Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 43900
Vorher
pro WIN Winter GmbH
Eingetragen
1.2.1996
Branche
Großhandel mit Wasch-, Putz- und ReinigungsmittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und ReinigungsmittelnGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Der Groß- und Einzelhandel mit Reinigungsmitteln, Textilien, Dekorationsartikeln, Sicherheitstechnik und Kosmetik, der Betrieb einer Werbeagentur, der Handel mit Tiernahrung und Nahrungsergänzungsprodukten, sowie sämtliche damit zusammenhängenden und den Gesellschaftszweck fördernden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Medeni Sisamci
seit 25.3.2022
Prokura
Michael Winter
seit 2.2.2016
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

8 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 8 angezeigt

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

proWIN Winter GmbH

Illingen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft und Geschäftsmodell

Die proWIN Winter GmbH wurde am 23.11.1995 gegründet und hat ihren Sitz in 66557 Illingen.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der proWIN Winter GmbH liegt weiterhin im Vertrieb von innovativen und umweltorientierten (Reinigungs-) Produkten.

Die Geschäftstätigkeit der proWIN Winter GmbH umfasst dabei den Vertrieb von Reinigungsprodukten mit nachhaltigem Mehrwert für den häuslichen Bedarf (Marke Symbiontische Reinigung), kosmetischen Mitteln- darunter auch naturkosmetische- und Wellness-Produkten, (Marke natural wellness), Tier-Futtermittel und -zusatzprodukte (Marke best friends) sowie sämtlichen damit zusammenhängenden und den Gesellschaftszweck fördernden Geschäfte.

Insbesondere mit seinem Vertriebskonzept und seinem Produktportfolio setzt sich das Unternehmen deutlich von seinen Wettbewerbern ab.

Die Strategie der proWIN Winter GmbH ist auf den fortgesetzten Ausbau der Marktanteile in verschiedenen Produktbereichen und einer damit einhergehenden Diversifikation bei gleichzeitiger Behauptung der Marktführerschaft im Reinigungsbereich ausgerichtet.

Strategie: Unternehmenspolitik

Im Mittelpunkt unseres Handelns steht die Entwicklung und Vermarktung unserer proWIN Produkte. Als herstellerunabhängiges Unternehmen stellen wir gemeinsam mit unseren starken Partnern*innen höchste Qualität und Nachhaltigkeit sicher. Durch unseren hohen Aus- und Weiterbildungsanspruch sorgen wir für bestens ausgebildete Mitarbeiter*innen und Vertriebspartner*innen. So stellen wir ein perfektes Produkterlebnis sicher und sorgen für hohe Kundenzufriedenheit.

Wir entwickeln unser integriertes Managementsystem auf Basis der Überwachung des Kontextes und der sich verändernden Kundenanforderungen systematisch weiter und verpflichten uns zur kontinuierlichen Verbesserung hinsichtlich:

Qualität (nach DIN EN ISO 9001:2015),

Umwelt (nach DIN EN ISO 14001:2015),

Nachhaltigkeit (Agenda 2030).

Die leistungsgerechte Vergütung der selbständigen proWIN-Berater ist die entscheidende Stimulanz zur Fortsetzung der bisherigen Umsatzentwicklung.

Das unternehmerische Engagement wird durch umfangreiche gemeinwohlorientierte Aktivitäten ergänzt. Während sich die proWIN Stiftung insbesondere für notleidende Kinder und Jugendliche einsetzt, wird in der proWIN pro nature Stiftung die Förderung von Umwelt- und Naturschutz gebündelt.

B. Wirtschaftsbericht

B. 1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Vergleich zu 2022 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Insbesondere die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen und die ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen dämpften die Konjunktur. Zudem trugen eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland zur wirtschaftlichen Stagnation bei.

Trotz des Rückgangs bleibt das BIP im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie, um 0,7 % höher.

Die Arbeitslosenquote betrug im Geschäftsjahr im Durchschnitt 5,6% und hat sich im Vorjahresvergleich somit um 0,3% erhöht (Vorjahr 5,3 %).

Der Einzelhandel in Deutschland verzeichnete einen durchschnittlichen realen Umsatzrückgang in Höhe von -3,3 % im Vorjahresvergleich.

Entwicklung der Reinigungsmittel-, Kosmetik- und Tiernahrungsbranche

Das Marktvolumen für Haushaltspflegemittel beläuft sich im Jahr 2023 auf rund 5,287 Mrd. €. Davon entfallen rund 1,243 Mrd. € auf Reinigungsmittel für den Haushalt, die sich damit im Vergleich zum Vorjahr auf einem ähnlichen Niveau bewegen. Bis 2029 wird insbesondere i.R. der Haushaltsreiniger ein jährliches Wachstum von rund 3,30% pro Jahr erwartet. An diesem Wachstum möchten wir als Unternehmen in den künftigen Geschäftsjahren teilhaben.

