Pipe Holding I GmbHLiquidiert

94559 Niederwinkling, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Straubing HRB 12575
Vorher
Platin 1507. GmbH
Eingetragen
22.3.2017
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Erwerb und Halten von Beteiligungen an Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland und im Ausland, einschließlich der Beteiligung an Grundbesitzgesellschaften und der Ausübung üblicher Holdingfunktionen sowie der entgeltlichen Erbringung von Dienstleistungen an Dritte und verbundene Unternehmen, insbesondere an direkte und indirekte Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Diese Dienstleistungen können u.a. in der Erbringung von Management-, Vermittlungs-, Marketing- und Beratungsleistungen sowie genehmigungsfreier Finanzdienstleistungen bestehen. Im Rahmen der genehmigungsfreien Finanzdienstleistungen kann die Gesellschaft insbesondere ihre Tochtergesellschaften durch die Gewährung von Gesellschafterdarlehen finanzieren bzw. Kredite Dritter vermitteln, soweit dies keiner behördlichen Genehmigung bedarf. Die Dienstleistungen können sowohl durch eigenes Personal der Gesellschaft als auch durch den Weiterverkauf von eingekauften Drittleistungen erbracht werden.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Pipe Holding I GmbH

Niederwinkling

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 und Konzernlagebericht

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019

A. Unternehmen und Geschäftstätigkeit

Der Konzern der Pipe Holding I GmbH (nachfolgend kurz: Pipe Holding Konzern) entwickelt, produziert und vertreibt Rohrleitungen und Komponenten sowie Systeme für die Nachrichtentechnik.

Die Pipe Holding I GmbH wurde am 1. Februar 2017 gegründet und mit Wirkung zum 1. Januar 2019 erfolgte die Erstkonsolidierung des Konzernabschlusses. Die Gabo Systemtechnik GmbH hat zum 1. Juli 2019 die gabocom SARL mit einem Stammkapital von EUR 100.000 und Sitz in Schiltigheim/Frankreich gegründet. Somit umfasst der Pipe Holding Konzern neben der Pipe Holding I GmbH als Mutterunternehmen die Potio Holding GmbH, Gabo Systemtechnik GmbH, gabocom Ltd. und gabocom SARL zu je 100 % der Anteile.

Da der Pipe Holding Konzern im Geschäftsjahr 2019 erstmalig den Konzernabschluss erstellt, gibt es keine Vorjahresvergleichswerte.

Die Hauptabsatzmärkte des Konzerns sind Deutschland sowie das europäische Ausland. Standorte aller Unternehmen im Konzern sind Niederwinkling/Deutschland, Framlingham/UK und Schiltigheim/FR.

Zu den Kunden des Konzerns zählen vor allem die großen Telekom-Gesellschaften sowie regionale Versorgungsunternehmen, Stadtwerke und Netzbetreiber. Durch hohe Qualität, Liefertreue und Flexibilität hat sich der Konzern eine ausgezeichnete Position bei seinen Kunden erarbeitet, die sich in langjährigen Kundenbeziehungen widerspiegelt.

Hauptumsatzträger des Konzerns ist das speed•pipe® System, ein innovatives Baukastensystem aus Mikrorohren, Abdichtelementen und Formteilen für den Bau von Glasfaserinfrastrukturen. Ein großer Teil der Komponenten dieses Systems ist patentrechtlich geschützt.

Seit Ende November 2019 hat der Pipe Holding Konzern einen neuen Eigentümer, die HellermannTyton Limited Gruppe, die wiederum zu der börsengelisteten Aptiv PLC gehört. Die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe erweitert zukünftig den Zugang zu internationalen Absatzmärkten und zu neuen Produktgruppen. Desweiteren erhöht sich für den Pipe Holding Konzern die finanzielle Sicherheit, durch die Einbettung der Finanzierung in Aptiv PLC.

1. Markt- und Branchenentwicklung

Der Markt für Glasfaserinfrastrukturen ist ein langfristiger Wachstumsmarkt. Der Bedarf nach höherer Bandbreite im Festnetz und im Mobilfunk steigt ungebrochen weiter an. Dem steht - trotz hoher Investitionen in den vergangenen Jahren - eine nach wie vor bei Weitem nicht flächendeckende Breitbandversorgung in Deutschland und den meisten europäischen Ländern gegenüber. Dieser Umstand lässt auf ein weiter sehr gesundes und vom Wachstum geprägtes Geschäftsumfeld schließen.

Die Penetration von zukunftssicheren Glasfaseranschlüssen bis zur "letzten Meile" (Fiber-to-the-Building/Home) mit Bandbreiten von 100 Megabit bis 1 Gigabit pro Sekunde liegt in Deutschland - wie in den meisten europäischen Ländern - erst im einstelligen oder niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Für das Jahr 2019 geht der VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) für Deutschland von gerade einmal 4,39 Mio. "Homes Passed" (erreichbare Haushalte) aus. Dieses Marktsegment wird daher noch auf lange Sicht Potenzial für den Pipe Holding Konzern bieten. Dies untermauern auch die Pläne der Bundesregierung Deutschland mittelfristig zur Gigabit Gesellschaft zu führen.

