b & n Die Servicemakler GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lars Giesenkirchen seit 28.7.2025 | Prokura |
Marcell Faller seit 19.2.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 48.23% | |
| 13.90% | |
| 10.73% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
sonoro audio GmbHNeussJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2022 bis zum 31.07.2023LageberichtDie sonoro audio GmbH aus Neuss, gestaltet und entwickelt seit 2006 hochwertige Audio-Systeme in Deutschland und erfreut damit Musikliebhaber auf der ganzen Welt. Bei der Entwicklung der sonoro Design-Musiksysteme wird nicht nur höchster Wert auf Qualität und Benutzerkomfort gelegt, sondern auch die individuelle Beschaffenheit Ihres Zuhauses berücksichtigt. sonoro fokussiert damit die Eigenschaften, die in einem Raum von einem funktionalen Soundsystem erwartet werden und addiert noch ein Quäntchen hinzu - ein klangvolles Wohngefühl. Unter dem Motto "German Audio Design" vereint sonoro klassische Tugenden - zeitloses Design, deutscher Qualitätsanspruch und erstklassige Fertigungskompetenz - unter einem Dach. Das sonoro Design wurde bereits mehrfach mit internationalen Preisen wie dem red dot award und dem Plus X Award, sowie einer Nominierung für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Der Vertrieb erfolgt in über 10 Ländern über den Design- und Elektronik-Fachhandel, ausgewählte Onlineshops und Versandkataloge. Dieses Jahr wurde sonoro zum siebten Mal in Folge zu "Deutschlands Fachhandelsmarke des Jahres" gewählt. Händler und Bezugsquellen findet man unter www.sonoro.com. A. Wirtschaftsbericht Das Geschäftsjahr 2022/23 war das zweitbeste Jahr in der Geschichte der sonoro audio GmbH. Das Jahr war geprägt von enormen Vertriebs- und Marketingleistungen, von hohen Investitionen in die Entwicklung wegweisender Software für sonoro's zukünftige Produktwelten, sowie von Investitionen in die Digitalisierung und Prozessoptimierung der Organisation. Darüber hinaus war das Jahr voller Herausforderungen, denn auch sonoro audio agiert in einem Markt, der sehr sensibel auf die Folgen der weltumspannenden Krisenherde in Form von Verfügbarkeiten wichtiger Komponenten, Reisebeschränkungen und auch Kaufzurückhaltungen aufgrund der Inflationsängste reagiert. Das Jahr stand für sonoro audio somit unter dem Fokus, die Wachstumsmöglichkeiten in den bestehenden Märkten einerseits auszuschöpfen (und so konnte man sich lt. GfK zu Deutschlands Marktführer im Segment der Connected Audio Home Systems etablieren) und andererseits das weitere Wachstum für die kommenden Jahre auf solide Beine zu stellen. 1. Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2022/23 war auch das erste Geschäftsjahr nach Corona, in dem man wieder von normalisierten Rahmenbedingungen im Einkauf und Verkauf ausgehen wollte. Krisenherde, Dollarstärke, Inflation und der fehlende Zugang zu Chipsätzen prägten die Realität. Insbesondere die Dollarentwicklung und die Ukraine-Krise führten zu enormen Herausforderungen. Gerade in der Phase der Warenlieferungen für das Weihnachtsgeschäft 2022 geriet der Euro extrem unter Druck. Insbesondere in den Hauptliefermonaten Oktober und November schloss der Dollar unter oder leicht über Parität (1 $ = 1 €). Aufgrund von Lieferverschiebungen konnten nicht alle Bestellungen gehedged werden, und die Waren mussten zum Teil teurer eingekauft werden. Zum Vorjahr verlor sonoro so zum Teil bereits in der Rohmarge 13-15% gegenüber dem Vorjahreswert 1 $ = 1,13 Euro. Mit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 stieg die Inflation per Juli im Europaraum um 6,2% gegenüber dem Vorjahr - Als konsequent wurden größere