Das Marktvolumen für deutsche Beauty- und Körperpflegeprodukte beläuft sich in 2023 insgesamt auf ca. 15,8 Mrd. Euro. Bis 2028 wird nach Einschätzung ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 1,45 % auf 18,79 Mrd. Euro prognostiziert.

Die Tierfutterindustrie stellt einen gewichtigen Teil der Gesamtwirtschaft dar. Insgesamt wurden in 2023 in der Landwirtschaft Ausgaben von 10,9 Mrd. € für Futtermittel getätigt. Insgesamt entfielen in Deutschland rund 15,9 Mrd. € an Umsatz auf Futtermittel, was einen Anstieg im Vorjahresvergleich von 1,0 Mrd. € bedeutet.

B. 2 Geschäftsverlauf

Die Entwicklung des Direktvertriebs 2023 ist lt. der Studie zum Direktvertrieb, hrsg. von Prof. Kraus der Universität Mannheim in Auftrag des BDD, trotz Corona-Krise und Ukraine-Krieg positiv und um 6,6 % im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. In ihrer Prognose erwarten sie zudem ein Umsatzwachstum von 5,3 Prozent für das Jahr 2023.

Das Jahr 2023 stand wie auch schon 2022 eindeutig unter dem Zeichen von Präsenzveranstaltungen. Zwischenmenschliche Begegnungen und das Zeige-Wie-Erlebnis vor Ort bei den Kund*innen ist unersetzbar. Der digitale Verkaufskanal hat sich zwar zum stabilen zweiten Standbein entwickelt und ermöglicht eine nie dagewesene Flexibilität für Berater*innen und Kund*innen, aber die Begegnung Face-to-Face wird bevorzugt. Die Geschäftsentwicklung der proWIN Winter GmbH in 2023 kann trotz eines Umsatzrückganges weiterhin als positive Entwicklung angesehen werden.

Die reduzierten Absatzmengen spiegeln sich in der Entwicklung der Beraterzahlen wider, die sich auf 13.500 Vertriebspartner (VJ: 16.000) beläuft. Im Schnitt entspricht dies dennoch einer Zunahme von ca.1.100 Beratern pro Monat. Jedoch richten die über 100.000 selbständigen proWIN Berater*innen in Deutschland, Österreich, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Belgien, Italien, Luxemburg und Polen den Fokus verstärkt auf Qualität statt Quantität. Nach wie vor stammen die meisten Vertriebspartner aus Deutschland. So haben rund 85% der neu eingestellten Berater des Jahres 2023 ihren Wohnsitz im Inland, 2 % stammen aus Frankreich sowie je 5% aus Österreich und der Schweiz.

Neben dem Akademie-Hauptquartier in Schiffweiler existieren aktuell drei dezentrale proWIN Akademien an verschiedenen Standorten in Deutschland: proWIN Akademie Süd in Aalen-Ebnat, proWIN Akademie Nord in Ellerau und proWIN Akademie Schwarzwald in Altensteig.

Trotz der schwierigen Wettbewerbssituation in unserer Branche und den beträchtlichen Zukunftsinvestitionen, können wir einen Überschuss in Höhe von 13.124.151,35 € vor Ertragsteuern als Ergebnis ausweisen. Dazu trug auch eine weiterhin hohe Auftragszahl bei. Im Wirtschaftsjahr 2023 wurden ca. 500.000 Aufträge erhalten, was einem Durchschnitt von rund 42.000 Aufträgen pro Monat entspricht. Im Vergleich zu 2022 ist dies ein Rückgang des Auftragsvolumens um 6 %, kann aber weiterhin als hoch bezeichnet werden. Im Rahmen dieser Aufträge wurden monatlich ca. 68.000 Pakete versendet. Für die kommenden Jahre rechnen wir mit einer konstanten Entwicklung, wobei der Erhalt des Umsatzes auf derartig hohem Niveau zentrale Aufgabe sein wird.

Darüber hinaus investierte das Unternehmen, wie bereits im vergangenen Jahr dennoch große Summen in die Infrastruktur seines Vertriebes, die Prozessoptimierung durch ein integriertes Managementsystem (IMS) und die Implementierung eines neuen Warenwirtschaftssystems (ERP). Die Gesamtsumme sämtlicher getätigten Investitionen betrug 2023 rund 3 Millionen Euro.

Zur Ausrichtung für die Zukunft gehört neben der wirtschaftlich nachhaltigen Entwicklung auch weiterhin gesellschaftliches und ökosoziales Engagement (verwaltet durch die proWIN Stiftungen).

Für die Zukunft wollen wir als Unternehmen unsere Bemühungen im Bereich der Ausbildung intensivieren, um die guten Einstellungsquoten zu erhalten und zu stabilisieren.

