Windkraft Thüringen Verwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hendrik Westendorff seit 31.5.2019 | Geschäftsführer |
Karsten Kluge seit 15.3.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 75.72% | |
Kommunale Energie Beteiligungsgesellschaft Thüringen AG | 17.22% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Thüringer Netkom GmbHErfurt (vormals: Weimar)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023I Grundlagen des UnternehmensDie Thüringer Netkom GmbH, Erfurt (TNK), ist eine 100-Prozent-Tochter der TEAG Thüringer Energie AG, Erfurt (TEAG). Sie ist ein Telekommunikations-Netzbetreiber mit umfangreichen Breitbandinfrastrukturen in Thüringen. Auf der Basis des von ihr betriebenen Breitbandnetzes erbringt die TNK Infrastrukturdienstleistungen und stellt anderen Telekommunikations- und Informationsdienstleistern, Privatkunden sowie Gewerbetreibenden Netzkapazitäten zur Verfügung. Sowohl in den Thüringer Städten als auch im ländlichen Raum bietet sie Privat- und Geschäftskunden einen schnellen Breitband-Internetanschluss und eine große Auswahl an modernen Telekommunikationsprodukten und -dienstleistungen. Im Rahmen des thüringenweiten Netzausbaus wurden durch die Gesellschaft bereits mehr als 500 Thüringer Ortschaften mit hochmodernen Breitbandanschlüssen erschlossen. Die leistungsfähige Telekommunikationsinfrastruktur der TNK wird zudem, u.a. auch von der TEAG, für intelligente Netzsteuerungsprozesse bzw. die Überwachung und Steuerung des Thüringer Strom- und Erdgasnetzes genutzt. Die TNK ist Betreiber des zweitgrößten Breitbandnetzes in Thüringen, das zur schnellen Datenübertragung neben großen Internetanbietern beispielsweise auch von Thüringer Universitäten, ortsansässigen Wirtschaftsunternehmen und Privatkunden gebraucht wird. Die interne Steuerung und Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung und Ziele der TNK basieren auf einheitlichen Kennzahlen. Zu den wichtigsten Steuerungsgrößen zählen das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), das Ergebnis vor Steuern (EBT) und der Jahresüberschuss. Zusätzlich zur weiteren Veranschaulichung werden im vorliegenden Lagebericht weitere Kennzahlen präsentiert. Hierzu gehören u.a. folgende finanzielle bzw. nichtfinanzielle Leistungsindikatoren: Cashflow, Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen, Kundenanzahl sowie Arbeitnehmerbelange. II WirtschaftsberichtII.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen II.1.1 Konjunktur und Markt Im Geschäftsjahr 2023 erholte sich die deutsche Volkswirtschaft in Teilen von den Auswirkungen der Ukraine- und Energiemarktkrise, so gingen insbesondere die hohen Inflationsraten im Jahresverlauf deutlich zurück. Das gesamtkonjunkturelle Umfeld jedoch trübte sich für viele Branchen und Unternehmen weiter ein. Der energiewendebedingte Investitionsbedarf zur nachhaltigen Transformation der deutschen Industrie- und Wirtschaftsstruktur erhöhte die finanziellen Anforderungen an viele Unternehmen, nicht zuletzt in Verbindung mit signifikant gestiegenen Kapital- bzw. Finanzierungskosten. Der Anstieg führt für Telekommunikationsunternehmen (TKU) zu erheblichen strategischen Herausforderungen bei der Investitionsplanung bzw. Wirtschaftlichkeitsberechnung im eigenwirtschaftlichen Ausbau bzw. auch bei der Zwischenfinanzierung des geförderten Breitbandausbaus, sodass sich der Markt aktuell in einer Konsolidierungsphase befindet. Zusätzliche Herausforderungen liegen zudem in der Verfügbarkeit von Material, u.a. auch im Hinblick auf die teils weiterhin angespannten Lieferketten, sowie in der begrenzten Verfügbarkeit von Dienstleisterkapazitäten, beispielsweise im Bereich Tiefbau. Insbesondere wirkt sich die allgemeine und branchenspezifische Preisdynamik erschwerend auf die Beschaffungsprozesse von TKU aus. Nach drei herausfordernden Wirtschaftsjahren seit Ausbruch der Corona-Pandemie sah u.a. das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle zum Jahresende einen deutlichen Anstieg des Insolvenzrisikos in der deutschen Unternehmenslandschaft. Die moderate Wirtschaftsentwicklung veranlasste verschiedene Forschungsinstitute zu einer Herabsetzung ihrer Konjunkturprognosen: Das ifo-Institut etwa rechnete für das Geschäftsjahr 2023 mit einem leichten Rückgang des deutschen BIP i. H. v. -0,4 Prozent. II.1.2 Politische und rechtliche Rahmenbedingungen Mit dem beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien bzw. der voranschreitenden Dezentralisierung und Digitalisierung der Energieerzeugungs- und -verteilstrukturen gewinnt der zügige Ausbau der digitalen Kommunikationsinfrastruktur weiter an Bedeutung. Die Dekarbonisierung und Digitalisierung der Energiewirtschaft und vieler weiterer Wirtschaftszeige hat dabei sowohl direkten als auch indirekten Einfluss auf die Geschäftsaktivitäten der TNK. Das Ziel der TNK ist es, die Digitalisierung in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft durch die Errichtung und den Betrieb einer leistungsfähigen Telekommunikationsinfrastruktur sowie die Erbringung hiermit zusammenhängender Telekommunikationsdienstleistungen zu beschleunigen und mitzugestalten. Im Geschäftsjahr 2023 hat der Gesetzgeber eine Vielzahl umfangreicher Gesetzesinitiativen und -vorhaben auf den Weg gebracht, die Auswirkungen auf den Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur und auch die Geschäftstätigkeiten der TNK haben. Mit dem von der Bundesregierung ausgerufenen "Deutschlandtempo" soll die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland gesichert und dabei auch die Umsetzungsgeschwindigkeit von Digitalisierungsprojekten beschleunigt werden. Im Rahmen der neuen sog. "Gigabitförderung 2.0" soll zukünftig zudem ein noch zielgerichteterer Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur in bisher noch unterversorgten Gebieten stattfinden. Zur Umsetzung der sog. "Gigabitstrategie" hat die Bundesregierung u.a. das sog. "TK-Netzausbau-Beschleunigungs-Gesetz" (Gesetz zur Beschleunigung des Ausbaus von Telekommunikationsnetzen) auf den Weg gebracht und darüber hinaus verschiedene Digital- bzw. Internetgesetze an europäische Vorgaben angepasst. Im Berichtszeitraum trat zudem das sog. "Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende" in Kraft, das über den Rollout von sog. "intelligenten Messsystemen" die zügige und flächendeckende digitale Anbindung von elektrischen Verbrauchs- und Erzeugungseinrichtungen vorantreiben soll. Mit dem sog. "IT-Sicherheitsgesetz 2.0" (Zweites Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme) wurden die gesetzlichen Regelungen für die Betreiber von kritischen Infrastrukturen verschärft. Mit dem Entwurf zu einem sog. "Digitale-Dienste-Gesetz" hat die Bundesregierung die nationale Umsetzung des auf europäischer Ebene beschlossenen sog. "Digital Service Act" auf den Weg gebracht, das Grundrechte