Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 17658
Vorher
ELOCAB Sonderkabel GmbHLEONI elocab GmbH
Eingetragen
25.10.2000
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von sonstigen elektronischen und elektrischen Drähten und KabelnHerstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungen
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Kabeln und konfektionierten Kabeln sowie der Handel mit solchen Erzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Karl Rademacher
seit 4.6.2025
Geschäftsführer
Johannes Berg
seit 18.2.2025
Geschäftsführer
Chien-Hua Teng
seit 2.3.2022
Geschäftsführer
Thomas Ludwig Deubel
seit 22.10.2021
Geschäftsführer
Elk Stegmann
seit 27.10.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BizLink Speedy Pte. Ltd.SGP
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BizLink elocab GmbH (vormals: LEONI elocab GmbH)

Georgensgmünd

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 30.09.2021

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die LEONI elocab GmbH, Georgensgmünd

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LEONI elocab GmbH, Georgensgmünd, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LEONI elocab GmbH, Georgensgmünd, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir weisen auf den Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" des Anhangs sowie die Risikoberichterstattung - insbesondere den Abschnitt Liquiditätsrisiken/Zins- und Finanzierungsrisiken" im Lagebericht im Kapitel D "Risiko- und Chancenbericht" und den Prognosebericht im Lagebericht im Kapitel F "Prognosebericht" - hin. Dort beschreiben die gesetzlichen Vertreter, dass wirtschaftliche und finanzielle Verbindungen mit dem LEONI-Konzern und eine Mithaftung für Konzernverbindlichkeiten bestehen. Zudem ist die Gesellschaft in das zentrale Finanzierungs- und Liquiditätsmanagement des LEONI-Konzerns integriert. Die Liquidität des LEONI-Konzerns und der LEONI AG ist - insbesondere als Folge der Corona-Pandemie und der damit zusammenhängenden anhaltenden Störungen im Geschäftsverlauf (z.B. Unterbrechung von Lieferketten inklusive Werkschließungen bei Kunden aufgrund der fehlenden Verfügbarkeit von insbesondere Halbleitern) sowie des Auslaufens wesentlicher Teile der derzeitigen Finanzierung zum Ende des Geschäftsjahres 2022 - stark angespannt und gefährdet deren Bestand. Hinsichtlich der vorgenannten Bestandsgefährdung auf Ebene des LEONI Konzerns und der LEONI AG sieht sich auch die Gesellschaft aufgrund ihrer Einbindung in das konzernweite Finanzierungs- und Liquiditätsmanagement sowie ihrer Mithaftung für andere Konzerngesellschaften in einer ihren Bestand gefährdenden Situation. Wie in den Angaben im Anhang und Lagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Anfang Oktober 2021 hat LEONI den Verkauf der zur WCS-Division (Wire & Cable Solutions) gehörenden Business Group Industrial Solutions an den strategischen Investor BizLink Holding Inc. (BizLink), bekannt gegeben. Die LEONI elocab GmbH ist Teil dieses Verkaufs. Die gesetzlichen Vertreter der LEONI elocab GmbH erwarten neben weiteren Wachstumsmöglichkeiten eine größere Sicherheit in der Finanzierung sowie, dass sich durch die Befreiung der Gesellschaft von der Mithaftung für die Verbindlichkeiten anderer LEONI Konzerngesellschaften die Risikoposition für die Gesellschaft erheblich reduzieren wird. Der Vollzug des Verkaufs wird für Anfang 2022 erwartet. Unser Prüfungsurteil ist bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 23. Dezember 2021

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Fischer, Wirtschaftsprüfer

Julija Bender, Wirtschaftsprüferin

Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg (HRB 17658)

Bilanz zum 30. September 2021

AKTIVA

30.09.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 119.380,92 115.395,70
119.380,92 115.395,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.477.474,35 2.530.048,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.373.664,42 4.079.121,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.598.349,31 3.201.800,37
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.913.028,74 8.429.728,48
24.362.516,82 18.240.698,96
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.156.973,49 11.028.023,49
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 11.600.000,00 11.600.000,00
22.756.973,49 22.628.023,49
47.238.871,23 40.984.118,15
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.823.890,72 3.851.552,00
2. Unfertige Erzeugnisse 848.611,00 617.928,00
3. Fertige Erzeugnisse 2.233.510,00 2.640.751,00
8.906.011,72 7.110.231,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.275.920,96 1.851.981,63
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 903.147,69 302.974,10
davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 230.128,02 (Vj. EUR 302.974,10)
davon aus umsatzsteuerlicher Organschaft EUR 673.019,67 (Vj. EUR 0,00)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 599.799,63 637.594,16
2.778.868,28 2.792.549,89
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 435,32 175.808,61
11.685.315,32 10.078.589,50
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 140.978,97 21.101,93
59.065.165,52 51.083.809,58

PASSIVA

30.09.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 2.878.772,41 2.878.772,41
III. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 438.030,00
3.416.802,41 2.978.772,41
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 474.320,00 374.454,00
2. Steuerrückstellungen 79.855,00
3. Sonstige Rückstellungen 5.511.098,55 3.112.371,91
6.065.273,55 3.486.825,91
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditistituten 35.000.000,00 35.000.000,00
davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr EUR 35.000.000,00 (Vj. EUR 35.000.000,00)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 528.911,10 124.726,03
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.531.086,67 1.477.588,38
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 3.531.086,67 (Vj. EUR 1.477.588,38)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.272.420,42 7.574.962,45
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 10.272.420,42 (Vj. EUR 7.574.962,45)
davon gegenüber Gesellschaftern EUR 0,00 (Vj. EUR 3.927.869,78)
davon aus Ergebnisabführung EUR 0,00 (Vj. EUR 4.891.105,28)
davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 503.488,29 (Vi. EUR 773.938,58)
davon aus Cashpool EUR 9.768.932,13 (Vj. EUR 1.909.918,59)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 250.671,37 440.934,40
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 250.671,37 (Vj. EUR 440.934,40)
davon aus Steuern EUR 156.428,03 (Vj. EUR 248.194,56)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.813,48 (Vj. EUR 0,00)
49.583.089,56 44.618.211,26
59.065.165,52 51.083.809,58

Anhang
für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2021

Allgemeine Angaben

Die Firma LEONI elocab GmbH hat Ihren Firmensitz in Georgensgmünd und wird unter der Nummer HRB 17658 beim Registergericht Nürnberg geführt. Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von Kabeln und konfektionierten Kabeln sowie der Handel mit solchen Erzeugnissen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 6.8.2021 wurde eine Änderung des Geschäftsjahres auf den Zeitraum 1.10. bis zum 30.9. des Jahres beschlossen (bisher: Kalenderjahr). Die Zahlen des Rumpfgeschäftsjahres vom 1.1. bis zum 30.9.2021 sind daher nicht bzw. nur eingeschränkt mit den Vergleichszahlen vom 1.1. bis zum 31.12.2020 vergleichbar.

Mit Beschluss vom 17.12.2020 wurde der Ergebnisabführungsvertrag mit der ehemaligen Gesellschafterin LEONI Kabel GmbH zum 31.12.2020 aufgehoben. Mit Beschluss vom 9./26.3.2021 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der LEONI Industry Holding GmbH zum 1.1.2021 geschlossen. Dieser wurde mit Beschluss vom 17.9.2021 zum 30.9.2021 aufgehoben. Dabei wurde auf einen etwaigen Anspruch auf Abführung des gesamten Gewinns verzichtet.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern). Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden fand nicht statt.

Die Gesellschaft ist dem Konzern der LEONI AG, Nürnberg zugehörig. Sie ist wirtschaftlich und finanziell mit dem LEONI-Konzern verbunden und haftet für Verbindlichkeiten anderer Konzerngesellschaften. Zudem ist die Gesellschaft in das zentrale Finanzierungs- und Liquiditätsmanagement des LEONI-Konzerns integriert. Die Liquidität des LEONI Konzerns und der LEONI AG ist - insbesondere als Folge der Corona-Pandemie und der damit zusammenhängenden anhaltenden Störungen im Geschäftsverlauf (z.B. Unterbrechung von Lieferketten inklusive Werkschließungen bei Kunden auf Grund der fehlenden Verfügbarkeit von insbesondere Halbleitern) sowie des Auslaufens wesentlicher Teile der derzeitigen Finanzierung zum Ende des Geschäftsjahres 2022 - stark angespannt und gefährdet deren Bestand. Hinsichtlich der vorgenannten Bestandsgefährdung auf Ebene des LEONI Konzerns und der LEONI AG sieht sich auch die Gesellschaft aufgrund ihrer Einbindung in das konzernweite Finanzierungs- und Liquiditätsmanagement sowie ihrer Mithaftung für andere Konzerngesellschaften in einer ihren Bestand gefährdenden Situation. Für weitere Ausführungen wird auf die Kapitel "Liquiditätsrisiken/Zins- und Finanzierungsrisiken" und "Prognosebericht" im Lagebericht verwiesen.