Der tatsächliche Ausbau von Glasfaserinfrastrukturen in den einzelnen Ländermärkten wird nach wie vor von einer Reihe von Faktoren getrieben, insbesondere der finanziellen Situation und der verfügbaren Investitionsmittel vor allem der großen Telekomgesellschaften und Mobilfunkbetreiber, den Vorgaben der Regulierungsbehörden, den Kapazitäten im Baugewerbe sowie staatlichen Förderprogrammen.

Die Ausbautätigkeit erfolgt dadurch bei einzelnen Kunden des Konzerns mitunter nicht kontinuierlich, sondern in Schüben und liegt teils über dem langfristigen Wachstumspfad, teils darunter.

Auf dem Inlandsmarkt fokussierte sich die Deutsche Telekom als größter deutscher Betreiber im Jahr 2019 auf die Komplettierung Ihres VDSL/FTTC (Fiber to the curb) Ausbaus und auf den Ramp Up Ihres FTTB/H (Fiber to the Building, Fiber to the Home) Ausbaus. Das umfangreiche Ausbauprogramm sicherte das hohe Ausbauvolumen der Deutschen Telekom aus den Vorjahren ab. Auch alternative Netzbetreiber als auch viele Kommunen (inkl. Stadtwerke) betätigen sich rege im Bereich des Ausbaus von Glasfasernetzen. Ein beträchtlicher Anteil des Ausbaus in Deutschland wird staatlich gefördert. Die Fördermittel wurden von der Bundesregierung mit Milliardenbeträgen weiter aufgestockt.

Auf anderen europäischen Auslandsmärkten konnte ebenfalls eine Beschleunigung des Breitbandausbaus beobachtet werden. In Österreich konnte das hohe Niveau aus dem Vorjahr aufgrund des staatlichen Förderprogramms gehalten werden. Weitere Märkte setzten ihren Wachstumskurs fort. Nicht alle Märkte nutzen bereits die Vorteile der Mikrorohrtechnologie, die eröffnet weitere Marktchancen.

Der Pipe Holding Konzern stellt sich den besonderen Anforderungen der Telekom-Märkte durch ein hohes Maß an Flexibilität in allen Prozessen (Produktion, Liefer- und Lagerlogistik, Customer Service). Zudem wird durch den stetigen Ausbau des Vertriebs und der Produktpalette eine Verbreiterung der Ländermärkte und Kundenbasis verfolgt.

Der Pipe Holding Konzern nimmt auf Basis seines technologisch führenden speed•pipe® Systems und seiner umfassenden Service- und Kundenorientierung eine führende Marktstellung im deutschen Markt sowie auf einer Reihe von Auslandsmärkten ein.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Absatz- und Umsatzentwicklung lag im Geschäftsjahr 2019 unter unseren Erwartungen.

In Summe betrug der Umsatz im Inland TEUR 60.143 und im Export TEUR 22.092. Von den Umsätzen im Export entfallen TEUR 886 auf die gabocom Ltd. und TEUR 13 auf gabocom SARL. Die verbleibenden Umsätze wurden durch die Gabo Systemtechnik GmbH generiert.

Der deutsche Markt entwickelte sich weiter überdurchschnittlich und wurde signifikant von den regionalen Förderprogrammen unterstützt. Hiervon profitierten die nationalen wie regionalen Telekomgesellschaften in gleichem Maße wie auch die kommunalen Zweckverbände und Stadtwerke.

Der Exportmarkt insgesamt lag unter unseren Erwartungen. Die rückläufigen Umsätze in Italien, bedingt durch das Auslaufen eines EU-Förderprogrammes und durch Shareholder Governance Fragen bei Telecom Italia, konnten im betrachteten Zeitraum durch die positive Entwicklung in Österreich und Frankreich sowie weiteren Exportmärkten nicht vollständig kompensiert werden.

Der Auftragsbestand zum Jahresende lag rund 30 % unter dem des Vorjahres.

Bei Betrachtung der Marktdaten, Umsatz- und Auftragsentwicklung sowie weiterer Geschäftszahlen muss festgestellt werden, dass der Geschäftsverlauf 2019 insgesamt positiv verlaufen ist.

3. Investitionen

Die Investitionen im Berichtszeitraum stellen sich wie folgt dar:

TEUR
Software 195
Sachanlagen
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 87
Technische Anlagen und Maschinen 841
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 458
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 52
1.633

Die durchgeführten Investitionen betreffen im Wesentlichen neue Maschinen zur Kapazitätserweiterung und Ersatzinvestitionen.

4. Personal

Die Anzahl der Beschäftigten (inklusive Auszubildende und Geschäftsführung) setzt sich am Geschäftsjahresende zum 31. Dezember 2019 wie folgt zusammen:

31.12.2019
Anzahl
Lohnempfänger 155
Gehaltsempfänger 101
256

In den Angaben sind 11 Auszubildende sowie 6 Geschäftsführer berücksichtigt.

Die betriebsinterne Ausbildung hat weiterhin eine große Bedeutung im Konzern.

5. Sortimentspolitik sowie Forschung und Entwicklung

Mit unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verfolgen wir das Ziel, die Wettbewerbsposition des Pipe Holding Konzerns vor dem Hintergrund der anstehenden technologischen Herausforderungen zu stärken.

