Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 4172
Vorher
Aumann GmbH
Eingetragen
9.12.2002
Branche
Herstellung von Maschinen für die additive FertigungHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Maschinen zum Spulenwickeln und für die Drahtherstellung.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Thorsten Fortkord
seit 19.3.2025
Prokura
Marco Klostermann
seit 11.2.2022
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
375.000 €
75.00%
Ingo Wojtyna
Porta Westfalica
125.000 €
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Aumann Espelkamp GmbH

Espelkamp

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.139,00 23.063,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 271.414,00 331.394,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 569.035,00 605.058,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 349.608,00 261.447,00
1.190.057,00 1.197.899,00
1.227.196,00 1.220.962,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.296.591,87 1.187.337,55
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 31.328.057,54 36.113.772,53
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 160.555,13 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 3.901.822,10 6.071.861,35
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -19.650.054,23 -26.900.543,05
17.036.972,41 16.472.428,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.276.494,48 2.124.597,29
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 84.307,79 168.653,56
3. Sonstige Vermögensgegenstände 143.411,72 154.078,20
4.504.213,99 2.447.329,05
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.089.612,29 3.836.632,84
22.630.798,69 22.756.390,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 114.688,96 77.678,74
23.972.683,65 24.055.031,01

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Gewinnvortrag 2.294.484,97 1.997.529,16
IV. Jahresüberschuss 398.180,31 296.955,81
4.192.665,28 3.794.484,97
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.361.656,32 2.398.061,11
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.241.958,06 3.465.088,42
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.944.981,48 13.732.250,11
- davon gegenüber Gesellschaftern ( 14.812.744,16 ) ( 13.691.399,76 )
3. Sonstige Verbindlichkeiten 216.530,84 665.146,40
- davon aus Steuern ( 178.857,61 ) ( 93.575,58 )
17.403.470,38 17.862.484,93
D. Rechnungsabgrenzungsposten 14.891,67 0,00
23.972.683,65 24.055.031,01

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 49.729.416,22 40.124.198,76
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -4.785.714,99 -2.301.602,60
3. Aktivierte Eigenleistungen 160.555,13 38.608,83
4. Gesamtleistung 45.104.256,36 37.861.204,99
5. Sonstige betriebliche Erträge 319.144,50 370.520,26
- davon aus Währungsumrechnung ( 3.468,45 ) ( 7.050,11 )
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 21.428.809,26 17.188.878,27
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.672.929,31 29.101.738,57 6.943.196,17
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.485.596,15 8.054.410,04
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.760.761,99 11.246.358,14 1.536.449,88
8. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 352.147,97 289.292,50
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.849.331,20 3.548.045,22
- davon aus Währungsumrechnung ( 5.091,91 ) ( 23.426,42 )
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12,12 41,53
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 442.618,13 353.819,68
- davon aus verbundenen Unternehmen ( 440.918,63 ) ( 350.989,32 )
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 324,10 2.561,61
13. Ergebnis nach Steuern 430.894,87 315.113,41
14. Sonstige Steuern 32.714,56 18.157,60
15. Jahresüberschuss 398.180,31 296.955,81

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Aumann Espelkamp GmbH, Espelkamp

I. Allgemeine Erläuterungen

Die Aumann Espelkamp GmbH hat ihren Sitz in Espelkamp und wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Bad Oeynhausen unter HRB 4172 geführt.

Der Jahresabschluss der Aumann Espelkamp GmbH zum 31.Dezember 2023 ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff.), des GmbH-Gesetzes sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden.

Die Gesellschaft macht von der Anwendung des in Artikel 92 Abs. 2 E-HGB genannten Wahlrechts zur vorzeitigen Anwendung der neuen Schwellenwerte des § 267 HGB Gebrauch, sodass die Gesellschaft die Merkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 1 HGB erfüllt.

Die Bilanz ist in Kontenform gemäß § 266 HGB, die Gewinn - und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer. Der Umfang der Anschaffungskosten ermittelt sich nach § 255 Abs. 1 HGB. Er umfasst demnach auch Anschaffungsnebenkosten sowie nachträgliche Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungskostenminderungen. Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Bei der Bemessung der Nutzungsdauern kommen die steuerlichen Abschreibungstabellen sinngemäß zur Anwendung, die mit den betrieblichen Erfahrungen im Einklang stehen.

Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden auf der Grundlage des gleitenden Durchschnitts- Einstandspreises, der aus dem Anfangsbestand und aus den Zugängen gebildet wurde, ermittelt oder zu niedrigeren Stichtagspreisen angesetzt. Für die Abwertung von ungängigen Rohstoffen ist das Lagerreichweitenverfahren angewandt worden. Alle EDV-geführten Rohstoffe und Kaufteile sind nach Gängigkeitsstufen (Lagerreichweite, errechnet aus Bestand und Abgang des letzten Geschäftsjahres) gestaffelt und entsprechend den voraussichtlichen Überbeständen mit 25 % (Lagerreichweite über ein Jahr bis zwei Jahre), 50 % (Lagerreichweite über zwei Jahre bis vier Jahre) oder 90 % (Lagerreichweite über vier Jahre) abgewertet worden. Bestände mit einer Lagerreichweite bis zu einem Jahr und Teile, die im abgelaufenen Geschäftsjahr Zugänge von mehr als 10 % des Inventurbestands am Ende des Geschäftsjahres aufwiesen, wurden dabei nicht abgewertet. Sofern kein Abgang der EDV geführten Rohstoffe im letzten Geschäftsjahr erfolgt ist, sind diese Rohstoffe mit 25 % abgewertet worden. Sind in den letzten zwei Jahren keine Abgänge erfolgt, beträgt die Abwertung 50 %. Wenn kein Abgang der EDV geführten Rohstoffe in den letzten vier Geschäftsjahren erfolgt ist, sind diese Rohstoffe mit 90 % abgewertet.

Die unfertigen Erzeugnisse und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet; diese umfassen die Material- und Lohneinzelkosten zuzüglich Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Zinsen für Fremdkapital sowie die Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Falls dieser Wert unter den progressiv ermittelten Herstellungskosten lag, wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten auf der Aktivseite abgesetzt. Soweit die erhaltenen Anzahlungen die Vorräte übersteigen, werden sie passivisch als erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bewertet. Den erkennbaren und latenten Kreditrisiken wurde durch Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite werden Rechnungsabgrenzungsposten für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, sofern sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Ertragsteuersatz von 30,42 %. Von dem Aktivierungswahlrecht einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird Gebrauch gemacht, so dass keine aktiven latenten Steuern bilanziert werden.

Das gezeichnete Kapital und die Rücklagen sind zum Nominalwert angesetzt.

Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen finden alle erkennbaren Risiken - soweit nicht in anderen Bilanzpositionen erfasst - in ausreichendem Maße Berücksichtigung. Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet.

Die Verbindlichkeiten werden zu ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Zugänge der Geschäftsausstattung i. H. v. 178,0 T€ setzen sich hauptsächlich aus IT-Hardware/Infrastruktur zusammen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 4.276,5 T€ (Vorjahr: 2.124,6 T€).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. 84,3 T€ (Vorjahr: 168,7 T€) bestehen zum 31. Dezember 2023 in voller Höhe aus Forderungen gegen die Aumann Beelen GmbH.

Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf 143,4 T€ (Vorjahr: 154,1 T€). Den größten Anteil hieran haben debitorische Kreditoren i. H. v. 82,1 T€ sowie Forderungen gegenüber Vertretern i. H. v. 18,4 T€.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Das Guthaben bei Kreditinstituten beträgt zum Abschlussstichtag 1.089,6 T€ (Vorjahr: 3.836,6 T€).

Das gezeichnete Kapital der Aumann Espelkamp GmbH beträgt 500,0 T€ und ist voll einbezahlt. Gegenüber dem Vorjahr hat sich keine Veränderung ergeben.

Der Gewinnvortrag hat sich wie folgt entwickelt:

Gewinnvortrag 31. Dezember 2022 1.997.529,16
Jahresüberschuss 2022 296.955,81
Gewinnvortrag 31. Dezember 2023 2.294.484,97

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
T€ T€
Personalkosten 756,0 672,8
Ausstehende Rechnungen 703,6 1.225,2
Restarbeiten 461,1 77,7
Garantie- und Kulanzverpflichtungen Pauschal 298,0 240,0
Berufsgenossenschaft 62,0 56,0
Archivierung 41,4 41,4
Jahresabschlusskosten 29,5 29,5
BP-Kosten 10,0 10,0
Sonstige Verbindlichkeiten 0,0 45,5
Stand 31.12.2023 2.361,7 2.398,1

In den Personalkosten sind zugesagte Incentive-Zahlungen, Urlaubs- und Überstundenansprüche enthalten.

Die Zusammensetzung und Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachfolgend dargestellten Verbindlichkeitsspiegel. Für die Verbindlichkeiten sind keine Sicherheiten/Pfandrechte hinterlegt.

Restlaufzeit bis zu 1 Jahr mehr als 1 und bis zu 5 Jahren über 5 Jahre Gesamt
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.242,0 0,0 0,0 2.242,0
(Vorjahr) 3.465,1 0,0 0,0 3.465,1
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 14.945,0 0,0 0,0 14.945,0
(Vorjahr) 13.732,3 0,0 0,0 13.732.3
Sonstige Verbindlichkeiten 216,5 0,0 0,0 216,5
(Vorjahr) 665,1 0,0 0,0 665,1
Stand 31.12.2023 17.403,5 0,0 0,0 17.403,5
(Vorjahr) 17.862,5 0,0 0,0 17.862,5

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. 14.945,0 T€ (Vorjahr: 13.732,3 T€) bestehen zu 14.812,7 T€ gegenüber der Aumann AG, zu 122,1T€ gegenüber der Aumann Technologies (China) Ltd. und zu 10,1 T€ gegenüber der DTS Systeme GmbH.

Die sonstigen Verbindlichkeiten i. H. v. 216,4 T€ (Vorjahr: 665,1 T€) bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Lohnsteuer (113,3 T€) sowie aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten (60,6 T€).

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse belaufen sich auf 49.729,4 T€ (Vorjahr: 40.124,2 T€), hiervon entfallen 1.283,8 T€ (Vorjahr: 1.542,0 T€) auf Umsätze mit verbundenen Unternehmen. Der Umsatz nach Segmenten entfällt zu 37.668,6 T€ (Vorjahr: 35.572,0 €) auf das Segment E-Mobility und zu 12.060,8 T€ (Vorjahr: 4.552,2 T€) auf das Segment Classic, der Umsatz nach Regionen zu 14.593,2 T€ (Vorjahr: 11.753,1 T€) auf Inland, zu 25.015,8 T€ (Vorjahr: 20.702,6 T€) auf EU und zu 10.120,4 T€ (Vorjahr: 7.668,7 T€) auf Drittland.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind als größte Position die Erträge aus der privaten Kfz- und Jobradnutzung i. H. v. 292,4 T€, sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i. H. v. 23,2 T€ angefallen.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen i. H. v. 7.672,9 T€ (Vorjahr: 6.943,2 T€) betreffen Aufwendungen für Zeitarbeiter sowie für Fremdarbeiten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten als größte Bestandteile Reisekosten i. H. v. 553,3 T€ (Vorjahr: 436,3 T€), die Ausgaben für Mietzahlungen für die Geschäftsräume an die Aumann Immobilien GmbH i. H. v. 435,5 T€ (Vorjahr: 435,5 T€), Verrechnungen mit der Aumann AG i. H. v. 309,2 T€ (Vorjahr: 297,2 T€), Aufwendungen für Instandhaltung EDV/Software i. H. v. 271,7 T€ (Vorjahr: 284,1 T€), Ausgangsfrachten i. H. v. 238,5 T€ (Vorjahr: 173,5 T€), externe EDV-Beratungskosten i. H. v. 191,5 T€ (Vorjahr: 129,6 T€), Leasingkosten i. H. v. 177,4 T€ (Vorjahr: 137,6 T€), Aufwendungen für Strom und Gas i. H. v. 176,3 T€ (Vorjahr: 148,5 T€), Werbungskosten i. H. v. 169.4 T€ (Vorjahr: 157,3 T€), Rechts- und Patentanwaltskosten i. H. v. 161,1 T€ (Vorjahr: 104,0 T€) sowie Kosten für Telefon und Internet i. H. v. 109,2 T€ (Vorjahr: 107,7 T€).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Wesentlichen auf das Darlehen gegenüber der Aumann AG zurückzuführen.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft bildet mit anderen Unternehmen der Aumann-Gruppe ein gemeinsames Cash Pool, aus dem jede Gesellschaft Avale in Anspruch nehmen kann. Für die Erfüllung der Verpflichtungen aus der Avalvereinbarung haften die Unternehmen der Aumann-Gruppe als Gesamtschuldner.

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der o. g. Verbindlichkeiten aus Haftungsverhältnissen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Unternehmensplanungen der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Form von Mieten und Leasing i. H. v. 676,4 T€ für das Jahr 2024 (davon 240,9 T€ gegenüber Dritten) und i. H. v. 752,0 T€ für darauffolgende Jahre (davon 316,5 T€ gegenüber Dritten) sowie aus dem Bestellobligo i. H. v. 4.366,9 T€.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer stellt sich wie folgt dar:

Arbeitnehmer
2023 2022
Kaufmännische Angestellte 102 88
Gewerbliche Angestellte 56 57
Gesamtzahl der tätigen Personen 158 145

Geschäftsführung

Geschäftsführer mit Vertretungsberechtigung gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder Prokuristen:

Frau Laura Siekmann, Betriebswirtin (B.Sc.), Bielefeld

Herr Armin Doser, Maschinenbautechniker, Villingen-Schwenningen

Unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt eine Offenlegung der Bezüge der Geschäftsführung.

Konzernunternehmen

Alleinige Gesellschafterin ist die Aumann AG, Beelen. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der MBB SE, Berlin (größter Konsolidierungskreis), sowie den Konzernabschluss der Aumann AG, Beelen (kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen.

Die Konzernabschlüsse sind im Internet unter www.mbb.com und www.aumann.com abrufbar.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss i. H. v. 398,2 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.

VI. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Veränderungen und Geschäftsvorfälle ereignet, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hatten, über die hier zu berichten wäre und die die Aussagen im Jahresabschluss zum 31.12.2023 verändern würden.