Erworbene immaterielle Vermögenswerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden in der Regel über eine Nutzungsdauer von 1 bis 10 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten fließen auch angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Leistungen ein. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände (Gebäude zwischen 15 und 50 Jahren, Technische Anlagen zwischen 2 und 17 Jahren, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 22 Jahren) und planmäßig linear vorgenommen. Liegt der beizulegende Wert voraussichtlich dauerhaft unter dem Buchwert, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Bei den Finanzanlagen wurden die bilanzierten Anteile sowie die Ausleihungen an verbundene Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung werden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu den durchschnittlichen bzw. tatsächlichen Einstandspreisen oder zu den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten angesetzt (gewogener Durchschnittswert bzw. Festwertverfahren gem. § 256 S. 2 i.V. m. § 240 Abs. 3 und 4 HGB). Der niedrigste dieser Werte kam jeweils zum Ansatz. Einkaufspreisminderungen (Boni und Skonti) und Anschaffungsnebenkosten (Fracht und Zölle) wurden berücksichtigt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit den Materialkosten und Fertigungskosten (einschließlich Gemeinkosten) zum Ansatz gebracht. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wurde durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber verbundenen Unternehmen wurden saldiert, sofern sie gleichartig gegen dieselben Parteien und mit derselben Fälligkeit zum Abschlussstichtag bestanden.

Der Ansatz der liquiden Mittel erfolgte zum Nennbetrag.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben/Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand/Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf bzw. der wirtschaftlichen Zugehörigkeit.

Latente Steuern aufgrund Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen werden im Falle eines Überhanges an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Vorratsbewertung, die aktiven latenten Steuern entstehen im Wesentlichen aus der Bewertung von Pensions- und Personalrückstellungen sowie aus der Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen. Aufgrund des Aktivüberhangs im Rumpfgeschäftsjahr werden latente Steuern in Ausübung des Wahlrechts nach § 275 HGB nicht angesetzt.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit einem Ertragssteuersatz von 29,625 %.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Pensionsrückstellung wird nach § 253 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Die Entgeltumwandlung wurde mit dem Barwert des am Stichtag unverfallbaren Anspruchs bewertet. Pensionsrückstellungen wurden analog zum Vorjahr unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre abzuzinsen. Der Unterschiedsbetrag der Rückstellung auf Basis des 7-jährigen und des 10-jährigen Rechnungszinses unterliegt der Ausschüttungssperre (§ 253 Abs. 6 HGB). Das Deckungsvermögen zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen wird zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und in voller Höhe mit den bestehenden Pensionsverpflichtungen verrechnet. Zinsaufwand aus den Pensionsverpflichtungen und Zinserträge aus dem Deckungsvermögen werden ergebniswirksam verrechnet. Die Zinsaufwendungen bzw. Zinserträge im Zusammenhang mit der Bewertung der Pensionsrückstellung werden mit den korrespondierenden Aufwendungen und Erträgen aus der Bewertung des Deckungsvermögens gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet, d. h. künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungsbeträge mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Monatsendkurs zum Abschlussstichtag gemäß § 256 a HGB umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet.

Die Devisentermingeschäfte und die Fremdwährungsforderungen wurden jeweils zu einer Bewertungseinheit in Form von Portfolio-Hedges zusammengefasst. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Bewertungseinheiten wurde die Einfrierungsmethode gewählt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen, welcher dem Anhang als Anlage beigefügt ist. Im Rumpfgeschäftsjahr wurden bei ausgewählten Anlagen die Nutzungsdauern aufgrund des geplanten Umzugs der Produktionsstätte verkürzt.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen der LEONI elocab GmbH lassen sich wie folgt darstellen:

Name Firmensitz Land Währung Eigenkapital 31.12.2020 Anteil am Kapital Ergebnis 1.1.- 31.12.2020
(1) LEONI C.I.A Cable Systems S.A.S. Gellainville Frankreich TEUR 2.628 100,00 % -608
(2) LEONI Elocab Ltd Kitchener Kanada TEUR 17.205 100,00 % 2.424
(3) LEONI Protec Cable Systems GmbH Schmalkalden Deutschland TEUR 1.048 100,00 % 0 1)
(4) Neumatic CZ s.r.o Turnov Tschechien TEUR 3.338 100,00 % 431

1) Ergebnisabführungsvertrag zwischen LEONI elocab GmbH und LEONI Protec Cable Systems GmbH

Durch die Anteilsübertragung einer Tochtergesellschaft von der LEONI Kabel GmbH an LEONI elocab GmbH stiegen die Beteiligungen leicht um TEUR 129 auf TEUR 11.157 (Vj.: TEUR 11.028).

Weiterhin besteht ein Darlehen an die Konzernmutter in Höhe von TEUR 11.600, mit der geplanten Laufzeit bis zum 31.12.2022.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Factoring Partner in Höhe von TEUR 470 (Vj. TEUR 88).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen i.W. die Firma LEONI Elocab Ltd. (TEUR 126; Vj. TEUR 117) und die Firma LEONI Special Cable (China) Co. Ltd. (TEUR 65; Vj. TEUR 71). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr (TEUR 230; Vj. TEUR 303) und aus umsatzsteuerlicher Organschaft (TEUR 673; Vj. TEUR 0). Die Gesellschaft hat Forderungen an eine Factoring-Gesellschaft veräußert. Zu den weiteren Ausführungen zum Thema Factoring wird auf den Abschnitt "Wesentliche ausgelagerte Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB" verwiesen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt, wie im Vorjahr, insgesamt EUR 100.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Das Ergebnis des Vorjahres von TEUR 3.609 wurde aufgrund des zum 31.12.2020 bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an den damaligen Gesellschafter, d.h. die LEONI Kabel GmbH, abgeführt Im Rumpfgeschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 438 erwirtschaftet.

Der Gesamtwert der Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB ist mit TEUR 2.879 unverändert zum Vorjahr.

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgen gem. Versorgungsordnung 1999 in der Fassung 2017 (Betriebsvereinbarung). Die Verpflichtungen umfassen u.a. Leistungen nach Erreichen der Altersgrenze (65 Jahre), Leistungen bei Erwerbsminderung sowie Witwen- und Waisenrenten.

Die Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen erfolgt auf Basis des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes von 1,97 %.

Das Deckungsvermögen zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen wird zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und in voller Höhe gemäß § 254 HGB mit den bestehenden Pensionsverpflichtungen verrechnet. Der sich nach der Verrechnung ergebende Erfüllungsbetrag entwickelte sich im Rumpfgeschäftsjahr wie folgt:

TEUR
Pensionsrückstellung
Erfüllungsbetrag zum 1.1.2021 893
Aufzinsung 16
Zuweisung aus Diskontzinsänderung 45
Dienstzeitaufwand und Auswirkungen von Bestands- und Prämissenänderungen 102
Erfüllungsbetrag zum 30.9.2021 1.056
Deckungsvermögen
Beizulegender Zeitwert zum 1.1.2021 518
Wertveränderung Vermögen -14
Verzinsung 13
Einzahlung 63
Beizulegender Zeitwert zum 30.9.2021 580
In der Bilanz als Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum 30.9.2021 476

Die Anschaffungskosten des verpfändeten Deckungsvermögens belaufen sich zum 30.9.2021 auf TEUR 580 (Vj. TEUR 518).

Der Zinsaufwand aus den Pensionsverpflichtungen und die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen werden im Rumpfgeschäftsjahr ergebniswirksam mit folgenden Beträgen verrechnet:

TEUR
Zinsaufwand Pensionsverpflichtung 16
Zinsertrag Deckungsvermögen 13
Diskontzinsänderung 45
47

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt unterliegt einer Ausschüttungssperre. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Abzinsung der Pensionsverbindlichkeiten von 7 und 10 Jahren beträgt zum 30.9.2021 TEUR 84 (Vj. TEUR 91).

Auf die Angabe der Pensionsrückstellungen für frühere Organmitglieder wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen wurden erstmalig zum 30.9.2021 aufgrund der Beendigung der ertragsteuerlichen Organschaft im Zusammenhang mit der Aufhebung des Ergebnisabführungsvertrags mit der LEONI Industry Holding GmbH für Gewerbesteuer in Höhe TEUR 55 und für Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 25 zugeführt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen teilen sich wie folgt auf:

Stand 1.1.2021 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 30.9.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten 0 0 0 1.277 1.277
Gewährleistung 1.043 407 0 326 962
Mitarbeiter Bonus 58 40 18 580 580
Altersteilzeit 547 206 0 133 476
ausstehende Rechnungen 302 302 466 466
Tantiemen & andere Gewinnbeteiligungen Arbeitnehmer 424 424 0 452 452
rückständiger Urlaub 209 209 0 392 392
Weihnachtsgeld/Urlaubsgeld 0 0 316 316
Jubiläum 228 0 13 8 223
Abfindungen 118 50 12 17 73
Jahresabschluss, Steuererklärung 29 11 0 8 26
Sonstige 155 135 6 256 270
3.113 1.784 49 4.231 5.511

Für den zu erwartenden Verlust zum 30.9.2021 aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der LEONI Protec Cable Systems GmbH wurde eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.277 gebildet.