von Nutzerinnen und Nutzern umfassender schützen soll. Als Gemeinschaftsprojekt der BNetzA und des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr soll eine neu eingerichtete sog. "Monitoringstelle" zukünftig zudem doppelte Glasfaserausbauvorhaben ermitteln. II.2 Geschäftsverlauf II.2.1 Verdopplung eigenwirtschaftlicher Glasfaserausbau Die Nachfrage nach einer leistungsfähigen Telekommunikationsinfrastruktur hält weiter an, sowohl bei privaten Anschlussnutzern als auch bei Industrie- und Gewerbekunden. Die TNK verantwortet den Ausbau und den Betrieb der Telekommunikationsinfrastruktur der TEAG-Unternehmensgruppe sowie die dazugehörigen Vertriebsaktivitäten. Sie ist Betreiber des zweitgrößten Glasfasernetzes in Thüringen, das neben einem Backbone-Netz mehr als 500 durch die TNK erschlossene Ortschaften umfasst und neben Privatkunden, ortsansässigen Wirtschaftsunternehmen und großen Internetanbietern auch von den Thüringer Hochschulen genutzt wird. Das sich im Eigentum der TNK befindliche Glasfasernetz hat eine Gesamtlänge von rund 1.900 km. Mit dem angepachteten TEAG-eigenen Netz beträgt die Gesamtlänge des von der TNK betriebenen Glasfasernetzes rund 6.300 km. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die TNK, wie im Vorjahr, in insgesamt 17 geförderten Ausbauprojekten der Beseitigung der sog. "weißen Flecken" gewidmet, und Investitionsprojekte mit einem Einzelauftragsvolumen von zum Teil mehr als 20 Mio. € vorangetrieben. Geförderte Investitionen erfolgten u.a. im Unstrut-Hainich-Kreis, im Ilm-Kreis, im Altenburger Land, in Zeulenroda-Triebes, in der Gemeinde Am Ettersberg sowie in Blankenhain, Sonneberg, Feldstein und Bad Tabarz. Im Berichtszeitraum wurden zudem die ersten 4 großen Förderprojekte bautechnisch abgeschlossen (Gesamtinvestitionsvolumen: 26,8 Mio. €). In eigenwirtschaftliche Ausbauprojekte wurden im Berichtszeitraum rund 17,7 Mio. € investiert (Vorjahr: 8,2 Mio. €), und das Investitionsvolumen damit mehr als verdoppelt. In mehreren Clustern erfolgten der Baustart bzw. entsprechende Planungs- und Genehmigungsverfahren. Die eigenwirtschaftlichen Investitionen flossen u.a. in den Bau von Kundenanschlüssen für Industrie- und Gewerbekunden sowie in die Glasfasererschließung von Privathaushalten. II.2.2 Erhöhung der Kundenzahlen im Privat- und Geschäftskundenbereich Der Kundenzuwachs im Telekommunikationsbereich setzt sich weiter fort. Die TNK zählte im Berichtszeitraum mehr als 87.500 Kunden, was einem Anstieg von +5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insbesondere bei den FTTH-Anschlüssen entwickelten sich die Kundenzahlen positiv, hier konnte gegenüber dem Vorjahr mehr als eine Verdopplung der TNK-Kunden auf dem eigenen Netz verzeichnet werden). Im Geschäftsjahr konnten analog hierzu auch die Umsatzzahlen sowohl im Privat- als auch im Geschäftskundenbereich gesteigert werden. Der Absatz von Telekommunikationsprodukten im mittleren Bandbreitenbereich entwickelte sich weiterhin stabil, hochleistungsfähige Glasfaserprodukte mit sehr hohen Bandbreiten wurden zumeist in FTTH-Ausbaugebieten nachgefragt. Das Breitbandgeschäft unterliegt nach wie vor einem starken Preis- und Bandbreitenwettbewerb. Die Nachfrage nach höheren Bandbreiten trifft auf eine anhaltende Preissensibilität der Kunden, der die TNK mit verschiedenen Kundenbindungs- und Neukundenstrategien begegnet. Im Berichtszeitraum wurden im Bereich der Wohnungswirtschaft weitere Kooperationsverträge geschlossen, so u.a. in den Städten Rudolstadt und Königsee. Auch im Geschäftsjahr 2023 hat die TNK die wirtschaftliche Vermarktung und den störungsfreien Betrieb des Rechenzentrums sichergestellt. Zudem fand im Berichtszeitraum eine erfolgreiche ISMS-Zertifizierung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik statt. II.2.3 Geschäftsbeziehungen zur TEAG- Unternehmensgruppe Die TNK erbringt als Komplettdienstleister Serviceleistungen für verschiedene Gesellschaften innerhalb der TEAG-Unternehmensgruppe. Das Dienstleistungsangebot der Gesellschaft richtet sich dabei zielgenau an den jeweiligen kundenspezifischen Anforderungen bzw. Marktbedürfnissen aus. Die TNK betreibt ein engmaschiges Datentransportnetzwerk auf Basis verschiedener Übertragungstechnologien (wie etwa des sog. "Optical Transport Network") und nutzt hierfür neben dem eigenen Glasfasernetz auch das im Eigentum der TEAG stehende Glasfasernetz. Das Transportnetzwerk bildet die Grundlage für den Betrieb der Netzwerke für die Prozess- und Büro-IT. Das übergeordnete Ziel der TNK liegt im Schutz und sicheren Betrieb der Kommunikationsinfrastrukturen. Daher gelten bei der Bereitstellung von Dienstleistungen höchste Sicherheitsanforderungen. Im Rahmen verschiedener Netzbaumaßnahmen der TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG, Erfurt, hat die Einhaltung der vertraglich vereinbarten Service-Level-Agreements höchste Priorität. Kontinuierlich wurden technische Plattformen erneuert. II.2.4 Nachhaltige und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren II.2.4.1 Mitarbeiter Einbindung Personalmanagement Im Bereich Personalmanagement greift die TNK auf das Dienstleistungsangebot der TEAG-Unternehmensgruppe zurück, so u.a. im Hinblick auf die Personalbeschaffung, -betreuung und -entwicklung. Hierdurch entstehen ganzheitliche Synergieeffekte und Vorteile für Mitarbeiter, die gleichwertige Arbeitsbedingungen, Weiterbildungs-, Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten für alle Beschäftigen schaffen. Aktuelle Mitarbeiterstruktur Zum 31. Dezember 2023 waren insgesamt 129 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der TNK beschäftigt. Der Anteil der weiblichen Beschäftigten betrug rund 23 Prozent. Das Durchschnittsalter der Beschäftigten lag bei rund 45 Jahren. Die durchschnittliche Beschäftigungsdauer im Unternehmen betrug rund 10 Jahre. Personalentwicklung und Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte Die Geschäfts- und Arbeitsgrundlage der TNK liegt in qualifizierten und motivierten Fach- und Führungskräften. Neben fachlichen Qualifizierungsmaßnahmen wird auch weiterhin ein Schwerpunkt auf die Entwicklung von Führungskompetenzen gesetzt. Im Fokus stehen persönliche Qualifizierungsmaßnahmen und gezielte Weiterbildungsangebote, die durch den Bereich Personalentwicklung konzipiert und koordiniert werden. Im Geschäftsjahr wurden über das interne Personalentwicklungs- und Weiterbildungsprogramm insgesamt 52 TNK-Mitarbeiter in Methoden-, Sozial-, Veränderungs-, Fach- und Führungskompetenzen geschult. Maßnahmen zur Fachkräftesicherung Mit dem zu erwartenden Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge aus dem Erwerbsleben, insbesondere ab Mitte der 2020er Jahre, nehmen die Herausforderungen bei der Personalgewinnung und -bindung von geeigneten Mitarbeitern bzw. qualifizierten Fach- und Führungskräften deutlich