Stammdaten

Register
Amtsgericht Flensburg HRB 951 SL
Vorher
Danfoss Silicon Power GmbH
Eingetragen
21.7.2005
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von Komponenten für elektronische Apparate. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen, auch anderer Art und mit einem anderen Gegenstand, übernehmen, vertreten und sich an solchen Unternehmen beteiligen. Sie darf auch Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rikke Jørgensen
seit 5.5.2026
Prokura
Peter Johansen
seit 5.5.2026
Prokura
Markus Menne
seit 15.7.2025
Geschäftsführer
Peggy Hutchinson
seit 22.1.2025
Prokura
Geschäftsführer
Bjørn Asmussen
seit 6.11.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Semikron Danfoss Holding A/SDNK
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Semikron Danfoss Holding A/S
Denmark
1.144.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Semikron Danfoss GmbH (vormals: Danfoss Silicon Power GmbH)

Flensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen der Gesellschaft

Die Semikron Danfoss GmbH (vormals Danfoss Silicon Power GmbH) (kurz: SD) ist eine Konzerngesellschaft der Danfoss A/S, Nordborg, Dänemark, deren Tochterunternehmen Semikron Danfoss Holding A/S, Nordborg, Dänemark, seit dem 1.8.2022 sämtliche Geschäftsanteile an der Semikron DanfossGmbH (vormals Danfoss Silicon Power GmbH) hält. Das Geschäftsfeld umfasst die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von Leistungselektronik-Modulen sowie -Stacks.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich 2023 abgeschwächt. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das globale Plus bei 3,1 Prozent nach 3,5 Prozent im Vorjahr. In den Jahren zuvor war die Weltwirtschaft durchschnittlich noch um 3,8 Prozent gewachsen.

In ihrem Konjunkturbericht ("World Economic Outlook") berichten die IWF-Experten, dass sich die globale Aktivität vor allem in den großen Volkswirtschaften in der zweiten Jahreshälfte 2023 als robust erwies. So stützten laut IWF auf der Nachfrageseite höhere private und staatliche Ausgaben die Aktivität, während auf der Angebotsseite trotz erneuter geopolitischer Unsicherheiten eine erhöhte Erwerbsbeteiligung, wieder stabilere Lieferketten sowie gesunkene Energie- und Rohstoffpreise zum Wachstum beitrugen. Bei einer weiter sinkenden Inflation sei mit einem "soft landing", also mit einer weichen Landung für die Weltwirtschaft zu rechnen.

Laut IWF ist der Rückgang bei den Preissteigerungen auf die wieder gefallenen Rohstoff- und Energiepreise und nicht auf ein Schrumpfen der Wirtschaftstätigkeit zurückzuführen. Die weltweit relativ synchron verlaufene Straffung der Geldpolitik trug dazu bei, Menschen und Unternehmen davon zu überzeugen, dass sich eine hohe Inflation nicht durchsetzen würde. Dies trug zur Dämpfung des Lohnwachstums bei und verringerte das Risiko einer Lohn-Preis-Spirale. So konnte die Gesamtinflation weltweit schneller als erwartet eingedämmt werden.

Das Wachstum in den USA entwickelte sich 2023 stärker als noch im Vorjahr, lag laut IWF mit plus 2,5 Prozent deutlich über dem Wert von 1,9 Prozent im Jahr 2022. Das europäische Wirtschaftswachstum, das sich 2022 mit plus 3,4 Prozent dank staatlicher Unterstützungen noch stark gezeigt hatte, konnte 2023 nur noch um 0,5 Prozent zulegen. Zu den Gewinnern gehörte dabei Spanien mit einem Plus von 2,4 Prozent. Auch Frankreich und Italien lagen mit einem Zuwachs von 0,8 beziehungsweise 0,7 Prozent über dem Durchschnittswert. Dieser fiel auch dank der schwachen Konjunkturentwicklung in Deutschland nur mäßig aus, hier sank die Wirtschaftsleistung sogar um 0,3 Prozent, nachdem es im Vorjahr noch einen Zuwachs von 1,8 Prozent zu verzeichnen gab.

Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom starken Einbruch im Jahr des Beginns der Covid-19-Pandemie 2020 setzte sich damit nicht fort. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) dämpften trotz der jüngsten Rückgänge die weiterhin hohen Preise in vielen Bereichen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine insgesamt geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Die eher verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage machten sich 2023 auch beim Außenhandel bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe preisbereinigt mit 3,0 Prozent kräftiger als die Exporte, die sich preisbereinigt um 1,8 Prozent reduzierten. Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das Bruttoinlandsprodukt stützte.

Im Maschinenbau hat sich die Lage weiter verschlechtert. Laut dem VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) blieben die Aufträge 2023 um real 12 Prozent unter ihrem Vorjahreswert. Im Inland lag das Orderminus der Unternehmen bei 11 Prozent, die Bestellungen aus dem Ausland nahmen um 13 Prozent ab. Bei den Euro-Ländern lag das Minus sogar bei 16 Prozent.