Dem versicherungsmathematischen Gutachten zur Berechnung der Altersteilzeitrückstellungen wurde für die Berechnung der Aufstockung zur Rentenversicherung das gemeldete Altersteilzeit-Einkommen, maximal jedoch 95 % der Beitragsbemessungsgrundlage abzüglich des Altersteilzeit-Einkommens, zu Grunde gelegt. Die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung wurden mit dem Krankenversicherungssatz der gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von 14,6 % ermittelt. Der Berechnung wurden analog zum Vorjahr die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Die Berechnung beinhaltet eine Gehaltsteigerung von 2,5 % p.a. sowie einen Zinssatz in Höhe von 0,32 % p.a. zum 30.9.2021.

Die Jubiläumsrückstellungen wird unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck anhand der Projected-Unit-Credit-Method ermittelt. Die Berechnung beinhaltet ein Abzinsungszins in Höhe von 1,39 % p.a. und einen Gehaltstrend in Höhe von 2,5 % p.a.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten und deren Laufzeiten lassen sich wie folgt darstellen:

Art der Verbindlichkeit zum 30.9.2021 Gesamtbetrag Davon mit einer Restlaufzeit Art der Sicherheit
≤ 1 J. 1-5 J. > 5 J.
TEUR TEUR TEUR TEUR Vermerk
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.000 0 35.000 0
(35.000) (0) (35.000)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 529 529 0 0
(125) (125) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.531 3.531 0 0
(1.478) (1.478) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.272 10.272 0 0
(7.575) (7.575) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 251 251 0 0
(441) (441) (0) (0)
Summe 49.583 14.583 35.000 0
(44.619) (9.619) (35.000) (0)

Die Verbindlichkeiten sind, außer mit branchenüblichen Eigentumsvorbehalten, nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen i.W. die Firma LEONI AG (TEUR 9.769; Vj. TEUR 1.910) und die Firma Neumatic CZ s.r.o (TEUR 102; Vj. TEUR 160).

Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Tätigkeitsbereiche:

1.1-30.9.2021 1.1.-31.12.2020
TEUR TEUR
Systeme 23.624 34.590
Kabelmeterware 9.549 11.273
33.173 45.863

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten stellt sich wie folgt dar:

1.1-30.9.2021 1.1.-31.12.2020
TEUR TEUR
Inland 20.013 28.470
Drittland 8.355 13.125
EU 4.805 4.268
33.173 45.863

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge lassen sich wie folgt darstellen:

1.1.-30.9.2021 1.1.-31.12.2020
TEUR TEUR
Verr. sonstige Sachbezüge 19 % USt (KFZ) 184 254
Erträge aus Schadensfällen 118 16
Erträge Auflösung von Rückstellungen 50 175
Erträge Kursdifferenzen 51 216
Sonstige Erträge aus Zuschreibung Finanzanlagen 0 595
Sonstige 12 1
415 1.257

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lassen sich wie folgt darstellen:

1.1.-30.9.2021 1.1.-31.12.2020
TEUR TEUR
Reparaturen, Instandhaltungen, Werkzeuge, Gebrauchsgüter 1.127 1.615
Miete & Nebenkosten 1.065 1.456
Group Charges 929 966
Dienstleistungen 315 500
Fremdleistungen 314 458
Verkaufsprovisionen 236 428
Ausgangsfrachten, Porto und Logistikdienstleistungen 137 188
Versicherungen 90 142
Fremdwährungen 97 330
Sonstige 632 1.116
4.942 7.200

Zinsergebnis

Die Zinserträge aus verbundenen Unternehmen belaufen sich im Rumpfwirtschaftsjahr auf TEUR 194 (Vj. TEUR 154).

Im Rumpfgeschäftsjahr sind Zinsaufwendungen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 92 (Vj. TEUR 115), Zinsaufwendungen aus Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 60 (Vj. TEUR 55) sowie Zinsaufwendungen aus Factoring in Höhe von TEUR 40 (Vj. TEUR 18) angefallen. Zinsaufwendungen für kurzfristige Darlehen belaufen sich zum 30.9.2021 auf TEUR 720 (Vj. 642) und die Zinsaufwendungen für kurzfristige Verbindlichkeiten auf TEUR 13 (Vj. TEUR 23).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Die LEONI elocab GmbH haftet mit der Konzernmutter und weiteren Konzerngesellschaften gesamtschuldnerisch für Konzernverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 187.717 (Vj. TEUR 211.295). Die Gesellschaft ist wirtschaftlich und finanziell mit dem LEONI-Konzern verbunden. Unter der Berücksichtigung der geplanten Veräußerung an die BizLink-Gruppe gehen die gesetzlichen Vertreter nicht von einer Inanspruchnahme aus.

Das Bestellobligo beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 6.643.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

Art der Verpflichtung zum 30.9.2021 Gesamtbetrag Davon mit einer RLZ
< 1 J. 1-5 J. > 5 J.
TEUR TEUR TEUR TEUR
Miete Grundstück und Gebäude 2.909.827 483.489 1.235.671 1.190.667
Leasing Fahrzeuge 301.535 156.710 144.825 0
Leasing Maschinen 0 0 0 0
Leasing sonstige BGA 25.275 15.789 9.486 0
Summe 3.236.637 655.988 1.389.982 1.190.667
Vorjahr 3.615.061 683.428 1.493.672 1.437.961

Mit der LEONI Protec Cable Systems GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Für das 4. Quartal 2021 werden auszugleichende Verluste erwartet, bevor das Unternehmen ab 2022 gemäß der Planung der Geschäftsführung Gewinne erwirtschaftet.

Finanzinstrumente und Derivate

Währungsrisiken können aus den operativen Tätigkeiten in Fremdwährungen entstehen. Dem finanziellen Risiko aufgrund der Wechselkursschwankungen aus Einkaufs- und Verkaufsgeschäften wird mit Hilfe von Devisentermingeschäften entgegengewirkt. Durch den Abschluss von Devisentermingeschäften, deren Wert sich im Hinblick auf das Währungsrisiko gegenläufig zum Einkaufs- bzw. Verkaufsgeschäft entwickelt, ist auf Grund der Nominalbetrags- und Währungsidentität sowie der grundsätzlich vorhandenen Fristenkongruenz eine Risikokompensation gem. der Critical Term Match Methode gewährleistet. Die prospektive und retrospektive Effektivität wird somit gewährleistet. Der Marktwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden Wechselkurse und der Kontraktmenge. Die zum Stichtag offenen Devisentermingeschäfte stellen sich wie folgt dar:

Laufzeiten
Finanzinstrument bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Nominalvolumen zum 30.9.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
Devisenterminkontrakt 146 146

Der Zeitwert der Währungsterminkontrakte beläuft sich zum 30.9.2021 auf TEUR -13. Der daraus resultierende Aufwand wurde auf Grund der vorliegenden Bewertungseinheit nicht bilanziell erfasst.

Sonstige Angaben

Die Geschäftsführung wird von folgenden Personen ausgeübt:

Elk Stegmann, Rottenburg, Geschäftsführer LEONI elocab GmbH & Vice President BU Tailor-Made Products

Udo Könighaus, Nürnberg, Geschäftsführer LEONI elocab GmbH

Karl Meier, Heideck, Geschäftsführer LEONI elocab GmbH (vom 1.1.2021 bis 30.6.2021)

Thomas Deubel, Oberasbach, Geschäftsführer LEONI elocab GmbH (seit dem 1.10.2021)

Auf die Angabe der Geschäftsführervergütungen wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Honorar Abschlussprüfer

In Bezug auf das Honorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB auf den Konzernabschluss verwiesen.

Wesentliche ausgelagerte Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB

Die LEONI elocab GmbH hat Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 4.687 (Vj. TEUR 1.758) am Bilanzstichtag an die Factoring-Gesellschaft Coface Finanz GmbH veräußert. Das Factoring dient der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf die Factoring-Gesellschaft über. Die Gesellschaft hat sich das aktive Debitorenmanagement weiter vorbehalten.

Angabe zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB

Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen in wesentlichem Umfang bestanden im Berichtszeitraum nicht.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stellt sich wie folgt dar:

Rumpfgeschäftsjahr Geschäftsjahr 2020
Arbeiter 154 157
Angestellte 100 98
254 255

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor das Ergebnis des Rumpfgeschäftsjahres von EUR 438.030,00 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben:

Zum 1.10.2021 ist Thomas Deubel als Geschäftsführer berufen worden. Er ersetzt Karl Meier, der zum 30.6.2021 aus der Geschäftsleitung ausgeschieden ist.

Am 1.10.2021 wurde bekannt gegeben, dass die LEONI elocab GmbH an die BizLink Gruppe verkauft werden soll. Der Vollzug des Verkaufs bedarf noch der Zustimmung der die LEONI finanzierenden Banken und unterliegt den üblichen Vollzugsbedingungen einschließlich der Fusionskontrolle und Investitionsprüfung. Der Vollzug des Verkaufs an die BizLink Gruppe wird zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 erwartet. Die gesetzlichen Vertreter der LEONI elocab GmbH erwarten sich vor diesem Hintergrund nicht nur eine gute Möglichkeit, im neuen Unternehmensverbund ihre Produkte und Services strategisch weiterzuentwickeln, sondern auch eine größere Sicherheit in der Finanzierung dieses strategischen Vorhabens. Ferner erwarten die gesetzlichen Vertreter, dass sich durch die Befreiung der Gesellschaft von der Mithaftung für die Verbindlichkeiten anderer LEONI Konzerngesellschaften sich die Risikoposition für die Gesellschaft erheblich reduzieren wird.