In diesem Kontext wurde der Fokus unter anderem auf Automatisierung und Rationalisierung gelegt.

Zu unseren Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E) zählen produktvorbereitende Forschung und Entwicklung, wie z. B. die Suche nach alternativen Produkten, Verfahren, Systemen, Materialien oder Dienstleistungen.

Im Jahr 2019 konzentrierte sich die Entwicklung auf die Adaption und Entwicklung von Produkten für Auslandsmärkte, die im vertrieblichen Fokus stehen. Zudem gilt die Aufmerksamkeit bei Einführung neuer Produkte den Anforderungen von Förderprogrammen gerecht zu werden.

Um noch mehr Innovationskraft zu entfalten, setzen wir nicht nur auf eigene Innovationen, sondern integrieren auch erfolgreich Neues von außen. Hierbei werden die Marktinformationen sowohl durch Eigenentwicklungen als auch durch Partnerschaften umgesetzt. Auch im Produktgeschäft wird, oft in Zusammenarbeit mit Kunden, an Weiterentwicklungen gearbeitet. Zukünftig erwarten wir eine Erweiterung unseres Produktspektrums durch die Zugehörigkeit zur HellermannTyton Gruppe.

Im Pipe Holding Konzern sind Forschung, Entwicklung und Innovation unter anderem auch darauf ausgerichtet, nachhaltige Verbesserungen für unsere innerbetrieblichen Prozesse zu entwickeln, um dadurch die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Im Pipe Holding Konzern arbeiten neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung, vor allem in enger Zusammenarbeit mit den Bereichen Vertrieb, Marketing, Produktion und Produktionsplanung.

Um noch mehr Innovationskraft zu entfalten und die Go-to-Market Zeit zu verringern, ist für das Folgejahr eine Erhöhung der Entwicklungskapazität geplant. Diese soll vor allem mehr Nähe zum Kunden haben, um die Marktbedürfnisse besser abbilden zu können.

6. Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen in Deutschland bestehen nicht. In UK und Frankreich wurden eine Tochtergesellschaft gegründet (siehe oben, Einleitung Abschnitt A). Die Tochtergesellschaften dienen dem Markteintritt und Vertrieb in den jeweiligen Ländern. Beide Ländermärkte werden als Wachstumsmärkte angesehen.

B. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

Da der Konzern erst zum 1. Januar 2019 entstand gibt es keine Vorjahresvergleichswerte.

Der Konzernjahresfehlbetrag beträgt TEUR 7.646.

Der Konzern-EBITDA Wert beträgt TEUR 21.155 oder 25,7 % der Konzernumsatzerlöse im Geschäftsjahr.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Leistungen belaufen sich auf TEUR 37.921 oder 46,1 % von der Gesamtleistung.

Die Personalkosten betragen TEUR 14.788 oder 18 % von der Gesamtleistung.

Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 18.277 werden im Wesentlichen durch die Abschreibungen des Firmenwertes und der im Anlagevermögen aufgedeckten stillen Reserven in Höhe von TEUR 15.113 beeinflusst.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Aushilfen in Höhe von TEUR 1.543, Rechts- und Beratungskosten TEUR 1.394 sowie für Ausgangsfrachten und Provisionen in Höhe von TEUR 1.663.

Das negative Zinsergebnis in Höhe von TEUR 7.660 setzt sich im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen, die für langfristige Darlehen angefallen sind, zusammen.

Aus den dargestellten Positionen resultiert ein negatives Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR 7.633. Die Aufwendungen für Ertragsteuern lagen bei TEUR 2.851.

Insgesamt wurde somit im Geschäftsjahr 2019 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 7.646 erwirtschaftet.

2. Vermögenslage

Das Anlagevermögen von TEUR 123.346 hat einen Anteil von rd. 81,6 % am Gesamtvermögen. Im Einzelnen wird auf die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens im Anhang verwiesen.

Das Umlaufvermögen (ohne Berücksichtigung des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten) betrug TEUR 13.805, was einen Anteil von 9,1 % entspricht.

Das Vorratsvermögen beträgt TEUR 10.180. Der Forderungsbestand und die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 3.625, die Bilanzsumme TEUR 151.213.

Neben dem Stammkapital von TEUR 25 besteht eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 120.213. Zur Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten in Höhe von TEUR 1.587 und betrugen zum Stichtag TEUR 2.255.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen TEUR 798.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus gewährten Darlehen und aufgelaufenen Zinsen in Höhe von TEUR 33.975.

3. Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei TEUR 15.875.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR 7.955 und resultierte im Wesentlichen aus Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 1.438 und den Zugängen aus der Erstkonsolidierung des Pipe Holding Konzerns in Höhe von TEUR 9.585.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf TEUR -9.939. Dieser setzt sich aus Einzahlungen aus der Zuführung von Eigenkapital in Höhe von TEUR 120.159, Auszahlungen aus Finanzkrediten in Höhe von TEUR 122.000, sowie Zinszahlungen in Höhe von TEUR 8.098 zusammen.

Im Saldo betrugen die liquiden Mittel des Konzerns zum Geschäftsjahresende TEUR 13.896.

