Stammdaten

Register
Amtsgericht Lemgo HRB 3123
Vorher
Lediberg Kalender GmbH
Eingetragen
23.10.2001
Branche
Herstellung von Schreibwaren und Bürobedarf aus Papier, Karton und PappeVerlegen von BüchernVerlegen von Zeitschriften
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Kalendern und ähnlichen Druckerzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ingo Klaus
seit 27.5.2022
Liquidator

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lediberg GmbH (vormals: Lediberg Kalender GmbH)

Lage (vormals: Lemgo)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 659.316,04 3.096.181,04
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 956,00 2.389,00
II. Sachanlagen 39.575,00 6,00
III. Finanzanlagen 618.785,04 3.093.786,04
B. Umlaufvermögen 2.479.021,11 266.182,88
I. Vorräte 1.442.289,74 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 580.145,10 263.539,71
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 456.586,27 2.643,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.550,71 0,00
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 4.158.053,56
Bilanzsumme, Summe Aktiva 3.139.887,86 7.520.417,48

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 354.819,03 0,00
I. gezeichnetes Kapital 6.100.000,00 6.100.000,00
II. Kapitalrücklage 20.256.000,00 15.256.153,19
III. Verlustvortrag 25.514.206,75 24.536.787,60
IV. Jahresfehlbetrag 486.974,22 977.419,15
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 0,00 4.158.053,56
B. Rückstellungen 1.618.238,00 18.010,50
C. Verbindlichkeiten 1.166.830,83 7.502.406,98
Bilanzsumme, Summe Passiva 3.139.887,86 7.520.417,48

Anhang

Allgemeine Hinweise
Die Lediberg GmbH hat ihren Sitz in Lage  und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter der Registernummer HR B 3123 eingetragen.
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 I HGB auf.
Wir haben für das Geschäftsjahr 2020 den Jahresabschluss unserer Gesellschaft nach den geltenden handelsrechtlichen Bestimmungen aufgestellt und dabei die Vorschriften für Kapitalgesellschaften beachtet. Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht.
Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für kleine Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB).
Am 01.12.2020 wurden die Lediberg GmbH (übertragender Rechtsträger) und die Gunova Kalender GmbH (übertragender Rechtsträger) auf die Lediberg GmbH (übernehmender Rechtsträger) verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte mit Wirkung zum 01.01.2020.
Ebenfalls am 01.12.2020 wurde die Lediberg Kalender GmbH umfirmiert, der neue Name lautet: Lediberg GmbH.
Auf Grund dieser Verschmelzung sei darauf hingewiesen, dass im weiteren Verlauf die Vorjahresvermerke sich auf die Lediberg Kalender GmbH beziehen und erheblich von den aktuellen Werten abweichen können.
Die Verlustsituation der an der Verschmelzung beteiligten Unternehmen sowohl in den vergangenen und auch im aktuellen Jahr hat die Gesellschafterin veranlasst, im Berichtsjahr eine Kapitalerhöhung von EUR 5,0 Mio. durchzuführen.
Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft daher auf die finanzielle Unterstützung ihrer Muttergesellschaft BOOST S.p.A., Bergamo, Italien, angewiesen.
Diese hat sich durch Patronatserklärung vom 08.07.2019 verpflichtet die Gesellschaft so auszustatten, dass die Gunova Kalender GmbH jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten zu erfüllen. Sofern BOOST der Gesellschaft Mittel zum fristgerechten Ausgleich von Verbindlichkeiten zur Verfügung stellt, tritt die Erstattungsforderung im Rang hinter die Forderungen anderer Gläubiger zurück. Es wurde vereinbart, dass diese nachrangigen Ansprüche gegenüber der Gesellschaft solange nicht geltend zu machen sind, sofern deren Befriedigung zu einer Überschuldung im Sinne des § 19 InsO führen würde. Vor dem Hintergrund der Patronatserklärung halten wir den Fortbestand der Gesellschaft für überwiegend wahrscheinlich, sehen aber aufgrund der Abhängigkeit von der finanziellen Unterstützung der BOOST ein bestandsgefährdendes Risiko. Das bestandsgefährdende Risiko besteht auch, wenn bis zum zeitlichen Ablauf der Patronatserklärung keine Besserung der Ertragssituation der Tochterunternehmen trotz eingeleiteter Restrukturierungsmaßnahmen eingetreten ist und nicht rechtzeitig eine zeitliche Verlängerung der Laufzeit der Patronatserklärung erreicht werden kann. Die Patronatserklärung ist bis zum 30. Juni 2022 befristet.
Verursacht durch die Covid-19 Pandemie wird der in 2020 eingetretene Beschäftigungsrückgang seit dem 01.04.2020 durch Kurzarbeit ausgeglichen. Das Instrument der Kurzarbeit kann auch in 2021 weiter genutzt werden.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfol­genden Bilan­zie­rungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:
Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über drei Jahre abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um plan­mäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen überwiegend linear über die Nutzungsdauer vorgenommen. Bei Zugängen wird die Abschreibung zeitanteilig berücksichtigt.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 150,00 sind im Erwerbsjahr voll, solche mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 in einem Sammelposten zusammengefasst und mit 20% p.a. und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben.
Die Finanzanlagen enthalten Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren Wert, der am Stichtag beizulegen ist.
Liegen Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung des Anlagevermögens vor, so wird diese vorgenommen.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogener Waren erfolgte zu den Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 IV HGB). Fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten (§ 255 II HGB).
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bewertet. Die erkennbaren Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Forderungsausfall- und Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % abgebildet.
Beim Umlaufvermögen werden bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordene negative Verän­de­rungen, soweit diese im abgelaufenen Geschäftsjahr verursacht worden sind, durch Abschrei­bungen berücksichtigt.
Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB).
Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfül­lungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abgezinst (§ 253 II 2 HGB).
Die mittelbaren Pensionsverpflichtungen aus Unterstützungskassenzusagen sind in voller Höhe passiviert.
Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünf­tiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berück­sichtigen alle erkenn­baren Risiken und ungewisse Verpflichtungen.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen, die gegen Dritte bestehen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Forderungen gegen Lediberg Benelux B.V., Wormerveer, Niederlande und belaufen sich auf TEUR 35 (Vorjahr TEUR 91).
Die Laufzeit sämtlicher Forderungen beträgt weniger als ein Jahr.

Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital beträgt insgesamt EUR 6.100.000,00.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Für die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):

Durchschnittlicher Marktzins von 2,30%, für eine Laufzeit von 10 Jahren und 1,60% bei siebenjähriger Durchschnittsbildung, die von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde

Rententrend von 1,5% nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG in 2010 ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von EUR 167.151. Der Unterschiedsbetrag wurde seit dem Jahr 2014 vollständig passiviert.
Aus der Unterstützungskasse (E. Gundlach GmbH & Co. KG Bielefeld e.V., Bielefeld) ergibt sich ein Fehlbetrag analog § 6a EStG/Bewertungsmaßstab BilMoG von insgesamt TEUR 616 (Vorjahr TEUR 639). Dieser wurde in voller Höhe passiviert.

Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten, die gegenüber Dritten bestehen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 805 bestehen gegenüber der Gesellschafterin Boost SpA, Bergamo, Italien. Sie resultieren aus Warenlieferungen (TEUR 1.373), Forderungen gegen die Gesellschafterin (TEUR 92) und Forderungen aus dem existierenden Cash-Pool Vertrag (TEUR 475).
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten TEUR 61 als Ergebnis der Betriebsprüfung 2012- 2016.
Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit unter einem Jahr, ebenso im Vorjahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Gesellschaft hat diverse Miet- und Leasingverträge für Gebäude und Pkw abgeschlossen. Infolge dieser Leasingverträge summieren sich die in den Jahren 2020 bis 2023 zu zahlenden Beträge auf TEUR 50
Die finanziellen Verpflichtungen aus dem Mietvertrag für Grundstücke und Gebäude betragen TEUR 339.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Verschmelzung (TEUR 816), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 96), Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen zu Forderungen (TEUR 63), Erträge aus der Versteuerung des geldwerten Vorteils aus der KFZ-Nutzung (TEUR 21), sowie Erträge aus Sachanlagenverkäufen (TEUR 19).
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Verschmelzung (TEUR 823), für Mieten, Versicherungen, Wartungskosten, Fahrzeuge und Ausgangsfrachten sowie für Verkaufsprovisionen, Messekosten, Werbekosten und Rechts- und Beratungskosten.

Sonstige Angaben
Mitarbeiter
Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 23 (Vorjahr 0) Mitarbeiter.
Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 2 HGB der BOOST SpA, Bergamo, Italien. Unser Unternehmen wird in den Konzernabschluss der BOOST SpA, Bergamo, Italien, ein­be­zogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt und auch dort veröffentlicht

Nachtragsberich
Die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie lassen sich nicht nur für uns sehr schwer beschreiben. Auch für 2021 ist mit Einschränkungen hinsichtlich der Umsatz- und Ergebnisentwicklung zu rechnen. Die Höhe dieser Einschränkungen ist von vielen Faktoren abhängig. Beispielhaft seien die Entwicklung der Covid-19 Pandemie weltweit, Die Eindämmung entstehender Hotspots, mögliche "Coronawellen" in Deutschland, die Entwicklung und Einsatzfähigkeit von Impfstoffen und staatliche Unterstützungen für die Wirtschaft genannt.

sonstige Berichtsbestandteile


Lage, den 31.03.2021

gez. Marzio Emiliano Carrara


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 31.03.2021 festgestellt.

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