Anschaffungen in Privathaushalten nach hinten verschoben. Auswirkungen auf die Transportwege kamen ebenfalls zustande. Den größten Schmerz verspürte sonoro allerdings durch den Mangel an Chipsätzen, was zum Ausfall der umsatzstärksten Produkte - Meisterstück & Maestro - über einen Zeitraum des gesamten letzten Quartals führte. Somit stand das Unternehmen ohne jeglichen Umsatz aus den Top-Produkten dar, was Umsatzeinbußen in Höhe von ca. 1,2 Mio. EUR nach sich zog. Ein Umsatzvolumen, welches zur Zielübererfüllung und damit zum besten Jahr in der Geschichte, trotz aller Krisenherde & Herausforderungen, geführt hätte. Auch sonoro spürte eine gewisse Kaufzurückhaltung der Konsumenten aufgrund der steigenden Energiekosten, konnte diese aber durch enorme Vertriebs- und Marketingleistungen zum großen Teil kompensieren. Diese externen Einflüsse sowie die Nichtverfügbarkeit der Top-Seller führten dazu, dass die angestrebten Umsatz-Wachstumsziele 2022/23 nicht ganz erreicht werden konnten. Dennoch konnte sonoro trotz all dieser Widrigkeiten ein Wachstum gegenüber Vorjahr von 15 % generieren. Der wachstumsbedingte Aufbau der Organisation, sowie die fehlende Möglichkeit einer direkten Weitergabe der durch die oben genannten Effekte angestiegenen Einkaufskosten, führten zu erhöhten Kostenpositionen. Die parallel gestiegenen Inflationsraten und die daraus bedingten Zugaben zu den Energiekosten der Mitarbeiter über den Inflationsausgleich erhöhten die Personalkosten deutlich. Der Launch der beiden margenstarken Neuheiten Meisterstück (2. Gen), also der Nachfolger der erfolgreichen 1. Generation, sowie Maestro Quantum, musste, trotz Vorbestellungen in Höhe von über 1 Mio. EUR, mehrfach verschoben werden. Bis Ende April 2023 konnten die Entwickler nicht nach China reisen (Zero-Covid-Policy Chinas), um sich dort vor Ort über die Umsetzungsstände der Entwicklung der beiden neuen Produkte zu informieren. Insbesondere bei neuen Produktentwicklungen ist die Nähe zu den Lieferanten enorm wichtig, um Zeit und Budget im Griff zu behalten. Dies spürte die sonoro dann vor allen Dingen in den Monaten Mai bis Juli 2023 in Form von Nichtlieferbarkeit der umsatz- und margenstärksten Produkte - Dies hatte entsprechend negative Auswirkungen auf den Umsatz (und Ertrag) im letzten Quartal des Geschäftsjahres - bis zu diesem Zeitpunkt lag die Performance des Unternehmens über Plan. Trotz aller Gegenmaßnahmen konnte das selbstgesteckte EBITDA-Ziel nicht erreicht werden. Dennoch kann man Rückblickend sagen, dass die sonoro audio GmbH all diese Krisen und Widrigkeiten gut gemeistert hat und mit dem Gesamtergebnis aufgrund der widrigen Verhältnisse durchaus zufrieden sein darf. 2. Geschäftsverlauf und Lage sonoro audio hat das vergangene Geschäftsjahr trotz Krisen und dem Totalausfall der beiden Top-Seller aus Unternehmenssicht sehr gut abgeschlossen. Der hohe Aufwand in eine zukunftsfähige Organisation und Produktwelt führte letztendlich dazu, dass nicht an das EBT-Ergebnis des Vorjahres angeknüpft werden konnte. Das angestrebte Wachstum der kommenden Jahre war und ist, neben erhöhten Marketingausgaben, auch mit einer weiteren Digitalisierung der Prozesse und der Organisation versehen. Bis April 2023 wies die sonoro audio GmbH auch gegenüber dem bisher besten Wirtschaftsjahr 2020/21 nochmal ein Wachstum von rund 10% aus. Gegenüber dem Vorjahr sogar von rund 32%. Dieses Wachstum sollte durch die Einführung der beiden zuvor genannten Neuheiten in den Monaten Mai - Juli sogar noch gesteigert werden. Diese Produkte weisen im Verhältnis zu den bisherigen Musiksystemen der sonoro audio GmbH einen sehr hohen Anteil an individuell gestalteter Software