 

Espelkamp, den 19. April 2024

gez. Armin Doser

gez. Laura Siekmann

Gesamte Anschaffungs- und Herstellungskosten Zugänge des Geschäftsjahres Abgänge des Geschäftsjahres Abschreibungen in ihrer gesamten Höhe
31.12.2023 T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
- Software 592,5 28,8 0,0 584,1
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 592,5 28,8 0,0 584,1
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
- Außenanlagen 11,2 0,8 0,0 2,0
- Mietereinbauten 699,8 0,0 0,0 438,5
2. Technische Anlagen und Maschinen
- Maschinen 1.490,1 87,9 0,0 1.010,8
- Betriebsvorrichtungen 10,6 0,0 0,0 8,8
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
- Fuhrpark 53,0 0,0 0,0 41,3
- Betriebsausstattung 363,9 14,6 0,0 286,1
- Geschäftsausstattung 934,1 178,0 23,7 842,9
-GWG 599,7 48,3 0,0 648,0
Sachanlagen gesamt 4.162,5 329,6 23,7 3.278,3
Anlagevermögen gesamt 4.755,0 358,4 23,7 3.862,4
Buchwert am Ende des Geschäftsjahres Buchwert am Ende des Vorjahres Abschreibungen des Geschäftsjahres
31.12.2023 T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
- Software 37,1 23,0 14,7
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 37,1 23,0 14,7
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
- Außenanlagen 10,0 10,1 0,9
- Mietereinbauten 261,4 321,3 59,9
2. Technische Anlagen und Maschinen
- Maschinen 567,3 602,0 122,6
- Betriebsvorrichtungen 1,8 3,1 1,3
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
- Fuhrpark 11,7 13,7 2,0
- Betriebsausstattung 92,5 110,9 33,1
- Geschäftsausstattung 245,4 136,8 69,3
-GWG 0,0 0,0 48,3
Sachanlagen gesamt 1.190,1 1.197,9 337,4
Anlagevermögen gesamt 1.227,2 1.220,9 352,1

Lagebericht für das Geschäftsjahr 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Aumann Espelkamp GmbH, Espelkamp

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Unternehmensbeschreibung

Die Aumann Espelkamp GmbH ("Aumann") wurde im Jahr 1936 gegründet und ist seit dem Geschäftsjahr 2015 eine Tochtergesellschaft der Aumann AG, welche dem Konzern der MBB SE, Berlin, angehört.

Aumann ist ein weltweit führender Hersteller von innovativen Spezialmaschinen und automatisierten Fertigungslinien mit Fokus auf Elektromobilität. Aumann unterscheidet aufgrund der unterschiedlichen Marktperspektiven zwischen den Unternehmenssegmenten E-mobility und Classic, welche im Folgenden näher beschrieben werden.

Im Segment E-mobility fertigt Aumann vorwiegend Spezialmaschinen und automatisierte Fertigungslinien mit Fokus auf die Automobilindustrie. Aumanns Angebote ermöglichen Kunden die hocheffiziente und technologisch fortschrittliche Massenfertigung eines breiten Spektrums von Einzelkomponenten des elektrifizierten Antriebsstranges, von verschiedenen Antriebskomponenten bis hin zu Elektronikbauteilen. Aumanns besonderer strategischer Fokus liegt allerdings auf Fertigungslinien für E-Motor-Komponenten und deren Zusammenbau. Zur Anwendung kommen hierbei hochspezialisierte und zum Teil einzigartige Wickel- und Montagetechnologien, mit deren Hilfe Kupferdraht in elektrische Bauteile eingebracht wird. Große Kunden aus den Bereichen Automotive und E-Bikes verwenden Aumann Technologie, um ihre neueste Generation von E-Motoren zu fertigen. Aumanns Angebot umfasst darüber hinaus auch produktbegleitende Leistungen wie Wartung, Reparatur und Ersatzteillieferung.

Im Segment Classic fertigt Aumann hauptsächlich Spezialmaschinen und automatisierte Fertigungslinien für die Bereiche Automotive, Verbraucherelektronik, Haushaltsgeräte und Industrie. Aumanns Lösungen umfassen beispielsweise Anlagen für die Produktion von Antriebskomponenten, welche die CO 2 -Emission von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor reduzieren.

Die Aumann Espelkamp GmbH beschäftigte zum 31.12.2023 163 Mitarbeiter sowie 17 Auszubildende. Im Vergleich zum 31.12.2022 bedeutet dies eine Zunahme um 5,2 %. Die Ausbildungsquote beträgt somit 9,4 %. Seit dem 19.08.2021 ist Frau Laura Siekmann und seit dem 10.03.2022 ist Herr Armin Doser Geschäftsführer der Gesellschaft.

1.2 Forschung & Entwicklung

Grundsätzlich findet ein Großteil der technischen Forschung und Entwicklung bei Aumann im Rahmen der Abwicklung von Kundenaufträgen statt. Jedoch wird auch ohne Auftragsbezug Forschung und Entwicklung betrieben. Um den Austausch mit der Wissenschaft zu fördern, kooperiert Aumann daneben auch mit Universitäten und Forschungsinstituten.

Auf diesen Wegen wurden auch 2023 für wesentliche Wachstums- und Zukunftsmärkte erhebliche Fortschritte bei bereits bestehenden Lösungen sowie auch bei gänzlich neuen Fertigungstechnologien erzielt. Digitalisierung ist ein Schlüsselelement für Innovation und entsprechend der generellen Wachstumsstrategie lag 2023 ein Fokus auf der kontinuierlichen Neu- und Weiterentwicklung im Bereich der Software. In diesem Zusammenhang hat Aumann die virtuelle Inbetriebnahme seiner Anlagen, sowie Standardisierung der Steuerungssoftware vorangetrieben.

Die Aufwendungen für Entwicklungsaktivitäten belaufen sich für das Geschäftsjahr 2023 auf insgesamt 390,4 T€.

Aumann bietet seinen Kunden damit schon heute ein breites Angebot an innovativen und kundenorientierten Lösungen auf die unterschiedlichen Anforderungen. Die Entwicklungen gehen aber darüber hinaus.

Im Jahr 2023 hat Aumann insbesondere die Entwicklung einer standardisierten Steuerung der Anlagen vorangetrieben, welche eine schnellere Inbetriebnahme und vereinfachte Fehlersuche ermöglicht. Des Weiteren wurde die virtuelle Inbetriebnahme weiterentwicklelt, wodurch es möglich ist, bereits frühzeitig die technische Machbarkeit zu prüfen und potenzielle Probleme zu identifizieren.

Neue Entwicklungen sichert Aumann fallbezogen sowohl auf Einrichtungs- als auch Prozessebene rechtlich ab. Auch 2023 wurden nationale und internationale Patentanmeldungen, vorwiegend für das Segment Emobility, eingereicht.