B. 3 Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der proWIN Winter GmbH kann als solide bezeichnet werden und stellt sich wie folgt dar:

B. 3.1 Ertragslage

Der Umsatz beträgt rund 200 Mio. € netto, was einem Rückgang von 7 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Aufgrund der allgemeinen Wirtschaftslage und den Herausforderungen in dieser Zeit kann man mit dem Ergebnis zufrieden sein. Unter Berücksichtigung der in- und ausländischen Endkundenpreise entsprechen die 200 Mio. € einem Wert von rund 247 Mio. € brutto. Die Differenz erklärt sich aufgrund der höheren Preise im Ausland: Die Verkaufspreise sind beispielsweise in Frankreich um rund 20 % höher.

Verteilung des Gesamtumsatzes auf die Länder

Der größte Teil des Gesamtumsatzes stammt mit 81% aus Deutschland. Die restlichen 19% verteilen sich auf Frankreich (5,1%), Österreich (6,2 %), Niederlande (2,5 %) und Schweiz (3,8%) sowie geringere Umsätze aus anderen Ländern wie Belgien, Italien und Luxemburg.

Umsatzverteilung auf Artikelbereiche

79% des Umsatzes stammen dabei aus dem Bereich der Symbiontischen Reinigung. Weitere 17% des Gesamtumsatzes werden durch natural wellness Produkte erzielt. Die übrigen 4 % des Gesamtumsatzes stammen aus dem Bereich best friends, in welchem der Umsatz seit dem Relaunch 2017 kontinuierlich anwächst.

Auftragsentwicklung/ Pakete/ Einkauf

Im Wirtschaftsjahr 2023 wurden ca. 820.000 Pakete versendet, was einen Durchschnitt von rund 68.000 Pakete pro Monat bedeutet. Dabei bezieht das Unternehmen Waren von ca. 80 Herstellern und ist damit herstellerunabhängig. Zudem halten wir fest, dass die Mehrheit der Waren aus Europa stammen (70%). Die übrigen 30 % werden aus Übersee bezogen.

Produkte

Zu den Top 3 Produkten der Symbiontischen Reinigung zählten PURE AIR, ALLESKÖNNER und die PROWIN AIRBOWLS mit einem Gesamtumsatz von 33 Mio € brutto.

Mit dem Ausbau einer neuen Ökolinie (ECOCERT Zertifizierung) unterstreicht proWlN nochmals den Ökologiegedanken. In 2023 wurde der Umsatzanteil dieser Produkte kontinuierlich gesteigert. Das TOP PRODUKT ALLESKÖNNER ist nun ebenfalls ECOCERT zertifiziert. 20 % des proWIN Umsatzes stammen von ECOCERT Produkten.

Daneben stellt proWIN bei vielen Produkten auf recycelte Behältnisse um, um mittelfristig den anfallenden Kunststoffmüll kontinuierlich zu reduzieren.

Zu den Top 3 Produkten im Bereich natural wellness zählten die Hautschutzcreme mit Vitamin E-Pearls, GWNC Fußpflegecreme und die ALOE VERA Zahncreme.

Aufwendungen

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Personalkosten um 195 T€ auf 12,2 Mio. € gestiegen.

Der Materialaufwand verminderte sich im Vorjahresvergleich, von 61,1 Mio. € auf rund 55 Mio. €. Unter Betrachtung der Verringerung der Umsatzerlöse ist die Verminderung des Materialaufwands eine erwartbare Entwicklung. Allerdings ist der Materialaufwand etwas stärker zurückgegangen, als dies bei den Umsatzerlösen der Fall war. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vorjahresvergleich von 125,3 Mio. € auf nun ca. 118,2 Mio. € gesunken.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

Kennzahlen zur Ertragslage:

Betriebsergebnis Euro 13.303.973,97
Finanzergebnis Euro -179.822,62
Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag Euro 13.124.151,35
Steuern vom Einkommen und Ertrag Euro 3.829.735,04
Sonstige Steuern Euro 30.671,44
Jahresüberschuss Euro 9.263.744,87

Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich das Jahresergebnis vor Ertragsteuern um 2.534.349,62 € auf 13.124.151,35 €.

B. 3.2 Finanzlage

Die liquiden Mittel unseres Unternehmens haben sich von 7.982.596,98 € im Geschäftsjahr auf 12.298.811,52 € erhöht.

B. 3.3 Vermögenslage

Das Gesamtvermögen unseres Unternehmens hat sich von 78.016.558,10 € um 4.740.876,82 € auf 82.757.434,92 € erhöht.

Dabei ist beim Anlagevermögen nach Einbeziehen der Abschreibungen ein Anstieg von 5.448.501,63 € zu verzeichnen.

Unser Eigenkapital hat sich um 6.963.747,45 € erhöht. Die Eigenkapitalquote beläuft sich nunmehr auf 77,4 %(Vorjahr: 73,2 %).