Sonstiges

Die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen werden im Rahmen einer Vollkonsolidierung in den IFRS-Konzernabschluss der LEONI AG, Nürnberg, einbezogen, die den befreienden Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig kleinsten Kreis aufstellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Georgensgmünd, den 23.12.2021

Die Geschäftsführung

Elk Stegmann

Udo Könighaus

Thomas Deubel

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2021 bis 30. September 2021

30.09.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 33.172.778,94 45.863.231,44
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -176.558,00 -977.269,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 414.540,86 1.255.790,49
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 50.834,41 (Vj. EUR 216.014,61)
33.410.761,80 46.141.752,93
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 11.306.935,31 16.308.163,89
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 242.815,81 296.500,99
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.356.788,78 13.167.234,01
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.906.051,97 2.363.689,88
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.130.980,94 1.199.506,07
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.942.403,86 7.200.146,43
davon aus der Währungsumrechung EUR 97.316,83 (Vj. EUR 329.544,06)
-30.885.976,67 -40.535.241,27
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 194.139,35 154.385,72
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 194.111,52 (Vj. EUR 154.385,72)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 912.403,79 854.177,45
davon an verbundene Unternehmen EUR 91.979,34 (Vj. EUR 114.831,38)
davon aus Aufzinsung EUR 59.756 (Vj. EUR 78.528,00)
10. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages übernommener Verlust 1.277.198,00 1.282.296,88
-1.995.462,44 -1.982.088,61
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -79.855,00 0,00
12. Ergebnis nach Steuern 449.467,69 3.624.423,05
13. Sonstige Steuern -11.437,69 -15.614,65
14. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 0,00 -3.608.808,40
15. Jahresüberschuss 438.030,00 0,00

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2021

A. Grundlage des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens sind Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Kabeln und konfektionierten Kabeln/Kabelsystemen.

Auf dieser Basis bieten wir unseren Kunden Lösungen für Energie- und Datenübertragung für Geräte im Medizin- und Industriebereich. Das Geschäft unterteilt sich in folgende Tätigkeitsbereiche:

Kabelmeterware

Kabelsysteme

Spezialisiert sind wir auf kundenspezifische Systemlösungen und Verkabelungskonzepte für Maschinen oder Equipment in den Bereichen Medizin, Bahn, Halbleiterfertigung und Industrie.

Ein genaues Wettbewerbsumfeld lässt sich nicht benennen, da wir je nach spezifischem (Nischen-) Markt mit anderen Unternehmen im Wettbewerb stehen. Im Wesentlichen handelt es sich bei den Wettbewerbern aber um andere Kabel- und Steckerhersteller bzw. Konfektionäre.

Wir differenzieren uns von den Wettbewerbern durch sehr breite Material-, Technologie- und Engineeringkompetenzen, die entsprechend eingesetzt zu Lösungen für die jeweilige Kundenanwendung führen.

Unsere Produktion erfolgt an vier unterschiedlichen Standorten, wobei drei davon in räumlicher Nähe in Georgensgmünd liegen und ein weiterer in kurzer Distanz in Röttenbach.

Für unsere eigenen Produkte beziehen wir verschiedene Vorkomponenten innerhalb des LEONI- Konzernverbundes.

Wie beschrieben, besteht die Organisation aus vier Produktionsstandorten, von denen ein Standort Kabelmeterware herstellt und die drei anderen Standorte Kabelsysteme. Der Bereich der Kabelmeterware beliefert dabei sowohl die internen Konfektionsstandorte als auch externe Kunden mit Kabelmeterware.

Produktionsnahe Funktionen existieren in jedem Standort, z. B. Produktionsleitung. Abteilungen wie z. B. Produkt- oder Verfahrenstechnik sind teilweise für mehrere Standorte verantwortlich. Funktionen wie Geschäftsführung, HR, IT etc. sind standortübergreifend organisiert.

Mit Beschluss vom 17.12.2020 wurde der Ergebnisabführungsvertrag mit der ehemaligen Gesellschafterin LEONI Kabel GmbH zum 31.12.2020 aufgehoben. Mit Beschluss vom 9./26.3.2021 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der neuen Gesellschafterin LEONI Industry Holding GmbH zum 1.1.2021 geschlossen. Dieser wurde mit Beschluss vom 17.9.2021 zum 30.9.2021 aufgehoben. Dabei wurde auf einen etwaigen Anspruch auf Abführung des gesamten Gewinns verzichtet.

Mit Beschluss vom 6.8.2021 wurde eine Änderung des Geschäftsjahres auf den Zeitraum 1.10. bis zum 30.9. des Folgejahres beschlossen (bisher: Kalenderjahr). Die Angaben des Rumpfgeschäftsjahres vom 1.1. bis zum 30.9.2021 sind daher nicht bzw. nur eingeschränkt mit den Vergleichsangaben vom 1.1. bis zum 31.12.2020 vergleichbar. Für Analysezwecke wird auch der 30.9.2020 als Vergleichsbasis herangezogen.

B. Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Nach der Rezession durch die Corona-Pandemie befindet sich die Weltkonjunktur im Aufwärtstrend, der jedoch in den einzelnen Ländern und Wirtschaftssektoren differenziert verläuft. Zum Jahresauftakt 2021 ging die Wirtschaftsleistung in Ländern, die sich im Lockdown befanden, allerdings noch zurück. Im Zuge von Lockerungen zeichnet sich ein kräftigeres Wachstum des Welt-BIP ab. Gedämpft wird die Erholung durch die Knappheit bei wichtigen Vorleistungsgütern, welche sich u.a. aus einem Zusammenspiel von rasch steigender Nachfrage, zwischenzeitlich deutlich gestiegener Rohstoffpreise und Produktionsunterbrechungen ergibt. Bei langfristigen Verträgen kommt es zudem zu Lieferschwierigkeiten. Ursächlich für die gestiegenen Preise ist insbesondere eine hohe Nachfrage aus den Vereinigten Staaten und China. Ein wesentliches Risiko für die weltwirtschaftliche Erholung bleibt weiterhin das Pandemiegeschehen. 1

Für das Gesamtjahr 2021 geht der Internationale Währungsfonds (IWF) auch in seiner Prognose vom Juli 2021 davon aus, dass die globale Wirtschaftsleistung preis- und kaufkraftbereinigt um 6,0 % zunehmen wird. Für 2022 wurde die Schätzung auf 4,9 % erhöht. 2

In den USA gewann der Erholungsprozess dank des 1,9 Billionen Dollar schweren Konjunkturpakets an Schwung; In seiner aktualisierten Projektion erhöhte der IWF seine Erwartung für das BIP-Wachstum in den Vereinigten Staaten im Jahr 2021 auf 7,0 % (zuvor: 6,4 %). Im Jahr 2022 verlangsamt sich der Anstieg dann auf 4,0 % (zuvor: +3,5 %). 3

Auch im Euroraum erholt sich die Wirtschaft leicht. Die großen Volkswirtschaften Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien verzeichnen ein Wachstum des BIP. Insgesamt lag die Wirtschaftsleistung im Euroraum noch etwa 3 % unterhalb des Vorkrisenniveaus (viertes Quartal 2019). Allerdings zeichnet sich eine Verlangsamung des Erholungstempos ab. Der IWF hob im Juli 2021 seine Prognose für das BIP-Wachstum im Jahr 2021 im Eurogebiet leicht auf 4,6 % an. Im Jahr 2022 wird ein Anstieg um 4,3 % erwartet. 4

Deutschland ist als vergleichsweise rohstoffarmes Land in hohem Maße auf Energieimporte angewiesen. In Zeiten des Kohleausstiegs und der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energiequellen sind Länder mehr denn je auf Erdgas angewiesen. Der Engpass bei der Energieversorgung wird sich weiter zuspitzen. Die Regierungen in Europa warnen inzwischen vor Stromausfällen und der Schließung von Fabriken.

Branchenkonjunktur

Zahlreiche Anwendungsbranchen der von LEONI elocab GmbH angebotenen Lösungen erleben im Jahr 2021 Aufwärtstrends. Die Erholung der Weltkonjunktur führt zu sehr starker Nachfrage in beiden Geschäftsbereichen.

Das Konjunkturbarometer des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI e.V.) meldet für den Zeitraum von Januar 2021 bis August 2021 deutlich gegenüber dem Vorjahr gestiegene Auftragseingänge (+26,2 %) und Umsätze (+11,9 %) in der Branche. 5

Gedämpft wird dieses Bild in den beiden Bereichen Kabelmeterware und Kabelsysteme durch immer noch auf Grund von COVID-19 beeinträchtigte Lieferketten und eine Knappheit bei Zulieferteilen für eine Vielzahl von Produkten.