Liquiditätsengpässe lagen im Berichtszeitraum nicht vor und sind auch nicht absehbar.

4. Leistungsindikatoren

Als wesentliche steuerungsrelevante Kenngrößen im Unternehmen werden der Umsatz und das EBITDA herangezogen. Hinzu kommt als wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator die Anzahl der Mitarbeiter.

Das Konzern-EBITDA betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 21.155 und lag wie die Umsatzerlöse unter unseren Erwartungen. Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern lag knapp unter unserer Planung.

C. Risikobericht

1. Risikomanagementziele und -methoden

Ein in den Betriebsablauf integriertes monatliches Reporting weist kurzfristig auf Veränderungen in den Bereichen Produktion, Einkauf, Logistik, Vertrieb und Finanzen hin.

Durch ein zeitnahes Erkennen und systematisches Erfassen von Chancen und Risiken besteht die Möglichkeit, Risiken zielgerichtet zu steuern, d. h. Risiken zu vermindern, auszuschalten oder in Kauf zu nehmen.

2. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die im Folgenden aufgeführten Risken sind entsprechend ihrer Bedeutung aufsteigend angeordnet.

Den Risiken aus dem Auftragsmanagement, d. h. die Einhaltung von Spezifikationen und Lieferterminen, die Sicherstellung des Qualitätsstandards sowie die Vermeidung von Verlustgeschäften begegnen wir durch eine entsprechende Ausrichtung unseres Qualitätsmanagements und Controllings. Beispielsweise werden Qualitätsstandards in der Fertigung und bei den Zukaufprodukten ständig überwacht und optimale Lagerreichweiten bei ständiger Lieferfähigkeit sichergestellt. Bei Abschluss von Neugeschäften wird eine Vorkalkulation erstellt. Laufende Prüfungen der Kalkulationsparameter, wie zum Beispiel eingesetztes Material oder Fertigungszeiten, sollen Abweichungen im Produktionsprozess aufzeigen und die Qualität der Vorkalkulationen erhöhen. Somit betrachten wir die Risiken, die sich aus dem Auftragsmanagement für das Unternehmen ergeben könnten, als sehr gering.

Ausfall- und Liquiditätsrisiken bei unseren Kunden, welche wir für den Konzern sowohl hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit als auch Auswirkung auf den Konzern als gering einschätzen, steuern wir durch laufende Bonitätsabfragen, ein zeitnahes Mahnwesen und den Abschluss einer Warenkreditversicherung.

Dem Risiko steigender Beschaffungspreise wirken wir durch vorausschauende Beschaffungsstrategien und zum Teil durch den Abschluss von Festpreiskontrakten entgegen. Bei längerfristigen Belieferungsverträgen versuchen wir Preisanpassungsmöglichkeiten bei gravierenden Veränderungen von Bezugs- und Leistungskosten durchzusetzen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir als gering bis mittel an. Die Auswirkungen auf das Betriebsergebnis aufgrund steigender Rohstoffkosten schätzen wir für die Gesellschaft als mittel ein. Insgesamt ergibt sich daraus ein geringes bis mittleres Risiko.

Dahingegen können sich im geringen Maße Chancen auf der Beschaffungsseite aus der Verwendung neuer Materialien, der Reduzierung von Werkstoffen und der Gewinnung neuer Lieferanten ergeben.

Zudem werden fortlaufend Programme zur Kosteneinsparung und Produktivitätssteigerungen durchgeführt, um die Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen.

Auf der Absatzseite kann es aufgrund des Wachstums des Marktes zu einem höheren Wettbewerb kommen. Die laufende Weiterentwicklung des Produktsortiments, z. B. Formstücke als Ergänzung zum Minirohr-Programm, ist zwar mit Investitionen in Personal und Werkzeugen verbunden, führt aber als Systemlieferant zu deutlichen Wettbewerbsvorteilen gegenüber reinen Rohrherstellern. Für den Pipe Holding Konzern schätzen wir, trotz der hohen Wahrscheinlichkeit der Zunahme des Wettbewerbs, die mögliche Auswirkung auf den Konzern unter Berücksichtigung unserer Position als Systemlieferant als gering ein. Insgesamt stufen wir das Risiko aus dem Wettbewerbsumfeld als mittel ein. Dies liegt vor allem an der sehr guten Marktstellung, den langjährigen Kundenbeziehungen und dem breitgefächerte Produktsortiment.

Dem gegenüber besteht weiterhin die Chance, dass der Breitbandausbau im Inland - z. B. aufgrund eines stärker als angenommenen Glasfaserausbaus der Deutschen Telekom oder einer Zunahme der Ausbautätigkeit im regionalen Bereich durch die angekündigten Förderprogramme - ein höheres Wachstum aufweist und der Pipe Holding Konzern daran umsatzseitig partizipiert.

