Deloitte Legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Erna-Scheffler-Straße 2, 40476 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 35407
Vorher
Raupach & Wollert-Elmendorff Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Eingetragen
18.12.1997
Branche
Rechtsanwaltskanzleien und NotariateErbringung sonstiger juristischer DienstleistungenPatentanwaltskanzleien
Gegenstand
Beratung und Vertretung in Rechtsangelegenheiten, wobei die Aufträge durch die in den Diensten der Gesellschaft stehenden Rechtsanwälte eigenverantwortlich, unabhängig und weisungsfrei unter Beachtung ihres Berufsrechts und ihrer Berufspflichten ausgeführt werden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Jentgens
seit 20.10.2023
Geschäftsführer
Markus Dr. Schackmann
seit 12.1.2015
Geschäftsführer
Torsten Bloch
seit 6.5.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Deloitte Legal eingetragene Beteiligungsgesellschaft bürgerlichen Rechts
Germany
63.200 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Deloitte Legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.05.2024

Bilanz zum 31. Mai 2024

AKTIVA

31.05.2024 31.05.2023
T€ T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände (1) 8 8
II. Sachanlagen (2) 286 476
III. Finanzanlagen (3) 3.239 2.726
3.533 3.210
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (4)
in Arbeit befindliche Aufträge 2.658 3.280
abzüglich erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -19 -25
2.639 3.255
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (5) 18.456 22.968
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.466 2.349
28.561 28.572
C. Rechnungsabgrenzungsposten (6) 99 87
32.193 31.869

PASSIVA

31.05.2024 31.05.2023
T€ T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (7) 63 63
II. Jahresüberschuss 1.897 1.531
III. Genussrechtskapital (8) 2.906 3.151
4.866 4.745
B. Rückstellungen (9) 10.124 10.496
C. Verbindlichkeiten (10) 17.203 16.628
32.193 31.869

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024

2023/2024 2022/2023
T€ T€
1. Umsatzerlöse (11) 61.734 59.838
2. Erhöhung des Bestands an in Arbeit befindlichen Aufträgen -622 435
Gesamtleistung 61.112 60.273
3. sonstige betriebliche Erträge (12) 9.964 1.679
4. Personalaufwand (13) 48.249 48.143
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 186 217
6. sonstige betriebliche Aufwendungen (14) 19.121 10.652
7. Finanzergebnis (15) -730 -362
2.790 2.578
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (16) 812 964
9. Ergebnis nach Steuern 1.978 1.614
10. sonstige Steuern 81 83
11. Jahresüberschuss 1.897 1.531

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

Vorbemerkungen

Sitz der Gesellschaft ist Erna-Scheffler-Straße 2, 40476 Düsseldorf, Deutschland. Sie wird im Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nummer HRB 35407 geführt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches sowie unter Berücksichtigung rechtsformspezifischer Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit und Lesbarkeit des Abschlusses werden Angaben in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und zugehörige Aufgliederungen sowie Davon-Angaben vollständig im Anhang wiedergegeben. Die laufende Nummerierung verweist auf die entsprechenden Abschlussposten. Alle Zahlenangaben erfolgen einheitlich in Tausend € (T€). Mögliche Abweichungen in den Aufgliederungen und Erläuterungen resultieren aus Rundungsdifferenzen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen, die Gliederung gemäß §§ 266 bzw. 275 HGB. Der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren zugrunde gelegt.

Das Geschäft der assoziierten Dritten an den Standorten Hannover, Berlin und Frankfurt wurde nicht auf Einzelkostenbasis, sondern gesammelt unter den Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen abgebildet. Die korrespondierenden Bilanzposten werden in Summe auf einem unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Verrechnungskonto je Notariat gezeigt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs bei Zugang erfasst und zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Erträge bzw. Aufwendungen werden im Jahresabschluss der Gesellschaft unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungssätze richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt für Mietereinbauten 10 bis 33 Jahre und für die übrigen anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Dabei werden die Zugänge vom Monat der Anschaffung an pro rata temporis abgeschrieben.

Zugänge zu Wirtschaftsgütern mit Netto-Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 werden in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt und beginnend mit dem Jahr der Anschaffung linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren aufgelöst. Wirtschaftsgüter mit Netto-Anschaffungskosten unter € 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst.

Das Finanzanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag angesetzt.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen in Arbeit befindlichen Aufträge sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips aktiviert. In die Herstellungskosten werden neben den Pflichtbestandteilen auch angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die weiterbelastbaren Auslagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag erfasst. Notwendige Einzelwertberichtigungen wurden vorgenommen. Für die in Arbeit befindlichen Aufträge wurden zudem auf Grundlage von Erfahrungswerten pauschalierte Wertberichtigungen in ausreichender Höhe gebildet. Zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögens- und Finanzlage werden, die zum Erfüllungsbetrag bewerteten, erhaltenen Anzahlungen, soweit ihnen entsprechende Bestände gegenüberstehen, offen abgesetzt. Soweit Anzahlungen die korrespondierenden Bestände übersteigen, werden diese passivisch ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bewertet. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind grundsätzlich mit Nennwerten angesetzt. Fremdwährungsguthaben werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag Aufwand darstellen, werden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt.