des User-Interfaces aus. Diese Entwicklung verzögerte sich leider deutlich, da wir auf externe Dienstleister angewiesen waren. Eine Erfahrung, die gerade viele Hersteller machen, da die Streamingdienste immer mehr Einfluss auf die Art des Musikhörens haben und damit auf die Produktentwicklung. Inzwischen ist die Entwicklung aber abgeschlossen und die Möglichkeiten durch die neue Software wird sonoro in den kommenden Jahren stark positiv im Wachstum beeinflussen. Auch werden die Kosten und die Geschwindigkeit künftiger Entwicklungen verringert werden können. Für den Umsatz bedeutete diese Verzögerung jedoch einen herben Rückschlag in den Monaten April bis Juli, dem letzten Quartal des Geschäftsjahres. Insgesamt konnte sonoro audio aber gegenüber dem Vorjahr von rd. 16,7 Mio. EUR auf 19,1 Mio. EUR wachsen. Anders als im Jahr 2020/21, wurde der Hauptumsatz wieder mit dem Fachhandel erzielt - Trotzdem lag die Rohertragsmarge mit 53,7 % im Verhältnis zur Gesamtleistung wieder im obersten Rahmen der Branche. Finanziell hat sich sonoro audio mit einer weiteren Bankverbindung gut aufgestellt. Der Cash-Flow war in diesem Jahr bis April sehr gut, verlor jedoch seine Stärke aufgrund der bereits genannten Umstände in den Monaten April bis Juli. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Wachstum sind optimierte, auf den Kunden ausgerichtete, automatisierte Prozesse. Im Sinne der Customer Centricity wurden im Rahmen der Neueinführung des ERP-Programms Microsoft Business Central im ersten Schritt die Kernprozesse analysiert, auf ein Konzept der Sollprozesse aufgesetzt und befinden sich seit April in der Projekt-Umsetzung. Die Umstellung auf die neue Unternehmenssoftware wird noch in das Wirtschaftsjahr 2023/24 einfließen. Das Invest in Microsoft Business Central beläuft sich auf einen sechsstelligen Betrag, der sich in Zukunft aufgrund von Effizienzsteigerungen aber schnell amortisieren wird. Weitere wachstumsbedingte Pre-Invests fanden insbesondere im personellen Auf- und Ausbau der Bereiche B2C-Handel, D2C-Vermarktung, sowie in der Produktentwicklung statt - In diesen Bereichen sehen wir die Säulen des kommenden Wachstums, weswegen wir zukunftsorientierte Investitionen vorantrieben. Die neuen Mitarbeiter werden dafür sorgen, dass die Wachstumschancen im D2C, Smart-Home, sowie im Ausbau des Produkt-Segments "Multi-Room" erfolgreich wahrgenommen werden. Auch wurden durch Neueinstellungen zukünftig wegfallende Mitarbeiterressourcen aufgefangen (Entwicklung und Vertrieb). Eine reduzierte Anzahl an Fachhandelsgeschäften und eine allgemein seit Corona kontinuierliche Steigerung des online-Handels führen auch für sonoro künftig verstärkt dazu, dass direkt an den Endkunden verkauft wird. Das Kundenvertrauen in den Markenshop, die Markenkultur und am Ende die Markenbekanntheit über Werbung in den Social-Media-Kanälen sind im online-Handel wesentliche Entscheidungskriterien und müssen daher auf- und ausgebaut werden. Dies führte und wird weiter zu steigenden Kosten, insbesondere im e-Commerce, führen. Die niedrigen Retourenquoten auf sonoro-audio.com zeigen, dass der Kunde mit Design, Klang und Benutzerfreundlichkeit zufrieden ist und die Qualität überzeugt. Die Produktentwicklung von Heute muss sich den vielen Trends des modernen Musikhörens stellen. Die Einbindung von Streamingdiensten, Raumausmessungen des Klangs, sowie die Möglichkeit der Integration aller Geräte in eine "Smart Home Welt" wünscht sich der technik-affine Kunde - somit ist es für das Unternehmen unerlässlich, Softwareentwicklung und -integrationen zu forcieren. Gute User-Interfaces werden künftig mehr und mehr zum Alleinstellungsmehrmal und somit