zu. Insbesondere Arbeitsplätze mit spezifischen Qualifikationsanforderungen, werden zunehmend schwerer zu besetzen bzw. nachzubesetzen sein. Um den negativen demografischen Effekten auf dem thüringischen Arbeitsmarkt entgegenzuwirken, wurden entsprechende Personalplanungskonzepte erarbeitet. Ein wesentlicher Bestandteil zur Kompensation der altersbedingten Austritte liegt nach wie vor in der Übernahme von Auszubildenden sowie in der Weiterbildung und -qualifikation von Mitarbeitern, sowohl im Rahmen der TEAG-eigenen Akademie als auch in Form von externen Bildungs- und Qualifizierungsangeboten. Mitarbeiterbonus und - vorteilsprogramme Um die Arbeitgeberattraktivität weiter zu steigern, wurden verschiedene geförderte Arbeitgeberleistungen auf den Weg gebracht. Die Leistungen, von denen auch die Mitarbeiter der TNK profitieren, umfassen u.a. das Angebot einer betrieblichen Altersvorsorge, verschiedene Mitarbeitervorteilsprogramme ein arbeitgebergefördertes Firmenleasing von Fahrrädern (JobBike), ein TEAG-eigenes Bonusmodell beim Bezug eines Produktes der Unternehmensgruppe (etwa im Bereich Strom, Gas und Telekommunikation) oder auch die Möglichkeit, eine bezuschusste Berufsunfähigkeitsversicherung zu attraktiven Konditionen abzuschließen. Auch mit den Regelungen zur Flexibilisierung der Arbeitszeiten (Gleitzeit) sowie zum mobilen Arbeiten (HomeOffice) soll die Arbeitgeberattraktivität weiter erhöht werden. II.2.4.2 Gewährleistung des Gesundheits- und Arbeitsschutz es Die TNK ist in das integrierte Managementsystem für Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutzbelange der TEAG-Unternehmensgruppe eingegliedert. Dieses wurde 2011 erstmalig zertifiziert und 2016 durch ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 ergänzt ("HS2E-Management"). Hierzu finden regelmäßige Überwachungsaudits statt. Im Rahmen des Systems werden konkrete Verhaltensgrundsätze und übergreifende Mindeststandards festgelegt. In 2023 wurde erfolgreich eine Rezertifizierung durchgeführt. Zur Schaffung eines einheitlichen HS2E-Bewusstseins wurden verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Zur Verbesserung der präventiven Einflussnahme erfolgten durch die Führungskräfte u.a. Begehungen an Arbeitsplätzen, zudem fanden durch diese regelmäßige Unterweisungen ihrer Mitarbeiter statt. Weitere Maßnahmen umfassten das Angebot von Grippeschutz- sowie Corona-Impfungen. Hinzu kamen Feuerlöschtrainings für Brandschutzhelfer und Auszubildende sowie Angebote zur Gefährdungsbeurteilung bei psychischer Belastung. II.3 Lage der Gesellschaft II.3.1 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens Die TNK erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 in einem sich abkühlenden, von einer moderaten volkswirtschaftlichen Entwicklung geprägten konjunkturellen Umfeld, ein EBITDA i. H. v. 16.112 T€ (Vorjahr: 14.829 T€), ein EBT i. H. v. 4.240 T€ (Vorjahr: 5.401 T€) sowie einen Jahresüberschuss i. H. v. 2.897 T€ (Vorjahr: 3.899 T€). Damit hat die TNK die im vorangegangenen Jahr prognostizierten Ziele, ein EBITDA i. H. v. 16.000 T€ bis 20.000 T€, ein EBT i. H. v. 4.500 T€ bis 7.000 T€ sowie ein Jahresergebnis zwischen 2.000 T€ bis 4.000 T€, im Wesentlichen erreicht. Ursächlich für die geringen Planabweichungen beim EBT ist v. a. ein höherer Zinsaufwand im Rahmen der Fremdfinanzierung als geplant. Das Investitionsvolumen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen lag mit insgesamt 84,9 Mio. € unter dem geplanten Niveau i. H. v. 115,0 Mio. €. Ursächlich hierfür waren v. a. Projektverzögerungen im Breitbandausbau. II.3.2 Ertragslage
Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um +8,8 Prozent auf insgesamt 58.365 T€. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf einen Anstieg der Umsatzerlöse aus der Breitbandversorgung sowie aus der Vermarktung bzw. Vermietung von Rechenzentrumskapazitäten zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich hinsichtlich der Auflösung von Rückstellungen deutlich verringert. Im Vorjahresausweis sind u.a. einmalige Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen im Rahmen der Übertragung von Pensionsverpflichtungen auf einen Pensionsfonds und der Einführung einer Kapitalisierungsoption i. H. v. 2.619 T€ enthalten. Dem entgegen stiegen die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für erhaltene Investitionszuschüsse im Zusammenhang mit dem geförderten Breitbandausbau um +392 T€. Der Materialaufwand korreliert im Wesentlichen mit der Entwicklung der Umsatzerlöse und umfasst Aufwendungen für bezogene Leistungen i. H. v. 27.878 T€ (Vorjahr: 25.617 T€) sowie Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe i. H. v. 1.518 T€ (Vorjahr: 1.094 T€). Die Materialaufwandsquote lag mit 50,4 Prozent leicht über dem Vorjahresniveau (49,8 Prozent). Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um +22,0 Prozent an. Insbesondere führten Sonderzahlungen für Inflationsausgleich gemäß tarifvertraglichen Vereinbarungen sowie die Anhebung der tariflichen Vergütungen zu einem Anstieg der Personalkosten. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter stieg im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leicht an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich korrespondierend zur Entwicklung der sonstigen betrieblichen Erträge aufgrund der im Vorjahr ausgewiesenen einmaligen Aufwendungen im Rahmen der Übertragung von Pensionsverpflichtungen auf einen Pensionsfonds i. H. v. 2.480 T€. Mit Ausnahme dieses Sondereffektes liegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um -8,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau u.a. aufgrund von geringeren Aufwendungen für Dienst- und Fremdleistungen. Das EBITDA verbesserte sich insgesamt um +8,7 Prozent. Dabei konnten die gestiegenen Personalaufwendungen durch die höheren Ergebnisbeiträge im Rohüberschuss (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand) sowie die gestiegenen Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse mehr als kompensiert werden. Die Abschreibungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um +12,1 Prozent. Ursächlich hierfür ist das stetig wachsende Investitionsvolumen im Rahmen des eigenwirtschaftlichen und geförderten Breitbandausbaus. Die Entwicklung des Zinsergebnisses i. H. v. -2.775 T€ (Vorjahr: -1.311 T€) ist im Wesentlichen geprägt durch ein höheres Volumen an Darlehens- bzw. Tagesgeldaufnahmen gegenüber der TEAG für die Finanzierung des Breitbandausbaus sowie den steigenden Zinssätzen am Kapitalmarkt. Insgesamt sind im Berichtszeitraum Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen i. H. v. 2.911 T€ (Vorjahr: 646 T€) angefallen. Dem entgegen stehen mit +707 T€ positive Bewertungseffekte des Deckungsvermögens sowie Erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung von Pensionsverpflichtungen. Insbesondere führten das negative Zinsergebnis sowie die höheren Abschreibungen des Anlagevermögens zu einem Rückgang des EBT im Vergleich zum Vorjahr um -21,5 Prozent auf insgesamt 4.240 T€. Unter Berücksichtigung der Ertragsteuern erzielte die TNK im Geschäftsjahr 2023 einen niedrigeren Jahresüberschuss im Vorjahresvergleich i. H. v. insgesamt 2.897 T€. II.3.3 Finanzlage Kapitalstruktur