Die Rückstellungen für Pensionen sind in Höhe des Zeitwerts der zugehörigen Rückdeckungsversicherung angesetzt. Die verpfändete Rückdeckungsversicherung stellt Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 HGB dar und ist gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 HGB wurde die Rückdeckungsversicherung mit der Altersversorgungsverpflichtung saldiert, so dass sich keine Nettorückstellung ergibt.

Die übrigen Rückstellungen (Steuerrückstellungen, sonstige Rückstellungen) sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu ihrer Erfüllung notwendigen Betrag angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren ungewissen Verpflichtungen und Risiken angemessen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederungen und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

(1) Immaterielle Vermögensgegenstände

Buchwerte
Stand 31.05.2024 Stand 31.05.2023
T€ T€
entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 8 8

In den immateriellen Vermögensgegenständen sind Anschaffungskosten für eine Internet-Domain enthalten. Da es sich hierbei um ein nicht abnutzbares Wirtschaftsgut handelt, wird es nicht abgeschrieben.

(2) Sachanlagen

Buchwerte
Stand 31.05.2024 Stand 31.05.2023
T€ T€
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 286 476

(3) Finanzanlagen

Buchwerte
Stand 31.05.2024 Stand 31.05.2023
T€ T€
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 38 25
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.200 0
3. Sonstige Ausleihungen 0 2.700
4. Genossenschaftsanteile 1 1
3.239 2.726

Anteile an verbundenen Unternehmen

Mit Wirkung zum 06.11.2023 erfolgte eine Übertragung von 50 % der Anteile an der CLASSREACTION Rechtsanwalts GmbH, München, von einem der bisherigen Gesellschafter zu Anschaffungskosten von T€ 13 auf die Gesellschaft. Unter Änderung des Vorjahresausweises wird die Nestorius GmbH, Hamburg als verbundenes Unternehmen ausgewiesen.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen bestehen gegenüber der CLASSREACTION Rechtsanwalts GmbH, München, und sind in Höhe von T€ 2.400 mit einem Rangrücktritt versehen.

Die Genossenschaftsanteile sind unverändert Anteile an der DATEV eG, Nürnberg

(4) Vorräte 31.05.2024 31.05.2023
T€ T€
In Arbeit befindliche Aufträge 2.658 3.280
abzüglich erhaltener Anzahlungen auf Bestellungen -19 -25
2.639 3.255

Als in Arbeit befindliche Aufträge werden die bis zum Stichtag angefallenen Leistungen (Arbeitsstunden, Honorare und Auslagen) erfasst, die einem Auftrag zuzurechnen sind, für den die Leistung zum Abschlussstichtag noch nicht realisiert ist.

(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.05.2024 31.05.2023
T€ T€
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.188 21.715
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.268 1.253
18.456 22.968

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind in Höhe von T€ 273 (Vorjahr: T€ 364) antizipative Beträge im Sinne von § 268 Abs. 4 Satz 2 HGB enthalten. Es handelt sich um Ansprüche gegen die Finanzverwaltung.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögengegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

(6) Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag Aufwand darstellen, werden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Dieser Posten setzt sich wie folgt zusammen:

31.05.2024 31.05.2023
T€ T€
Mieten, Nebenkosten 2 0
Beiträge Berufsorganisation 65 67
Kraftfahrzeugsteuer, -versicherung 5 3
Wartung Büromaschinen 0 1
Personalbeschaffungskosten 9 9
Schulungen, Informationsdienste 18 7
99 87

(-) Aktive latente Steuern

Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Diese werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 31,755 % zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer von 15 % und dem Solidaritätszuschlag von 5,5 % wurde der Gewerbesteuersatz von 15,93 % berücksichtigt.

31.05.2024 31.05.2023
Steuerlatenzen T€ T€
Aktive latente Steuern
Bewertung Pensionsrückstellungen 13 13
Bewertung sonstige Rückstellungen 61 82
Bewertung Übrige 17 0
Passive latente Steuern
Zeitbewertung Wertpapiere 0 -5
91 90

(7) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von unverändert T€ 63 wird von 28 Partnern (Vorjahr: 32) gehalten.