Dadurch ist sichergestellt, dass das langfristig gebundene Anlagevermögen durch Eigenkapital gedeckt ist.

B. 3.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Der Umsatzrückgang 2023 hat zu einer Verschlechterung des Jahresergebnisses um 2,5 Mio. € geführt. Somit konnte das prognostizierte Jahresergebnis nicht erreicht werden. Die Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 7,2 Mio. € konnten aus eigenen Mittel finanziert werden. Die Eigenkapitalquote beträgt 77,4 % (Vorjahr 73,2 %).

C. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

C. 1 Marketing / Sponsoring

Neben der Zusammenarbeit mit vielen regionalen Partnern hat die proWIN Winter GmbH in 2023 auch die Arbeit mit bestehenden nationalen Partnern fortgeführt. Dabei betreibt unser Unternehmen Sponsoring beim Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim. Ebenfalls besteht eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Handballbund. Hinzu kommen Kooperationen mit Borussia Dortmund und der Frauennationalmannschaft. Auch im Wintersport sind wir als Unternehmen als Sponsor aktiv. Wir haben eine Kooperation mit dem Deutschen Skiverband (DSV), welche einige Skisprungveranstaltungen beinhaltet.

Auf der Unternehmensagenda weiterhin ganz oben stand ökosoziales Engagement: Die wohltätigen Organisationen proWIN Stiftung und proWIN pro nature Stiftung setzten 2023 1,5 Millionen Euro für soziale Projekte und Projekte im Bereich Arten- und Umweltschutz ein.

D. Risiko- und Chancenbericht

D. 1 Risiken

Risikomanagementziele und -methoden

Von unserem Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Zur Erfassung und Steuerung von Risiken existieren viele Instrumente, die permanent weiterentwickelt werden. Dieses Risikomanagementsystem soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken. Wesentlich für ein Risikomanagementsystem sind ein internes Überwachungssystem sowie ein Controlling- und Frühwarnsystem. Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum richtigen Umgang mit bestehenden Risiken haben wir wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme entwickelt und eingesetzt. Zu den Risikomanagementsystemen gehören Risikosteuerung, Risikocontrolling sowie Risikoreporting. Überwachungssysteme sind z.B. die Anwendung einheitlicher Richtlinien, Abweichungsanalysen, Einsatz zuverlässiger Software, uvm.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Weitere wesentliche Risiken

Die für die proWIN Winter GmbH wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Zudem stellt der Ukraine-Krieg einen weiteren nur schwer einschätzbaren Risikobestandteil dar. Die aus diesen Krisen resultierenden Auswirkungen für Konjunktur und Wirtschaft konnten wir bisher gut meistern, allerdings sind die weiteren Entwicklungen zum aktuellen Zeitpunkt schwer vorhersehbar. Abgabenerhöhungen und Preissteigerungen können zudem zu einer weiteren Reduzierung der Nachfrage führen und sich somit negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken. Die zuvor beschriebenen Risiken können Zukunftsängste der Verbraucher verstärken, was zu einem verschlechterten Konsumentenverhalten innerhalb der Gesellschaft führen kann.

Produktrisiken

Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt stark von unserer Produktqualität ab. Dabei können Faktoren wie die Abhängigkeit von nur wenigen Umsatzträgern, die Verschlechterung der Materialqualität, das Fehlen innovativer Produkte, ein geringer Deckungsbeitrag bei Produkten oder auch eine erhöhte Ausschussquote eine wichtige Rolle spielen.

Investitions-/Finanzierungsrisiken

Investitions- und Finanzierungsrisiken sehen wir derzeit nicht. Den wachstumsmäßig bedingten Finanzierungsbedarf werden wir teilweise mit unserem betrieblichen Cash-flow bestreiten können.

Personalrisiken

Die proWIN Winter GmbH ist, wie bereits angedeutet, für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Ein neues Schulungskonzept für unsere Teamleiter und alle unsere Mitarbeiter wurde etabliert und wird stetig weiterentwickelt. Die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sollen dazu beitragen die fachliche Kompetenz des Personals zu sichern.

Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende wirtschaftliche und rechtliche Risiken sowie Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind zwar nicht direkt erkennbar, allerdings sind die Auswirkungen des Ukraine-Krieges weiterhin nur schwer absehbar und die zukünftige wirtschaftliche sowie konjunkturelle Entwicklung ein Unsicherheitsfaktor.

D. 2 Chancen

Chancen für unser Unternehmen sehen wir insbesondere in der Schaffung eines "Wir Gefühls" im Bereich des Vertriebs, um die emotionale Bindung an die GmbH zu stärken. Dies soll durch diverse Motivations-, Führungs- und Startseminare sowie Wettbewerbe bestärkt werden. Hinzu kommt, dass wir unsere Neuakquise von Beratern weiter vorantreiben wollen und damit eine Erhöhung der Produktivität unserer Beraterstrukturen erzielen möchten.