In China konnte das Wirtschaftswachstum nach den weggefallenen weitreichenden Beschränkungen durch die Covid-19-Pandemie wieder zulegen. Für 2023 lag der Zuwachs bei 5,2 Prozent nach einem Plus von lediglich 3,0 Prozent im Vorjahr. Indien positionierte sich mit einem Wachstum von 6,7 Prozent erneut vor China, konnte im Vorjahr mit 7,2 Prozent jedoch einen noch höheren Wert erzielen. Japans Wirtschaft legte um 1,9 Prozent gegenüber 2022 zu, als ein Plus von 1,0 Prozent erwirtschaftet worden war.

Bei den Schwellen- und Entwicklungsländern verharrte das Wachstum 2023 mit 4,1 Prozent auf dem gleichen Wert wie 2022, nachdem dort noch im Jahr 2021 wegen der Pandemie-Nachholeffekte ein Wachstum von 6,7 Prozent erzielt wurde. In Russland wuchs die Wirtschaftsleistung 2023 laut IWF wieder um 3,0 Prozent, nachdem sie wegen des Ukraine-Krieges und der damit verbundenen Sanktionen im Vorjahr noch um 1,2 Prozent eingebrochen war. In Lateinamerika betrug der Zuwachs 2,5 Prozent, in Brasilien und Mexiko legte die Wirtschaft im Jahr 2023 um 3,1 beziehungsweise 3,4 Prozent zu.

Geschäftsverlauf

Das Jahr 2023 ist, wie im Vorjahr prognostiziert, mit einem Umsatzanstieg geendet. Der Umsatzanstieg wurde insbesondere durch den Hochlauf für die neuen Automotive Traktionsmodule erzielt. SD belegt in Europa den Platz 3 der Rangliste der IGBT Modulhersteller (Referenz OMDIA). Die drei Geschäftsbereiche - Automobil, Industrie und Solutions - haben sich unterschiedlich entwickelt. Das Solutionsgeschäft entwickelte sich positiv durch eine höhere Stacks Nachfrage für Windkraftanlagen. Der Geschäftsbereich Industrie wuchs, insbesondere getrieben durch Preiserhöhungen und neue Projekte. Das Automobil-Geschäft konnte abermals durch die sehr starke Nachfrage nach den Traktionsmodulen und die Kapazitätserweiterung deutlich wachsen. Im Umfeld des umkämpften Marktes für Automobilanwendungen und der hohen Wachstumsraten im Markt für erneuerbare Energien sind die Steigerung des Umsatzes und eine nachhaltige Ergebnisverbesserung für SD auch weiterhin die vorrangigen Ziele und wichtige finanzielle Steuerungskennziffern.

Das erreichte hohe Niveau bezüglich Produktivität, Liefertreue und Qualität wird von unseren Kunden durch weiterhin umfangreiche Bestellungen honoriert und unsere Fortschritte in der Weiterentwicklung unserer Kernkompetenzen positionieren uns für weiteres Wachstum in unseren Kernmärkten. Die Qualität und Liefertreue als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren entwickelten sich im Geschäftsjahr 2023 unterschiedlich. Während die Qualität auf unverändert hohem Niveau blieb, ging die Liefertreue im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 70,6% (Vj. 85,0%) zurück.

Die Danfoss Silicon Power LLC (DSP LLC) in Utica, State of New York, in den USA wurde 2017 als 100% Tochtergesellschaft gegründet. Zweck der Gesellschaft ist die Modul-Produktion für den amerikanischen Markt. Der Produktionsstart für die ersten Serienteile erfolgte im 1. Halbjahr 2019. In 2022 konnte der Umsatz durch den Hochlauf der neuen Traktionsmodule weiter gesteigert werden. Dies setzte sich in 2023 fort.

Als weiteres wurde im Jahr 2018 ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in München eröffnet. Schwerpunkt des Kompetenzzentrums bildet der Einsatz und die Anwendung von Siliziumkarbid-Halbleitern in Leistungsmodulen. Die Testkapazitäten wurden hier in den vergangenen Jahren weiterausgebaut. Bei dem Standort handelt es sich um eine Betriebsstätte von SD.

Die Semikron Danfoss Electronics (Nanjing) Co., Ltd (CNSKNJ) wurde im Dezember 2023 als 100% Tochtergesellschaft gegründet. Zweck der Gesellschaft ist die Modul-Produktion für den chinesischen Markt.

Forschung und Entwicklung

Die Grundausrichtung im Bereich Forschung und Entwicklung besteht weiterhin darin, kundenspezifische Entwicklungen von Leistungsmodulen durchzuführen und die benötigten Technologien und Prozesse zur Verfügung zu stellen. Ebenso wird die Optimierung von Produkten und Prozessen sowie die Ableitung kundenspezifischer Varianten bestehender Produkte vorangetrieben.

Unsere Stärke in der Entwicklung kundenspezifischer Anwendungen für Großserienkunden wollen wir weiter ausbauen. Daher wird der Bereich Forschung und Entwicklung auch künftig kontinuierlich verstärkt. Im Geschäftsjahr wurden dafür Gesamtaufwendungen in Höhe von TEUR 15.283 (Vj. TEUR 12.308) getätigt.