(8) Genussrechtskapital

Das Genussrechtskapital wird in voller Höhe von allen Partnern gehalten. Das Genussrechtskapital gewährt dem Genussrechtsinhaber einen Anteil am Bilanzgewinn. Es ist langfristig zur Verfügung gestellt, wird ergebnisabhängig vergütet, nimmt am Verlust bis zur vollen Höhe der Einlage teil und ist im Verhältnis zu sämtlichen Verbindlichkeiten nachrangig. Die Dauer der Zurverfügungstellung des Genussrechtskapitals ist an die Dauer der Gesellschafterstellung der Partner gebunden. Aufgrund dieser Ausgestaltung wird das Genussrechtskapital als Eigenkapital ausgewiesen.

(9) Rückstellungen

31.05.2024 31.05.2023
T€ T€
Steuerrückstellungen 6 54
sonstige Rückstellungen 10.118 10.442
10.124 10.496

Für Pensionsverpflichtungen ergibt sich keine Nettorückstellung.

Der Saldo ermittelt sich wie folgt:

31.05.2024 31.05.2023
T€ T€
Altersversorgungsverpflichtung 126 123
Versicherungswert der verpfändeten Rückdeckungsversicherung -126 -123
Nettorückstellung 0 0

Die Anschaffungskosten der verrechneten Rückdeckungsansprüche und der beizulegende Zeitwert entsprechen dem Versicherungswert.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen folgende Posten und sind grundsätzlich als kurzfristig zu klassifizieren:

31.05.2024 31.05.2023
T€ T€
Personalverpflichtungen 7.082 6.695
ausstehende Eingangsrechnungen 2.200 3.252
Verpflichtungen aus Mietverhältnissen 186 202
(10) Verbindlichkeiten 31.05.2024 31.05.2023
T€ T€
1. erhaltene Anzahlungen aus Bestellungen 147 189
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.636 807
3. sonstige Verbindlichkeiten 15.420 15.632
17.203 16.628
Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr >1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe Sicherheiten/ Verpfändungen
T€ T€ T€ T€
1. Anzahlungen auf Bestellungen 147 0 0 147 -
1. Vorjahr (189) (0) (0) (189) (-)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.636 0 0 1.636 -
Vorjahr (807) (0) (0) (807) (-)
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.962 10.000 1.458 15.420 -
davon aus Steuern 1.137 0 0 1.137 -
davon im Rahmen sozialer Sicherheit 0 0 0 0 -
Vorjahr (4.042) (10.000) (1.590) (15.632) (-)
davon aus Steuern (1.227) (0) (0) (1.227) (-)
davon im Rahmen sozialer Sicherheit (0) (0) (0) (0) (-)
5.745 10.000 1.458 17.203 -
Vorjahr (5.038) (10.000) (1.590) (16.628) (-)

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 4.194 (Vorjahr: T€ 4.153) enthalten.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(11) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus der Beratung und Vertretung in Rechtsangelegenheiten zu 84 % im Inland (Vorjahr: 75 %) und zu 16 % im Ausland (Vorjahr: 25 %).

(12) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2023/2024 2022/2023
T€ T€
periodenfremde Erträge:
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 33 47
Erträge aus Anlagenabgängen 92 72
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 60 0
Ausbuchung von Verbindlichkeiten 14 11
sonstige periodenfremde Erträge 49 27
248 157

Beträge von außergewöhnlicher Größenordnung:

Erträge aus der Ablösung eines Rechtes 8.450 0
Erträge aus der Währungsumrechnung 13 67
Übrige sonstige betriebliche Erträge 1.253 1.455
9.964 1.679

Die Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten:

Realisierte Kursgewinne T€ 13 (Vorjahr: T€ 50)
Unrealisierte Erträge aus der Bewertung T€ 0 (Vorjahr: T€ 17)

(13) Personalaufwand

2023/2024 2022/2023
T€ T€
a) Gehälter 32.293 32.857
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.338 11.784
c) soziale Abgaben 3.617 3.501
d) Aufwendungen für Altersversorgung 1 1
48.249 48.143

Die Gesellschaft arbeitet eng mit anderen Mitgliedsunternehmen im globalen DTTL-Netzwerk zusammen. Dies zeigt sich auch an weltweiten Großprojekten, an denen Mitarbeiter 1 von DTTL-Mitgliedsunternehmen aus vielen Ländern beteiligt sind. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen und den Einblick in die Ertragslage zu verbessern, werden diese, sowie Honorare für freie Mitarbeiter nebst zugehörigen Auslagen als Unterposten "Aufwendungen für bezogene Leistungen" im Personalaufwand ausgewiesen.

1 Für Personenbezeichnungen wird im Folgenden auch das generische Maskulinum verwendet, das alle Geschlechter gleichermaßen einschließt.

Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter betrug:

2023/2024
Fachmitarbeiter 189
Mitarbeitende im Verwaltungsbereich 64
253

Geschäftsführer, Auszubildende, Praktikanten und Zeitarbeitskräfte und Ruhende sind in den Durchschnittswerten nach HGB nicht enthalten. Ruhende Arbeitsverhältnisse betreffen unter anderem Freistellungen und Entsendungen.

Aufwendungen für die Geschäftsführung belaufen sich im Geschäftsjahr auf T€ 2.850 (Vorjahr: T€ 3.068)

(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023/2024 2022/2023
T€ T€
Interne Belastungen 9.287 5.660
Büroaufwendungen 4.376 531
Personalnebenkosten 698 589
Kraftfahrzeugkosten 585 430
Reisekosten 480 500
Beiträge, Versicherungen und Abgaben 534 844
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 1.928 1.185
17.888 9.739
Periodenfremde Aufwendungen:
Aufwand aus der Einstellung in Wertberichtigungen 276 658
Forderungsverluste 903 204
1.179 862
Aufwendungen aus Währungsumrechnung 54 51
19.121 10.652

Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten:

Realisierte Kursverluste T€ 40 (Vorjahr: T€ 51)
Unrealisierte Aufwendungen aus der Bewertung T€ 14 (Vorjahr: T€ 0)

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers betrug T€ 30 für Abschlussprüfungsleistungen (Vorjahr: T€ 28).

(15) Finanzergebnis

2023/2024 2022/2023
T€ T€
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 145 53
davon an verbundene Unternehmen 145 0
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1 5
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -876 -420
-730 -362

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen betreffen in voller Höhe die CLASSREACTION Rechtsanwalts GmbH, München.

(16) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es besteht eine Sekundärhaftung in Höhe von T€ 256 (Vorjahr: T€ 250) für Pensionsverpflichtungen von Unterstützungskassen. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als sehr gering angesehen, da eine Zahlungsverpflichtung nur im Fall der Zahlungsunfähigkeit des Allianz Pensions-Management e.V. bzw. des GUK e.V. besteht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen nicht aus der Bilanz ersichtlichen Verpflichtungen betragen:

Zahlungsfälligkeit
bis zu 1 Jahr >1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
T€ T€ T€ T€
1. Mieten für Immobilien 3.012 9.374 10.652 23.038
2. Sonstiges 264 355 0 619
3.276 9.729 10.652 23.657

Die Mietverpflichtungen für Immobilien betreffen aus Gründen der Planungssicherheit langfristig angemietete Büroflächen einschließlich zugehöriger Nebenflächen.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Anteil am Kapital Eigenkapital Letztes Ergebnis
% T€ T€
CLASSREACTION Rechtsanwalts GmbH, Müncher 50,0 -2.206 -870
Nestorius GmbH, Hamburg 100,0 25 0

Geschäftsführung

Herr Dr. Markus Schackmann, Rechtsanwalt, Düsseldorf

Einzelvertretungsberechtigt:

Herr Dr. Gregor Bender, Rechtsanwalt, Düsseldorf

Herr Torsten Bloch, Rechtsanwalt und Notar, Berlin

Herr Andreas Jentgens, Rechtsanwalt, Stolberg (ab dem 11.07.2023)

Herr Andreas Karpenstein, Rechtsanwalt, Düsseldorf (bis zum 25.11.2024)

Herr Georg Lehmann, Rechtsanwalt, Krefeld (bis zum 20.11.2024)

Herr Dr. Matthias Mielke, Rechtsanwalt, Hamburg (bis zum 30.06.2023)

Herr Dipl.-Kfm. Dr. Harald Stang, Rechtsanwalt und Steuerberater, Hannover (bis zum 22.11.2024)

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.897 auszuschütten.

 

Düsseldorf, den 29. November 2024

Deloitte Legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Geschäftsführung

Dr. Gregor Bender

Torsten Bloch

Andreas Jentgens

Dr. Markus Schackmann

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 01.06.2023 Zugänge Umbuchung Abgänge Stand 31.05.2024
T€ T€ T€ T€ T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnlich Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8 0 0 0 8
8 0 0 0 8
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.908 0 0 252 1.656
1.908 0 0 252 1.656
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25 13 0 0 38
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 500 2.700 0 3.200
3. Sonstige Ausleihungen 2.700 0 -2.700 0 0
4. Genossenschaftsanteile 1 0 0 0 1
2.726 513 0 0 3.239
4.642 513 0 252 4.903
Abschreibungen
Stand 01.06.2023 Zugänge Umbuchung Abgänge Stand 31.05.2024
T€ T€ T€ T€ T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.432 186 0 248 1.370
1.432 186 0 248 1.370
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
4. Genossenschaftsanteile 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
1.432 186 0 248 1.370
Buchwerte
Stand 31.05.2024 Stand 31.05.2023
T€ T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8 8
8 8
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 286 476
286 476
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 38 25
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.200 0
3. Sonstige Ausleihungen 0 2.700
4. Genossenschaftsanteile 1 1
3.239 2.726
3.533 3.210

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024

I. Allgemeines

Die Deloitte Legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH ("Deloitte Legal" oder "Gesellschaft") mit dem Sitz in Düsseldorf, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 35407, erbringt deutschlandweit Beratungsleistungen und Vertretung in Rechtsangelegenheiten. Dabei erfolgt die Bearbeitung der Aufträge durch die in den Diensten der Gesellschaft stehenden Rechtsanwälte eigenverantwortlich, unabhängig und weisungsfrei unter Beachtung ihres Berufsrechts und ihrer Berufspflichten.