Analog dazu besteht auf den Exportmärkten die Chance, dass bestehende Kunden ihr Ausbauvolumen über das erwartete Maß hinaus steigern, da insbesondere die westeuropäischen Flächenländer Ausbaubedarf aufweisen. Des Weiteren können neue Zielkunden und Projekte, welche noch nicht in der Planung berücksichtigt sind, bereits in 2020 umsatzrelevant werden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Pipe Holding Konzern von den hier beschrieben zusätzlichen Potenzialen auf dem Inlands- bzw. Exportmarkt profitieren könnte, schätzen wir als mittel bis hoch ein. Einzig die zeitliche Entwicklung dieser Erschließung der Potenziale auf den Exportmärkten ist nicht exakt abschätzbar.

Unabhängig von den Aussagen zu den Absatzmärkten besteht durch den sich seit Januar 2020 ausbreitenden Coronavirus das Risiko, dass Absatzeinbußen durch Betriebsschließungen von Lieferanten oder Kunden, die Reduzierung von Tiefbauleistungen oder durch Grenzschließungen entstehen. Da die Rohstoffversorgung derzeit sichergestellt ist und der derzeitige Auftragseingang nur leicht negative Effekte aufweist, wird das Risiko als mittel eingestuft. Sollte die Pandemie jedoch über den Sommer 2020 hinaus in aktuellem oder steigendem Ausmaß andauern, könnte dies zu einem größeren Risiko für das laufende Geschäftsjahr führen.

Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, sind aus heutiger Sicht nicht zu erkennen.

D. Prognosebericht

Die Umsatzentwicklung in Deutschland wird in diesem und im Folgejahr durch den starken Breitbandausbau der Deutschen Telekom und anderer Telekomgesellschaften getrieben. Hohe Ausbautätigkeiten initiiert durch Förderprogramme auf Regionaler- und Bundesebene unterstützen die Umsatzentwicklung ebenfalls. Die Deutsche Telekom setzt inzwischen stärker auf einen FTTH-Ausbau insbesondere in Neubaugebieten und bei der Umsetzung von Projekten, die dem Bundesförderprogramm unterliegen.

Mögliche Engpässe sind fehlende Montagekapazitäten und Planungskapazitäten sowie langsame amtliche Genehmigungsverfahren. Alle Faktoren haben den Ausbau in der Vergangenheit mitunter regional gebremst.

Im Export erwarten wir insgesamt ein weiteres Wachstum, vor allem getrieben durch Aktivitäten in Frankreich, Großbritannien und weiteren Märkten. Insbesondere in Großbritannien sind aufgrund der starken Position der HellermannTyton Gruppe zügige Marktanteilsgewinne möglich. Zudem erwarten wir in Italien nach dem temporären Rückgang der Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder leicht steigende Umsätze.

Das wachsende Marktvolumen im Inland und Ausland wird zukünftig von einer größeren Anzahl von Anbietern bedient werden. Durch die umfangreiche Produktpalette, die differenzierende Produktqualität und den einzigartigen Kundenservice sieht sich der Pipe Holding Konzern für die Zukunft gut gerüstet.

In Summe rechnen wir mit deutlichen Umsatzsteigerungen im Umfang von 10 % bis 20 % und weiterhin stabilen EBITDA Margen. Des Weiteren gehen wir von einem weiteren Aufbau des Mitarbeiterstammes um ca. 20 % aus.

Seit Januar 2020 breitet sich das Coronavirus weltweit aus (Coronavirus-Pandemie). Die Geschäftsführung hat derzeit ihre Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung in 2020 noch nicht gegenüber der Planung aus Dezember 2019 angepasst. Für 2020 wird daher nicht mehr von einer deutlichen Umsatzsteigerung, sondern von einem leichten Wachstum der Umsatzerlöse ausgegangen.

Strategisches Ziel des Unternehmens bleibt nach wie vor die Gewinnung von neuen Exportmärkten und Kunden, die Absicherung bzw. der Ausbau der Marktanteile in Deutschland sowie die Sicherstellung und der Ausbau der Innovationskraft, dem Produktportfolio und der differenzierenden Qualitätsmerkmale.

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.693.099,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 103.087.986,28
3. Geleistete Anzahlungen 155.860,08 104.936.946,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.998.425,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.284.236,69
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.074.032,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 52.147,72 18.408.842,12
123.345.788,15
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.736.918,69
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 853.809,91
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.559.925,26
4. Geleistete Anzahlungen 29.504,66 10.180.158,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.797.469,38
2. Sonstige Vermögensgegenstände 827.071,99 3.624.541,37
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 13.896.326,06
27.701.025,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 42.528,41
D. Aktive latente Steuern 123.949,65
151.213.292,16

Passiva

31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00
II. Kapitalrücklage 120.213.286,59
III. Währungsausgleichsposten -19.863,93
IV. Verlustvortrag -79.454,91
V. Konzernjahresfehlbetrag -7.646.370,84
112.492.596,91
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 312.214,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.255.141,78
2.567.355,78
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,80
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 797.705,37
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 33.974.936,06
4. Sonstige Verbindlichkeiten 923.134,41
- davon aus Steuern EUR 393.782,68 (i. Vj. EUR 0,00) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 59.943,72 (i. Vj. EUR 0.00) -
35.695.776,64
D. Passive latente Steuern 457.562,83
151.213.292,16