Ertragslage

Die Ertragslage hat sich trotz steigenden Umsatzes und bedingt durch den weiteren Aufbau der Organisation, den Anlaufverlusten für den Hochlauf der Traktionsmodule und die Übernahme von Aufwendungen im Rahmen eines Contract Manufacturing License Agreements mit der DSP LLC. für das Geschäftsjahr 2023 sehr deutlich verschlechtert und mit einem signifikanten Verlust in Höhe von TEUR 60.380 geendet.

Die Rohertragsmarge ist im Vergleich zum Vorjahr bedingt durch den Hochlauf der Produktion im Bereich der Traktionsmodule gefallen. Der Hochlauf hat erhebliche Produktionsineffizienzen und eine schlechte Ausbeute zur Folge. Aufgrund der weiterhin starken Nachfrage nach Kundenprojekten und zur Unterstützung unseres künftigen Wachstums sind unser Personalaufwand und der Materialaufwand weitergestiegen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist dadurch gekennzeichnet, dass den kurzfristigen Fremdmitteln von TEUR 224.711 (Vj. TEUR 108.228) insgesamt TEUR 115.217 (Vj. TEUR 94.099) kurzfristig realisierbare Vermögenswerte gegenüberstehen.

Die Forderungen gegen und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie aus dem Cash-Pool.

Im Berichtsjahr wird ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 20.139 infolge des Jahresfehlbetrags von TEUR 60.380 ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote belief sich zum 31.12.2023 auf -8,3% (Vj. -8,8%).

Die Liquiditätslage ist mittels einer in der Gesellschafterversammlung am 21. März 2024 beschlossenen Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 94.000 von der Semikron Danfoss Holding A/S und über ein Cash-Pool Konto sichergestellt. Die im Rahmen des Cash-Pool Vertrages eingeräumte Kreditlinie beläuft sich auf EUR 75 Mio.

Die Finanzierungszusage unserer Muttergesellschaft sichert das weitere Wachstum, so dass zukunftsorientiert investiert werden kann. Darüber hinaus besteht ein mittelfristiger Kredit (fällig 20.09.2024) von der Muttergesellschaft über EUR 60 Mio.

Bedeutsame finanzielle und nicht-finanzielle Leistungskennziffern

Der für die Gesellschaft wichtigste finanzielle Leistungsindikator sind die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Steuern. Die für die Gesellschaft wichtigsten nicht-finanziellen Leistungsindikatoren sind Liefertreue und Qualität.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289f ABS. 4 HGB

Als Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung der SD bis zum 30. Juni 2026 wird 0% festgelegt.

Mit der Bestellung von Hr. Claus A. Petersen (per 21.06.2013) sowie der Bestellung von Hr. Peter Sontheimer (per 17.11.2022) zu Geschäftsführern ist nach Einschätzung des Alleingesellschafters die optimale Größe und Besetzung der Geschäftsführung der Gesellschaft erreicht. Vor dem Hintergrund der langfristigen Orientierung des Danfoss Konzerns sowie der historischen Verweildauer von Altgeschäftsführern wird derzeit davon ausgegangen, dass sich an der Besetzung der Geschäftsführung bis zum 30. Juni 2026 nichts ändern wird. Hierin liegt die Begründung für den Frauenanteil zu dem vorgenannten Datum von 0%. Mittelfristig strebt die Gesellschaft an, dass der Anteil weiblicher Führungskräfte im Management und langfristig auch in der Geschäftsführung dem durchschnittlichen Anteil weiblicher Mitarbeiter in der Belegschaft entspricht. Sollte sich also zwischenzeitlich eine Vakanz ergeben, wird mit Präferenz eine Nachbesetzung durch eine Frau erfolgen.

Als Zielgröße für den Frauenanteil in den zwei obersten Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung der SD bis zum 30. Juni 2026 wird ein Anteil von 15% (eine Person bei derzeitiger Größe des Führungsgremiums) festgelegt.

Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

Beschreibung des Risiko- und Chancenmanagementsystems

Die Gesellschaft ist in das Risiko- und Chancenmanagementsystem der Danfoss A/S integriert. Ziel des Systems ist es, den bewussten Umgang mit unternehmerischen Risiken zu fördern und dadurch eine Bestandsgefährdung des Danfoss-Konzerns oder von Konzerngesellschaften zu vermeiden. Die wesentlichen Elemente des Risiko- und Chancenmanagementsystems sind in einer Konzernrichtlinie beschrieben. Unter Risiko/Chance wird die Gefahr/Möglichkeit einer negativen/positiven Abweichung von der operativen oder strategischen Planung bzw. der aktuellen Prognose verstanden.