Die Gesellschaft besitzt in Deutschland sieben Standorte (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart) und ein Büro in Köln. Mandanten der Gesellschaft sind im Wesentlichen Gesellschaften und Gesellschafter, die Deloitte Legal im Bereich Legal Advisory in allen Fragen des Unternehmens- und Wirtschaftsrechts berät. Schwerpunkte der Tätigkeit sind dabei Gesellschafts-, Handels-, Arbeits-, Bank-, Kapitalmarkt- und Kartellrecht sowie Teilbereiche des öffentlichen Rechts sowie Rechtsberatungsleistungen im Bereich Digital Law. In den Bereichen Legal Management Consulting berät Deloitte Legal Rechtsabteilungen zu Strategiefragen und Themen der operativen Umsetzung. Mit Legal Managed Services bietet Deloitte Legal die Durchführung von Leistungen für Mandanten, zum Teil unter Einsatz technischer Lösungen, an. Die Gesellschaft ist mit der großen, international tätigen Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, eng verbunden. Als "Deloitte Legal" verfügt sie über ein stabiles, internationales Netz von kooperierenden Rechtsanwaltskanzleien, die allerdings alle von ihr rechtlich getrennt sind. Aufgrund dieser internationalen Verbindungen sind viele Auftraggeber ausländische Unternehmen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland war im vergangenen Berichtsjahr von Juni 2023 bis Mai 2024 weiterhin von großer Unsicherheit geprägt. Der Krieg in der Ukraine hält an, ebenso wie die damit verbundenen Energiepreis-Steigerungen sowie die vergleichsweise hohe Inflation und Erschwernisse in der Lieferkette belasteten die Unternehmens- und Konsumentenstimmung.

Das vergangene Berichtsjahr war somit gesamtwirtschaftlich geprägt von Rezessionstendenzen und geopolitischen Spannungen. Die Wirtschaft startete mit einem ganz leicht positiven ersten Quartal (+0,2 %) in das Berichtsjahr, danach schrumpfte sie im zweiten Quartal um 0,4 % und verbesserte sich dann im dritten Quartal des Berichtsjahres auf 0,2 %. 1 Insgesamt war Deutschland im Kalenderjahr 2023 in der Rezession, die Wirtschaftsleistung ging um 0,3 % zurück. 2

Die Industrie litt weiterhin unter hohen Energiepreisen, wobei die Produktion in der energieintensiven Industrie bis Januar 2024 deutlich zurückging und sich dann leicht erholte. Ähnlich verlief die Entwicklung generell im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe. Hier nahm die Produktion zunächst ab, stieg jedoch seit Beginn des Jahres 2024 wieder an, jedoch ohne das Ausgangsniveau zu Beginn des Berichtsjahrs (Juni 2023) zu erreichen. 3 Auch die Produktion im Dienstleistungssektor ist in der ersten Hälfte des Berichtsjahres zurückgegangen, verzeichnet seit Januar 2024 aber eine Erholung. 4

Im Mittelpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung stand die Inflationsentwicklung und die Bekämpfung der Inflation durch die Europäische Zentralbank (EZB). Im Laufe des Berichtsjahres ging die Inflation deutlich zurück. Von 6,4 % im Juni 2023 reduzierte sie sich auf 2,4 % im Mai 2024, was jedoch immer noch über dem von der EZB definierten Inflationsziel von 2 % liegt. Maßgeblich dazu beigetragen haben weitere Zinsanstiege der EZB. Die Zinserhöhungen trugen zur Senkung der Inflation bei, hatten allerdings auch Auswirkungen auf das Wirtschaftsklima. Die Kosten von Krediten stiegen und belasteten damit die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Andererseits trug der Rückgang der Inflation zu einem Anstieg der Realeinkommen bei. 5 Positiv für den privaten Konsum war der stabile Arbeitsmarkt.

Die branchenspezifischen Auswirkungen der gesamtwirtschaftlich herausfordernden Rahmenbedingungen zeigen dennoch ein konstantes Wachstum der größten Rechtsanwaltsgesellschaften in Deutschland. Insgesamt konnten nach einer Studie des Kölner Juve-Verlags die 100 größten Kanzleien in Deutschland ihren Umsatz im Berichtszeitraum um ca. 7,7 % steigern.