Zur Erschließung des italienischen Marktes wurde mit Wirkung vom 11. Dezember 2020 die Auslandsgesellschaft proWIN Italia Srl mit Sitz in Mailand gegründet. Auch in 2023 wurde stetig daran gearbeitet, den Vertrieb in Italien weiter zu etablieren. Der Umsatz in Italien lag in 2023 bei rund 1 Mio. € brutto. Zum Start wurden in Italien zunächst die Produkte der Sparte Symbiontische Reinigung eingeführt.

Darüber hinaus ist die Einführung neuer innovativer Produkte, speziell in den Kernfeldern Reinigung, Wellness sowie best friends eine weitere Chance für die Zukunft. Neben der Einführung neuer Produkte sollen Qualitätsverbesserungen der bestehenden Produktpalette, insbesondere im kosmetischen Bereich, durch die Zusammenarbeit zwischen der proWIN Winter GmbH und unseren Herstellern erreicht werden.

Im vertrieblichen Bereich sehen wir Chancen durch Schulungen unserer Vertriebspartner.

Wie bereits zuvor angeführt stellt die Digitalisierung eine neue Herausforderung dar. Hier wollen wir durch eine weitere Verbesserung des Internet- und Intranet-Auftrittes die Chancen, die dieses Geschäftsfeld bietet, besser für uns nutzen. Die kontinuierliche Verbesserung der bereits unter Abschnitt B.2 beschriebenen Online-Akademie und des Messenger-Dienstes steht im Vordergrund, um unseren Vertriebspartnern die Möglichkeit zu geben, neben den Live-Partys weiterhin das Online Geschäft als zweites Standbein dauerhaft zu etablieren.

Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben. Dabei sollen unsere Aktivitäten auf dem deutschen Markt wie zuvor beschrieben intensiviert werden und die Bestrebungen der Internationalisierung weiter seriös vorbereitet werden.

Zudem könnte sich die positive Entwicklung des wachsenden Direktvertriebes positiv auf die Absatzzahlen der proWIN Winter GmbH auswirken.

Als Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2024 streben wir Erlöse in Höhe von 215 Mio. € netto an, was einem Plus von 8% entspricht.

E. Prognosebericht

Die aktuelle weltpolitische Lage hat sowohl menschliche als auch unternehmerische Auswirkungen, mit gravierenden Schäden und einer Beeinträchtigung der Weltwirtschaft. Die Verknappung von Industrierohstoffen und hohe Energiepreise führen zu höheren Einkaufskosten und gefährden die Lieferketten unserer Hersteller, was letztlich auch unser Unternehmen betrifft. Die damit verbundenen Zukunftsängste verstärken die Kaufzurückhaltung und tragen zu einem schwindenden Konsumverhalten in der Gesellschaft bei. Trotz dieser erschwerten Bedingungen streben wir für 2024 ein leichtes Plus im einstelligen Bereich an, um die stabile Lage unseres Unternehmens zu sichern.

Im Bereich des Personals erwarten wir für die kommenden Monate eine Vollbeschäftigung und werden den Kurs einer expansiven Personalpolitik beibehalten. Mit Wirkung vom 01.10.2023 hat sich die proWIN Geschäftsführung neu aufgestellt: Geschäftsführer Stefan Schäfer hat sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen, um sich künftig in neuer Funktion als Berater stärker der strategischen Ausrichtung des Unternehmens zu widmen. Als alleinger Geschäftsführer stellt Unternehmensnachfolger Michael Winter die Unternehmensspitze, ihm zur Seite stehen die beiden Prokuristen Stephan Kropf und Medeni Sisamci.

Im laufenden Geschäftsjahr sind Unternehmensinvestitionen in Millionenhöhe vorgesehen. Die Umsetzung des neuen Warenwirtschaftssystems wird fortgeführt. Im Jahr 2024 werden wir zudem bedeutende Großprojekte angehen: Die Einführung eines integrierten Managementsystems (IMS) sowie die Implementierung eines neuen ERP-Systems.

Zur Ausrichtung für die Zukunft gehört neben der wirtschaftlich nachhaltigen Entwicklung auch weiterhin gesellschaftliches und ökosoziales Engagement (verwaltet durch die proWIN Stiftungen).

F. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr wurden keine Mittel für Forschungs- und Entwicklungszwecke aufgewendet.

Hintergrund ist die Strategie des Unternehmens bei der Produktentwicklung auf Markttrends, Neuigkeiten und das Know How der bestehenden diversen, innovativen Partner zu setzen.

G. Bestehende Zweigniederlassungen

Niederlassungen existieren keine.