Risiken und Chancen werden im Rahmen des jährlich durchzuführenden Planungsprozesses inventarisiert. Aufbauend auf der Identifizierung wird für Risiken eine Bewertung vorgenommen. Anschließend werden für Risiken und Chancen Steuerungsmaßnahmen definiert. Die Risiken und Chancen werden laufend beobachtet. Wesentliche Veränderungen von bestehenden Risiken und das Auftreten neuer Risiken werden ad hoc, jedoch mindestens quartalsweise dokumentiert und berichtet.

Das Unternehmen ist seit Jahren nach den internationalen Standards IATF 16949 und ISO 9001 für Qualitätsmanagement, ISO 45001 Arbeits- und Gesundheitsschutz, ISO 14001 Umweltmanagement und ISO 50001 Energiemanagement zertifiziert.

Die Konzernrevision prüft die Risikomanagementprozesse im Rahmen ihrer Prüfungen.

Chancen

Die nationale und internationale Umweltgesetzgebung überträgt der Leistungselektronik eine Schlüsselrolle bei der effizienten Stromerzeugung und Energieverwendung. Gleichzeitig schreitet die Abkehr von den Primärenergieträgern immer weiter fort. Dies wirkt sich förderlich auf den Markt der erneuerbaren Energien und auf die Leistungselektronik in Industrie- und Automobilanwendungen aus. Die Gesellschaft hofft überdurchschnittlich von dieser Entwicklung zu partizipieren und im Markt für Module und leistungselektronische Komponenten zu wachsen.

SD konnte weitere Neukunden und Aufträge gewinnen. Serienanläufe sind für die Jahre 2024 bis 2027 geplant und werden sich sehr positiv auf den Unternehmensumsatz auswirken. Zu den beauftragten Projekten zählen hochvolumige Serienprojekte im Bereich von Industrie- und insbesondere Automobilanwendungen sowie langfristige Entwicklungsaufträge in Automobilapplikationen mit Serienstart nach 2023.

Die Nachfrage nach der Kühltechnologie ShowerPower® (mehrfach patentiert) ist weiterhin groß und wird mit Erfolg sowohl an existierende als auch an neue Kunden verkauft. Wir erwarten, dass das Interesse an ShowerPower® in den kommenden Jahren deutlich steigen wird, auch aufgrund der Weiterentwicklung der Technologie hin zu höheren Effizienzen.

Die globale ESG (Environment, Social, Governance) Initiative rückt das Thema Nachhaltigkeit weiter in den Fokus. In einer zunehmend elektrifizierten Welt werden die Technologien von Semikron Danfoss immer wichtiger. Mit den Lösungen der Gesellschaft für Anwendungen in den Bereichen Automobil, Industrie und erneuerbare Energien geht die Geschäftsführung davon aus, Energie effizienter und nachhaltiger zu nutzen und damit CO 2 -Emissionen deutlich zu reduzieren.

Risiken

Für die Produktionslieferungen an die Kunden im Automobilzulieferermarkt hat die Danfoss Gruppe für eventuelle Ausfälle und Garantieleistungen eine entsprechende Produkthaftpflichtversicherung abgeschlossen.

Um das allgemeine Risiko des Zahlungsausfalls wegen Kundeninsolvenzen zu minimieren, überwachen wir das Zahlungsverhalten unserer Kunden regelmäßig und überfällige Forderungen werden umgehend gemahnt. SD sieht kein Marktpreisrisiko, da viele Produkte spezifisch für Kunden hergestellt werden. Das Liquiditätsrisiko wird durch die Finanzierung über das Cashpooling des Danfoss Konzerns abgesichert.

Neukunden werden vor Vertragsabschluss auf Bonität geprüft.

Wir versuchen ständig, unsere Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten durch eine dual source Politik zu reduzieren und dadurch Risiken zu minimieren. Mit dual source wird auch eine Wettbewerbssituation zwischen Lieferanten aufrechterhalten, die sich positiv auf die Materialpreise niederschlägt.

Die Auswirkungen des andauernden Ukraine Krieges auf die Unternehmens- und die weltweite wirtschaftliche Entwicklung werden zum Zeitpunkt der Berichtserstellung als überschaubar angesehen. Jedoch ist nicht auszuschließen, dass sich daraus Risiken ergeben könnten, z.B. durch Lieferkettenprobleme oder auch stark steigende Energie- und/oder Rohstoffpreise. Potenziell besteht für das Unternehmen das Risiko, dass sich durch den vorübergehenden Ausfall einzelner Absatzbereiche die Beschäftigungs- und Ertragslage verschlechtert.

Zusammenfassende Beurteilung

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bewertung der Risiken und Chancen nicht wesentlich verändert. Die Geschäftsführung ist davon überzeugt, die sich bietenden Chancen und Herausforderungen auch in der Zukunft nutzen zu können, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken einzugehen. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können.

Prognose

Für das Jahr 2024 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,1 % - der Wert liegt damit auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Die Konjunkturprognose für das Jahr 2025 fällt laut dem Bericht "World Economic Outlook" vom April 2024 mit einem Plus von 3,2 % leicht höher aus. Damit sinkt das gegenwärtige Wachstum der Weltwirtschaft jedoch dauerhaft unter den historischen Vergleichswert der vergangenen zwei Jahrzehnte, der bei durchschnittlich 3,8 % pro Jahr liegt.

