres 2018/2019 sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:
Die Gesellschaft ist nach den Umschreibungen der Größenklassen des § 267 HGB eine "mittelgroße Kapitalgesellschaft" im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Bilanz ist nach den Vorschriften des § 266 HGB gegliedert. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gliederung entspricht § 275 HGB. 2. Besondere Angaben Im Geschäftsjahr 2018/2019 erfolgte die Veräußerung von mehreren Maschinen sowie einem Teil des Kundenstamms. Darüber hinaus wurde im Rahmen einer Vertriebs- und Produktionspartnerschaft das operative Geschäft größtenteils auf Lohnfertigung umgestellt. Eine Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge mit den Zahlen des Berichtsjahres ist insofern nur eingeschränkt möglich. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Beim Jahresabschluss wurden im Wesentlichen die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen. Das Anlagevermögen wird zu (fortgeführten) Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft die Regelungen des § 6 Abs. 2a EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 (bis GJ 2017/2018: EUR 150,00) im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 (bis GJ 2017/2018 über EUR 150,00) und bis zu EUR 1.000,00 wird pro Jahr ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit einem Fünftel abgeschrieben wird, wobei der Abgang nach Ablauf der fünf Jahre unterstellt wird. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bei nachhaltiger Wertminderung werden entsprechende Abschreibungen vorgenommen. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen angesetzt, soweit am Bilanzstichtag kein niedrigerer Einstandspreis gegeben war. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr zu Herstellungskosten auf Ist-Kosten-Basis bewertet, soweit kein niedrigerer Verkaufspreis vorlag. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bilanziert. Erkennbare Ausfallrisiken wurden durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko sowie dem anteiligen Zins- und Skontoaufwand wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Umrechnung der Fremdwährungsforderungen erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung so bemessen, dass sie allen voraussichtlichen Verpflichtungen und erkennbaren Risiken in ausreichendem Umfang Rechnung tragen. Die sonstigen Rückstellungen sind mit den jeweiligen notwendigen Erfüllungsbeträgen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgte eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 4. Erläuterungen zur Bilanz AKTIVA Anlagevermögen Sachanlagen Im Bereich der Sachanlagen erfolgten Abgänge in Höhe von TEUR 4.727. Diese betreffen im Wesentlichen einen anteiligen Grundstücksverkauf und die Veräußerung einer sich auf dem Firmengelände befindlichen Produktionshalle (TEUR 3.797) sowie mehrere Maschinen des Bereichs Flexpack. (TEUR 905). Finanzanlagen Die Finanzanlage in Höhe von EUR 500 betrifft eine Beteiligung an Papyrus Versicherungsvermittler für die Papierwirtschaft GmbH. Die Entwicklung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und der Abschreibungen ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel: Anlagenspiegel zum 31. März 2019