Wachstumstreiber. Mit dem neuen Meisterstück, sowie dem Maestro Quantum wurden inzwischen (Nov. 2023) zwei zukunftssichere Top-Produkte in den Markt gebracht. Dies gibt Grund zu Annahme, dass das Unternehmen mit diesen beiden Neulingen (sowie der gut gefüllten Produkt-Pipeline) für die technischen Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt ist. Engpässe bei der Verfügbarkeit von Mikrochips (inkl. einer steigenden Tendenz zu Vorauszahlungen bei Bestellung), höhere Transportkosten sowie längere Bestellvorlaufzeiten hatten und haben ihre Auswirkungen auf ein effizientes Net Working Capital Management. Weiter steigende Produktkosten sind die längerfristigen Folgen der Corona Pandemie - Diesen Herausforderungen wird durch Optimierung der Einkaufskosten, sowie Preissteigerungen entgegengetreten. Das Geschäft wurde fortlaufend anhand üblicher KPIs (Key Performance Indicators) überwacht, wie z.B. Umsatz, Rohertrag, Cost Ratios, EBITDA, EBIT, Cash Flow. Diese Kennzahlen werden inzwischen täglich analysiert und im Vergleich zum Vormonat und zum Vorjahresmonat sowie zum Plan gestellt. Für definierte Kennzahlen stellen wir ferner in der Year-to-Date Betrachtung einen Vergleich zu den Berichtsperioden der Vorjahre zur Verfügung. Die Umsatzrealisierung wird auf täglicher Basis nach Regionen, Produkten und Kundengruppen überwacht und die untermonatliche Zielerreichung gemessen. Trotz der enormen Herausforderungen in der gesamten Supply Chain, sowie in einem sich wandelnden Absatzmarkt, kann es als Erfolg bezeichnet werden, dass sonoro das Berichtsjahr mit einem Umsatz vor Erlösschmälerungen von 20,35 Mio. EUR abgeschlossen hat (Ein Wachstum ggü. VJ von über 17%). Größte Anstrengungen der Vertriebsmannschaft sowie des Marketing-Teams waren die Grundlage dieses Erfolgs. Die Rohertragsquote, unter Einbeziehung des Währungsergebnisses zur Kursicherung der Materialeinkäufe, lag mit 58,0% des Umsatzes leicht über dem Vorjahres-Niveau von 57,0%. Diese Differenz konnte trotz der fehlenden margenstarken Hauptprodukte Meisterstück und Maestro erreicht werden. Das EBITDA konnte aufgrund der hohen Wachstumsaufwendungen nicht an das Vorjahresniveau von 1.073 TEUR anknüpfen und lag mit 810 TEUR bei 4% des Umsatzes. Mit Lieferfähigkeit der neuen Produkte hätte sonoro audio sowohl das Umsatz- als auch das EBITDA-Ziel übertroffen. Der Jahresgewinn in Höhe von 108 TEUR (Vorjahr 427 TEUR) wurde vollständig mit dem Verlustvortrag verrechnet. Die Investitionen in die Produktentwicklung beliefen sich im Fiskaljahr 2022/23 auf 1,5 Mio. EUR und wurden aus den laufenden Umsätzen finanziert. Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit betrug zum Bilanzstichtag 46 Personen. Die Bilanz weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 3,368 Mio. (Vorjahr EUR 3,476 Mio.) aus. Es liegt eine Rangrücktrittserklärung der Gesellschafter über 8,40 Mio. Euro liegt vor. Damit ist eine bilanzielle Überschuldung nicht gegeben. Die aufgestellte Liquiditätsrechnung für das laufende und folgende Geschäftsjahr auf Basis realistischer Umsatz- und Ertragsprognosen zeigt, dass der Erhalt der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens gegeben ist. Der Bestand an flüssigen Mitteln war jederzeit ausreichend, um den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Der Rohertrag betrug EUR 10,3 Mio. und lag damit rd. EUR 0,8 Mio. über dem Vorjahr mit EUR 9,5 Mio. Die Materialeinsatzquote, unter Einbeziehung des Dollar-Hedging, lag mit 42% auf Vorjahresniveau mit 43%. Bei den einzelnen Kostenpositionen zeigt sich ein klares Bild in Richtung Wachstumsinvestitionen und Transformation hin zu einer starken Direct-to-Consumer