Bereits jetzt ist Aumann in der Lage, den Kunden Lösungen für eine Vielzahl von Einzelkomponenten des automobilen elektrifizierten Antriebsstranges bis hin zum Zusammenbau von Baugruppen und der Gesamtmontage anzubieten. Die Dynamik des E-mobility-Marktes, die momentan von kurzen Produktlebenszyklen und einer immensen Typenvielfalt geprägt ist, erfordert von Aumann aber auch 2024 einen starken Fokus auf Forschung und Entwicklung.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Geschäfts-und Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur zeigte sich im Jahr 2023 vor dem Hintergrund hoher Inflationsraten und steigender Zinsen robuster als zunächst erwartet. So erzielten beispielsweise die Vereinigten Staaten sowie mehrere große Schwellen- und Entwicklungsländer in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 ein über den Erwartungen liegendes Wirtschaftswachstum. Steigende staatliche und private Ausgaben trugen zum Aufschwung bei. Auch auf der Angebotsseite kam es zu einer Expansion, die sich in einem breiten Anstieg der Erwerbsbeteiligung und der Beseitigung von Engpässen in den Lieferketten äußerte. Um die wachsende Inflation einzudämmen, haben die großen Zentralbanken die Leitzinsen 2023 angehoben, was die Schuldenrefinanzierung, die Verfügbarkeit von Krediten sowie Wohnungsbauinvestitionen negativ beeinflusste.

Angesichts günstiger globaler Angebotsentwicklungen sind die Inflationsraten mittlerweile wieder moderat zurückgegangen und haben zu einer Markterwartung baldiger Leitzinssenkungen geführt. Mit der Aussicht auf sinkende Zinsen erreichten die Kapitalmärkte schließlich neue Höchststände.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht für das Gesamtjahr 2023 von einem Zuwachs des weltweiten Bruttoinlandprodukts (BIP) um 3,1 % aus, wobei die konjunkturelle Entwicklung regional und im Jahresverlauf sehr unterschiedlich ausfällt. Verglichen zum Vorjahr, in dem das BIP weltweit um 3,5 % gewachsen war, ist die Wachstumsrate leicht gesunken. Dagegen wird die weltweite jährliche Inflationsrate für 2023 auf durchschnittlich 6,8 % beziffert und liegt damit deutlich unter dem hohen Vorjahreswert von 8,7 %.

Im Vergleich zu anderen Wirtschaftsregionen fiel die Wachstumsdynamik im Euroraum deutlich schwächer aus, was vor allem auf die verhaltene Stimmung der Verbraucher und zurückhaltende Unternehmensinvestitionen zurückzuführen ist. Auch die Auswirkungen des Angriffskriegs auf die Ukraine, beispielsweise auf die Energiepreise, sind im Euroraum weiterhin spürbar. Auf Ganzjahressicht gibt die EU-Kommission für die Europäische Union eine Steigerung des BIP um 0,5 % an und damit ein wesentlich geringeres Wachstum verglichen mit dem Vorjahreswert von 3,5 %. Die gesamtwirtschaftliche Produktion blieb vom vierten Quartal 2022 bis zum vierten Quartal 2023 weitgehend unverändert. Dennoch bleiben die Arbeitsmärkte auch im Euroraum weiterhin angespannt. Die demografisch bedingte Verknappung des Arbeitskräfteangebots erhöht die Suchkosten und senkt die Rekrutierungschancen der Unternehmen. Dies spiegelt sich auf dem EU-Arbeitsmarkt mit anhaltend hohen Beschäftigungs- und Erwerbsbeteiligungszahlen sowie einer vergleichsweise niedrigen Arbeitslosenquote von 5,7 % zum Jahresende wider. Nach sieben Monaten mit rückläufigen Inflationsraten erhöhte sich die Inflation im Euroraum im Dezember 2023 wieder leicht auf 2,9 % gegenüber 2,4 % im Vormonat. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflation in der EU bei 6,4 % und somit deutlich unter dem hohen Vorjahresniveau von 9,2 %. Insbesondere sinkende Energiepreise trugen dabei zur Verringerung der Inflationsrate bei.

In Deutschland ging das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2023 um 0,3 % zurück, nach einem Wachstum von 1,9 % im Vorjahr. Im Verlauf des Jahres 2023 hat sich die Wirtschaftsleistung im Wesentlichen seitwärts bewegt, wobei die geringen Zuwächse aus der ersten Jahreshälfte durch die rückläufige Entwicklung im zweiten Halbjahr wieder aufgezehrt wurden. Bezogen auf das Gesamtjahr war die konjunkturelle Schwäche vor allem dem rückläufigen Konsum und einem schwachen Auslandsgeschäft geschuldet. Auch die Bauaktivität setzte ihren rückläufigen Trend fort. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor, als sie noch bei 6,9 % lag. Die Teuerung für das Jahr 2023 wurde, wie im vorangegangenen Jahr, von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituationen beeinflusst, im Jahresverlauf zeigte sich jedoch insbesondere bei der Energie eine Entspannung bei der Preisentwicklung in Form geringerer Teuerungsraten sowie einer rückläufigen Preisentwicklung im Oktober und November 2023. Für das Jahr 2024 prognostiziert der IWF für Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 0,5 %.

2.2 Marktentwicklung

Laut Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbauer (VDMA) beeinflusst ein langsamer wachsender Weltmarkt auch die Geschäfte im Maschinen- und Anlagenbau. Der Verband erwartet 2024 für seine Unternehmen einen Produktionsrückgang von rund 4 %, nach einem leichten preisbereinigten Produktionsrückgang von 1 % in 2023. Einen wesentlichen wachstumshemmenden Faktor bildet dabei die prognostizierte niedrige Investitionstätigkeit für Maschinen in wichtigen Märkten wie den USA, wo die Investitionstätigkeit konjunkturell bedingt nachlassen könnte oder in China, wo sie bereits schwach prognostiziert wird.

Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Im Vergleich zum Jahr 2022 hat sich die Fahrzeugverfügbarkeit deutlich verbessert, was sich positiv auf den PKW-Absatz auswirkte. Hinzu kommen schwache Vorjahreswerte, deren Basiseffekt jedoch zuletzt immer weniger unterstützende Wirkung auf die Wachstumsraten hatte.

Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd. Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Regionen, kam es infolge von geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich zunehmend hemmend auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus. In den USA stieg die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 12,4 % auf 15,5 Mio. Fahrzeuge. In der Europäischen Union stieg die Zahl der Registrierungen im selben Zeitraum um 13,9 % auf 10,5 Mio. Fahrzeuge. Der chinesische Markt konnte ein Rekordjahr vorweisen; mit knapp 25,8 Mio. neu zugelassenen PKW lag das Wachstum bei 7 % über dem bisherigen Rekordjahr 2017. Auch der deutsche Markt für PKW konnte sich in dem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld behaupten und weist ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahresniveau aus. Mit 2,84 Mio. Einheiten stieg die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge um 7 % gegenüber dem Vorjahreswert von 2,65 Mio. Fahrzeugen. Aufgrund der ursprünglich geplanten Reduzierung des Umweltbonus kam es auch am Jahresende 2023 zu einem Vorzugseffekt, der sich aber weniger stark auswirkte als im Vorjahr. Das Auslaufen staatlicher Förderprogramme für Plug-in Hybrid-Fahrzeuge (PHEV) führte im Jahr 2023 zu einem Rückgang der Neuzulassungen von PHEV von ca. 51 %. Die Neuzulassungen rein batterieelektrischer Fahrzeuge (BEV) konnten hingegen um 11 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Auf Ganzjahressicht war ca. jeder vierte neu zugelassene Pkw in Deutschland entweder ein batterieelektrisches Fahrzeug oder ein Plug-in Hybrid-Fahrzeug.