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 1.169 innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen in Höhe von TEUR 866 haben eine Restlaufzeit von größer einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschaftern in Höhe von TEUR 50 enthalten. PASSIVA Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25. Die Kapitalrücklage hat einen Wert von TEUR 1.256. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 349 bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 239, für die Berufsgenossenschaft TEUR 47 und für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 25. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 1.351 sind durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignung gesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 310. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren betragen TEUR 410, Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen in Höhe von TEUR 337; diese Verbindlichkeiten betreffen ausschließlich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Veräußerung von immateriellen Vermögensgegenständen sowie Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 5.166 enthalten. 6. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus verschiedenen Wartungsverträgen bestehen mit jährlichen Kosten von insgesamt TEUR 91, Verpflichtungen aus Leasingverträgen bestehen für die nächsten zwei Jahre in Höhe von TEUR 61. Mitarbeiter Die Mitarbeiterzahl betrug im Jahresdurchschnitt:
Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr:
Der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung. Unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB wurden die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung unterlassen. Angabe des Vorschlages über die Verwendung des Ergebnisses Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt EUR 1.094.912,96 und wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Nidda - Eichelsdorf, den 6. August 2019 Maria Soell GmbH Stefan Steinmeier, Geschäftsführer Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. März 2019 ist am 9. August 2019 erfolgt. Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS Firmensitz und Produktionsstandort der Maria Soell GmbH (im Weiteren "Maria Soell" oder "Gesellschaft") ist Nidda-Eichelsdorf. Zweigniederlassungen oder Tochtergesellschaften existieren nicht. Das Geschäft des Unternehmens gliederte sich bislang in die Sparten Flexpack und Silikon. Der Flexpackbereich umfasste die Veredelung (Beschichtung, Kaschierung, Laminierung und/oder Bedruckung) von Papier, Aluminium oder Kunststofffolien zur Herstellung von flexiblen Verpackungsmaterialien als Rollenware, v.a. für die Marktsegmente Medical/Pharma, Cosmetics, Dehydrated, Confectionary, Dairy, Household/Whipelam sowie Construction bzw. Technical Applications. In der Sparte Silikon beschichtete die Gesellschaft Papiere und andere Trägermaterialien mit Silikon (und zum Teil auch mit PE) als Trennpapiere für die Anwendungsfelder Medical, Pharma, Envelopes, Graphic Arts, Tapes, Industrial und Composites. Eine im Vorjahr durchgeführte Überprüfung der bisherigen Geschäftsstrategie hat gezeigt, dass die Umsatzrückgänge und Verlustreiber der Gesellschaft der letzten zwei Geschäftsjahre weitgehend in der Sparte Flexible Verpackungen zu finden waren und dort vor allem auf bestimmten Produktionsanlagen. Insbesondere hat die Gesellschaft in den Vorjahren starke Erlöseinbußen im Druckbereich und bei der LH-Kaschierung erlitten, ohne das auf den entsprechenden Anlagen Kompensationsgeschäft generiert werden konnte. Ergänzend zu der Spartenrechnung wurde im Vorjahr damit begonnen, die Möglichkeiten strategischer Partnerschaften (Einkauf, Vertrieb, Produktion) bzw. die Veräußerung oder Restrukturierung der zwei Geschäftsbetriebe zu sondieren. Diese Vorüberlegungen haben im Berichtszeitraum zu einer umfassenden Neustrukturierung des Unternehmens geführt. Seit Juli 2018 betreibt die Gesellschaft den Bereich Silikonisierung, Extrusion und wasserbasierte Kaschierung (im Folgenden "Bereich SilExWasbasKasch") im