Marke. Der Personalaufwand stieg um EUR 1,4 Mio. auf 20,0 % der Gesamtleistung (gegenüber Vorjahr 14,5%). Hier wurde verstärkt in Vertrieb, online-marketing und Insourcing von externen Leistungen investiert. Aufgrund des Transfers des Vertriebs von externen Dienstleistern (Handelsvertreter) zu festangestellten Verkäufern, kann der Einspareffekt bei den Vertriebskosten dem Personalaufwand in Höhe von 459 TEUR gegengerechnet werden. Die Marketingausgaben, inkl. Fremdarbeiten Marketing, stiegen um 834 TEUR auf EUR 2,4 Mio. Hier lagen die Schwerpunkte bei der Vorbereitung zum sonoro Marken-Relaunch, Oskar Vertriebsmarketing, sowie umfangreichen Online-Marketing-Aktivitäten, zur Steigerung der Markenbekanntheit. Hinzu kamen stark gestiegene Aufwendungen für Online Vermarktungsdienste (SEO, SEA, etc.), welche zur Erhöhung des Umsatzes aus dem B2C-Geschäft notwendig wurden. Die Aufwendungen für solche Transaktionen stiegen von 286 TEUR im Vorjahr auf 566 TEUR im Berichtsjahr. Zusätzliche Räumlichkeiten für einen wichtigen Showroom, sowie durch das Insourcing bedingte höhere KFZ- und Reisekosten führten zu einem leichten Anstieg des sonstigen Betriebsaufwands. Diese Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 83 TEUR auf 1.387 TEUR oder 7,7% der Gesamtleistung (VJ 1.304 TEUR oder 8,1%) gestiegen, im Verhältnis zur Gesamtleistung jedoch gesunken. Gleiches gilt für die Transaktionskosten sowie die Supportkosten, welche im Verhältnis zur Ausweitung des Umsatzes gesunken sind. Erfreulich haben sich die Kosten für die Warenabgabe entwickelt. Hier konnten gegenüber dem Vorjahr durch ein gutes Kostenmanagement, Insourcing und neu verhandelte Verträge rund 596 TEUR eingespart werden. Der Erfolg des Stimmenverstärkers "OSKAR" konnte im deutschsprachigen Markt weiter fortgeführt werden. Mit einem Absatz von über 28.000 Stück stieg der Absatz gegenüber dem Vorjahr um 290%! Das laufende Betriebsergebnis EBITDA betrug damit für das Geschäftsjahr 2022/23 rund 810 TEUR. Der Geschäftsplan für das Geschäftsjahr wurde aufgrund der dargestellten Lieferengpässe und hohen Kosten in der Logistik somit nicht ganz erreicht werden (Plan-EBITDA 1.149 TEUR). Das Planergebnis nach Steuern von 101 TEUR wurde mit dem erreichten Ergebnis nach Steuern von 108 TEUR leicht übertroffen. Die Geschäftsführung ist aufgrund der o. g. gesamtwirtschaftlich als widrig zu bezeichnenden Umstände mit der geschäftlichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2022/23 sehr zufrieden und die sonoro audio GmbH für zukünftiges Wachstum gut aufgestellt. Das Führungsteam hat sich in dem analysierten Geschäftsjahr neu aufgestellt und die Aufgaben neu verteilt. B. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Auch im Jahr Zwei nach Ausbruch der Pandemie kann man feststellen, dass die Hinwendung der Konsumenten zum online-Handel weiter an Fahrt gewinnt und der Einzelhandel in diesem Jahr damit weiter leicht an Bedeutung verliert. Die damit verbundene Preistransparenz sowie die Notwendigkeit sehr guter Rezessionen führen zwangsläufig dazu, dass die Bedeutung der Customer Journey über alle Kanäle entscheidend für die Hersteller wird. Die Strategie sonoros den D2C-Handel weiter zu stärken, verbunden mit dem Ziel, die Absatzmärkte Katalog und Handel stabil zu halten bzw. leichte Marktanteile zu gewinnen, war auch im GJ 2022/23 eines der Hauptthemenfelder. So konnte sonoro sich lt. GfK im letzten GJ zu Deutschlands umsatzstärksten Audio-Marke in ihrer Kategorie entwickeln - Noch vor bekannten Marken wie B&O und den Größen wie Grundig, Panasonic oder Technisat. Einhergehend mit der Veränderung des Einkaufsverhaltens ist durch die Pandemie auch die