1 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2021 (Monatsbericht Juni und September 2021)
2 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2021 (Monatsbericht September 2021); IWF 2021 (World Economic Outlook April und Oktober 2021)
3 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2021 (Monatsbericht September 2021); IWF 2021 (World Economic Outlook April und Oktober 2021)
4 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2021 (Monatsbericht September 2021); IWF 2021 (World Economic Outlook April und Oktober 2021)
5 ZVEI 2021 (Konjunkturbarometer Oktober 2021)

Weitere Einflussfaktoren

Die Lieferketten vieler Unternehmen sind noch immer durch die Corona-Krise beeinträchtigt. Die betrifft vor allem die USA und die Eurozone. Viele Länder haben zahlreiche Anti-Pandemie-Maßnahmen eingeführt, die starke Verzögerungen in den Wertschöpfungs- und Lieferketten ausgelöst haben. So haben etwa Kontroll- und Quarantänezonen in logistischen Knotenpunkten zu Lieferstaus von Waren geführt. In der Folge waren viele Zuliefererbetriebe in ihrer Produktion behindert und konnten ihren Lieferverpflichtungen nicht mehr vollumfänglich nachkommen. Fehlende Zulieferteile können Produktionsabläufe schnell massiv beeinträchtigen. Hinzu kommen der Ausfall von Arbeitskräften durch Krankheit oder Reisebeschränkungen. 6

Ähnlich wie die Gesamtwirtschaft und die branchenspezifischen Entwicklungen, die für den Geschäftsverlauf der LEONI elocab von großer Bedeutung sind, waren unsere Aktivitäten im Rumpfgeschäftsjahr auch direkt von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beeinträchtigt.

Das Ausmaß und die Dauer der COVID-19-Pandemie waren und sind weiterhin nur schwer einzuschätzen. Die dynamische Situation erforderte eine genaue Beobachtung und Anpassung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus und möglicher Infektionswellen.

Darüber hinaus spielen eine Reihe weiterer Faktoren eine wichtige Rolle, insbesondere die Preisentwicklung von Rohstoffen (Beschaffung) und Transportkosten. Ein weiterer potenzieller Einflussfaktor ist das seit Ende 2020 erhöhte Risiko mit Blick auf die Verfügbarkeit von kritischen Bauteilen in unseren Zielmärkten Industrie und Medizin.

6 IWF 2021 (World Economic Outlook Oktober 2021)

C. Wirtschaftsbericht

Vermögenslage

Die Vermögenslage hat sich im Rumpfgeschäftsjahr stabilisiert und entspricht den Erwartungen der Geschäftsführung. Der Berichtszeitraum war im Wesentlichen von zwei großen Investitionsprojekten geprägt. Zum einen wurde in den Aufbau spezieller Fertigungskompetenzen und -kapazitäten in Bezug auf hochreine und ausgasungsarme Kabel und Kabelsysteme investiert. Zum anderen wurden wesentliche Fortschritte im Neubauprojekt erzielt. Dabei sollen drei Standorte am aktuellen Hauptstandort gebündelt werden, um Synergien zu heben und die Produktionskapazitäten in eine zukunftssichere Umgebung einzubetten. Dafür wird der Hauptstandort baulich erweitert.

Diese beiden Projekte werden auch im Folgejahr bestimmend sein, wobei der Großteil der Investitionen 2022 in das Neubauprojekt fließen wird.

Die Bilanzsumme ist zum 30.9.2021 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.981 bzw. um 15,6 % auf TEUR 59.065 gestiegen. Dies beruht unter anderem auf den folgenden Veränderungen:

Das Sachanlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr durch Investitionen in technische Anlagen und Maschinen als auch in Anlagen in Bau im Rahmen des Neubauprojekts um TEUR 6.122 auf TEUR 24.363 erhöht.

Durch die Anteilsübertragung einer Tochtergesellschaft von der LEONI Kabel GmbH an die LEONI elocab GmbH stiegen die Beteiligungen leicht um TEUR 129 auf TEUR 11.157 (Vj.: TEUR 11.028).

Das Umlaufvermögen ist um TEUR 1.607 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Vorräte um TEUR 1.796. Dies ist insbesondere durch eine Projektverzögerung im Bereich Kabelsysteme und auf die Erhöhung von Sicherheitsbeständen als Reaktion auf die allgemeine Materialverknappung zurückzuführen.

Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Jahresüberschusses von TEUR 438 um 14,7 % auf TEUR 3.417 erhöht, die Eigenkapitalquote beträgt 5,8 % (Vj.: 5,8 %). Die positive Entwicklung des Eigenkapitals ist insbesondere auf den zum 30.9.2021 gekündigten Ergebnisabführungsvertrag und den somit in der Gesellschaft verbleibenden Jahresüberschuss sowie die weiteren im Verlauf beschriebenen Faktoren zurückzuführen.

Der Anstieg der Rückstellungen um TEUR 2.579 ist hauptsächlich auf die Erhöhung der Rückstellungen für Ertragsteuern (TEUR 80) auf den stichtagsbedingten Anstieg der Personalrückstellungen TEUR 1.106 sowie auf die Bildung von Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.277 zurückzuführen. Die Personalrückstellungen sind insbesondere aufgrund jährlicher Sonderzahlungen, die zum Ende des Rumpfgeschäftsjahres noch nicht verbraucht wurden, angestiegen. Die Verbindlichkeiten steigen ebenfalls stichtagsbedingt um TEUR 4.965, davon um TEUR 2.697 gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund von Ausweitung des Cashpooling. Gegenläufig wirkt auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen die noch im Vorjahr erfasste Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag.

Ertragslage

Die Ertragslage hat sich im Rumpfgeschäftsjahr weiter stabilisiert und erfüllt die Prognosen der Geschäftsführung. Das Ergebnis der Gesellschaft im Rumpfgeschäftsjahr ist wesentlich beeinflusst von dem Übergang zwischen auslaufenden und anlaufenden Kundenprojekten. Durch Kosten für und Investitionen in neue Fertigungskompetenzen und -kapazitäten wird die Ertragskraft zusätzlich geschwächt. Dennoch ist das Rumpfgeschäftsjahr wesentlich für die künftige Ertragsstärke der Gesellschaft und schafft die Grundlage für den Anlauf wesentlicher Kundenprojekte und die Zukunftsfähigkeit der nach Zusammenzug verbleibenden zwei Standorte.

Der Gesamtumsatz ist im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 27,7 % auf TEUR 33.173 (Vj.: TEUR 45.863) zurückgegangen. Dieser Effekt ist hauptsächlich auf die mangelnde Vergleichbarkeit durch das Rumpfgeschäftsjahr zurückzuführen. Im Vergleich zu den Umsätzen der Monate Januar bis September 2020 ist der Umsatz aufgrund von dem Übergang zwischen in 2021 auslaufenden und anlaufenden neuen Kundenprojekten stark gesunken.

Der Inlandsumsatz beträgt TEUR 20.013 (Vj.: TEUR 28.470), was einem Anteil von 60,3 % entspricht (Vj.: 62,1 %). Der Umsatz in Drittländer ist auf TEUR 8.355 (Vj.: TEUR 13.125) gesunken. Im Rumpfgeschäftsjahr ist der Umsatz in der EU auf TEUR 4.805 (Vj.: TEUR 4.268) gestiegen. Vom Gesamtumsatz entfallen 1,7 % (Vj.: 5,0 %) auf verbundene Unternehmen.

Der Materialaufwand ist um TEUR 5.055 auf TEUR 11.550 gesunken. Dieser Effekt ist hauptsächlich auf das Rumpfgeschäftsjahr zurückzuführen. Vergleicht man den Zeitraum Januar bis September 2020 mit dem Rumpfgeschäftsjahr geht der Materialaufwand korrespondierend zu den Umsatzerlösen stark zurück.

Das Betriebsergebnis ist rückläufig und beträgt TEUR 2.525 (Vj.: TEUR 5.607). Die EBIT-Marge sank auf 7,61 % (Vj.: 12,22 %). Abgesehen vom abweichenden Vergleichszeitraum ist der Rückgang hauptsächlich auf die Kosten im Zusammenhang mit dem Aufbau eines neuen Fertigungsbereichs sowie für das Neubauprojekt und den damit verbundenen Projektkosten als auch dem Auslaufen der einen und Anlaufen der anderen Kundenprojekte zurückzuführen. Bei Gegenüberstellung des Betriebsergebnisses und der EBIT-Marge für die Monate Januar bis September 2020 zum Rumpfgeschäftsjahr 2021 wird ein starker Rückgang der beiden Ertragsgrößen verzeichnet. Dies ist insbesondere auf die Projektkosten für den Ausbau der Fertigung als auch die beschriebene Übergangphase zwischen aus- und anlaufenden Kundenprojekten zurückzuführen.

Zwischen der LEONI elocab GmbH und der 100 %-Tochter LEONI Protec Cable Systems GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Für die bis zum 30.9.2021 aufgelaufenen Verluste der Tochtergesellschaft wurde eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.277 gebildet. Das Geschäftsjahr der LEONI Protec Cable Systems GmbH ist identisch mit dem Kalenderjahr.