Die moderate Erhöhung des bilanziellen Eigenkapitals ist u. a. auf die weitere Bildung von Gewinnrücklagen i. H. v. +1.099 T€ zurückzuführen. Der erzielte Jahresüberschuss verringerte sich gegenüber dem Vorjahr dagegen um -1.002 T€. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse ist im Berichtsjahr um +53.397 T€ auf insgesamt 113.651 T€ angestiegen und betrifft insbesondere den geförderten Breitbandausbau. Aus finanzwirtschaftlicher Analyse ergäbe sich, abweichend zur Gliederung der aufgestellten Bilanz zum 31. Dezember 2023, unter der Annahme einer Verrechnung der noch nicht aufgelösten Investitionszuschüsse mit dem dazugehörigen Anlagevermögen die folgende Kapitalstruktur:
Damit lag die adjustierte Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 mit 24,6 Prozent unter der des Vorjahres (33,5 Prozent). Die Verbindlichkeiten aus Darlehen bzw. Tagesgeld stiegen gegenüber dem Gesellschafter deutlich auf insgesamt 105.464 T€ (Vorjahr: 63.214 T€) an. Insbesondere die Finanzierung bzw. Zwischenfinanzierung des eigenwirtschaftlichen bzw. geförderten Breitbandausbau erforderten die zusätzliche Aufnahme an Fremdmitteln. Die Finanzierung des investiven Geschäftes ist durch einen vereinbarten Tagesgeldrahmen der TEAG i. H. v. 80.000 T€ bzw. durch in Anspruch genommene Gesellschafterdarlehen abgesichert. Die Verbindlichkeiten hieraus betragen zum Bilanzstichtag 59.888 T€ bzw. 45.576 T€ (Vorjahr: 35.698 T€ bzw. 27.516 T€). Darüber hinaus nutzt die TNK die umfangreichen Fördermöglichkeiten im Rahmen des Breitbandausbaus. Die Liquidität der Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahres gesichert. Die zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgungszusagen in Fondsanteilen angelegten Mittel werden treuhänderisch verwaltet. Investitionen Im Geschäftsjahr tätigte die TNK im Bereich Telekommunikation Investitionen i. H. v. insgesamt rund 84,9 Mio. € (Vorjahr: 53,9 Mio. €). Die Investitionsschwerpunkte lagen v. a. im geförderten Glasfasernetzausbau, im eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau neuer und bestehender FTTC-Orte sowie in der Errichtung verschiedener Kundenanbindungen. Weitere Investitionen i. H. v. 2,2 Mio. € entfielen auf den Bereich Übertragungstechnik. Im Hinblick auf die fortschreitende Digitalisierung und die steigende Nachfrage nach Dienst- und Serviceleistungen mit hohem Datenvolumen hat die TNK im Berichtszeitraum zudem Erweiterungen der Backbone-Netzinfrastrukturen vorgenommen. Darüber hinaus wurden Investitionen i. H. v. 2,3 Mio. € im Rahmen von sonstigen LWL-Projekten getätigt. Mit den Investitionen in Lichtwellenleiter und Übertragungstechnik reagiert die TNK auf den zunehmenden Bandbreitenbedarf. Liquidität
Die Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr stets gesichert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um +9,2 Prozent. Dies ist hauptsächlich auf Veränderungen im Working-Capital zurückzuführen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrifft überwiegend Auszahlungen im Rahmen von Investitionen in das Anlagevermögen i. H. v. 84.946 T€ sowie Einzahlungen aus Investitionszuschüssen für den geförderten Breitbandausbau i. H. v. 39.845 T€. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich aus der Aufnahme eines Gesellschafterdarlehens i. H. v. 20.000 T€ sowie die im Zusammenhang mit Gesellschafterdarlehen gezahlten Zinsen von 2.974 T€. Für die Tilgung von Gesellschafterdarlehen erfolgten im Berichtsjahr insgesamt Auszahlungen i. H. v. 1.940 T€. Darüber hinaus wurden an den Gesellschafter aus dem Gewinn des Vorjahres 2.800 T€ ausgeschüttet. Der Finanzmittelbestand am Ende der Periode verringerte sich um -65,2 Prozent auf insgesamt -58.883 T€. Dieser setzt sich aus dem aufgenommenen Tagesgeld i. H. v. 59.888 T€ sowie den liquiden Mitteln zusammen. II.3.4 Vermögenslage
Aktiva Das Anlagevermögen, das im Wesentlichen durch das Sachanlagevermögen geprägt ist, erreichte zum Bilanzstichtag einen Anteil i. H. v. 77,1 Prozent (Vorjahr: 76,2 Prozent) an der Bilanzsumme. Im Geschäftsjahr hat sich das Anlagevermögen um +55,7 Prozent auf insgesamt 211.724 T€ erhöht. Die Investitionen betreffen dabei vornehmlich den geförderten und eigenwirtschaftlichen Breitbandausbau. Insgesamt ist das Anlagevermögen zu 72,4 Prozent (Vorjahr: 73,5 Prozent) durch Eigenkapital und Zuschüsse gedeckt. Der Anstieg des Umlaufvermögens um +44,6 Prozent ist zum überwiegenden Teil auf die bilanzierten Forderungen für Zuschüsse aus dem Breitbandausbau i. H. v. 43.614 T€ (Vorjahr: 31.345 T€) sowie dem Anstieg der Steuererstattungsansprüche i. H. v. +2.950 T€ zurückzuführen. Im Posten Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung wird Deckungsvermögen ausgewiesen, das die entsprechenden Verpflichtungen aus Altersversorgungszusagen übersteigt. Passiva Auf der Passivseite erhöhten sich die Zuschüsse für den geförderten Breitbandausbau auf insgesamt 113.651 T€ (Vorjahr: 60.254 T€). Die Rückstellungen stiegen im Geschäftsjahr insgesamt um +11,7 Prozent an. Hierfür waren v. a. höhere Steuer- und sonstige Rückstellungen ursächlich. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Geschäftsjahr erheblich um +64,7 Prozent auf insgesamt 107.402 T€. Diese betreffen mit 105.464 T€ (Vorjahr: 63.214 T€) überwiegend Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen bzw. Tagesgeldaufnahmen. Dabei haben die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten einen Wert i. H. v. 43.440 T€ (Vorjahr: 26.093 T€). Die Veränderung ist v. a. auf die weitere Aufnahme eines Gesellschafterdarlehens und der Inanspruchnahme des Tagesgeldrahmens zurückzuführen. III Chancen- und RisikoberichtIII.1 Chancen- und Risikomanagementsystem Die Zunahme geopolitischer Auseinandersetzungen mit teils signifikantem Einfluss auf die weltweiten wirtschaftlichen Handelsbeziehungen in Verbindung mit der beschleunigten Transformation und Digitalisierung der europäischen und deutschen Energieversorgung sowie verschiedener weiterer Wirtschaftszweige führt zu umfassenden Veränderungsprozessen. Die mit der Dynamisierung des wirtschaftlichen und politischen Marktumfeldes einhergehenden Chancen und Risiken werden von der TNK durch ein aktives Chancen- und Risikomanagementsystem gesteuert. Die TNK ist dabei in das konzernweite Chancen- und Risikomanagementsystem der TEAG-Unternehmensgruppe eingebunden. Eine konsequente Durchsetzung fördert ein einheitliches Bewusstsein und bildet einen wichtigen Faktor; durch eine übergreifende Betrachtung werden