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2019
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 82.235.530,71
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -86.779,16
3. Sonstige betriebliche Erträge 356.923,23
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren -36.479.266,65
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.441.254,28 -37.920.520,93
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -12.189.015,71
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.598.491,22 -14.787.506,93
- davon für Altersversorgung EUR 276.266,34 (i. Vj. EUR 0,00) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -18.277.484,83
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.642.836,76
8. Zinsen und ähnliche Erträge 3.772,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7.663.489,33
- davon an verbundene Unternehmen EUR -1.525.140,40 (i. Vj. EUR 0,00) -
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.850.496,70
- davon Erträge aus latenten Steuern EUR 1.039.083,24 (i. Vj. EUR 0,00) -
11. Ergebnis nach Steuern -7.632.888,70
12. Sonstige Steuern -13.482,14
13. Konzernjahresfehlbetrag -7.646.370,84

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2019
TEUR
Periodenergebnis (Konzernjahresfehlbetrag) -7.646
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 18.277
Zunahme der Rückstellungen 24
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -120
Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.114
Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.065
Zinsaufwendungen/Zinserträge 7.660
Ertragsteueraufwand 2.971
Ertragsteuerzahlungen -6.340
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 15.875
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -195
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.438
Erhaltene Zinsen 4
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.629
Einzahlung aus der Zuführung von Eigenkapital 120.159
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanz-Krediten
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanz-Krediten -122.000
Einzahlung aus der Aufnahme von Darlehen von verbundenen Unternehmen
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen von verbundenen Unternehmen
Gezahlte Zinsen -8.098
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -9.939
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 4.307
Zugang aus der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen 9.584
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 5
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 13.896

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2019

Gezeichnetes Kapital
EUR
Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
EUR
Währungsausgleichsposten
EUR
Verlustvortrag
EUR
Stand zum 1. Januar 2019 25.000,00 125.000,00 -79.454,91
Einstellung in/ Entnahme
aus Rücklagen 120.088.286,59
Änderungen des
Konsolidierungskreises -19.863,93
Konzernjahresfehlbetrag
Stand zum 31. Dezember 2019 25.000,00 120.213.286,59 -19.863,93 -79.454,91
Konzernjahresfehlbetrag
EUR
Konzerneigenkapital
EUR
Stand zum 1. Januar 2019 70.545,09
Einstellung in/ Entnahme
aus Rücklagen 120.088.286,59
Änderungen des
Konsolidierungskreises -19.863,93
Konzernjahresfehlbetrag -7.646.370,84 -7.646.370,84
Stand zum 31. Dezember 2019 -7.646.370,84 112.492.596,91

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Konzernabschluss der Pipe Holding I GmbH (Sitz: Niederwinkling, Amtsgericht Straubing, HRB 12575) betrifft das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019, wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften mit den Änderungen des am 23. Juli 2015 in Kraft getretenen Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG), den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie unter Berücksichtigung der DRS aufgestellt.

Die Pipe Holding I GmbH (Konzernmuttergesellschaft) überschreitet im Geschäftsjahr 2019 erstmalig die Größengrenzen nach § 293 Abs. 1 HGB und erstellt damit den Konzernabschluss. Vorjahresvergleichsangaben werden daher nicht vorgenommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

II. Aufstellung des Konzernabschlusses und Konsolidierung

In den Konzernabschluss sind die Pipe Holding I GmbH (Konzernmuttergesellschaft), die Potio Holding GmbH und die gabo Systemtechnik GmbH, Niederwinkling, sowie die gabocom Ltd., Framlingham/UK und gabocom SARL, Schiltigheim/FR, als Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen.

Tochterunternehmen Anteil am Kapital/Stimmrecht
Potio Holding GmbH, Niederwinkling 100 %
gabo Systemtechnik GmbH, Niederwinkling 100 %
gabocom Ltd., Framlingham/UK 100 %
gabocom SARL, Schiltigheim/FR 100 %

Die Pipe Holding I GmbH ist unmittelbar an der Potio Holding GmbH beteiligt, an gabo Systemtechnik GmbH, gabocom Ltd. und gabocom SARL mittelbar.

Am 1. Juli 2019 hat die gabo Systemtechnik GmbH die gabocom SARL mit einem Stammkapital in Höhe von EUR 100.000 gegründet. Somit umfasst die einbezogene Gewinn- und Verlustrechnung der gabocom SARL den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2019.

Der Konzernabschluss ist zum 31. Dezember 2019 aufgestellt, dem Stichtag des Mutterunternehmens und der einbezogenen Tochterunternehmen. Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt worden.

Die Erstkonsolidierung wurde auf den 1. Januar 2019 vorgenommen, dem Zeitpunkt des erstmaligen Vorliegens eines Mutter-Tochterverhältnisses im Sinne von § 290 HGB und des somit beherrschenden Einflusses auf die Geschäfts- und Finanzpolitik der Potio Holding GmbH.

Die Erstkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligung beim Mutterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des zum Zeitwert bewerteten Eigenkapitals des Tochterunternehmens im Erwerbszeitpunkt bzw. im Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung verrechnet.

Forderungen und Verbindlichkeiten einbezogener Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet wie die Erträge und Aufwendungen unter den einbezogenen Gesellschaften. Konzerninterne realisierte Zwischenergebnisse werden eliminiert.