Der Markt für die leichten Nutzfahrzeuge verzeichnete 2023 ein starkes Wachstum. In der Europäischen Union stieg die Zahl der zugelassenen Fahrzeugeinheiten auf Ganzjahressicht um 14,6 % auf 1,5 Mio. Fahrzeuge. Im Vorjahr waren noch 1,3 Mio. Fahrzeuge angemeldet worden. Das Wachstum war getrieben durch die Hauptabsatzmärkte Italien mit einem Wachstum von 22,7 %, dicht gefolgt von Spanien mit 22,0 %. Auch in Deutschland zeigte sich der Markt für leichte Nutzfahrzeuge verglichen zu 2022 erholt. Wurden im Vorjahr noch 231.000 Anmeldungen verzeichnet, waren es in 2023 mit 259.000 Fahrzeugen 12,1 % mehr.

Für den deutschen PKW-Markt erwartet der Verband der Automobilindustrie (VDA) für 2024 einen leichten Absatzrückgang von 1 %. Dabei wird erwartet, dass der Absatz von BEV um 9 % sinken wird, was auch auf das zum 17. Dezember 2023 bekannt gegebene abrupte Ende der staatlichen Förderung zurückzuführen ist. Auf den internationalen Hauptmärkten wird hingegen ein moderates Absatzwachstum erwartet. So prognostiziert der Verband der Europäischen Automobilhersteller (ACEA) für 2024 ein abgeschwächtes Wachstum von 2,5 % auf 10,7 Mio. Fahrzeuge. Der Automarkt in China dürfte den Erwartungen des chinesischen Produzentenverband CAAM zufolge 2024 um 3 % und damit ebenfalls deutlich schwächer wachsen. Der US-Markt reiht sich in die moderat positiven Erwartungen für 2024 ein. Die Nationale Vereinigung der Autohändler (NADA) erwartet 2024 einen leichten Anstieg der US-Neuzulassungen auf etwa 15,9 Mio. Fahrzeuge.

Aumann erwartet, dass weltweit die absolute Zahl und der relative Anteil der Elektrofahrzeuge in den nächsten Jahren weiterhin zunehmen wird. Die folgenden Trends und Rahmenbedingungen lassen sich nennen, welche den Wandel zur Elektromobilität unterstützen:

All Electric Society Trend,

Breites Spektrum attraktiver PKW-Modelle mit elektrischen Antrieben,

Kostenvorteile bei den Betriebskosten von Elektrofahrzeugen,

Weitere Optimierung der Reichweite von Elektrofahrzeugen durch effizientere Elektromotoren und höhere Energiedichte der Batterien,

Hohe angekündigte Investitionen für Produktionskapazitäten für Elektromobilität,

Vereinbarung der EU-Mitgliedsstaaten und des Europäische Parlaments, dass ab dem Jahr 2035 nur noch klimaneutrale Fahrzeuge zugelassen werden sollen,

Zunehmende Regulierung zur Emissionsreduzierung im Mobilitätssektor in Aumanns Kernmärkten,

Steigende Nachfrage nach emissionsfreien Nutzfahrzeugen.

3 Geschäftsverlauf

Die Aumann Espelkamp GmbH blickt auf ein von schwacher Investitionstätigkeit für Maschinen geprägtes Geschäftsjahr 2023 zurück, in dem infolge der geschilderten Marktentwicklung der Auftragseingang mit 28,9 Mio. € deutlich unter dem Vorjahresniveau (61,5 Mio. €) liegt.

Die Gesamtleistung und der Umsatz sind gegenüber dem Vorjahr um 7,2 Mio. € bzw. 9,6 Mio. € auf 45,1 Mio. € bzw. 49,7 Mio. € gestiegen. Der Umsatz ist somit stärker angestiegen, als im Vorjahr prognostiziert wurde. Die Prognose lag bei einem Umsatz zwischen 44,4 Mio. € und 46,1 Mio. €. Ursache für die positivere Entwicklung ist die Verumsatzung einer Anlage im Rahmen der Langfristfertigung, deren Fertigstellung nicht für das Geschäftsjahr 2023 prognostiziert war. Der Auftragsbestand ist im Vergleich zum Vorjahr um 19,4 Mio. € auf den Jahresendwert von 60,7 Mio. € gesunken (Vorjahr: 80,1 Mio. €).

Das strategisch wichtigste Segment E-Mobility steuert den überwiegenden Anteil von Auftragseingang und Umsatz in 2023 bei und weist auch den größeren Anteil beim Auftragsbestand aus.

3.1 Lage

Umsatz- und Ertragslage

Die Gesamtleistung der Aumann Espelkamp GmbH beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 45,1 Mio. € (Vorjahr: 37,9 Mio. €).

Die Umsatzerlöse belaufen sich auf 49,7 Mio. € (Vorjahr: 40,1 Mio. €), hiervon entfallen 1,3 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €) auf Umsätze mit verbundenen Unternehmen. Der Umsatz nach Segmenten entfällt zu 37,7 Mio. € (Vorjahr: 35,6 Mio. €) auf das Segment E-Mobility und zu 12,1Mio. € (Vorjahr: 4,6 Mio. €) auf das Segment Classic. Der Umsatz nach Regionen entfällt zu 14,6 Mio. € (Vorjahr: 11,7 Mio. €) auf Inland, zu 25,0 Mio. € (Vorjahr: 20,7 Mio. €) auf EU und zu 10,1 Mio. € (Vorjahr: 7,7 Mio. €) auf Drittland.

Der Materialaufwand einschließlich der unter dem Materialaufwand ausgewiesenen Zeitarbeiter beläuft sich auf 29,1 Mio. € (Vorjahr: 24,1 Mio. €). Die Materialkostenquote (Materialaufwand einschließlich Zeitarbeiter bezogen auf die Gesamtleistung) ist im abgelaufenen Geschäftsjahr von 63,7 % auf 64,5 % gestiegen. Dieser Anstieg ergibt sich primär aus gestiegenen Materialkosten aufgrund der hohen Inflationsrate im Jahr 2023.

Der Personalaufwand beträgt 11,2 Mio. € (Vorjahr: 9,6 Mio. €). Die Erhöhung i. H. v. 1,6 Mio. € begründet sich primär durch die Gehaltserhöhungen und eine höhere Mitarbeiterzahl. Insgesamt sinkt die Personalintensität (Personalaufwand im Verhältnis zum Gesamtaufwand) von 25,4 % auf 25,0 %. Die Leistung pro Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2023 ist leicht um 0,05 Mio. € auf 0,31 Mio. € (Vorjahr: 0,26 Mio. €) gestiegen.

Im Geschäftsjahr 2023 sind Abschreibungen i. H. v. 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen i.H.v. 3,9 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €) und sonstige betriebliche Erträge i. H. v. 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) angefallen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen belaufen sich auf 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €). Die Zinsen resultieren insbesondere aus einem Darlehen der Aumann AG.

Per Saldo ergibt sich nach Berücksichtigung aller vorgenannten Positionen ein gegenüber dem Vorjahr verbessertes Ergebnis vor Steuern (EBT) i. H. v. 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €) sowie ein Jahresüberschuss i. H. v. 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €).