die Voraussetzungen für einen ganzheitlichen Strategie-, Planungs- und Controllingprozess geschaffen. Zudem werden die Etablierung einer nachhaltigen Compliancekultur sowie die Tätigkeiten der internen Revision gefördert. Das Management von Chancen und Risiken der TNK erstreckt sich, neben dem Chancen- und Risikomanagementsystem im engeren Sinn, auf ein internes Kontrollsystem (IKS), ein qualifiziertes Frühwarnsystem sowie eine Aufstellung entsprechender Sicherungsmaßnahmen. Zum Chancen- und Risikomanagementsystem gehören detaillierte Chancen- bzw. Risikobeschreibungen und -bewertungen, die Festlegung von Frühwarnindikatoren (mit den dazugehörigen Grenzwerten) sowie daran anknüpfende Maßnahmen zur Risikoreduzierung bzw. -vermeidung. Die angewandten Methoden und Instrumente werden kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt. Zu den relevanten Steuerungsgrößen gehören die Risikotragfähigkeit, das EBITDA, das EBT und die Liquidität. Die Geschäftsführung wird regelmäßig über die wesentlichen aktuellen Entwicklungen informiert. Die jeweiligen Chancen und Risiken betrachtet die TNK nicht isoliert, sondern analysiert deren Zusammenhänge sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Weise. Die Bewertungsgrundlage bildet die jeweilige Mittelfristplanung. Sofern es sinnvoll und durchführbar ist, erfolgt eine quantitative Bewertung anhand der Parameter "Nettowert" und "Eintrittswahrscheinlichkeit". Falls Chancen und Risiken nicht quantifizierbar sind, erfolgt die Bewertung anhand von "Eintrittswahrscheinlichkeitsklassen" und "Auswirkungsklassen". Dabei werden die Chancen und Risiken in 3 (A bis C) bzw. 5 (A bis E) Auswirkungsklassen unterteilt. Die Risikotragfähigkeit der TNK wird auf handelsrechtlicher Basis berechnet. Dem erfolgsbasierten Risikodeckungspotenzial, welches sich aus dem handelsrechtlich ausgewiesenen Eigenkapital und einer geplanten Ergebnisgröße ermittelt, werden handelsrechtlich auszuweisende Risiken sowie mögliche Risiken aus außerbilanziellen Geschäften gegenübergestellt.
Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf alle Chancen und Risiken, denen im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements eine besondere Bedeutung zugeordnet wurde (Auswirkungsklassen A - D). III.2 Chancen und Risiken Gesamteinschätzung zur Chancen- und Risikolage Für die TNK existieren derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken, weder durch Einzel-, noch durch aggregierte Positionen. Diese werden auch nicht für das folgende Geschäftsjahr erwartet. Die Risikotragfähigkeit der TNK ist gegeben. Dennoch unterliegt die Gesellschaft gewissen Unsicherheiten, die ihre Geschäftsaktivitäten beeinflussen können. Durch den Einsatz geeigneter Kontroll- und Überwachungssysteme sowie entsprechender Sicherungsmaßnahmen werden diese Risiken weitestgehend begrenzt. Neben den Risiken können sich unterschiedliche Sachverhalte dabei auch positiv auf die Geschäftstätigkeiten auswirken. Die frühzeitige Identifizierung, Überwachung und Steuerung dieser Chancen erfolgt ebenfalls im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements. Auf Grundlage der internen Chancen- bzw. Risikoerkennung und -bewertung haben die folgenden Sachverhalte eine wesentliche Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Im Rahmen der Bewertung der Chancen- und Risikolage wurden dabei keine Risiken mit einer Auswirkung i. H. v. über 25 Mio. € identifiziert. Chancen und Risiken aus übergreifenden Entwicklungen In Zusammenhang mit den weltweiten geopolitischen Auseinandersetzungen nimmt die gesamtwirtschaftliche Risikosituation zu. Zugleich verschärft sich die allgemeine Risikosituation durch die anhaltende Dienstleisterknappheit sowie eine drohende Rezessionsgefahr in Europa. Insbesondere bei den globalen Lieferketten, bei Preisen, Margen und Liquidität entstehen neue Risiken. Die potentiellen Auswirkungen bestehender Risiken vervielfältigen sich dabei zunehmend. Ein im Ergebnis vergleichsweise gehobenes Inflationsniveau und die damit einhergehenden Zinsanpassungen der Zentralbanken können erhöhte Risiken bei der Finanzierung des Breitbandausbaus mit sich führen. Die steigenden Kapitalmarktzinsen könnten in der Folge zudem die Umsetzungsgeschwindigkeit beim eigenwirtschaftlichen Ausbau hemmen. Die aktuellen geopolitischen Ereignisse bedingen zusätzliche, umfangreiche und tiefgreifende Veränderungen, nicht zuletzt aus rechtlicher Perspektive. Die Risiken, aber auch Chancen, die sich aus Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen ergeben, werden von der TNK in einem kontinuierlichen Prozess analysiert. Dabei profitiert die Gesellschaft von ihrer engen Zusammenarbeit mit der TEAG-Unternehmensgruppe, dem bundesweiten Erfahrungsaustausch mit verschiedenen Verbänden und Netzwerken sowie dem Expertenwissen ihrer Mitarbeiter. Aus der Dynamik des Marktumfelds und der zunehmenden Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ergeben sich über die angeführten Risiken hinaus aber auch verschiedene strategische Entwicklungschancen. Die aktuellen Veränderungen gehen dabei über die bisherigen, im Rahmen der Hochrechnungen bzw. Mittelfristplanungen betrachteten Ansätze hinaus. Die mit der Energie-, Wärme-, und Verkehrswende bzw. den hiermit zusammenhängenden Digitalisierungsaufgaben einhergehenden bzw. entstehenden Geschäftschancen bieten dabei das Potential, den Unternehmenserfolg der TNK nachhaltig positiv zu beeinflussen. Übergreifende Chancen ergeben sich insbesondere durch die Entwicklung und Nutzung neuer, innovativer Technologien, aus denen wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen hervorgehen können. Entsprechende Geschäftspotenziale sind aktuell u.a. durch Projekte in der Wohnungswirtschaft gegeben. Chancen aus übergreifenden Entwicklungen ergeben sich zudem auch aus der Optimierung technologischer Abläufe sowie der stetigen Effizienzsteigerung bzw. Anpassung der Strukturen und Prozesse. Das Thema IT-Sicherheit hat nach wie vor eine große Bedeutung. Potenzielle Cyberangriffe, die zu erheblichen IT-Ausfällen führen könnten, sind ernstzunehmende Risikoszenarien und stellen eine ernsthafte Bedrohung dar. Maßnahmen zur Reduzierung und Vermeidung von IT-Risiken werden bei der TNK überwiegend im Verbund mit der TEAG-Unternehmensgruppe ergriffen. Technische Maßnahmen zur Risikovermeidung liegen u. a. in mehrstufigen Firewalls, dem IKS, verschiedenen Backup-Strategien und einem umfassenden Berechtigungs- und Zutrittsmanagement. Neben regelmäßigen Überprüfungen der bestehenden Sicherheitsarchitektur erfolgen zudem die Kommunikation aktueller Bedrohungsszenarien an die Belegschaft sowie umfangreiche Schulungen. Zur Begrenzung der finanziellen Schäden eines IT-Ausfalls wurden geeignete Maßnahmen ergriffen. Zusätzliche Risiken entstehen durch die demografische Entwicklung in Deutschland bzw. Thüringen