Rahmen einer Vertriebs- und Produktionspartnerschaft. Die Produktion auf der Flexodruckanlage, der Tiefdruckanlage, der großen Kaschieranlage sowie den zwei Wachsanlagen (im Folgenden "Bereich DruckLHKaschWachs") wurde zum Dezember 2018 eingestellt. Im Rahmen der Vertriebs- und Produktionspartnerschaft fokussiert sich die Gesellschaft auf den Bereich Produktion und Kundenservice, während der Vertrieb und die Rechnungslegung an den Kunden über den Geschäftspartner laufen. Damit betreibt die Gesellschaft ihr Geschäft derzeit im weitest gehenden Sinn in Lohnherstellung für den Geschäftspartner. Entsprechend der strategischen Neuausrichtung wurde die Organisation der Gesellschaft angepasst, sowohl hinsichtlich der Funktionen, der Mitarbeiteranzahl, und der Steuerungssysteme. Außerdem hat eine weitgehende bilanzielle Entschuldung stattgefunden. Die Steuerungssysteme sind hingegen weitgehend gleich geblieben. Neben der gezielten Ausrichtung der Unternehmensstrategie am Kundenservice (Liefertreue und Reklamationsquote) dient als zentrale finanzielle Messgröße für die Steuerung des Unternehmenserfolgs das operative Ergebnis, d.h. der erreichte Jahresüberschuss im handelsrechtlichen Sinn vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern. Außerdem betreibt die Geschäftsleitung ein gezieltes Cashflow-Management zur Verbesserung der Liquidität der Gesellschaft. II. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFES GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER GESELLSCHAFT Aufgrund der vorstehend dargestellten Umstrukturierung im Berichtszeitraum ist der Geschäftsverlauf der Gesellschaft nur sehr eingeschränkt mit dem Vorjahreszeitraum vergleichbar. Im ersten Quartal des Berichtszeitraumes (April bis Juni 2018) betrieb die Gesellschaft noch wie bisher die Sparten Flexpack und Silikon. Umsatz- und Gesamtleistung lagen in diesem Quartal im Wesentlichen auf Vorjahresniveau, jedoch bei rückläufigem Rohertrag und operativen Ergebnis. Hier zeigten insbesondere die seit Anfang 2018 stark gestiegenen Rohstoffpreise und ein sich veränderter Produktmix negative Wirkung. Der Bereich SilExWasbasKasch wird seit dem 23. Juli 2018 in Kooperation mit einem Geschäftspartner betrieben (s. oben). Im Außenverhältnis zum Kunden hat der Geschäftspartner die Geschäftsbeziehung übernommen und ist zuständig für den Vertrieb, die Rechnungsstellung und die Rohmaterialversorgung. Im Innenverhältnis produziert die Maria Soell die Aufträge für den Geschäftspartner gegen eine festgelegte Vergütung und übernimmt die Auftragsabwicklung, einschließlich Kundenservice und Logistik. Das Umsatz- und Produktionsrisiko liegt damit beim Geschäftspartner, während sich die Gesellschaft im gegebenen Kostenrahmen bewegen muss. Bei Start der Kooperation hat der Geschäftspartner zudem einen Großteil des Vorratsvermögens für den Bereich SilExWasbasKasch erworben. Die Produktion im Bereich DruckLHKaschWachs wurde zum Ende Dezember 2018 eingestellt. Seit Januar 2019 erfolgt nur noch der Abverkauf und die Konfektionierung von bis dahin vorgefertigten Lagermaterialien. Durch den ab November 2018 erfolgten Abbau von 29 Vollzeitstellen konnte der Verlust aus diesem Bereich jedoch teilweise kompensiert werden. Die stillgelegten Produktionsanlagen wurden zum Ende des Berichtszeitraums weitgehend verkauft, was zum positiven Gesamtergebnis des Geschäftsjahres beitrug. Neben den erfolgten Umstrukturierungsmaßnahmen innerhalb der Sparten, hat sich die Maria Soell gleichfalls im Zuge der Neustrukturierung dazu entschieden, der ebenfalls seit mehreren Jahren auf dem Firmengelände ansässigen Maria Soell High