Das Ergebnis nach Steuern ist um TEUR 3.175 auf TEUR 449 gesunken. Der Jahresüberschuss ist aufgrund der zuvor beschriebenen Effekte auf TEUR 438 gestiegen.

Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch selbst erwirtschaftete Mittel und durch im Jahr 2020 abgeschlossene Kreditlinie. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten blieben zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 35.000 (Vj.: TEUR 35.000) unverändert. Davon werden TEUR 11.600 an die Konzernmutter mit geplanter Laufzeit bis zum 31.12.2022 verliehen bzw. im Rahmen des Verkaufs an BizLink abgelöst.

Die Konditionen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die regelmäßig um 30 bzw. 60 Tage verlängert werden, mit der geplanten Laufzeit bis zum 31.12.2022, lassen sich wie folgt darstellen:

Bank / Gesellschaft Gesellschaft Darlehensbetrag Währung Zinssatz Zinsmethode
DB elocab GmbH 9.910.041 EUR 2,0 % act / 360
DB/HSBC elocab GmbH 25.089.959 EUR 3,0 % act / 360

Die Gesellschaft ist in das Cashpooling der LEONI AG eingebunden, die Verbindlichkeiten aus Cashpool betragen TEUR 9.769(Vj.: TEUR 1.910).

Zur Steuerung des künftigen Liquiditätsbedarfs wird eine monatliche, währungsdifferenzierte, rollierende Liquiditätsplanung für jeweils 13 Wochen eingesetzt. Darüber hinaus erfolgt die mittelfristige Liquiditätsplanung über die Budget- und Mittelfristplanung.

Die LEONI elocab GmbH haftet mit der Konzernmutter und weiteren Konzerngesellschaften gesamtschuldnerisch für Konzernverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 187.717 (Vj.: TEUR 211.295). Die Gesellschaft ist wirtschaftlich und finanziell mit dem LEONI-Konzern verbunden.

Die LEONI elocab GmbH hat Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 4.687 (Vj.: TEUR 1.758) am Bilanzstichtag an die Factoring-Gesellschaft Coface Finanz GmbH veräußert. Das Factoring dient der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf die Factoring-Gesellschaft über. Die Gesellschaft hat sich das aktive Debitorenmanagement weiter vorbehalten.

Investitionen

Die gesamten Investitionen in das Anlagevermögen des Rumpfgeschäftsjahres betragen TEUR 7.228 (Vj.: TEUR 8.747).

Das Rumpfgeschäftsjahr war im Wesentlichen von zwei großen Investitionsprojekten geprägt. Zum einen wurde in den Aufbau spezieller Fertigungskompetenzen und -kapazitäten in Bezug auf hochreine und ausgasungsarme Kabel und Kabelsysteme investiert. Zum anderen wurden wesentliche Fortschritte im Neubauprojekt erzielt. Dabei sollen drei Standorte am aktuellen Hauptstandort gebündelt werden, um Synergien zu heben und die Produktionskapazitäten in eine zukunftssichere Umgebung einzubetten. Dafür wird der Hauptstandort baulich erweitert.

Diese beiden Projekte werden auch im Folgejahr bestimmend sein, wobei der Großteil der Investitionen 2022 in das Neubauprojekt fließen wird.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des Unternehmens durch die Geschäftsführung werden die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, Betriebsergebnis und EBIT-Marge herangezogen.

Der finanzielle Leistungsindikator Umsatz ist im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr stark gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die mangelnde Vergleichbarkeit des Rumpfgeschäftsjahres sowie des Übergangs zwischen Auslaufen der einen und Anlaufen der anderen Kundenprojekte zurückzuführen. Im Vergleich zu den Umsätzen der Monate Januar bis September 2020 entsprich die Umsatzentwicklungen den Erwartungen der Geschäftsführung. Im Vergleich zu den Umsätzen der Monate Januar bis September 2020 ist der Umsatz aufgrund von dem Übergang zwischen in 2021 auslaufenden und anlaufenden neuen Kundenprojekten stark gesunken.

Das Betriebsergebnis als weiterer Leistungsindikator ist rückläufig und beträgt TEUR 2.525 (Vj.: TEUR 5.607). Vergleicht man den Zeitraum Januar bis September 2020 mit dem Rumpfgeschäftsjahr ist das Betriebsergebnis stark gesunken. Die EBIT-Marge sank auf 7,61 % (Vj.: 12,22 %). Abgesehen von dem abweichenden Vergleichszeitraum ist der Rückgang hauptsächlich auf die Kosten im Zusammenhang mit dem Aufbau eines neuen Fertigungsbereichs sowie für das Neubauprojekt und den damit verbundenen Projektkosten zurückzuführen. Für das Rumpfgeschäftsjahr konnten die Erwartungen der Geschäftsführung hinsichtlich des Betriebsergebnisses und der EBIT-Marge erfüllt werden, der erwartete und eingetretene Rückgang ist im Wesentlichen auf den geplanten Ausbau des Fertigungsbereichs zurückzuführen.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung

Das Ergebnis der Gesellschaft im Rumpfgeschäftsjahr ist wesentlich beeinflusst von dem Übergang zwischen auslaufenden und anlaufenden Kundenprojekten. Durch Investitionen in neue Fertigungskompetenzen und -kapazitäten wird die Ertragskraft im Rumpfgeschäftsjahr zusätzlich geschwächt. Dennoch ist das Rumpfgeschäftsjahr ganz wesentlich für die künftige Ertragsstärke der Gesellschaft und schafft die Grundlage für den Anlauf wesentlicher Kundenprojekte und die Zukunftsfähigkeit der nach Zusammenzug verbleibenden zwei Standorte.

D. Risiko- und Chancenbericht

Als international ausgerichtetes und tätiges Unternehmen sieht sich die LEONI elocab GmbH mit Risiken und Chancen konfrontiert. Risiken und Chancen sind als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer negativen bzw. positiven Abweichung von Prognosen bzw. Zielen des Unternehmens führen können, definiert. Unser Ziel ist es, Risiken stets nur dann bewusst einzugehen, wenn damit verbundene Chancen gleichzeitig einen angemessenen Beitrag zum Unternehmenswert leisten können.

Die Gesellschaft ist in ein mehrstufiges Risiko-Management-System des Leoni-Konzerns eingebunden und wird durch weitere unterstützende Kontrollsysteme komplettiert. Das Risikomanagement ist in die bestehenden Planungs-, Controlling- und Informationssysteme eingebunden.

Das Chancenmanagement bei LEONI elocab GmbH ist fester Bestandteil des Risikomanagement-Prozesses. Es werden nicht nur die Risiken (Gefahren), sondern auch die Chancen als Abweichungen von geplanten Prognosen bzw. Zielen systematisch identifiziert.

Für die quantitative Beschreibung der wesentlichen Risiken und Chancen werden unterschiedliche, in Anbetracht des jeweiligen Sachverhalts geeignete Wahrscheinlichkeitsverteilungen genutzt. Risiken und Chancen werden durch Eintrittswahrscheinlichkeit und (Schadens-)Höhe charakterisiert.

Chancen- und Risikolage

Die Chancen- und Risikolage berichtet über die wesentlichen Chancen und Risiken.

Markt- und Vertriebsrisiken

Die Gesellschaft ist abhängig von den Marktentwicklungen in ihren Zielmärkten Medizin und Industrie und den damit verbundenen Endkunden. Negative wie positive Entwicklungen in der Weltwirtschaft oder den Zielmärkten können schlechtere oder bessere Geschäftsprognosen und Umsätze der Gesellschaft nach sich ziehen. Die LEONI elocab GmbH diversifiziert ihr Angebot über verschiedene zukunftsträchtige Branchen, die weitgehend voneinander unabhängig sind. Der etablierte Kundenstamm wird immer wieder um neue, potentiell stark wachsende Kunden ergänzt, um eine Risikokonzentration zu vermeiden.

Risiko aus dem Verlust eines Kunden

Der Verlust eines oder mehrerer von uns belieferter Großkunden kann zu Gewinn- / Deckungsbeitragsausfällen und zusätzlich zu Kapazitätsanpassungskosten führen. Durch eine stetige Verbreiterung der internationalen Kundenbasis soll die Abhängigkeit von einigen wenigen Großkunden verringert werden. Die in der Regel sehr engen und stabilen Kundenbeziehungen, z.B. durch umfassende Dienstleistungen und einen zuverlässigen Service, sorgen dafür, dass sich ein Kundenverlust in der Regel frühzeitig ankündigen würde und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden könnten.

Risiken aus Informationstechnologien/Cyberrisiken

Eine weltweit aktive Gesellschaft wie die LEONI elocab GmbH kann nur mit Hilfe leistungsstarker IT-Systeme gesteuert werden. Gravierende Störungen wie Systemausfälle, Angriffe auf unsere Netzwerke, der Verlust oder die Manipulation von Daten können Ausfälle in der Lieferkette zum Kunden zur Folge haben. Die Gesellschaft bezieht einen großen Teil der IT-Services über den LEONI-Konzern und ist somit auch über dessen konzeptionelle als auch operativen Optimierung des IT-Umfeldes inkl. entsprechender, konzernweiter Sicherheitskonzepte abgedeckt. Darüber hinaus steigen die Bedrohungen für unsere Informationssicherheit aufgrund der weltweit zunehmenden Professionalität in der Computerkriminalität. Zur Risikominimierung ergreifen wir eine Reihe von Maßnahmen, die unter anderem die Schulung von Mitarbeitenden sowie die Überwachung unserer Netzwerke und Informationssysteme etwa durch Firewalls und Virenscanner umfassen.