weitere Realisierung der Megatrends Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu spüren. Kunden wählen verstärkt Produkte und Dienstleistungen danach aus, wie stark und glaubwürdig sich der Anbieter mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt. So hat sich auch sonoro dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben und erarbeitet mit ihren Lieferanten neue Verpackungskonzepte, logistische Veränderungen, Recycling-Optimierung (Cradle-to-Cradle) sowie eine nachhaltigere Komponentennutzung. Die neuen Produkte Meisterstück (Gen2) und Maestro Quantum werden bereits mit deutlichen Verbesserungen hinsichtlich der Nachhaltigkeitsaspekte aufwarten. Das kommende Jahr wird bedingt durch diese Einflüsse im Zeichen der Effizienzsteigerung stehen. Die weiterhin anhaltende Inflation sowie die Stärke des Dollars zwingen sonoro dazu, Einsparpotentiale und Prozessoptimierungen zu erkennen, zu beheben und das ohne den Zielaspekt der Kundenzentrierung aus den Augen zu verlieren. So wurde in diesem Geschäftsjahr bereits mit der Einführung eines neuen ERP-Systems begonnen. Mittels dezidierter KPI ́s werden Prozesse und Ergebnisse transparenter. Das automatisierte Ordermanagement gewinnt an Bedeutung und wird gestrafft. Für das Wirtschaftsjahr 2023/24 zielt sonoro auf Effizienzsteigerungen, was bei einer Umsatzstabilisierung zu einem verbesserten Kostenverhältnis führen würde. Die Ziel-EBITDA-Rendite wird bei ca. 8% des Umsatzes liegen. C. Forschungs- und Entwicklungsbericht Die Smart-Line mit den Neuheiten Meisterstück (Gen.2) und das Maestro Quantum waren zum Ende des Geschäftsjahres 2022/23 in der finalen Umsetzung. Auf dieser Arbeit lag in dem betrachteten Zeitraum der Fokus des Entwicklungsteams. Diese in ihrer Kategorie einzigartigen Neuheiten werden maßgeblich dazu beitragen sonoro's Vision lebendig zu machen: Aus sonoro soll eine ikonische Marke werden, die als Symbol für "Deutsches Audio Design" Menschen auf der ganzen Welt begeistert. Die Ankündigung einiger Hersteller von CD-Loadern im Sommer 2023, die Produktion evtl. einzustellen, hatte enorme Auswirkungen auf die Arbeit des Entwicklungsteams. Das Angebot von Produkten mit CD-Loadern war stets mit den Bedürfnissen der Zielgruppe von sonoro verbunden. Nach umfangreichen Gesprächen und Verhandlungen mit den Herstellern sowie sonoro Gesellschaftern ist es dem Unternehmen gelungen die Verfügbarkeit für die kommenden Jahre, bis zur Entwicklung von neuen Produkten, zu sichern. Inzwischen arbeitet das Team bereits and der geänderten Produkt Pipeline. Auch im kommenden Geschäftsjahr 2023/2024 wird selbstbewusst in die Entwicklung von technologischen Neuheiten im Premium-Segment investiert. Im Jahr 2022/2023 wurden ca. 960 TEUR in sonoro's Produktentwicklungen investiert. D. Ausblick Auch wenn die globalen, aber auch insbesondere die deutschen und europäischen Wirtschaftssignale weiterhin nicht freundlich sind, der Euro seine Stärke zeitweise verloren hatte und der Ukraine-Krieg einen tiefen Schatten auf die Konsumlandschaft wirft, so gehen wir für sonoro dennoch von einem gesunden Umsatzwachstum für das Wirtschaftsjahr 2023/24 aus. Das Unternehmen wurde an wichtigen Stellen verstärkt, um in den Jahren nach den Krisen national wie international weiter zu wachsen, sowie die Markenbekanntheit von sonoro und faller-audio zu stärken. Darüber hinaus erhalten die Projekte Sustainability, Digitalisierung und Effizienzsteigerung besondere Aufmerksamkeit. Die Geschäftsleitung blickt somit insgesamt optimistisch in die Zukunft. Wir weisen darauf hin, dass bei allen zukunftsbezogenen Aussagen grundsätzlich das Risiko besteht, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen und Planungen der voraussichtlichen Entwicklung abweichen können, sollten die in den Aussagen getroffenen Annahmen sich als unzutreffend erweisen oder die genannten Unsicherheiten eintreten.