Positive Signale für die globale Wirtschaft senden derzeit vor allem die USA und China. Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt zeigen sich widerstandsfähiger als erwartet, der IWF stufte die Wachstumsberechnungen gegenüber der letzten Prognose herauf. Auch für Indien, das China als bevölkerungsreichstes Land der Erde abgelöst hat, werden weiterhin hohe Wachstumsraten prognostiziert. Eine stärkere Dynamik bei den Strukturreformen in vielen Industrie- und Schwellenländern könnte laut IWF die globale Produktivität steigern.

Zu den Risikofaktoren für das weitere Wachstum der Weltwirtschaft gehören jedoch die weiterhin erhöhten Leitzinsen der Zentralbanken als Folge der Inflationsbekämpfung, die Rücknahme der fiskalischen Unterstützungen angesichts der zumeist hohen Verschuldungsraten und ein momentan vergleichsweise geringes Produktivitätswachstum. Die Inflation geht in den meisten Regionen jedoch schneller zurück als erwartet. So wird die globale Gesamtinflation voraussichtlich auf 5,8 % im Jahr 2024 und auf 4,4 % im Jahr 2025 fallen, was jedoch über dem Niveau vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie liegt, als sich die weltweite Gesamtinflation um einen Wert von 3,5 % bewegte.

Neben dem anhaltenden Krieg Russlands gegen die Ukraine sieht der IWF eine Ausweitung des Konflikts im Gazastreifen auf Länder in der Nachbarschaft von Israel als ein geopolitisches Risiko. Darüber hinaus könnten weitere Handelsunterbrechungen durch Angriffe auf die Seeschifffahrt im Roten Meer schwerwiegende Folgen haben, da hier rund 11 % der weltweiten Handelsmenge transportiert werden. Auch weitere extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen und Dürren könnten zusammen mit dem El-Niño-Phänomen erneut einen Anstieg der Lebensmittelpreise verursachen und damit die Situation um die globale Ernährungsunsicherheit verschärfen.

Die für die Gesellschaft relevantesten Märkte sollen sich wie folgt entwickeln:

Das Wachstum in der Eurozone wird sich laut IWF-Prognose von 0,9 % im Jahr 2024 auf 1,7 % im Folgejahr erhöhen. Ähnlich sieht es für Deutschland aus - das einzige Land der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, dessen Wirtschaft 2023 geschrumpft ist. Hier sagen die Berechnungen ein Plus des Bruttoinlandprodukts von 0,5 % für 2024 und von 1,6 % im Folgejahr voraus, eine Rezession wird für Deutschland von den IWF-Ökonomen also nicht mehr erwartet. Moderate Zuwächse beim Wirtschaftswachstum 2024 und dann wieder zunehmend für 2025 wurden vom IWF auch für Spanien, Frankreich und Italien sowie Großbritannien berechnet.

Für die weltgrößte Volkswirtschaft USA wird beim Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr 2024 ein Plus von 2,1 % und im Folgejahr nur noch ein Zuwachs von 1,7 % prognostiziert. Laut IWF könnten die weiter hohen Zinsen die US-Konjunktur ausbremsen. Auch die japanische Wirtschaft wird voraussichtlich nur schwach wachsen: um 0,9 % in 2024 und 0,8 % im Folgejahr.

Von einem erneut nahezu konstanten Wachstum für die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer geht der IWF mit Raten von 4,1 % im Jahr 2024 und 4,2 % 2025 aus. Für China wird ein leicht rückgängiges Wachstum von 4,6 und 4,1 % für das laufende und das nächste Jahr erwartet. Für Indien werden im gleichen Zeitraum 2024 und 2025 etwas höhere Zuwachsraten von jeweils 6,5 % prognostiziert.

Für 2024 lässt sich aus der Volumenvorschau der Kunden eine sehr positive Marktentwicklung erwarten. Zusammen mit dem Serienstart von Modulen für Automobilanwendungen rechnen wir deshalb für das Geschäftsjahr 2024 mit deutlich steigenden Umsatzerlösen. Unsere Investitionen für das künftige Wachstum werden wir planmäßig fortführen. Wir prognostizieren ein deutlich verbessertes Ergebnis vor Steuern. Auch in 2024 streben wir eine weiterhin auf hohem Niveau bleibende Qualität und deutlich höhere Liefertreue für unsere Kunden an. Aufgrund laufender Verbesserungen in unserer Produktionsplanung und kontinuierlichem Controlling sind wir zuversichtlich, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Niveau von 70,6 % im kommenden Jahr deutlich zu verbessern.