Risiken aus der COVID-19-Pandemie

Die - von der WHO als Pandemie eingestufte - weltweite Ausbreitung des Corona-Virus und die damit verbundenen Erkrankungen führen zu einem mehrstufigen Risiko.

Es besteht das Risiko eines signifikanten Produktionsausfalls, sollte es zu einem Ausbruch in Bereichen der Fertigung und zentralen, fertigungsnahen Abteilungen kommen. Dieses Risiko wird vorrangig durch Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Mitarbeiter, für die auf Grund der Tätigkeit Telearbeit nicht in Betracht kommt, eingedämmt. Die Schutzmaßnahmen werden entsprechend den behördlichen Vorgaben umgesetzt und regelmäßig überprüft und aktualisiert. Trotz umfangreicher Schutzmaßnahmen kann dieses Risiko nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Es besteht das Risiko von Engpässen in der Versorgung mit Vormaterialien durch einerseits COVID-19-Ausbrüche bei Lieferanten sowie mögliche Störungen der Lieferketten durch staatliche Eindämmungsmaßnahmen. Dieses Risiko wird durch engen Kontakt mit den Lieferanten und Beobachtung des lokalen Infektionsgeschehens in den Regionen der Lieferanten verringert. Weiterhin wurden bei besonders kritischen Materialien die Sicherheitsbestände erhöht.

Auf Grund der Ausbreitung des Corona-Virus besteht ebenfalls ein Vertriebsrisiko. Kunden können durch Abrisse in der Lieferkette für andere Vormaterialien gezwungen sein, ihre Produktion zu drosseln oder teilweise einzustellen. Dies kann zu reduzierter Abnahme der Produkte der Gesellschaft führen. Erhöhte Sicherheitsbestände bei Kunden können zu niedrigeren Abnahmen in der Zukunft führen. Diese Risiken werden durch engen Kundenkontakt und stetigen Abgleich der Planwerte mit den Kunden eingedämmt.

Risiken und Chancen aus der Verfügbarkeit von Personal

Die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt ist aus Sicht der Geschäftsführung relativ angespannt. Das geplante Umsatzwachstum benötigt das Einstellen von neuen Mitarbeitern, insbesondere im direkten Bereich. Für den weiteren Geschäftsverlauf gehen wir von Möglichkeiten der Personalbeschaffung aus, wie wir sie im zweiten Halbjahr 2021 gesehen haben. Um unsere Wachstumsziele zu erreichen, intensivieren wir unsere Anstrengungen zur Akquisition von neuen Mitarbeitern und versuchen so, das Risiko eines geringeren Wachstums aufgrund Begrenzungen in der Personalverfügbarkeit zu reduzieren.

Liquiditätsrisiken/Zins- und Finanzierungsrisiken

Die LEONI elocab GmbH haftet mit der Konzernmutter und weiteren Konzerngesellschaften gesamtschuldnerisch für Konzernverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 187.717 (Vj.: TEUR 211.295).

Die Gesellschaft ist gegenwärtig dem Konzern der LEONI AG, Nürnberg zugehörig. Sie ist wirtschaftlich und finanziell mit dem LEONI-Konzern verbunden und haftet für Verbindlichkeiten anderer Konzerngesellschaften. Zudem ist die Gesellschaft in das zentrale Finanzierungs- und Liquiditätsmanagement des LEONI-Konzerns integriert. Die Liquidität des LEONI Konzerns und der LEONI AG ist - insbesondere als Folge der Corona-Pandemie und der damit zusammenhängenden anhaltenden Störungen im Geschäftsverlauf (z.B. Unterbrechung von Lieferketten inklusive Werkschließungen bei Kunden auf Grund der fehlenden Verfügbarkeit von insbesondere Halbleitern) sowie des Auslaufens wesentlicher Teile der derzeitigen Finanzierung zum Ende des Geschäftsjahres 2022 - stark angespannt und gefährdet deren Bestand. Hinsichtlich der vorgenannten Bestandsgefährdung auf Ebene des LEONI Konzerns und der LEONI AG sieht sich auch die Gesellschaft aufgrund ihrer Einbindung in das konzernweite Finanzierungs- und Liquiditätsmanagement sowie ihrer Mithaftung für andere Konzerngesellschaften in einer ihren Bestand gefährdenden Situation.

Risiken aus Forderungsausfall

Der Ausfall des Forderungsbestands eines großen Kunden stellt ein Risiko dar. Zur Vorsorge werden alle Kunden, die mit der LEONI elocab GmbH Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, einer Bonitätsprüfung unterzogen. Die regelmäßige Analyse des Forderungsbestands und der Forderungsstruktur ermöglicht eine laufende Überwachung des Risikos. Als weiteres Instrument zur Reduzierung des Ausfallrisikos dient das Factoring, welches als True Sale Factoring für ausgewählte Kunden erfolgt. Im Übrigen hat die Gesellschaft unter dem Aspekt der Abwägung von Risiko und Wirtschaftlichkeit eine Warenkreditversicherung zum Schutz vor Forderungsausfällen abgeschlossen. Sowohl beim Factoring als auch bei der Warenkreditversicherung für eigene Forderungen hat sich im Berichtsjahr gezeigt, dass die Warenkreditversicherer vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie und dem dadurch erhöhten Risiko von Unternehmensinsolvenzen und Zahlungsausfällen zurückhaltend bei der Gewährung von Kreditlinien sind. Dadurch steigt einerseits das Risiko, dass die Forderungen nicht im geplanten Umfang an die Factoring-Partner verkauft werden können, und andererseits das Risiko von Ausfällen von eigenen Kundenforderungen, die nicht versichert werden konnten. Beides könnte negative Auswirkungen auf das Ergebnis und die Liquidität haben.

Risiken aus Pensionsverpflichtungen

Die Niedrigzinsphase könnte auch Auswirkungen auf die Pensionsfonds der LEONI elocab GmbH haben und sich in einem erhöhten Zahlungsmittelabfluss zur vorgeschriebenen Verminderung einer Unterdeckung auswirken.

Risiken und Chancen aus der Währungsentwicklung

Hauptsächlich tätigen wir unsere Geschäfte in Euro und USD. Schwankende Währungskurse können demnach zu positiven, wie auch negativen Effekten führen. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt über die LEONI AG in Abstimmung mit den bestehenden Grundgeschäften bzw. den geplanten Transaktionen.

Risiken aus Compliance-Verstößen

Grundsätzlich kann es bei Compliance-Verstößen zu erheblichen Bußgeldern, Reputationsverlusten und Schadensersatzansprüchen kommen. Je nach Land sind auch Haftstrafen für Führungskräfte und beteiligte Mitarbeitende möglich. Durch die Einbindung in das Compliance Management System des LEONI-Konzerns vermindert die Gesellschaft diese Risiken aus Rechts- und Richtlinienverstößen.

Risiken aus dem Kartellrecht

Die Gesellschaft unterliegt der kartellrechtlichen Regulierung in der EU sowie anderen Rechtsordnungen und ist daher Risiken hinsichtlich der Einhaltung dieser Vorschriften sowie der damit verbundenen Durchsetzungsmaßnahmen und Schadenersatzansprüche ausgesetzt. Die Feststellung eines Verstoßes gegen die kartellrechtlichen Vorschriften könnte die LEONI elocab GmbH negativ beeinträchtigen.

Risiken aus Betrug

Wie viele andere Unternehmen ist auch die LEONI elocab GmbH den Risiken des internen und externen Betrugs, insbesondere des Diebstahls von Geldern, ausgesetzt.

Risiken aus Exportkontrolle und Zoll

Politische oder regulatorische Änderungen z.B. bei Exportkontrollvorschriften, Embargomaßnahmen oder Zollbestimmungen können unsere Geschäftstätigkeit beeinflussen und unsere Finanz- und Ertragslage beeinträchtigen.

Protektionistische Maßnahmen, Handelskriege oder Sanktionen in den Ländern und Regionen, in denen die LEONI elocab GmbH tätig ist, können die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft beeinträchtigen. Die Zunahme von regionalen oder internationalen Handelshemmnissen einschließlich Antidumping-Zöllen und der Rückzug von Staaten aus bi- und multilateralen Handelsabkommen könnten sich negativ auf das weltwirtschaftliche Umfeld auswirken und damit zu einer geringeren Nachfrage nach den Produkten der LEONI elocab GmbH führen. Darüber hinaus können Handelshemmnisse oder erhöhte Zollkosten (u.a. Brexit-bedingt) die Produktionskosten steigern und folglich die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte der Gesellschaft beeinträchtigen und das operative Ergebnis negativ beeinflussen.

Als globaler Zulieferer der Industrie- und Medizinbranche ist die LEONI elocab GmbH erheblichen Risiken ausgesetzt, die mit der Entwicklung der Weltwirtschaft und den Rahmenbedingungen eines freien Handels zusammenhängen.