 

Illingen, 14. Oktober 2024

Michael Winter

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 160.733,00 1.190.914,00
2. Geleistete Anzahlungen 3.351.991,65 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.512.724,65 1.190.914,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.609.452,97 8.991.024,97
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.053.287,00 2.301.052,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 104.310,40 0,00
Summe Sachanlagen 10.767.050,37 11.292.077,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.535.504,00 1.692.090,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.697.659,15 3.874.458,46
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 614.147,64 614.147,64
4. Sonstige Ausleihungen 999.039,62 1.013.936,23
Summe Finanzanlagen 10.846.350,41 7.194.632,33
Summe Anlagevermögen 25.126.125,43 19.677.623,80
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 21.477.834,35 33.642.274,51
2. Geleistete Anzahlungen 2.097.240,64 1.166.279,40
Summe Vorräte 23.575.074,99 34.808.553,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 297.541,52 (Vj: 412.125,52)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.194.281,76 10.350.143,16
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 575.632,53 1.352.388,90
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.099.997,04 2.874.108,47
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 297.541,52 (Vj: 412.125,52)
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 20.869.911,33 14.576.640,53
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 12.298.811,52 7.982.596,98
Summe Umlaufvermögen 56.743.797,84 57.367.791,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 887.511,65 971.142,88
D. Bilanzsumme Aktiva 82.757.434,92 78.016.558,10

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
- Gezeichnetes Kapital: 500.000,00 (Vj: 500.000,00)
II. Gewinnvortrag 54.284.645,17 44.780.230,46
III. Jahresüberschuss 9.263.744,87 11.804.412,13
Summe Eigenkapital 64.048.390,04 57.084.642,59
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 817.445,00 588.053,63
2. Sonstige Rückstellungen 1.273.474,00 2.334.000,00
Summe Rückstellungen 2.090.919,00 2.922.053,63
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 114.802,87
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.184.709,72 2.612.180,65
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 885.476,62 831.971,70
4. Sonstige Verbindlichkeiten 12.547.939,54 14.450.281,66
- davon aus Steuern: 965.816,85 (Vj: 5.198.284,75)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 35.392,91 (Vj: 17.955,08)
Summe Verbindlichkeiten 16.618.125,88 18.009.236,88
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 625,00
E. Bilanzsumme Passiva 82.757.434,92 78.016.558,10

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 199.686.029,36 215.691.536,38
2. Sonstige betriebliche Erträge 897.411,51 1.633.636,68
- davon aus der Währungsumrechnung: 0,00 (Vj: 3.811,70)
3. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -55.023.917,53 -61.050.081,34
Summe Materialaufwand -55.023.917,53 -61.050.081,34
4. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -10.411.039,47 -10.284.151,15
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.836.177,24 -1.768.297,37
- davon für Altersversorgung: -54.592,59 (Vj: -45.655,97)
Summe Personalaufwand -12.247.216,71 -12.052.448,52
5. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -997.330,12 -1.263.726,98
b. auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -847.239,44 0,00
Summe Abschreibungen -1.844.569,56 -1.263.726,98
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -118.163.763,10 -125.327.779,29
- davon aus der Währungsumrechnung: -2.145,77 (Vj: -1.567,40)
7. Ordentliches Betriebsergebnis 13.303.973,97 17.631.136,93
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 237.870,23 27.068,69
- davon aus verbundenen Unternehmen: 237.870,23 (Vj: 27.068,69)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 110.995,88 87.293,46
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -499.392,53 -135.877,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -29.296,20 -25.880,79
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: -8.806,00 (Vj: -14.711,10)
12. Finanzergebnis -179.822,62 -47.395,64
13. Ergebnis vor Steuern 13.124.151,35 17.583.741,29
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.829.735,04 -5.754.975,36
15. Ergebnis nach Steuern 9.294.416,31 11.828.765,93
16. Sonstige Steuern -30.671,44 -24.353,80
17. Jahresüberschuss 9.263.744,87 11.804.412,13

Anhang

Allgemeine Angaben

Die proWIN Winter GmbH hat ihren Sitz in 66557 Illingen. Die Gesellschaft ist unter HRB 43900 beim Amtsgericht Saarbrücken eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz (BilRUG) unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte sowie Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 die einer selbständigen Nutzung fähig sind, wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr in voller Höhe als Betriebsausgaben angesetzt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert

Ausleihungen zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit dem beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie der Kassenbestand sind mit den Nominalwerten angesetzt.

Zum Bilanzstichtag errechneten sich aktive latente Steuern aus abweichenden Wertansätze zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz. Aufgrund des ausgeübten Wahlrechts, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern zu verzichten, wurden zum Bilanzstichtag keine aktiven latenten Steuern angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Errechnung der für die Deckung der gegebenen Zusage erforderlichen Pensionsrückstellung erfolgte auf der Grundlage der gegebenen Zusage durch ein versicherungsmathematisches Gutachten. Die grundlegenden Annahmen der Berechnung waren:

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der modifizierten Teilwertmethode errechnet. Als biometrische Grundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Es wurde ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,82 % bei der Bewertung zugrunde gelegt.