und betreffen v. a. das auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehende Fachkräftepotenzial. Zur Risikoreduzierung führt die TNK regelmäßige Analysen des Personalbedarfs durch und leitet daraus entsprechende Rekrutierungs- und Personalbindungsmaßnahmen ab. Die gezielte Rekrutierung und Förderung qualifizierter Fachkräfte wirkt dem sich in den kommenden Geschäftsjahren verstärkenden Risiko des zunehmenden Fachkräftemangels entgegen. Marktchancen und -risiken Strategische Risiken entstehen durch allgemeine Geschäftsmodell- und Strategieveränderungen im Telekommunikationsmarkt. Entsprechenden Risikopotenziale werden von der Gesellschaft fortlaufend beobachtet bzw. identifiziert und in der Unternehmensstrategie entsprechend berücksichtigt. Gleiches gilt für relevante Technologieänderungen, die erheblichen Einfluss auf das Geschäftsmodell der TNK haben können. Darüber hinaus können insbesondere preisrelevante Regulierungsentscheidungen und Gesetzesvorhaben im Telekommunikationsmarkt bzw. -bereich die Geschäfts- und Umsatzentwicklung der TNK beeinflussen. Marktrisiken beim Glasfaserausbau bestehen v. a. durch konkurrierenden Infrastrukturausbau bzw. Überbau durch Wettbewerber (Auswirkungsklasse C); u.a. durch die Erweiterung der Förderbarkeit des Breitbandausbaus (Förderung sog. "grauer Flecken"), da die bisherige Förderung von Anschlüssen kleiner 30 Mbit/s (sog. "weiße Flecken") auf alle nicht-glasfaserbasierten Anschlüsse ausgeweitet wurde. Zum Zweck von Sicherungsmaßnahmen beobachtet die TNK das weitere politische bzw. regulatorische Geschehen sehr genau und nimmt es in ihre Netzausbauplanungen auf bzw. beteiligt sich aktiv an entsprechenden Ausschreibungen. Neben dem anhaltenden Wettbewerbsdruck um Kunden und attraktive Produktangebote ergeben sich für die Gesellschaft aus dem voranschreitenden Breitbandausbau der Wettbewerber auch entsprechende Ergebnisrisiken (Auswirkungsklasse D). So können beispielsweise eine geringere Marktdurchdringung bzw. niedrigere Margen oder eine geringere Investitionsförderung als geplant das Unternehmensergebnis negativ beeinflussen. Als operatives Marktrisiko kann z.B. die konkurrierende Infrastruktur eines großen deutschen Telekommunikationsunternehmens im Bereich der Festverbindungen angesehen werden. Die Marktentwicklungen werden fortlaufend überwacht, entsprechende Gegenmaßnahmen werden eingeleitet. Insbesondere im Geschäftskundenbereich besteht im Hinblick auf die anhaltende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft sowie dem Nachfragetrend nach immer schnelleren Datenverbindungen, beispielsweise zwischen verschiedenen Unternehmensstandorten, nach wie vor ein großes Chancenpotenzial. Im Privatkundenbereich bietet sich in der direkten sowie indirekten (Endkunden-) Vermarktung über sog. "Bitstream-Access"-Vorleistungsprodukte die Möglichkeit, einen deutlich höheren Netznutzungsgrad zu erreichen. Im Carrier-Umfeld eröffnen insbesondere die sog. "Backhaul"-Netze der Mobilfunknetzbetreiber, die aktuell massiv den sog. "5G-Standard" vorantreiben, weitere Wachstumsmöglichkeiten. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken ergeben sich für die TNK durch das Finanzierungsmodell der betrieblichen Altersvorsorge (BAV). Mit der im Geschäftsjahr 2022 vorgenommenen anteiligen Neuausrichtung der Finanzierung der BAV vom Pensionstreuhandmodell "Contractual Trust Arrangement (CTA)" zum Pensionsfondsmodell, besteht die Chance einer sich verstetigenden Ergebnisentwicklung, unabhängig von den Entwicklungen am Kapitalmarkt. Ein gewisses Ergebnis- und Liquiditätsrisikopotenzial in Form von Marktschwankungen innerhalb des verbleibenden CTA-Vermögens besteht fort. Im Rahmen des Jahresabschlusses erfolgt weiterhin eine Marktpreisbewertung des CTA-Vermögens. Auftretende Marktpreisschwankungen können sich dabei sowohl positiv als auch negativ auf die Ertragslage auswirken. Die Entwicklung des Fonds wird aktiv durch gezielte Maßnahmen im Anlageausschuss der TEAG-Unternehmensgruppe gesteuert. Daneben unterliegt die Fondsabwicklung gültigen banken- und aufsichtsrechtlichen Regelungen. Potenzielle Risiken ergeben sich aus einer Nachschussverpflichtung bei einer etwaigen negativen Wertentwicklung des Pensionsfondsvermögens der ausgelagerten Pensionsverpflichtungen. IV PrognoseberichtDer Telekommunikationsmarkt ist weiter in Bewegung. Derzeit werden zahlreiche Kooperations- und Finanzierungsverträge zwischen der öffentlichen Hand als Fördermittelgeber im geförderten Glasfaserausbau und Telekommunikationsdienstleistern sowie auch zwischen den ausbauenden Wirtschaftsunternehmen selbst geschlossen. Die Aufrechterhaltung des aktuellen Ausbautempos beim Glasfaserausbau ist auch dringend nötig, denn die durchschnittliche Datenmenge pro Kunde hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Der signifikante Anstieg der Kapital- bzw. Finanzierungskosten führt zu erheblichen strategischen Herausforderungen bei der Investitionsplanung bzw. Wirtschaftlichkeitsberechnung im eigenwirtschaftlichen Ausbau, sodass sich der Markt aktuell in einer Konsolidierungsphase befindet. Die TNK hat die Finanzierung ihrer Investitionen für das nächste Geschäftsjahr gesichert und wird ihre Ausbauaktivitäten verstärken. Beim eigenwirtschaftlichen Ausbau wird sie ihr Investitionsvolumen - nach der diesjährigen Verdopplung - in den kommenden Jahren weiter steigern. Für die nächsten 3 Jahre plant die Gesellschaft mit einem eigenwirtschaftlichen Investitionsbudget von insgesamt rund 150 Mio. €. Darüber hinaus soll im selben Zeitraum der Abschluss der Vorhaben im sog. "weiße Flecken"-Förderprogramm mit einen Gesamtinvestitionsvolumen von rund 160 Mio. € erfolgen. Im Hinblick auf das Privatkundengeschäft hat sich die TNK das Ziel gesetzt, ihre Kundenzahl auf über 100.000 zu steigern. Den Geschäftsfokus auf die Verbindung von Netzausbau und Bandbreitenerhöhung wird die Gesellschaft beibehalten. Zur Steigerung des Marktanteils wird die TNK ihre Geschäftsaktivitäten sowohl im ländlichen Raum als auch in Form von Kooperationsprojekten mit verschiedenen Stadtwerken weiterentwickeln. Ausgehend von der Geschäftsentwicklung im aktuellen Berichtszeitraum und unter Berücksichtigung der oben prognostizierten Marktentwicklung sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen erwartet die TNK für das Geschäftsjahr 2024 ein EBITDA zwischen 18.000 T€ und 22.000 T€. Daraus abgeleitet wird ein EBT zwischen 3.500 T€ und 5.000 T€ und ein Jahresüberschuss zwischen 2.500 T€ und 3.500 T€ prognostiziert. Für das Geschäftsjahr 2024 hat die TNK Investitionen i. H. v. von bis zu rund 77 Mio. € geplant, die v. a. für den eigenwirtschaftlichen Ausbau sowie für Investitionen im Rahmen des geförderten Glasfaserausbaus vorgesehen sind. Die eigenwirtschaftlichen Investitionen werden durch entsprechende Gesellschafterdarlehen finanziert.