Gemäß § 308a HGB wurden sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der gabocom Ltd. mit dem Devisenkassamittelkurs am Konzernabschlussstichtag, die Posten des Eigenkapitals mit historischen Devisenkassamittelkursen und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit Durchschnittskursen in Euro umgerechnet.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren nachfolgende Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien maßgebend.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Software wird zwischen drei und fünf Jahren, der Geschäfts- oder Firmenwert, der vollständig aus der Kapitalkonsolidierung resultiert, wird mit einer Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben. Die Schätzung der Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse aus der Betrachtung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des erworbenen Unternehmens sowie der Lebenszyklen der eingesetzten Produkttechnologie.

Patente werden entsprechend der Restlaufzeit abgeschrieben. Der zum 1. Januar 2019 übernommene Auftragsbestand wurde innerhalb eines Jahres abgeschrieben.

Sachanlagevermögen wird zu den Anschaffungs- bzw. zu den Herstellungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben, sofern es abnutzbar ist. Bei Neuzugängen wird seit 2010 die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Die Dauer der Abschreibung richtet sich nach der wirtschaftlichen Nutzungsdauer und bewegt sich je nach Anlagegegenstand in einer Bandbreite von drei bis 33 Jahren.

Mieterein- und -umbauten in der Produktionshalle in Niederwinkling werden bis zum Ablauf des Mietvertrages am 30. September 2024 abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten (gleitende Durchschnittskosten) unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht mit einbezogen. Zur verlustfreien Bewertung der fertigen Erzeugnisse wurden Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen, die auch Risiken und Wertminderungen aufgrund der Verwertbarkeit der Produkte berücksichtigen.

Die zum 1. Januar 2019 im Lagerbestand aufgedeckten, stillen Reserven wurden im Zeitraum bis zum Konzernabschlussstichtag als Aufwand erfasst.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Beachtung der erkennbaren Risiken bewertet. Zu erwartende Forderungsausfälle sind durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen zwischen 1 % (Inland) und 2 % (Ausland) berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit Nennwerten angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite umfassen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Pensions-, Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und passivierungspflichtigen ungewissen Verpflichtungen in Höhe des erwarteten Erfüllungsbetrages. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden auf der Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Hierbei gehen wir derzeit von jährlichen Anpassungen in Höhe von 2,5 % bei den Entgelten und in Höhe von 2,0 % bei Renten aus.

Die Rückstellung für Jubiläum wurde wie die Pensionsrückstellung auf der Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens. dotiert. Die Berechnung der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen wurde unter Verwendung eines Rechnungszinssatzes nach Maßgabe der Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank in Höhe von 2,71 % auf Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2018 G gebildet. Durch die Änderung von § 253 Abs. 2 HGB ist ein Betrag in Höhe von TEUR 48 gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt.

Die Verbindlichkeiten werden zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden entsprechend den Regelungen in § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die Bilanzierung der passiven latenten Steuern folgt dem bilanzorientierten (temporary) Konzept gemäß § 274 HGB bzw. § 306 HGB. Dabei werden latente Steuern angesetzt, wenn sich Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen in der Zukunft ausgleichen werden und dies zu einer Steuerbe- oder -entlastung führt. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 27,5 % zugrunde.

IV. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Bilanzposten des Anlagevermögens ist im Konzern-Anlagespiegel (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen Gesellschafter bestehen nicht.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 25 wird ausschließlich von der Pipe Holding I GmbH, Niederwinkling, gehalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.255 berücksichtigen vor allem Vorsorgen für Personalkosten in Höhe von TEUR 1.661, ausstehende Rechnungen & Gutschriften in Höhe von TEUR 207, für Prozessrisiken in Höhe von TEUR 146 sowie sonstige ungewisse Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamt
TEUR
bis ein Jahr
TEUR
mehr als ein Jahr
TEUR
über fünf Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 798 793 5 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 33.975 0 0 33.975
Sonstige Verbindlichkeiten 923 923 0 0
35.696 1.716 5 33.975

Latente Steuern

Stand Beginn des Geschäftsjahres
TEUR
Erstkonsolidierung
TEUR
Veränderung
TEUR
Stand Ende des Geschäftsjahres
TEUR
Aktive latente Steuern 0 00 124 124
Passive latente Steuern 0 1.376 918 458
0 1.376 1.042 334

Aktive latente Steuern resultieren aus den Verlusten der gabocom Ltd. Passive latente Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus der Potio Holding GmbH durch die handelsrechtliche Aktivierung der Patente im Rahmen der Verschmelzung im Geschäftsjahr 2010 sowie durch die immateriellen Vermögensgegenstände im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 1. August 2017. Im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2019 entstanden durch die Neubewertung von Patenten, Auftrags- und Lagerbestand ebenfalls passive latente Steuern.

V. zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen entfallen auf Umsätze im Inland TEUR 60.143 und auf Umsätze im Ausland TEUR 22.092.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge mit TEUR 357 beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 305 im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 31.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für Aushilfslöhne, Ausgangsfrachten, Provisionen und Rechts- und Beratungskosten. Aufwendungen aus Währungsdifferenzen sind in Höhe von TEUR 24 enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensions- und Jubiläumsrückstellung in Höhe von TEUR 15 enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 2.851 sind aufgrund unterschiedlicher Ansätze in der Handels- bzw. Steuerbilanz in 2019 Erträge aus passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.039 angefallen. Neben den Erträgen enthält diese Position Aufwendungen für die Körperschaft- und die Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 3.890.