2. Geschäftsverlauf bei Deloitte Legal

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft konnten im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rd. 3,2 % (von 59,8 Mio. € auf 61,7 Mio. €) erhöht werden. Damit blieb die Umsatzsteigerung nominell hinter der ursprünglichen Erwartung zurück. Ursächlich für diesen Effekt war allerdings auch das Ausscheiden einer Partnergruppe zum Ende des Geschäftsjahres 22/23, das zunächst kompensiert werden musste. Abgesehen davon verfügt die Gesellschaft über einen stabilen Mitarbeiter- und Mandantenkreis. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten durch die kontinuierliche Weiterentwicklung des Service-Portfolios im Bestandgeschäft signifikant zusätzliche Aufträge generiert werden.

Das Ergebnis vor Steuern lag bei 2,8 Mio. € gegenüber 2,6 Mio. € im Geschäftsjahr 2022/2023.

1 Statistisches Bundesamt, Bruttoinlandsprodukt, https://www.destatis.de/DE/Themen/ Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Publikationen/Downloads-Inlandsprodukt/statistischer-bericht-2180120243215.xlsx?_blob=publicationFile
2 Statista, Bruttoinlandsprodukt, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157047/umfrage/entwicklung-des-bip-in-deutschland/
3 Destatis, Produktion im Produzierenden Gewerbe, https://www.dashboard-deutschland.de/indicator/tile 1667824915093?origin=dash-board&db=branchen&category=konjunktur_wirtschaft
4 Destatis, Dienstleistungsproduktion, https://www.dashboard-deutschland.de/indicator/tile 1667825347006?origin=dashboard&db=branchen&category=konjunktur_wirtschaft
5 Destatis, Entwicklung der Reallöhne, https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Realloehne-Nettoverdienste/Tabellen/reallohnentwicklung-quartal.html

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung der Gesellschaft herangezogen werden, sind:

Leistungsindikator Berichtsjahr Vorjahr Veränderung Veränderung in
absolut %
Umsatz 61,7 Mio. € 59,8 Mio. € 1,9 Mio. € 3,2 %
EBIT * 3,4 Mio. € 2,9 Mio. € 0,5 Mio. € 17,2 %

* EBIT ist definiert als Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern.

Der im Vorjahr prognostizierte Umsatzanstieg von 4 - 5 % konnte damit nicht erreicht werden. Grund dafür ist das Ausscheiden einer Partnergruppe zum Ende des Geschäftsjahres 22/23, das zunächst kompensiert werden musste. Die Prognose zum Anstieg des EBIT in Höhe von 4 - 5 % konnte jedoch deutlich übertroffen werden. Grund hierfür sind die im Verhältnis zu den Umsatzerlösen stark unterproportional gestiegenen Personalkosten.

Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter 7 (einschl. Geschäftsführern und ruhender Arbeitsverhältnisse) auf 274 (Vorjahr 316) leicht abgesunken. Die Erwartung einer gleichbleibenden Mitarbeiterzahl konnte somit nicht erreicht werden. Grund dafür ist das Ausscheiden einer Partnergruppe.

Zum Stichtag 31. Mai 2024 waren wieder insgesamt 284 (Vorjahr 296) Mitarbeiter bei der Deloitte Legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Düsseldorf, beschäftigt (inkl. Geschäftsführer und ruhender Arbeitsverhältnisse).

4. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind von 59,8 Mio. € im Vorjahr auf 61,7 Mio. € bzw. um 3,2 % in diesem Geschäftsjahr gestiegen und die Bestandserhöhung ist von 0,4 Mio. € auf -0,6 Mio. € gesunken. Gleichzeitig ist der Personalaufwand von 48,1 Mio. € auf 48,2 Mio. € (+0,2 %) nur leicht gestiegen. Die im Personalaufwand ausgewiesenen Honorare und zugehörigen Auslagen stiegen im Berichtsjahr an und betrugen 12,3 Mio. € (Vorjahr: 11,8 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 10,7 Mio. € auf 19,1 Mio. € gestiegen (78,5 %). Der Anstieg betrifft im Wesentlichen Büroaufwendungen und interne Leistungsverrechnungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 1,7 Mio. € im Vorjahr auf 10 Mio. € im Geschäftsjahr angestiegen. Grund dafür sind im Wesentlichen Erträge aus der Ablösung eines Rechtes.

Das Ergebnis vor Steuern ist von 2,6 Mio. € im Vorjahr auf 2,8 Mio. € (+7,7 %) in diesem Geschäftsjahr und der Jahresüberschuss ist von 1,5 Mio. € auf 1,9 Mio. € (+26,7 %) gestiegen.