Der Unterschiedsbetrag durch die Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre anstelle mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre beläuft sich auf 10.432 €. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttungen gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken für ungewisse Verbindlichkeiten. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgte nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände bis zum 31. Dezember 2023 ist dem Anhang als gesonderte Anlage beigefügt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 575.632,53 € (Vorjahr 1.352.388,90 €) beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 575.632,53 € (im Vorjahr: 1.341.290,51 €) und sonstige Forderungen in Höhe von 0,00 € (Vorjahr 11.098,39 €).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von 297.541,52 € (im Vorjahr 412.125,52 €) Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Des Weiteren beinhalten sie Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 2.573.319,23 € (Vorjahr 2.147.721,22 €).

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus Rückstellungen aus dem Personalbereich (236.874,00 €), für die Verpflichtung zur Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg (391.000,00 €), für Bilanzierungs-, Beratungs- und Prüfungskosten (115.000,00 €), für Gewährleistungen (499.400,00 €) und für gesetzliche Aufbewahrungspflichten (31.200,00 €) zusammen.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Restlaufzeit größer ein Jahr
Restlautzeit von mehr als fünf Jahren
Gesamtbetrag
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute (Vorjahr) 0,00 0,00 0,00 0,00
(114.802,87) (114.802,87)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) 3.184.709,72 0,00 0,00 3.184.709,72
(2.612.180,65) (2.612.180,65)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr) 885.476,62 0,00 0,00 885.476,62
(831.971,70) (831.971,70)
sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) 12.547.939,54 0,00 0,00 12.547.939,54
(14.450.281,66) (14.450.281,66)
- davon aus Steuern 965.816,85 0,00 0,00 965.816,85
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 35.392,91 0,00 0,00 35.392,91
Gesamtsumme 16.618.125,88 0,00 0,00 16.618.125,88

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt gesichert:

Grundschuld in Höhe von 1,5 Mio. €

selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von 1,5 Mio. €

Abtretung von Außenständen

Raumsicherungsübereignung von Waren mit Abtretung der Verkaufsforderungen Lager Bexbach.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 885.476,62 € (Vorjahr 831.971,70 €) beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 289.082,54 € (Vorjahr 97.778,29 €) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 596.394,08 € (Vorjahr 734.193,41 €). Der Wert der Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter beläuft sich auf 0,00 € (Vorjahr 734.193,41 €).

Von den Umsatzerlösen entfallen 199.073 T€ auf Warenumsätze, 603 T€ auf sonstige Dienstleistungen und Weiterberechnungen und 10 T€ resultieren aus Grundstückserträgen. Die Warenumsätze betreffen Inlandumsätze in Höhe von 172.455 T€, innergem. Lieferungen in Höhe von 8.132 T€ und Drittländer in Höhe von 18.486 T€.

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von 376.704,30 € enthalten. Die Erträge wurden im Posten sonstige betriebliche Erträge erfasst.

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 118.016,62 € enthalten. Die Aufwendungen wurden in den Posten sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Abschreibungen auf Finanzanlagen wurden in Höhe von 499.392,53 € vorgenommen. Des Weiteren wurden Forderungsverluste, die die üblichen Abschreibungen überschreiten, in Höhe von 847.239,44 € gebucht.

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 54.592,59 € (im Vorjahr 45.655,97 €).

Sonstige Angaben

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen, deren geschäftsjährliche Zahlungen sich am Bilanzstichtag mit jeweils rund 799 T€ für die nächsten Rechnungsperioden darstellen. Zum Bilanzstichtag besteht ein Bestellobligo in Höhe von 21.190 T€.

Die Gesellschaft haftet für eine auf 7.940.000,00 € betragsmäßig begrenzte Bürgschaft gegenüber der Sparkasse Neunkirchen (50%) und der Kreissparkasse Saarlouis (50%) zu Gunsten der proWIN Bildung und Service GmbH. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme schätzen wir, aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung, als gering ein. Darüber hinaus besteht eine weitere Bürgschaft gegenüber der Levo Bank in Höhe von 1.000.000,00 € zu Gunsten einer Vertriebsstruktur.

Im Berichtsjahr wurde eine Rückstellung für Prüfungskosten in Höhe von 44 T€ gebildet.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer:

Stefan Schäfer (Controlling/Finanzen) bis 30.09.2023

Michael Winter (Vertriebsmanagement)

Herrn Stephan Kropf und Herrn Medeni Sisamci wurde Prokura erteilt.

Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

Ingolf Winter

Gabi Winter

Sascha Winter

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Vergütungen.