Technology Films GmbH die von dieser Gesellschaft betreffenden Gebäude- und Grundstücksteile zu veräußern. Insgesamt hat die Gesellschaft das Geschäftsjahr mit einem erfreulichen Jahresüberschuss von TEUR 1.095 (Vorjahr Jahresfehlbetrag von TEUR 2.153) abgeschlossen bei gleichzeitiger Rückführung der Darlehensverbindlichkeiten von EUR 5,07 Mio. auf EUR 1,35 Mio. Zwar ist das positive Jahresergebnis von Einmaleffekten wie der Veräußerung des Vorratsvermögens im Rahmen der Produktions- und Vertriebspartnerschaft, der Veräußerung der Produktionsanlagen des Bereichs DruckLHKaschWachs sowie der Veräußerung des Grundstücksanteils geprägt, jedoch trugen die angestoßenen Umstrukturierungsmaßnahmen zu einem neuen Gleichgewicht der Erlös- und Kostenstruktur bei. Durch die erfolgten Maßnahmen sehen wir die Gesellschaft im Kontext der wirtschaftlichen und branchenspezifischen Anforderungen wieder zukunftsfähig aufgestellt. BRANCHENENTWICKLUNG Nach Schätzungen von Transparency Market Research (TMR) 1 wird der weltweite Re-lease-Liner-Markt voraussichtlich bis Ende 2024 USD 17,0 Mrd. erreichen. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Haftetiketten wird für den Zeitraum 2016-2024 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 6,30% prognostiziert. Ebenso wird erwartet, dass der Release-Liner-Markt im Prognosezeitraum im asiatisch-pazifischen Raum erheblich expandieren wird. Die wachsende Fertigung und die gestiegene Nachfrage nach Produkten dürften das Wachstum des Release-Liner-Marktes vorantreiben. Dieses positive Wachstum dürfte sich auf die Kooperation mit dem neuen Geschäftspartner im Zuge der Vertriebs- und Produktionspartnerschaft mittelfristig positiv auswirken. 1 Release Liner Market, Global Industry Analyse 2016-2024, Hrsg.: Transparency Market Research, April 2019 BESCHAFFUNGSMARKT Im Berichtszeitraum stiegen die Einkaufspreise für Rohstoffe wie erwartet kontinuierlich weiter, insbesondere im Papier- und Aluminiumbereich, aber auch bei den Beschichtungsmaterialien Granulaten und Silikon. Dies hatte neben einem sich veränderten Produktmix im ersten Quartal einen deutlich negativen Effekt auf den Rohertrag (-7%). Im Rahmen der Kooperation mit dem externen Geschäftspartner wird der Gesellschaft das zur Produktion notwendige Rohmaterial beigestellt, so dass sich das Unternehmen im Bereich SilExWasbasKasch von dem Beschaffungsrisiko entkoppelt hat. Im Bereich DruckLHKaschWachs wurden die Kostensteigerungen auf der Rohmaterialseite bei den Aufträgen zur Ausproduktion so weit wie möglich an die Kunden weitergegeben. Bei der verbleibenden Beschaffung von Verpackungsmaterialien und anderen Hilfsstoffen für die Produktion (z.B. Paletten, Fracht) plant die Gesellschaft für alle wichtigen Produkte und Dienstleistungen mit mindestens zwei Lieferanten, um bei Engpässen bei einem Lieferanten auf einen qualifizierten Mitbewerber zurückgreifen zu können und Preiswettbewerb zu erzeugen. III. DARSTELLUNG DER VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE VERMÖGENSLAGE Die Vermögenslage der Maria Soell GmbH ist im Geschäftsjahr durch einen weiteren Rückgang der Bilanzsumme geprägt. Insgesamt hat sich die Bilanzsumme um EUR 4,9 Mio. reduziert (53%). Auf der Aktivseite der Bilanz ist diese Entwicklung im Wesentlichen auf einen Rückgang des Anlagevermögens sowie einer Verringerung des Vorratsbestands zurückzuführen. Dies steht zum einen im Zusammenhang mit der Stilllegung von Produktionsanlagen im Bereich DruckLHKaschWachs, dem Verkauf eines Großteils des Vorratsvermögens im Zuge der neuen Kooperation, der Ausproduktion des Bereichs DruckLHKaschWachs zum Dezember 2018, sowie