7 Für Personenbezeichnungen wird im Folgenden auch das generische Maskulinum verwendet, das alle Geschlechter gleichermaßen einschließt

5. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr von 31,9 Mio. € um 0,3 Mio. € auf 32,2 Mio. € (+0,9 % ggü. Vorjahr) gestiegen.

Die Finanzanlagen sind von 2,7 Mio. € im Vorjahr auf 3,2 Mio. € (+18,5 %) in diesem Geschäftsjahr angestiegen. Sie betreffen im Wesentlichen Ausleihungen gegenüber einer verbundenen Gesellschaft.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Geschäftsjahr auf 17,2 Mio. € (Vorjahr: 21,7 Mio. €) gesunken.

Die in der Gesellschaft selbst ausgewiesenen liquiden Mittel bestehen im Wesentlichen aus Bankguthaben. Zum 31. Mai 2024 beliefen sie sich auf 7,5 Mio. € (Vorjahr: 2,3 Mio. €).

Von der Bilanzsumme entfallen auf der Passivseite 31,4 % (Vorjahr: 32,9 %) auf Rückstellungen und auf Verbindlichkeiten 53,4 % (Vorjahr: 52,2 %).

Die Erhöhung des Eigenkapitals von 4,7 Mio. € auf 4,9 Mio. € resultiert bei Vollausschüttung des Vorjahresergebnisses aus dem erhöhten Jahresüberschuss. Gleichzeitig wurden die Rückstellungen von 10,5 Mio. € auf 10,1 Mio. € reduziert. Insbesondere die Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen sind gesunken.

Die Zahlungsfähigkeit war während des Geschäftsjahres jederzeit gesichert. Entstehende Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen unter Ausnutzung von Skonto, soweit dieses angeboten wird, beglichen. Die Gesellschaft finanziert sich aus eigenen Mitteln, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und einem Darlehen der Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf.

Vor dem Hintergrund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage wird die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als solide beurteilt.

III. Risiko- und Chancenberichterstattung

Der Rechtsberatungsmarkt in Deutschland und international befindet sich nach wie vor in einem massiven Umbruch. Anbieter konsolidieren sich, Mandanten nutzen andere Beschaffungsverfahren (Ausschreibungen, Beschaffung über Einkaufsabteilungen) mit der besonderen Chance für neue und international aufgestellte Kanzleien, sich weitere Mandanten zu erschließen. Deloitte Legal hat sich in diesem Umfeld im vergangenen Jahr in Deutschland weiter etabliert. Die Investitionen in den Aufbau des Profils der Kanzlei und das Leistungsportfolio haben in besonderer Weise dazu beigetragen. Die Fortentwicklung unseres Angebotes im Bereich der Digitalisierung bietet weitere Wachstumschancen in einem sich dynamisch entwickelnden Marktsegment, in dem insbesondere der Einsatz von Large Language Models (Generative AI) zunehmend wichtig wird. Vor allem die Betreuung international ausgerichteter Mandanten im Zusammenwirken mit Leistungsbereichen von Deloitte hilft, uns gegenüber dem Wettbewerb zu differenzieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten auch in anderen Bereichen (z.B. M&A) die Potenziale aus der engeren Zusammenarbeit mit der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im nationalen und internationalen Bereich weiter ausgebaut werden. Der kontinuierliche Aufbau unseres Stammgeschäftes an allen Standorten wird als integraler Bestandteil unserer Mittelfriststrategie fortgesetzt. Ergänzt werden die Wachstumsperspektiven und Chancen durch neue Angebote im Bereich Digitalisierung, IT, Legal Management Consulting und Legal Managed Services. Neben der klassischen anwaltlichen Beratung zu IT-Fragen wird Deloitte Legal für das kommende Geschäftsjahr weitere Angebote zur digital unterstützten Leistungserbringung entwickeln und ausbauen. Dabei können wir sowohl auf Lösungen, die bereits bei Deloitte bestehen, als auch auf Applikationen, die in anderen Deloitte Legal Firmen weltweit entwickelt werden, zurückgreifen und uns so weiter von unseren Wettbewerbern abheben. Dabei ist die Gesellschaft gut positioniert, die globalen Deloitte Legal "priority offerings"

M&A,

IDT,

People und

Contracts

in Deutschland international tätigen Unternehmen und Konzernen anbieten zu können.