Erfurt, 28. März 2024 Die Geschäftsführung Karsten Kluge Hendrik Westendorff BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. VorbemerkungenJahresabschluss Die Thüringer Netkom GmbH (TNK) mit Sitz in Erfurt, Schwerborner Straße 30 ist unter der Registernummer HRB 108822 im Handelsregister des Amtsgerichtes Jena eingetragen. Der Jahresabschluss ist nach den geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Ausweis erfolgt - soweit nicht anders angegeben - in Tausend Euro (T€). Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu tätigen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Soweit einzelne Posten in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst werden, erfolgt eine Aufgliederung im Anhang. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die periodenfremden Erträge und Aufwendungen werden in den jeweiligen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erläutert. Der Ausweis der sonstigen Steuern erfolgt im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen. Die Gesellschaft ist ein vertikal integriertes Unternehmen im Sinne von § 3 Nr. 38 EnWG. Die TNK erbringt weder energiespezifische Dienstleistungen noch andere Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG und fällt daher nicht unter den Anwendungsbereich der Festlegung der Bundesnetzagentur. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der TEAG Thüringer Energie AG (TEAG), Erfurt, einbezogen. Die TEAG ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die KEBT Kommunale Energie Beteiligungsgesellschaft Thüringen Aktiengesellschaft (KEBT), Erfurt, ist gemäß § 290 HGB Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises. Konzernabschluss und Konzernlagebericht des TEAG-Konzerns und KEBT-Konzerns werden nach § 325 HGB bei der das Unternehmensregister führenden Stelle elektronisch eingereicht und dort bekannt gemacht. Die Konzernabschlüsse werden nach HGB aufgestellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden(1) Aktiva Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die abnutzbaren Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden linear und gemäß branchenüblicher Tabellen am unteren Ende der Bandbreite entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen vorgenommen. Zuschreibungen werden aufgrund des Wegfalls des ursprünglichen Wertminderungsgrunds auf die fortgeführten Restbuchwerte vorgenommen. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit dem Nennwert bilanziert. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs enthalten. Als aktivierte Eigenleistungen werden 100 % der Lohn- und Fertigungsleistungen ausgewiesen. Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Umlaufvermögen Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu gleitenden Durchschnittspreisen unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips und der Inanspruchnahme zulässiger Bewertungsabschläge. Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten und, soweit erforderlich, zum niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Weiterhin wurde eine Pauschalwertberichtigung von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) vorgenommen. Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen und wird zum Nennwert angesetzt. Es werden Beträge aus der Aufnahme von Darlehen ausgewiesen, die nach § 250 Abs. 3 HGB bilanziert wurden. Diese werden über die Laufzeit des jeweiligen Darlehens aufgelöst. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in Fondsanteilen angelegt. Die Fondsanteile werden vom Helaba Pension Trust e. V. (Helaba), Frankfurt am Main, treuhänderisch für die TNK verwaltet. Mögliche Ausschüttungen des Spezialfonds werden in diesen thesaurierend angelegt und dienen der Insolvenzsicherung der Verpflichtungen aus der Altersversorgung. Die betreffenden Vermögensgegenstände sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dieser wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Der die Verpflichtungen übersteigende beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. (2) Passiva Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert ausgewiesen. Die Kapitalrücklage enthält Rücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Die Gewinnrücklagen betreffen andere Rücklagen gemäß § 272 Abs. 3 HGB. Ertragszuschüsse Der Posten Ertragszuschüsse beinhaltet vereinnahmte Baukostenzuschüsse. Bei der Auflösung der Baukostenzuschüsse wurde grundsätzlich eine Gesamtdauer von 20 Jahren unterstellt. Die Auflösung wird linear über die Gesamtdauer zugunsten der Umsatzerlöse vorgenommen. Sonderposten für Investitionszuschüsse Die im Sonderposten aus Investitionszuschüssen erfassten Beträge werden abschreibungskonform zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst. Rückstellungen Die Bewertung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen. Der für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen verwendete Zinssatz basiert auf einer auf den Bilanzstichtag abzielenden Prognose des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Weiterhin sind ein Gehaltstrend und eine Rentendynamik berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühestmöglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung herangezogen. Für Mitarbeiter mit abgeschlossenen Vorruhestandsvereinbarungen wird das vertraglich vereinbarte Endalter berücksichtigt. Des Weiteren werden Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung sind entsprechende Mittel in Fondsanteilen angelegt. Die Fondsanteile werden von der Helaba treuhänderisch für die TNK verwaltet. Mögliche Ausschüttungen der Spezialfonds HI-Pension Trust Thüringer Energie-Fonds werden in diesem thesaurierend angelegt. Das Deckungsvermögen dient der Insolvenzsicherung der Verpflichtungen aus der Altersversorgung. Die betreffenden Vermögensgegenstände sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen liegen folgende Parameter zugrunde:
Die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Die Steuerrückstellungen bestehen im Wesentlichen für Verpflichtungen aus Gewerbesteuer sowie Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag. Der KEBT-Konzern fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15,0 % aufweist. Die Bestimmung des effektiven Steuersatzes nach dem MinStG ist sehr komplex und beinhaltet eine Vielzahl von spezifischen Anpassungen. Auf die Gesellschaft wird zukünftig grundsätzlich keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungssteuer entfallen, da sie weder oberste Muttergesellschaft noch Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne der § 3 MinStG ist. Allerdings ist sie der Gruppenträgerin, die künftig gegebenenfalls entstehende Steuermehrbelastungen für alle in Deutschland belegenen Geschäftseinheiten zu tragen hat, zum Ausgleich für etwaige durch die Gesellschaft verursachte nationale Ergänzungssteuerbeträge verpflichtet. Da das MinStG für das aktuelle Geschäftsjahr für die Gesellschaft noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen, sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar. Die Berechnung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Für die Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen wird gemäß der bis einschließlich 2008 abgeschlossenen betrieblichen und tarifvertraglichen Vereinbarungen ein Rechnungszins, basierend auf einer auf den Bilanzstichtag abzielenden Prognose des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre, bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren, herangezogen. Ferner wird ein Gehaltstrend berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Für die Vorruhestandsverpflichtungen für laufende und bereits vereinbarte Verpflichtungen sowie für potentielle Verpflichtungen wird von unterschiedlichen Durationen ausgegangen. Der für diese Durationen maßgebliche Zins wurde mittels linearer Interpolation aus einer auf den Bilanzstichtag abzielenden Prognose der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätze abgeleitet. Ferner wird ein Gehaltstrend berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Zur Berechnung der Verpflichtungen wurden folgende Parameter verwendet:
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden abgeleiteten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre (0,89 % bis 1,46 % p. a.) gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 und Satz 4 HGB abgezinst. Die Abzinsung wird auch für ursprünglich langfristige Rückstellungen vorgenommen, deren Restlaufzeit am Bilanzstichtag ein Jahr nicht überschreitet. Bei langfristigen Rückstellungen wird ebenso eine Preissteigerungsrate von 2,2 % p.a. (Vorjahr: 2,2 % p.a.) berücksichtigt. Erträge und Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie aus Änderungen der Zinssätze werden gesondert unter dem Posten Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge bzw. Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Passive latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von 30 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen aus Zuschüssen, die von Gemeinden zur DSL-Erschließung der Ortschaften gewährt wurden, sowie aus erhaltenen Einrichtungsgebühren für die Breitbandanbindung ausgewiesen. Darüber hinaus werden unter diesem Posten vereinnahmte Einmalgebühren für die Bereitstellung von WLAN-Technik bilanziert. Der Rechnungsabgrenzungsposten wird im Wesentlichen über die Vertragslaufzeit zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Ab dem Geschäftsjahr 2016 werden die DSL-Zuschüsse über eine feste Laufzeit von 20 Jahren aufgelöst. C. Erläuterungen zur Bilanz(1) Anlagevermögen
(2) Vorräte
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit wie im Vorjahr von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen überwiegend die noch ausstehenden Zuwendungen im Rahmen des Breitbandausbaus. (4) Flüssige Mittel
(5) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen Ausgaben für Wartungen und Serviceleistungen sowie Vertriebspartnerprovisionen. Die Auflösung erfolgt linear über die Laufzeit. Des Weiteren werden Bearbeitungsentgelte für Darlehen der Geschäftsjahre 2022 bis 2024 in Höhe von 1 T€ (Vorjahr: 2 T€) ausgewiesen. (6) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Aus der Verrechnung der Deckungsvermögen im Zusammenhang mit rückgedeckten Pensionsverpflichtungen ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag, der sich wie folgt zusammensetzt:
Der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 268 Abs. 8 HGB beträgt 69 T€ (Vorjahr: 0 T€). (7) Eigenkapital Die TEAG ist mit 100,0 % am gezeichneten Kapital der Gesellschaft beteiligt. Ausschüttungsbeschränkungen gemäß § 268 Abs. 8 HGB bzw. §253 Abs. 6 HGB ergeben sich nicht, da in ausreichender Höhe frei verfügbare Rücklagen vorhanden sind. Mit Gesellschafterbeschluss vom 08. Juni 2023 wurde ein Betrag in Höhe von 1.099 T€ in die Gewinnrücklage eingestellt. (8) Ertragszuschüsse Im Geschäftsjahr wurden Baukostenzuschüsse in Höhe von 4 T€ (Vorjahr: 4 T€) zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. (9) Sonderposten für Investitionszuschüsse Der Sonderposten für Investitionszuschüsse beinhaltet im Wesentlichen Zuschüsse zum Anlagevermögen aus der Breitbandförderung. (10) Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten die sich aus abgeschlossenen Betriebsvereinbarungen ergebenden Verpflichtungen im Rahmen einer betrieblichen Alterssicherung. Diese Rückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind entsprechend durch Fondsanteile, die von der Helaba treuhänderisch verwaltet werden, besichert. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Diese sind gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen zu verrechnen. Der in der nachstehenden Tabelle genannte beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde, soweit es sich um Fondsanteile handelt, durch die beauftragten Verwaltungsgesellschaften unter Zuhilfenahme von Börsenkursen beziehungsweise allgemein anerkannter Bewertungsmethoden zum Abschlussstichtag abgeleitet. Im Vorjahr erfolgte eine Umstrukturierung der betrieblichen Altersvorsorge. Es wurde eine Übertragung aller bis zum Übertragungszeitpunkt bestehenden Verpflichtungen gegenüber Rentnern und aus unverfallbaren Anwartschaften auf einen Pensionsfonds durchgeführt.
Der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 268 Abs. 8 HGB beträgt 1 T€ (Vorjahr: 0 T€).
(12) Passive latente Steuern
(13) Rechnungsabgrenzungsposten
(14) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Versorgungskasse Energie VVaG i. L. (VKE), Hannover, hat bis zum 30. Dezember 2017 die Rückdeckungsversicherung für Betriebsrenten (arbeitnehmerfinanzierte Versorgungsbausteine) durchgeführt und befindet sich seitdem in Liquidation. Die versicherungsvertraglichen Vermögen (Deckungsvermögen) wurden von der VKE direkt an den Helaba Pension Trust e. V. übertragen. Für den arbeitnehmerfinanzierten Teil der Spezialfonds besteht grundsätzlich eine Nachschussverpflichtung. Zum Bilanzstichtag liegt diese aufgrund ausreichend vorhandenem Deckungsvermögen nicht vor. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte eine Umstrukturierung der betrieblichen Altersvorsorge. Dabei wurde eine Übertragung aller bis zum Übertragungszeitpunkt bestehenden Verpflichtungen gegenüber Rentnern und aus unverfallbaren Anwartschaften auf einen Pensionsfonds durchgeführt. Beim Eintritt einer entsprechenden negativen Wertentwicklung besteht grundsätzlich eine Nachschussverpflichtung. Nach den derzeitigen Entwicklungen ist die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme als gering einzuschätzen. Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
D. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung(15) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt. (16) Sonstige betriebliche Erträge
(17) Materialaufwand
(18) Personalaufwand
(19) Abschreibungen
(20) Sonstige betriebliche Aufwendungen
(21) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(22) Zinsen und ähnliche Aufwendungen
In den Erträgen (-) bzw. Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen sind im Vorjahr mit einem Teilbetrag in Höhe von 157 T€ Veräußerungsverluste aus dem Verkauf von Wertpapieren im Zusammenhang mit der Übertragung von Pensionsverpflichtungen auf einen Pensionsfonds im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung enthalten. (23) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
E. Sonstige AngabenGeschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen gemäß § 6b Abs. 2 EnWG Im Geschäftsjahr wurden folgende Geschäfte größeren Umfangs getätigt, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens nicht von untergeordneter Bedeutung sind:
Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da diese Angaben im Konzernabschluss der TEAG erfolgen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor. Geschäftsführung
Auf die Angabe der Bezüge der gesetzlichen Vertreter wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:
Erfurt, den 28. März 2024 Die Geschäftsführung Karsten Kluge Hendrik Westendorff BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Thüringer Netkom GmbH, Erfurt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Thüringer Netkom GmbH, Erfurt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Thüringer Netkom GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 17. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dirk Wolfgang Fischer, Wirtschaftsprüfer ppa. Frank Hack, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 17. Juni 2024 festgestellt. |
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