Finanzlage

Die Aumann Espelkamp GmbH finanziert sich im Wesentlichen durch Kundenanzahlungen und Darlehen bei der Muttergesellschaft Aumann AG. Sie verfügt zum Ende des Geschäftsjahres über Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 1,1 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €) sowie eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Aumann AG in Höhe von 14,5 Mio. € (Vorjahr: 13,5 Mio. €).

Vermögens- und Kapitalstruktur

Das Anlagevermögen beträgt am 31. Dezember 2023 1,2 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €).

Das Vorratsvermögen vor Verrechnung mit erhaltenen Anzahlungen valutiert zum Bilanzstichtag mit 36,7 Mio. € um 6,7 Mio. € unter dem Wert zum 31. Dezember 2022. Die erhaltenen Anzahlungen sanken im Verlauf des Geschäftsjahres von 26,9 Mio. € zum 31. Dezember 2022 auf 19,7 Mio. € zum 31. Dezember 2023. Nach Saldierung des Vorratsvermögens mit den erhaltenen Anzahlungen bleibt ein Überhang im Vorratsvermögen in Höhe von 17,0 Mio. € bestehen (Vorjahr: 16,5 Mio. €).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Mio. € auf 4,3 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €) an. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €).

Das Eigenkapital der Aumann Espelkamp GmbH ist im Geschäftsjahr 2023 auf 4,2 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 3,8 Mio. €). Ursächlich hierfür ist das Jahresergebnis i. H. v. 0,4 Mio. €. Die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 17,5 % (Vorjahr: 15,8 %). Die sonstigen Rückstellungen weisen zum Bilanzstichtag einen Betrag von 2,4 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €) auf. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 17,4 Mio. € (Vorjahr: 17,9 Mio. €).

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Aumann Espelkamp GmbH hat im Hinblick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage das Geschäftsjahr 2023 besser als prognostiziert abgeschlossen. Ursache dafür ist unter anderem die Langfristfertigung. Durch den niedrigeren Auftragseingang zum Jahresende 2023 wird die Aumann Espelkamp GmbH im Geschäftsjahr 2024 jedoch nicht das Niveau vom Vorjahr halten können.

3.2 Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung zieht die Gesellschaft die Umsatzrendite heran. Diese ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zu den Umsatzerlösen und beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 0,9 % (Vorjahr: 0,8 %). Mithin ist die Umsatzrendite in 2023 aufgrund der bereits beschriebenen Effekte gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Im Vergleich zu unserer Vorjahresprognose liegen die Umsatzerlöse leicht über der Erwartung. Das Ergebnis vor Steuern hat sich mit einem leichten Anstieg den Erwartungen entsprechend entwickelt.

4 Chancen- und Risikobericht

4.1 Chancen und Risiken

Die Chancen und Risiken der operativen Gesellschaften des Aumann-Konzerns haben mittelbare und unmittelbare Auswirkungen auf die Aumann Espelkamp GmbH.

Die Elektromobilität bleibt für Aumann weiter der treibende Zukunftsmarkt. Sowohl die Elektrifizierung des Antriebsstrangs als auch weiterer Komponenten im Fahrzeug, sowie die Fokussierung auf Effizienz und Umweltfreundlichkeit bei Verbrennungsmotoren bieten für Aumann mittelfristige Chancen.

Aumann verfügt über das entscheidende technologische Portfolio, um von dieser Entwicklung im Bereich der Elektromobilität nachhaltig zu profitieren. Politische Rahmenbedingungen, wie die Verschärfung der CO 2 -Emissionen von Neuwagen bis 2030 um 37,5% innerhalb der EU, beschleunigen den Trend hin zur Elektromobilität.

Wesentliche Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens beeinflussen könnten, bestehen hingegen kaum, da die Gesellschaft die ausländischen Projekte überwiegend im Euro-Raum bzw. in der Währung Euro abwickelt. Bei wesentlichen Geschäftsvorfällen in Fremdwährungen werden in der Regel Sicherungsgeschäfte abgeschlossen.

Darüber hinaus sieht das Management folgende Risiken:

Marktrisiken

Auftreten von Katastrophen (einschließlich Pandemien), geopolitischen Unsicherheiten, Weltwirtschafts- oder Bankenkrisen, Energieknappheit, Sabotage und Cybervorfällen und deren wirtschaftliche Auswirkungen auf Aumanns Märkte oder auf Aumann

Eskalation bestehender politischer oder militärischer Konflikte

Politische Unsicherheiten und deren wirtschaftliche Implikationen

Handelsbarrieren, die den Zugang zu Aumanns Märkten erschweren

Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage in Aumanns Märkten

Volatilität in der Automobilindustrie, speziell im Markt für Elektromobilität

Intensivierung des Wettbewerbs, beispielsweise durch Marktkonsolidierung

Finanzielle Instabilität der Kunden infolge der rasanten Veränderungen durch die Elektromobilität

Geschäftsrisiken

Unterbrechung von Lieferketten und stark inflationäre Preisentwicklung bei Lieferanten

Abhängigkeit vom Wachstum des Automobilmarktes, speziell des Marktes für Elektromobilität

Herausforderungen bei der geplanten Internationalisierungsstrategie

Erhöhte technische Risiken beim Einstieg in neue Technologiefelder

Verlängerungen der Lieferzeiten und damit verbundene Verluste von Aufträgen

Abnahme staatlicher Anreize für Elektromobilität

Steigende Preise und Lieferzeiten von Lieferanten und Dienstleistern

Rechtliche, regulatorische und steuerliche Risiken

Verletzung von Schutzrechten durch Dritte oder durch Aumann

Kartellrechtliche Verstöße

Verletzung von Bestimmungen zur Korruptionsbekämpfung

Finanzielle Risiken

Offene Forderungen könnten verspätet beglichen werden oder vollständig ausfallen

Die liquiden Mittel könnten nicht ausreichen, um finanzielle Verpflichtungen in bestimmter Höhe und zu einem bestimmten Zeitpunkt begleichen zu können

Rücktritt, Wandlung oder Schadenersatzansprüche aufgrund von Vertragsverletzungen (bspw. Abweichungen oder Nichteinhaltung technischer Leistungsparameter und/oder Überschreitung der vereinbarten Liefertermine)

4.2 Grundzüge des Risikomanagementsystems

Aumann trägt den genannten Risiken durch ein Risikomanagementsystem Rechnung. Es werden frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um drohende Nachteile abzuwenden.

Auf Gesamtunternehmensebene erfolgt ein monatliches Businesscontrolling, das fortlaufend Soll, Ist- und Forecast-Daten abgleicht.

Alle von Aumann abgewickelten Projekte werden von einem kontinuierlichen Projektcontrolling begleitet. Mindestens alle zwei Wochen muss die Geschäftsführung über die Ergebnisse aller Projekte informiert werden.

Um das Risiko eines Forderungsausfalls auszuschließen, wird bei Neukunden eine Bonitätsprüfung durchgeführt. Bei allen Kunden wird bei der Vertragsgestaltung auf ausreichende Anzahlungsquoten hingearbeitet. Zudem verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Aumann verfügt über alle notwendigen Qualitätssicherungszertifikate und Systeme und überwacht die Einhaltung der jeweiligen gesetzlichen Umweltstandards mit Hilfe implementierter Sicherungssysteme und entsprechender Reports.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität des Unternehmens können künftige Risiken kompensiert werden.