einer Abwertung der verbleibenden Altbestände aus beiden Sparten. Zum anderen wurde ein Grundstücksteil der Gesellschaft verkauft, der bislang vermietet war, wodurch ein Buchverlust realisiert wurde. Gegenläufig war der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Investitionen wurden keine nennenswerten getätigt. Aus den Veräußerungserlösen für Kundenstamm, dem Warenlager sowie den Verkauf der stillgelegten Produktionsanlagen wurden die Verbindlichkeiten aus Darlehen sowie Lieferungen und Leistungen weitgehend zurückgeführt. Die Darlehensschulden gingen von EUR 5,33 Mio. zum 31.3. des Vorjahres auf EUR 1,35 Mio. zum Ende des Berichtszeitraums zurück. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um TEUR 955. auf TEUR 310. Auch die Rückstellungen für Personalaufwendungen konnten aufgrund des im Zuge der Schließung des Bereichs DruckLHKaschWachs erfolgten Personalabbaus deutlich reduziert werden, trotz teilweise noch ausstehender Abfindungen aus dem in diesem Zusammenhang im August 2018 geschlossenen Interessenausgleich und Sozialplan. Insgesamt beläuft sich das Eigenkapital der Gesellschaft nach Berücksichtigung des im Geschäftsjahr 2018/2019 erzielten Jahresüberschusses sowie erfolgter Ergebnisverwendung auf EUR 2,09 Mio., was einer Eigenkapitalquote von 48% entspricht. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um TEUR 746 verringert. Dies entspricht zum einem dem Tilgungsanteil der unter dem Insolvenzplan monatlich fälligen Annuitäten mit einer Fälligkeit innerhalb eines Jahres. Zum anderen erfolgte eine vorzeitige Ablöse der Restverbindlichkeiten aus dem Insolvenzplan, soweit diese die Gläubigergruppe 2 betraf (besichertes Anlagevermögen). Damit sind zum Bilanzstichtag aus dem Insolvenzplan von Juli 2015 nur noch die Restforderungen der grundschuldbesicherten Gläubiger (Gruppe 1) in Höhe von EUR 1,35 Mio. offen. Die Rückstellungen betreffen vor allem Personalaufwendungen, wie Abfindungen aus Sozialplan, anteiliges Weihnachts- und Urlaubsgeld, anteilige Urlaubsansprüche sowie zugesagte Boni. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen vor allem Strom- und Gaslieferungen. FINANZLAGE Die Finanzlage der Gesellschaft stellt sich nach der im Berichtszeitraum erfolgten Neustrukturierung als sehr stabil dar. Die Darlehensverbindlichkeiten konnten von EUR 5,33 Mio. auf EUR 1,35 Mio. zurückgeführt werden. Der Kassenbestand zum Bilanzstichtag belief sich auf TEUR 544. Das handelsrechtliche Eigenkapital beträgt EUR 2,09 Mio. (48%). Zudem hat die Gesellschaft Forderungen gegen verbundene Unternehmen, u.a. aus Grundstücksveräußerung und Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1,93 Mio. Die laufenden Kosten der Gesellschaft sind b.a.w. über die Kooperation mit dem neuen Geschäftspartner und den restlichen Abverkauf von Vorratsvermögen gedeckt. Pfandrechte bestehen lediglich noch am Betriebsgrundstück zur Sicherung der Restansprüche der Grundschuldgläubiger aus dem Insolvenzplan von Juli 2015 (Gruppe 1) in Höhe von EUR 1,35 Mio. zum Bilanzstichtag. Das mit der Targo Commercial Finance unterhaltene Factoring läuft nach Abverkauf der restlichen Warenbestände aus dem Bereich DruckLHKaschWachs planmäßig zunächst noch bis 30. September 2019. Für den verbleibenden Teil aus SilExWasbasKasch, der von Maria Soell betrieben wird und die nicht übertragenen Kundenbeziehungen umfasst, läuft der Factoringvertrag weiter. Durch den zum Bilanzstichtag bestehenden Bestand an Liquidität von TEUR 544, die bestehende Vertriebs- und Produktionsvereinbarungen sowie die vorgenommenen Umstrukturierungsmaßnahmen sehen wir uns in der Lage kurz- bis mittelfristig unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. ERTRAGSLAGE Die Ertragslage ist im Berichtszeitraum durch zahlreiche Sondereffekte geprägt. Einerseits erzielte die Gesellschaft erhebliche Erträge aus der Veräußerung ihres Kundenstamms, dem Großteil des Warenlagers im Bereich SilExWasbasKasch und den stillgelegten Produktionsanlagen. Andererseits führten die vorgenommenen Umstrukturierungsmaßnahmen wie die Schließung des Bereich DruckLHKaschWachs auch zum Teil zu Ergebnisbelastungen. Diese umfassen vor allem zu leistende Abfindungen aus dem erfolgten Personalabbau, Kosten der Restrukturierungsberatung sowie Sonderabschreibungen auf das übrig gebliebene Vorratsvermögen. Hinzu kommen die Realisierung eines Buchverlusts aus dem Verkauf des bislang vermieteten Betriebsgrundstücks sowie operative Verluste aus dem bisherigen Geschäftsbetrieb bis Juli 2018 bzw. der Ausproduktion im Bereich DruckLHKaschWachs bis Dezember 2018 (einschl. nachlaufender Kündigungsfristen für betriebsbedingt gekündigtes Personal). Insgesamt erzielte die Gesellschaft unter Berücksichtigung oben genannter Sachverhalte im Berichtszeitraum ein EBITDA von TEUR 2.348 gegenüber TEUR -819 im Vorjahr. MITARBEITER Die vorstehend beschriebenen Restrukturierungen hatten auch erheblichen Einfluss auf die betriebliche Organisation. Im Rahmen der Schließung des Bereichs DruckLH-KaschWachs wurden mit dem Betriebsrat ein Interessenausgleich und Sozialplan verhandelt und 29 Stellen abgebaut, 28 davon über betriebsbedingte Kündigungen und den Auslauf eines befristeten Arbeitsvertrags. Gleichzeitig wurde ein Firmentarifvertrag geschlossen, der die Verlängerung der 40-Stunden-Woche bis Ende September 2020 und eine Treueprämie für die verbleibenden tariflichen Mitarbeiter regelt (zahlbar in vier gleichen Raten zum 31. März 2019, 30. September 2019, 31. März 2020 und 30. September 2020). Am Ende des Berichtszeitraums waren 68 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei der Maria Soell beschäftigt, einschließlich 7 Auszubildender. Davon gehen zwei Mitarbeiter kurzfristig in Ruhestand. Außerdem scheidet noch ein Mitarbeiter aufgrund des abgeschlossenen Sozialplans Ende April 2019 aus. Von den Auszubildenden beenden im neuen Geschäftsjahr voraussichtlich zwei ihre Lehre. III. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG MIT HINWEISEN AUF WESENTLICHE CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG Die durchgeführten Restrukturierungen haben die Chancen und Risiken der Gesellschaft entscheidend verändert. CHANCENBERICHT Durch die Kooperation mit dem externen Geschäftspartner im Zuge der Vertriebs- und Produktionspartnerschaft, einem der führenden Anbieter von silikonisierten Papieren, hat die Gesellschaft einen starken Vertriebspartner gewonnen. Gleichzeitig hat sie ihren Geschäftsbetrieb vom Beschaffungsrisiko entkoppelt. Gerade hier war die Gesellschaft als kleines mittelständisches Unternehmen in den letzten Jahren unter Druck geraten, weil sie die gestiegenen Einkaufspreise nicht oder nur sehr zeitversetzt an ihre großen Kunden weitergeben konnte und schlechtere Einkaufsbedingungen als die größeren Wettbewerber akzeptieren musste. Dies belastete die Ertrags-und Liquiditätssituation. RISIKOBERICHT Ziel des Qualitäts- und Risikomanagements ist es, wesentliche Risiken zu identifizieren, kontinuierlich zu überwachen und auf ein akzeptables Maß zu begrenzen. Ziel des Managements ist es weiterhin, das Qualitäts- und Risikomanagement zielgerichtet zu verbessern. Aus der Schließung des Bereichs DruckLHKaschWachs ergeben sich keine nennenswerten Risiken mehr. Der Großteil der mit der Schließung verbundenen