 

Flensburg, den 7.6.2024

Die Geschäftsführung

Claus A. Petersen

Peter Sontheimer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 383,33
0,00 383,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 11.615.912,51 10.196.819,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.679.076,00 23.012.168,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.017.844,03 1.072.146,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 41.118.877,07 24.464.991,50
88.431.709,61 58.746.126,06
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.903.749,68 11.903.749,68
100.335.459,29 70.650.259,07
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 51.023.790,54 47.975.636,42
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.883.174,00 3.372.392,55
3. Fertige Erzeugnisse 4.955.209,50 4.825.197,40
59.862.174,04 56.173.226,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39.790.417,66 27.762.434,70
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.524.001,87 2.367.617,08
3. Sonstige Vermögensgegenstände 9.039.909,27 7.795.277,36
55.354.328,80 37.925.329,14
115.216.502,84 94.098.555,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.814.871,82 3.333.510,39
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 20.139.364,49 14.759.248,87
241.506.198,44 182.841.573,84

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.142.000,00 1.141.000,00
II. Kapitalrücklage 77.123.707,51 22.124.707,51
III. Verlustvortrag 38.024.956,38 0,00
IV. Jahresfehlbetrag 60.380.115,62 38.024.956,38
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 20.139.364,49 14.759.248,87
0,00 0,00
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 81.113,95 90.088,52
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 1.310.231,00 913.343,81
2. Steuerrückstellungen 5.090.000,00 5.090.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 10.066.363,85 8.505.562,43
16.466.594,85 14.508.906,24
D. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.229.327,50 1.229.327,50
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 8.229.327,50; Vorjahr € 1.229.327,50)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 39.998.331,77; Vorjahr € 27.389.682,48) 39.998.331,77 27.389.682,48
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 175.630.312,60 139.077.946,78
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 175.630.312,60; Vorjahr € 79.077.946,78)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 853.312,31 530.798,32
(davon aus Steuern € 668.226,77; Vorjahr € 463.405,54)
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 853.312,31; Vorjahr € 530.798,32)
224.711.284,18 168.227.755,08
E. Rechnungsabgrenzungsposten 247.205,46 14.824,00
241.506.198,44 182.841.573,84

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 265.945.189,37 174.101.123,52
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 640.793,55 357.826,76
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.326.666,78 1.483.243,29
(davon aus Währungsumrechnungen € 511.537,31; Vorjahr € 509.338,82)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 175.759.011,21 113.854.246,46
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 19.930.385,27 16.969.808,97
195.689.396,48 130.824.055,43
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 43.801.232,41 32.139.192,98
b) Soziale Abgaben 8.784.807,35 6.860.907,83
(davon für Altersversorgung € 885.131,65; Vorjahr € 965.149,00)
52.586.039,76 39.000.100,81
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.846.196,71 4.962.101,71
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 64.545.067,05 31.343.461,11
(davon aus Währungsumrechnungen € 796.161,78; Vorjahr € 577.538,11)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 40.267,00 55,90
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00; Vorjahr € 0,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.101.199,99 2.590.967,08
(davon an verbundene Unternehmen € 9.804.132,17; Vorjahr € 2.467.711,08)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -542.243,19 5.139.144,19
(Erstattung; Vorjahr Aufwand)
11. Ergebnis nach Steuern -60.272.740,10 -37.917.580,86
12. Sonstige Steuern 107.375,52 107.375,52
13. Jahresfehlbetrag -60.380.115,62 -38.024.956,38

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Semikron Danfoss GmbH (vormals Danfoss Silicon Power GmbH) hat ihren Sitz in Flensburg und ist unter der Handelsregisternummer HRB 951 SL im Amtsgericht Flensburg eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Semikron Danfoss GmbH ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

II. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

In den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen ergeben.

Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen

Die Posten werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände werden Personal- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkostenzuschläge einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen errechnen sich linear unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer

Nutzungsdauer Jahre
Software 3
Gebäude 40
Außenanlagen 5
Technische Anlagen (Reinraum) 10
Maschinen 4 - 15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15

Bei einer Nutzung von Maschinen im Mehrschichtbetrieb wird die Nutzungsdauer um 25 % (Zwei-Schicht-Betrieb) bzw. 50 % (Drei-Schicht-Betrieb) verkürzt. Die Abschreibungen auf die Zugänge des Geschäftsjahres erfolgen pro rata temporis.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Betrag bis TEUR 1 werden sofort ergebniswirksam erfasst.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bewertet.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit ihren Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Vorräte

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen werden zu Herstellungskosten, bestehend aus direkten Materialkosten, direkten Kosten der Fertigung, notwendigen Gemeinkosten, sowie angemessene allgemeine Verwaltungskosten, bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei Ungängigkeit und bei gesunkenen Preisen auf dem Beschaffungsmarkt (für Rohstoffe) bzw. bei unter den Herstellungskosten liegenden voraussichtlichen Veräußerungserlösen (für fertige und unfertige Erzeugnisse) vorgenommen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden einzelwertberichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus Verlustvorträgen, Gängigkeitsabschlägen auf Waren und Vorräte sowie aus einer unterschiedlichen Bewertung des Gebäudes bzw. seiner Einzelbestandteile und wurden entsprechend dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

Eigenkapital

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen wurden nach der "projected unit credit method" bewertet. Der Rechnungszins beruht, auf dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Die biometrischen Rechnungsgrundlagen stammen aus den "Richttafeln 2018 G". Als Kostentrend wurde eine durchschnittliche jährliche Entgeltsteigerung von 3,0% und eine Fluktuationswahrscheinlichkeit von 5,0% p.a. berücksichtigt. Die Berechnung erfolgte unter der Verwendung eines Rechnungszinssatzes von 1,83% sowie der Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. Dezember 2023 für die Gesellschaft T€ 16. Eine Abführungssperre bezüglich dieses Betrages ist zu berücksichtigen.