5 Prognosebericht

Zum 31. Dezember 2023 verfügt das Unternehmen über einen Auftragsbestand von 60,7 Mio. €, welcher im Vergleich zum Vorjahr um 24,2 % gesunken ist. In Anbetracht des gesunkenen Auftragsbestandes erwartet das Unternehmen für 2024 einen leichten Umsatzrückgang. Gleichzeitig konnte die Profitabilität im Auftragsbestand verbessert werden, da im Verlauf des Jahres 2023 margenschwache Aufträge abgeschlossen wurden und eine höhere Preisrealisierung im Auftragseingang erzielt werden konnte. Durch die hohe Profitabilität erwartet die Geschäftsführung für 2024 daher einen deutlichen Anstieg des Ergebnisses vor Steuern.

 

Espelkamp, den 19. April 2024

gez. Laura Siekmann

gez. Armin Doser

B. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 (Anlagen 1 bis 3) und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (Anlage 4) der Aumann Espelkamp GmbH, Espelkamp, mit Datum vom 24. Mai 2024 folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben ist:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Aumann Espelkamp GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Aumann Espelkamp GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aumann Espelkamp GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

C. GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung durch die gesetzlichen Vertreter

Zur wirtschaftlichen Lage und Entwicklung des Unternehmens im Berichtsjahr sind dem Lagebericht der gesetzlichen Vertreter folgende Kernaussagen zu entnehmen:

Die Aumann Espelkamp GmbH blickt auf ein von schwacher Investitionstätigkeit für Maschinen geprägtes Geschäftsjahr 2023 zurück, in dem vor allem der Auftragseingang mit 28,9 Mio. € deutlich unter dem Vorjahresniveau (61,5 Mio. €) liegt.

Die Gesamtleistung und der Umsatz sind gegenüber dem Vorjahr um 7,2 Mio. € bzw. 9,6 Mio. € auf 45,1 Mio. € bzw. 49,7 Mio. € gestiegen. Der Umsatz ist somit stärker angestiegen, als im Vorjahr prognostiziert. Der Auftragsbestand ist im Vergleich zum Vorjahr um 19,4 Mio. € auf den Jahresendwert von 60,7 Mio. € gesunken (Vorjahr: 80,1 Mio. €).

Der Materialaufwand einschließlich der unter dem Materialaufwand ausgewiesenen Zeitarbeiter beläuft sich auf 29,1 Mio. € (Vorjahr: 24,1 Mio. €). Die Materialkostenquote ist im abgelaufenen Geschäftsjahr von 63,7 % auf 64,5 % gesunken. Der Anstieg ergibt sich im Wesentlichen aus gestiegenen Materialkosten. Der Personalaufwand beträgt 11,2 Mio. € (Vorjahr: 9,6 Mio. €).

Das Ergebnis vor Steuern sowie der Jahresüberschuss haben sich jeweils von 0,3 Mio. € auf 0,4 Mio. € verbessert.

Die Aumann Espelkamp GmbH finanziert sich im Wesentlichen durch Kundenanzahlungen und Darlehen von der Muttergesellschaft Aumann AG. Sie verfügt zum Ende des Geschäftsjahres über Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 1,1 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €) sowie eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Aumann AG in Höhe von 14,5 Mio. € (Vorjahr: 13,5 Mio. €).

Das Eigenkapital der Aumann Espelkamp GmbH ist im Geschäftsjahr 2023 auf 4,2 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 3,8 Mio. €). Ursächlich hierfür ist das Jahresergebnis i. H. v. 0,4 Mio. €.

Zusammenfassend stellen die gesetzlichen Vertreter im Lagebericht fest, dass die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2023 besser als prognostiziert abgeschlossen hat. Durch den niedrigeren Auftragseingang zum Jahresende 2023 wird die Gesellschaft dieses Niveau im Geschäftsjahr 2024 jedoch nicht halten können.

Zur Beurteilung der voraussichtlichen Entwicklung sowie zu Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens sind folgende Angaben im Jahresabschluss und Lagebericht der gesetzlichen Vertreter als wesentlich hervorzuheben:

Die Elektromobilität bleibt für Aumann weiter der treibende Zukunftsmarkt. Sowohl die Elektrifizierung des Antriebsstrangs als auch weiterer Komponenten im Fahrzeug, sowie die Fokussierung auf Effizienz und Umweltfreundlichkeit bei Verbrennungsmotoren bieten für Aumann mittelfristige Chancen. Nach Ansicht der gesetzlichen Vertreter verfügt die Gesellschaft über das entscheidende technologische Portfolio, um von dieser Entwicklung im Bereich der Elektromobilität nachhaltig zu profitieren.

Risiken resultieren u.a. aus Marktrisiken in Form von dem Auftreten von Katastrophen (einschließlich Pandemien), geopolitischen Unsicherheiten, Weltwirtschafts- oder Bankenkrisen, Energieknappheit, Sabotage und Cybervorfällen, der Eskalation bestehender politischer oder militärischer Konflikte sowie Handelsbarrieren, die den Zugang zu Aumanns Märkten erschweren können. Daneben sehen die gesetzlichen Vertreter Geschäftsrisiken in der Unterbrechung von Lieferketten, der Abhängigkeit vom Wachstum des Automobilmarktes sowie in steigenden Preisen und Lieferzeiten von Lieferanten und Dienstleistern.

Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken mit einem Risikomanagementsystem. Dies umfasst ein monatliches Businesscontrolling, welches fortlaufend Soll -, Ist- und Forecast- Daten abgleicht. Zusätzlich werden alle Projekte durchgehend von einem Projektcontrolling begleitet. Darüber hinaus werden Neukunden einer Bonitätsprüfung unterzogen, um das Risiko von Forderungsausfällen zu minimieren.

Hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung gehen die gesetzlichen Vertreter von einem leichten Umsatzrückgang aus. Für das Ergebnis vor Steuern erwarten die gesetzlichen Vertreter aufgrund der verbesserten Profitabilität einen deutlichen Anstieg.

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung und den dabei gewonnenen Erkenntnissen ist die Beurteilung der Lage der Gesellschaft einschließlich der dargestellten Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung plausibel und folgerichtig abgeleitet. Die Lagebeurteilung, insbesondere die Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit und die Beurteilung der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft, durch die gesetzlichen Vertreter ist dem Umfang nach angemessen und inhaltlich zutreffend.

II. Beachtung von sonstigen gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Regelungen

Als Abschlussprüfer haben wir über solche bei Durchführung der Prüfung festgestellte Tatsachen zu berichten, die schwerwiegende Verstöße von gesetzlichen Vertretern oder von Arbeitnehmern gegen Gesetz, Gesellschaftsvertrag oder Satzung erkennen lassen.

Entgegen § 264 Abs. 1 HGB hat die Gesellschaft den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 nicht innerhalb von drei Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres aufgestellt.

D. GEGENSTAND, ART UND UMFANG DER PRÜFUNG

Gegenstand unserer Prüfung waren der nach den für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften (§§ 242 bis 256a HGB) und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 288 HGB) aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023.