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 138 (Vj. 138)
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 29 (Vj. 27)
Auszubildende 2 (Vj. 2)
Aushilfen 4 (Vj. 4)

Die verlangten Angaben nach § 285 Nr. 9 Buchstabea und b HGB unterbleiben in Verbindung mit § 286 Abs. 4 HGB.

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende wesentliche Beteiligungen:

proWIN Bildung und Service GmbH, Schiffweiler 51%
proWIN France Société à responsabilité, Saareguemines 100%
proWIN Netherland B.V., Maastrich 100%
proWIN Italia srl, Mailand 100%
proWIN Fleet & Facility GmbH, Illingen 100%
proWIN Belgium GmbH, Liège 100%

Der Jahresfehlbetrag 2023 der proWIN Bildung und Service GmbH belief sich auf 3.883.171,82 €. Das Eigenkapital beträgt - 2.121.676,02 €.

Der Jahresfehlbetrag 2023 der proWIN International France SARL belief sich auf 26.517 €. Das Eigenkapital beträgt zum 31.12.2023 45.504 €.

Der Jahresüberschuss 2023 der proWIN Netherland B.V. belief sich auf 236.3311 €, womit das Eigenkapital auf einen Betrag von 1.402.275 € anstieg.

Der Jahresfehlbetrag 2023 der proWIN Fleet & Facility GmbH belief sich auf 624.086,80 €. Das Eigenkapital beträgt -841.925,39 €.

Der Jahresüberschuss 2023 der proWIN Italia srl, Mailand, belief sich auf 132.089 €. Das Eigenkapital beträgt 144.473 €.

Der Jahresüberschuss 2023 der proWIN Belgium belief sich auf 57.921,27 €, womit das Eigenkapital auf einen Betrag von 612.959,90 € anstieg.

Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresgewinn beträgt Euro 9.263.744,87 € und soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Illingen, den 14. Oktober 2024

Michael Winter, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.471.246,83 80.322,86 665.197,48 -1.143.046,15 743.326,06
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 2.208.945,50 0,00 1.143.046,15 3.351.991,65
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.471.246,83 2.289.268,36 665.197,48 0,00 4.095.317,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.763.218,25 0,00 39.722,08 0,00 10.723.496,17
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.207.197,85 374.010,26 1.138.659,43 0,00 6.442.548,68
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 104.310,40 0,00 0,00 104.310,40
Summe Sachanlagen 17.970.416,10 478.320,66 1.178.381,51 0,00 17.270.355,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.365.000,00 0,00 0,00 0,00 2.365.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.874.458,46 4.459.007,22 293.000,00 0,00 8.040.465,68
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 750.024,64 0,00 0,00 0,00 750.024,64
4. Sonstige Ausleihungen 1.013.936,23 19.903,39 34.800,00 0,00 999.039,62
Summe Finanzanlagen 8.003.419,33 4.478.910,61 327.800,00 0,00 12.154.529,94
Summe Anlagevermögen 28.445.082,26 7.246.499,63 2.171.378,99 0,00 33.520.202,90

Abschreibungen

Stand 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Berichtsjahr
EUR
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen
EUR
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.280.332,83 92.955,86 600.187,48 -190.508,15 582.593,06
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.280.332,83 92.955,86 600.187,48 -190.508,15 582.593,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.772.193,28 366.778,00 24.928,08 0,00 2.114.043,20
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.906.145,35 537.596,26 1.054.479,93 0,00 4.389.261,68
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 6.678.338,63 904.374,26 1.079.408,01 0,00 6.503.304,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 672.910,00 156.586,00 0,00 0,00 829.496,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 342.806,53 0,00 0,00 342.806,53
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 135.877,00 0,00 0,00 0,00 135.877,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 808.787,00 499.392,53 0,00 0,00 1.308.179,53
Summe Anlagevermögen 8.767.458,46 1.496.722,65 1.679.595,49 -190.508,15 8.394.077,47

Buchwerte

Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 160.733,00 1.190.914,00
2. Geleistete Anzahlungen 3.351.991,65 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.512.724,65 1.190.914,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.609.452,97 8.991.024,97
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.053.287,00 2.301.052,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 104.310,40 0,00
Summe Sachanlagen 10.767.050,37 11.292.077,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.535.504,00 1.692.090,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.697.659,15 3.874.458,46
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 614.147,64 614.147,64
4. Sonstige Ausleihungen 999.039,62 1.013.936,23
Summe Finanzanlagen 10.846.350,41 7.194.632,33
Summe Anlagevermögen 25.126.125,43 19.677.623,80

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die proWIN Winter GmbH, Illingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der die proWIN Winter GmbH, Illingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der proWIN Winter GmbH, Illingen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

St. Ingbert, den 14.10.2024

Atax Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dirk Bach, Wirtschaftsprüfer

ppa. Manfred Müller, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 17. Dezember 2024 festgestellt.

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