Mit der Betriebsvereinbarung zur Einführung einer betrieblichen Altersversorgung (BV BAVD) vom 1.10.2022 wurde die betriebliche Altersversorgung auf ein beitragsorientiertes Altersversorgungssystem umgestellt, in welchem die Versorgungsbeiträge vom Unternehmen und von den Mitarbeitern aufgebracht werden. Die festgelegten Versorgungsbeiträge werden mit monatlicher Dotierung in ein Vermögen des Unternehmens eingebracht, welches an einen Treuhänder übertragen und von diesem treuhänderisch verwaltet wird. Der Treuhänder legt dieses Vermögen weisungsgemäß in Fonds an. Dies stellt saldierungsfähiges Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 HGB dar. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Vermögensgegenstände ergibt sich aus dem Marktpreis der Fondsanteile zum Bilanzstichtag.

Zum 31. Dezember 2023 sind Rückdeckungsansprüche in Höhe von TEUR 712 mit Pensionsrückstellungen von TEUR 2.022 saldiert. Die Anschaffungskosten der erworbenen Fondsanteile belaufen sich auf TEUR 857. Der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag belief sich auf T€ 712.

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind insgesamt mit dem nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet worden.

Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zu Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Währungsumrechnungen

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zu monatlich vorgegebenen Konzernkursen zum Buchungszeitpunkt erfasst. Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in fremder Währung am Bilanzstichtag werden mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

III. Erläuterungen zum Jahresabschluss

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Zur Entwicklung im Einzelnen verweisen wir auf den Anlagenspiegel und die Sonstigen Angaben.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren zu TEUR 6.524 (i. Vj. TEUR 2.368) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 13.12.2023 um TEUR 1 auf TEUR 1.142 erhöht. Zusätzlich zur Stammeinlage wurde die Kapitalrücklage von TEUR 22.125 um TEUR 54.999 auf TEUR 77.124 erhöht. Der Verlustvortrag in Höhe von TEUR 38.025 wurde vollständig auf neue Rechnung vorgetragen. Infolge des resultierenden Jahresfehlbetrags von TEUR 60.380 weist das Eigenkapital zum Jahresabschluss 31.12.2023 einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von TEUR 20.139 aus.

Sonderposten mit Rücklageanteil

Gemäß Art. 67 Abs. 3 EGHGB wurde von dem Beibehaltungswahlrecht Gebrauch gemacht. Der Sonderposten gemäß § 6 EStG i. V. m. R 34 EStR reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 9 auf TEUR 81

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 10.066; i.Vj. TEUR 8.506) betreffen im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen (TEUR 6.910; i. Vj. TEUR 4.507) und Rückstellungen für Grunderwerbsteuern (TEUR 1.700).

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 175.630; i.Vj. TEUR 139.078) resultieren mit TEUR 4.116 (i.Vj. TEUR 164) aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 111.331 (i.Vj. TEUR 78.205) aus einer Cashpool-Vereinbarung. Weitere Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 60.000 (i.Vj. TEUR 60.000) resultieren aus einem Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 20.09.2024 und einer Verzinsung von 2,52 % p.a. gegenüber dem Gesellschafter.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich geografisch wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Inland 46.142 40.008
Europa 116.909 76.977
Drittland 102.894 57.116
265.945 174.101

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf die Tätigkeitsbereiche der Gesellschaft auf:

2023
TEUR
2022
TEUR
Automobil 139.208 78.234
Erneuerbare Energie 59.461 41.203
Industrie 65.833 52.531
Konzernumlagen u. a. 1.443 2.133
265.945 174.101

Zinsergebnis

Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und anderer langfristiger Verpflichtungen beträgt TEUR 78 (Vorjahr: TEUR 0) und wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung mit den Zins- und Kursgewinnen aus Rückdeckungsvermögen für Pensionen und anderer langfristiger Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) verrechnet.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Semikron Danfoss GmbH ist in den Konzern Danfoss A/S einbezogen und fällt daher unter den Anwendungsbereich des Mindeststeuergesetztes (Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung). Ziel der gesetzlichen Regelungen ist die Einführung einer effektiven Mindestbesteuerung großer multinationaler Unternehmen in den jeweiligen Tätigkeitsstaaten. Die Steuerhebung erfolgt erstmalig für das Kalenderjahr 2024. Als vorbereitende Maßnahmen wurden im Berichtsjahr die unter den Anwendungsbereich der Vorschriften fallenden Unternehmen identifiziert und für ausgewählte Unternehmen eine Abschätzung der Folgen vorgenommen. Mit dem Aufbau eines geeigneten Prozesses zur Erhebung der erforderlichen Daten wurde begonnen. Im Zusammenhang mit der globalen Mindestbesteuerung werden keine latenten Steuern nach § 274 HGB gebildet.