Den Lagebericht haben wir daraufhin geprüft, ob er mit dem Jahresabschluss und den bei unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht und insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt; dabei haben wir auch geprüft, ob die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dargestellt sind. Die Prüfung des Lageberichts erstreckte sich auch darauf, ob die gesetzlichen Vorschriften zur Aufstellung des Lageberichts beachtet worden sind.

Zur Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht verweisen wir auf den Bestätigungsvermerk, Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht", der in Abschnitt B. wiedergegeben ist.

Bezüglich Art und Umfang der Auftragsdurchführung verweisen wir auf die allgemeine Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in den Abschnitten "Grundlage für die Prüfungsurteile" und "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts".

Ausgangspunkt unserer Prüfung war der von uns geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Vorjahresabschluss zum 31. Dezember 2022. Er wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 3. Juli 2023 unverändert festgestellt.

Die Prüfungsarbeiten haben wir - mit Unterbrechungen - in der Zeit von Dezember 2023 bis zum 24. Mai 2024 durchgeführt.

Von den gesetzlichen Vertretern und den von ihnen beauftragten Mitarbeitern sind uns alle verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht worden.

Die gesetzlichen Vertreter haben uns die berufsübliche schriftliche Vollständigkeitserklärung zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erteilt.

Bei der Durchführung unserer Jahresabschlussprüfung haben wir die Vorschriften der §§ 316 ff. HGB und die vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung beachtet.

Die Prüfung erstreckte sich nicht darauf, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

Wir weisen darauf hin, dass gezielte Prüfungshandlungen zur Aufdeckung von Unterschlagungen oder sonstigen strafrechtlich relevanten Tatbeständen zu Lasten der Gesellschaft nicht Gegenstand der Abschlussprüfung sind.

Im Rahmen unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes haben wir im Vorfeld der Prüfung die Prüfungshandlungen geplant. Die Prüfungsplanung basiert auf:

einer Einschätzung des Unternehmensumfelds und unseren Branchenkenntnissen,

den Auskünften der gesetzlichen Vertreter zu Geschäftsverlauf, Zielen und Strategien,

den uns zum Jahresabschluss vorgelegten Unterlagen,

einer vorläufigen Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems der Gesellschaft,

einer vorläufigen Beurteilung der Jahresabschlussdaten anhand von analytischen Prüfungshandlungen sowie

unserer Erfahrung aus der Prüfung der vorangegangenen Jahresabschlüsse.

Anhand der gewonnenen Informationen wurden Unternehmensbereiche bzw. Jahresabschlussposten mit vergleichsweise erhöhtem Risikopotenzial identifiziert und als Prüfungsschwerpunkte in den Prüfungsplan aufgenommen. Für das Berichtsjahr wurden folgende Prüfungsschwerpunkte abgeleitet:

Prüfung der Existenz und Bewertung der Vorräte

Prüfung der Existenz und Genauigkeit der Umsatzerlöse und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Prüfung der Vollständigkeit der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Prüfung der Vollständigkeit und Bewertung der sonstigen Rückstellungen

Prüfung der Angaben im Lagebericht.

Ausgehend von einer Beurteilung des internen Kontrollsystems und den Ergebnissen der analytischen Prüfungshandlungen haben wir bei der Festlegung der weiteren Prüfungshandlungen die Grundsätze der Wesentlichkeit und der Wirtschaftlichkeit beachtet. Die Einzelfallprüfungen wurden daher nach Art und Umfang unter Berücksichtigung der Bedeutung der Prüfungsgebiete und der Organisation des Rechnungswesens in ausgewählten Stichproben durchgeführt. Die Stichproben wurden so ausgewählt, dass sie der wirtschaftlichen Bedeutung der einzelnen Posten des Jahresabschlusses Rechnung tragen und es ermöglichen, die Einhaltung der gesetzlichen Rechnungslegungsvorschriften ausreichend zu prüfen.

Zur Prüfung des Nachweises der Vermögens- und Schuldposten haben wir u. a. an der körperlichen Bestandsaufnahme der Vorräte beobachtend teilgenommen sowie Bank- und Rechtsanwaltsbestätigungen und Saldenbestätigungen für Forderungen und Verbindlichkeiten eingeholt.

Art, Umfang und Ergebnis der im Einzelnen durchgeführten Prüfungshandlungen sind in unseren Arbeitspapieren festgehalten.

E. FESTSTELLUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG

I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

Die Buchführung der Gesellschaft und die weiteren geprüften Unterlagen einschließlich des Belegwesens entsprechen nach unseren Feststellungen in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung.

Die Informationen, die aus den weiteren geprüften Unterlagen entnommen wurden, führen in allen wesentlichen Belangen zu einer ordnungsgemäßen Abbildung in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht.

Das von der Gesellschaft eingerichtete rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem sieht dem Geschäftszweck und -umfang angemessene Regelungen zur Organisation und Kontrolle der Arbeitsabläufe vor.

Die Organisation der Buchführung und das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ermöglichen die vollständige, richtige, zeitgerechte und geordnete Erfassung und Buchung der Geschäftsvorfälle. Das Belegwesen ist klar und übersichtlich geordnet. Die Bücher wurden zutreffend mit den Zahlen der Vorjahresbilanz eröffnet und insgesamt während des gesamten Geschäftsjahres ordnungsgemäß geführt.

2. Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften einschließlich der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind ordnungsgemäß aus der Buchführung und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der Vorschrift des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Anhang entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Die Angaben im Anhang sind in allen wesentlichen Belangen vollständig und zutreffend. Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB ist zu Recht in Anspruch genommen worden.

3. Lagebericht

Der Lagebericht entspricht in allen wesentlichen Belangen den deutschen gesetzlichen Vorschriften.

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss entspricht in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt insgesamt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Die von der Gesellschaft angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Anhang angegeben.

Im Übrigen geben wir zu wesentlichen Bewertungsgrundlagen noch folgende Erläuterungen:

Die unfertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Um eine verlustfreie Bewertung der unfertigen Erzeugnisse zu gewährleisten, sind auf Aufträge, bei denen die Erlöse die progressiv ermittelten Kosten nicht decken, entsprechende Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen worden.

Wesentliche grundsätzliche Änderungen in den Bewertungsgrundlagen einschließlich der Ausübung von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten und der Ausnutzung von Ermessensspielräumen sowie besondere sachverhaltsgestaltende Maßnahmen haben wir nicht festgestellt.

Die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und der Anhang vermitteln einen ausreichenden Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Von einer weitergehenden Analyse des Jahresabschlusses haben wir daher abgesehen.

F. SCHLUSSBEMERKUNG

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 der Aumann Espelkamp GmbH, Espelkamp, erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F. (10.2021)).

Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B. wiedergegeben. Die Erteilung und somit auch die Unterzeichnung des Bestätigungsvermerks sind aufgrund der gesetzlichen Vorgaben außerhalb dieses Prüfungsberichts im Rahmen eines sog. Testatsexemplars zum Jahresabschluss erfolgt. Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

 

Düsseldorf, den 24. Mai 2024

Nexia GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Grote, Wirtschaftsprüfer

Peters, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

4 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.