Neuss, den 31. Dezember 2023 sonoro audio GmbH gez. Marcell Faller HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die größenabhängigen Erleichterungen wurden gemäß § 288 HGB in Anspruch genommen. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die Steuerrückstellungen beinhalteten im Vorjahr die noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist, wiedergegeben. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Neuzugänge mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Geschäftsjahr voll abgeschrieben. Beteiligungen Dabei handelt es sich um eine Mitgliedschaft an der Hausbank. Angaben zu Forderungen gegen Gesellschafter Der Wert der Forderungen gegen Gesellschafter beläuft sich auf TEUR 9 (Vorjahr: T€ 2). Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 7.735,00 EUR). Sonstige Vermögensgegenstände Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuer in Höhe von 259.487,94 EUR, Forderungen aus Gewerbesteuer in Höhe von EUR 155.491,00 und Einbehalte aus dem Factoring 238.457,97 EUR. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:
Angaben und Erläuterungen zu den Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel
Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten: 1 = Sicherungsübereignung Vorräte Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich in Höhe von 8.747 TEUR (Vorjahr: 8.615 TEUR) um sonstige Verbindlichkeiten. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 872 TEUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Derivative Geschäfte Zum Bilanzstichtag bestehen offene Devisentermingeschäfte zum Kauf von US-Dollar, die zur Kurssicherung von abgeschlossenen Fremdwährungsgeschäften in US-Dollar dienen. Das Volumen der Kurssicherung beträgt zum Stichtag 7.306 TUSD (umgerechnet 6.692 TEUR). Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag Zinsderivatgeschäfte mit einem Volumen von 877 TEUR. Ein Zeitwert konnte nicht ermittelt werden. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 838 TEUR (Vorjahr: 260 TEUR enthalten). In den sonstigen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 26 TEUR (Vorjahr 107 TEUR) enthalten. Sonstige Angaben Rangrücktrittsvereinbarung der Gesellschafterin Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von 3.368 TEUR (Vorjahr: 3.476 TEUR) aus. Nach Auffassung der Geschäftsführung ist eine Fortführung der Unternehmenstätigkeit nicht gefährdet. Es liegt eine qualifizierte Rangrücktrittsvereinbarung seitens der Gesellschafterin in Höhe von 8.401.397,66 EUR vor. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt: Geschäftsführer: Herr Marcel Faller ausgeübter Beruf: Kaufmann Die Angabe über Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss von EUR 108.453,81 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Neuss, den 01.02.2024 gez. Marcell Faller
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 28.02.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der sonoro audio GmbH, Neuss, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 sowie dem Anhang, ein schließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der sonoro audio GmbH, Neuss, für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen des Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Juli 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Meerbusch, den 1. Februar 2024 Witte.Mittelstand.GmbH
gez. Wolfgang Witte, Wirtschaftsprüfer |
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