Risiken von Corporate Governance-Verstößen

Grundsätzlich besteht das Risiko, dass Organe und / oder Mitarbeitende gegen Gesetze, interne Richtlinien oder gegen anerkannte Standards guter Unternehmensführung der LEONI elocab GmbH verstoßen. Durch die Einbindung in das Compliance Management System des LEONI-Konzerns vermindert die Gesellschaft diese Risiken aus Corporate Governance Verstößen.

Risiken und Chancen aus Materialkostenschwankungen

Zunehmende Bedarfe können zu Kostensteigerungen bei unseren wichtigsten Rohstoffen führen. Dies kann Preisforderungen und damit einen Anstieg der Einkaufspreise bei den entsprechenden Einzelteilen und zusätzlich bei Verknappung auch Lieferengpässe nach sich ziehen. Bisher konnten Materialkostensteigerungen durch den internationalen Wettbewerb unserer Lieferanten weitgehend vermieden oder - wo dies nicht möglich ist - (zumindest teilweise) an die Kunden weitergegeben werden.

Generell würde sich eine günstigere Entwicklung der Rohstoffpreise positiv auf die Materialkostenquote und damit auf die Margen von LEONI elocab GmbH auswirken.

Risiken und Chancen aus operativen Verbesserungsprojekten

Die operativen Prozesse der LEONI elocab GmbH werden regelmäßig auf mögliche Verbesserungen hin überprüft und durch Optimierungs- und Effizienzprojekte verbessert. Die geplanten Effekte dieser Projekte sind im Rahmen einer prozentualen Erfolgsbewertung in die Planungen der Gesellschaft aufgenommen. Naturgemäß gibt es bei der Umsetzung von Verbesserungsprojekte inhärente Risiken, die den Projekterfolg geringer ausfallen lassen. Dies hätte einen negativen Ergebniseffekt für die LEONI elocab GmbH zur Folge. Gleichsam besteht eine Chance bei besserem Projekterfolg der Verbesserungsprojekte.

Durch das eingeführte Risikomanagementsystem sind der LEONI elocab GmbH die aufgeführten Risiken bekannt und Eindämmungsmaßnahmen werden von den Fachabteilungen durchgeführt. Das Risikopotential für die Gesellschaft hat sich durch die Effekte der COVID-19-Pandemie vergrößert. Gleichzeitig sind, ebenfalls durch die Pandemie bedingt, zusätzliche Marktchancen identifiziert worden. Daher ist in Summe von einer ausgewogenen Chancen- und Risiken-Situation auszugehen.

Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation

Sollte es der Gesellschaft nicht gelingen die zuvor beschriebenen Risiken zu eliminieren bzw. sind die beschriebenen Gegenmaßnahmen nicht hinreichend wirksam, könnten diese zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.

Hinsichtlich der Bestandsgefährdung des LEONI Konzerns und der LEONI AG sowie der dadurch auch für die Gesellschaft resultierenden bestandsgefährdenden Risiken verweisen wir auf die Ausführungen zuvor.

E. Nachtragsbericht

Hinsichtlich der wesentlichen Ereignisse nach dem Stichtag wird auf den Anhang verwiesen.

F. Prognosebericht

Konjunkturelle Rahmenbedingungen (Gesamtwirtschaft und Branche)

In seiner Oktober-Projektion World Economic Outlook geht der IWF von einem weltweiten Wachstum von 4,9 % im Jahr 2022 aus. Die Prognose für die Industrienationen wurde im Oktober auf ein Wachstum von 4,5 % (Juli: 4,4 %, April 3,6 %) angehoben und bestätigt damit den positiven Trend für 2022. 7

Ursächlich für die generelle Zuversicht sind unter anderem positive Auswirkungen zunehmender Impfraten, dennoch bleiben hohe Risiken wegen Unsicherheit über den weiteren Verlauf der COVID-19-Pandemie sowie ungleicher Impffortschritte in wohlhabenden und ärmeren Ländern.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor sind die zunehmenden Materialengpässe und steigenden Rohstoff- und Energiepreise sowie Transportkosten. Das ifo Institut verzeichnet seit mehreren Monaten Rekordwerte im Index für Knappheit von Vorprodukten im Verarbeitenden Gewerbe (September 2021: 77,4 % gegenüber April 2021: 45 %). 8

Für die Branche der Elektro- und Digitalindustrie zeigt das ZVEI-Konjunkturbarometer im Oktober 2021 weiterhin eine positive Lage- und Erwartungsbeurteilung. 9

In Bezug auf unsere Endmärkte gehen wir sowohl für den Medizinmarkt als auch die diversen Industriemärkte von weiterem Wachstum aus. So ist der Medizinmarkt durch Megatrends wie Bevölkerungswachstum, Wandel und steigende Einkommen getrieben. Aber auch in diversen Industriemärkten sehen wir Wachstumsimpulse, wie z. B. dem Schienenverkehr (getrieben durch den Trend zu nachhaltiger Mobilität) oder der Halbleiterfertigung (getrieben durch den verstärkten Einsatz von Elektronik in allen Lebensbereichen und dem aktuellen Chip-Mangel).

Geschäftsverlauf und künftige Ausrichtung der Gesellschaft

Nach einem vergleichsweise schwachen Rumpfgeschäftsjahr 2021 erwarten wir für das Jahr 2021/2022 und einem Prognosezeitraum von 12 Monaten ein starkes Umsatzwachstum und damit einhergehend ein deutlich höheres Betriebsergebnis sowie eine moderat steigende EBIT-Marge. Als Vergleichszeitraum stellt die Geschäftsführung hierbei auf das auf zwölf Monate hochgerechnete Ergebnis und Umsatz des Rumpfgeschäftsjahres ab. Die Veränderungen liegen darin begründet, dass mit Auslaufen von vormals starken Kundenprojekten in 2020, das Jahr 2021 vor allem auf den Aufbau von erfolgreich akquirierten Neuprojekten fokussiert war und zahlreiche Ressourcen mit eben diesem Neuaufbau beschäftigt waren, ohne dass dem ein relevanter Umsatz gegenübersteht. Damit ist nun aber der Grundstein für ein Ausschöpfen der geschaffenen Potenziale gelegt und mit Anlauf der tatsächlichen Produktion wird sich auch die Ertragslage der Gesellschaft deutlich und nachhaltig verbessern.

Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung

Aufgrund der sowohl positiven Rahmenbedingungen als auch der getätigten Investitionen in den Aufbau neuer Kompetenzen und Produktionsressourcen gehen wir von einer sehr starken wirtschaftlichen Entwicklung ab spätestens Q2.2022 aus. Das größte Risiko stellt dabei die Materialverfügbarkeit dar, gefolgt von der Pandemiesituation und etwaiger, daraus resultierender Einschränkungen in der Personalverfügbarkeit.

7 IWF 2021 (World Economic Outlook Oktober 2021)
8 ifo Konjunkturumfragen Juli 2021, Aug 2021 und Sept 2021 sowie zugehörige Pressemitteilungen
9 ZVEI 2021 (Konjunkturbarometer Oktober 2021)

Mit dem Anfang Oktober 2021 bekannt gegebenen Verkauf der zur WCS-Division (Wire & Cable Solutions) gehörende Business Group Industrial Solutions an den strategischen Investor BizLink Holding Inc. (BizLink), setzt der LEONI-Konzern einen weiteren Schritt des Performance- und Strategieprogramms VALUE 21 um und damit einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur nachhaltigen Stabilisierung des Unternehmens. Die LEONI elocab GmbH ist Teil dieses Verkaufs.

Mit der LEONI elocab GmbH umfasst der angestrebte Verkauf rund 20 internationale Standorte der Leoni-Business Group Industrial Solutions in zehn Ländern mit rund 3.000 Mitarbeitern und eröffnet diesen eine neue unternehmerische Perspektive.

BizLink ist ein internationaler Anbieter hochwertiger Lösungen für Kabelverbindungen und Connectivity Services. Durch die Übernahme der LEONI Industrial Solutions sollte sich die Marktpräsenz und Wachstumschancen von BizLink insbesondere in Europa erweitern.

Die gesetzlichen Vertreter der LEONI elocab GmbH erwarten vor diesem Hintergrund nicht nur eine gute Möglichkeit, im neuen Unternehmensverbund ihre Produkte und Services strategisch weiterzuentwickeln, sondern auch eine größere Sicherheit in der Finanzierung dieses strategischen Vorhabens. Ferner erwarten die gesetzlichen Vertreter, dass sich durch die Befreiung der Gesellschaft von der Mithaftung für die Verbindlichkeiten anderer LEONI Konzerngesellschaften sich die Risikoposition für die Gesellschaft erheblich reduzieren wird.

Der Vollzug des Verkaufs bedarf noch der Zustimmung der Leoni finanzierenden Banken und unterliegt den üblichen kartellrechtlichen Prüfungen, wird aber für Anfang 2022 erwartet.

 

Georgensgmünd, den 23.12.2021

Die Geschäftsführung

Thomas Deubel

Udo Könighaus

Elk Stegmann

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