Aufwendungen fiel bereits im Berichtszeitraum an. Insbesondere ist der abgeschlossene Sozialplan zum Bilanzstichtag weitgehend erfüllt. Der letzte betriebsbedingt gekündigte Mitarbeiter schied Ende April 2019 aus. Die Abfindungskosten für diesen sind zum Bilanzstichtag zurückgestellt. Weitere Schließungskosten aus der Stilllegung der Anlagen sind nicht in größerem Umfang zu erwarten. Im Gegenteil verspricht der sukzessive Abverkauf der Restmaterialien noch einige Erlöse, die mit dem verbleibenden Personal für den Bereich SilExWasbasKasch ohne Zusatzkosten erwirtschaftet werden können. Gleichzeitig hat sich die Gesellschaft mit den Mitteln aus den bereits beschriebenen Transaktionen weitgehend entschuldet. Im Wesentlichen bestehen am Bilanzstichtag nur noch die Verbindlichkeiten gegenüber den Grundpfandgläubigern aus dem Insolvenzplan von Juli 2015 (Gruppe 1) in Höhe von EUR 1,35 Mio. sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 310. Dem steht ein Kassenbestand von TEUR 544 sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 1,97 Mio. gegenüber. Als freie Sicherheiten dienen die verbleibenden Produktionsanlagen aus dem Bereich SilExWasbasKasch sowie das verbleibende Vorratsvermögen. Belastet ist damit nur noch das verbleibende Betriebsgrundstück. Dieses haftet zusammen mit dem veräußerten Teilgrundstück zur Absicherung der restlichen Grundschulddarlehen (s. zuvor). Das größte verbleibende Risiko besteht demnach darin, dass die Gesellschaft ihre Kosten innerhalb des mit dem externen Geschäftspartner im Kooperationsvertrag vereinbarten Rahmens hält und/oder der Kooperationsvertrag von einer Partei gekündigt wird und die Gesellschaft anschließend wieder eigenständig am Markt agieren muss. Grundsätzlich ist die Kooperation auf vier Jahre angelegt mit einer ersten Kündigungsmöglichkeit zum Juli 2020. Bis dahin besteht für den Bereich SilExWasbasKasch ein Wettbewerbsverbot. Für diese Zeit regelt der Kooperationsvertrag eine pauschale Kostenerstattung in Abhängigkeit von den erbrachten Produktionsstunden. QUALITÄTSMANAGEMENT Im Rahmen des Kooperationsvertrags trägt das Qualitätsrisiko grundsätzlich der externe Geschäftspartner. Dennoch ist die Gewährleistung einer einwandfreien Produktqualität das oberste Gebot und wird von der Geschäftsführung, dem Management und den Maschinenbedienern mit Nachdruck angestrebt. Jedes Produkt soll nach einem feststehenden Prüfplan auf das vom Kunden gewünschte Eigenschaftsprofil und die festgelegten Spezifikationen getestet werden. Die internen Abläufe sind in einem Qualitätsmanagementhandbuch geregelt. Ziel ist, die vielfältigen Kundenanforderungen stets sicher umzusetzen. Die Managementprozesse und betriebsinternen Abläufe werden fortlaufend durch die Auditierungen nach ISO 9001-2015 auf ihre Wirksamkeit hin bestätigt. Um die Messdaten aus der Qualitätssicherung per EDV-System dokumentieren und auswerten zu können, ist eine in das ERP-System eingebundene Datenbanklösung vorhanden. Elektronisch erzeugte Prüfprotokolle können im hausinternen Intranet von jedem Sachbearbeiter aufgerufen werden. Die notwendigen Prüfungen im Fertigungsprozess werden mittels Prüfplanung schon bei der Umsetzung der Kundenanforderung in die internen Arbeitspläne festgelegt. ROHSTOFFBESCHAFFUNGS- UND PREISRISIKEN Im Rahmen der bestehenden Vertriebs- und Produktionspartnerschaft wird der Gesellschaft das zur Produktion notwendige Rohmaterial beigestellt, so dass sich das Unternehmen im Bereich SilExWasbasKasch von dem Beschaffungsrisiko entkoppelt hat. Im Bereich DruckLHKaschWachs wurden die Kostensteigerungen auf der Rohmaterialseite bei den Aufträgen zur