IV. Sonstige Angaben

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Semikron Danfoss GmbH (kurz: SD) ist eine Konzerngesellschaft der Danfoss A/S, Nordborg, Dänemark, deren Tochterunternehmen Semikron Danfoss Holding A/S, Nordborg, Dänemark, seit dem 1.8.2022 sämtliche Geschäftsanteile an der SD hält. Der Konzernabschluss der Konzernobergesellschaft, Danfoss A/S, Nordborg, Dänemark, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der verbundenen Unternehmen aufstellt, ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich. Unsere Gesellschaft wird in diesen Konzernabschluss einbezogen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft bilanziert seit dem 10.09.2021 100%-Anteile an der Danfoss Silicon Power LLC, Utica, NY 13502, (Eigenkapital: 355 TUSD, Ergebnis des letzten Geschäftsjahres 2023: -2.453 TUSD) zu Anschaffungskosten von 14.000 TUSD (TEUR 11.904).

Mit Datum 11.12.2023 wurde die Semikron Danfoss Electronics (Nanjing) Co. Ltd. in China gegründet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus Miet- und Leasingverträgen und betragen TEUR 433 (i. Vj. TEUR 356). Die Verpflichtungen aus Bestellobligo auf Anlagevermögen belaufen sich auf TEUR 55.018 (i. Vj. TEUR 29.953). Des Weiteren bestehen sonstige Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.700 (i. Vj. TEUR 2.700) davon mit einer Laufzeit von über 1 Jahr TEUR 2.500 (i. Vj. TEUR 1.800).

Abschlussprüferhonorar

Für Abschlussprüfungsleistungen des Geschäftsjahres 2023 wurden TEUR 46 zurückgestellt.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt im Durchschnitt 708 (i. Vj. 545) Mitarbeiter, davon waren 336 (i. Vj. 281) Angestellte und 372 (i. Vj. 264) gewerbliche Mitarbeiter.

Organe der Gesellschaft

 

Herr Claus A. Petersen, Nordborg/Dänemark, Geschäftsführer

 

Herr Peter Sontheimer, Baierbrunn, Geschäftsführer

Angaben über die Bezüge der Geschäftsführung werden aufgrund der Anwendung der Befreiungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht gemacht.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 60.380.115,62, sowie den Verlustvortrag, in Höhe von EUR 68.024.956,38 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag wurde von der Semikron Danfoss Holding A/S, Nordborg, Dänemark, in einer Gesellschafterversammlung am 21.03.2024 beschlossen, die Liquiditätslage der SD mittels einer Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 94.000 sicherzustellen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Flensburg, den 7.6.2024

Claus A. Petersen

Peter Sontheimer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 174.236,41 0,00 1.380,00 0,00 172.856,41
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.975.733,57 0,00 0,00 0,00 1.975.733,57
2.149.969,98 0,00 1.380,00 0,00 2.148.589,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 18.144.438,97 2.039.124,64 20.183.563,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 56.500.174,94 1.577.096,98 4.553.788,54 15.161.183,03 68.684.666,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.753.245,26 83.799,26 406.107,27 146.008,04 3.576.945,29
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.464.991,50 34.000.201,28 0,00 -17.346.315,71 41.118.877,07
102.862.850,67 35.661.097,52 4.959.895,81 0,00 133.564.052,38
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.903.749,68 0,00 0,00 0,00 11.903.749,68
116.916.570,33 35.661.097,52 4.961.275,81 0,00 147.616.392,04
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 173.853,08 383,33 1.380,00 172.856,41
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.975.733,57 0,00 0,00 1.975.733,57
2.149.586,65 383,33 1.380,00 2.148.589,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.947.619,67 620.031,43 8.567.651,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.488.006,58 4.982.824,57 4.465.240,74 34.005.590,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.681.098,36 242.957,38 364.954,48 2.559.101,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
44.116.724,61 5.845.813,38 4.830.195,22 45.132.342,77
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
46.266.311,26 5.846.196,71 4.831.575,22 47.280.932,75
Buchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 383,33
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
0,00 383,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 11.615.912,51 10.196.819,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.679.076,00 23.012.168,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.017.844,03 1.072.146,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 41.118.877,07 24.464.991,50
88.431.709,61 58.746.126,06
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.903.749,68 11.903.749,68
100.335.459,29 70.650.259,07

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Semikron Danfoss GmbH (vormals Danfoss Silicon Power GmbH), Flensburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Semikron Danfoss GmbH (vormals Danfoss Silicon Power GmbH), Flensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Semikron Danfoss GmbH (vormals Danfoss Silicon Power GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, den 12. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Andreas Focke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Martin Kleinfeldt, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 21.6.2024 festgestellt.

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