VI. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 807 sowie ein Bestellobligo von TEUR 7.076 werden in den folgenden Geschäftsjahren wie folgt fällig:

TEUR
Bis zu einem Jahr 7.201
Von einem bis fünf Jahren 682
Über fünf Jahre 0

Nachtragsbericht

Seit Januar 2020 breitet sich das Coronavirus weltweit aus (Coronavirus-Pandemie), hierzu verweisen wir auf den Lagebericht. Darüber hinaus liegen keine weiteren wesentlichen Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Abschlussstichtag des Geschäftsjahres 2019 eingetreten sind.

Beschäftigte (im Jahresdurchschnitt)

In der folgenden Tabelle ist die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ohne Geschäftsleitung und Auszubildende aufgeführt.

2019
Anzahl
Lohnempfänger 141
Gehaltsempfänger 84
225

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 64 für die Gesamtprüfungsleistungen.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer und Bezüge

-Johannes Pruchnow (Vorsitzender), München

-Herr Markus Karl, Bogen, Geschäftsführer, verantwortlich für Technik und Vertrieb

-Herr Roland Lederer, Schwarzach, Geschäftsführer, verantwortlich für Qualität und Vertrieb

-Herr Oliver Zimmermann, Berlin, Geschäftsführer, verantwortlich für Verwaltung

(ab 17. Juni 2019 bis 30. Juni 2020)

Ausgeschiedene Geschäftsführer

-Herr Alexander Rümmelein, Metten (bis 17. Juni 2019)

Bezüge der Geschäftsführung und der Beiräte

Die Geschäftsführer erhielten im Geschäftsjahr 2019 Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 1.723.

Konzernzugehörigkeit

Die Pipe Holding I GmbH, Niederwinkling, stellt für den größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss ist im elektronischen Bundesanzeiger abrufbar.

Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge

Zwischen der Potio Holding GmbH (Konzernobergesellschaft) und der gabo Systemtechnik GmbH besteht für das Geschäftsjahr 2019 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Gesellschafterversammlung des Mutterunternehmens wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Niederwinkling, den 3. Juli 2020

Pipe Holding I GmbH

Die Geschäftsführer

Johannes Pruchnow

Markus Karl

Roland Lederer

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2019

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1.1.2019
EUR
Umbuchung
EUR
Zugang zum Kons.kreis
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 43.864,30 11.414.547,71
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 134.788.766,56
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 -43.864,30 134.727,64
0,00 0,00 146.338.041,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 688.532,82 14.082.341,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 744.991,41 16.634.731,57
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 5.660.667,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 -1.433.524,23 1.433.524,23
0,00 0,00 37.811.263,98
0,00 0,00 184.149.305,89
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Zugang
EUR
Währungsumrechnung
EUR
Abgang
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 130.444,93 0,00 0,00 11.588.856,94
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 134.788.766,56
3. Geleistete Anzahlungen 64.996,74 0,00 0,00 155.860,08
195.441,67 0,00 0,00 146.533.483,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 87.389,93 0,00 0,00 14.858.263,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 840.615,90 0,00 615,93 18.219.722,95
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 457.729,99 166,72 31.753,89 6.086.809,87
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 52.147,72 0,00 0,00 52.147,72
1.437.883,54 166,72 32.369,82 39.216.944,42
1.633.325,21 166,72 32.369,82 185.750.428,00
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2019
EUR
Umbuchung
EUR
Zugang zum Kons.kreis
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 7.780.747,71
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 18.221.903,64
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 26.002.651,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 4.389.414,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 -198,25 9.139.502,35
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 198,25 4.627.869,46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 18.156.785,90
0,00 0,00 44.159.437,25
Kumulierte Abschreibungen
Zugang
EUR
Währungsumrechnung
EUR
Abgang
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.115.009,56 0,00 0,00 9.895.757,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 13.478.876,64 0,00 0,00 31.700.780,28
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
15.593.886,20 0,00 0,00 41.596.537,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 470.424,75 0,00 0,00 4.859.838,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.796.798,09 0,00 615,93 10.935.486,26
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 416.375,79 87,59 31.753,89 5.012.777,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.683.598,63 87,59 32.369,82 20.808.102,30
18.277.484,83 87,59 32.369,82 62.404.639,85
Buchwerte
31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.693.099,67 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 103.087.986,28 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 155.860,08 0,00
104.936.946,03 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.998.425,04 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.284.236,69 0,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.074.032,67 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 52.147,72 0,00
18.408.842,12 0,00
123.345.788,15 0,00



Der Konzernabschluss der Pipe Holding I GmbH zum 31.12.2019 wurde am 22.12.2020 gebilligt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pipe Holding I GmbH, Niederwinkling

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Pipe Holding I GmbH, Niederwinkling, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Pipe Holding I GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 17. September 2020

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

David, Wirtschaftsprüfer

Wörler, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

8 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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