Ausproduktion so weit wie möglich an die Kunden weitergegeben. Bei der verbleibenden Beschaffung von Verpackungsmaterialien und anderen Hilfsstoffen für die Produktion (z.B. Paletten, Fracht) plant die Gesellschaft für alle wichtigen Produkte und Dienstleistungen mit mindestens zwei Lieferanten, um bei Engpässen bei einem Lieferanten auf einen qualifizierten Mitbewerber zurückgreifen zu können und Preiswettbewerb zu erzeugen. LIQUIDITÄTSRISIKEN Wie bereits beschrieben, hat sich die Gesellschaft mit den Mitteln aus den im Berichtszeitraum durchgeführten Transaktionen weitgehend entschuldet. Im Wesentlichen bestehen am Bilanzstichtag nur noch die Verbindlichkeiten gegenüber den Grundpfandgläubigern aus dem Insolvenzplan von Juli 2015 (Gruppe 1) in Höhe von EUR 1,35 Mio. sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 310. Dem steht ein Kassenbestand von TEUR 544 sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 1,97 Mio. gegenüber. Als freie Sicherheiten dienen die verbleibenden Produktionsanlagen aus dem Bereich SilExWasbasKasch sowie das verbleibende Vorratsvermögen. Belastet ist damit nur noch das verbleibende Betriebsgrundstück. Dieses haftet zusammen mit dem veräußerten Teilgrundstück zur Absicherung der restlichen Grundschulddarlehen (s. zuvor). Die Liquidität gilt deshalb bis auf weiteres als gesichert. ZINSÄNDERUNGSRISIKEN In der Vergangenheit war die Verzinsung des kurzfristigen Fremdkapitals an die Entwicklung der EURIBOR Zinssätze gekoppelt. Aktuell finanziert sich die Gesellschaft kurzfristig über Factoring zu sicheren Konditionen. Die verbleibenden mittel- und langfristigen Finanzierungen werden zu festen Zinssätzen weiter gewährt. Notwendige Refinanzierungen werden unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewertet. WETTBEWERBSRISIKEN Durch die bestehende Vertriebs- und Produktionspartnerschaft mit einem der führenden Anbieter von silikonisierten Papieren, hat die Gesellschaft einen starken Vertriebspartner gewonnen. Das Umsatz- und Vertriebsrisiko liegt beim Geschäftspartner. Für die Gesellschaft verbleibt das Risiko, dass sie ihre Kosten innerhalb des vereinbarten Erstattungsrahmens hält. GESAMTRISIKOBEURTEILUNG Das Risikomanagementsystem der Maria Soell ist auf das Geschäftsmodell und die Steuerung der darin enthaltenen Risiken ausgerichtet. Im Berichtszeitraum hat sich die Gesellschaft nachhaltig restrukturiert und stabilisiert. Sollte die Kooperation mit dem Geschäftspartner nicht langfristig fortgesetzt werden, kann sie ab Juli 2020 wieder eigenständig im Bereich SilExWasbasKasch am Markt antreten. AUSBLICK Vor dem Hintergrund der noch bis mindestens Juli 2020 bestehenden Vertriebs- und Produktionspartnerschaft sehen wir uns für das Geschäftsjahr 2019/2020 grundsätzlich positiv aufgestellt. Durch die erfolgten Umstrukturierungsmaßnahmen erhoffen wir uns, auch zukünftig auf Basis einer Lohnherstellung oder ggf. sogar erneut einer Eigenfertigung das Kerngeschäft SilExWasbasKasch weiter ausbauen zu können. Für das Geschäftsjahr 2019/2020 planen wir mit einem deutlich unter dem Vorjahr liegenden, jedoch insgesamt positiven Periodenergebnis.
Nidda - Eichelsdorf, 6. August 2019 Maria Soell GmbH Stefan Steinmeier, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die Maria Soell GmbH, Nidda Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Maria Soell GmbH, Nidda, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Maria Soell GmbH, Nidda, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 7. August 2019 RGT
TREUHAND
Jürgen Lohr, Wirtschaftsprüfer Julia Schmidt, Wirtschaftsprüferin |
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