Die Liquidität der Gesellschaft ist gesichert. Es sind keine Engpässe zu erwarten. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen, Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Ausfallgefährdete Forderungen sind wertberichtigt. Während des Geschäftsjahres wird die Liquiditätsplanung regelmäßig aktualisiert.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen Darlehen, die die Gesellschaft an die CLASS- REACTION Rechtsanwalts GmbH ausgegeben hat. Die CLASSREACTION Rechtsanwalts GmbH weist zum Bilanzstichtag der Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag auf, dem die Verbindlichkeiten aus Darlehen der Gesellschaft mit Rangrücktritt gegenüberstehen. Die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat für die Forderungen der Gesellschaft gegen die CLASSREACTION Rechtsanwalts GmbH eine Einstandspflicht für die CLASSREACTION Rechtsanwalts GmbH übernommen, so dass die Gesellschaft die Forderungen insoweit als werthaltig ansehen kann. Operativ hat sich die Planung der CLASSREACTION Rechtsanwalts GmbH nicht realisieren lassen können, so dass auf der Ebene der CLASSREACTION Rechtsanwalts GmbH eine strategische Neuausrichtung erforderlich wird.

Die Gesellschaft verfügt über hochqualifizierte und gut ausgebildete Fachmitarbeiter. Der Bewerbermarkt stellt eine Herausforderung für uns dar, allerdings bestehen weiterhin gute Chancen, mit diesen motivierten Mitarbeitern weiterhin organisch zu wachsen.

In einem Markt, der stark unter öffentlicher Beobachtung steht und einer intensiven Berichterstattung unterliegt, sind Reputationsrisiken von besonderer Bedeutung. Besondere sonstige Risiken neben einer Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage sind im laufenden Geschäftsjahr nicht ersichtlich. So besteht insbesondere keine Abhängigkeit von einigen wenigen großen Auftraggebern. Es sind auch keine Währungsrisiken vorhanden.

Zur Verringerung bzw. weitgehenden Vermeidung von Regressansprüchen aus fehlerhafter Beratung verfügt die Gesellschaft über ausgefeilte Regelungen zur Mandatsannahme und -bearbeitung sowie zur Qualitätskontrolle.

Die Gesellschaft verfügt über eine Haftpflichtversicherung zur Abdeckung von Schäden aus fehlerhafter Beratung, die weit über die gesetzliche Mindestabdeckung hinausgeht.

IV. Prognosebericht

Größere Investitionen sind derzeit nicht vorgesehen. Die geplanten Neueinstellungen können an den Standorten vorgenommen werden. Eine Prüfung des Raumkonzeptes an einzelnen Standorten kann erforderlich werden.

Durch die weiterhin intensive Marktbearbeitung und gezielte Neueinstellungen weiterer erfahrener Partner und Mitarbeiter sowie die Verstärkung in Wachstumsbereichen wird die Gesellschaft ihr Wachstum auch im laufenden Jahr fortsetzen.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird eine Steigerung des Umsatzes im Bereich von 8-10 % erwartet, nachdem der Weggang einer Partnergruppe zum Ende des Geschäftsjahres 22/23 vollständig kompensiert ist. Im Hinblick auf den Zugang weiterer Partner und Anwälte werden an verschiedenen Standorten mit dem Ziel einer weiteren Umsatzsteigerung Verhandlungen geführt.

Beim EBIT erwarten wir einen gleichbleibenden bzw. leicht sinkenden Wert verglichen mit dem Geschäftsjahr 2023/2024

In den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2024/2025 erreicht das Wachstum der abrechenbaren Leistungen noch nicht unsere Planung. Für das gesamte Geschäftsjahr wird der prognostizierte Umsatzanstieg sowie das prognostizierte EBIT nach unserer gegenwärtigen Einschätzung erreicht werden.

Die Zahl der Mitarbeitenden wird im Geschäftsjahr 2024/2025 in gleicher Höhe wie 2023/2024 erwartet. Per September 2024 liegt die tatsächliche Anzahl der Beschäftigten auf der prognostizierten Höhe.

 

Düsseldorf, den 29. November 2024

Deloitte Legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Geschäftsführung

Dr. Gregor Bender

Torsten Bloch

Andreas Jentgens

Dr. Markus Schackmann

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 4. Dezember 2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Deloitte Legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Deloitte Legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31.05.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.05.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deloitte Legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.05.2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.05.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.05.2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts (Darlehen an die CLASSREACTION Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, München)

Die Gesellschaft weist in den Finanzanlagen unter den Ausleihungen an verbundene Unternehmen Darlehen in Höhe von T€ 3.200 an die CLASSREACTION Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, München aus. Zur Vermeidung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung der Darlehensnehmerin zum 31.05.2024 ist ein Teilbetrag in Höhe von T€ 2.400 mit einem Rangrücktritt versehen. Für diesen Teilbetrag besteht eine Einstandspflicht der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München. Demzufolge werden sie als werthaltig angesehen. Wir verweisen diesbezüglich auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Abschnitt III (Risiko- und Chancenberichterstattung) im Lagebericht. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzten interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Neuss, den 29.11.2024

Dr. Glade, König und Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Bentlage, Wirtschaftsprüfer

Busche, Wirtschaftsprüfer

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